Bauer Willi
Kommentare 61

Was ist die Botschaft, Herr Rukwied?

Der DBV hat auf seiner Seite folgendes Statement des Präsidenten veröffentlicht:

https://www.bauernverband.de/standpunkte/standpunkt/die-tueren-sind-aufgestossen

Mich interessiert eure Meinung.

  • Was sollen die Bauern jetzt tun?
  • Was genau macht der Bauernverband?
  • Was sind seine konkreten Ziele?
  • Mit wem redet er über was?

Als Mitglied des DBV hätte ich da gerne Antworten.

Bildquelle: DBV

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61 Kommentare

  1. Frank sagt

    “Als Mitglied des DBV hätte ich da gerne Antworten.”

    Dann müssen Sie die Fragen wohl bei DBV / Rukwied stellen.

  2. Thomas Bröcker sagt

    Ich denke, es gibt genug gemeinsame Forderungen, nur müssen sie auch ausformuliert und dann dauerhaft und vehement eingefordert werden:
    1. Der Erhalt des Werkzeugkasten des modernen Pflanzenschutzes ohne z.B. alle Bio-Mittelchen und Methoden, von vornherein als besser zu bewerten.
    Genau das geschieht aber schon wieder in der neuen Strategie von IP 3.0. Dort wird der Betrieb mit Punkten versehen, der Bio-Mittel anwendet. Die Erzählungen, die Bio auf dem Markt stützen und als nachhaltiger darstellen, müssen vom Tisch, weil sie die Hauptursache und der Hintergrund der verfehlten Extensivierungspolitik sind.

    2. Keine Extensivierung in den Produktionsflächen.
    Niemand kann soweit extensivieren, dass ein tatsächlicher Einfluss auf die Biodiversität in den Produktionsflächen eintritt. Die Düngung muss nach Bedarf erfolgen und nicht nach Erzählungen und strittigen Nitratwerten. Hier muss sich der DBV vehement für eine Rücknahme der Ausweitung der “roten Gebiete” einsetzen.

    3. Vehementer Einsatz gegen den überbordenden Detail-Kontrollwahn in jeder Hinsicht..

    4. Kampf um den Erhalt der modernen Tierproduktion abseits von Bullerbü – Erzählungen.
    Dieser Zweig der LW generiert den größten Teil der Wertschöpfung und ist förderlich und nicht schädlich für Nachhaltigkeit und Bodenfruchtbarkeit.
    Der Unsinn mit der Flächenbindung kann maximal auf das gesamte Bundesgebiet betrachtet werden. Man tut in dieser Frage ja gerade so, als könnte man organischen Dünger nur unverarbeitet mit der Schubkarre transportieren.

    5. Biodiversität wird über die Landschaftsstruktur erhalten und verbessert, und nicht durch Extensivierung der in den reinen Produktionsflächen.
    Mischkulturen können sicherlich erforscht werden, sofern die Ernte und Verwertung auch technologisch sinnvoll und nachhaltig wirtschaftlich sind – den behaupteten Schub in der Biodiversität in den Flächen bringen sie nicht.
    Den Bestrebungen der EU zur “Wiederherstellung aller Biotope” bis 2050 muss widersprochen werden. Zumal die großen Spendensammler und Panik-Paulis über Change.org dabei sind, Unterschriften für dieses Vorhaben zu sammeln (die haben schon um die 300.000 Unterzeichner) Dieses Vorhaben kommt einer weitgehenden Enteignung gleich, vor allem weil der Ansatz der Betrachtung die gesamte FLÄCHE ist und nicht die Strukturelemente in der Ackerlandschaft.

    5. Bezüglich aller Forderungen gilt es vor allem, die europäische Gleichbehandlung aller Landwirtschaftsformen ohne nationale Alleingänge durchzusetzen. Dazu sollte man die derzeitige europäische Welle der Bauernproteste nutzen und vor allem in Brüssel aufschlagen. Alles Übel kommt weitgehend und grundsätzlich von dort, weil Ideologie und Atlantikbrücke die Entscheidungen maßgeblich beeinflussen.
    Wir brauchen ganz sicher eine solche Organisation wie die EU, aber sie muss auch die Interessen der eigenen Bevölkerung und des Mittelstandes vorrangig in den Fokus nehmen und nicht ausschließlich die Positionen des verflochtenen Filzes aus Finanz- und Rüstungsindustrie und Hochadel sowie “neuer Geldadel”. Die absolute Handlungsfreiheit dieses Filzes führt jede Form von Demokratie ad absurdum.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Wir brauchen ganz sicher eine solche Organisation wie die EU, aber sie muss auch die Interessen der eigenen Bevölkerung und des Mittelstandes vorrangig in den Fokus nehmen und nicht ausschließlich die Positionen des verflochtenen Filzes aus Finanz- und Rüstungsindustrie und Hochadel sowie “neuer Geldadel”. Die absolute Handlungsfreiheit dieses Filzes führt jede Form von Demokratie ad absurdum.”

      DAS setzt aber erstmal ein Erkennen der Lage voraus! Wenn Consultingfirmen und Wirtschaftsberatungen als Unterstützung der Regierungen weltweit agieren, dann muss sich keiner wundern. Wir wollten das so!

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    • @Thomas Bröcker Sehr gut formuliert und auf den Punkt gebracht!!!!
      All die 5 Punkte erfordern keine staatlichen Finanzmittel, sondern lediglich politische Einsicht und Handlung!! Hinter diesen Forderungen kann sich der gesammte Berufstand sammeln. Der Politik sollte eine Frist zur kompletten Umsetzung gestellt werden, falls sie sich verweigert, werden weitere Proteste einer nächst höheren Eskalationsstufe angekündigt!!

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      • Limes sagt

        “Hinter diesen Forderungen kann sich der gesammte Berufstand sammeln.”
        All diese Forderungen sind klar, nachvollziehbar und zu begrüßen.
        Ob diese allerdings allerdings vom gesamten Berufsstand unterstützt werden da habe ich meine Zweifel.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Herr Bröker, Ihre Forderungen in Summe kann man so unterschreiben.

      Dass wir in erster Linie derzeit Spielball unseres neuen Finanzadels sind, realisieren gegenwärtig noch die wenigsten. Der Ukrainekrieg wird mit Schwarzerdeböden und landwirtschaftlichen Erzeugnissen bezahlt; und die Bauern auf unserem europäischen Binnenmarkt schauen dabei vornehmlich in die Röhre, weil sie einfach nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren können.

      Hinzu kommen noch die fruchtbaren Plants in den USA…

      Warum wächst derzeit überhaupt mehr, obgleich wir weit weniger Dünger einsetzen!? Infolge des Klimawandels ist damit welcher wesentliche Bestandteil verstärkt in der Atmosphäre vorhanden, den unsere Pflanzen schlichtweg für ihr Wachstum benötigen!?

      Ein Gericht muss jetzt entscheiden, um es allen Verbrauchern knallhart verdeutlichen zu können, welche optischen Täuschungen unserem König KUNDE in den heiligen Discounterhallen untergejubelt werden: Bei gleichbleibender Verpackungsgröße weniger Inhalt zu höheren Preisen. – Wird man eben derselben inhaltlichen Schrumpfungen von nicht selten mehr als 20% nicht gewahr. Dafür müsste man doch sehr schnell ein entsprechendes Fingerspitzengefühl entwickeln können, oder!? Das Menschlein will augenscheinlich besch…. Werden!?

      Im übrigen wurde erst dieser Tage medial diskutiert, dass BIO-Spaghetti, des Deutschen beliebtesten Nüdelchen, grottenschlecht abgeschnitten haben zum Teil, weil diese überreich mit Fusarien belastet waren. Wo BIO draufsteht steckt nicht immer die pure Gesundheit drin.
      Die ersten Durummühlen müssen sich ihren Durum heute schon mit Buntstiften malen, weil man den langjährigen Erzeugern dieses Nischenprodukt mittlerweile viel zu madig gemacht hat in jederlei Hinsicht.

      Mischkulturenanbau dient zunächst in erster Linie keiner Ertragssteigerung sondern vielmehr der Absicherung gegen einen Totalausfall auf der Fläche in Zeiten der mannigfaltigen Wetterkapriolen. Die technische Aufbereitung derselben scheitert an der Gosse in erster Linie am Willen, keineswegs an einer Machbarkeit bei der Separierung des einzelnen Erzeugnisses.

      Es mangelt dabei -ein ganz schlechter Witz- überdies an einer zuarbeitenden Wissenschaft, die augenscheinlich außerstande ist, hier abrufbares Wissen liefern zu können, im Dominoeffekt setzt sich das fort in den Köpfen unserer maßgeblichen Entscheider, in der Umsetzung auf dem Acker, hernach bei unserer aufnehmenden Hand. TOTALAUSFALL also!

      Prof. Balmann an der Spitze der Bauernkritiker, der einfach alles sehr viel besser weiß an seinem verstaubten Schreibtisch. Folgen wir denselben Ratschlägen

      Was spielt sich derzeit zwischen Schnitzer und Grimm ab!? Ist man sich selbst nicht am nächsten!? Demgemäß eskalierte ein solcher Machtkampf vor einer breiten Öffentlichkeit. Stets auf dem Sprung, wird‘s nix mit ökonomischer Wissenschaftlerweisheit. Keine Stutenbissigkeiten, wenn die Dollarzeichen in den Augen aufleuchten!?

      Der einen Protagonistin hat man gestern dafür bereits die entsprechende Quittung aus den Hinterzimmern präsentiert. Eine alte Rechnung wurde dabei gnadenlos gleich mitbeglichen

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    • Andreas sagt

      Bröcker@ was wollen sie mit diesen Maßnahmen erreichen ?
      Dass die Produktion um 30 % steigt und der Getreidepreis nochmals
      um 50 % auf dann 10€ pro dt Weizen sinkt.
      Der Brötchenpreis kann sich dadurch um ca. 0,3 Cent verbilligen,
      das wird das Ansehen der Bauern sicher gewaltig steigern.
      Viel Spaß allen, die sich weiter an der unsinnigen Erzeugungsschlacht beteiligen wollen

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      • Reinhard Seevers sagt

        Andreas, schon bemerkt, dass der Gtreidepreis eben NICHT von der verfügbaren Menge am Weltmarkt abhängt? Das ist eben nicht, wie so oft kolportiert wird ein mit Marktmechanismen versehener Produkt-Preis, sondern ein politischer Preis. Aber seis drum, mach einfach weniger, dann gibt es mehr Geld….ist wie beim Bürgergeld: weniger arbeiten und dennoch mehr Geld.
        Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

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      • Arnold Krämer sagt

        Der Getreidepreis ist in D und der EU extrem abhängig vom Weltmarktpreis. Und dieser ist in der Tat ein politischer Preis. Ansonsonsten gilt: Was knapp ist, ist auch teuer. Siehe aktuell Ferkel, Mastschweine, Hähnchen, Kartoffeln. Milch schon wieder nicht.

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      • Arnold Krämer sagt

        Es geht nicht um Produktionssteigerung, Andreas, sondern schlicht darum, von der “süchtig machenden Nadel” des Staates wegzukommen. Die Staatsabhängigkeit der Öko-Betriebe wird immer schlimmer und die konventionellen Betriebe dürfen den Weg immer umfangreicherer Mikrosteuerung nicht weiter gehen. Sie müssen sich aktiv dagegen wehren.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Tun wir das aber tatsächlich!? – Das Gekreische geht doch weit eher in die andere, falsche Richtung, oder liege ich da einsam und alleine falsch!?

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          • Arnold Krämer sagt

            Das Hauptgekreische der landw. Verbände geht tatsächlich in die falsche Richtung. Ich kann den DBV und die DLG auch nicht verstehen. Der Staat ist weder gerecht noch verlässlich.

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Na Gott sei Dank – dann sind wir schon einmal zwei… 😉

              Kann auch nicht nachvollziehen, in welcher Art von Suggestion TA jetzt Einfluss auf die Bauern nimmt; …wenn man da nicht von einer Unterwanderung sprechen muss, damit die Protestierenden wieder auf Linie gebracht werden sollen. Ich fasse das eigentlich kaum…!!!

              The same procedure as every year.

              Weg mit den Prämien – für ALLE!!!

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              • Thomas Bröcker sagt

                Das sehe ich genauso, Weg mit den Prämien und gleiche Bedingungen für alle europäischen Landwirte. Wer seine Nische findet und Jemanden (oder eine Gruppe), der/die das bezahlen, soll doch Nische spielen. Nur immerzu krähen, dass alle anderen zu dämlich sind, weil sie (angeblich) zu viel produzieren, ist einfach unanständig. Diese Betriebe sichern die Versorgung und nicht die paar gepamperten Bio-Bauern. Ich habe Hochachtung davor, wie diese Produzenten mit den Mitteln der Nachkriegszeit Produktion generieren können … aber eben auf dem selben Niveau. Das hat ein bisschen was von Amish People Mentalität.
                Das ist nett zu beobachten, überlebt aber nur im Dogmen geprägten Mikrokosmos. Wer gerade bei Lidl und Co. die Preise für Bio-Produkte beobachtet, kann es förmlich riechen, wie der Branche die Illusionen um die Ohren fliegen werden.
                Nicht umsonst wird der Ton gegenüber der Versorgung sichernden IP Produktion von Seiten der Öko-Erzähler wieder sehr viel rauer.
                Also: alle Förderungen von Produktionsverfahren weg. Die Öko-Prämien von über 1.000 bis zu 2.000 €/ha (Dauerkulturen) genauso wie die Betriebsprämien … aber für Alle in der EU gleichermaßen.
                Selbst wenn es gelingt noch mehr Gelder in die Öko-Schiene umzulenken, so ist die Marktsättigung doch längst erreicht und der Handel preist auch diese “Subventionen” gnadenlos ein. Nach eigener Darstellung der Einkäufer “wird Druck erzeugt, bis es quietscht” . Das ist nicht nur “Branchensprech” sondern die gnadenlose Realität.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Thomas Bröcker schrieb: “Das sehe ich genauso, Weg mit den Prämien und gleiche Bedingungen für alle europäischen Landwirte.”
                  Aus dem AfD-Grundsatzprogramm:
                  “Die EU-Subventionen nach dem Gießkannenprinzip sowie bürokratische Überreglementierungen sind Schritt für Schritt zurückzufahren.”

                  Thomas, jetzt hast du dich eingereiht….so wird es gedeutet werden! Verrückte Zeiten.😎🤘

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                • Thomas Bröcker sagt

                  Nur weil auch die AfD sagt “der Himmel ist blau”, werde ich nicht sagen “der Himmel ist grün” .
                  Reinhard, wenn du weißt wo der Spruch herkommt, ist das eine weitere Möglichkeit mich einzureihen.
                  Die mir allerdings etwas besser gefällt 😊😎🤣

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Scherz Thomas….🤡
                  Ich sehe aber gerade bei dem Thema Subventionen “ja oder nein” den größten Hebel. Ein Subventionsabbau wird es nicht geben, behaupte ich. Es ist das beste Instrument politisches Handeln, mit einer Belohnung zu rechtfertigen.
                  Wer die Diskussion beginnt bekommt ausschließlich Gegenwind, und zwar aus allen Richtungen…obwohl alle gleichzeitig über Subventionen schimpfen. Ich glaube dass es nur durch Mangel an Geld oder Krieg ein Ende der Subventionen geben wird.

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                • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                  Reinhard, kein Geld und Krieg.

                  Beide Voraussetzungen erfüllen wir bereits, um LW von der Pike auf neu denken lernen zu können – ohne Prämien, bindend für alle!!!

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  3. Limes sagt

    Verfolge ich das Thema Bauern Demos dann erinnert es mich ganze an “Tausendmal berührt tausendmal ist nichts passiert.” Aber im Gegensatz zu dem bekannten Lied passiert dann von Seiten der Politik aber auch gar nix für eine Verbesserung der Situation.
    Die Einstellung der Politik war doch nach dem Treffen der Vertreter der Landwirtschaft mit den Fraktionsvertretern nach den ersten Demos offensichtlich und spürbar. Genervtes Desinteresse nach der Devise da müßen wir jetzt mal was zu sagen damit die Bauern still werden. Konnte man deutlich in der Pressekonferenz sehen, die hatte den Anschein einer Audienz bei Kaiser, König oder Fürsten.

    https://www.youtube.com/watch?v=KIZxP_-cKSM

    Mützenichs einleitendes Statement ein einziger Offenbarungseid: “unsere Einladung von den Landwirten auch angenommen worden ist …. ” “und ich finde diesen Respekt haben wir auch deswegen ausgesprochen weil ich hier nochmal feststellen will das das was einige ich glaube auch zu Recht befürchtet haben……”
    die Betonung bei Mützenich lag auf “auch zu Recht befürchtet”!!!!
    Dann sind nach dem üblichen BlaBlaBla alle schnell vor den Beiträgen der Vertreter der Landwirtschaft schnell abgetaucht, hatten halt andere Termine. Entlarvend und beschämend.
    Im Lied ging es ja gut aus für die Beiden da hat es doch “Zoom” gemacht.
    Status Quo in Sachen Bauern – Politik insbesondere dem zuständigen Minister “Tausendundeine Nacht und es wurde nix gemacht”
    Wobei wie soll es auch “Zoom” machen wenn man keine Empathie spürt und nicht auf Argumente eingeht, dann will man sich auch nicht berühren wollen.

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  4. Meine Lösungsvorschläge sind: Auf das Agrardiesel verzichten, denn das akzeptiert die Bevölkerung auf Dauer nicht. Statt dessen eine unkomplizierte finanzielle Leistung für Co2 Bindung im Boden und im Forst. Dieser Beitrag muss zu einer Art Grundsicherung für unsere Betriebe werden.
    Als zweites: Zerschlagung der Lebensmittel Großkonzerne. Solange wir nur 5 grosse Käufer haben, die sich weitestgehend untereinander eins sind, sind wir nie und nimmer in der Lage mit unseren Preisvorstellungen durchzukommen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Statt dessen eine unkomplizierte finanzielle Leistung für Co2 Bindung im Boden und im Forst. Dieser Beitrag muss zu einer Art Grundsicherung für unsere Betriebe werden.”

      DAS ist in meinen Augen eine weitverbreitete Fehleinschätzung der Möglichkeiten. Weder die Bestimmung des Status Quo, noch eine Evaluation oder eine monetäre Bewertung sind umsetzbar. Wunschtraum, finde ich.

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      • Franz kinker sagt

        Dann macht doch bitte mal Vorschläge wie eine neue Agrarpolitik funktionieren könnte. Wir wissen alle, dass wir mit dem alten System nicht mehr weitermachen können. Die meisten Bauern arbeiten bei vollem familiären Arbeitseinsatz am finanziellen Limit. Lasst uns einfach mal neue Gedanken spinnen. Lebensmittel zu erzeugen scheint in unserer Gesellschaft nicht mehr an erster Stelle zu stehen. Trinkwasser vor Nitrat zu schützen ist wichtiger. Also lassen wir uns künftig für diese Tätigkeit bezahlen.

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      • Ina Körner sagt

        Hallo Herr Seevers, könnten Sie erklären, warum das zu kompliziert würde mit dem CO2-Speicherbonus? Als ersten Ansatz würde ich mir folgende Vorgehensweise vorstellen:
        -Einmal im Jahr den organischen Kohlenstoff im Boden messen und wenn’s mehr wird gibts was
        -Fuer die Bindung von Kohlenstoff im Produkt sollte es auch noch was geben. Hier kennt der Landwirt ja seine verkaufte Menge und der abgefuehrte Kohlenstoff könnte dann ausgerechnet werden.

        Wo sehen sie die Probleme in dieser Denkweise?

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        • Schmeckt gut sagt

          Jawohl, so könnte der Plan in der Politik aussehen. Schaffung von (Bullshit)Jobs in Laboren und Kontrollorganen und das volle (Critical Must)-Risiko bei den Betrieben. Alle Ziele erreicht. Diese Vorgehensweise wir schon. Bei uns sollten alle Alarmlampen leuchten.

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          • Ina Körner sagt

            Sie haben Recht Schmeckt gut. Das Kohlenstoff messen ist zu teuer. Vielleicht Kategorien bilden, z.B. Kompost eingesetzt, Zwischenfrucht angebaut, Ernterückstände liegen lassen….?

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  5. Ludwig sagt

    “Es hätte ja viel schlimmer kommen können”. Das erzählt uns der DBV seit über 50 Jahren und auch jetzt. Man hat den Eindruck, daß dem DBV die Demos schon zu viel sind. Gut , daß wir LSV und Freie Bauern haben , denn die treiben den DBV vor sich her. Wenn bei den Verhandlungen nur die Dieselvergütung bei raus kommt , dann wäre der DBV schon zufrieden , wir aber nicht , denn die Kontrollen , Verordnungen und Gesetze müßen weg. Es kann nicht sein , daß wir bis zum Umfallen arbeiten und unsere Politiker, Kontrolleure und so weiter 30 Tage Urlaub machen , 20 Tage Krank sind und dann nur 35 Stunden mit wenig Effizienz arbeiten und dafür mehr Geld bekommen als der normale Bauer. – Die Rahmenbedingungen müßen so verbessert werden , daß wir ohne Subventionen wirtschaften können. Dazu muß auch der LEH zerschlagen werden , denn das ist das Erste was passieren muß. Energie verbilligen auf ein wettbewerbsfähiges Niveau. Freiheit und Wahrheit am Markt schaffen. Politische Eingriffe minimieren. Heute hängen wir in Europa am Tropf der Politik und das hat uns die heutige Situation eingebracht. Staatswirtschaft eben und jeder brauch nur das Ende der DDR analysieren. In diesem Zustand sind wir heute in unserer Volkswirtschaft. Alles wird vorgegeben heute und die Folgen sind mit Händen zu greifen. Kein Verband , auch nicht der DBV, läuft dagegen an , weil fast keiner sich unbeliebt machen will. Also ein Totalversagen unserer Eliten.

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  6. Zoddl sagt

    Moin. Ich sehe keine Botschaft, sondern nur den unbrauchbaren Versuch eines Arbeitsnachweises.
    Wenn diese Rede ein Arbeitszeugnis oder eine Bewerbung wäre, würde ich den Ghostwriter, die beurteilenden Rechtsanwälte und ev. den Angestellten im Schreibbüro sofort einstellen. Einem Volksvertreter bzw. demjenigen dessen Unterschrift sowas ziert, kann ich leider grundsätzlich nicht vertrauen.
    Nur wer sich in seinem Handeln im Sinne der Sache und der Menschen die er vertritt, auch mal angreifbar macht, sollte solch wichtige Verhandlungen führen dürfen.
    Diesen Menschen dabei zu unterstützen, ist dann aber unser aller Aufgabe.
    Ein Traum, das ist wohl so. Aber mit klaren, einfachen Strukturen und gewachsenen Hierarchien, kann das jedes Unternehmen, jeder Club oder Verein und selbst in der Familie soll das funktionieren…. schon wieder ein Traum?
    Auf jeden Fall, jemandem der ein ab und zu nötiges Abbiegen nach links oder rechts auf dem gemeinsam beschlossenen Weg nichtmal erklären kann, sondern der lieber geradeaus durch den Kreiverkehr rumpelt oder einfach einem seiner Fahrer die Verantwortung zuschiebt, darf man keine Verantwortung übertragen.
    M.

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  7. Frikadellen piet 45 sagt

    Mahlzeit ich glaube der Minister weiß nicht so genau was er sagen soll auf jeden Fall ist der keine große Hilfe

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  8. Meine Meinung zu den Fragen:
    Was sollen die Bauern jetzt tun?
    Zusammenhalt untereinander generieren – kein gegeneinander! Nur mehr das produzieren, wo auch wirklich Geld übrig bleibt – ansonsten knallhart Produktionsteile einstellen.
    ( Ich weiß natürlich, dass dass das unmöglich ist bei unserem Berufsstand! )
    Wir sind größtenteil selbst Schuld an unserer Lage.

    Was genau macht der Bauernverband?
    Das frag ich mich auch jeden Tag! Antwort: Das was er immer schon gemacht hat –
    Die Bauern zu beruhigen und den Ball gegenüber der politischen Führung niedrig halten.

    Was sind die konkreten Ziele?
    Kleinbäuerliche Strukturen zugunsten der Großbetriebe und der Industrie zu zerstören.

    Mit wem redet er über was?
    Gute Frage – gebe ich gerne weiter

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  9. Christina sagt

    Sorry, ich habe nicht den Eindruck, dass sich viel getan hat! Ihr Landwirte habt endlich Aufmerksamkeit bekommen, ja, aber was ist bei den Politikern angekommen?
    Ich bleibe bei meiner Meinung, die ich von Herrn Rukwied von Anfang an hatte, er schwätzt und steht nicht korrekt für Euch ein, wie er es als Präsident des deutschen Bauernverbands tun sollte! Reden kann jeder, Rukwied muss für die Landwirte einstehen und Taten sprechen lassen….
    Es gibt diesen Spruch von Andrew Carnegie, dass man weniger darauf achten soll, was man
    sagt, sondern darauf achten, was man tut!! Herr Rukwied tut nicht viel und das kann Euch spalten!

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Mich enttäuscht Rukwied aktuell nicht! – Er macht das, was bestens einstudiert ist, …und zudem hat er sicherlich vertragliche Verpflichtungen für seine mannigfaltigen “Nebenkriegsschauplätze” zu erfüllen, wo die gemeinen Bauern ganz sicher nicht auf der jeweiligen Agenda stehen.

      Die Bauern selbst sollten jetzt in die Pötte kommen, Forderungen formulieren, deren Umsetzung zeitnah erkennbar wird.

      JETZT – HEUTE – …und nicht erst wenn der Bestatter auf die Höfe kommt.

      Schaffen wir das nicht!?
      Müssen wir wirklich zuerst zum Physiotherapeuten, um Rückgrat zu zeigen!?

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      • Was sollte wir denn Formulieren?
        Wenn ich mit Kollegen spreche, bekomme ich die Aussage – 20 €/dt Weizen reichen,
        dann sind die gleichen aber beim demonstrieren weil das Einkommen nicht reicht?
        Was soll man da noch formulieren? Sollten hier nicht evtl. Hirnzuschüsse beantragt werden?

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Ja Tom, ….ich kann Deinen Frust sehr gut nachvollziehen.

          Solche Kollegen sind nicht ehrlich, leider!!! – Sehr schade!!!

          Nimm’s nicht allzu persönlich, du bist nicht alleine…. Wenn ich sehe, wie hier bei uns der Pachtmarkt gepuscht wird, und dabei gerne klammheimlich Fusstritte gg. Kollegen unterhalb der Gürtellinie verteilt werden, …einfach nur eklig.

          Dennoch müssen wir ausblenden, dass wir in der Sache auch für solche Pharisäer mitstreiten, sonst brauchen wir erst gar nicht anzufangen.

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  10. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Ich habe ja fast den Eindruck dieser Beitrag ist aufgrund meines Kommentares zum vorhergehenden Beitrag entstanden. Deswegen sage ich nochmal, der DBV formuliert im Gegensatz zu den “Freien Bauern” und LSV nur schwammige Ziele. Er will auch nicht wirklich eine Änderung da sein Geschäftsgebaren in vielen Teilen die angestrebte Transformation zu Grunde legt, Umweltschutz, Klima, erneuerbare Energien. Man sieht dies als Geschäftsfeld. Und noch etwas, egal wann sie mit den Verbänden telefonischen Kontakt aufnehmen heißt es umgehend: “…. im Augenblick ist es gerade ganz schlecht, ich muss in zwei Minuten in einer Besprechung, Videokonferenz oder sonst was sein”. Besprechungen sind da scheinbar zum Selbstzweck geworden

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  11. ReinerStoff sagt

    Ach der Herr Rukwied lebt noch, man konnte fast den Eindruck bekommen er sei irgendwann Ende Januar verstorben, so vollständig war sein Abtauchen die letzten 5 Wochen?!

    Seit der Diffamierung der protestierenden Landwirte, ist doch vom DBV NICHTS mehr zu hören gewesen, vor lauter Distanzierungen, weiß man vermutlich gar nicht mehr, von was allem man sich distanziert hat.

    Das waren jetzt also die heftigsten/größten Bauernproteste, die das Land bisher gesehen hat? Was wurde denn erreicht? Ach ja, die Türen sind aufgestoßen, wohin denn?!

    Als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet….

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  12. Arnold Krämer sagt

    Es gibt wenige konkrete Themen, zu denen heute noch Landwirte unter einem Dach vereint werden können. Eigentlich sind es nur steuerliche Themen, das haben “Agrardiesel und KfZ-Steuer” gezeigt. Die Interessen der Betriebe und die Betroffenheiten durch staatliche Eingriffe (im weitesten Sinne) liegen heute weit auseinander. Um fachlich “gegenhalten” zu können, fehlt es an Personal.
    Der Berufsstand erhält so gut wie keine Unterstützung durch die (aktive) Wissenschaft, weil sich diese lieber mit Mainstreamthemen zum Klima und zur Biodiverstät beschäftigt und an den Fördergeldern des Staates interessiert ist. Nur emeritierte Professoren wagen sich gelegentlich aus der Deckung.
    Leider bleibt auch der gesamte vor- und nachgelagerte Sektor politisch inaktiv oder wird nicht wahrgenommen. Dieser Sektor wird aber erheblich schrumpfen, wenn sich die Agrarrohstoffproduktion in der Tierhaltung wie politisch gewünscht halbiert und die Pflanzenproduktion wie ebenfalls politisch gewünscht (siehe green deal) deutlich extensiviert wird.
    Die (noch) wirtschaftliche Stärke des Mittelstands steht im krassen Gegensatz zu ihrer verbandspolitischen Positionierung und Wahrnehmung.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      “Es gibt wenige konkrete Themen, zu denen heute noch Landwirte unter einem Dach vereint werden können….”

      Lieber Herr Krämer, das ist schon einmal der schlechteste Einstieg überhaupt – wir müssen jetzt die Zähne zusammenbeißen, um erst einmal ein “Grobraster” durchboxen zu können, sonst verändern wir nix.

      Die Feinheiten gerne hernach, bitte nicht das illustre Pferdchen von hinten aufzäumen, da reiben sich lachende Dritte allenfalls hämisch grinsend die Hände.

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      • Arnold Krämer sagt

        „…..Grobraster durchboxen…“
        Was heißt das? Dexit?
        reduzierte GAP- Förderung ohne GLÖZ?
        Regelbesteuerung für alle? Pauschalierung für alle mit ? %

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Sind Sie der Meinung, dass wir Bauern an der GAP in der jetzigen Form festhalten sollten auch in Zukunft!?

          Der Prämienmoloch reicht mittlerweile nicht einmal mehr zur Finanzierung der jährlichen Pachtentgelte (30% Kürzung der Grundprämie in 2023 mit weiterem Abwärtstrend), versetzt unser heißblütig fresswütiges Umfeld in die komfortable Lage, uns die Rechnungen schreiben zu dürfen bei miserabelsten Preiskonstellationen.

          Wir konkurrieren mit Einfuhren -diese sogar zollfrei- welche unseren hehren, sehr hohen Qualitätsstandards nicht entsprechen (müssen), halten dennoch unsere Füsschen still. Brav liefern wir vorzügliche Aufmischqualitäten; am Ende passt’s…!!!

          Ein solches Trauerspiel zu Lasten des deutschen Bauernstandes kann doch nur noch Verlierer produzieren.

          Qui bono!?

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          • Arnold Krämer sagt

            Vor über 40 Jahren habe ich in der Beratungsmethodik gelernt, dass es fast immer sinnvoll ist, den Beratungsklienten die Lösungen für seine Probleme so weit wie möglich selbst finden zu lassen und dafür die entsprechenden Informationen/Hilfen verfügbar zu machen. Das fördert die Akzeptanz und die Umsetzungsbereitschaft.

            Sie haben für sich eine Lösung gefunden. Andere Landwirte (z.B. Öko-Landwirte oder Landwirte mit sehr hohem Anteil Eigenland) sehen das aber ganz anders. So ist das in vielen Bereichen.
            Die Güterabwägung zwischen unterschiedlichen Zielen und Zielkonflikten müssen Politiker vornehmen, ihre Entscheidungen vermitteln und verantworten.
            Wäre ich verantwortlicher deutscher Agrarpolitiker (Bauer Willi wollte mich schon mal zu seinem Staatssekretär machen 😎😎😎), würde ich Brüsseler Kommissionsvorschläge generell sehr skeptisch begegnen und alle nationalen Möglichkeiten zur Reduzierung und Vereinfachung des EU-Rechts nutzen.

            Mehr muss ich dazu an dieser Stelle nicht sagen. Wer bei Bauer Willi länger mitliest, kennt meine (grundsätzlich) marktwirtschaftlichen Positionen und meine hohe Meinung von bäuerlichen Familienunternehmern.

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Diese “hohe Meinung” von unseren bäuerlichen Familienbetrieben sollten wir auch noch sehr vielen anderen Außenstehenden beibringen wollen. Dann klappt’s vielleicht auch weit besser mit dem Nachbarn. 😉

              Reinstopfen, was der eigene Wanst zu fassen vermag, um hernach die produzierenden Bauern für die Blähungen verantwortlich machen zu wollen, ist der falsche Weg, wenn Sie verstehen, was ich damit sagen möchte.

              Es muss sich tatsächlich Grundlegendes verändern, ansonsten bleiben sehr viele Bauernhöfe hierzulande noch auf der Strecke, …für meine Begriffe viel zu viele!!!

              Natürlich können wir nicht nur jammern – auch wir müssen uns nach vorne bewegen.

              Die aktuellen Fürsprecher der LW sind mir hier in ihrer Agitation leider viel zu lasch und deshalb wenig überzeugend. Immer wieder den gleichen Trommelwirbel zu initiieren, wird irgendwann langweilig. Habe unlängst in einem Bericht Meinungen gelesen, die z.B. Anthony Lee live erlebt haben.

              Sie, werter Herr Krämer, können reden und eloquent schreiben, warum tun Sie sich nicht in einem Grüppchen “pro Bauern” zusammen; die notwendige Leidenschaft in der Sache vermögen Sie doch sicherlich entwickeln zu können, man muss damit nur noch die Richtigen infizieren, …und schon kann’s losgehen. Gerne auch in einer Funktion als “Bauern-Staatsminister aus den eigenen Reihen”…!!!

              Blitzerfolge stehen sicherlich nicht sofort in Erwartung, wer aber nie anfängt, manifestiert allenfalls den Stillstand. Das beherrscht doch unser DBV schon herausragend gut u. benötigt keine Nachahmer fürwahr…. 🙂

              Oder, was meint ihr hier alle dazu…!?

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              • Reinhard Seevers sagt

                UWW, andere auffordern, die bereits ein Berufsleben hinter sich haben? Warum dann nicht gleich selbst auf die Bühne?
                Ich würde mal sagen, dass die Jugend die Zügel halten muss. Es gibt schon genügend alte weiße Männer, die die Welt in Unruhe bringen….die Jugend muss sich auch schon mal beweisen.
                Da aber die Hälfte der Betriebe eh keinen Nachfolger hat, wird es eng mit der konzertierten Interessenvertretung, denn die Diversifizierung schreitet weiter voran, und die Betriebsgrößen ebenso. Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels – bezogen auf EINE Stimme der Landwirtschaft.

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                • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                  Lieber Reinhard, ich möchte Herrn Krämer nicht überfordern, ich möchte ihn motivieren, trifft für meine Begriffe nicht den Falschen, oder!? Findest zu das unangemessen, gar unverschämt!? Nicht meine Intention.

                  Wer rastet, rostet. – Vielleicht ein Gehirnjogging-Fitnessprogramm, das der Demenz vorzubeugen vermag. (Ganz ernst gemeint jetzt – kein Joke! – Sagt meine Tochter auch, und die ist Ärztin, muss es also wissen. Dahingehend bin ich sehr folgsam und erfülle gerne die Anweisungen meiner persönlichen Privatärztin…;-) )

                  …Übrigens, rundheraus plappern kannste doch auch, warum in der guten Sache hier nicht aktiv mitmischen. Bauer Willi selbst ist bestens geübt…

                  Die Jungen auf den Höfen,… hmmh das ist so eine heikle Sache. Jedenfalls die, die ich kenne, haben wenig Zeit so nebenbei, um nach ihrem eigenen Büromonster noch sehr viel mehr wertvolle Arbeitszeit in anderen Bereichen generös verteilen zu können.

                  Die alten Weiß(s)en hier sind doch aber auch sehr proaktiv im Sinne unserer Jugend unterwegs, wo siehst du hier also das Problem…!?

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                • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                  Sehr schade, Herr Krämer…! – Ernsthaft.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  “Die Jungen auf den Höfen,… hmmh das ist so eine heikle Sache. Jedenfalls die, die ich kenne, haben wenig Zeit so nebenbei, um nach ihrem eigenen Büromonster noch sehr viel mehr wertvolle Arbeitszeit in anderen Bereichen generös verteilen zu können.”

                  Also, die die ich kenne, die machen häufiger Urlaub als ich….ich würde die Jungen nicht unterschätzen. In der Regel kommt das Engagement aber erst in einem fortgeschrittenen Alter, nämlich dann, wenn man sein Leben einigermaßen geregelt hat und gesettet ist. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass in der Vergangenheit die Jugend der Treiber der agrar-politischen Aktivitäten war. Es fehlt häufig die Lebenserfahrung und die Sicherheit sich gegen Platzhirsche zu behaupten.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Der ehemalige Bauerssohn Prof. Balmann ist für meine Begriffe die “größte Knalltüte”, die uns Bauern immer wieder in den Rücken zu fallen weiß.

      Damit verschafft er sich persönliche Aufmerksamkeit und immer wieder Gehör mit einem Gelaber, das unser Gegenüber SO(!) gerne hören möchte.

      Extrem kontraproduktiv im gegenseitigen Diskurs. Unlautere Machenschaften – abschalten!
      Heizt allenfalls ein Wutbürger/-bauerntum noch auf!!! Keiner will das….

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wieso können Politik und Medien die Bauernproteste in fast allen europäischen Ländern nicht zusammendenken und daraus ableiten, dass etwas fundamental schief zu gehen scheint?
      Man muss vielleicht gar nicht nationale Ziele formulieren, wenn man europäisch denkt und sich fragt, warum gerade Bauern in einer derartigen Zahl und Dauer auf den Straßen stehen.
      Wer kommt als erster aus der Deckung und wagt einen Zusammenhang zwischen globalen Freihandelsabkommen und souveränen nationalen Versorgungssicherheiten zu thematisieren? Wer stellt die Kernfrage: Wie viel eigene Landwirtschaft in welcher Form soll es weiterhin geben? Wer soll die nicht agrarischen Flächen in welcher Form nutzen und wie wird diese Nutzung vergütet? Soll es weiterhin Eigentum geben, oder ist man bereits dabei eine Sozialisierung der Eigentumsflächen durchzuspielen? Wie sieht der Generationenvertrag aus der Sicht der Gesellschaft wirklich aus?

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Über die Renaturierungs-Verordnungen drückt man systematisch rasant den Verkehrswert der betroffenen Flächenareale und kann dann preisgünstigst zuschlagen, wenn die jeweiligen Eigentümer erst einmal im Nachgang realisiert haben, welches “Schnippchen” man ihnen damit geschlagen hat.

        Zur dinglichen Sicherung im Grundbuch für wie auch immer geartete Investitionen, die eines Darlehens bedürfen, vollkommen ungeeignet.

        Nicht selten bleiben vom ursprünglichen Verkehrswert über 3,00 – 4,00 €/qm gerade einmal 0,30 €/qm übrig. Damit lässt sich natürlich weit simpler verstaatlichen…

        Und keiner merkt’s rechtzeitig!? – Berechtigte Schadenersatzansprüche sollten in einem solchen Falle greifen, wenn Dritte dergestalt mit fatal klebrigen Fingerchen Hand anlegen an fremdem Eigentum…

        Ob Rukwied & Konsorten da bereits in der Ausarbeitung eines solchen Vertragswerkes in den Startlöchern stehen…!?

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      • zmp_nachfahre sagt

        Ich fürchte, Politik und Medien *wollen* die Bauernproteste nicht zusammendenken. Und ob das “Schiefgehen” nicht vielmehr Absicht ist, wäre auch noch zu klären.

        Kennzeichnend für aktuelle Politiker ist doch, daß sie irgendwelche “hehren Ziele” verkünden und “alternativlos” durchsetzen wollen, aber offensichtlich keinerlei Vorstellung davon haben, ob es überhaupt durchführbar ist und welche Auswirkungen es haben wird.

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  13. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Herr Rukwied,treten sie zurück!

    (Ich bin nicht Mitglied des Bauernverbandes)

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  14. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Wer in die jämmerlich scheinheiligen Klagechoräle dieser berufsständischen Vertretung mit einstimmt ist selbst schuld, wenn man nicht ernst genommen wird. Zunächst einmal muss man sich ein gut geöltes Drehschanier vor dem Oberstübchen einbauen lassen, damit die Wendehalsfunktion auch schnell genug aktiviert werden kann…

    Übrigens, eine sehr interessante “Offenbarung”:

    Wie viele Gesetze hat es 2014 gegenüber Stand heute in 2024 gegeben!?

    Lt. einer Statistik der Bundesregierung:

    “Demnach galten im Jahr 2014 mehr als 1.670 Gesetze mit gut 44.000 Einzelnormen. Zu Beginn dieses Jahres waren es knapp 1.800 Gesetze mit über 52.000 Einzelnormen. Auch die Zahl der Rechtsverordnungen, mit denen die Exekutive Details regelt, nahm in diesem Zeitraum zu.”

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  15. Sonja Dengler sagt

    DBV beklagt, dass die Bauern in den Medien falsch wiedergegeben werden und Aussagen aus dem Kontakt gerissen wurden und so ein falsches Bild entstanden ist.
    Heuchelei: gleichzeitig “setzt er sich ab” von angeblich rechtsextremen Teilnehmern, von Verschwörungstheoretikern usw. Ist er derart blind, dass er zwar sieht, wie die eigenen Reihen falsch dargestellt werden – aber dieselben Medien und Politiker sich angeblich nicht irren, wenn sie Andersdenkende als “rechtsextrem” und Verschwörungstheoretiker”usw etikettieren. Was soll man von ihm halten?! Nix. Er zeigt sich unfähig.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ist irgendwie wie in der Schule…erst abschreiben und dann einen auf dicke Hose machen.
      Gibt es eigentlich in den letzten Wochen irgendein öffentlichkeitswirksames Statement von Ruckwied im TV? Nee, die Medien versuchen nur ständig Teilnehmende in eine rechte Ecke zu drängen…siehe Frau Pieper. Wo ist die Empörung des DBV dazu?

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  16. Thomas Wörle sagt

    Vielleicht sollte er sich mal an seine eigenen Aussagen erinnern KFZ Steuerbefreiung und Agrardiesel müssen erhalten bleiben. Und dann reden wir über das volle Fass. Erstes ist weg der Rest ??? Und frei nach Frau Merkel einfach aussitzen die Bauern werden sich schon wieder beruhigen und fröhlich weiter arbeiten. Der Fisch stinkt vom Kopf Herr Rukwied. Wäre schon längst ausgetreten aber die Vertreter vor Ort sind gut.

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  17. Reinhard Seevers sagt

    “Gleichzeitig dürfen wir uns als Branche nicht spalten lassen. Wir erleben aktuell, dass der Bauernverband von seinen politischen Gegnern insbesondere in den digitalen Netzwerken durch Falschbehauptungen und aus dem Kontext gerissenen Halbwahrheiten attackiert und so versucht wird, den Protest im Ganzen zu schwächen. Das dürfen wir nicht zulassen. Nur gemeinsam sind wir stark – das haben die vergangenen Monate deutlich gezeigt.”

    So eine Heuchelei! Hat sich der DBV auch nur einmal hinter die Freien Bauern oder den LsV gestellt? Hat er Anthony Lee gegenüber den Medien verteidigt?
    Hat er sich gegen die unsägliche erzieherische Art der Politik gestellt, die auch die kleinste Überreaktion bei Protesten anmahnte (siehe letzte Aussage von Merz)? Nein sie nutzen das Engagement anderer für ihre Zwecke.

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