Bauer Willi
Kommentare 36

Gespräch mit einem Marxisten…

Wer die “Junge Welt” nicht kennt: es ist eine “linke, marxistisch orientierte, überregionale Tageszeitung mit einem hohen Anteil an Hintergrundberichten und umfassenden Analysen”.

https://www.jungewelt.de/ueber_uns/diese_zeitung.php

Oliver Rast hat mich gebeten, ihm einige Fragen zu den geplanten Bauernprotesten zu beantworten, was ich sehr gerne gemacht habe. Ich rede ja auch mit “rechten” Medien, was immer man auch als “rechts” bezeichnen mag. Hier der Link zum Interview:

https://www.jungewelt.de/artikel/466257.power-to-the-bauer-den-zorn-kann-man-verstehen.html

Hier eine Einordnung, die Oliver Rast zu den Protesten gemacht hat:

https://www.jungewelt.de/artikel/466256.power-to-the-bauer-bauern-in-aufruhr.html

Im Gegensatz zur Tageszeitung TAZ (besonders Jost Maurin) kann auch ein linkes Blatt wie die  “Junge Welt”  sachlich sauber berichten.

Für den Fall, dass das Interview hinter der Bezahlschranke ist, hier als pdf-Datei:

jw-2024-01-02-15

(Aufrufe 2.291 gesamt, 1 heute)

36 Kommentare

  1. Rolf Sieling sagt

    Eigentlich entwickeln wir uns mit Staatsquoten von über 70%( Lohnsteuer,+MwSt+CO2) in Richtung Sozialismus. Die ldw.Preise werden politisch gedrückt um die Inflation nicht anzuheizen. Was für eine Bedeutung hat überhaupt die russische Ernte in unserer Preisfindung? Kommt die in die EU ? Eigentlich kauft doch China oder andere freundliche Länder und der Preis sollte uns egal sein. Zumal die Kosten im Sozialismus nicht real gerechnet werden. Am Ende sind wie 1990 im Ostblock die Läden leer, Produktion unrentabel. Die Linken und Putinfreunde, Wachtumsgegner und Geldverteiler haben nichts dazu gelernt. Egal wie der Januar zu Ende geht, vielleicht wird die Mitte der Gesellschaft , inclusive der Bauern , weiterhin auf die Straße müssen.

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  2. Ostbauer sagt

    Genauso habe ich mir diesen “Kompromiss” der Ampel vorgestellt.
    Aber in diesem Fall gibt es Keinen mehr!
    Mal davon abgesehen, dass es ein vergifteter Kompromiss ist, bekommstst du die Leberwurst auch nicht mehr in die Pelle zurück. Die Leute sind sowas von aufgebracht und die Ansage war eindeutig!
    Hier laufen die Aktionen ab dem 8.1. planmäßig an und werden auch durchgeführt.
    Auch der DBV hat sich hierzu eindeutig geäussert.
    Bei uns im Landkreis geht ab Montag nichts mehr.
    Jetzt heißt es, sich nicht spalten zu lassen, denn die Kommentare in den einschlägigen Gazetten werden unangenehmer werden.
    In dem Sinne- Venceremos!

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Sind Sie schon:

      Bauern werden als “08-01-Terroristen” gebrandmarkt!!!

      Bitter- , bitter-bitter-böse…

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    • Ferkelhebamme sagt

      Özdemir : „Wir haben eine gemeinsame Lösung gefunden…. Die überproportionale Belastung der LW ( vor der er immer gewarnt hat) ist damit endgültig vom Tisch“
      Herr Minischter, das können sie nicht schön reden… Das merken Sie wohl auch selber, so nervös wie Sie sind, gelle?

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  3. Sauerlandfarmer sagt

    Die „Zeitung(en) für Deutschland“ machen ab heute zusammen mit anderen Medien gegen Landwirte mobil – dazu zwei Beispiele mit ganz besonderen sprachlichen Entgleisungen.

    Früher warb die FAZ einmal mit dem Slogan „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf”. Heute sticht abgesehen von der Unkenntnis über die Prozessketten innerhalb der Landwirtschaft die offene Beschimpfung der Bauern als Gesellschaftsfeinde bei dem Blatt aus Frankfurt besonders hervor:
    https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/landwirtschaft-brauchen-wir-agrardiesel-fuer-die-welternaehrung-19413146.html
    Original Zitat von Joachim Müller-Jung von der FAZ für das Ressort “Wissenschaft“:
    “Wer weiß, wohin der „eskalierende Widerstand“ der Letzten Traktorfahrergeneration noch führen wird? Vielleicht fluten sie morgen schon die Berliner Trinkwasserbrunnen mit Gülle, nur damit den ahnungslosen Fleisch- und Gerstensaftverwertern klar wird, wie harte Arbeit auf dem Sattel der Dieseltriebwerke wirklich schmeckt.”

    Florian von Brunn, Chef der Bayern-SPD, kriminalisiert die Landwirte, bevor die angekündigte Protestwoche überhaupt begonnen hat:
    https://www.sueddeutsche.de/bayern/bayern-protest-bauern-spd-1.6328353
    In Sachsen liegt die SPD gerade bei 3% (Quelle: Civey bei Umfrage am 01.01.2024). Die AFD, welche die SPD Bundesvorsitzende Saskia Esken verbieten lassen möchte, bewegt sich derzeit bei 37% der Wählerstimmen. Tendenz steigend.

    Ich halte nichts vom aktuell verlogenen AMPEL Angebot, teilweise die Kürzungen zurückzuziehen. An der Stelle würde mich übrigens interessieren, wie dann die 1 Mrd. € gegenfinanziert werden.
    Bleibt zu hoffen, dass viele Nichtagrardieselverwender ab dem 08.01.2024 sich den Protesten anschließen. Nein, so geht es nicht weiter in Deutschland!

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  4. Peter sagt

    Autsch! Oliver Rast ist ein abgeurteilter militant linksradikaler Zeitgenosse; ein anderer „Macher“ hinter dem Blätt`le ist ein ehemaliger Lehrer mit Berufsverbot. (Quelle: Wikipedia). Das ist alles schon ganz schön weit links. „Ich rede ja auch mit “rechten” Medien …“ …da kommt sicher bald ein Gastbeitrag in der „Deutschen Stimme“; schließlich durfte die Jutta am 25.12. (auf den Beitrag vom 15.12.) so ziemlich unwidersprochen schreiben: „TEAM SCHREIBER lädt ein!“ (nur Namensgleichheit)…für den 08.01. …Hoch lebe die Toleranz! …Alles im grünen Bereich. (welch` Wortwitz)

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    • Stadtmensch sagt

      Kann nur jedem ein Junge-Welt Abo empfehlen. Es gibt noch eine andere Welt als die des bürgerlichen, akkumulierenden Subjekts. 😉

      Aber ich hab euch beim Gezerre ums Geld unterbrochen. Bitte weiter machen und dabei immer den Elefanten im Raum übersehen: Öffentliche Schulden sind private Guthaben. Womit wir wieder bei vernünftiger Besteuerung von Reichtum wären, den es hier in diesem Lande niemals geben wird, weil Baum:

      https://www.boeckler.de/de/pressemitteilungen-2675-deutsche-milliardenvermogen-superreiche-54381.htm

      “Bei der Mehrzahl der Milliardenvermögen kann daher nicht von „Unternehmertum“ als direkter Quelle des Reichtums die Rede sein, konstatieren die Studienautor*innen…”

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wer Geld hat, legt es auf Jersey, oder den Cayman Islands an, das macht doch jeder, auch IT Spezialisten, da kommt des Fiskus nicht ran.😉😊

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        • Stadtmensch sagt

          Habe Kollegen, die Geld bei irgendwelchen baltischen Banken angelegt hatten. Die wurden dann 2008 “gerettet”. Hätten sie damals schon ein Junge-Welt Abo gehabt, wüssten sie, dass es langfristig kein Geld heckendes Geld gibt und alles für die Katz ist. So oder so. Hätten sie mal weniger oder sinnvoller (schlechter bezahlt) gearbeitet, wenn sie nicht wissen wohin mit den Kohlen.

          Filmtip: Das brandneue Testament 😉

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    • Bauer Willi sagt

      Sie reden über Menschen, andere reden über Inhalte. Jeder gemäß seines Horizontes und seiner geistigen Fähigkeiten….

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      • Peter sagt

        Na, na …schön die eigenen “Spielregeln” einhalten. Bei der nächsten Runde ist vielleicht Lina E. dabei und es werden Silvesterkarten für Connewitz verlost.
        Venceremos!

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    • Schmeckt gut sagt

      Sand in unseren Augen. Unsere Kritiker werfen uns ja oft vor, dass wir mit geschlossenen Augen die Welt in unserer Blase ausblenden. Da kann man nur sagen, Glück gehabt. Dieser Sandsturm ist an uns vorbegezogen und wir können mit wieder geöffneten Augen die “Verlogenheit” dieses “Angebots” erkennen.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Bemerken möchte ich in diesem Zusammenhang, dass zum Zeitpunkt, in dem ich meine Post einstellte, nur diese Zeilen im dem Bericht in der Zeit stand:

        Eilmeldung 15:01
        Meine Post bei Einstellung hier im Forum 15:03

        “Die Ampelkoalition will geplante Kürzungen von Subventionen für Landwirte teilweise zurücknehmen. Auf die Streichung der Kfz-Steuerbefreiung für die Landwirtschaft werde verzichtet, wie die Bundesregierung mitteilte.”

    • Schmeckt gut sagt

      ergänzend: “Mit Bezug auf die Kfz-Steuerbefreiung heißt es zur Begründung, der Schritt erfolge, “um den zum Teil erheblichen bürokratischen Aufwand für die betroffenen Unternehmen zu vermeiden”. Beim Agrar-Diesel will die Regierung in einem ersten Schritt den Entlastungssatz in diesem Jahr um 40 Prozent kürzen. In den Jahren 2025 und 2026 soll jeweils eine Reduzierung um weitere 30 Prozent folgen. Ab 2026 soll die Subvention dann komplett wegfallen.” wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lauthals über eine solche Dreistigkeit lachen.

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  5. Frank sagt

    Ein Problem ist, dass man eine Diskussion ums Geld führt, ohne Zahlen zu nennen und ohne irgendeine Einigkeit erwarten zu dürften, was wem zustehen soll und die zudem die Auslöser für etwaige Belastungen schön außen vor läßt.
    25% weniger dort, 3 ct. pro irgendwas da und wenn man es auf die Preise umlegen könnte wärs ja noch erträglich, auch wenn es dann den nächsten in der Reihe trifft.
    Man bekommt keinen Grund unter die Themen und kein Einvernehmen darüber, was jeder haben soll und behalten können muss, wo gespart werden muss und wo Geld vernünftig eingesetzt.
    Jeder hält Zumutungen bei anderen für akzeptabel und jeder ist schon wieder ruhiggestellt, wenn die Zumutungen bei ihm selbst wegfallen oder zumindest deutlichst reduziert werden.

    Da dürfte ich als Nichtagrardieselverwender eigentlich am 08.01. auch gar nicht losgehen. Angeblich können die Mehrkosten ja nicht auf die Kunden umgelegt werden. Prima müsste ich dann (bei der gleichen egoistischen Sichtweise wie oben gezeigt) sagen, dann ist es ja nur ein Bauernproblem.

    Oder ganz anders gesagt, wer gegen eine grundfalsche Politik nur an den kleinen Stellschräubchen drehen will, der wird nicht froh werden.

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  6. Frank sagt

    “Özdemir habe (im vergangenen Sommer) samt Stab auf Wunsch des BMF Varianten zum Umbau der Agrardieselbeihilfe geprüft …. und letztlich verworfen”
    Also hatte der Bauernfreund Özdemir nichts gegen den Umbau der Beihilfen und fand auch keine bessere Variante als die Streichung die dann kam? Ansonsten müsste man mal klarstellen, Varianten von genau was da gesucht wurden.

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  7. Sonja Dengler sagt

    Demokratie ist, wenn jeder mit jedem reden kann, ohne dafür an die Wand genagelt zu werden.
    Die Leserbriefe der Zeitung zeigen, dass sie zu den Wand-Naglern gehören und einfach auf den scheinbaren “Feind Bauer” einschießen – und keine Ahnung von der Wirklichkeit haben. Umso mutiger die Veröffentlichung des Interviews. Chapeau.

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    • Smarti sagt

      Frau Dengler, das sehe ich ebenso. Auch ein Danke schön für die Vorträge Ihres Mannes, er kann auch einem “Rechendoofi” wie mir sehr komplexe Zusammenhänge gut rüber bringen. Habe viel dazu gelernt !

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      • Sonja Dengler sagt

        Das sage ich ihm – da freut er sich. Und er wird mit Sicherheit antworten, dass man kein “Rechendoofi” ist, wenn man diese komplizierten Zusammenhänge nicht nachrechnen kann. Sie können andere Dinge besser als er (und als ich).
        Er ist bereits von der Polizei (dahinter steckt vermutlich unser Bürgermeister) als “Gefährder” angesprochen worden – aber er sagt trotzdem, was Wirklichkeit ist.

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    • Bauer Fritz sagt

      Daß Linke generell ein Problem haben mit allem was sie nicht als (gut =) links verorten, zeigt auch dieser Beitrag der SPD Bayern:
      SPD für Gleichbehandlung von protestierenden Bauern und Klimaaktivisten (https://www.welt.de/politik/deutschland/article249353274/SPD-fuer-Gleichbehandlung-von-protestierenden-Bauern-und-Klimaaktivisten.html)

      Man würde meinen, es sollte sogar für einen SPD-Funktionär einen Unterschied machen ob es sich um angemeldete Demonstrationen handelt oder nicht, ob zu den Demonstrationen gewählte Organisationen aufrufen oder Nicht gewählte (NGOs) oder gar Gruppen die vom Verfassungsschutz als kriminelle Vereinigungen angesehen werden.

      Würde mich nicht wundern, wenn solche SPD-Funktionäre die Eisenbahner, die LKW-Lenker und andere mit den Klima-“Aktivisten” gleichsetzen.
      Es erklärt damit vielleicht auch die Zustimmungsrate der SPD in Bayern und inzwischen in der gesamten BRD.

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  8. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Die aktuell geplanten Novellierungen zu Dieselgate II, parallel hierzu einhergehend die derzeitigen Wetterkapriolen in weiten Bereichen Deutschlands lassen erahnen, dass hierdurch alles noch etwas schneller geht….

    Denn sie wissen nicht, was sie tun!!!

    Wer angesichts einer solchen mehr als katastrophalen Gesamtgemengelage die Bauern derzeit

    Jeder Beamte, der in der Vergangenheit Verordnungen, Erlasse, Restriktionen, verabschiedet hat, die sich heute im Nachgang wahrlich als äußerst fatal herauskristallisieren, sollte sich nicht forthin hinter eben selben verstecken. – Charakter beweist ausschließlich derjenige, der sich in einem medialen „mea culpa“ zu eben diesen Fehlern jetzt zu bekennen weiß und damit seinem dereinst abgelegten Amtseid glaubwürdig auch gerecht wird.

    Genau hieran krankt es aber in ganz erheblicher Art und Weise. – FEHLER(!) machen immer nur die anderen!?

    Man stelle sich vor:

    Es existieren Bestimmungen, wo ein Landwirt in Not geratenen Menschen KEINE HILFELEISTUNG angedeihen lassen darf:

    Steuerbefreites Agrardiesel in Einsatz zu bringen im Rahmen der aktuellen Hochwasserkatastrophe in mitmenschlicher Hilfeleistung ist verboten, schließlich dient DAS(!) nicht landwirtschaftlichen Zwecken.

    Einen verunfallten PKW, ein liegen gebliebenes Fahrzeug abzuschleppen, verstößt gegen geltendes Recht gleich in mehrerlei Hinsicht. Im Worst-Case-Szenario verstößt der Bauer mit seiner grünen Nummer damit sogar gegen seinen eigenen Versicherungsschutz, stellt diesen zur Disposition.

    Ferner handelt er gegen die geltende Führerscheinverordnung, der T-Führerschein gilt nur für den Einsatz zu landwirtschaftlichen Zwecken.

    Lebensrettende Sofortmaßnahmen bestrafen mithin den „Retter in seinem mitmenschlichen Ansinnen grundehrlichen Charakters“, Hilfe leisten zu wollen/dürfen, ist selbst in lebensbedrohlichen Situationen gesetzlich nicht gestattet, wo sofortiges Handeln sogar dringend angezeigt ist.

    …UNGLAUBLICH, ihr (H)Ampelmännlein!!!

    Unterlassene Hilfeleistung durch WEN!? – Wer gehörte da realiter kriminalisiert!?

    Die maßgeblichen Entscheider, die sich stets als Philanthropen medial in der Außenwirkung derart positionieren oder die Bauern, denen man eine solche mitmenschliche Hilfsbereitschaft schlicht untersagt, wollen letztere ggf. nicht selbst massiven Schaden erleiden!?

    …Ist es da nicht endlich angezeigt, gegen solche vorherrschend Missstände auf die Straßen zu gehen…!?

    DIESELGATE II war allenfalls der letzte Stein des Anstoßes, hier brodelt im Verborgenen noch sehr viel mehr.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Einschub Abs. 3 (versehentlich gelöscht):

      …die Bauern derzeit zu kriminalisieren trachtet, ist ein boshafter Pharisäer.

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  9. Limes sagt

    unaufgeregter, sachlicher und informativer Beitrag von Junge Welt inkl Interview von Willi

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  10. Mark sagt

    Es ist gut und richtig, mit allen politischen Richtungen zu sprechen oder diskutieren. Nur so kann man alle Standpunkte kennen lernen und verstehen, deshalb muss man noch lange nicht alle Standpunkte teilen. Erschreckend ist, dass dies von der sog. “Mitte derGesellschaft” bzw. von denen, die sich dafür halten, immer weniger so gesehen wird, deren Credo ist immer mehr die Ausgrenzung.

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  11. Smarti sagt

    In Anbetracht der Wut, die auf den Strassen bei den Demos herrscht, sind die Fragen und Antworten sehr zahm und “neutral” gehalten. Leider sind drei Fragen viel zu wenig, um auch nur eines der Missverständnisse und Probleme zwischen den Lesern dieser Zeitung und den Landwirten anzusprechen. Aber es ist ein guter Artikel, ein Anfang. Danke dafür auch der “Jungen Welt” und natürlich an Bauer Willi für seinen Einsatz.
    Die Leserbriefe dazu zu lesen kommt nah an Folter. Und den Landwirten wirft man vor, in einer Blase zu leben… Da werde ich ja tatsächlich lieber als “rechts” betitelt.

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  12. Christian Bothe sagt

    Nicht schlecht das sachliche Interview in der Jungen Welt! Kenne natürlich die Zeitung von früher,und fand das damals handliche Format nicht schlecht! Hatte diese natürlich abonniert! Ich glaube es war auch wichtig für die Aufgaben der Matheolympiade in der EOS, die dort veröffentlicht wurden…Habe sie aber in der “Neuzeit” nie wieder gelesen.

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  13. Thomas Bröcker sagt

    Die “Junge Welt” war das Zentralorgan der FDJ in der DDR. Vor allem zu innenpolitischen Themen damals die Propagandamaschine der Führung für die jungen Leute.
    Was auch damals schon sehr objektiv bearbeitet wurde, waren Fragen der Entwicklungsländer, deren wirtschaftliche Entwicklung und Hintergrundbetrachtungen zur Politik des Westens auf diesem Feld.
    Heute ist das anders … ich weiß nicht so recht, was heute einen “Marxisten” ausmacht … nach der gescheiterten Vision einer “Solidarischen Gesellschaft” in Form von zentralistischem “Sozialismus”.
    Was sich beim “Redaktionskollektiv” (um mal in den Begrifflichkeiten der Herkunft dieser Zeitschrift zu bleiben) erhalten hat, ist die klare Analyse der Außenpolitik und eine insgesamt nüchterne Berichterstattung. Insgesamt ist der Ton hier weniger geifernd als bei linken Medien westlicher Herkunft (TAZ).
    Erfreulich ist, dass jetzt auch das Landwirtschaftsthema mal nüchtern angegangen wird.
    Insgesamt sind linke Positionen ja sonst (insbesondere bei “Die Linke”) zur Landwirtschaft ja auch eher von den Frames der NGO´s in den Medien geprägt.
    Was ich damit sagen will: Freunde der modernen Landwirtschaft sind das noch lange nicht. Aber schon halbwegs neutrale Berichterstattung und Kommentierung sind ja fast ein Wunder in der heutigen Medienlandschaft.
    Danke für die klare und nüchterne Lagebeurteilung im Interview an Willi.

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    • Arnold Krämer sagt

      Linke Position war bis vor 30/40 Jahren immer, dass Landwirtschaft effizient und kostengünstig produzieren soll. Insofern war die westdeutsche SPD im Bereich Landwirtschaft immer sehr an marktwirtschaftlich-wettbewerblichen Prozessen orientiert. Und man wusste, dass Subventionen eingepreist waren (Der Steuerzahler sorgte ein Stück weit mit für den Verbraucher). Das war im Interesse des damaligen Wählerklientels dieser Partei. Das ist Geschichte. Die Folgen sind erkennbar an der aktuellen Wahlumfrage in Sachsen. (SPD unter 5%)

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