Bauer Willi
Kommentare 57

Mindestlohn…

Durch die Reisebeschränkungen, aber auch aus Furcht vor Ansteckung kommen viele Arbeitskräfte nicht wie gewohnt nach Deutschland. Und jetzt fällt auf, wie viele Branchen fest damit geplant haben. Andererseits rechnen viele Arbeitnehmer, vor allem aus Osteuropa fest mit der Einkommen aus der Saisonarbeit in den westlichen Ländern.

Die oben stehende Tabelle zeigt die gesetzlichen Mindestlöhnen in der EU. Im Prinzip gibt es zwei große Gruppen:  9 bis 10 € und 2 bis 4 €. Das sind schon krasse Unterschiede. Interessant finde ich auch, welche Länder keinen gesetzlichen Mindestlohn haben!

  • Wie ist die Kaufkraft des verdienten Lohnes?

Der “Big-Mäc-Index” gibt eine Idee für die Kaufkraft des verdienten Geldes.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/199335/umfrage/big-mac-index–weltweiter-preis-fuer-einen-big-mac/

So kostet ein Big-Mäc (Stand Januar 2020)  in der Schweiz umgerechnet 6,72 €, in den USA 5,67 €, in Tschechien 3,76 €, in Polen 2,90 € in der Ukraine 2,38 € und in Rumänien 2,21 €.

Das gewichtete Jahreseinkommen seht ihr hier: https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/europa/70628/einkommen 

Ein rumänisches Einkommen liegt nur bei einem Viertel des deutschen Einkommens.

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57 Kommentare

  1. bauerhans sagt

    Bauer Willi,
    dramatische Schlachthofgeschichten sind gerade angesagt!
    Bienen,Blümchen und Mauern interessiert keinen!!

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      In 3 bis 4 Wochen , wenn die Schlachthofgeschichten aus den Medien verschwunden sind, dann wird wieder eine andere Sau durchs Dorf getrieben, viel leicht dass die Obstbäuerin mit ihren Mauerbienen, die Honigbienen vertreibt. 😉

      “Schau ma moi, dann seng mas scho!” 🙂

  2. Ulla Bro sagt

    Das Nachbarland Österreich ist hier nicht erwähnenswert? Das ist ziemlich sonderbar.

  3. Eckehard Niemann sagt

    Hallo, Willi,
    wolltest Du mit Deinem (wieder mal) unkommentierten Text derlei unten stehende Kommentare ermöglichen bzw. anheizen? Und wenn ja, warum? Wo bleibst Du mit Deiner Meinungsäußerung? Sei doch bitte nicht so feige, gerade als Christ (was Du ja oft betonst)…

    • firedragon sagt

      Herr Niemann,
      es ist mir sowas von egal, wer Sie sind und ob ich Ihnen mit irgendeinem Respekt entgegen treten sollte.
      Ich bin kein Christ – wenn ich ein “Problem” mit jemandem habe oder mit dessen Meinung, dann kläre ich das direkt und verstecke mich nicht hinter einem “Federhandschuh”.
      Also, nur Mut, “sprechen” Sie den betreffenden Kommentator direkt an – es sind bloß getippte Wörter.

    • Bauer Willi sagt

      Sehr geehrter Herr Niemann

      Ich habe zur Information eine Tabelle mit Zahlen in´s Netz gestellt. Desweiteren zwei Links zur Erläuterung, was Kaufkraft und Monatseinkommen betrifft.

      Ihr Kommentar stößt bei mir auf Unverständnis. Ich kann auch nicht erkennen, warum ich zu diesen Zahlen eine eigene Meinung äußern sollte. Was die Begriffe “feige” und “Christ” angeht bitte ich um nähere Erläuterung.

      Ich habe mir erlaubt, mich heute, am Sonntag, meiner Familie zu widmen und erst jetzt die Kommentare durchgeschaut. (23:00 Uhr)

        • Schmeckt gut sagt

          Vielen Dank, Herr Niemann, dass sie sich in dieser Weise entblössen. Das ist bezeichnend für ihre Argumentationsweise. Nicht nur auf diesem Blog, sondern bei allen “Auftritten” in der Öffentlichkeit. Mich stößt es nur ab, weshalb ich auch wo immer möglich, vermeide, weiteres Öl ins Feuer zu schütten. Zeit ist kostbar und es ist besser, diese mit der Familie zu verbringen.

      • Ein Privatier sagt

        @Bauer Willi

        Als Sie vor ein paar Wochen angedeutet hatten, dass Sie dieses Forum eventuell einstellen würden, haben Sie sich in ein für bestimmte Menschen anzugreifendes Ziel verwandelt.

        Weil hier gehäuft Tiefschläge als Kommentare abgegeben werden, formuliere ich es so: Wer seine Wunde zeigt, zieht Schmeißfliegen an.
        (Sie haben sich ein Herz auf den Rücken genäht … …)

        • Bauer Willi sagt

          Danke für den Hinweis. Werde wohl mal den Insektenspray aus dem Schrank holen… 🙂

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      In gewissen Abständen taucht ein Herr Niemann auf, der nichts anderes im Sinn hat, hier zu stänkern.

      Wenn man niemand mehr hat, der einem Zuhört, der sollte mal in sich gehen, ob es nicht an einem selbst liegt. Das ist nicht einfach, dennoch sollte man diesen Weg gehen.
      Bei manchen ist das ein langer Weg, bei anderen wird das Ende des Weges am Horizont nicht erreicht.

    • Karin Krieger sagt

      Warum ist es für Dich, Eckehard Niemann, so wichtig zu betonen, dass der Schreiber des Beitrags Christ ist?
      Und als Schreiber eines Kommentars ausschließlich den kommentarlosen Beitrag eben deshalb zu kommentieren?

    • Stadtmensch sagt

      https://www.grin.com/document/315166
      “Wir leben in einer gesättigten Gesellschaft. Die weltweiten Ressourcen sind beschränkt und was wir mit unserem heutigen Handeln kommenden Generationen antun könnten, bleibt abzuwarten. Wie der arme Michel in Marco Ferreris Film Das große Fressen (1973)[7] liegen wir mit aufgeblähtem Bauche da und stöhnen ob all des rumorenden Essens da drin, während man uns bereits den nächsten Löffel hinhält. Wir wollen weiterlöffeln[8]. Und wir werden weiterlöffeln. Weil das Teil der Abmachung ist: Wie sich die vier ihres ausschweifenden Lebens überdrüssigen Männer in Das große Fressen dazu entschließen, sich gemeinsam zu Tode zu mästen, so scheinen auch unser ökonomisches System und unser Konsumverhalten trotz besseren Wissens mittelfristig auf einen Kollaps hinauszulaufen. Die moderne Massentierhaltung spiegelt das auf besondere Weise wider. Wie sich in dieser Arbeit zeigen wird, taucht der Schlachthof vielfach auch als Schauplatz in der Literatur auf, insbesondere als allegorische Versinnbildlichung einer Kritik an den sozialen und politischen Verhältnissen.”

      Lesen: Der Dschungel, Upton Sinclair

      • Reinhard Seevers sagt

        Genau Stadtmensch, man überträgt die Dekadenz der Wohlstandsgesellschaft auf die Gruppe, die erst ihre Existenz ermöglicht. So lange es den globalen Finanzkapitalismus und die westliche Arroganz gegenüber allen anderen Lebensformen gibt, so lange kann man seinen Ablasshandel mit dem Ernährer machen, der hält still und füttert die Dekadenten derweil weiter.

  4. Ein Privatier sagt

    Es ist typisch für unsere Zeit, dass gewichtige Begriffe aus Unwissenheit, Ignoranz und auch politischen Motiven missbraucht und in ihrer eigentlichen Bedeutung bis zur Unkenntlichkeit beliebig verwischt werden.

    “Sklaverei ist ein Zustand, in dem Menschen vorübergehend oder lebenslang als Eigentum oder Handelsware anderer behandelt werden. Bei der Sklaverei im engen Sinne der Geschichtsschreibung war das Recht, Sklaven zu erwerben, zu verkaufen, zu mieten, zu vermieten, zu verschenken und zu vererben, gesetzlich verankert. Die „Sklavengesetze“ regelten die privat- und strafrechtlichen Gesichtspunkte der Sklavenhaltung und des Sklavenhandels; darüber hinaus bestimmten sie auch, welche Rechte den Sklaven zugestanden wurden. In vielen sklavenhaltenden Staatswesen und Gesellschaften behielten Sklaven eine gewisse Rechtsfähigkeit und konnten z. B. die Gerichte anrufen oder Eigentum mit Einschränkungen erwirtschaften, das es ihnen in manchen Gesellschaften und Ländern erlaubte, durch Selbstkauf die Freiheit zu erlangen. In manchen Staatswesen war Sklaverei erblich, d. h. die Nachkommen von Sklaven waren ebenfalls unfrei.”
    (…)

    Zwei Beispiele, die zeigen, wie extrem verzerrend und opferverhöhnend die Verwendung des Wortes “Sklavenarbeit” sein kann.

    “Die Sklaverei in Mauretanien besteht trotz ihrer mehrmaligen offiziellen Abschaffung – zuletzt 2007 – weiter fort und betrifft die Nachfahren von vor Generationen versklavten und bis heute nicht freigelassenen Menschen, die ʿAbīd (Sing. Abd), die den „weißen Mauren“ (Bidhan) als Sklaven dienen. Ihre Zahl ist unbekannt, wird aber von Menschenrechtsgruppen auf die Größenordnung von Hunderttausenden geschätzt.”

    “Das Fortbestehen der Sklaverei im Sudan und Südsudan betraf vor allem die Ethnien der Dinka und Nuba und wurde durch Berichte ehemaliger Sklaven wie Mende Nazer und Francis Bok international bekannt. Wie viele Menschen dort versklavt wurden bzw. weiterhin in Sklaverei leben, ist nicht genau bekannt, Schätzungen reichen von einigen Zehntausend bis Hunderttausend.”

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei

  5. Friedrich sagt

    Wer hier wen ausbeutet ist nicht unbedingt klar. Wenn ein Deutscher Arbeitsmensch das drei- oder vierfache im Ausland verdienen kann , dann würde man dort auch mal für einige Zeit hingehen. Das macht man solange bis man sein Ziel z.B. des eigenen Hauses o.ä. erreicht hat . Das nennt man dann Selbstausbeutung. Diese Selbstausbeutung ist doch auf unseren Höfen doch ganz normal. Wer hat schon eine 40 Stundenwoche , 30 Tage Urlaub, usw. . Es kommt immer auf die Sicht der Dinge an. Zur Ausbeutung/Sklavenarbeit gehören immer zwei. Ein Ausbeuter und der Ausgebeutete. So lange wir hier noch “Freie Wahl” haben ist es lediglich aus moralischer Sicht verwerflich, aber nicht wenn es alles freiwillig ist und da ist auch die Frage zu stellen , ob der Endkonsument , der Erbeeren, Spargel, Kleidung, usw. billig kauft , nicht der Ausbeuter ist.

    • firedragon sagt

      Nur mal so am Rande :
      “Endkonsument” – hört sich immer so weit weg an. Du, ich, wir alle gehören ebenfalls dazu – ich bin auch nicht frei von “Schuld”.

    • Christian Bothe sagt

      @Friedrich,sehe ich auch so!Braucht keiner zu machen, wenn er es nicht will.Macht er aber doch, weil man in der BRD mehr verdient,Ausbeutung hin oder her. Wie Friedrich sagt, kann man auch als Deutscher im Ausland mehr verdienen, wenn man es will. Hatte selber die Chance, bin aber der LW Ostdeutschland‘s treu geblieben!

  6. Günter Reichard sagt

    Was ist das sonst, ausser Ausbeutung und Sklavenhaltung in den Schlachthöfen?
    Oder bin ich 60 Jahre falsch erzogen worden

      • Reinhard Seevers sagt

        Hab ich auch gehört….und ausgepeitscht werden sie auch.
        Spaß beiseite, aber die Schlachtunternehmen sind doch auch durch beide Ohren bebrannt. Nicht umsonst haben sie es gewagt Arbeiter innerhalb der Unternehmen über Landesgrenzen hinweg auszutauschen und so Corona schön verteilt.
        Jetzt greift der Staat durch und unser Minister weil sagt nicht zu unrecht: ” Wir helfen den Unternehmen gern, aber wann man sich so verhält muss man sich nicht wundern, wenn wir sie sanktionieren.”

      • Eckehard Niemann sagt

        Den bauerhans-Kommentar mit dem “Anketten” finde ich widerlich…

        • bauerhans sagt

          ein pfarrer,der vorm schlachthof ein schild hoch hält,auf dem “moderne sklaverei” drauf steht,nenne ich weltfremd.

    • Bauer Fritz sagt

      und das ganz im Gegensatz zu den Verhältnissen in Süd- und Südostasien, wo ihre Kleidung, ihre Handys und ihre Medikamente hergestellt werden. Da ist es nämlich ganz einfach Marktwirtschaft, oder ?

    • Karl Timme sagt

      Günter Reichhard, meine Erziehung war mit Ende der Jugengzeit abgeschlossen, habe mich dann zwar weiterfortgebildet, habe dann aber selber Erzogen.

      Ja die Schlachthöfe! Alle regen sich auf, nur die “Schlachtkonzerne” kämpfen auch ums Überleben. Dazu möchte ich einmal die Krabbenindustrie anführen. Das wäre die Alternative, Verarbeitung in den Billiglohnländer (puhlen). Die immer schärfer werdenden Auflagen, Bestimmungen und Dokumentationen haben schon dazu geführt das es kaum noch kleine Schlachter gibt. Die noch vorhandenen bedienen Nieschen, die von der Massenabfertigung nicht erfasst werden.
      Die Alternative wäre Lebendviehtransporte, schlachtung in Billiglohnländer, verpacken in Deutschland>>> “Regional” ???

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Erst vor kurzem hat eine Metzgerei, bei der wir Kunde waren, dicht gemacht. Die Metzgerei hat keinen Nachfolger gefunden.

        Die Metzgerei hat die Tiere von örtlichen Bauern bezogen, was wiederum bedeutet, dass kleine landwirtschaftliche Betriebe aufgeben.

        • Karl Timme sagt

          Bei uns gibt es zwei Varianten:

          Mehrere Schlachter haben sich zusammengeschloßen um ein Schlachthaus den Anforderungen anzupassen.

          Andere beziehen Schlachthälften von den Konzernen, um Sie dann in Ihrer Schlachterei zu verarbeiten. Diese bieten dann zum teil “Hausschlachtung-dienstleistung” an, dafür genügt die Schlachtstätte dann noch.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Werter Herr Hochgebirgsbauer.

      #Sklaverei ist ein Zustand, in dem Menschen vorübergehend oder lebenslang als Eigentum oder Handelsware anderer behandelt werden. Bei der Sklaverei im engen Sinne der Geschichtsschreibung war das Recht, Sklaven zu erwerben, zu verkaufen, zu mieten, zu vermieten, zu verschenken und zu vererben, gesetzlich verankert. Die „Sklavengesetze“ regelten die privat- und strafrechtlichen Gesichtspunkte der Sklavenhaltung und des Sklavenhandels; darüber hinaus bestimmten sie auch, welche Rechte den Sklaven zugestanden wurden. In vielen sklavenhaltenden Staatswesen und Gesellschaften behielten Sklaven eine gewisse Rechtsfähigkeit und konnten z. B. die Gerichte anrufen oder Eigentum mit Einschränkungen erwirtschaften, das es ihnen in manchen Gesellschaften und Ländern erlaubte, durch Selbstkauf die Freiheit zu erlangen. In manchen Staatswesen war Sklaverei erblich, d. h. die Nachkommen von Sklaven waren ebenfalls unfrei. #

      Mir ist nicht bekannt, dass Schlachter wie Sklaven behandelt werden, im gegenteil, die machen diesen Job freiwillig.

      Ob der Lohn ein gerechter Lohn für diese Arbeit ist, ist eine andere Frage. Tatsache ist, dass auch Baustelen

      Interessiert jemand den Lohn für die Textilarbeiterinnen in Indien, oder Bangladesch, die Arbeiter in Almeria usw. Nein, alles weit weg, daher die Reinwaschung von der Verantwortung.
      Auch die Zustände in Italien interessiert niemand.

      https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/erntehelfer-italien-100.html

      Ps: Auch ich bin mal erzogen worden, aber so zwischen 16 und 18 war das nicht mehr notwendig und im Alter von 60 Jahren schon gar nicht. 🙂

    • Inga sagt

      Klar,
      die selbe Ausbeutung wie in der Pflege oder auf dem Feld bei der Ernte!

      Unsere Gesellschaft braucht das.

    • Inga sagt

      Klar, aus unserer Sicht, Günter Reichard
      aber unsere Vorfahren haben solche Arbeit auch für so wenig Geld getan!

  7. bauerhans sagt

    der englisch sprechernde studierte rumäne sagte mir,er könne hier gut verdienen,würde den lohn gleich in dinge des täglichen bedarfs investieren und zuhause damit geschäfte machen.

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Manchmal sind auch Ärzte unter den Erntehelfern.
      Warum arbeiten Ärzte als Erntehelfer, weil die mehr verdienen, als in ihrem erlernten Beruf.

        • bauerhans sagt

          beim erdbeerbauern war vor jahren ein polnischer zahnarzt,der hier ein gbr. gerät für seine praxiss kaufen wollte,aber vorher erst das geld verdienen musste.

          • Inga sagt

            ach so!
            also ein hiesiger Akademiker, Manager oder so was wollte auch helfen, mußte aber feststellen, dass er nicht dafür geeignet war!
            Vielleicht wollte er eine Grenzerfahrung machen!?!
            Habe ich im Fernsehen gesehen.

            Aber auch für ein gebrauchtes medizinisches Gerät muß man lange Erdbeeren pflücken, oder?

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Obwohl Rumänien in 2007 an die Europäische Union angeschlossen wurde, und das Land schon seit 6 Jahren ein fast vollständiger Eu-Mitglied ist, sind die Gehälter und Monatslöhne in Rumänien ganz klein. Betrachtet man eine Liste der aktuellen Monatslöhne der Mediziner aus Rumänien, kann man es kaum glauben, dass die Elite der Kulturgesellschaft in diesem Land nur einen Bruchteil des deutschen Lohnes verdient. Aerzte, die 6 Jahren lang studiert haben, verdienen am Anfang Ihrer Karriere nur kaum mehr als der jeweilige Mindestlohn. In Rumänien ist der Mindestlohn zirka 170 Euro, ein Assistenzarzt, oder eine Assistenzärztin verdient alldagegen nur 200 Euro im Monat im ersten Jahr. Auch nach dem ersten Jahr erhöht sich der Monatslohn der Mediziner nur sehr wenig, pro Jahr bekommen die Mediziner 20-30 Euro mehr, als im Vorjahr.

          Sollte man diese Summen mit den deutschen Gehälter vergleichen, man kann die Konsequenz ziehen, dass ein rumänischer Arzt ungefähr 8-10 Mal weniger verdient, als ein deutscher Fachmann.

          https://pflegerinnen.wordpress.com/2012/11/20/monatsgehalt-der-rumanischen-arzte/

          Jetzt kannste mal ausrechnen, was er verdient, wenn der in der Woche 40 Stunden arbeitet. Es sind 1496 Euro.

  8. Reinhard Seevers sagt

    Wirklich interessant, das der Mindestlohn allein kein Grund für oder gegen Arbeitsmigration sein kann……

      • Reinhard Seevers sagt

        Länder mit hohem Mindestlohn haben Arbeitsmigranten, genauso wie Länder, die keinen Mindestlohn zahlen. Also ist weder die Höhe des Mindestlohns, noch die Tatsache, dass überhaupt Mindestlohn gezahlt wird für Arbeitsmigranten ein Grund in ein Land zu gehen, oder nicht zu gehen…Es ist lediglich die Differenz der jeweiligen Kaufkraft der Löhne.
        Ich spreche nur von Arbeitsmigranten, wohl gemerkt, nicht von Einheimischen Arbeitern.

  9. Thomas Apfel sagt

    Interessant ist tatsächlich, welche Länder keinen gesetzlichen Mindestlohn haben. Besonderen Einfluß auf die Preise z.B. im Gemüse und Obstanbau hat hier Italien.
    Im Norden, in Südtirol zum Beispiel liegen die gezahlten Pflückerlöhne nahe beim Niveau der Gruppe 9,- bis 10,- Euro, in der Mitte und im Süden eher auf spanischem Niveau.
    Der Norden bezieht seine Arbeitskräfte, wie wir aus den Osteuropäischen Ländern, der Süden, wie Spanien, eher aus Nordafrika. Die Marktmechanismen treiben treiben die Preise aber in beiden Lohnsegmenten so weit runter, dass die Erzeuger hier wie da (im Durchschnitt) immer unter Kante der Vollkostendeckung arbeiten. Bei der Ware mit den niedrigeren Lohnkosten wird dieser “Kostenvorteil” voll eingepreist. Sonst könnten Erbeeren aus Spanien niemals zu den Preisen angeboten werden wie es seit Jahren Usus ist.

    • firedragon sagt

      Die Aufstellung der Mindestlöhne mal so als Übersicht zu sehen ist gut, auch die Links sind interessant, um sich damit mal auseinander zu setzen.
      Gerade die Kritiker, die irgendeine “Ausbeutung” von AK’s wittern, können hier vielleicht auch mal Zusammenhänge erkennen, warum ausländische SAK’s zu uns kommen – vielleicht ist das aber auch zu viel verlangt…

      • Inga sagt

        Ja,
        das hoffe ich auch,

        das Gleiche ist es mit den Billigarbeitskräften in Billigunterkünften auf den Schlachthöfen
        und unser LEH kann Supersonderangebote von Fleisch und Wurst machen!
        Und wir kaufen es hocherhobenen Hauptes, oder?

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