Bauer Willi
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Grüne Woche, Demos und die Zukunft

Grüne Woche

Ich fahre diese Woche wieder nach Berlin. Dort findet, wie jedes Jahr, wieder die „Grüne Woche“ statt. Für mich als Bauer ist das eine tolle Ideenbörse, um zu sehen, was andere mit und um Lebensmittel herum machen. Das man aus altem Brot noch Bier brauen kann zum Beispiel. Oder neue Verpackungslösungen aus recycelbarem Material. Vegane Bratwurst? Probieren kann man ja mal. Und das McDonalds sich mit Nachhaltigkeit präsentiert ist schon merkwürdig. Aber nötig haben sie es ja. Und dann natürlich der Erlebnis Bauernhof in Halle 3, wo vor allem Landwirte unter sich sind. Was nicht heißt, dass der normale Bürger oder Schulklassen dort nicht auftauchen.

Demos

Wenn Grüne Woche ist, dürfen die Demos nicht fehlen. Zum zehnten Mal findet am 18.1. die Demo „Wir haben es satt“ statt. In einem Interview auf tagesschau 24 wurde einer der Mitorganisatoren von der AbL im Vorfeld der Demo gefragt, ob sie denn in den letzten 10 Jahren nichts erreicht hätten. „Wir haben Landwirtschaft zu einem gesellschaftlichen Thema gemacht“ war die Antwort. Klar wurde in diesem Interview aber auch, dass bei „WHES“ nur ein ganz geringer Anteil der demonstrierenden Personen wirklich Landwirte sind. Und von denen sind die meisten Bio-Bauern, die zusammen mit Greenpeace, Campact, Attac sowie BUND, NABU und WWF die Straßen bevölkern. Die Themen sind übrigens die gleichen geblieben wie in den Jahren zuvor. Die Redner auch. Während 2018 noch konventionelle Landwirte angesprochen wurden, fehlt dies meines Wissens in 2020. Will man unter sich bleiben? Ich persönlich kann mit dieser Demo immer weniger anfangen weil sie immer mehr wie eine Alibi-Veranstaltung nur für die eigene Klientel erscheint.

Einen Tag vorher, am 17.1. finden in ganz Deutschland wieder Trecker-Demos von „Land schafft Verbindung Deutschland“ statt. Am 14.1. hatte „Land schafft Verbindung – Das Original“ zu Veranstaltungen aufgerufen. Für den normalen Bürger ist es nicht nachvollziehbar, warum es zwischen dem 14. und 18. Januar drei Demos von Bauern gibt. Und da im Vorfeld die Inhalte auch nicht breitenwirksam kommuniziert wurden, worum es bei der jeweiligen Veranstaltung geht, wird er es nicht begreifen Und  ob es die Medien verstehen, wird sich zeigen. Nur damit es hier mal gesagt wurde: Die Demo am 17.1. richtet sich gegen die Reform der Düngeverordnung, die am 18.1. gegen die Agrarindustrie.

Zukunft

Die #grüneKreuze und die Treckerdemos am 22.10 in Bonn bzw.am 26.11.2019 in Berlin hatten einen hohen Aufmerksamkeitswert. Seit drei Monaten ist Landwirtschaft ein Thema in Politik und Medien. Frau Merkel hat zum Agrargipfel eingeladen und eine Zukunftskommission aus DBV und LsV bestimmt. Bisher sind noch keine Ergebnisse bekannt geworden. Das alles sind Erfolge der Landwirte, die solidarisch zusammenstehen. Interessieren würde mich jetzt persönlich der Stand beim Thema Insektenschutzprogramm. Darum ist es in den letzten Wochen sehr still geworden und dabei ist dort einiges an explosivem Zündstoff drin. Ob bei der Düngeverordnung noch was gedreht werden kann? Ich habe da meine Zweifel. Und darüber hinaus gibt es noch viele Themen, die auch interessieren. Die Alterssicherung der Landwirte ist nur ein Beispiel.

Der Druck auf die Politik muss weiter hochgehalten werden. Besser als Treckerdemos sind meiner Meinung nach gezielte Gespräche mit Mitgliedern des Bundestages in kleinerem Kreis und ohne Provokation (was ja bisher auch gut funktioniert hat). Warum unsere Bundeslandwirtschaftministerin Julia Klöckner jetzt eine Radikalisierung der Demos befürchtet, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Oder ob sie sich das heimlich wünscht, um so aus der Klemme zu kommen? In der steckt sie nämlich, seitdem die CDU/CSU-Fraktion angekündigt hat, das Agrarpaket bzw. Teile davon im Bundesrat zu blockieren. Keine schöne Situation für eine CDU-Ministerin.

Wichtig ist auch, dass auch nach der Grünen Woche konkret an Lösungen gearbeitet wird. Treckerfahren ist das eine, Verhandlungen das andere. Und die werden auch dann geführt werden, wenn im Frühjahr die Arbeit auf dem Acker wieder losgeht. Hoffentlich sind dann auch alle noch so engagiert wie jetzt.

 

 

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124 Kommentare

    • Thomas Apfel sagt

      Dieser Betrieb ist 30 km von meinem entfernt. Der Inhaber macht das wirklich gut. Was er vegaß zu erwähnen, ist die Tatsache, dass er als Händler für Bio-Saatgut und Betriebsmittel sein Geld verdient und den Betrieb quasi im Nebenerwerb betreibt. Das ist ja nicht falsch und nicht ehrenrührig, sollte aber erwähnt werden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Steht doch im Text!
        Warum er eine Förderung fordert, erschließt sich mir gerade nicht….so gute Produktion und Produkte müssen sich doch wie geschnitten Brot verkaufen. Evtl. fehlt die Masse? Da kommt er in einen Teufelskreis…..mehr Personal = Mehrkosten, mehr Tiere = mehr Stallungen = Mehrkosten?
        Evtl. kommt er ja auch irgendwann in der Realität des Kapitalismus an. Dann braucht er aber einen Schuldigen, und den findet er bestimmt in der Agrarpolitik, wetten?

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  1. Thomas Apfel sagt

    Die anderen Demos kann ich nicht beurteilen. Aber was da heute in Berlin stattgefunden hat war eine sehr effektive Kaltstellung der LsV zu Gunsten von Whs. Der Versammlungsort am Ernst Reuter-Platz war nur von den Traktorfahrern und einigen Betriebsinhabern be- oder entvölkert. Das ist ungefähr so, als wen wichtige Aussagen in einer Fachzeitschrift mit kleiner Auflage publiziert werden, die nur die Bauern selbst lesen. Es reicht nicht die Jung- und nicht ganz so jungen- Bauern per Whats App an einen Platz zu locken. Der Termin hätte viel intensiver außerhalb der landwirtschaftlichen Netzwerke beworben werden müssen.
    Wir müssen uns die wichtigen Dinge nicht unter uns erzählen und sie dann noch von den vergifteten Angeboten der Linken, der ABL und der Grünen zerreden lassen. Ein bisschen mehr Abgrenzung wäre angebracht. Es kann nicht sein, dass die Spaltpilzangebote und Spaltungs-Aufforderungen die zwischen LsV und die Bauernverbänden gesät wurden, auch noch den lauten Beifall der Betroffenen bekommen. Da versteh ich irgendwie die Welt nicht mehr.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die medialen Darstellungen in den Medien sind so diffus, wie die Komplexität des Problems kommunizierfähig ist. Vorwürfe, falsche Fakten, vermischte Problematiken, merkwürdige Lösungsvorschläge, konfuse Aussagen, verstörende Bilder…..es ist ein reines Chaos. Und heute kommt noch ein Sahnehäubchen oben drauf.
      Wer sich die Diskussion im Bundestag gestern angesehen hat, der hat gemerkt, dass sie alle keinen Durchblick haben, oder zumindest keine Lösung. Wie v. Lucke bei der Podiumsdiskussion richtig sagte; es ist ein gesellschaftliches Problem, das tiefer geht. Es ist eine Systemfrage, die sich an der landw. Thematik offenbart, die die Gesellschaft aber nicht sehen möchte.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Eben in den NDR 1 – Nachrichten eine kurze Nachricht zu den heutigen Demos in Berlin:….“ gestern demonstrierten tausende Landwirte u.a. GEGEN die Verschärfung von Gesetzen, heute demonstrieren ebenfalls Landwirte und gesellschaftliche Gruppen FÜR eine Umweltschonendere Landwirtschaft….Alles Klar?
        Wie will man den Gordischen Knoten des Kommunikationswirrwarrs denn durchschlagen? Dazu kamen dann gestern Interview – Schnipsel von teilnehmenden Bauern, die unsortiertes diffuses daherplapperten, was kein Mensch einsortieren kann.

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  2. bauerhans sagt

    Robert Habeck heute in der NW:
    er schlägt einen „Fleischcent“ vor d.h. 1 cent pro kg fleisch als aufschlag,womit der umbau zu artgerechten ställen finanziert werden könnte.
    eine erhöhung der mehrwertsteuer lehnt er ab,weil sonst der abstand von biofleisch zu billigem fleisch zu gross wird.(??)

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  3. Obstbäuerin sagt

    Medial wirksam aufbereitet: der Honigskandal! Obwohl die Bienen längst tot gewesen sein müssten, haben sie Anfang Mai mal kurz ein paar Tonnen Honig von einer Bio-Wiese mit einer exorbitanten Glyphosatbelastung gesammelt. Das habe ich garantiert falsch verstanden und deshalb die Hintergründe, die auf der whs-presse Seite angeboten werden unter
    http://www.aurelia-stiftung.de/glyphosat-im-honig
    versucht zu ergründen aber huch herrje, das geht nicht. Komisch.

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  4. Thomas Apfel sagt

    Mir geht das heute schon den ganzen Tag durch den Kopf, was ich da Gestern gesehen habe?
    Irgendwie war es ein trostloses Sittenbild, quasi eine Momentaufnahme des aktuellen Zustandes der Gesellschaft und Dokument des eigentlichen Stillstands der Debatten.
    Eine Hasstrompete war da (Lutz Ribbe), eine Reihe orientierungsloser Politiker, die junge Garde des BMU (mit lautstarker Zustimmung für den Hassprediger). der Cheflobbyist der Bio Branche F. zu Löwenstein, ein relativ nachdenklicher J. Flassbart und alle waren eigentlich relativ „sprachlos“ hinsichtlich der Perspektiven der Landwirtschaftspolitik. Ich hatte zum Schluß noch Gelegenheit etwas anzubringen, was wir hier schon umfänglich diskutiert haben: Den Umstand der seit über 30 Jahren nominal stagnierenden Wertschöpfung je Hektar und die Entwertung durch Inflation und den daraus gesetzmäßig folgenden permanenten Strukturwandel. Ebenso das Gegenargument gegen „Öffentliche Leistungen für öffentlich Gelder“, nämlich die Einpreisung derselben durch den Handel und damit Rückgabe an die Steuerzahler in Form gestützter Lebensmittelpreise (Dr. Weiler EDEKA „Meine Herren wir sind Kaufleute! Die Subventionen werden von uns selbstverständlich eingepreist“) und dass die Bio´s bei weiterer Steigerung des Subventionsanteils den selben Weg gehen. Es ist ja völlig Wurscht wie die Zuschüsse heißen, und wer sie sich auf die Fahnen schreibt, eingepreist bleibt eingepreist. Die Zahl 104 % Subventionsanteil am Einkommen bei Bio (von Bertold Lauer eingestellt) spricht ja Bände.Danach gab es betretenes Schweigen selbst der lautstarken NGO´ler. Im Raum blieb ein Fazit stehen: In dem Wirtschafts- und Handelssystem wie es derzeit ist, geht das Höfesterben objektiv und munter weiter und Jeder bleibt irgendwie auf seinen Halbwahrheiten sitzen. Die zögerliche Frage, ob denn Boden überhaut eine frei handelbare Ware sein darf, wurde ganz schnell abgebügelt.
    Dabei ist das Modell des eingangs vorgestellten Betriebes in dieser Hinsicht ganz interessant: Das Gut Pretschen (ehem. VEG) wurde 1999 in Gänze von einer Schweizer Stiftung aufgekauft und mit der Auflage Öko-Bewirtschaftung an die jetzige Betreiberfamilie verpachtet. Und zwar lebenslang, solange (Öko-)Landwirtschaft auf den Flächen betrieben wird. Das entspricht im Übrigen dem Denkansatz der Bodenreform von 1946: Ackerland war ein nicht handelbares Gut und bei Aufgabe der landwirtschaftlichen Tätigkeit fiel das Land (der Neubauern) in den staatlichen Bodenfonds zurück. Aus genau diesen Flächen besteht und bestand der Flächenpool der BVVG vormals Treuhand.

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    • Stadtmensch sagt

      Also eine Schweizer Stiftung würde ich jetzt nicht mit einem staatlichen Bodenfonds vergleichen?!
      Gewisse Ähnlichkeiten mit der Dieter Schwarz-Stiftung scheinen mir da zutreffender.
      Ist ein reines Steuersparmodell. 104% Subventionen fließen großteils als Pacht (Tribut) zum Gravitationszentrum des Kapitals.

      Aber ja, beim Thema Eigentum versteht der kapitalistisch sozialisierte Mensch keinen Spaß. Da gehts immer gleich ans Eingemachte. Werden sehen, wie gut das System weiter funktionieren wird. Irgendwann werden alle fremdbestimmt in der Lohnsklaverei gelandet sein. Dann ist es aus mit Kreativität, Engagement, Fürsorge. Diese Triebkräfte entwickelt man nur, wenn man irgendwie Licht am Ende des Tunnels, ein Gefühl für Selbstwirksamkeit, eine Perspektive zur Selbsverwirklichung o.ä. hat.

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    • Lady sagt

      “ Ackerland war ein nicht handelbares Gut und bei Aufgabe der landwirtschaftlichen Tätigkeit fiel das Land (der Neubauern) in den staatlichen Bodenfonds zurück. Aus genau diesen Flächen besteht und bestand der Flächenpool der BVVG vormals Treuhand.“
      Thomas, da fällt meine Interpretation doch etwas anders aus. Für mich sind da nicht die Flächen der Neubauern an die Treuhand /BVVG gegangen. Sorry.
      Ich möchte das Thema aber nicht vertiefen, weil man auch irgendwann einen Schlussstrich ziehen muss.
      Ich habe allerdings auch wegen Gut Pretschen nachgelesen. Wollte allerdings eher wissen, wem das vor 1945 gehört hat . Jedenfalls eine interessante Konstruktion, in einem alten Zeitungsbericht wurde übrigens der jetzige Betreiber als Käufer von der Treuhand ausgewiesen. Und die Schweizer Stiftung weist für den Projektbeginn eine Schenkung aus.

      „Diese Jugend ist zu großen Teilen bereit die Demokratie auszuhebeln und neigt zur Befürwortung diktatorischer Politik wenn es nur für „eine gute Sache“ ist. Da muss nur noch der geeignete Diktator kommen.“

      Da stimme ich allerdings zu. Ich dachte , wir hätten Opfergaben zugunsten irgendwelcher Götter hinter uns gelassen. Und nicht anders ist das Opfern der Demokratie für eine „gute Sache“. Als weitere Opfergabe dann der Verzicht, möglichst bei anderen. Willkür pur.
      Und ihr Landwirte könnt euren Böden nicht in eine Tasche packen und tschüß sagen. Bitter!

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  5. Thomas Apfel sagt

    Ich habe gestern an einer Veranstaltung der Europa-Abgeordneten der SPD Maria Noichl zum Thema „Europäische Agrarpolitik-sozial gerecht? Die Diskussion hat mich in vieler Hinsicht sehr nachdenklich gestimmt.
    Insbesondere die Aussagen der im Podium (das war als Podiumsdiskussion angelegt) sitzenden Sprecherin der BUND Jugend Myriam Rapior sind erschreckend. Sie ist kurz gesagt der Meinung, dass die Generation vor ihrer Generation eine Welt im allgemeinen Zustand „Arlarmstufe Rot“ hinterlässt. Sie fühlen sich um ihre Perspektive betrogen und klagen die „Körperliche Unversehrtheit“ lt. Grundgesetz ein. Diese Jugend ist durch die ständige Weltuntergangspropaganda derart verunsichert, dass sie dabei ist sich zu radikalisieren. Sie sprach zum Beispiel den Vertretern der modernen Landwirtschaft (LsV) das Recht zu demonstrieren ab und ist für eine Zwangsökologisierung der Landwirtschaft mit ausschließlich politischem Zwang und gesetzlichen Verordnungen.
    Diese Jugend ist zu großen Teilen bereit die Demokratie auszuhebeln und neigt zur Befürwortung diktatorischer Politik wenn es nur für „eine gute Sache“ ist. Da muss nur noch der geeignete Diktator kommen.
    Das hat selbst den im Podium sitzenden J. Flasbart veranlasst sich dagegen zu positionieren. Sehr interessante Statements hat M. Niejahr (stellvertretender Generaldirektor DG Agri bei der EU Komission) abgegeben, ein sehr ruhiger, sachlicher und kompetenter Zeitgenosse. Wohingegen Lutz Ribbe von der Stiftung EuroNatur (eine gemeinsame Stiftung von NABU, BUND und DUH mit dem Zweck der Vernetzung für politische Außendarstellung und Spendeneinwerbung) alle Hetzklischee´s bedient hat.
    Wenn die Aktivitäten von Willi und anderen Bloggern und von LsV etwas erreicht hat, dann ein beginnendes Einlenken von Politik und selbst NGO´s. Ob das noch rechtzeitig Einfluss gewinnt, bleibt allerdings zweifelhaft.

    6+
    • Mark sagt

      Die Erfahrungen bzgl. der jungen Generation kann ich nur bestätigen. Selbst in der eigenen Verwandtschaft musste ich dies mit Erschrecken feststellen. Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen.

      2+
    • firedragon sagt

      Von Myriam Rapior hätte man sich die „körperliche Unversehrtheit“ erklären lassen müssen. Was versteht sie darunter und was beinhaltet das in ihren Augen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Vielleicht sollte die Dame ihre Altersgenossen auf Malle, bei den Open-air- Festivals, den Formel Eins – Rennen, auf deutschen Flughäfen oder an Kreuzfahrtterminals ansprechen…mal sehen, welche Reaktion dann folgen würde.
        Die Dame spricht für keine Mehrheit. Vielleicht fühlen viele wie sie, handeln aber diametral anders.
        Der gesellschaftliche Widerspruch von Aussage und Handeln ist überall zu beobachten.

        2+
    • bauerhans sagt

      ob man wirklich vor der jugend mit ihren verbalattacken,gestützt auf „google-wissen“, bedenken haben muss,die verhungerten doch,bevor sie aktiv würden.

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      • Mark sagt

        Solange es solche Altvorderen gibt wie ein Joe Kaeser, der einem dummfrechen Grünschabelchen einen Aufsichtratsposten in einem der größten deutschen Industriekonzerne anbietet, werden die nicht verhungern, sondern immer frecher und ungehaltener. Und wenn ich mir dazu noch „Parents for (no) future“ anschaue, dann wird klar, dass das Problem nicht nur bei den Jungen liegt, sondern tatsächlich auch bei den Alten, aber anders als die Jungen meinen…..

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Dem größten Kritiker bietet man einen Posten an, nimmt er an, dann ist er ruhig gestellt.
          So abwegig waren die Gedanken von Herrn Kaeser nicht.
          Schon bei Bedenkzeit der jungen Dame, hätte man der Aktivistin den Wind aus den Segeln genommen.

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        • Paulus sagt

          Mark, das gab es schon vor zig Jahren. Meinen ersten Job hatte ich in einem sensiblen Bereich, wie man so schön sagt. Dem Lautsprecher der Kritiker wurde ein Job angeboten bei dem er nicht nein sagen konnte. Gleichzeitig gab es über Umwege noch eine Spende für die NGO. Und siehe da, schon war das Problem aus der Welt. Frau Neubauer wurde übrigens ein Aufsichtsratsposten bei Siemens Energy angeboten, einer Sparte von der sich die Company in 2020 eh trennen wird. Irgendwie haben beide alles richtig gemacht. Joe Kaeser mit seinem vergifteten Angebot und Luisa Neubauer indem sie abgelehnt hat, sonst wäre sie bei FfF nicht mehr haltbar und ihre weitere Karriere gefährdet. Die Signaltechnik wird Siemens trotzdem liefern, oder glaubt hier jemand im Ernst, ein global aufgestellter Konzern namens Siemens würde wegen einer Bommelmütze vertragsbrüchig und somit seine Reputation aufs Spiel setzen?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Seh ich genauso Hans. Das Merkwürdige ist auch, dass der Teil der Jugend sich auch gar nicht mit dem Teil der Jugend auseinandersetzt, der ihn versorgt. Die stehen auf Festivals nebeneinander und wissen nichts voneinander….. hab ich so das Gefühl.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wissen die anderen, dass sie einen zukünftigen Bauer neben sich haben?
          Bei unseren Reisen habe ich immer erst auf Nachfrage meinen Beruf gesagt und auch, dass wir auf dem Land wohnen.

          Pures Entsetzen war manchmal in deren Gesicht zu lesen. Bauer? Das sind doch die, welche die Frau bei Bauer sucht Frau suchen und das Licht mit dem Hammer anschalten, wenn die Elektrizität überhaupt vorhanden ist.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Genau das meine ich doch……Ehemaliger. Es ist immer noch ein diffuses Verhältnis zwischen 82 Millionen Bürgern und einigen hunderttausend Bauern….und es wird eben nicht besser, wenn in den Medien Bilder kursieren, die whes, wmes, LsV und LsV- das Original, BDM, DBV, usw….zeigen, die irgendwelche Plakate hochhalten, wo man nicht weiß, welche Gruppe sind die nun zuzuordnen und wer von denen ist gut oder böse……

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    • firedragon sagt

      Herr Apfel,
      ich wollte gerne noch fragen, hat Myriam Rapior erklärt, warum LsV nicht demonstrieren darf (in ihren Augen)?
      Und das mit der Diktatur, hat sie das gesagt oder ist das Ihr Eindruck, Herr Apfel ?

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  6. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Alle Bauern unter einen Hut zu bringen, wird nach wie vor die größte Herausforderung darstellen. Je weiter die räumliche Distanz, umso harmonischer lässt sich ein solches Zusammenwirken umsetzen.

    Innerhalb des Sichtfeldes der jeweiligen Kirchturmspitzen scheitert das oftmals jedoch kläglich, laufen die Uhren vollkommen anders.

    Die Nahrungsmittelbranche ist eine unserer mächtigsten Wirtschaftsbranchen, im eigentlichen schon unbestreitbar die wichtigste schlechthin. – Der Mensch ist, was er isst; und dennoch ist das, was bei jedem Menschlein tagtäglich unter der Nase eingeschoben wird, innerhalb unserer dekadenten Wohlstandswelten immer noch viiiiiel zu teuer! Ändere das erst einmal!

    Selbstverständliche Grundbedürfnisse versus FUN-FACTOR; schlussendlich sichert der Wohlstand des Einzelnen auch Wählerstimmen.

    Billig – billiger – noch immer nicht billig genug!

    2+
    • Reinhard Seevers sagt

      Ich würde nicht dauernd auf der „billiger“ – Schiene herumreiten. Unser Werte- und Wirtschaftssystem beruht nun einmal darauf, dass das Produkt und sein Preis sich nach der möglichen Erzeugung und Vermarktung richten. Wenn man das nicht will, dann muss man das System ändern, aber nicht ständig denjenigen anprangern, der sich im System systemkonform verhält.
      Man muss eine Lösung finden, die der Gesellschaft deutlich macht, dass die Aufrechterhaltung ihrer Existenz ausschließlich von der Erzeugung von Nahrungsmitteln abhängt, und dass derjenige, der dies umsetzen soll, dies auch nachhaltig im Sinne von ökonomisch leisten können muss.

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      • Thomas Apfel sagt

        Interessant fand ich in diesem Zusammenhang die gestrige Aussage von M. Niejahr, dass die Holländer (oder Niederländer-wie sie ja seit Neuestem offiziell heißen möchten) nur einen Anteil von 20 % EU Mitteln am Einkommen der Landwirte haben.
        Für die werden die EU-Zahlungen zunehmend unwichtiger und sie zeigen Bereitschaft diese Mittel zu 100 % für die geforderten Maßnahmen zur Verbesserung der Landschaftsstruktur, Blühstreifen etc. einzusetzen. Wodurch ist dieser Freiraum entstanden?: durch Intensivierung und eben genau eben nicht durch Extensivierung. In Finnland zum Beispiel machen die EU-Zahlungen 100% der landwirtschaftlichen Einkommen aus, ist die Landwirtschaft also vollständig alimentiert.

        1+
        • Berthold Lauer sagt

          Passend dazu hat unsere Kammer vorige Wochen Zahlen zur Betriebswirtschaft veröffentlicht! dabei wurde auch die Relation von Ausgleichszahlen zu den Unternehmensergebnissen dargestellt: Landwirtschaft insgesamt 60 %, Ackerbau 63%, Futterbau 49%, Veredlung 54%, Verbund 72%, Weinbau 6%, Öko ges. 104%, Öko- Weinau 13%! ! Die Zahlen für den Öko-Bereich sind doch beachtlich! Trotz der großen Bereitschaft „des Verbrauchers“ mehr zu zahlen! Das soll unsere Zukunft sein????

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          • Thomas Apfel sagt

            Hallo Herr Lauer,
            kann man die Daten irgendwo herunterladen oder einsehen (zwecks Quelle und so) weil das in der Argumentation Gold wert ist.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ok, die Darstellung zeigt doch lediglich, dass die erfassten Betriebe schlecht gewirtschaftet haben, bzw. geringe Einnahmen hatten….sonst nichts. Little bit shit….:-)
                  Das wäre bei konventionellen Betrieben mit geringerer Einnahme doch genauso gelaufen.

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                • bauerhans sagt

                  „Das sollte in den Schulen aufgegriffen werden.
                  Nicht reden und fordern, sondern tatsächlich anpacken und umsetzen.“

                  hatte eben noch mit meiner tochter darüber gesprochen,die ständig junge praktikanten in ihrer abteilung hat.
                  wenn die im elternhaus pünktlichkeit,höflichkeit und zuverlässigkeit gelernt/erfahren hatten,ist mit denen was anzufangen.
                  andererseits sind viele jüngere materiell so satt,haben ihr smartfon und der rest ist vollkommen unwichtig.
                  in den facebook-gruppen wären die grössten schreihälse die führenden.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Hallo Herr Seevers,
                  Die Auswertung illustriert den Trend, dass sich die Einkommen der Öko-Betriebe, so auch der allgemeine Trend, nicht verbessern, auch wenn der Öko-Markt insgesamt wächst. Der derzeit mit harten Bandagen geführte Kampf um die EU Fördermittel hat durchaus viel damit zu tun, dass der Markt für einheimische Öko-Produkte unter Druck gerät. Es sollen für den zu erwartenden Preisverfall bei politisch erzeugtem Ausbau der Produktion Pufferkapazitäten geschaffen werden. Im Übrigen scheint der Abwärtstrend der Wirtschaftlichkeit im Öko-Weinbau im untersuchten Kammergebiet dem allgemeinen Trend zu entsprechen. Die meisten Aktivitäten zur Förderung des Öko-Landbaus sind nur vordergründig aus „Sorge um die Natur“ motiviert. Deshalb ist es so wichtig immer wieder den Finger an die Stelle zu legen wo´s wehtut: Öko-Produktionsflächen sind nicht nachhaltiger als die der Integrierten Produktionssysteme und sind nicht mit „Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) gleichzusetzen.

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                • firedragon sagt

                  Guten Morgen Herr Apfel,
                  der finanzielle Abwärtstrend im Bioweinbau könnte evtl daran liegen, dass ein großer Konvi auf Bio umgestellt hat, um der größte Bio im Weinbau zu sein. In den Augen aller Biowinzer hier, war das fatal für den Markt.
                  Bsp : Biowein bei Aldi in 2019 für unter drei Euro – das geht nicht.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Guten Morgen firedragon.
                  danke erstmal für den Link. Ansonsten wird das wohl auch der allgemeine Trend sein, dass Große umstellen und den Markt unter Druck bringen. Unter den gegebenen Umständen regelt das „Der Markt“ wohl immer so.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Also, entweder möchte man Ehrlichkeit für alle einfordern oder nur die Zahlen nutzen, die man benötigt, um seine Argumentation zu untermauern.
                  1. Es handelt sich um 1(ein) Wirtschaftsjahr.
                  2. Die geringe Anzahl ökologisch Wirtschaftender Betriebe erlaubt keine repräsentative Aussage.
                  3. Die schlechten Ergebnisse der landw.ökologisch Wirtschaftenden ist offensichtlich aufgrund der sehr schlechten Ergebnisse gegeben (38dt Getreide, 5500kG Milch)
                  4. Die Einnahmen der ökologischen Weinbauern liegt erheblich über denen der konventionellen.

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                • Thomas Apfel sagt

                  Ach, Lieber Herr Seevers,
                  natürlich sind die Zahlen nur Illustration und Momentaufnahme. Aber sie entsprechen dem Deutschland Trend. Ich empfehle Ihnen AMI Marktbilanz Öko-Landbau. Im Übrigen ist bis auf diesen Überblick JEDES Beispiel ein Einzelfall. Trotzdem kann man einschätzen ob es einen Trend illustriert oder eben nicht. Das Verwenden von Beispielen ist aber immer legitim, sofern es eingeordnet in die allgemeine Entwicklung ist. Sonst wäre die Welt der trockenen Zahlen ja noch langweiliger.

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                • firedragon sagt

                  Guten Morgen Herr Seevers,
                  gute Preise im Weinbau erhalten Konvi wie Bio nur über Ihren direkten Flaschenverkauf an den Kunden.
                  In 2019 gab es noch Biobestände (also Fasswein) von 2018 (natürlich auch Konviware) das ist ganz normal. Für Biofasswein war aber zeitweise gar kein Markt da. Für wie viel Cent /Liter der in den Handel letztendlich ging, kann ich Ihnen leider nicht sagen, da ich das nicht fortwährend im Auge behalte.
                  Wir müssen uns um unsere eigenen Absatzwege kümmern 😉.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Aus dem Bericht: Je mehr die Betriebe in Zukunft selbständig am Markt erwirtschaften, je einzelbetrieblich erfolgreicher sie also wirtschaften, umso weniger abhängig werden sie folglich von den Transferzahlungen sein.

                  Es ist doch eindeutig, dass die Leistungen der Ökobetriebe einfach zu schlecht sind. Wer lediglich 5000kG Milch pro Kuh produziert oder nur 38dt/ha, der muss dieses Ergebnis erzielen, was erzielt wurde. Das gilt aber genauso für die 25% der schlechten konventionellen Betriebe, was man ja aus anderen Ergebnisberichten ablesen kann. In meinen Augen ist es eben kein Trend sondern eine Fehlleistung einzelner. Die nicht repräsentative Anzahl der Betriebe ist ja auch mehrfach dargestellt im Bericht.

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  warum unterstellen Sie den Betrieben schlechtes Wirtschaften?
                  Das sind die gewünschten Erträge der Politik und der Bevölkerung. Und beide sind der Meinung, dass damit die Betriebe überleben können, da sie für ihre wenige gute Bioqualität ein Vielfaches an Geld vom Markt erhalten.
                  Dem scheint aber dann doch nicht so, oh Wunder.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  So ein Quatsch. Die Politik gibt doch nicht die Leistung der Kühe vor. Es gibt auch Biobetriebe mit 9000kG Milch pro Kuh und Erträge über 38dt/ha sind auch im Biobereich keine Kunst oder Seltenheit.
                  Evtl. mal durch die Lande fahren und sich erfolgreiche Biobetriebe ansehen?
                  Wenn ein konventioneller Betrieb nur 5000kG Milch bei 36 Cent Ertrag produziert, was es auch gibt, dann steht der doch noch viel schlechter in der Bilanz da….ist das denn so schwer zu verstehen?

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                • Thomas Apfel sagt

                  Warum so angepisst, Herr Seevers?
                  Bewirtschaften Sie einen erfolgreichen Bio Betrieb?
                  Wenn nicht, sind auch Ihre Ausführungen nur „Beispiele“.
                  Auch ich kenne sehr viele Bio-Betriebe die sehr erfolgreich sind. Das hat aber nichts damit zu tun, dass der Durchschnitt eben auf das Einkommen bezogen selbiges zu 100 % ++ aus Subventionen bezieht.
                  Da brauchts auch kein Beispiel, da reicht einfache Logik.: Konvi Betrieb ~ 300 €/ ha – Bio Betrieb ~ 600 €/ha Direktzahlung + KULAP. Bei gleicher Nettowertschöpfung heisst das, bei Öko doppelt so hoher Anteil an „Öffenlichen Geldern“ also annähernd 100 %. Das nehme ich aus gegebenem Anlass an Hand von AMI Daten aber nochmal genauer auseinander.
                  38 dt/ha bei Getreide sind übrigens ziemlich genau der deutsche Durchschnitt bei Öko-Getreide.

                  3+
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers
                  keine Ahnung, ob das nun als Quatsch anzusehen ist.
                  Es geht im Eigentlichen darum, dass Bio ebenfalls von staatlicher Stütze lebt, was den konventionellen Betrieben vorgeworfen wird.
                  Desweiteren erhält der Bio, wie von Herrn Apfel aufgezeigt, mehr an Geld. Das heißt im Klartext : Bio geht erheblich mehr zu Lasten des Steuerzahlers.
                  Und das ist kein Quatsch!

                  1+
                • Reinhard Seevers sagt

                  Das „Quatsch“ bezog sich darauf, dass angeblich irgendjemand den ökologisch wirtschaftenden eine bestimmte Leistung vorschreiben würde, das ist Quatsch.
                  Und noch einmal, aus dem Bericht: „Je mehr die Betriebe in Zukunft selbständig am Markt erwirtschaften, je einzelbetrieblich erfolgreicher sie also wirtschaften, umso weniger abhängig werden sie folglich von den Transferzahlungen sein.“

                  Das ist der kern meiner Aussage und der Kern des Berichtes, nicht mehr und nicht weniger. Eine Momentaufnahme eine Wirtschaftsjahres unter Teilnahme einer nicht repräsentativen Größe an ökologisch wirtschaftenden Bertrieben mit schlechten Erträgen, Punkt!
                  Lasst uns doch auch die Betriebsvergleiche mit den 25% Besten und Schlechten nehmen und die Besten als Maßstab….da wird aber ein Hallo durchs Land gehen….

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                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  diese Aussage trifft auf alle Unternehmen zu.
                  Abschließend zu diesem Thema nur noch folgendes :
                  Jeder landwirtschaftliche Betrieb kann sich seine staatlichen Zuwendungen ausrechnen. Dieses Geld zählt dann zum zu versteuernden Einkommen. Das ist eine feste Größe pro Hektar im Einkommen, so lange der Staat da nicht dran rüttelt. Diese feste Größe wird sich prozentual im jeweiligen Wirtschaftsjahr, im Verhältnis zum restlichen Einkommen, verändern.
                  Das heißt, die staatlichen Zahlungen, derzeit an die Fläche gebunden, finden trotzdem statt und verringern sich nicht.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Werter Herr Seevers,

        nun ja, die öffentliche Meinung dürfte auch Ihnen ja wohl hinlänglich bekannt sein; demnach sind die Bauern bestens bezahlte Subventionsempfänger, die also entsprechend bereitwillig zu leisten und abzuliefern haben.

        Die gegenwärtige landwirtschaftliche Produktion hat mit Marktwirtschaft was noch zu tun!? – Letztere beginnt heute erst jenseits unserer bäuerlichen Hoftore. Das ist aber nicht neu!

        1+
        • Reinhard Seevers sagt

          Von Marktwirtschaft hab ich ja auch nichts geschrieben…..ich habe vom „System“ geschrieben. Da kann sich jeder selbst seine Interpretation basteln. Es bleibt aber eben so wie es ist, sofern sich am System nichts ändert.
          Und die öffentliche Meinung ist lediglich ein Schlagwort und ein Sammelbegriff für Meinungsmanipulatoren. In dem Moment, in dem man einen monetären Anteil für irgendwas einfordert, wandelt sich die „öffentliche Meinung“ urplötzlich in eine ganz andere.

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  7. Karl Timme sagt

    Willi:“ Ich persönlich kann mit dieser Demo immer weniger anfangen weil sie immer mehr wie eine Alibi-Veranstaltung nur für die eigene Klientel erscheint.“ Auch Du hattest deinen Auftritt bei dieser Veranstaltung, den ich persöhnlich gut fand und dir im Nachhinhein eine Wiederholung empfehlen würde, sofern eine erneute Einladung ins Haus flatter.
    Zitat:“Frau Merkel hat zum Agrargipfel eingeladen und eine Zukunftskommission aus DBV und LsV bestimmt. Bisher sind noch keine Ergebnisse bekannt geworden.“ Der BDM hat heute eine Presseerklärung zum Papier der Zukunftskommission herausgegeben. Willi du hast zu der Entwicklung LsV-Deutschland vers. LsV-Orginal keine Wertung gemacht. Die werde ich hier auch nicht machen. Feststellen muß ich aber das die Eklärung von einem der Sprecher LsV-Deutschland, von vor Silverster, der Partei- und Verbandsunhabhängigkeit nicht zutrift. Die betreffende Person ist CDU-Ortsverbandsvorsitzender Schaalby. Dann hat er nicht das Recht die Gründerin von LsV in der gleichen Veröffentlichung zu diskreditieren

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  8. Karl Timme sagt

    Christian,Elisabeth,Ostbauer und Ehemaliger! Ich bin wieder online (technische Probleme Fritzbox), und mit diesen oben anstehenden Kommentaren auch sofort wieder angepisst. Ob beim GAP, der Lobbyarbeit oder in der gesamten Wahrnehmung der „Gesellschaft“ ist der Tierhalter benachteiligt, während der reine Ackerbaubetrieb die gleichen GAP-Zahlungen erhält hat er nur ein Drittel der CC-Auflagen und damit ein nur 33% Risiko der GAP-Kürzungen. Da ich über Jahre auf Landesebene Ehrenamtlich tätig war, kenne ich die Einstellung der reinen Ackerbauern. Termine mit einer Anfahrtszeit von über einer Stunde, führten dazu das ich die Stall- und Hofarbeiten Nachts um 3.00 Uhr beginnen musste, um einigermaßen pünktlich um 9.00 Uhr zur Versammlung zu erscheinen, während sie sich um 7.00 Uhr aus dem Bett gewälzt haben. Die heutige Meldung des BDM kann ich nachvollziehen.
    In Südhannover Hildesheimer Börde und in anderen Landesteilen Deutschlands gibt es schon länger als 20 Jahren sehr viele Ortschaften die kein Nutzvieh mehr haben. Dafür aber immer mehr Pferde (die auch immer Kleiner werden, Ponys mit weniger 0,80 m Höhe?)
    Die Kuh, die eines der hochwertigsten Nahrungsmittel liefert ist hier im Forum gleich doppelt Klimaschädlich, nicht nur Methan nein auch CO². Wiederkäuer abschaffen und alles ist gut!
    Das natürliche Grünland verbuscht die Rotte der alten Grasnarbe setzt natürlich kein CO² frei.
    Reh, Rotwild und Pferde untersuchen wir besser nicht, diese Verdauung bleibt außen vor, es sind keine Landwirte betroffen.

    3+
    • Thomas Apfel sagt

      Wie weit die Ansichten von WHS und auch aktiven Öko-Betrieben auseinanderliegen können, zeigte das gestrige Impulsreferat der SPD Veranstaltung, gehalten von Sascha Phillipp, ein ruhiger und sachlicher Rheinländer (Inhaber des 850 ha Demeter Betriebes Gut Pretschen im Spreewald). Er empfand es als großen Verlust für die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft, dass in Brandenburg in den letzten Jahren 85.000 Rinderhaltungsplätze durch Betriebsaufgaben oder Aufgabe des Produktionszweiges verloren gegangen sind. Das sieht die Mehrheit der WHS Teilnehmer sicher ganz anders.

      3+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Trotz mehrmaliges durchlesen ist mir nicht klar, was sie mir jetzt sagen wollen.
      Meiner Meinung nach, wird die ganze Diskussion von Veganern und Vegetariern breitgetreten, die anderen gehen fleißig zum Laden und kaufen ihr Fleisch ein.
      Tatsache ist, dass im Oberrheingraben die Viehbesatz sehr gering ist und die Belastung, wenn es eine ist, in eine andere Gegend verlagert wurde. Dazu kommt noch, dass es gut bezahlte Arbeitsplätze gibt, da bevorzugt der Sohnemann lieber die 35 Stundenwoche und die 30 Tage Urlaub.
      Der Oberrheingraben ist dicht besiedelt, ein Stallbau in der heutigen Größenordnung ist kaum eine Genehmigung zu bekommen.
      In meiner Nähe wurde ein BIO Hühnerstall mit 24.000 Hühnern verwirklicht, trotz massiver Proteste, von Anwohnern, die 4 Km entfernt wohnen.

      Wiederkäuer abschaffen, das würde bedeuten dass große Flächen aus der Lebensmittelerzeugung weltweit wegfallen, Nahrung die eine weltweite Zumahme der Bevölkerung dringend benötigen.

      1+
      • Karl Timme sagt

        Ehemaliger, Thomas Apfel hat es schon dargestellt „Aufgabe des Produktionsbereich“ Futterbau in Brandenburg. Die Zahlen dazu liefert Berthold Lauer :“Landwirtschaft insgesamt 60 %, Ackerbau 63%, Futterbau 49%, Veredlung 54%, Verbund 72%, Weinbau 6%, Öko ges. 104%, Öko- Weinau 13%!“ Soviel macht der Anteil der GAP-Zahlung am Beriebsergebnis aus, ein Anteil von -nur- 49% stehen 50% höhere CC-Anforderungen gegenüber, mit entsprechend höheren Arbeitsaufwand (Doku) und ohnehin höhere Arbeitsbelastung.

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      • Inga sagt

        Ja ehemaliger, da stelle ich gerade fest, dass da wo die fruchtbaren Böden sind die Viehhaltung vernachlässigt wird und wo snders ist sie dann konzentriert. Und da windern wir uns, dass Gülle transportiert werden muss?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich sehe da kein Problem drin. Es wird sich langfristig lösen lassen. Wenn die Inhaltsstoffe separiert werden, ist die Transportwürdigkeit gegeben und die Produktion dort, wo sie die relative Vorzüglichkeit vorfindet, gesichert. Es gibt kein Zurück zur Viehhaltung in Gebiete, in denen sie bereits Jahrzehnte verschwunden ist, das ist Fakt!
          Es wäre schön, wenn diejenigen, die eben kein Vieh mehr haben, diejenigen, die Vieh halten, dahingehend unterstützen würden, dass sie wenigstens hinter ihnen stehen würden, anstatt gegen sie zu argumentieren.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Im CO2 -Kreislauf ist ein Fehler drin: auch die Kuh atmet Co2 aus, nicht nur der Mensch, der die Milch getrunken hat. Milchkonsum führt verglichen mit pflanzlicher Ernährung somit sehr wohl zu einem CO2 – Überschuss. Natürlich bin ich trotzdem für die Haltung von Wiederkäuern, eben dort, wo Ackerbau weniger effizient bzw. nur Grünland möglich ist.

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      • Ostbauer sagt

        Wenn in einem Landkreis in Deutschland,der grösser ist als das Saarland, nur 0,4 GV /ha gehalten werden und es keine 20 Milchviehbetriebe mehr gibt; retten wir hier das Klima auch nicht mehr. Lasst mal die Kirche im Dorf. Die Sau die jetzt durchs Dorf getrieben wird ,ist auch ganz schnell raus!

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          In unserem Kreis ist die Bestandsdichte noch etwas geringer, da gibt es Ortschaften, wo keine Rinder mehr gehalten werden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Elisabeth, welche Pflanze erzeugt denn die gleichen Nährstoffe und die gleiche Nährstoffdichte pro kG wie Milch? Nicht zu vergessen ist noch das Nebenprodukt Fleisch des Tieres. Da bin ich gespannt, wie man pro erzeugter Einheit einen Vergleich hinbekommen möchte. Der Kopfsalat kann es wohl kaum sein.

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      • fingerphilosoph sagt

        Im „grünen“ Denken ist noch ein viel gravierenderer Fehler drin, nämlich dass die Erde mit einem Haus (oikos = gemeinsames Haus) und das Naturgeschehen mit Hauswirtschaft verwechselt wird. Ein Haus ist ein geschlossener Raum, wo man Fenster und Türen verriegeln kann, also die einwirkenden Einflüsse unterbrechen, regeln, steuern kann, genau das ist die Erde aber nicht. Sie ist ein offenes System mit fließenden Übergängen, und deshalb nicht in der Weise berechenbar, wie die Grünen und Umweltaktivisten vorgeben.

        Das Naturgeschehen ist auch nicht mit Hauswirtschaft zu vergleichen, wo die Ausgaben den Einnahmen, der Output dem Input entsprechen. Hauswirtschaft ist ihrem Wesen nach so konzipiert, Schieflagen zwischen Ausgaben und Einnahmen zu vermeiden. Das Naturgeschehen vermeidet hingegen das Gleichgewicht, das in der Hauswirtschaft angestrebt wird, und befördert alle möglichen Schieflagen, wobei Klimawandel besonders beliebt ist. Die Schieflagen treiben nämlich den Wandel und damit die Evolution an. Und Wandel ist Leben. Gleichgewicht heißt Tod. Was passiert, wenn man statt dem Leben den Tod wählt, erzählt die Sage vom etwas dämlichen König Midas. Er wünschte sich, dass alles, was er anfasse in einem stabilen Gleichgewichtszustand gerate, sprich zu Gold wird. Was dabei herausgekommen ist, wissen wir ja.

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        • Stadtmensch sagt

          „Ein Haus ist ein geschlossener Raum, wo man Fenster und Türen verriegeln kann, also die einwirkenden Einflüsse unterbrechen, regeln, steuern kann, genau das ist die Erde aber nicht“

          Falsch! Wir haben gewissermaßen die Fenster unseres Erdenhauses mit einer semipermeablen, transparenten Folie überklebt, weil wir Lust dazu hatten. Nun müssen wir erkennen, dass wir damit die Fließgleichgewichte, welche durch die Differenz aus eingestrahlter und abgestrahlter Energie hier bei uns angetrieben werden, so beeinflusst haben, dass es für uns Menschen katastrophal enden wird.

          Natürlich geht die Evolution locker darüber hinweg, aber wir sind (bei absehbar weiter gehenden Änderungen\Anpassungen) wenn überhaupt, dann nicht mehr mit Technosspähre und auch nicht mehr so zahlreich dabei.

          Ich plädiere für unbedingte Ökodiktatur als letzte Chance für einen „moderierten“ Niedergang! Von mir aus dürfen die Bauern die Diktatoren sein. Die haben wenigstens Ahnung, wies gehen könnte.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Stadtmensch sagt: „Niedergang! Von mir aus dürfen die Bauern die Diktatoren sein. Die haben wenigstens Ahnung, wies gehen könnte.“

            Nöö, ich bin für die „Nichtbauern“, denn Verhungern geht schneller! Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

            1+
          • fingerphilosoph sagt

            @ Stadtmensch

            Schau an, Du glaubst also wirklich, dass wir in einem „Erdenhaus“ wohnen und schnöde Hauswirtschaft betreiben müssen. Armer Kerl! Den permanenten Indoktrinationen also auf den Leim gegangen. 🙂

            Ich hingegen glaube, dass diese beschränkte Hauswirtschaftsdenke die wahre Katastrophe ist, da sie Leute wie Dich in einen Wahn treibt, der durchaus in einer Ökodiktatur enden kann. Und da gibt’s dann kein Happy End, wer immer sich da zum Diktator aufschwingt. Nicht mal der Bauer kann noch was retten.

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            • Stadtmensch sagt

              Nicht glauben. Wissen. Man kann sich informieren, wie und warum bestimmte Gase Infrarotstrahlung blockieren. Und man kann das was jetzt passiert auch nicht mit dem Karbon vergleichen (wie sich das einige Gläube schönreden). Damals waren 700ppm CO2 kein Problem wegen der geringeren Sonneneinstrahlung und viel mehr Biomasse. (Mitteltemperatur 14° damals).

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              • Reinhard Seevers sagt

                Auch hier zeigt sich wieder: Stadtmenschen verstehen Landmenschen nicht, oder sprechen einen andere Sprache, oder meinen einfach etwas anderes? 🙂

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                • Stadtmensch sagt

                  Doch ich bilde mir ein, Landmenschen zu verstehen. Heute gehts um alberne Demos und viele Interessengruppen, die sich gegenseitig Unverständnis vorwerfen. Alle sind ganz aufgeregt, weil sie keine Kontrolle haben. Für die einen gibts kein richtiges System im Falschen und für die anderen gibts keinen Grund was zu ändern. Es bleibt spannend.

                  Landmenschen wissen, dass die Kuh kein „Klimakiller“ ist, wenn sie richtig gehalten wird (zumindest nach dem gleichnamigen Titel von Anita Idel). Landmenschen wollen eigentlich „Ganze Landwirte“ sein. Und die meisten hier sind es auch (Ackerbau + Tierhaltung). Das gehört einfach zusammen. Alles andere bringt nur Verluste und einer (Über)Produktivität, zu Lasten des Nutztiers.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  „Das gehört einfach zusammen. Alles andere bringt nur Verluste und einer (Über)Produktivität, zu Lasten des Nutztiers.“

                  „Doch ich bilde mir ein, Landmenschen zu verstehen“

                  Ja nee Stadtmensch, du bastelst dir eine Kausalität aus irgendwelchen Beiträgen, die so nicht geäußert wurden…..das ist dann wohl kein Verständnis, sondern der Versuch einer Veräppelung, gelle?

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                • firedragon sagt

                  Guten Abend Stadtmensch,
                  ich bin etwas irritiert. Was verstehst Du unter Landmensch? Den Landwirt oder Menschen, die auf dem Land/Dorf leben?
                  Menschen, die auf dem Land leben, wollen nicht Landwirt sein.

                  Was anderes – mir kam heute der Gedanke und der ist ernst gemeint :

                  Warum lernen nicht alle FfF Teenager einen landwirtschaftlichen Beruf?
                  Wenn sie etwas ändern wollen, geht das doch am besten von der Basis aus.
                  Sie würden Kreisläufe kennen und verstehen lernen und könnten von Grund auf ihre Auffassung von LW umsetzen.

                  Das sollte in den Schulen aufgegriffen werden.
                  Nicht reden und fordern, sondern tatsächlich anpacken und umsetzen.

                  Wenn alle, die auf den Straßen demonstrieren, sich ausbilden lassen würden, hätte die LW keine Nachwuchssorgen.

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              • fingerphilosoph sagt

                700 ppm ?! Hallo!

                Kambrische Explosion 6.000 ppm
                Devon 2.000 ppm
                Perm-Trias 7.000 ppm
                Mesozoikum 1.000 ppm
                Eozän 1.400 ppm
                Vereisung Antarktis (vor 30 Mio) 1.000 ppm (!!!)
                Miozän Abkühlungsphase 400 ppm
                Seit 800.000 Jahren 210-350 ppm
                Anthropozän (2019) 417 ppm

                Innerhalb der letzten 10.000 Jahre war es bei rund 300 ppm mindestens dreimal wärmer als jetzt, nämlich im Holozän-Maximum vor etwa 5.000 Jahren, damals als die ersten Hochkulturen aufblühten (nicht untergingen!!), zur Römerzeit und in der Mittelalter-Warmperiode. Und sind die Menschen deshalb ausgestorben? Und was jetzt?

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                • Stadtmensch sagt

                  Kann ja sein, dass es aus anderen Gründen drei mal etwas wärmer oder kälter war. Die Menschen konnten aber ihr ungemütliches Plätzchen verlassen oder hatten Zeit sich anzupassen. Eine Änderung wie jetzt (in so kurzer Zeit) hats in den letzten drei Millionen Jahren nicht gegeben. Und das ist ja die Zeitspanne in der wir uns mehr oder weniger entwickelt haben:
                  https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5b/All_palaeotemps_G2.svg

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                • fingerphilosoph sagt

                  Doch, hat es! Temperaturänderungen erfolgen in der Klimageschichte eben oft sprunghaft und nicht laaangsam und kontinuierlich zum allmählichen Anpassen. Ein Grad in 100 Jahren, und das noch, wenn der Zeitraum der Messung am Ende einer kleinen Eiszeit beginnt, ist lächerlich wenig.

                  Das eigentliche Problem ist nicht das Klima, sondern unsere hypertechnisierte und übervölkerte Welt, die offenbar nicht mal mehr mit kleinsten Schwankungen zurechtkommt, die nun mal zum Klima gehören wie der Donner zum Blitz.

                  Was wir brauchen, ist eine robustere Technik und robuste Anbaumethoden und nicht Klimahysterie, die mit den Erneuerbaren und der Elektrifizierung auf eine noch fragilere Technik setzt. Damit wird doch erst erzeugt, was unbedingt vermieden werden soll.

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                • Lady sagt

                  „Eine Änderung wie jetzt (in so kurzer Zeit) hats in den letzten drei Millionen Jahren nicht gegeben. Und das ist ja die Zeitspanne in der wir uns mehr oder weniger entwickelt haben:
                  https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons

                  Sehr interessante Grafik. Schade, dass wir hier keinen Mathematiker unter uns haben. Ich könnte mir vorstellen, dass dessen Interpretation sehr interessant wäre.
                  Und die schnelle Erwärmung in Frage stellen würde.
                  Zweifel hätte ich übrigens auch an den sehr alten Daten. Wie hat man das denn ermittelt? Ich halte da mehr als einen Trend für arg fragwürdig, die „Zacken“ sind dementsprechend grob. Was war dazwischen ?

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                • fingerphilosoph sagt

                  Sedimentationsanalyse, Eiskernbohrungen, Sauerstoff-Isotopen-Bestimmung, Radiokarbonmethode, Pollenanalyse … aber stimmt schon, je weiter zurückliegend, desto schwieriger zu bestimmen.

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                • Stadtmensch sagt

                  Ja @Lady, es ist sehr interessant. Und es ist auch ziemlichh gut nachvollziehbar, dass der „kleine“ Sprung am Ende „menschengemacht“ ist und nicht wie gerne behauptet zu allfälligen Klimaschwankungen gehört wie Donner zu Blitz (fossile Brennstoffe, Landnutzungsänderungen, Rückkopplungen). Deswegen ja der ganze Terz. Die einen kaufen SUV und investieren in Betongold und die anderen müssen halt mal sehen…

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Stadtmensch

                  Die Zementindustrie ist mit 10 % des CO2 Ausstoßes beteiligt, ist die Zementindustrie daran schuld, oder die Investoren in Betongold, oder die Menschen die immer größer Wohnungen beziehen wollen?

                  Auch der ÖPNV verwendet Beton und die Lebensmittel werden auch für die gefühlten Umweltschützer über Beton transportiert.

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  9. Elisabeth Ertl sagt

    Das ist tatsächlich der Kern des Problems: Zugang zu den Medien, Zugang zu Kommunikationsprofis, die in der Lage sind, Otto Normalverbraucher komplexe Inhalte in verdaulichen Happen und trotzdem unverkürzt zu vermitteln. Da kann und muss man tatsächlich von den NGOs lernen, so gesehen darf man sie nicht ignorieren.
    In unserem Regierungsprogramm findet sich auch so manches, was je nach Konkretisierung bedrohlich werden könnte oder auch nicht, und das wird vermutlich auch von den Beobachtungen Deutschlands abhängen:
    Förderung des Lebensraumverbundes und der Strukturvielfalt in der Landschaft; Entwicklung von Biotop-Verbundsystemen, die Artenvielfalt ermöglichen; Maßnahmen zur Wiederherstellung von degradierten Ökosystemen; ökologische Gartenbewirtschaftung privater Gärten und öffentlicher Grünflächen (z.B. Schulen, Kindergärten); Erhalt nicht produktiver Landschaftselemente oder Landschaftsbereiche zur Verbesserung der Biodiversität; Gemeinsame Initiative mit den Bundesländern
    zur Schaffung neuer und Erweiterung bestehender Nationalparks

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  10. Friedrich sagt

    Ja Willi , ohne deine jahrelange Vorarbeit und die Grünen Kreuze wären wir untergegangen.
    Über allen Demos schwebt im Geiste der „Bauerwilli“. Jetzt heißt es durchhalten mit den Demos und den lügenden Politikern den Schweiß auf die Stirn zu treiben. Erst wenn die diese Lüge eingestehen und in Brüssel die Wahrheit vermelden , dann werden wir nachlassen . Bis dahin heist es weiter Attacke gegen diese Weicheierpolitik. Eine Politik , die rd. 290 Mill. Euro den NGOs in die Tasche schiebt , die Handgelder für gekaufte Demonstranten zahlt , die die Zeitungen mit Vertriebsgeldern unterstützen will, die über 30.000 Gesetze gegen die Bürger verabschiedet , hat den demokratischen Weg verlassen und ist auf dem Weg eine Diktatur zu werden. Diese Regierung hat den Bürgern durch den Euro inzwischen eine Haftsumme von rd. 4 Billionen Euro auferlegt, die Energieversorgung in die Nähe eines flächendeckenden Blackouts geführt und ist dabei unser ganzes Wirtschaftssystem und den Wohlstand an die Wand zu fahren. Das ganze wird durch die hörigen Medien auch noch gut geschrieben/gesagt.

    7+
  11. Ehemaliger Landwirt sagt

    Die Darstellung was die Landwirtschaft eigentlich will,ist noch ausbaubar, um es mal vorsichtig zu sagen. Bin überzeugt davon, dass kaum ein Bürger über die Düngeverordnung informiert ist und was genau seitens der Landwirtschaft kritisiert wird.
    Und dann noch, was versteht man unter Tierwohl? Ist es die Unterbindung unglaublicher Zustände wie in dem Allgäuer Betrieb der gestern über den Äther ging? Oder geht es generell um die Nutztierhaltung?

    1+
  12. Klaus Weber sagt

    Morgen Willi,
    in NRW sind am Freitag den 17.01. von 10:00-16:00 Uhr Infoveranstaltungen vor Supermärkten, Discounter und einfach in größeren Städten geplant….
    Bei diesen Veranstaltungen gehen wir von LsV NRW auf die Bürger zu und verteilen Blühsaaten an diese unter dem Motto „NRW blüht auf“ ….
    Diese Aktion soll zeigen das nicht nur wir Landwirte etwas für die Insekten tun können…..

    Gruß Klaus Weber

    5+
    • Bauer Willi sagt

      Ja, das weiß ich und finde es auch sehr sympathisch. Es macht aber die Verwirrung nur noch größer. In der Kommunikation ist folglich noch Verbesserungsbedarf. Aber das ist auch machbar 😉
      Hoffentlich bleibt der Elan noch lange erhalten.

      2+
      • Obstbäuerin sagt

        Das kann man wohl so sagen, Bauer Willi. Heute bei der Bauernversammlung wusste keiner, dass am Freitag große Demo in Berlin stattfindet. Bei uns in der Presse und im Fernsehen jeden Tag eine Meldung zu Whs und 0 zur Bauerndemo.

        0
        • Der Brandenburgbauer sagt

          Moin Obstbäuerin,gestern Abend bei Brandenburg Aktuell. M.Wimmer Geschäftsführer der FÖL- Zitat “ Berlin vor der Tür, was ein riesiges offenes Scheuenentor ist für die ökologische Lebensmittelwirtschaft und Brandenburger Landwirte sind nicht in der Lage diesen Markt entlich zu nutzen“
          Ich war nach der Wende, als Provinzler noch nie wieder in Berlin, ist die „Raffgier“ nach BIO wirklich so groß wie es in dem Beitrag dargestellt wird ?
          Ist es auch ein Markt der für die Produzenten ökonomisch ist.

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          • Obstbäuerin sagt

            Hallo Brandenburgbauer, was Bio-Äpfel betrifft, weiß ich, das der Markt zu ist. Ansonsten jammert der Bio-LEH gerne, dass er nicht genügend regionle Ware einkaufen kann, weil das sein Angebot von Bio-Produkten aus Billig-Ländern rechtfertigt. Zu diesen niedrigen Preisen kann der Bio-Bauer in Brandenburg auf den sandigen Böden nicht produzieren. Mal sehen, ob das jetzt mit der angekündigten Förderung klappt.

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          • bauerhans sagt

            dass ein geschäftsführer eines bioverbandes vor der Grünen Woche „viel wind macht“,ist doch seine aufgabe.
            interessant ist,dass in Herford,einer stadt mit ca.100000 einwohnern,die markthalle so umgebaut wurde wie die Markthalle 9 in Berlin,wo 3500000 einwohner leben.
            in der NW liest man viel kritik der Herforder,die die normalen marktstände vermissen.
            „alles bio oder was“.

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  13. Mark sagt

    Krasser können die Gegensätze nicht sein als auf der Grünen Woche. Die Messe selbst präsentiert paradiesische Zustände des Schlaraffenlandes in Form einer überflussgeschwängerten Fressshow. Draussen vor den Toren der Grünen Woche demonstrieren die übersättigten Profiteure der „paradisischen Zustände“ im Grunde gegen sich selbst. Drumherum feiert die politische Elite und die Lobbyisten jeglicher Couleur ebenfalls sich selbst auf pompösen Empfängen bis zum Absaufen. Ganz am Rand die Bauern mit ihren Treckern, die, konfrontiert mit immer neuen und immer unsinnigeren Auflagen gepaart mit unterirdischen Erzeugerpreisen, ums überleben Kämpfen und gleichzeitig die paradisische Zustände für die „Grünwöchler“ schaffen. In den politischen Diskussionen geht es doch nur darum, wieviel „Brosamen“ man den Bauern hinwerfen muss, damit sie dieses Spielchen noch mitmachen. Das Ganze erinnert an mittelalterliche Zustände zu Zeiten der Bauernkriege. Wie die ausgegangen sind ist ja hinreichend bekannt.

    14+
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Mark, wie so oft trifftst du mit deinem Beitrag“ das Mark“ um was es geht.
      Übrigends zur Erklärung, ich war noch nie auf der Grünen Woche und habe auch kein Verlangen danach. Trifft auch fürs Oktoberfest zu, ist einfach nicht meine Welt.

      3+
      • Lady sagt

        Anders als BBB war ich schon auf der Grünen Woche. Auch wir Pferdezüchter zeigen uns da gelegentlich. Aber das dürfen heute gerne Jüngere machen. Wie ich gesehen habe, machen sie aber nicht…
        Egal, Mark dein Kommentar trifft es bestens! Alle feiern, manche nur sich selbst – nennen es dann Protest- und einer zahlt die Zeche. Wer? Liegt auf der Hand/auf dem Acker, oder?

        1+
          • Lady sagt

            Ja klar, darfst du fragen.
            Ich bin in Celle aufgewachsen, also unsere Stammstute trägt den hannoverschen Brand.
            Hier in MV war es uns dann ein Anliegen, die hiesige Landespferdezucht zu unterstützen. Daher haben wir überwiegend mecklenburgisch gebrannt. Und ein bisschen Trakehnen gibt es auch. Alles hobbymäßig, Dressurpferde.
            Züchtest du auch?

            1+
            • firedragon sagt

              Ich züchte leider nicht. Hat damals bei der Hengstsichtung (dt. RP) nicht gereicht und dann habe ich das auch nicht mehr ernsthaft in Erwägung gezogen.
              War damals in Dressur unterwegs, heute nur noch dressurmäßig im Gelände, für mehr leider keine Zeit. Dem Hengst von damals, macht es heute noch Spaß.

              0
              • Lady sagt

                Nach meiner Meinung kann man auch in der Pferdezucht die Veränderung in der Landwirtschaft gut sehen. In Niedersachsen liefen „früher“ auf fast jedem Hof ein paar Stuten. Geht heute nicht mehr, weil sie als „Hobby“ aus dem Betrieb rausfallen. Dann müssen es gleich 10 Stuten sein, wunderbar, macht irgendwo mehr als 30 Pferde , wenn man sie angeritten verkaufen möchte. Das geht nicht nebenbei.
                Ich bedauere das sehr.
                Aber die jüngere Generation hat es auch nicht mehr so mit dem Reitsport, und das ist auch ok.

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                • firedragon sagt

                  Bei uns in der Nähe ist ein Betrieb, wie Du beschrieben hast. Verkaufen kannst Du nur angerittene Jungtiere (in unserer Region), aber dort hapert es an der Zeit, die investiert werden muss.
                  Eigentlich schade, dass Pferde so gut wie verschwunden sind auf den landwirtschaftlichen Betrieben, wo sie doch dort Jahrhunderte unentbehrlich waren.

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                • Ostbauer sagt

                  @firedragon
                  Ja, schade. Eigendlich fällt auf einem Landwirtschaftsbetrieb alles ab, was man für Pferde braucht. Wir haben Araber; ein geiles Pferd; und auch nur das die Enkel-und Patenkinder reiten können. Und zur Erbauung meiner Frau.:) Das ist es mir wert!

                  1+
                • Inga sagt

                  Firedrogan,
                  Warum wählst du und andere als Fortbewegungsart nicht die gute alte Pferdekutsche, dann müssten ganze Bauernhöfe auf auf Pferdezucht und -haltung umstellen.
                  Eventuell als Alternative zur Schweinemast, wenn immer mehr Leute kein oder weniger Fleisch mehr essen wollen!

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                • Ostbauer sagt

                  @Inga
                  Ich stell denn mal auf Kaltblut um. Kann ich die ganzen E-Autos von der A11 ziehen. Man; was für eine Perspektive 🙂

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                • Lady sagt

                  Ja finde ich auch schade, dass die Pferde von den Höfen so verschwunden sind.
                  Und schön, dass Ostbauer dann doch noch welche hat.!
                  Araber finde ich auch herrlich! Mein erstes Pferd war übrigens ein Vollblüter, sie ist auch auf der Bahn gelaufen. Dressur war eher nicht ihr Ding,aber wenn sie Gas gab…

                  Apropos: In der Region Vechta gibt es ja nun nicht nicht nur Gülle und Hühner, sondern auch viele Pferdezüchter. Wo ist eigentlich Arnold Krämer?

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                • Inga sagt

                  Auch ne gute Geschäftsidee, Obstbauer und dann noch so ökologisch
                  😉

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                • Ostbauer sagt

                  @ Lady
                  Tja. Mit Dressur haben es die Araber nicht so. Aber Springen oder Speed im Gelände; oh man ;da tränen dir die Augen.

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                • Ostbauer sagt

                  @ Inga
                  An und für sich ja.
                  Aber:Düngebedarfsermittlung. Bei so vielen Feldblöcken.
                  Ganz schwierig 🙂

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                • firedragon sagt

                  Kutsche ist bestimmt nicht schlecht, Inga.
                  Ich habe das eben nur nicht gelernt. Ackern mit Pferden, heute undenkbar.
                  Ein Winzer in unserer Region arbeitet mit dem Pferd in einem Weinberg. Eine Dame hat mit einer Anzeige gedroht, sie meinte, die Arbeit sei Tierqual.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  In der Nähe gibt es einen Betrieb, der früher zu einem Pflegeheim gehörte.
                  Wenn beim Weidegang der Kühe sich die Mücken auf die Kühe setzen, rufen Passanten immer an, sie sollen unbedingt einen Tierarzt holen, wegen der vielen Mücken. 😉

                  1+
  14. bauerhans sagt

    das ist eigentlich für mich immer ein „Happening“,wo ich leute gesehen habe,die ich von ganz früher kenne,die mich aber nie erkannt haben!
    ich konnte z.b. mal zuschauen,wie einer unserer Führungskräfte, Gregor Gysi den Vorzeigeschlepper vorstellte.

    0
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin bauerhans, Gysi ist von Beruf gelernter Rinderzüchter, eventuell hat er dich deshalb nicht erkannt.

      0
  15. Reinhard Seevers sagt

    Dem Außenstehenden ist nur ganz schwer vermittelbar, was DIE Bauern eigentlich wollen. Die Einen sind FÜR Umweltschutz und FÜR Tierwohl und FÜR Artenreichtum und die ANDEREN Bauern, die auch noch in mind. 3 Gruppen unterteilt sind GEGEN die Düngeverordnung und GEGEN das Insektenschutzprogramm und GEGEN Anfeindungen…..

    Evtl. wird das ein Kommunikationsdesaster?

    Ich drück auf jeden Fall allen denjenigen, die an den Demos teilnehmen die Daumen und Kraft für eine konstruktive Auseinandersetzung.

    2+
    • Obstbäuerin sagt

      Wenn Du die Plakate der letzten Whs gesehen hast, Reinhard, dann kann ich nicht verstehen, wie Du auf die Idee kommst, von dort kämen Signale für eine konstruktive Zusammenarbeit. Und irgendwie scheint an Dir auch vorübergegangen zu sein, dass wir nicht gegen Insektenschutz sind, sondern täglich dafür etwas tun (zunehmend). Dass du denen, die uns abschaffen wollen die Daumen drückst, hat was makabres in diesem Forum.

      1+
      • firedragon sagt

        Guten Morgen Obstbäuerin,
        mir ist auch nicht klar, warum Herr Seevers schreibt, dass es „andere“ Bauern gibt und die gegen Insektenschutz, Artenvielfalt sind – was machen wir denn alle draußen? Wir nehmen an ganz vielfältigen Programmen teil, die Politik sagt das aber nicht.
        Und wegen der Düngeverordnung haben wir alle hinreichend diskutiert und geschrieben, was daran falsch ist und warum es fatal ist, flächendeckend zwanzig Prozent unter Bedarf zu düngen.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Du hast irgendwie nicht verstanden, was ich meine…..es gibt für den Betrachter nicht erkennbare unterschiedliche Intentionen der Demonstrationen.
        Die eine Gruppe ist ausschließlich FÜR etwas, die andere GEGEN etwas. Wie soll der Berliner Bürger(Oder der Fernsehzuschauer) erkennen, wer was will?
        Ich drücke nicht DENEN die Daumen, sondern allen, die an einer konstruktiven Auseinandersetzung interessiert sind.
        Ist doch immer wieder interessant, wie man einen Text interpretieren kann oder möchte.

        1+
        • Obstbäuerin sagt

          Als ich im November auf der Demo war, konnte ich auf den großen Plakaten sehr gut erkennen, was uns Bauern umtreibt. Da gab es sehr viele gute Einfälle, dem Bürger die Nöte nahe zu bringen. Ich glaube, dass wurde auch verstanden.
          Und wenn auf einem Plakat der whs steht: Agrarindustrie tötet!!! dann weiß auch jeder, wie es gemeint ist. Die Mehrheit der Menschen ist in der Lage, das eine vom anderen zu unterscheiden.

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          • Reinhard Seevers sagt

            @Obstbäuerin: „Und wenn auf einem Plakat der whs steht: Agrarindustrie tötet!!! dann weiß auch jeder, wie es gemeint ist. Die Mehrheit der Menschen ist in der Lage, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

            Und genau das bezweifle ich sehr stark…….einige scheinen zu glauben, dass die Menschen Plakate lesen und verstehen. Ich glaube, dass die Mehrheit der Essenz , dem Extrakt der Medien zuhört und daraus seine Schlüsse zieht. Und wenn in Berlin mehrere Gruppen aufschlagen, die sich mit einer Veränderung in der Agrarpolitik beschäftigen, dann hört das Verständnis spätestens bei der Frage von Definitionen von Begrifflichkeiten auf. Wie gesagt, die eine Gruppe ist FÜR etwas, die andere GEGEN…..das versteht keiner.

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      • Paulus sagt

        Obstbäuerin, du hast ja meine ganze Sympathie mit deinem Insektenkram und so. Ich würde dir allerdings als Außenstehender empfehlen dich um die Vermarktung deiner Produkte zu kümmern. Da spielt die Musik, nicht im Schmetterlingsgarten.
        Die Außendarstellung der Bauern gleicht einer Katastrophe und könnte dämlicher nicht sein. Aus welchem Grund begebt ihr euch immer wieder in die Defensive? Wenn der Gesellschaft angeblich so viel an den Insekten gelegen ist, was ich nicht glaube, kann sie das doch haben. Anfangen würde ich am Dienstsitz des BMU in Bonn. Dort sind genügend Freiflächen um einige Fuder Mist zu verteilen. Wenn die Fliegen auf deren Veganerfraß in der Kantine sitzen wird sich die Einstellung dort schlagartig ändern. Wenn ihr schon nicht Stande seit wirkungsvoll zu kommunizieren, versucht es doch wenigstens mit Kuhscheiße.

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        • Schmeckt gut sagt

          Klasse Idee, Paulus. Und so griffig 😉 . Nur mit dem Problem, das Klöckner und Schulze diese „Eskalation“ als Radikalisierung interpretieren werden. Aber: Scheiß drauf … um dem LIDL-slogan zu folgen 🙂

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        • Obstbäuerin sagt

          Danke für Deinen gut gemeinten Rat, Paulus aber im Moment haben wir nichts zu vermarkten, weil uns 95% der Apfelernte erfroren ist und die restlichen 5% merken wir gar nicht. Aber Du hast schon recht, ich muss mich jetzt um die Vermarktung unserer Erdbeeren kümmern, weil die Stadt uns unseren Standplatz nach 18 Jahren entzogen hat. Hier hat man´s nicht so mit der regionalen Produktion – hier ist Freihandel angesagt.

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        • Paulus sagt

          Nebenbei noch ein Vorschlag für die nächste dümmliche „Challenge.“ Wer dient am meisten den Insekten? Daran dürfen sich dann auch Stadtbewohner beteiligen. Einfach nur die Hausmülltonne auflassen.

          1+
          • Inga sagt

            Klar,
            Wo die wohnen war früher mehr Biodiversität, oder?

            Also die Stadtbewohner haben viel mehr vertrieben als die Bauern, die ja damit arbeiten und von ihr abhängig sind.

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        • bauerhans sagt

          Paulus,wieder ein genialer einfall von dir,leider brauch ich meine gülle selber,aber insekten haben wir schon vermarktet und wollen das auch weiterhin.
          im moment rennt aber die tesla aktie so schnell,dass ich kaum hinerher komme.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Die ist heute am absteigenden Ast. 3,31 %

            Daher Gewinne sofort mitnehmen.

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