Bauer Willi
Kommentare 231

Ratlos…

Ich habe in den letzten Tagen mit einigen Kollegen telefoniert, die Sonderkulturen anbauen, darunter auch Erdbeer- und Spargelbauern. Die sind derzeit,  24.3.2020 um 20 Uhr, einfach nur noch ratlos. Und auch etwas sauer. Warum?

  • Was bisher geschah

Auf eigene Initiative hin haben sich Bauern zusammengetan, um ihre Saisonarbeiter aus den letzten Jahren mit dem Flugzeug aus Rumänien nach Deutschland zu holen. Der Landweg ist nicht möglich, weil Ungarn niemanden durchlässt. Zuerst sollte ein Flug in Frankfurt landen. Der wurde abgesagt. Dann kam die Meldung, dass eine Maschine in Dortmund landen sollte. Auch dieser Flug wurde abgesagt. Schließlich sollten die Landwirte ihre Arbeitskräfte am Flughafen in Berlin abholen. Nun wurde dieser Flug auch abgesagt. Ein wirklicher Grund ist bisher noch nicht zu ermitteln. Es heißt, dass die Bundespolizei über das Innenministerium von Horst Seehofer kurzfristig entsprechende Anweisungen erhalten hat, niemanden ins Land zu lassen. Übrigens waren alle Flüge bezahlt. Auf den Kosten bleiben nun die Landwirte sitzen. Danke, Herr Seehofer.

  • Warum osteuropäische Saisonarbeiter?

Wer nicht aus der Landwirtschaft kommt, wird sich fragen, warum keine deutschen Saisonarbeiter auf den Felder arbeiten. Die Antwort ist einfach: die Arbeit ist körperlich anstrengend und es wird meist nur etwas mehr als der Mindestlohn bezahlt. Das ist für eine rumänische Arbeitskraft ein fürstlicher Lohn, so dass 10 Wochen in Deutschland ein sehr wichtiger Zuverdienst ist. Für dieses Geld ist in Deutschland niemand bereit zu arbeiten. Deshalb kommen jedes Jahr rund 300.000 Männer und Frauen nach Deutschland. Nach Schätzungen aus der Branche sind derzeit etwas 15%, d.h. rund 45.000 Menschen im Land, um vorbereitende Arbeiten durchzuführen. Spargel und Erdbeeren sind ja nur ein Teil des Sonderkulturen, es geht jetzt auch darum, Gemüse und Salat in die Erde zu bekommen oder im Wein- und Obstbau Pflegemaßnahmen durchzuführen. Diese Ergänzung nur für diejenigen, die sonst so klug in den Kommentaren schreiben „dass an ja auch mal auf Spargel und Erdbeeren verzichten kann“.

  • Wer soll die Arbeit machen?

Vor dieser Frage stehen nun diejenigen, die Sonderkulturen in ihren Betrieben haben oder allein vom Gemüse-, Obst- und Weinbau leben. Mit der Aktion #GrüneHände und anderen Portalen wird derzeit händeringend nach deutschen Kräften gesucht, die mithelfen können. Bei einem Nachbarn, der einen Spargelbetrieb hat, haben sich Leute aus der Gastronomie gemeldet. Einer wollte Trecker fahren, einer verpacken und einer verkaufen. Spargel stechen wollte erst mal keiner.

Zum Glück wurde kürzlich eine Regelung erlassen, dass Kurzarbeiter den Arbeitslohn bis zu einer bestimmten Grenze nicht angerechnet bekommen. Das war bisher ein Grund zu sagen „wenn ich doch Kurzarbeitergeld bekomme, warum soll ich dann arbeiten?“ Die deutsche Versorgungs-Mentalität…

Und dann sind da noch Aussagen wie „sollen die da oben doch erst mal die Asylanten aufs Feld schicken“. Dazu gebe ich keinen Kommentar ab. Es dürfte klar sein, aus welcher Ecke das kommt.

  • Was essen wir in zwei Monaten?

Es gibt eine ganz einfache Gesetzmäßigkeit: Was jetzt nicht gepflanzt und gepflegt wird, kann im Sommer und Herbst nicht geerntet werden. Und: die Situation ist im europäischen Ausland nicht anders als in Deutschland. Es kann sein, dass der Warenstrom aus Südspanien und erst recht aus Italien schon bald zum Erliegen kommt. Oder der Transport von Gewürzgurken die aus Indien kommen und die man bei LIDL kaufen kann.  Da wäre es doch gut, wenn wir hier eigenes Gemüse haben. Zur Not auch Steckrüben, dass hatten wir schon mal. Und wer im Mai Erdbeeren haben möchte, sollte sich nicht darauf verlassen, dass er die im Supermarkt bekommt. Weil die vorher jemand gepflückt haben muss.

  • Wer ist gefragt?

Zu allererst das Innenministerium und Horst Seehofer. Wenn er keine Möglichkeiten schafft, dass europäische Saisonarbeiter nach Deutschland kommen, ist die Lebensmittelversorgung ernsthaft gefährdet. Wenn tatsächlich 85% der Helfer fehlen, kann sich jeder ausrechnen, dass die Regale bald leer werden. Das darf nicht passieren. Dass Schüler und Studenten oder bestimmte Berufsgruppen zur Feldarbeit rekrutiert werden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Das wären tatsächlich kriegsähnliche Zustände. Bleibt also nur der Appell und Freiwilligkeit.

  • Worüber wir uns alle klar sein müssen

Wenn die Nahrungsmittelversorgung in Frage gestellt ist, werden Dinge passieren, die wir uns lieber nicht vorstellen wollen. Ich meine Plünderungen und Anarchie. Und ich übertreibe nicht. Wenn es ums nackte Überleben geht, fallen alle Schranken. Von daher sind alle in der Gesellschaft aufgerufen, sich an Lösungen aktiv zu beteiligen. Wenn ich Kommentare von NGO, diversen Parteienoder auch bestimmte Medienberichte lese, scheinen das noch nicht alle kapiert zu haben. Es geht jetzt darum, zu verbinden, nicht zu spalten. Und alle Themen rund um die Landwirtschaft, die bisher für wichtig gehalten wurden und die Schlagzeilen gefüllt haben, sollten jetzt mal eine paar Wochen oder Monate hintenanstehen. Danach können wir die gerne diskutieren.

 

Hier eine Auswahl von Arbeitsvermittlungs-Portalen, die man hier findet

https://erntenforfuture.de/

https://www.daslandhilft.de/

https://www.saisonarbeit-in-deutschland.de/

https://bauersuchthilfe.de/

 

 

 

 

 

 

 

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231 Kommentare

  1. knuffel61 sagt

    das Problem der Erntehelfer gibt es schon lange, haupt Problem sind die Ladenpreise für die Lebensmittel. Diese werden von den Handelketten mit gegenseitigem unterbieten bestimmt. Daran sind die großen Erzeuger auch nicht unschuldig. Da wird von der ganzen Kette gut an den niedrig Löhnen verdient. Der Dumme ist der normale Verdiener der muss den Ausfall in den Sozialkassen ausgleichen mit seinen Monatlichen Abzügen. Es sollte in Deutschland so sein, das jeder der hier arbeitet den Deutschen Lohn bekommt und nicht die Hungerlöhne die allgemein für diese Arbeit bezahlt werden. Geiz ist halt immer noch das
    normale im Alltag.

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    • Bauer Willi sagt

      Für das System sind vor allem die Handelsketten verantwortlich. Und der Verbraucher, der zwar immer sagt, dass er bio, fair und sonstwas einkauft, es aber dann im Laden nicht tut.

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  2. Paulus sagt

    Osteuropäische SAK hin oder her. Den betroffenen Bauern dürfte doch klar sein, dass ein Teil der Ernte z.Zt. eh nicht abgesetzt werden kann, da schlicht und einfach die Vermarktungsmöglichkeiten fehlen. Gastronomiebetriebe (auch die hofeigenen) fallen nicht nur für die Spargelbauern aus, und die privaten Haushalte verhalten sich zunehmend kritisch. Erst jammern sie weil sie nicht genügend Erntehelfer finden, und wenn sich ausreichend Freiwillige melden, klagen sie über mangelnden Absatz. Irgendein Grund zur Klage findet sich immer, zur Not tut es auch das Wetter. Das ist bauerntypisch und ein wesentlicher Grund dafür, dass sie nicht ernstgenommen werden.
    Im Rewe hier gab und gibt es belgischen Spargel, drei Kisten davon liegen seit ca. 1 Woche in der Eingangszone. In Zeiten von Corona kauft kein Mensch mehr unverpackten Spargel, auf dem sich vorher schon x Leute ausgehustet oder ihn schon angefasst und wieder zurückgelegt haben. Ebenso verhält es sich bei unverpackten Tomaten, Paprika etc. Da kann von Verknappung keine Rede sein, ganz im Gegenteil, es gibt ein Überangebot von loser, also nicht hygienisch einwandfrei verpackter Ware.
    Am Ende einer Backstraße automatisiert verpacktes Brot ist kaum zu bekommen, während die Produkte der im Markt ansässigen Filialbäckerei kaum noch gefragt sind. Was nützen mir 200 Erntehelfer wenn der LEH seine avisierten Bestellungen aufgrund der berechtigten Kaufzurückhaltung seiner Kunden storniert? Nicht gleich schreien, liebe Bauern, auch mal darüber nachdenken und innovativ werden, was man den Absatz betreffend verbessern könnte. Die Möglichkeiten des Absatzes einzuschätzen kommt immer noch vor der Produktion. Jetzt komme mir bitte kein Klugscheißer von wegen Unvorhersehbar, höhere Gewalt und Verpackungsmüll oder so.

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    • firedragon sagt

      Paulus,
      ich weiß von zwei Betrieben, die legen dünne, kleine Spatgelstangen in Sud im Glas ein. Ähnlich wie Essiggurken – superlecker und verhältnismäßig teuer (ich könnt mich trotzdem „reinlegen“).
      Ich habe aber keine Ahnung, ob das auch mit dem dickeren Spargel gemacht werden kann, außerdem bräuchte man ja dann als Betrieb eine „Einkochstation“ .

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    • Karl Timme sagt

      Ja Paulus, das sehe ich auch so und habe schon darüber nachgedacht welches wohl die Alternative wäre. Einige Felder erst garnicht beernten (fallen dann aber für dieses Jahr komplett aus) und dann wird das Kontaktverbot und die Gastronomieschließung aufgehoben und der Nachfrage steht kein Angebot gegenüber. Beginnen zu Stechen, in der Hoffnung mit Aufhebung der Maßnahmen entsteht ein Markt? Konserven wäre noch eine Möglichkeit (Suppenspargel).

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Paulus,
      ganz sind deine Befürchtungen nicht von der Hand zu weisen. Wir werden nach und nach unserer Vorräte der Gefriertruhe aufbrauchen und mit Spargel füllen.
      Den Spargelbauern muss man helfen.

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    • bauerhans sagt

      „Irgendein Grund zur Klage findet sich immer, zur Not tut es auch das Wetter. Das ist bauerntypisch und ein wesentlicher Grund dafür, dass sie nicht ernstgenommen werden.“

      bauern sind mit dem PRODUZIEREN von unelastischen,unflexiblen gütern beschäftigt,wofür sie insbesondere alle familienmitglieder brauchen.
      zusätzlich eine marketingabteilung zu unterhalten,funktioniert deshalb nicht!!
      direktvermarkter,die das scheinbar im griff haben,sind hauptsächlich mit dem VERKAUFEN von produkten beschäftigt,weil deutlich höhere gewinnmargen winken und lassen die produktion durch osteuropäische hilfskräfte erledigen.
      dieses jahr wirds zum ersten mal probleme geben.

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    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      klingt ganz vernünftig, was Du da so schreibst… 🙂

      Pommes-Kartoffeln sind derzeit unverkäuflich. Die Fabriken schließen. Warum? Weil die Gastronomie keine kauft.
      Und Pommes selbst fritieren? Wie geht das? Außerdem stinkt dann die ganze Bude… also keine Pommes essen.
      Das mit dem Wetter ist echt eine ausgesprochen blöde Bemerkung, Herr Inschenör… 😉

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “ Irgendein Grund zur Klage findet sich immer, zur Not tut es auch das Wetter. Das ist bauerntypisch und ein wesentlicher Grund dafür, dass sie nicht ernstgenommen werden.“

      Diesen Satz hatte ich bei meiner Post überlesen.

      Kirschen und Zwetschgen sins gegen Frost anfälliger, als das Gras einer Wiese. Somit hatte ich in meiner Laufbahn mehrere male das “ Glück“ Frostschäden zu verzeichnen.
      Was glaubst Du was es für ein Gefühl ist, die prognostizierten Minusgrade zu lesen und morgens um 6 Uhr auf das Thermometer zu schauen, wo vielleicht 2 Grad minus steht, wars das oder waren es um 4 Uhr 3 Grad und die Blüten sind erfroren.

      Ein mal wurde ich gefragt, sind deine Zwetschen auch erfrohren, was ich bejahte.
      Dann kam die Antwort, ha, ha ich hab welche gesehen, der Mann hatte Recht, bis 10 Zwetschgen hingen am Baum.

      Es gehört eine gewaltige Beherrschung dazu, solch einem A……loch nicht die Fresse zu polieren.

      Dieses Jahr haben viele Bauern Frostschäden zu verzeichnen, aber die haben alle den Beruf verfehlt, wären die zb. Straßenmusiker, hätten alle Mitleid mit ihnen, weil das Einkommen fehlt.

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      • firedragon sagt

        Ach Ehemaliger Landwirt,
        Dein vorletzter Absatz trifft so was von zu.
        Blöd ist halt nur, dass sogar aus der eigenen Verwandtschaft (nicht in der LW tätig) solche Bemerkungen fallen. Deshalb prügeln unterm Weihnachtsbaum – kommt bei der Familie nicht so gut an.
        Die Menschen haben vergessen, dass die LW täglich unter freiem Himmel stattfindet.

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Dieses Jahr haben viele Bauern Frostschäden zu verzeichnen, aber die haben alle den Beruf verfehlt…..“

        Nee, aber evtl. hatten sie keine Frostschutzberegnung? Wie war das noch mal: Nicht alles ist schwarz oder weiß.

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  3. Schmeckt gut sagt

    Eigentlich ist es ganz einfach. Auch einfach zu verstehen. Was im Moment passiert, läuft jetzt ohne unseren (bäuerlichen) Einfluß ab. Wir haben mit aller Kraft gekämpft, um das wichtige Wort „systemrelevant“ einzubauen und gehofft, dass unsere Argumente zur Versorgungssicherheit ernst genommen werden. Es scheint so, dass auch den Entscheidern nicht bewusst ist, wie wichtig der Erhalt der Vielfalt in der Landwirtschaft ist. Heute nun, endlich, hat sich auch der BÖLW den Argumenten der Obst- und Gemüsebranche angeschlossen. Unsere geschätzten Kollegen des Ökobereichs haben eine noch größere Abhängigkeit, genügend motivierte Helfer zu bekommen. Die Krise belastet auch fast alle Branchen existenzbedrohend. Einigermaßen sichere wirtschaftliche Perspektiven sind jetzt so wichtig. Auch in allen Branchen. Wenn allerdings das Vertrauen in angemessene politische Entscheidungen zerstört sind, ist Schicht im Schacht. Wie wäre es denn, jetzt kund zu tun, dass sich zur Zeit entwickelnde Monopolstrukturen, nach der Krise korrigiert werden. Bäuerliche, regionale Landwirtschaft mit überschaubaren Strukturen wird durch die Auflagen zerstört und nicht erhalten, wie Berichte über den netten Biobauern, der unansehnliche Möhren noch mit der Hand vorm Unterfräsen rettet, suggerieren soll. Und es wird noch einer drauf gesetzt. Das sollen Bombengeschäfte sein. Leute, lasst euch nicht verarschen. Das Gegenteil wird passieren. Die jetzt im Geld schwimmenden Lebensmittelketten werden viele, für sie interessante Höfe billig übernehmen, schöne Werbebildchen in die Welt setzen und viele werden nicht mal mitbekommen, das die bäuerliche LW gerade zu Grabe getragen wird. Okay, einer muß ja die Arbeit machen. Wir Fachleute sind nicht mehr so viele. Könnte auch eine Chance sein, nicht mehr 24/7/355 arbeiten zu müssen (10 Tage Urlaub müssen sein), sondern 8/5/220 plus Urlaubs-und Weihnachtsgeld.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      10 Tage Urlaub?

      Mit 10 Tage Urlaub ist nicht einmal der HarzIV Empfänger zufrieden.

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    • Karl Timme sagt

      Schmeckt gut;
      tut gut, bei unserem umfangreichen Wissen gibt es lukrativere Jobs. Wenn denn dann das traditionelle Generationenerbe ohnehin flötten ist, wechsel ich auf die andere Seite.
      Ich werde die Erzeuger kontrollieren!
      Sklaven der LEH’s sind wir doch heute schon, warum Verschlimmbessern? Dann lieber in die Liga der Besserwisser wechseln.

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      • Schmeckt gut sagt

        So sieht es aus. Aber ist das die Erfüllung? Bis vor ein paar Jahren habe ich immer gesagt, ich habe den schönsten Job der Welt.

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        • Karl Timme sagt

          Es ist der schönste und abwechselungsreichste Job, wird aber zunehmend zum Nervenkrieg.

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        • Christian Bothe sagt

          @Schmeckt gut, das ist es nach wie vor und man kann auch im Großbetrieb erfolgreich Pflanzenbau und Tierproduktion nachhaltig betreiben!Diese Entwicklung hat eigentlich mit Corona nur bedingt zu tun, auch wenn die Karten danach neu gemischt werden müssen.

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      • Smarti sagt

        Welche Erzeuger ? Wenn jetzt diejenigen „aufgehört werden“, die noch was von der Landwirtschaft und gleichzeitig von Betriebswirtschaft verstehen gibt es bald nichts mehr zu kontrollieren.
        Aldi verkauft dann seine vielen Ländereien in ein paar Jahren an China/Amerika/ was weiss ich… und dann haben Kontrolleure ein Problem. Autos kann man nicht essen.

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          • firedragon sagt

            Guten Morgen Brötchen,
            welche Größenordnung fällt bei Dir unter Kleinbauer?

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            • Brötchen sagt

              Du Drachen, das ist jetzt eher sarkastisch gemeint, deswegen in Anführungszeichen.

              Mein Vater und mein Chef meinten mal in einer Zeit zu mir, wo ich unzufrieden war…..“Die Friedhöfe sind voll mit Leuten, die sich für unentbehrlich hielten“.

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    • firedragon sagt

      Schmeckt gut,
      -Höfe billig übernehmen – so sieht’s aus!
      Rate mal, was ich gestern aus unserem Briefkasten gefischt habe – eine Anfrage, ob wir nicht unsere Flächen verkaufen wollen.
      Die anfragende Gesellschaft ist nicht bei uns in der Region ansässig.

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  4. firedragon sagt

    😶Oh, oh… Zwei Monate definitiv keine Einreise von SAK. Na denn – frohes Schaffen…

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  5. Inga sagt

    Ach Ehemaliger, glaubst du der Herr Hugo weiss das nicht?
    Der weiß auch nicht, dass der Bauer viel längerfristig Planen muss…

    Der Bäcker kann kurzfristiger planen, er backt nur wie nachgefragt wird, der Metzger sclachtet nur, wie nachgefragt wird…

    Dann kann uns der schlaue Hugo doch mal erklären, wie die Landwirtschaft mit so kurzfristiger Planung funktioniert…

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    • hugo sagt

      Scheint so als ob hier eben dieses längerfrisitge Planen nicht beherrschbar ist.
      Kenn aber genügend Landwirte die das perfekt beherrschen.
      Längerfrisitges Planen ist erlernbar und beherrschbar wenn man seine Absatzmärkte überwacht und analysiert.
      Wenn man aber nichts ändert und bewusst Überproduktion macht wohlwissend das dadurch die Preise fallen dann ist das „aus Fehlern nicht lernen“.
      Am Beispiel Eier und Urlaub gibt es keine kurzfrisitge Planung, das sind jährlich wiederkehrende Ereignisse.

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      • Bauer Willi sagt

        @Hugo
        ich habe mich ja bisher vornehm mit Kommentaren zurückgehalten. Ihre Argumentation ist schon relativ einfach, fast würde ich sagen einfältig. Aber sie sind immerhin unterhaltsam, auch wenn Ihre Seitenhiebe gegen die dummen Bauern hier im Blog nicht berechtigt sind. Sie zeugen vielmehr von Ihrem mangelndem Wissen wirtschaftlicher Zusammenhänge.

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        • firedragon sagt

          Ich finde Hugo’s hartnäckige Sichtweise schon sehr speziell. Er hält sich wacker und ist nicht bösartig – da waren schon ganz andere hier.
          Ich würde ihm fast anbieten, zu uns auf den Hof zu kommen – so ein oder zwei Wochen, ich fürchte allerdings um meine Nerven, deshalb lasse ich es dann doch lieber.

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          • hugo sagt

            Danke, Ihr seit echt nett.

            Wenn Ihr einen Stellplatz für Wohnmobilcamper in der Nähe habt kann ichs mir ja überlegen, den aus meiner Reise rauf zu den Lofoten wird heuer eh nix.
            Falls ich den Eindruck vermittelt habe das Bauern dumm sind dann entschuldige ich mich. Hab aber extra geschrieben:
            „Kenn aber genügend Landwirte die das perfekt beherrschen.“

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            • firedragon sagt

              Hugo,
              es wäre kein Urlaub – Stellplatz kein Problem.
              Ich werde sehen, wie wir ohne SAK in einem Monat klar kommen – vielleicht überlegen wir uns das mit Dir.
              Welchen Beruf übst Du aus?

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              • hugo sagt

                Ohje, ich bin in ATZ

                Bin 63, hab den 2er Führerschein, bring aber keine gerade Ackerfurche hin, hab ich im Herbst unter viel Gelächter meines Nachbarn probiert.
                Körperlich soweit noch fit, so 120 km mit dem Rad Bornholm umrunden klappt noch ganz gut.
                Auf dem Kartoffelernter meines Nachbarn bin ich angeblich gut zu gebrauchen. ;-)))

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                • firedragon sagt

                  Kannst Du Schweißen und mit Metall umgehen ?

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                • hugo sagt

                  Scherzkeks, als Informationselektroniker und Lizenzmanager kann ich gerade mal LAN-Kabel rangieren oder WLan Netze einrichten.
                  Und augenblicklich helfe ich ehemaligen Kolleginnen zuhause ihren Homeoffice einzurichten, aber alles per Skype und WhatsApp.
                  Unsere Firma hat schon vor 2 Jahren alle Mitarbeiter mit Notebooks ausgestattet und ihnen jetzt Homeoffice erlaubt. D.h. unsere Firma läuft durch Corona im „Idealbetrieb“ für alle.

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                • firedragon sagt

                  Hm… Hugo,
                  Du bringst ja ideale Voraussetzungen mit…. 😇
                  … ich habe jetzt noch keine Ahnung, wie ich Dich dem Rest der Familie „schmackhaft“ machen kann..😶. FK 2, immerhin etwas Brauchbares….

                  Was anderes – die „Hugo’s“, die hier unterwegs sind, ist das eine Person oder habe ich es mit zwei verschiedenen zu tun?

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                • hugo sagt

                  Hugo oder hugo, das bin immer ich, der eine Hugo.
                  Der der so stur gegen Anbindehaltung ist.

                  Irgendwie läuft Euch die Zeit davon. War heute hier in Innsbruck auf dem Bauernamrkt, alles frische günstige Ware aus dem Inntal. Und nebenbei Spargel frisch aus Spanien.
                  Wenn hier weiter geschimpft wird das es keine Spargel-oder Erdbeerenernte geben wird dann wird sich der Konsument bei zeiten gleich nach ausländischen Erzeugnissen umsehen und gar nicht mehr warten auf inländisches Obst und Gemüse. Weder hier in Innsbruck noch in München noch in Weiden i.d. Oberpfalz gibt es leere Regale. Nur mein Sohn in Bochum berichtet von teilweise leeren Regalen.

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                • firedragon sagt

                  Hugo,
                  ist okay, wenn Du gegen Anbindehaltung bist – versuche es vor Ort zu klären, glaube, das bringt im Endeffekt mehr, als hier (wo Dir leider keiner eine zufriedenstellende Antwort geben kann) in eine „Dauerschleife“ zu verfallen.
                  Zum Spargel kann ich nichts sagen, ich kenne zwar Spargelanbauer (für die wird’s tatsächlich happig), wir selbst bauen keinen an, auch keine Erdbeeren (nur im Garten zum Naschen). Es gibt Betriebe, die haben Ackerbau (Getreide) und eine Sonderkultur (vielleicht auch zwei oder so). Die Sonderkultur rettet dir den Arsch, weil im Ackerbau nicht viel hängen bleibt. Fällt der Ertrag der Sonderkultur flach, so hofft man, dass einen der finanzielle Ertrag des Ackerbaus über Wasser hält.
                  Allerdings gibt es so viele unterschiedliche Betriebsmodelle und was für den einen goldrichtig ist, bringt dem anderen so gar nichts.
                  Wenn die Betriebe bei Dir im Inntal mit ihren jeweiligen Konzepten ihre Betriebe am Laufen halten, dann ist das gut so. Dann funktioniert es dort, es bedeutet allerdings nicht, daß deren Konzepte so auch in anderen Regionen ebenso funktioniert.

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  6. James Taylor sagt

    Das wird erst besser, wenn die Steigerung der Neuinfektionen gebrochen ist und es den politischen Willen inkl. die gesellschaftliche Zustimmung dazu gibt, allein die Risikogruppen in Quarantaene zu belassen und alle anderen (Nicht-Risiko-Gruppen) der Ansteckung freien Lauf lassen – bei einer Pandemie ohne Medikamente und ohne Impfstoffe ist das die einzige Option (Herdenimmunitaet).
    Dann bleibt noch, dass die Staaten, aus denen die Helfer kommen, ein ruiniertes Gesundheitssystem haben, auch deshalb, weil Westeuropa deren Aerzte und Pfleger wie ein Schwamm aufsaugt. Die Staaten Osteuropas muessen sich einigeln und alle Ein- und Ausreisen, auch der eigenen Bevoelkerung unterbrinden (siehe Polen). Das machen die nur, weil das Gesundheitssystem kaum noch faehig ist, einer Pandemie auch nur eine Woche zu widerstehen.
    Ausserdem, was nutzen den Bauern Helfer, die das zwar wollen, aber gelinde gesagt nicht koennen. Egal welche Loesung gefunden wird, es wird weniger Ware geben und sie wird teurer. Das wird aber in allen Staaten der EU und weltweit so sein, und das ist dann wirklich ein Problem fuer die Versorgung.

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  7. Altbauer Jochen sagt

    In der Stunde der Not zeigt sich, wer sorglos in den Tag
    hineingelebt hat, -den erwischt es am Allerwertesten.
    Wenn das Haus schon brennt, ist es zu spät über die Gründung
    einer Feuerwehr nachzudenken !

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  8. Smarti sagt

    Bestehen bei Gemüse und Obst eigentlich Vor- Kontrakte mit den Verarbeitern oder Händlern oder wird alles über Grossmärkte verkauft ?

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    • Thomas Apfel sagt

      Die Großmärkte im Wortsinn haben kaum noch Bedeutung. Man kann aber quasi die Einkäufe der Ketten und die Lieferung an deren Verteilzentren als Großhandel bezeichnen.
      Verhandlungen mit den Einkäufern der Ketten werden bei Obst und Gemüse i.d.R. von den Verkäufern der Erzeugergenossenschaften geführt. Dabei werden die Abkauf- bzw. Liefermengen für die Saison der jeweiligen Kultur abgestimmt. Die Preise sind meist Wochen- oder sogar Tagespreise. Langfristige Lieferverträge gibt es vor allem im Verarbeitungsbereich. Im Übrigen hat das alte System der Großhändler und Großmärkte keineswegs bessere Preise generiert als das Geschäft mit dem LEH. Die Ware wurde/wird oft nur in Komission übernommen und das große Erwachen kommt bei der Abrechnung.
      Schwierigkeiten haben die Genossenschaften mit vielen Erzeugern valide Zahlen über die Ernteschätzung zu bekommen. Einerseits muss die Genossenschaft für die Verhandlungen Überblick über die wahrscheinliche Anlieferung haben, andererseits soll der Erzeuger möglichst schon vor der Blüte genau angeben was er denn ernten wird. besonders lustig z.B. bei Süßkirschen. Das führt immer wieder zum Stöhnen auf beiden Seiten und birgt natürlich Konfliktpotential.

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Wenn ich mir die aktuellen Infektionsverläufe nur allein in New York anschaue, so ist die Entscheidung unseres Innenministers Seehofer allenfalls als folgerichtig konsequent und überaus richtig einzustufen, ganz zu schweigen von den menschlichen Schicksalen in Italien, Spanien, ein Shutdown in Indien, der so wohl von dieser Nation gar nicht zu bewältigen ist…

    Luxusgemüse und sämtliche Diskussionen drumherum haben für mich demgegenüber eine absolute Nebenrangigkeit, wenngleich man sämtliche Möglichkeiten natürlich ausloten sollte, was hierzulande bewerkstelligt werden kann, damit auch dieses nicht vergammeln muss.

    Kein Bauer ist sich zu schade zum Ackern bis das Kreuz schmerzt, und wenn’s mal zwackt, beißt man gerne auch mal die Zähne zusammen. – In einer solchen noch nie dagewesenen Krisensituation seit dem 2. Weltkrieg ist es die mitmenschliche Pflicht aller, noch näher zusammenzurücken (sinnbildlich gesprochen). Wer hindert uns daran?

    Aber noch einmal: Die Gesundheit aller hat absolut Vorfahrt!

    Schade finde ich nur, dass nicht Frau Klöckner medial das notwendige Rückgrat für eine solche notwendige unpopuläre Entscheidung unter Beweis gestellt hat, alternativ muss der „alte“ Seehofer seinen Kopf hinhalten. Fach- und Sachkompetenz definiert man anders.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Das Problem beim „Luxusgemüse“ ist nur, dass man auf denselben Feldern jetzt nicht noch schnell stattdessen Erdäpfel wachsen lassen kann. Verfaulen lassen = weniger Essen auf diesem Planeten.

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  10. hugo sagt

    Wenn man bedenkt wie diese ausländischen Erntehelfer teilweise schamlos ausgebeutet wurden und in den letzten Jahren eh schon ausblieben und lieber in die Bauwirtschaft oder nach Holland abwanderten dann ist das nicht alleine ein Coronaproblem.
    Egal ob Autoindustrie oder „Landwirtschaftsindustrie“, wenn man sich zu abhängig macht von billigen ausländischen Importen hat man ein Risiko.
    Einerseits will man keine Inländer weil zu schwach, zu unwissend, wenn aber das Arbeitsamt beim Lohn zuzahlt wärs schon wieder recht.
    Vieleicht erkennen diese Saisonarbeiter das es sich eigentlich für diesen Lohn nicht rendiert nach Deutschland zu kommen und sie diese Zeit zukünftig lieber zuhause mit Eigenanbau von Obst und Gemüse beschäftigen. Im Baltikum funktioniert das.
    Denke erst wenn wir Verbraucher mal einen Sommer keine Erdbeeren und keinen Spargel haben wissen wir ob wir sowas zukünftig in diesen Mengen überhaupt noch benötigen, vieleicht führt dies auch zu einem Umdenken beim Verbraucher. Es wäre wünschenswert.

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    • firedragon sagt

      hugo,
      kann es sein, dass Du von SAK und warum sie D arbeiten, keine Ahnung hast.
      In Rumänien verdient man, wenn man Glück hat, 500 € im Monat. Die Lebenshaltungskosten dort, sind unseren nicht unähnlich. Lebensmittel auf dem Land fast unerschwinglich, weshalb dort die Dorfbewohner Tiere halten und Gemüse und Obst anbauen müssen. Die machen das nicht der Idylle wegen, sondern da geht’s um die Eigenversorgung der Familie.

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      • hugo sagt

        Ich war letztes Jahr 3 Monate zwischen der kuhrischen Nehrung und Tallinn unterwegs und habe mit vielen Einheimischen gesprochen. Der Markt in Riga ist einer der schönsten den ich je kennengelernt habe. Die landwirtschaftlichen Produkte sind vergleichsweise spottbillig, qualitiativ gut, frisch und kommen aus dem Umland. Nur diese Importe aus solch riesigen Anbaufirmen machen den einheimischen Bauern zu schaffen.
        Ich war vor 2 Jahren 4 Monate in Siebenbürgen bei einer ehenmaligen Arbeitskollegin, ich kenn diese Länder etwas. In Rumänien ist es ähnlich wie im Baltikum.
        Hab nichts von Idylle gesagt.
        Ich hab was gegen die Ausnützung deren Arbeitskraft zu „Löhnen“ die teilweise kriminell sind, Ich hab was dagegen das unsere Agrarkonzerne deren heimischen Märkte zerstören.

        Diese Menschen schimpfen zu hause sehr wohl über die Bezahlung und Behandlung in Deutschland. Wegen ein paar fast kriminell geizigen Bauern muß man sich im Ausland sowas anhören ob das reiche Deutschland sowas nötig hat.
        Wir Verbraucher wollen das nicht, lieber zahlen wir etwas mehr aber nicht zu dem Preis das man Menschen ausbeutet!

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        • firedragon sagt

          Hör mal Hugo,
          es gibt solche Bauern und solche. Genauso, wie es solche Gastronomen und solche gibt und auch im Pflegedienst gibt es solche und solche – stöhn.
          Wende Dich an die EU und fordere dort die Gleichheit für alle ein, ich hoffe sehr Du findest Gehör.

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          • Brötchen sagt

            Drachen, die SAK bekommen doch Mindestlohn?

            Die Zahlen Krankenkasse, Renteversicherung usw.?

            Bekommen die nicht sogar Kindergeld für Kinder in Polen und Rumänien!?

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            • firedragon sagt

              Hallo Brötchen,
              ja, der Mindestlohn in der LW liegt derzeit bei 9,35 €, jedes Jahr steigend.
              Je nachdem, wie lange der AN beschäftigt ist und ob eine A1 Besch. vorliegt greift dt. Soz.Vers.Gesetz oder das des Heimatlandes. Ki.-Geld vom dt.Staat bekommen ausl. AN, unabhängig wo sich die restl. Familie aufhält.
              Den Mindestlohn und die Vers.Pflicht haben sie hier in D, nicht in bspw. RUM – das meine ich mit „bei der EU Gelichheit einfordern“.
              Hast Du bei Dir auf dem Betrieb keine ausl.SAK ?

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              • Brötchen sagt

                Danke Drachen, wir haben nur Tiere und Ackerbau.

                Ab und an beim Bau kommen Polen o.ä. als Aushilfe im Stall ganz selten.

                Es ging mir um die genaue Regelung.

                Weil hier der Herr von Hungerlöhnen sprach.

                Man muss immer dazu sagen, wir haben hier auch sehr hohe Grundkosten und Zwangsgrundkosten.
                Z.B. brauchst Du erstmal ein Auto, um überhaupt auf Arbeit zu kommen.
                Und mit dem musst Du auch durch den TÜV kommen.
                Strom, Abfall, GEZ, Abwasser, Wasser, Zuzahlung Medikamente usw….
                Die Landwirt als Betriebsinhaber haben auf die Stunde gerechnet meist weniger als Mindestlohn.

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                • firedragon sagt

                  Oh ja Brötchen,
                  wir haben definitiv weniger, als das, was wir auszahlen.
                  Bezeichnend dafür ist das Auto.
                  Wie hat mal ein Kollege gesagt – stimmt einen schon nachdenklich, wenn der ausl. AN ein „fetteres“ Auto als der Chef fährt.

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              • firedragon sagt

                Brötchen
                ergänzend – ich weiß auch von Betrieben hier bei uns, die ziehen vom Mind.Lohn die Unterkunft, Stellplatz, Waschmaschine usw ab. Das ist legal, trotzdem bin ich kein Freund davon – das entscheidet aber jeder Betrieb für sich, ich urteile nicht darüber.

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            • hugo sagt

              Hallo Brötchen,

              „Wenn sie in ihrem Heimatland bereits Kindergeld bekommen, dann muss das mit den in Deutschland erworbenen Ansprüchen verrechnet werden.“
              Leider sind unsere Ämter derzeit überlastet um das alles zu prüfen, ist ein Versäumnis der Regierung. Scheint so als ob diese 200 Mio. pro Jahr weniger Kosten verursachen als deren Überprüfung.

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        • Inga sagt

          Dann müssen die Erntehelfer eine Gewerkschaft gründen.
          Dann bekommen sie höhere Löhne, wir aber auf die landw. Produkte im Handel aufgeschlagen.

          Dann wird alles teurer und man kann sich den Sonntagsbraten nur noch einmal die Woche leisten.
          An Frittenbuden gibt es nur noch vegane Kost.
          Aber die Erntehelfer können sich das auch leisten…

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Ich fürchte, dass die Erntehelfer in diesem Jahr zu Hause die Däumchen drehen und wissen nicht wie sie ihre Familie ernähren sollen.

            Den Hetzparolenbrüllern ist das egal, wie es diesen Menschen geht, wichtig ist, dass man von kriminellen Löhnen spricht.

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            • Inga sagt

              Ja, so nutzt man Menschen in einem Sozialstaat legitim aus!

              Wir lassen es uns derweil im Schwimmbad gut gehen!

              Wie früher, als ich mit Mutter und Schwester beim Steine-lesen war, der dreckige Mercedes, in dessen Kofferraum die Körbe drin waren, mit denen wir Steine lasen und die dann in die tiefen Fahrgleise im Feldweg oder Hecken zu schütteten, stand am Feldrand.
              Die Schulkameradinnen fuhren mit Familie im Käfer oder Goggo ins Schwimmbad oder zum Eisessen Freizeitgestaltung eben, und machten uns lange Nasen.
              Als es Abend wurde, fuhr Mutter mit den Auto heim und wir beide brachten die Kühe auf der beachten Weide mit, damit die für die Sahnegewinnung für die Eisdiele gemolken werden konnten!

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              • Reinhard Seevers sagt

                …… blöd war auch immer nach den Sommerferien die Urlaubsgeschichten der Klassenkameraden zu ertragen, weil man selbst lediglich Heuernte, Getreideernte und Rübenhacken beitragen könnte….

                0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Herr Seevers,
                  als Jugendlicher war ich in Jungkolping.
                  Währen die in ein Zeltlager gingen, stand ich den ganzen Tag auf der Leiter um Zwetschgen zu ernten.
                  Sie glauben nicht was diese Arbeit für „Spaß“ machte, während die anderen im Zeltlager waren.

                  Soll ich jetzt noch deutlicher werden?

                  0
    • Obstbäuerin sagt

      »Denke erst wenn wir Verbraucher….« Hugo, Du bist nicht wir und auch kein König, der entscheidet, was der Bauer produzieren darf und was nicht. Keiner zwingt Dich Spargel oder Erdbeeren zu kaufen aber aus jahrelanger Erfahrung kann ich Dir mitteilen, dass ein sehr sehr großer Teil der Verbraucher Deine Aversion gegen diese Produkte nicht teilt.

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      • Hugo sagt

        Ihr Erzeuger seit aber auch nicht wir. Ihr seit noch weniger als wir solange Ihr nicht das produziert was der Verbraucher will.
        Ich persönlich mag Spargel und Erdbeeren, wenn aber die Erzeugung vor so unlösbaren Problemen steht dann sollte man halt mal etwas weniger produzieren.
        Hab nur eine Aversion gegen die Ausnützung dieser Menschen unter dem Vorwand das ja wir Verbraucher das so wollen, ist die gleiche Masche wie bei der Milch aus Anbindehaltung.

        Kein Verbraucher will Spargel der von Menschen geerntet wird die netto nur 5€ mit nach hause nehmen können. Spargel der so hergestellt wird schmeckt nicht, der hat einen bitteren Nachgeschmack.

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Kein Verbraucher will Spargel der von Menschen geerntet wird die netto nur 5€ mit nach hause nehmen können. Spargel der so hergestellt wird schmeckt nicht, der hat einen bitteren Nachgeschmack.“

          Du sprichst wieder für alle Verbraucher, wie bei den Eiern und der Milch ….bulshit. Es hat niemanden interessiert, und es interessiert niemanden. Und wenn du dir die Massenfresserei bei Thierman jedes Jahr ansiehst, dann ist dies der Beweis für deine Fehleinschätzung. Spargelzeit ist neben Weihnachten die Hochzeit der ländlichen Gastronomie.

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          • hugo sagt

            Also Eier Klasse 3 kauf niemand mehr im Einzelhandel.
            Und bei der Milch wird es auch noch kommen das die aus Anbindehaltung vom Markt verschwindet dank strengerer Auflagen sowohl von seiten der EU als auch den Molkereien.
            D.h. ich sprech sehr wohl im Sinne der Verbraucher.
            Thiermann sagt mir nix und Massenfresserei wird ja eben gepuscht durch zu billig produzierten Spargel zu Lasten der Erntehelfer. Hier Hungerlöhne und dort billige Massenfresserei, ja wer das noch unterstützt selber schuld wenns dann zur Krise kommt.

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            • Thomas Apfel sagt

              Die Ware wird nicht zu billig produziert, sondern zu schlecht bezahlt. Das ist ein großer Unterschied. Das Ganze auch nicht, weil die deutschen Bauern zu viel produzieren, sondern weil Ware aus Billigländern direkt konkurriert und genau die Märkte „überflutet“,
              auf denen eben für die Verhältnisse dieser Länder höhere Gewinne zu generieren sind. Nochmal: wenn ich mehr Lohn zahlen soll, als ich erlöse ist das Thema einfach nach Adam Riese und Eva Zwerg erledigt. Die Marktmacht der Ketten, die diese Preise generiert, wird nach dieser Krise noch größer sein. Da nützt das Geschwätz davon, was der Kunde angeblich will, auch nichts.
              Die Direktvermarktung ist abgesehen von Konzepten wie Thiermann und Bauer Karl stark rückläufig, auch weil das Geschwätz vom „freiwillig mehr bezahlen“ weder Kern des Problems noch der Lösung des Problems ist. Es sind die Bequemlichkeit der freien Parkplätze an den Einkaufscentern und die damit verbundene Konzentration der Kundenströme ausserhalb der Innenstädte, die im Gegensatz zu allen Willensbekundungen und sonstigem Geschwätz die Direktvermarktung der kleinen Betrieb unrentabel machen.

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        • firedragon sagt

          Hugo
          der Erzeuger baut an und liefert, was der Handel bestellt.
          Der Handel bestellt im Ausland Gemüse und Obst, das wird geliefert.
          Was kann ich Dir bieten derzeit? :
          Mangold, Gurke, Romano, Eisberg aus Spanien, Lollo rosso /Frankreich, Ananas /Costa Rica, Blumenkohl /Italien und noch einiges schnell Verderbliches mehr.
          Ich lese Etiketten von Paletten ab und die stehen nicht im Supermarkt, oh nein…
          Der Erzeuger, noch der Verbraucher ist daran schuld, dass unsere……… mal wieder einen abwechslungsreichen Speiseplan genießen dürfen – bedanke Dich beim Handel, der bestellt und uns mit Luxusgütern versorgt, die werben ja derzeit heftig damit, für unser aller Versorgung zuständig zu sein.

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          • hugo sagt

            Hast ja recht ;-)))
            Aber wenn Betriebe nur noch ins Extreme wachsen wollen und das Risiko außer acht lassen dann darf aber auch nicht die Gesellschaft haftbar gemacht werden, das ist dann deren Eigenrisiko.
            Und hier wird so getan als ob am Spargel und an der Erdbeere das Wohl von Deutschland anbhängt und man gleichzeitig auf der Coronakrise reitend noch mehr aus den Erntehelfern rauspressen möchte.
            Bauern müssten mehr erzeugernahe Märkte aufbauen, Selbstständig heißt halt auch neue Geschäftsideen umsetzen und nicht nur gesicherte Abnahmen produzieren, da macht man sich zu abhängig.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Sag das doch der Autoindustrie, die das Volk ständig erpresst mit ihren Systemrelevanten Arbeitsplätzen, oder den Banken, oder den Tourismusbetrieben oder oder…das System heißt globaler Kapitalismus durch Konsumismus. Da musst du gar nicht auf die Landwirtschaft zeigen, da reicht ein in den Spiegel schauen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              hugo,
              es kann sein, dass ich wiederhole, die Marktmechanismen sind was anderes als was sich ein hugo und andere vorstellen.

              Hatte vor kurzem ein Gespräch mit einem Bio Hühnerhalter mit Selbstvermarktung.
              Mit Ferienbeginn, brechen ihm die Käufer weg, weil die meisten Lehrer sind.

              Deshalb werden die Hühner vorher geschlachtet und Junge eingestallt, die wieder nach Ferienbeginn legen.

              Die Hühner zum Schlachten werden lebendig zum Preis von 10 Cent je Stück verkauft. Das Fleisch wird in die Gläschen eines bekannten Herstellers von Kindernahrung gepackt.

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              • hugo sagt

                Dieser ganze Blog hier ist doch ein Zeichen das vor allem Bauern die Marktmechanismen noch weniger verstehen.
                Warum sonst wird hier über alles geschimpft?
                Es wird überproduziert und dann über den Preisverfall gejammert. Wo ist da ein Marktverständnis?

                Mir gehts eher um Mißstände, Mißstände die man uns Verbrauchern zuschieben will. Das empfinde ich als hinterfotzig, gemein, perfide.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Sie haben Recht,
                  es ist eine Frechheit dass die Hühner Eier legen, wenn die Verbraucher im Urlaub sind.

                  Hinterfotzig von den Hühnern.

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                • hugo sagt

                  Die Hühner können nichts dafür, die legen Eier.
                  Der dazugehörige Bauer legt nicht, aber produziert die Eier. Und wenn der die Marktgegebenheiten nicht kapiert, keine Zeiten akzeptiert und einplant wo das Marktaufkommen größer oder kleiner ist, ja dem ist nicht zu helfen.
                  Kein Bäcker, kein Metzger haben immer gleichen Absatz. Die wissen auch wann Schulferien sind und die Nachfrage geringer ist. Warum könnens die und der Eierproduzent nicht?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Herr hugo, was haben sie ein Problem, beim Lesen, oder beim Verstehen? 🙁

                  Zitat EL oben:

                  Hatte vor kurzem ein Gespräch mit einem Bio Hühnerhalter mit Selbstvermarktung.
                  Mit Ferienbeginn, brechen ihm die Käufer weg, weil die meisten Lehrer sind.

                  Deshalb werden die Hühner VORHER geschlachtet und Junge eingestallt, die wieder NACH Ferienbeginn legen.

                  Die Hühner zum Schlachten werden lebendig zum Preis von 10 Cent je Stück verkauft. Das Fleisch wird in die Gläschen eines bekannten Herstellers von Kindernahrung gepackt.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Nach Hugos umfangreichen Wissen muss man den Hühnern lediglich einen Korken nach Bedarf einsetzen….unglaublich wie einfältig der Mann ist.

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              • Ostbauer sagt

                Tja, ehemaliger,
                was haben wir doch in den letzten 40 Jahren falsch gemacht; meine Fresse.
                Ich glaube, ich stell doch noch auf Heumilch um 🙂

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Ich nicht,
                  der Beruf als ehemaliger Landwirt gefällt mir, auch wenn die Rente sehr mager ausfällt. 🙂

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    • Reinhard Seevers sagt

      Hugoooo, die gesamte Gesundheitsbranche benötigt hunderttausende von Pflegekräften und -schwestern, Ärtzen und andere im Bereich Tätige….da sind die paar Erdbeeren und die Wasserstangen nur ein Randproblem.
      Vater meiner Schwägerin hat seit Jahren eine lettische Pflegekraft….warum wohl?

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      • hugo sagt

        Ja und gottseidank dürfen die tschechischen Pflegekräfte im Grenzgebiet zur Oberpfalz zum arbeiten rüberkommen. Und diese tschechischen Pflegekräfte (übrigens sehr gut ausgebildet) bekommen gleichen Lohn wie deutsche Pflegekräfte.
        Da entsteht ein ganz anderes Miteinander als wenn man Hungerlöhne bezahlt.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Klar, die Löhne sind ja so gut…deshalb fehlen hier auch so viele Kräfte…..ich schmeiß mich wech…

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  11. Finde den Fehler? 3 Millionen Arbeitssuchende, 5 Millionen die von Harz IV leben und wir brauchen Erntehelfer aus dem osteuropäischen Ausland, ansonsten läuft die Versorgungskette von Lebensmittel nicht mehr in unserem Land, wirklich schwer zu glauben aber wahr.

    Die Gründe sind bekannt, Ihr Bauern habt nur ein Fehler gemacht, ihr hättet vor dem Bundestag einen reisen großen Haufen Kuhmist abladen müssen.

    Es muss sich in unsrem Land, spätestens nach der Coronakrise, einiges ändern!!!

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    • Bauer Willi sagt

      Das mit dem großen Haufen Kuhmist haben wir nicht gemacht und werden wir nicht machen. Hoffe ich zumindest.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Es fehlen in den Großstädten tausende Wohnungen, auf dem Land gibt es genügend…..warum ziehen die Leute nicht dorthin, wo es die Wohnungen gibt Mike A….merkst selber, was deine Einlassung bezüglich der Arbeitslosen betrifft oder?

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    • Inga sagt

      Ob meine Oma dazu meinen würde:
      Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen?

      Ich habe lange überlegt, was das heißt!
      Du sollst Dein Essen im Schweiße deines Angesichtes erarbeiten?

      Wenn das sitmmt,
      dann nimmt man ja seelischen Schaden daran, wenn man zu wenig geistig u. körperlichen Energie für seine Lebensmittel einsetzt?

      Macht sich daran bemerkbar, dass zu viel über die Bauern respektlos gelästert wird?
      Weil alles zu leicht und billig zu haben ist, essen wir uns krank?

      Ich sehe gerade Odysso:
      https://www.swr.de/wissen/odysso/so-teuer-sind-unsere-lebensmittel-wirklich-100.html

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  12. Reinhard Seevers sagt

    Wieso dürfen eigentlich immer noch Kreuzfahrtschiffe durch die Weltmeere schippern. Deutsche Urlauber mit Corona werden jetzt aufwendig von Schiffen aus den Weltmeeren zu uns chauffiert….unglaublich.

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    • Inga sagt

      Warum werden für Erntehelfer keine Ausnahmen gemacht?
      Warum werden sie bei der Einreise nicht einzeln danach untersucht, wie die Flüchtlinge, die per Boot in Südspanien ankommen?

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  13. hugo sagt

    Läuft da in Bayern was anders:

    Von wegen Flughafen dicht. Die rumänischen Spargelstecher werden zur Zeit massenhaft über den Flughafen Memmingen eingeflogen. Bei uns sieht man sie in überfüllten Bussen täglich auf die Spargelfelder fahren. Ob die alle getestet wurden bei der Einreise ?
    Die Anreise der Helfer für die Spargelernte aus Rumänien kommt langsam in Schwung. Sie kämen aktuell überwiegend mit Linienflügen, sagte der Geschäftsführer des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer, Simon Schumacher, am Montag. Bei vielen Mitgliedsunternehmen sei so zumindest die erste Phase der Ernte gesichert.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.

      gestern hat das Bundesinnenministerium als weitere Maßnahme im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen, die Einreise von ausländischen Saisonkräften vorerst nicht mehr zuzulassen. Dies soll ab sofort gelten, egal ob per Land- oder Luftweg. Eine Ausnahme hiervon soll es lediglich für bereits in der Anreise befindliche Personen bis gestern, den 25.3., um 17 Uhr geben.

      Wen sie schon meinen, über alles besser Bescheid zu wissen, dann sollten sie sich auch die neuesten Nachrichten besorgen. So langsam wird es peinlich. 🙁

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      • hugo sagt

        Hab ja nur eine Frage gestellt, wenn es Ihnen zu mühsam ist diese zu beantworten dann lassen Sie es halt.
        Antwort ja, aber Ihre sonstigen Bemerkungen sind peinlich.
        Oder ärgert es Sie das die Süddeutschen wieder mal etwas schneller waren und noch vor der Schließung gehandelt haben?

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        • Ein Privatier sagt

          Den Satz „So langsam wird es peinlich.“ hat er sich weiter unten bei Thomas Seevers abgeschrieben.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Lesen sie ihre Post noch einmal durch, dann werde sie erkennen, dass sie etwas weiter gegeben haben, das zum Zeitpunkt ihrer Post überholt war.

          In meiner Post ist der aktuell Stand von Gestern 11 Uhr 40 zu lesen.

          Bis jetzt war ich immer der der Meinung, dass BW noch zum Süden gehört, aber wenn sie meinen?

          Für den Fall, dass sie das noch nicht mitbekommen haben, ich bin ein ehemaliger Landwirt und der braucht keine Erntehelfer.

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  14. Christian Bothe sagt

    Die Darstellung von Bauer Willi erscheint mir doch etwas dramatisch. Wir wissen ja nun,das keine ausländischen Saisonarbeiter ins Land mehr dürfen. Diese Entscheidung ist erst einmal richtig,denn die Gesundheit unserer Bevölkerung hat Vorrang! Ich habe ja schon mal an anderer Stelle betont, das Einreisebeschränkungen Ländersache sein müssen und die EU da außen vor sein sollte. Der Staat in diesem Falle die BRD hat gefälligst dafür zu sorgen(GG …Unheil abzuwenden)das das Land diese Seuche übersteht. Dazu gehört auch das heute beschlossene 750 Milliarden € Paket zur Stabilisierung der Volkswirtschaft (auch LW),der Unternehmungen,Einzelunternehmer etc. Wichtig dann aber ,das das Geld unbürokratisch schnell dorthin kommt,wo man es aus Liquiditätsgründen sofort benötigt( nicht 2 Jahre wie bei der Dürrehilfe2018). Nichtsdestotrotz ist es für Betriebe mit Sonderkulturen (die haben wir in Thüringen auch zur Genüge)schwierig ist AK für die anstehenden Ernten zu beschaffen. Aber, und die Erfahrungen der beiden Dürrejahre zeigen das,sollten die Inhaber und Betriebsleiter in der Lage sein solche Personalprobleme zu lösen.Und das werden sie auch tun.Die Idee ,lb.Bauer Willi,Asylanten(hat nichts mit rechter Gesinnung zu tun)als Hilfspersonal einzusetzen ist nicht schlecht und man kann dies ja gut in Verbindung mit dem angedachten Aufenthaltstatus solcher Personen kombinieren.Ich denke aber es gibt unter diesen arbeitswillige Flüchtlinge,die so etwas tun würden.Auch der Einsatz von Arbeitslosen sollte möglich sein sowie die Bereitstellung von AK über die o.g.Portale. Was die Versorgung der Bevölkerung betrifft, glaube ich sogar der Regierung,das diese gesichert istauch wenn es das eine oder andere Obst und Gemüse aus fernen Landen nicht gibt,stirbt auch keiner! Hauptsache die Grundversorgung ist gesichert und da haben wir als Ossis viel Erfahrung wie man ohne tägliche Südfrüchte im Jahr überleben kann. Brauchen wir wirklich das ganze Jahr Erdbeeren?Das hiesige Obst und Gemüse saisonal angeboten, tut’s auch über meherere Monate.Vielleicht auch nicht schlecht,wenn man von den Überangeboten von den Supermärkten aus mal wieder geerdet wird und das sogar gesund sein kann. Im übrigen tun unsere Landwirtschaftsbetriebe alles,um die Versorgung zu sichern und das auch ohne Importe,Gesellschaftsvertrag und neuerdings noch nachhaltig.

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    • Schmeckt gut sagt

      Christian, sie widersprechen sich in ihren Aussagen selbst. Das zur Zeit wegen der fehlenden Erntehelfer „ausfallende“ Obst und Gemüse fällt regional/saisonal komplett aus. Das heißt für das komplette Wirtschaftsjahr: Fest einkalkulierte Jahresumsätze – ich wiederhole, der Umsatz eines ganzen Jahres – fallen aus (Jahreskalkulationen beherschen sie, oder?). Das gibt es in dieser Dramatik in keiner Branche. Und ein Wort zum hohen Spezialisierungsgrad. Zum einen wird weltweit so gearbeitet, weil die Wirtschaftlichkeit sonst fehlt. Zum Anderen sind viele Produktionsverfahren und Innovationen in den Spezialkulturen in Deutschland entwickelt worden. Gutes Beispiel ist der Folieneinsatz im Spargel: Kaum noch Herbizide/Fungizide und weniger Insektizide, keine Probleme mehr mit Unkraut, hohe Arbeitseffektivität mit Nutzung von selbstfahrenden Erntehilfen, gleichzeitig viele Vorteile im Arbeitsschutz und Arbeitsergonomie. Soll ich weiter machen? Diese Spezialisierung und diese Innovationen haben überhaupt erst den Anbau von Spargel im peruanischen Wüstensand ermöglicht. Und in anderen Regionen weltweit. Ich könnte heulen, dass uns diese Errungenschaften jetzt sogar vorgeworfen werden. Alle Innovationen wurden von Wissenschaft, europäischen und deutschen Fördergeldern begleitet und auch weltweit noch aus europäischen Fonds gefördert. Also, die Frage ist doch wohl eher: Was läuft hier falsch und welche Entwicklungen erwartet die Politik? Einen Strukturbruch entstanden durch den Bockmist, der zur Zeit verzapft wird? Ich bin sprachlos und ratlos.

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      • Christian Bothe sagt

        @Schmeckt gut,warum so dünnhäutig? Ich weiß zwar nicht,welche Kulturen Sie mit ausländischen AK anbauen bzw.ernten,kann aber Ihr Statement nicht so richtig nachvollziehen. Für mich gibt’s zum oben Gesagten keine Alternative.Gerade was die Spezialisierung betrifft, habe ich als spezialisierter Kartoffelverarbeiter so meine Erfahrungen gemacht. Spezialisierung ist immer ein zweischneidiges Schwert und landwirtschaftlich sinnvoll ist eben ein Allroundbetrieb mit einer Vielzahl von Kulturen(eben auch Spargel und Erdbeeren) und einer gesunden Tierproduktion. Da haben wir im Osten ja einiges zu bieten und die vergangenen beiden Dürrejahre haben ja auch zu diversen Ausfällen geführt,welche kompensiert werden mußten,um den Betrieb zu erhalten. Sie werden sehen,das es auch in diesem Jahr genug hiesiges Gemüse,Kartoffeln und andere Früchte geben wird unter dem Aspekt eines vernünftigen Wettergeschehens? Also keine Panik und die AK werden die Betriebsleiter organisieren. Davon bin ich fest überzeugt,falls es ohne Ausländer geerntet werden muß. Das ist die Aufgabe der LW und Bauernschaft die Versorgung zu sichern.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Es gibt genügend Alternativen. Melde, Girsch, Brennnessel, Sauerampfer, Vogelmiere, ….vegan, nachhaltig, ökologisch,…kostenlos. Jetzt ist die Zeit alternativer gesunder Ernährungsformen, jetzt beweist sich, was vorher medial vorgekaut wurde. Jeder kann seine Ernährung am Straßenrand oder beim Waldspaziergang finden…..(Achtung, beinhaltet Ironie)

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  15. Andreas sagt

    Das Wichtigste wäre doch jetzt, die Zahl der Neuinfektionen schnell zu begrenzen.
    Dazu ist nach Ansicht aller Fachleute die massive Erhöhung der Testkapazitäten notwendig.
    Viele Untersuchunslabore verschwenden mit völlig sinnloser Beschäftigung, wie den Test auf die Blauzungenkrankheit oder gar auf BVD ihre Zeit. Beide Krankheiten sind schon längst von der Bildfläche verschwunden, die Test belasten uns Bauern nur unnötig.
    Je länger die Regierung diese Laborkapazitäten nicht nutzt und die Ausweitung der Coronainfektionen nicht stoppt, umso grösser wird das Problem mit der Sicherheit der Lebensmittelversorgung.
    Andreas
    Andreas

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  16. Obstbäuerin sagt

    Wenn ich Frau Klöckner richtig verstanden habe, gehören Sonderkulturen nicht zur systemrelevanten Landwirtschaft. Die Bürger müssen sich auf ein Jahr mit Engpässen bei Obst und Gemüse einstellen und die Obst- und Gemüsebauern auf ein Jahr ohne Einkommen und mit Schulden. Wer das überlebt und noch die nächste Saison vorfinanzieren kann, wird im kommenden Jahr wieder einsteigen – der Rest ist weg.

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    • Bauer Willi sagt

      So sieht das aus. Nennt man brutal „Marktbereinigung“. Erinnert mich an Charles Darwin „Survival of the fittest“ 🙁

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  17. Paulus sagt

    Vorab, ich verstehe die Sorgen und Nöte mancher Bauern die auf die Mithilfe osteuropäischer SAK angewiesen sind. Das dumme Geschnatter mancher Verbraucher in gewissen Foren ist dabei völlig unerheblich. Mir ist auch klar, dass es gewisse Engpässe, nicht nur in der Versorgung sondern auch in monetärer Sicht bei den Erzeugern geben wird.
    Aber – es geht doch nicht darum bestimmte Zweige der LW abzuwürgen, sondern eine nahezu weltweite Pandemie in den Griff zu bekommen. Dazu gehören nun mal Einreise- und Durchreiseverbote, genauso wie diverse andere einschneidende Maßnahmen, die auch andere Branchen und jeden Bürger betreffen.
    Die zwingend notwendige Zielvorstellung ist nun mal „null Neuinfektionen“ in möglichst kurzer Zeit.
    Insofern bin ich sogar geneigt mich auf die Seite des allwissenden Genossen Seevers stellen. Spargel, Erdbeeren und ähnliche Früchte halte ich tatsächlich für entbehrlich. Genauso wie Blattsalate, die ernährungsphysiologisch etwa den gleichen Wert haben wie angefeuchtete Papiertaschentücher.
    Ich weiß bis heute nicht was uns die Kanzlerin mit ihrer schwammigen Aussage „wir müssen Zeit gewinnen“ sagen wollte. Zeit gewinnen für was? Ich war dafür keine Zeit „zu vergeuden“, um den Normalzustand, zumindest annähernd zu erhalten oder schnell wieder herbeizuführen.
    Wie heißt es so schön: Durch die Hölle muss man rennen, nicht schleichen.
    Jetzt dürft ihr mich gerne als Klugscheißer bezeichnen. Meine Uhr tickt nun mal etwas anders als die in irgendwelchen Schwatzbuden.
    Wenn jetzt in Bullshit Castle EUR in schwindelerregender Höhe locker gemacht werden, ist das kein Zeichen kluger vorrausschauender Politik, sondern dient dem Verbergen vorangegangener Schwäche, man könnte es auch als Versagen bezeichnen.
    Am liebsten sind mir noch diese rheinischen Leichtfüße. Gestern beklagten sie sich, am nächsten Tag lobten sie die Regierung, und heute singen sie mal wieder ein Klagelied. Ja was denn jetzt?

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    • firedragon sagt

      Paulus,
      es wird Verluste von landwirtschaftlichen Betrieben geben, wahrscheinlich auch herbe Einschnitte bei den großen, die sich spezialisiert haben (auf Verzichtbares) – keiner konnte sich das vorstellen, was gerade passiert – das wird die Hölle, nicht nur für die LW – wir müssen alle „schnell rennen“.
      Jammern bringt einen nicht weiter, nach Geld schreien auch nicht wirklich – ich frage mich auch, wo das ganze Geld auf einmal her kommt.
      Ich sehe es eher pragmatisch, unser Konto hat ein Loch, SAK kommen nicht aber ich hoffe wir bleiben gesund, können unsere Arbeit machen und habe als Sicherheit immer im Hinterkopf, wenn es sein muß, können wir uns zur Not auch selbst versorgen. (Familie)

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      • Paulus sagt

        Firedragon, „keiner konnte sich das vorstellen“ ist gut. Ich war mir vom ersten Tag an sicher, dass es uns genauso wie die Chinesen erwischt. Nach meiner Auffassung handelt es um ein eklatantes Versagen der Wissenschaftler, die wahrscheinlich nur in ihrer Virologie vor dem Mikroskop sitzen und für die China soweit ist wie der Mond von der Erde. Selbst das RKI verbreitete die Mär, dass eine Ansteckungsgefahr extrem gering sei. Und das als die Hütte schon brannte! Diese Koryphäen waren wahrscheinlich noch nie auf einem internationalen chinesischen Flughafen, sonst hätten sie diesen Schwachsinn unmöglich verbreiten können. Heute tun sie sich wichtig und selbst Politiker die noch ausgelassen Karneval feierten machen ein ernstes, nein, eher dummes Gesicht. Mitunter empfiehlt es sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.

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        • firedragon sagt

          Ja, Paulus
          sicherlich hast Du recht.
          Was mich ja wundert – wenn man ein Tier in der Weltgeschichte umherschickt, muss das im Inland, sowie im Ankunftsland tierärztlich untersucht werden, teilweise mit Quarantäne.
          Nur der Mensch nicht – der darf reisen, wie es ihm beliebt – eigentlich komisch.

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          • firedragon sagt

            Paulus,
            Vielleicht sollte ich „keiner konnte sich das vorstellen“ noch ein wenig besser erklären.
            In der LW rechnet man mit Ertragsausfällen wegen : Hagel, Frost, Trockenheit, Starkregen, der Mähdrescher, der abfackelt und mit ihm der Acker. Das kann man alles versichern, dass man nicht ganz blank da steht. Man rechnet auch damit, dass mal ein guter Mann ausfällt, aber es hat bisher nie jemand damit gerechnet, dass kein Personal da ist und eine mögliche Ernte erst gar nicht auf den Acker kommt oder wie jetzt, kaum jemand da ist, um zu ernten.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Paulus,
      ich sehe die Sicht aus 2 Seiten, einmal aus der Landwirtschaft und jetzt als Verbraucher.

      Nur als Verbraucher trifft mich dieses Problem, auch nicht finanziell.

      Erst wenn die Obst und Gemüseregale leer bleiben, geht manchen Hetzen ein Licht auf, wenn überhaupt. Wer wird jetzt zb. Kohlrabi nachpflanzen, wenn er jetzt schon weiß, dass er keine Arbeitskräfte bekommt. In Italien und Spanien wird es genau so sein.

      In den Weinbergen, den Beeren und Obstplantagen, oder den Spargelfeldern steht viel Kapital drinnen. Ich kann dir nur sagen, ich bin froh, dass meine aktive Zeit vorbei ist.

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      • firedragon sagt

        Ehemaliger Landwirt,
        hattest Du nie mit Kunden zu tun, als Du noch aktiver Winzer warst?

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Nein,
          war Genossenschaftswinzer eines bekannten, unseren Betriebes, dessen Auszahlungen auf einem Niveau war, dass man nicht ein eigenes Weingut gründen musste.

          Habe mal vor ca.50 Jahren, 15 Jahre lang in der Genossenschaft – auch mit Kundenkontakt – nebenher gearbeitet und manchmal auch in ganz BW Kunden, auch Privatkunden beliefert.

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      • Thomas Apfel sagt

        Hallo Ehemaliger, ich bin jetzt auch ein Stück näher an „ehemalig“. Heute am Mittagstisch ist der Entschluß gefallen 3 von 5 ha Süßkirschen dem „Abschnittsbevollmächtigten“ zu übergeben. Alles was höher als 3 m ist wird dem „Wurzelhalsschnitt“ unterzogen. Die Erdbeeren werden dem Pflug zum Opfer fallen, waren eh nur noch 0,75 ha (früher mal 10 ha). Zur Pflaumen-, Apfel- und Tafeltraubenernte wird sich die Lage ja vielleicht entspannt haben. Wir werden Solarplatten in die Fruchtfolge aufnehmen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ich fürchte auch, dass derzeit Entscheidungen getroffen werden, welche die Verbraucher auch in den nächsten Jahren an der Frische Theke sehen werden

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    • Ein Privatier sagt

      „Ich weiß bis heute nicht was uns die Kanzlerin mit ihrer schwammigen Aussage „wir müssen Zeit gewinnen“ sagen wollte. Zeit gewinnen für was?“

      Da sich sowieso 60 – 80% aller Menschen weltweit mit dem Hysterievirus Nummer 19 infizieren werden, muss man dafür sorgen, dass sich nicht alle innerhalb eines kurzen Zeitraumes infizieren, da dann die Gefahr besteht, dass nicht allen geholfen werden kann.
      Es geht also um die Vermeidung einer Notsituation, in welcher die „Triage“ angewendet werden muss.
      Außerdem hofft man auf die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes und auf die Freigabe verschiedener Medikamente.

      Prof. Dr. Stefan Hockertz, Immunologe und Toxikologe, schwimmt gegen den Panikstrom:
      https://www.youtube.com/watch?v=7wfb-B0BWmo


      Wikipedia
      Triage ([triːˈɑːʒ], von französisch trier ‚sortieren‘, ‚aussuchen‘), deutsche Bezeichnung auch Sichtung oder Einteilung, bezeichnet ein nicht gesetzlich kodifiziertes oder methodisch spezifiziertes Verfahren zur Priorisierung medizinischer Hilfeleistung, insbesondere bei unerwartet hohem Aufkommen an Patienten und objektiv unzureichenden Ressourcen. (…)

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      • firedragon sagt

        Privatier,
        ich glaube Paulus weiß, was Triage heißt.
        Wird wohl derzeit in Italien angewendet. Alle ab 84 Jahren werden dort nicht mehr intensiv behandelt, stand in einer Fachzeitschrift. Warum es dem Chefredakteur wichtig war, das zu kommunizieren….?

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        • Ein Privatier sagt

          Ich habe vor Jahrzehnten mal in einem Altersheim gearbeitet. Da wurden die Menschen auch oft entwürdigend behandelt.
          Die ambulante Pflege dagegen war würdevoll.

          Dass die Triage in westlichen Staaten angewendet werden muss, ist eine Ungeheuerlichkeit.
          Die Tatsache als solche verrät viel über die Psyche der beteiligten Menschen.


          „Der Staat ist das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: Ich, der Staat, bin das Volk.“
          Nietzsche

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Soll ich die mal meine Frau an den Hals hetzen, meine Frau ist Altenpflegerin in einem Pflegeheim, das dem Landkreis gehört.

            Vielfach sind die nur zu zweit, bei 28 Bewohner, da geht nicht viel mit Händchenhalten.

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            • Ein Privatier sagt

              Deine Olle kannse behalten.
              2 auf 28?
              Hör mich auf.
              Das war schon vor 30 Jahren normal.

              Hebt Deine Olle Hingefallene auf oder nich?
              Von sowas red ich …

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              • firedragon sagt

                Privatier
                was soll das, Du weißt doch auch ganz genau, dass Deutschland in den Pflegebereichen gnadenlos unterbesetzt ist.
                Und nicht nur Deutschland, in Spanien ebenso, wenn man die Berichte sieht.

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                • Ein Privatier sagt

                  @cerf-volant de feu
                  Was das soll?
                  Ich habe hierauf re-agiert:

                  Ehemaliger Landwirt

                  25. März 2020

                  Soll ich die mal meine Frau an den Hals hetzen, meine Frau ist Altenpflegerin in einem Pflegeheim, das dem Landkreis gehört.

                  Vielfach sind die nur zu zweit, bei 28 Bewohner, da geht nicht viel mit Händchenhalten.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Sie haben das Personal von Pflegeheimen aufs übelste beleidigt und können sich jetzt nicht herausreden, was angeblich von Jahrzehnten war.

                  Kommt meine Frau nach der Spätschicht nach Hause, ist sie so fertig, und schläft sofort ein, wenn sie sich in den Sessel setzt, bei den Arbeitskolleginnen ist das nicht anderes.

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              • Thomas Apfel sagt

                Privatier, ich finde Ihre Süffisanz überheblich und völlig unangemessen. Lassen Sie doch mal ne eigene Position kucken und verstecken sich nicht hinter 1000 Zitaten. Sie scheinen viel gelesen zu haben und sich quasi für Dr. Allwissend zu halten. Ich finde ihre galligen Fragmente unanständig und überflüssig.

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                • Ein Privatier sagt

                  @Reinhard Apfel

                  Wollense mir auch Ihre Olle „an den Hals hetzen“?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Langsam wird´s peinlich Privatier….

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Hingefallene heben in erster Linie der Rettungsdienst auf.
                Im Pflegeheim wird alles dazu getan, dass sie nicht hinfallen.

                Einem halbwegs intelligentem Mann, müsste das geläufig sein.

                Aber in diesen kritischen Zeiten muss man etwas nachsichtig sein, wenn nicht alle in einem Pflegeheim aufgenommen werden, die das nötig haben.

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                • Ein Privatier sagt

                  Als der Bauer mit beidseitigem Apoplex eingeliefert wurde, war er 56 Jahre alt. Besuch hat er nie bekommen. Zwei Schläuche gingen rein in ihn, einer raus.
                  Den haben wir regelmäßig gewendet und gewaschen, damit er nicht fault. Nach 2 Wochen hat er angefangen sein Zimmer zuzustinken. Als ob er Gülle gesoffen hätte. Innerhalb einer Woche wurde ihm alle Zähne gezogen, um seinen Maulgestank in den Griff zu kriegen. Es hat funktioniert. Fürs Zähneputzen war keine Zeit. Tierische Geräusche hat er beim kraftvollen Strahlkotzen der Sondennahrung (Vanille, Schoko oder Banane) und beim Wenden abgegeben. Es war völlig normal, dass die Pflegerinnen über ihn gelästert haben, während sie an ihm arbeiteten.
                  Vor einem Gehirn, das so wehrhaft wie wie ein Tetraplegiker ist, muss man keinen Respekt mehr haben.
                  Der hatte einen durchtrainierten Körper. Der sah nich aus, als ob er bald sterben würde …

                  Frag ma Deine auf-den-Hals-hetz-Frau … und erzähl mir nich, was ich wissen müsste.

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                • Ein Privatier sagt

                  Sie müssen erstmal lernen zu verstehen, was Sie lesen.
                  Mein Kommentar enthält keine Grundlage für Ihre Anschuldigen.

                  Zur Erinnerung:
                  „Ich habe vor Jahrzehnten mal in einem Altersheim gearbeitet. Da wurden die Menschen auch oft entwürdigend behandelt.
                  Die ambulante Pflege dagegen war würdevoll.“

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Schön Herr Privatier,
                  dass der Landwirt damals in so gute Hände kam und auf ihrer Stadion landete.

                  Warum kritisieren sie dann das Pflegeheim?

                  Zitat Privatier:
                  Ich habe vor Jahrzehnten mal in einem Altersheim gearbeitet. Da wurden die Menschen auch oft entwürdigend behandelt.
                  Die ambulante Pflege dagegen war würdevoll.

                  Und woher wissen sie, dass die ambulante Pflege würdevoll war, der Patient war doch im Pflegeheim?

                  Frage über Fragen.

                  Das war die letzte Post für dieses Thema, es geht eigentlich um landwirtschaftliche Themen in diesem Block.

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      • Mr Tom sagt

        Ohne ein Experte zu sein, auch meine Einschätzung: Das Virus Halte ich für ohnehin Geschwächte am Gefährlichsten- ein gesunder Körper wird damit fertig, wie mit einer Grippe. Dass auch eine Grippe den Tod bedeuten kann, ist mir klar.
        Mich drängen sich zwei weitere Fragen auf: Wer gibt eigentlich Entwarnung, wenn das Ganze sich abschwächt, oder gar vorüber ist, bzw. Anhand welcher Indikatoren wird entschieden, wann das der Fall ist?
        Außerdem ist so sicher, wie das Amen in der Kirche, dass die nächste Grippewelle kommen wird.
        Legen wir in Zukunft bei jedem neuartigen Virus den ganzen Laden lahm?

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    • Bauer Willi sagt

      @Paulus
      Ganz schön zynisch. Dies braucht man nicht, dass braucht man auch nicht. Auf Spargel und Erdbeeren kann man verzichten. Die Bauern aber nicht auf die Einnahmen.

      Ich überlege, statt Zuckerrüben jetzt doch Steckrüben zu säen. Die sind auch vegan. Komm Du mir aber bloß nicht nach Rommerskirchen um die dann gegen einen Orient-Teppich zu tauschen. Das bekomme ich ja postwendend wieder aufs Butterbrot geschmiert (über den Grafschafter Goldsaft)

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      • Paulus sagt

        @Willi, manchmal habe ich den Eindruck du willst mich bewusst missverstehen. Mir ist schon klar was das für die Gemüse- und Obstbauern bedeutet. Soweit zu denken schafft selbst ein Inschenör.

        Um auf deine Steckrüben zu kommen. In Norwegen und Nordschweden habe ich die Knollen als ganz normales Alltagsgemüse kennen gelernt und habe die durchaus gerne gegessen. Selbst in der D‘-dorfer Delikatessa gibt es selbstverständlich Steckrüben, und in einem Sternerestaurant ebendort bekam ich zwei Löffel Steckrübenmus an Irgendwas für erstaunlich viel Geld.
        Mit einem Orient-Teppich kann ich leider nicht dienen, wir sind arme Leute und besitzen keinen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Das macht mich traurig, dass du dir keinen Orientteppich leisten kannst, sogar wir haben einen, aus dem Iran, das ist doch Orient. 😉

          Geerbt haben wir ihn, hoffentlich hast du deinen Kindern gesagt, dass man für einen armen Vater nichts kann, aber für eine armen Schwiegervater. 🙂

          Steckrüben wurden bei uns in Streifen, ca 2 mm x 2 mm geschnitten und wie Sauerkraut eingelegt, wenn es dazu ein Stück gesalzenes gab, dann war es ein gutes Essen.
          Wurden die Rüben im Kochtopf rum gejagt, dann habe ich lieber verzichtet.

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        • firedragon sagt

          Also Paulus,
          dass Dir von der Sterneküche das Steckrübenmus in Erinnerung geblieben ist und nicht das „an Irgendwas“, spricht für die Steckrübe.
          Vielleicht sollten wir die doch wieder mal anpflanzen.

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          • Paulus sagt

            Firedragon, jetzt fangt um Himmels willen nicht alle damit an, sonst geht die Exklusivität des Produktes verloren. 🙂

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            • firedragon sagt

              Ich kann Dich beruhigen,Paulus. Wir werden diese lukrative Einnahmequelle niemandem streitig machen. Gemüse ist nicht wirklich unsere Stärke.
              Es macht Dich sympathisch, wenn Du Dich so für das Rübchen einsetzt.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Früher haben wir die an die Kühe verfüttert.

                Jetzt Steckrüben, statt Angussteak.

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                • Inga sagt

                  Aber die kennst den Unterschied zwischen Dickwurzel, Runkelrüben oder Futerrüben und Steckrüben schon, Ehemaliger Landewirt?

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Inga,
                  ich muss gestehen, die Dickwurzel kenne ich nicht.

                  Steckrüben, bei uns Weißrüben genannt, wurde nach der Weizenernte gesät und im November geerntet. War eine herrliche Sache, wenn schon Schnee lag. 😉

                  Die Runkelrübe wurde im April ausgesät und in der Regel im Oktober geerntet.
                  Die Steckrüben wurden als erste verfüttert.

                  Habe ich jetzt die Prüfung bestanden?

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                • Karl Timme sagt

                  Inga,
                  bei uns hieß die Rukelrübe auch Gehaltsrübe und wurde Hauptsächlich auf dem Vorgewende und zum Aufroden der Zuckerrüben angebaut.
                  Im Winter dann (alles von Hand) durch den Schnitzler und an die Kühe, als Nachtisch.
                  Habe die auch eine als Maismischsilage verfüttert
                  ( BvL Rübenziehroder, Vicon Schnitzler) mit den größeren Maishäckslern hatte sich das erledigt.
                  Die Biogas Betriebe steigen hier wieder ein, aber mit Zuckerrüben.
                  Die Steckrüben wurden vorgezogen und als Stecklinge nach der Getreideernte als Zweitfrucht gesetzt.

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  18. Mr Tom sagt

    So hart die derzeitige Situation sein mag, unser Land hat im letzten Jahrhundert zwei Kriege erlebt – dagegen halte ich das hier jetzt für einen Witz.
    Meiner Meinung wird das Ganze eine heilsame Erfahrung in vielen Belangen, die zur Selbstverständlichkeit geworden sind.
    Die Frage ist nur, ob man daraus lernt – oder in einem Jahr die alte Tagesordnung eingekehrt ist.
    Übermorgen ist ja bekanntlich Düvo im Bundesrat, ich denke eine Tendenz dürfte schon dann erkennbar werden….

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    • bauerhans sagt

      „unser Land hat im letzten Jahrhundert zwei Kriege erlebt“

      angezettelt,aus grössenwahn!

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      • Ein Privatier sagt

        Dass sich gigantische Transformationen überhaupt „anzetteln“ lassen … ich komm ausm Staunen gar nich raus …

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      • Mr Tom sagt

        Wenn ich an Energiewende, Verkehrswende, Agrarwende, „Wir schaffen das“ etc. denke, habe ich das Gefühl, der deutsche Größenwahn ist wieder auferstanden.

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        • bauerhans sagt

          Der hässliche Deutsche!
          aber auch bewundert,wegen seiner wirtschaftlichen stärke,präzision und zuverlässigkeit.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Iacocca, der Chef von Ford Division hat einmal gesagt: „Der Deutsche ist dann am Besten, wenns ihm schlecht geht….“
          Na dann!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Dein Fatalismus ist schon beängstigend…Gott sei dank ist die Mehrheit etwas besser drauf. …..du machst einem Angst Privatier.

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  19. Smarti sagt

    Unser Grosstierarzt hat gestern erzählt, dass Tierärzte nicht systemselevant sind. Noch darf er kommen. Sollte er seine Praxis schliessen müssen, weiss er nicht, wie lange er das wirtschaftlich überlebt, zumal jetzt schon die „Kleintier-Kunden“ ausbleiben müssen. Falls er nicht mehr kommen kann gibt es auch keine Medikamente mehr – da stehen Landwirte und Tierärzte sowiso schon mit einem Bein im Gefängnis… . Ohne Grosstierärzte ( die wie die Landwirte schon lange am Limit sind ) haben sich auch unsere letzten Tierhalter recht schnell erledigt.
    Dann machen wir halt Solawi: ich hätte gedacht, dass Solidarität momentan gross geschrieben wird und frisches regionales Gemüse und Obst bald wichtig sein wird. Von 25 Mitgliedern hat gestern Nummer 14 gekündigt. Wirtschaftlich kein Schaden, ist ja nur Hobby, menschlich bin ich schon etwas ernüchtert.

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  20. Karl Timme sagt

    Innenministerium: heute ab 17.00 Uhr Einreiseverbot für Saisonarbeitskräfte!

    0
  21. fingerphilosoph sagt

    Im Live Ticker der FAZ 9.00 Uhr, Korrespondent Tobias Rabe war heute morgen zu lesen:

    „Das deutsche Jobvermittlungsportal für Erntehelfer wird laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) „überrannt“. Bis zum Dienstagabend hätten sich 16.000 Menschen gemeldet, die in der Landwirtschaft aushelfen wollten, sagt sie dem SWR. Die Corona-Krise zeige zudem, wie wichtig es sei, heimische Lebensmittelproduktion flächendeckend vor Ort zu haben. Es zeige sich auch, dass es sinnvoll sei, Lieferketten und Anfahrtswege bei Lebensmitteln möglichst kurz zu halten. In Deutschland fehlen Erntehelfer, weil Saisonkräfte aus Ost- und Südeuropa wegen geschlossener Grenzen nicht mehr anreisen können. Lastzüge brauchen wegen der Kontrollen an vielen Grenzen länger für ihre Fahrt durch Europa. Manche Betriebe könnten wegen der Ernte- und Absatzprobleme in wirtschaftliche Not geraten.“

    In ein Flugzeug passen höchstens 200 bis 300, aber keine 16.000, die euch nun zur Verfügung stehen. Ich verstehe die Aufregung nicht.

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    • Obstbäuerin sagt

      Fingerphilosoph, das Problem ist die harte körperliche Arbeit und das für einen in Deutschland vergleichsweise niedrigen Lohn. Für unsere osteuropäischen Arbeitskräfte liegt der Lohn zwischen dem 3 bis 5 fachen des einheimischen Lohnes. Deshalb ist die Motivation eine ganz andere. Leider können wir das über den Preis nicht regeln, da wir Restgeldempfänger sind.

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      • fingerphilosoph sagt

        Frau Klöckner wird diesen 16.000 Freiwilligen, die sich an einem Tag (!) gemeldet haben, doch sicherlich den Stundenlohn genannt haben. Frau Klöckner hat die Krise voll im Griff, habe ich erst vor Kurzem hier von Bauer Willi höchstpersönlich hier gelesen. Also was soll diese Aufregung? Verstehe ich jetzt echt nicht!

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        • Mark sagt

          Ich habe heute morgen mit dem Geschäftsführer eines großen Sonderkulturbetriebes gesprochen. Die liefern u.a. einen großen Teil der Gurken eines großen, deutschlandweit agierenden Gewürzgurkenverarbeiters. Für die Gurkenernte sind bei denen ca. 400 SAK zuständig. Diese kommen jetzt nicht und der Sonderkulturbetrieb hat tagesaktuell entschieden, dieses Jahr keine Gurken anzupflanzen. Mit inländischen AK hat dieser Berieb vor Jahren schon Erfahrungen gemacht. Von ca. 100, die am Montag erschienen sind, kamen am Dienstag noch 20, am Freitag noch 3!

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          • fingerphilosoph sagt

            Essiggurken-Knappheit ab Herbst? Das darf doch wohl nicht wahr sein! Wird hier in F wahrscheinlich auch nicht anders sein. Oh, jetzt muss ich doch hamstern gehen!

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            • Obstbäuerin sagt

              Du bist sehr sehr weit weg von unseren Problemen, Fingerphilosoph. Es wird für viele Sonderkulturbetriebe keine befriedigende Lösung geben und wenn Du das nicht verstehst, werden es viele andere Städter auch nicht verstehen.

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              • Brötchen sagt

                Obstpflückerin 😉

                Heute früh beim Frühstück Panorama Magazin gesehen.
                Pflegekräfte hängen ebenso in der Luft.
                Trifft nicht nur die LW.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Gestern im TV beklagte sich eine Tochter, wegen der polnischen Pflegekraft für ihre Mutter, die ev. nicht kommt.

                  Die Antwort ist einfach, die Pflege selbst übernehmen, so wie wir es auch machten.

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            • Bauer Willi sagt

              @fingerphilosph
              Deinen Zynismus in allen Ehren. Den mag ich ab und zu ja gerne. Aber jetzt kannst Du….
              (dir den Rest denken)

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              • fingerphilosoph sagt

                Weißt Du, Bauer Willi, was ich zynisch finde: Dass Amerika zwei Billionen (!) Dollar bereitstellt, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, Deutschland 600 Milliarden für die großen Konzerne und 156 Milliarden für die sonstige Wirtschaft bereitstellt, während die gesamte reiche Weltgemeinschaft gerade mal 1,8 Milliarden (!) aufbringt, um in dieser Situation den sowieso am Existenzminimum lebenden Menschen in Afrika unter die Arme zu greifen, wo diese außer dem bevorstehenden Corona auch noch eine Heuschreckenplage haben, die mehr Existenzen vernichtet als eine ausfallende Spargelernte.
                Noch zynischer finde ich, dass nach Trumps Verkündigung der Dow Jones ein 90-Jahres-Hoch erlebt hat.

                Zynisch finde ich, dass anscheinend außer mir und vielleicht noch dem Stadtmenschen sich offenbar keiner Gedanken darüber macht, was denn da wirklich gerade abgeht mit der aktuellen Verschiebung der Machtverhältnisse in der Welt, auch nicht in diesem Blog hier. Vielleicht ist das auch nicht zynisch, sondern tragisch.

                0
                • Mark sagt

                  „.. anscheinend außer mir und vielleicht noch dem Stadtmenschen sich offenbar keiner Gedanken darüber macht, “ Deshalb brauchen wir euch hier!(nicht ironisch gemeint)

                  0
                • firedragon sagt

                  Guten Morgen fingerphilosoph,
                  jeder der selbstständig ist, denkt gerade, wie er seinen Betrieb rettet. Jeder Arbeitnehmer bangt um sein Einkommen und wie die Familie zu versorgen ist, dauert dieser Zustand länger an. Glaube, dass ist normal.
                  Mit Afrika gebe ich Dir recht, ebenso andere Länder, die starke Probleme haben. In erster Linie, sind die dortigen Regierungen für das Wohl der Bevölkerung zuständig. Was natürlich die führenden Industrienationen nicht von der Pflicht entbindet, Hilfestellung zu leisten, da die Europäer geschichtlich da schon „drinhängen“, aber das hatten wir hier schon an anderer Stelle und hier im Blog ist keiner, der das auf die Schnelle ändern könnte.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Es sterben sogar täglich Menschen in den derzeitigen Auseinandersetzungen in Syrien, Irak, Afrika, Jemen etc….das ist genauso wenig auf dem tagesaktuellen schirm. Wer gestern die Bundestagssitzung zur Verlängerung des Mandates der Bundeswehr für den Kampf gegen den IS verfolgt hat, konnte doch gut sehen, dass der rechte, wie der linke Rand der Gesellschaft es sind, die die Menschen nicht im Blick haben.

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                • Brötchen sagt

                  Fingerphilosoph, du würdest das Geld nach Afrika geben oder was würdest Du machen?

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                • Brötchen sagt

                  Was die Spargelernte betrifft, das wird einige Betriebe den Kopf kosten und alle anderen mit, die da drin hängen. Es geht da nur am Rande darum, ob nun Onkel Fritz sein Schnitzel mit Spargel bekommt.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Vollkommen richtig Fingerphilosoph. Nur ist das hier ein Landwirtschaftsblog und da stehen die „kleinen“ Probleme einer „kleinen“ Branche im Vordergrund.
                  Ist halt schon ein „Spezialplätzchen“. Aber wirklich danke, dass ihr uns auf den Raum ausserhalb der Blase aufmerksam macht. Diese Dinge und Ungerechtigkeiten kann ich von meinem Betrieb aus und in meinem Betrieb nicht beeinflussen. Ich bin seit Jahrzehnten in der Christlich geprägten Friedensbewegung aktiv, nur sind die „Erfolge“ jener Aktivitäten nahe Null, kein Einfluss, heute weniger denn je.

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  22. Obstbäuerin sagt

    Habe gerade die Nachricht bekommen, dass keine Saisonkräfte aus Tschechien und Polen (auch keine Grenzgänger) mehr ins Land dürfen. Flüge sind auch abgesagt. Wenn wir tatsächlich mit Arbeitskräften aus dem Inland die schwere Arbeit in den Sonderkulturen leisten müssen, muss sich das im Preis niederschlagen oder es muss ein Teil des Lohnes vom Arbeitsamt übernommen werden, wie es in den 90gern schon üblich war. Ansonsten war das für viele das letzte Jahr.

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    • Schmeckt gut sagt

      Sehe ich genau so. Jetzt entscheidet sich, ob die zu erwartenden Preise (Prinzip Hoffnung) hoch genug sind, dass sich der Einsatz von unerfahrenen Helfern lohnt. Viele werden nach einer Anlernphase einsetzbar sein, viele werden die körperlich anstrengende Arbeit unterschätzen und aufgeben. Diese Lernphase kostet dem Betrieb auch viel Kraft und Geld. Ist zusätzlich noch die Preiserwartung schlecht, läßt man den Spargel besser durchwachsen und/oder pflügt die Erdbeeren unter.

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  23. Friedrich sagt

    Da viele Mitmenschen leider nicht in der Lage sind selbst zu Kochen, wird der Absatz von Spargel sicherlich erheblich weniger werden , sodaß entsprechend weniger Arbeitskräfte nötig sein werden. Mit dem Ausfall der Saisonarbeiter in Spanien wird das ganze noch verschärft , denn wir erzeugen hier in Deutschland nur unter 50% des benötigten Gemüses.
    Es wird also eng werden. Aber es tut sich was im Lande. Gestern haben wir Hühnertrockenkot gedüngt zu Rüben. Da kam ein Dorfbewohner zu uns und wir dachten , daß er sich über den Geruch beschweren wollte. Aber falsch gedacht . Der wollte zwei Karren
    zur Düngung seines Gemüsebeetes , was er aus der Rasenfläche angelegt hat , um ein wenig Selbstversorger zu sein. Ein Freund , mit Biogasanlage erzählte heute , daß die Leute mit 30 ltr. Kanistern kommen , um Gärsubstrat fürs Gemüsebeet abzuholen. So etwas hat keiner bislang von uns erlebt. Ob HTK oder Gässubstrat war doch immer bäh und iiih. So schnell ändern sich die Zeiten. Die Politik hat die Lage wohl noch nicht erkannt und will im Schnelldurchgang zu Lasten der Versorgung die Düngeverordnung
    durchboxen. Der Schuß wird nach hinten losgehen, denn die heimische Versorgung ist schon sehr eng , auf allen Ebenen. Da wird zu kurz gedacht. Das hatten wir schon einmal im ersten Weltkrieg. Die sogenannte Proffessorenschlachtung. Da schlachtete man kurfristig gedacht das Vieh und im nächsten Jahr fehlte der Dung und damit folgten Mißernten und damit die Hungernot. Man sollte also einen Fehler nicht zweimal machen , aber unsere Regierung , EZB usw. machen nicht nur zweimal sondern immer wieder die selben Fehler. Normalerweise lernt man aus Fehlern , aber diese Leute sind einfach Beratungsresistent und in ihrer eigenen Dummheit gefangen. Das wird uns teuer zu
    stehen kommen . Bezahlen müßen das dann , wie immer , die kleinen Leute und der Mittelstand.

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    • Stadtmensch sagt

      Wer nicht in zeitgemäße Technik investieren kann, ist eben raus:
      https://www.bauerwilli.com/wir-sollten-uns-ehrlich-machen/#comment-176432
      Warum soll es in der Industrieellen-LW (keine Abwertung) anders sein als in der Industrie?

      Die neuen Verordnungen sind meiner Meinung nach Vorgaben, die mit dem Stand der Technik konform sind (ob N-Bedarf für Bildung von Bodenorganik bei den Nähstoffbilanzen ausreichend berücksichtigt wird, weiß ich nicht – ich hoffe, dass da bei xx% Überversorgung was übrig bleibt)

      Nochmal zu „Für dieses Geld ist in Deutschland niemand bereit zu arbeiten.“:

      Es ist ein Unterschied, ob ich als Saisonarbeiter für eine begrenzte Zeit in der Fremde billig wohnen, essen und Geld verdienen kann, als hierzulande für Mindestlohn zu arbeiten. Ich habe nichts gegen diese Form der „Entwicklungshilfe“ via SAK. Geht aber zur Zeit nicht und da wird eben nix mit Erdbeeren und Spargel diese Jahr.

      Wenn die Landwirte Geld über haben, Personal einfliegen zu lassen, scheint wohl noch Spielraum bei der Entlohnung der SAK zu bestehen?

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      • Thomas Apfel sagt

        Einfach mal ein kleines Beispiel: bei derzeitigem Mindestlohn kostet die Ernte eines Kilo´s Süßkirschen 1,25 €. Die Pflückleistung liegt bei geübten Leuten bei 10 kg/h.
        Ungeübte schaffen etwa die Hälfte, die Ernte kostet dann 2,50 €/kg. Die Erlöse für Süßkirschen über den LEH ließen die letzten 5 Jahre zwischen 2,00 und 2,50 €/kg als „Restgeld“ beim Erzeuger. Das gilt analog auch für Erdbeeren. Die Frage ob ich ohne Lohnzuschüsse mit ungeübtem Personal arbeiten kann, sollte hiermit für jeden Schlauberger beantwortet sein. Längerfristig kann sich so etwas sicher über höhere Preise einpegeln. Das Problem ist nur , dass die Betriebe (Obstbau) hier bei uns und am Bodensee mit dem Rücken an der Wand stehen, da schon 2017 ein annähernder Totalausfall war. Im Übrigen sind die 50 € pro Flugticket durch die Mehrleistung der geübten Saisonkräfte gegenüber ungeübten deutschen Saisonkräften am ersten Tag „eingespielt“. Ein schlagartiges Umschwenken auf einheimische Saisonkräfte wird ohne Lohnzuschüsse nicht gelingen, das ist leider objektiv so. Wenn es da Hilfen gibt, bin ich doch selbstverständlich bereit mit den Leuten, die sich bereiterklären zu arbeiten (wofür man dankbar sein sollte!!) auch zu ernten. Nur muß ich und meine Familie und Festangestellten nach Abzug aller Kosten auch noch davon leben können. Ansonsten kann ich doch nur die Tore schließen und mit der Familie Gemüse, Kartoffeln und Obst für den Eigenbedarf und ev. ein klein wenig darüber hinaus erzeugen.

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        • Stadtmensch sagt

          Hatte ganz vergessen, dass Fliegen mittlerweile so billig ist. Da fehlt mir einfach die Praxis. 10 kg /h schaff ich auch, zumindest wenn die Leiter gut steht. Stiele müssen dran bleiben. Vielleicht steckt ja wirklich in der momentanen Situation der Ansatz für eine vernünftige Wirtschaftspolitik: Weniger Bullshitjobs, dafür mehr Kontakt mit der Kulturlandschaft, die uns ernährt. So etwas wie Anspruch auf Freistellung für gesellschaftlich nützliche Tätigkeiten muss nur ins Gesetz.
          Aber für LEH-Profit und Konsumenten-Geiz den Buckel krumm machen?

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          • Bauer Fritz sagt

            @Stadtmensch
            wenn Thomas Apfel schreibt, daß Geübte 10kg/Stunde schaffen und Ungeübte 5 kg/Stunde und sie meinen, Sie schaffen locker 10kg/Stunde, sei vielleicht doch ergänzt, daß Tomas Apfel meint, daß es sich hier um durchschnittliche Leistung pro Stunde bei einem ganzen Arbeitstag (z.B. 8 Stunden) handelt und dann auch noch mehrere Tage hintereinander.
            Ohne ihnen und ihrer Physis nahetreten zu wollen.

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            • Bauer Willi sagt

              Bauer Fritz, nicht nur einige Tage hintereinander. Mehrere Wochen hintereinander. Und das, ohne zwischendurch bei Bauer Willi Kommentare schreiben zu können. Oh je…

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  24. Sauenhalter sagt

    Mal eine andere Sicht der Dinge. Spargel gehört nicht unbedingt zur Nahrungsmittelversorgung, sondern ist ein Luxusprodukt. In der Not sollte man nahrhafte Produkte anbauen und nicht Flächenverschwenden. Der Nährwert von Spargel liegt quasi bei NULL, ungefähr so wie ein Schuhkarton. Ich gebe aber zu, daß er den Absatz der Beilagen fördert ohne die er nicht zu genießen wäre ( Soße, Fleisch etc.).
    Alles also viel Aufwand für eigentlich nichts. Ich verstehe aber die Probleme.

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    • Bauer Willi sagt

      Deshalb noch mal der Satz: „Diese Ergänzung nur für diejenigen, die sonst so klug in den Kommentaren schreiben „dass an ja auch mal auf Spargel und Erdbeeren verzichten kann“. Solche Hinweise helfen demjenigen, der seit Jahren Spargel anbaut und viel Geld im Voraus investiert hat, leider überhaupt nicht. Im Gegenteil: es frustiert…

      Also Steckrüben pflanzen. Aber dann hätte man doch gerne was Edleres….

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      • Reinhard Seevers sagt

        Willi, es ging in den vorherigen Beiträgen bei Spüargel und Erdbeeren ja um die „Systemrelevanz“. Natürlich sind die Betriebe wirtschaftlich gesehen arg betroffen. Aber das sind Millionen andere ebenso. Und wenn ich sehe, dass Thiermann oder von der Goltz tausende von ha mit tausenden von Saisonarbeitskräften abernten müssen, dann wird das evtl. in der späteren Diskussion in Frage gestellt werden, ob so große Einheiten das richtige Rezept für eine Systemrelevanz sind. Steckrüben wären eine Alternative, allerdings erst im Herbst gelle?

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        • Obstbäuerin sagt

          Wir sind Welten kleiner und uns trifft es genauso mit Äpfeln, Erdbeeren, Pflaumen, Birnen, Kirschen und Aprikosen (aber die sind in den letzten Nächten eh erfroren).

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    • firedragon sagt

      Sauenhalter,
      es handelt sich bei den „Sonderkulturen“ um mehrjährige Pflanzungen.
      Da hängt schon eine ganze Menge Geld drinnen, eh es überhaupt zu einer ersten Ernte kommt. Ein Umbruch wäre auch totaler Quatsch.

      2
    • Reinhard Seevers sagt

      Evtl. müssen Vegetarier und Veganer frühzeitig verhungern? Fleisch ist mein Gemüse!

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      • Stadtmensch sagt

        Ja, lasst uns lieber Kartoffeln, Getreide, Mais und Rübenschnitzel „veredeln“.
        In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot 😉

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        • firedragon sagt

          Stadtmensch,
          ich hoffe Du weißt, was Rübenschnitzel sind. Sonst passiert folgendes, was jetzt kommt ist kein Scherz – in einer Mühle kaufte eine Person diese Tage mehrere Päckchen Mehl, bezahlte diese und fragte den Müller, was man damit eigentlich macht – das Gesicht des Müllers könnt ihr euch vorstellen.
          Bei mir fragte ein Junge (11 Jahre), ob er wohl Eier haben könnte. Ich fragte, ob die Mutter die zum Pellen benötigt (da sich frische Eier schlecht pellen lassen). Er wusste nicht, was ich meine. Also fragte ich, was sie mit den Eiern machen – die kommen ins Wasser, bis Brühe drinnen ist und dann frühstücken sie die Eier, war die Antwort.
          Ich glaube, einigen Menschen sollte man kurz erklären, wie das jeweilige Grundnahrungsmittel zu verwenden ist. Das ist im Gespräch schnell rauszufinden.

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          • Stadtmensch sagt

            Ihr habt doch mit Steckrübenwinter und Schweinefutter angefangen.
            Bei uns gibts oft Rübeneintopf. Sehr lecker und nahrhaft.
            Werden denn hierzulande alle Kohlrüben „unveredelt“ dem menschlichen Konsumenten zugeführt. Ansonsten hast du natürlich recht, mit Rübenschnitzel sind wohl nur Reste aus der Zuckerrübenverarbeitung gemeint.

            Das mit den Eiern kann mir nicht passieren. Wir haben kürzlich eine Henne mit Legedarmvorfall erfolgreich geheilt. Eine Arbeit das ganze…

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            • firedragon sagt

              ☺Stadtmensch, ist euer „Vereinsdomizil“ noch rechtzeitig fertig geworden?

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              • Stadtmensch sagt

                Nee, das ist gerade ins Stocken geraten. Material kommt hoffentlich in den nächsten Tagen. Außerdem fährt ständig Polizei rum und guckt, dass sich keine Flashmobs bilden…

                0
                • firedragon sagt

                  Ups, müsst euch als „Familie“ deklarieren oder schauen, was zu zweit machbar ist.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  War heute spazieren mit 4 Frauen und schon kam ein Polizist daher und will mich maßregeln.

                  Ich Moslem, alle meine Frau. 😉

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                • Brötchen sagt

                  Ehemaliger läuft eigentlich Deine Destille auf Hochdruck 😉

                  Wegen Deinem Harem denke an das Kontaktverbot!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Anstatt Muslime durch den Kakao zu ziehen, könnte man ja auch die Vielweiberei christlicher Kumpels angeben können: „In vielen Ländern mit christlichem Hintergrund spielt Polygamie bis heute eine Rolle. Beispiele sind die Philippinen, verschiedene pazifische Länder wie Papua-Neuguinea und Fidschi oder weite Teile Afrikas.“

                  Aber es war bstimmt ein Versehen, wie so viele Versehen in den Beiträgen hier.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Brötchen

                  Ein Restrisiko ist immer dabei. 😉

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Herr Seevers,
                  nein kein Versehen, sondern mangelnde Bildung, dass ich nicht wusste, dass es in vielen christlich geprägten Ländern Vielweiberei gibt.

                  Es soll auch in Deutschland Christen und Atheisten geben, die noch neben der Ehefrau eine oder mehrere Freundinnen haben. Muslime können mehrere Frauen haben und den Status eines Asylbewerbers bekommen.
                  Nein, ich wähle nicht die AFD.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Ehemaliger:“Muslime können mehrere Frauen haben und den Status eines Asylbewerbers bekommen.“

                  Na, soll wieder ein neues Fass aufgemacht werden? Der Satz hat weder mit meinem Beitrag, noch mit dem Thema zu tun….🙄

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @Seevers

                  Wie kann man sich an einem Spaß, das mit einem 😉 gekennzeichnet wurde, so aufregen.

                  Auf einen groben Klotz,
                  gehört auch ein grobes Beil.

                  Alles Klaro, oder will der Herr Seevers weitermachen bis zur vermeintlichen Überlegenheit?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ehemaliger, wo hast du ein Smiley zu deiner Aussage zu Asylbewerbern gesetzt? Vielleicht liest Du deine Beiträge, bevor du sie sendest.

                  0
  25. Reinhard Seevers sagt

    Der örtliche Raiffeisen-Markt darf seit gestern Mittag lediglich Tierfutter und Nahrungsmittel = Kartoffeln verkaufen….die Sämereien können nicht erworben werden.
    Selbstversorgung also auch vor dem Aus? Wenn das man gut geht….

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    • Brötchen sagt

      Online bestellen.

      Ich habe samstag noch was im Baumarkt gekauft. Steckzwiebeln waren ausverkauft.

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    • Ein Privatier sagt

      Na, Genosse Seevers. Schon wieder als selbsternannter Aufpasser in Sachen Blog-Sicherheit unterwegs? Heute schon was gemeldet?


      Reinhard Seevers

      25. März 2020

      Zitat Ehemaliger:“Muslime können mehrere Frauen haben und den Status eines Asylbewerbers bekommen.“

      Na, soll wieder ein neues Fass aufgemacht werden? Der Satz hat weder mit meinem Beitrag, noch mit dem Thema zu tun….🙄
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      0
  26. Ein Privatier sagt

    Machen wir uns doch mal ehrlich:
    Deutschland ist ein reiches Land. Wir schaffen das!

    0
  27. Astorianer sagt

    Da wäre einmal echte Solitarität gefordert. Warum konnen nicht deutsche Arbeiter die in Kurzarbeit sind und Kurzarbeitergeld beziehen als Ersatz für die Osteuropäischen Erntehelfer einspringen und dabei ihren Lohn aufbessern?

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    • Schmeckt gut sagt

      Es mag in der jetzigen Krise sehr viel besser laufen, auch weil sie uns unterstützen wollen und freiwillig kommen. Vor etwa 15 Jahren, als die osteuropäische Hilfe wegen der hohen Arbeitslosigkeit in Frage gestellt wurde und zwangweise Arbeitslose auf den Höfen Bewerbungen abgeben mussten (und probearbeiten) haben wir extrem schlechte Erfahrungen gemacht. Riesenaufwand und null Hilfe. Auf dem Feld gibt es viel Handarbeit und diese ist anstrengend und wie z.B. Spargelstechen auch nicht so einfach zu erlernen, wie viele denken. Die Landbevölkerung in Osteuropa kann damit aber sehr gut umgehen und auch ein Großteil der Helfer aus zum Beispiel Warschau beherrschen die Arbeitsabläufe. Es ist ja nicht nur der körperliche Einsatz, es sind bei den heutigen Qualitätsansprüchen an die Früchte auch definierte Abläufe, die die Fruchtqualität erhalten.

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    • Thomas Apfel sagt

      Der ZVG hat heute früh vom Klöckner Ministerium eine relativ klare Absage bezüglich Lohnstützungen für Ernteelfen bekommen. Es soll keine Anrechnung der Verdienste durch Erntehilfe auf Kurzarbeitergeld, Arbeitslosengeld oder Hartz 4 geben. Das ist im Grunde ja ein Entgegenkommen. Trotzdem bleibt das Problem Mindestlohn und Leistung. Wenn ich sagen könnte, wie es bei den geübten Saisonkräften ist, es gibt je nach Sorte und Behang einen Preis pro kg, hätte ich damit kein Problem. Nur muß nach Mindestlohngesetz bei Stücklohn der Durchschnitt der Pflückerentlohnung mind. 10 % über dem Mindestlohn liegen. Es bestimmt also der Langsamste. Das zu beeinflussen wird bei „Dankbarkeitspflicht“ des Bauern allein fürs Erscheinen, zu mindestens schwierig. Letztlich ist aber die Differenz zwischen Pflücklohn je kg und erzieltem Erlös der Indikator für das Überleben, oder eben nicht Überleben des Betriebes, da beißt die Maus keinen Faden ab.

      0
  28. Arnold Krämer sagt

    Gestern Abend ist ein Flugzeug aus Rumänien mit 166 Passagieren, überwiegend Erntehelfer, auf dem Flughafen Münster/Osnabrück gelandet (Meldung der NOZ). Diese Erntehelfer sollen überwiegend im Raum Südoldenburg zum Einsatz kommen. Dort ist mit dem Betrieb Mählmann einer der größten Gemüsebauern Deutschlands ansässig.

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    • Schmeckt gut sagt

      Das war gestern. Die Probleme werden ab heute entschehen. Und ganz ehrlich, was sind bei der insgesamt nötigen Anzahl, diese wertvollen 332 Hände? Das mit dem wertvoll meine ich so, wie ich es sage. Wir schätzen unsere Helfer wert und bezahlen sie auch entsprechend – nur um möglichen Kommentaren vorzubeugen.

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      • firedragon sagt

        Schmeckt gut,
        ja, wir schätzen unsere Helfer wert. Mindestlohn wird bei uns netto ausgezahlt, soz.Lasten tragen wir zu 100%,Kost und Logis frei – das wird uns mit Treue und Eifer gedankt. Alle unsere Helfer konnten mit dem Geld, welches sie hier verdienen, Häuser kaufen und renovieren oder Häuser bauen (und die haben da alles! Dagegen leben wir in einer „Klitsche“).
        Wir haben es auch schon mit deutschen Helfern versucht. Scheitert von vornherein an den Verdienstvorstellungen.
        Der Wert des Geldes ist hier geringer, als bspw in Rumänien. Naja, egal.
        Ich begüße es sehr, wenn sich helfende Hände bei hilfesuchenden Betrieben melden… dabei sehe ich da noch einen ganz anderen Vorteil – jeder Helfer wird bei der Arbeit selbst feststellen, dass da draußen eine Vielfalt an Natur vorhanden ist – Insekten, Vögel, Hasen, Rehe – alles da, lasst euch überraschen, ihr werdet staunen.

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    • Bauer Willi sagt

      @Arnold
      dann war das vermutlich das letzte Flugzeug, das noch reingekommen ist. Aber warten wir ab…. Die Nerven derjenigen, die seit Tagen nichts anderes machen als sich um Arbeitskräfte bemühen, liegen jedenfalls blank.

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  29. Elisabeth Ertl sagt

    Es war in der Geschichte immer so, dass Seuchen, Hunger und Krieg zugleich aufgetreten sind. Das wird leider auch diesmal so sein 🙁
    Entweder ziehen die Zerstörungen des Krieges Hunger und Seuchen nach sich. Oder Hunger führt zu Verteilungskriegen und in der Folge zu Seuchen. Oder es ist, wie Willi es beschreibt. Nur dass noch nicht zu viele krank sind, und die Felder deshalb nicht bestellt werden, sondern weil man sich zu gut dafür ist.

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  30. bauerhans sagt

    einzelne bauern haben wohl flugzeuge gechartert und lassen die leute in RO abholen.

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