Bauer Willi
Kommentare 18

Nicht ganz ehrlich…

Gelesen in einem Kommentar

In der Woche schnell zum Discounter, am Wochenende einmal zum Bauernladen fahren und ein Kilo Kartoffeln kaufen. Aber den Freunden erzählen, „ich kaufe ja vorwiegend bei meinem Bauern in der Nachbarschaft, das ist ja saisonal und regional. Und ich will die heimischen Bauern unterstützen“.
Das geht auch umgekehrt: Den Wocheneinkauf im Bauernladen und was dann noch fehlt beim Discounter.

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18 Kommentare

  1. Sabine sagt

    Nun, ich häng dann mal wieder die Sozialtrulla raus und gebe zu bedenken, dass es sehr, sehr viele Menschen gibt, die mit wenig Geld auskommen müssen.
    Die wenigsten Leute um mich herum gehen arbeiten, weil sie sich dringend selbst verwirklichen wollen.
    Rechnen wir mal kein dolles Viertel, Köln-Kalk z.B. da kosten 50qm so um die 500 Euro kalt, dazu kommen die Nebenkosten so etwas mehr als 2 Euro pro qm…. naja, sagen wir mal 100 Euro drauf. Oh, Strom…. sein wir lieb und rechnen mit nem sparsamen Einzelhaushalt…. ähm,… also 35 Euro, Dann hält die GEZ noch die Hand auf 17,50 für die neusten Horrormeldungen und den Tatort. Kommunikation…. nehmen wir nen Kombi-Tarif sind wir bei äh….. so 25 Euro, für die Sachen, die einen wirklich interessieren, wobei man den häufig eh kaum umgehen kann, weil Kabelfernsehen gelegt ist und man da eh den Grundtarif zahlen muss. So,,,,677,50 dann ist man allerdings noch nicht auf der Arbeit.
    Mit dem Bus quer durch Köln und auch mal zur Oma in den nach Frechen…. äh…. also KVB hat ja gaaanz übersichtliche Tarife müsste so bei 120 Euro im Monat liegen. Dann sind wir bei 797,50 im Monat an Fixkosten. Da hat man noch kein Auto oder so. Wer jetzt glaubt, die Leute müssten alle im Geld schwimmen, Obacht, die 80iger waren einmal. Ein Handwerker, nehmen wir mal einen Schreiner oder Fensterbauer, kann einen guten Job haben und gutes Geld verdienen, aber wenn er aus irgendeinem Grund zur Zeitarbeit muss, verdient er mit viel Glück 10 Euro die Stunde, brutto selbstverständlich. Mit Steuerklasse 1 geht der also mit so ca. 1200 Euro heim, bleiben nach Abzug der o.g. Fixkosten 402 Euro. Der wird keine 50 Euro die Woche für Käse ausgeben. Der wird nen Wocheneinkauf für unter 30 Euro machen, um sich einmal die Woche nen Abend draußen mit Freunden leisten zu können und vllt. mal ne neue Jeans oder ein paar geile Turnschuhe und nen 2 Wochen Billig-Urlaub in Schöngewesien Allin. Und wisst ihr was? Ich gönn es ihm. Der geht nämlich arbeiten, um eine 10qm größere Wohnung zu haben, wie ihm das Amt gönnen würde und etwas mehr 100 Euro mehr als in der Tasche zu haben, wie jemand der sich vorm Amt arm rechnet und zuhause bleibt.

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    • Biobauer Andreas Fendt sagt

      mein Nachbar ist Lehrer, der verdient das Dreifache von mir und arbeitet 1/4 meiner Arbeitsstunden, der kauft nie Bio, sondern bei Lidl…

      Ich habe unter meinen Kunden die Schreinerazubine, die sich ihr Bioobst wirklich gut einteilen muss, genauso wie die family mit 5 Kindern und nur einem kleinen Verdiener und die Rentnerin, die jede Woche schaut, was in der „zu verschenken“ Kiste liegt (Waren der Vorwoche, nicht mehr schön ,aber gut essbar, zu schaden zum an Ziegen füttern, wegwerfen tue ich so gut wie gar nichts).

      Wem mein Dinkelbrot 500gr für 3 Euro zu teuer ist, kann für 3 Euro 1 kg Dinkelvollkornmehl mitnehmen und daraus 3 Brote backen (10 ct Strom für den Backofen und 10 ct für Salz/Hefe).

      Einmal in der Woche hole ich Katzenfutter bei Edeka (ich oute mich: kein Bio und auch nicht vegan) und wenn ich die convenience in den vollen Wägen der Low-Budget-Einkäufer sehe, denke ich oft: meine Güte 2,99 für ne miese Dr. Öde Pizza, warum kaufst Du kein Mehl, Tomaten, Hefe, Gemüse? Da bekommst Du alle Zutaten für 2 Euro in Bioqualität. Aber zum kochen hat der Hartzer ja bekanntlich keine Zeit, denn es laufen immer so spannende Kochsendungen in der Glotze um die Mittagszeit…

      Und wer gar kein Geld hat, kann gegen Kost und Logis bei mir auf dem Hof arbeiten. Die Nachfrage nach Unkraut ausreissen, Backstube putzen u.ä. ist nahezu null!

      2+
  2. Martin Grube sagt

    Hey Ho Buddies!

    Was geht denn hier ab. Eigentlich swage Oldschool Babos, dissen sich hier wie 13 jährige Clearasilopfer im Schulbus, ob nun Kollegah oder Haftbefehl den derbsten Flow und krassesten Punchlines haben.
    Ziemlich boring dieser Niveaulimbo!

    Kommt mal wieder klar, zischt’n 5,0 oder entspannt mit ’ner Sportzigarette und chillt euer Leben!

    YOLO and out!

    Martin

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    • Bauer Willi sagt

      Martin, mit Dir schreib ich mein nächstes Buch!!! Und die Sabine nehmen wir auch dabei 😉 Damit man es jeder, aber wirklich jeder versteht 🙂
      Bauer Willi

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    • fred huber sagt

      opfa! es heisst OPFA!!!

      alda… *kopfschüttel*

      hochachtungsvoll:

      euer alpha-kevin

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  3. bauerhans sagt

    der nachbar mit der hühnerfreilaufhaltung hatte vor jahren plötzlich nen ausschalter für die haustürklingel und ich fragte warum?
    weil vornehmlich sonntag morgen jemand klingelte und 5 frühstückseier kaufen wollte,weil besonderer besuch erwartet werde,nämlich die erbtante!
    für den sonntagskuchen reichten ja die käfigeier,10stck. für 99ct.

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  4. Andreas Schmid sagt

    Der große Teil der Biokäufer kauft so ein. Da sind die 50 Euronenkunden von Andreas Fendt schon einzelne Ausnahmen, die es ja ganz sicher gibt.

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  5. Biobauer Andreas Fendt sagt

    „Wenn mal psychisch labilen Menschen einredet, sie werden mit konventionellen Lebensmittel systematisch vergiftet, hat das nichts mit Aufklärungsarbeit zu tun, dies ist eine üble Masche“ schrieb ein anonym bleibender debiler Vollpfosten, als ich bei Bauer Willi anmerkte, daß ich auch auf dem Wochenmarkt Menschen über Landwirtschaft aufkläre und das auch Öffentlichkeitsarbeit sei.

    Heute beleidigt Bauer Willi mal wieder die Verbraucher in dem er folgendes zitiert „In der Woche schnell zum Discounter, am Wochenende einmal zum Bauernladen fahren und ein Kilo Kartoffeln kaufen. Aber den Freunden erzählen, „ich kaufe ja vorwiegend bei meinem Bauern in der Nachbarschaft, das ist ja saisonal und regional. Und ich will die heimischen Bauern unterstützen“.“

    Komisch, wenn Kunden, wie heute an meinem Marktstand in Waldshut, für 50 Euro leckeren Käse kaufen oder ein paar Kilo bestes Brot, dann ist das sicher nur deren Wochenendbedarf? Oder sind sie doch irgendwie psychisch labil?

    Das ist eben der kleine Unterschied, ob man +/- weniger anonym irgendwo im Netz irgendeinen Blödsinn raushaut, oder ob man zu dem, was man erzählt, mit vollem Namen und passenden Produkten realen Kunden gegenübersteht.

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1352533378090041&set=a.528832673793453.130056.100000001756158&type=3&theater

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    • Andreas Schmid sagt

      Der Sohn eines Freundes von uns hat seine Eltern bei der Polizei wegen Körperverletzung angezeigt, weil es Zuhause nicht ausschließlich Biolebensmittel gibt.

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    • Bauer Willi sagt

      Das gönnt Dir doch jeder, dass Deine Kunden für 50 € Käse kaufen. Wenn du davon heute 50 hattest, sind das 2.500 €. Nur beim Käse. Dann noch 1000 € beim Brot, 500 € bei den Eier, macht zusammen 4.000 €. Damit kann man doch leben.
      Auch vielen Dank, dass Du so fleißig Werbung für den REGIO DAY machst. Denn da wollen wir ja auch Kunden und Landwirte zusammenbringen, damit die Bauern ihre Produktionsweise erklären können. So wie Du das in Waldshut und St. Blasien machst.
      Vielleicht trägst Du Dich doch noch beim REGIO DAY ein. Ein Demeter-Betrieb ist jedenfalls schon eingetragen. Gibt noch mal Werbung und der Verkaufsstand wird umgelaufen 🙂 Sieht übrigens gut aus, richtig professionell.
      Bauer Willi

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bauer Willi

        Zitat Fendt
        „Komisch, wenn Kunden, wie heute an meinem Marktstand in Waldshut, für 50 Euro leckeren Käse kaufen“

        Es steht nicht, dass einzelne Kunden, sondern Kunden. Es kann sein, dass 20 Kunden jeweils 100 Gramm des exklusiven Käses gekauft haben, hab mal 25 Euronen je Kg angesetzt, wegen dem Hochgebirgsgras. Für den Greyerzer bezahle ich aber mehr.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „anonym bleibender debiler Vollpfosten,“

      @ Fendt

      So langsam kommt bei mir der Verdacht auf, dass sie beim falschen Arzt in Behandlung sind.

      Josef Huber genannt der Schwarzwaldsepp 🙂

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      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        ich war schon 3 1/2 Jahre in der Psychiatrie, da kann ich mir nun alles erlauben 😉
        für den Rest, z.B. FSME Impfung bin ich beim sehr netten Dorfdoktor.

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