Bauer Willi
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EU-Kommission: weitere 10 Jahre für Glyphosat

Viele Fachleute hat es doch etwas überrascht, dass die EU-Kommission aktuell vorschlägt, Glyphosat für weitere 10 Jahre zuzulassen. Entscheidend dafür dürfte gewesen sein, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine weitere Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels in der EU als unkritisch bewertet.

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/zulassungsverlaengerung-glyphosat-100.html

In den Medien wird immer wieder erwähnt, “dass Glyphosat im Verdacht steht, krebserregend zu sein”. Dies ist eine Einstufung des IARC, die lediglich das theoretische Risiko eines Stoffes bewertet. So wurde auch das Süßungsmittel Aspartam in diese Klasse eingestuft, obwohl dieser Stoff seit 1980 eingesetzt wird und klinische Hinweise  bisher nicht existieren.

Ein weiteres Argument ist die unumstrittene Tatsache, dass Glyphosat auf alle grüne Pflanzen wirkt und diese abtötet. Genau deshalb ist dieser Wirkstoff in der Landwirtschaft so erfolgreich und begehrt, weil er mechanische Verfahren, die zum gleichen Ergebnis führen (dabei aber in die Bodenstruktur eingreifen) ersetzt.

Das Abtöten von Pflanzen führt immer zu einem Eingriff in die Biodiversität. Es ist im Wesen des Ackerbau verankert, auf einem Feld nur eine einzige Pflanzenart zum Wachsen zu bringen. Unkrautbekämpfung gehört dazu. Sie kann chemisch und/oder mechanisch erfolgen, das Ergebnis ist ein möglichst unkrautfreies Feld.

  • Wie geht es weiter?

Der Kommissionsvorschlag wird den 27 EU-Mitgliedern zur Abstimmung vorgelegt. Dabei ist eine qualifizierte Mehrheit von mindestens 15 der 27 EU-Mitgliedern, die mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung vertreten müssen, erforderlich, um den Vorschlag entweder zu unterstützen oder zu blockieren. Von Martin Häusling (Grüner im EU-Parlament) ist bekannt, dass er für eine Blockade plädiert. Dem dürfte sich der deutsche Landwirtschaftsminister anschließen. Frankreich steht ebenfalls auf der Liste der Ablehner, ebenso Österreich. Wer zu den Befürwortern gehört, konnte ich nicht ermitteln. Eine Entscheidung ist im Oktober zu erwarten. Es bleibt also spannend.

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51 Kommentare

  1. Bauer CHRiSCHeN sagt

    Zitat Hr. Özdemir : “solange nicht ausgeschlossen werden kann, dass Glyphosat der Biodiversität schadet, sollte die Genehmigung in der EU auslaufen”
    Konsequenterweise müsste dann auch das Striegeln, Hacken und Jäten verboten werden. Denn das ist per se eine reduzierung der Biodiversität. auch das Einsähen von Bodenbedeckenden Pflanzen schränkt die Biodiversität ein…

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    • Als landwirtschaftlicher Laie frage ich mich, was wissen UBA, BMEL, NABU etc. darüber, warum Glyphosat die Biodiversität mehr schädigt und das Insektensterben mehr forciert als andere Methoden, den Acker von unerwünschten Pflanzen frei zu halten. Ein unkrautfreier Acker muss doch das Ziel jeder guten landwirtschaftlichen Praxis sein oder irre ich mich da?

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  2. Ludwig sagt

    Die Klimabilanz mit Glyphosat ist besser. als mit Pflug und Dieselverbrauch.Pflügen oder Spritzen. dass ist jetzt die Frage der Entscheidung für die Politik. Wir Bauern wissen es. aber die Politiker ? Bewegung kommt in die Sache doch nur .weil unsere Regierenden vor den nächsten Wahlen zittern.

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  3. Arnold Krämer sagt

    Die Zulassung soll mit Einschränkungen verbunden sein. Dazu wurden folgende Vorschläge vorgelegt:

    “So werden unter anderem Höchstwerte für fünf toxikologisch relevante Verunreinigungen im Glyphosat nach Herstellung vorgeschlagen.
    Zudem müssen die Mitgliedstaaten einen besonderen Fokus auf unerwünschte Wirkungen der Beimischungen des Pflanzenschutzmittels legen.
    Und sie müssen klären, wie hoch die Belastung für Verbraucher durch Glyphosat-Rückstände sein könnte, die auch in Folgekulturen zu finden sein könnten.
    Ein Augenmerk sollte außerdem auf den Schutz von Grundwasserkörpern und von kleinen, pflanzenfressenden Säugetieren gelegt werden.
    Darüber hinaus soll der Schutz von Land- und Wasserpflanzen gewährleistet sein, die durch die sogenannte Sprühdrift bei der Ausbringung von Glyphosat mit diesem in Kontakt kommen könnten.
    Ebenso sollen indirekte Effekte auf die Artenvielfalt durch Wechselwirkungen im Nahrungsnetz berücksichtigt und gegebenenfalls durch lokale Regulationen vermieden werden.
    Die so genannte Sikkation – die Behandlung unmittelbar vor der Ernte für eine schnellere Reife, die in Deutschland bereits nur noch in Ausnahmefällen erlaubt ist – soll gänzlich untersagt werden und ein mindestens fünf bis zehn Meter breiter nicht besprühter Pufferstreifen am Feldrand gelassen werden.”

    Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/gegenwind-fuer-glyphosat-plaene-der-eu-19190170.html (hinter Bezahlschranke)

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  4. ReinerStoff sagt

    Welche “Fachleute” waren bzw. sind denn überrascht aufgrund der vorgeschlagenen Verlängerung nach dem Freispruch durch die EFSA, außer grünen Ideologen?!

    Alles außer einer Verlängerung wäre eine Farce und krachende Niederlage der faktenbasierten Wissenschaft gegen angstmachende grüne Ideologie! Aber wäre ja leider nicht das erste Mal… man kann als dt. Landwirt eig. nur noch auf die osteuropäischen Länder hoffen.

    Da sich verflixt nochmal einfach kein krebserregend feststellen lässt, muss jetzt der “Verlust von Biodiversität” herhalten, bei einem HERBIZID wohlgemerkt… welch ein Irrsinn!

    Zitat Hr. Özdemir : “solange nicht ausgeschlossen werden kann, dass Glyphosat der Biodiversität schadet, sollte die Genehmigung in der EU auslaufen”

    …oder warum verbieten wir nicht alle Herbizide mit diesem Schwachsinnsargument, aber das ist ja in Planung!

    Bsp. Grünlanderneuerung: Mit Glyphosat, Grasnarbe abspritzen, Einsaat durch Einschlitzen fertig!
    Ohne Glyphosat: pflügen, (walzen), kreiselegge, Saatbeetkombi mit Kreiselegge, walzen

    Bei beiden Verfahren das gleiche Ergebnis: der totale gewollte Biodiversitätsverlust! Bei letzterem nur mit deutlich höherem Aufwand und Kosten, aber scheinbar zu kompliziert für ein grünes Ideologenhirn.

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    • sonnenblume sagt

      Und jede Menge freigesteztes Nitrat bei der Variante mit dem Pflug. So jedenfalls ein Ergebnis aus unserer Wasserkooperation. Hier wird niemals wieder Grünland gepflügt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Glyphosat bleibt das Synonym für “einfache Antworten” = rechte Denkweise. Komplexe Problemlagen mit einem so simplen Produkt zu erschlagen MUSS bei bestimmten Menschen den Eindruck erzeugen, dass da vieles nicht mit rechten Dingen (hier ist rechts anders konnotiert) zugehen kann. Wer mit einem einzigen Teufelszeug so viele gute Dinge erreichen kann, der muss sich dem Teufel verschrieben haben, mindestens der Agrochemieabhängigkeit! Diese Diskussion wird nie enden…..Sie ist die einzige gemeinsam Kampflinie aller ökobasierten Gegnerschaften.

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      • Was hat Glyphosat mit rechter Denkweise zu tun?

        Was ist denn das für eine Denkweise, dieses zu behaupten?

  5. Bauer Fritz sagt

    Wie wäre es mit dieser Schlagzeile:
    “Beweis erbracht: Ideologisch totgesagtes Pferd war laut Wissenschaft nie tot.”

    Damit sich das “Damenkränzchen” Karliczek, Schulze, Klöckner an ihre Aussagen erinnert: (https://www.agrarheute.com/politik/kabinett-beschliesst-umstrittenes-agrarumweltpaket-557840) “Geplant ist, die Anwendung glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel zum 31. Dezember 2023 zu verbieten. Dann endet allerdings ohnehin die EU-Wirkstoffzulassung für Glyphosat – mit wenig Aussicht auf eine erneute Verlängerung. Klöckner meinte: “Politisch gesehen ist das ein totes Pferd.”

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  6. Smarti sagt

    Nur mal weiter gedacht… was passiert, wenn jemandem plötzlich auffällt, dass diverse Medikamente ebenfalls der Biodiversität schaden ? Die Pille zum Beispiel soll bei Fischen zu Zwitterbildungen führen. Auch Antibiotika und natürlich die ganzen Krebsmedis sind nicht ohne. Werden die auch plötzlich verboten, wenn es einigen Schützern auffällt, dass diese der Allgemeinheit schaden ?
    Manchmal denke ich, die üben nur mal eben zum Aufwärmen an den Landwirten. Wenn die dann wissen, wie es geht, eine Herde Menschen zu führen… da ist Glysophat nur noch ein Problemchen dagegen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Smarti, das hast du noch nicht verstanden…..zu Antibiotika gibt es keine Alternative, jedenfalls noch nicht. Zum Giftspritzen gibt es die Alternative BIO…deshalb werden Medikamente nicht den Status von konv. Spritzmitteln bekommen. 😎

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      • In der “Medizin” gibt es aber Schüssler Salze und Globuli. Und natürlich die Selbstheilungskräfte, so unähnlich ist das nicht. Viele sehen das als Alternative an. Meine Frau ist Ärztin im Krankenkaus, es ist erschreckend, wie oft die mittlerweile Kinder mit Wundstarrkrampf in der Notaufnahme haben, weil die Eltern irgendwo im Internet gelesen haben, dass die Tetanusimpfung böse sei.

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  7. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Hab unterstützend gestern auch direkt meine Rapsflächen abgespritzt!

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  8. evo.... sagt

    Der Özdemir muss seine Klientel bedienen. Er würde sich ja lächerlich machen, wenn er nach all den Jahren Verweigerung plötzlich positiv gegenüber Glyphosat wäre. Bio ist ja auch in der Krise und dann kann er doch nicht noch Glyphosat schönreden.

    Das ist wie bei der Abschaltung der Atomkraftwerke.

    Ich halte eh Programme, wie Blühwiese, Schnittzeitpunkte, Altgrasstreifen….., für wirksamer.

    Wenn Glyphosat zugelassen bleibt, werde ich ein paar Ecken in das Programm mit den 5 Jahren “unberührt” rein nehmen.

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  9. die letzte Entscheidung zu Glyphosate in 2017 traf Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) in einem Alleingang gegen den Willen des damaligen Koalitionspartners SPD aber in Linie mit den europäischen Behörden deren Wissenschaftler Glyphosat bewertet hatten.
    Schon damals viel Getöse durch Grüne insbesondere “Brunnenvergifter Experte Häusling” und SPD (federführend Umwelministerin Schulze) unterstüzt durch ihre alternativen”grünen bzw roten Wissenschaftler” die zu anderen Erkenntnissen kamen.

    https://www.tagesschau.de/inland/glyphosat-zulassung-schmidt-101.html

    Der Koalitionsverrag der Ampel steht unter dem Motto “Mehr Fortschritt wagen Bündnis für Freiheit, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit” aber unter Punkt 1479 ist der simple Satz “Wir nehmen Glyphosat bis Ende 2023 vom Markt.” zu finden.

    Unter Freiheit und Gerechtigkeit verstehe ich man folgt den Bewertungen der Behörde ohne Vorverurteilung. Hier zeigt sich das Gesicht und Verständnis unserer “selbsternannten Demokraten”
    Man wird sehen wie die Ampel versucht das europäische Recht zu brechen.

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  10. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Wir haben hier in Deutschland einen grandios machtversessenen Widersacher in der Thematik „Glyphosat“, der mit seinen stetigen Schnäbelhieben seine Bauern malträtiert u. drangsaliert, was das Zeug hält.

    Eben genau dieser wird sich auch demgemäß in der EU-Kommission extrem uneinsichtig positionieren, dass die Zulassungsverlängerung erst gar nicht durchgewunken wird; wenn doch, wird sich Özdemir mit seinen krass grünen ThinkTanks im BMEL sicherlich über die Hintertür für ein generelles Anwenderverbot hierzulande stark machen. Ob das gelingt!? – Nun, unsere 4. Macht im Staate wird sich hier als „Helfershelferlein“ ohne große Recherche im Vorfeld sicherlich instrumentalisieren lassen. – Bestens geübte Praxis aktuell jedenfalls.

    Es sei an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, dass gegenwärtig die Nahrungsmittel MIT(!) Glyphosat spottbillig sind im Verhältnis, billig genug direkt für die Tonne.

    Das wird sich zum einen ändern, wenn nach einem kompletten Wegfall dieses Herbizids sich die Produktionen auf unseren Äckern enorm verteuern, ganz abgesehen von dem Umstand, dass damit einhergehend die CO2-Belastung auch ansteigen wird bei steigenden Überfahrten -fünf bis acht Arbeitsstunden/Hektar mehr- mit den Boliden auf der Fläche. Das bei nur 10 Mio. Hektar Ackerflächen mehr nur in Deutschland, EU-weit wieviel. Man konterkariert damit die eigenen hehren Klimaziele in ganz erheblichem Maße. Es darf/kann sich jeder nun sein eigenes Bild machen über die Glaubwürdigkeit, eine „Überzeugungswucht“ krass grüner Politik.

    Wer ein ganzes Arbeitsleben lang bis zum seinem letzten Abstieg in zwei Meter Tiefe komfortabel staatlich alimentiert wird, spart sich die anstrengende Hirnleistung, hier nachvollziehbare Rechengänge an den Tag legen zu wollen. Verlernt man damit nicht flugs eben genau diese unverzichtbaren Fähigkeiten!?

    Die EU-Kommission strebt derzeit in einer offensichtlichen Altersdiskriminierung ferner grundsätzlich die Verbannung der Alten vom Lenkrad an. Mit einer solchen Verdrängung leistet man natürlich Vorschub für ein autonomes Fahren, und verpasst sich damit den Schuss ins eigene Knie.

    Analog hierzu muss sofort eine entsprechende Alterseinschränkung für geistig nicht selten mehr voll leistungsfähige Politiker endlich eingefordert, die Anzahl dieser hoch effizienten Selbstbedienungskaste zu Lasten des gemeinen Volkes EU-weit auf ein Mindestmaß heruntergefahren werden. Damit reduzierte sich das jeweilige Einzelzeitkonto spürbar, um sich auf der Ebene von wenig Sinnhaftem hobbymäßig zu verlustieren, man konzentrierte sich hernach vielleicht in erster Linie sinnigerweise auf das Wesentliche!?

    Eine grüne Machtpolitik ist dato geradezu versessen darauf, jeden einzelnen Bürger über die Hintertür mittels Förderrichtlinien, irregeleiteten Zuschüssen und sonstigen verfehlten Verordnungen und Restriktionen geradezu diktatorisch von unsichtbar dritter Hand zu steuern. Man beherrscht diese Klaviatur in einer derart perfiden Art und Weise, dass man das als überzeugter Demokrat kaum mehr glauben mag.

    Unter dem Deckmantel von TA-Luft ist aktuell ein 81jähriger Wüter Friederich auf Achse, um nicht weniger als den Tod unserer Biogasanlagen in Deutschland besiegeln zu wollen. Abenteuerliche Argumentationen werden unters Volk gestreut in diesem Sinne, die vollkommen der Fachlichkeit entbehren. Ideologie soll/muss punkten!?

    Ferner der Tod von unserem Holz in unseren Verbrennungsanlagen. – Über die Hintertür stiehlt man sich unbelehrbar erneut an diese Thematik ran, verstösst vorsätzlich gegen jedwede grundsätzlichen Richtlinien. Nur „grüne Berechnungen, ob falsch oder richtig“ haben bei „Alice” (in persona Robert + Cem) im Wunderland überhaupt noch Bestand. Das ist für viele Bundesbürger am Ende des Tages einfach nicht mehr leistbar.

    Man lasse sich auf der Zunge zergehen: 10% der Waldflächen befinden sich in Staatseigentum; diese Wertschöpfung soll nach Gusto der Grünen eingestellt werden. Ersatzweise erhöhen wir die Maut + CO2-Abgabe für den Transportverkehr… AUTSCH!!!
    ….

    Herr Krämer, das sind die zusätzlichen Baustellen, die ich hier jetzt auch gelistet habe. – Sie werden uns allerdings sämtlichst äußerst schmerzhaft tangieren, neben einer verbindlichen Teuerungsrate, wenn Glyphosat in unserer Produktion wegfällt…

    Ausgaben hier und dort, mehr und mehr – wer soll das alles leisten können!?

    Die Tage im Einzelmonat bleiben – das verfügbare Haushaltseinkommen unserer Privathaushalte schrumpft dadurch erneut um noch einige Tage, es bleibt immer mehr Restmonat ohne Geld. – Vielleicht sollten wir Bauern uns mit der Geldvermehrung auf dem Acker befassen…!? 😉

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Es sei an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, dass gegenwärtig die Nahrungsmittel MIT(!) Glyphosat spottbillig sind im Verhältnis, billig genug direkt für die Tonne.”

      Und ohne Glyphosat werden sie teurer? Seit wann glaubt UWW daran, dass die notwendigen Erzeugungskosten an den Erzeuger gezahlt werden?

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Lieber schlauer Reinhard, glauben wir alle an den Weihnachtsmann!? 😉

        Ohne Glyphosat wird nicht nur die Produktion auf unseren Höfen sehr viel teurer, es wird auch weit weniger geerntet, wenn wir unsere Beikräuter nicht mehr in den Griff bekommen.

        Warum ist BIO teurer…!?

        Die konventionellen Betriebe produzieren dann plötzlich sehr schnell „gesetzlich verordnet“ auch weit weniger.

        Angebot und Nachfrage regeln den Preis! – Ja Reinhard, gegenwärtig greift eben dieses Marktgesetz (noch) nicht für die Bauern – ANDERE(!) schreiben FÜR UNS(!?) die Rechnung. Ein heimtückisch böser Witz, der von Arglist geradezu beseelt ist. Das gibt es in keinem(!) anderen Wirtschaftsbereich. Für die Bauern ist die Marktwirtschaft damit bis heute de facto außer Kraft gesetzt!!!

        Vielleicht ändern sich ohne Glyphosat eben diese enorm problembehafteten Vorzeichen endlich!?

        Mit Glyphosat haben wir aktuell weltweit um die 800 Mio. Menschen -Tendenz steigend- die morgens hungrig aufstehen und so auch wieder zu Bett gehen. Ganz sicher wird die Zahl der Hungrigen OHNE Glyphosat nochmals ansteigen. Diese Hungrigen kommen dann zu uns, noch viele mehr werden die Situation in Lampedusa eskalieren, wir werden ungeahnt viele weitere Flüchtende, die im Mittelmeer zu Tode kommen, beklagen müssen. Im Brennglas ist dies heute schon erkennbar, welche hausgemachte Katastrophe damit direkt auf uns zusteuern wird.

        Unfassbar daher, dass unsere grünen „Diktatörchen“ extrem demokratiefeindlich als bäuerliche Totengräber die Grundpfeiler unserer demokratischen Werteordnung innerhalb Deutschlands/Europas Grenzen derart narzisstisch entrückt zur Disposition stellen dürfen. Ein solcher unverkennbar fehlgeleiteter Machtwille, der eine berechtigt einzufordernde Mitmenschlichkeit nachweislich düpiert, hat innerhalb kürzester zeitlicher Verläufe ein Vernunftdenken komplett unterdrückt. Deutschland wird nahezu ausschließlich beherrscht von dieser Ideologieversessenheit, wo Pädagogen und Kinderbuchautoren sich von den dienstbeflissenen NGO-Einflüsterern wie in Trance fremdsteuern lassen; …und das gesamte gemeine Volk absolut wehrlos gleich mit.

        Übrigens: In absehbarer Zukunft steigt der Meeresspiel um einen Meter an infolge der voranschreitenden Gletscherschmelze. Ein allgewaltiges Problem auf Sicht, das man allenfalls randständig geflissentlich zur Kenntnis nimmt. Wir werden sodann am Tage X auch noch zeitaufwendig damit befasst sein, die Fehler der Vergangenheit bereinigen zu müssen, ohne den Fokus zielgerichtet neuen Problemstellungen widmen zu können.

        Ach, hätten 2 Jahre doch nicht soviel Tage, wo man jeden Tag neues Unglück über das Wahlvolk hereinbrechen lassen kann…

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      “Vielleicht sollten wir Bauern uns mit der Geldvermehrung auf dem Acker befassen…!? 😉”

      Versuche ich doch die ganze Zeit! Allerdings muss ich vermehrt auf das Trading an der Börse zurückgreifen,um mir das zu sichern,was mir fehlt.
      Haut nicht immer so hin,empfehle ich ausdrücklich nicht nachzumachen!

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Du lieferst die Antwort auf meine Frage selbst:

        -Lassen Dich Deine Broker auf ihren Plattformen der Nullen und Einsen erfolgreich sein!?
        -Gerechtes Teilen der Profite für dein eingesetztes Kapital!?
        -Was folgt nach der “Anfütterungsphase”!?
        -Kannst du kontrollieren, ob nach gutem Recht alles ordnungsgemäß abgewickelt u. Du nicht vorsätzlich über den Tisch gezogen wirst!?
        -Querverweis: Ziel und Zweck der Cum-Ex-Geschäfte – Dividendenstripping, wo man in der strafrechtlichen Verfolgung nur seeehr langsam vorankommt. – WARUM!?
        -Cum-Cum hat unsere Justiz wohl noch gar nicht aktiv auf dem Schirm!? Die Aufklärung stockt… WARUM!?

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  11. Schmeckt gut sagt

    „Solange nicht ausgeschlossen werden kann, dass Glyphosat der Biodiversität schadet, sollte die Genehmigung in der EU auslaufen“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne). Ich bin nur noch sprachlos. Nur noch populistisches Wahlkampfgetöse von unserem NICHT-Landwirtschaftsminister. Glyphosat soll bei der Anwendung die Biodiversität (Zielpflanzen) schädigen. Das ist der Sinn der Anwendung. Mit ähnlicher Wirkung wie ein Pflugeinsatz (die plötzlich alternativlose Alternative). Wird der Pflug jetzt auch verboten?

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    • Smarti sagt

      Nur Landwirte verstehen den (Un-) Sinn dieses Satzes:
      Zitat Hr. Özdemir : “solange nicht ausgeschlossen werden kann, dass Glyphosat der Biodiversität schadet, sollte die Genehmigung in der EU auslaufen”. Auslaufen tönt einfach harmloser als ohne Abschätzung der Folgen abschaffen.
      Die allermeisten Bürger lesen: schadet der Biodiversität und das reicht, um Glyphosat zu verbieten. Es sind sich also die Meisten einig mit Herrn Özdemir. Wenn er keine Folgen abschätzen kann, wie sollen es dann alle die tun, die seit Jahren von den Medien und den NGOs mit ihren Politikern “auf den richtigen Pfad” geführt wurden ? Auslaufen tut die Landwirtschaft dann von alleine.
      Warum sagt Herr Özdemir nicht einfach die Wahrheit ? Z.B. ich habe mir zum Ziel gesetzt, ein Denkmal zu schaffen. Innert meiner Amtszeit von 4 Jahren treibe ich ein Drittel der noch verbliebenen Landwirtschaftsbetriebe in den Ruin. Dabei helfen mir meine Partei aber auch Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen, aus allen Berufen ( sogar Landwirte ), Wissenschaftler ( die meine Leute oft bezahlen, aber OK ) und die Medien.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Mein Verständnis wäre, dass man das Autofahren verbieten muss, so lange nicht geklärt ist, ob es nicht der Biodiversität schadet…..sowie viele andere Handlungen unserer Gesellschaft auch.

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        • Genau richitg!
          Oder alle inihrerFreiziet zum Unkrautjäten verpflichten.

          Wo kommen wir den dahin,
          wenn unser Volk aus leuter Leutn besteht, die nicht dazu bereit sind!
          Aber von den Herbiziden auch keine Ahnung haben!

          Ob die überhaupt mit der Demokratie verantwortlich umgehen können?

          Oder nutzen sie die nur um ihr Ego zu unterstreichen?

        • Smarti sagt

          Herr Seevers, und wie sollen die ganzen Kontrolleure ohne Auto auf die Höfe kommen ? Gestern hatten wir Biokontrolle, das Auto war etwa doppelt so gross wie unseres, nur 20 Jahre jünger.. und mit einem E am Schluss in der Nummer. Ein ehemaliger Landwirt was das nicht, denn er wollte die Rinder auf der Weide von der Nähe sehen. Kein Problem, alle in eine Ecke… und der Dödel hüpft behende mitten in die 30-er Herde der Trockensteher und Jungtiere. Die natürlich genau so schnell durch den Zaun, die fremdeln… nach 5 min waren sie wieder eingefangen, kein Problem…. aber der wollte nochmal gucken… 🙂 wir sind dann zu fünft um ihn rumgestanden und haben ihn gehütet. Den ganzen Buchhaltungs – und Zertifizierungskram hat er sehr routiniert, schnell und unkompliziert, ja stoisch abgearbeitet.
          Autos lässt man in Deutschland auslaufen, indem man sie mittels Maut und Steuern immer teurer macht… dies wird man aber in den nächsten zwei Jahren nicht durchbringen – nicht mal ansatzweise. Während viele Betriebe wohl keine zwei Jahre mehr aushalten.

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          • “… und wie sollen die ganzen Kontrolleure ohne Auto auf die Höfe kommen ?”
            auf Seite 328 der 1880 Seiten umfassenden GAP (siehe Beitrag Willi vom 20 Sept 2023) steht die Lösung
            dort ist unter “3.9 Vereinfachung und Verringerung des Verwaltungsaufwands” folgendes zu lesen
            “Mit der Einführung des Flächenmonitoringsystems sowie der Nutzung von Nachweismöglichkeiten für Landwirte über georeferenzierte Fotos und ggf. Apps verbindet sich im Bereich des Integrierten Verwaltungs- und Kontrollsystems sowie teilweise auch im Bereich der Konditionalität eine deutliche Reduzierung der Anzahl der Kontrollbesuche vor Ort. Gleichzeitig erhalten die Landwirte durch das Flächenmonitoringsystem frühzeitig Hinweise auf eventuelle Unstimmigkeiten und haben so die Möglichkeit zur sanktionsfreien Korrektur bei Flächenangaben. Es wird erwartet, dass sich auch dadurch eine Verringerung des Verwaltungsaufwandes bei gleichzeitiger Stärkung des präventiven Charakters ergibt.”
            Für die Kontrollen ist dann kein Auto erforderlich stattdessen “big brother” Methode via Satellit.

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        • Smarti sagt

          Das Auto wird der Biodiversität sehr wohl mehr schaden… da kann man ja die ganzen Strassen und Parkplätze, die Abreibung der Räder, auslaufendes Öl, Abgase und von Anfang an die Herstellung, der Transport und die Lagerung von Diesel und Benzin oder Strom… dies gegengerechnet zu Glyphosat… Kleiner Denkfehler: wenn Autos verboten werden sollen wegen der Biodiversität… was machen wir dann mit den ganzen Traktoren und den Lastwagen ?
          So müsste der Satz dann lauten : Solange nicht erwiesen ist, dass die Industrialisierung nicht der Biodiversität schadet, werde ich – Herr Özdemir, zusammen mit meiner Partei – die Industrie in Deutschland abschaffen.
          Und jetzt stimmt es ja wieder.

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      • Brötchen sagt

        Du Smarti indirekt sagt er das:

        Er sagt: wir brauchen Euch nicht mehr!

        Der WW denkt doch auch, er wird noch gebraucht.

        Nach der Wende war das übrigens so, die Ansage war für 10 Tsdende…..Ihr werdet nicht mehr gebraucht!

        Weiss nicht, welche Strategie daraus abzuleiten ist?!

        Das Glyphosat oder der Ringelschwanz, die Besatzdichte beim Geflügel sind nur Angriffspunkte, um den Stecker zu ziehen.

        So ähnlich wird es beim der Atomkraftnutzung, dem Verbrenner und der Kohle auch gemacht.

        Ich denke, es hilft nur die Frage zu stellen, Du oder ich und auch so zu kämpfen.

        Der Gegner will nur einlullen und verwirren.

        Sind keine schönen Nachrichten, aber es ist leider so.

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        • Brötchen sagt

          Die Botschaft von Frau Merkel war auch nicht “Wir schaffen das” sondern “Ihr schafft das schon”

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        • Smarti sagt

          Brötchen, ja das lese ich auch so raus, dass er die deutsche Landwirtschaft am Liebsten abschaffen möchte. Dann hat er wenigstens dieses Kompliment verdient: Hut ab – ein Mensch, dem die deutsche Landwirtschaft so am A.. vorbei geht – oder die er sogar aktiv abschaffen möchte, erklimmt das höchste Amt von den Landwirten.
          Herr Özdemir wird aber mal weich landen – ob im Mist oder in der Gülle ? Wenn auch nur symbolisch. Kein Landwirt und wenige andere Handwerker werden den jemals wieder wählen.
          Wie Wurzelwicht bin ich mir sicher, dass es für eine sichere und dauerhafte Versorgung mit abwechslungsreicher Nahrung die Landwirtschaft in D braucht. Noch ist eine guter Teil der Lebensmittelregale voll von Made in Deutschland. Von daher sorge ich mich weniger um die Landwirte ( die finden immer was ) sondern um den Ärger, der uns bevorsteht, wenn Nahrunsmittel knapp und/ oder noch viel teurer werden.

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          • und der Ökologie,
            und
            wie sieht dann die Gemarkung aus?

            Weiß Özdemir und Co. überhaupt, was das ist?
            denken sie überhaupt so weit?

            • Brötchen sagt

              Inga Du bist Köstlich!

              Das ist Politik, ein ganz schmutziges Geschäft!

              Was denkst wie hier die Wälder aussehen, alles kreuz der quere…

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          • Brötchen sagt

            Letzteres, ist das Dein Problem!!?
            Will doch die Mehrheit so!

            Glaube, das muss man dem Herren so ins Gesicht sagen.

            Weiß schon, was er antwortet.

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  12. Frikadellen piet 44 sagt

    moin dann hoffe ich ja dass die Entscheidung für Glyphosat getroffen wird und wir nicht zu viel andere Pflanzenschutzmittel im Bestand später ansetzen müssen die garantiert nicht so verträglich sind

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  13. Bauer Fritz sagt

    Soweit ich das richtig verfolgt habe, ist Österreich NICHT auf der Seite der Blockierer. Bisher hat man sich in den Gremien der Stimme enthalten mit der Begründung, man wolle die wissenschaftliche Bewertung erst abwarten und sich dann danach richten.
    Siehe vom Oktober 2022: https://www.wochenblatt-dlv.de/regionen/oesterreich/glyphosat-totschnigs-doppeltes-spiel-570804

    Da diese Bewertung nun vorliegt würde es mich sehr wundern, wenn man sich seitens Österreichs nun gegen diese Verlängerung stellen würde. Und einen entsprechenden Vorgehensauftrag auch seitens der Regierung an die zuständige (grüne) Umweltministerin erteilt.

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  14. Eifelbauer sagt

    Ich gehe jede Wette ein, dass unser Herr Minischter und seine grünen Mitstreiter unabhängig von der
    europäischen Entscheidung für Deutschland eine Regelung finden,die eine Anwendung hierzulande unmöglich macht, denn schliesslich kann nicht sein,was nicht sein darf!

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  15. Arnold Krämer sagt

    Die spannende Frage ist doch, ob bei EU-weiter Zulassung D ein nationales Anwendungsverbot ausprechen darf oder wird. Wenn ja, wäre das ein weiterer Beweis für die ideologielastige Regierungsarbeit der Ampel.

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    • Bauer Willi sagt

      Österreich hat ja einseitig versucht, Glyphosat zu verbieten. Juristisch dürfte es ausgeschlossen sein. Natürlich kann man in D die Auflagen so hoch setzen, dass es einem Verbot nahekommt.

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      • Aber auch die Auflagen müssten wissenschaftlich begründet werden. Glyphosat ist ja von den Eigenschaften her ein recht unproblematischer Wirkstoff, da müsste das Umweltbundesamt schon sehr kreativ werden. Und es gäbe vermutlich genügend rechtliche Angriffsfläche gegen unsinnige Bewertungen. Und beim BfR sehe ich momentan noch genügend Selbstachtung, sich nicht vor den politischen Karren spannen zu lassen. Wird interessant werden, wie sich Özdemir da raus winden wird.

        Wobei es nicht sein muss, dass die EU Zulassung eine Mehrheit bekommt. Immerhin sind D und F als Schwergewichte dagegen. Und UK ist nicht mehr dabei, die waren was da angeht immer sehr pragmatisch.

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