Bauer Willi
Kommentare 69

Der Klimawandel ist Realität…

…und er ist meßbar. Dies zeigen die Daten für den immer früheren Erntetermin. Zahlen seit 1960. Und die kann man nicht leugnen.

Doch wie darauf reagieren? Die klugen Sprüche von so manchen vermeintlichen „Experten“ helfen mir nicht wirklich weiter. Richtige Sortenwahl beim Getreide ist das eine, aber wie löst man die Probleme bei Kartoffeln, Zuckerrüben und Gemüse?

https://ooe.lko.at/immer-früher-immer-schneller+2500+2958186

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69 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    O.IIchman. Die Sache mit dem Wald war doch schon vor dreißig Jahren bekannt. In unserer kleinen Forstgenossenschaft haben die Förster damals schon Mischwald und keinen Nadelwald wegen der Borkenkäfer empfohlen, was wir auch gemacht haben. In diesem Jahr haben wir die letzten Fichten geerntet und es wird dann auch wieder Mischwald angepflanzt.
    Ärgerlich ist nur , daß alles immer vom Wald geredet hat , aber die Waldleute nie unterstützt hat. Heute , nach über dreißig Jahren , weil der Mainstream Taten sehen will , fällt man politische Entscheidungen. Verlogenheit ohne Ende. Jetzt noch einmal zur Futterversorgung.
    Jeder Bauer weis , daß die Futtermengen unterschiedlich sind und entspr. ist Vorsorge zu treffen . Das heist , daß in guten Jahren 30 – 40% Vorrat anzulegen ist und nicht von der Hand in den Mund zu leben ist. Das ist bei den meisten Betrieben auch jetzt der Fall. Hier in Südhannover wird über Jahre viel Stroh für die Futterbaubetriebe im Norden gekauft.
    Die Lohnunternehmer kommen jedes Jahr hierher und kaufen das Stroh ab Feld auf , bergen es und transportieren es gen Norden.

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  2. Rudolf Kreiser sagt

    Wer ein Volksbegehren ablehnt weil es Augenwischerei ist , glaubt aber das die Menschheit den Klimawandel in den Griff kriegen könnte ? Wir sind noch nicht mal gewillt den Waldumbau gesellschaftlich zu tragen .“ Ja wenn die Waldbauern so doof sind und Fichtenmonokulturen anlegen“ Damit kann man das gut abwimmeln oder???
    Ist denn inzwischen in NRW die Dürrehilfe ausbezahlt??

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Glauben sie ernsthaft, dass man den Klimawandel aufhalten kann, in dem man die Anwendung der meisten PSM verbietet.
      Der Handel wird sich im Ausland mit Obst eindecken, vielfach mit Flugware und damit meint man, in BW die Insekten zu retten.

      Bei den Initiatoren der Kampagne handelt es sich bekanntermaßen um 2 Berufsimker, die wollen richtig Kohle machen, die Obst,Wein und Gemüsebauern können getrost verrecken, macht ja nichts, bei Aldi und Co steht das Obst und der Wein trotzdem im Regal.

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      • Obstbäuerin sagt

        Irgendwann werden sie merken, dass die Obstblüte für ihren Honig fehlt und auch die Obstbauern verschwunden sind. Aber sie können ja mit ihren Bienen dann nach Polen
        wandern, Ehemaliger oder sie fangen an, selber Blühwiesen und Obstwiesen für ihre Bienen anzulegen und zu bewirtschaften.

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  3. Paulus sagt

    Das ein Klimawandel stattfindet ist doch unstrittig. Nur, statt sich damit zu beschäftigen geeignete Methoden und Maßnahmen zu entwickeln wie wir damit fertig werden können und somit unser Überleben sichern, versuchen wir uns in der eher hoffnungslosen Disziplin den Klimawandel aufzuhalten oder einen gewünschten Klimazustand, welchen auch immer lassen wir mal dahingestellt, irgendwie zu konservieren. Die Masche, die Erzeugung von CO2 zu „bepreisen“ halte ich nicht für innovativ, sondern betrachte es als Ausdruck politischer Unfähigkeit und ausschließlich dem Mainstream geschuldet.
    Die nächste große Nummer dürfte sein, den Methanausstoß der Rindviecher zu bepreisen. Ich bin davon überzeugt, dass sich in Kürze eine NGO findet, die genau auf diesen Zug aufspringt und mit großer Wahrscheinlichkeit Erfolg verbuchen wird. So etwas ist dank ausreichender Spenden ja heutzutage ein Klacks. Und eine Petition kostet ja auch irgendwie nix.
    Die Vorstellung, dass sich mit einer „Bepreisung“ klimabeeinflussender Gase etwas ändert halte ich indes für ausgesprochen einfältig. Welchen für das Klima zuständigen Gott man mit den finanziellen Opfern beschwichtigen oder beeinflussen will konnte mir noch niemand erklären.

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    • brouss sagt

      Dass das Methan der Rinder ein großes Thema werden wird erwarte ich nicht, denn im Bio-Landbau ist man auf Rauhfutter-Verwerter angewiesen. Sonst wäre das schon längst Multiproblem.

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin brouss , das trifft auch uns verachtete konventionelle Tierhalter.

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    • Bauer Willi sagt

      @>Paulus
      Die klimaschädlichen Gase sind ganz überwiegend aus fossilen Quellen. Rülpsende Kühe sind da eher das kleinere Problem.

      Somit ist es eigentlich sehr einfach: Fossile Energieträger müssen teurer werden. Und zwar viel teurer und da meine ich so etwa das 10- bis 20fache der heutigen Preise. In Zahlen: Diesel pro Liter 15 €, Heizöl pro Liter 10 €. Erdgas zum Heizen auch zehnmal teurer, Die Kilowatt-Stunde Strom 3 €. Kerosin für´s Fliegen wird so teuer, das ein Flug nach New York nicht mehr für 800, sondern für 10.000 € zu haben ist.

      Das Erste was ich mache, ist, keinen Weizen mehr an die Mühle verkaufen sondern so viel wie möglich in meine Pelletheizung stecken. Muss ich vielleicht etwas umbauen, aber geht irgendwie. Zuckerrüben, Mais und Weizen gehen in Ethanol, Brasilien macht es vor. Trecker wird auf Rapsöl umgebaut, auch kein Hexenwerk. Und glaube mir, Volkswagen wird ganz schnell seine Diesel auch auf Rapsöl umgestellt haben. Biogas wird übrigens auch getankt und nicht für die Stromproduktion „verschwendet“.

      Und ich werde reich, sehr reich. Und Du wirst arm, sehr arm.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Ölscheichs von Morgen, sagte mal eine Bundeslandwirtschaftsministerin 😉

        Für die Leser dieses Forums, es war nicht Frau Klöckner. 🙂

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        • Inga sagt

          Ach dann war es die, die mir bisschen neidisch auf die ach so reichen Bauern, vor kam. Sie hat aber viel Einsehen während ihres Amtes gewonnen.

          Es ist doch logisch, wenn die fossilen Brennstoffe, wie auch das Erdöl knapp werden, kann es nur der Landmann sein, der neue Brennstoffe auf seinem Acker wachsen lässt. Eben nachwachsende Rohstoffe!
          Also nimmt er die Rolle der Ölscheichs ein.
          Da passt kein Neid hin.

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      • Inga sagt

        Unsere Grosseltern wüssten schon, warum sie uns verpflichtet haben, den Familienbetrieb zu erhalten, denn sie haben ja so viele unterschiedliche, auch schlechte Zeiten, davon 2 Weltkriege durchgemacht.
        Sogar die Textilfasern wuchsen auf dem Acker, Wolle kam vom Schaf, und als ich ein Sitzkissen für meinen Puppenwagen brauchte,nähte sie mir eins aus einem astoffrest.
        Mit was war es gefüllt? Mit Rosshaaren. Wo hat die Rosshaare her?
        Ich dachte Pferde wären zum Ziehen und Reiten da!?!
        Schafwolle war ja viel da, weil sie auch viel gesponnen und noch mehr gestrickt hat.

        Die wussten und ahnten so etwas.
        Und ihre Feten oder Partys mit Freunden nannten sie „Spinnstube“ !
        Man kann ja nicht nur Wolle spinnen, sondern auch Fasern von Pflanzen wie Lein.
        Hanf wuchs früher auch auf dem Feld.

        Ein Bauernhof kann neben Nahrungsmittel viele Rohstoffe liefern!

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      • Paulus sagt

        @Willi
        Ob du es glaubst oder nicht, den Reichtum würde ich dir gönnen. Dass aber ausgerechnet DU bei all dem bereit wärest, dich über die damit verbundenen sozialen Aspekte, mit allen zu erwartenden Folgen und Verwerfungen hinweg zu setzen nehme ich dir nicht ab. Ne ne, mein lieber Dr. Kremer-Schillings, beim besten Willen nicht. 🙂
        Da unser Bedarf an elektrischer Energie eher zunehmen als abnehmen wird, halte ich es lieber mit dem vermeintlichen Teufel, der in Form von Kernenergie daherkommt. Damit befinde ich mich sogar auf Linie einer gewissen Greta Thunberg, bzw. deren Einflüsterer. Hätte sich unsere geschätzte Kanzlerin in diesem Punkt nur auch mal von Greta inspiriert gefühlt.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Mein lieber Paulus,
          wenn Energieweizen mehr ist, als als Lebensmittel, dann muss man Fragen was in unserer Gesellschaft nicht mehr stimmt.
          Keiner hat das Recht bei so einer Konstellation die Moralkeule zu schwingen.

          Jedem anderen wird erlaubt den Preis zu verlangen die der Markt hergibt. Das Heizen von Getreide ist nur Landwirten erlaubt, die das Getreide selbst anbauen.

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          • Paulus sagt

            Mein lieber Ehemaliger,
            wahrscheinlich habe ich mich missverständlich ausgedrückt, das kommt bei mir schon mal vor. Mein Beitrag war eher als Referenz für die Anständigkeit, die ich Bauer Willi grundsätzlich unterstelle gedacht.
            Davon, eine Moralkeule zu schwingen bin ich weit entfernt, das steht mir nicht zu.

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            • Inga sagt

              also du meinst, in dem Fall sollten die Bauern sich alle ethisch und sozial verhalten?

              Wer verhält sich jetzt sozial gegenüber den Bauern?
              Am lautesten wird der schreien der Bauer Willi mit den Erntemaschinen und -wagen nicht durchlässt, weil sich im Feierabend gestört fühlt und auf das Recht pocht.

              Aber wie Lebensmittel oder Brennstoffe vom Feld kommen interessieren ihn nicht!

              Also bald muß man sich fragen, ob noch Brennstoffe wie Diesel für Hobbies zu vergeuden noch erlaubt werden soll!

              Nicht für Hobbys und auch nicht für Werbung, bzw. Reklame oder?

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          • Inga sagt

            aber Ehemaliger,
            denkst du denn Paulus oder andere Nichtlandwirte wollten, in dem Fall von Bauer Willi Weizen kaufen, um ihn zum Heizen zu verbrauchen?
            Ob er der oder sie Technik dafür überhaupt mächtig ist oder sind?

            Der Weizen wird Zentral für viele Häuser verbrannt, damit man, um zu wärmen da nur die Heizung aufdrehen braucht!

            Es wird schon welche geben, die so einen Pelletofen im am Hause haben. Ich habe sogar schon eine mit automatischer Beschickung gesehen.

            Oder hast du gar auch so eine Anlage?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Der Gesetzgeber erlaubt nur den Betrieben Getreide zu verheizen, die er selbst erzeugt hat.

              Pelletöfen haben viele, aber ohne Umbauten wird das nicht funktionieren.

              Pellets müsste ich kaufen, Scheitholz habe ich am Lager und im eigenen Wald am Stück. 😉

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Paulus, Du bringst es auf den Punkt. Ich kann es Dir auch nicht erklären.
      Wir beide , haben ebend keinen Zugriff , auf den dafür zuständigen “ Verantwortlichen“

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    • bauerhans sagt

      „Dass ein Klimawandel stattfindet ist doch unstrittig.“

      können wir den überhaupt beeinflussen???
      mit schuldzuweisungen sicherlich nicht!!!

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    • claus-peter schaffhauser sagt

      Dass ein Ausstieg aus der Massentierhaltung notwendig ist und es auch keinen Sinn macht, Subventionen nach Flächengröße zu bezahlen, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Wenn man dann vom „Bauern“ Endres liest, der 1800 Rinder hält und sie teilweise hilflos in seinen Ställen verrecken lässt, spürt, das es keine Ehrfurcht vor der Kreatur mehr gibt. Wenn Tiere nur noch als seelenloser Produktionsfaktor gesehen werden, die Gülle ausgebracht wird, wenn der Bauer gerade mal Zeit hat, läuft etwas falsch in der Landwirtschaft. Solche Betriebe braucht keiner.

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      • Bauer Willi sagt

        Dann fangen Sie schon mal mit Ihrem Einkauf damit an. Kaufen Sie – aber bitte konsequent – Bio. Wobei 30.000 Biohühner? Zählt das nicht zur Massentierhaltung?

        Bauern sehen ihre Tiere in der Regel nicht als seelenlose Produktionsfaktoren. Die Gülle wird nicht ausgebracht „wenn der Bauer gerade mal Zeit hat“. Bitte informieren Sie sich, bevor Sie solche Plattitüden von sich geben.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Traumhaft wäre unserer Betrieb für sie gewesen, 4 bis 5 Kühe.
        Was glauben sie warum ich schon vor 1970 diese Viecher abgeschafft habe.
        Es ist einfach mit dem Zeigefinger auf die Bauern zu zeigen, denken sie daran, wo die anderen hinzeigen.

        Selbstverständlich sind Vorfälle bei bei den Endres nicht zu tolerieren.
        Letzes Jahr wurde in unser Gegend eine Frau so geprügelt, dass sie an den Folgen starb.
        Kein Mensch verlangt jetzt, dass sich kein Mann eine Partnerschaft zulegen darf.

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  4. Friedrich sagt

    Der Klimawandel ist so alt wie die Erde besteht. Als die Römer in Germanien waren , also vor fast 2000 Jahren , war es wärmer als heute. Auch der Wikinger , der Rote Erik , siedelte vor fast 1000 Jahren auf Grönland und mußte später , als das Eis kam, wieder zurück. Heute hat man die Siedlungsmauern im aufgetauten Land gefunden. Der Klimawandel wird heute aufgebauscht , weil man keine Veränderung akzeptieren will und medial gut für die Angstmache verwenden kann. Auch kann man mit der Angst gute Geschäfte machen. –Bevor wir uns Ende der 80er Jahre für die Beregnung entschieden haben , habe ich mir die Wetterdaten vom nahegelegenen Flughafen besorgt. Das Ergebnis war , daß die Regenniederschläge unverändert im Mittel waren , aber seit ca. 1980 die Verdunstung durch die gestiegene Sonneneinstrahlung gestiegen war. Dies bestätigt mir auch heute die Wetterstation der Landwirtschaftskammer. So haben wir hier in Südhannover nur noch 26 ltr./m2 für Grundwasserneubildung und Oberflächenabfluß.
    Zusätzliche Wasserentnahmenmengen der Wasserwerke konnten wir verhindern ,aber die derzeitige Wasserentnahmemenge hat in den letzten 50 Jahren den Grundwasserspiegel um 2 cm je Jahr , also um einen Meter abgesenkt. Beregnet wird hier fast nichts, aber die Verbraucher , Gewerbe und Industrie sind die Abnehmer. Also kann auch hier nur eingespart , sprich weniger verbraucht werden. Die Landwirtschaft ist hier der Leidtragende durch den ungebremsten Wasserverbrauch . Gut , daß die Förderpumpen der Wasserwerke noch auf dem alten Stand sind und nicht mehr fördern können , sonst würden die Werke pumpen was sie könnten. Ist halt auch ein Geschäft.- In den 80er Jahren haben wir den Weizen vom 20.8. – 5.9. geerntet. Gerste immer vom 12.7. – 25.7. . In diesem Jahr am 1.7. die Gerste und bis zum 30.7. den Weizen. Die Gerste haben wir vor 30 Jahren um den 17. 9. und heute um den 25.9. und den Weizen ab dem 10.10. früher und heute ab dem 30.9. gedrillt. Dadurch ernten wir natürlich den Weizen auch früher und die Sorten werden auch schneller Erntefähig durch Züchtung. Wir und die Züchtung haben uns also schon lange an die Klimaveränderung angepasst. Leider haben das unsere Mitmenschen erst jetzt erkannt und machen da jetzt eine Riesenwelle der Angst draus. Mit einer Verhaltensänderung jeder nach seinen Möglichkeiten ist der Sache gut zu begegnen.

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      So leicht ist „der Sache“ wohl doch nicht zu begegnen, Friedrich! Was sagen Sie den Waldbewirtschaftern, deren Bestände regelrecht zusammenbrechen? Was den Tierhaltern, die nicht genügend Futter für den Winter bekommen? Und was den Weidehaltern, deren gesellschaftlich doch so erwünschte Haltungsform in Sommern wie dieses und letztes Jahr kaum noch möglich ist?
      Zu Erik dem Roten sollten Sie sich übrigens mal besser informieren, er hat den Namen „Grönland“ erfunden, um Gefolgsleute zur Auswanderung in das vermeintlich grüne Paradies zu motivieren. Ein Zuckerschlecken waren die Lebensbedingungen dort nie. Eher ein früher Fall von fake news als ein Beweis für frühere Klimaveränderungen.

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  5. Elisabeth Ertl sagt

    Die Monate Juni und Juli waren im langjährigen Schnitt bei uns immer die niederschlagreichsten des Jahres. Wir haben früher „europäischer Monsun“ dazu gesagt. Ausnahmejahre gab es immer. Ob die Dürren der letzten Jahre schon auf die Zukunft schließen lassen, kann man jetzt noch nicht sagen.

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  6. Ich denke, man muß innovativ werden, auch wenn man Bauchschmerzen dabei haben mag. Sich auf Gentechnik und Züchtung zu verlassen, erachte ich für den falschen Weg. Zumal das Saatgut sich immer schon mit dem Klima entwickelt hat, heutige Sorten sind bereits deutlich besser angepaßt als damalige Sorten, eben weil das Wetter/Klima immer schon ein Faktor war, der einkalkuliert wurde. Aber wenn der Humus einem davonweht, ist es fast schon egal, was für Saatgut man hat … oder überall wächst nur noch Strandhafer …

    Hier mal wild ein paar Ideen:

    Nun bin ich selbst kein Landwirt, doch zu den bekannten Maßnahmen mag es sinnvoll sein, auch über ergänzende Maßnahmen nachzudenken, selbst wenn eher ungewöhnlich … doch letztlich wäre Gentechnik mit CRISPR ja auch ungewöhnlich …

    Ertrag abhängig vor allem von Böden
    Meines Wissens hat beispielsweise ein Hof hier in der Region sogar mehr Ertrag eingefahren trotz Dürre. Bei ihm gäbe es moorigen Grund, welcher meines Wissens deutlich bessere Speicherkapazitäten hat aufgrund des hohen Anteils an Biomasse. Während die Trockenheit Pilz etc. unterdrückt haben dürfte zur Ernte hin. Man könnte erstmal schauen, wie welcher Boden reagiert hat mit Blick auf die Erträge. Also quasi wie hoch muß der Kohlenstoffanteil sein, wie dick die Humusschicht, um Dürre überstehen zu können? Wie gut die Speicherkapazitäten?

    Nun wäre eine Beregnung kostenintensiv und nicht sehr wasserschonend, vieles würde einfach nur versickern, Stichwort „virtuelles Wasser“. Eine Dauerlösung kann es nicht darstellen. Und selbst die hartnäckigste Pflanze, beispielsweise Strandhafer (wir waren im Urlaub an der Nordsee), braucht ein Minimum an Versorgung, mit Blick auf Erträge kommt man da auch nicht weiter, wenn man nur auf Züchtung und Gentechnik vertraut und damit andererseits wieder mehr Pflanzenschutzmittel bräuchte. Teufelskreis.

    Philosophisch: Weniger ist mehr, aus der Not eine Tugend machen
    Ab Minute 28 kann man hier im Beitrag von Quer sehen, wie sich der Rückgang der Kartoffelernte letztes Jahr durch die Dürre in Bayern auf Konsum und Preise ausgewirkt hat. Die Dürre hat zu weniger Produktion gezwungen, so daß die Preise deutlich gestiegen sind. Zwangsweise durchs Klima kann man dem Preisverfall entgegenwirken aus ökonomischer Sicht durch weniger Produktionsmenge, dafür mehr Nachhaltigkeit. Verbraucher haben es akzeptiert, selbst daß die Pommes kürzer wurden. Daß wir zu viel produzieren beziehungsweise der Fokus stellenweise zu sehr auf Futtermitteln und Fleischerzeugung liegt, ist ein ökonomischer Faktor, den man berücksichtigen könnte. Kann man mit Inkaufnahme von weniger Erträgen nachhaltiger wirtschaften, wenn alle mitziehen und keiner sich mit Masse billig macht?
    https://www.youtube.com/watch?v=TwelcZf5rd0

    Hier ein Gegenbeispiel, wie der Handel mit Niedrigpreisen überhaupt erst das Konsumverhalten zerstört, die Wertschätzung unterminiert. Zitat: „Mit seinem Konzept, gute Ware billig anzubieten, verändert das Unternehmen (ALDI) das Kaufverhalten der Kunden (in Australien).“
    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/discounter-in-australien-wie-aldi-einen-kontinent-umkrempelt/12880730.html

    Innovation
    Nicht ganz so neues Thema, aber interessant finde ich das Konzept der Aquaponik. Nicht geeignet für Knollengemüse oder hektargroße Flächen. Doch für Feingemüse etc. durchaus interessant. Bodenunabhängig, bis zu 90 % Wasserersparnis, großteils geschlossenes System, minimaler PSM-Aufwand. Hier ein Beispiel mit Musterstandort in Berlin: http://www.ecf-farm.de/

    Hier ein Artikel:
    https://www.lebensmittelmagazin.de/wirtschaft/20190607-hier-ist-die-zukunft-gegenwart-die-grune-fisch-basilikum-fabrik-aquaponik-ecf-farm/

    Kürzlich gab es auf Phoenix auch entsprechende Doku zum Urban Farming, siehe hier auf Youtube:
    https://www.youtube.com/watch?v=V3GDOVFib40

    Vorteil: Wenn man es innovativ aufbaut, kann man über Fördergelder etc. einiges ranholen. Ob in alten Lagerhallen, Fabrikgebäuden oder ähnlichen, sei dahingestellt. Doch könnte es die Landwirtschaft nicht nur wieder in den Ort und stärker ins Bewußtsein der Verbraucher bringen, sondern auch nachhaltige Produktion ermöglichen als ergänzendes Standbein. Und noch macht es hierzulande niemand in großem Stil meines Wissens. Auch wenn befremdlich für Landwirte, wie ich mir vorstellen kann. Aber wenn die Landwirte es nicht machen, machen es irgendwann Bayer und Co. … also dann doch lieber die Landwirte 😉

    Humusaufbau, aber wie?
    Meines Erachtens ist der wichtigstes Faktor Kohlenstoff. Zirka 60% vom Humus besteht aus Kohlenstoff. Die enormen Speicherkapazitäten kennt man auch von der Aktivkohle gegen Vergiftungen oder von erhöhten Nährstoffwerten im moorigen Grund mit Blick auf die Düngemittelverordnung, halt weniger Nährstofferosion.

    Es gibt wohl altertümliche Konzepte, die bisher von Hobbygärtnern und Ökos in privat ausprobiert werden, aber noch nicht landwirtschaftlich ausgearbeitet wurden. Stichwort Terra Preta: Verkohltes Holz/Holzkohle, die wie ein Schwamm wirkt, vermengt mit Kompost und Fäkalien. Vollgesogen mit Nährstoffen wird diese Kohlenstaffmischung dann später in den Boden quasi als Humusersatz eingearbeitet. Da gibt es mehrere Methoden, eine davon spricht von Fermentierung, was jedoch den PH-Wert verändert. Im Kern jedoch geht es wohl um den Kohlenstoff, dessen Speicherkapazität kann Dürren und Co. puffern.

    Aber grundsätzlich könnte man durch mehr Kohlenstoff auch die Wasserspeicherkapazität erhöhen. Nachteil: Kohlenstoff, wenn nicht vorher mit Nährstoffen gesättigt, entzieht dem Boden Nährstoffe. Auch ist auf die Holzkohle zu achten, kein Tropenholz und möglichst kein verunreinigtes Holz. Aber wir haben hier ja auch einiges an Totholz in Wäldern etc. Vielleicht könnte sich das ergänzen. Ob man dann sogar Gärrestrückstände oder ähnliches damit verarbeitet, müßte man schauen. Es wäre halt experimentell und eher was auf mittelfristige und langfristige Sicht. Ohne experimentierfreudige Landwirte wird es nichts.

    Also künstlich den Kohlenstoffanteil erhöhen. Durch einen derartigen Humusaufbau würde die Landwirtschaft sogar trotz Kraftstoffverbrennung etc. positiv zur CO2-Bilanz beitragen, indem künstlich mehr Kohlenstoff im Boden gebunden würde. Gleichzeitig fördert es den Aufbau von natürlichem Humus wie eine Art nicht-erodierende Biomasseinfusion, so will ich es mal beschreiben.

    —-

    Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Mittel, aber womöglich wäre es etwas, was man andenken oder ausprobieren sollte. Gerade die Humusbildung finde ich spannend mit Blick auf Weideland im Vergleich zum Ackerland. Denn wenn es gelingt, könnte man jeden Boden aufwerten, auch Böden, die vorher nicht in Frage kamen für die Landwirtschaft. Künstlicher Humus, quasi eine Prothese für den Boden.

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    • Heinrich Steggemann sagt

      Woher soll die Holzkohle für die Terra Preta kommen?????
      Eine aus meiner Sicht interessante Quelle wären der gesammelte Grünschnitt und der Inhalt der Biotonne. Halt alles das was heute in grossen Mengen kompostiert wird, wobei es aus wirtschaftlichen Gründen hauptsächlich darum geht, die Menge durch die „kalte Verbrennung “ möglichst kosteneffizient zu verringern, bei entsprechend hohem CO2 Ausstoss. Aber Kompost hat halt einen guten Ruf. Mein Vorschlag an unsere Stadt/Kreis ist die Teilverwertung der gesammelten Biomasse in einer Pyrolyseanlage zur Herstellung von Pflanzenkohle. Ein Teil der Pflanzenkohle sollte in die Landwirtschaft gehen, zur Aufwertung der Wirtschaftsdünger (mikrobielle Keimzellen fürs humusaufbauende Bodenleben mittels flüssigem Kohlenstoffweg), ein weiterer Teil bei der kommunalen Kompostierung zugesetzt werden und der Rest versuchsweise zur Stabilisierung der separat gesammelten menschlichen Fäkalien eingesetzt werden um bei entsprechender ackerbaulicher Nutzung den Mineraldüngereinsatz in der Landwirtschaft herunterzufahren. Ich hoffe das es nach der politischen Sommerpause mit einem entsprechend in den letzten Tagen angeleierten Termin zu diesem Thema in Richtung Stadtrat klappt.

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      • Thomas Apfel sagt

        Pflanzenkohle ist genau die Kohlenstoffform, die für die Bodenfruchtbarkeit gar nichts bringt. Kohle (reiner Kohlenstoff) hat keine chemischen Bindungskräfte (Kationen-Andockstellen) und ist damit für den Boden eher ein Farbstoff wie „Safran macht den Kuchen gelb“. Alle Versuche mit pyrolysierter Pflanzenkohle erfordern extreme Mengen je ha um überhaupt irgendeinen Effekt zu erreichen. Das setzt so bei 30 to/ha an, dafür sind über 100 to Frischmasse erforderlich. Der Kohlenstoff muss den Boden sinnvollerweise schon in Form von Huminsäuren und Humaten „färben“. Dafür braucht es andere Verfahren als die Pyrolyse.

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    • Obstbäuerin sagt

      „Vorteil: Wenn man es innovativ aufbaut, kann man über Fördergelder etc. einiges ranholen. Ob in alten Lagerhallen, Fabrikgebäuden oder ähnlichen, sei dahingestellt. Doch könnte es die Landwirtschaft nicht nur wieder in den Ort und stärker ins Bewußtsein der Verbraucher bringen, sondern auch nachhaltige Produktion ermöglichen als ergänzendes Standbein. Und noch macht es hierzulande niemand in großem Stil meines Wissens. Auch wenn befremdlich für Landwirte, wie ich mir vorstellen kann.“
      Stimmt, Herr Suhr, denn Landwirte arbeiten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen. Aber vielleicht möchten Sie ja Vorreiter sein und ein wenig in Ihre Überlegungen investieren. Fangen Sie klein an mit 100.000 € geht da bestimmt schon was, so als zweites Standbein.

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  7. Obstbäuerin sagt

    Diese Beobachtungen machen wir auch seit einigen Jahren. Die Baumblüte verlagert sich immer mehr in den April und das hat in diesem Jahr dazu geführt, dass 80% unserer Apfelernte durch eine Frostnacht mit -7 °C am 5. Mai vernichtet wurde. Da die Kirschblüte aber schon lange durch war, gab es bei Kirschen nicht so hohe Ausfälle. Wenn dann noch Einschränkungen bei den wichtigen Produktionsmitteln per Gesetz vorgeschrieben werden, wird der Obstanbau bei uns fragwürdig. Wir sind in dem Dilemma, dass wir zu alt sind, um etwas Neues oder Anderes zu beginnen und nicht alt genug, um aufzuhören. Inzwischen haben wir Zustände wie beim Glücksspiel und irgendwie sind wir selten bei den Gewinnern. Und die Gesellschaft und die Politik lassen sich von NGO´s und deren Verbündeten in eine Richtung drängen, die die Lage zusätzlich verschärft.

    8+
  8. Mark sagt

    Die „Studie“ der LKO ist mit, Verlaub, kompletter Stuss, da hierbei keine ceteris paribus Verhältnisse eingehalten wurden, um solche Schlussfolgerungen ziehen zu können. Aussagefähig wäre, wenn die Ermittlung der Erntetermine über 30 Jahre immer die gleiche Sorte zum gleichen Aussaattermin betroffen hätte. Die Züchtung hat aber in den letzten Jahrzehnten, wie der Autor selbst erwähnt, immer frühreifere Sorten hervorgebracht. Also Willi, lasst Dir nicht aufschwatzen, die Geburtenraten hingen mit der Anzahl der Störche zusammen.
    In diesem Zusammenhang finde ich folgende Studie schlüssiger, auch wenn ich sonst von dem Institut nicht so überzeugt bin:
    https://www.eike-klima-energie.eu/2019/03/22/forsythie-der-vorzeigestrauch-des-deutschen-wetterdienstes-verspaetet-sich-deutlich-seit-ueber-30-jahren-2/

    7+
    • EIKE? Also wer da über welche wissenschaftliche Qualifikation verfügt oder mehr aus dem Bauch heraus rät, nun ja 😀 Danke, AfD!

      Sagen Sie Ihrer Frau Storch, daß die Sonne bereits „weniger scheint“ (Sonnenaktivitäten), und es ist trotzdem heißer geworden!

      Oder hier mal ein bißchen Hintergrundinfo:
      Auch ein bißchen FCKW hat ein riesiges Ozonloch in die Atmosphäre gerissen. Auch ein bißchen Gift haut ’nen Menschen aus den Latschen, bevor wieder über Mengen an Treibhausgasemissionen philosophiert wird.

      Ein temperaturbedingt schwächerer Jetstream an der Arktis vermag nicht mehr so gut, die Hoch- und Tiefdruckgebiete zu bewegen, so daß selbige länger an einem Ort verharren, Stichwort Trockenphasen (siehe Frühjahr mit Wüstenbildung in Brandenburg). Der Jetstream ist quasi ein Mixer, der jetzt auf schwächster Stufe läuft. Dadurch muß die Vegetation über längere Zeiträume mit gleichbleibenden Wetterbedingungen klarkommen.

      Verfolgen Sie gern auch die Entwicklung der Temperaturen … und ja, die Karte ist dann Rot, auch wenn der AfD es nicht gefallen mag.

      https://www.tagesschau.de/faktenfinder/wetterkarten-tagesschau-101.html

      4+
      • Mark sagt

        In Sachen dumpfer Polemik sind sie gut, zur Sache haben Sie herzlich wenig beigetragen!

        6+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Es war in den 80ziger Jahren, als die ersten Zwetschgen (Katalonische Spillinge) Mitte Februar in voller Blüte standen, Ersinger Ende Februar. Wir hatten das schlimmste befürchtet, blieben jedoch von einem Frost verschont.

        Heutzutage würden wir dem Klimawandel die Schuld geben, damals war es eine Laune der Natur.

        1947 war ein besonders heißes und trockenes Jahr und zwischen Weihnachten und Silvester durch Regen und Schneeschmelze das höchste Hochwasser des 20 Jahrhunderts. Wetterextreme gab es schon immer, nur damals haben die Medien uns nicht gesagt, wie schlecht das Wetter und dass die Landwirtschaft daran Schuld ist.

        7+
        • Lieschen Müller sagt

          Man kann nur immer wieder auf die Begriffe „Wetter“ und „Klima“ hinweisen. Wetterextreme gab und gibt es. Führen manchmal zu Ernteausfällen, manchmal zu Rekordernten. Ein anderes Klima in Deutschland fordert andere Anbaumethoden. Zum Beispiel nimmt die Regenmenge im Sommer kontinuierlich ab. Bisher hatte man es im Sommer warm, sonnig und feuchten Boden. Jetzt hat man es heiß, hohe UV-Strahlung und trockenen Boden. Nun ja, da sehen sie doch ein, dass man das mit der Landwirtschaft jetzt anders gestalten muss. Ich meine, niemand baut hier Reis oder Bananen an, aber in Thailand macht doch auch keiner Zuckerrüben, oder? Also das „Klima“ hat doch schon Einflüsse auf die Möglichkeiten der LW.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Das Klima hat schon immer bestimmt, was angebaut wurde.

            Längere Trokenperioden werden zu Pflanzen führen, die das ertragen.
            Bei uns im Weinbau werden Vorsichtig Sorten angebaut, die in Südlichen Ländern angebaut werden. Wie die sich verhalten, wenn ein kaltes Jahr kommt, wird sich zeigen.

            Ich baue im Garten Cayoten an. Die Chayote hat ihren Ursprung bei den Azteken und Maya Mesoamerikas. Auf meinen 215 Meter NN klappt das wunderbar, ab 350 Metern tragen die keine Früchte, auch nicht in Norddeutschland.

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      • Christian Bothe sagt

        Ich weiß zwar nicht,was Eike mit der AfD zu tun hat,aber ich empfehle Ihnen H.Suhr, mal die Publikationen von den Professoren Kirstein Lpz. Malberg Bln. Shaviv Israel etc. Klimawandel ja,aber was sind tatsächliche Ursachen? Doch nicht der menschengemachte CO2 Ausstoß von gerade mal 0,00046% in der Atmosphäre? Ich denke das ganze ist vielschichtiger als momentan sich nur auf CO2, Methan,Lachgas etc.zu beziehen. Sicher spielt auch die Sonnenaktivität eine Rolle und die Wärmerückstrahlung o.ä.Bin aber kein Wissenschaftler, verfolge aber alles in dieser Richtung,denn um nichts anderes (leider) beschäftigt man sich ja heutzutage…

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        • Sie meinen die zurückgehende Sonnenaktivität sorgt für höhere Temperaturen? Also weniger Sonne gleich heißer? Äh, jaaaa, schon klar …
          https://www.wiwo.de/abnehmende-sonnenaktivitaet-unsere-sonne-schwaechelt/21239422.html

          Joah, es finden sich immer Menschen, die angeblich Wissenschaftler wären, Fake Science ist ja gerade in Mode. Es soll sogar Menschen geben, die an die Schöpfungslehre glauben … aber wer weiß … womöglich sogar auch Flatearther?!

          Wie oben erwähnt reicht schon ein kleines bißchen menschlicher Einfluß für massive Auswirkungen. Stichwort Butterfly Effekt. Hier mal sehr einfach erklärt, wieso nur ein bißchen mehr CO2 schon dramatische Auswirkungen hat:
          https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/so-eine-grosse-wirkung-hat-so-wenig-co2/

          Das Ozonloch bestreitet doch sicherlich niemand hier. Wie hoch war noch gleich der Anteil von FCKW in der Atmosphäre?

          Oder fragen Sie mal Bauer Willi, er ist Chemiker. Sicherlich kann er Ihnen was zu Enzymen, Katalysatoren, Schwermetallen und ähnlichem mehr erzählen, wie mit wenig schon viel erreicht wird!

          Und von wegen EIKE als Alibi-Institut, um die AfD mit Pseudowissenschaft zu füttern, die plausibel klingt für Otto-Normal, wissenschaftlich aber kaum haltbar ist, hier ein paar Links:

          https://lobbypedia.de/wiki/Europ%C3%A4isches_Institut_f%C3%BCr_Klima_und_Energie

          https://www.tagesspiegel.de/themen/agenda/rechtspopulisten-das-netzwerk-der-klimaleugner/24038640.html

          Das läuft in der Regel nach ad hominem Rhetorik. Jemand soll persönlich diskreditiert werden, um damit dessen Aussagen zu diskreditieren. Wie auf Facebook auch.

          Naja, oder man bastelt sich seine Nachrichten selbst (schön, wie man Eisbären geschrieben hat nebenbei):
          https://www.maz-online.de/Brandenburg/AfD-verbreitet-manipuliertes-MAZ-Foto-von-Fridays-for-Future-Demo-in-Potsdam

          Logik ist nicht Bauchgefühl 😉 Wenn wir alle nur auf den Bauch hören würden … uuiui, Tiffy! Aber heutzutage hat ja jeder den Stein der Weisen für sich gepachtet, wofür Ahnung, wenn man nur laut genug seine Meinung kundtun muß?

          Aber den Landwirten hilft es nicht, so zu tun, als wäre der Klimawandel nicht da. So ein staubtrockenes Feld und Ertragseinbußen zeigen EIKE den Vogel 😀

          Hier mal ein anderes Beispiel zu vermeintlicher Logik zum Thema Feinstaub und Diesel. Mario Barth, Fraktion der Leugner, vs. Die Anstalt, Fraktion der Kritiker. Beides klingt für sich logisch, aber so im Direktvergleich … insofern mal infragestellen, was wer will, wohinter welcher Bote steckt:
          https://www.youtube.com/watch?v=Efb5ytdZaC8

          Aber man muß sich die Zeit nehmen … und wer bildet sich schon gern selbst heutzutage … nach vierzig Jahren wechselt Omi auch nicht mehr von Ariel zu Persil. Und wenn es das eigene Konsumverhalten trifft … nee, dann doch lieber weiterso 🙁

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          • Obstbäuerin sagt

            Alles, was Sie hier ausführen, Herr Suhr, trifft auch auf Sie zu. Ihre Selbstwahrnehmung scheint Ihnen total abhanden gekommen zu sein.
            Vielleicht sollten Sie sich eine andere Plattform suchen, um sich an der AfD abzuarbeiten und eher darauf hören, was die Landwirte aus ihrer praktischen Erfahrung mitzuteilen haben.

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          • Christian Bothe sagt

            Na H.Suhr,dann lesen Sie mal die Veröffentlichungen (allerdings nur in Englisch) in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Nature“ vom Juni diesen Jahres und die Analysen von Prof. Döhler und Co. So unterschiedlich sind die Aussagen der Wissenschaftler und deshalb meine ich sollte man alles beachten und nicht nur die letzten Jahrzehnte betrachten und dem gegenwärtigen Klimahype folgen… Ich tue mich jedenfalls schwer mit der sachlichen Beurteilung der Klimaerwärmung und den Folgen für unsere LW und deren Weiterentwicklung.

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    • Christian Krumphuber sagt

      Nur der Vollständigkeit halber: Das ist keine Studie der LK (Landwirtschaftskammer) sondern des für die Sortenprüfung zuständigen Mitarbeiters der Agentur für Ernährungssicherheit. Es ist lediglich der Hinweis, dass sich in den letzten 50 – 60 Jahren das Ährenschieben um 13 Tage verfrüht hat – der Erntetermin um 23 Tage. Das ist mit Züchtung frühreifer Sorten allein nicht zu erklären. Zeigt nur auf, dass sich die für die Ertragsbildung zur Verfügung stehende Vegetationszeit tendenziell verkürzt. Die Kritik von Mark halt ich locker aus…

      5+
  9. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, Kartoffeln und Gemüse sind nach der Revolution 1990 von unseren Feldern verschwunden.Mit der Schließung der Zuckerfabrik in Brottewitz, stirbt auch ab 2020
    der Zu. Rübenanbau. Auf Grund der Trockenheit haben wir 2018 keinen Raps gedrillt.
    Auch 2019 könnte das wieder Realität werden, Die Böden sind hart und ausgetrocknet.
    Der Mais macht einen jämmerlichen Eindruck. Die Artenvielfallt geht immer mehr verloren.
    Anständige Fruchtfolgen sind nicht mehr möglich.
    Geht da Landwirtschaft überhaupt noch ???? Die politischen Rahmenbedingungen, was die Landwirtschaft betrifft, verschlechtern sich immer mehr.
    Eine Lösung ist weit und breit nicht in Sicht.

    2+
    • Brötchen sagt

      Stimmt ich hatte bei euch mal Rotkohl gesehen. Ich bin gestern eim Stück gefahren, der mais hat sich wieder erholt. Es waren ca. 12 mm. Es sind sogar Kolben dran.
      Gut so wie im Süden steht er nicht. Aber keine Totalkatastrophe.
      Ich denke im Frühjahr wird immer was gehen. Gestern haben sie dort auch Zwischenfrüchte o.ä. gedrillt. Sonnenblumen wurden in einem Betrieb ungebrochen und woanders geht es noch, da stehen noch welche. Ja es schwierig, aber mit Veredlung wird immer was gehen.

      Denen es am besten geht, die jammern am meisten.

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    • Lieschen Müller sagt

      Warum macht ihr keine Kartoffeln mehr? Ökonomische oder klimatische Ursachen?

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      • Der Brandenburgbauer sagt

        Moin,bis zur Wende ,wurden unsere 6000 Mastschweine und die gesamte Nachzucht,
        in der Hauptsache mit Kartoffel gefüttert.
        Da waren 1000 ha Kartoffelanbau notwendig. In die individuelle Tierhaltung, die es da noch gab, wurden an die Halter und für dessen Ernährung sogenante Einkellerungskartoffeln im Herbst geliefert.
        Das viel nach der Wende alles plötzlich weg.
        Schweine wurden auf Flüssigfütterung umgestellt, dazu brauchte man keine Kartoffeln mehr. Die jetzt aus der Erde schießenden Supermärkte , boten kleine Gebinde Kartoffel an, also war die Einkellerung auch kein Thema mehr.

        2+
        • Inga sagt

          Was haben Einkellerungskartoffel mit Gebinde zu tun?

          Also hat die Kartoffel so viel Eiweiß, dass sie Soja ersetzen kann? Vielleicht noch mehr und andere Mineralien hat?

          Wir Wessis füttern schon länger keine Kartoffel mehr, aber dafür eine Schrotmischung aus Getreide (Gerste Weizen) und Soja + gekauftes Mineralfutter.

          Und man hat nebenbei festgest3ellt dass wenn dieses Getreide mit dem Wasser mischt, das die Schweine täglich saufen und der so entstandene Getreidebrei dann besser für die Ernährung aufgeschlossen ist, als trockenes Schrot und Wasser extra!
          Und vielleicht für die Schweine bekömmlicher.

          So auch das Brot und Brötchen, die über Nacht gegangen sind, um einen Laib zu bilden! Das ist für uns bekömmlicher, schmeckt besser und kann eben besser von uns Menschen aufgeschlossen werden.

          1+
  10. Sandra Harms sagt

    Bauer Willi, und um wieviel hat sich der aussat termin nach vorn geschoben? wenn meine mutter so erzählt haben sie früher den weizen meist erst im november gedrillt, heut ist der doch in der regel am 20 oktober bereits vollkständig in der erde,auch die sorten auswahl hat sich in richtung frühe sorten gewandelt, gleiches beim mais, in den 90er jahren wurde bei uns keinesfalls vor dem 1.mai gedrillt, mittlerweile sind die ersten dabei am 15.april zu drillen… komisch hier, die die es erst im mai schaffen ernten wie früher erst im oktober,die die früh gedrillt haben bereist mitte bis ende september… komisch auch der reihenschluss in zuckerrüben, ich messe das unserem schützenfest ende juni, und da ist es immer kurz vor reihenschluss,selten mal das die reihen schon zu sind,auch die alten bestätigen mir das, die reihen sind nach dem sf zu und damit auch das hacken zu ende…

    5+
      • Sandra Harms sagt

        Willi, die aussaat termine bei rüben sind ja recht konstant, einzelne jahre sind mal früher,einige später.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Sandra, mit Deinen Beobachtungen liegst Du völlig richtig.
      Auf Grund der längeren Vegetationszeit, die in unserrer Gegend, schon über viele,viele Jahre, bis weit in den späten Dezember geht, haben sich auch die Aussaatermine stark verändert.
      Begann früher die Aussaat von Wi.Raps um den 15.8 herum , ist es jetzt ,in der Regel der 1.September. Wi.Gerste wurde meistens ab 10.September gedrillt. Heute Ende Septembers. Das gleiche trifft auch für Roggen zu. Wi. Weizen wird nicht vor dem 15.11.
      gedrillt. Auch der Weizen der nach Rüben steht, kann bis mitte Dezember gedrillt werden.
      Silomaisernte früher um den 20.9. , heute ist Ende August alles im Silo.

      1+
      • Brötchen sagt

        Früher hättet ihr das nie geschafft. Das musst du auch dazu sagen.

        Es kam jetzt eine Meldung, es soll wohl wieder eine abkühlphase geben, bald. Wer weiss.

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        • Der Brandenburgbauer sagt

          Moin, Kühl hilft in der jetzigen Situation nur bedingt. Landregen brauchts
          dringend. Mit Deiner Bemerkung „Früher hättet ihr das nie geschafft“ liegst Du nicht so daneben.
          Heute marschiert eine ganz andere Schlagkraft von PS starken Traktoren aufs Feld. Die Bestell und Erntetechnik hat sich ja auch revolutionär verändert.

          1+
          • Brötchen sagt

            BB ich war als Jugendlicher im Betrieb meines Vaters jedes Jahr mind. 2 Wochen mit auf dem Acker beim dreschen und strohbergen dabei. Das ging endlos und ständig war was kaputt.

            Heute bin ich meinen Vater dankbar, habe viel gelernt, was mir heute hilft.

            1+
  11. Arnold Krämer sagt

    Höhere Temperaturen und weniger und ungünstiger verteilte Niederschläge werden letztlich dazu führen, dass die Standorte mit geringen Bodenqualitäten für den Ackerbau oder die Grünlandnutzung aufgegeben werden. Sie stehen dann für Aufforstung oder Sozialbrache zur Verfügung. Vorher sinken die Pacht- und Kaufpreise für den Boden.

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    • Alfons Balmann sagt

      … oder die Flächen werden von Landwirten bewirtschaftet, denen etwas Besseres einfällt.

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      • Arnold Krämer sagt

        Ich beschreibe die Endstufe. Vorher wandern die Flächen zum „besseren Wirt“ und die Bodenpreise sinken. Das ist klar.

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        • Ottmar Ilchmann sagt

          Hier bei uns in der Grenzregion Ostfriesland/Emsland/Cloppenburg wandern die Flächen nicht unbeingt zum besseren Wirt, sondern zu dem, der durch Biogas hochsubventioniert ist und höhere Preise zahlen kann oder zu dem, der aufgrund der verschärften Düngeverordnung unter Druck ist und fast jeden Preis für Entsorgungsflächen bezahlen muss. Manchmal sind das ganz gute (Land-)wirte, aber viel neues fällt denen auch nicht ein, die bauen Mais für ihre Biogasanlage an und fertig. Durch ausgefeilte Fruchtfolgen oder Innovationen im Ackerbau zeichnen sie sich eher nicht aus. Oftmals läuft es bei ihnen noch etwas schlechter als bei den vorherigen Bewirtschaftern, weil sie die örtlichen Gegebenheiten nicht kennen und einfach dadurch Bewirtschaftungsfehler machen.

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      • Obstbäuerin sagt

        Das würde bedeuten, dass zum Schluss nur noch die BESSEREN Landwirte da sind. Halte ich für völlig daneben. Wenn Kapital von außen reingepumpt werden kann, werden Durststrecken besser überstanden und da fällt der kleine Familienbetrieb schon mal weg, egal wie clever er ist.

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      • bauerhans sagt

        wenn landwirten „was besseres einfällt“,bewirtschaften die meist keine flächen mehr.

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