Bauer Willi
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Methan – Freispruch für Kühe und Reis

Harald Lesch hat sich mit den steigenden Methan-Gehalten befasst und herausgefunden, dass es ganz andere Quellen gibt als rülpsende Kühe. Und diese Ursachen könnte man ganz schnell abstellen, weil sie mit Landwirtschaft nichts zu tun hat.

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68 Kommentare

  1. Jochen Böhrer sagt

    Deshalb spielte in Glasgow bei den Gesprächen um eine 30%ige Reduktion die Tierhaltung überhaupt keine Rolle. Es ging ausschließlich um fossiles Methan, dass durch menschlichen Einfluss freigesetzt wird. Unsere Medien, NGOs und viele Politiker konnte das aber nicht davon abhalten, die Forderungen auf die Tierhaltung zu beziehen. Man nennt sowas “Verlogenheit”

  2. Thomas Apfel sagt

    Wenn die neuesten Erkenntnisse hinsichtlich des Verhaltens von Kohlenstoff und CO2 in tiefen Erdschichten bei hohem Druck und hohen Temperaturen stimmen, könnte die ganze Theorie der ausschließlich fossilen Methanquellen und der fossilen Herkunft von Erdgas und Erdöl kippen. Dann sind unsere schönen Klimamodelle in Bezug auf Methan dahin. Schließlich sind 99,9 % des Kohlenstoffs im Erdmantel (Lithosphäre) gespeichert und einige Theorien der chemischen Prozesse im Erdinneren kippen gerade. Selbst wenn die von Lesch erklärte Theorie der Methankreisläufe stimmt, beleuchtet sie doch nur einen Teil des Ganzen. Wir werden z.B. aus verschiedenen Gründen das Auftauen der Permafrostböden nicht beeinflussen können, diese Mengen an Methan, die dort frei werden könnten, toppen alle anderen Quellen.
    Mit der Klimadiskussion ist das ein wenig wie vor Gericht und auf hoher See, dort ist man allein in “Gottes Hand”.

    • Reinhard Seevers sagt

      Thomas, stell dir vor, man würde verkünden, dass die Apokalypse bevorsteht und nicht mehr aufzuhalten ist…..genau, globales Chaos wäre die Folge. Ergo muss sich der Mensch Hoffnung machen, eine Zukunft sehen, auch wenn es keine gibt.
      Bis dahin werden Schuldige gesucht, gefunden und benannt….in forderster Linie stehen Fleischerzeugende Bauern und Fleischverzehrende Bürger. Ganz hinten stehen Lastenfahrrad fahrende, urbane Veganer. Sterben müssen alle, nur der eine hatte eben mehr Schuld als der andere. 😎
      Das wird dann an der Himmelspforte wieder deutlich, wenn man abgewiesen wird.

      • Inga sagt

        Aber es spornt uns doch an zu suchen, oder?

        Vielleicht gelangen wir auf diese Weise zu noch neueren Erkenntnissen..

      • Thomas Apfel sagt

        Passend zum Thema “Untergang”

        Frau Merkel kommt an der Himmelpforte an: “Sie haben die Wahl, Frau Merkel, möchten Sie in die Hölle oder in den Himmel ?
        Kann ich mir das beides mal ansehen ?
        Ja, natürlich !!
        Hölle: Alle liegen auf Liegestühlen am Meer mit Drink in der Sonne, Einige spielen Golf.
        Himmel: Sanfte Musik, alle liegen faul mit Drinks auf weichen Wolken herum und Einige singen.
        Na gut, ich wähle die Hölle, da ist mehr los ! “, entscheidet sich Frau Merkel.
        Sie wird zur Höllenpforte gebracht, die Tür öffnet sich, Allen steht die Sch… bis Unterkante Oberlippe. Einer sagt: Komm rein, aber mach keine Wellen !
        Merkel: “Das sah doch vorhin ganz anders aus ?”
        Engel: “Ja, das war VOR der Wahl !!.

    • Inga sagt

      Ja,
      Wenn Methan weniger lange in der Athmosphäre bleibt,
      Dann könnte sich doch der verbleibende Teil dort stabilisieren, indem die Permaeise genau so langsam schmelsen.

  3. Janine sagt

    Na jetzt wissen wir es ja endlich und die Forschung der letzten Jahrzehnte war nur Fake News – ok – von offizieller Seite (World Watch Institute, Oxford Studies und Universität Wien) aber halt die Lügepresse – und Schwupp – es war nur das Fracking.
    Gut, wenn man einen noch skrupeloseren Verursacher findet.
    Witzigerweise – ich habe für die Energiebranche lange Jahre gearbeitet – ist die Argumentation mit den Leckagen immer – will meinen AUSSCHLIESSLICH aus einer Ecke gekommen -> Von der Agrarindustrie – Noch Fragen?

  4. Lieber Willi,
    wenn Du hier im Titel Kühe und Reis “freisprichst” ist das leider nur Whataboutism. In dem Video erklärt Lesch dorch sehr deutlich, woher die Zunahme des Methans in der Atmosphäre kommt #fracking. Wenn wir das fracking bzw. die stillgelegten Bohrlöcher nicht in den Griff bekommen, fliegt uns das alles um die Ohren.
    Es kann aber nicht schaden, auch die anderen Methanquellen in den Griff zu kriegen 😉

    • Reinhard Seevers sagt

      ….es kann auch nicht schaden, wenn alle ihren Konsum reduzieren, das Reisen in ferne Länder aufgeben, ….mathematisch lässt sich immer noch deutlich erkennen, wo der CO2 – Ausstoß herrührt und wer ihn verursacht.
      Wie hoch schätzen sie den Willen zur Änderung dahingehend ein?
      Ohne Nahrung geht eine Änderung am schnellsten…😎

        • Bauer Willi sagt

          Es muss ja nicht gleich die Abschaffung sein. Aber merkwürdig ist doch schon, dass das Bevölkerungswachstum als Grund für die Klimaveränderungen kaum diskutiert werden. Mehr Menschen verbrauchen mehr Energie. Ich weiß, dass ist schwierig mit den Kirchen zu diskutieren. Aber bei weniger als 10% praktizierenden Christen ist das nur ein Scheinargument…

          • Inga sagt

            Die verbrauchen nicht nur mehr Energie,
            die brauchen auch mehr Nahrungsmnittel und fördern so die Intensivlandwirtschaft!

            Ich dachte früher mal, die GRÜNEN sind landwirtschaftsfreundlich verbieten zwar der Großindustrie die Rauchschlote und fordern Abluft- und Abwasserfilter, damit die Luft und Flüsse wieder rein werden,
            arbeiten mit dem Umweltministerium zusammen, aber auch mit dem Landwirtschaftsministerium , umdie Landwirtschaft so umweltfreundlich (wirtschaftlich u. ökologisch) wie möglich zu machen.
            Das könnte dohc ihr Parteiprogramm sein,oder?

            Aber stattdessen gehen sie dagegen an und erkläten die Landwitschaft zu ihrem Feind!

      • Inga sagt

        Da ist doch nur deutlich gemacht worden, dass die Grösse der Zunahme von Methan in der Luft nicht den Wiederkäuern und dem Reisanbau zu zurechnen ist.
        Also können das die NGOs nicht mehr behaupten.

      • Thorens sagt

        @Reinhard Seevers:
        Ja, genau, Konsum reduzieren. Und zwar nicht nur beim Fleisch und den Reisen. Mode z.B. wäre da auch etwas nicht so Überlebenswichtiges. Der Haken ist, dass bei Konsumverzicht das so wichtige ewige Wirtschaftswachstum leiden wird.

        So lange, wie weiterhin mit fossiler Energie betriebene Kreuzfahrtschiffe frisch vom Stapel laufen, die zu nichts Anderem da sind, als mit ihnen Lustreisen zu unternehmen, so lange geht es uns noch nicht wirklich schlecht.

        • Inga sagt

          Anschaffungen von umweltschädigenden Gütern aus Prestige- oder Lususgründen müssten verboten werden.

    • Bauer Willi sagt

      Nichts anderes sage ich hier. An keiner Stelle bezweifele ich, dass Widerkäuer aller Art Methan rülpsen. Gilt übrigens auch für alle Wildtiere. Die Zahl der Widerkäuer ist übrigens in Deutschland rückläufig.

      Die Sache mit dem Fracking war mir übrigens neu. Wahrscheinlich hast Du das längst alles gewusst. Ich eben nicht.

      Helfen würde auch, wenn unsere Mitbürger nicht immer den neuesten 5er BMW oder Q5 fahren würden. Ein 12 Jahre alter Touran mit einem Durchschnittsverbrauch von unter 6 Liter tuts auch. 🙂

      • hennes sagt

        Und nicht jeder Landwirtschaftliche Betrieb braucht einen Vario 1050! Oft tut es auch Ein 828 oder 724 für die gleiche Arbeit! Studien zeigen das 20-30% der Beriebe einen viel zu großen Fuhrpark betreiben! Wobei in einigen Fällen prestigegründe die Mutter der Kaufentscheidung sind!!!

        • Bauer Willi sagt

          Ich teile mir mit meinem Nachbar einen 714. Der Trecker ist inzwischen 15 Jahre alt. Die Kooperation (nicht nur Maschinen) besteht jetzt seit 50 Jahren.

          So wie ich meine Berufskollegen kenne, kauft da niemand mehr Maschinen aus Prestigegründen. Ein uraltes Argument, dass immer wieder gerne gepflegt wird.

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Mein Fendt Vario 260V ist jetzt 22 Jahre alt.
          Die Entscheidung auf den Fendt ist gefallen, weil er für meine Zwecke das beste Gerät war. (Ein Landini wollte ich mir nicht antun)

          Komme fast täglich auf den Mitarbeiterparkplatz einer Fabrik vorbei, was glauben sie was da für Autos stehen? Will jetzt nicht sagen, dass denen ein 500 Fiat auch reichen würde, aber ob es einer mit Stern, oder mit 4 Ringen sein muss, frage ich mich schon, aber die Gründe bekomme ich noch raus.

  5. Zur Erinnerung bzw. Kenntnis – Der Methanausstoß der Rinder hat in erster Linie mit dem Rukuts (Rülps) zu tun. Es kommt also vorne raus und nicht hinten. Es entsteht durch die Tätigkeit von Mikroorganismen (Archaeen) bei der Zersetzung von Fasern (Gras, Mais u.ä.).

    Etwas beiläufig sagt Herr Prof. Lesch, dass Methan (10x) schneller zerfällt. Das muss man bei der Bewertung beachten und darin liegt auch die große Chance.
    In der Rinderhaltung wird seit etlichen Jahren an Methoden, insbesondere der Fütterung, gearbeitet, um den Methanausstoß um ca. 30% zu verringern.
    Das ist zwar ein nützlicher Beitrag, aber nicht, wie of irrtümlich angenommen, der Löwenanteil.

    Vielen Dank für diesen erhellenden Beitrag.

    • Bauer Willi sagt

      Ein Studienfreund hat schon vor 30 Jahren daran geforscht. Es geht, aber das gesamte System der Widerkäuer gerät dabei in Unordnung. Das Methan wird ja von Bakterien produziert, die das Futter zersetzen. Wenn das ineffektiver wird, sind der Methanausstoß.

      • Inga sagt

        Bei der Silierung unterliegt es ja auch einer Gärung, wo wohl Methan entsteht und das kann man dann bei der Biogasanlage benutzen; oder?

        Dann kommt ja auch ein gewisser Anteil von den Fahrsilos im Feld in die Luft, oder?
        Bei der Sauerkrautherstellung wohl auch.

        Hat man aber bestimmt noch nicht gemessen, oder?

        • Jürgen Plesse sagt

          Hallo Inga,
          bei der Silierung sind nahezu ausschließlich Bakterien tätig, die Zucker umsetzen und Säuren bilden – daher Sauerkraut. Das führt zur Konservierung. Dabei entsteht so gut wie kein Methan.
          Archaeen sind eine andere Klasse von Mikroorganismen, die im Pansen, wie auch in der Biogasanlage, bei der Faserzersetzung (Fermentation – Lignine, Zellulosen, Hemizellulosen) beteiligt sind. Bei der Spaltung der langkettigen Moleküle (Kohlenstoffketten) entsteht neben Energie auch Methan.

          Die Prozesse sind eben viel komplexer und vielgestaltiger, als viele “Besserwisser” glauben machen. Wie Bauer Willi auch richtig schreibt, kann man hier nicht unbegrenzt eingreifen ohne den Wirt (das Rind, Schaf, etc.) zu schädigen. Hier besteht eine Symbiose, deren Trennung zum Ende beider Beteiligten führen würde.

          Man sollte bei der ganzen Diskussion nicht vergessen, dass diese Prozesse dafür sorgen, dass eigentlich für Monogastriden (zu denen auch die Menschen gehören) unverdauliche Stoffe in veredelter Form hochwertige Nahrungsmittel (Milch, Fleisch) ergeben.

          • Inga sagt

            Danke,
            Ja das stimmt.

            Alle technischen Veränderungen an der Natur sind menschengemacht und so auch zum Nutzen des Menschen,
            können leider auch negativer Folgen für die Ökologie haben.
            Deswegen müssen wir achtsam sein und nicht die Zeit mit Schuldzuweisungen vergeuden!

  6. Mark sagt

    Wissenschaftspopulist Lesch ist immer mit Vorsicht zu geniesen. So wie er jetzt das Fracking “niedermacht” kann er schon das nächste mal wieder auf die Landwirtschaft eindreschen. Dabei agitert Lesch häufig mit Halbwahrheiten. So ist Methan seinen Aussagen zu Folge 84 mal klimawirksamer als CO2. Dies stimmt so nicht, da hierbei noch nicht berücksichtigt ist, dass Methan in der Atmosphäre ein instabiles Gas ist und innerhalb 8 – 12 Jahren vollstandig in Wasser und CO2 zerfällt. Daher wird üblicherweise dem Methan eine Klimasensitivität von 25 zugeschrieben. Die Klimawirksamkeit von Methan ist ohnehin sehr fraglich. Dies zeigen die Absorptionsbanden dieses Gases . Entweder werden sie von Wasserdampf überlagert oder sie liegen in Frequenzbereichen, wo die Erde kaum Strahlung abgibt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Atmosph%C3%A4risches_Fenster#/media/Datei:Atmospheric_Transmission_de.png

  7. Christian Bothe sagt

    Bin nicht gerade ein Fan von Lesch und seinen Aussagen… Diesmal belastet er mal nicht die LW direk und unsere furzenden Kühe sind mal außen vor… Ist erstaunlich! Ob das mit dem Fracking und CH4 – Ausstoß so ist,kann ich mir bei der Größenordnung von Fracking in den USA in den vergangenen 10 Jahren nicht so vorstellen, obwohl er es versucht zu begründen! Aber den höheren CH4 -Ausstoß nur darauf zu begründen? Hat‘s gut erklärt aber ich denke es hat mehr natürliche Ursachen(Ozeane,Permafrost u.a.),die für das Klimagase und damit für die Erderwärmung verantwortlich sind.

  8. Reinhard Seevers sagt

    Versteh ich nicht, seit 2008 ein permanenter Anstieg? Der Grund sind verwaiste nicht gestopfte Löcher Pleite gegangener Unternehmen? Das ist ein Widerspruch, denn der Boom in der Förderung begann doch erst danach so richtig und Firmen in den USA schossen wie Pilze aus dem Boden. Könnte es nicht eher sein, dass die Förderung selbst der Grund ist (Leckagen etc.)?

    • Stadtmensch sagt

      Ich erinnere mich an ein Video, wo jemand den Wasserhahn aufdrehte und den Wasserstrahl dann anzünden konnte. Ging um Fracking.

      • Frank sagt

        Das war der Film “Gasland” und die Sache mit den brennenden Wasserhähnen war gelogen. Mit Fracking hatte das nichts zu tun. In der Gegend enthielt das Trinkwasser Methan aus Mooren. Dass man Trinkwasser dort anbrennen konnte, war schon lange bekannt, bevor man da mit Fracking anfing.

      • Paulus sagt

        Wenn ein Wasserstrahl zündbar wäre würde ich mich als Ing. um eine Lösung bemühen diesen als Energiequelle zu nutzen. Genießbares und wertvolles H2O wäre dann sozusagen ein Abfallprodukt. Merkt ihr eigentlich noch was? Ist ungefähr genau so bescheuert als würde ich behaupten, man müsse einer Kuh nur ein Feuerzeug unter den Hintern halten um sie zur Explosion zu bringen.
        Und jetzt kommt garantiert unser Allroundexperte Seevers – der googelt schon.

        • Reinhard Seevers sagt

          …was soll ich googln Paulus? 🤓
          Hab ich was von Wasserstoff gesagt? Wann, wo?
          Merkste noch was?

          • Paulus sagt

            Seevers, die Sache mit dem Wasserstoff ist ein völlig anderes Thema. Die bei allen Chemielehren zu Unrecht gefürchtete Knallgasprobe wird dir bei einer Kuh wohl kaum gelingen.

      • Reinhard Seevers sagt

        OK, dann hab ich es anders wahrgenommen. Er spricht aber von Stopfen der Löcher als Lösung, nicht das Einstellen der Förderung selbst.
        Bei uns wird ja auch gefrackt, soll Ursache etlicher kleiner Erdbeben und Risse bei Gebâuden sein.

        • Heidrun Schulte sagt

          Meines Wissens war es in Nordholland angesagt und wurde eingestellt. Ob die Gasfelder in Niedersachsen jetzt nur noch mit dem amerikanischen Fracking funktionieren, das weiß ich nicht. Könnte da auch Unterschiede geben.

        • Lesch meinte bestimmt beides, nur die offenen Bohr- oder Frackinglöcher, die wegen des Bankrotts der Firma nicht zugemacht werden können, die sondern für nix viel ab!

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