Bauer Willi
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Timmermans – (k)ein Demokrat?

27 Agrarminister haben sich, nach tagelangen Verhandlungen, auf die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik geeinigt. Das an sich ist schon ein Erfolg und in Brüssel nicht selbstverständlich.

Nun gibt es einen Sozialdemokraten in der EU-Kommission, der der Meinung ist, dass die Beschlüsse, die die 27 Agrarminister gefasst haben, nicht akzeptabel sind. Er droht, mitten im Gesetzgebungsverfahren, quasi mit einem persönlichen Veto, den Reformprozess der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zu stoppen.

https://www.agrarheute.com/politik/gap-reform-timmermans-stoerfeuer-vergiftet-trilog-klima-575177

Das an sich ist schon undemokratisch. Undemokratisch ist auch, dass der den zuständigen Kommissar dabei übergeht. So bemüht sich EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski auch um Ausgleich. Er versicherte den Abgeordneten und Agrarministern, er „wolle die Reform gemeinsam mit Rat und Parlament zu einem guten Abschluss führen. Es gebe keinen Anlass, über eine Rücknahme der Reformvorschläge nachzudenken.“ Es ist nicht das erste Mal, dass Timmermans an Wojciechowski vorbei in dessen Ressort „hineinregiert“.

Das BMEL (mit dem aktuellen EU-Vorsitz) macht in einer kurzen Pressemitteilung klar, dass die EU-Agrarminister die Einwände von Timmermans zurückweisen.

https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/230-agrarrat-november-gap.html

Die Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament wird noch deutlicher: „Der ordentliche Gesetzgebungsprozess in der EU muss respektiert werden, die Regeln werden vom Europaparlament und den Mitgliedstaaten beschlossen. Sollte Timmermans jetzt willkürlich und eigenmächtig eingreifen, so würde das eine Entscheidungsfindung dramatisch verzögern und die europäische Demokratie beschädigen. Die Kommission darf sich nicht von der Einzelmeinung einer ihrer Vertreter auf den falschen Weg führen lassen“

https://aiz.info/?+Schmiedtbauer-kritisiert-Einwand-von-Timmermans-zur-GAP-Reform-scharf+&id=2500,,,2028,,Y2lkPTExNTk0ODI

Aus der Schweiz, die ja von den Beschlüssen nicht betroffen ist, wird die Entwicklung in Brüssel so kommentiert: „Kaum erstaunlich haben die Landwirte aber wenig Lust, sich von der Kommission herumschubsen zu lassen.“

https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-eu-kommission-eckt-mit-ihrem-gruenen-deal-bei-den-bauern-an-ld.1587700

Aber auch in Deutschland sind die Sozialdemokraten offensichtlich „auf Krawall gebürstet“. Svenja Schulze, Bundesumweltministerin, lässt – wieder einmal – keine Möglichkeit aus, sich in Agrarthemen einzumischen und kündigt ein „Eckpunkte-Papier“ der Umweltminister*innen an, mit dem sie Einfluß auf die Agrarpolitik nehmen wollen.

https://www.wochenblatt-dlv.de/politik/gap-umweltminister-kuendigen-eckpunktepapier-563219

Darüber hinaus will sie bis zum 16.12. dieses Jahres das Insektenschutzgesetz im Kabinett beschließen lassen. Das würde, so wie es jetzt vorliegt, in die Gesetzgebung zum Pflanzenschutz eingreifen, was aber Sache des BMEL ist.

https://www.topagrar.com/acker/news/merkel-soll-streit-ums-insektenschutzgesetz-schlichten-12411598.html

Mein Kommentar: Sowohl die EU-Kommission als auch das Bundeskabinett geben derzeit ein schlechtes Bild ab.

Persönliche Profilierung scheint wichtiger zu sein als die Lösung von Sachaufgaben. So demontiert man das Vertrauen in die Institutionen und die Demokratie.

 

 

 

 

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65 Kommentare

  1. Arnold Krämer sagt

    Der niederländische Schriftsteller Geert Mak zitiert in seinem aktuellen Werk „Große Erwartungen – auf den Spuren des europäischen Traums“ einen flämischen Politiker, der mehrere Jahre als Redenschreiber für den ehemaligen Kommissionspräsidenten Barroso gearbeitet hat: „………hatte ich aber oft das Gefühl, dass viele hier in einer künstlichen Realität lebten, einem Computerspiel, in einer Scheinwelt, in der Illusion, alles sei stets unter Kontrolle, der Überzeugung, dass Fakten, die nicht in bestimmte Modelle passten, einfach nicht existierten. Allzu häufig habe ich erlebt, dass führende Europapolitiker diese Brüsseler Welt voll heiliger Überzeugung verteidigten, während das übrige Europa eine ganz andere Geschichte erzählte“.

    Die Beschreibung erklärt vieles von der Timmermanschen Reaktion

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    • Karl Timme sagt

      Dem schließe ich mich an, vorallem in Anbetracht der Tatsache das lange Zeit die zweite Riege nach Brüssel geschickt wurde (entsorgt).

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      • Arnold Krämer sagt

        Das gilt aber längst nicht für alle Mitgliedsstaaten, sowohl was Politiker wie Beamte angeht.

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        • Karl Timme sagt

          Auch da muß ich Ihnen schon wieder Zustimmen, die besseren Leute wurden von Deutschland aus von der Oposition geschickt, hier hatten Sie einen größeren Einfluß.

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        • Karl Timme sagt

          Die einflußreichsten Mitgliedstaaten haben das machtlose Parlament, die nur zur Verwaltung geeignete Komission im Auge gehabt; die Elefantenrunde faßt ja die Beschlüsse (bis hin zum Vetorecht)!

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    • Ludger sagt

      Wenn sich Politiker so profilieren wollen indem sie den Wählerwillen der durch die Abgeordneten und Minister wiedergegeben werden soll nicht nur missachten sondern sogar öffentlich kundtun dagegen anzugehen haben sie damit ihren wahlauftrag abgegeben und müssten sofort rechtlich angegangen werden da sie zeitgleich ihre Immunität verloren haben.

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  2. Jürgen sagt

    Die Landwirtschaft ist schlichtweg ein Sündenbock und „Opferlamm“. Ein „Ersatzkriegsschauplatz“ um einen Aktionismus darzustellen. Tiefgreifende Einschnitte in der Bevölkerung zur Energieeinsparung und Ressourcenschonung bei steigender Weltbevölkerung kann damit weiter hinausgeschoben werden!

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  3. Arnold Krämer sagt

    @ Elisabeth Ertl zu Annäherung Landwirt-Verbraucher-Politik

    1. Der Dürnberger ist ein hochinteressanter Redner. (Es kommt viel Gutes aus Österreich) Ich habe ihn bereits 2 oder 3 Mal vor Landwirten in D reden gehört, und werde mir das mehr als 1-stündige Gespräch noch in Ruhe komplett ansehen.
    https://www.youtube.com/watch?v=w_wFeK4f-_w
    2. Die Masse der Konsumenten ist denkfaul und/oder auch überfordert, wenn es um das Thema Landwirtschaft geht. Da stimme ich R. Seevers zu.
    3. Für die Masse der Konsumenten sind nicht die Informationen entscheidend. Je mehr es werden, umso schlimmer wird das individuelle Entscheidungsproblem, also regelt man ab. Das Entscheidende ist auch überhaupt nicht die Information, die als solche ja durch die Digitalisierung usw. in immer größerem Umfang zur Verfügung steht. Theoretisch sind Informationen zunächst nur sinnvoll verknüpfte „Daten“ und erst einmal „neutral“. Gutes Beispiel ist ja auch dieser Blog, auf dem z. T. hoch interessante Informationen von „Spezialisten“ des Pflanzenschutzes, der Tierhaltung, bestimmter Märkte usw. verbreitet und aufgenommen werden können.

    Entscheidend ist bei all dem was wir tun, letztlich die Bewertung und Einordnung von Informationen. Das nennt man dann Wissen, Teilwissen, Halbwissen, Unwissen, was Handlungen auslöst/auslösen kann. Bezogen auf landwirtschaftliche Themen muss man leider feststellen, dass sich die NGO‘ einen großen Vorsprung beim Umgang mit Informationen erarbeitet haben, was die Wirkung auf Politik und zu einem nicht geringen Teil auch auf die Verbraucher angeht. Und sie haben wenig oder keine Skrupel mit Teilwissen oder Unwissen ihr Geschäft (von der Weltrettung bis zur eigenen Organisationsrettung) zu betreiben. Und da liegt das Hauptproblem. Da besteht dringender Nachholbedarf auf landw. Seite.

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    • Brötchen sagt

      Zu 2. Meines Erachtens versteht man viele Dinge nur, wenn man sein Wissen mit praktischen Erfahrungen abgleichen kann. Mit Dinge meine ich biologische und wirtschaftliche Zusammenhänge in der Landwirtschaft.
      Weil Biologie ist sehr anpassungsfähig und kann auf verschiedene Umweltbedingungen reagieren, das ist anders als in der Technik, da ist ein mm ein mm mit Toleranzen.
      In der Biologie gibt es Wahrscheinlichkeiten für einen mm.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich glaube nicht, dass die Verbesserung des Biologieunterrichts an der Situation etwas ändern wird….

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        • Brötchen sagt

          Ne praktische „übungen“ würden etwas mehr bringen…

          Die Hauptursache liegt aber meines Erachtens darin, das wie gesagt, die direkte Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kompromissfindungen verloren geht.

          Es gibt keine gemeinsame „Klammer“ mehr, wie es z.B. nationalistisch über den Begriff Nation usw. geschaffen wird.

          Das wird durch ganz viele kleine Faktoren aufgelöst……

          Das bedingt, das es dann wieder extremistische Gegenbewegungen gibt, wie z.B. der Islamismus fängt das auf und lenkt das in andere Bahnen.

          Innerhalb der LW ist das ebenfalls zu beobachten.

          Beim Handel der Mimimi Brief ist auch Ausdruck dessen.

          Oder nimm die ganze Kultur- und „Kunst“ branche, die ist plötzlich auf die nackten Lebensgrundlagen zurückgeworfen.

          In der LW vielleicht noch im Bergbau und in der Fischerei erlebt man das noch, das man sich einer stärkeren Macht „beugen“ muss, der Natur.

          Alle anderen Branchen können zeitweise, ohne solche Verbindungen zeitweise ganz gut leben.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat Krämer: „Entscheidend ist bei all dem was wir tun, letztlich die Bewertung und Einordnung von Informationen.“

      So, und dazu direkt der Beitrag der Tagesschau vom 23.11. zum Thema Luftqualität in Europa. Bitte genau zuhören und lesen, einordnen und Zusammenhänge suchen….es ist unglaublich, wie man Fakten und Ursachen vermischt, und auf einen Nenner zu bringen schafft. Wie soll da der Uninformierte durchblicken und einordnen?
      https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-786781.html

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      • Arnold Krämer sagt

        Haarsträubend der Beitrag, was die Einordnung der Landwirtschaft angeht. Gut, da wo Tierställe dicht an dicht stehen, ist die Belastung gross. Aber wo ist das der Fall. Es gibt einzelne Gemeinden, sind aber aufs Ganze gesehen m.E. vernachlässigen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Es kann doch nicht sein, dass im vorhinein die Landwirtschaft als Hauptverursacher genannt wird, dann die Belastung der Städter mit Stickoxiden und Feinstaub benannt werden, dann die Hauptverursacher (Energie und Verkehr) aber mit bereits erfolgten Verbesserungen bezeichnet und als drittes wieder die Landwirtschaft, die weiterhin Probleme macht….es geht um Luftqualität, da hat man wieder Klimarelevante Emissionen mit der Luftqualität vermischt. Die kernaussage war eigentlich, die Luftqualität in Europa hat sich verbessert….am Ende bleibt hängen: Ja, aber die Landwirtschaft hat es eben noch nicht geschafft…Es hat einfach System….

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    • Reinhard Seevers sagt

      Hoffentlich bleibt Corona noch etwas länger erhalten, dann ist das Chaos perfekt und alle nicht systemrelevanten Spaßveranstaltungen mit ihren Millionen von Erwerbstätigen stehen vor dem Aus….dann kann Greta gerne vor die Massen treten und ihnen erklären, wie man das Klima rettet, ohne dass man Geld zum Essenkaufen hat…..Viel Spaß Kindergarten.

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    • Thomas Apfel sagt

      Allein das Bild vor dem Artikel spricht Bände. Was mir nicht klar ist, wer benutzt hier
      eigentlich wen für was ?

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    • Obstbäuerin sagt

      Wer besorgt Greta die Termine? Das habe ich mich schon beim Gipfeltreffen in Davos gefragt. Ruft sie das Sekretariat an und fragt, ob sie mal kurz vorbeikommen kann? Spielt da vielleicht der „Guardian“ eine größere Rolle?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Noch bessere Frage: Wer lässt sie eigentlich rein? Und wer hat sie legitimiert, sie reinzulassen?

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        • Brötchen sagt

          Reinhard die (EU) laden sie ein.

          Das ist nur eine willkommen „Strohpuppe“, das gesagt werden kann stellvertretend für das ganze NGO Klientel, das die berücksichtigt wurden.

          Das „läuft“ in D. im kleinen auch nicht anders.

          Wer die Deutungshoheit erlangt, hat die Eintrittskarte dafür gelöst!

          Demokratische Strukturen interessiert die (EU) überhaupt nicht.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Annäherung bedeutet auch Information, zum Beispiel so: https://www.youtube.com/watch?v=w_wFeK4f-_w
      Natürlich schluckt man als Landwirt ein bissl, weil Vieles ja doch arrogant ist. Aber für einen Städter spricht dieser Mensch erstaunlich vernünftig. Und solche Leute können Städter beeinflussen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Elisabeth, ich würde solchen Podcasts nur geringsten Einfluss zusprechen. Die Mehrheit der Menschen ist die Agrarproblematik komplett egal, weil zu komplex. Sie orientieren sich an Werbung und medialer Dauerbefeuerung, weil sie es nur konsumieren müssen und sich nicht damit auseinandersetzen wollen und müssen. Das steht für mich so fest, wie der Mount Everest.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Wenn wir ein so ausschließlich negatives Bild von KonsumentInnen kultivieren, dann dürfen wir uns halt auch nicht wundern, wenn sie von uns ein negatives Bild kultivieren. Ich bin froh, dass es in Österreich doch eine Nuance anders läuft. Bei uns interessiert man sich grundsätzlich schon dafür, was der Konsument will. Man muss halt klar und deutlich kommunizieren, was davon einfach nicht geht.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Der „Konsument“ interagiert doch mehrheitlich überhaupt nicht mit dem Erzeuger. Der Konsument interagiert in erster Linie mit dem LEH, dem Restaurantbetreiber, dem Marktbeschicker, dem Metzger, dem Lieferando usw. usw. Dem Konsumenten ist der Erzeuger des Rohstoffes egal, und wenn man ihm dauernd medial verstärkt die mit der Rohstofferzeugung angeblich verknüpften Schäden an Natur und Umwelt präsentiert, dann glaubt er das. Das heutige Fernsehprogramm ist voll davon, brauchst nur die Fernsehzeitschrift aufschlagen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Beispiel aus dem heutigen Film „Artensterben“ auf Tagesschau 24:

              Die Sendung zeigt, warum man solche Zusammenhänge schon vor Jahrzehnten hätte erkennen können: Ein Ökobauer ernährt auf seinen Feldern auch Insekten und Vögel mit, eine Wissenschaftlerin verteidigt den „Amazonas“ Europas, ein Schutzgebiet für 1,5 Millionen Zugvögel zwischen Polen, Belarus und der Ukraine. Und eine Ökonomin veranschlagt, was die „Dienstleistung“ der Natur an den Menschen kosten würde: 150 Milliarden Euro im Jahr allein für die Bestäubung – dafür bräuchte es ein zweites Corona-Rettungspaket.

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    • Christian Bothe sagt

      Habe mich gerade dort mehrfach im Kommentar positioniert, weil mich das irgendwie aufregt…

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Dort wo die jungen Leute uninformiert sind, müssen wir sie informieren. Aber man kann doch nicht die ganze nachfolgende Generation und ihre Vorstellungen ignorieren! Das ist doch völlig unrealistisch.

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      • Thomas Apfel sagt

        Die „Neue Industrie“ und ihre Gefolgschaft steht mehr auf: aus „un uniformiert“ wird uniform – iert, und wer nicht folgt ist ein Nazi.

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  4. kritischer_Leser sagt

    Der Vertrag von Lissabon sagt ganz klar, dass ein Gesetzgebungsakt nur auf Vorschlag der Kommission erlassen werden kann. Wenn im Zuge des Gesetzgebungsprozesses (Rat und Parlament) der Inhalt dieses Vorschlags bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wird, dann ist es das gute Recht der Kommission diesen Vorschlag wieder zurück zu ziehen.
    Herr Timmermanns macht seine Vorschläge für eine nachhaltigere, umweltverträglichere GAP übrigens nicht aus der hohlen Hand. Siehe Beurteilungen zur (bisherigen) GAP durch den EuRH, die Beiräte des BMEL, den neusten Bericht der EEA, der Leopoldina, … etc.pp.

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    • Thomas Apfel sagt

      Das wird die Kommission aber definitiv nicht tun, weil auch denen klar ist, dass die Widersprüche zwischen dem Wollen der einen Seite und dem Widerstand der anderen Seite wegen fehlender Machbarkeit, oder antagonistischen Konfliktfeldern, nicht lösbar sind. Objektive Umstände scheren sich für gewöhnlich ein Sch..dreck darum was der eine oder andere wie und warum reflektiert. Die sind einfach so wie sie sind, wenn man in der Reflektion falsch gelegen hat, merkt man das spätestens beim Aufprall auf der Wirklichkeit, weil es wehtut gegen die Wand zu fahren, auch wenn man sich vorher hat einreden lassen sie wäre gar nicht da.

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      • kritischer_Leser sagt

        Das bemerkenswerte ist, dass sich aus Ihrem völlig zutreffenden Beitrag überhaupt nicht herauslesen lässt, ob sie jetzt für oder gegen mehr Umweltleistungen sind! Aus meiner Perspektive sind die objektiven Umstände völlig klar. Die Wand der Wirklichkeit ist für mich natürlich das Beharren auf festgefahrenen Strukturen von Seiten des Agrarrates.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Zitat kritischer Leser:“ Aus meiner Perspektive sind die objektiven Umstände völlig klar……Die Wand der Wirklichkeit…..,“

          Klar, wer die Wirklichkeit für sich reklamiert, der muss auf der richtigen Seite stehen. Vielleicht gibt es ja auch andere Wirklichkeiten, die aus Ihrer Perspektive aber nicht erkennbar sind.

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    • Arnold Krämer sagt

      Die aktuellen Beschlüsse des Agrarministerrats und leicht abgewandelt des EU-Parlaments basieren auf dem Kommissionsvorschlag von vor zwei Jahren. Wenn vor einigen Monaten mit den Green-Deal-Vorschlägen seitens der Kommission noch „Dramatischeres“ von den Beamten des Brüsseler Apparats formuliert und veröffentlicht wurde, ist das eine Sache, die dann auch von den vielen Mitgliedsstaaten mit so unterschiedlichen Strukturen, Interessen und Zielen auch erst einmal „verdaut“ werden muss. So schnell geht das nicht und darf es auch nicht gehen, weil eben nicht nur Weltrettung durch eine veränderte Brüsseler Agrarförderung angesagt ist, sondern auch etliche andere sinnvolle Ziele in der EU zu berücksichtigen sind. Herr Timmermans macht sich das Ganze viel zu einfach und es bleibt zu hoffen, dass er hier (und vielleicht auch bei anderen Themen) „zurückgepfiffen“ wird.

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  5. Friedrich sagt

    Die EU-Kommission ist für mich eine Diktatur. Herr Timmermann ist so ein Kommissar und damit nur eingesetzt , aber nicht gewählt. Wir erinnern uns alle bei der Farce EU-Wahl mit Weber als Spitzenkandidat und eingesetzt wurde dann von der Leyen. Also alles nicht Rechtsstaatlich. Wenn ich jetzt sehe , daß die Länderlandwirtschaftsminister sich auf das Agrarpaket einigen, dann ist das rechtlich für mich in Ordnung , aber der Eingriff von Timmermann unrechtmäßig , denn das EU-Parlament hat der Einigung der Landwirtschaftminister ja zugestimmt. Timmermann ist ein 100%iger Sozialist , der alles nach seiner Meinung umbauen will und das ohne Parlamentsbeschluß ! Also diktatorisch !
    Inzwischen wurden auch von deutscher Seite dermaßen viele EU-Verträge gebrochen , daß man eh nicht mehr von Rechtsstaatlichkeit sprechen kann und das birgt die Gefahr des EU-Zerfalls . Der Brexit ist da nur ein laues Lüftchen und wir werden in einigen Jahren sehen , wie sich GB ohne die Fesseln der Bürokratie zum Vorteil für Wirtschaft und Wohlstand entwickeln wird , während wir hier inzwischen schon 20% des BIP für Dokumentation und Bürokratie verschwenden. Das bewirkt eben den Stillstand und damit Wohlstandsverluste und Arbeitslosigkeit . Nur „Soziale Marktwirtschaft“ und Freiheit bewirken Fortschritt und Wohlstand. Wer das Video der Bundesregierung über die Nichtstuerhelden gesehen hat , der weiß , daß mit Nichtstun kein Wohlstand erzeugt werden kann , aber wissen das unsere derzeitigen Regierenden ?

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  6. Thomas Apfel sagt

    Mein Eindruck ist, dass die „Weltuntergangsideologie und ihre Vertreter merken, dass ihre Behauptungen und Änderungsvorstellungen insbesondere zur Landwirtschaft weder wissenschaftlicher Analyse standhalten, noch sinnvoll umsetzbar sind.
    Dad das (Agrarwende) aber zu den Kernversprechen der „Priesterschaft“ dieser neuen Religion gehört, versuchen sie es mit allen Mitteln (demokratischen wie undemokratischen) doch noch schnell durchzupeitschen. Ich habe vom BOG gerade den Wortlaut des Briefes von Frau Klöckner ans Kanzleramt erhalten. Beim BMU und UBA das gleiche Bild wie in der EU: Jetzt schnell noch alles durchpeitschen ohne die Einwände von Landwirtschaft und Fachleuten (selbst schon gefundene Kompromisse) auch nur im geringsten zu berücksichtigen.
    Die mediale Begleitmusik dazu kommt auch prompt und passend: ARD/MDR „FAKT“
    gestern Abend greift die „Untersuchungen zur atmosphärischen Disposition bezüglich Pflanzenschutzmittel wieder auf. Zu Wort kommen Ein Bio-Bauer aus Leipzig, Bayer, das Münchner Umweltinstitut und zentral als „Fachmann“ und Umwelttoxikologe mit dem erweckten Eindruck der Neutralität Dr. Claudius von PAN. Pestizid Aktion Network (PAN) ist die zentrale Organisationsstruktur der strikten Pflanzenschutzgegner, den Kollegen habe ich schon mal auf einer Versammlung des Landesimkerbundes BB erlebt. Für den sind die Pflanzenschutzmittel „Teufelszeug“ das verboten gehört. Auf dieser Veranstaltung konnte ich die Imker allerdings mit dem Hinweis, dass 98 % des Rapses konventionell oder gar nicht angebaut werden, schnell auf meine Seite bringen. Der übliche Bio-Vertreter mit der einstudierten Floskel „Wir zeigen doch, dass es ohne geht!“ war auch dabei. Den konnte ich auch abbügeln, da ich den Betrieb kenne (extensiver Bio-Betrieb mit Wild Haltung Schweine, Hirsche und 200 ha Fläche).
    Das gelingt aber nur vor Ort. In der Bundes- und EU- Politik steht die Chance der Entwicklung in den extremen Regulierungsbereich oder vernünftige Kompromisse wohl eher 50 zu 50.

    +7
  7. Christoph sagt

    Wir können ja gerne die landwirtschaft komplett auf den Kopf stellen, dann aber nur mit außenschutz von Produkten die nicht unseren Standards entsprechen und europaweit…. Ich kann gerne meine Schweine wieder auf Stroh halten, es muss aber dementsprechend entlohnt werden….

    Ich hoffe nur dass das Wirtschaftsministerium dann auch eingebunden wird und VW BASF und co erklären kann warum der Export in andere Staaten ausgesetzt wird…. Immerhin führen die Handelsabkommen zu Gunsten der Automobilindustrie Chemieindustrie und Maschinenbau Industrie immer zu einen Nachteil für die Landwirtschaft

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  8. Elisabeth Ertl sagt

    Österreich gilt in Sachen Tierwohl international als Vorreiter. Österreichische NGOs sehen das anders. 90% der österreichischen Schweineställe seien nicht tierwohlgerecht. https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/oesterreich/2083577-Bei-Schweinefleisch-steckt-weder-Tierwohl-noch-Umweltschutz-drin.html
    In einem Podcast verlangt der Ethikphilosoph Christian Dürnberger von Ministerin Köstinger, die Bauern dürften sich nicht auf einmal erreichten Standards auszuruhen, sondern müssten ihre Tierhaltung laufend verbessern, um das gute österreichische Image auch halten zu können. Dürnberger kritisiert, dass die Bauern immer erst auf Druck der NGOs reagieren, anstatt deren Wünschen voraus zu sein. Noch wäre der Standpunkt mehrheitsfähig, dass Tiere ihr Leben unseren Ernährungsgewohnheiten verdanken, und dass es genüge, ihnen ein möglichst schönes Leben zu bescheren. Aber die Avantgarde der Gesellschaft lehne Nutztierhaltung bereits zur Gänze ab. Viehbauern seien daher gefordert, ihr Tun vor dieser Elite zu verantworten und Rechtfertigungen zu liefern. https://www.youtube.com/watch?v=BGv6Gn3ln9o&feature=youtu.be
    Der Konsument verlange von der Politik zu recht, dass sie nicht darauf wartet, bis er, der Konsument, tugendhaft wird, sondern der Konsument müsse sich darauf verlassen können, dass das, was er kauft, den Tierwohlkriterien entspricht.
    Köstinger lässt anklingen, dass Direktvermarktung, also die Nähe von Konsument und Produzent, der einzige Ausweg aus dieser Situation ist, weil nur solche Kunden auch bereit sind, mehr zu bezahlen.

    +1
    • Bauer Willi sagt

      „Aber die Avantgarde der Gesellschaft lehne Nutztierhaltung bereits zur Gänze ab. Viehbauern seien daher gefordert, ihr Tun vor dieser Elite zu verantworten und Rechtfertigungen zu liefern“

      Mal ganz ehrlich: das ist schon eine etwas schräge Herangehensweise, oder? Man könnte ja auch vom LEH fordern, dass sie ihr Tun verantworten und Rechtfertigungen liefern…

      +4
      • Oberländer sagt

        Es ist leider so wie Du es beschreibst.
        Aber diese Avantgarde ist leider nur ein
        übersättigter und gelangweilter Haufen
        der vor lauter Bäumen den Wald nicht
        mehr sieht und irgend welchen falschen
        Propheten nach plappert.
        Das Dumme ist nur das sich Lügen schneller
        und leichter verbreiten als Fakten.

        +3
      • Elisabeth Ertl sagt

        Natürlich ist diese Herangehensweise arrogant!
        Aber deshalb gibt es eben keine Alternative zum engen Kontakt Bauer – Konsument, denn nur so können die Dinge wieder ins rechte Licht gerückt werden. Ich wüsste mittlerweile wirklich nimmer, wie sonst. Und da wachsen bei uns eben gerade die Initiativen. Immer mehr Infoseiten machen Podcasts und versuchen Reichweite zu kriegen. Dieser Podcast ist einer davon. In einer anderen Folge berichtet Hannes Rojer von persönlichen Gesprächen mit Veganern, die so enden, dass derjenige dann sagt: Wenn ich das gleich gewusst hätte, wie Tierhaltung bei Dir ist, wäre ich nicht Veganer geworden.

        +1
    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat Ertl: „Der Konsument verlange von der Politik zu recht, dass sie nicht darauf wartet, bis er, der Konsument, tugendhaft wird, sondern der Konsument müsse sich darauf verlassen können, dass das, was er kauft, den Tierwohlkriterien entspricht.“

      Das ist doch der Gipfel der Dämlichkeit! Der Bauer wird gezwungen die Wünsche einer avantgardistischen Minderheit umzusetzen, weil das übrige Volk sich nicht umerziehen lässt, wie es die Avantgarde wünscht. Die Dekadenz hat sein Ziel erreicht, die völlige Verblödung eines Teiles der Bevölkerung.

      +3
      • Elisabeth Ertl sagt

        Naja, wenn die Forderung an die Politik (nicht an die Bauern!) gerichtet ist, könnte das z.B. auch heißen, dass entsprechende Preise festgesetzt werden.

        0
        • Reinhard Seevers sagt

          Elisabth, Sie glauben an die Umsetzung des Sozialismus und des Protektionismus?
          Niemals werden Tierwohlkriterien den Tierschützern und nachfolgend den Tierrechtlern genügen, erst die Abschaffung der selbigen stellen derartig Verblendete ruhig. Warum sollen die der Maßstab sein dürfen?

          +7
          • Elisabeth Ertl sagt

            Ich glaube, dort, wo Bauern und Konsumenten wirklich einander begegnen, relativiert sich Vieles.

            +1
            • Reinhard Seevers sagt

              Das hilft aber doch nicht bei politischen Entscheidungen….wenn in unserem Dorf alle fröhlich miteinander Erntefest feiern, bleiben trotzdem die Probleme bestehen….was soll sich bei einer regionalen Annäherung ändern, wenn 75% in Städten leben und sich an FFF orientieren? Wie naiv muss man sein?

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Annäherung bedeutet auch Information, zum Beispiel so: https://www.youtube.com/watch?v=w_wFeK4f-_w
                Natürlich schluckt man als Landwirt ein bissl, weil Vieles ja doch arrogant ist. Aber für einen Städter spricht dieser Mensch erstaunlich vernünftig. Und solche Leute können Städter beeinflussen.

                0
          • Elisabeth Ertl sagt

            Das sind doch Totschlagargumente. Bis zum EU – Beitritt waren bei uns die Preise reguliert. Und meines Wissens lebten wir in Österreich damals nicht im Kommunismus. Ich bin davon überzeugt, dass Landwirtschaft sich nicht für Globalisierung eignet. Wie schon geschrieben: Man kann eine Textilfabrik in Österreich abbauen und in einem Billiglohnland wieder aufbauen – weil egal ist, was man wohin karrt, und weil man hiesige Arbeitskräfte umschulen kann. Aber man kann das Weinviertel oder die Börde nicht auf einen Tieflader packen und nach Äthiopien transferieren, weil sich dort billiger produzieren lässt. Man kann allenfalls alle westeuropäischen Bauernhöfe absiedeln und die Flächen ausschließlich von Osteuropäern aus der Ferne viehlos bewirtschaften lassen.
            Die Alternative sind Zölle, dann kann man Bauern adäquat bezahlen. Und das wäre etwas, was man den FFFlern erklären müsste. Das müssten sie auf EU – Ebene fordern.

            0
    • Arnold Krämer sagt

      „Österreich gilt in Sachen Tierwohl international als Vorreiter. Österreichische NGOs sehen das anders“.
      Die werden auch nie zufrieden sein, weil es bei den meisten Hauptakteuren in diesem Bereich um generelle Abschaffung der Nutztierhaltung und um die Abschaffung des marktwirtschaftlichen Systems geht. Sie treiben Politiker mit dem Anspruch, gesellschaftliche Mehrheiten zu vertreten, vor sich her, und diese träge Gesellschaft in ihrer Gesamtheit merkt das nicht, bzw. kann ihr Unbehangen/Gefühl nicht artikulieren und diesem mangels parteipolitischer Alternativen in konkretem Wahlverhalten Ausdruck verleihen.

      +2
      • Elisabeth Ertl sagt

        Das ist schon richtig. Aber die Lösung kann nur sein, eben mit Rechtfertigungen und Argumenten pro Tierhaltung dagegen zu halten, auch wenn es ärgerlich und mühsam ist, um aufzuzeigen, dass der Veganismus die Büchse der Pandora öffnet. Denn wann werden die Veganer merken, dass der Ackerbau noch mehr Tiere tötet als die Weidewirtschaft? Wann werden sie merken, dass Kulturpflanzen wehrlose Zombies sind, denen man die Fraßabwehrmechanismen weggezüchtet hat – Qualzuchten gewissermaßen? Wann werden die Frugivoren merken, dass auch andere Lebewesen vom Baum fallende Früchte schätzen und mit sich nicht teilen lassen? Etc, etc. Die großstädtische Desinformations-Blase führt schnurstracks in den Hunger. Und wir machen uns mitschuldig, wenn wir tatenlos zusehen und nicht aufklären. Denn Wissen verpflichtet. Hannes Rojer räumt es in einem seiner Podcasts ein: wir haben jahrzehntelang verschlafen, dass wir als systemrelevanter Wirtschaftszweig in einer offenen Mediengesellschaft eine Kommunikationsverpflichtung tragen. So ist es. Schließlich kann es sich die Ärzteschaft auch nicht leisten, Menschen dumm sterben zu lassen. Da gibt es laufend Kampagnen, auf Gesundheitsrisiken aufmerksam zu machen, Ernährungswissen zu verbreiten, über Warnsignale des Körpers zu informieren, Erste-Hilfe-Kurse zu organisieren etc. Wer in der Öffentlichkleit steht, trägt öffentliche Verantwortung.

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  9. Windbauer sagt

    Ja mit eiem Freund hatte ich vor….30Jahren!!!! Eine schriftliche Arbeit über die EU….speziell Demokratie im Facharbitur erarbeitet! Als wir fertig waren waren wir ganz sicher!! Das die EU nicht!!! Demokratisch funktioniert! Das Parlament…das zwar mitreden darf…aber letztlich keine Macht hat….was soll dieser Witz???? Nach dem Vortrag meinte unser Lehrer (SPD) das solle man halt akzeptieren!!?? Auch in unserem Ort der Stadt ist der Trend immer mehr festzustellen das nicht nur die SPD sich immer mehr von der Demokratie entfernt!! Ich habe Angst um meine Kinder und die Familie…ganz zu schweigen von der Landwirtschaftlichen Zukunft….

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    • Brötchen sagt

      Windbauer, glaube das ist unter vielen Fachleuten nicht umstritten.

      Es ist ja jetzt auch so in D. das sich teilweise Entscheidungsstrukturen gebildet haben, die vom GG so nicht vorgesehen sind.

      Denke das hat was mit pol. Kultur und Selbstverständnis zu tun.

      Das bröckelt gewaltig.

      Ich denke man sollte persönlich alles in seiner Macht stehende tun, um demokratische Strukturen zu stärken.

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        • firedragon sagt

          Ob Angst einen schneller rennen lässt, als eine Löwe … ?
          Bezweifle ich stark !
          Umsicht und Raffinesse lassen einen eventuell länger leben.

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          • Thomas Apfel sagt

            Dazu:
            – laufen Zwei vor einem Löwen weg. Auf einmal zieht der Eine seine Schuhe aus und wirft sie weg. Fragt der Andere: „denkst du ohne Schuhe bist du schneller als der Löwe“? Sagt der Erste: „Das nicht, aber ganz sicher schneller als du“!

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  10. Was war an der Wahl der Ursula von der Leyen zur EU Kommisionspräsidentin
    eigentlich Demokratisch?

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      • Arnold Krämer sagt

        Gabs das schon mal? Bis wann? Das kann doch nur die Zeit gewesen sein, wo der Einzelne gar nicht wusste oder spürte, was da in Brüssel gemacht wurde. Das war die Zeit bis zur Einführung der Milchquote. 1983. Bis zu dem Zeitpunkt wurde Agrarpolitik im Wesentlichen auf Ebene des Großhandels betrieben.

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  11. bauerhans sagt

    Luisa Neubauer und FFF zählen auf Timmermans,dass er die EU-Landwirtschaft so reformiert,dass die umweltziele eingehalten werden.

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    • Frank Saalfeld sagt

      …das ist in der Tat so. Hier ein Interview der Zeit mit LN: https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-11/luisa-neubauer-fridays-for-future-klimakrise-landwirtschaft?xing_share=news
      Gefährlich finde ich diese Aussage von LN am Schluss des Interviews: “ Wir beziehen klar Stellung: Wir setzen auf Sie, Herr Timmermans. Wir werden ihn aber auch fragen, wie wir ihn unterstützen können. Wir wollen ihm politischen Rückhalt geben, wenn er innerhalb der Kommission doch noch eine wirkliche Agrarreform durchzusetzen versucht. Wir fordern das gleiche Verantwortungsbewusstsein von der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Wir tun das auch als Generation, die bei der Klimapolitik in Europa Hoffnungen setzt. So wie viele junge Menschen in aller Welt.“
      Weiterhin interessant daran ist, das Timmermans sich genauso sturköpfig, wie ein kleines Kind im Sandkasten das nicht mit an der Sandburg bauen darf, verhält. Diese Argumentation wurde seitens der EU und auch der deutschen Presse gegenüber Polen und Ungarn angewendet, die ihr Veto gegen den EU-Haushalt eingelegt haben.

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    • Christian Bothe sagt

      Das man sich mit Schulabrechern und Studentinnen o.Abschluss überhaupt unterhalten muss,ist schon merkwürdig.Die beiden „Teenager“sollten erst einmal einen Berufsabschluss machen und dann für die Gesellschaft etwas leisten und nicht nur auf Krawall gebürstet,weltweit auf die Tränendrüsen drücken wie unser Pippi Langstrumpf aus Schweden…

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      • bauerhans sagt

        Joschka Fischer hatte auch keinen Aschluss,kann reden wie ein buch und kommt immer sehr sympathisch rüber,vor allem jetzt,wo er körperlich wieder richtig zugelegt hat.

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        • Christian Bothe sagt

          Fischer,auch wenn in der falschen Partei mit den 2 „Mädels“ zu vergleichen, ist doch ziemlich weit hergeholt…Mit dem Reden ist das auch so eine Sache!Manchmal kommt viel Unsinn dabei zusammen.

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