Bauer Willi
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Die Geschichte der Landwirtschaft – Ackerbau

Das ZDF hat eine zweiteilige Dokumenation mit dem Titel “Die Geschichte der Landwirtschaft” gesendet, deren erster Teil sich mit der Tierhaltung beschäftigt. Auch im zweiten Teil “Ackerbau” werden eine konventioneller und ein biologisch wirtschaftender Betrieb miteinander verglichen, wobei sich beide sowohl in der Größe als auch in der Bewirtschaftsform schon sehr extrem unterscheiden. Besser hätte ich es gefunden, wenn man auch einen ähnlich großen Bio-Ackerbaubetrieb als Vergleich herangezogen hätte.

Der konventionelle Landwirt ist Phillip Krainbring der zusammen mit Annika Ahlers die Homepage “Erklärbauer” betreibt.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-geschichte-der-landwirtschaft-vom-acker-auf-den-teller-100.html

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15 Kommentare

  1. Limes sagt

    diese Aussagen von Sentker am Filmstbeginn fand ich bemerkenswert: “die Menschen die vor einem Weizenfeld stehen glauben immer noch das ist der gleiche Weizen wie vor 40 Jahren das stimmt aber überhaupt nicht” und nach dem nächsten Einspieler
    ” was da an Ertragssteigerungen geleistet wurde …. ist eine enorme kulturelle und wissenschaftliche Leistung die überhaupt nicht gesehen wird … alleine durch züchterischen Fortschritt…. Man merkt glaube ich das Bewusstsein für die Geschichte ist nicht da weil immer auf die Ldw draufgehauen wird und weil man nicht sieht welche Fortschritte sie sich wirklich erarbeitet haben” Wie wahr.
    durch Zufall habe ich kürzlich eine Wdh eines Löwenzahn Beitrags aus dem Jahre 1984 gesehen. Peter Lustig zeigt den Kartoffelanbau vor 40 Jahren. Interessant ab Minute 19 die Bilder von Kartoffelkäfern. Seine Lösung zur Bekämpfung: Ablesen der Käfer durch Schulklassen damals und als Projektion auch für die Zukunft. Irgendwie hat es sich in den letzten 40 Jahren dann doch anders entwickelt. Kinder sieht man nur sehr selten auf dem Kartoffelacker und freiwillig werden die sicher nicht spontan bei Kartoffelkäferbefall mit den Lehrern über die Felder laufen.
    Heute träumen wieder einige von diesen Anbauformen, kann man mit der nötigen Gelassenheit verfolgen wied ie Geschichte zeigt. Solche Ideen der Vergangenheit regelt der Markt und die Natur so war es und wird es bleiben.

    https://www.zdf.de/kinder/loewenzahn/classics-peter-lustig-kartoffel-100.html

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  2. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Die GAP ist die grösste Herausforderung für die Landwirtschaft und besonders für uns deutsche Bauern die zusätzliche Belastung durch unsere “Ampelregierung”!

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  3. Reinhard Seevers sagt

    Der Tierbezogene Teil ist das immer gleiche framing.
    “Moderne Landwirtschaft ist profitorientiert” …wird gesagt.
    Dann kommt heiteitei Musik und der Biobauer mit den alten Rassen und dem Altruismus : “Man wird nicht reich dadurch”….Balz produziert mit Hilfe der Solidarischen Landwirtschaft und kann sich auf die Unterstützung der sozialen Gruppe zurückziehen.
    Was, wenn die Solidarität wegbricht, wird er dann profitorientiert werden?
    Qaim faselt im letzten Satz von: Wir müssen als Deutsche einen globalen Beitrag leisten…da ist es wieder das WIR, das er gar nicht miterfüllen kann.
    Die Geschichte hat gezeigt, dass der Bauer IMMER Spielball der jeweiligen Herrschaft war. Heute wird ihm aber eine persönliche Verantwortung und Lösungskompetenz zugeschrieben. Dabei ist die Komplexität so groß, dass nicht einmal Tanja Busse oder Andreas Sentker durchblicken, sie aber genau wissen, was zu tun ist…..Abkotz.

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  4. sonnenblume sagt

    Es wäre für den Zuschauer sehr viel informativer, wenn man gleich große Betriebe, mit gleicher Ausrichtung, Hofladen, Tierhaltung, nur Ackerbau usw. nehmen würde. Dann wäre ein Vergleich, auch was die finanzielle Situation angeht, für den Bürger eher möglich.
    Durch die gezeigte Gegenüberstellung bekommt der Zuschauer keinen realistischen Eindruck der LW in Deutschland. Hier wird wieder die Darstellung, groß – Konvi und klein – Bio , bedient.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Sonnenblume, es soll doch gar nicht verglichen werden. Es soll geframt werden. Der mir neue Begriff “Intensiv-Bio” wird so dargestellt, als wenn mit Kleinstteiligem Gemüseanbau eine Wirkung hinsichtlich einer irgendwie gearteten Versorgung der Bürger verbunden sei. Dabei ist die Botschaft fokussiert auf Nachhaltigkeit, was immer man darunter verstehen möchte.
      Ganz schlimm finde ich den Dauerverweis auf die Bindung zwischen Tier- und Pflanzenproduktion, zu der WIR, wie Sentker betont, wieder zurück müssten. Was für ein Geschwurbel. Am Ende wollen die Framer lediglich in ihre selbstkreirte Biowunderwelt versetzt werden und bedienen sich einer merkwürdigen Mischung aus Lebensreformbewegung und Öko-Sozialismus als Traumziel.

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      • Arnold Krämer sagt

        Medien, Agrarwissenschaften und Politik versuchen fast verzweifelt Bio-Landwirtschaft voranzubringen und quälen sich mühsam mit den störrischen Bauern, die nicht wirklich wollen, vielleicht auch (aus verschiedenen Gründen) nicht können. Diesen Eindruck habe ich heute in Berlin gewonnen. Das Strategische Forum der deutschen Agrarforschungsallianz befasste sich heute (morgen geht es weiter) mit „Agrarforschung im Zusammenspiel von Versuchs- und Praxisbetrieben, Landschaft und Regionen“. Dabei geht es immer wieder um Staatsgeld, mit dem praxisnahe Gruppen-Beratung und damit verbundene Versuche auf den Höfen gefördert werden sollen/müssen. Offensichtlich muss dafür auch das beratungsmethodische Rad wieder neu erfunden werden. Dem Land geht’s immer noch zu gut.

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        • Arnold Krämer sagt

          Heute morgen wurden dann Bio-Modellregionen und deren staatliche Konzeption aus Bayern und Baden-Württemberg vorgestellt. Größer als das Problem,Landwirte zur Umstellung auf Öko zu gewinnen, ist es, Abnehmer für die Verarbeitung der Agrarrohstoffe in den Regionen zu finden und auch eine tragfähige Nachfrage auf der Endverbraucherstufe. Im System Ökoproduktion und nachhaltige (regionale) Ernährung wird zuwenig Geld verdient, um entsprechende unternehmerische Risiken einzugehen. Kein Wunder, wenn selbst in der Konvi-Schiene auch (teilweise) zuwenig Geld da ist (siehe z.B. Milch und Schwein). Deshalb ist und bleibt der Ruf nach Staatsknete für Öko unüberhörbar. Behörden, Wissenschaft, Ministerien und Ökoverbände bewegen sich in einer Blase, die erst dann platzt, wenn wirklich kein Geld mehr da.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Da die Politik keinerlei Ahnung von kapitalistischer Marktwirtschaft hat, kann das Ergebnis auch kein anderes sein. Das gleiche Debakel steht uns bei der sog. Paludi-Kultur bevor. Die Ahnungslosen propagieren eine Moor-Wiedervernässung und verknüpfen es auf allen Kanälen mit der Schaffung neuer nachhaltiger regionaler Produkte, die weder nachgefragt, noch entwickelt sind. Luftschlösser zur Umsetzung sozialistischer Gedankengänge.
            Das ganze Luftschloss kann nur durch die Realität, dem fehlenden Geld, oder der fehlenden Mehrwertschaffung, oder der fehlenden Wirtschftlichkeit scheitern. Anders sind sie nicht zu belehren….es muss weh tun. Das wird es!

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            • Arnold Krämer sagt

              Schlimm nur, dass auch aus dem etablierten Wissenschaftsbetrieb ( hier DAFA, Gf Prof Isermeyer, Thünen-institut, na gut, sind ja Staatorganisation) nicht mal ansatzweise warnende Stimmen kommen. Habe selbst heute kurz mit Isermeyer gesprochen. Mir bleibt nur Kopfschütteln.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Isermeyer ist für mich seit 30 Jahren ein Rätsel. Wenn er so viel Kompetenz gehabt hätte, wei man ihm zugesteht, dann wäre er schon damals in die freie Wirtschaft gewechselt. Er ist ein Mensch, der perfekt ins Räderwerk von Politik, Wissenschaft und Beamtentum passt. Ich glaube er war aus seiner Sicht der “Richtige” zur richtigen Zeit. Auch nach der Aufteilung der FAL hat er seinen Platz behauptet…spätestens da hätte ein ambitionierter Wissenschaftler sich ein neues Betätigungsfeld gesucht, glaube ich.

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            • sonnenblume sagt

              …es muss weh tun! Und!? wem tut es dann weh? Den heut Verantwortlichen sicher nicht. Die haben ihre Schäfchen im Trocknen. Aber alle aus der Branche werden die Suppe auslöffeln müssen. DIe Bevölkerung kann auf entsprechende Importe zurück greifen. Handelsabkommen haben wir dann sicher genug.
              In der Presse werden wir dann lesen, dass die LW eben nicht Zukunftsorientiert eingestellt ist und damit das Desaster ausgelöst hat.

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            • Schmeckt gut sagt

              Reinhard, genau das habe ich auch bei den zur Zeit aufploppenden Berichten gedacht. “Paludi ist toll und “wir” entwickeln Markt und Nachfrage”. Nur wer soll den viel zu teuer produzierten, weil nur mit großem Aufwand in (DIN-)Normen zu pressenden Schmarrn kaufen? Ach ja. Den großen Bedarf an Gartenbausubstraten haben die “Schlauen” als Markt entdeckt. Vergesst es. Ein geringer Anteil (vielleicht 10%) ist möglich, macht aber die zukünftigen Marktchancen nicht wirklich besser. Bei uns laufen Versuche zum Torfersatz. Liefere die Begründung deshalb gleich mit: Diese aufbereiteten Paludikulturstoffe sind sehr leicht und als Zuschlagstoff extrem stickstoffzehrend. Der Wasserhaushalt ist kaum in den Griff zu bekommen, womit sie unberechenbar werden. Bei 10% Anteil wäre der N-Ausgleich etwa mit 200 kg N je ha zu berechnen und dann auch kaum beherrschbar, weil extrem witterungsabhängig (Thema rote Gebiete). Wie soll der Anbau dies händeln? Am besten mit dem Schwachsinn abrechnen und aussteigen. Und mit Paludi garnicht erst anfangen.

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  5. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen das schaue ich mir später mal an die haben wohl noch nie was gehört von teteris paribus gleichen Bedingung für das in der Wissenschaft genannt das ist schon mal sehr schade das Fernsehen mal wieder
    die hätten vielleicht den Professor von Hirschhausen Fragen müssen aber wie gesagt ich schaue mir das mal an

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