Bauer Willi
Kommentare 112

Bauernproteste: Die letzten 48 Stunden…

Die letzten 48 Stunden waren sehr geschäftig. Selten habe ich so viele Anrufe, Mails und WhatsApp-Nachrichten bekommen wie in diesen zwei Tagen.

Eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse:

Die Bauernproteste sind in der Gesellschaft viel besser angekommen, als man sich das in den kühnsten Träumen erhofft hatte. Mit applaudierenden Zuschauern am Strassenrand hatte wohl niemand gerechnet.

Medien: In den großen Nachrichtensendungen von ARD und ZDF wurde durchaus sachlich berichtet, alle Seiten kamen zu Wort. Am Dienstag war dieses Thema dann schon durch, kein Wort mehr über die Bauern. In den großen Tages- und Online-Zeitungen eigentlich das übliche Bild: von totalem und unsachlichen Verriß (TAZ) über faktenfreie und oberflächliche Berichterstattung (FAZ) bis hin zu wohlwollenden und erklärenden Artikeln (Cicero) war alles vertreten.

Hier zwei Artikel, die ich für sehr lesenswert halte und die nicht hinter der Bezahlschranke sind:

https://www.cicero.de/innenpolitik/bauernproteste-mit-der-wut-der-verzweiflung

https://www.cicero.de/innenpolitik/bauernprotest-in-berlin-interviews-reaktionen

So stelle ich mir sauberen Journalismus vor. Lesenswert auch ein Artikel der NZZ

https://www.nzz.ch/der-andere-blick/protest-der-deutschen-bauern-wie-die-ampel-die-wut-im-land-anheizt-ld.1773304

Stefan Aust hat ein sehr gutes Interview gegeben, das über die Landwirtschaft hinausgeht und Hintergründe erläutert. Sehenswert!

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

An dieser Stelle stelle ich mir immer wieder die Frage, welches Medium in Deutschland links, welches halbwegs neutral im Mittelfeld und welches rechts ist. Ich habe ja neulich der Zeitung “Junge Welt” ein Interview gegeben. Diese Tageszeitung wird als marxistisch-leninistisch eingeordnet. Jetzt habe ich ein Anfrage von “Junge Freiheit” erhalten, einer Tageszeitung, die sich selbst als rechts-liberal einordnet. Ich habe vor, auch die Fragen dieser Zeitung zu beantworten. Aber ist man dann gleich rechts, wenn man einer rechten Zeitung ein Interview gibt. Und was bringen diese Einordnung überhaupt. Und bringen sie uns weiter?

Noch was, was in den letzten 48 Stunden geschehen ist. Renate Künast war im Fernsehen. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Ich kommentiere das nicht weiter. Es ist für Frau Künast halt ein Unterschied, ob Bauern oder Klimakleber die freie Fahrt behindern. Nur mit dem Unterschied, dass die Blockaden der Bauern alle angemeldet und genehmigt waren, die der Klimakleber nicht.

Bemerkenswert ist die Rede von Robert Habeck, die er auf der Seite des Ministerium veröffentlicht:

https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Videos/2024-some/240107-bmwk-bm-demokratie/video.html

Dauert 8 Minuten, die man sich aber alle ansehen sollte. Einiges davon ist sicherlich unterstützenswert, anderes sehr kritisch zu sehen. Die “Unterwanderung” durch antidemokratische Elemente ist gerade bei den Bauernprotesten nicht zu erkennen. Gerade die Bauern stehen fest auf dem Fundament des Grundgesetzes und der demokratischen Grundordnung. Es ist gefährlich, immer wieder zu behaupten, dass die Bauern dies nicht wären.

Dazu ein höchst sehenswertes Interview mit dem Vorsitzenden der Polizeigewerkschaft:

https://www.welt.de/politik/deutschland/video249435704/Bauernproteste-Es-ist-eine-Frechheit-so-mit-anstaendigen-Landwirten-umzugehen.html

Er äußert sich in diesem Beitrag auch zu den Ereignissen an der Fähre.

Damit will ich es für heute dann auch bewenden lassen. Es ist schon wieder spät geworden.

 

(Aufrufe 4.018 gesamt, 1 heute)

112 Kommentare

  1. Ex-Baumschuler sagt

    Gestern (11.1.) waren 2.000 Trecker mitsamt Fahrern auf Sternfahrt in und um Hannover unterwegs. Bis zum Zielparkplatz hatten es davon noch 700 geschafft, so die Polizei. Dort ließen sie ihre Trecker liegen und stapften zu Fuß weiter durch den Schnee.

    Zeitgleich bietet der lokale, sich teils mit seiner Regionalvermarktung rühmende Edeka Wucherpfennig-Supermarkt 10 Bio-Eier für erstaunliche 1,99 € an (und das Viererpack für attraktive 99 Ct). – Davon kann kein Hühnerbauer leben, und das weiß der Händler. Sind die so unsensibel oder machen die das noch extra?

    Wenn Edeka diese Preispolitik fortführen wollte, werden einige ihrer Lieferanten – na ja, nicht pleitegehen, aber doch zeitweise den Betrieb einstellen müssen (vgl. Habeck). – Edekas Symbolik angesichts der tagesgleichen Bauernproteste könnte kaum ungeschickter ausfallen, falls sie nicht gewollt wäre.

    2
  2. Schmeckt gut sagt

    Vor 30 Minuten passiert: Mein Sohn und ich waren auf dem Rückweg von einem Mahnfeuer und hinter unseren Schleppern bildete sich eine Schlange von vielen Dutzend Fahrzeugen (hauptsächlich LKW), die nicht überholt haben, obwohl reichlich Platz war. Es war überdeutlich, warum sie nicht überholt haben. Mir kamen echt die Tränen. Soetwas habe ich noch nicht erlebt. Wir kennen es ganz anders auf unserer viel befahrenen Bundesstraße.

    14
    • Smarti sagt

      Wunderbar ! Das habe ich gestern von Titisee Richtung Freiburg auch erlebt. War im Gegenverkehr und hinter einem Traktor mit Salzstreuer fuhren einige Dutzend Fahrzeuge, darunter viele Lastwagen sehr, sehr langsam. Mit etwas Abstand nochmals 2 Traktoren und ein langer Stau… was drei Trecker und ein paar Brummifahrer ausmachen können.

      7
    • Bauer Fritz sagt

      Zentraler Satz der umfangreichen Entgegnung von Dipl. Agr. Ing. Thorsten Breitschuh:

      1) Die Idee der Pachtsenkung ist zwar logisch, wird aber in der Realität nur schwer und vor allem nur auf lange Sicht umsetzbar sein.
      Vorschlag: Herr Balmann schlägt als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des BMEL vor, dass die BVVG und die Landgesellschaften als Verpächter von staatseigenen Flächen die Pacht von sich aus um die o.g. 180 € ab dem 1.1.2024 reduzieren.

      2) Wo soll die Wertschöpfung im ländlichen Raum in Zukunft herkommen, wenn die produzierte Menge im Feldbau zurückgeht und Tierhaltung sowie die Bioenergie durch die Politik totgeregelt werden?
      Was passiert mit den Firmen im vor- und nachgelagerten Bereich, angefangen von der
      Düngemittelindustrie über den Landmaschinenhandel bis hin zu den Getreidelägern, Mühlen und Schlachthöfen? Kann es sich die deutsche Volkswirtschaft leisten, einen ganzen Wirtschaftszweig zum „stranded asset“ zu entwickeln?

      3) Da Professor Balmann im wissenschaftlichen Beirat das BMEL berät, muss man schon fast Mitleid mit Landwirtschaftsminister Özdemir haben. Wenn Berater des BMEL mit ihren Einschätzungen so weit von den Realitäten entfernt liegen, ist es nicht verwunderlich, dass es zu den politischen Fehlentscheidungen im Dezember und dem zwangsläufig folgenden Frust der Landwirte kommen konnte.

      13
        • Reinhard Seevers sagt

          Subventionsabbau? Wer sagt Cem, dass Balmann von der AfD gesteuert ist?
          Ojeminee….😳

          2
        • Bauer Fritz sagt

          Wenn man dieses “Recht des Stärkeren” eben auch auf den Tätigkeitsbereich des Herrn Agrarökonomen in der Ukraine anwendet, dann würde halt auch der Kleinere oder Schwächere vom Größeren übernommen. Es ist dann eigentlich schon ziemlich egal, ob dies durch militärischen oder wirtschaftliche Krieg geschieht. Wenn seiner Ansicht nach “Subventionen und Förderungen” ohnehin nichts helfen, warum also Transportkorridore aus der Ukraine für Getreide, Geldunsummen um Waffengleichheit im Kampf herzustellen. Alles ohnehin ein Fehler.

          Und wenn die Ukraine dann bei Rußland ist, haben die hier “gesundgeschrumpften” Agrarbetriebe (schon jetzt als Agrarindustrie beschimpft) einen Konkurrenten weniger.
          Also alles in Butter dann ….

          7
          • Smarti sagt

            Herr Balmann war ja auch schon hier auf dem Blog. Schade, dass wir ihn nicht direkt fragen können.
            Bauer Fritz, das Argument mit den Subventionen und der Ukraine muss man unbedingt Herrn Özdemir unter die Nase reiben ! Bin ja mal gespannt, was er da antwortet.

      • firedragon sagt

        Die Pachtsenkung ist nicht logisch und wird nicht umsetzbar sein, nur weil die LW höhere Produktionskosten/ha hat.

        Wie soll der LW dem Landeigentümer denn vermitteln, dass er weniger Pacht bekommt?
        Das Land ist ja nicht weniger Wert, ganz im Gegenteil, Land/Boden vermehrt sich nicht auf wundersame Weise.
        Land/Boden wird mehr und mehr zum knappen Gut und dadurch eher mehr an Wert gewinnen.
        Zumal LW mit Energiefirmen konkurrieren wird müssen.

        5
      • Arnold Krämer sagt

        zu 2) Das ist doch der alles entscheidende Punkt. Die bescheidenen Anteil der Landwirte an der gesamten Wertschöpfung, auf die einige Schlaumeier immer wieder in Kommentaren hinweisen, ist die Voraussetzung für die hohen Wertschöpfungsanteile, die der vor- und nachgelagerte Sektor für die ländlichen Räume hat. Die Agrarpolitik der Bundesregierung aber auch ihrer Vorgängerregierungen ist eine Politik gegen die ländlichen Räume, gegen die Menschen die dort leben und arbeiten. Sie werden arm gemacht entgegen allen Sonntagsreden. Das sollte ein Prof . Balmann, der gerade aus einem dieser Räume (dem Emsland) stammt, eigentlich wissen und bei all dem, was er sagt oder schreibt, berücksichtigen.

        8
        • Brötchen sagt

          wie man so eine gute moderne leistungsfähige landwirtschaft und Landtechnik innerhalb kürzester Zeit dem Erdboden gleich macht, das hat selbst die Renate nicht geschafft.

          kann man sich nur betrinken….

          5
        • firedragon sagt

          “… Die bescheidenen Anteile der Landwirte an der gesamten Wertschöpfung, auf die einige Schlaumeier immer wieder in Kommentaren hinweisen, ist die Voraussetzung für die hohen Wertschöpfungsanteile, …”

          Herr Krämer,
          das ging mir heute auch durch den Kopf, weil einer im Radio sagte, die LW trägt nur 1% des Bip bei.

          Genau genommen trägt LW ein Vielfaches dessen bei, wenn man bedenkt, wie viele Menschen “freigestellt” sind, weil sie sich nicht als Eigenversorger rumschlagen müssen, sonder stattdessen dem Beruf ihrer Wahl nachgehen können.

          5
        • Ertl Elisabeth sagt

          Der findet das ja OK. Er selbst ist ja nur in Großstädten aktiv: in Halle, Berlin und irgendeiner ukrainischen Stadt.

          2
  3. Ertl Elisabeth sagt

    Zum Thema Demokratie:

    Die Crux an der gegenwärtigen Politik ist, dass bei allen systemrelevanten Berufen die Expertise der Praktiker nur noch in einem Ausmaß Niederschlag in den Gesetzen findet, welches dem Anteil der Ausübenden an den Wählern entspricht. Der Rest der Gesellschaft bürdet diesen Minderheiten jeweils hemmungslos seine Forderungen und Wünsche auf.
    Da wurde Demokratie einfach falsch verstanden. In so ferne als jeder Beruf Dienst an der Gesellschaft bedeutet, kann man ja noch über 45% Expertise und 55% Forderungen und Wünsche sprechen; aber nicht 1% Expertise und 99% Forderungen und Wünsche.

    2
  4. Marian E. Finger sagt

    Wer hat’s gesagt:

    1.” Wir leben seit Jahrzehnten in einer gewachsenen Demokratie … und einer von der Mitte getragenen Gesellschaft, mit einem von Kultur getragenem Verständnis … erbaut und erarbeitet von verschiedenen Generationen …es gibt keine Garantie, dass auch in Deutschland die Debatte immer weiter verroht …”

    2. “Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen …”

    Zitat 1 : Robert Habeck.
    Zitat 2 :Robert Habeck.

    Es gibt wirklich keine Garantie, was verrohte Debatten betrifft, da hat Robert Habeck Recht.

    5
  5. Arnold Krämer sagt

    Die Ampelparteien, die mit Agrarthemen und mit der Agrarmentalitäten nicht wirklich vertraut sind (an der Spitze der Bundesminister) haben sich im Gestrüpp/in der Komplexität der Themen und Stimmungen vergallopiert. Sie haben (wie auch die anderen Parteien) kein tragfähiges, vor allem kein finanzierbares Konzept für das, was sie als Transformation des Sektors meinen vorgeben/einfordern zu müssen. Das ist alles Murks, der in Brüssel beginnt/begonnen hat, und in Berlin, wie auch in anderen Bereichen oft üblich, auf die Spitze getrieben wird. (Bsp.: Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz).
    Weil die Regierung den finanziellen Boden unter den Füßen verloren hat (durch eine teils sinnlose und verschwenderische Ausgabenpolitik) herrschen Panik und Kopflosigkeit. Die Reaktionen/Stellungnahmen der Ampel-Vertreter aus den Bundesländer und die Positionierung sogar des Landwirtschaftsministers zeigen es. Ein starker Kanzler hätte sofort entlassen angesichts der (wiederum verständlichen) Illoylität eines Kabinettsmitglieds (Özdemir).
    Die Regierung täte gut daran (hat sie aber mit dem Kabinettsbeschluss am Montag nicht getan) alles auf NULL zu setzen UND eine Denkpause (besonders wichtig angesichts Habeckscher Schwurbeleien) Redepause einzulegen.

    15
  6. Ferkelehbamme sagt

    Interessante Entwicklungen:
    Die Niedersachsen-FDP wird gegenüber dem eigenen Chef aufmüpfig
    https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/niedersachsen-fdp-stellt-sich-beim-agrardiesel-gegen-die-ampel-und-die-eigene-parteispitze-13568559.html

    Und nach Habecks Rede und diversen Berichterstattungen über die Aff-Fähre bei der sogar die Kindern-Angst-gemacht-Keule herausgeholt wurde, kommen immer mehr Videos auch direkt von der Fähre an die Öffentlichkeit. Worauf eher Begeisterung denn Angst zu erkennen ist.
    Lügen haben kurze Beine hat meine Oma immer gesagt.

    21
  7. Christina sagt

    Ich freue mich einfach darüber, dass sich der Herr Wendt von der Polizeigewerkschaft so ehrlich und positiv über die Demos geäußert hat und sein Kommentar über die Grünen war tatsächlich hörenswert!
    Den Kommentar von Frau Künast nenne ich hier auch nur “putzig”!

    17
    • Wolf Lützen sagt

      “so ehrlich und positiv über die Demos geäußert hat…”
      Rainer Wendt ist Gewerkschaftschef und CSU-Mitglied. In NRW wurde er ein Jahrzehnt als Polizeibeamter bezahlt, ohne seinen Beruf auszuüben. Als das bekannt wurde, verzog er sich in den einstweiligen Ruhestand. Wendt bezog jährlich als AXA-Aufsichtsrat 50000 Euro. Er vergaß allerdings diese Nebeneinkünfte anzugeben.
      Wendt betreibt Grünen- Bashing, wie sein Partei chef Söder es postuliert hat und es Welt-TV prima in den Kram passt.
      Grünen-Bashing ist Mainstream, egal ob Merz, Söder, AFD, Kubicki, Wagenknecht, Lee, Tichy, Broder, Matussek, Land stört Verbindung….
      Übrigens gehört es auch diesem Blog offenbar zu den
      Pflichtübungen.

      1
      • Schmeckt gut sagt

        Als strammer “Grünen-Unterstützer” ist klar, dass sie Herrn Wendt persönlich angreifen müssen. Es fehlt ihrer “Blase” mittlerweile schlicht an Argumenten. Wie wäre es, wenn sie mal diskussionswürdige Lösungen anbieten.

        4
      • Reinhard Seevers sagt

        Tja, wie ich vermutete…..Herr Lützen, die Liste der Unbotmäßigen wird länger und länger…..gestern abend eine kurzweilige Diskussionsrunde bei Lanz. Der arme Stegner hat voll auf die Mütze bekommen….von einer Fachfrau (Dorothea Siems, DIE ZEIT) und den beiden anderen Fachleuten.
        Die Grünen haben fertig, die FDP auch und die SPD schon lange.

        5
      • Christina sagt

        Mag sein und ist nicht gut…. Aber haben wir nicht alle mal Dreck am Stecken?
        Man tendiert immer sehr leicht zum Urteilen!

        1
  8. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Ich sehe ein Problem darin, das der Bauernverband da gleich mitgemacht hat (mit dem Framing) , bzw. darauf hereingefallen ist!

    9
    • Reinhard Seevers sagt

      Die haben alle nichts gelernt aus den Fällen Rammstein, Ofarim und Aiwanger…..die Vorverurteilung ist inzwischen politische und mediale Alltagsarbeit.

      19
      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

        Inga, das kann ich dir sagen. Wenn ich demonstrieren will muss die Sache, für die ich demonstriere, im Vordergrund stehen. Ich kann und darf mich dann nicht auf Nebenkriegsschauplätzen aufhalten. Hier ist der Bauernverband aber hingelockt worden und die Berichterstattung dreht sich um rechte Unterwanderung, ständig die Aussage das alles ruhig verläuft, das Rettungsgassen gebildet werden, usw. Der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft versteht das ganze “rechte” Gerede und Unterstellungen im Zusammenhang mit der Demo nicht, die Polizei in Schüttsil will nicht von Gewalt sprechen, aber unsere Verbände tun das und bauschen das damit unnötig auf. Immerhin ist man den demonstrierenden Landwirten am Fähranleger damit in den Rücken gefallen und die sind auch Verbandsmitglieder.

        2
  9. Brötchen sagt

    “Die Verlogenheit der AfD gegenüber den Bauern. Von Jaques Schuster” Chefkommentator der Welt.

    Ich bin ja baff, wenn der das so sagt, na dann weiß ich doch wen ich nun überhaupt niemals auf keinen Fall wählen werde.

    Interessiert zwar keinen, will ich aber nur mal gesagt haben. 😉

    3
    • Betty sagt

      Nachzuschauen, was da wirklich gesagt wurde, wäre eine Alternative.
      Oder denken Sie, dass der Herr Schuster nur die Landwirte diffamierte?
      Die Zeiten, als Goethe noch fabulierte, dass was man schwarz auf weiß besitzt getrost nach Hause tragen könne sind lange vorbei. Und auch bei der faz sind die klugen Köpfe hinter dem Blatt rar.
      Nicht, dass man irgendwann feststellen müsste, dass man sich mit ganz anderen Teufeln eingelassen hätte als mit solchen, die einem permanent an die Wand gemalt werden.

      1
      • Brötchen sagt

        Nö, ich weiß nicht, was der Herr Schuster überhaupt will.
        Nun ja, ich kann es ja gestehen, hatte FDP gewählt, da bin ich mir vollkommen total sicher, die halten das, was sie versprechen.
        Kurz nach der Wende Bündnis 90 die Grünen gewählt.
        Da hatte ich den Platzeck gewählt, schwupp war der dann in der SPD.
        Das zu dem Thema Wahl…..

        Sehe das ganze jetzt nicht so eng und hab da keine Illusionen.

        Unser Woidke ackert ganz schön, das er der AFD das Wasser abgräbt, ist nur blöd mit seinen Kumpels da in Berlin…..muss ich anerkennend sagen.

        1
        • Frank sagt

          “Nun ja, ich kann es ja gestehen, hatte FDP gewählt, da bin ich mir vollkommen total sicher, die halten das, was sie versprechen.”

          Na sicher doch …

          2
    • Bauer Fritz sagt

      Es ist ja schon ein Erfolg festzustellen, daß die einen oder anderen Journalisten doch erst nachzuschauen und dann nachzudenken beginnen, warum gerade die Bauern die AfD NICHT wählen (https://www.welt.de/politik/deutschland/article249451782/Proteste-der-Landwirtschaft-Die-Verlogenheit-der-AfD-gegenueber-den-Bauern.html).

      Würden sie öfter mal hier in den Blog reinschauen, hätten sie bei Willi schon viel früher genau diese Aussagen auch gefunden, sogar mit Zahlen aus Wählerstromanalyen anschaulich belegt.

      Aber das hätte halt im woken Elfenbeinturm so gar nicht zum vorgefertigten Bild gepaßt, und die das Framing vom Bauern als Rechts(radikale) Traktor-Terroristen und Karoffel-Mob sich bis heute noch einreden.
      Zumindest ist die Bevölkerung schon weiter als die verblendeten Schreiberling.

      3
  10. firedragon sagt

    Es ist nicht nur ein “geordneter, demokratischer Protest”, wie es der Herr der Polizeigewerkschaft nennt – es ist die Einbindung der gesamten Bevölkerung, durch Gesprächsangebote von Seiten der LW.
    Diese Gesprächsangebote gibt es übrigens seit Ende 2019!

    Für dieses Gesprächsangebot der LW hat gestern ein Teil der Südpfalzgruppe die Möglichkeit geschaffen.
    Es wurde von 08h bis 18h die B272 über zwei Parkschleifen geleitet. Jeder konnte, wenn er wollte, dort parken. Von Seiten der LW wurde, mit Unterstützung von Bäckereien und Metzgereien (ein herzlichstes Dankeschön dahin!), Grillgut, Brötchen und Getränke angeboten.

    Im Gegensatz zu anderen “Aktivisten” randalieren wir nicht und sitzen auch nicht stumm rum.

    Und selbst wenn Motzer auf uns zukommen, erklären wir unsere Lage. Natürlich ist es für uns einfacher höflich gestellte Fragen zu beantworten.

    Danke an’s Orgateam, an die Genehmigungsstellen, den LBM und natürlich an die Polizei.

    11
  11. Frikadellen piet 45 sagt

    Moin, das ganze ist gut erklärt. Ich glaube Renate will gewisse Dinge nicht verstehen und ist auch zu blöd dafür, aber hauptsache die Bevölkerung. Bin gespannt, was noch folgt.

    6
  12. Betty sagt

    Hier sind ein paar “alternative” Medien aufgeführt, die den Protest der Landwirte durchaus passend wenn auch zum Teil anders bewerten, als dass aus den MSM wie dem ÖR zu erwarten ist. Kann man ja mal betrachten und sich ein Bild abseits des Mainstream-Journalismus machen. https://www.dushanwegner.com/freie-denker/
    Zumal Boris Reitschuster ein Video einstellt, in dem er sich intensiv mit der Rede des Habeck, die nicht anders als gegen uns alle gerichtet wird, auseinander setzt: https://www.youtube.com/watch?v=9OgDbyK1Qn8
    .
    Die Zuschreibung “rechts” wird sich durch die geführte Massenpresse durch nichts verhindern lassen. Die werden, wie bei vielen Protesten seit 2015 immer das veröffentlichen, was der Politik in den Kram passt.
    Außer, der Protest kommt von links.

    13
  13. Bauer Fritz sagt

    Ein lesenswerter Beitrag aus Austria:
    “Die Dämonisierung der brav arbeitenden Bauern, die eine durchschnittlich längere Wochenarbeitszeit haben als andere Berufsgruppen und dafür einen geringeren Stundenlohn bekommen, wird besonders vom sich immer stärker radikalisierenden linken Flügel der deutschen Ampel, den Grünen, betrieben.”
    https://exxpress.at/bernhard-heinzlmaier-die-bauern-werden-den-leviathan-nicht-stuerzen/

    Ein Dank an den Polizeichef. Ein Mensch mit Rückgrat, der sich gegen so wie gestern auch schon Roger Köppl aus der Schweiz (https://www.youtube.com/watch?v=uAwm8OZdSrY) ab Minute 5:40 gegen diese medialen “Orgien der Ferndiagnosen und abfällige Bemerkungen über die Bauern und ihren Protest”, gegen die “institutionalisierte Verachtung der Journalisten gegenüber Bauern” und gegen die “roboterhafte Verketzerung als Rechts” stellt. Auch sein Hinweis, daß sie die Medien jene Sekunden zusammengeschustert haben um Habecks Aff-Fähre zu einem Staatsstreich hochzujizzen ist eine menschlich hoch einzuschätzende Ehrenhaftigkeit.

    Nicht ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen “Nein”.
    (Kurt Tucholsky; 1890-1935)

    12
  14. Mark sagt

    Die Rede unseres Wirtschaftsminister ist ein Musterbeispiel celebrierter Scheinheiligkeit. Da beginnt er mit scheinbar großer Sympathie für die Landwirtschaft, Wissen um die Besonderheiten und Probleme derselben. Kaum einer, oder Lamdwirt oder Nichtlandwirt, der dem Beginn seiner Rede nicht zustimmt. Nach und nach vermengt er jedoch Wahres und Richtiges mit dem eigentlichen Kern seiner Botschaft, der Verschwörungstheorie des Umsturzes, die angeblich über den Demonstrationen schwebt, und den Feinden der Demokratie, die die Demos kapern werden. Schon kleinste Symbole, wie eine Ampel am Galgen hängend, werden zur elementaren Gefahr für die Demokratie stigmatisiert. Sorry, wenn man die gleichen Masstäbe bei Karnevalsumzügen anlegen würde, wären wahrscheinlich 90% davon unzulässig. In Wahrheit geht es Habeck darum, Kritik an sich, seiner Partei und der Ampel zu stigmatisieren. Diese Kritik sieht er als Gefahr, und diese kommt selbstverständlich ausschliesslich von Rechts, für den Staat und die freiheitliche Demokratie, er setzt die Ampel gleich mit Staat und Demokratie. Ein Angriff auf Staat und Demokratie ist unzulässig, und damit auch der Angriff auf die Ampel. Mit allen Mitteln der Staatsgewalt sind diese Angriffe abzuwehren, und weil diese angeblichen, von Putin bezahlten, Gegner der Demokratie und Freiheit die freiheitlichen Grundwerte missbrauchen und diese zu bekämpfen, schaffen wir sie am besten gleich ab um sie zu schützen. Dieses Framing den Bauernprotesten anzuhängen ist das Ziel seiner Rede, um die große Sympathie der Bevölkerung, die den Bauern entgegenschlägt, zu Fall zu bringen. Aus Angst vor Machtverlust wird nun jede Karte gespielt, sei es das Framing um gewaltbereite Demos, sei es die unsägliche Inszenierung der Aff-Fähre oder das scheinbare Kapern der Demos durch dunkle rechtsradikale Mächte. Eines bleibt am Ende des Tages jedoch sicher, auch der geschickteste Aufbau eines noch so schlimmen Pophanses wird die Realität nicht besiegen.

    20
  15. Ernst Pauli sagt

    “Medien: In den großen Nachrichtensendungen von ARD und ZDF wurde durchaus sachlich berichtet, alle Seiten kamen zu Wort.”

    stimme ich Bauer Willi zu. Wie es auch sein soll.

    Andere Medien berichten entsprechen ihre politischen “Herkunft”. Find ich nicht schlimm, wenn es im Rahmen bleibt – Nennt sich m.E. Pressefreiheit.

    Einseitige Berichterstatung bis hin zur Hetze bestimmer youtuber – muss man ertragen, erkennen und einordnen. follw the money …

    4
  16. Reinhard Seevers sagt

    Heute streikt die Bahn…..die Stadt ist wie ausgestorben. Über 2000 Berufsschüler sind zu Hause geblieben. Der hiesige Bäcker hat den Tresen voll mit belegten Brötchen….wer verantwortet diese Lebensmittelverschwendung nun? 🤡

    6
  17. Christian Bothe sagt

    “Bemerkenswert ist die Rede von Robert Habeck, die er auf der Seite des Ministerium veröffentlicht” Lieber Bauer Willi! Ich weiß nicht was an dieser Rede bemerkenswert ist! Für mich sind diese Äußerungen gegenüber CDU/CSU und indirekt! zum Urteil des Bundesgerichtshofes eine Unverschämtheit hoch 3!! Wer hat denn dieses ganze Disaster in Wirtschaft und LW verursacht? Es auf die Merkel Regierung zu schieben, ist zu einfach! Die Ampel mit ihren”qualifizierten” Mitarbeitern ist unfaehig auf volkswirtschaftliche Erfordernisse zu reagieren! Noch zum Presseecho gestern bei Phoenix: habe nach einer viertel Stunde abgeschaltet, nachdem ich diese Journalistin von der Rheinischen Post hörte: Schlagwörter von dieser ahnungslosen Dame waren: Klimaschaedliche LW wegen Agrardiesel, deshalb Wegfall der Subventionen richtig! E-Traktoren gibt’s auch schon und weiteres..,Kein Wort von Biokraftstoffen und der CO2 verbrauchenden LW ( bis 22.40Uhr…).Nur mal soviel zu den Medien gestern Abend!

    14
    • Reinhard Seevers sagt

      Der Begriff “bemerkenswert” ist doch nicht ausschließlich positiv besetzt. Der Begriff signalisiert eine Aufmerksamkeit, ohne Wertung….er kann negativ wie positiv verstanden werden.
      Ich finde den Redebeitrag sogar gefährlich, weil er inhaltlich komplett an der Thematik vorbeigeht. Man konnte aber SEHEN, wie fertig Robert ist….er hat seine persönliche Betroffenheit eine politische Botschaft umgesetzt, das finde ich schwach und unprofessionell.

      14
    • Arnold Krämer sagt

      Herr Bothe:
      Bemerkenswert heißt: Wert, bemerkt zu werden. Das ist neutral und weder positiv noch negativ.😎

      4
      • Christian Bothe sagt

        A.K.fuer mich ist es negativ bemerkenswert, was Habeck da fabrizierte! Im Übrigen kann man es natürlich so und so sehen..,

        4
        • Bauer Willi sagt

          C.B.:
          Man sollte die Rede bemerken. Deshalb bemerkenswert. Mark hat die Rede in seinem Kommentar ja sehr gut analysiert. Genau so sehe ich das auch. So zu spalten ist brandgefährlich!

          6
          • Reinhard Seevers sagt

            In meinen Augen ist Habeck ein Verschwörungsmystiker……ist er nun rechts?
            An seinem Beispiel kann man gut den Unsinn der Zuschreibung in diesem Lande sehen. Die einen sind rechstextrem und umstürzlerisch, weil sie einen Galgen am Trecker mitführen. Der andere kann Bauern diffamieren und Umsturzfantasien raushauen und es wird medial in keinster Weise negativ bemerkt. ….sorry, einer hats bemerkt, der Herr Wendt….aber der wird spätestens kommende Woche ins rechte Lager verschoben, da wette ich drauf.

            9
  18. Smarti sagt

    Weil es bei uns gerade geschneit hat, ist die Internetverbindung so schlecht, dass Filme abspielen unmöglich ist. Was mich gerade beschäftigt – stimmt diese Rechnung ?
    Pendlerpauschale: wer mit dem priv. PKW zur Arbeit fährt, kann pro km einfache Strecke 30 Cent Pendlerpauschale beantragen. Das macht für Hin-und Rückweg unterm Strich 15 Cent pro km. Also 15.- Euro pro 100 km. Bei einem Verbrauch von 7,5 l pro 100 km ergibt sich eine Steuerrückerstattung von 2.- Euro pro Liter Sprit !
    Und wir Landwirte kämpfen gerade für den Erhalt der Steuererstattung von 21 Cent pro Liter Diesel. Die Fahrt auf der Strasse zum Acker ist doch eindeutig ein Arbeitsweg… also…
    Nein, ich möchte gar nicht mehr Geld vom Staat und auch keine Pendlerpauschale abschaffen ! Es geht um die Einordnung, da viele Zeitungen immer noch schreiben, dass die Demonstrationen “nur” deswegen sind, weil Landwirte “subventionssüchtig” wären.

    12
    • Hans-Josef sagt

      Ich fahre im Jahr über 20 000 km zur Arbeit. Bei 7,5 Liter und einem Preis von 1,8 € ergibt das 2700 €. Dazu kommen Haftpflicht, Steuer, Verschleiß Anschaffungskosten ….
      Steuerrückerstattung in 2022 rund 1100€ incl. Kirchensteuer.

      2
      • Hans-Josef sagt

        Zitat Habeck 2019 zur Pendlerpauschale „Einen Anreiz zu geben, möglichst weite Distanzen zu fahren, ist klimapolitisch Wahnsinn.“ Muss ich halt 60 000 km fahren,
        dann bekomme ich auch 3000€ Steuer zurück.

        Wir sollten alle zusammenhalten.

        6
        • Brötchen sagt

          jau wir hatten auch schon mal überlegt, mit dem LKW auf dem Hof im Kreis fahren, würde mehr einbringen, als im Stall zu arbeiten….müsste ich seltener Duschen usw.

          7
        • Smarti sagt

          Danke Hans-Josef, für die Antwort und noch mehr für´s zusammen halten. Wir sitzen im selben Boot – wenn wir genug werden, dann ist auch ein Kampf gegen ein Piratenschiff zu gewinnen ! Warum habe ich nur das Bild eines “Piraten” im Kopf 🙂 .

          6
  19. Norbert sagt

    Nachdem mein erster Kommentar wohl nicht in die allgemeine “Regierung pfui” Stimmung gepasst hat wünsche ich allen leidenden Landwirten dass die Verbraucher endlich mal den Geldbeutel öffnen statt nur zu klatschen wie damals bei dem Pflegepersonal.
    Ich danke dir Willi für den Service bzw. die Einblicke in die für mich teils unbekannten Themen und schaue was ich als Verbraucher zur Verbesserung der Situation beitragen kann.
    Es wäre für mich sehr interessant gewesen einige der Kommentatoren hier und ihre Situation im Betrieb kennen zu lernen, aber das ist vermutlich etwas zu viel Strecke für meine Verhältnisse.
    Wünsch euch alles gute!

    6
    • Smarti sagt

      Norbert, wenn die Verbraucher den Geldbeutel öffnen, dann freut es die Herren Aldi zwar sehr, aber den Landwirten ist damit immer noch nicht geholfen. Bei allen unseren Produkten wie Milch, Fleisch, Getreide ist ja noch jemand dazwischen geschaltet. Molkerei, Schlachterei, Brauerei… sobald der Verkaufspreis steigt, dann steigt die Marge ( prozentual ) des Handels. Es steigen die Mehrwertsteuern mit dem Verkaufspreis, zusätzlich regelmässig die Löhne Aller, die Maut… was glaubst Du, was bei den Landwirten dann hängenbleibt – selbst wenn wie es wohl bald mal geschieht, der Preis für Lebensmittel sich verdoppelt.
      Bis jetzt konnte man das immer irgendwie “einfangen”, indem die Produktivität der Landwirtschaft sich erhöht hat mit grösseren Arbeitsmaschinen, weniger Handarbeit, Züchtungen und v.A. Kunstdünger und Spritzmitteln ( damit Verdoppelung bis Verdreifachung des Ertrages pro ha ).
      Weil jetzt aber die Politik ( wegen den Einflüsterungen der NGOs ) sich immer mehr in die Produktion einmischt und diese somit deutlich verringert, können die Landwirte zuschauen, wie sich das Vermögen, das Generationen mühsam erwirtschaftet haben… in Luft auflöst. Wenn Du zugucken kannst, wie rechts und links von Dir die Höfe für immer zu schließen, dann macht das Angst, entweder wütend werden oder resignieren.

      14
      • Norbert sagt

        Hi smarti, diese Wut und Resignation kann ich nachvollziehen, aber warum wird dann nicht gegen die Zwischenhändler und die großen Einzelhandelsketten demonstriert?
        Ich vermute mal weil es da was anderes klatscht als Beifall.

        Und wie kann ich als Konsument dagegen steuern? mir bleibt ja dann nur noch, im Hofladen direkt beim Erzeuger zu kaufen, oder übersehe ich da was?

        Ich habe mich ja schon in vorherigen Kommentaren belehren lassen dass ich trotz Fokus auf regional und fair nicht davon ausgehen kann, dass der Landwirt was davon hat. Wie bringe ich meine Einzelhändler dazu, ihre Landwirte angemessen zu bezahlen? Und wer bestimmt was angemessen ist? Sollte ein Betrieb der rentabler arbeiten weil er z.b. viel automatisiert hat oder Saisonkräfte aus Osteuropa ausbeutet mehr für das gleiche Produkt bekommen als ein kleiner Familienbetrieb, der viel mehr selbst Hand anlegen muss.
        Es sind so viele Fragen, und irgendwie beschleicht mich immer wieder das Gefühl, dass der Hass auf die Bundesregierung zwar recht wohlfeil ist im Moment, aber das eigentliche Problem nicht löst. Und das was besseres nachkommt ist ja nicht gesagt.

        6
        • Brötchen sagt

          “gegen die Zwischenhändler und die großen Einzelhandelsketten demonstriert?”

          Z.B. weil bei vorherigen Blockaden richtig Strafen bezahlt worden sind!

          Siehe Demokratie > Demonstrationsrecht!

          4
          • Brötchen sagt

            “Saisonkräfte aus Osteuropa ausbeutet mehr”

            Das ist Mythos…..die verdienen hier auch Mindestlohn und es gibt genug Razzien vom Zoll.

            es sogar so das diese sich besser stehen als Dt. Ak, weil die gut sparen können und die niedrigeren Lebenshaltungskosten im Heimatland haben.

            Übrigens sind das keine Belehrungen, sondern Check check Fakten bzw. Wissensvermittlung.

            Ganz einfache Rechnung, wenn es höhere Auflagen für Biodiversität u.ä. gibt die Kosten verursachen, bleibt weniger Geld für bessere Arbeitsbedingungen usw. übrig.

            7
          • Ernst Pauli sagt

            Brötchen Du hast recht – bei Demos bei den Discountern stehen die Anwälte und drohen mit Klagen wegen Hausfriendensbruch.

            Aber warum habe ich kein einziges Schild auf den Trakoren gesehen, die LEH, Lebensmittelkonzerne, Zwischenhändler, Agrarchemie & co, … in die Pflicht nehmen die Bauern nicht zu drücken und zu pressen?

            6
            • Brötchen sagt

              Naja ganz so einfach ist es nicht!

              Wir sitzen ja mit dem LEH und den bösen Konzernen im selben Boot!

              Es ist ebenfalls ein Mythos, das in jedem Dorf schon um drei Uhr die fleissigen Bäcker alle Backwaren selbst produzieren und glücklich und zufrieden ihr E Auto fahren.

              Gerade gestern kam der Dt. der in Polen lebt hat 5 Euro für eine Tüte Brötchen und Backwaren bezahlt, wo Du in Dt. 15 bis 20 Euro bezahlst und die Verkäuferin war auch hübscher 😉

              Woran liegt das ….an der Energiekosten und am Mindestlohn und anderen Auflagen. Sicher nicht am Mehl und Butterpreis.
              In USA liegt der Eierpreis bei durchschnittl. 5 Euro für 10 er bei uns bei 3 Euro oder so.

              6
            • Heinrich sagt

              Wer hat denn dieses Oligopol im Einzelhandel ermöglicht? Wie war das doch gleich mit den Ministererlaubnis eines SPD Wirtschaftsminister? Das Kartellamt ausgebremst, hinterher ist es keiner gewesen. Diesen Vier kann doch nicht vorgeworfen werden das Sie Gewinn Maximierung betreiben, zumal ja die Politische Unterstüzung sicher ist. Molkerein, Aufnehmende Hand und Verarbeitung wird mit Auslistung (selbst Nestle) gedroht und auch umgesetzt.
              Die Bauern sind in allen Belangen das letzte Glied in dieser Kette, die von der Politik durch Ihre Rahmenbedingungen geschaffen wurde!
              Wo also muss angesetzt werden?
              Soll auf die Soziale Ader der LEH gesetzt werden?

              8
        • Brötchen sagt

          “Es sind so viele Fragen, und irgendwie beschleicht mich immer wieder das Gefühl, dass der Hass auf die Bundesregierung zwar recht wohlfeil ist im Moment, aber das eigentliche Problem nicht löst. Und das was besseres nachkommt ist ja nicht gesagt.”

          Die schlechte Laune bezüglich der aktuellen Regierung speist sich aus dem Wissen, das die Pläne der Regierung niemals funktionieren können und Aufwendungen verursachen, die niemals ihr Ziel erreichen können.

          Sowas soll vorkommen, das Leute alle wirtschaftliche Zahlen kennen.

          9
        • Ernst Pauli sagt

          @Norbert: Bauer Willi hat die in seinen Büchern hier das “Problem der Bauer” zu erklären – wobei auch er seine Meinung hat – und man nicht alles teilen muss was er sagt.

          m.E. eien Versuch problemlösend:
          schauen Sie mal die Diskussion mit Felix zu Löwenstein.

          m.E. wird hier viel zu weinig eine problemlösende Argumentation geführt.

          Hätten die Bauern bei den Preisverhandlungen mit den Zwischenhändlern nur mehr Geschlossenheit und Rückrat. (wie jetzt bei den Protesten)

          (PS dies ist das Dilema: 90 % die, die Proteste gut finden, werden bei Ihrem Discounter, Markt, Hofladen heute die besseren Produkte der deutschen Bauern kaufen …

          1
          • Brötchen sagt

            “Hätten die Bauern bei den Preisverhandlungen mit den Zwischenhändlern nur mehr Geschlossenheit und Rückrat. (wie jetzt bei den Protesten)”

            Wie stellen Sie sich das vor.

            Wenn ich bei einem anderen Händler anrufe, weiß der genau ich bin unter Druck. Zudem gibt es offizielle öffentliche Notierungen und wir haben eine Überschussproduktion, also ich frage den Abnehmer, ob er mein Produkt haben will, nicht letzterer fragt mich.
            Zudem ist meine Ware begrenzt haltbar bzw. mein Lagerraum ist begrenzt.

            Geschlossenheit ist ein Mythos, wie soll das praktisch funktionieren.

            Man kann den Preis bei Direktvermarktung bestimmen, nur da hat man das ganze Handelsgeschäft an der Backe und es soll wohl so komische Sachen wie LEH geben, die machen den ganzen Tag nix anderes wie handeln und Marketing. Der Landwirt macht das nebenbei und hat sich noch nach der Natur zu richten. In dem komischen LEH, oder wie das heisst, glaube die haben Kühlhaus und Klimaanlage im Laden…..Natur interessiert die nur wenig.
            Und von diesen LEH s soll es wohl auch welche geben, die insolvent gehen, weil Geschäft schlecht war.

            5
            • Ernst Pauli sagt

              Ich glaube es geht nur über Geschlossenheit.
              Was halten Sie von den Vorschlägen des “Land schafft Verbindung Baden-Württemberg e.V.” ?

              “Wir sitzen ja mit dem LEH und den bösen Konzernen im selben Boot!”

              Was ich da nicht verstehe:
              LEH, Molkereien, … sind in 1-2 Generationen zu Milliardären geworden und den bösen Konzernen ist es ähnlich? Und die Bauer sind gefühlt (durchaus berechtigt) seit Jahren am jammern.

              Was läuft da schief?

              Die Subventionen des E-Autos landen beim Autohersteller nicht dem Kunden. Die Subvention für die Bauern landen die am Ende auch bei den Konzeren?

              In seiner Rede hat Herr Habeck, den Vorschlag gemacht die gerechtfertigten Proteste zum Anlass zu nehmen diese grundlegenden Probleme zu lösen. Was ist da verkehrt?

              1
              • Reinhard Seevers sagt

                “In seiner Rede hat Herr Habeck, den Vorschlag gemacht die gerechtfertigten Proteste zum Anlass zu nehmen diese grundlegenden Probleme zu lösen. Was ist da verkehrt?”

                1. Er kann es nicht.
                2. Er hört nicht zu.
                3. Er will es nicht.
                4. Er ist nicht zuständig
                5. Er hat keine Ahnung.
                6. Er sagt nicht die Wahrheit.

                .

                10
          • Ferkelhebamme sagt

            „Hätten die Bauern bei den Preisverhandlungen mit den Zwischenhändlern nur mehr Geschlossenheit und Rückrat. (wie jetzt bei den Protesten)“
            Gibt es im Rahmen von Erzeugergemeinschaften. Die Ferkel-Erzeugergemeinschaften, jahrelang in dieser Form nicht beanstandet, werden aber gerade von den Finanzämtern massiv angegangen und zerstört.

            5
            • Ernst Pauli sagt

              verstehe ich nicht: Was und wie wird dies von Finanzämtern angegangen und zerstört? Danke für die Aufklärung.

              • Ferkelhebamme sagt

                Eine detaillierte Einführung ins Steuerrecht sprengt hier jetzt wohl den Rahmen. Hat mit den unterschiedlichen Steuersätzen in der LW zu tun und z.B. der Vorwurf des Scheinhandels, weil die Gemeinschaften nicht selbst transportiert haben.
                Was bemerkenswert ist, dass es ewig in die Form toleriert wurde., bis plötzlich alle Finanzämter plötzlich auf die Idee kommen, dass doch mal in Frage zu stellen.
                Erinnert an das Verbot der Leiharbeit in Schlachthöfen, während es für andere Branchen weiterhin völlig in Ordnung ist.

                5
          • Reinhard Seevers sagt

            Landwirtschaft ist zu komplex, um es in einem solchen Kontext zu diskutieren, finde ich. Jede Argumentation endet am Wissen des Gegenüber. Wir haben hier schon alle Vor- und Rückwärtsdiskussionen geführt, seit Jahren. Immer wieder kommt einer um die Ecke und weiß einen neuen guten Rat, hat aber Null Ahnung, möchte mehr wissen, weiß aber zu belehren. Wer da noch Bock drauf hat, bitte schön.
            So lange es den Kapitalismus in der jetzigen Form, die Demokratie, den Globalismus, die deutsche Politik, die deutsche Weltrettungsmanie, die europäische Vorschriftenwut, den Wohlstandserhalt, die Sozialstandards, die Energieform und -kosten etc. geben wird und soll, so lange wird sich nichts ändern. Nun kann man sich einen der genannten Punkte gerne rausgreifen und ihn ändern, dann ändern sich gleichzeitig tausend andere Bereiche sofort in eine andere Richtung. Dabei haben wir Wetter und Arbeitskräfte noch gar nicht berücksichtigt. Viel Spaß weiterhin beim Aufklären.

            7
            • Ernst Pauli sagt

              “So lange es den Kapitalismus in der jetzigen Form, die Demokratie, den Globalismus, die deutsche Politik, die deutsche Weltrettungsmanie, die europäische Vorschriftenwut, den Wohlstandserhalt, die Sozialstandards, die Energieform und -kosten etc. geben wird und soll, so lange wird sich nichts ändern.”

              Verstehe ich Sie richtig Sie wollen all die Punkte gemeinsam ändern?

              @Bauer Willi: Bin ich naiv, wenn ich meine hier wird Landwirtschaft diskutiert?

              1
              • Reinhard Seevers sagt

                Du checkst es nicht oder? Alles hängt mit allem zusammen. Landwirtschaft ist der Ursprung des Lebens. Alle wollen essen, jeder will die Flächen nutzen, ob zur Nahrungserzeugung, für Straßen, Industrie, Wohnen oder zum Spaß. Diese Flächen sind aber in unserem Land in vorwiegend privater Hand. Die Erzeugung der Nahrung wird bestimmt u.a. durch die Energiekosten und die Arbeitskräfte. Merkste was? Mindestlohn, Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG), Mautgebühren, CO2-Preis, Mehrwertsteuer, Umweltauflagen, Naturschutzansprüche, Wasserschutz, Bodenschutz, Tierschutz…….die Liste ist unendlich, aber sie ist nicht von der Landwirtschaft und damit von der Diskussion zu lösen….!!!!!!!

                6
                • Betty sagt

                  Und wenn die Flächen erst in nurmehr einer Hand sind, wird der, der eignet, bestimmen, wer zu essen bekommt und wer nicht. Und was und zu welchem Preis natürlich auch.
                  Bill Gates ist inzwischen der größte Eigner von Agrarland weltweit.
                  Das, was uns hier abgenommen werden soll ist so fett und geht über das, was inzwischen offensichtlich ist, weit hinaus.

                  5
              • Smarti sagt

                Herr Pauli, das IST Landwirtschaft. Alle Gemüse- und Obstsorten frisch angeboten geht nur mit Globalismus, wenn Getreide aus xy einen Cent günstiger ist als regionales, dann wird dieses gekauft -bzw. der Preis solange gedrückt, dass der Landwirt zu diesem Preis abgeben muss.
                Weltrettungsmanie denke ich vor Allem an die ganzen “Schutzgebiete” und “Schützer” – welche die Landwirtschaft kaputt regulieren.

                7
              • Brötchen sagt

                “Wer da noch Bock drauf hat, bitte schön.” Manchmal ja…….:)

                Bitteschön und Dankeschön.

                Herr Pauli,
                ” wenn ich meine hier wird Landwirtschaft diskutiert?”

                Wer sehr konkrete Fragen stellt, bekommt sehr konkrete Antworten, nur mal so als Tipp.

                3
                • Brötchen sagt

                  z.b. welche Zapfwellenumdrehungsleistung brauche ich für eine Hochdruckballenpresse bei Vollmond. 😉

                  Oder wieviel frisst ein Schwein oder ein Huhn pro Tag und was kostet das.

                  4
                • Ernst Pauli sagt

                  Ich könnte Ihnen es genau sagen wie dies bei Dauerkulturen funktioniert .. Zapfwellenumdrehungsleistung und was die fressen 😉 …

                  1
        • Smarti sagt

          Norbert, Sie unterstellen mir in einem Satz gleichzeitig, dass ich meine Angestellten ausbeute und die Regierung hasse ?
          Beides ist nicht richtig.
          Wenn ich im Auto sitze und sehe, die Strasse wird immer schlechter, dann bremse ich (demonstriere ich), das ist mein gutes Recht. Nicht beim ersten Schlagloch und auch keine Vollbremsung, sondern mit Bedacht.. (so wie die Demonstrationen jetzt). Ich hasse die Strasse nicht… aber wenn sie nicht besser wird, dann kommt irgendwo eine Klippe. Also drehen und hoffen, in einer anderen Richtung wird die Strasse wieder besser. Niemand kann in weitere Zukunft sehen.
          Meine Angestellten arbeiten bei mir, weil es sich für sie lohnt, menschlich und finanziell. Ansonsten wären sie weg, so schnell kann ich gar nicht gucken.

          8
          • Norbert sagt

            Smarti, ich unterstelle dir garnichts weil ich dich überhaupt nicht persönlich kenne und auch nicht weiß was du beruflich machst.
            Aber ich sagte schon es wäre sehr interessant euch und eure Profession mal kennen zu lernen.
            Bei so manchen Kommentaren höre ich aber schon raus, dass ich als Greenhorn keine Ahnung habe und was ich eigentlich will hier bei den Profis. Dann steht aber gleichzeitig weiter unten “Liebe Verbraucher – wir wollen den Dialog” und ich bin verwundert.
            Und der Apothekerrsohn kann eh nix, wegen sein Vater.
            Wer weiß schon wer mein Vater war? Nicht dass ich deswegen auch nix Check…
            *Ironie off*

            1
            • Reinhard Seevers sagt

              Norbert schrieb:”Es sind so viele Fragen, und irgendwie beschleicht mich immer wieder das Gefühl, dass der Hass auf die Bundesregierung zwar recht wohlfeil ist im Moment, aber das eigentliche Problem nicht löst. Und das was besseres nachkommt ist ja nicht gesagt.”

              Wir sind hier alle etwas dünnhäutig, was solche Kommentare nicht gerade besser machen. Und wir erklären seit Jahren immer und immer wieder den “Neuen” wie die Lage ist. Aber es ist auch ermüdend immer von ganz vorne zu beginnen und dann Grundlegendes wieder und wieder zu erläutern. ( wohlfeil bedeutet als Adjektiv: günstig, für einen geringen Preis. geistlos, platt, ohne intellektuelles Niveau; siehe Plattitüde)
              DAS ist wenig hilfreich für einen DIALOG, finde ich.

              3
            • Smarti sagt

              Norbert, auf so viel Herablassung, getarnt als “Ironie” mag ich zur Zeit nicht antworten. Aber ich kann Dich ja fragen, was Du an der Stelle von Herrn Habeck (oder einem anderen Politiker) den Landwirten antworten würdest ?

              3
    • Sonja Dengler sagt

      “Die Verbraucher” (das sind wir ja alle!) greifen ja schon lange tiefer in den Geldbeutel – das Problem ist, dass es eben nicht bei den Bauern landet.

      7
      • Ernst Pauli sagt

        Mein Vorschlag: Mit den Verbrauchern reden, auklären. Mit den Partnern faire Verträge aushandeln mit Hilfe der Politik und Verbände, Geschlossenheit der Bauern.

        Was ihr problemlösender Vorschlag?

        PS. Solange für gesüsstes Zuckerwasser (verleiht Flügel) 5 Euro pro Liter bezahlt wird ist genug Geld bei den Verbrauchern vorhanden. Nur ein Beispiel von vielen …

        2
        • Obstbäuerin sagt

          Der LEH wird immer die höchste Marge anstreben, das nennt sich ökonomisches Handeln im Kapitalismus. Wenn die Erdbeeren aus Spanien und Marokko für 1,49 € angeboten werden können und der deutsche Erdbeerbauer zu diesen Preisen (da muss die Handelspanne noch abgezogen werden) nicht liefern kann, fliegt er raus. Da es sich hier um leicht verderbliche Lebensmittel handelt, sind die Verluste nicht zu verkraften. Das gleiche mit Kirschen und Pflaumen. Deshalb geht der Freilanderdbeeranbau in Deutschland massiv zurück und einige Kulturen werden folgen. Der Verbraucher wird angesichts allgemein steigender Kosten sein Geld zusammenhalten und preiswert kaufen. Nur das obere Drittel kann es sich leisten, nicht auf den Preis zu achten. Ihre Vorschläge sind nett gemeint aber im großen Maßstab kaum durchsetzbar.

          5
  20. Sonja Dengler sagt

    Mein Mann und ich gehen täglich auf Demos und freuen uns, dort nicht nur auf Bauern sondern auch andere Betroffene aus vielen Berufsgruppen zu treffen – es tut richtig gut, zu sehen, dass diejenigen immer mehr werden, die von der eigenen Betroffenheit absehen können und endlich das System unserer sog. Regierung erkennen.
    Vielleicht wird es noch hart werden – aber wir werden es schaffen und vor allem: wir werden durchhalten 🙂

    16
  21. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Lustiges Kinderspiel: „Ich packe mein Köfferchen, und nehme mit…“

    Wir sollten unseren Bundeswirtschaftsminister Dr. Habeck alle mal mitspielen lassen, damit er nicht derart unsortiert auf Reisen geht.

    Die ernsthafte Frage aber, die sich hinter diesem Chaostyp „Mensch“ versteckt:

    Wie kann ein Minister, der in seinem eigenen Zwergenreich nicht Ordnung halten kann -mit Verlaub, mich stört dieser im eigentlichen den Moment absolut auflockernde witzigeAnblick überhaupt nicht, unsere noch keine zwei Jahre alte Enkelin zaubert da auch immer die lustigsten Qutfits- ein politisch gut sortiertes Rundumpaket in gigantischem Format für seine Wählerschaft schnüren wollen, wenn wohl im Privaten ein lustiges Potpourri bunt gemischter Kleidungsstücke den eigenen Kleiderschrank zu belagern scheint. Beim Blick durch‘s Schlüsselloch die etwas andere Prioritätensetzung eben.

    Vielleicht erst einmal den eigenen Kleiderschrank gut durchsortieren, lieber Herr Dr. Habeck, bevor man in einer extrem falsch verstandenen Für- und Vorsorgeverpflichtung unschuldige Mitmenschen/-bürger in extreme Bedrängnis stürzt.

    Das trifft doch nicht nur die Bauern jetzt! Herr Dr. Habeck, „ich packe meine Köfferchen, und nehme mit in persona..!?“ – Ja, ein beherztes Aufräumen ist nicht nur im Kleiderschrank angesagt…., da wartet sehr viel mehr Arbeit auf Sie.

    10
    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Woher soll Habeck denn wissen wie Wirtschaft funktioniert,er hatte noch nie damit zu tun als Apothekerssohn!

      8
      • Betty sagt

        Man wird ihm wie anderen gesagt haben, was er zu tun hat – oder? Ansonsten wäre es ja tatsächlich fahrlässig, solche Inkompetenten, die momentan alle Ressorts unter sich haben, einfach so nach Gutdünken machen zu lassen. Die Frage ist halt – wer hat dort oben inzwischen bzw. schon länger das Sagen? Denn normal ist das, was mit uns getrieben wird, beileibe nicht.

        4
  22. Stef sagt

    Die Berichterstattung in der FAZ hat mich auch enttäuscht. Ja, die Bandbreite war ziemlich weit, aber da war etliches nicht fair. War für mich nicht zu erwarten, da sie doch sonst immer einen recht sachlichen Stil in Bezug auf Landwirtschaft und Agrarpolitk pflegt.

    Zur ZEIT muss ich nichts mehr sagen. Endgültig zum Sprachrohr des postmateriellen Milieus verkommen. Selbst in einem Artikel über Beckenbauer konnte es sich die Autorin nicht nehmen lassen, eine abfällige Bemerkung über die “Wutbauern” zu platzieren. Ganz schlechter Stil, aber vielleicht mit dem übersteigerten Sendungsbewußtsein des Haltungsjournalismus zu erklären.

    Überhaupt frage ich micht, ob diese links rechts Schemata heute überhaupt noch gültig sind. Ich glaube eher, diese Blasen sind heute relevant:

    https://www.sinus-institut.de/sinus-milieus/sinus-milieus-deutschland

    12
    • Bergamasca sagt

      “Die Berichterstattung in der FAZ hat mich auch enttäuscht. Ja, die Bandbreite war ziemlich weit, aber da war etliches nicht fair. War für mich nicht zu erwarten, da sie doch sonst immer einen recht sachlichen Stil in Bezug auf Landwirtschaft und Agrarpolitk pflegt.”

      — Genau mein Eindruck. Habe alles aus der FAZ dazu in den letzten Tagen gelesen und konnte es auch nicht fassen.
      Aus der Auslandsperspektive kann ich mich leider nur über die diversen Medien schlau machen und stelle insgesamt eine – wenn auch leichte – Tendenz zuungunsten der Bauern fest. Dafür sind die positiv kommentierenden Artikel qualitativ und handwerklich in der Regel besser.
      Ich weiß nicht, ob das Streitgespräch “Sät die Ampel Wut?” im DLF hier im Blog schon erwähnt wurde. Dauert eine Stunde, ist aber sehr zu empfehlen. Künast geifert, findet aber dort ihren Meister.
      https://share.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=dira_DRK_c95c12b9

      3
  23. Norbert sagt

    Guten Morgen!
    zum Thema “rechts”: bei uns haben sich in der Lokalpresse ein Landwirt, ein BBV Obmann, ein FW Landtagsabgeordneter und einer vom “Mittelstand” für ein Foto hinter einem Plakat versammelt, dessen Wortlaut ich bisher nur von Neonazi-Versand Aufklebern auf Laternenmasten kannte. ist das schon rechts? Oder einfach nur Hetze?

    https://www.ovb-online.de/rosenheim/chiemgau/bauernproteste-landwirte-aktionswoche-traktor-konvoi-zwischen-grabenstaett-und-uebersee-92762786.html

    https://www.druck18.de/images/product_images/popup_images/17428_0.png

    Vielleicht habe ich aber auch verpasst dass sich sowas schon im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert hat?

    Ich find besonders bemerkenswert, dass der FW Abgeordnete ja auch Teil einer Regierung(sfraktion) ist.

    1
    • Betty sagt

      Ist es nicht auffällig, dass manche im ÖR wie in den großen Medien gar nie zu Worte kommen, andere aber andauernd?

      Und über die, die nicht zu Worte kommen dürfen, wird dann auch nur schlecht geredet, statt dass man sie selbst darstellen ließe, was sie beizutragen hätten. Nicht erst seit 2015 – aber seitdem überdeutlich.

      4
      • Brötchen sagt

        teilweise liegt das daran das dieses das Geschäftmodell der NGO s sind, die haben immer jemand parat stehen, die zur allen möglichen Themen so tut, als ob er auskunftsfähig ist.
        Jemand zum “Experten” zu erklären ist da noch der billigste Trick ;).

        Es sind also nicht immer die Medien dran schuld….

        Selbst ein Politiker muss rare Chancen gezielt nutzen und ein kompliziertes Anliegen in knackigen drei Sätzen unter bringen, was nicht ganz einfach ist. Wer es mal gemacht hat.

        1
    • ReinerStoff sagt

      Welches Plakat ist denn der Stein des Anstoßes, dass halb verdeckte mit “Du sollst nicht…”?

      In einem anderen Forum wurde das Plakat mit dem Spruch “Das Spiel beginnt mit der Bewegung des Bauern und endet wenn der König fällt…” (oder ähnlicher Wortlaut) als Beweis geführt, dass die Bauern sehr wohl Umsturzpläne hegen bzw. unterstützen!

      Sorry, aber wenn ich sowas glaube oder hinein interpretiere, dann glaubt man doch auch, daß der rechte Umsturz von einer geheimen Nazibasis auf dem Mond vorangetrieben wird.

  24. Reinhard Seevers sagt

    Heute Abend sitzt Christian Lohmeyer bei Lanz…..leider erst um 23:15Uhr.
    Achja, der Polizeigewerkschafter Wendt ist bestimmt rechts, mindestens von den Bauern mit einer Mettwurst bestochen.👉
    Aiwanger hat gestern bei Maischberger standhaft die Denunziationen und Vereinnahmungsversuche von Journalisten und Nouripur widerstanden. Man merkte, dass alle im Saal mit seiner ehrlichen und direkten Sprache nicht klarkamen. Hat er gut gemacht!👍

    17
  25. Arnold Krämer sagt

    Der polit-mediale Komplex hat sich verrannt. Die dort Aktiven kennen das Land und die Menschen nicht. Sie sind unfähig und unwillig, ihre Positionen zu überdenken.

    13
    • Ferkelhebamme sagt

      Lt Christian Lindner auf dem Dreikönigstreffen der FDP haben die Bauern sich verrannt. Der Applaus war wohltuend verhalten.
      Außerdem sagt er, wer Subventionen für Stallumbauten haben möchte, muss an anderer Stelle auf welche verzichten, Da der Agrardiesel jetzt gestrichen wird, heißt das im Umkehrschluss, dass die Milliarden, die die Borchertkommission als notwendig für den (von der Regierung, nicht von den Bauern) geforderten Umbau errechnet hat, gewährt werden?

      12
    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Politische Witzfiguren, die nicht davor zurückscheuen, jeden einzelnen Bürger dazu verunstalten zu wollen.

      Wen wundert es, dass letztere da nicht mehr mitspielen wollen…!?

      7
    • Ertl Elisabeth sagt

      Es geht nicht darum, dass sie das Land nicht kennen, sie wollen die Leute dort einfach weghaben. Es gibt zwei Interessengruppen, die an den Flächen der Landwirte interessiert sind: die großen Natur – NGOs und die großen Wirtschaftskonzerne.
      Beide wüssten die Landbevölkerung gerne in irgendwelchen städtischen Wohnsilos, wo sie geistig den Boden unter den Füßen verlieren und grenzenlos manipulierbar werden. Öffentliches Argument: das Leben in der Stadt ist viel klimafreundlicher als am Land:
      https://www.amazon.de/Stadt-Land-Klima-urbanen-retten/dp/3710605083
      Dann führen Guides für viel Geld durch die Wildnis voller Wölfe, Bären und Wisente. Und die Konzerne haben uns alle übers Essen in der Hand. Das ist dann wie im alten Rom: Brot und Spiele. Die KI machts möglich.

      Dass das keine Verschwörungstheorie ist, hat Klaus Hackländer, Jagd- und Wildtierprofessor an der BOKU, Jagdberater des WWF und Vorstand der deutschen Wildtierstiftung, für das Wildnis-Business schon bewiesen:
      Hackländer spricht 2022 in der Podcast-Folge der Initiative “Land schafft Leben” über den Wolf. : “… Brauchen wir 460.000 Nutztiere auf unseren Almflächen? Ist das nicht sogar zu viel für die Ökosysteme draußen, provoziere ich durch diese vielen Almtiere überhaupt erst, dass der Wolf kommt? … Und dann muss man auch sagen, es gibt genügend Almen in Österreich, wo wir den Herdenschutz nicht so durchführen können, weil sie zu kleinteilig sind oder zu schwer erreichbar, oder weil es dort keine Infrastruktur gibt, keine Übernachtungsmöglichkeiten für den Hirten und so weiter. Wie entschädige ich den Bauern emotional, dass er die Alm, die der Vater, die Großmutter, der Urgroßvater auch schon bewirtschaftet hat, dass die jetzt nicht mehr bestoßen wird? Und das ist etwas, das ja im Prinzip in dein Recht eingreift, den Grund und Boden, den du bewirtschaftest, auch nutzen zu können. Der Wolf nimmt dir dieses Nutzungsrecht, weil er da ist.”
      https://www.youtube.com/watch?v=qIInEcwsedk
      In einem Interview mit dem südwestdeutschen Rundfunk am 11. August 2023 sagt Hackländer:
      ” Das Entscheidende ist, dass der Wolf Dinge verursacht, die dazu führen, dass wir unser Leben und auch unsere Landschaft, die wir geprägt haben durch unsere Nutzung, entsprechend sich verändern sehen, und ist natürlich etwas Unbequemes, etwas Ungemütliches, und auch deswegen logisch, warum Politiker ihrer Verantwortung nicht gerecht werden und den Menschen die unbequeme Wahrheit jetzt schon sagen, nämlich, dass es uns sehr viel Geld kosten wird, mit dem Wolf zusammen zu leben – aber das können wir uns leisten in Deutschland – und dass es natürlich auch dazu führt, dass wir ein paar Dinge nicht mehr so gut machen können, wie wir sie früher gemacht haben. Damit gewinnt man keine Wahlen …. Und das Spannende ist (lacht): Das macht der Wolf … Ich hab vor kurzem auch einen Vortrag über den Wolf in Husum gehalten: die Schafbauern dort, die weinen, ähnlich im Bereich Lüneburger Heide, wo die Beweidung auch identitätsstiftend ist … oder eben auch im Alpenraum, wo man einfach merkt, dass der Wolf dazu führt, dass das, was der Vater, die Großmutter, die Urgroßväter und -mütter getan haben, einfach nicht mehr möglich ist … der Wolf … macht eine Teilenteignung, ja … auch wenn das wehtut, bin ich davon überzeugt, dass man in Zukunft diese Flächen nicht mehr beweiden kann … und ich wüsste keinen Plan B, und das wissen auch die Politiker … ”
      https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/wilde-nachbarn-kommen-uns-woelfe-und-baeren-zu-nah-swr2-forum-2023-05-08-100.html
      Die Bejagung des Wolfes befürwortet Hackländer trotzdem:
      „Die Naturschutzorganisation IUCN hat irgendwann einmal festgestellt in den 1990er Jahren, dass wenn man Tiere erhalten möchte, nicht als Individuen, aber Populationen, kann es sinnvoll sein, einzelne Individuen freizugeben für die Jagd, damit sie einen Wert bekommen“ https://youtu.be/GTEX88YkvnM
      Hackländer betont, man könne ohne weiteres 10% der Wölfe in Deutschland zum Abschuss freigeben, ohne die Population zu gefährden.

      Und das Pendant zu Hackländer bei den Agrarkonzernen ist Alfons Balmann.

      In Afrika hat es ja auch jahrzehntelang funktioniert: Bevölkerung kriminalisieren und vertreiben, um dann dort Business machen.

      1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert