Bauer Willi
Kommentare 81

„Von Trollen und Schreihälsen“

So lautet der Titel eines Artikels, geschrieben vom Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes.

https://www.bauernverband.de/standpunkte/standpunkt/von-trollen-und-schreihaelsen

Ein kurzes Zitat:

Wer sich dort (Anmerkung: in den Foren bzw. WhatsApp-Gruppen) umsieht, stößt auf eine kleine, aber sehr lautstarke und extreme Fraktion, die sich unter die dort anwesenden Landwirte mischt und nach einem vergleichbaren Muster agiert. Beschimpfungen, gefälschte Zitate, Verschwörungstheorien, falsche Unterstellungen, Clips mit Western-Anmutung, wirres Zeug und immer unterlegt mit maximaler Selbsterregung und mit dem Ziel, Stimmung zu machen.“

Und weiter heißt es:

„… ist aber für Organisationen und Bewegungen, unter deren Dach oder in deren Nähe sich solche Gruppen bewegen, der Schaden bereits eingetreten. Wer nichts gegen die Trolle unternimmt und ihnen ein Biotop gibt, muss sich ihnen zurechnen lassen. Das kann stillschweigende Absicht sein, aber dann darf man sich über politischen und gesellschaftlichen Bedeutungsverlust nicht wundern. Natürlich liegt das „Reputationsmanagement“ in der eigenen Verantwortung der Betreffenden. Wenn es aber wie beschrieben nicht funktioniert, gibt es einen Kollateralschaden für den gesamten Berufsstand, der handfeste politische Konsequenzen hat.“

An diesem Punkt möchte ich Herrn Krüsken ausdrücklich zustimmen. Wer es zuläßt, das mit Unwahrheiten Stimmung gemacht wird, ist nicht besser als diejenigen, denen man genau dies vorwirft. Administratoren von Gruppen oder Chats haben eine Verantwortung, die sie auch wahrnehmen müssen. Ansonsten wird sich die positive Aufmerksamkeit und die Anerkennung, die die Landwirtschaft in den letzten Monaten erfahren hat, in das Gegenteil verkehrt.

 

(Aufrufe 2.854 gesamt, 1 heute)
4

81 Kommentare

  1. Egal sagt

    Herr Seevers, wenn Sie „Bauernverband task force“ googeln, wissen Sie wer von uns beiden ein Verschwörungsthoeretiker ist.

    0
    • Schmeckt gut sagt

      Hahahaha. Ernsthaft? Ein Aufruf von 2009. Verbreitet vom linken Spiegel und wenigen, unbekannten Werbemedien? Was soll dieser Hinweis? Nichts anderes machen Kritiker der modernen Landwirtschaft. Sie gründen eine TaskForce und einen geheimen Arbeitskreis, um gegen die „uns alle vergiftende LW“ vorzugehen. Fragen sie Herrn Niemann – der ist ein Experte in diesem Bereich der Lobbyarbeit (ist das, was bei landwirtschaftlichen Vertretungen kritisiert wird und was alle NGO’s letztendlich mit anderen Vorzeichen abarbeiten und was dann natürlich sehr lobenswert ist – Unternehmer sind halt brutale Ausbeuter und Kapitalisten ;-).)

      2
      • Egal sagt

        Ist ok, Schmecktgut. 2009 ging es um die Michqute und nicht um Umwelt.
        Ich zahle nicht an so einen Bsuernverband und andere dürfen sich gut aufgehoben fühlen.
        Grundsätzlich glaube ich nicht mehr an Lösungen. Solche Grabenkämpfe haben noch nie was gebracht. Viel Spaß weiterhin und immer drauf halten…

        0
        • Schmeckt gut sagt

          Welche Grabenkämpfe? Vieles läuft nicht optimal, auf der anderen Seite – wer kann die Karre aus dem Dreck ziehen? Falsch formuliert – wer kann, bei allen auf uns Bauern einprasselnden Problemen, nur annähernd verhindern, dass die Karre nicht komplett im Sumpf versinkt. Vieles läuft im Hintergrund, funktioniert auch garnicht anders, weil man sich sonst tatsächlich in den sich steigernden Grabenkämpfen aufreiben würde. Es sind auf regionaler Ebene, bis auf die Geschäftsführer, in den allermeisten Fällen Ehrenämtler. Zu viele Fehler passieren allerdings auf überregionaler Ebene, insofern gebe ich ihnen Recht, „egal“. Also, wer soll und kann es richten?

          2
          • Egal sagt

            Das Problem ist immer der Mensch, der nicht gewissenhaft uns seriös denkt und handelt. Die Symptome sind Gier, Geiz, Missgunst, Egoismus. Bei Berufskritkern kommt noch Sadismus hinzu, wenn die Befriedigung erfahren, wenn der kleine Bauer leidet. Dies mag jetzt etwas überzeichnet sein, aber das ist das Problem.
            An einen Problemlöser glaube ich nicht. Nur harte Fakten bringen Vernunft und Sachlichkeit. Vielleicht kommt noch was schlimmeres als Corona. Wer weiß, wie es Weihnachten um die Versorgung und Preise bei den Lebensmitteln steht?
            Franz Josef Strauß sagte: Es muss erst ganz schlimm werden, bis es besser wird.
            Fazit:
            Ruhig bleiben, nicht investieren und abwarten. Für Bauern ist es das Wichtigste, alles auszuhalten bis es besser wird.
            Klöckner oder NGO‘s zu bekehren, ist zwecklos. Das gleiche gilt für den DBV.

            Wir erleben eine Krise und der DBV bespricht das Trollproblem….

            Jeder Bauernfamilie braucht eine individuelle Strategie und Ausdauer. Ein Problemlöser wird nicht kommen.

            3
            • Arnold Krämer sagt

              In der Tat, es gibt keinen Erlöser für die Landwirte. Sie müssen sich alle selbst helfen. Aber wie diese Selbsthilfe aussieht, kann pauschal niemand sagen. „Unternehmen sind selbst gebastelte Abenteuer-Spielplätze.“ Die Betriebe sind so unterschiedlich wie nur was, und die Menschen, die dort zuhause sind, sind es noch viel mehr. Nicht investieren und abwarten, ist auch nur eine mögliche Strategie. Man darf im Einzelfall durchaus antizyklisch investieren. Habe gerade in der letzten Woche noch einem Landwirt zugestimmt, eine Kartoffellagerhalle zu bauen.

              2
            • Arnold Krämer sagt

              Der Mensch wird im unternehmerischen Handeln immer dann zu einem Problem für seine Familie, seinen Betrieb und seine Berufskollegen, wenn es er sich beim betrieblichen Wachstum Größenordnungen zutraut, denen er nicht gewachsen ist. Wer „Größe“ beherrscht, macht Gewinne, zahlt Steuern, hat ggfs. zufriedene Mitarbeiter und kann auch sonst noch viel „Gutes“ tun. Insofern ist Wachstum nichts Verwerfliches, anders als es immer wieder von Kritikern der Ldw. behauptet wird. Denn Wachsen bedeutet im Kern immer Lernen, Lernen, Lernen! und ist etwas Naturgesetzliches. Alles was lebt, wächst, jedes Jahr in der Natur zu beobachten. Was nicht wächst, ist tot.

              4
              • Egal sagt

                Ja natürlich ist Wachstum kein Verbrechen, aber in der Vergangenheit war nicht jeder weiterer Stall gut durchdacht.
                Bei der Kammer sind Ausbildungsbetriebe veröffentlicht und man kann gut erkennen, das die Größten am wenigsten ausgebucht sind. Ich hätte auch Angst eine Ausbildung zu machen, in Anlagen mit 1000 und mehr Sauen. Es gibt wohl die Idealvorstellung, einige Stunden im Stall zu sein und dann auf dem Feld. Die Abwechslung macht das interessant.
                Wie schafft man Perspektiven für Groß und Mittel ? In dem man den Staat so weit wie möglich raus hält. Weil der schafft nur Wettbewerbsverzerrung durch Bauland, EEG und Ökoprämien.
                Man hängt schon zu sehr am Tropf.
                Künftig muss man das Fell des Bären anders verteilen, z.b. Bei Wind. Also noch breiter verteilen, wir das ja schon ansatzweise passiert.

                Aber es müsste erst mal vereinbart werden, das das Ziel, viele Höfe zu erhalten , ist.
                Weniger Ellenbogen mehr Schulterschluss.

                2
                • Karl Timme sagt

                  Egal, soviel Ideen von denjenigen die in die Landwirtschaft einsteigen, soviel verschiedene Betriebe wird es geben. Das ließt sich auch aus Ihrem Komentar heraus: „Die Abwechslung macht das interessant.“ Weil diese Landwirtschaft so abwechlungsreich ist und nicht nur eine Facette hat, gibt es auch heute noch (bekloppte) Idealisten die bereit sind, sich selbst auszubeuten; weil ebend Beruf auch Berufung ist und gleizeitig Hobby.
                  „Weniger Ellenbogen mehr Schulterschluss“
                  Eine schöne Wunschvorstellung, leider gerade aus dem vorher angeführten Sätzen ergibt sich keine homogene Masse. Erst wenn alle auf einen Nenner gebracht sind ( auf dem Grund des Eimers) stellt sich eine Schulterschluss ums Überleben her. Das sind Momente wie wir sie im Herbst 2019 erlebt haben. Wo ist heute die Einigkeit? Die Verzettellung geht weiter (BDM; ABL sollen hier nur Exemplarisch für die zweistelligen Berufsvertretungen, LsV ist die jüngste angeführt sein) dabei werden die Landwirte immer weniger. Dies bedeutet aber auch das ihr Wählerpotential immer geringer wird. In den Sonntagsumfragen spielt die Wählerschaft Landwirschaft keine Rolle mehr. Selbst für den Fall, das alle am Strick in eine Richtung ziehen würden, die 5% Hürde würden sie nicht mehr erreichen!
                  Was bleibt?
                  Hoffnug? Zu Beginn der Krise war die noch da.
                  Die Erkenntnis das Landwirtschaft Systemrelevant ist und der Staat aus Führsorgeüpflicht eine Versorgungssicherheit sicher stellen muss.
                  Lippenbekenntnisse wie 2008 hört mann heute schon wieder sehr viele, mann geht aber weiter seinen Altagsgeschäften nach!
                  An ihren Aussagen von 2008 wurde keiner gemessen, das wird in der Zukunft auch so sein.
                  Ich weiß das klinckt alles nicht sehr optimistisch, aber die Landwirtschaft hat schon schlimmeres überstanden, gerade weil sie so breit aufgestellt ist,
                  wird sie auch in dieser Krise eine Lösung für sich finden; hätte ich sie jetzt hier wäre mein Alter gesichert!

                  1
              • Reinhard Seevers sagt

                Grundsätzlich kann ich mich mit ihrem Statement einverstanden erklären. Leider ist es oft so, dass das „gute“ Wachstum auf Kosten umliegender kleinerer Betriebe geht. Vielleicht wäre ein Wachstum unter Rücksichtnahme gegenüber „Kollegen“ besser…..Betriebswirtschaft ist der bestimmende Faktor bei Entwicklungsplänen. Bei Gesprächen um Betriebsaufgaben ist dann plötzlich der Begriff „Geld ist nicht alles“ im Vordergrund. Auch kleine Betriebe können wachsen, oft über die Qualität der Produkte (Direktvermarktung) und nicht über die Masse (Klasse statt Masse, Renate Künast!).

                1
                • Arnold Krämer sagt

                  Jeder heute noch existierende Landwirt profitiert von den Betriebsaufgaben seiner früheren Berufskollegen. Diese profitieren wiederum davon, dass ihnen eine zunehmend höhere Entlohnung für den Faktor Boden zufließt, die sie früher selbst nicht erwirtschaftet haben. In einzelnen Gemeinden sind Betriebsaufgaben, Verpachtung und entsprechende Übernahme kein großes Problem. In anderen Gemeinden aber schon, weil dort sehr viele ansässig sind, die Bauer bleiben wollen und sich manchmal „zu Tode konkurrieren“.

                  3
                • Reinhard Seevers sagt

                  Es ist in der Baubranche doch genauso. Die beiden Großen Einfamilienhausanbieter bauen jährlich ca. 3000 Häuser. Die örtlichen Bauunternehmen sind deren Subunternehmen und werden ausgequetscht nach Strich und Faden. Davon profitieren die Bauherren und der „Große“. In der Fläche werden die kleinen Bauunternehmen immer weniger und jemanden zu finden, der mal eben den Sockel für den Gartenzaun mauert, fällt dann bereits schwer. Wenn alle das so wollen und gutheißen, dann ist das so. Ich finde es nicht nachhaltig, nur weil es ökonomisch einigen wenigen im System Vorteile bringt. Aber das Thema ist wohl zu komplex, als das es einer einfachen Lösung zugeführt werden könnte.

                  1
  2. Egal sagt

    Verstehe ich das richtig, dass Schreihälse und Troole das Kernproblem Deutscher Bauern ist? Der Generalsekretär meldete sich immer selten und dann nur zu wichtigen Themen.
    Ich glaube, dass Bauern auch ohne Troll -Zensur mit dem Problem selbst klar kommen. Manchmal geht es auch nur darum, Leute mit anderen Meinungen mundtot zu machen. Der DBV hat ja auch dafür „Maulwürfe „ eingestellt, die Foren steuern sollen. Das sind dann wohl Proftrolle….

    4
    • Reinhard Seevers sagt

      ….ein weiterer Verschwörungstheoretiker….aber egal. Deine Meinung ist angekommen, niemand verbietet sie, schon gemerkt?

      0
  3. Ehemaliger Landwirt sagt

    # Wer nichts gegen die Trolle unternimmt und ihnen ein Biotop gibt, muss sich ihnen zurechnen lassen.#

    Spiegel und Zeit Online, die lassen nichts aus, wenn es um Landwirtschaft geht. Vor ein paar Tagen, war es der Spargel, jetzt die Schlachtbetriebe und die Trolle lassen nichts aus, um der Landwirtschaft an die Karre zu fahren. Die wissen dich genau, das alles zur Schlammschlacht ausartet.

    Die wollen das Klischee der Tierquälers und und Ausbeuter der Erntehelfer aufrecht erhalten.

    4
    • Inga sagt

      echte Meinung kann nur jemand haben, der Ahnung vom Thema hat,

      ansonsten wird er berechtigte Fragen haben,
      die keinen anderen Zweck, wie Klischees oder Vorurteile verteilen haben.
      Eben unehrlich sind!

      0
      • Reinhard Seevers sagt

        Meinungen sind wertneutral Inga, sie können sowohl falsch als auch richtig sein….es sind eben Meinungen.

        2
        • Inga sagt

          Ich schäme mich aber eine flasche Meinung (keine Ahnung (dummes Zeug) vom Thema) zu haben,
          wenn dann Erkläre ich meine Vorstgellung dazu oder Stelle die passende Frage dazu!
          Die aber nicht zum Zweick hat, Klischees oder Vorurteile zu fördern!
          Denn das lenkt von Thema ab, und bezugt, dass ich gar kein Interesse ddaran habe!

          0
    • Thomas Apfel sagt

      Herr Seevers, es geht bei mir nicht um die Akzeptanz anderer Meinungen. Ich bin mit einigen Dingen, die sie einstellen, durchaus d´accord. Das Problem ist aus meiner Sicht eher Ihre Neigung alles und jeden Kommentar zu kommentieren. Es ist einfach eine Frage von Disskussionskultur und Beachtung Gruppen-dynamischer Mechanismen auch mal abzuwarten. Sie erwecken den Eindruck eines Doktorvaters, der jede Meinung seiner „Studenten“ und Kollegen kommentieren muß. Das ist bisweilen sehr nervig. Dominante Einzelgrüppchen sprengen Gesprächsrunden und zerlegen auf Dauer Diskussions- Communities. Einfach mal die Alpha-Tierchen Allüren etwas zurückfahren.
      Ich meine, es steht mir nicht zu Sie zu belehren, nehmen Sie es einfach als gut gemeinten Hinweis aus meiner eigenen Erfahrung.

      3
      • Reinhard Seevers sagt

        Lieber Thomas,
        es ist aufgrund der Kommunikationsform dieses blogs sehr schwer Zusammenhänge so zu erhalten, wie sie zusammengehören. Aufgrund der etwas schwerfälligen Art und Weise ist es oft dringend erforderlich, sofort zu reagieren……hier entstehen viele Missverständnisse aufgrund der schlecht nachvollziehbaren Abfolge und Antwortbezüge. Ich würde erheblich langsamer werden, wenn ich auch am nächsten Tag noch erkennen könnte, wer was zu welchem Thema gemeint hat.
        Ältere Themen gehen völlig verloren oder sind nur schwer wieder hochzuholen, obwohl man sie noch lange diskutieren könnte.
        Sie werden es aushalten müssen….ich muss ja auch viel ertragen…:-) Wird schon werden!

        3
  4. Mark sagt

    Ich bin weder auf Fratzebook noch in whatsäpp-Gruppen. Deshalb muss ich davon ausgehen, dass es stimmt, was Krüsken berichtet. „Beschimpfungen, gefälschte Zitate, Verschwörungstheorien, falsche Unterstellungen, Clips mit Western-Anmutung, wirres Zeug und immer unterlegt mit maximaler Selbsterregung und mit dem Ziel, Stimmung zu machen.“ Ja und ich stimme ausdrücklich zu, so was geht gar nicht. Aber geht es Krüsken wirklich nur darum? Oder geht es ihm darum, konkurrierende Gruppierungen innerhalb des Berufstandes für vermeintliche Kolateralschäden verantwortlich zu machen und dadurch zu diskreditieren? Oder geht es ihm darum, die wieder aufkeimende Kritik am zahnlosen Tiger DBV geschickt in die oben genannte Schmuddelecke zu verweisen? Auf die Idee, das auch ein DBV mit seinem bisher wenig erfolgreichen Agieren auf den meisten Problemfeldern der dt. Landwirtschaft mit dazu beiträgt, die beklagten Entwicklungen zu fördern, kommt Krüsken nicht. Lernfähigkeit sieht jedenfalls anders aus!

    4
    • Bauer Willi sagt

      Ich denke, es geht dem DBV darum, dass er als offizielle berufsständische Vertretung mit den Aussagen der Trolle und Schreihälse konfrontiert wird. Darum dieser Artikel, in dem er sich von deren Aussagen so gut als möglich distanziert.

      3
  5. Ferkelhebamme sagt

    Heute Abend auf ARD, 22.45 Uhr: „Die Infokrieger – Die neuen rechten Medienmacher“

    1
    • Reinhard Seevers sagt

      Dann kommt ja endlich die Wahrheit ans Licht: Die linke Lügenpresse prangert die Wahrheitssager an! …Wetten dieses Echo wird kommen?

      1
    • Ein Privatier sagt

      Wenn heutzutage das Wort „rechts“ verwendet wird, dann dient es meistens der Unterdrückung einer sachlichen Diskussion.

      7
      • Reinhard Seevers sagt

        Der Ausgewogenheit wegen, hab ICH aber „linke Lügenpresse“ geschrieben, da musst jetzt aber auch brav zustimmen! 😉

        1
            • Altbauer Jochen sagt

              Diese Verortung in „Rechts“ und „Links“
              dient doch nur der jeweils anderen Seite
              um die eigene Randale zu rechtfertigen.
              Für mich sind das alles entgleiste Menschen.
              Letztlich kommen sie aber alle aus unserer
              Gesellschaft und erzähl mir keiner, es wären
              alles benachteiligte Kinder gewesen !
              Wir brauchen keine Ideologen, Querulanten,
              und schon gar keine Extremisten,
              -gleich welcher Coleur !!
              Wir brauchen in der Politik verantwortungsbewusste
              Vernunft und in der Bevölkerung eine
              wachsame Vernunft !
              Aus beidem zusammen ergibt sich das richtige Engagement.

              3
              • Stadtmensch sagt

                Altbauer Jochen, da weilst du nun schon etwas länger auf dieser schönen Erde und hältst das millionenfache Morden in den Schlachfabriken für nötig und vernünftig? Alle, die Alternativen zu dieser Metzelei diskutieren wollen, sind wohlstandsverwahrloste Ideologen?
                Ok, dann machen wir einfach immer so weiter: Der Philius bekommt sein tägliches Fleisch aus der Großküche für 50 ct pro 100g und wirft die Hälfte davon weg, weil es a) billiger als Gemüse ist und b) er das für völlig normal hält. Der Schlachtbetrieb, das Sterben an sich, diese ganzen Grausamkeiten, finden weit weg im Verborgenen statt. Das macht den Weg frei, für unbefangenes, freudvolles Konsumieren und Nagen. Die Probleme, die einige mit dem Töten haben, sind seit hunderten Jahren in der Literatur ausgewalzt. Warum sollen wir jetzt, da alles mehr oder weniger aus unserem Konsumentenbewusstsein verschwinden soll, einen Schlusstrich ziehen und das dann für Vernunft halten?

                2
                • Reinhard Seevers sagt

                  Falscher Bezug oder Ansprechperson, Stadtmensch?

                  1
                • Stadtmensch sagt

                  Wieso? Es ging um wachsame Vernunft der Bevölkerung. Einem Teil der Bevökerung ist durchaus bewusst, dass ein Soldat, der nur einen Knopf drücken muss, weniger Probleme hat und vielleicht ohne Trauma davon kommt, als einer, der gezwungen wird mit der Streitaxt (bzw. Kreissäge) zu arbeiten.

                  Warum bekommt der Privatier von dir einen Fleißdaumen hoch, für seine immer wieder (meist unpassend) geäußerte Lechts- Rinks Schwäche?

                  1
                • Reinhard Seevers sagt

                  Du hast eine Wahrnehmungsschwäche…nicht ich habe einen Daumenhoch verteilt Privatier hat einen an mich vergeben.
                  Und der Altbauer hat mit keinem Wort einen Bezug zu deinem Thema der Schlachtung vorgegeben. Du hast es so uminterpretiert, weil es dir in den Kram passt.
                  Deine Wortwahl ist sehr sehr bedenklich…Schlachten = Morden?
                  Menschen mit solchen verquasten Ansichten machen mir Angst.

                  1
                • Ehemaliger. Landwirt sagt

                  Das töten von Tieren als Mord anzusehen, dazu bedarf es schon verquere Vorstellungen, oder man ist Veganer, aus deren Munde kommt öfters so ein Schwachsinn.

                  2
                • Ein Privatier sagt

                  @Stadtmensch

                  Schauen Sie mal, hier verbreitet das ZDF Lügen der Faschisten:

                  1
        • Inga sagt

          Dann bist du aber ein Rechter, Reinhard

          denn die Rechten schimpfen ja immer über die linke Lügenpresse!!!
          🙂

          0
    • Inga sagt

      Das war Thema in jedem 9. Schuljahr vor 50 Jahren!
      Unser alte Lehrer verlgich es mit der pollitischen Beiflussung 1933!
      Das Bewußtsein darf nicht verloren gehen!
      Warum haben wir es so weit kommen lassen?

      0
    • Stadtmensch sagt

      Jo! Ab Minute 21:00:
      „Zynismus kultiviert den Verzicht auf die Anstrengungen des Verstehens“.

      Kann sich @Friedrich mal „reinziehen“, wenn er wieder auf seinem Feindbild „EU“ oder „linksgrüne Deutungshoheit“ oder „Transparenz und Quantifizierbarkeit durch Kontrolle“ rumreitet.

      Egal, lasst uns weiter machen mit lustigem Dekadenz-Sklaventreiber-Geplänkel…

      0
    • Inga sagt

      Ob der Zynismus und Hochmut in unserem System mehr Erfolg hat,
      vor allem in der Wirtschaft?

      Deswegen wird es zum Zeitgeist und alle streben danach!?!

      0
  6. Rudolf Majerus sagt

    In all den Jahren, die ich schon mit als Kind die Öffentlichkeitsarbeit der Landwirtschaft mit erlebt und auch Erfolge wie Misserfolge gesehen habe, ist mir ein aufgefallen:
    Die Erfolge kamen meistens durch ehrliche Langzeitkampagnen und nicht durch kurzfristige, radikale Aktionen. So sehr man CMA und den Bauernverband in einigen Dingen kritisieren kann, ihre damaligen Kampagnen wurden als eine gemeinsame Stimme der Landwirtschaft und insbesondere die CMA war immer präsent. Heute fehlt der Landwirtschaft eine moderne CMA.
    Deshalb müssen wir Landwirte jetzt uns selber gegen negative Einflüsse in unseren eigenen Reihen wehren: jede zu radikale Forderung durch Extremisten und jede Schlechte Öffentlichkeit durch schwarze, unseriöse Schafe in unseren Reihen, die wir nicht ganz klar so benennen macht mehr von uns allen aufgebautes gutes Ansehen in kürzester Zeit kaputt wie wir alle mühselig aufbauen können. Wir als Berufsstand müssen uns der schwarzen Schafe annehmen und ihnen klarmachen, was sie anrichten. Dazu gehört als erstes Hilfe und Aufklären und aufmerksam machen. Und wenn das nichts hilft, sie nötigenfalls auch mit behördlicher Hilfe stoppen. Denn wenn erst Peta und Co. die schwarzen Schafe für sich ausgenutzt haben ist der Skandal und der Schaden für die gesamte Landwirtschaft sehr groß.

    5
    • Reinhard Seevers sagt

      Dem kann ich so nicht zustimmen. Die Darstellung der Agrarbranche war bereits seit „Und ewig stinken die Felder“ von 1984 eine negative. Es ist lediglich den damals noch nicht in dem Umfang vorhandenen Gruppierungen und den nicht vorhandenen medialen Möglichkeiten zu verdanken, dass es nicht schon früher zu solchen Darstellungen gekommen ist. Die CMA war ein gutes Marketinginstrument, würde heute aber gnadenlos als Lobbyisten- Steigbügelhalter runtergeschrien. Menschen und Gesellschaften verändern sich. Und genau darauf hat die gesamte Branche immer nur verzögert reagiert, nie agiert. Nun hofft man aufgrund einer irgendwie herbeigesehnten Krise ein comeback DER Landwirtschaft? Man schaue sich die aktuellen Meldungen zu den Infizierten in den Schlachthöfen an, das ist ganz viel Wasser auf die Mühlen der Gegnerschaft.
      Und die Schwarzen Schafe scheint die Lobby ja auch ausschließlich bei den Tierhaltern zu sehen….es gibt sie aber in allen Bereichen. Aufgepasst, auch da könnte ein Boomerang lauern.

      1
      • Arnold Krämer sagt

        H.S. „Die Darstellung der Agrarbranche war bereits seit „Und ewig stinken die Felder“ von 1984 eine negative.“
        Sie wird es m.E. auch bleiben, solange nicht irgendwelche gravierenden Versorgungsengpässe und Verwerfungen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Art zu einem radikalen Umdenken führen. Die Corona-Krise reicht da vermutlich noch nicht aus.
        Die Dauerkritiker einer leistungsorientierten, effizienten Landwirtschaft wollen die vielen positiven Veränderungen in den letzten 40 Jahren gar nicht wahrnehmen, weil es nicht zu ihrem „Geschäftsmodell“ und ihrem Weltbild passt.
        Ja, vor 40 Jahren waren die Haltungsbedingungen für die Tiere wesentlich schlechter als sie es heute sind, die Gülletechnik und -ausbringung hat sich erheblich verbessert. Da stinkt nicht mehr so ganz viel. Die Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft sind nicht größer, sondern geringer geworden. Möglich wurde dies durch den oft verteufelten (weil „kapitalistisch“) technischen Fortschritt, durch viele Betriebsaufgaben und die Tatsache, dass landwirtschaftliche Betriebe, die Geld verdient haben oder zumindest entsprechende Gewinnerwartungen den Banken plausibel darstellen konnten, investiert haben. Mit „Quälbetrieben“, die wirtschaftlich von der Hand in den Mund leben, kann man im Sinne des Tier- und Umweltschutzes nichts, aber auch garnichts erreichen.

        2
        • Reinhard Seevers sagt

          Genau Herr Krämer! Deshalb noch Mal unterstützend den Beitrag, den ich im anderen Thema schon gebracht habe, trifft es ziemlich genau finde ich.

          Die ewige Sehnsucht nach der Idylle
          Wir verachten die effiziente Agroindustrie und verehren den edlen, einfachen Bauernstand. Warum sind wir so blauäugig? Versuch einer Erklärung.
          Von: Vinzent Börner, 14.6.2012, Zeit-online – Umwelt
          ….“….Ein Mehrertrag an Nahrungsmitteln gehört in einer überversorgten Gesellschaft wie der deutschen nicht mehr zu den erstrebenswerten Zielen. Er wird vielmehr verstärkt infrage gestellt, wodurch sich unmittelbar der Spielraum für die Wahl des „richtigen“ Modells zum Verständnis von Landwirtschaft erweitert. Das gewählte Modell muss dann auch nicht primär zu einer verbesserten Ernährungssicherheit führen. Es kann schlicht dazu dienen, sich Landwirtschaft vollständig und umfassend zu erklären- und damit Ohnmacht und Kontrollverlust bezüglich Herkunft der eigenen Nahrung zu vermeiden. Dass dies kein kompliziertes naturwissenschaftliches Modell ist, dem ja Ohnmacht und Kontrollverlust inhärent sind, sondern eher ein stark vereinfachendes, scheint unausweichlich.
          Das Modell muss auch nie seine Potenz bezüglich einer Produktion in ausreichendem Umfang beweisen. Schließlich sind seine Anhänger in der Regel keine Landwirte, noch möchten sie welche werden. Aus dem Zusammenspiel der Eigenschaften von Landwirtschaft als biologisches System und einer überwiegend satten Gesellschaft entsteht also die Möglichkeit, das Verständnis von Landwirtschaft für Zwecke des Kontrollerhalts zu instrumentalisieren.
          In einer Gesellschaft, die in einem Ozean aus Technologie, Risiken, Entmystifizierung und undurchschaubaren globalen Zusammenhängen nach Orientierung sucht, kommt der Landwirtschaft damit die Rolle eines letzten Hafens der Gewissheit zu. Die Vereinfachung landwirtschaftlicher Produktion in der gesellschaftlichen Wahrnehmung durch Anwendung eines entsprechend simplen biologischen Modells erlaubt eine Suggestion des Verständnisses über wenigstens diesen Teil der Gesellschaft und damit den Erhalt eines Restbestandes an Kontrolle.
          Industrialisierung und Verwissenschaftlichung bedrohen genau diesen Restbestand und werden deshalb von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnt oder gar bekämpft, sobald sie offensichtlich werden. Die gesellschaftliche Auseinandersetzung über Gentechnik, Massentierhaltung und Industrialisierung in der deutschen Landwirtschaft ist demnach nur zu einem geringen Teil den zugrunde liegenden – wichtigen und richtigen – Fragen von Sinn und Unsinn endlosen Wachstums, von Effizienzdruck, Naturverbrauch und technologischen Risiken geschuldet. Das belegen allein schon die Konsum- und Lebensgewohnheiten.
          Das führt zu dem Schluss, dass der Konflikt um die industrielle Landwirtschaft weniger rational begründet ist, sondern vielmehr eine Auseinandersetzung ist, die eine von Entfremdung und wachsender sozioökonomischer Ohnmacht geprägte Gesellschaft führt, um sich einen Rest an Kontrolle über ihr eigenes Leben zu bewahren.
          Den „Bauern“ ist damit nicht geholfen. Im Gegenteil, ihnen wird gesellschaftlich ein Platz auf der technologischen und materiellen Entwicklungsskala zugedacht, den man nur als „ganz weit unten“ bezeichnen kann.

          2
          • Arnold Krämer sagt

            H.S. Ich hatte den von Ihnen zitierten Beitrag gestern oder vorgestern schon gelesen. Er enthält viele Gedanken, denen ich voll und ganz zustimmen kann.
            Insbesondere die letzten beiden Sätze bringen es auf den Punkt:

            „Den „Bauern“ ist damit nicht geholfen. Im Gegenteil, ihnen wird gesellschaftlich ein Platz auf der technologischen und materiellen Entwicklungsskala zugedacht, den man nur als „ganz weit unten“ bezeichnen kann.“

            Und diese angedachte (zugewiesene?) Rolle wollen die Landwirte (die ich kenne und ich kenne eine ganze Menge in großer soziökonomischer Bandbreite) nicht und haben sie auch nicht verdient!!!

            3
          • Stadtmensch sagt

            Diesen Satz finde ich zutreffend: „Die gesellschaftliche Auseinandersetzung über Gentechnik, Massentierhaltung und Industrialisierung in der deutschen Landwirtschaft ist demnach nur zu einem geringen Teil den zugrunde liegenden – wichtigen und richtigen – Fragen von Sinn und Unsinn endlosen Wachstums, von Effizienzdruck, Naturverbrauch und technologischen Risiken geschuldet. “

            Die Produzenten (im Wettbewerb statt Kooperation) sind nicht handlungsfähig, die richtigen Maßnahmen (für Klimawandelanpassung, gleichmäßige Verteilung der Tierbestände, dezentrale, regionale Wertschöpfung und soziale Absicherung) in die Wege zu leiten. Sie plädieren statt dessen für „Erzeugerschlacht“, „Wachsen und Weichen“ und an die immer weitere Anpassung von Nutztieren und Kulturlandschaft an Arbeit sparende maschinelle, hochproduktive, industrielle Produktion.

            Das mit dem Kontrollverlust könnt ihr vergessen! Technologie und Tiermedizin kommt von landwirtschaftsfernen Menschen und wird den Anwendern quasi aufgedrängt. Wenn es so weiter geht, werden die Praktiker sämtliche Kontrolle verlieren und Anbauplanung, Lenkung von Stoffströmen, Datenverarbeitung gehen komplett an entfremdete Sachbearbeiter.

            1
    • Gephard sagt

      Einerseits beklagen Sie die „Systemmedien“, weil sie angeblich absichtlich durchweg Unwahrheiten verbreiten oder Dinge auslassen und dann beklagen Sie den Wegfall der CMA, die selbiges aber eben nur im Sinne der Bauern tat? Ich kann mich noch gut an die suggestiven und einseitigen Spots erinnern, die dem Verbraucher das regelmäßige Milchtrinken nahelegten mit dem Impetus, ohne Milch wäre man nicht leistungsstark oder schön genug. Mögliche Risikien, Produktionsumstände oder überhaupt eine Verbindung zum Tier wurden bewusst ausgeblendet. Schließlich „soll“ (Zitat Werbesong) der Verbraucher das ja auch kaufen.

      Ich stimme aber dennoch zu, dass den Bauern ein sichtbares Sprachrohr fehlt und dass die Deutungshoheit derzeit mehr bei Medien, Politik und NGOs liegt. Darüber hinaus bilden die Medien jedoch auch vieles einfach nur ab. Wenn da halt nur Politik und NGOs stichwortgebend und sichtbar sind, ist es natürlich schwierig, die Sichtweise der Bauern mitzubekommen.

      Die Idee, der Berufsstand müsse sich selbst kontrollieren ist ja schön und gut, aber wird das wirklich funktionieren? Wären damit die ganzen Skandale der letzten Wochen und Jahre ausgeblieben? Wie sehr kann ein Bauer da agitieren, wenn er finanziell so stark abhängig ist? Wie egal wäre es zum Beispiel Westfleisch, wenn ein Bauer nicht mehr liefern würde?

      1
      • Bauer Willi sagt

        @Gephard
        Nun ja, nahezu jeder Beruf hat auch eine berufsständische Vertretung. Dass da „Werbung“ für den jeweiligen Berufsstand gemacht wird, ist logisch, weil deren Aufgabe.

        Was die „Skandale der letzten Jahre“ angeht: Welche genau meinen Sie? War BSE, EHEC, Schweinegrippe, Pferdfleisch in der Lasagne ein Skandal der Landwirtschaft? Bei diesen genannten Fällen eher nicht, sie werden aber der Landwirtschaft zugerechnet. Und viele nehmen die Anklage auch an.

        Also bitte ernsthaft: Welchen Skandal der letzten Jahre haben die Landwirte zu verantworten? Mich interessiert Ihre Meinung wirklich.

        1
        • Gephard sagt

          Hallo Willi,

          du hast recht und mich auf frischer Tat ertappt. 😉 Ich habe tatsächlich die verarbeitende Industrie mit der Landwirtschaft gleich gesetzt. Es gab aber auch vereinzelt Missstände zum Beispiel bei der Tierhaltung, wo die Verantwortung vor allem beim Landwirt zu suchen ist. Natürlich ist dieser Teil eines Systems, dass gewisse Zustände fördert und ebenso mitverantwortlich ist. Und klar ist auch, dass einzelne schwarze Schafe keine Spiegelbild des gesamten Berufsstands sind.

          Wissen die Landwirte, die zum Beispiel Westfleisch beliefern um die Arbeitsbedingungen dort? Falls ja, würden Sie deshalb auf eine Belieferung verzichten und öffentlich Westfleisch kritisieren?

          Dass CMA vorwiegend Werbung war, ist natürlich klar. Das ist auch keine Thema. Aber Majerus hat die CMA implizit als Gegenpol zu den Systemmedien ins Spiel gebracht. Ich wollte nur aufzeigen, dass das wohl nicht in seinem Sinne gewesen sein kann, einseitiger Berichterstattung einfach etwas anderes einseitiges entgegen zu setzen. Zumal CMA ja klar als Werbung zu erkennen ist und deswegen schon die schlechteren Karten hat.

          Ich habe mich allerdings immer schon gefragt, wie es ein Berufsstand hinnimmt, dass deren Produkte mit Bildern vermarktet werden, die fern jeder Realität sind und eine immer größere Diskrepanz beim Verbraucher erzeugen (Werbung: wenig Kühe auf der Alm, Realität: immer größere Ställe und Kraftfutter statt Wiese).

          1
          • Reinhard Seevers sagt

            Die Kritik an der Werbung hat ja bereits unser allerliebster Agrarminister Meyer in Neidersachsen vor Jahren beklagt. Es könne nicht sein, dass die Tierqualen nicht auf dem Etikett prangen würden.
            Für die Werbung ist in erster Linie die verarbeitende Seite verantwortlich, derjenige, der sein Produkt am Markt verkaufen möchte.
            Mein Vorschlag war ja immer, eine weiße Verpackung mit der Bezeichnung Milch müsse ausreichen….wer Idylle und Heiteitei kaufen möchte, muss ein anderes Produkt kaufen.
            Interessant ist zu sehen, dass das Auto nie mit Verkehrstoten, Umweltverschmutzung, und Artensterben beworben wird…warum eigentlich nicht? Es fährt immer durch eine wilde raue Landschaft und macht Spaß…

            2
          • Inga sagt

            Aber auf der Alm wächst nicht so viel Gras wie im Tal, wo die neuesten Agrartechniken angewandt werden und dadurch Massentierhaltung erst möglich ist.

            Was ist da fern der Realität?
            Dann fahre doch als Verbraucher dort hin, wo gesündere und weniger Pflanzen wachsen und dadurch event. gesündere Milch ohne Massentierhaltung erzeugt wird. Gerade wo du weißt, dass das die Massentierhaltung nicht leisten kann,
            Warm lässt du dich von dieser Werbung blenden!
            Oder bist du so ungebildet, dass du dir dass alles von Bauern erklären lassen mußt!

            0
            • Gephard sagt

              Ich kauf’s ja gar nicht, schon gar keine artfremde Muttermilch. Wie kommst du darauf`?

              Ich hätte nichts dagegen, wenn die Werbung gänzlich darauf verzichten müsste, Produkte mit Gefühlen zu bewerben. Das ist ja nicht nur bei Lebensmitteln so, sondern insbesondere auch bei den hier schon gefallenen Autos. Da geht’s vorwiegend um Spaß, Akzeptanz, Freiheit, Begehren oder indirekt Angst.

              0
          • Bauer Willi sagt

            Zu Arbeitsbedingungen bei Westfleisch: Darüber ist nun sicherlich schon wesentlich früher berichtet worden, so dass jeder grob darüber informiert ist. Wie es genau aussieht? Ich weiß es nicht, ich habe dazu noch keine Bilder gesehen, die juristisch eindeutig belegen würden, was verbal geäußert wird. „Alles ganz furchtbar“ kann stimmen. Oder auch nicht. Gleiches gilt übrigens auch für andere Branchen. (z.B. Textil Bangla Desh).

            Wie es der Berufsstand hinnehmen kann, dass mit realitätsfernen Bildern gearbeitet wird? Das trifft nun aber doch für jegliche Werbung zu! Manchmal sind sogar die Aussagen gelogen.(Haarshampoo, Zahnpasta, Waschmittel)
            Die agrarischen Produkte mit realitätsnahen Bildern vermarkten zu wollen, wäre wohl schwierig. Ein Stall mit 10.000 Hühner sieht relativ langweilig aus…

            1
            • Gephard sagt

              Also richtig in Szene gesetzt, lässt sich aus so einem Stall sicher so einiges herausholen. Ungewöhnlicher Kamerwinkel, stylische Beleuchtung etc.

              Oder man lässt es einfach bleiben und verzichtet auf beschönigende Bilder und belässt es beim Produkt und schreibt einfach „6 Eier aus XY-haltung“ auf die Packung. Brokkoli verkauft sich doch auch ohne dass man einen idyllischen Kleingarten zeigen muss.

              0
          • Christian Bothe sagt

            @Gephard,mir scheint Sie waren nicht auf der Höhe der Zeit wie ich Ihren Bemerkungen entnehmen muss ,als die CMA noch agierte. Habe ja meine Einschätzung schon kundgetan und erweitere dies noch auf meine CMA zertifizierten regionalen Kartoffellieferanten.

            0
          • Ferkelhebamme sagt

            „ Wissen die Landwirte, die zum Beispiel Westfleisch beliefern um die Arbeitsbedingungen dort? Falls ja, würden Sie deshalb auf eine Belieferung verzichten und öffentlich Westfleisch kritisieren?“
            An wen sollen wir denn dann liefern: Vion oder lieber Tönnies? Viel mehr bleibt nicht.
            Ich war schon im Schlachthof, Sie auch? Die Arbeitsbedingungen waren sehr gut, nur die Arbeit wollte ich nicht machen. Genau wie Sie.
            In den Unterkünften war ich nicht, kann das also nicht beurteilen

            2
          • Ehemaliger. Landwirt sagt

            #Wissen die Landwirte, die zum Beispiel Westfleisch beliefern um die Arbeitsbedingungen dort? Falls ja, würden Sie deshalb auf eine Belieferung verzichten und öffentlich Westfleisch kritisieren?#

            Weiß der Hofladenbesitzer, ob der Kunde seine Frau liebevoll behandelt, oder sie viel leicht schlägt?

            Muss er das Wissen?

            2
    • Christian Bothe sagt

      @Majerus.Eine richtige Einschätzung zur damaligen CMA! So eine Marketingorganisation fehlt heute, um die Stellung unserer LW und deren Produkte gegenüber der Gesellschaft klar definieren zu können. Habe selbst ab 1995 mit der CMA gut zusammen gearbeitet,sie hat mir die Listung meines Kartoffelklossteiges im LEH verbunden mit dem HKZ Thüringens erleichtert. Desweiteren gab‘s Auszeichnungen für gute Qualität,Flyer etc.Also insgesamt für mich und das kleine Unternehmen eine tolle Sache!

      0
      • Gephard sagt

        Warum gibt’s die CMA eigentlich nicht mehr oder warum kommt da kein Ersatz? Die Biobranche zeigt doch vorbildlich, dass das gut klappt. Es gibt wohl kein Bioladen und keine Biokette, die nicht auch über die Produktion und die Landwirte informiert. Warum gibt es am Gemüsestand oder der Fleischtheke keine hübschen Magazine mit Hintergrundartikeln, Rezepten und Konsumempfehlungen?

        0
        • Reinhard Seevers sagt

          Wenn du die letzten 20 Jahre nicht am PC verbracht hättest, dann wüsstest du das…omG
          Musst mal an der Kasse die schönen Zeitschriften mitnehmen, die jeder Laden auslegt….omG

          0
          • Gephard sagt

            Du meinst diese Lecker-Hefte? Oder habe ich da tatsächlich etwas übersehen, das zum Beispiel auch Haltungsbedingungen, Müllvermeidung zum Thema hat oder gar Landwirte oder Firmen porträtiert?

            0
            • Ferkelhebamme sagt

              Schau auf der Westfleisch-Seite: da gibt‘s schon lange Hofportraits. Und selbst in den Lidl Prospekten ist jetzt immer ein Bauer abgedruckt.
              Dafür erfordert vom Tierhalter allerdings ganz schön Mut, die Hofportraits z.B. haben den Tierrechtlern Anlass gegeben, dort einzusteigen, Bilder aus dem Krankenabteil als Skandal zu feiern und die ganze Familie an den medialen Pranger zu stellen. Ist Freunden von uns passiert, sind fast daran zugrunde gegangen, obwohl dass Vererinäramt keine Verstöße, außer Kleinigkeiten, gefunden hat.

              1
              • Gephard sagt

                Westfleisch ist mit den Infos aber nicht am Kunden und sie sind ja eben nicht die Landwirte. Order können die Landwirte bestimmen, wie sie bei Westfleisch dargestellt werden?

                0
        • Christian Bothe sagt

          @Gephard,hat bei uns nichts genutzt.Ein vor 5 Monaten eröffneter Bioladen mit 4000 Artikeln ist gerade pleite gegangen.Erwähnte es schon mal…

          1
          • Gephard sagt

            Auch andere Läden funktionieren nicht überall. In Hannover hat der Alnatura in der Innenstadt dicht gemacht, obwohl die beiden außerhalb prächtig funktionieren. Also selbst eine erfahrene Kette mit ihren Location-Scouts und Marktanalysen kann die mögliche Kundschaft nicht sicher abschätzen. Außerdem ging es mir ja nicht darum, dass die Information den Laden offen halten, sondern um das Image.

            0
    • bauerhans sagt

      „…und insbesondere die CMA war immer präsent.“

      die hauten lustige werbesprüche raus,die aber nix bewirkten und wurden von exzentrischen geschäftsführern zur selbstdarstellung missbraucht.

      2
      • Gephard sagt

        Lustig? Eher traurig und zynisch. Bei Leichenteilen noch von Lebenskraft zu sprechen … über diesen Widerspruch haben wir uns als Kinder schon lustig gemacht. Die Lebenskraft kommt ja erst mit den Maden wieder ins Fleisch. Nur dann kauft’s keiner mehr.

        0
  7. Rudolf Majerus sagt

    Diese Antwort des Bürgers liegt halt leider auch daran, das sich die Staatsmedien und auch die etablierten anderen Medien ( Zeitungen etc.) in einigen Bereichen in der Vergangenheit sich auch nicht gerade mit wahren Fakten sondern mit tendenziöser und teilweise bewußt falscher Berichterstattung im Kampf um Marktanteile und das Wohlwollen einiger NGOs ( Spendensammelvereine )ausgezeichnet haben. Vor allem das unüberlegte Veröffentlichen von vielen Falschmeldungen der NGO hat in meinen Augen zu diesem Vertrauensverlust geführt.
    Genau dieser führt heute dazu, das Menschen sich aus den echten und den gelogenen Fakten sich die für sie angenehmste Faktenlage zusammenstricken.
    Und diese Trolle im Bereich der Landwirtschaft waren zu erwarten, da es aus Sicht der radikalen Gegner der Landwirtschaft nicht sein kann was in ihren Augen nicht sein darf: Das die Landwirtschaft positiv wahrgenommen wird. Denn dann brechen diesen die Gegner die Spenden und die Wahlerfolge weg.

    4
    • Reinhard Seevers sagt

      Ich finde, wer den Begriff „staatsmedien“ verwendet, gehört zu den Extremisten, Links, wie Rechts.

      „Journalisten und Medien werden kritisiert, seit es sie gibt. Politiker, Kirchenvertreter, Wirtschaftslenker versuchten schon seit der Erfindung des Buchdrucks, die Medien zu diskreditieren, wenn Berichte nicht nach ihrem jeweiligen Geschmack ausfielen.

      Franz-Josef Strauß beschimpfte Journalisten als „jaulende Hofhunde“, Helmut Schmidt als „Wegelagerer“, Kanzler Kohl stempelte sie zu Gesinnungsjournalisten, Otto Graf Lambsdorff sprach von „journalistischen Todesschwadronen“, Oskar Lafontaine von „Schweinejournalismus“ und der ehemalige Außenminister Joschka Fischer von „Fünf-Mark-Nutten“. Auch auf den Ranking-Listen der glaubwürdigsten und anerkanntesten Berufe landen Journalisten regelmäßig auf den hinteren Plätzen, übrigens: in enger Nachbarschaft zu Politikern.“
      Auszug aus: „Lügenpresse“ und Co.
      Warum die Medien am Pranger stehen
      Von Michael Meyer

      1
      • Christian Bothe sagt

        RS.Den Begriff „Staatsmedien“ finde ich nicht so schlecht, denn manchmal fühlt man sich bei Recherchen und Reportagen im öffentl.rechtl.Fernsehen insbesondere zur LW sehr nahe
        der regierenden Administration( Mainstream,Grüne,FFF usw.).So etwas hatten wir schon mal…Vielleicht sollte die Journaille auch nicht überall „draufhalten“, trotz aller journalistischen Freiheiten und genauestens recherchieren…

        3
      • Obstbäuerin sagt

        Staatsmedien ist aus meiner Sicht tatsächlich nicht haltbar, denn es sind Parteien oder zunehmend andere Gruppierungen, die die Macht und das Geld haben, Medienpolitik zu betreiben. Eine positive Entwicklung ist das jedoch nicht.

        1
  8. Reinhard Seevers sagt

    Die modernen Medien, in Kombination mit der freien Meinungsäußerung muss solche Zustände gebären, das ist die logische Folge.
    Vielleicht ist es eine Frage der Zeit, des Aushalten, bis es sich wieder beruhigt.
    Gestern habe ich ein Interview eines Teilnehmers an einer Anti- Corona Demo gesehen
    Der Bürger meinte, er würde von den „Staatsmedien“ falsch informiert, das könne man an den richtigen Fakten im Internet jederzeit nachlesen. Da sieht man doch sehr schön, wie Freiheit zum Boomerang werden kann.
    Ich hoffe, dass die Vernunft, das Wissen und das Vertrauen zurückkehren!

    1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.