Bauer Willi
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Keine „falschen“ Worte mehr…

Nachdem der Artikel von Samstag bei Facebook gelöscht wurde, habe ich ihn etwas überarbeitet. Bin gespannt, ob er wieder als Verstoß gemeldet und gelöscht wird.

Die xxxxxx sehen sich als die xxxxxxxxxx für Deutschland auf der anderen Seite des Parteienspektrums. Anders als die xxx generieren sie ihr Wählerpotential aus dem gehobenen Bürgertum, aus akademischen Kreisen, aus Menschen, die eher mit dem Kopf als den Händen arbeiten. Handwerker oder Landwirte gehören eher nicht zu ihrem Wählerklientel. Die xxxxxx wollen die Gesellschaft verändern, Strukturen umbauen, kurz: die Welt besser machen. Sie meinen erkannt zu haben, was alles schief läuft und sind sehr gut in der Analyse. Sie weisen beständig darauf hin, was man unbedingt verändern müsste und was die gegenwärtige Regierung alles falsch macht.

Nachdem xxxxx xxxxxxxxx mit seiner doch eher plumpen Art und Frau xxxxxx mit ihren xxxxxxxxx Äußerungen beim Publikum nicht so richtig angekommen sind, hat man die Spitze der Partei nun mit einem jugendlich erscheinenden Soziologen mit Drei-Tage-Bart und kesser Frisur sowie einer jungen, hübschen Frau mit heller Stimme und flotter Sprache ausgetauscht. Faktisch das personelle Gegenmodell zur bisherigen Führung. xxxxxx xxxxxxx scheint ganz aus dem Rennen zu sein nach seinem Fehltritt mit der Kugel Eis in der Stromrechnung.

Die xxxxxx geben sich modern und zukunftsgewandt und „wollen die Menschen mitnehmen“, sozusagen „auf Augenhöhe begegnen“ und ernst nehmen. Das klingt liberal. Aber sie proklamieren, immer im Mainstream, nur vordergründige Lösungen.

  • Feinstaub? -> Verkehrswende!
  • Klimawandel? -> Energiewende!
  • Nitrat und Antibiotika? ->Agrarwende!

Das kommt an und so ist auch der Zuspruch zu dieser Partei zu erklären: Wir definieren das Problem und haben auch gleich die Lösung. Ein Marketing-Prinzip, mit denen auch die xxx´s arbeiten und erfolgreich sind. Oder auch der xxxxxxxxxxxx-Handel, die xxxxxxxx-Industrie oder andere Branchen. Ein Problem konstruieren, zu dem man das passende Produkt hat.

Wobei es meist anders herum läuft: man hat ein Produkt, zu dem man jetzt ein Problem finden muss mit dem man sich vom Wettbewerber absetzt. Und das wird dann der neue Mainstream. Beispiele gefällig?

  • Klimawandel -> weniger Fleisch -> vegetarische Produkte.
  • Übergewicht -> weniger Zucker -> Light-Produkte
  • Schlimme Pestizide und gequälte Tiere -> mehr Bio.

Genial, wie da ein Rädchen ins andere greift.xxxxx, xxx´s und xxx arbeiten Hand in Hand. Und die Kasse stimmt. Beziehungsweise das Wahlergebnis.

Die Lösungen, die die xxxxxx anbieten, sind ebenso einfach wie radikal. Die Gedanken der sozialen Marktwirtschaft, in der der Staat lediglich die Rahmenbedingungen setzt für fairen, sozial- und umweltverträglichen Wettbewerb, werden ersetzt durch direkte staatliche Eingriffe. Gut, der Veggie-Day ist erst einmal vom Tisch, aber eine mögliche Enteignung von Immobilienkonzernen gilt laut xxxxxx als durchaus denkbar. Eine Frauenquote zu fordern kommt bei den Wählerinnen möglicherweise gut an, hat aber mit Liberalität nicht mehr viel zu tun. Und die Anzahl der Flugreisen zu kontingentieren ebenso wenig. (Wobei mir  persönlich der Gedankenansatz durchaus gefällt) Bevormundung steht vor der Freiheit des Einzelnen.

Wie schreibt die Süddeutsche: (Zitat) „In der moralisch aufgeladenen Welt der xxxxxx gelten fremde Positionen schnell als interessensgeleitet und reaktionär. Der moralische Kampfmodus hat den xxxxxx gerade in Abgrenzung zur xxx viel Zustimmung beschert, er trägt aber auch dazu bei, die Gesellschaft zu polarisieren.“ (Zitatende) Und die Süddeutsche Zeitung zählt ja nun nicht gerade zu den rechten Medien.

Hier hätte der Link zur Süddeutschen Zeitung gestanden

Mit der Lebenswirklichkeit der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung haben die xxxxxx ohnehin wenig am Hut. Die Kassiererin im Supermarkt oder die Rentnerin mit 900 € monatlich können mit vegetarischen Produkten herzlich wenig anfangen und Bio können sie sich schlicht nicht leisten. Sie verstehen auch das ganze „Gedöns“ um den Klimawandel nicht, weil sie eh kein Auto fahren, sondern auf den Bus angewiesen sind. Und während die einen am Sonntag abend „Anne Will“ mit xxxx xxxxxxxx sehen (wahlweise auch Maybritt Illner mit xxxxxx xxxxxx) , liegt die Kassiererin schon lange im Bett, weil morgens um 5:30 Uhr der Wecker klingelt.

Ob die für xxxxxx mich als (konventioneller) Landwirt wählbar sind? Eher nicht. Ich habe eine natürliche Aversion gegen alle Parteien, die einfache Lösungen anbieten.

  • Ich habe was gegen Politiker, die sich dem Dialog verweigern (xxxxx xxxxxxxx)
  • Ich habe was gegen Menschen, die mich beim ersten kritischen Kommentar blockieren. (xxxxxx xxxxx).
  • Ich habe was gegen Personen, die wider besseren Wissens die Wahrheit beugen. (xxxxxx xxxxxx, xxxxxx xxxxxxxx)

Hier hätte wieder ein Link gestanden

Und überhaupt habe ich was gegen alle Parteien, die die Agenda ihrer Politik zu Lasten von Minderheiten machen. Und ich bin, als Bauer, in einer Minderheit.Ich warte aber noch ab, ob sich diese Stimmen auch durchsetzen.

Etwas Versöhnliches zum Schluss: Ja, es gibt Stimmen innerhalb der xxxxxx, die einen Realitätssinn für das Machbare haben. Die sich mit Landwirten an einen Tisch setzen um Wege zu finden, die gangbar sind. Die wissen, dass Änderungen ihre Zeit brauchen.

Bauer Willi

 

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15 Kommentare

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ruprecht Polenz hat dem rezo in einigen Dingen Recht gegeben, folgende Sätze sind mir in das Auge gestochen:

      „Zwar sind nach dem ARD-Deutschlandtrend viele Bundesbürger (81 Prozent) der Auffassung, dass Deutschland gerade beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen sollte. Die Einführung einer CO2-Steuer, die den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids verringern soll und die auch von Dir mit guten Gründen gefordert wird, lehnt eine deutliche Mehrheit (62 Prozent) allerdings ab. Mit anderen Maßnahmen, die auch den einzelnen Bürger treffen, dürfte es nicht anders aussehen.“

      Genau dies ist es, das eine sinnvolle Klimapolitik verhindert, jeder verlangt vom anderen, er soll was machen, nur nicht er selbst. Große Sprüche im Netz kann jeder loslassen, jetzt frage ich nur noch, was tut der Rezo und seine Beifallklatscher selbst für die Umwelt?

      Ich fange mal mit 22,5 KW Photovoltaik an, was hast Du zu bieten?

      Wo lässt Ruprecht Polenz die Bauern alt aussehen?
      Hast Du Wahrnehmensstörungen?

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  1. BerndK sagt

    Willi! Hoffentlich hast Du Dich bei Facebook gewehrt und die Löschung (Zensur) rückgängig machen lassen.
    Ich habe immer bewundert, dass Du in Deinem Blog immer einen moderaten Ton gefunden hast, obwohl ein solcher nicht immer einfach zu bewerkstelligen ist. Manchmal möchte man doch mal mit der Faust auf den Tisch schlagen und nicht nur auf den grünen Tisch.
    Jetzt kommt aber das große ABER: Eine Formulierung wie:… „jugendlich erscheinenden Soziologen mit Drei-Tage-Bart und kesser Frisur sowie einer jungen, hübschen Frau mit heller Stimme und flotter Sprache..“ hätte ich so nicht von Dir erwartet. Eine als abwertend zu fühlende Reduzierung der agierenden Personen auf ihr Erscheinungsbild passt nicht zu Deiner sonst souveränen argumentativen Haltung.

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    • Bauer Willi sagt

      Vermutlich hat das ja zur Löschung beigetragen… 🙂

      Im Ernst: „eine als abwertend zu fühlende Reduzierung der agierenden Personen“ erlebe ich hier im Netz fast täglich. Jetzt habe ich mal die Contenance verloren und schon passt es auch wieder nicht. 🙂

      Eigentlich ist es doch ein Lob für die „agierenden Personen“. Jedenfalls im Vergleich zu ihrem Parteimitglied A. H. ist es eine optische Bereicherung. Und nicht nur das. R. H. überrascht mich immer wieder mit seinen wohlüberlegten Worten.

      War das jetzt argumentativ souveräner? 🙂

      6+
      • Paulus sagt

        Also, ich empfinde eher den A.H. als optische Bereicherung und meine das ehrlich.
        Zu Anfang dachte ich immer der kommt aus Oberammergau, bis sich herausstellte, dass der wirklich so ist und immer so aussieht. Nix mit Madonnendarsteller oder so.
        Dagegen sind A.B. und R.H. auf ihr Äußeres bezogen doch eher so lala. Dabei fällt mir auf, das Gesicht der A.B. erscheint mir etwas aufgedunsen, das gibt Anlass zu gewissen Vermutungen.

        Und was die Contenance betrifft nehme ich jegliche Kritik von dir und lenke sie gerne auf mich: Ich bezeichne diese ehem. NRW-Ministerin namens Bärbel Höhn seit jeher und immer noch als „verlogene quaddelige Ökoschlampe.“ Außer einem gewissen Herrn Niemann hier, hat sich darüber noch nie jemand aufgeregt.

        Jetzt stellt euch mal vor ich hätte diesen Beitrag, unabhängig seiner äußerst zweifelhaften intellektuellen Qualität auf Facebook gepostet. Da hätte ein Löschtuppes wahrscheinlich ganz schnell zugeschlagen und ich wäre der Zensur unbestimmbarer Mächte anheimgefallen.
        Und jetzt lasst euch weiter fremdbestimmen, liebe Facebooker.

        3+
        • bauerhans sagt

          „verlogene quaddelige Ökoschlampe.“

          immerhin,studierte mathematikerin.

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          • Paulus sagt

            Bauerhans, das ist mir bekannt und aus diesem Grund unterstelle ich ihr eine hohe Intelligenz, das habe ich hier aber schon mal gesagt.
            Gefährlich wird es wenn Menschen mit hoher Intelligenz ideologisch statt vernunftgesteuert sind. Ohne jetzt auf Einzelheiten einzugehen wurde mir das am Beispiel Höhn nicht zum ersten Mal bewusst.

            1+
            • BerndK sagt

              Gefährlich wird es, wenn Menschen mit einem niedrigen IQ ideologisch statt vernunftgesteuert sind 🙂

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          • Ferkelhebamme sagt

            Dafür war ihre Gleichung von „zwei Schweinen im Bett“ aber sehr schlicht. Hat sie doch nicht beachtet, dass weder die Masse der Schweine eine konstante Größe ist, noch die Lage im Raum. Und das ihr Ergebnis der maximale Grenzwert ist.
            Oder sollte das gar Absicht gewesen sein?…

            1+
        • Bauer Willi sagt

          @Paulus
          das war aber jetzt argumentativ nicht sehr souverän….
          Ich bin anderes gewohnt und jetzt sehr, sehr enttäuscht…

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    • Sabine, die schaffiebrige sagt

      Eine Formulierung wie:… „jugendlich erscheinenden Soziologen mit Drei-Tage-Bart und kesser Frisur sowie einer jungen, hübschen Frau mit heller Stimme und flotter Sprache..“

      Find ich sehr sachlich und nicht zu bekritteln.

      Und es gäbe einiges an Äußerlichkeiten, dass ich an so manchem Politiker dieser Partei der Würde einiger Ämter nicht angemessen finde.

      2+
    • Inga sagt

      Ich denke er ist am überlegen und wollte deswegen fragen, ob es so bei FB durchkommen würde?

      Ob es so auch zensiert werden würde?

      1+

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