Bauer Willi
Kommentare 124

„Wir sollten uns ehrlich machen…“

Diesen Satz „Wir sollten uns ehrlich machen“ habe ich schon häufiger von Julia Klöckner gehört. Und den finde ich richtig. Doch wenn immer und immer wieder betont wird, das etwas sicher sei, werde ich misstrauisch. Norbert Blüm hatte einst auch immer und immer wieder behauptet, die Rente sei sicher.

Jetzt wird gleiches von der Lebensmittelversorgung gesagt und doch weiß jeder, dass dies nur für einen begrenzten Zeitraum gelten kann. Schon jetzt zeigen sich Lücken, die zwar noch nicht in der Verfügbarkeit, sondern eher in der Logistik liegen, die derzeit überfordert ist. Denn jetzt essen alle Deutschen wieder zuhause und darauf ist niemand eingestellt.

Bald werden die Lücken in den Regalen größer werden, und das ist sicher. Das wissen auch die, die die Bürger jetzt noch in Sicherheit wiegen wollen. Wir Bauern wissen um die tatsächliche Situation. Und die ist, gerade beim Personal, nicht gut. Die Auswirkungen ahnen wir.

  • Düngeverordnung

Die Düngeverordnung soll am 27.3.2020 im Bundesrat verabschiedet werden. Der Termin wurde vorgezogen, die Bundesländer hatten faktisch keine Chance, ihre Einwände rechtzeitig und fundiert einzureichen. Davon abgesehen halte ich dieses Verhalten der Bundesregierung für geschmacklos und widerwärtig. Auf der einen Seite lobt man die ganze Branche und hält sie für systemrelevant (logisch, denn jeder muss essen) um gleichzeitig faktisch in einer Nacht-und-Nebel-Aktion diese Verordnung regelrecht durchzuprügeln. Einen Anruf nach Brüssel, ob die derzeitige Situation keinen Aufschub ermöglicht, hat es meines Wissens nicht gegeben.

Andererseits: soll die Bundesregierung am Freitag doch die Düngeverordnung durchwinken. Wir Bauern werden das jetzt nicht mehr aufhalten. Aber: abgerechnet wird zum Schluss. Wenn im Herbst die Lebensmittel knapp werden, könnt ihr uns ja die Kontrolleure auf die Höfe schicken. Wenn die sich das trauen…

  • Insektenschutzprogramm (und Agrarpaket)

Zum Glück hört man davon nichts mehr. Und so sollte es bleiben, zumindest vorerst. Der Belastungspegel in den landwirtschaftlichen Familien liegt schon jetzt sehr hoch und die Arbeit im Feld hat gerade erst angefangen. Wenn sich jetzt nicht Politik und NGO´s (Letztere haben sich in den letzten Tagen durch Abwesenheit ausgezeichnet)  mit ihren Forderungen zurückhalten, weiß ich nicht was passiert. Schon vor der Krise wurde befürchtet, dass sich die Landwirte radikalisieren. In der jetzigen Situation halte ich es sogar für möglich. Aber erst dann, wenn das Versammlungsverbot aufgehoben ist. Wir Deutsche halten uns ja auch bei Revolutionen an die Regeln…

  • Nach der Krise

In den letzten Tagen habe ich oft gelesen, dass nach der Krise nichts mehr so sein wird wie vorher. Das will ich doch hoffen. Wenn ich lese, was BUND, NABU und andere NGO´s in der gegenwärtigen Situation bei Facebook und Twitter an Kommentaren abgeben, wundere ich mich nicht nur sondern werde auch wütend. Haben die den Knall noch nicht gehört? Haben die paar Tage Home-Office schon Spuren hinterlassen? Liebe NGO´s, glaubt ihr wirklich, ihr könntet so weitermachen wie bisher?

Und an all die, die mit sogenannten guten Ratschlägen schnell zur Stelle sind: Ja, wir können uns gerne über einen Gesellschaftsvertrag unterhalten. Aber später. Theoretische Überlegungen und philosophische Betrachtungen haben jetzt wirklich zweite Priorität. Drum lasst uns Bauern jetzt erst mal in Ruhe. Wir haben zu arbeiten. Damit ihr was auf den Tisch bekommt.

Euer Bauer Willi

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124 Kommentare

  1. Ferkelhebamme sagt

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/corona-krise-bauern-drohen-mit-produktionsstopp-a-deac2f2c-aa92-43db-8eb6-468ca0b3bbd0

    So titelt der Spiegel dazu. Und wenn man sich die Kommentare noch antut, verliert man jegliche Lust, sich für dieses dämliche dekadente Luxus-Volk den Allerwertesten aufzureißen (Sorry, aber es ist mal wieder so weit, ich würde gerade am liebsten alles hinschmeißen) Was machen wir falsch? Warum verstehen die den Ernst der Lage nicht? Sind es die immerwährenden Zusagen, dass die Versorgung gesichert ist?

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    • Arnold Krämer sagt

      Der Spiegel bedient seine Hauptleserschaft. Er will ja auch wirtschaftlich überleben. In Zeiten wie Corona wird das schwieriger denn je. Wer braucht die vielen Schreiberlinge denn wirklich.

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    • firedragon sagt

      Wo liest der Spiegel eigentlich eine „Drohung“ aus dem abgedruckten Briefauszug von LsV?
      Die Kommentare habe ich mir nicht angetan.

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    • Paulus sagt

      @Ferkelhebamme
      1. Gebot: Du sollst keine schäbigen Presseprodukte lesen!
      Sofern du gesündigt hast gilt
      2. Gebot: Du sollst deine Zeit nicht damit vertrödeln dumme Leserkommentare zu lesen!
      Das gilt insbesondere für den Spiegel und die Zeit.
      Nach Befolgen der Gebote tritt Besserung ein, auch bei dir. Versprochen!

      Was dieses dämliche dekadente Luxus-Volk betrifft, war ich gestern bei Rewe und im Hit wg. Seife. In Hit gab es genau drei Spender mit Flüssigseife die eine Kundin vor mir schnell raffte. Auf meine höfliche Frage ob sie mir eine davon überlassen würde, kam ein knappes freches „Ne“. Soll ich mich darüber aufregen? Dann kommst nach Hause und wirst auch von deiner Frau veräppelt, als erfolgloser Jäger der Seife und so. Mitunter ist Gelassenheit und Humor angesagt.

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      • firedragon sagt

        Paulus,
        vielleicht „verkleidest“ Du Dich das nächste Mal als Jäger, so mit allem drum und dran, wenn Du wieder auf die Seifenpirsch gehst. Eventuell bist Du dann erfolgreicher und kannst Deiner Gattin ein Seifenstück zu Händen reichen.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Das war heute tatsächlich auch meine zweite dumme Idee: mal eben neue Seife holen (für die Hygieneschleuse, morgen kommt der QS-Kontrolleur, dem soll es an nichts mangeln). Auch Zeitverschwendung, hab die gute alte Kernseife wieder hervorgekramt. Mittags gabs dann fette Duroc-Schnitzel in Gedenken an all diejenigen, die in ihren Toilettenpapier-, Desinfektionsmittel- (wird hier auch langsam knapp) und Seife-Burgen Konserven löffeln. So!

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Paulus,
        du hast eindeutig versagt. Vor gut einer Woche habe ich Befehlsgemäß die 2 Kg Mehl und die Backhefe organisiert und als kleines Schmankerl, eine Packung Klopapier ergattert.

        Mit der nötigen Energie und dem unbändigen Willen ist fast alles machbar. 😉

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    • Obstbäuerin sagt

      Bei topagrar ist jetzt eine Stellungnahme von LsV eingestellt. Wenn man die Kommentare liest unter dem Artikel im Spiegel, kann einem schon Angst und Bange werden. Da reicht dann schon ein kleiner Funke und der Bauer wird gesteinigt. Ich hoffe, der Spiegel-Journalist bringt auch eine ebenso wirkungsvolle Gegendarstellung mit Entschuldigung.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Der WLV hat auch prompt eine Pressemitteilung zu diesem Artikel herausgegeben. Ich hoffe, das schlägt noch höhere Wellen. Es ist einfach unverantwortlich, in dieser Zeit auch noch Hass zu schüren, Verkaufszahlen hin oder her.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Auf die Gegendarstellung kannst Du lange warten.

        Im früheren Forum, wurden die Beiträge gezählt, bei mir stand die Zahl bei 4500 Beiträge. Mindestens genau so viele wurden nicht freigegeben, obwohl es fundierte Beiträge waren. Entweder passte es denen nicht, oder die kapierten das geschriebene nicht.
        Vor einigen Wochen stellten die das Forum um, seither bin ich nur noch selten dabei, aber nicht als Ehemaliger.

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  2. Einfacher Bürger sagt

    Große Politik und ehrlich ist das nicht schon ein Wiederspruch ?
    Es funktioniert ja nicht mal im Kleinen.

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  3. James Taylor sagt

    In der Frage der Duengemittelverordnung haben sich zumindest in Deutschland ja scheinbar beide Seiten den Helm aufgesetzt und sich in feindlicher Koerperstellung und in geringer Entfernung eingegraben. Ist das schlau? Nein.
    Erst einmal moechte ich anfuehren, dass die Wasserversorger nicht nur Deppen eingestellt haben und wenn die das als Problem benennen, dann muss man das loesen, weil Guelle nirgendwo auf diesem Planeten vom Himmel faellt.
    Zweitens zahlen Bauern fuer die Entsorgung Geld, das ist also ein Produkt und es gibt einen Markt fuer Guelle, denn Guelle ist ein Rohstoff.
    Drittens kann man Guelle (momentan leider nur in Pilotanlagen) verarbeiten, so dass aus 50kg Schweineguelle nach einem technischen Verfahren ca. 500g mineralischer Stickstoffduenger + 900g organische Biokohle entstehen.
    Warum diese Konfrontation? Warum jagt ihr den Rukwied nicht in das Forschungsministerium, damit der mehr Pilotanlagen und eine hoehere Abnahme der Guelle durchsetzt?

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    • Ein Privatier sagt

      „Zweitens zahlen Bauern fuer die Entsorgung Geld, das ist also ein Produkt und es gibt einen Markt fuer Guelle, denn Guelle ist ein Rohstoff.“

      Könnten Sie mir bitte die Bedeutung des Wortes „zahlen“ in Ihrem Satz bezüglich Ihrer Schlussfolgerung – „ist also“ – erklären?

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      • James Taylor sagt

        Nach meiner Kenntnis kostet die Entsorgung in Deutschland etwa 15€/hl (Kosten fuer den Bauern). Auf der anderen Seite gibt es sogar grenzueberschreitenden Handel mit Guelle (Markt, Refinanzierung). Es gibt in dieser Welt Haendler, die Guelle kaufen, also einen Markt fuer „Scheisse“.
        Wenn es einen Preis hat, ist es innerhalb des Definitionsrahmens ein Produkt. Es „ist also“ kein wertloser Muell, den man in grossen Mengen nach dem Motto „Viel hilft viel“ in die Landschaft verklappt, weil man die Kosten (siehe oben) scheut oder die Kosten (siehe oben) aus dem Betrieb nicht erwirtschaften kann.
        „Ist es also“ ein Produkt, fuer das es einen Markt gibt, der sogar fuer alle einen Nutzen hat, am Ende sogar fuer den Bauern!, dann ist das besser als die Scheisse planlos zu verklappen. Oder?

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        • Ein Privatier sagt

          Danke für Ihre Erläuterungen.
          Wie konnte es so weit kommen, dass die Bauern für die Entsorgung eines Produktes, mit dem andere Geld machen, Geld bezahlen müssen?

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          • firedragon sagt

            Zu tierischer Gülle kann ich nichts sagen.
            Wir hatten Biogas“gülle“ auf einen kleinen Teil unserer Flächen ausbringen lassen.
            Bezahlt wurde von uns lediglich die Ausbringung, nicht das „Produkt“.
            Desweiteren liegt eine Analyse vor, die Werte werden dokumentiert und bei weiterer Düngung selbstverständlich berücksichtigt/angerechnet.

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          • James Taylor sagt

            Hallo Herr/Frau „Ein Privatier“, muessen Sie denn fuer Ihre Toilettenspuelung keine Abwassergebuehr zahlen? Und wenn sie einen Betrieb haetten, waere das ja nicht anders, denn fuer Pappe, Metall…usw. zahlt man auch Entsorgungsgebuehren.
            Der Urin (fuer den Sie Abwassergebuehren zahlen) ist uebrigens ein Rohstoff, daraus kann man hervorragenden phosphathaltigen Duenger machen, und der ist zumindest fuer schlaue Unternehmer in den Niederlanden bereits heute ein Produkt.
            Im Grunde sind es Rohstoffe. Wir koennen es uns auch gar nicht leisten solche Rohstoffe zu vergeuden.

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        • René Renpt sagt

          Nicht überall muss man Geld bezahlen um die Gülle „los“ zu werden. Es gibt ein verteilungsproblem. Gerade in Niedersachsen, aber was dort in den letzten Jahren durch die neue DüV sich geändert hat ist gewaltig. Auch wie stark dort der Einsatz von Mineraldünger zurück gegangen ist und die Überschüsse immer weiter zurück gefahren wurden. Die ich bin vor 5 Jahren weg aus der Region, jetzt sind dort NIRS Sensoren Standard. Das heißt die Güllenährstoffmengen die ausgebracht werden, werden gemessen und somit bedarfsgerecht gedüngt.

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          • James Taylor sagt

            Ist es nicht so, dass Phosphor und Kalium mit den Sensoren nur geschaetzt werden kann? Aber Sie haben recht, das Verfahren ist direkt und man erhaelt eine Dokumentationsgrundlage. Das waere vermutlich niemals zum Einsatz gekommen, wenn es den Druck des Gesetzgebers nicht gegeben haette.

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    • Arnold Krämer sagt

      Für die große Politik ist Corona bisher nur ein „Schuss vor den Bug“. Den Tanker bringt das so schnell nicht zur Kursänderung. Da muss noch viel mehr passieren. Das gilt für die Nitratrichtlinie (Dünge-VO), den Insektenschutz, das Klimapaket u.v.a. Vorhaben mehr, die durch EU-Recht, vertragliche Bindungen (z.B. Pariser Klimaabkommen) Koalitionsvertrag etc. längst in Vorbereitung und Umsetzung sind.
      Man wird versuchen, die Volkswirtschaft mit „Doping“ (Schulden) wieder ans Laufen zu bringen. Erst wenn das nicht funktionieren oder nicht schnell genug funktionieren sollte, wird man an die Abschaffung von selbst angelegten Fesseln denken. Das kann dauern. Bauern unterschätzen immer wieder, wie träge der Politikbetrieb (in der einen wie in der anderen Richtung) in Wirklichkeit ist.

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    • Paulus sagt

      James, aus 50.000g Gülle, unter hohem Energieaufwand, gerade mal 500g Dünger und 900g Kohle herzustellen scheint mir nicht gerade effizient zu sein. Ist ungefähr so, als würde man Torten backen um sie an Schweine zu verfüttern. Es gibt viele techn. Verfahren die über den Labormaßstab nicht hinaus gekommen sind weil es sich wirtschaftlich nicht darstellen lässt. Man kann es drehen und wenden wie man will, der Knackpunkt sind immer (noch) die mit der Energieumwandlung verbundenen Kosten. Als erfahrener Ing. und alter Thermodynamiker sage ich ihnen, es scheitert nicht an den techn. Möglichkeiten sondern an den Kosten.

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      • James Taylor sagt

        50kg sind 5 Eimer. Das ist eine Masseinheit, die sich jeder vorstellen kann. Ihr Auto verbraucht ja auch 7l/100km und nicht 70.000l in 10 Jahren, was dann wirklich schrecklich klingt. Ausserdem, die Naehrstoffmengen, die der Boden benoetigt, sind mg/qm und nicht Tonnen/qm.
        Frage an den Thermodynamiker: Und was wird benötigt, um den Boden und die Nitrateintragungen ins Grundwasser zu beseitigen?

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  4. Friedrich sagt

    Ja, Kollegen , wir sollten uns ehrlich machen. Ehrlich gesagt haben wir eine unfähige Regierung. Die merkens immer noch nicht. Die Coronakrise hat doch die weltweite Wirtschaftskrise nur noch vorgezogen. Das , was wir vor uns haben ,wird alles von uns erlebte in den Schatten stellen und das auf kurze Sicht. In dieser Lage wollen unsere „Berliner Traumtänzer“ das Agrarpaket mit sehr starken Einschränkungen für die Bauern verabschieden. Damit die etwas mehr an der Realität lebenden Länderminister überrollt werden , hat man das ganze auf den kommenden Freitag vorgezogen. Das wird für die Versorgung der Verbraucher negative Folgen haben , weil die Bauern sich plötzlich auch mit den Vorgaben aus Berlin beschäftigen müßen. Diese Krise ist doch schon Herausforderung genug, oder ?

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    • Ein Privatier sagt

      Hatte den Link dazu schon gestern oder vorgestern gepostet. Hat ab er kein Schwein interessiert … Das Virus wird genutzt!

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    • firedragon sagt

      Friedrich, es könnte aber auch die Möglichkeit bestehen, dass selbst in Berlin die Träumer aufgewacht sind oder zumindest noch drei Tage Zeit haben, um aufzuwachen.
      Drei Tage! Wir lernen doch gerade, dass sich stündlich was ändern kann.

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      • firedragon sagt

        Friedrich, entschuldige bitte, es war mir leider nicht klar, dass es sich anscheinend um Siebeschäfer handelt – Du siehst mich bestürzt.

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  5. Roland Dechains sagt

    Wann und wo hat die AfD gesagt, dass die „Ausländer den Deutschen die Arbeit abnehmen“? Ich denke hier ist auch „wegnehmen“ gemeint. Aber wiederum: Die Aussage ist eine Falschbehauptung.

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    • Bauer Willi sagt

      Das wusste ich, dass so ein Kommentar jetzt kommt. Ist aber für die Diskussion auch eher sekundär. Was in der Krise aber auffällt: alle „Lautsprecher“ von links und rechts sind abgetaucht. Nicht mal mehr dumme Sprüche, bis vielleicht Anton Hofreiter, der jetzt auffällig oft ins Mikro spricht. Wo ist Habeck?

      Die AfD nehme ich als ausländerfeindlich wahr. Alle AfD-Anhänger dürfen sich jetzt melden, um auf deutschen Feldern deutschen Spargel zu stechen. Wetten, dass da keiner kommt?

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      • JimBob sagt

        @Bauer Willi

        Wieso wollen Sie mit mir wetten, das keiner kommt?

        Ich bin schon auf Feld&Flur und mache und tue. Ich arbeite bereits.

        Und genau deshalb, weil ich mache und tue und damit meine Steuern zahle, die Wiederum, alle mitfinanziert, die hier in unserem Wohlfahrtsstaat leben und leben wollen, wähle ich AfD.

        Ich habe schlichtweg keine Lust, mehr für andere zu buckeln als nötig.
        Und ich möchte auch nicht lesen müssen, das irgendwelche Clangruppen, die ich mit unserem Solidarsystem mitfinanziere, hier mit Messern rumfuchteln und ihre Drogenreviere abstecken.

        Die könnte man gut und gerne als Erntehelfer einsetzten.
        aber die wollen ja auch nicht arbeiten.
        Und bitte ich darum, für diese Leute nicht mitarbeiten zu müssen.

        aber solche Nachrichten kommen fast jeden Tag als Miniartikel auf Seite 4
        https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Herford/Herford/4175247-Messerattacke-an-der-Diebrocker-Strasse-in-Herford-Clans-sind-polizeibekannt-Familienfehde-offenbar-Hintergrund-der-Bluttat

        Grüße von einen weißen, alten Mann, der bisher sein ganzes Leben gearbeitet hat.

        Wollen Sie für den Rest der Welt arbeiten gehen?
        machen Sie sich selbst mal ehrlich.

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        • Ein Privatier sagt

          @JimBob

          Um Himmels Willen!
          Wissen Sie denn nicht, dass wir Deutschen Weißen schuld an all den Problemen sind, die diese armen goldenen Menschengeschenke und Facharbeiter haben?

          Hätten wir Kapitalisten nicht unserem Reichtum auf dem Verkauf von Massenvernichtngswaffen an friedliebende Menschen in Afrika aufgebaut, dann müssten die nicht zu uns kommen, um sich zu holen, was wir ihnen über die Jahrhunderte gestohlen haben!

          Menschen, gute Menschen, die viel schlauer als wir alle sind, haben auch ausgetüftelt, wie wir Weißen unsere Schulden über mehrere Generationen abbauen können.

          Ich rede von tätiger Buße – über Generationen hinweg!
          Um die Welt zu retten, müssen wir reichen Weißen leiden!
          https://de.wikipedia.org/wiki/Affirmative_Action

          „(…) Im Vorwort wird die Idee umrissen: „Für wenigstens zwei Generationen muss für die Ausländer mehr getan werden als für die Deutschen.“ Auf Seite 13 wird die Programmatik präzisiert: „Um den Ausländern Chancengleichheit zu verschaffen, muss jedoch für wenigstens zwei Generationen mehr für Ausländer getan werden als für Deutsche.“

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          • Reinhard Seevers sagt

            Das Thema wird zur ideologischen Plattform auf der Grundlage ironiserender Opfertexte…..
            Man sollte es schließen, bevor hier alle Opfer aus den Löchern kriechen. es ist fast so, als hätten sie nur auf diesen Moment gewartet.

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            • Ein Privatier sagt

              Genosse Seevers, Sie sind ein gar lustiger Kerl. Als ob Sie nicht rot und röter durchtränkt wären … 😉

              Oh, the irony!

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      • Ein Privatier sagt

        „Die AfD nehme ich als ausländerfeindlich wahr.“

        Herzlichen Glückwunsch!
        Ihre derzeitige Wahrnehmung ist halal.

        Was ich Ihnen auf gar keinen Fall zum Lesen empfehle:
        Gebraucht, sehr guter Zustand und extrem haram. Macht offiziell jeden alten weißen Mann zum R*ssisten, N*zi, und Isl*mophoben, der es auch nur durchblättert:

        https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/P-und-Holger-Flie%C3%9Fbach-Huntington-Samuel+Kampf-der-Kulturen-Die-Neugestaltung-der-Weltpolitik-im-21/id/A02oeZNo01ZZT

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        • Reinhard Seevers sagt

          Die Diskussion um den Kampf der Kulturen ist doch uralt. Die westliche Wertekultur ist der Grund für Kollonialismus, Imperialismus, Globalisierung, Kapiatlismus, Ungerechtigkeiten gegenüber der Dritten Welt usw……da muss man nicht anderen die Schuld geben, wenn man sie selbst inne hat.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Tja Privatier, ich lese wohl andere Bücher und bilde mir meine Meinung. Wollen wir nun eine „Wahrheitsdiskussion“ anstoßen?

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              • Ein Privatier sagt

                Herr Seevers,

                um den Folgen einer einseitigen Ernährung entgegenzuwirken, sollte man sich nicht einseitig ernähren.

                Langweilt es Sie eigentlich nicht, dass Sie denkerisch in stets den selben Bahnen wandeln? Dass Sie alles immer wieder auf das runterbrechen, was neuerdings als Kulturmarxismus bezeichnet wird? Haben Sie wirklich keine Lust, die Realitäten anders zu deuten oder anders zu rekonstruieren als immer mit den ausgelutschten Phrasen, die schon seit Jahrzehnten ihr Refugium unter den neuen muffigen Talaren der Grünen Khmer gefunden haben?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich möchte ungern auf ihre Bahnen abgleiten, das würde mir als Mensch widersprechen…danke!
                  Ihre Realität scheint eben eine gänzlich andere zu sein, als die meine, so what.

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          • Brötchen sagt

            Reinhard ja der Kulturkampf zwischen der westl. Kultur und dem edlen Wilden.

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              • Brötchen sagt

                Nein das war ernst!

                „Die westliche Wertekultur ist der Grund für Kollonialismus, Imperialismus, Globalisierung, Kapitalismus, Ungerechtigkeiten gegenüber der Dritten Welt usw…“

                Nicht nur. Die westl. Wertekultur beinhaltet auch Humanismus, Aufklärung, Gleichberechtigung der Geschlechter, Gleichheit vor dem Gesetz….

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Tja, Brötchen, das wird als Ausrede für die einzig überlegende Wertegesellschaft auf Erden immer wieder angeführt. Wer aber die Werte andere Völker nicht anerkennt und deren Werte mit Füßen tritt und sie dazu zwingt allein unsere westlichen zu übernehmen, der steht eben aus meiner Sicht auf der Seite der Schuldigen.
                  Gerade die Zeit der Aufklärung war führend darin, die Völker der Erde zu unterdrücken und zu christinianisieren. Im Nachhinein will man das feiern und rechtfertigen?

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                • Ein Privatier sagt

                  @Brötchen @Reinhard Seevers

                  Ein Zitat von Klonovsky:
                  „Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.“

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                • firedragon sagt

                  … Toleranz, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Menschenrechte…

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Michael Klonovsky ist ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Von Juni 2016 bis Anfang 2017 war er parteiloser Berater von Frauke Petry, als sie Bundessprecherin der Partei Alternative für Deutschland war. Seit Februar 2018 ist er persönlicher Referent des AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag Alexander Gauland.

                  Alles klar, Gobbels sein Enkel!
                  Wie weit ist dieser blog gekommen….

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard nichts für ungut!

                  Ich glaube solche grundlegenden gesellschaftl. Diskussionen führen zu nichts.

                  Ich habe da aus meiner Lebenserfahrung 28 Jahre Sozialismus in Theorie und Praxis und Dauerquarantäne…eine etwas andere Einstellung.
                  Der Sozialismus ist an seinem falschen Menschenbild gescheitert und wird auch immer wieder daran scheitern. Und war das unmenschlichere System, wenn auch das Einzelschicksal ein anderes gewesen sein kann.

                  @ Privatier

                  Der Klonovsky gehört schon seit längerem zu meiner Standardlektüre, wenn auch manchmal etwas zu anstrengend und zu zuspitzend.
                  Man kann den Menschen aus seiner Geschichte heraus verstehen, hatte ja eine ähnliche, wenn dann doch wieder eine etwas andere.

                  Aber ein scharfer Denker und eine spitze Feder!
                  Eben ein Sachse und für den Brandenburger der „Todfeind“ ;)……ich fühle mich als Halbsachse 🙂
                  Da lange Zeit dort verbracht und meine prägenden Jahre.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Hallo Privatier, hinsichtlich der Errungenschaften und Zentren der Entwicklung einfach zur Orientierung mal Petersens „Syncron-optische- Weltgeschichte“ aufschlagen. Die Fixierung auf den „Weißen Mann“ als den Fortschrittsmotor der Menschheit emfinde ich vorsichtig formuliert als ausgeprochene „Blasenarroganz“, „Scheuklappenmentalität“ und Weltfremdheit. Oder sind die Chinesen, Perser, Araber Nordafrikaner von denen der Aufstieg der Menschheit ausging auch alle „weiße Männer“?
                  Das Einzige, was die Weißen über Jahrhunderte besser konnten, war Waffen bauen und Krieg führen. Genau daher kommt die gut genutzte Fähigkeit allen Anderen die Ressourcen zu stehlen und sich auf der Basis der gewaltsamen Aneignung derselben über die Anderen zu erheben. Der letzte große Ausbruch dieser Weltanschauung waren die Feldzüge der Nazis, die glücklicherweise gescheitert sind. Bei der Beurteilung der Weltgeschichte ist der wichtigste Grundsatz: „Folge der Blutspur des Geldes“ oder auch einfacher und allgemeiner „Folge immer dem Weg des Geldes“.

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                • Ein Privatier sagt

                  @Brötchen

                  „@ Privatier

                  Der Klonovsky gehört schon seit längerem zu meiner Standardlektüre, wenn auch manchmal etwas zu anstrengend und zu zuspitzend.
                  Man kann den Menschen aus seiner Geschichte heraus verstehen, hatte ja eine ähnliche, wenn dann doch wieder eine etwas andere.

                  Aber ein scharfer Denker und eine spitze Feder!
                  Eben ein Sachse und für den Brandenburger der „Todfeind“ ;)……ich fühle mich als Halbsachse 🙂
                  Da lange Zeit dort verbracht und meine prägenden Jahre.“


                  Ich genieße seine Aperçus!

                  Der Herr Klonovsky gibt sich manchmal zuviel Mühe. Eine Klinge, die ständig geschärft wird, wird schartig.
                  Er ist übrigens kein Mitglied der AfD.

                  Seinen Sinn für echte Freiheit, hat er sich hart erarbeitet – und ertrunken!

                  Es gibt Arten von Freiheit und Humor, die außerhalb des Denk- und Tolerierbaren für Genossen sind.

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                • Brötchen sagt

                  @Privatier

                  der Klonovsky in seiner Vita hat meine Hochachtung, glaube der war damals Bausoldat und das war hart zu der Zeit.

                  Und jetzt hat er ja auch einen sehr steinigen Weg gewählt, sich mit den Schwefelbuben einzulassen.

                  Es lebe der 8. Parteitag, hoch lebe unser Genosse Erich Honecker er lebe hoch!
                  ( sowas wurde damals geschrieben, heute schreibt man was mit Afd und so und ein Platz an den Futtertrögen ist einem gewiss)

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              • Ein Privatier sagt

                @Reinhard Seevers

                Ihnen empfehle ich wirklich, dass Sie sich mit der Geschichte des Irans um das Jahr 1979 beschäftigen. So als Einstieg in das, was mit Kommunisten aller Couleur, Säkularen, Christen, Atheisten, Aufgeklärten und anderen Nicht-Mohammedanern so passiert, wenn Sie mit Mohammedanern kooperieren.

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      • Erndlsepp sagt

        Hallo Willi, ich kenne viele Landwirte und Handwerker die AFD-Anhänger sind und
        gerade auf ihren Betrieben bei der Arbeit sind. Die Arbeitsscheuen die du ansprichst
        haben meist eine andere politische Gesinnung.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Doch, es gibt immer noch welche, die jetzt wichtigere Sorgen haben als die Folgen der Coronakrise, nämlich das Schicksal von Heidi Honigbiene und ihrer Freunde. Hier ein Mail, das ich heute gekriegt habe:

        Liebe Frau Ertl,
        seit Jahren sterben massenhaft Bienen! Wollen Sie ihnen helfen?
        Dann werden Sie Teil unserer Greenpeace-Bienenfamilie und adoptieren Sie ein Bienenkind! Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Heidi Honigbiene, Willy Wildbiene und Hansi Hummel wieder sorglos von Blume zu Blume fliegen können.
        Setzen Sie sich mit uns für giftfreie Wiesen und Felder ein! Schenken wir unseren Bienenkindern Sicherheit auf ihrer Suche nach süßem Nektar und nahrhaftem Pollen.
        Werden Sie jetzt Bienen-Mama oder Bienen-Papa und helfen Sie mit, die Zukunft der Bienen und Hummeln langfristig zu schützen! Bitte unterstützen Sie unsere Bienen-Kampagne mit einer kleinen monatlichen Spende. Als Dankeschön erhalten Sie eine personalisierte Adoptionsurkunde.

        Ohhh, Urkunde! – Na, da muss man wohl zuschlagen 😉

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      • James Taylor sagt

        Ich nehme gerade beim Schreiben Haltung an – aus Respekt.
        Jetzt bin ich aber gespannt, was nun kommt. Nicht das in wenigen Tagen die erste Kohorte brauner Recken auf dem Hof steht, das Faehnlein des Gaus Thueringen flattert im Wind und Du musst denen erzaehlen, dass man mit einem ausgestreckten rechten Arm zwingend mit links den Spargel stechen muss.
        Und wenn die dann auch noch mitbekommen, dass der Spargel urspruenglich aus dem Mittelmeerraum, insbesondere aus Nordafrika stammt, ja sogar genetische Anteile aus Vorderasien hat, dann wird es bitter fuer die autochthonen Germanen.

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      • brouss sagt

        Mit der Fremdenfeindlichkeit ist es nicht so einfach:

        Z.B.:https://www.nau.ch/news/schweiz/nora-illi-ist-tot-izrs-trauert-65683416
        Da stirbt so eine junge Frau an Krebs. Wenn man sich so verhüllt, dann wird manchen Leuten in unseren Breitengraden ev. Vit. D fehlen. Oder es bildet sich zu wenig Melatonin und dann kriegt die Frau halt leichter Krebs.
        Wir müssten schon drüber nachdenken, was wir von den Migranten übernehmen können. Da muss man nicht gleich mit Fremdenfeindlichkeit herumwerfen.

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        • Ein Privatier sagt

          Ob diese Nutzfrau gewusst hat, dass Sie als Seelenlose gar nicht in den islamischen Himmel kommen kann?

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          • James Taylor sagt

            Wussten Sie schon, dass es gar keinen Himmel gibt, fuer niemanden?
            Alle, unabhaengig von aeusseren Merkmalen oder sonstigen Differenzierungen werden in der Regel von Mikroorganismen in die atomaren oder molekularen Bestandteile zerlegt und als Duenger ausgeschieden. Dies gilt auch fuer Menschen, die „Nutzfrau“ nicht in Anfuehrungsstriche setzen, falls damit ein Zitat gemeint ist.

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  6. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Interessante Beobachtungen in unseren Fluren aktuell:

    – Rehe (in Gruppen von 25 Tieren und mehr), die edlen Leckermäuler unter den Wildtieren in unseren Wäldern und Fluren, Wildschweine u. Feldhasen tummeln sich gegenwärtig in unseren konventionell bewirtschafteten Äckern, obgleich bei uns Ökoalternativen (mehr als 30% Öko-Landbau in unserer Gemarkung mittlerweile) zuhauf vorhanden sind. Dabei werden mehr als 100 ha Klee in Reinkultur, Dauerbrachen (mehr als 50 ha) und obendrein in erheblichem Umfang Blühstreifen von diesen Tierlein sichtbar ignoriert. Auch ein Fuchsbau ist auf unserem Acker, umgeben von Öko pur.

    – 3 Milan-Paare, Mäusebussard u. Turmfalken konnte ich in der Gemarkung sichten, letztere dezimieren aber auch nachhaltig die Haussperlinge bei uns auf dem Hof, das aber ist die unerbittliche Natur: Fressen und gefressen werden.

    – Obendrein konnte ich ein äußerst aufschlussreiches Phänomen beobachten: Die Kahlstellen infolge Mäusefraß sind bei meinen konventionellen Kollegen und mir zuhauf festzustellen, während diese in den Ökoflächen nicht wahrgenommen werden können. Daher tummeln sich auch bevorzugt Milan, Mäusebussard u. Turmfalken bei uns.

    – Zudem stelle ich fest, dass auch die überfliegenden Wildenten die Ökoflächen ignorieren, ebenso wie die Graureiher, die nach einem kurzen Abstecher im „Öko-Wunderland“ die konventionell bewirtschafteten Flächen systematisch bereisen.

    Die ehrliche gemeinte Frage an unsere NGOs: Was haben demnach viele kontenvionelle Bauern richtig gemacht; gesellschaftlich verteufelt werden wir dank euch jedenfalls dato extrem, bis zum Anschlag, sogar hin zu kaum mehr tolerierbaren Beleidigungen auch im Journalistenumfeld -ich denke hier an Herr Maurin (taz), der als kleines Mimöschen selbst allerdings noch nicht einmal kritikfähig ist u. für sich das Allheilmittel der „Meinungszensur“ gerne und oft nutzt in einer freiheitlichen Demokratie.

    Ist der Bio-Landbau vielleicht doch nicht die von euch allen propagierte eierlegende Wollmichsau.

    In so harten Zeiten wie diesen brauchen wir dahingehend endlich eine grundehrliche Neubewertung! Schlussendlich haben wir alle nur das eine Ziel: Die Nahrungsmittelversorgung muss sichergestellt sein und genau dafür leben und ackern wir Bauern alle, nicht nur die Ökos, auch die konventionellen Bauern mit der gleichen Leidenschaft.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wurzelwicht, ich glaube, du schaffst sogar Beiträge über Schlepper so umzuinterpretieren, dass am Ende ein Disput Bio versus Konvi rauskommt….

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Das sind Live-Beobachtungen vom derzeitigen „Schüttelschlepper“, teilweise bildlich festgehalten u. auch mit der Drohne dokumentiert, wenn ich den Nachweis bei unserer Wildschadenskasse antreten muss, was ich im eigentlichen zu vermeiden versuche.

        Ich lasse gerne neben mir auch die Natur leben – ja, ehrlich ganz ehrlich gemeinte Worte eines konventionellen Ackerbauern. Wenn das aber teilweise sogar die Umbruchwürdigkeit einzelner Bestände tangiert, muss auch ich im Interesse des Betriebes solche Schäden anmelden.

        Die obigen dargestellten Beobachtungen haben auch mich zum Nachdenken angeregt, …tatsächlich!

        Schwachsinn „BIO kontra konventionell“, werter Herr Seevers.

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Ist der Bio-Landbau vielleicht doch nicht die von euch allen propagierte eierlegende Wollmichsau.“

          „Schwachsinn „BIO kontra konventionell“, werter Herr Seevers.“

          Man muss schon ein wenig grinsen, …

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Kann Ihnen jetzt sogar noch ein paar fachlich begründete Sorgen nachliefern, mit denen gerade auch unsere BIO-Kollegen sich gegenwärtig konfrontiert sehen:

            Bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50-60% aktuell u. eisigem Ostwind gehen jeden Tag 10-15 Liter Wasser pro Quadratmeter verlustig. Viele Kollegen spüren am Abend nach einem harten Arbeitstag des Aussäens das eigene „Kreuz“ kaum noch nach den Überfahrten auf unseren Betonböden. Im Biolandbau wird mechanisch vorgeackert was das Zeug hält, um die Beikräuter in den Griff zu kriegen. Was sagt uns das unter den jetzigen Voraussetzungen? Zumindest in dieser Woche ist Regen nicht in Sicht, nicht einmal der Striegel packt aktuell noch an.

            Die Vegetation präsentiert sich jetzt grau-blau. Warum? Wassermangel verursacht eine gestörte Nährstoffdynamik mit welchen Konsequenzen!? Der heurige Vegetationsverlauf ist schlichtweg ein anderer.

            Dass in den tieferen Bodenschichten kein Wasser vorhanden ist zeichnet sich unerbittlich in unseren Wäldern ab. Schon beim kleinsten Lüftlein reisst‘s die Bäume um, auch unsere Buchen, weil deren Wurzelteller nicht ordentlich im Boden verhaftet sind. Es besteht eine brutale Trennschicht zwischen Unter- und Oberboden. Also heißt es wasserschonend ackern.
            Eine Streitfrage, wer das vielleicht besser umzusetzen vermag!?

            Was sind demgegenüber die ackerbaulichen Grundlagen des BIO-Landbaus!? Ja, selbst Insekten und anderes Getier nehmen das wahr, wohl sogar weitaus früher. Sie auch, werter Herr Seevers, ohne mir eine bewusste Denunziation von Kollegen unterstellen zu wollen!? 😉

            Die Sorgen der Bauern im Allgemeinen sind augenscheinlich ganz andere als die Ihrigen!?

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Leben und Leben lassen!

              Wie vehement forderten unsere NGOs einen Komplettumbau der heimischen Landwirtschaft ein – hin zu DEREN (NGO) „naturnahen“, „tier-, insekten- und menschenfreundlichen“ Landbewirtschaftung, kein Stilmittel war diesen zu schade, die Wissenschaft ist dahingehend instrumentalisiert. Hat man -sinnbildlich gesprochen- uns konventionellen Bauern nicht quasi das Messer in den Rücken gerammt?

              Und jetzt kommen 100 Nanometer daher und stellen diese teilweise aberwitzigen Schreibtisch-Theorien massiv auf den Kopf, zumindest auf einen nochmaligen Prüfstand.

              Jetzt heißt es für alle zu ackern wie am Schnürchen, über Generationen geübt; und unser Deutschland kann/darf/muss froh sein, dass die Bauern sich (noch) nicht haben kleinkriegen lassen u. dass alles auch so geordnet weitgehend funktioniert. Ins Grübeln kommen sollten nunmehr diejenigen, die noch immer als fatale Strippenzieher in den Wirren des aktuellen Geschehens irgendwelche aberwitzigen Vorgaben und Erlasse klammheimlich unbemerkt durchboxen möchten! – Sollte das dennoch gelingen, dann schämt euch!

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            • Reinhard Seevers sagt

              „Die Sorgen der Bauern im Allgemeinen sind augenscheinlich ganz andere als die Ihrigen!?“

              Wurzelwicht, in der Schule hätte man dir früher ins Buch geschrieben: Thema verfehlt. Es geht doch gar nicht um Bio oder Nichtbio, was soll das? Und die Sorgen der Bauern sind die meinen ausschließlich, weil ich Bauernsohn bin, täglich damit zu tun habe und von den Einnahmen aus der Landwirtschaft angewiesen bin, also lass den Quatsch. Aber ich arbeite für Konvis, Bio, Demeter, Natruland, GmbH´s, GBR´s, AG´s, kleine und große in mind. 5 Bundesländern. Aber es ist niemals Bio versus Konvi. Ich finde das auch unsolidarisch.

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              • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                …na dann überlassen Sie weiterhin etwa 80 Mio. Zufallsbauern unser Feld, …auch Sie werden dann für einige weniger arbeiten müssen.

                Warum suggerieren Sie eigentlich, dass die konventionellen Betriebe nicht die gleiche Daseinsberechtigung haben wie demgegenüber der BIO-Landbau, der einfach an gewisse Grenzen stösst. Das zu verneinen ist für mich keine fachliche Diskussion, das ist wohl wahr.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Wurzelwicht: „Warum suggerieren Sie eigentlich, dass die konventionellen Betriebe nicht die gleiche Daseinsberechtigung haben wie demgegenüber der BIO-Landbau, der einfach an gewisse Grenzen stösst.“

                  Wo hab ich das je getan? Wie hast du selbst geschrieben: Leben und Leben lassen? Ich bin neutral, oder anders ausgesprochen: der Architekt ist wie eine Hure, er macht es für jeden!

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            • firedragon sagt

              Bsp Windtrocknung – wird vom Laien unterschätzt (frage ich mich warum – hängt doch einfach mal die Wäsche raus – die ist ruckzuck trocken)
              Vor drei Tagen waren die Äcker an manchen Stellen noch nicht befahrbar. So, und heute? Es staubt. Und in den tiefen Bodenschichten fehlt tatsächlich Wasser.

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              • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                DANKE! – Bin ich also doch nicht ganz der „Seeversche Schwachmat“…

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                • firedragon sagt

                  ☺nö, biste nicht
                  Aber der Begriff „Architektenhure“ gefällt mir ausgesprochen gut.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Die konventionellen Böden sind genauso trocken, wie die der Biobauern Wurzelwicht……oder hat der liebe Gott hier eine Trennlinie geschaffen?

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                • Brötchen sagt

                  „Die konventionellen Böden sind genauso trocken,“

                  Reinhard, wenn Du den Boden nicht umdrehen musst, ist das schon ein Unterschied.

                  Das ist jetzt entscheidend, wenn Du Aussaaten machst.

                  Typische Wetterlage im Osten bis Ende April Ostwind und kein Regen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Klar Brötchen, Niedersachsen ist Kartoffelland und hier wird alles umgedreht, wo Kartoffeln drauf kommen.
                  Sobald du gepflügt hast, ist es nach einer Stunde trocken, jedenfalls auf den vorwiegend sandigen Böden.

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  7. firedragon sagt

    Das mit dem „ehrlich“, was Frau Klöckner sehr oft in ihren Reden verwendet, geht mir so was von auf den Zeiger.
    Meint doch, man wäre bisher unehrlich gewesen – fragt sich nur wer.
    Ich habe das gestern mit der ANERKANNTEN! Systemrelevanz gelesen und in den Nachrichten gehört – was bitteschön ist LW denn sonst? Danke Corona, dass dies uns endlich anerkannt wurde (ich lache bitter auf). Und nein, gerade oder deswegen, wird man die LW nicht „in Ruhe“ arbeiten lassen, jetzt nicht und in der Zukunft auch nicht – Auflagen, Bürokratie, Kontrolle. Das wird mehr.
    Ich hatte an anderer Stelle schon geschrieben, dass es Bereiche im Staat gibt, die das „Überleben“ einer Bevölkerung sichern – dazu zählen selbstverständlich alle Bereiche der Medizin. Hm, die häusliche Kranken – und Altenpflege steht ebenfalls auf der Kippe, na, wer hätte das gedacht (Sarkasmus).
    Ich würde mir wünschen, dass Deutschland, bedingt durch Covid 19, sein „Konzept“ von Grund auf ändert – glaube, dass wird tatsächlich nur ein Wunschtraum von mir bleiben.
    Ah, noch etwas, für die, die sich insgeheim freuen, dass Kontrollen derzeit nicht stattfinden – aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und an alle, glaubt ihr ernsthaft, dass der Staat Geld zu verschenken hat? Das holt der sich zurück.

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  8. Arnold Krämer sagt

    Die Realwirtschaft, wozu auch gerade die Landwirtschaft gehört, hat in den letzten 60-70 Jahren mit ihren ungeheuren Produktivitätsfortschritten viele Menschen freigesetzt, die jetzt teilweise (überwiegend?) in ziemlich unproduktiven und überflüssigen Tätigkeitsfeldern (Bullshitjobs!) versuchen, Einkommen zu generieren. Dabei wurden und werden sie erfolgreich unterstützt durch den Staat, der mit immer höheren Anforderungen an die Wirtschaftsweisen in der Realwirtschaft dort u.a. immer mehr Dienstleistungen zur Planung, Genehmigung, Dokumentation, Risikominderung etc. notwendig macht. Gleichzeitig unterstützt derselbe Staat die Organisationen, die sich immer wieder neue Anforderungen “ausdenken“ mit Steuergeldern und demnächst sogar noch mit Krediten. Verrückte Welt! Mal sehen, wie lange das gut geht. Corona ist jetzt der erste wirkliche Stresstest für unsere auf Wachstum getrimmten Gesellschaften. Das liegt auch daran, dass technische Fortschritte immer kleiner werden und die Produktivitätsfortschritte immer geringer ausfallen. Und im Agrarbereich werden sie sogar zurück-verordnet.

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    • Brötchen sagt

      Arnold Krämer für mich war das auch erschreckend, wie wenig wirtschaftliche Substanz diese Bereiche haben. Die halten keine 3 Tage ohne Einnahmen aus.

      Das sind genau die welche ständig fordern…..ihr könnt doch den Tieren doppelt soviel Platz zur Verfügung stellen, kostet doch nur ein wenig mehr….nu habt euch doch nicht so und die Arbeit schafft ihr doch auch noch…

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    • Reinhard Seevers sagt

      Herr Krämer, wenn eine materielle Befriedigung des Einzelnen durch Hyperkonsum zu diesen enormen Umweltproblemen führt, dann ist die Folge eine Änderung der Befriedigungskultur durch Kunst, Kultur, Spaß etc., das wurde ja so verkauft.
      Diese Branchen produzieren keine materiellen Güter und sind, wie wir sehen die ersten, die allein auf cashflow basierend, die Segel sofort streichen. Die Alternative zur Industriegesellschaft ist eben in solchen Zeiten nicht die Dienstleistungsgesellschaft. Das wird man gesellschaftlich diskutieren müssen.
      Nachhaltigkeit sieht anders aus.

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      • Brötchen sagt

        Reinhard das Problem bei den Diskussionen ist, das bestimmte Wirkungen irgendwo versteckt werden. Das kommt nur zu Tage, wenn es hart auf hart kommt.

        Die Landwirtschaft hat ja täglich damit zu tun, es ist ja schon eine riesige Distanz zum Veterinärwesen, die schweben teilweise schon sonst wo. Nicht alle….aber einige.

        Irgendwie sind Maßstäbe und Prioritäten total verrutscht.

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      • Arnold Krämer sagt

        …. damit die Diskussionen auch ernsthaft geführt werden, muss die Corona-Krise wohl noch etwas länger andauern. Wird sie aber auch, wenn nicht schnelle Impfstoffe und Medikamente entwickelt werden.

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        • Brötchen sagt

          Arnold ich denke, das halten wir sowieso nur 2 bis 4 Wochen durch, dann werden die das lockern müssen.

          Ich wage mal eine Voraussage, wenn es sich jetzt nicht weiter verschärft, könnte das klappen.

          Was mich wundert, ist das China das wohl jetzt so schnell eingedämmt hat.
          Das gleiche habe ich auf dem „Drostenpodcast“ gefragt, als Antwort kam, das dort wohl noch 60 Mio unter Quarantäne stehen. Die Antwort war aber eher ausweichend.

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          • Arnold Krämer sagt

            Die Neuinfektionen gehen jetzt in dieser Phase mit den Kontaktsperren sicherlich deutlich zurück. Wenn es dann aber Lockerungen gibt, kommt es wieder zu Neuinfektionen, die sich durchaus auch wieder exponentiell entwickeln können, sodass man seitens der Politik ggfls erneut nachsteuern muss. Das Durchseuchen der Gesellschaft wird sich ohne Impfstoffe über viele Monate und vielleicht auch über ein Jahr hinziehen.

            Und den Chinesen kann man bezüglich ihrer Informationspolitik kaum trauen.

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            • Brötchen sagt

              „Und den Chinesen kann man bezüglich ihrer Informationspolitik kaum trauen.“
              Muss man alles berücksichtigen…….kann sein, kann aber auch nicht sein.

              Ich würde mal tippen, es stimmt, was die sagen.

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  9. Ehemaliger Landwirt sagt

    Im Forum von Zeit Online hat ein User „Regelaltersrentner“, soweit ich mich erinnern kann folgendes geschrieben, hoffentlich sieht die Bevölkerung, dass die deutsche Landwirtschaft wichtig für die Ernährung ist, wichtiger als Blümchen auf dem Acker. Diese Post wurde gelöscht.
    Dies ist ein Zeichen in welchem Zustand sich unsere Bevölkerung sich findet, noch!

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  10. Oberländer sagt

    Problemerfinder in die Spargelfelder ?!

    Da brauchen wir Corona noch eine Weile.

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    • Wilfried Furchert sagt

      Wenn das Versammlungsverbot bestehen bleibt, wird da nichts draus.
      Ich wollte mich eigentlich auch als Erntehelfer verdingen.

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      • Brötchen sagt

        Gehe doch einfach hin und melde Dich.

        Ich hatte auch schon überlegt, mal ein Wochenende mitzumachen, obwohl ich selber genug Arbeit habe. Ich würde es für einen halben Korb machen.

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  11. Thomas Apfel sagt

    QS hat bei uns die Audit´s vorerst ausgesetzt. Was aber für mich nicht heisst, dass sich Irgendetwas ändert. Das ausufernde Forderungs- und Kontrollsystem bleibt ja erhalten. Was die aussetzen ist temporär die aktive Kontrolltätigkeit zum Schutz ihrer Mitarbeiter was bei der überflüssigen Branche ja sinnvoll ist. Mich hingegen entlastet da überhaupt nichts, weil die Papiere in der jeweils geforderten Form (und um die Form geht es ja zunehmend) zum jetzt verschobenen Audit vorliegen müssen. Ich glaube auch nicht, dass die QS Kollegen die Home-Office-Zeit nutzen weden um irgendetwas zu vereinfachen, sondern eher um noch irgendwelche neuen „Gefährdungsszenarien“ zu formulieren. Die Umsetzung des allgemeinen Kontrollwahns ist wie alle anderen Bereiche auch eine „Wachstumsindustrie“! Wie haben wir bloß vor den Zeiten des Kontrollwahns überleben können. Es hieß bei uns schon zu DDR Zeiten: „Wenn du alle Vorschriften einhalten willst, lass den Hammer besser liegen“. Das Gefühl habe ich momentan stärker denn je!

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    • Brötchen sagt

      “ Ich glaube auch nicht, dass die QS Kollegen die Home-Office-Zeit nutzen weden um irgendetwas zu vereinfachen, sondern eher um noch irgendwelche neuen „Gefährdungsszenarien“ zu formulieren. “

      Thomas der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.
      Wenn sich wirklich was ändern soll, müßte man grundlegend rangehen und das sehe ich nicht.

      WAs mich eher jetzt überrascht, wie schnell unsere ganzen „Vorturner“, die sonst immer die große Lippe haben, wie die ganze junge Stadtbevölkerung jetzt nach 5 Tagen schon nach Hilfe schreit….Clubszene in den großen Städten, freischaffende Künstler usw…

      Glaube die Katastrophe reicht noch nicht, solange die Einschläge die einschlägige Klientel nicht selber betrifft.

      Vorher dachte ich ja immer die ASP wäre eine Katastrophe, aber das würde jetzt wohl unter ferner liefen untergehen und wäre nur pillepalle gegen das was jetzt so auf uns zurollt, wenn sich nach 14 Tagen bis 4 Wochen nichts entspannt.

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    • Schmeckt gut sagt

      Der Kontrollwahn verfolgt mich mittlerweile auch nachts. Diese „home-office“ Zeit kann noch zu einem Problem werden. Zur Zeit werden in den Büros zusätzliche Risiken beschrieben, die die ganze deutsche Bevölkerung dahinraffen werden. Nur das sich zur Zeit eigentlich alles um einen klitzekleinen Erreger dreht, wird ausgeblendet. Ich freue mich schon auf die Ausarbeitung der neuen Gefährdungsbeurteilungen und Risikoanalysen – wenn es nicht so frustrierend wäre.

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    • Ein Privatier sagt

      Genosse Apfel,

      ich danke Ihnen für diesen anregenden Happen!

      https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21978081.html

      Thomas Apfel

      24. März 2020

      Hallo Privatier, hinsichtlich der Errungenschaften und Zentren der Entwicklung einfach zur Orientierung mal Petersens „Syncron-optische- Weltgeschichte“ aufschlagen. Die Fixierung auf den „Weißen Mann“ als den Fortschrittsmotor der Menschheit emfinde ich vorsichtig formuliert als ausgeprochene „Blasenarroganz“, „Scheuklappenmentalität“ und Weltfremdheit. Oder sind die Chinesen, Perser, Araber Nordafrikaner von denen der Aufstieg der Menschheit ausging auch alle „weiße Männer“?
      Das Einzige, was die Weißen über Jahrhunderte besser konnten, war Waffen bauen und Krieg führen. Genau daher kommt die gut genutzte Fähigkeit allen Anderen die Ressourcen zu stehlen und sich auf der Basis der gewaltsamen Aneignung derselben über die Anderen zu erheben. Der letzte große Ausbruch dieser Weltanschauung waren die Feldzüge der Nazis, die glücklicherweise gescheitert sind. Bei der Beurteilung der Weltgeschichte ist der wichtigste Grundsatz: „Folge der Blutspur des Geldes“ oder auch einfacher und allgemeiner „Folge immer dem Weg des Geldes“.

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      • Thomas Apfel sagt

        Danke für den „Happen“, wirklich interessant. Meine Einlassung bezieht sich aber auf Ihr Klonovsky Zitat, welches ich für „Cu Clux Clan geeignet“ halte. Diese überheblichen Auslassungen des Herrn K. sind einfach historischer und inhaltlicher Blödsinn. In den Zeiten um die es mir geht, gab es übrigens noch keine „Rote Ideologie“. Was ich viel lustiger finde ist, gerade auf Peters bezogen, Heribert Illig´s „Das erfundene Mittelalter“. Wenn das (Illig´s Annahme) nämlich auch nur im Ansatz richtig ist, sollte es doch für Historiker eine vergnügliche Aufgabe sein, den Einen oder den Anderen zu widerlegen. Ich habe den Peters übrigens selbst im Bestand und habe über einige Passagen der ÄLTEREN Geschichte Zweifel. Das ändert aber nichts bezüglich meiner Auffassung zu dem Klonovsky-Zitat.

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          • Stadtmensch sagt

            Zitat Flaig (s. Historikerstreit in der Welt): „Wer daher der Vorstellung von einer „islamischen Toleranz“ anhänge, „verbreitet Märchen“.“

            Es hat duch keine Zweck, sich nach deutscher Manier „Helme aufzusetzen“ und nur noch schwarzweiß zu sehen. Besser ist, immer vom Menschen und seinen Möglichkeiten auszugehen und danach zu fragen, warum diese oder jene „Ausprägung“ entsteht.

            Ein wunderbarer Beitrag dazu kürzlich in unseren gebührenfinanzierten Medien: https://www.deutschlandfunk.de/sex-dschinn-religion-1001-nacht-gegen-114-suren.1184.de.html?dram:article_id=470531
            Da können wir echt stolz drauf sein, dass wir so viele „unproduktive Medienschaffende“ haben, die uns soclhe geistigen Genüsse bereiten. Man muss nur etwas damit anzufangen wissen…

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            • Ein Privatier sagt

              Sie haben jedenfalls die Chance wirklich etwas Horizonterweiterndes zu lesen, wenn Sie dieses Buch lesen.
              Ich habe viele Jahre so wie Sie und Genosse Seevers gedacht. Ich weiß, wo sie beide stehen …

              Früher oder später werden auch Sie von den Konsequenzen, der angekündigten „gigantischen Transformationen“, berührt werden.
              Grundsätzlich empfehle ich auch, den Koran wenigstens querzulesen, nur damit man nicht allzu sehr überrascht wird.

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              • Reinhard Seevers sagt

                „Ich habe viele Jahre so wie Sie und Genosse Seevers gedacht…“

                Ist diese persönliche Anmache bei euch Standard, wenn man nicht eurer Meinung ist?

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                • Ein Privatier sagt

                  Dass gerade Sie sich über perönliche Anmache beschweren ist schon wieder extrem lächerlich, da Sie hier ständig persönlich und aggressiv werden.
                  Ich habe Sie tumbe Giftknolle z.B. noch nie geduzt.

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              • Stadtmensch sagt

                Da kann man auch das Alte Testament quer lesen, um einen Hals zu kriegen. Was unterscheidet einen weißen Wohlstandsbürger, der mitten in Zeiten des Überfluss dem Paulus die letzten drei Kernseife vor der Nase wegschnappt, von einem syrischen Flüchtling, der in wirklich hoffnungsloser Lage die letzte Chance auf eine Perspektive (wenigstens eine Ungewissheit) nutzt?

                Was den „Kampf der Kulturen“ angeht, sehe ich genau wie Michel Houellebecq in „Unterwerfung“ kein Problem. Wenn man vorne sein will, muss man am Ball bleiben und nicht jammern. Grenzen und Abschiebelager haben nichts mit einer offenen Gesellschaft zu tun. Wohl eher ein Engagement gegen Kriegstreiber- und Profiteure. Aber ok, bald komme ich in das Alter, wo ich einsehen werde, dass Krieg und Zerstörung einfach die Würze im ansonsten faden Leben sind. Und dann rede ich wie alle „Bescheidwisser“ aus entrückter Position über Elend und Leid und kann nicht genug davon kriegen…

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Anscheinend sind einige von abgrundtiefem Hass gegenüber Menschen geprägt, dass sie unterscheiden müssen, zwischen Hautfarbe, Herkunft, Religion, Sprache, Aussehen, Sexualität, oder oder…..Wenn man die Bibel und das Grundgesetz ernst nehmen würde, würde man jeden Menschen als „gleich“ betrachten. Evtl. sind es aber Verfassungsfeinde und Ungläubige?

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                • Ein Privatier sagt

                  „Was unterscheidet einen weißen Wohlstandsbürger, (…) von einem syrischen Flüchtling, der in wirklich hoffnungsloser Lage die letzte Chance auf eine Perspektive (wenigstens eine Ungewissheit) nutzt?“

                  Und was wäre, wenn Ihr erbärmlicher Tränendrüsensyrer weiß wäre?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Syrer sind nicht weiß? Wie nennt man deren Hautfarbe, erbärmlich? 🤔

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                • Stadtmensch sagt

                  „erbärmlicher Tränendrüsensyrer“

                  @Privatier: ok, bei Ihnen ist es Hass. Ansonsten zur o.g Terminus können sie das bei John Steinbeck „Früchte des Zorns“ nachlesen, wenn Amerikaner den eigenen Landsleuten das Schwarze unter den Fingernägeln nicht gönnen. Es hat nichts mit Ethnie zu tun. Es ist wohl eher ein bestimter Typ Mensch, der durch und durch garstig und rücksichtlos ist: http://www.oekosystem-erde.de/html/kolonialgeschichte_der_usa.html
                  Mit diesem Hass haben wir alten weißen Misantropen und John Locke Epigonen alle gegen uns aufgebracht: Russen, Chinesen, Afrikaner. Jetzt, da wir morbide und moralisch vollkommen verrottete Heuchler am Ende sind, dürfen wir nicht auf Gnade hoffen…

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          • Reinhard Seevers sagt

            Aus einer Rezension des Buches: „Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Flaig stellenweise interessante Zusammenhänge bündig darzustellen weiß und auch seine Kritik an manch verharmlosender Darstellung der islamischen Sklaverei angebracht ist. Doch letztlich führt seine gänzlich einseitige Positionierung und insbesondere seine Apologie des europäischen Kolonialismus dazu, dass das Buch vor allem ein Ärgernis ist. Dies ist besonders schade, weil eine aktuelle gehaltvolle Überblicksdarstellung zur Weltgeschichte der Sklaverei in deutscher Sprache so weiterhin ein Desiderat bleibt.“

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            • Stadtmensch sagt

              „aktuelle gehaltvolle Überblicksdarstellung zur Weltgeschichte der Sklaverei“

              Gibt es. Muss man sich zusammensuchen bei:
              – David Landes
              – Mike Davis
              – Howard Zinn
              – Jürgen Osterhammel
              gibt sicher noch viel mehr.

              …und natürlich vom unvermeidlichen Robert Kurz
              „Schwarzbuch Kapitalismus“ (nur wegen der Sprache – köstlich)

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    • Ferkelhebamme sagt

      Wir haben morgen ein reguläres Audit, wir stehen ja nicht unter Quarantäne. Aufgrund des Kontakt- und Versammlungsverbotes will er die Unterlagen draußen prüfen. Soll kalt werden morgen, so ein Pech. Hoffe, er bringt Handschuhe mit, um die sechs Ordner zu sichten. Ich denke, wir werden schnell durch sein.
      Für mich ist QS inzwischen so überflüssig wie ein Kropf. Leider bekomme ich ohne die Schweine nicht vermarktet.

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      • firedragon sagt

        Gehe ich recht in der Annahme, Du wirst kein Lagerfeuer entzünden, da Euer Holz verfeuert ist und Deine Kaffeemaschine, so wie der Wasserkocher und Herd haben kürzlich einen Kurzschluss erlitten.

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  12. Mark sagt

    „Wir sollten uns ehrlich machen…“
    Meine Hoffnung in dieser Zeit: Dass man sich wieder auf das Lösen echter Probleme fokussiert und die Erfinder von nicht existenten Problemen in die Wüste schickt. Und die dauerhafte Renaissance der Systemrelevanz.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Systemrelevant sind aber weder Spargel noch Erdbeeren…..auch nicht Wein oder Bier. Es wird in der Branche auch ständig Wirtschaft und Ernährung so vermischt, dass alle bedient werden, aber dann von Systemrelevanz zu sprechen, ist in meinen Augen eben nicht ehrlich.
      Spargel ist etwa so systemrelevant wie Kuchen.

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      • Schmeckt gut sagt

        Reinhard, immer diese blöden Sprüche. Selbstverständlich sind „Wohlfühlobst und-gemüse“ überlebenswichtig. Brot und Spiele – schon vergessen. Viele Menschen haben jetzt sehr viel Zeit und wollen auch genießen. Wenn Clubs, Bar, Restaurants schon ausfallen. Nur noch Brot, Kartoffeln, Wasser und mal eine Möhre? Na, da bin ich ja mal gespannt, wie lange das mit dem Kontaktverbot gut geht 😉

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ehrlich bleiben Schmeckt gut….nicht immer alles so persönlich nehmen, bitte. Wenn man hier anfängt zu unterscheiden, zwischen Systemrelevant oder nicht, dann ist beim Spargel der Spaß am Genuss erlaubt, der Spaß an anderen Dingen aber verboten, weil sie von irgendwem als nicht systemrelevant eingestuft wurden?
          Ich glaube du biegst die Ehrlichkeit gerade so zurecht, wie du es benötigst.

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          • Schmeckt gut sagt

            Vor der Krise „Superfood“, gesundes Gemüse, Antioxidantienträger, entgiftend… Bringt also etwas für Gesundheit und Wohlbefinden – und ist definitiv „Essen“. Jetzt soll alles anders sein? Als Bauern dagegen zu „wettern“ ist zumindest sehr fragwürdig. Es geht um alle Branchen in der LW. Wer pleite ist, fängt auch nicht wieder an – zum Beispiel gilt das auch Zierpflanzenbetriebe oder Forstbaumschulen. Bitte nicht immer Sprüche raushauen, sondern nachdenken.

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            • Ein Privatier sagt

              Entblößen Sie ihn nicht zu sehr, sonst will er Ihnen das freie Schreiben verbieten lassen.

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