Bauer Willi
Kommentare 29

Bio-“Papst”: Wir brauchen die neue Gentechnik

Der Link ist schon in der Überschrift bemerkenswert: Bio-“Papst” (!) in der “Evangelischen” Zeitung. Urs Niggli war lange Jahre der Leiter des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FIbL).  Er hat es sich mit der Bio-Branche etwas verdorben, als er die neuen Züchtungsmethoden für sinnvoll auch im Bio-Landbau hielt.

https://www.evangelische-zeitung.de/bio-papst-niggli-brauchen-auch-gentechnik-fuer-welternaehrung

Auch mit einem anderen Narrativ räumt er auf: Wir können mit Bio nicht die Welt ernähren und brauchen die konventionelle Landwirtschaft.

https://www.diegruene.ch/artikel/politik-maerkte/bio-papst-urs-niggli-im-kreuzverhoer-ueber-pestizide-gentech-crisprcas-und-den-unruhestand-390820

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29 Kommentare

  1. Ex-Baumschuler sagt

    Schönes Titelfoto im Artikel der Evangelischen Zeitung. So habe ich auch immer gerne gearbeitet. Das erdet und macht ruhig und zufrieden.
    Über den Niggli im Artikel konnte ich mich nur ärgern. Der weiß gar nicht, mit welchen Mächten er sich da anlegt, für was er sich verkauft.
    Dann kam noch der Begriff “Genschere”, und das ist ja bedauerlicherweise etwas, das jetzt auch in vielen Menschen aktiv ist, und am Ende des Artikels noch:

    “Meistgelesene Artikel
    1. „Turbokrebs“ und kein Ende
    Deutschland 15.11.2023”

    (Woran das biochemisch liegt, ist bereits vielfach veröffentlicht. Die DNA-Plasmide aus Fremdgenen, darunter E. coli, mit denen fast alle Impfchargen stark verunreinigt sind, lösen Turbokrebs aus. Dazu kommen die Autoimmunerkrankungen durch die fortlaufende Spike-Protein-Produktion wegen der verlängerten Haltbarkeit der modRNA. Das haben die menschlichen Gen-Zombies (tut mir leid) jetzt aktiv in ihren Körpern. – Mit so was – verdammt! – spielt man nicht. Ihr werdet rasch sehen, was ihr davon habt.)

    Und welche Figuren da drinstecken! Bill Gates etwa ist wegen zigtausendfacher Giftspritzmorde in Indien und Afrika rechtskräftig verurteilt. BioNTech hat er aus dem Nichts hochgepusht. Eine belegbare Vorliebe für Eugenik haben er und sein Vater. Gates mischt in der Nahrungsmittelbranche mit, will künstliches Fleisch einführen und in den USA riesige Ländereien aufgekauft. Und wenn etwas mit riskanten Genscheren kommt, hat er da bestimmt schon ein Patent drauf.

    Dazu kommt, dass das alles wider die Natur und Gott ist. Gesundheitswesen ebenso wie Landwirtschaft ist, dass man gute Bedingungen schafft (für die gewünschten Pflanzen als Beispiel) und sie pflegt und hegt, auf dass die Natur optimal ihr Werk leisten kann. Man kann die Natur dankbar nutzen, aber man kann sie nicht übertrumpfen. Das geht schon deswegen schief, weil es widernatürlich ist. Gerade Bauern müssten das doch gut verstehen, weil sie ja die ganze Zeit in ökologischen Systemen denken und sich aufhalten.

    Mann mann, wer das alles nicht annähernd rafft, ist entweder dumm oder käuflich. (Meine Bekannten sind großteils beides.) – Viel Glück allerseits, aber es wird hart. Alles Gute.

    Und sorry für die scheinbare Emotionalität und Ausuferung. Es ist wirklich so. – Es wird biblisch.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Gestern gab es bei P.M. einen Beitrag zum Thema Lebensverlängerung, Alterung und die Möglichkeit dies durch gentechnische Maßnahmen zu beeinflussen. Wiederum aus den USA, die sich einen großen Markt erhoffen, dadurch, dass sie Gott spielen und viele Menschen ewig leben wollen….wir krank sind die?

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    • BernK sagt

      Kreatonistenquatsch, aber wirklich! Ich kann dies ganze Geschwurbel echt nicht mehr hören. Man wird die Hungernden und Kranken natürlich nicht nur durch Gentechnik retten. Aber sie wird als Werkzeug einen großen Beitrag dazu leisten. Was widernatürlich ist, weiß ich nicht (sind Getreidefelder widernatürlich?), aber jegliche Gentechnik benutzt Mechanismen, die in der “Natur” vorhanden sind. Diese wären demnach auch von einem “Gott” kreiert worden.

  2. Ulrich Sprenger sagt

    Einer der besten – vielleicht der beste Beitrag den ich zum Thema Gentechnik gelesen bzw. gehört habe. Völlig ideologiefrei hat Urs Niggli den Komplex grüne Gentechnik beschrieben. Er hat Recht, wenn er ausführt, dass Anfang der 90er Jahre für das System “Roundup Ready” transgene Pflanzen produziert wurden. Roundup Ready wurde von Monsanto nur entwickelt, um das Produkt Glyphosat zu verteidigen und ein System zu implantieren, bei dem man in der Anwendung kaum Wissen braucht z.B. über Schadschwellen noch nicht mal muss man die Unkräuter kennen. Wenn was anderes wächst als die Kulturpflanze wird Roundup “drauf gekippt” – Ackerbau für Dumme! Hochachtung für Herrn Niggli – es weis bei diesem wichtigen Thema zu differenzieren.

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    • Heinrich sagt

      Es war ein “Smartes” Geschäftsmodel das Monsanto entwickelt hatte. Widerstand war gerechtfertigt. Die Verbindung Pflanzenschutz und Saatgut aus einer Hand war vom Geschäftsmodel her Erfolgsversprechend. Weil zu Durchsichtig, ist diese Schuss nach hinten losgegangen. Eine Abhängigkeit von einem Konzern war zu offensichtlich (heute 4 LEH).
      Grundlage für dieses Geschäftsmodel waren zwei Dinge:
      1. Gentechnik veränderte Pflanzen. (war von Versuchsanstellung an Umstritten)
      2. Der darauf abgestimmte Pflanzenschutz.

      Die Gentechnik hatte “Man” sehr schnell verbieten können.
      An dem zweiten Punkt hat “Man” sich bis heute abgearbeitet.

      Hat leider wieder nicht geklappt. Aber glaubt einer dass, das dass Ende ist?

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      • Ulrich Sprenger sagt

        Das Geschäftsmodell ist in meinen Augen keineswegs smart. Es war zu Beginn der 90er darauf angelegt die gesamte selektive Unkrautbekämpfung obsolet zu machen. Viele PSM Firmen dachten, dass eine Entwicklung selektiver Herbzide kaum noch lohenswert sein würde. Aus dem Grund hatten wir Anfang des Jahrtausends auch eine Wirkstoffknappheit bei diesen Produkten. Erst als erkannt wurde, dass das Roundup Ready System Schwachstellen hatte (Turbo-Unkräuter, die resistent waren) kam die Wende. Trotz allem ist das Sytem heute weit verbreitet. Soja und Baumwolle werden weltweit fast auschschließlich damit produziert. Die Turbo-Unkräuter werden mit Dicamba behandelt :(.

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        • Limes sagt

          “Aus dem Grund hatten wir Anfang des Jahrtausends auch eine Wirkstoffknappheit bei diesen Produkten. Erst als erkannt wurde, dass das Roundup Ready System Schwachstellen hatte (Turbo-Unkräuter, die resistent waren) kam die Wende.”
          Wo gab/gibt es die von ihnen bezeichnete Wende um die Wirkstoffknappheit zu lösen. Relevante neue Wirkstoffe vor allem nicht mit entscheidendem neuen mode of action sind nicht erkennbar.
          Dicamba z.B ist ein Uralt Wirkstoff.

          • Ulrich Sprenger sagt

            Sie wissen schon, dass die Entwicklung selektiver Herbizide mindestens 20 Jahre bis zu Zulassung braucht. In der Phase sind wir noch.

            • Limes sagt

              mit dem Zeitablauf für die Entwicklung von PSM bin ich gut vertraut. Es dauert in D ca 20 Jahre bis zur Vermarktung in an deren Ländern geht es auch in 10 bis 15 Jahren. In den letzten 15 Jahren sind nach meiner Kenntnis nur sehr wenig neue Wirkstoffe für unsere hiesigen Kulturen zugelassen worden. Letztmals wurde ein neuer Wirkstoff, synthetisches Auxin in 2017 zugelassen welches aufgrund seines Wirkungsspektrums in Kombination mit anderen Wirkstoffen vermarktet wird. Seither leider keine neuen Herbizid Wirkstoffe bzw Wirkstoffgruppen in Fachveranstaltungen bzw Veröffentlichungen. Somit wohl nichts wirklich Neues zu erwarten in den nächsten Jahren. Evtl haben sie andere Informationen.

  3. Wolf Lützen sagt

    Grundwassergebäck ist eine gute Sache. Das leuchtet ein. Zuviel Nitrat ist ein verbreitetes Problem, vor dem viele – auch hier im Blog –
    die Augen verschließen.

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  4. Ertl Elisabeth sagt

    Immerhin wünscht er sich 50% Biolandwirtschaft.
    “Es gibt in der Agrarpolitik eine unglaublich große Zahl von Politikern, die unglaublich beharren … Agrarpolitiker sollten lernen, dass in der Wissenschaft anerkannte Ziele wirklich auch eine Chance sind für die Agrarpolitik und deren Klientel, wirklich gute Veränderungen zu machen. Aber das sehe ich auch bei uns in der Schweiz … Der Bauernverband sagt immer nur ´Nein, nein, nein, nein` … Ich bin da auch frustriert”
    https://www.youtube.com/watch?v=jUfIRwpBXN0

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wünschen kann man sich viel. Das Leben ist aber eben kein Wunschkonzert. Wenn der Wünscher nun auch noch in der Lage wäre, den Geldbeutel der Kunden größer werden zu lassen und sich wünscht, dass der Kunde die Produkte dann auch kauft, dann können Wünsche Wirklichkeit werden. Wünsch dir was…hieß mal eine Show mit Dietmar Schönherr und Vivi Bach. Die Bundesregierung wünscht sich mehr Geld, der Bürger auch. Alle wünschen sich was….aber hey, ist bald Weihnachten. 😉

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  5. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Offensichtlich kommen immer mehr in der Realität an!
    Alle warten darauf,dass unser Bundeskanzler jetzt endlich mal Farbe bekennt,aber ich glaube,der kriegt es nicht gebacken.

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  6. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen es wird höchste Zeit die Gentechnik zuzulassen sonst kommen wir gar nicht weiter und kreuzen uns bei der Zucht blöde Sachen mit hinein

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