Bauer Willi

Galgenfrist…

Tina, die unter dem Pseudonym “Ferkelhebamme” hier auf dem Blog seit vielen Jahren kommentiert und Einblick in ihren Betrieb gibt, hat Post vom Veterinäramt bekommen. Was dort auf ein paar Seiten geschrieben steht, lässt mir das Blut in den Adern gefrieren.

Schreiben Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung

In “schönsten” Amtsdeutsch (was für ein widersprüchlicher Begriff) wird dort unmissverständlich verlangt, dass man ein Konzept für einen Stallumbau oder Stallneubau vorlegen soll. Dieses Konzept soll man bis zum 31.12.2023 (Silvester) erklären, oder aber verbindlich mitteilen, das man die Sauenhaltung zum 9.2.2026 aufgibt.

Ich habe mit Tina telefoniert. Die letzten drei Jahre waren für Schweinehalter, besonders für Ferkelerzeuger, keine leichten Jahre. Doch jetzt steigt langsam aber sicher pure Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit hoch, denn selbst wenn man mit der Ferkelerzeugung weitermachen wollte, sind die gesetzten Termine kaum einzuhalten. Hinzu kommt, dass diesen Brief so oder ähnlich alle Sauenhalter bekommen haben oder noch bekommen werden. Die Anforderungen an das vorzulegende Konzept können kaum ohne externe Beratung erfüllt werden und die Berater haben ja in den letzten Monaten nicht “Däumchen gedreht”.

  • Wer trägt die Verantwortung

Um nicht falsch verstanden zu werden: Das Veterinäramt ist nur ausführendes Organ und “führt nur die geltenden Gesetze und Verordnungen aus”. Auf die aktuelle Ampel-Koalition zu schimpfen ist auch nicht angebracht, denn den Grund für diesen Brief hat die Große Koalition, hat die damalige Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zu verantworten. Das will heute aber keiner aus dieser Partei mehr wahrhaben. Das die Ampel-Koalition den grünen Landwirtschaftsminister walten lässt, wirft kein gutes Licht auf SPD und FDP. Dies könnte auch ein Grund für das schlechte Abschneiden bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen gewesen sein.

  • Können die Landwirte überhaupt noch reagieren

Begründet sind die jetzt eingeforderten Maßnahmen in der Tierschutznutztierhaltungsverordnung, die novelliert wurde, und die bis in kleinste Detail regelt, wie Tiere gehalten werden dürfen. Wer also vor 5 Jahren einen neuen Stall unter den damals geltenden Vorschriften gebaut hat, kann diesen Stall so nur noch bis 2026 nutzen. Dann ist der Stall aber noch nicht bezahlt, noch nicht abgeschrieben. Einen vorhandenen Stall so umzubauen, dass er den neuen Vorschriften entspricht, ist in vielen Fällen völlig unwirtschaftlich. Die Genehmigung für einen Neubau zu bekommen? Wer heute einen Bauantrag stellt, muss sich nicht nur auf lange Wartezeiten sondern auch auf Widerstand in der Bevölkerung gefasst machen.

Alles in allem kommt man als Landwirt zu dem Eindruck, dass die Tierhaltung in Deutschland abgeschafft werden soll. Es gehört sehr viel Mut, Optimismus und Tatkraft dazu, noch einmal in die Tierhaltung zu investieren. Die Galgenfrist läuft…

An die Politiker

Falls Sie diesen Artikel lesen, falls Sie wollen, dass es auch in Zukunft in Deutschland noch eine Tierhaltung gibt, handeln Sie jetzt.

Es ist 10 Sekunden vor Zwölf, dann geht die Klappe unter dem Galgen auf…

Anhang:

Antwort der Bundesregierung auf eine “Kleine Anfrage” zur Sauenhaltung:

Antwort Kleine Anfrage

(Aufrufe 27.409 gesamt, 1 heute)

316 Kommentare

  1. Bauer Willi sagt

    Hier meldet sich der Administrator. Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist geschlossen.

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  2. Jürgen Donhauser sagt

    @ MaOsKl – also langsam finde ich richtig Freude an der Konversation mit Ihnen. Es dient als Vorlage für Coachinggespräche. Ist zwar für Paarcoaching, aber die Mechanismen die Sie anwenden ist vor allem für Paare mit ausgeprägten Narzissmus interessant. Also machen wir weiter:
    “MaOsKl schreibt
    11. Oktober 2023:
    Sie haben bestimmt eine seriöse Quelle für die Behauptung Pflanzen könnten Schmerz empfinden.

    Ich gebe Ihnen 3 Tage Zeit.

    Sollte bis dahin hier nichts erscheinen, also am 14.10.23, ist offensichtlich wer Recht hat in Bezug auf diese von Ihnen angenommene Fähigkeit.”

    Jetzt bin ich etwas verwirrt, denn der 14.10. ist ja erst in zwei Tagen und Sie machen schon wieder Druck und führen einen neuen Termin ins Feld, warum? – Bleiben wir doch beim 14.10. dann haben wir noch etwas Zeit zum Spielen. Zudem hatte ich ja meine Argumente schon am 11.10. und davor ins Feld geführt, aber die können Sie durch Ihre ideologische Brille nicht wahrnehmen.

    Was uns grundsätzlich unterscheidet ist, dass ich mich meiner moralischen Verantwortung stelle und Sie hingegen verzweifelt versuchen eine “heile Welt” zu konstruieren, die nie zu erreichen ist. Jetzt argumentieren Sie wieder mit der Definition von Veganismus: “Veganismus ist eine Lebensweise, die versucht – soweit wie praktisch durchführbar – alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an leidensfähigen Tieren für Essen, Kleidung und andere Zwecke zu vermeiden; und in weiterer Folge die Entwicklung und Verwendung von tierfreien Alternativen zu Gunsten von Mensch, Tier und Umwelt fördert.”

    Schlüsselwörter “versucht” und “praktisch durchführbar”. “Versucht” ist schon eine Wortwahl die keine verbindlichen Grenzen aufzeigt. Also nach meinem subjektiven Empfinden beute ich keine Tiere aus und vollziehe keine Grausamkeiten an Ihnen. “Praktisch durchführbar” ist ebenso zum Scheitern verurteilt. Ich weiß nicht ob Sie in einem Gebäude wohnen oder arbeiten, aber bevor dieses Haus gebaut wurde war es mit Sicherheit Lebensraum für allerlei Getier. Wenn Sie sich fortbewegen (Auto, Zug, Bus, Rad per pedes) werden unweigerlich andere Spezies töten. Ihr Anspruch entspricht also der Hybris.

    Also verabschieden Sie sich vom Anspruch ohne Leid durchs Leben zu gehen. Der Tod gehört zum Leben dazu – unausweichlich. Das Leid ebenso (beginnt schon mit der Geburt). Nur die Erfahrungen beider (Glück und Leid) lassen eine Einordnung zu. Wenn ich nicht Dunkel kenne, dann kann ich nicht Hell erkennen und es für mich einordnen. Und wenn man als Mensch versucht dies allem aus dem Weg zu gehen, dann hat man “Leben” nicht verstanden.

    Jetzt noch die Frage in die Runde: Wenn ich die Kommentare richtig verstanden habe, dann habt Ihr einen Verdacht um wem es sich bei “@ MaOsKl” handelt – wer ist es. Ich verstecke mich nicht hinter einem Pseudonym und würde gerne auf Augenhöhe diskutieren.

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    • MaOsKl sagt

      Netter Versuch mit einem Strohmann-Argument, indem Sie eine Annahme der Gegenseite in den Raum stellen, die so nie getätigt wurde, um sie dann zu “widerlegen”.

      So bei Ihnen die Behauptung ich würde einen “Anspruch ohne Leid durchs Leben zu gehen” haben.
      -Wo wurde das von mir formuliert?… tja: Jetzt wirds dünn bei Ihnen, wa?

      Im Gegenteil: Die Definition von Veganismus beruht darauf alles vermeidbare (!) Leid zu vermeiden. Nicht: jegliches Leid. Das ist – wie Sie sich hoffentlich jetzt gleich selbst denken – ein großer Unterschied.
      Und schon ist ihr Strohmann-Argument ist entkräftet.

      Denn Leid gehört zum Leben, ja. Aber vermeidbares Leid eben nicht zwingend – that´s it.

      So, nun sind Sie an der Reihe: Nächster Versuch.

      PS: Ich bin auch sehr gespannt, wer ich angeblich sein soll. 🙂

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      • Thorens sagt

        “Ich bin auch sehr gespannt, wer ich angeblich sein soll.”

        Na, mit einiger Wahrscheinlichkeit der selbe Ethiklehrer, den wir hier unter anderem Namen im berühmten Veganer-Thread schon hatten. Gähn.

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        • Heinrich sagt

          SapereAude

          6. März 2023

          Sek II, Ethik.
          Knapp 200 SchülerInnen pro Jahr

          Entsprechend gut ist der Multiplikatoreneffekt 🙂

          Und ja, um eine gute Note zu holen müssen Thesen gut begründet sein. Für den Tierfleischkonsum lässt sich da wenig rausholen, insbesondere in Abwägung zu den moralisch weitaus nachvollziehbareren Alternativen.

          Aber ihr dürft es auch hier gerne weiterversuchen.
          Viel Erfolg! 🙂

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          • Reinhard Seevers sagt

            Lernt lieber etwas sinnvolles, dann muss man euch nicht füttern. Was für eine Verschwendung von 200 Seelen pro Jahr.

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      • Ferkelhebamme sagt

        Die Tiere leiden eben nicht. das ist eine Falschannahme. Deshalb ist die Definition von Veganismus keine.
        Wenn Sie es moralisch nicht verkraften können, tierische Produkte zu konsumieren, dann ist das so. Ihr Entscheidung, die mich nicht interessiert. Aber hören Sie auf, mit Ihren Pseudo-Argumenten normale Menschen zu nerven.

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        • Hecht sagt

          “Die Tiere leiden nicht”

          Milliarden Tiere in den Ställen der Massentieranstalten führen nämlich ein paradiesisches, artgerechtes Leben und gehen freudig in den Tod.

          so isses!

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          • Ferkelhebamme sagt

            Paradiesisch ist Luxus. Können wir auch. Muss nur jemand bezahlen.
            Haben Sie schon ein Tier zur Schlachtbank geleitet? Oder wie können Sie beurteilen, wie ein Tier in den Tod geht? Aus dem Internet?

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          • Jürgen Donhauser sagt

            Mit dieser Argumentation verurteilen sie auch Millionen Menschen die in Großstädten wohnen. Denn Masse bedeutet nicht zugleich Qual. Wobei ich als Landei heute noch nicht verstehen kann wie man sich ein Leben in der Stadt freiwillig antun kann.
            Jetzt kommt von Ihnen (kann ich hellsehen).
            “Aber genau das ist der Knackpunkt, die Menschen leben freiwillig in den Städten – die Tiere aber nicht.”
            Wie ist es mit den Kindern die in Städten geboren werden? Wurden die gefragt?
            Vielleicht hat alles mit Gewöhnung zu tun. Unsere Nutztiere sind keine Wildtiere und vermissen somit auch nicht die Wildnis.!

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        • MaOsKl sagt

          lieber nerve ich Menschen, als Lebewesen unnötig zu töten.

          “Leben und leben lassen.”

          Ich bin für: leben lassen.

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      • Jürgen Donhauser sagt

        @MaOsKI – die Definition für Vegan hatte ich von “www.vegan.at/inhalt/definition-veganismus” kopiert – ich wusste nicht, dass jedes Land eine eigene Definition von Vegan hat, oder haben Sie eine ganz persönliche Definition?
        Sei’s drum, dann nehmen wir halt Ihre. Also sie betonen, dass es um den Einschub “vermeidbares Leid” geht. Wissenschaftlicher Konsens unter vertrauenswürdigen Quellen ist, dass vegane Ernährung dauerhaft (vor allem Kinder) nicht ohne Nahrungsergänzungsmittel funktioniert. Wer also gegen Einsatz von Gentechnik ist, der ist bei Vitamin B12 schon im Dilemma. Ist jetzt dieser Konflikt vermeidbar? Wie definieren Sie vermeidbar? Wie gewichten Sie die Alternativen?
        Ich definiere zudem grundsätzlich die Tierhaltung und das Schlachten nicht als Leid! Also gilt für mich die Definition des Veganismus schon mal gar nicht. Sie gilt eigentlich nur für Menschen die noch ein ungeklärtes Verhältnis zum Leben, Leid und zum Tod haben, also mehr für Leute die psychisch noch etwas zu klären haben.
        Auch Ihre Aussage: “Ich bin auch sehr gespannt, wer ich angeblich sein soll.” ist ein sicheres Zeichen dafür. Denn wenn Sie schon selbst nicht wissen wer Sie angeblich sein sollen, dann wird’s Zeit!
        Möchten Sie einen Coaching-Termin?

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    • Lothar_B sagt

      @MaOsKI

      Verschwenden Sie nicht ihre Zeit mit den Konsorten hier.
      Gott wird über die Tierquäler richten.

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      • Bauer Fritz sagt

        Sie scheinen ja ganz genau zu wissen, was Gott so macht ….
        Hat er sie schon mal um Rat gefragt ?

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      • Jürgen Donhauser sagt

        @Lothar_B – jetzt wird es interessant.
        Definition Sünde: “Eine bewusste und vorsätzliche Entscheidung gegen den Willen Gottes”
        Damit setzen Sie also voraus, dass Gott nur Veganer möchte, ansonsten würde der Mensch ja nach ihrer Definition sündigen und Gott müsste ihn richten. Warum aber hat Gott überhaupt Spezies erschaffen die auch Fleisch essen, wenn es grundsätzlich der moralischen Vorstellung Gottes widerspricht Fleisch zu essen/fressen? Er hätte doch dann gleich nur Lebewesen erschaffen können die nur vegan leben.
        Vielleicht liegt die Antwort schlichtweg darin, dass Gott überhaupt kein Problem darin sieht Fleisch zu essen. Und da wir Landwirte unsere Tiere hegen und pflegen und somit nicht quälen braucht uns Gott schon zweimal nicht “richten”.

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        • Warum hat er Ackbau und Stallbau, bzw Tierhaltung und vorher Domestikation zugelassen?

            • Reinhard Seevers sagt

              Damit sie missionierend durch die Welt ziehen und ihre Wahrheit verbreiten? Keine Ahnung… was meinen Sie? Aus Langeweile vielleicht…wer weiß.

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            • Jürgen Donhauser sagt

              @Hecht – damit sie Tiere erhöhen und als Ersatzbefriedigung für ihre ungeheilten Verletzungen durch Menschen kompensieren können. Deshalb reagieren Sie auch oftmals aggressiv auf Mitmenschen und sehen das Tier so wie so als “besseren” Menschen an. Ihnen wurde “Leid” angetan, und deshalb wollen Sie “Leid” von Tieren abhalten die in ihren Augen genau so schutzlos sind wie Sie damals waren.

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  3. Jürgen Donhauser sagt

    Was ist mit MaOsKI los? Es ist schon der 12. und er liefert immer noch keine überzeugende, vegane Antworteten auf unsere Argumente? Der Countdown läuft…..

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    • MaOsKl sagt

      Sie haben Recht. Ihr Countdown läuft.
      Wenn Sie denken Sie hätten ein Argument, dem nicht plausibel widersprochen werden kann, dann machen Sie es direkt hier. Im Verlauf der letzten beiden Tage konnte keine ihrer Thesen begründet verfangen. Das sehe scheinbar nicht nur ich so.

      Bisher grenzen ihre persönlichen Beleidigungen, adhominem und whataboutismen an intellektueller Unterforderung, weshalb ich dabei bleibe:
      Ich antworte noch genau bis heute Abend, wenn Sie bis dahin keine überzeugend begründete These zur moralischen Rechtfertigung und Notwendigkeit von Tierqual und -Mord hervorbringen können, dann ist klar, wer gewonnen hat – ich habe da so meine Vermutung 🙂

      Ich werde logischerweise nun nur noch an dieser Stelle antworten – sollte bis heute Abend nichts Neues mehr kommen, dann ist dies mein letztes Posting.

      Bei allem Verständnis für ihre argumentativen Schwächen noch ein Tipp:
      Grämen Sie sich nicht zu sehr, wenn ihnen – wie zu erwarten – nur Ausflüchte, Beleidigungen, unzulässige induktive und naturalistische Fehlschlüsse einfallen. Das ist symptomatisch in einer Diskussion für den von vornherein unterlegenen Gesprächspartner.

      Also nochmals:

      Hier ist nun Platz für ihren letzten Versuch, ihr letztes “Argument”:

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      • Reinhard Seevers sagt

        Maoski schrieb:….dann ist dies mein letztes Posting.”

        Bitte keine leeren Versprechungen, bitte, bitte!

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        • Brötchen sagt

          Sowas hab ich noch nicht erlebt, das jemand sich einbildet, er könnte einem gestandenem Berufsfachmann Ultimaten setzen.
          Und so einer will noch Kinder oder Jugendliche unterrichten.

          Zudem hat der Moralfachmann noch nicht mal die Definition von Moral verstanden..

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          • Stadtmensch sagt

            Lass dir von dem Erbsenproteinisolat-Würstchen nicht die Zeit stehlen.
            Für eine funktionierende Ökonomie ist dein Wirken relevant. Seins offensichtlich nicht. Dafür reicht die Bewertung seines substanzlosen Geblubbers sicher nicht aus, aber er hätte sich ja besser verständlich machen können, für uns einfach gestrickte Malocher.

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            • Brötchen sagt

              naja Stadtmensch es gibt schon vegane Cracks, die echt was können, in der Nahrungsmittelzubereitung. Das ist nicht nur Erbsenpampe.

              Bloss das hat jetzt für einen Landwirt nur sekundäre Bedeutung, erstmal muss er ja Einkommen erwirtschaften, um sich das überhaupt leisten zu können.

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              • Stadtmensch sagt

                Schon klar. Habe vorgestern schlechte Noten für meine Birnen-Crostini bekommen. Muss ich noch üben. Haupsache mir hats geschmeckt 😉

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      • MaOsKl sagt

        ich warte, Herr Seevers, Brötchen & Co:

        Bisher, wie zu erwarten:
        Nur adhiminem-Ausflüchte.

        Also nochmals hier die Chance für ihr erstes überzeugendes Argument, mehr ist ja gar nicht verlangt:

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        • Brötchen sagt

          allein aus der Definition des Moralbegriffes, kann es keine “überzeugende” Begründung geben:

          siehe:

          1a.
          [Plural selten]
          Gesamtheit von ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren, die von ihr als verbindlich akzeptiert werden
          “die öffentliche Moral”
          1b.
          [Plural selten]
          sittliches Empfinden, Verhalten eines Einzelnen, einer Gruppe; Sittlichkeit
          “eine brüchige Moral”

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          • Brötchen sagt

            ” ihr als verbindlich akzeptiert werden”

            hier allein könnte man ewig drüber diskutieren.

            Meine Hausaufgabe:
            Gehen Sie mit Ihren Schülern zu einem größeren Lw. Betrieb in der Nähe, Beschäftigen Sie mit seiner Fruchtfolge und den entstprechenden Erträgen und wirtschaftlichen Kennzahlen dahinter und erarbeiten Vorschläge für ihre Lebensweise. Dann können wir weiter diskutieren.
            Muss jetzt nicht mal Tierhaltung sein!
            Ist vielleicht etwas konstruktiver als diese Sinnlosdikussionen über Ideologien.

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            • Brötchen sagt

              was “überzeugend” ist, lassen Sie mich raten bestimmt wer ?

              Gibt es da ein neutrales Richtergremium?!

              Hätte jetzt auch was mit ihrem Fachgebiet Ethikunterricht zu tun.
              Vielleicht können ja die Schüler dazu was schreiben!?

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              • Thorens sagt

                “… Das sehe scheinbar nicht nur ich so.”

                Die Weisheit mit Löffeln gefressen, kennt den Unterschied zwischen “scheinbar” und “anscheinend” aber offenbar nicht.

                Brötchen, ich halte es für sinnvoller, Farbe beim Trocknen zuzuschauen, als Lebenszeit mit Mao’s KI zu verschwenden.
                Nix für ungut.

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                • Brötchen sagt

                  Thorens, ja dachte auch erst, ich ignoriere das.

                  Aber in dem ich mich mit dem Moralbegriff beschäftigt habe, sind mir ein paar Ideen gekommen.

                  Vielleicht hat er ja noch ein paar andere Sichten.
                  Denke aber da kommt nix.
                  Vielleicht kann er ja wirklich mit seinen Schülern was machen, als Projektarbeit.
                  Die Erstellung eines veganen Speiseplanes mit entsprechender Zuordnung mit einem Anbauplan und das auf Dt. hochzurechnen würde sicher auch einen Erkenntnisgewinn bringen. Bisher habe ich das noch nie gelesen.
                  Aber Danke für Deine Sichtweise!

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        • Sind sie auch Fachmann,
          wenn ja, können sie sie ja betrefflich genau stellen, oder?

          wie war wieer ihre Frage?

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        • Warum gehen sie nicht nach Ökotrophplogen und erkundigen sich da, wenn sie auch nicht 100%ig Bescheid wissen!

          das sind die Fachleute dafür, nicht die Bauern!

          Oder wollen sie hier bei den Bauern stänkern, macht ihnen das Spaß?

          Nehmen sie lieber die Energie, die sie dafür brauchen und erkundigen sie sie bei einer Diätassistentin oder Ökotrophologen!

          Denn dann haben sie Fakten und dann geben sie hier Bescheid, bitte!

          Ich möchte4 es auch mal genau wissen!

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Auf meine Argumente ist ihnen regelmäßig nichts eingefallen, aber wahrscheinlich haben Sie sie einfach nicht verstanden. Schön langsam erhebt sich der Verdacht, dass Sie nicht sinnerfassend lesen können.

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        • MaOsKl sagt

          welches “Argument” denn.
          Bitte exerzieren Sie es, ansonsten existiert es wohl nicht.

          Gruß!

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Jetzt wissen alle, dass Sie meine Argumente nicht interessieren, dass Sie sie nicht lesen (können, wollen?) Denn alle anderen haben sie schon unten gelesen.
            Also Ende der Diskussion.

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            • Limes sagt

              “Also Ende der Diskussion”
              Fr Ertl Glückwunsch
              Es ist nicht so einfach Narzissten zu erkennen und schwierig sich von Narzissten zu trennen. Sie haben es geschafft.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Schau an, DAS Argument erkennt er endlich an….chapeau!😎

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      • Arnold Krämer sagt

        @MaOsKI
        “…………wenn Sie bis dahin keine überzeugend begründete These zur moralischen Rechtfertigung und Notwendigkeit von Tierqual und -Mord hervorbringen können,…..”

        Tierqual und Tiermord wird niemand moralisch rechtfertigen können! Das ist klar.
        Aber das, was Sie Nutztierhaltern (in aller Welt) pauschal vorwerfen, ist nicht (systematisch) Tierqual und nicht Tiermord. Den Beweis für diese Behauptung sollten/müssten Sie zuerst einmal erbringen. Dann kann man weiterreden.
        Ansonsten lesen Sie gerne weiter mit auf diesem Blog. Er könnte Sie durchaus schlauer machen (wenn Sie es zulassen).

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        • MaOsKl sagt

          Ein Tier mit Absicht und nach Plan zu töten ist Mord. Zwar (noch) nicht juristisch, aber de facto.
          Widersprechen Sie?

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          • Reinhard Seevers sagt

            Nur für denjenigen, der ein Tier mit dem Menschen auf eine Stufe stellt….ja ich widerspreche!

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            • MaOsKl sagt

              Defnition Mord:
              “vorsätzliche Tötung”

              Hm, widersprechen Sie immer noch?

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              • Reinhard Seevers sagt

                Bleibt dabei, gilt nur für Menschen, nicht für Tiere.

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                • MaOsKl sagt

                  Sie stimmen aber zu, dass es “vorsätzliche Tötung” ist?

                  Also, dass von Anfang an der Vorsatz besteht das Tier vor Ende seines natürlichen Lebensalters zu töten?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Das ist das Ziel von Nutztierhaltung! Gut erkannt. Sonst wäre es ja nur eine Spaßveranstaltung für Nichts.

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                • MaOsKl sagt

                  Wenn man also ein leidensfähiges Lebewesen, das über ein ausgeprägtes Interesse am Weiterleben verfügt, vorsätzlich tötet… worin besteht (außer im juristischen) dann genau der Unterschied zum ebenfalls leidensfähigen Menschen mit Interesse am Weiterleben?

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                • Jürgen Donhauser sagt

                  Also MaOsKI würde jetzt sagen: “Der Lebenswille ist ein reiner Reflex, dass hat nichts mit dem Bewusstsein zu tun” – oder war das nur bei den Pflanzen?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  “Wenn man also ein leidensfähiges Lebewesen, das über ein ausgeprägtes Interesse am Weiterleben verfügt, vorsätzlich tötet… worin besteht (außer im juristischen) dann genau der Unterschied zum ebenfalls leidensfähigen Menschen mit Interesse am Weiterleben?”

                  Wiederholung: Das eine ist ein Tier, das andere ist ein Mensch. Check?

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          • Arnold Krämer sagt

            Ich widerspreche auch. Nicht nur wegen der Nottötungen bei schwerverletzten, z.B. unfallverletzten oder extrem alterschwachen Tieren. Auch das erfolgt mit Absicht und nach Plan.
            Ihr Tierrechtler verrennt euch gewaltig, aber da seid ihr typisch deutsch.

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            • Hecht sagt

              Stimmt!!

              Die Ställe der Massentierhaltungen sind voller altersschwacher Tiere.
              Merken Sie sich das doch endlich mal!!eins!elf!!

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              • Arnold Krämer sagt

                Ihr “Kollege” MaO.. hat weiter unten aber ganz anders argumentiert, nämlich dass das mögliche Lebensaltrer der Nutztiere ja erheblich verkürzt würde, also nichts mit “altersschwach”. Möchten Sie eigentlich ernst genommen werden?

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                • MaOsKl sagt

                  Na, wer hat denn nun Recht Arnold:

                  Hecht, der – natürlich völlig ohne Sarkasmus – behauptet, dass es fast nur altersschwache Tiere in der Massentierhaltung gibt

                  …oder Ich, der – wie Sie es richtig gelernt haben – darauf hinweist, dass das Lebensalter der Tiere erheblich verkürzt und diese in der Regel im Baby oder Kleinkindalter vorsätzlich getötet werden ?

                  Hecht oder ich?

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                • Jürgen Donhauser sagt

                  @MaOsKl – mir wäre neu, dass in der freien Natur alle Tiere nur aus Altersschwäche sterben. Gab es da nicht auch Beutetiere? Wohl nicht richtig aufgepasst im Unterricht?

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Eindeutig. Wir können über die notwendige Zahl an Nutztieren diskutieren, aber nicht über die Notwendigkeit von Nutztieren generell. Wenn keine Nutztiere mehr sterben dürfen (und ich wünsche allen einen stressfreien Tod), dann sterben stattdessen Menschen. Und das ist die ethische Ungeheuerlichkeit in Ihrer Ideologie.

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    • Smarti sagt

      Hecht, was war Ihre Intention, gerade diesen Namen zu wählen ?

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    • evo.... sagt

      Veganer sind Teil einer untergehenden Mehrheit. Die Braunen haben ja schon mal von sowas geträumt und wie stehen die heute da?

      Wir müssen dafür sorgen, dass es euch nicht besser ergeht.

      2
    • Danny sagt

      Da kann ich nur lachen! Soll man z.b. das Schalenwild an Altersschwäche sterben und verwesen lassen??? Gehen die Veganer künftig an die Steilhänge zum grasen usw. usw.usw. Es gibt leider immer mehr Leute die den Kreislauf der Natur anscheinend nicht verstehen! Früher hieß das gesunder Menschenverstand! Heute????? Meine Großeltern sind alle über 90 bzw fast 100 Jahre alt geworden!!! Die haben ihr Leben lang Fleisch, Gemüse und Obst gegessen alles was man auf unseren Höfen hatte. Außerdem wurde Weichselwein angesetzt, getrunken genauso wie ein Feierabendbier! Alles in Maßen eben. Wie Alt die Veganer mit ihren Geschmackverstärkern usw werden bleibt abzuwarten! Von mir aus weit über 100 Jahre!! Viel Glück…..

      6
  4. Rolf Sieling sagt

    MaOsKi, wir sind hier in einer Diskussion zu glasklaren Zahlen, Daten,Fakten, die an einen Ferkelerzeuger in Zukunft gestellt werden. Ihre ganzen Beiträge zeichnen sich durch wertende Adjektive aus, die keine Argumente liefern. Genau dieses Verhalten macht die Landwirte so ärgerlich, obwohl sie sie persönlich schon abgehakt haben. Da ist jeder Mineralfuttervertreter besser drauf. Das eigentlich verwerfliche an Ihrer Moral ist aber, das ihre bevorzugten Nahrungsmittel mangels Ökonomie oft nur in Niedriglohnländern erzeugt werden können. Klima übers Jahr gehört auch dazu, Gewächshaus usw. Alle Bilanzen wie Dünger, Wasser oder CO2 sind auf einmal ohne Bedeutung. Mercusur oder Ukraineabkommen sind ganz wichtig um die Versorgung sicherzustellen. Wer die Nahrungsmittel Verfügbarkeit der armen Leute auf der Welt kennt, nennt Ihr Verhalten schamlos.

    8
  5. Thomas Bröcker sagt

    Irgendwie gemahnt die Penetranz der veganen Kommentatoren an Büchners Wojzeck.
    Zuviel Erbseneiweiß scheint der Gesundheit nicht gut zu tun und zu Wahnvorstellungen zu führen. Wieder ein Beispiel, wie gravierend die Folgen einseitiger Ernährung sein können.
    Mit Eiferern zu diskutieren ist sinnbefreit, aber lustig zu lesen.

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      • Brötchen sagt

        Nun Ja Herr Bröcker ist langjähriger Obstbauer und hält nicht ein Tier! Er hat Spezialwissen zum Pflanzenschutz und zur Düngung und hat einiges fachlich sehr gutes zur rein pflanzlichen Düngung hier schon beigetragen. Er unterstützt glaube eine biovegane Solawi wirtschaft und kann da einiges berichten.
        Aber gut, jeder outet sich so gut er kann!

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  6. Gurkenhobel sagt

    Alter Schwede, das wurde ja so krass hier, dass ich mir erstmal ein schönes Angus Entrecote auf den Grill legen musste, um wieder runter zu kommen. Aufzucht, Schlachtung und Verkauf 3 Dörfer weiter in einer Familie. Herrlich ;o))

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

      Diese Argumentation ist auch nicht richtig. Es geht ja hier um größere Produktionseinheiten und die lassen sich nicht alle nebenan vermarkten. Ich will bei meinem Fleischkonsum weder das Tier noch die Familie kennen. Der Dorfschlachter bei uns hat vor Jahren aufgehört und ihr wollt nicht wissen wie es dort zuging. Da ist jeder Großschlachthof hygienischer.
      Also: Landwirtschaftliche Tierhaltung braucht auch Absatzmärkte und da müssen wir auch zu den Produkten im Supermarkt stehen.

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      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

        Noch was: wenn’s mal nicht schmeckt würde ich mal gucken wer in der Küche gearbeitet hat !!!

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  7. MaOsKl sagt

    Das wirklich Herausfordernde, sich pflanzenbasiert zu ernähren, ist es in der Diskussion mit Tierfleischessern ständig Recht zu haben.
    Sie in Ihrer defensiven Haltung fast schon zu bemitleiden und innerlich zu wetten, welche der immergleichen Behauptungen zur Rechtfertigung des unmoralischen Verhaltens wohl als nächstes kommt.
    Dabei so freundlich wie nur möglich bleiben im Angesicht der immer verzweifelter werdenden Argumente, die sich allesamt in nur wenigen Schritten in Luft auflösen lassen.
    Es ist nicht leicht jemandem einen Spiegel vorzuhalten, in dem etwas hässliches durchscheint – wollen doch die allermeisten Menschen “gut” und nicht “böse” sein.

    Das Schwierige ist es, dann zusehen zu müssen, wie sich die argumentative Leere und Ertapptheit am Ende nicht selten in Trotz und Wut verwandelt.

    Auszuhalten ist es vor allem dadurch, dass nicht jeder wie ein Trotzkind reagiert und diese Wut über fehlende Argumente an Tieren rauslässt, sondern die kognitive Dissonanz durch eine Verhaltensänderung reduziert.
    Der stetig sinkende Fleischkonsum und die jährlich wachsende Gemeinschaft empathisch handelnder Menschen, die auf Tierqual verzichten sind das Resultat dieser erfolgreichen Bewegung, die nicht mehr zu stoppen ist.

    The Trend is our Friend 🙂💪

    29
  8. Ertl Elisabeth sagt

    Ich gebe Mao … in 2 Punkten recht:
    1) Wir müssen aufhören, Lebensmittel an Tiere zu verfüttern, die für Menschen essbar sind. Das ist aber nur teilweise der Fall.
    2) Gäbe es diese finanziellen Zwänge nicht, könnte es Nutztieren in vielen Fällen tatsächlich besser gehen, als das derzeit der Fall ist. Aber einem großen Teil der Nutztiere geht es durchaus sehr gut.

    Ich habe nichts dagegen, wenn jemand sich vegan ernährt, um den derzeit tatsächlich zu hohen Fleischkonsum auszugleichen.

    Aber diese Militanz eines Mao … ist lebensfeindlich. Er will, dass Nutztiere gleich gar nicht leben, damit sie nicht sterben müssen. Als ob es irgendein Lebewesen gäbe, welches nicht sterben muss. Und als ob nicht das Leben gerade angesichts des Todes besonders wertvoll wäre.
    Von dieser lebensfeindlichen Haltung ist es dann nicht weit zu der Behauptung, dem Planeten gehe es ohne Menschen besser, weil Menschen schädliche Tiere seien.
    Das nennt man dann Ökofaschismus. Und damit will ich nichts zu tun haben.

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    • Smarti sagt

      Frau Ertl, und wenn man dann weiss, dass Mao ein Lehrer ist, der Ethik unterrichtet, dann weiss man auch wo die Studenten abgerichtet werden. Ich kenne zwei Studenten der Tiermedizin, die mir fast Punkt für Punkt Maos “Vorwürfe” erzählt haben. Es ist unter anderem dieser Herr, der für die Abwicklung der Landwirtschaft verantwortlich zu machen ist.
      Der will Tiere retten und schürt Krieg.

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Der will keine Tiere retten, der will Tiere abschaffen.

        4
    • Ferkelhebamme sagt

      Basis derer Diskussionen ist immer, das die armen Tiere Qualen erleiden.
      Meine Tiere leiden nicht und werden nicht gequält.
      Und ich lasse mich nicht beleidigen.

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  9. Pälzer Buh sagt

    So hier mal was produktives zum einen hatte die deutsche Rentenbank den Stallumbau unterstützt und zwar mit ca. 330€ Mio. viel, viel zuwenig für “Alle” Schweinehaltende Betriebe. Zum anderen kommt ASP hinzu, und somit keine Exporte. Und zu allem Elend/Überfluss fand in dieser Zeit ein Regierungwechsel statt, die die Sache (ASP) nicht anpackt, sondern aussitzt.
    Somit Konkurrieren alle National in Deutschland, Billigimporte bzw mit weniger Tierschutzauflagen (Niederlande, Dänemark) tun ihr übriges.
    Somit schauen gerade die kleinen Fam. Betriebe in die Röhre.
    https://www.rentenbank.de/bmel-zuschuesse/landwirtschaft/

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  10. Jürgen Donhauser sagt

    Ich hatte den ganzen Tag zu tun – helft mir bevor ich mir jetzt die ganzen überflüssigen Kommentare der Veganer-Kampfgruppe antun muß. Gibt es inzwischen auch brauchbare Argumente von @MaOsKI & Co. bei denen es sich lohnt auseinander zu setzen, oder ist es nur das übliche Veganer-Troll-Geschwurbel?

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    • Smarti sagt

      Herr Donhauser, es lohnt sich die ganzen Kommentare zu lesen.

      1
  11. Jürgen Donhauser sagt

    @MaOsKl – entschuldige, dass ich erst jetzt antworte – aber ich mußte noch 5 Schweine zum Metzger fahren.
    Aber jetzt habe ich Zeit für Dich. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob Du nicht “@ShotonShot bist, mit dem ich auf YouTube unter https://www.youtube.com/watch?v=NOkjSZ8a06w einen äußerst ausführlichen Diskurs hatte. Aber gerne nochmals:
    Hier Beispiele, die Dein Bild vom “dummen Strohzeug” ins wanken bringen:
    https://www.feey-pflanzen.de/blogs/pflanzen-blog/die-wahrnehmung-von-pflanzen
    https://www.futurezone.de/science/article228130691/experiment-zeigt-pflanzen-haben-ein-bewusstsein.html
    https://www.tierwelt.ch/artikel/natur-umwelt/was-fuhlen-pflanzen-408295
    https://www.welt.de/wissenschaft/article1195905/Pflanzen-mit-Gefuehl-Seele-und-Verstand.html
    https://www.nationalgeographic.de/umwelt/die-sinne-der-pflanzen
    https://www.naturzyt.ch/natur-bewahren/lebensraum-naturgarten/615-koennen-pflanzen-fuehlen-wie-pflanzen-die-welt-wahrnehmen.html

    Und hört auf darum rumzureiten “aber es gibt keinen Beweis, dass Pflanzen fühlen können” – wie lange bedurfte es oftmals in der Wissenschaften bis von einer Annahme ein Beweis erbracht werden konnte (siehe Quantenphysik). Als Mann der Kirche bin ich da inzwischen vorsichtig, Menschen mit neuen Annahmen sofort als Spinner auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Man lernt schließlich dazu 😉

    Irgendwie habe ich das Gefühl ihr Extrem-Veganer werdet zentral gesteuert, denn ihr geht alle strikt nach folgender Anweisung vor:
    https://nutripunk.de/pflanzen-haben-gefuehle/

    Übrigens zu Vegan und Gesundheit – warum unterschlagt ihr immer die Oxfordstudie die einen höheren Anteil von Schlaganfällen bei Veganern feststellte?

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  12. Peter sagt

    Für mich ist das Schreiben vom Amt an Tina irgendwie eigenartig. Normalerweise wird man in solchen Schreiben übelst mit Paragraphen zu getextet, nicht so in diesem Fall, lediglich das Amtsdeutsch passt. BW verweist auf Julia Klöckner als Verantwortliche…Die Verordnung hat wohl am 25.10.2019 das BMEL zur weiteren parlamentarischen Behandlung verlassen, bis dahin gab es im §45 eine Übergangsfrist von 15 Jahren. Logisch hatten die Tierschutzverbände vorher den Referentenentwurf moniert, dass ihnen das alles nicht schnell genug geht.
    https://www.bmel.de/SharedDocs/Gesetzestexte/DE/SiebteVerordnung_Aenderung_Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung.html
    Sämtliche weitere Drucksachen von Bundestag und Bundesrat sind nur irgendwie „Feinschliff“. (Ich habe vielleicht nicht alle gefunden…) Irgendwie kommt dann in der Schlussfassung nun plötzlich der viel zu kurze Übergang mit genauester Terminierung, was für solche Texte eher ungewöhnlich ist. Mich würde interessieren, wie dies zustande gekommen ist und ob bei der Abstimmung „unsere Volksvertreter“ überhaupt Kenntnis über dieses Detail in dem großen Werk hatten und sicher war das nur ein TP am Tag des Beschlusses.
    https://dip.bundestag.de/vorgang/siebte-verordnung-zur-%C3%A4nderung-der-tierschutz-nutztierhaltungsverordnung/255349

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    • Jürgen Donhauser sagt

      @Peter – nagel mich nicht fest, aber wenn ich das recht in Erinnerung habe, kamen die Verschärfungen bei den Beratungen im Bundesrat zustande. Auch die überraschenden 5 qm im Deckbereich hatte davor keiner auf dem Schirm. In den nachträglichen Ausführungsbestimmungen wurde auch der Passus (Körperlänge Sau als Radius) für die Bewegungsabferkelbuchten eingefügt.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Du möchtest Paragraphen? Bitte schön: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00053423/E1_Ausfuehrungshinweise_Schweine_20230414.pdf

      Das Schreiben des Amtes ist nur die Ausführung des Paragraphen 45, die anderen müssen noch abgearbeitet werden…

      Paragraph 30, Absatz 2a (5m2 pro Sau und Fixierung ausschließlich während der Rausche) kam sehr überraschend, weil das sogar die Ökobetriebe (bis dato 4,5 m2) übertroffen hat. Es gab viel Kritik, und damals bereits die Hinweise, dass das von den Betrieben nicht zu stemmen und an jeglicher Praxis vorbei ist, aber wurde einfach durchgeprügelt.
      Die Ausführungshinweise werden ständig (still und leise) angepasst, so dass man böse Überraschungen erleben kann.

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  13. Ferkelhebamme sagt

    Einschätzung eines Agrarökonoms zur aktuellen Lage:

    https://www.agrarheute.com/tier/schwein/oekonom-politik-handel-muessen-schweinehaltern-endlich-helfen-611824

    Bei seiner letzten Einschätzung wäre ich vorsichtig. Dafür ist in diesem Land zu viel Porzellan zerschlagen worden:

    “Auch wenn die Prognose erstmal düster aussieht, geht Robert Hoste davon aus, dass es auch künftig Schweinehaltung in Deutschland geben wird. „Ich denke, dass ein Großteil der Landwirte in Deutschland weiter macht, weil Landwirt sein ein Lebensstil ist“, sagt er.”

    4
  14. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    MaOsKl

    11. Oktober 2023

    wo ist denn nun ihr Argument?
    Aus zeitökonomischen Gründen gebe Ich Ihnen bis morgen (12.10.) Zeit. Ab dann werde ich mich wieder anderem zuwenden.

    Gruß

    MaOsKl

    Nach wenn das mal kein in meinen Ohren wohlklingendes Versprechen ist!? – Ab morgen ist wieder Ruhe im Stall, die Frist läuft….! 😉

    11
    • Bauer Willi sagt

      Genau passende Antwort. Die angesprochene Person neigt zu Größenwahn…

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      • Smarti sagt

        Danny, einer vom Staat würde niemals freiwillig eine Frist verlängern. Und die Drohungen fehlen.

        5
  15. Obstbäuerin sagt

    “Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.” Kant. Die Maxime der Tiervermenschlicher heißt: Verbot jeglicher Nutzung von Tieren für die Ernährung. Als allgemeine Gesetzgebung würde es weltweit den Hungertod für viele Menschen bedeuten, die aufgrund der geographischen Lage vom Fleisch als Nahrungsmittel abhängig sind. “Irrtümer entspringen nicht allein daher, weil man gewisse Dinge nicht weiß, sondern weil man sich zu urteilen unternimmt, obgleich man doch nicht alles weiß, was dazu erfordert wird.” Was Kant zu seiner Zeit schon gewusst hat, wird in unserer Zeit auf vielen Ebenen ignoriert, was dann zu Forderungen führt, die mehr schaden als nutzen.

    13
  16. Bauer Willi sagt

    Hinweis des Administrators:

    Der obige Artikel befasst sich mit den Auswirkungen eines Gesetzes auf landwirtschaftliche Betriebe, hier speziell der Sauenhaltung.

    Das Thema vegane Ernährung wurde bereits an anderer Stelle ausführlich diskutiert. Bitte beschränken Sie die Diskussion auf das aktuelle Thema und halten Sie die Spielregeln ein. Persönliche Beleidigungen werden nicht geduldet.

    Danke.

    16
    • Ertl Elisabeth sagt

      Aber diese Veganer stehen doch maßgeblich hinter dieser Politik, die Themen sind nicht zu trennen!

      5
  17. Jürgen Donhauser sagt

    Ich würde ja gerne mit den Vegan-Trollen diskutieren – aber das können sie leider nicht. Die Behauptung, sie essen Pflanzen weil diese keine Schmerzen fühlen können ist überholt. Nur weil sie über kein zentrales Nervensystem und gleiche Mechanismen wie wir verfügen, bedeutet es noch lange nicht dass sie es nicht könnten. Alle Fähigkeiten der Pflanzen (Hören, Sehen, Kommunizieren, Fühlen, Strategie, Erinnerung, Lernfähigkeit) sind Ausdruck von mehr als nur strohdummes Grünzeug. Veganer können diesen Gedanken aber nicht ertragen, sonst wären sie in einem moralischen Dilemma. Nur weil man die Mechanismen und Abläufe der Pflanzen noch nicht vollends verstanden hat oder ins eigene Weltbild paßt bedeutet es nicht, dass es nicht möglich ist. Insofern ist das Verhalten der Veganer derer Menschen ähnlich, die lange Zeit nicht glauben konnten, dass die Erde keine Scheibe ist. Denn sie wußten noch nichts von Gravitation und ihre begrenzte tägliche Erfahrung lehrte sie: Von einer Kugel fällt man runter. Und die Geschichte der Wissenschaft ist gepflastert mit Erkenntnissen die zunächst abgelehnt und verteufelt wurden. Kommen Veganer in den Himmel?

    12
    • Ferkelhebamme sagt

      Jürgen, wir können uns jetzt nicht mit Wohlstands-Schwurblern beschäftigen, es ist sinnlos. Spar dir die Zeit, es gibt wichtigeres.

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    • MaOsKl sagt

      Sie haben bestimmt eine seriöse Quelle für die Behauptung Pflanzen könnten Schmerz empfinden.

      Ich gebe Ihnen 3 Tage Zeit.

      Sollte bis dahin hier nichts erscheinen, also am 14.10.23, ist offensichtlich wer Recht hat in Bezug auf diese von Ihnen angenommene Fähigkeit.

      Fleißaufgabe:
      Wenn es ihrer Meinung nach verwerflich ist Pflanzen zu töten. Dann wäre Fleischkonsum ein noch größeres Übel und Sie müssten sofort konsequenterweise damit aufhören.
      Denn: Die Effizienz von Pflanzen nimmt rapide ab, sobald sie über den Zwischenschritt “Tierhaltung” zu Fleisch verwertet werden.
      Anders ausgedrückt: Durch die Tierhaltung werden exorbitant mehr Pflanzen gezüchtet und “getötet”, als bei einer rein pflanzenbasierten Ernährung ohne Zwischenschritt der Tierhaltung.

      Wie lösen Sie diesen Widerspruch der Tierfleischesser auf?

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      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

        Meister, ich empfehle dir dich mit den Ausführungen von Peter Wohlleben zu befassen. Der dürfte in großen Teilen zu deinen Ansichten passen und sagt auch was zu Schmerzen von Pflanzen. Laut seiner Ansicht können Bäume sogar über hunderte von Kilometern miteinander reden. Habe eines seiner Bücher gelesen.

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      • Marian E. Finger sagt

        Schmerz ist das Warnsignal einer Verwundung und soll beim Mensch und beim Tier eine Reaktion auslösen, damit was gegen die Verwundung unternommen wird. Schmerz erkennt man bei anderen Lebewesen also an der Reaktion. Bäume reagieren auf Verwundungen, indem sie Harz absondern, das “Wundpflaster” der Nadelbäume. Nicht umsonst sagt der Volksmund, dass Harz “die Tränen der Bäume” sind. Pflanzen reagieren auf Fressfeinde, indem sie chemische Substanzen (Insektizide, Fungizide) produzieren. Wie können Pflanzen von Verwundungen und Fressfeinden wissen? Durch den Schmerz, der sie informiert und die entsprechende Reaktion auslöst. Nachzulesen bei Wohlleben, Peter: “Bäume verstehen”.

        Jürgen Donhauser behauptet nicht, dass es verwerflich ist, aus Gründen der Ernährung Pflanzen zu töten. Er behauptet, dass derselbe Speziesismus, den Veganer den Fleischessern vorwerfen, auch den Veganern vorgeworfen werden kann, weil sie zwischen menschlichen/nichtmenschlichen Tieren einerseits und Pflanzen andererseits unterscheiden und Pflanzen moralisch nicht berücksichtigen. Mit derselben Begründung, mit der man den Menschen als “menschliches Tier” beschreibt, muss man die Pflanze korrekterweise als “nichttierisches Lebewesen” beschreiben. Aus Gründen der Gerechtigkeit müsste für nichttierische Lebewesen dasselbe gelten wie für tierische Lebewesen, wenn man es mit dem Anti-Speziesismus wirklich ernst meinen würde.

        Die Argumentation, dass insgesamt weniger Pflanzen getötet werden müssen, wenn auf Tierhaltung verzichtet wird, basiert auf der Prämisse, dass die Nahrungsaufnahme als solche eine Sünde bzw. ein Verbrechen ist. In dieser Sichtweise dürfen eigentlich nur Bakterien und Pflanzen leben, die eben Photosynthese treiben, also von Licht leben. Tiere, die Gras fressen, begehen Verbrechen. Tiere, die andere Tiere fressen, begehen Verbrechen. Veganer begehen in dieser Logik nur die kleineren Verbrechen als Fleischesser. Die Prämisse, dass Nahrungsaufnahme = Sünde/Verbrechen ist aber falsch.

        Tatsächlich ist ja “Fressen und Gefressenwerden” der Grund für die Artenvielfalt auf diesem Planeten. Die begann nämlich mit der kambrischen Explosion vor 540 Millionen Jahren, als Lebewesen angefangen haben, sich gegenseitig aufzufressen. Denken Sie sich mal alle Lebewesen fort, die andere Lebewesen fressen, dann sähe es mit dem Leben auf dem Planeten sehr dürftig aus. Die Nahrungsaufnahme ist also weder Verbrechen noch Sünde, sondern eine Bereicherung des Lebens. Fressen und Gefressenwerden ist das Spiel des Lebens und der einzige Spielverderber ist der Veganer, der dieses Spiel schrecklich findet und es am liebsten abschaffen würde.

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        • MaOsKl sagt

          Marian, schon wieder zeigen sich ihre mangelnden Kenntnisse in Biologie bzw. Neurologie.

          Sie verwechseln bzw. setzen fälschlicherweise Reaktion mit Schmerz gleich.

          Das sind aber zwei völlig verschiedene Dinge.
          Gehört zum Kleinen EinmalEins der Biologie.

          Der nächste Fehler:
          Ihre Definition von “vegan”. Die gibt es übrigens ganz offiziell.
          Ich helfe auf die Sprünge und zitiere den wichtigsten Teil:

          “Vermeidung allen nicht notwendigen Leids”. Darauf kommt es an. Nicht unnötigerweise Leid erzeugen.
          Auch wenn es Sie verwirren wird. Aus dieser Sichtweise und mit dem Fakt, dass Pflanzen kein Leid empfinden, ist es grundsätzlich egal, ob für den FLeischkonsum viele Pflanzen geerntet werden.
          Deshalb verfängt aber auch das oft gebrachte Argument an Veganer nicht “Aber ihr tötet doch Pflanzen”.

          Was beim Fleischkonsum übrig bleibt:
          Die unnötige Erzeugung von Leid und durch die Flächenverschwendung ein großer Teil des Problems des Welthungers.
          Zusätzlich: CO2-Emmissionen in signifikanter Höhe, die widerum dem Menschen schaden.

          “Fressen und Gefressen werden” – ich verweise erneut darauf, dass der Mensch als einziges Lebewesen über Moral verfügt und deshalb diesem Zwang nicht ausgesetzt ist.
          Entscheidet er sich fürs Fressen ist er also verantwortlich. Ergo auch moralisch haftbar.
          Anders als bei allen anderen Lebewesen der Natur.

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          • evo.... sagt

            MaOskI hat geschrieben:

            Was beim Fleischkonsum übrig bleibt:
            Die unnötige Erzeugung von Leid und durch die Flächenverschwendung ein großer Teil des Problems des Welthungers.

            Sie haben eine Bildungslücke: Mit Grünland (Kleegras) kann man mehr Eiweiß (und hochwertigeres!) und Energie von der Fläche erzeugen als mit Radieschen, Salat und Co. . Das liegt daran, dass Grünland ein dauerhaftes Wurzelsystem hat und im Frühjahr sofort los wächst. Radieschen muss muss das menschliche Säugetier erst säen. Bis der Samen gekeimt hat, kann man vom Grünland schon ernten. Wenn die Radieschen gegessen sind, muss man wieder erst etwas säen! usw.

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          • “Vermeidung allen nicht notwendigen Leids”. Der Tod ist das Ende vom Leid. Wer wirklich alles nicht “notwendige” Leid vermeiden will, für den wird Veganismus nicht ausreichen!

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Herr Mao.. , die Agrarfläche Österreichs besteht zu 66% aus nicht ackerfähigem Grünland (zu hoch, zu steil, zu steinig, zu uneben, zu karg etc.) Gebirgsvölker waren immer Viehzüchter, sonst wären sie verhungert. Das gilt sogar für die buddhistischen Tibeter. Was wollen Sie auf einer Alm anbauen, um damit Menschen zu ernähren? Und womit kompensieren Sie das Fleisch und die Milch, wenn es dort keine Nutztiere mehr gibt? Welche zusätzliche Agrarfläche finden sie dann, um die Kalorien zu erzeigen, die ja auch jetzt schon konsumiert werden?
            Übrigens sind 2/3 der Agrarfläche der Erde nicht ackerfähig, sondern nur zur Haltung von Wiederkäuern geeignet. Aus wie viele Menschen wollen Sie verzichten? Und wie bringen sie die zum Verschwinden?

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            • Brötchen sagt

              Frau Ertl es gibt auch gar nicht mehr die AK und das Wasser um die Flächen entsprechend zu nutzen. Selbst bei uns, wo man bis zum Horizont gucken kann.
              Bei uns ist so ein Vorzeigebetrieb, die unendlich wühlen und werben, die dicken blauen Rohre sollte man aber auch nicht übersehen und ne Rinderherde läuft da auch mit.

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            • Thorens sagt

              Was schert es wohl den städtisch geprägten Wohlstandsbürger mit vermutlich staatlich alimentiertem Bildungsauftrag in Sachen Ethik, wie ein Bergvolk sich ernährt? Im urbanen Raum und dem persönlichen Lebensumfeld ist doch alles bestens. – Noch!

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      • Danny sagt

        maoskl : Ihre Kommentare hier gegen Fleischesser sind völlig fehl am Platze. Wenn Sie kein Fleisch essen wollen ist das Ihre Sache und gehören somit zu einer überwältigender Minderheit. Hier geht es um was anderes nämlich um Auflagen von der Politik die dem Produzent bezahlt werden MüSSEN!! Viele können das nicht! Und am Ende kommt das SW Fleisch dort her wo der Verbraucher über die Produktion keinen Einfluss hat. Also Missionieren bitte wo anders über Fleisch essen oder nicht!

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Wow – sehen Sie, das ist uns Landwirten noch gar nie aufgefallen 😉 Mein Gott, für wie weise halten Sie sich denn?
        Auf meinem nicht ackerfähigen Steilhang können im Jahresschnitt etwa 17 Schafe Futter finden, nicht mehr! Nur wenn ich im Herbst die nicht zuchttauglichen Jungtiere und die schwachen Alttiere schlachte, können im Frühling wieder Lämmer zur Welt kommen und mich mit ihrer unbändigen Lebensfreude anstecken. Weil ich schlachte, können auf meinem Grund viel mehr Schafe leben, als wenn alle alt werden würden. Aber nicht nur leben mehr Schafe auf meinem Grund, das Grundstück kann auch Menschen ernähren dadurch. Das ist bei 8 Milliarden Erdenbewohnern nicht unerheblich.
        Im übrigen sollen menschliche Gesellschaften mit hoher Lebenserwartung nicht notwendigerweise die glücklichsten sein.

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      • der Jens sagt

        “Anders ausgedrückt: Durch die Tierhaltung werden exorbitant mehr Pflanzen gezüchtet und “getötet”, als bei einer rein pflanzenbasierten Ernährung ohne Zwischenschritt der Tierhaltung.”

        Oh, dem ist nicht so.
        Bei Weidehaltung (70% der Weltagrarfläche ist Grünland) werden die Pflanzen nicht getötet. Die wenigsten davon sind auch gezüchtet.
        Sie sind Verbiss gewohnt und wachsen dadurch sogar besser. Der Boden wird durch den Dung der Tiere fruchtbarer.
        Die Gräser entziehen der Atmosphäre CO² und die Wurzeln im Grünland bilden Humus. Das schützt dein Klima, damit du eine Zukunft hättest, wenn, … ja wenn du wüßtest, wie wichtig die (Nutz)tiere für die Umwelt und die Natur sind.
        Von den Vögeln und Insekten, die von der Tierhaltung profitieren, ganz zu schweigen.
        Fruchtbarer Boden speichert mehr Wasser und es wird bei Extremwetterereignissen weniger Boden zerstört.

        https://www.farmingforabetterclimate.org/resource/integrating-livestock/

        Wahrscheinlich hat die PISA-Studie doch recht, das Bildungsniveau der Jugend sinkt kontinuierlich.

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        • Smarti sagt

          der Jens, stimmt… das mit dem Gras (Insekten, Vögel und Kleintiere die darin und davon leben) ist ein gutes Argument. Da muss man auch erstmal darauf kommen.
          Mao ist kein “junger Mensch”, sondern ein Lehrer oder Prof., der Studenten in Ethik unterrichtet. Also hunderte wenn nicht tausende junge Leute mit seiner Lebenslüge bearbeitet.

          1
          • Brötchen sagt

            Eigentlich schlimm, vor allem jeder Tierhalter weiß um den Einfluss der Jungtierfütterung auf die Lebensleistung und die Gesundheit des adulten Tieres.

  18. Marian E. Finger sagt

    @Bernd Ritter & MaOsKi

    “Der Begriff “Nutztier” allein ist eine diskriminierende Bezeichnung und in diesem Zusammenhang eine Form der Speziesdiskriminierung gegenüber nicht-menschlichen Säugetieren.”

    Ich frage mich, was daran schlecht und missbräuchlich sein soll, wenn einer dem anderen von Nutzen ist. Wir Menschen sind in der Regel stolz darauf und freuen uns, wenn Andere uns brauchen. “Gebraucht werden” ist ein anderes Wort für “Benutzt werden”. Unsere Gesellschaft mit der Einteilung der Arbeitswelt in verschiedene Berufe beruht darauf, dass wir andere “benutzen”. Ich benutze den Landwirt, den Bäcker, den Friseur, den Elektriker, damit ich selber überleben kann. Ich selber opfere wiederum meine Lebenszeit, um Anderen zu dienen bzw. “benutzt zu werden.”

    Viele Jahre meiner Lebenszeit sind dafür drauf gegangen, dass Andere mich benutzt haben. Ich war in einem medizinischen Beruf tätig, habe also viele Nachtdienste geschoben, wurde dadurch am Schlafen gehindert, konnte nicht “artgerecht” leben und musste ständig damit rechnen, mit irgendeiner potentiell tödlichen Krankheit wie Hepatitis A oder B oder Grippe oder Tuberkulose oder Ebola infiziert zu werden. Viele Jahre meiner Lebenszeit konnte ich nicht für mich selber nutzen, aber, ehrlich gesagt, finde ich das gut. Lieber so ein Beruf als ein Bullshit-Job, wo ich bloß von Anderen schmarotze, aber nichts zurückgebe.

    Dann gibt es ja Berufe wie Soldat, Polizist, Feuerwehrmann, wo die Leute damit rechnen müssen, dass sie, um Andere zu retten, ihr Leben verlieren. Und ja, ich bin froh, dass es Feuerwehrmänner, Polizisten und Soldaten gibt, die mich beschützen und retten. In Ihrer hier vorgebrachten Anti-Nutzen-Logik dürfte es keine Berufe und schon gar keine Feuerwehrmänner, Polizisten und Soldaten geben. In so einer Welt will ich aber nicht leben.

    Tatsächlich geht es uns allen ja insgesamt besser, wenn wir uns gegenseitig benutzen, also als “Gebrauchsgegenstände” behandeln. Darauf beruht ein großer Teil unseres Wohlstandes. Und so ist es auch mit den “Nutztieren”. Den Nutztieren geht es besser als den Wildtieren. Nutztiere kennen keinen Hunger, werden vom Menschen beschützt, wohnen in Ställen, die regelmäßig gereinigt werden, werden behandelt, wenn sie krank sind, usw. Das hat eben seinen Preis. Der besteht darin, dass die Tiere getötet und gegessen werden, also als Nahrung dienen. Das ist der Deal, und die Nutztiere finden diesen Deal offenbar nicht schlecht, sonst hätten sie sich nicht zähmen lassen. Es gibt ja Tiere, die sich nicht zähmen, also nicht als Nutztiere verwenden lassen, den Kranich und den Ibis oder das Zebra bspw. Das Schaf, die Kuh, das Huhn und das Schwein haben sich anders entschieden. Sie sind mit den Menschen eine Symbiose eingegangen, die sie im Endeffekt das Leben kostet, ihnen aber ein deutlich bequemeres Leben beschert, als es Wildtiere haben, die übrigens im Schnitt auch nur ein Viertel ihrer Lebenszeit ausschöpfen. In der Wildnis fallen gerade Jungtiere häufig den Beutegreifern zum Opfer. Denken Sie bloß mal an die frisch geschlüpften Meeresschildkröten, von denen über 90% von gierigen Vögeln gefressen werden.

    Hinzu kommt, dass die Tiere, die im Stall stehen, mit den Wildtieren in etwa so viel gemeinsam haben wie wir mit dem Neandertaler. In der Symbiose mit dem Menschen haben sie sich verändert, sodass sie gar nicht mehr unabhängig vom Menschen leben können. Wenn wir die Nutztiere nicht mehr “nutzen”, werden die Tiere weder “befreit” noch “gerettet”. Es wird diese Tiere nicht mehr geben. Und da wird sich so ein Nutztier sagen, dass ein kurzes Leben immer noch besser ist als gar kein Leben. Natürlich würde sich ein Nutztier wünschen, dass es ein langes Leben hat und nicht als Nahrung dient, aber das wäre gegenüber dem Menschen ungerecht. Warum soll der Mensch seine Lebenszeit für ein Tier opfern und es hegen und pflegen, wenn er nichts davon hat außer Arbeit? Er würde sich ja dann vom Tier “benutzen” lassen und das geht in Ihrer Logik ja gar nicht.

    Ach ja, und dann das Wortgeklingel mit den nicht-menschlichen Säugetieren, ein Begriff, den Assimilationisten wie Peter Singer und Tom Regan erfunden haben. Was ist jetzt grundsätzlich anders, wenn ich “Mensch und Tier” sage oder “menschliches und nicht-menschliches Säugetier”? Die Assimilationisten glauben, das Tier auf den Status des Menschen heben zu müssen, aber genausogut könnte man es auch umgekehrt sehen, dass der Mensch ja bloß ein Tier ist. Wenn der Mensch aber bloß ein Tier ist, gibt es erst recht keinen Grund, auf Fleisch zu verzichten, denn ein Tier lebt seine natürlichen Anlagen aus. Der Mensch als Tier ist Omnivore. Raubtiere und Tiere, die Omnivoren sind, fressen andere Tiere. Wenn der Mensch bloß ein menschliches Säugetier ist, wie kann er sich dann den Fleischverzehr aus moralischen Gründen sich selbst oder anderen verbieten? Das wäre auf jeden Fall nicht artgerecht. Vegan oder vegetarisch leben, macht doch nur Sinn, wenn der Mensch etwas Anderes als ein Tier ist. Wenn der Mensch bloß das Tier ist, zu dem die Assimilationisten ihn degradieren wollen, dann kann er wie jedes fleisch- oder allesfressende Tier auch Fleisch essen. Andernfalls müsste man auch Wölfen, Bären und Wildschweinen das Fleischfressen verbieten. Schließlich geht es den Assimilationisten ja um Gerechtigkeit. Wenn das nicht-menschliche Tier Fleisch essen darf und das menschliche Tier nicht, ist das Speziesdiskriminierung gegenüber dem menschlichen Tier. Wenn schon, dann darf man weder das menschliche noch das nicht-menschliche Tier diskriminieren. Damit will ich sagen: Die Logik der Assimilationisten ist nicht widerspruchsfrei, und das fällt euch, die ihr brav nachplappert, was Peter Singer & Co. euch vorgeben, ohne selber zu denken, ja nicht mal auf.

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    • Pälzer Buh sagt

      Schön dass es Sie im BW – Blog gibt @ Marian E- Finger

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      • Arnold Krämer sagt

        Menschen, die wie MaOsKl, denken, sprechen und formulieren, schreiten nicht selten irgendwann auch zur Tat. Und das ist mehr als Wohlstandsverwahrlosung. Das spaltet die Gesellschaft immer weiter. Und da kommt eins zum anderen. Mal sehen, wann uns “der ganze Laden um die Ohren fliegt”.

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        • MaOsKl sagt

          Ui, nun ergänzen Sie ihre Unzulänglichkeiten noch mit induktiven Fehlschlüssen bzw. ad-hominem Argumenten…

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        • Stadtmensch sagt

          Bin mir immer noch nicht sicher, ob Menschen wie MaOsKi nur “nützliche Idioten” sind, die mit ihrem unreflektierten Tun der Kapitalkonzentration Vorschub leisten.
          Denn was wird passieren? Jenseits unserer “Wohlstandsinsel” werden die Produktionskapazitäten hochgefahren. Für Tierwohl und transparente Haltungsbedingungen ist nichts gewonnen. Hier brechen ganze Wertschöpfungsketten weg. Den Strukturwandel kann man also einer “Schöpferischen Zerstörung” gleichsetzen. Wobei ich mich immer noch frage, wo das Schöpferische bleibt, denn die freigewordene regenerative Produktionskapazität der landwirtschaftlichen Ökosysteme wird nachhaltig zerstört: Umwandlung in Ausgleichsflächen, Versiegelung, Zersiedelung, usw….

          Das stört die Weltretter im Staatsdienst nicht. Ihr Gehalt steht erst ganz zum Schluss zur Disposition. Sie hoffen auf Reaktoren zur Proteinsynthese, mit der wir irgendwann Grasschnitt und Herbstlaub in vegane Vollwertkost verwandeln können wollen.

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      • MaOsKl sagt

        Nope, die Widersprüche und Falschannahmen sind zu eklatant.

        Nächster Versuch bitte!

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        • Maoskli,
          falls Du´s noch nicht erkannt hast, Du (und Deinesgleoichen) bist Schach Matt, aber so was von. Da ist kein weiterer Versuch erfoderlich!

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          • Brötchen sagt

            Mark wollte ich auch schon schreiben, auch mit den Klimakatastrophenjunkies.

            Es wird in nächster Zeit solche Umwälzungen hier geben in Europa, das vegane Ernährung und “Klimarettung” die geringsten Probleme sein werden!

            Bsp. wenn man sich die Altersverteilung bestimmter gesellschaftl. Gruppen ansieht und deren Lebensweise, die vor allem durch großen Zusammenhalt, wesentlich robuster Vorgehensweise und anderen Lebenszielen geprägt ist. Werde gerade jüngere Generationen unter extremste Herausforderungen gestellt, die aber nicht oben genannte Ziele sein werden!
            Das ist jetzt alles schon festgelegt und lässt sich nicht mehr zurückdrehen.

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          • MaOsKl sagt

            Ja, Mark.
            Jetzt wo Sie es so ausführlich begründet haben muss ich Ihnen Recht geben.

            Dann bin ich es wohl, der “Schach Matt” ist

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            • Ertl Elisabeth sagt

              Ganz einfache Begründung: Sie haben noch nie Nutztiere gehalten, können daher nicht mitreden. Das haben Sie somit erkannt.

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    • MaOsKl sagt

      – Sklaven wurden auch “genutzt”. Jemandem “von Nutzen sein” nicht per se gut, wenn dieser Nutzen auf Ausbeutung, Qual und Entwürdigung beruht.

      – “Nutztieren geht es besser als Wildtieren” – eine gewagte These. Die meisten “Nutz”tiere leiden. Ihr Leben lang.

      – what? Nutztiere haben “sich zähmen lassen” also ein aktiver Willensakt? – Immer wieder witzig mit welche hanebüchenen Thesen hier etwas rechtfertigt werden soll, das so offensichtlich falsch ist.

      – Nächste steile These: “Lieber ein kurzes Leben voller Qualen, als gar keins.”
      Einfache Antwort: Nein. Das ist überhaupt nicht plausibel.
      Lieber ein langes, artgerechtes Leben ohne Qual und mit natürlichem Tod – das klingt überzeugender.

      – “Warum soll der Mensch ein Tier hegen, pflegen etc. wenn er nichts davon hat?”
      Völlig richtige Frage! Die Antwort ist aber nicht die, die Sie geben.
      Er soll einfach keine Tiere hegen und pflegen. Problem gelöst und er wird zusätzlich auch noch von unmoralischer Arbeit befreit.
      Pflanzen kann man ebenso hegen und pflegen und sie tragen weitaus effektiver zur Ernährungssicherung bei. Zudem ist es aus moralischer Sicht weitaus unbedenktlicher einem Lebewesen, das nicht leiden kann für die eigenen Zwecke zu benutzen.

      – Die meisten Menschen können moralische Entscheidungen treffen. Wölfe nicht.
      Aus der Fähigkeit moralisch handeln zu können ergibt sich auch die Pflicht es zu tun, wann immer es möglich ist.
      Wölfe können nicht moralisch handeln. Sie können sich nicht gegen das Fleischessen entscheiden. Es wäre zwar wünschenswert, aber es ist nicht mit der Realität vereinbar.
      Anders beim Menschen: Als Omnivore ist er nicht auf Fleisch angewiesen, das ist längst wissenschaftlicher Konsens. Es gibt also keinen gesundheitlichen Grund Fleisch zu konsumieren, ergo auch wenig moralische Handhabe wenn man bedenkt wie viel Leid er durch die unnötige und problematische Tierhaltung verursacht.
      Dass es in seiner Natur liegt (evolutionär) Fleisch essen zu können ist kein gewichtiger Punkt. Viel eher ist es ein klassischer naturalistischer Fehlschluss aus dem Sein bzw. Können ein Sollen abzuleiten.
      Ich fürchte Sie sind es, die Singer und andere Pathozentristen noch nicht ganz verstanden haben, weil Sie sowohl logische Grundregeln verletzen, als auch einen unreflektierten Verantwortungsbegriff zugrunde legen.

      Nachdem ihre vorgebrachten Punkte ganz offensichtlich hinfällig geworden sind, bin ich gespannt, ob Ihnen doch noch was einfällt.

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      • Stadtmensch sagt

        Gab Zeiten, da wurde man für wissenschaftliche Erkenntnisse verbrannt. Oktroyierte Moralvorstellungen waren schon immer ein Herrschaftsinstrument, die kaum je zur Vermeidung menschlichen Leids geeignet waren. Auch die strukturelle Diskriminierung von Frauen oder unser vielgepriesenes Arbeitsethos bzw. der gesellschaftsprägende Wachstumswahn sind Reste überkommener Moralvorstellungen.

        “Es gibt also keinen gesundheitlichen Grund Fleisch zu konsumieren”

        Wie wäre es mit Hunger? Womit wollen Sie Nahrungsmittel tierischen Ursprungs ersetzen? Wie wollen Sie Flächen nutzen, auf denen tatsächlich nichts anderes wachsen kann als Tiernahrung? Womit ersetzen sie den tierischen Dünger, der eine dringend benötigte Nahrung für Bodenorganismen ist? Wie wollen sie eine vielgliedrige Fruchtfolge gewährleisten, wenn sie immer nur ein oder zwei Pflanzenfamilien anbauen?
        Wie wollen sie der menschlichen Gesundheit etwas Gutes tun, wenn sie allen eine pflanzenbasierte Diät aufnötigen? Gibt Leute, die kippen schon von Laktose oder durch Spuren von Nüssen aus den Latschen.
        Nahrungsmittel tierischen Ursprungs sind von pflanzlichen Fraßgiften, pathogenen Pilzen, Schwermetallen und sonstigen Rückständen weitgehend befreit (Leber).

        Einen einzigen Vorteil hat ihr Ansatz eventuell: Heimtierhaltung (Hunde, Katzen) wird wohl stark eingeschränkt werden. Müssen sie den Haltern nur noch klar machen, dass sie Ihnen dankbar sein dürfen…

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        • Thorens sagt

          Perlen vor die Säue, lieber Stadtmensch.

          Dass tierische Nahrung immer auch als Sicherheitsreserve gebraucht wurde, falls das mit dem Gemüseanbau mal nicht geklappt hat (Dürre, Schädlinge, Klimawandel etc.), die darüber hinaus auch immer frisch blieb, solange sie auf eigenen Beinen stand, kommt eben angesichts der offenbar begrenzten Sachkenntnis, um nicht von Horizonten zu sprechen, bei den anwesenden Aposteln schlicht nicht vor.

          Und dem, was du zum Thema Moral sagst, ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen.

          Erst, wenn Hunger in dieser dekadent-degenerierten Gesellschaft einmal wieder ein Thema sein wird, wird es ihnen wie Schuppen von den Augen fallen.

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          • Stadtmensch sagt

            Pass auf, gleich greift er zum Strohhalm Laktose, dabei steht dort eindeutig Gluten und sonstige “Frei-von-Produkte”. Da ich als Blinder von der Farbe spreche, passieren mir immer wieder solche Buchstabendreher…
            😉

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            • Thorens sagt

              …kann passieren, wenn man nicht mehr zu den Jüngsten gehört.
              Aber dass da Gluten steht, erschließt sich doch spätestens aus dem Kontext.

          • Ertl Elisabeth sagt

            Bei solchen Infos macht der MaOsKi halt wieder die Augen zu, so wie beim Video des Prof. Windisch.
            Ein Korm Wahrheit steckt aber in seinen Infos – ein Korn: Wir sollen das für Menschen essbare Korn nicht an Tiere verfüttern.

          • Brötchen sagt

            “Erst, wenn Hunger in dieser dekadent-degenerierten Gesellschaft einmal wieder ein Thema sein wird, wird es ihnen wie Schuppen von den Augen fallen.”

            Nicht mal Hunger, es reicht schon ein Lieferstopp oder Lieferschwierigkeiten von Spezereien aus aller Welt, dann sind die aufgeschmissen.

            Ich würde an deren Stelle schonmal meine Speisepläne durch gehen.

            Zudem selbst die meisten Fachleute haben die Komplexität der Vernetzung von tierischer Veredelung mit dem Ackerbau nicht auf dem Schirm.
            95 % beten das Narrativ runter, weniger tierische Produkte zu konsumieren.
            Sie wissen nicht, was sie tun.

            Wie Th. B. schon oft hergeleitet hat, bedingt eine ökologische “Transformation” sogar eine Steigerung des Verzehrs tier. Produkte, die nochmal steigen müsste, wenn ein Export von bestimmten Nebenprodukten aus Sicht der ERzeugungskosten ohne Exporterstattung fast unmöglich wird.
            Das Desaster wird ähnlich wie mit den Mehrkosten für eine Kugel Eis.
            Nicht umsonst kommen viele “Beyond Meat” Firmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten, weil sich der ganze Produktionsprozess eben nicht wirtschaftlich darstellen lässt und schon gar nicht bei den Kostentreibern, die geplant sind.
            Das Fressen kommt eben doch vor der Moral und wenn es eng wird, ist sich jeder selbst der Nächste.

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            • Brötchen sagt

              P.S. mir hat ein Berufskollege erzählt, als 2018 die Futterreserven echt knapp wurde, hat er Jungrinder im Straßengraben geweidet…Koppel bissl größer gemacht. Im Süden BB geht das an Nebenstraßen.
              Das jahr hat mir echt erst Angst gemacht, aber ist dann doch erstaunlich gut gelaufen.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Brötchen, die Spezies wollen den Menschen abschaffen und durch Künstliche Intelligenz in Maschinenform ersetzen…die denken nicht an Ernährung von Menschen, der Mensch soll überwunden werden.
                Eine Einweisung in eine Heilanstalt würde hier vielleicht etwas bewirken….für die Gesellschaft wäre eine komplette Ignorierung solcher Typen aber billiger, denke ich.

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                • Brötchen sagt

                  Ach die wissen nicht, von was die reden!
                  Ich denke heilsam wäre, mal zwei Wochen im Stall oder auf dem Acker.
                  das wäre extrem heilsam.
                  Wie einer sagte,( es gibt ja jetzt diese Olditreckerfan bewegung auf den Dörfern)…..wenn die mal mit den Dingern paar ha bearbeitet haben, ist die Euphorie auch schnell weg.
                  Ich hab als Jugendlicher mit dem MTS 50 Eisenschwein Stroh abgefahren, bei Querrinnen biste oben bald aus dem Dach rausgeflogen, Bremse war mit ganzem Körpergewicht drauf stehen und vom Schalten tat Dir der oberarm sowas vom Anschlagen weh….
                  oder das alte Thema hier…..Rübenhacken, wo das Ende der Reihe hinter dem Horizont ist.

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      • Marian E. Finger sagt

        “Sklaven wurden auch genutzt. Jemandem von Nutzen sein, ist nicht per se gut, wenn dieser Nutzen auf Ausbeutung, Qual und Entwürdigung beruht .. die meisten Nutztiere leiden ihr Leben lang …”

        In Ihrer Argumentation setzen Sie Nutztiere automatisch mit Sklaven gleich. Warum nicht mit Urlaubern, die ihren Urlaub in einer dieser Betonburgen in Spanien verbringen? Der Vergleich mit Urlaubern wäre m.E. treffender, denn die Nutztiere verrichten in der Regel heute ja keine Arbeit (als Last- oder Zugtiere) mehr. Wie die Urlauber in den Betonburgen in Spanien erhalten Nutztiere eine Rundumversorgung. Während der Urlauber mit Geld (die Währung für Lebenszeit) bezahlt, bezahlt das Nutztier mit Milch, Eiern und mit seinem Leben. Ich spreche absichtlich vom “Urlauber in der Betonburg”, weil das ein Modell ist, das offenbar vielen Menschen gefällt, während andere darüber die Nase rümpfen.
        Die Nutztiere machen Urlaub auf dem Bauernhof, bloß ist der Bauernhof nicht immer so idyllisch, wie manche das gerne hätten.

        Wenn es einem Tier schlecht geht und es misshandelt wird, verweigert es in aller Regel die Nahrung. Sein Lebenswille erlischt, es magert ab und stirbt. Eine Kuh, die schlecht behandelt wird, gibt weniger Milch. Es kann also gar nicht im Interesse eines Landwirts liegen, seine Tiere schlecht zu behandeln. Nutztiere sind in der Regel gut genährt und wo es Probleme gibt, wie bspw. beim Schwanzbeißen bei Schweinen etc., sind Landwirte die ersten, die Abhilfe schaffen. Die meisten Landwirte sind offen gegenüber positiven Veränderungen. Nutztiere in der EU haben heute ein sehr viel schöneres Leben als vor 100 Jahren oder als Nutztiere in ärmeren Ländern. Ja, ich wage zu behaupten, als manche Menschen in ärmeren Ländern. Und nein, diesen Menschen in ärmeren Ländern ginge es nicht besser, wenn wir hier oder weltweit auf Tierhaltung verzichten würden. D.h. auch Nutztiere profitieren vom Wohlstand in unseren Gesellschaften.

        Der Vergleich mit dem Sklaven ist falsch, weil der Sklave Schwerarbeit leisten musste, häufig mangelernährt war und geschlagen wurde. Dieses Bild trifft auf Nutztiere nicht zu. Es ist pure Polemik.

        Nutztiere haben sich in der Tat zähmen lassen, indem sie eben den bequemen Weg gegangen sind. Bequem ist der Weg, wenn man sein Fressen nicht lange suchen muss und sich dafür nicht anstrengen muss. Und das ist im Rahmen der Domestikation passiert. Die Vorläufer unserer Nutztiere sind beim Menschen geblieben, weil das Leben für sie so bequemer war.
        Und ja, natürlich haben Tiere einen Willen, der sich bei Tieren eben über die Gefühle ausdrückt, grob zusammengefasst über Lust- und Unlustgefühle, wozu auch Wohlbehagen und Schmerz gehören. Offenbar hat es den Tieren mehr Wohlbehagen als Schmerz bereitet, sich auf die Menschen einzulassen. Die Domestikation der Tiere sah nicht so aus, dass die Tiere gewaltsam gefangen gehalten wurden.

        “Lieber ein langes, artgerechtes Leben ohne Qual und mit natürlichem Tod” … das ist eine Illusion. Nicht mal der Mensch lebt ein langes, artgerechtes Leben ohne Qual und mit natürlichem Tod. Ein langes Leben ist nie ohne Qual, denn der Alterungsprozess geht nun mal nicht schmerzfrei ab. Da gibt es dann Krebs, Demenz, Leberzirrhose, Schlaganfall, Degenerationskrankheiten und noch grässlichere Sachen. Was für den Menschen in dieser Hinsicht gilt, gilt natürlich auch für Tiere. Deshalb werden Haustiere ja häufig eingeschläfert.

        Und worin besteht ein “natürlicher Tod” beim Wildtier? Darin dass es gefressen wird, weil es zu schwach geworden ist, um sich zu wehren oder zu langsam, um davonzurennen.

        Natürlich gibt es auch gesundheitliche Gründe für den Fleischverzehr, umso mehr, wenn es nicht nur um Einzelne, sondern um die ganze Gesellschaft geht. Gesellschaftlich ist der Vegetarismus (nicht der Veganismus!Die Inder lieben Milchprodukte) am ehesten in Indien repräsentiert, dort beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung etwa 67 Jahre, also deutlich geringer als in Europa oder auch China. Für Kinder wird vegane Ernährung nicht empfohlen, aber ich frage mich schon, warum eine Ernährung, die für Kinder schlecht ist, für Erwachsene gut sein soll.

        Omnivore zu sein, ist ein evolutionärer Vorteil, um Krisenzeiten wie Dürren und Eiszeiten zu überleben. Es ist moralisch nicht vertretbar, diesen Vorteil aus Larifari-Gründen aufzugeben. Wenn der Mensch über Jahrtausende hinweg kein Fleisch mehr isst, wird er die Fähigkeit, Fleisch zu verdauen, verlieren, und was macht er dann bei der nächsten Eiszeit, die wir durch die menschengemachte Klimaerwärmung ja nur hinausschieben, aber nicht verhindern?

        Ja, der Mensch hat die Fähigkeit, moralisch zu handeln. Zum moralischen Handeln gehört aber auch, dass man die Narrative, auf denen man seine Moral begründet, hinterfragt und überprüft und nicht einfach irgendwelche Stereotype verbreitet.

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        • Das ist sowas waa von wahr

          Das müsste erstmal jeder wissen. Der darüber kritisieren möchte.

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        • Ertl Elisabeth sagt

          Es ist mir schon mehrmals passiert, dass Schafe aus dem Zaun ausgebrochen sind. Das Schlimmste daran war: sie hatten sich nicht gemerkt, wo genau sie ausgebrochen waren, sie standen irgendwann außen am Zaun und wussten nicht, wie sie da wieder hinein und in den Stall kommen konnten. Noch nie ist eines weit davon gerannt.
          Ich habe lange Jahre Hühner frei laufend gehalten, ohne Zaun. Die gingen jeden Abend von selber in den Stall schlafen.
          Sie können uns keinen Bären aufbinden, MaOsKi.
          Aber wiederum ein Korn Wahrheit an ihren Aussagen: Wenn das Geld nicht reicht fürs Wohlbefinden der Nutztiere (was letzten Endes am Konsumenten liegt), dann geht es ihnen nicht gut genug. Aber nicht, WEIL sie Nutztiere sind.

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          • Marian E. Finger sagt

            “Wenn das Geld nicht reicht fürs Wohlbefinden der Nutztiere (was letzten Endes am Konsumenten liegt) …”

            Das Argument, dass der Konsument “schuld” ist, kann ich nicht mehr hören. Alle Menschen sind Konsumenten, und wenn es immer am Konsumenten liegt, heißt das bloß, dass niemand die Verantwortung für irgendwas hat.

            Unsere Gesellschaft ist so aufgebaut, dass 50% der Bevölkerung keine Ersparnisse hat und auch nichts zurücklegen kann, während 10% über mehr als die Hälfte des Gesamtvermögens verfügen. Diese 10% sind in den letzten fünf Jahres extrem reicher geworden, während die 50%, die sowieso nichts haben, weiter verarmen. Ganz im Sinne der Jesus-Worte: “Wer hat, dem wird gegeben. Und wer nichts hat, dem wird auch das Wenige noch genommen …”

            Da ist dieses Argument, dass mangelndes Tierwohl “am Konsumenten liegt”, doch etwas daneben.

            Die Gesellschaft ist breit gefächert. Es gibt Leute, die in Villen wohnen und in St. Moritz Urlaub machen, und es gibt Leute, die ihr Leben in einer Zwei-Zimmer-Wohnung verbringen und in einer Betonburg in Spanien Urlaub machen. Und meistens stehen die Leute in der Kritik, die “nach Malle” fahren (gell, Hans G.!), aber nicht die Superreichen, deren CO2-Abdruck 700x höher ist als derjenigen, die bloß nach Malle fahren. Das liegt daran, dass es viele sind, die nach Malle fahren, aber nur wenige vier Privatjets besitzen. Und die mit den vier Privatjets düsen regelmäßig zu Klimakonferenzen und beschwören dort den Weltuntergang.

            Die Tierhaltung spiegelt dieses Bild der Gesellschaft. Es gibt Tiere, die leben in einem vermeintlichen Bullerbü-Paradies und es gibt Tiere, die leben in einem Massentierstall, so wie es Leute gibt, die in einer Villa leben und andere, die im Hochhaus wohnen. Bei einer Weltbevölkerung von acht Milliarden ist es gar nicht möglich, dass alle in Villen wohnen, schon allein wegen der Flächenbeanspruchung, und ebensowenig ist es möglich, dass alle Nutztiere in Bullerbü wohnen.

            Insgesamt hat sich der Wohlstand in unserer Gesellschaft aber trotzdem erhöht. Wer heute in einer Zwei-Zimmer-Wohnung wohnt, kann immerhin nach Malle in Urlaub fahren. Insgesamt werden die Tiere besser gehalten, eben auch die in den Massentierställen.

            Es ist der falsche Ansatz, den 50% der Bevölkerung ständig “den schuldigen Konsumenten” um die Ohren zu hauen. Das ist ein Trick der Privatjetbesitzer, um von sich selber abzulenken und leider fallen die 40%, die weder reich noch arm sind, ständig darauf herein und tuten in dasselbe Horn.

            Berechtigte Kritik kann man daran üben, dass die Schweine- und Geflügelzucht in Deutschland in einem relativ kurzen Zeitraum förmlich explodiert ist. 2005 wurden in D 44.654.374 Schweine geschlachtet (plus 3.224.174 aus dem Ausland). 2015 waren es 55.050.735 Schweine (plus 4.274.247 aus dem Ausland). 2023 nähert sich die Zahl wieder der von 2005 an. Nun war 2005 aber kein Krisenjahr wie 2008 oder 2023, es ging unserer Gesellschaft also nicht schlecht. Kommt hinzu, dass in D immer mehr Leute leben, die aus religiösen Gründen kein Schweinefleisch essen.

            Ich stelle mir deshalb die Frage, ob der Rückgang tatsächlich ideologisch begründet ist, also den Veganern und ihrem lauten Getröte zu verdanken ist, oder ob hier einfach eine Marktbereinigung stattfindet und eine Überproduktion abgebaut wird.

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            • Brötchen sagt

              Marian Tierwohl hängt nicht allein von den vorgegebenen Haltungsbedingungen ab, sondern auch vom Management.
              Die Haltungsbedingungen haben sich ja auch bestimmten Gründen entwickelt.
              Wie wenn die “normale” Bevölkerung keine Gerüche mehr im Dorf duldet, werden eben alle Tiere weit ab vom Dorf in geschlossenen Hüllen weggesperrt.

              Biohaltung ist z.B. bezogen auf die Fütterung immer hart an der Grenze, die man auch als tierschutzrelevant bezeichnen könnte.
              Zudem sind bei bestimmten Krankheiten feste Flächen und Stroh so unhygienisch, das du diese Krankheiten nicht in den Griff bekommst.
              Wie bestimmte ansteckende Durchfallerkrankungen wie Dysenterie oder Salmonellose. Nur um mal zwei Aspekte rauszugreifen.

              Zur letzten Frage:
              Wirtschaft ist immer auch viel Psychologie und wenn Du den Tag hundertmal ins Ohr getrötet bekommst, wir essen zu viel Fleisch und Fleisch ist ungesund und schlecht für die Umwelt. Dann glauben das die Leute und haben jedenfalls im Hinterkopf ein Männchen sitzen, was ihnen das ständig sagt! Als Tierhalter achtet man darauf und es ist so, selbst gestandene Leute im Rentenalter glauben die Medienerzählungen, haben aber noch nie einen Konventionelle oder Biostall von innen gesehen, nicht mal von außen.
              Es ist nicht der Grund, sondern nur einer.

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              • Brötchen sagt

                Durch Corona und die anderen Krisen ist der Preis in Dt, stark gestiegen.
                Für jedes Kg Schweinefleisch was in Dt. verkauft wird, muss mindestens 1 Kg exportiert werden! Da in Dt. nur bestimmt Teilstücke in bestimmten Größenordnungen abgesetzt werden können.
                Also hat jeder größere Schlachtbetrieb 50 % seiner Produktion zu exportieren. Ein Export in asiatische Länder ist nur wirtschaftlich, wenn der Preis in Dt. wesentlich unter dem der Importländer liegt.
                In China war diese aufgrund des Bestandsabaues wegen ASP wesentlich höher als hier.
                Weil zum Produktpreis kommen die Transportkosten und Zoll dazu.
                Dt. war/ ist sehr gut “organisiert” deshalb sind wir bisher trotz der hohen Auflagen in der Lage zu konkurrenzfähigen Weltmarktpreisen zu produzieren.
                Einfaches Bsp. die Aufzucht eines Huhnes bis zu 16 Wochen zur Legereife hat ungefähr ein Futteraufwand von 25 kg oder eines Masthähnchens auch von 2,5 kg Futter je kg Hähnchen. Für ein fertiges Hähnchen brauchst Du dann ungefähr 5 bis 7 kg Futter.
                Futterpreis ist zur Zeit von 0,45 bis 0,6 Cent je kg.
                Wäre für das Standardhähnchen 1,25 Euro und für das Biohähnchen mit 20 Wochen Alter 25 Euro ( bei doppelten Futterpreis)
                Ganz grobe Rechnung. Da sind jetzt noch keine Haltungskosten dabei.
                Das wären auch ungefähr die Relationen Markt in Afrika zu Produktion in Europa.
                Das kannst Du im Prinzip auf jede Tierart übertragen.
                LW ist nicht wie das Gesundheitssystem organisiert, wo Leute Beiträge bezahlen egal für welchen Aufwand.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  So lange der wohlhabende Bürger moralisierend über Ernährung daherlabert, so lange haben alle noch genug Geld. Unsere Gesellschaft leistet sich viel luxeriöse Dinge, Tierwohldiskussionen sind nur der kleinste Teil. Wenn endlich die heimische Nahrungserzeugung weg ist, wird der Begriff Nachhaltigkeit und Resilienz neu definiert werden. Bis denne!

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            • Ertl Elisabeth sagt

              100% Zustimmung, Marian. Ich wollte Mao nur darauf hinweisen, dass alle Beteiligen ihren Beitrag leisten zur Situation, wie sie ist, nicht nur die von ihm gehassten Bauern. Und es gibt auch immer noch solche, die es nicht nötig hätten, immer nur zum Billigsten zu greifen.

      • lothar_b sagt

        Diese Menschen versklaven unschuldige Geschöpfe Gottes.

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    • Ertl Elisabeth sagt

      100% Zustimmung. Aber das wird halt ein Nichtsnutz nie verstehen.

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  19. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Und dabei ist das alles noch nichts über das hier diskutiert wird. Das richtig Große kommt erst noch:
    https://unser-mitteleuropa.com/who-warnt-fleischversorgung-wird-die-naechste-pandemie-verursachen/
    Der Bundestag hat ja der WHO per Pandemievertrag wohl weitreichende Befugnisse übertragen und da hat auch die CDU zugestimmt, in der, ich kann es gar nicht oft genug sagen, viele landwirtschaftliche Verbands- und Interessenvertreter traditionell organisiert sind.

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  20. MaOsKl sagt

    Schade, dass Sie von Ihrer guten Diskussionskultur abkommen und missliebige Postings nicht mehr zulassen.
    Klar, es ist nicht sehr angenehm mit den eigenen Widersprüchen konfrontiert zu werden.

    Aber wollen Sie tatsächlich eine eigene Echokammer erzeugen?

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    • Bauer Willi sagt

      Was und wen meinen Sie?

      Falls Sie mich meinen: ich habe heute den ganzen Tag zu tun gehabt und schaue nicht jede Stunde in meinen Blog. Es ist jetzt 21 Uhr und ich komme dazu, Kommentare freizuschalten.

      Was Ihre Kommentare angeht: jeder hat das Recht auf freie Meinungsäußerung. Jeder hat das Recht, andere Meinungen unkommentiert zu lassen.

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  21. Ferkelhebamme sagt

    Ja. das unterscheidet uns: meine Hände sind voll Blut, Schleim und Dreck, ihre huschen wohlmanikürt über eine Tastatur.

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  22. MaOsKl sagt

    Jeder Schweinehof der schließt:
    Eine gute Nachricht 👍🏻

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      • Reinhard Seevers sagt

        Elisabeth, es geht solchen Menschen doch eben nicht um Menschen…es geht ihnen um Tiere. Der Mensch muss überwunden werden.

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      • MaOsKl sagt

        Ja klar!
        Die Ernährung ist gefährdet, wenn keine Tiere mehr misshandelt und ermordet werden und über 70% aller weltweit produzierten Getreidemengen konsumieren.

        Sie haben es durchschaut, Respekt an ihren Intellekt!

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        • Rolf Sieling sagt

          MaOaki !! Das ist schon einmal gut, das Sie erkennen das 70% der Ernte Futter ist. Respekt an ihren Intellekt!

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        • Günter sagt

          Maoski:
          alle Achtung: Sie strotzen nur so von Intelligenz.
          Die Erde oder wer auch immer hat es sich in Jahrtausenden schon gerichtet dass es ist wie es eben ist. Dazu gehört auch dass der Mensch eben ein Allesfresser ist. Das werden Sie mit Ihren Phrasen auch nicht ändern.
          Allein Ihre Ausdrucksweise spricht Bände.
          Ich habe im Geschichtsuntericht gelernt dass alle Hochkulturen irgendwann einmal untergegangen sind , wenn alle Leute so einen Irrsinn denken würden, wäre es wohl nicht mehr weit hin.
          Ich habe am Sonntag meine Tiere von der Alpe zurück ins Tal gebracht und habe viel Anerkung bekommen und habe Gott dafür gedankt dass nix passiert ist das Jahr über.

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        • Ertl Elisabeth sagt

          Sie haben also das Video nicht angeschaut. Sie wollen also verschiedene Dinge gar nicht wissen. Gut, jeder wie er will.

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    • Schafhalter sagt

      @ MaOsKl
      Das klingt alles sehr nach chronischer Kleinkind-Trotzphase!

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  23. Bernd Ritter sagt

    Der Begriff “Nutztier” allein ist eine diskriminierende Bezeichnung und in diesem Zusammenhang eine Form der Speziesdiskriminierung gegenüber nicht-menschlichen Säugetieren. Man kann einen Stuhl oder einen Löffel benutzen, aber wenn wir diesen Begriff auf lebende Wesen anwenden, degradieren wir sie zu bloßen Gebrauchsgegenständen, entziehen ihnen ihre Würde und ihre Fähigkeit zu fühlen.

    Die Verwendung des Begriffs “Nutztiere” impliziert eine Ausbeutung und Herabwürdigung. Es bedeutet, Lebewesen für unseren eigenen Nutzen zu missbrauchen und herabzusetzen. Um Ihre Frage zu beantworten, erhebe ich Anklage gegen alle Menschen, die Tieren in irgendeiner Form Schaden zufügen.

    Ich klage auch diejenigen an, die untätig bleiben und nichts gegen diese Ungerechtigkeit unternehmen, die ihre Verantwortung gegenüber dem Leiden dieser Tiere ignorieren und es geschehen lassen. Ich fordere sie auf, zur Besinnung zu kommen und diese Grausamkeiten zu beenden.

    Ich rufe sie auf, sich für Güte und Barmherzigkeit gegenüber jenen einzusetzen, die Hilfe benötigen und keine Stimme in unserer Gesellschaft haben. Unsere Verantwortung gegenüber Tieren sollte darin bestehen, ihnen zu helfen, sie zu hegen und zu pflegen.

    Es sollte nicht darum gehen, ein schönes Leben auf Kosten der Unschuldigen zu führen.

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    • Arnold Krämer sagt

      Marian E. Finger, übernehmen Sie bitte diesen “Fall”.

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    • evo.... sagt

      Auf die Schnelle empfehle ich Hrn. Ritter seinen Namen zu ändern. Bei dem Namen Ritter denkt man unwillkürlich an Reiten und das ist ja auch ein Missbrauch von Tieren. Oder wenigstens einen entsprechenden Zusatz wie §,…!

      Ich habe die AfD schon mal gebeten ein Gesetz zu fordern nachdem alle Straßennamen die an autoritäre Systeme erinnern, wie Königstraße oder Kaiserstraße, zu demokratisieren sind.

      Könnte man ja erweitern, dass Namen wie Fuchs, Wolf, Bär,…..zu humanisieren sind.

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        • evo.... sagt

          Omi, ich wollte mich bloß ein bisschen lustig machen über die Phantasierereien. Eure “Hochkultur” scheint es ja schon länger zu geben: Jedenfalls hatten die Braunen auch schon solche Ethik:

          Der Chef war Vegetarier wie Cem Özdemir. Der konnte nicht sehen wenn ein Tier geschlachtet wird.

          Tierversuche waren weitgehend verboten

          Im dritten Reich hatte man das strengste Tierschutzgesetz der damaligen Welt

          Göring wurde gemobbt, weil er Jäger war

          Omi Du bist Profi in der Sache- welches menschliche Säugetier ist als erstes zu Euren Erkenntnissen gekommen? Steiner?

          Die Braunen haben eine Katastrophe verursacht und eure Mangelernährung wird auch zu Hirnschäden führen.

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    • Pälzer Buh sagt

      Bis auf einen “Schwäbischen Gruß”, fällt mir hierzu nichts mehr ein. Kopfschütteln und im Weinkeller Federweisen trinken….. Prost Gemeinde, der Winzer säuft!

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    • Limes sagt

      durch Änderung der Bezeichnung z.B für Nutztier oder auch Nutzpflanze ändert sich grundsätzlich nichts oder glauben Sie das Tier und/oder die Pflanze fühlen sich dann besser
      Mit dem Namen Ritter haben Sie ja auch kein Problem obwohl es für Schwert, Lanze… und Tod bzw körperlichen Schaden steht

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      • MaOsKl sagt

        nunja, doch.
        “Nutztiere” werden von uns als etwas wahrgenommen, das man “nutzen” darf. Wobei “nutzen” ein Euphemismus für Quälen, Töten, Zerstückeln ist.

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        • Ertl Elisabeth sagt

          Beamte werden im Amtsdeutsch auch bis heute “verwendet”, wenn sie angestellt werden. Sie als essender Mensch nutzen die ganze Zeit Bauern dafür, dass Sie nicht verhungern. Daran ändert auch nichts, wenn die Bauern Nutzpflanzen anbauen.
          Machen Sie sich doch nichts vor!

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            • Marian E. Finger sagt

              Wenn Sie sich auf Kant berufen, dann sollten Sie ihn aber auch gelesen haben. Nach Kant ist der Mensch eben ein Mensch und kein” menschliches Säugetier”, weil er sich seine Zwecke im Unterschied zum Tier selber setzen kann. Sich seinen Zweck selber setzen: das versteht Kant unter “vernunftbegabt” und nur vernunftbegabte Wesen verdienen seiner Ansicht nach moralische Berücksichtigung. Tiere sind nach Kant aus der Sphäre der Moral ausgeschlossen. Sie dürfen als bloße Mittel gebraucht werden und müssen nicht gleichzeitig als Zweck an sich behandelt werden. Tiere haben nach Kant den Status von Sachen/Gegenständen und als solches keine Würde, sondern nur einen Preis. Wenn Kant Rücksicht auf Tiere fordert, dann nicht um der Tiere wegen. Die Rücksichtnahme begründet er mit dem berühmten “Verrohungsargument”, das lautet, dass ein Mensch, der gegenüber Tieren grausam ist, sich an Grausamkeit gewöhnt und dann auch gegenüber Menschen grausam agieren kann. Deshalb soll er Grausamkeit gegenüber Tieren unterlassen.

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              • MaOsKl sagt

                Absolut richtig zusammengefasst.

                Intelligente Menschen können aber sowohl Kants Selbstzweckformel verwenden (z.B. im Umgang mit dem Arzt, Postboten etc.), als auch seine Naturethik in Bezug auf Tiere ablehnen, weil sie ganz offensichtlich auf falschen Annahmen beruht.

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        • Limes sagt

          @MaOsKl ““Nutztiere” werden von uns als etwas wahrgenommen, das man “nutzen” darf. Wobei “nutzen” ein Euphemismus für Quälen, Töten, Zerstückeln ist.”
          nein sie haben offensichtlich ein sonderbares Verständnis der Wörter uns und nutzen.
          “Uns” sie meinen offensichtlich sich.
          Unter “nutzen” versteht die Mehrheit nicht “Quälen, Töten, Zerstückeln” sondern verbindet damit positive Elemente. z.B nutzen Menschen die Eigenschaften von Nutzpflanzen wie Getreide aber auch Soja.
          Solchen Sprech nutzen Menschen die andere indoktrinieren wollen.
          übrigens das Wort “nutzen” ist verwandt verwandt mit dem Wort “genießen” und in diesem Sinne passen die Bezeichnungen Nutztiere und Nutzpflanzen zutreffend.

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          • MaOsKl sagt

            Sie dürfen sich gerne einreden, dass das was die meisten Menschen mit “Tiere nutzen” nichts mit Qual, Töten und Zerstückeln und in Wurstform pressen zu tun hat.

            Es ändert aber natürlich nichts daran, dass Sie falsch liegen und die Beschreibung: Quälen – im Kindesalter töten – Zerstückeln durchaus eine adäquate Beschreibung der Realität ist.

            Deshalb bleibt es auch dabei:
            Jeder geschlossene Schweinehof, ist eine gute Nachricht.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      1. Spezies beinhaltet auch Pflanzen – warum also Pflanzen und nicht Tiere töten?
      2. Über Würde fabulieren, aber nicht einmal Mitmenschen (Landwirte) respektvoll begegnen, finde ich irgendwie schizophren.
      3. Nutztier ganz einfach weil wir es nutzen. Dafür geben wir ihm ein Dach über dem Kopf, Fressen und im Winter Wärme. Also wir hegen und pflegen sie. Wir geben und wir nehmen.
      4. Wo leiden unsere Nutztiere? Ist das nur eine subjektive Wahrnehmung von Ihnen?
      Um abzukürzen, geben Sie “Kommen Veganer in den Himmel?” bei YouTube ein.

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      • MaOsKl sagt

        1. Pflanzen können nicht leiden.
        2. Warum jemandem mit Respekt begegnen, der Tieren Leid zufügt?
        3. Essen und Dach überm Kopf – geht auch ohne Tiere.
        4. “Wo leiden Nutztiere?” – hmm… ja klar. Kein Leid in den Massentierhaltungsanstalten.

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        • Pälzer Buh sagt

          ” “Wo leiden Nutztiere?” ”
          Hmmm ………. Bis jetzt hat noch kein Nutztier oder Nutzpflanze drauf geantwortet.
          Alles eine Art Vermenschlichung der Schizophrenie.

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          • MaOsKl sagt

            Pälzer Buh….
            ist das wirklich ihr Gegenargument? Im vollen Ernst?

            Sie denken tatsächlich, dass Tiere in der Massentierhaltung nicht leiden, weil sie nicht in der Lage sind es Ihnen mit Grammatik und Wörtern mitzuteilen?

            Und dann reden Sie von einer ungültigen Vermenschlichung?
            Eieiei…

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          • MaOsKl sagt

            Aha: Pflanzen kommunizieren also miteinander. Das ist jetzt wirklich nichts neues.

            Aber: Können Pflanzen Schmerz empfinden? (-> Voraussetzung: Nervensystem)

            Und: Für welchen Bereich der Ernährung werden am meisten Pflanzen “getötet”? Hmmm…. Die Antwort wird Ihnen nicht ins Bild und ihre “Argumentation” passen.

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        • MaOsKl sagt

          Tiere werden in der Landwirtschaft in der Regel nach 5-10% ihrer biologischen Lebenserwartung ermordet.

          Super Vergleich zum Menschen, der statistisch 100% seiner durchschnittlichen Lebenserwartung erreicht.

          Vielleicht fällt Ihnen noch was Klügeres ein 🙂

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Super Vergleich zum Menschen, der statistisch 100% seiner durchschnittlichen Lebenserwartung erreicht.”

            Das schaffen wohl die Wenigsten…..viele ermorden sich frühzeitig gegenseitig oder sterben anderweitig, obwohl sie Menschen mit Verstand sind. Scheiß Statistik oder? Was sagt denn Kant dazu….der soll auch schon tot sein, hab ich gehört.

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            • MaOsKl sagt

              Sie haben Statistik und den Begriff “durchschnittliche Lebenserwartung” ganz offensichtlich nicht verstanden. 🤷‍♂️

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ja Schlaumeier, welche durchschnittliche hätte er den gerne, die von Monaco mit 89,6 oder für von Afghanistan mit 54,1 Jahren?
                Maos KI……bedeutet Maos Künstliche Intelligenz richtig? Hat ja geklappt.

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              • MaOsKl sagt

                Wenn einem die Argumente ausgehen… dann kommt das verzweifelte “Troll”-Geblubber.

                Ganz stark! 🙂

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            • Ertl Elisabeth sagt

              MaOsKi wird der erste sein, der das schafft, wetten?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken wird noch zu Herzen nehmen.

      Jesaja 65:17

      1
    • Pälzer Buh sagt

      Mal schauen wann die Tierschützer den Beutegreifern das Fleischen abgewöhnt haben???

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      • Pälzer Buh sagt

        “Das Fleisch fressen” sollte es heißen. Bitte um Entschuldigung.

        • MaOsKl sagt

          Können Beutegreifer darüber entscheiden, ob sie Fleisch essen oder nicht?
          Wer trägt Verantwortung – der, der sich anders entscheiden könnte, oder der, der sich nicht anders entscheiden kann?

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Entscheiden Sie sich gerne gegen das Fleisch und lassen sie anderen die Freiheit, sich dafür zu entscheiden!

    • Rolf Sieling sagt

      Bernd Ritter, Ihren moralischen Anspruch dürfen Sie jetzt gerne mit einem Afghanen diskutieren, dem das Erdbeben gerade seine halbe Schafherde umgebracht hat. Wieviel Prozent der Menschheit glauben Sie kann sich den Luxus leisten, nicht auf ernährungssicherung zu achten?

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        • Ertl Elisabeth sagt

          Sie überschätzen die komfortable Ernährungssicherheit, die Sie unverdient genießen, und die ihnen den Luxus erlaubt, sich ihre Lieblingsnahrungsmittel auszusuchen. Warum glauben Sie, werden gerade die Lebensmittel teurer? Warum schaffen es die Handelkonzerne denn überhaupt, sich daran zu bereichern? Weil die Lebensmittel knapp geworden sind. Weil auch Deutschland längst nicht mehr autark ist.

    • Am Schlimmsten ist es, wenn das ” Nutztier ” zum Lebensmittel abgestuft wird. Das ich in beliebiger Form, Menge und Verpackung, also quasi denaturiert, erwerben soll. Neuerdings auch nach Haltung klassifiziert. Trotzdem wird das Tier zwangsbesamt, als Kuh wird das Kalb schreiend der weinenden Mutter entrissen und landet als teures Kalbsschnitzel bei irgendwem auf dem Teller. Den Weg des Tieres durch den Schlachthof zum Tod lasse ich besser aus. Hunger kann man auch anders stillen. Ohne den Blick in verzweifelte, weinende Tieraugen ertragen zu müssen. Ich hab mich jetzt nur auf den Kuhstall bezogen. Schweinehochhäuser aus Beton ohne ausreichend Luft, Licht und Platz mit gefühllosen Arbeitssklaven erspare ich mir auch.

      • Ertl Elisabeth sagt

        Von dem, was Sie hier behaupten, trifft auf meine Tiere so gut wie gar nichts zu.
        Die Weibchen lassen sich ganz freiwillig vom Widder decken.
        Als die Jungen mit 4 Monaten von den Müttern weg auf eine eigene Weide kamen, haben sie ein paar Tage gemault, das stimmt, so wie halt Kinder maulen, wenn sie auf Schokolade verzichten sollen, Geschadet hat es ihnen keineswegs. Die Mütter hingegen waren erleichtert, sich vom Stillen erholen zu können.
        Der Weg zum Schlachten führt bei mir gerade einmal ein paar Meter hinter den Stall.
        Und Ihre Formulierung “zum Lebensmittel abgestuft” beweist nur, welche Verachtung Sie Lebensmitteln entgegen bringen. Diese Verachtung können Sie sich nur leisten, weil sie wohlstandsverwöhnt sind. In meiner Kindheit wurde noch vor jeder Mahlzeit gebetet. Man holte sich gewissermaßen erst die göttliche Erlaubnis, essen zu dürfen, weil man vor Lebensmittel einen so großen Respekt hatte.
        Passen Sie auf, dass Ihnen Ihre abschätzige Einstellung nicht noch eine ernährungsbedingte Krankheit einträgt!

        Zu viele NGO – Videos geschaut, was? Sie wissen hoffentlich, dass Tierschutz-NGOs gewinnorientierte Konzerne sind, die mit der Mitleidsmasche um Spenden keilen. Sie sind ein sehr dankbares Opfer, muss ich sagen.

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        • Ertl Elisabeth sagt

          P.S.: Wir haben übrigens nicht nur vor einer Fleischmahlzeit gebetet. Meine Mutter zeichnete voller Andacht ein Kreuzzeichen auf jeden neu anzuschneidenden Wecken Brot. Das tat sie ganz abseits irgendeiner akademischen Diskussion, ob Pflanzen leiden können oder nicht. Es gehörte sich so.

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  24. Arnold Krämer sagt

    Seit jetzt über 20 Jahren haben wir in D (beginnend mit Renate Künast) Bundeslandwirtschaftsminister (m/w/d), die völlig fachfremd waren (Juristen, Sozialarbeiter, u.ä.) die nicht in der Lage waren, die Konsequenzen der von Brüssel und auch aus dem BMEL betriebenen Politik zu erkennen und ggfls “NEIN” zu sagen, dagegen zu halten. Meist stammten diese Politiker auch noch aus den Reihen der CSU. Die ausschlaggebende Stimme zur Grundgesetzänderung “Tierschutz” kam übrigens ebenfalls von der CSU (Stoiber).
    Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Das holt keiner wieder raus.
    Die einzige Chance besteht darin, dass das Bundesverfassungsgericht auf die Normenkontrollklage zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung-Schwein eine klare Positionierung bezieht zugunsten einer wirtschaftlichen Nutztierhaltung in D. Wenn nicht, gehen dann über entsprechende Verordnungen für alle anderen Nutztierarten (aktuell wird im BMEL etwas für die Putenhaltung “ausgebrütet”) “die Lichter aus”.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Ein Zurück gibt es nicht mehr, wir müssen das anders angehen:
      Vehement einfordern: Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen!

      24
      • Oliver Kalitowski sagt

        Da haben Sie vollkommen Recht. Als fachfremder Konsument kann ich nur hoffen, das die gleichen Regeln auch für Importfleisch gelten, oder dieser Import dann folgerichtig verboten wird.
        Ansonsten führt das zwangsläufig dazu, das heimische Landwirte und -innen die Kostensteigerung nicht weitergeben können und damit die Tierhaltung aufgeben müssen.
        Die Schweine kommen dann aus chinesischen Hochhäusern und das dient dem Tierschutz dann überhaupt nicht, bzw. bewirkt dass Gegenteil.

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        • Ferris sagt

          gebe ich ihnen vollkommen Recht. Das wird aber nicht passieren. Oder sehen sie auf einer Verpackung heute ob das von ihnen gekaufte Fleisch von Schweinen aus Deutschland stammt. Jedes fünfte Mastschwein ist nicht in Deutschland geboren. Handelt es sich um ein Männliches ist es vermutlich nicht nach deutschem Recht unter Narkose kastriert. Unsere regionale Fleischerzeugung wird an die Wand gefahren, leider.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Hast Du die Kommentare darunter gelesen – total empathielos. Ich hoffe nur Simon liest die nicht….

      1
      • Arnold Krämer sagt

        Die mediale und politische Saat ist längst aufgegangen. Siehe auch Kommentar ganz aktuell von Herrn Ritter (ganz unten).

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      • Ferkelhebamme sagt

        Ich denke, er weiß worauf er sich mit solchen Berichten einlässt. Mein tiefster Respekt, dass er sich das traut und antut. Ich finde ihn wahnsinnig sympathisch 🙂 Und ich hoffe, dass sich für euch eine Lösung findet.
        Ein Trost: es trauen sich immer mehr Kommentatoren pro Tierhalter zu äußern. das hätte vor einiger Zeit noch niemand gewagt. Natürlich sind die Kampfveganer und Tierrechtler auch sofort da, aber deren Parolen wie die des armen Ritters hier unten nerven doch nur noch

        11
  25. Bauer leo sagt

    nichts anderes in Sachen Silagelagerung/milchvieh/bullenmast. Mal sehen was demnächst mit kleinen Feldern/wiesen passiert wenn es den hobby-bullenmäster samt blockschneider uns feldmiete nicht mehr gibt

    3
  26. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Wenn bis heute staatliche Stellen, selbst fett gepolstert mit ordentlichen Salären für eben genau diese ihre Arbeit, wo man für die bislang errichteten Stallkonzepte maßgeblich verantwortlich zeichnete (ohne doppelten Boden für jeden Bauherren, ohne zeitlich definierte u. entsprechend festgeschriebene Amortisationsgarantien, wie sich jetzt unumwunden herauskristallisiert), so müssen NUR(!) dieselben jetzt auch rechtlich persönlich zur Verantwortung herangezogen werden können, wenn im Nachgang wiederum gesetzlich von genau eben dieser Entscheiderfront knallhart attestiert wird, dass diese Leistung unseres wiehernden Amtsschimmels, unserer hochintellektuell befähigten Eliten in den landesweiten Elfenbeintürmen, die jeweils zeitlich befristeten maßgeblichen Entscheider in der Politik -viele bereits ausgestattet mit einem mehr als üppigen sorgenfreien Altersruhegeld- Stand heute gesetzlich massiv wider neuerlich überarbeitetes geltendes Recht verstoßen haben. – WILLENTLICH und WOLLENTLICH!!!

    Die ausführende Hand in der Praxis, die damaligen Bauherren, vermochten sich dem doch überhaupt nicht entziehen zu können, wollten sie ihr geplantes Invest in die Tat umsetzen.

    Es ist den tierhaltenden Betrieben damit im Nachgang ein katastrophaler immaterieller und materieller Schaden gleichermaßen entstanden, der nicht wenige dieser Familienbetriebe rasant in den Ruin zu treiben vermag; heute innerhalb unserer ländlichen Räume einen Strukturbruch unermesslichen Ausmaßes vorantreibt. – Wollen wir das!?

    Unfassbar, dass von Seiten unserer berufsständischen Vertreter eine solche “Kronzeugenregelung” wider den deutschen Bauernstand in der ZKL augenscheinlich kampflos mit abgesegnet wurde. Mit nur einem Federstrich quasi. Früher wurden solche Verräter des Hofes verwiesen, viele Bauern zahlen bis heute noch für deren “Gräuelschandtaten”, selbst wenn sie bereits das Messer im eigenen Rücken verspüren müssen.

    Warum strengt man keine Sammelklage zum BGH/EuGH an, in der Bringschuld steht doch jetzt kein Tierhalter, der sich ehemals, um überhaupt eine Baugenehmigung erlangen zu können, widerspruchslo an geltendes Recht hielt/halten musste, sondern vielmehr jene Entscheider, die schon immer in jener BASTAMENTALITÄT geltendes Recht formulierten und eben auch solches in der Praxis umsetzen ließen, über sämtliche Verfahrensstufen hinweg – bis heute!!!

    Es ist hier an der Zeit, klare Fronten zu schaffen. Die besten Argumente haben in der Thematik genau jene in der Hand, die an allerletzter Stelle kurzfristig die kaum mehr finanzierbare Zeche zu 100% blechen sollen. Kramt eure Baugenehmigungen hervor und legt diese erbarmungslos für die kritisch interessierte Öffentlichkeit auf den Tisch. Ihr habt doch wirklich nix zu verbergen!!!

    Keinen einzigen Bauern darf man bar jedweder Gegenwehr dazu verdonnern, als persönliche Vollkaskoversicherung für unsere Elfenbeintürme in beratender Funktion für die Landes-/Bundespolitik und hernach für die Adminstration in ausführender Umsetzung in der Praxis, fungieren zu müssen.

    Unumwunden sollten wir messerscharf medial kommunizieren, um den Vergleich herzustellen, was ein solcher perfider Automatismus zu Selbstschutzzwecken Außenstehender mit den Machtinsignien auf Zeit ausgestattet, bleibt er weiterhin rechtlich unantastbar, in folgeschlüssiger Konsequenz AUCH(!) für jeden einzelnen Bundesbürger bedeutet, fällt er letzterem erst einmal ganz aggressiv schmerzhaft auf die eigenen Füsse (siehe Energiegesetznovelle, Transformation LW, Migrationsproblematik, das Verschlingen persönlicher Altersabsicherungen unserer Otto Normalbürger etc.pp.).

    Man kann nicht sämtliche derart brandgefährlich verminten gesellschaftlichen Problemfelder im Bedarfsfalle einfach mal soeben sozialisieren wollen. Am Ende des Tages droht uns irgendwann einmal der Bürgerkrieg innerhalb unserer freiheitlichen Demokratie, ein infolge narzisstisch gelebter Ignoranz geradezu heraufbeschworener Aufstand persönlich nachweislich massiv Geschädigter…

    20
    • Brötchen sagt

      @WW ja es ist sowieso nicht mehr feierlich, wie hier in Dt. mit einem Handstrich Werte vernichtet werden.
      Ich hab noch gelernt, das Eigentum in Dt. fast über allem steht.

      Das hinterfragt niemand. Wer soll hier noch investieren oder irgendwas neues wagen, unmöglich.

      Ich hoffe, das sowieso ein Maß erreicht ist, dass die Leute aufbegehren bzw. ich hoffe es.

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  27. Jürgen Donhauser sagt

    Liebe Tina, Du hast mich mit diesem Artikel tief im Herzen getroffen. Wie Du ja weißt habe ich zwei Söhne die weiter machen wollten. Für beide habe ich Betriebe aufgebaut und dafür sehr viel Lebenszeit und Energie aufgewendet. Ein Sohn hat für sich vor wenigen Jahren beschlossen schon diesen Irrsinn nicht mehr mitzumachen (Schuldbekenntnis eines Landwirts). Jetzt wäre zum Jahresende die Hofübergabe angestanden – aber macht dies noch Sinn? Kann man diese “Last” überhaupt noch verantworten? Soll man lieber selbst noch den schweren Schritt der Betriebsaufgabe durchziehen, und nicht die Kinder damit belasten? Wir haben noch keine Lösung für unseren Betrieb (Frist April 2024), aber manchmal denke ich “lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende” – die schlaflosen Nächte müssen ein Ende haben, ansonsten geht man Zugrunde.
    Tina, in diesem Sinne wünsche ich Dir, dass Du nun auf Dich, auch Euch schaust und dann erst auf den Betrieb, und auch wenn es schmerzt, eventuell los zu lassen.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Und noch ein wichtiger Gedanke ist mir in dieser Thematik gekommen:

      Es wäre nur billig, jene kleine und mittleren tierhaltenden Betriebe, die per Gesetz quasi zur Aufgabe der Tierhaltung genötigt werden binnen kürzester zeitlicher Verläufe, komplett jedweder weiterer Zahlungsverpflichtungen zu entbinden, meint:

      ***Keine Rückforderungsansprüche für in der Vergangenheit bewilligte staatl. Stallbauförderungen, wenn die Zeitvorgaben nicht erreicht werden können.

      ***Ablösung von noch offenen Stallbaufinanzierungen, deren festgelegter Tilgungsrahmen sodann nicht mehr zu schultern sind. – Das Bankenmanagement wird hierbei sicherlich keinen freiwilligen Verzicht üben.

      ***Moderne Folgekonzepte für solche Stallgebäude, damit dieser nachweislich entstandene Schaden nicht komplett sozialisiert werden muss; zu Lasten von uns allen…!!!

      UTOPIA DARF/MUSS Geld kosten – aber nicht für die unschuldigen Bauern.

      Nur dann kann jeder geschundene Bauer in hoffentlich wieder süß durchträumten Nächten seine Schäfchen zählen wollen… 🙂

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    • Ferkelhebamme sagt

      Was die meisten glaub ich noch nicht verstanden haben, ist, dass es eben nicht unsere freiwillige Entscheidung ist.
      Bis Jahresende ein Konzept einzureichen ist nicht das Problem:. das wird im Vetamt zur Kenntnis genommen, gelocht und abgeheftet und gibt 2 Jahre Aufschub.
      Obwohl es sehr, sehr verlockend ist, einfach bei der 2verbindlichen Erklärung zur Aufgabe” ein Kreuzchen zu machen, und sich den restlichen 4 Seiten erst gar nicht zu widmen: lmaA, genug ist genug.
      Der Knackpunkt ist, 2026 einen genehmigungsfähigen Bauantrag einzureichen: bei den derzeitigen Rahmenbedingungen gibt es keine Genehmigung! Und das Projekt dann 3 Jahre ab Einreichung fertig gestellt zu haben, ist ein sehr geiler Behördenwitz!
      Was zusätzlich fehlt, ist Planungssicherheit. Wie bei Simon, der sich an die Empfehlungen und zukünftigen gesetzlichen Vorgaben orientiert hat, den Mut hatte, in die Zukunft zu planen, und nun doch auf die Nase gefallen ist, weil die Gesetze, bzw. Beurteilungsanweisungen mal eben nachgeschärft wurden. (erst hieß es, die Abferkelbucht muss 7m2 groß sein, jetzt muss die Sau sich umdrehen können, ohne den Hals zu drehen, d.h. mindestens 2 m Radius. Was die von den Herstellern bereits angebotenen Buchten nicht haben).
      Und natürlich größter Knackpunkt ist die Wirtschaftlichkeit. Ohne Wirtschaftlichkeit kein Betrieb. Dafür muss man nicht BWLer sein. Die ist nicht gegeben: große Investitionen bei gleichen Einnahmen (bzw. bei Abstockung sogar weniger Einnahmen), das macht auch kein Banker mit. Die angebotenen Fördergelder für Umbauten sind nur Blendwerk, weil viel zu wenig und Bedingungen nur sehr schwer erfüllbar.
      Ein Vorteil hatten die letzten wirtschaftlich und politisch desaströsen Jahre: der unbedingte Wille, die Leidenschaft den Hof mit Sauenhaltung zu erhalten, ist nicht mehr da. Pech für die Gesellschaft, gut für unseren Seelenfrieden. Wir kommen zur Not auch anders klar.

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      • Smarti sagt

        Ferkelhebamme, bei der Milch ist es ja so dass der Milchpreis schon mit wenigen Prozenten fehlender Milch wieder steigt. Fängt wohl gerade wieder an. Könnte in Zukunft nicht auch der Schweinepreis so stark ansteigen, dass es sich doch noch lohnt ?
        Dass es nicht möglich ist, die Bewilligung in drei Jahren durchzubringen – das ist ein Bericht im BR wert ! Kontakte sind ja jetzt vorhanden, Du hast so viel gekämpft, jetzt aufzugeben, so kurz vor dem Ziel wäre schon Sch…ade.
        Man muss den Leuten einmal klar machen, dass die Aufgabe der Landwirtschaftsbetriebe zur Lebensmittelproduktion meist nicht ( mehr ) freiwillig geschieht, sondern eben Fesseln/ Vorschriften irgendwann die besten Leute zum Aufgeben zwingen.
        Und mit Deinem Hof könnte man das beweisen !

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        • Ferkelhebamme sagt

          Ein Blick in die Glaskugel wäre schön.
          Fest steht, dass so lange Fleisch und Schweine importiert werden dürfen, die nicht nach den hiesigen Gesetzesvorgaben produziert wurden, wir preislich nicht mithalten können. Zur Zeit ist das Lebendangebot in Deutschland sehr gering, trotzdem drücken Handel und Schlachter extrem den Preis. Warum? Weil sie es können.
          Der Anteil importierter Schweine steigt stark, da es trotz der hohen Transportkosten günstiger ist, im Ausland einzukaufen, als in Deutschland. Klima- und Tierschutz pervers.

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        • Ferkelhebamme sagt

          @ Smarti „das ist ein Bericht im BR wert !“
          Öffentliche Aufmerksamkeit lockt die Radikalen an. Ich hab Familie, das ist es nicht wert.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Herr Donhauser,
      meinen Betrieb habe ich nicht aufgebaut, aber wirtschaftlich Betrieben, aber unsere Söhne wollen ihn auch Nebenerwerblich nicht weiter betreiben, aber fachlich gesehen, haben die beiden Recht.

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  28. Ludwig sagt

    Die Enteignung der Bauern geht weiter. Ich habe meinen Kombibetrieb mit fast 3000 verkauften Mastschweinen inzwischen mit der letzten Bundestagswahl aufgegeben. Wenn ich die Geldsummen der Kapitalvernichtung zusammen rechne , dann komme ich auf fast 300.000 Euro. Was sagte Klaus Schwab auf der Konferenz in Davos : Ihr werdet nichts mehr besitzen , aber glücklich sein. – Dort hat auch Merkel seinerzeit ihren Klimaglauben kund getan und nach dieser sektenartigen Ideologie geht das hier weiter. Alle Altparteien verfolgen diesen Weg und bringen so unser Gemeinwesen zu Boden. Dasselbe spielt sich doch mit dem Heizungsgesetz ab. Ein Volkswirtschaftler hat errechnet , daß bei der Umsetzung in den Häusern nach Umbau und noch Altkrediten alle Hauseigentümer ihr Eigenkapital verloren haben . Der Sozialismus nimmt seinen Lauf und das beginnt mit der UNO, der WHO , der EU und hier im Lande. Der Bürger hat nur eine Chance dagegen , wenn er am Wahltag sich entsprechend dagegen ausspricht und eben mal wie ehemals in der DDR zur DEMO bewegt.
    Die jetzige Regierung hat jedenfalls die Vernichtung des Wohlstandes in Deutschland auf der Agenda. Nur die “Soziale Marktwirtschaft” hat uns den Wohlstand gebracht und nicht die Staatswirtschaft der DDR, aber das ist ja wohl das Ziel der Regierenden und deshalb wird hier alles Wirtschaftliche zerstört.

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  29. Jürgen Donhauser sagt

    Die Frage: “Wer trägt die Verantwortung” ist für mich klar – der Verbraucher. So wie jeder eigentlich verstehen müsste, dass ein T-Shirt unmöglich nachhaltig und menschwürdig für 4 € erzeugt werden kann, so hätte jeder sofort erkennen können, dass das Billigfleisch (billiger wie Hundefutter) unmöglich artgerecht, tiergerecht, produzentengerecht entlohnt wird.
    Der LEH hat es angeboten und wurde mit “Kaufrausch” der Verbraucher belohnt. Also bedient er diese Nachfrage weiterhin mit aller Konsequenz, denn er wird ja “belohnt” vom Verbraucherverhalten.
    Der Verbraucher möchte aber seine Verantwortung für sein Handeln abgeben und fordert die Politik auf dies gesetzlich zu regeln. Die Politik sitzt aber in der Zwickmühle. Auf der einen Seite möchte man die Lebenshaltungskosten niedrig halten (um bei der nächsten Wahl vom Bürger nicht abgestraft zu werden) um Geld für Konsumgüter (die Wirtschaft ankurbeln) übrig zu lassen. Gleichzeitig kann es keine Handelsbeschränkungen aufbauen, die vom Gerichtshof gekippt werden. Also sind wir wieder beim Verbraucher.
    An einer Versorgungskette muß deshalb gezogen werden, es muß Nachfrage herrschen nach teuer produziertes Tierwohl-Fleisch. Wenn der Verbraucher nicht mitspielt ist dies immer zum Scheitern verurteilt.
    Deshalb der Apell an die Politik: Solange die Nachfrage, Absatz und damit der Preis sich nicht eingependelt hat – Finger weg von staatlichen Verschärfungen gegenüber den Mitbewerbern, denn sonst benachteiligt man die eigenen Landwirte und zwingt sie zur Aufgabe. Deshalb meine klare Forderung: Solange der Absatz/Nachfrage nicht da ist – Aussetzen der beschlossenen Termine für die Tierschutznutztierhaltung. Ansonsten fährt man sehenden Auges die eigenen Ferkelerzeuger mit Vollgas und Ansage an die Wand!

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    • Christian Bothe sagt

      Donhauser: “das Billigfleisch unmöglich artgerecht, tiergerecht, produzentengerecht entlohnt wird.” Wollen Sie damit sagen, das Billigfleisch schlechter ist? Das ist Unsinn! Sie verkennen scheinbar das der LEH Fleischteilstuecke bepreist, listet und vom Schlachthof kauft! Selbst in meiner 10000er Schweinemastanlage wurde hochwertiges Fleisch produziert und exportiert. Selbiges habe ich als Marketingmanager einer kleinen Fleischholding mit 17000 MS, einem EU Schlachthof und einer Wurstfabrik gestalten müssen! In Summe heißt das, das die Preisgestaltung für den Endverbraucher allein beim LEH liegt( ob billig oder teuer)! Zu Ihrer Aussage oben: MS ob industriell gehalten oder nicht bringen nur MTZ, EA und Qualitaetsschlachtkoerper, wenn diese sich wohl fühlen ( ein spezielles Tierwohl ist da nicht erforderlich)!Im Übrigen wurde in den letzten Jahren auch in der Schweineproduktion viel investiert im Sinne einer effektiven Produktion und zum Wohle der Tiere! Gerade bei den Erzeugerpreisen ist das das A und O einer effizienten Produktion und diese im Artikel genannten Bestimmungen usf. sind”Muell”

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      • Brötchen sagt

        Herr Bothe!

        Bayrische Waren sind immer hochqualitativ, aus bäuerlicher Haltung sowieso.
        Noch darüber stehen österreichische Lebensmittel.

        Das steht da schon in Artikel 1 der Landesverfassung.

        *etwas freche Anmerkung

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Brötchen, jetzt haben dich alle Bajuwaren zum Fressen gern u. Elisabeth ist mehr als zufrieden.

          So klappt’s auch mit der Nachbarschaft… 🙂

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          • Brötchen sagt

            Die Alpenkönigin sowieso, die liebe ich abgöttisch….;)

            Die Lederhosen müssen ja mit bezahlt werden, was ich ja verstehen kann.

            P.S. übrigens wir Ossis mit unseren Tierquälanstalten fühlen uns da schon etwas zurückgesetzt. Desderwegen dürfen wir das.

            Habe die Ehre!

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Da bist du tatsächlich fortschrittlicher als ich – habe bis heute noch keine Lederhosen im Kleiderschrank. Bin und bleibe eben ein unverbesserlicher Alt-Hippie (in der Birne), deshalb regelt die Kleiderfrage von mir präferiert in erster Linie meine Frau. Die hat den besseren Geschmack. 😉

              Bin ein miserabler “Kleider-machen-Leute”-Typ. 🙂

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              • Brötchen sagt

                Mönsch kannst ja doch bissl unernst!

                Find ich gut!

                Deine Ostschrippe 😉

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Was,
                keine Lederhose im Schrank?
                Ich habe noch eine, nur die passt nimmer.😊

                Stammt noch aus der Zeit, wo ich ein kleiner Bub war.

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    • firedragon sagt

      “… Die Frage: “Wer trägt die Verantwortung” ist für mich klar – der Verbraucher. …”

      Herr Donhauser,
      wir sind alle Verbraucher, Sie, ich, alle.
      Ich kaufe nicht explizit Bio und schon gar kein Fleisch aus Biohaltung. Ich muss allerdings dazu sagen, ich habe mein eigenes Rindfleisch.

      Zum Verbraucher und dessen Verantwortung.
      Ich hatte ein Podcastgespräch gehört, in welchem die interviewte Person sagte, sie kann und will sich nicht entscheiden müssen. Sie hätte gerne, von der Politik, ausgesprochene Verbote, wenn sie denn Sinn ergeben.
      Diese Aussage hat mich sprachlos gemacht. Was ist, wenn der Großteil der Verbraucher denkt, die Politik soll vorgeben, wie man sich zu entscheiden hat, um aus der persönlichen Verantwortung raus zu sein?

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    • Ertl Elisabeth sagt

      So einseitig ist das aber nicht. Alle Beteiligten haben dazu beigetragen, dass es ist, wie es ist, auch die entsprechenden Akteure auf Seiten der Landwirtschaft. Es gab halt seinerzeit auch solche, deren Ziel es war, so billig wie möglich zu produzieren, um das Geschäft zu machen.

  30. oberländer sagt

    Es darf davon aus gegangen werden das die Schweinehaltung in diesem
    Land von den Mittgliedern der Hampel und der Verwaltung gegen die Wand
    gefahren wird . Es wird auch keine Veterinäramtmännin geben dir den deutschen
    Schweinehaltern nachtrauert . ( keine stinkigen Klamotten mehr bei Betriebskontrollen ).

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  31. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    – Um nicht falsch verstanden zu werden: Das Veterinäramt ist nur ausführendes Organ und “führt nur die geltenden Gesetze und Verordnungen aus”. –

    Um auch nicht falsch verstanden zu werden, dieser Artikel passt kommt zu dem letzten mit der sich verselbstständigenden Bürokratie. Die Mitarbeiter des Veterinäramtes sind teil dessen und leben auf Kosten anderer von diesen Machenschaften. Somit sind sie auch oft wider besseren Wissens mit Schuld an dem ganzen. Hier wird von den Landwirten verlangt mal klar nachzudenken und möglichst “Freie Wähler” zu wählen. Das (zumindest das Nachdenken) kann man auch von einem Beamten verlangen. Aber: von meinen Bekannten, darunter auch Beamte, sehe ich nur Whatsapp-Statusbilder aus dem Urlaub!

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  32. Andreas Seeger sagt

    Wie mit den Schweinehaltern und vor Allem Ferkelerzeugern umgegangen wird ist schlichtweg eine Katastrophe. Ich bin mir sicher dass die Schweinhaltung in Deutschland abgeschafft werden soll. Auf die Gründe möchte ich gar nicht näher eingehen.
    Ebenfalls Tatsache ist, dass es wie hier auch Schweinehalter zu geben scheint, die in einer Fantasiewelt leben. Seit Mitte der 90er Jahre ist eigentlich klar, dass Wartesauen in Gruppenhaltung gehalten werden sollen und müssen. Wer hier noch nicht reagiert hat, hat zumindest geschlafen. Als nächstes wird sicher die freie Abferkelung kommen. Oder in der Gruppe. Kann sich jeder jetzt darauf einstellen und entweder reagieren oder halt auch nicht.
    Und ja es gibt für viele Stallformen praktikable Umbaumassnahmen. Da würde ich schon auch dem jeweiligen Berater den Vorwurf machen. Bin mir auch fast sicher, ein Gespräch mit dem Veterinäramt könnte hier auch helfen….

    Ich selber stehe voll hinter allen Schweinehaltern und möchte dass wir weiter Schweinefleisch in Deutschland produzieren. Auch so dass die Betriebe Geld verdienen. Aber das geht halt auch nur wenn die Betriebsleiter es wirklich wollen. Ansonsten gibt es ja die Ausstiegsoption bis 2026. So hart es dann im Einzelfall auch sein mag.

    • sonnenblume sagt

      Die Entscheidung zum Normenkontrollantrag wird für alle Schweinehalter vielleicht erstmalig eine gewisse Sicherheit bringen, sofern kein Einspruch möglich ist, oder zugelassen wird.
      Was, wenn hier Weidehaltung, oder Freilandhaltung favorisiert wird? Den Tierrechtlern wäre es sicher genehm.
      Damit wären doch die meisten heutigen Überlegungen hinfällig. Oder stehen die heutigen Gesetztesvorgaben über diesem Urteil?

    • Ferris sagt

      alles schön und Recht. Aber denken sie wirklich dass vor allem im Norden die Mehrkosten bei der Ferkelerzeugung an die Mäster weitergegeben werden können? Es sollten dann schon 10€ sein um zumindest den Mehraufwand zu decken. Für das Geld werden mit Sicherheit einige auf holländische oder dänische Ferkel umsteigen. Es bringt nichts wenn der Wille da ist aber das Geld nicht stimmt.

  33. Harald Müller sagt

    Bemerkenswert ist auch die unrühmliche Rolle des Bauernverbands.
    Dazu muss man wissen, dass der aktuelle Prozess die Antwort von Bundestag und Bundesrat unter Federführung des BMEL (Julia Klöckner) auf das sogenannte Straathof-Urteil oder Kastenstand-Urteil (in Fachkreisen: “Magdeburger Urteil”, rechtskräftig seit 2016) ist, welches mit einer ganz eigenen Interpretation der EU-Tierschutznutztierhaltungsverordnung plötzlich quasi alle Sauenställe für unzulässig erklärte – obwohl diese bis dahin nach Vorgaben staatlicher Stellen eben genau so gebaut wurden!

    In der Öffentlichkeit wurde der damals von den Medien ausgekostete “Skandal” um die Berechtigung von Kastenständen nur mit dem “Massentierhalter” Adrianus Straathof in Verbindung gebracht, obwohl längst klar war, dass die Thematik auch Familienbetriebe gleichermaßen, wenn nicht in noch größerem Umfang betreffen würde.

    Der Bauernverband unter Sonnleitner bzw. Rukwied war damals durchaus noch in der Lage war, in der medialen Debatte wahrgenommen zu werden.
    Dennoch hielt man sich dezent zurück und ließ den Dingen ihren Lauf, wohl wissend, dass dies die Aufgabe eines Großteils der “kleinen” Betriebe zu Gunsten von Großbetrieben bedeuten würde.

    Im Gegenteil, in der einzigen mir bekannten Reaktion im Vorfeld kam ausgerechent aus dem kleinstrukturierten Bayern – und sogar dort stellte man sich noch auf die Seite der Großbetriebe:

    https://www.sueddeutsche.de/bayern/massentierhaltung-schweine-baron-kommt-nach-schwaben-1.1743145 (vom 10. August 2013)
    ZITAT
    Bei der Straathof Holding war keine Stellungnahme zu erhalten. Der Bayerische Bauernverband sieht die Ansiedlung weniger kritisch: “Von einer Verdrängung kleinerer Betriebe kann nicht die Rede sein”, sagt Josef Wasensteiner, Referent für Tierhaltung und Tiergesundheit. “Viele kleinere Betriebe hören wegen einer Gesetzesänderung ohnehin auf, weil sie die neuen Anforderungen nicht mehr erfüllen können.” Zudem werde der Großbetrieb von den vorhandenen Großmästereien begrüßt, weil ihnen Ferkel dann aus einer Hand geliefert würden und deshalb weniger krankheitsanfällig seien.
    ZITAT ENDE

    Auf eine Richtigstellung oder Erklärung dieser Aussage habe ich damals vergeblich gewartet. Und bis heute hat sich an der Öffentlichkeitsarbeit des Bauernverbands nahezu nichts geändert.

    Wenn ich eine medizinische Diagnose abgeben sollte, würde diese so aussehen:
    “Der Hirntod des Deutschen Bauernverbands ist spätestens zum 13.08.2013 eingetreten. Seitdem wird er nur noch künstlich am Leben erhalten, um seine Funktionäre weiterhin ernähren zu können.”

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Wenn bis heute staatliche Stellen, selbst fett gepolstert mit ordentlichen Salären für eben genau diese ihre Arbeit, wo man für die bislang errichteten Stallkonzepte maßgeblich verantwortlich zeichnete (ohne doppelten Boden für jeden Bauherren, ohne zeitlich definierte u. entsprechend festgeschriebene Amortisationsgarantien, wie sich jetzt unumwunden herauskristallisiert), so müssen NUR(!) dieselben jetzt auch rechtlich persönlich zur Verantwortung herangezogen werden können, wenn im Nachgang wiederum gesetzlich von genau eben dieser Entscheiderfront knallhart attestiert wird, dass diese Leistung unseres wiehernden Amtsschimmels, unserer hochintellektuell befähigten Eliten in den landesweiten Elfenbeintürmen, die jeweils zeitlich befristeten maßgeblichen Entscheider in der Politik -viele bereits ausgestattet mit einem mehr als üppigen sorgenfreien Altersruhegeld- Stand heute gesetzlich massiv wider neuerlich überarbeitetes geltendes Recht verstoßen haben. – WILLENTLICH und WOLLENTLICH!!!

      Die ausführende Hand in der Praxis, die damaligen Bauherren, vermochten sich dem doch überhaupt nicht entziehen zu können, wollten sie ihr geplantes Invest in die Tat umsetzen.

      Es ist den tierhaltenden Betrieben damit im Nachgang ein katastrophaler immaterieller und materieller Schaden gleichermaßen entstanden, der nicht wenige dieser Familienbetriebe rasant in den Ruin zu treiben vermag; heute innerhalb unserer ländlichen Räume einen Strukturbruch unermesslichen Ausmaßes vorantreibt. – Wollen wir das!?

      Unfassbar, dass von Seiten unserer berufsständischen Vertreter eine solche “Kronzeugenregelung” wider den deutschen Bauernstand in der ZKL augenscheinlich kampflos mit abgesegnet wurde. Mit nur einem Federstrich quasi. Früher wurden solche Verräter des Hofes verwiesen, viele Bauern zahlen bis heute noch für deren “Gräuelschandtaten”, selbst wenn sie bereits das Messer im eigenen Rücken verspüren müssen.

      Warum strengt man keine Sammelklage zum BGH/EuGH an, in der Bringschuld steht doch jetzt kein Tierhalter, der sich ehemals, um überhaupt eine Baugenehmigung erlangen zu können, widerspruchslo an geltendes Recht hielt/halten musste, sondern vielmehr jene Entscheider, die schon immer in jener BASTAMENTALITÄT geltendes Recht formulierten und eben auch solches in der Praxis umsetzen ließen, über sämtliche Verfahrensstufen hinweg – bis heute!!!

      Es ist hier an der Zeit, klare Fronten zu schaffen. Die besten Argumente haben in der Thematik genau jene in der Hand, die an allerletzter Stelle kurzfristig die kaum mehr finanzierbare Zeche zu 100% blechen sollen. Kramt eure Baugenehmigungen hervor und legt diese erbarmungslos für die kritisch interessierte Öffentlichkeit auf den Tisch. Ihr habt doch wirklich nix zu verbergen!!!

      Keinen einzigen Bauern darf man bar jedweder Gegenwehr dazu verdonnern, als persönliche Vollkaskoversicherung für unsere Elfenbeintürme in beratender Funktion für die Landes-/Bundespolitik und hernach für die Adminstration in ausführender Umsetzung in der Praxis, fungieren zu müssen.

      Unumwunden sollten wir messerscharf medial kommunizieren, um den Vergleich herzustellen, was ein solcher perfider Automatismus zu Selbstschutzzwecken Außenstehender mit den Machtinsignien auf Zeit ausgestattet, bleibt er weiterhin rechtlich unantastbar, in folgeschlüssiger Konsequenz AUCH(!) für jeden einzelnen Bundesbürger bedeutet, fällt er letzterem erst einmal ganz aggressiv schmerzhaft auf die eigenen Füsse (siehe Energiegesetznovelle, Transformation LW, Migrationsproblematik, das Verschlingen persönlicher Altersabsicherungen unserer Otto Normalbürger etc.pp.).

      Man kann nicht sämtliche derart brandgefährlich verminten gesellschaftlichen Problemfelder im Bedarfsfalle einfach mal soeben sozialisieren wollen. Am Ende des Tages droht uns irgendwann einmal der Bürgerkrieg innerhalb unserer freiheitlichen Demokratie, ein infolge narzisstisch gelebter Ignoranz geradezu heraufbeschworener Aufstand persönlich nachweislich massiv Geschädigter…

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  34. Ertl Elisabeth sagt

    Es ist doch ganz einfach: Özdemir stellt die vertraglich vereinbarten 11 Milliarden nicht zur Verfügung, also müsst ihr auch nicht umbauen. Jene Bauernvertreter, die in der ZKL unterschrieben haben, die müssen das jetzt auf ihre Kappe nehmen.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Jetzt beeindruckst Du mich Elisabeth! Moralisch bin ich voll und ganz bei Dir!!!! Aber juristisch juckt das keine alte Sa..

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Aufgeben ist doch Zustimmung zu dieser Politik! Die ganzen Grünkreuzler sollen jetzt nicht mitmachen, da schau ich mir doch an, ob die alle behördlich geschlossen werden.
        Aber in der Öffentlichkeit muss man halt schon betonen, dass man das Geld auch unbedingt will, um umbauen zu können.

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        • Brötchen sagt

          Frau Ertl, der Staat schenkt doch keinem was.

          Eine supi trupi Haltung mit 100 km Freilauf und meterhohem Einstreu und prof. Tierstreichlern ist rein von der Bewirtschaftung zur Zeit unbezahlbar!

          Vor zwei Jahren hätte ich auch noch gedacht, da geht was!

          Ich wäre da als “Investor” extrem vorsichtig.
          Zur Zeit weiß niemand, wie der Zug hin fährt, auch kein noch so weit sichtiger Berater.

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  35. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Im heutigen Morgenmagazin den Bericht von der Anuga Köln verinnerlicht:

    Lecker – lecker – superlecker!!! – Sinnebetörender Gaumenschmaus-Augensex in seinem schillernsten Purismus…

    Fleisch- und Fischersatz aus Sojaprodukten u.a. werden dort in den höchsten Tönen gelobpreist, in den leuchtensten Farben illustriert: DAS(!) scheint unser ALLER genialer, bald alternativloser „Gesundheits-Wollustspeiseplan“ der Zukunft zu sein…!?

    Wann endlich eigentlich patentiert man das Wort „Fleisch“!? – Dem PR-Management der Fleischlosindustrie sind keine Grenzen gesetzt, ihre jeweiligen Produkte in den blumigsten Attitüden dem Kunden sinnbildlich schmackhaft machen zu wollen!? Mangelt es an der notwendigen Kreativität oder ist man einfach nur extrem denkfaul!? Eine Vermarktungsschiene auf der bisherigen Erfolgs-/Überholspur einfach zu kapern ist nur was für Einfältige, möchte man im Ansatz jedenfalls meinen, oder eher für geldgierig Superschlaue. Copyrights für unsere Mutter Natur sind offensichtlich megaout. Ausschließlich uns Bauern versucht man in dieser vorsintflutlich seeuntauglich gefährlichen Brandung alibihaft zu verewigen bis zum Untergang. – Geradezu perfide Ablenkungsmanöver der obzönsten Art, wo man auch die Zweifüsser demgemäß für die eigenen Zwecke zu missbrauchen weiß!!!

    Unsere „rosaroten Putzelchen“ haben offensichtlich schon ausgedient, wie der deutsche Bauernstand selbst bald auch.

    Ja, die nicht nur gefühlte Aggressivität, die man von Seiten unserer Administration ausstrahlt, betrifft aktuell in erster Linie unsere Tierhalter. Damit ist für meine Begriffe in Reihen der gemeinen Bauern der höchstmögliche Leidensdruck noch lange nicht erfüllt. Erwartet bitte aktuell von unserer Gesellschaft kein Mitleid, weit eher das Gegenteil ist der Fall. Vor übervollen Tellern sitzend, ganz ohne Knigge im jeweiligen Hinterstübchen, lästert man über uns Bauern ab, was das Zeug hält, bei vollem Munde, wohin immer auch die Brocken vor dem Schlucken aus den vollgestopften Backen verstreut werden. Einfach nur ekelhaft…!!!

    Habe gestern wieder einmal bei ZEIT online Paroli geboten: Einer hat auf seine kostspielige Ausbildung verwiesen, zählte sich zu den gutsituierten Besserverdienern hier in Deutschland, eingangs mit dem Hinweis, mir zu antworten, sei ohnehin nur Perlen vor die Säue geschmissen. Im eigentlichen wollte ich ihm erwidern, dass man einen expliziten Hinweis auf den eigenen Intellekt nicht ausdrücklich betonen müsse, dieser solle eigentlich für sich stehen können, wie ein Edeldiamant ganz von selbst erstrahlen. Ein sehr stumpfer Glanz, mit dem ich mich da konfrontiert sah. Hab‘s dann aber gelassen, unseren Disput auf die Spitze treiben zu wollen; der Klügere gibt nach 😉 Die erkennbar unfassbare Wut aber, die sich hinter solchen Worten verbirgt, beweist mehr als eindrücklich, dass es schlichtweg an den treffenden Gegenargumenten einfach komplett mangelt. Ein sehr schwacher Trost für die vielfach verzweifelten Bauern…, und unsere 4. Macht im Staate lässt es forthin einfach laufen. Als Bauer auf die gesellschaftliche Abschussliste verfrachtet, lauert ständig die Gefahr, dass man dir sofort den Stecker zieht, mit einem Knöpfchendruck ist alles weg…, dein Gegenüber darf lästern und beleidigen bis zum Anschlag!!!

    Wie, liebe Tina, lieber Willi, sollen wir Bauern da überhaupt punkten können, wenn schon im vorhinein die Schotten einfach dicht gemacht sind. Das hat mit einer gesunden Diskussionskultur wirklich kaum mehr etwas gemein. Und die Politik lässt das einfach laufen, setzt fatalerweise ihre I-Tüpfelchen sogar noch obendrauf – alle demokratischen Parteien mit Verlaub, gleich welchen Couleurs, machen wir uns da jetzt nix vor. Wir Bauern heute sind getrieben Vogelfreie.

    Insofern stehen wir realiter wirklich an einem fatalen Scheideweg, wir Bauern hier in Deutschland: Für nicht wenige wird sich wohl die Klappe öffnen in ein paar Sekunden…!!!

    Wie lautet ein altbekanntes Sprichwort: Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!!! ( Für diejenigen, die sich das tatsächlich leisten können, ganz ohne Strick um den Hals von unserer „3-6-3-Bangsterfraktion“)

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    • Eifelbauer sagt

      Was für’n Zufall : Heute Vormittag Thema bei meinem Radiosender SWR 1 Insekten und ihre
      Verarbeitungsprodukte für die menschliche Ernährung.
      Ein Koch macht die Probe aufs Exempel und backt die Pizza mit Insektenmehl.
      Das hat einen “nussigen,aromatischen” Geschmack. Die einzusetzende Menge sei nur begrenzt durch den
      hohen Proteingehalt (ca. 60%). Und dass man die Menschen, die mit dem Zeugs Probleme haben
      (” ca.10% mögen das gar nicht”) erst langsam daran gewöhnen muss.
      Die Umerziehung ist im vollen Gange !

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    • MaOsKl sagt

      Ich habe seit über 5 Jahren eine Wette in meinen Ethik-Stunden.

      Wer mir ein moralisch plausibles Argument für Tierfleischkonsum exerzieren und gegen Einwände verteidigen kann, erhält 100€.

      Das Geld wurde bisher nicht eingefordert.

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Jetzt fordere ich es ein. Die Argumente finden Sie im weiter oben bereits verlinkten Video.

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        • MaOsKl sagt

          Bitte:

          Eine Quelle ist kein Argument.

          Exerzieren Sie also hier ihr erstes Argument. (These, Begründung, ggf: Beispiel zur Verdeutlichung)

          Ich bin gespannt.

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Sie sind ja einer, der andere Menschen als Arbeiter für sich nützt, um seinen eigenen Selbstzweck ungehindert ausleben zu können. Deshalb schauen Sie in diesen Link selber nicht hinein.
            Ich fasse nur kurz zusammen:
            Dass man keine Lebensmittel für den Menschen an Tiere verfüttern soll, bzw. nichts, was auf Flächen wächst, die auch der menschlichen Ernährung dienen könnten, darin gebe ich Ihnen ja recht. Das ist aber viel weniger als Sie glauben. 75% der auf Agrarflächen wachsenden Biomasse ist für den Menschen nicht essbar. Da geht es nicht nur um Grünland, sondern auch um das Kraut von Gemüsepflanzen, Stroh, Kleie, Pflanzenölpresskuchen, Melasseschnitzel, früher auch Küchenabfälle etc. Das muss bei veganer Ernährung alles kompostiert werden, obwohl es Nutztiere sinnvoll ernähren und damit zusätzliche Kalorien für die Ernährung der Menschheit ergeben kann. Dass dabei auch natürlicher Dünger entsteht, der den klimaschädlichen Kunstdünger ersetzt, kommt noch dazu. Das ist das Eine, die nüchternen Tatsachen.

            Das andere ist das Emotionale: Ihresgleichen redet über Lebensmittel stets als über etwas Schnödes, Geistloses, welches keinen Respekt verdient. Darum halten Sie es nicht aus, dass ein Tier sein Leben gibt, um Lebensmittel für Menschen zu werden. Diese Verachtung können Sie sich nur leisten, weil Sie wohlstandsverwöhnt sind.
            In meiner Kindheit wurde noch vor jeder Mahlzeit gebetet. Man holte sich gewissermaßen erst die göttliche Erlaubnis, essen zu dürfen, weil man vor Lebensmittel einen so großen Respekt hatte. Das galt beileibe nicht nur für Fleisch, sondern genauso für Brot. Die alten Brotmodel hatten sogar noch ein Christussymbol, welches dem Brot aufgeprägt wurde. Nahrung war etwas Verehrungswürdiges, auch wenn es von Pflanzen kam. Das alte Lied vom Schnitter, der die Kornpflanzen heimholt in die Transzendenz, so wie der Große Tod das auch bei den Menschen macht, zeigt, welche Ehrfurcht man vor allen Lebewesen hatte, nicht nur vor den Nutztieren.
            Veganismus ist nichts als Symptom einer modernen Geisteskrankheit.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Elisabeth, hier arbeitet einer mit einem ganz alten Taschenspielertrick…

          Seine Hosentaschen sind leer!!!

          Soll erst einmal Willi als unabhängige Jury den Hunni zur Verfügung stellen, ehe wir uns absolut umsonst bemühen. Am Ende muss es einen Gewinner geben, sonst ist das alles nix weiter als ein “Troll-Fake-Pokerspielchen” – Vergiss das also….!!!

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          • MaOsKl sagt

            wo ist denn nun ihr Argument?
            Aus zeitökonomischen Gründen gebe Ich Ihnen bis morgen (12.10.) Zeit. Ab dann werde ich mich wieder anderem zuwenden.

            Gruß

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  36. Ertl Elisabeth sagt

    Am Sonntag war bei uns Dorffest – in einem ganz gewöhnlichen kleinen Dorf. Es gab ganz gewöhnliches Essen: “Kistenfleisch”, das ist Schweinebraten aus ortsüblicher traditioneller Zubereitung. Die Besucher waren ganz gewöhnliche Landmenschen mit ganz gewöhnlichen Konsumgewohnheiten. Woher kam das Fleisch? Es war den Veranstaltern sehr wichtig zu betonen, dass das Fleisch vom Strohschwein kam, von einem Halter, den alle kennen.
    Man könnte es öffentlich nicht mehr vertreten, Fleisch aus einem gewöhnlichen Massenstall zu servieren, diese Zeiten sind vorbei, noch dazu, wo der einzig verbliebene Erwerbsbauer des Dorfes mit seinem Spaltenboden-Massenstall sich allseits unbeliebt macht mit seiner Wirtschaftsweise. Ein Verpächter erzählt, wie schockiert er war, als er mit der Grabgabel versuchsweise in seinen ehemaligen Acker stieß: steinhart sei dieser Boden geworden von den riesigen schweren Maschinen, mit denen der Kollege auf dem schweren Lehmboden fährt. Die Kritiker dieses Bauern, das sind keine ahnungslosen Stadtmenschen, das sind diejenigen Bauern, die ihm weichen mussten. Sie alle betonen, sie wären immer noch gerne Bauern, wenn man es ihnen seinerzeit in den 1990er Jahren weiterhin wirtschaftlich ermöglicht hätte. Sie hätten jetzt allesamt Strohschweine oder Bioschweine, denn diesen Umbau hatte Landwirtschaftsminister Josef Riegler schon Ende der 1980er Jahre geplant, ehe er vom Neoliberalismus und vom EU – Beitritt hinweggefegt wurde.

    Der Wandel kommt, das steht fest, die Gesellschaft will ihn. Nur haben die Schweinehalter bei uns dafür bis 2040 Zeit. Und der ORF bringt in kurzen Abständen Sendungen, welche das Volk darauf vorbereiten, dass das Fleisch teurer werden wird.

    Die Art und Weise, WIE es bei euch gemacht wird, die ist stümperhaft:
    1) dass man keine langfristigen Konzepte macht, und
    2) dass man vor allem die VERTRAGLICH VEREINBARTEN 11 Milliarden jetzt nicht zur Verfügung stellt.
    Warum reicht die Bauernschaft bei euch da keine Klage ein, das muss doch Aussicht auf Erfolg haben!

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    • Schmeckt gut sagt

      Elisabeth, das ist doch kein Vertrag. Das sind, nach politischer Auslegung, Willensbekundungen. Nicht mehr und nicht weniger. Also das Papier nicht wert, auf das die “Vereinbarungen” geschrieben wurden. Gut, dass die Borchert-Kommission zurückgetreten ist, um deutlich zu machen, dass der politische Wille fehlt. Bitter, dass es keine Lösungsansätze mehr gibt.

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Dann ist halt das Papier, das bei euch hinein geflattert ist, auch nichts wert. Wenn die Bauern zusammen halten, und keiner macht, was er soll, was will Özdemir dann tun?

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        • Ferkelhebamme sagt

          Es ist Gesetz! Erfüllen wir es nicht, wird vom Vetamt ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Fertig.

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      • Bauer Fritz sagt

        Die Medien (speziell in D und A) zeigen und sagen uns, wohin der Weg gehen soll.
        Welt retten, Klima retten, Tierwohl, Pflanzliche Ernährung super …… bla bla bla.

        Derweilen im Rest der Welt:
        https://www.nachrichten.at/wirtschaft/weltweiter-fleischkonsum-doppelt-so-hoch-wie-1990;art15,3887045#kommentarArt__outer

        Wir machen weniger, damit andere mehr machen können.
        Nur so zur Überlegung: Wenn 1 Mrd. Chinesen nur 1 kg (Schweine-)Fleisch mehr zu sich nehmen, werden 1 Mrd. kg Fleisch benötigt (jährlich). Das sind also 1 Mio. Tonnen jährlich mehr Nachfrage und Verbrauch.

        In der EU: Die Schweinefleischerzeugung lag mit 10,3 Mio. t um 971.000 t oder 8,6 % unter dem Vorjahresniveau. Einen so starken Einbruch in der EU-
        27 innerhalb eines Jahres hat es seit Aufzeichnung der Daten bei Eurostat noch nicht gegeben.

        China hat seit 2000 um mehr als 20 kg pro Kopf mehr Fleisch verzehrt, also etwa 1 kg pro Jahr pro Kopf mehr.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Werte Frau Ertl, Ihr Rechtfertigungsgebaren für ein deutschland-/europaweites Bauernvernichtungsbashing schockiert mich bisweilen doch außerordentlich.

      Sehr treffsicher haben Sie allerdings jene Protagonisten enttarnt, die dereinst, wenn auch eher im Nebenerwerb bzw. Kleinstbetriebe ohne Bleibeperspektive, ihre aktive Landwirtschaft an den Nagel gehängt haben und jetzt als emsige Sofamelker sich auch weiterhin an den Einnahmen aus der LW komfortabel zu partizipieren wissen.

      Hier finden wir alle aktuell die gnadenlosesten Pachtzinsoptimierer, sei es aus Frust, selbst niemals erfolgreich genug gewesen zu sein oder einfach nur ganz simpel als Flächenoptimierer, wo man heute, ohne selbst noch einen Finger krümmen zu müssen, das Maximalste auch seinem Eigentum abzupressen weiß.

      Ich meine: Selbst schuld jene Bewirtschafter, die genau DAS(!) mit sich machen lassen…

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Wer ist denn schuld an den niedrigen Preisen? Doch genau jene, die damals gar so stolz darauf waren, als einzig “Erfolgreiche” die anderen aus dem Feld zu schlagen, und denen die Tiere dabei wurscht waren. Die ersten Tierwohldiskussionen gab es bei uns doch schon zu Rieglers Zeiten!
        Und es stimmt einfach nicht, dass Bioschweine kränker sind als konventionelle. Das sind Schutzbehauptungen.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Liebe Elisabeth, ich war da noch nie dabei! – Sorry, …hmmh nein, nicht sorry. 😉

          Mir ging Ertragssicherheit schon immer vor Ertragsmaximum. Dabei konnte ich eine sehr weitreichende Ökologie soweit es meine eigenbetriebliche Ökonomie zuließ, bislang sehr erfolgreich in Einklang bringen.

          Insofern ließ es mich im wesentlichen recht unberührt, wenn die Kirschen in Nachbars Garten schon immer die viel größeren waren – ich habe das mit einem verstohlenen Lächeln immer unkommentiert hingenommen, schließlich bin ich ja nicht von Blindheit geschlagen durch unsere Flure gefahren…

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  37. firedragon sagt

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Tiere-Tierische-Erzeugung/schweine.html

    Ein paar Zahlen für den Laien, damit er eine Vorstellung dafür bekommt, was bereits weg ist.

    Anmerkung: Er verschwindet da nicht einfach nur ein Betrieb oder ein Betriebszweig.
    Es verschwindet nicht nur die Wirtschaftskraft durch den Wegfall der Betriebe oder Teilbetriebe, es verschwindet eine nicht unerhebliche Wirtschaftskraft im vor- und nachgelagerten Bereich.

    Zur Verdeutlichung – Landwirtschaft gehört zum Mittelstand. Der Mittelstand lebt von- und miteinander. Wenn aus diesem Gefüge was wegbricht, brechen weitere Bereiche ebenfalls ein.

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  38. Smarti sagt

    Bei keiner anderen Situation muss man sich schon drei Jahre vorher definitiv entscheiden, wie man weiter machen will. Drei Jahre sind eine lange Zeit in der betrieblich, wirtschaftlich und familiär noch viel passieren kann.
    Dieses Konzept zur Umsetzung wird auch nicht in drei Tagen erstellt sein, sondern super kompliziert und teuer – wenn man denn überhaupt noch jemanden findet, der helfen kann. Wer sonst muss drei Jahre vorher schon verbindlich entscheiden und dies auch noch auf seine Kosten Punkt für Punkt aufdröseln – um es den Kontrollstellen und Abschaffern so einfach wie nur möglich zu machen ?
    Selbst wenn dann das Konzept steht, die Zinsen nicht mehr steigen, ist es dann sicher, dass der Ferkelzüchter 10 Jahre Ruhe hat vor der nächsten Tierschutzverschärfung ?
    So müssen Kriege entstehen, man macht es einem Teil der Bevölkerung oder einem Land mit immer mehr Fesseln so schwer, bis es irgendwann zusammenbricht oder eben explodiert. Dann ist da “plötzlich” ein Krieg…
    Wenn ich Schweine hätte ( was ich gottseidank nicht habe – ich liebe Schweine, aber nicht diese Probleme, die sie mit sich bringen ). Aber wenn ich Schweine hätte, dann würde ich versuchen, diese zu halten, “koste es, was es wolle” – denn eine Aufgabe würde bedeuten, dass nie mehr ein neuer Stall gebaute werden könnte – dafür sind Tierschützer mit “Nachbarn” einfach zu gut organisiert. Eine neue Baubewilligung ist wohl fast ausgeschlossen.
    Neue Frage: wer bezahlt eigentlich alle Kosten dieser Konzepterstellungen, wenn danach die Baubewilligungen trotzdem nicht durch kommen ? OK. doofe Frage.

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    • Arnold Krämer sagt

      Viele werden ein wie auch immer formuliertes Konzept vorlegen und dann vermutlich doch nicht bauen.

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      • Smarti sagt

        Was wohl mit diesen Konzepten geschehen wird ?
        Erstmalig hat man dann jedenfalls schwarz auf weiss, wer seinen Betrieb definitiv schliesst.
        Und danach kann Özdemir mit seinen Einflüsterern ja überlegen, wie viele Fesseln er noch wie schnell schmieden muss.

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        • Brötchen sagt

          Smarti was hat ein Schriebs an das Veterinäramt für rechtliche Konsequenz.
          Was interessant wäre zu prüfen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Konzept heißt Konzept….Papier ist geduldig. Dieses Konzept muss ja erstmal nur die Ist-Situation sichern.
            Ob und wie dann etwas umgesetzt werden wird, steht in den politischen Sternen.
            Man muss ja keine Immissionsschutz-, Naturschutz-, Brandschutz-. Bauplanung vorlegen….das wäre dann tatsächlich zu viel des Guten. Es ist auch keine Verpflichtung….außerdem kann das Vetamt daraus keinerlei rechtliche Anforderung ableiten.

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            • Brötchen sagt

              paar Zeichnungen und ein Seite Konzept……eventuell schnittmusterbogen kopieren 😉

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            • Brötchen sagt

              Das Ding können die sich übers Bett hängen und mal gucken, ob die das in drei Jahren wiederfinden, wenn die Chefin dreimal gewexelt hat 😉

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    • Ferkelhebamme sagt

      “Neue Frage: wer bezahlt eigentlich alle Kosten dieser Konzepterstellungen, wenn danach die Baubewilligungen trotzdem nicht durch kommen ?”
      Der Steuerzahler! Denn EINE (keine weitere) Beratung konnte man durch die von Klöckner bereitgestellten Fördergelder beantragen, worauf die Berater proaktiv hingewiesen haben. Sie haben Konzepte erstellt:
      1. Anbau: wegen den gegebenen örtlichen Möglichkeiten oft nicht möglich, oder wenn, dann nicht genehmigungsfähig
      2. Neubau: nicht genehmigungsfähig
      3. Umbau im Bestand, bei deutlicher Reduktion des Tierbestandes: möglich, aber nicht wirtschaftlich
      Die Berater fahren dann schulterzuckend, haben ihr Geld aber in der Tasche.
      Die Sauenhalter warteten auf die von Özdemir groß angekündigten Erleichterungen im Baurecht und Immissionsschutz: vergeblich. Blablabla.
      Der Sauenhalter kann nun noch, wenn er noch die Nerven hat, ein Konzept einreichen (das nicht genehmigungsfähig ist) und kann/muss die Aufgabe der Sauenhaltung dann nicht sofort verbindlich erklären, sondern hat noch bis 2026 Zeit. Da dann noch der Umbau des Abferkelstalls unter den gleichen Bedingungen ansteht, dürfe die Entscheidung nicht schwer fallen.
      Traurigerweise ist keiner Partei (außer der AFD, s. kleine Anfrage) aufgefallen, dass die Fördermittel zum Umbau der Sauenhaltung für konkrete Umbauten nicht abgerufen wurden. Da müssten alle Alarmglocken schrillen. Niemanden interessiert’s. Wir sind abgeschrieben.

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      • Brötchen sagt

        Du gib da irgendein Zettel ab, mach dich da nicht so heiß,
        Bissl Selbstbewusstssein ist gefragt. So schnell machen die keinen Betrieb zu, schon gar nicht wenn der Zettel nicht vorliegt.
        Hängste an, Detailkonzept ist in Arbeit.

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        • Ferkelhebamme sagt

          Wir haben ein detailliertes Konzept für die gesamte Haltung. Seit einem Jahr arbeiten wir mit den Behörden, ( inkl LANUV (!)) daran, das genehmigungsfähig zu bekommen.
          Inkl. Gutachterkosten in bald wieder 5stelliger Höhe. es scheitert noch an EINER Dame in EINER Behörde, die auf die Gutachterzeichnung guckt, feststellt, dass an einer Stelle die Grenzwerte für Stickstoff überschritten sind (dort befinden sich keine stickstoffempfindlichen Pflanzen, in anderen Landkreisen sind dann Kompensationsmöglichkeiten möglich, bei ihr nicht) und blockiert alles.
          Das ist ihr Job. Basta

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          • Ferkelhebamme sagt

            Funfact: ein Gewerbegebiet in 500 m Entfernung von uns wurde innerhalb eines halben Jahres durchgewunken…

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          • Brötchen sagt

            Du dann gib doch das ab.
            Verstehe Deinen Frust und es ist mittelfristig unbefriedigend.
            Ansonsten komm nach BB wir haben Platz und suchen Leute, die was bewegen wollen. AFD haben wir auch 😉

            Zur Zeit wird ja gemunkelt das eventuell die FDP die Reisleine ziehen könnte. Wollen wir mal sehen.

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            • Ferkelhebamme sagt

              Nachdem die CDU nach dieser Aktion für uns nicht mehr wählbar war, haben wir Hoffnung auf die FDP gesetzt. Bis jetzt vergeblich, ganz im Gegenteil, die Gelder für den ländlichen Raum werden drastisch gekürzt. Ich kann verstehen, wenn man jetzt zur AFD schielt, wir aber nicht.

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            • Ferkelhebamme sagt

              Wir haben inzwischen viele liebe Bekannte in BB, ein Welpe von uns wohnt schon da. Wer weiß 😊

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  39. sonnenblume sagt

    Was ist mit dem Normenkontrollantrag vor dem Bundesverfassungsgericht?
    Berlin hat sich in 2021 damit zu Wort gemeldet. Gibt es hier schon eine Entscheidung (mir bis jetzt nicht bekannt) und könnte das Urteil die jetzigen Vorgaben nochmals wieder verwerfen? Dann wären sämtliche Bemühungen doch wieder umsonst gewesen.

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    • Arnold Krämer sagt

      Nein, bisher noch keine Entscheidung. Soll bis Ende des Jahres kommen!?

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  40. Arnold Krämer sagt

    Die aktuellen Entwicklungen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung Deutschlands laufen unter dem Radarschirm der Öffentlichkeit ab. Während die allgemeine Deindustrialisierung des Landes thematisiert und diskutiert wird, herrscht mediales (dröhnendes) Schweigen im Walde bezüglich der Konsequenzen für die ländlichen Räume aus dem erwartbaren Niedergang der Schweinehaltung. Presseleute z. B. der NOZ, die in der Vergangenheit fast wöchentlich gegen die Landwirtschaft agitiert haben, sind offensichtlich „abgetaucht“.

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  41. Reinhard Seevers sagt

    Nicht zu vergessen, dass für den Abferkelbereich ja auch noch eine Umrüstungspflicht besteht, hier ist lediglich eine längere Karenzzeit vorgesehen. Also eigentlich muss jeder Sauenhalter für den Gesamtbestand eine Umbauplanung vorlegen können.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      @Reinhard – Du hast es richtig erfasst. Wer möchte über das erste Stöckchen (5 qm im Deckbereich) springen, wenn er in ein paar Jahren über ein noch höheres Stöckchen im Abferkelbereich springen muß.
      Gebt uns eine ordentliche Ausstiegsprämie und wir lassen das alles. So wie es derzeit läuft ist es eine Enteignung ohne Wertausgleich. Mein Sohn hat vor 4 Jahren nach geltender Gesetzgebung (und sogar noch darüber hinaus) gebaut und steht jetzt mit einer Fehlinvestition da. Laßt ihn mit einer Prämie da raus!!!!

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  42. Jo,

    Von der Glöckner hätte ich das aber nicht gedacht.

    Wir haben doch so wie so zu wenig Sauenhalter hier zu Lande, oder?

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  43. Reinhard Seevers sagt

    …..und wiedereinmal ist es die AFD, die vernünftige Anfragen stellt.

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    • Peter sagt

      Das hatten immerhin in 2-stelliger Prozenthöhe einige erkannt…zu Wenige! Ich hoffe da auf Sachsen im nächsten Jahr.

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    • Jo,

      Von der Glöckner hätte ich das aber nicht gedacht.

      Wir haben doch so wie so zu wenig Sauenhalter hier zu Lande, oder?

    • “Um nicht falsch verstanden zu werden: Das Veterinäramt ist nur ausführendes Organ und “führt nur die geltenden Gesetze und Verordnungen aus”.”
      Ganz ehrlich, diesen Satz kann man sich mittlerweile komplett sparen. Ein großer, immer noch zunehmender Teil der Vet-Amtsbeschäftigten, bis hoch in die Ministerien einschl Landes- und Bundestierschutzbeauftragten, besteht aus Tierschutzaktivistinnen, deren innerste Intention die Abschaffung der Nutztierhaltung ist! Selbst praktzierende Tierärzte kapitulieren mittlerweile genen diesen mächtigen amtlichen Moloch. Politiker haben sich selbst Schach matt gesetzt, weil sie dem “Tierschutz” einen viel zu hohen gesetzlichen Rang eingeräumt haben und dieser ihnen (vorallem aber den Tierhaltern) nun auf die Füße fällt!!

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      • Arnold Krämer sagt

        Genau so ist es! Und Mit immer detaillierten Vorschriften geht es nicht gerechter sondern immer ungerechter in D zu.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich habe immer gesagt, dass der festgeschriebene Tierschutz im GG das AUS für die Nutztierhaltung in diesem Lande werden würde.
        Der Begriff ist nicht fassbar und nicht umsetzbar, wenn sich Politik nicht traut Vereinbarungen zu treffen, die ihnen von Seiten der Tierschützer ständig vorgehalten würden. Die Definition ist fast unmöglich, weil es ins ethisch-moralische abdriftet und sogar Tierrechte ins Feld geführt werden….unmöglich zu heilen, wenn Politik keine Eier hat.
        Wir gehen mittlerweile gemeinsam mit einem Fachanwalt in Gespräche mit dem Vetamt.

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        • Brötchen sagt

          Ich frag mich was hier dann überhaupt noch stattfinden soll.
          Totentanz auf allen Ebenen.

          Aber so gewollt.

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        • Jürgen Donhauser sagt

          Volle Zustimmung Reinhard mit “Ich habe immer gesagt, dass der festgeschriebene Tierschutz im GG das AUS für die Nutztierhaltung in diesem Lande werden würde.
          Der Begriff ist nicht fassbar und nicht umsetzbar,….”

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      • Smarti sagt

        Zustimmung ! Und nicht nur im Veterinäramt… im Bauamt agieren die Naturschützer/ Wasserschützer nicht anders.

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        • Peter sagt

          Draus folgt: mit einer (völlig!) anderen Regierung müssen auch die Beamten und Angestellten sämtlicher Ämter ausgetauscht werden. Leider wurde das mind. schon 2x nicht beachtet.

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          • Reinhard Seevers sagt

            In Niedersachsen hat es Gespräche auf Ebene der Genehmigungsbehörden, Architektenkammer, Ministerium gegeben, die Lösungen für das galoppierende
            Leerlaufen der Sachbearbeiter -Ebene suchen. Ein Lösungsvorschlag der Behörden: Herabsetzen der Qualifikation für die Sachbearbeiter.
            Das wird richtig lustig…..

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            • Brötchen sagt

              Reinhard ich wollt auch schon schreiben, es kann auch noch schlimmer werden ( und wird es auch), das sollte man im Hinterkopf haben,

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              • Reinhard Seevers sagt

                Die Bauämter sind auch nicht das Problem. Es ist das Baunebenrecht, das uns das Leben schwer macht. Die “alten” Kollegen in den Bauämtern sind frustriert, u.a. wegen der Digitalisierung und den unendlichen Verfahrensbeteiligungen. Die meisten stehen unmittelbar vor der Pensionierung. Die Vet-Ämter, die Naturschutzbehörden und z.T. auch die unteren Wasserbehörden sind oftmals mit jungen Kräften aufgefüllt worden, weil deren Stellenwert sich erhöht hat und die politische Rückendeckung für die Stellenbesetzung da war und ist. Deshalb gibt es in meinen Augen ein extremes Missverhältnis von Engagement, Alter, Geschlecht und Ambitionen zur Weltrettung innerhalb der deutschen Verwaltungen.

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                • Brötchen sagt

                  so isses, immer die Alten schön streicheln und füttern ! 😉

                  Ihr werdet sie noch schmerzlich vermissen.

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  44. Frikadellen piet 44 sagt

    moin das ist ja dann mehr als der normale Strukturwandel der in Deutschland stattfinden wird ich bin mal gespannt woher die Mester dann die Ferkel bekommen
    ob die Verantwortlichen dafür einen Plan haben bezweifle ich

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    • Bernd Ritter sagt

      Es ist dringend an der Zeit, die Ausbeutung nicht-menschlicher Säugetiere zu beenden. Ihr müsst begreifen, dass diese Tiere nicht euer Eigentum sind. Genau wie ihr ein Recht auf Selbstbestimmung habt, gilt dies auch für andere fühlende Lebewesen.

      Die Tiere wurden von euch versklavt und erleiden Gewalt. Ihr nehmt ihnen alles, demütigt sie und raubt ihnen ihre Würde sowie ihr Leben. Selbst vor den Jungen und den Kindern der Tiere schreckt ihr nicht zurück. Ich erhebe Anklage wegen Tiermordes und Tierquälerei gegen euch!

      Es ist an der Zeit, aufzuhören, Tiere gewaltsam in Schlachthäuser zu zwingen und sie zu vergasen, zu erschießen oder ihnen die Kehle aufzuschneiden. Eure Hände sind mit Blut befleckt, und dies darf niemals verziehen werden.

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      • Bauer Willi sagt

        “Ich erhebe Anklage wegen Tiermordes und Tierquälerei gegen euch!” Gegen wen? Gegen alle Nutztierhalter? Gegen alle Haustierhalter? Wo erheben Sie Anklage?

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        • MaOsKl sagt

          @Bauer Willi:

          Es gibt weder “Nutz”- noch “Haus”-Tiere.
          Mal wieder in Biologie aufpassen.

          Was es gibt:
          empfindungsfähige Lebewesen, die von Menschen ohne Notwendigkeit misshandelt und getötet werden.

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          • Bauer Willi sagt

            @MaOsKI
            Warum sind es immer Veganer, die mich persönlich belehren wollen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, das ich darauf nicht eingehe.

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            • MaOsKl sagt

              oh, ein ad-hominem “Argument” als Ausflucht.
              Interessant 🙂

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          • Reinhard Seevers sagt

            …und es gibt Mitmenschen, die andere ohne Not mit bullshit volllabern. ….
            dürfen! ☝️

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Sie machen sich wahrscheinlich auch nicht gerne nützlich. Das ist das Problem, welches andere mit Ihnen haben.

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