Bauer Willi
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Eldorado für Insekten

Das „Goldene Land“ (= Eldorado) für Insekten ist ein kleiner Fleck von organischem Gärsubstrat auf unserem Acker, das (bisher) nicht eingearbeitet wurde. Auf nur 1 Quadratmeter sitzen bestimmt 100 Fliegen. Klar, dass es genau an dieser Stelle etwas riecht. Heute nachmittag kommt aber die Saatbettbereitung und vermischt alles im Boden.

Dann riecht es an dieser Stelle zwar auch nicht mehr aber auch die Fliegen haben keinen Spaß mehr. Tja, so ist das mit dem Dilemma der Essensmachern. Allen kann man es nicht recht machen. Und die Entomologen werden nichts haben, was sie in der Falle fangen können. Wobei diese dicken Brummer so richtig Gewicht auf die Waage gebracht hätten… 😉

Euer Bauer Willi

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32 Kommentare

  1. Arne Lukas sagt

    Ohne Freilandhaltung und mit Unterpflügen ist keiner Dungfliegen geholfen.
    Das erzeugt bei Dungfliegen und ihren Verwandten nur eine Verwirrung…

    Denn Gülle und Gärsubstrat riecht nur interessant für adulte Fliegen, ist aber keine gute Kinderstube für Ihr Larven. Man muss sich schon mit Insektenverhalten und Lebenszyklen beschäftigen ; )

    Selbst, wenn das Gärsubstrat offen läg, ist das nur eine weitere Eutrophierung der Böden

    https://de.wikipedia.org/wiki/Gelbe_Dungfliege

    Das Eldorado liegt eher beim Weidehalter um die Ecke.

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  2. Altbauer Jochen sagt

    Wo waren denn die Fliegen bevor der „Haufen“ auf dem Acker lag ?
    Und wo sind sie nach dessen Einarbeitung ?
    Womöglich dem Insektensterben zum Opfer gefallen ???
    Schöne Sch……. !

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  3. Friedrich sagt

    Ja Willi , das ist der Rest für die armen Insekten auf dieser Welt. Unsere Rot/Grünen Politiker sind politische Scharlatane in Sachen Ökologie und Ökonomie. Die machen nur Politik für die Stadt zu Lasten des Landes. Insekten lieben Dreck , ekeligen Geruch , Matsch usw.. Das wird aber alles verboten. Alles muß abgedeckt , eingearbeitet oder sofort „Sachgerecht“ entsorgt werden. Das erfreut dann den städtischen Wähler in seiner Traumwelt. Aber die Bauern sind für alles Leid dieser Welt Schuld. Die Bauern sind auch die einzigen , die keinen Ablaß an die „Guten“ zahlen , wie der LEH, Industrie,Politik usw. Da kann man alles den Bauern anlasten. Weniger Insekten gleich weniger Vögel , aber das haben unsere Weltverbesserer noch nicht erkannt.

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    • Obstbäuerin sagt

      Das sehe ich genauso und wahrscheinlich ist unser Schmetterlingsparadies auch so entstanden, weil die Gartenbesitzer aus dem Ort an dem abseits gelegenen Plätzchen ihre Gartenabfälle entsorgt haben. Wasserdost kommt ja eher selten einfach so in der Natur vor.

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    • Brötchen sagt

      Wir halten die Schweine nur, damit wir teures Fliegenmittel kaufen können, habe ich mal zu einem netten Verkäufer am Telefon gesagt. ;). wir sind ständig dabei was gegen die Fliegen zu machen. das hilft vielleicht 4 Wochen……den Fliegen geht jedenfalls das Insektensterben am A….. vorbei. Im Gewächshaus an den Gelbtafeln habe ich auch ne Menge dran kleben. aber rein subjektiv ist es schon weniger geworden, aber nicht im Stall.

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      • Inga sagt

        Ich denke im Kuhstall sind mehr Fliegen als im Schweinestall, deswegen nisten die Schwalben dort gern.

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      • bauerhans sagt

        Brötchen,lass mal spinngewebe im stall!
        in verbindung mit türganglüftung haste keine fliegen und siehst auch immer,ob die lüftung richtig funktioniert.
        fliegenbrut,die sich in leerstandzeiten entwickelt,wird mit der gülle abgelassen.

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  4. Obstbäuerin sagt

    Das Foto habe ich Ende Juli 2017 in unserem Schmetterlingsparadies gemacht. 30 Meter davon entfernt war ein Maisfeld und 200 bis 500 m im Umkreis befinden sich unsere Obstanlagen. Alles konventionell. Der Hype um die Krehfeldstudie hat mich auf die Idee gebracht, Führungen an unserem Verkaufstand in der Stadt anzubieten. Der Erfolg war eher mäßig. Insgesamt habe ich etwa 10 Führungen gemacht. Für dieses Jahr hat sich bereits ein Vertreter des NABU angemeldet.
    Schmetterlingsvielfalt

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  5. Mark sagt

    Was hier gezeigt wird ist ein Verstoß gegen die DÜVO vom 26.05.2017 §5 Abs.3.1. 😉

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