Bauer Willi
Kommentare 63

China macht ein Angebot

Liebe Berufskollegen und -kolleginnen

Ich habe ein Angebot von einem sehr großen chinesischen Investor bekommen, der im Auftrag der chinesischen Regierung handelt. Dieser Investor sucht in Westeuropa Ackerland mit guten Bodenqualitäten und guter Infrastruktur. In Osteuropa hat er sich bereits mehrere Millionen Hektar in fruchtbaren Regionen gesichert.

Wozu wird das Ackerland benötigt?

China handelte schon immer strategisch und möchte auch im Bereich der Lebensmittel Weltmarktführer werden. Teilmengen der Nahrungsmittel werden direkt nach China exportiert, um dort die Selbstversorgung auf diese Weise abzusichern. Ein anderer Teil dient zur Belieferung einer europäischen Discountermarke, die sich im Aufbau befindet und die in direkte Konkurrenz zu den bestehenden Ketten wie Aldi und Lidl (Schwarz-Gruppe) treten wird. Ziel ist es, bis 2030 in Europa einen Marktanteil von 25% zu besetzen. China möchte in jeder Beziehung unabhängig werden.

Das Angebot

Angeboten werden Landeigentümern Pachtverträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Gezahlt wird ein Pachtpreis pro Hektar von 50 € pro Bodenpunkt. Der Preis wird alle vier Jahre überprüft und dem Verbraucherpreisindex (VPI) angepasst.

Für gut ausgebildete Landwirte gibt es interessante Jobangebote:

  • Festanstellung als Bewirtschafter der Pachtflächen, Jahresgehalt 80.000 €
  • Anstellung als Ausbilder für chinesische Fachkräfte in Deutschland, Jahresgehalt 100.000 €
  • Ausbilder in China, 250 Arbeitstage, die in Abhängigkeit von der Saison gewählt werden. Jahresgehalt 200.000 €, Wohnung wird gestellt.

Das Angebot gilt für den gesamten europäischen Raum. Bitte geben Sie diese Informationen deshalb auch an Berufskollegen im Ausland weiter.

Die chinesische Regierung hat mit der EU eine Regelung getroffen, dass die für europäische Landwirte geltenden Gesetze und Auflagen für den Zeitraum der Pachtung für die chinesischen Pächter ausgesetzt werden.

Was wäre eigentlich, wenn dieses Angebot tatsächlich gemacht würde?

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63 Kommentare

  1. Thomas Rast sagt

    Gute Idee!
    Im Falle des baldigen Taiwankonflikts, dann haben wir zu Essen und die Kinesen nicht.

  2. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Passt jetzt hier zunächst einmal nicht unbedingt zum Thema, es gibt jedoch durchaus einen Bezug in der ganzheitlichen Zeitblase:

    Aktuell erreichen mich in “schönster Kontinuität” Nachrichten vom verfrühten Ableben in meinem direkten Umfeld, auch weiter entfernten persönlichen Bekannten- und Freundeskreis; …und hier ein Querschnitt durch sämtliche Bildungsformate:

    Bauernkollegen, aus dem Umfeld der Finanzindustrie, öffentlich Bedienstete, Studienkollegen, Ärzte. Allesamt teilweise noch in der Berufstätigkeit kurz vor dem Rentenalter, oder kaum mal 1-2 Jahre darüber hinaus.

    Sie schauen den Radieschen allesamt schon von unten beim Wachsen zu, und kein einziger aus diesem Personenkreis hat von seinen irdischen Reichtümern etwas mitnehmen können!!!

    Memento mori. – Meine Frau war damals etwas erschrocken, als sie diesen Sinnspruch als Bild in meiner Studentenbude hängen sah. Das war damals schon nicht skurill gemeint, sondern weit eher der Tatsache geschuldet, dass mein bei aller Getriebenheit das vielleicht nie vergessen sollte.

    Bisweilen sehr hilfreich, um bei einem mehr und mehr vergifteten Klima im eigenen Berufsumfeld auch zu einer gewissen Gelassenheit immer wieder zurückfinden zu können… Geld allein macht uns alle eben doch nicht glücklich!!!

    Laissez aller…, mehr Nonchalance. – Die Natur macht!

    Memento mori…

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      …dass man bei aller Getriebenheit – Autokorrektur an dieser Stelle, warum auch immer!?

    • Smarti sagt

      Da hast Du so Recht. Je mehr ( echte und vermeintliche ) Probleme auftauchen, desto achtsamer soll man mit sich und seiner Umwelt umgehen.

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  3. Ulrich sagt

    Wenn wir Bauern so denken und handeln würden, geschweige Nationalstolz hätten, wie unsere Herren Politiker, dann müssten wir geschlossen an China verpachten. Da unsere Häuptlinge in Südamerika und Neuseeland gerne einkaufen gehen, weil das kein Umweltschutz ist. Dann merkt der Rest vom Volk mal was wir Bauern leisten und was Selbstversorgung heißt.

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  4. Karl Wößner sagt

    Das wäre für unseren Betrieb das R i c h t i g e. Dann hätte ich endlich die Entlohnung für unsere Familienarbeit auf dem Betrieb (75 Stunden aufwärts die Woche) .

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  5. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Dann würde mich interessieren wie unser vorgeblich auch heimat- und traditionsverbundener DBV, WLV, usw. damit umgehen.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Die in den Verbänden haben ihre Posten,schnacken schlau,stellen alles infrage,aber sich selbst NIE.

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  6. Rößle Rudolf sagt

    Lieber Willi
    Die chinesische Führung ist nicht dumm. Wir sollten nichts durch unsere westliche Brille sehen. Im Moment bekommt China noch sehr günstig Rohstoffe aus anderen Ländern. Wenn dort die Hafenverbindungen gut sind, wird schnell und kraftvoll importiert. Mit Freiwilligkeit lockt China nur selten. Das wäre eine zu schwache Kontrolle. Wir haben gesehen wie selbstständig agierende Fabrikanten spurlos verschwunden sind oder im Knast sitzen. Ich tippe eher darauf,dass China bei uns Eliteschulen eröffnen will, um ihre Prägungen in unsere Wirtschaft zu bringen. Bei uns steht eher die Macherkultur im Vordergrund. In China gilt zuerst die Macht. Mach das was ich will und das gut.

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  7. Bauer Willi sagt

    Außer der Reihe:
    Der Artikel „Arme Rewe“ ist 88.000 mal aufgerufen worden. Heute bisher22.000. Was passiert da gerade? Ich verstehe es nicht.

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    • Bauer Fritz sagt

      Ich kann nur vermuten, daß man mal live gehört und gesehen haben muß, mit welch unverhohlener Verlogenheit diese Spitzen der LEHs sich hinstellen und eine Scheinwelt zu verteidigen suchen, die für jeden Bürger als völlig anders geradezu greifbar ist. Alleine schon, da es ja nicht von ungefähr kommt, daß sämtliche LEH-Eigner unter den 10 Reichsten in ihren Ländern gehören. Das kann ja kaum vom ständigen Draufzahlen herrühren.
      Gerade der Punkt, daß ja keiner die LEHs gezwungen hat, jeden Ort alle paar Kilometer mit Standorten zuzupflastern – ungeachtet der Kosten und der meist beträchtlichen Umweltverschandelung.
      Wer sowas noch nie so unverblümt gehört hat (seien es Bauern oder Konsumenten) würde so eine Chuzpe nicht für möglich halten.
      Und vielleicht ist damit vielen Lesern noch unverständlicher, daß die Politik(er) davor in die Knie gehen.
      So meine Vermutung – oder Hoffnung.

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    • Philip sagt

      Seit kurzem taucht dein Blog bei mir im Google Feed gehäuft auf. Warum kann ich nicht sagen, ist aber schon der dritte oder vierte Artikel in den letzten fünf Tagen

      • Bauer Willi sagt

        Danke für den Hinweis. Erklären kann ich das auch nicht, aber der Artikel “Arme Rewe” geht gerade durch die Decke…

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        • Ostbauer sagt

          Ich hoffe Du hast genug Serverleistung, sieht verdammt nach Absturzversuch aus.
          Ein Schelm der Böses dabei denkt.

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    • Pälzer Buh sagt

      1. Zum einen ist es Sonntag
      2. Die Dringlichkeit der Artikel
      3. Vervielfältigung von uns Lesern/Kommentartoren
      Mehr fällt mir dazu auch nicht ein, zumindest jetzt nicht.
      Schönen Sonntag noch.

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    • Arnold Krämer sagt

      Das Thema Inflation und Inflationsursachen in D und in anderen Ländern wird augenblicklich ziemlich intensiv in den Printmedien diskutiert. Dabei werden die Nahrungsmittel und hier wieder der LEH als größte Inflationstreiber “herausgearbeitet”.
      Nur ein Beispiel:
      https://www.faz.net/aktuell/finanzen/warum-die-inflation-gerade-in-deutschland-so-hoch-ist-19034329.html
      Die Leute haben Zeit im Urlaub, im Internet rumzusuchen. Vielleicht taucht dein Beitrag auch irgendwo vorrangig in den Suchmaschinen auf.

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      • Schmeckt gut sagt

        Da kann man mal sehen, wie “verpeilt” die Medien mittlerweile sind. Labern über die hohen LM-preise (die LEH-gemacht sind) und verkennen die komplette, wirtschaftliche Situation in D. Die Deindustrialisierung ist dach längst im Gange. Einbruch in den Aufträgen der Maschinenbauer, eigentlich aller Betriebe im produzierenden Gewerbe (Non-food). Insbesondere die soo fortschrittlichen E-Auto-spätstarter in D stöhnen über kaum vorhandene Bestelleingänge. Warum sollte es ihnen anders ergehen, als den LM-produzenten. Wo es geht, wird vorsichtig eingekauft, um die Geldbörse zu entlasten (Malle muss selbstverständlich sein -lieber Hans). Das Einschwören auf “geiz ist geil” lässt grüßen. Liebe Politiker, Medienschaffende, stakeholder… labert bitte keinen Scheiß mehr, sondern macht die Probleme öffentlich, damit wir Lösungen finden. Und sperrt endlich Timmermanns und UvL weg. Wie kann es angehen, dass sich viele Länder dieser Erde an uns jetzt doof und dusselig verdienen, an allererster Stelle die USA und hier geht es den Bach runter. Und “niemand” traut sich, darüber intensiv und zielorientiert zu diskutieren. Aber KI, Breitband, Digitalisierung 4.0 – verarschen kann ich mich alleine. Musste jetzt mal sein 😉

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        • Arnold Krämer sagt

          Die Landwirte (die es so nicht gibt) sind weit überwiegend “Trittbrettfahrer” im System. Trittbrettfahrer weil sie für ihre Agrarrohstoffe immer Preisnehmer sind und von relativen Knappheiten und der Nachfrage angefangen vom LEH (incl. Großküchen, Ausland) über die LM-Produzenten (Molkereien, Schlachtereien, Mühlen u.a) profitieren. Während es für Milchviehhalter die letzten Monate nur rückwärts ging (noch ungewöhnlich hohen Preisen in 21/22) und die Getreidebauern aktuell von den letztjährigen Erntepreisen auch nur träumen können, geht es bei den Schweinemästern und Ferkelerzeugern preislich stetig aufwärts. Die Frage ist nur, wielange es dort gut geht, wann das Ganze kippt.

          Ansonsten sehe ich es so wie Sie. In D werden überwiegend die falschen Fragen gestellt, wirklich relevante Themen tabuisiert und es wird oft auf Nebenkriegsschauplätzen diskutiert.

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Und warum wird ablenkend auf Nebenkriegsschauplätzen diskutiert, Herr Krämer!?

            Man hat hierzulande doch nicht einmal mehr den A… in der Hose, die Landwirte vor nachweislichem Betrug schützen zu wollen, so unbedeutend ist jeder Einzelne von uns mittlerweile geworden. Die Gier nach unserem Besten kennt überhaupt keine Planken mehr!!!

            Bundeskartellamt, BAFIN, …Fehlanzeige?

            Die bemerkenswert frech dreisten SUPER-KÖPFE in den jeweiligen Manageretagen dürfen doch gänzlich darauf setzen, dass ein solcher Machtmissbrauch an der Kostenfrage scheitern wird, wenn ein Einzelner sich erdreisten sollte, hier in eine juristische Aufarbeitung eintreten zu wollen.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          @Schmeckt gut – Die können alle vor lauter abgehoben narzisstischer Arroganz kaum mehr gerade laufen – wie soll/kann man da mit dem notwendigen Rückgrat zielorientiert u. wertebasiert an unseren Grundproblemen arbeiten wollen!?

          Eine Quadratur des Kreises!!!

          …Wenn ich hier nur unlängst an den Auftritt von Dr. Habeck bei Lanz nach dem vorläufigen Stopp des Energiegesetzes durch unser Bundesverfassungsgericht denke. Null Demut, null Selbstreflexion, null Vorausschau, bei dem Energiegesetz geistig nochmals ohne Zeitdruck gründlich in die Tiefe gehen zu wollen… – mögliche Schäden Dritter werden ohnehin ja sozialisiert.

          Ja und unser Özdemir, der fliegt, fliegt, …und fliegt; hoffentlich nicht mit Notlandung in Baden-Württemberg. Das kann man keinem Gelbfüssler wünschen wollen, soviel Strafe haben wir nun wahrlich nicht verdient!!!

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      • Limes sagt

        den deutschen Verbraucher muß man nicht bedauern.
        Gerne zahlt er bei seinem Einkauf einen Zusatzbetrag für eine Vielzahl von sinnlosen Siegeln und Wortphrasen von denen er nicht wirklich versteht was sie bedeuten z.B gentechnikfrei, ohne Gentechnik, genfrei, vegan, V-label, diverse Bio Siegel, zuckerreduziert, zuckerfrei, fettarm, Kalorienreduziert….
        Diese sind in einer Vielzahl auf der kleinsten Verpackung zu finden und immer größer als die einzelnen Nährwertangaben.
        Siegel und Wortphrasen nutzen Absahner Organisationen (Verbände, Profi Zertifizierer….) aus und schöpfen erstmal den Rahm durch Nutzungsgebühren bei Landwirten, Herstellern und LEH ab. Sie lassen sich Siegel EU weit bzw International schützen und machen dann Kasse. Bsp. V-Label GmbH mit mehr als 12000 V-label Produkten in Deutschland. Sitz V-Label GmbH in Winterthur Schweiz.
        Die üblichen Spendensammler wie greenpeace, DUH, Nabu, BUND, Campact… unterstützen natürlich auch gerne den LEH und vorgelagerte Bereiche inkl. Landwirtschaft (Ökoverbände). Einer muß dies ja zahlen und das sind am Ende deutscher Michel und Michelle beim Einkauf. Politik und Medien benennen dies natürlich nicht denn sie profitieren ja auch vom System.

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    • Bauer Fritz sagt

      Oder untern den LEH-Mitarbeitern wird der Link als “Satire” weitergereicht ….. 🙂

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Das liegt an der Qualität des Blockes.
      Erst vor kurzem konnte man dein neues Buch, bei den Badischen Neuesten Nachrichten gewinnen, das hebt den Bekanntheitsgrad.😎

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  8. Smarti sagt

    Nicht mehr lange und viel Landwirte geben ihr Land lieber freiwillig an China als sich von Deutschland weiter enteignen und kaputt machen zu lassen. So gesehen wäre dies ein Mega-Angebot was kaum ein Landwirt ernsthaft ausschlagen könnte.
    Wer weiterhin Rinder halten will kann ja nach Neuseeland auswandern. Denn dort wird jetzt bald auch fast ausschliesslich und zollfrei für Deutschland produziert. Oezdemir sei Dank.

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  9. Waltraud Köhler sagt

    “Die chinesische Regierung hat mit der EU eine Regelung getroffen, dass die für europäische Landwirte geltenden Gesetze und Auflagen für den Zeitraum der Pachtung für die chinesischen Pächter ausgesetzt werden.”

    Wenn es das Angebot mit solch eine Regelung tatsächlich gäbe, dann wären die deutschen Landwirte bald höchstens noch Selbstversorger. Denn, auf den von China gepachteten Flächen könnten nicht nur genverändertes Saatgut, sondern auch Fungizide/Pestizide und jede Art von Dünger nach “Belieben”/Notwendigkeit genutzt werden.
    Dadurch könnte dort, selbst mit den gleichen Arbeitskräften mehr und preiswerter produziert werden. Blühstreifen würden ja auch entfallen. D.h. die einheimische Landwirtschaft wäre im eigenen Land nicht mehr konkurenzfähig.

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    • Arnold Krämer sagt

      Bauer Willi hat mal ein bisschen herum phantasiert. Er ist ja auch im Urlaub. Da darf man ein wenig träumen 😎 . Mit dem linearen Denken, das die meisten, auch Sie Frau Köhler praktizieren, wird man der Komplexität des Agrarsektors nie gerecht. Das begründet zum Teil auch das Elend der Agrarpolitik.
      Die in D “chinesisch” erzeugten Agrarrohstoffe wären in D NICHT wettbewerbsfähig, weil die Flächenkosten und Arbeitserledigungskosten viel zu hoch wären (linear betrachtet und cetesis paribus wie der der Ökonom sagt). Mögliche Kostenvorteile im Bereich der Düngung und des Pflanzenschutzes können das nicht ausgleichen. Aber in (noch) halbwegs freien Märkten gibt es immer Anpassungsreaktionen sowohl auf der Nachfrage- wie auf der Angebotsseite. Nur mit massiven zusätzlichen Staatseingriffen ließe sich das “Bauer-Willi-Modell” umsetzen. Danach sieht es aber nicht aus. Hat doch die Bundesregierung gerade ein Konzeptpapier veröffentlicht, in dem die Wirtschaft vor den Chinesen “gewarnt” wird.

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      • Waltraud Köhler sagt

        ok, ich denke, dass Sie die üblichen Pacht – und Fachkräfte-Kosten besser abschätzen können als ich.
        Ich bin allerdings davon ausgegangen, dass, bis auf Betriebsleitung und Ausbilder, der Rest der Arbeitskräfte aus China als Wanderarbeiter, hergeflogen wird und hier bei minimalster Bezahlung, zu arbeiten hat.

        Ansonsten ja, ich habe nicht viel Ahnung von der Landwirtschaft – bin nur ein wenig Hobbygärtner 🙂

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  10. Karl Watermann sagt

    Diese Idee ist vollkommen absurd❗️❗️
    Warum sollten die Chinesen so viel Geld in Westeuropa für Nahrungsmittelerzeugung ausgeben? Diese Form von Landgrabbing wird in anderen Teilen der Welt für wesentlich geringe Zahlung heute schon umgesetzt. Warum dafür den teuersten Standort aussuchen? Europa ist für China auch bei Nahrungsmittel ein hochlukrativer Absatzmarkt, siehe Konserven aus China. Desto mehr Europa die Nahrungserzeugung herunterfährt, desto mehr Absatzpotential entsteht für China.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Westeuropa hat die fruchtbarsten Böden weltweit und die fleissigsten Bauern!

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    • Limes sagt

      “Diese Idee ist vollkommen absurd❗️❗️”
      Naja einfach mal nachdenken
      -China hat eigene Häfen warum investieren sie dann in europäische Häfen z.B Hamburg, Südeuropa
      – China hat eigene Rohstoffe und kauft sich in europäische Minen ein z.B Kupfer (Serbien)
      – baut mit viel Geld die Seidenstrasse bis zum grössten europ. Binnenhafen in Duisburg
      – kauft sich in Afrika und wohl auch in Südamerika die fruchtbarsten Böden
      Warum also sollten chinesische Investoren nicht in einer Region mit den fruchtbarsten Ackerböden weltweit investieren. In Ost D gibt es entsprechende Betriebsgrößen zu recht günstigen ha Preisen. Dort kaufen sich ja auch deutsche Investoren wie Aldi…. ein. Im Westen wird es aufgrund der geringeren Betriebsgröße und deutlich höheren Preisen sicher schwieriger und damit eher interessant.

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    • Smarti sagt

      Herr Watermann, Müllermilch hat ja kürzlich auch erst ein paar Molkereien im Paket eingekauft und gleich eine ( oder mehr ? ) wegen unrentabel geschlossen. Konkurrenz entsorgt. Zu China würde dies auch bestens passen.

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    • Bauer Willi sagt

      Strategisches Denken. Totale Abhängigkeit Europas in allen Bereichen. Mit freundlichen Grüßen
      Xi Jin Ping

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Uih Willi, wolltest du nicht ins Allgäu reisen mit deiner Liebsten!? 😉

        …Oder sitzt Xi vielleicht schon bei Aiwanger auf der heimeligen Wohnzimmercouch!?

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        • Bauer Willi sagt

          Ich hab bei dem Gespräch Xi Jin Ping und Aiwanger moderiert. Was schon notwendig, der Aiwanger kann manchmal etwas grob sein 🙂

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    • Bauer Fritz sagt

      Ich bin auch ihrer Meinung. Einen planbaren Horizont von 20 Jahren hat es hierzulande schon seit den 60er Jahren nicht mehr gegeben. Eine derartig gute und langfristige Absicherung der Betriebe auch nicht.
      Statt der quasi staatliche oder supranationalen Alimentierung der Bauern als ideologisch gezwungene Befehlsnachvollzieher bei gleichzeitig sinkender Überlebenschance und dauerndem Bashing von allen Seiten, wo keinem sowieso noch irgendwas paßt an der hiesigen Landwirtschaft, wäre das doch mal eine Perspektive.

      Wir müssen jetzt fast Jahr für Jahr unsere Produkte verschenken und verschleudern und uns jeden erhaltenen Euro vorwerfen lassen.
      Wenn die Chinesen mir mein Leben und Überleben in dieser Form absichern, können sie meine Erzeugnisse von mir aus auch verschenken (an die Bevölkerung hier oder in China). Um dem herzallerliebsten LEHs das Wasser abzugraben, wäre es dann wohl zwingend die Ware mit Preisen Richtung Null einzukaufen und zu verkaufen. Was man dann als Bauer dann leichter verkraftet, weil je Lebensmittel jetzt auch schon nichts mehr wert sind und kaum jemandem was wert sind.

      Und eine Riesenvorteil hätte so ein Angebot außerdem: Bei solchen Pachtpreisen würde Grundverkauf für privaten oder öffentlichen Wohnbau wohl für lange Zeit zum Erliegen kommen.
      Wir in Österreich würden vom Agrarflächenverbrauch-Europameister wohl ruck-zuck zum Agrarflächenverbrauch-Europa-spar-meister.

      Wäre mal gespannt, wieviele sich beim Durchlesen gedacht haben, “Das wäre ja echt ein Hammer oder Wo ist der Link zum Vertrags-Download”
      Leider kommt am Schluß dieser blöde Satz ….

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    • Arnold Krämer sagt

      Wer sich auf staatliche Förderung verlässt, ist verloren! Die Unternehmer-Landwirte von heute sind eigentlich auch nicht auf Staatsknete angewiesen, weil sie wissen, dass Investitionsförderung praktisch immer vollständig oder überwiegend durchgereicht wird an Planer, Baufirmen, Stalleinrichter etc. Das ist jahrzehntelange Erfahrung!
      Eine Subventionierung laufender Kosten ist irrsinnig, weil da der Steuerzahler in Haftung genommen wird (genauso wie es bei der angekündigten Bereitstellung von billigem Industriestrom passieren soll). Irgendwann (eigentlich schon jetzt) ist das Steuersäckel leer.
      Und warum sollte der Staat das angeblich bessere Lebensmittel aus Tierwohlställen preislich runtersubventionieren, wenn die wenigsten Verbraucher die Vorteile erkennen können/wollen und (noch) preiswert aus dem Ausland versorgt werden können. Da kann man das (nicht vorhandene) Geld auch für andere Dinge ausgeben, die besser “honoriert” werden und sich in Wählerstimmen auszahlen.

      Das Problem ist die Unberechenbarkeit des Staates, was die Produktionsbedingungen angeht. Da wird ständig mit Tierschutz, Biodiversität, schon bestehende EU-Vorgaben irgendwelcher Art, nicht-tarifären Handelshemmnissen (Export-, Transportvorgaben etc.) argumentiert, um die Kosten hochzutreiben und die inländische Erzeugung wettbewerbsUNfähig zu machen.

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      • Waltraud Köhler sagt

        “wenn die wenigsten Verbraucher die Vorteile erkennen können/wollen”

        Da hat zum einen die Kennzeichnung selbst geschludert. Jeder Verbraucher weis, das 1 die beste Schulnote ist – nur beim Tierwohl soll das nun die schlechteste Benotung sein – bekloppt!

        Zum anderen ist der Unterschied zwischen Fleisch mit Kennzeichnung 1 und Fleisch mit Kennzeichnung 2 nicht feststellbar für den Verbraucher. Es schmeckt nicht besser und ist nicht wenigermuss ich wasserhaltig.

        Drittens – ich kaufe gerne beim Metzger vor Ort – dort gibt es gar keine Kennzeichnung! Trotzdem ist das Fleisch besser vom Geschmack und von der “Schrumpfung”. Es sind Tiere aus der Region und nur unwesentlich teurer als aus dem Discounter. Leider hat der nur vormittags geöffnet – wenn ich also Morgends früh nicht flott bin und dort nicht einkaufen kann vor der Arbeit – dann muss ich halt woanders kaufen.

        • Arnold Krämer sagt

          Sehr geehrte Frau Köhler: Die Geschmacksunterschiede, die Sie ja kennen, weil Sie aus unterschiedlichen Quellen ihr Fleisch beziehen (müssen), haben sehr viel zu tun mit dem Tiermaterial, also der Genetik und/oder der Fütterungsintensität. Beides wird durch die bekannten Tierwohlkennzeichnungen von 1 bis 4 und die demnächst ZUSÄTZLICHEN staatlichen Kennzeichen von 1 bis 5 (beim Schweinefleisch) NICHT abgebildet. Dort geht es jeweils im Wesentlichen “nur” um das Platzangebot für die Tiere und das Frischluftangebot. Das Ganze ist wieder einmal politischer Aktionismus, Etikettenschwindel und ein Stück weit Verbrauchertäuschung. Auf jeden Fall wurden/werden wieder bullshit-jobs rund um die aktiven Landwirte geschaffen. Man versucht beim Verbraucher Vertrauen aufzubauen, nachdem man es jahre-(jahrzehnte-) lang zerstört und untergraben hat. Daran ist aber nicht nur die Politik schuld, wie ich fairerweise eingestehen muss.

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          • Waltraud Köhler sagt

            Ich kenne noch den Slogan von den Metzgereien: “Fleisch ist ein Stück Lebenskraft.”
            Oder von den Molkereien: “Milch macht müde Männer munter.”

            Wann und warum hat das aufgehört?

            Und ja, die treiben das noch soweit, dass jeder Hof mind. eine Halbtagskraft für die Verwaltung einstellen muss.

            • Peter sagt

              Sie / wir befinden uns in einem großen Umerziehungslager. In Dresden wurde die 1. (?) “vegane Fleischerei” ausgezeichnet und im Cafè wird man komisch angeschaut, wenn man Kuhmilch möchte. Es ist schwer sich dem zu entziehen…müde Männer munter machen ruft schon fast den Gleichstellungsbeauftragten (m/w/d) auf den Plan.

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            • Arnold Krämer sagt

              Viele Familienbetriebe in Westdeutschland sind schon soweit. Und jährlich werden es mehr, weil immer neue Dokumentations- und Meldeverpflichtungen verordnet werden.

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      • Ferkelhebamme sagt

        „Wer sich auf staatliche Förderung verlässt, ist verloren!“ Das ist den Bauern bewusst. Wer sagt’s den Politikern?
        Mich macht wütend, dass nach Außen suggeriert wird, dass die Bauern viel Geld bekommen könnten, wenn sie denn nur umstellen wollten. Also wollen sie garnicht, ist doch ganz offensichtlich. Also ist die Ordnungsrecht-Peitsche erforderlich und total berechtigt.

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  11. Ludwig sagt

    Würde ich sofort machen , denn dann hätte ich das Einkommen was Realistisch gewesen wäre. Bei 60 Bodenpunkten wären das 3000 Euro Pacht je Hektar zzgl. des Gehaltes. Wunderbar. Die Differenz zu meinem heutigen Einkommen ist die Summe um die mich die Politik in der Vergangenheit betrogen hat. Außerdem hätten wir wegen der Chinaexporte hier Nahrungsmittelmangel , — wunderbar , denn nur kleine Ernten bringen dem Bauern Geld auf den Hof und große Ernten kleines Geld und damit die Gefahr des wirtschaftlichen Überlebens. Ein schöner Traum , aber wir konnten im letzten Jahr sehen was weltweite Nahrungsmittelengpässe auslösen können. Jetzt hat die Politik es wieder im Griff und redet trotz weltweit kleinerer Ernten die Preise durch angebliche Marktnanalysen alle Preise wieder runter, sodaß für die Bauern ein Getreidepreis unter Gestehungskosten besteht.
    Hier mal einige Meldungen : Rußland minus 20 Mill. , Ukraine minus 20 Mill. , Australien minus 5 Mill. , USA minus ? , EU minus ? . Bei soviel Mindermengen müßte der Weltmarktpreis für Getreide doch steigen, statt erheblich zu sinken , oder ? Ich lagere jedenfalls alles Getreide erst einmal auf dem Hof ein und warte ab. Schlimm nur für die Bauern, die Mengen aus der letzten Ernte überlagert haben und auf höhere Preise spekuliert haben. Damit wird auch Lagerraum für die aktuelle Ernte blockiert und könnte zu Aufnahmestopps bei Handel und Genossenschaften führen. Mal wieder eine neue Herausforderung ! Übrigens wer keine Dinkelverträge hat, wird kaum verkaufen können , weil die Verbraucher Dinkelprodukte wegen höherer Preise meiden.

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  12. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Ich hatte es ja schon beschrieben:
    Die Chinesen werden uns eines Tages übernehmen und dann ist Schluss mit Malle,dann wird verstärkt persönliche Disziplin eingefordert!

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    • Smarti sagt

      Waaas ? Aber ohne Malle werden wir alle sterben ?! Gibt es wirklich keine Rettung mehr ? 🙁 .

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  13. Wilfried Stranz sagt

    prima. Thema “China (&Co)” + “Landraub”.
    Geben wir doch einfach mal jeweils 2 Suchbegriffe ein:
    1) Schwarzerde-Böden + Welternährung
    2) Ukraine + Landgrabbing ..
    Noch Fragen ?

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    • Reinhard Seevers sagt

      ….und?….was möchten wir daraus lernen, ableiten, ändern? 🤗
      Wo sind die Agrarflächenkleber? 🤔

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  14. Bauer Fritz sagt

    我们赞赏农业的成就
    Wǒmen zànshǎng nóngyè de chéngjiù

    (Wir schätzen die Leistungen der Landwirtschaft)

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  15. Mark sagt

    Kannst Du die Kontaktdaten hier einstellen? Ich wette, da hast Du schnell halb Deutschland beieinander…..

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    • Smarti sagt

      Nur an der schweizer Grenze geht es schon nicht mehr. Denn das haben sich bereits die Schweizer ( zu fast diesen Bedingungen ) unter den Nagel gerissen.

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  16. Wolfgang Trenck sagt

    so absurd ist der Gedanke nicht; es werden für viele Firmen Sonderregelungen erlassen, wie z. B. bauen im Wasserschutzgebiet.

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  17. Frikadellen piet 44 sagt

    moin ich hoffe du hast nicht zu lange in der Sonne gelegen und jetzt viel Fieber

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