Bauer Willi
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Der Minister war da….

Ein Gastbeitrag von Jürgen Donhauser

Sagen wir mal so: in der Vergangenheit waren für mich die Freien Wähler eine politisch nicht genau zu verordnende Kleinstpartei. Sie ist zwar gerade hier in Bayern stärker etabliert und auch in der Regierung, aber so richtig zutrauen wollte ich Ihnen nichts. Sie entstanden ja mehr auf kommunaler Ebene und hatten in weiter Vergangenheit kein einheitliches Parteiprogramm. Wie sollten also die Freien Wähler auf der „großen“ politischen Bühne etwas bewirken? Spätestens seit dem grandiosen Wahlsieg der BBB in den Niederlanden weiß man aber, dass man eine kleine Partei nicht unterschätzen sollte.

Was mir aber schon einmal sehr sympathisch war ist der Umstand, dass der Parteivorsitzende Hubert Aiwanger ein Landwirt ist und damit aus der Praxis kommt. Gerade beim absoluten Schweinepreisdesaster in der Coronapandemie reagierte er als einer der Ersten und erkannte sofort die existenzbedrohende Situation für uns Schweinehalter und forderte von Anfang an die schnelle Zugangsberechtigung zur Corona-Überbrückungshilfe. Während in Berlin dann aber monatelang darüber gestritten wurde, ob die Umsatzeinbrüche nun wirklich coronabedingt seien, oder die ASP einen großen Anteil daran hat, handelte Aiwanger wiederum als Wirtschaftsminister in Bayern sofort. Er ließ die Anträge von der Corona- Überbrückungshilfe in die Härtefallhilfe umswitchen. Diese war zwar von der Gesamtantragssumme gedeckelt, konnte aber zeitnah ausbezahlt werden. Dieses Vorgehen rettete unseren Betrieb.

Mag sein das die Person Aiwanger in den öffentlichen Medien immer als dumpfer Bauer dargestellt wird, aber sein Ausspruch: „Es muss wieder mehr der gesunde Menschenverstand regieren“ war zunehmend auch in seinem politischen Handeln spürbar. Manchmal vielleicht etwas „hemdsärmlig“, aber dafür zielführend und bürgernah. Diese Erfahrungen und Sympathie führten zur Kontaktaufnahme zum Kreisvorsitzenden. Und bevor ich mich versah lud mich dieser zur Klausurtagung ein und bot mir sogleich die Möglichkeit über die Sorgen und Nöte der Landwirte zu referieren. Und weil die anwesenden Parteimitglieder das Thema Landwirtschaft und regionale Lebensmittelversorgung so wichtig empfanden, wollten sie dies breiter in die Öffentlichkeit bringen und luden den Umweltminister ein, damit er mit unserer Familie auf unserem Betrieb über die etwaigen Konflikte zwischen Umwelt und Landwirtschaft sprechen konnte.

Da ich mich aber nicht als „Wahlkampfsmittel“ missbrauchen lassen wollte um nur als Statist einen Vortrag vom Minister anzuhören, kündigte ich bereits bei der Begrüßung an: „Ich will keinen sprechenden Minister hören, sondern einen hörenden Minister sehen“. Überraschender Weise hatte der Umweltminister Glauber kein Problem damit. Im Gegenteil, er hörte sich aufmerksam die Probleme an und hatte überhaupt nicht den Drang sich in Szene zu setzen. Diese Erfahrung war für mich vollkommen neu, denn bisher kannte ich Spitzenpolitiker anders. Besonders aufmerksam war Glauber bei Themenfelder, die er direkt in seinem Ministerium beeinflussen und lösen konnte. Aber auch bei anderen Themen konnte er relativ schnell zuordnen, welchen Ministerkollegen es betraf und versprach bei der nächsten Kabinettssitzung nicht locker zu lassen. Bei seinen Antworten drang deutlich das „hemdsärmlige“ Lösungsvorgehen seines Chefs Aiwanger durch – geht nicht, gibt’s nicht.

Aber auch um grundsätzliche Umwelt-Missverständnisse aufzuklären war er sich nicht zu schade. So inszenierte ich in meinen Vortrag ein Rollenspiel über die angebliche Klimaschädigung durch die Tierhaltung. Dazu hatte ich Tennisbälle mit einem „C“ für Kohlenstoff vorbereitet. Zunächst spielten wir die Szene für unsere Gesellschaft und produzierendes Gewerbe. Ich holte also die Kohlenstoff-Tennisbälle aus dem Boxen am Boden symbolisch für Kohle, Erdöl und Erdgas und gab diese an meinen Sohn Simon (der hier als Beispiel die Automobilindustrie darstellte) weiter. Dieser verbrauchte die Energie und gab sie als CO2 an den Umweltminister weiter, der stehend die C-Tennisbälle in Empfang nahm. In kürzester Zeit hatte er beide Hände voll. Anschließend spielten wir das Gleiche in der Landwirtschaft durch. Ich gab den gebundenen Kohlenstoff stellvertretend für die Futterpflanzen an Simon, der eine Kuh darstellte, weiter. In der Schule finde ich bei meinem Vortrag immer jemanden, der eine Kuh darstellen möchte. Denn die Aussicht, vor der Klasse ungeniert rülpsen zu dürfen, ist anscheinend zu verlockend. Nun gibt die Kuh das gerülpste Methan (CH4) an die Atmosphäre weiter. Dort oxidiert es und wird allmählich zu CO2. Nun die Preisfrage: Bleibt es dort? Nein, denn die Pflanzen brauchen bei der Photosynthese nicht nur Wasser und Nährstoffe aus dem Boden und Sonnenenergie über das Blattgrün, sondern holen sich das CO2 aus der Luft und binden den Kohlenstoff als Pflanzenmaterial. Und nun begannen die Tennisbälle zwischen uns zu kreisen. An keiner Stelle sammelten sie sich dauerhaft an. Damit konnte man beeindruckend den Kohlenstoffkreislauf in der Land- und Forstwirtschaft darstellen. Die anwesenden Medien waren beeindruckt und folgten auch meiner Aussage in den Berichten, dass damit die Landwirte und die Tierhaltung gar kein Problem für die Klimaveränderung sein können. Damit war auch die Überleitung gemacht zu den fatalen und fälschlichen Aussagen zum veganen Essen und Fleischverzicht. Anschließend zeigte unser Sohn Simon dem Minister noch bei einem Hofrundgang ganz konkret die Probleme mit politischen Fehlentscheidungen. Die Besichtigung rundete meine Frau Lucia ab mit unserer Direktvermarktung: sie schilderte unsere Erfahrungen und Beweggründe, aber auch unsere Ängste vor der Bürokratie.

Fazit für mich an dem Tag: Es lohnt sich doch die Mühe und Zeit auf sich zu nehmen um Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Mit den Freien Wählern habe ich eine Partei gefunden, die wirklich offen und interessiert ist für die Sorgen der Landwirte. Ich bin zwar (noch) kein Mitglied, aber ich sehe wieder etwas Hoffnung in der politischen Landschaft.

Hier noch einige Pressereaktionen:

https://www.otv.de/mediathek/video/minister-glauber-besucht-landwirte-in-moos/

https://www.onetz.de/oberpfalz/amberg/schweinezuechter-landkreis-amberg-sulzbach-minister-sprachlos-id4322511.html

https://www.otv.de/minister-glauber-besucht-landwirte-in-moos-628212/

Umweltminister Thorsten Glauber wagt sich in die „Höhle der Löwen“

Gastbeiträge stellen die Meinung des Autors dar

Nachtrag: Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Gastartikels waren die Vorwürfe gegen Herrn Aiwanger noch nicht bekannt. 

Ich bitte daher, die Diskussion auf die Sachinhalte zu beschränken.

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85 Kommentare

  1. Christoph aus der Stadt sagt

    Vor ein paar Tagen habe ich Aiwanger ja noch ohne wenn und aber verteidigt. Stand heute würde ich das nur mit Einschränkungen wieder tun. Auch wenn kein Zweifel daran besteht, dass das alles eine üble Schmutzkampagne war. Dass er der Urheber des Flugblatts war, war zur großen Enttäuschung seiner Gegner nicht zu beweisen. Darüberhinaus gab es Mitschüler, die sich an wirklich üble Details erinnern wollten. Andere Mitschüler widerum, die Apollo News aufgespürt wurden und die von der Kampagnenpresse unterschlagen wurden, wollten sich an diese Dinge nicht erinnern. Das Entscheidende ist aber, wie ich finde, wie er auf das alles reagiert hat und wie er es erklärt hat. Mit schlechter Erinnerung, pauschalen Allgemeinplätzen (ja, ich habe Scheiße gebaut..) und Empörung. Das Gesinnungsbild des Schülers Aiwanger, das Andere von ihm gezeichnet haben, konnte oder wollte er auf diese Weise nicht vollständig ausräumen.

    Um eine Kampagne als “Opfer” abzuschmettern, genügt es nicht diese empört als Schmutzkampagne abzukanzeln. Die Erwartungshaltung der von den Medien angeheizten Öffentlichkeit macht es hier unverzichtbar, dass sich das “Opfer” detailiert auf die Thematik der Vorwürfe einlässt. Man darf auch nicht den Eindruck gewinnen, dass ehemalige Zeugen (Mitschüler und Lehrer) sich besser erinnern, als man selber. Man kann sagen: “Ja, ich war als Schüler von der Naziideologie eine Zeit lang fasziniert, ich war völlig verirrt. Heute bin entsetzt darüber…” Die Kampagnenpresse würde das melden, wäre aber dann am Ende. Man kann aber auch sagen, diejenigen Mitschüler und Lehrer, die mich mit ihren Nazivorwürfen belasten, lügen und verleumden mich. Dann sollte man aber auch sofort gegen jeden Einzelnen Klage erheben und dies kommunizieren. Das alles zu unterlassen und zu glauben, dass jetzt alles erledigt ist, könnte ein Irrtum sein.

    Söders Entscheidung finde ich trotzdem richtig. Jede andere Entscheidung führte ja zu einer dramatischen neuen Politikausrichtung und damit zu einer Entmachtung des bürgerlichen Lagers.

    Eines ist aber klar, einen Siegeszug der Freien Wähler in der Bundespolitk mit Aiwanger an der Spitze wird es nicht geben. Dazu ist er zu beschädigt.

    • Reinhard Seevers sagt

      Ja er hätte, hätte, hätte,…hat er aber nicht. Er ist er und der Souverän, nämlich das Volk, wird entscheiden. Man kann ja dem Wunsch der Medien oder irgendwelchen intellektuellen Besserwissern Folge leisten, muss es aber nicht. Es ist doch eindeutig für jeden erkennbar, dass nur eine bestimmte Art der Beantwortung und der Reaktion akzeptiert werden soll. Vielleicht kann man den Maßstab an alle Politiker anlegen und so lange bohren, bis auch die sich “richtig” äußern. DAS wird aber nicht getan, weil das angebliche “Vergehen” von ihm in den politischen Kontext von “den bösen Rechten”, die als Gefahr vor den Toren der Demokratie stehen passt, und damit das Feuer gegen alle anderen Meinungen aufrecht erhält. Das ist so offensichtlich, dass es einigen schon wieder undurchsichtig erscheint.
      Ich bin kein Söder-Freund, aber gestern hat er sich sehr souverän gezeigt, das fand ich gut.

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  2. ReinerStoff sagt

    Vielen Dank für Ihren und den der gesamten Familie Donhauser Einsatz und Engagement.

    “Ein Bürgermeister begleitete bewusst eine Initiative von Bauern gegen die Roten Gebiete die in seiner Gemeinde betroffen sind und diskutierte hart mit dem Minister Glauber. Dieser duckte sich nicht weg und erklärte das weitere Vorgehen seines Ministeriums…”

    Darf man hier nachhaken, was denn das weitere Vorgehen seines Ministeriums ist und ob er sich etwa zu den fehlenden Messstellen (zu den angekündigten 1500, bis 2024?) geäußert hat, denn nach meinem letzten Kenntnisstand haben wir noch unter 800 und es liegt eben in seinem Aufgabenbereich.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      @ReinerStoff – Diese Frage ist berechtigt und wurde auch H. Glauber so gestellt. Für mich neu und interessant, dass durch die vielen eingereichten Klagen nun das Gericht die Anforderungen für eine Meßstelle so hoch hängt, dass es oftmals mehrere Bohrversuche braucht, bis eine verlässliche Meßtiefe ohne durchstoßen einer “Trennschicht” glückt. Das haben sich alle Beteiligten wohl deutlich einfacher vorgestellt.

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  3. Günter sagt

    ” Nachtrag: Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Gastartikels waren die Vorwürfe gegen Herrn Aiwanger noch nicht bekannt.

    Ich bitte daher, die Diskussion auf die Sachinhalte zu beschränken. ”

    Und? änderts was?

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    • Arnold Krämer sagt

      Es ändert nichts am Versuch, die Freien Wähler zu schwächen und damit die CSU in eine Koalition mit den Grünen zu zwingen. Zum Söder, den Retter der Bienen und Liebhaber der Bäume würd’s passen, zu Bayern wohl nicht. Schaun wir mal.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Die bayrische ländliche Bevölkerung ist eher konservativ, ich halte es für Möglich, dass die freien Wähler mehr Zustimmung erhalten, wenn es auf Kosten der AFD geht, ist auch Recht.

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        • Andreas sagt

          Wenn Aiwanger schlau ist, dann tritt er sofort als Minister unst stellv. Ministerpräsident zurück.
          Er wäre sofort aus der Schußlinie und könnte dann bei der Landtagswahl und vor allem bei der Bundestagswahl mit einem Märtyrerfaktor viele Stimmen einsammeln.
          In Bayern kann er sowieso nicht mehr als bisher werden.

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          • Jürgen Donhauser sagt

            Wenn ich Aiwangers integres Verhalten (seinen Bruder nicht sofort zu verpfeifen ) so sehe, dann steht er zu seinen Idealen und klappt das Visier runter und kämpft eher als sich zu verdrücken. Niederbayern sind bekannt für ihren Dickschädel (und das sag ich als Oberpfälzer, denen das Gleiche nachgesagt wird), da geht es in solchen Sachen um die Ehre, da ist nichts mit Taktiererei.

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            • Marian E. Finger sagt

              Was vom Inhalt des Flugblatts bislang bekannt geworden ist, deutet m.E. sowieso eher auf eine geschmacklose Satire eines jugendlichen Provokateurs als auf Antisemitismus hin. Der Verfasser des Flugblatts scheint sich über einen vom damaligen Bundespräsidenten ausgelobten Preis für Geschichte lustig gemacht zu haben. Da wird schätzungsweise mal wieder mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Es ist dennoch schlimm, dass man einem Menschen eine Läuterung zugesteht, wenn er gelogen hat oder Steine geworfen hat als Jugendlicher, wenn er aber solche Texte verfasst haben soll, dann bleibt er in seiner Gesinnung ein Antisemit, ein Leben lang. Das soll verfestigen, dass der latente Antisemitismus in diesem Volk eben doch vorhanden ist und die Aufmerksamkeit nie enden darf. Es ist ja verbrieft, dass 20 Prozent dieses Volkes latent antisemitsch sind.
                (Gutachten des Bundestages aus 2012)

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                • Brötchen sagt

                  Live schalte Söder…..bleibt vorerst im Amt

                  25 Fragen.

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    • Ertl Elisabeth sagt

      In unseren Medien ist Aiwanger heute Thema Nr. 1!
      Die Antworten auf die 25 Fragen sind für mich teilweise unglaubwürdig, vor allem das Ausmaß der Erinnerungslücken. Man kann natürlich den Lehrer kritisieren, der das Amtsgeheimnis gebrochen hat, und zweifellos geht es seinen Gegnern um mehr, als nur darum, Bayern vor rechtsextremen Politikern zu bewahren. Aber Herrn Aiwanger selber hindert ja nichts daran, zuzugeben, was er im Kunstunterricht aufgeführt hat. Und die Öffentlichkeit hat jetzt ein Recht darauf zu erfahren, wie lange er seiner extremistischen Haltung treu war und wann und auf welche Veranlassung hin er seine Haltung geändert hat. Auf entsprechende Fragen nur zu antworten “Ich habe in meiner Jugendzeit auch Fehler gemacht, die mir heute leid tun. Ich bereue, wenn ich durch mein Verhalten in der Jugendzeit Gefühle verletzt habe”, das ist eindeutig zu wenig, vor allem weil es offensichtlich nur pro forma rüberkommt, um sein Amt zu retten, und keine echte emotionale Beteiligung spürbar ist.

      Selbstverständlich dürfen solche Jugendsünden kein Grund sein, jemandem politische Ämter zu verwehren. Wer aber ein politisches Amt annimmt, der muss von Anfang an damit rechnen, mit seinen Aktivitäten in der Vergangenheit konfrontiert zu werden, und man kann erwarten, dass aus seiner Reaktion dann hervorgeht, dass er darauf vorbereitet war. Aiwanger trifft das offensichtlich völlig unvorbereitet, und auch wenn der Zeitpunkt der Enthüllungen ärgerlich ist, wäre ECHTE Reue angemessen.
      Der Mann hat seine Vergangenheit bloß verdrängt, sie aber nicht wirklich aufgearbeitet und in sein Selbstbild integriert. Er schießt jetzt vor allem gegen die, welche er damals beleidigt hat. Daher muss er meiner Meinung nach zurücktreten.

      Natürlich wäre eine Bauernpartei wünschenswert, aber der Preis dafür ist in dieser Situation eindeutig zu hoch. Ich würde einen Herrn Aiwanger nicht wählen.

      Natürlich dürfen wir Österreicher in diesem Zusammenhang nicht groß reden. Wir hatten einst auch einen solchen Sesselkleber als Bundespräsidenten: Kurt Waldheim. Und der hat mit einer ganz ähnlichen Reaktion wie jetzt Aiwanger unserem Land schweren Schaden zugefügt.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Man kann das Haar so lange spalten, bis man die einem passende Antwort erhält…..völliger Schwachfug und an Heuchelei nicht zu überbieten. Heutztage muss jeder aufpassen, dass der eigene Schäferhund nicht den Falschen beißt, sonst wird man evtl. zum Rassisten, Antisemiten, Frauenfeind LGBQT- Hasser erklärt oder nur simpler Rechtsradikaler….werdet Mal wieder normal?

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        “Und die Öffentlichkeit hat jetzt ein Recht darauf zu erfahren, wie lange er seiner extremistischen Haltung treu war und wann und auf welche Veranlassung hin er seine Haltung geändert hat.”

        Mit welcher Antwort wäre man zufrieden?
        Selbst wenn er selbst das Flugblatt verfasst hätte, er war damals 17 Jahre alt und dann soll er noch mein “Kampf” in der Schultasche gehabt haben, das war damals nicht verboten und heute auch nicht.
        In unserer Bibliothek befindet sich das Buch auch, auch 4 Bände deutscher Geschichte von 1864, auch das Buch über den Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871.
        Bin ich jetzt ein Rechter, oder ein Feind der Franzosen?

        Es ist ein Schmierentheater, das nur den Sinn hatte, den freien Wählern und der CSU zu schaden. Ich glaube kaum, dass die SPD damit Stimmen gewinnt.

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        • Ertl Elisabeth sagt

          Zwischen dem Lesen von Büchern und dem Verfassen krimineller Texte ist aber ein Riesenunterschied. Und Habeck hat recht, dass es nicht um den 17 jährigen Hubert geht, sondern um den 52 jährigen Aiwanger, der nicht so reagieren darf, wie er es tut.

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Die Reaktion dieses Mannes ist es nämlich, was die Enthüllung schlussendlich rechtfertigt.

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Dass die Kommunikation sehr schlecht war, steht außer Frage, aber es ist die Art von Aiwanger.

            Nur, wir haben genug sogenannte Politiker, die 2 Stunden lang eine Rede halten, ohne dass die was konkretes gesagt haben.

            Wir werden die Wahl abwarten, ich profizeihe , dass die freien Wähler nicht weniger Stimmen bekommen. Söder hat mit seiner Entscheidung eine hohe Stimmenzahl für die freien Wähler verhindert und einen Stimmenverlust für die CSU auch.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Er hat den Text aber nunmal nicht geschrieben, Punkt. Es wird versucht ein Konstrukt zu erschaffen, damit überhaupt etwas hängen bleibt.
            Wenn linke Verfehlungen aus der Jugend vergeben werden, Rechte aber nie, dann ist das eine Gesinnungsethik, die für mich nicht geht.
            Wie auch Gabriel sagte, ist es dann unmöglich die Aussteigerprogramme für rechte Gesinnungsgenossen aufrecht zu erhalten, weil diese befürchten müssen, nie rehabilitiert zu werden….ich bleibe dabei, es ist eine Heuchelei linker Gesinnungsgenossen.

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          • Heinrich sagt

            Es ist eine Kampange wie sie auch gegen Christian Wulf geführt wurde, bis hin zum Bobicar.
            Dieser wurde später von den Gerichten frei gesprochen/entlastet, aber da war das Amt für ein CDU Mitglied nicht mehr möglich,
            Ergebnis: Gauck Bündnisneunzig die Grünen
            Steinmeier SPD
            alles unter einer CDU geführten Regierung

            und die Familie / Ehe entzweit.

            Hatte man hier auf ein ähnliches Szenario gesetzt? Warum die Kampange jetzt und nicht schon zur Ernennung zum stellvertretenden Landesministerpräsidenten?
            Das alles ist zu durchsichtig, zumal Vorkommnisse, bis hin zu Straftaten, bei anderen Parteien die sich links der Mitte bewegen nicht in dieser Art und Weise behandelt werden.

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      • firedragon sagt

        Frau Ertl,

        Sie machen hier, ausgerechnet als Österreicher, ein riesen Fass auf – ich bin erstaunt.

        Wenn ich jeden Mist meiner pubertierenden 17jährigen Söhne auf die Goldwaage legen würde und das noch nach über 30 Jahren, müsste ich einen an der Klätsche haben.

        Herr Aiwanger hat niemanden vergewaltigt, niemanden getötet, niemandem unwiederbringlich Schaden zugefügt und niemanden um sein Vermögen gebracht … und Sie bescheinigen jemandem, aufgrund von pubertärem Geschreibsels, “enorme kriminelle Energie” … mein lieber Schwan.
        Was bescheinigen Sie denn dann unseren aktuellen Ministern, dem dt. Kanzler und dt. Bundesprädidenten, wenn Sie diesen Personenkreis nach deren aktuellen Äußerungen beurteilen?

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        • Ertl Elisabeth sagt

          Was soll das heißen, “ausgerechnet als Österreicher”?
          Die Nazis hatten bei Wahlen in Österreich nie mehr als 40%. Warum also ist Hitler kurz vor der anstehenden nächsten Wahl gewaltsam einmarschiert?
          Die Mehrheit saß wie meine Familie zu Hause an den Volksempfängern und weinte, als der Name Österreich von der Landkarte getilgt wurde.
          Ich sehe, was an der Politik eurer Regierung alles schlecht ist. Aber fürchten tu ich mich vor denen nicht!

  4. sonnenblume sagt

    An dieser Stelle ein herzliches Danke schön an Fam. Donhauser, an alle Fam. und Einzelkämpfer, die sich in gleicher, oder ähnlicher Form für unsere Belange einsetzen. Vielen Kollegen ist es nicht gegeben sich so einzubringen. Deswegen sind solche Einsätze enorm wichtig und hoch zu bewerten.

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  5. Thorens sagt

    Meinen Glückwunsch, Herr Donhauser, für diese gelungene Aktion. Ganz besonders auch dafür, sich auf eigenem Grund und Boden nicht das Heft des Handelnden aus der Hand nehmen zu lassen, um eben selbst die Handlung bestimmen zu können. Ganz wie es dem Gastgeber zusteht. Sehr schön auch das Tennisball-Beispiel. So, wie man Erstklässlern das Rechnen nahebringt mit Äpfeln, Birnen und Pflaumen, kann mittels Ihres Beispiels selbst der Dümmste die Zusammenhänge und Unterschiede beim CO2-Thema im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Klasse!

    Und Aiwanger?
    Wie billig ist es denn, nach 35 Jahren die Verfehlung eines Minderjährigen ans Licht zu zerren, der, wie in dem Alter eigentlich üblich, vermutlich nichts Anderes im Sinn hatte, als zu provozieren? Dann ist er es noch nicht einmal selbst gewesen, sondern offenbar der Bruder. Wie ist eine solche “Tat” eines minderjährigen Pennälers wohl einzordnen, angesichts der vielfältig erlebten Klitterung der eigenen Geschichte in Lebensläufen oder mindestens unsauber dokumentierten Promotionsarbeiten von Politikern, die damit nichts anderes tun, als die Öffentlichkeit zum eigenen Vorteil hinters Licht zu führen. Ganz zu schweigen von grassierender Amnesie in höchsten Regierungskreisen, wenn es dem Betroffenen selbst ans Leder gehen könnte aufgrund von Zweifelhaftem aus seiner Vergangenheit. Aber die Antisemitismus-Keule wirkt selbst dann, wenn sie vielleicht gar nicht angebracht ist. Damit dürfte aber dann auch das schwerste Geschütz bereits abgefeuert sein. Denk ich an Deutschland in der Nacht…

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Ich habe gerade einen Kommentar in der Neuen Züricher Zeitung und einen der FAZ gelesen. In beiden kommt die SZ ganz, ganz schlecht weg. Ihr wird schlichtweg das journalistische Handwerk und Seriosität abgesprochen. Ich würde mal sagen: Das was für den Stern damals die Hitlertagebücher waren, sind nun für die SZ die Flugblätter Aiwangers – eine große journalistische Schmach und großer Verlust von Reputation.

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      • Arnold Krämer sagt

        Wer weiß? Vielleicht geht es auch nur darum, medial den Boden für eine schwarz-grüne Regierung in Bayern zu bereiten. Mit 32% für die CSU und 14% für die Grünen würde es ja auch reichen. Viel Vergnügen😎 Dann braucht Bayerm auch nicht mehr so viel Geld in den Länder-Finanzausgleich einzahlen. Die Klage kann zurückgenommen werden.

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        • Pälzer Buh sagt

          Sollte die CSU tatsächlich die Grünen favorisieren, spielt das nur den beiden verbliebenen konservativen Pateien in die Karten! Die Weimarer Republik lässt Grüßen.

          Im übrigen hat Herr Söder (CSU) einen Sonderermittler im Fall Aiwanger eingesetzt.

            • Reinhard Seevers sagt

              “Offensichtlich soll jetzt der politische Hintergrund der Bauernfamilie ausgeforscht werden.”

              Was braut sich da zusammen?

          • evo.... sagt

            Die CSU will mit den FW! Den Skandal ausgelöst hat angeblich ein Lehrer Aiwangers. Der hat den jetzigen Direktor der Schule und die SZ informiert. Ich denke die SZ ist verpflichtet das zu veröffentlichen. Das Flugblatt soll mit der Schreibmaschine geschrieben worden sein, mit der Aiwanger seine Facharbeit geschrieben hat.

            Aktiv ist der Lehrer wegen Aiwangers Rede in Erding geworden. Damals hab ich mich auch gefragt ob der Aiwanger “sauber” ist. Den Aiwanger habe ich schon immer für einen Leichtmatrosen gehalten.

            Wenn man den Kampf gegen Rechts auch hier konsequent durchzieht, dann sind 2 Maßnahmen erforderlich:

            1: Söder muss den Aiwanger entlassen!

            2. Wenn Aiwanger nicht selbst austritt, müssen die Freien Wähler ihn ausschließen.

            Aber man sieht ja jetzt mal in welchen Kreisen die Mentalität, die uns die Braunen beschert hat, überlebt hat.

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Aber man sieht ja jetzt mal in welchen Kreisen die Mentalität, die uns die Braunen beschert hat, überlebt hat.”

              Kannst du den Satz mal transkribieren? Ich komm nicht hinter, was er bedeuten soll.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              “Aktiv ist der Lehrer wegen Aiwangers Rede in Erding geworden. Damals hab ich mich auch gefragt ob der Aiwanger “sauber” ist. Den Aiwanger habe ich schon immer für einen Leichtmatrosen gehalten.”

              Die Frage wäre, wer von den beiden ist ein Leichtmatrose?

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            • Pälzer Buh sagt

              Wenn man von “Sauber”en Politkern (m/w/d) spricht, sind Scholz und Steinmeier auch nicht mehr tragbar in ihrem Amt. Das gilt nicht nur für Rechts, sondern auch für Links! Apropo Scholz: Ein Cum-Ex-Jäger unterstellt Scholz eine Falschaussage, was die Staatsanwaltschaft auf den Plan rufen könnte. Bei TE nachzulesen.
              https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/cum-ex-jaeger-behauptet-scholz-hat-gelogen/
              Es wird noch einen interessanten Herbst 2023 in jeder Hinsicht geben.

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            • Andi sagt

              @evo, sie kennen sicher Herrn Aiwanger persönlich. Wie sonst könnten sie sonst zu diesen Aussagen gelangen. Nein, doch nicht? Dann stelle ich leider fest, dass ihre Einlassungen einfach nur dumm sind.

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    • Heinrich sagt

      Die öffentlich Rechtlichen haben den Sprech schon übernommen, bis hin zur Rücktrittsforderung. Unsere Kinder, meine Enkel sollten in Zukunft Aufpassen was sie für Äußerungen in Kindergarten, Schule und weitere Begegnungen machen.
      War da nicht mal was in dieser Richtung, konnte auch über die Zukunft entscheidend sein. Die Krake die dahinter stand, nannte sich Stasi.

      Die Süddeutsche Zeitung war in der Vergangenheit mehrfach antisemitisch und Israelfeindlich (https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%Bcddeutsche_Zeitung).
      Was also sind die Beweggründe? Wer profitiert von diesem Vorgehen (Der Vorgang selbst wurde ja auch schon mit der Spiegelaffäre, den Hitler Tagebüchern verglichen)

      Die Südwestdeutsche Medien Holding GmbH (SWMH; Eigenschreibweise auch Südwestdeutsche Medienholding,[2] früher Stuttgarter Zeitungsverlag GmbH) ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Stuttgart.
      Sie hält 81.25 % an der SZ.

      Wikipedia:
      Mit Wirkung zum 29. Februar 2008 verkauften vier der fünf verbliebenen Gesellschafterfamilien im Dezember 2007 ihre Anteile am Verlag der Süddeutschen Zeitung an die Südwestdeutsche Medien Holding, die damit ihren Anteil auf insgesamt 81,25 Prozent aufstockte. (https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCddeutsche_Zeitung)

      An anderer Stelle hatte ich das RND (100% Madsack Verlag) beschrieben.
      Dieser Verlag hält auch Anteile an der Süddeutschen Zeitung:
      Durch den Verkauf der Anteile der Unternehmerfamilie Bosch an der SWMH erwarb Madsack Verlag (über Witwe Luise Madsack) 29.06 % an der SWMH).
      Über den Madsack Verlag und seinen Eigentümern wie der SPD Stiftung hatte ich schon an anderer Stelle Berichtet.

      Wer also glaubt durch diese obskurse Meldung einen Vorteil zu erlangen?

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  6. Pälzer Buh sagt

    “Nachtrag: Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Gastartikels waren die Vorwürfe gegen Herrn Aiwanger noch nicht bekannt.”
    Was wird Herrn Aiwanger denn Vorgeworfen???

    • Christoph aus der Stadt sagt

      Die Flugblatt-Affaire um Aiwanger (die jetzt eher eine Affaire seine Bruders ist) war eine lupenreine, genau getimte Schmutzkampagne der Süddeutschen Zeitung, mit dem Ziel die Wahlen zu beeinflussen. Soviel zur Seriösität dieser Zeitung. Unabhängig davon war der Inhalt des 35 Jahre alten Flugblatts natürlich furchtbar und es wäre besser, es wäre niemals geschrieben worden, aber dieses Flugblatt zur Grundlage einer Kampagne gegen Aiwanger zu machen, entbehrt nicht einer gewissen Skrupellosigkeit.

      Ich habe gestern auf Twitter die Bewertung eines Strafrechtlers gelesen: Es ist schon ein Skandal, dass Schulakten eines minderjährigen Schülers zugänglich gemacht und verwertet wurden, obwohl diese dem strengsten Daten- und Persönlichkeitsschutz unterliegen. Wohlgemerkt Rechte, die von der Süddeutschen Zeitung angeblich immer hochgehalten werden. Hätte Herr Aiwanger zur fraglichen Zeit einen Totsschlag begangen – so ein Vergleichsbeispiel des Strafrechtlers – und wäre dafür nie zur Rechenschaft gezogen worden, dann wäre die Tat verjährt. Wäre er hingegen dafür verurteilt und abgestraft worden, dann wäre diese Tat – aufgrund des Jugendstrafrechts – längst aus dem Vorstrafenregister getilgt und könnte für jegliche Bewertungen nicht mehr herangezogen werden.

      Bei Lanz war am vergangenen Donnerstag (also noch vor der Aiwangergeschichte) der Bestsellerautor Ferdinand von Schirach, der gleichzeitig erfahrener Volljurist ist, zu Besuch. Er hielt ein Pladoyer dafür, die Opfer von willkürlicher (nicht aber von offensichtlich beweisbarer) Verdachtsberichterstattung in Medien dahingehend zu stärken, dass im Falle nachweislich unbewiesener Verdächtigungen den Opfern – unabhängig von Schadensersatz und Schmerzensgeld – zusätzlich empfindliche Ausgleichszahlungen zugesprochen werden. Das würde man sich auch für Herrn Aiwanger wünschen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Diese Sache offenbart das “Deutsche Dilemma”. Das wird uns nicht verlassen und uns in einer Dauerschuld belassen. Alles Handeln orientiert sich an dieser Schuld.
          Die Äußerungen der Medien und der jüdischen Verbände sind eindeutig: Jedwede Verbindung mit der “Sache” ist eine Schuld, egal wie die Verbindung ist. Die Büchse der Pandorra ist erneut geöffnet, ich glaube, dass nun die Polarisierung erst richtig Fahrt aufnehmen wird.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ich hatte “jüdische Verbände” geschrieben….Wolfssohn ist eine Einzelperson.

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              • Christoph aus der Stadt sagt

                @ RS Wolffsohn gibt aber die private Meinung vieler Juden wieder. Die Verbände hingegen sind oft regierungsnah und politisiert. Beispielsweise wird bei Letzteren, um in Einklang mit dem linken Parteispektrum zu stehen, der migrantische Antisemitismus gerne milder betrachtet, als der Antisemitismus, der von Rechtsradikalen ausgeht. Obwohl die private Erfahrung von Juden oft eine Gegenteilige ist.

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            • Peter sagt

              Der Eingangssatz dieses Artikels: „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.“ …und das Hinweisgeberschutzgesetz zeigen sehr deutlich die vielen, vielen Widersprüche in unserem Land…

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        • sonnenblume sagt

          Aiwanger wurde ein ernstzunehmender Konkurrent. Das war sein Problem.
          Er wird dieses Spiel politisch wohl nicht überstehen. Vielleicht geht die Partei aber gestärkt aus der Krise hervor, sofern gute Leute seine Position und seine Arbeit innerhalb der Partei übernehmen können.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Die SPD-Dame Esken sagt:
            “In der Affäre um ein antisemitisches Flugblatt hat SPD-Chefin Saskia Esken den Druck auf den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) verstärkt. “Wenn die Vorwürfe gegen Hubert Aiwanger zutreffen, muss Markus Söder umgehend Konsequenzen ziehen und seinen Stellvertreter entlassen”, sagte Esken den Funke-Zeitungen. “Selbst wenn Aiwanger das Flugblatt nicht selbst verfasst, aber mit sich getragen und verteilt haben sollte, lassen die widerlichen und menschenverachtenden Formulierungen Rückschlüsse auf die Gesinnung zu, die dem zugrunde lag.” Esken führte weiter aus: “Wer solche Gedanken denkt, aufschreibt und verbreitet, darf keine politische Verantwortung in Deutschland tragen.”

            Wo sind wir eigentlich gelandet? Jeder muss aufpassen, welche Schriften er in seiner Aktentasche mit sich führt….auch untergeschobene können dich zum Täter machen. Was für eine Demokratie…..

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            • sonnenblume sagt

              Früher gab es die Unschuldsvermutung, im Zweifel für den Angeklagten.
              Ist heut aber nicht mehr so angesagt. Demokratie Hin oder Her. Bei politischen Akteuren nur noch im eigenen Umfeld genehm. Aber sicher nicht bei Gegnern die der eigenen Stellung wirklich gefährlich werden könnten. Und Aiwanger hätte ihnen, aus einer anderen Ausgangsposition als die AFD, wirklich gefährlich werden können. Also musste man etwas tun. Oder warum wurde in der Mottenkiste gegraben? Dazu die unterschiedliche Bewertung der Vergehen, verglichen mit den Jugendsünden anderer Politiker. Was gegen den Rechtsstaat geht ist eigentlich immmer gleich zu bewerten, egal aus welcher Ecke es kommt.

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            • Thorens sagt

              Wer, wie eine Frau Esken, mit eigenen Taten nicht so recht zu brillieren weiß, schmeißt halt mit jedem sich gerade bietenden Dreck nach dem politischen Gegner, um sich selbst damit in Szene setzen zu wollen. Wie ärmlich.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Reinhard,
              im Alter von ca. 12 bis 14 Jahren, haben wir Orden, – mit so einem komischen Kreuz darauf – wie das Mutterkreuz, Gefrierfleischorden, Eiserne Kreuz usw. gesammelt.

              Bin ich jetzt ein Nazi?

              Mit dem selben Wortlaut habe ich das bei Zeit Online geschrieben, wurde natürlich nicht freigegeben.

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              • Christoph aus der Stadt sagt

                Jetzt fordert auch Scholz ein lückenlose Aufklärung der 35 Jahre zurückliegenden Schüler- Flugblatt-Affäre und “gegebenenfalls auch politische Konsequenzen”. Aus seinem Munde etwas ungerecht, wie ich finde, denn Scholz Erinnerung ihn selbst betreffend hört ja schon bei zwei Jahren auf…

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          • Andreas sagt

            Markus Söder hat sich intern in der Partei furchtbar darüber aufgeregt, dass Hubert in der Bierzelten bejubelt wurde, während er bei seinen Auftritten immer wieder ausgepfiffen wurde. Die Aiwangers sind echte niederbayerische Bauernbuam, wo einer für den anderen einsteht. Das hilft jetzt auch nichts mehr, wenn ihn Söder weghaben will.

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      • Bauer Fritz sagt

        Ein Leserkommentar in einer österreichischen Zeitung:
        “Ist es verwunderlich wenn die SZ (“Alpenprawda”) sich das “Rußland-Modell” zu eigen macht? Man greift jemanden an indem man unterstellt er sei ein Nazi. Wenn er sich wehrt, sieht man das als Eingeständnis, daß ihm die Erkenntnis fehlt, daß er ein Nazi ist und rechtfertigt damit den Angriff.

        Am Beispiel Aiwanger ist schön zu sehen, wie woke Medien und Journalisten agieren und reagieren. Sie bedienen sich sofort des unter speziell linken Diktatoren (in der NS-Zeit) beliebten Mittels der “Sippenhaftung”. Sie hängen jede Verfehlung als Jugendlicher (vielleicht demnächst schon als Kleinkind) zur Erbsünde hoch. Sie negieren die Möglichkeit, daß in einer Demokratie Menschen ihre Meinungen und Einstellungen ändern können.
        Aber eben nur wenn der Beschuldigte ein Rechter = ein Nazi = ein Böser ist.
        Würde Gleiches auch für Linke oder Grüne gelten, wäre die Karriere eines SPÖ-Babler (bekennt oder bekannte sich zum Marxismus) schon wieder zu Ende. Ein russischen Boden küssender Gusenbauer (SPÖ) hätte nie Bundeskanzler werden können. Mitglieder oder Bekenner zum Kommunismus müßten folglich geächtet werden.
        Auch in Deutschland hätte ein Joschka Fischer nie Vizekanzler werden dürfen, als Mitglied einer linksradikalen Gruppe, die Dutzende Polizisten schwerst verletzte und bei dem man eine Mordwaffe fand.
        Ein Frank-Walter Steinmeier (SPD) war Mitglied einer vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppe. Ein Olaf Scholz (SPD) warb in Artikeln für „die Überwindung der kapitalistischen Ökonomie“. Scholz kritisiert darin die „aggressiv-imperialistische Nato“ und und besuchte als stv. Juso-Bundesvorsitzender zwischen 1983 und 1988 neunmal die DDR, führte dort politische Gespräche mit der SED. Eine Sawsan Chebli (SPD) war als Jugendliche „bekennende Antisemitin“, wie sie selbst in einem inzwischen gelöschten Tweet mitteilte.

        Wohlgemerkt, diese Beispiele waren alle weit jenseits der Volljährigkeit (im Gegensatz zum Bruder von Aiwanger).
        Aber dies wird von den gleichen Medien alles augenzwinkernd als lässliche “Jugendsünden” verkauft und Schwamm drüber.”

        Mein Gedanke dazu: Was für ein Bruder, der als 17jähriger für seinen jüngeren Bruder eine Strafe auf sich nimmt, weil der Mist gebaut hat, er ihn aber nicht verpetzen will.
        Wer in dem Alter schon so ein Rückgrat hatte, den kann man auch heute wählen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das Ergebnis fortschreitender Doppelmoral und Heuchelei führt zum genauen Gegenteil von dem, was erzielt werden soll.
          Wie sagte ein Kommentator auf einem youtube-Kanal so treffend:
          “Wenn die Ampel nicht mehr funktioniert, gilt automatisch rechts vor links!”

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      • Jürgen Donhauser sagt

        Wie mit unterschiedlichen Maß gemessen wird zeigt doch, dass Politiker wie Joschka Fischer (Steinewerfer gegen Polizisten und offen zugegebenen Diebstahl von Sachbüchern und Weiterverkauf an Studenten) und amtierender Kanzler Scholz bereits nach 3 Jahren schon solche Erinnerungslücken im Verfahren hatte und danach immer noch im Amt akzeptiert wurden. Wenn man inzwischen die Hintergründe von Aiwangers Bruder für die Verfassung dieses grässlichen Flugblattes gehört hat, dann stellt sich schon die Frage, wer jetzt eigentlich die Shoa für seine politischen Ziele und Taktiererei missbraucht. Aber ich denke die Wähler durchschauen schneller als die Protagonisten der Medien und Parteien, das ihnen dies auf die eigenen Füße fällt.

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  7. Jürgen Donhauser sagt

    Ich wüßte nicht bisher vom Bauernverband zu einer Veranstaltung eingeladen worden zu sein um mit einem Minister zu sprechen. 🤷🏼‍♂️

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  8. Ferkelhebamme sagt

    Nur so geht‘s: die eigenen Geschichten erzählen, und im wahrsten Sinne des Wortes begreiflich machen. Vertreter des Verbandes o.ä. kann man dabei nicht gebrauchen, dann kommt man selbst nicht mehr zu Wort. Schön, wenn man dabei echte Zuhörer findet!
    Botschaften (und konkrete Sorgen) so sympathisch und authentisch rüberbringen kann aber auch nicht jeder und das Drumherum mit Vorbereitungen (Hofputz etc.) ist nicht zu unterschätzen. Darum vielen Dank an die ganze Familie Donhauser! Der Aufwand ist es wert, bei den Besuchern bleibt vom Hofbesuch immer was hängen, die geknüpften Kontakte bleiben oft bestehen.

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  9. Christian Bothe sagt

    Eine tolle Leistung von Ihnen und Ihrer Crew, H.Donhauser! Sehe die landwirtschaftlich freundlichen Positionen von H.Aiwanger und seiner Partei ähnlich, obwohl ich kein Bayer bin ( trotz des Schuelerbriefes von seinem Bruder, was man unter jugendlichem Leichtsinn abhaken sollte)!

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  10. Jürgen Donhauser sagt

    Vielen Dank für das Lob. Die Vorgehensweise von Hubert Aiwanger (nicht seinen Bruder zu „verpfeifen“ um sich schnellst möglichst zu entlasten, sondern ihm selbst den Schritt zu überlassen) hat mich tief beeindruckt. Wenn jemand so unter Druck steht und trotzdem zu seinen Idealen steht – wow! Aber zurück zu meinen Erfahrungen. Es waren fast alle Freie Wähler – Bürgermeister des Landkreises anwesend. Ein Bürgermeister begleitete bewusst eine Initiative von Bauern gegen die Roten Gebiete die in seiner Gemeinde betroffen sind und diskutierte hart mit dem Minister Glauber. Dieser duckte sich nicht weg und erklärte das weitere Vorgehen seines Ministeriums. In einer Zeit, in der die Kommunen gerne den Landwirten den „Schwarzen Peter“ zuschieben, kämpft dieser FW-Bürgermeister für seine Landwirte – Kompliment!

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  11. Smarti sagt

    Hut ab, Herr Donhauser, es ist unglaublich, dass Sie noch immer so viel positive Ausstrahlung und Energie versprühen. Der Vortrag mit den Tennisbällen ist sehr gut, weil leicht verständlich. Toll, dass so viele gekommen sind und ein echter Austausch statt gefunden hat. Auch das sogar das Fernsehen gekommen ist 🙂 . Gratulation für diesen tollen Tag und ein herzliches Dankeschön für Ihren Einsatz für uns Landwirte.

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    • Smarti sagt

      Mein Dank gilt natürlich auch der ganzen Familie Donhauser, die bestimmt viel Arbeit mit “Ihnen” hat.

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  12. Ludwig sagt

    Dieser Umweltminister kam ja auch von den Freien Wählern. Ein grüner Umweltminister wäre erstens nicht gekommen und zweitens würde er diese Vergleiche nicht hören wollen , weil es nicht in die grüne Ideologie passt. Wie verlogen die grüne Politik ist , daß können wir jetzt gerade aktuell erleben. Umweltschutz, Friedenspolitik, usw. . Alles gelogen. Heute sind sie Kriegstreiber und Umweltzerstörer (Windräder im Wald). Ferner Wohlstandsvernichter ,
    Staatszerstörer, Grundgesetzbrecher, Arbeitsplatzvernichter, usw.. Wir Bauern sind doch die einzigen die gegen diese Leute angehen. Die breite Bevölkerung merkt es doch mit dem diktatorischen Heizgesetz erst jetzt was das für Leute sind. Wir Bauern haben da schon 20 Jahre leidvolle Erfahrungen. Letzlich will man uns fertig machen , weil wir ein stabiles Bollwerk gegen deren Staatszerstörungsideolgie sind. Gut , daß sie sich jetzt in der Regierung geoutet haben und jeder sehen und erleben darf , daß sie mit Hilfe des amerikanischen Großkapitals hier alles platt machen wollen.

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  13. Reinhard Seevers sagt

    Sehr gut Jürgen!
    Das Entscheidende bleibt dennoch der “Zuhörende und Verstehende”…..und wenn beide Zusammentreffen kann etwas neues entstehen.
    P.s. Die Schmierenkomödie über Aiwanger hat sich wohl in Luft aufgelöst, der politische Gegner schmollt, sieht aber Schmutzreste.🥱

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Reinhard, deswegen wollte ich eben keine Rede hören sondern Infos mitgeben. Ich hatte ja in der Vergangenheit auch so meine Erfahrungen mit den Christlich Sozialen, aber da hatte man immer den Eindruck den Beamten im Ministerium ist ziemlich egal was ihr Minister sagt. Da wackelte der „Schwanz mit Hund, und nicht umgekehrt“ wie wir in Bayern zu sagen pflegen.

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  14. Inga sagt

    Ja,
    Gut gemacht.
    Wie kann den ein normal gebildeter Mensch glauben, dass die Landwirtsxhaft umweltschädlich ist, wo doch die Pflanzen
    CO2 verbrauchen und mit Sauerstoff die Luft anreichern.

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    • Landwirt aus Leidenschaft sagt

      Liebe Inga, genau da liegt ja die Crux. “Normal gebildete Menschen” haben ja auch wenn nicht mit Abitur oder Realschulabschluss, ein Grundverständnis für die Abläufe. Leider ist das in unserer Regierung irgendwie nicht vorhanden. Das Hauptproblem an der Sache ist doch, das Leute auf Posten sitzen, wo sie noch nie was von gehört haben. (siehe Herr Habeck, Herr Özdemir, Frau Baerbock). Es muss so sein, dass die Resorts von Leuten besetzt sind, die wenigstens eine Ausbildung o.ä. in diesem haben. Wenn du in der LW mit Spritzmitteln hantierst, dann ist der Pflanzenschutzschein zwingend erforderlich, hast du den nicht, gibt es saftige Strafen, aber kein ordentlicher Landwirt würde sinnlos Düngen und Spritzen, schon gar nicht bei den Preisen für das ganze Zeug. Vielen Dank an alle Landwirte/innen, für eure Arbeit und euren Einsatz.

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      • Inga sagt

        Ja, so ist es
        aber nach ca. 1970 hat es angefangen zu glauben, dass wir nur noch Fachwissen für unsren Beruf brauchen, das andere ist überflüssig Freiheit, Geld und Auto, Haus Boot sind wichtiger.
        Also hatten die einfachen Leute nur Fachwissen, aber die mit größerer Verantwortung mußten eher ein Allroundwissen haben.
        Bauern auch!
        Ein echter GRÜNER ist also eher ein Allroundwissender schon wegen der Ökologie! Das müßten die Parteifreunde und-innen auch sein! Aber nur zu spielen, als ob, das raubt Zeit und unser aller Steuergeld und geht daneben!
        Ist das Fachwissen für die menschliche Seele schädlich?
        Sind diese Leute deswegen unzufrieden und hacken auf den Wissenden incl. Bauern rum?

        • Jürgen Donhauser sagt

          @Inga – so wie unser Schulsystem derzeit ist, wird sich daran auch nichts ändern. Es werden nur Informationen zum sturen auswendig lernen vermittelt. Vernetztes Denken, problemorientiertes Denken oder kreatives Denken (huch, jetzt wollte ich schon fast Querdenken schreiben) sind nicht gefragt. Ergo, ist man als Erwachsener dann auch nur fähig Informationen zu übernehmen und nicht kritisch zu hinterfragen.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Danke! Heute gibt es ein krasse Kontrastveranstaltung der CSU in unserer Gemeinde. Ilse Aigner (Landtagspräsidentin und frühere Landwirtschaftsministerin) hält eine Bierzeltrede. Also keine „Höhle des Löwen“ sondern lieber sich von den Fans bejubeln lassen. Kein Wunder wenn die Union den Bodenkontakt verloren hat….

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