Bauer Willi
Kommentare 67

Das große Rad…

Ein Schweizer, der heute Landwirtschaft organisiert. Aber im ganz großen Stil. Interessant ist sein Blick auf Landwirtschaft und Ernährung von morgen.

Übrigens: er bewirtschaftet 220.000 Hektar in der Ukraine und 220.000 ha in Australien.

https://desktop.12app.ch/articles/12187097

Wenn ich solche Artikel lese und dann unsere Vorgarten-Landwirtschaft sehe, frage ich mich, wie es hier in 10 Jahren aussieht.

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67 Kommentare

  1. Obstbäuerin sagt

    Alle Maßnahmen der EU und insbesondere in Deutschland zielen darauf ab, den kleinen Betrieben den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Abgesehen von den wenigen, die eine Nische erhascht haben, können die anderen mit den Preisen und den Verboten und Auflagen nicht mehr lange durchhalten. Wer weiß, vielleicht war ja eine Delegation in seinem Betrieb in der Ukraine und hat sich dann überlegt, wie sie am schnellsten eine effektive, digitalisierte, großflächige Landwirtschaft erzeugen können, ohne dabei ihr grünes Deckmäntelchen ablegen zu müssen.

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    • bauerhans sagt

      ein pächter,der investiert,muss sich doch vorher vergewissern,ob er die pachtsache für die zeit der investition nutzen kann.

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  2. Ehemaliger Landwirt sagt

    So sehen die „kleinen schnuckeligen“ Bauernhöfe aus, wenn die Politik so weitermacht.
    Natürlich nicht in der Größe, weil bei uns die Siedlungen, Straßen und Bächen es in diese Größe es nicht zulässt. Zwischen den oben genannten Hindernissen, wird es keine Grenzen geben, mit unterschiedlichen Kulturen.

    Auf allen anderen Flächen kann man Hobbylandwirtschaft betreiben, wenn das außerlandwirtschaftliche Einkommen reicht, diese Art von Landwirtschaft zu finanzieren.

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    • Ostbauer sagt

      Solange man standortgebundene Wirtschaft heute noch den Kräften des Marktes überlässt,ist diese Entwicklung nicht auf zu halten.
      Wir können ja dann noch ein bischen Folklore machen.

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  3. Friedrich sagt

    Diese Firma , die von Saudi-Arabien finanziert wird, hat nur den Auftrag die Lebensmittelversorgung des einen Landes zu sichern. In den genannten Ländern wird die
    Tonne Getreide o.ä. allemal billiger produziert als in Saudi-Arabien. Mit vielen Millionen an Eigenkapital spielt es dann keine Rolle ob dort ein Gewinn erzielt wird . Hauptsache die Versorgung ist gesichert und das Geld angelegt. Das Geld in Sachwerten angelegt ist allemal besser als in Papier im Tresor, denn das kann sich auch mal schnell in Luft auflösen. Unsere teure Produktion in Deutschland rührt natürlich aus dem immer teureren Ordnungs- und Dokumentationsrecht her. Per Saldo kommen da schnell um die 500 Euro/ha einschll. Prämie zusammen. Bei rd. 7,5 to/ha Getreide sind das rd. fast 70 Euro/to Mehrkosten. Kosten die der Weltmarkt nicht kennt. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich , daß in unserer diktatorischen Kommandowirtschaft so viele Betriebe aufhören. Da nützt es nichts über den „Bäuerlichen Familienbetrieb“ zu lamentieren und gleich- zeitig die Kostenschraube immer höher zu drehen. Das geht nur wenn man die Märkte gegenüber dem Weltmarkt abschotten und gleichzeitig die ldw. Verkaufspreise erhöhen würde, aber man brüstet sich mit dem liberalisiertesten Märkten. Unter diesen Rahmenbedingungen hat die Landwirtschaft keine Chance. Hier liegt auch die Zündschnur für die Zukunft der EU. Schließlich läst sich mit einem wackeligen EURO und über 40.000 Vorschriften keine Zukunft gestalten.

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  4. Der saudische Staatsfond kauft Land in unvorstellbaren Mengen ein und baut darauf Tierfutter und Lebensmittel an. Soweit so gut. Saudi Arabien ist bestimmt nicht das einzige Land mit Geld auf grosser Einkaufstour. Bald werden es viele Millionen Hektaren auf der ganzen Welt sein.
    Wer Öl hat, hat Geld und Macht. Aber Erdöl ist endlich. Also heisse es neu: wer Land hat, hat die Macht.
    Meiner Meinung nach ist Transportenergie schon bald mehr wert als Essen, weil ja fast alles Essen für die Menschen von immer weiter her transportiert wird.
    Dann ist Schluss für „Lebensmittel für alle erschwinglich“. Auf diesen Äckern wachsen dann „Öl“ und auch wir werden es kaufen. Egal wer den Preis bezahlt (e).
    Es ist allerhöchste Zeit, Wasserstoffmotoren alltagstauglich zu machen. Und in der Zwischenzeit den deutschen Landwirten die Energieproduktion zu erleichtern und nicht im Ansatz immer alles gleich „abzuwürgen“. Denke da vor allem an Raps.

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    • Moin!

      Ich glaube manchmal, die Deutsche Bahn hat jetzt in der ukrainischen Bahn Fuß gefaßt, um die Lebensmitteltransporte von dort hierher zu kutschieren.

      Aber ansonsten ist das ein Artikel zum weiter so. Immer mehr, Produktivitätssteigerung durch Digitalisierung, Gentechnik etc. usw. Als würde das nicht am Ende alles eingepreist werden.

      Konkret könnte man auch sagen: Landgrabbing durch Öl-Milliarden.

      Warum wird immer gesagt, man müsse immer mehr produzieren, weil es immer mehr Menschen gäbe? Die Geschichte der Menschheit kann man ganz einfach erklären: ERST mehr Essen, DANN mehr Menschen. Wir könnten schon heute alle satt machen. Davon ganz zu schweigen, daß mit dem Wohlstand die Bevölkerungszahlen zurückgehen, Selbstverwirklichung etc. wichtiger werden als Familienplanung, siehe Deutschland oder vor allem Japan. Von Wegwerfquote etc. ganz zu schweigen.

      Und Gentechnik ist ein Damokles-Schwert, wer’s gern nachrecherchieren möchte, hier nochmal das, was ich auf die Schnelle gesammelt habe. Egal, ob man es „grüne“ Gentechnik oder Gentechnik „light“ nennt, das ist eine Milchmädchenrechnung mit CRISPR.

      1. Jede Produktivitätssteigerung wird eh wieder vom Handel/Verarbeiter einkalkuliert und dann vorausgesetzt. Der Kampf um faire Preise und vernünftige Bürokratie wäre zielführender. Da muß man sich aber auch mal vom freien Markt verabschieden, macht eh Sinn, weil die Handelspartner selten auf Augenhöhe zueinander stehen (ALDI, CARGILL und Co. vs. Landwirte).

      2. Mit Blick auf Fruchtfolgen müßte man alle möglichen Pflanzen aufrüsten. Wäre es nicht sinnvoller, einfach die Böden resistenter zu machen durch Humusaufbau? Und ja, dann muß man auch die deutsche Düngemittelverordnung ändern, denn aktuell lauten Ratschläge so, daß man doch unter 4% Humus bleiben solle, um keine Abstriche bei der Gülleausbringung hinnehmen zu müssen als Beispiel.
      Es gibt sogar mehrere Verfahren: Agroforsten, NOVIHUM Braunkohle-Humus, Terra Preta Holzkohle-Kompostierung, Sobac Pellets, hybride Landwirtschaft nach Michael Horsch usw.

      3. Im Dunstkreis dieser modernen Landwirtschaft kommt oft auch immer das Thema pflugloser Ackerbau.
      https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/humus-boden-pfluglos-arbeiten-bringt-nichts-559984
      Erfahrungswerte von Landwirten dazu:
      https://www.landwirt.com/Forum/412163/Pfluglose-Ackerbewirtschaftung.html

      4. Gentechnik ist der häßliche Bruder von Chemie. Es geht dann nicht nur um Resistenz gegen Trockenheit, sondern auch um eine chemisch-genetisches Wettrüsten gegen die Natur (siehe USA: Roundup auf roundup-ready Feldern, Xtend usw.).
      Gentechnik bliebe nicht auf das Thema Trockenstreß beschränkt!

      5. Gentechnik ginge mit Patenten einher. Verirrt sich eine Pflanze ins eigene Feld, hagelt es Patentrechtsklagen, siehe ebenfalls USA. So können viele Höfe weggeklagt werden.
      http://www.bauernstimme.de/fileadmin/Dokumente/Verlag/Brosch%C3%BCren/web-monsanto-neuauflage09-01.pdf

      6. Unkontrollierbarkeit: Siehe Bt-Baumwolle und roter Baumwollkapselbohrer oder die Ausbreitung der orangen Petunie. Von Langzeitfolgen ganz zu schweigen. Ebenso das Risiko der GURT-/Terminator-Technologie des nicht vermehrungsfähigen Saatguts.

      7. Ökonomisch wird es spannend, wenn man selbst gegen Gentechnik wäre, die Länder weltweit dafür. Auch ohne Zölle könnten wir so Konkurrenzprodukte vom Markt halten, wenn wir da nicht mitspielen.

      8. Es entstehen Fehler bei CRISPR/CAS, so genannte On-Target- und Off-Target-Effekte im Zuge des gentechnischen Eingriffs mit nicht absehbaren Folgen. Fehler bei der Einschnittstelle selbst (On Target), aber auch weiter entfernt (Off Target) sind aufgetreten.
      https://www.sueddeutsche.de/wissen/biotechnologie-murks-im-erbgut-1.4058052

      ……….

      Auch Roundup und Zeug sind keine langfristigen Lösungen, weil die Natur zunehmend Resistenzen entwickelt. Davon abgesehen, daß man so auch kaum Humusaufbau gewährleisten kann über das natürliche Maß hinaus, wenn überhaupt.

      Ich rate zum Blick nach China. Die haben gerade ein Verfahren entwickelt, das vielversprechend ist, nennt sich ISSM abgekürzt.

      Und hier Michael Horsch zum Digitalisierungswahn:
      https://www.agrarheute.com/management/michael-horsch-digitalisierung-lohnt-ackerbau-551105

      Anders formuliert: Nur die wirklich großen Betriebe kommen mit Digitalisierung und Bürokratie klar. Insofern ist jedes Plädoyer dafür auch ein Plädoyer für den Strukturwandel, das Höfesterben. Weswegen jeder sich die Frage beantworten muß: Wieviele Höfe wollen wir, oder nur riesige Agrarlandschaften in Händen von Fremdinvestoren?

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  5. Christian Bothe sagt

    Toll, konventionelle industrielle LW wie man sie sich vorstellt.Für mich als Ossi, der mal für gerade 1200ha LN und 1500 GV verantwortlich war, eine LW der Zukunft, um 9Milliarden Menschen zu ernähren, angepasst an die sich ändernden klimatischen Bedingungen! Dazu dann noch kleinbäuerliche Betriebe regional und die Ernährung ist gesichert!Wozu brauchen wir dann eigentlich noch die nicht effektive Bio-LW?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Gute Frage Christian! Evtl. um eine moralische Höherstellung zu suggerieren? Wir sind die Guten! An uns wird es nicht liegen, wenn die Welt untergeht.

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    • Stadtmensch sagt

      Je mehr Nahrung zur Verfügung steht, desto mehr Menschen wird es geben. Ist natürlich fatal, wenn man an der Spitze der Nahrungskette steht. Wir schrammeln jetzt schon an der Biokapazitätsgrenze des Planeten herum. Fast alle Vögel und Säugetiere sind Nutztiere. Fast alles Land ist Weide- oder Agrarland. Meere sind leer. Wenn man zu der Erkenntnis kommt, ist man Teil des Problems, ich weiß.

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        • Verantwortungsvoll mit dem Problem umgehen, indem man auf Bauern hört.
          Dazu muss man sie erstmal respektieren.

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          • Stadtmensch sagt

            Meiner Meinung nach ist es unverantwortlich, eine Landwirtschaft wie die oben beschriebene als zukunftstauglich oder erstrebenswert hinzustellen. Im Netz findet man eine Vielzahl von Beschreibungen, wie die Schwarzerde dort entstanden ist und warum sie durch die aktuelle Art der Bewirtschaftung abgebaut wird.
            Verantwortlich wäre eine Bestandsaufnahme gewesen, welche Initiativen zur Weiterbildung und wirtschaftlichen Entwicklung (mit Wertschöpfung in der Ukraine) es gibt.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Dann müssen wir anstatt Wladimir dort wohl einmarschieren, um das zu regeln.

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                • firedragon sagt

                  Russen und Wein, als Beispiel mal.

                  Russland will eigene Rebfläche verdoppeln.
                  Derzeit beträgt die Rebfläche in RUS etwa 90000ha. Um Importe zu ersetzen, braucht es weitere 100000ha, neu gepflanzt würden jährlich rund 7000ha.
                  (Quelle LW 7/2020)

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            • bauerhans sagt

              die wirtschaften pfluglos,betonte er und experimentieren sicherlich auch mit Direktsaat,sodass humusabbau gestoppt wird.

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              • Stadtmensch sagt

                Also ich bin nur Googlebauer, aber alle sagen, dass ohne organischen Dünger das Bodenleben nicht „ausgewogen“ ernährt wird und ohne Bodenleben…

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      • Rainer Henking sagt

        Das stimmt nicht! Das Wachstum der Weltbevölkerung nimmt ab und Peak-Menschheit ist in Sicht, wenn wir dafür sorgen, dass überall Mädchen eine Bildungschance bekommen und nicht in Subsistenzwirtschaft arbeiten müssen. Kleinbäuerliche Betriebe sind abhängig von der Ausbeutung der Schwachen.

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        • Ja,aber Textilbetriebe auch!

          Jedenfalls wenn die Mädchen Bildung bekommen und aufgeklärt werden,

          Aber
          Dann schreitet die Industrialisierung fort…

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          • Rainer Henking sagt

            Das nennt man dann Zielkonflikt? Oder ist die Industrialisierung (auch der Landwirtschaft) am Ende gar nicht böse?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Auf dem Weg dahin sind weitere Millionen verhungert oder stehen vor den Grenzen der Länder vor denen sie heute schon stehen…..
          Verhungern geht schneller, als Menschen zur Bildung zu verhelfen.
          Man kann es als Langzeitziel verfolgen, geschieht ja auch bereits…..dennoch ist der Acker zwischenzeitlich dutzende Male beackert.

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          • Rainer Henking sagt

            … und das heißt, wir stecken den Kopf in den Sand? Ich kann hier nur das Buch „Factfulness“ von Hans Rosling empfehlen. Der dort dargestellte „Posibilismus“ ist der Weg der Mut macht! Der ganze Misanthropismus macht mir Angst!

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  6. Andreas sagt

    „Es gibt 800 bis 900 Millionen Menschen, die heute Mittag nicht wissen, was sie heute Abend essen werden.“
    Warum ist das so `?
    Weil diese Menschen keine Arbeit und damit kein Einkommen haben.
    Wenn man nun die Lebensmittelerzeugung digitalisiert und völlig ohne Menschen ablaufen läßt, wer hat dann mehr Einkommen ?
    Diese Art von Landwirtschaft, die ja nur durch massive Subventionierung funktioniert, wird zur Verelendung ganzer Erdteile führen.

    Andreas

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    • Reinhard Seevers sagt

      Andreas, bitte nicht die dünn besiedelten Gebiete Australiens und Kanadas sowie Russlands mit Asien oder Europa vermischen und daraus einen falschen Schluss ziehen.
      Die zunehmende Urbanisierung wird gar keine andere Möglichkeit zulassen, als sich das Essen kommen zu lassen. In Zukunft wird die Mehrheit der Menschen in Megacitys leben…die Bundesregierung arbeitet bereits jetzt eng mit den Ländern zusammen, die diese Probleme betrifft:
      https://www.fona.de/de/massnahmen/foerdermassnahmen/archiv/future-megacities.php

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    • bauerhans sagt

      „„Es gibt 800 bis 900 Millionen Menschen, die heute Mittag nicht wissen, was sie heute Abend essen werden.“
      Warum ist das so `?“

      weil Korruption,religiöser wahn,bildungsferne und männliche eitelkeit dort,wo diese menschen leben,die hauptproblem sind.

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      • Brötchen sagt

        Der teaser ist eigentlich reine Propaganda sollte man sich nicht von abschrecken lassen, das sagt sie ganz zum Schluss in den letzten 5 Minuten.
        Es ist wirklich eine zusammenfassende Vorlesung über Methoden der Gentechnik!
        Stand heute!

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        • firedragon sagt

          Brötchen,
          hab’s mir angehört, sehr interessant und im Zusammenhang mit dem Interview von heute, gibt es den grauen Zellen viel Stoff zum Nachdenken.

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          • Brötchen sagt

            Deswegen habe ich es verlinkt, ist eher was für Leute die nachdenken wollen. Freue mich, dass es Dir was bringt.
            Hatte ich gestern durch Zufall auf der Rückfahrt im Auto gehört.
            Man muss da sehr konzentriert zu hören, da alles sehr kompakt erklärt.

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            • firedragon sagt

              Ja, hab mich in meine Schulzeit zurück versetzt gefühlt – fast 60 min konzentrieren inkl still sitzen, weil nebenbei noch was machen, da verliert man schnell den Faden.

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  7. Günter Reichard sagt

    Eines habe ich noch vergessen,
    der Schweizer wird mit seiner Macht, die er sich mit seinem Imperium
    geschaffen hat, die Menschen ernähren, die ihm am meisten bezahlen.
    Die Masse der Menschen wird er nicht erreichen wollen, die können es auch gar
    nicht bezahlen. Allein die Körpersprache auf dem Bild im Artikel sagt schon
    alles aus.
    Im Endeffekt werden die Kleinbauern vor Ort die Ernährung der Bevölkerung
    soweit es geht übernehmen, ein Teil wird versuchen in fruchtbareren Regionen
    zu flüchten, ein großer Teil wird durch Seuchen hingerafft werden, weil die
    Medikamente fehlen oder auch bewußt zurückgehalten werden.
    Wenn ich alles im Überfluss habe kann ich auch schlaue Reden halten und Artikel
    schreiben.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Oh, da ist sie ja die Moralkeule, ziemlich zeitig…..das Aussehen eines Menschen reicht aus, um ihm eine Eigenschaft zuzuschreiben und das Unwissen um die Leistungsfähigkeit von Subsistenzwirtschaft suggeriert, dass die Einheit nur klein genug sein muss, um die Weltbevölkerung zu ernähren. Der Verfasser, der selbst im Überfluss leb,t echauffiert sich gleichzeitig über den, der sich mit der Nahrungsproduktion für Millionen Menschen beschäftigt. Ganz großes Kino!

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      • Stadtmensch sagt

        Im Text stand aber, der Sklavenhalterstaat will seine Felder nicht mehr bewässern und betreibt lieber Raubbau in der Ukarine (https://healthy-soils.org.ua/en/soil-problems/the-current-state-of-soils/). Willige Vollstrecker mit starkem Ego (Kaufleute) finden sich immer. Siehe letzter Satz im Text:

        „Dann Hand aufs Herz: Tut es Ihnen nicht weh, wenn Sie ein brasilianisches Feedlot betreten?
        Nein. Ich kann doch niemandem vorschreiben…blabla“

        Siehe auch Trump vs. Bezos oder Tesla oder Bolzonaro. Haben alle einen an der Waffel.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Stadtmensch, man kann sich aufregen und immer wieder gegen die Wand laufen…..fragen wir doch einfach 4 Milliarden Asiaten, wie sie sich die Zukunft vorstellen. Aber bitte nicht aufregen, wenn es nicht zur eigenen Weltanschauung passt, das interessiert die nicht…..:-)

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          • Christian Bothe sagt

            @stadtmensch,Sie äußern ja heute wieder tolle Statements!Kommen Sie doch endlich mal aus ihrem Glashaus heraus und freunden sich mit der Realität der Welt an auf der wir leben.Von grüner Ideologie und NGO-Phrasen wird kein Mensch satt! Das Geschrei um 3 Bäume wegen Tesla und Hambacher Forst bringt auch keinen weiter im Vgl. zu den Abholzungen in Brasilien und Indonesien, wo Proteste jeglicher Art Sinn machen!

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Muss gestehen, eine gewisse Sympathie habe ich für die Bäume.
              Jahrelang wurden wir Landwirte schikaniert und andere, die jetzt auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz hoffen, haben viel leicht die Schikanen mit Beifall begleitet.

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            • Stadtmensch sagt

              Ich meinte natürlich nicht Tesla sondern den „Macher“ dahinter.
              Elon Musk hat für mich einen an der Waffel, weil er die Künstliche Intelligenz fördert, aber gleichzeitig vor dem Super-AI Diktator warnt.

              Er hält superschwere E-Mobile für eine gute Idee. Er erspinnt irgendwelche Nahverkehrssysteme, würde aber nie in eine Tokyoter U-Bahn steigen (wegen Homophobie).

              Den Vorwurf, Verkehrsmittel nach den Präferenzen einer reichen Minderheit etablieren zu wollen quittiert er mit: „Du [Jarrett Walker] bist ein Idiot“

              Wer gesteht so einem freiwillig so viel Macht zu?

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              • Christian Bothe sagt

                @stadtmensch,Ihre Meinung zu Tesla und Musk kann ich unterstreichen.Von der E-Mobilität an sich halte ich nämlich gar nichts und der Musk kommt mir immer wie ein Scharlatan vor, wenn ich seine Auftritte sehe…

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                • Christian Bothe sagt

                  @stadtmensch,kann Ihnen sagen,warum ich E-Mobile in der Gesamtheit unsinnig finde: Sie wissen schon,wo das Lithium,Cobalt u.a.gewonnen werden mußnämlich in Südamerikaund Afrika. Zum Abbau dort werden tausende Liter Trinkwasser benötigt,welche vor Ort von den Menschen zur Bewirtschaftung ihrer Felder gebraucht werden! Ich halte weiterden Verbrenner als zukunftsfähig,da es mittlerweile sparsame Diesel mit DPF, ad Blue und Benziner mit OPF gibt.Als Kraftstoff können die Landwirte Biodiesel,Rapsöl,Bioäthanol für die Mineralölwirtschaft (als B20,E20,E85) produzieren.Dazu noch E-fuels in der Zukunft und schon wird die Ressource Erdöl geschont.E-Mobile sollten nur als Dienstleister(Post etc.)benutzt werden. So sehe ich das und manche Autofirmen,die nur auf die E-Mobile setzen,werden sich noch wundern müssen…

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Stadtmensch.

                  Der Auspuff des Elektrofahrzeuges in der Stadt befindet sich woanders, solange der Strom aus dem Kohlekraftwerk kommt.

                  Man kann es auch anders sagen, die Stadtmenschen lagern ihren Dreck auf dem Land ab.

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                • Stadtmensch sagt

                  Nach ihrer Logik könnte ich mich beschweren, dass Schlafstadtbewohner hier tagsüber alles verpesten und verlärmen und unpassierbar machen. Zur Zeit ist die Meute gerade in die Skigebiete eingefallen (wegen Ferien) und ich komme ohne allzusehr gejagt, geschnitten, abgedrängt zu werden mit meiner Gelbweste durch…

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Die Skigebiete bei uns in Nordschwarzwald waren diesen Winter fast immer grün, was für ein Segen für die Natur. Glaube heute jedoch nicht daran, dass die Natur heute Schontag hatte, derzeit hat die Hornisgrinde 15° Celsius. Vermutlich waren alle von Freiburg bis Karlsruhe auf derSchwarzwaldhochstraße. Wenn ich an einem Sonntag einen Stau erleben will, fahre ich nicht auf die A8, sondern auf die Schwarzwaldhochstraße. 😉

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      • Günter Reichard sagt

        1. Woher willst Du wissen, ob ich im Überfluss lebe?
        2. Ich schwenke keine Moralkeule, der Bericht reicht mir,
        dieser Schweizer nimmt anderen in der Ukraine oder sonstwo
        Land weg, und schwingt sich als Retter der Menschheit auf.
        Warum versucht er nicht hier in der Schweiz, wo er zu Hause ist,
        die Nahrungsmittelproduktion zu optimieren?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Naja, ich habe die gleiche Form angewandt wie du. Du kannst am Aussehen Menschen beurteilen und ich an seinen Texten…so what?
          Warum sollte er die hoch subventionierte Schweizer Landwirtschaft voranbringen, das können doch die tun, die das Geld dafür geben, das wäre doch konsequent.

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        • Christian Bothe sagt

          @G.Reichard,wem nimmt er in der Ukraine Land weg?Er bewirtschaftet die Kornkammer der Erde eben effektiv unter Einsatz von Kapital, was er sich intelligent besorgt hat.Das kommt den Menschen im Land zugute und reicht noch für Exporte in ärmere wirtschaftsschwache Länder! Was soll er in dem „Ländchen“ Schweiz, die alles hat und einen gewissen Wohlstand optimieren?

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          • Thomas Apfel sagt

            Wenn ich im Vergleich die Beschäftigtenzahlen in Australien und der Ukraine sehe, frage ich mich schon, wer soll, wenn alle Arbeitsplätze automatisiert werden (ist ja nicht nur in der LW so) wie das Geld verdienen sich die tollen Lebensmittel zu kaufen. Hat schon ein bisschen was von mit Vollgas an die Wand und dann selbst mit dem verdienten Geld ab auf eine gesicherte Insel.

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            • Christian Bothe sagt

              @Th.Apfel,hinfahren und anschauen.Da werden Sie sehen, das es geht, zumal die Lebensmittel dort jetzt schon teurer sind wie bei uns! Habe das schon mehrfach dort „genossen“.

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            • Also Anfang der 70iger war auch große Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit wegen Rationalisierung.

              Da wurde auch diskutiert, wo sollen später die Renten herkommen, wenn alle zeitweise arbeitslos sind und halbtags arbeiten.

              Man hat gemeint, dann muß Maschinensteuer gezahlt werden.
              Oder die Maschinen müssen in die Rentenversicherung bezahlen.

              Dann gäbe es heute weniger arme Rentner!

              Und die Unternehmen und ihren Aktien wachsen nicht ins uferlose!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich wette mit euch, dass wir eine Maschinensteuer bekommen werden, sie wird zwar anders heißen, aber eine Art Abgabe wird es geben müssen, wenn die Industrie 4.0 umgesetzt wird. Einfache Arbeiten werden technisiert und schlecht oder gar nicht ausgebildete Menschen werden in großer Zahl ein Entgeld von irgendwo her bekommen müssen, weil schlicht Jobs wegfallen….

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                • Thomas Apfel sagt

                  Finanztransaktionssteuer würde schon reichen so lange es möglich ist aus Nichts Geld zu generieren. Wenn die Börsenblase zusammenfällt, kann die Realwirtschaft kaum Einkommen für Alle generieren.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Eine Finanztransaktionssteuer trifft Kleinsparer, die sich nicht nur auf die Rentenversicherung alleine verlassen wollen.
                  Die absehbaren Kollateralschäden der Steuer sind kein Geheimnis: Anstatt sich für die Förderung des Aktienbesitzes von Kleinaktionären einzusetzen, bittet die Bundesregierung diese künftig zur Kasse. Altersvorsorge-Produkte, die in Standardaktien investieren, werden verteuert.

                  Hochspekulative Geschäfte und Derivate sollen von einer Finanztransaktionssteuer ausgenommen werden.

                  Der ursprüngliche Gedanke, die Hochspekulative Geschäfte an die Kandare zu nehmen wird ad absurdum geführt.

                  Der Bundesfinanzminister gibt an, er würde seine Ersparnisse aufs Sparbuch legen, wenn dem so ist, braucht man sich nicht wundern.

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  8. bauerhans sagt

    die saudis stehen mit ihren milliarden dahinter(die wir jeden tag durchs tanken vermehren),es geht um geldanlage.
    der mann wird soviel verdienen,dass sich ein normalverdiener das nicht vorstellen kann,aber das wird den überhaupt nicht interessieren,der hat einfach spass an seiner aufgabe.

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  9. Günter sagt

    Das soll Zukunft sein?
    Gott sei Dank bin ich über 60 und lebe auf
    einen Bergbauernhof . Schönen Sonntag aus
    Südtirol

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    • Bauer Willi sagt

      Wir sind vom 14. bis 21. März in Südtirol….
      Vorträge in Bozen, Meran und Bruneck. Wir freuen uns schon riesig!!
      Wir = meine Frau fährt mit. 🙂

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  10. Einfacher Bürger sagt

    Ob da auch auf Herbizide verzichtet wird? (Roundup ) Wie viel Co 2 würde da frei wenn alles Bio und wer würde entscheiden welche Menschen dann nichts mehr zu Essen bekommen.

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