Bauer Willi
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Wie kommt die Kuh vom Eis?

Im Zusammenhang mit den Bauernprotesten ist von vielen Seiten sehr viel Verständnis zu hören. Doch auch das Gegenteil ist der Fall: wer in den sozialen Medien unterwegs ist hat noch nie soviel Hass gegen Bauern erfahren wie in den letzten Tagen. Was für manch einen bitter ist: keines der Schreckensszenarien, die uns in den schillerndsten Farben von Politik und Medien gemalt wurden, ist bisher eingetreten.

Doch nun stellt sich eine Frage: Wie kann der Protest in konstruktive Bahnen gelenkt werden? Wie bekommen wir alle die Kuh vom Eis?

  • Wo ist die Führung durch den Kanzler?

Es gibt Zitate von Olaf Scholz, in denen er sagt, das derjenige, der Führung bestellt, auch Führung bekommt.

https://www.t-online.de/nachrichten/id_92450374/scholz-gibt-ton-an-wer-bei-mir-fuehrung-bestellt-bekommt-sie-auch-.html

Das kann ich nicht feststellen. Seit Tagen ist vom Bundeskanzler nichts zu hören und zu sehen. Wer sich zu Wort gemeldet hat, war Robert Habeck mit einer Videoansprache, die sich zunächst ganz gut anhört, aber dann doch vermittelt, dass die Regierung schon die richtige ist, nur das Volk dazu das falsche.  Jeder Zweifel, dass die Proteste mit der (schlechten) Arbeit der Regierung in einem Zusammenhang stehen könnten, wird in diesem Video umgangen. Der Begriff der “Umsturzphantasien”, den schon Cem Özdemir im Mund führte, wird jetzt auch von ihm genutzt und so der demokratisch legitimierte und friedliche Protest diskreditiert.

Bei “Maischberger” (Sendung vom 9.1.) wurden drei Journalisten befragt, die alle unisono der Meinung waren, dass die Bauern nun ganz bestimmt keine Revolutionäre wären und bei den Demos “sogar an roten Ampeln gehalten” hätten. Ich halte die  Rhetorik  von Habeck, Özdemir und anderen für gefährlich, weil damit der Eindruck bestätigt wird, dass die Regierung nicht verstanden hat, worum es eigentlich geht: man will ernst genommen und nicht ständig bevormundet werden. Und das macht diese Regierung- und ganz besonders die Partei der Grünen – seit Beginn an.

Was die SPD angeht, so haben mittlerweile vier Länderminister:innen der SPD eine vollständige Rücknahme der Pläne vorgeschlagen: Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen und das Saarland. Erstaunlich, weil sie doch damit den eigenen Kanzler schlecht aussehen lassen.

Die FDP dürfte es sich bei den Landwirten entgültig verdorben haben. Die Aussage von Herrn Lindner “Die Landwirte haben sich verrannt, kehren sie zurück” war ein Schlag ins Gesicht derjenigen Landwirte, die noch bei der letzten Bundestagswahl dieser liberalen und wirtschaftsorientierten Partei ihre Stimme gegeben haben. Soviel Hybris ist dann doch zuviel.

  • Was jetzt getan werden sollte

Am kommenden Montag (15.1.) soll in Berlin eine große Kundgebung stattfinden. Ob es eine Abschlusskundgebung der Aktionswoche sein wird, bleibt abzuwarten. In Vorbereitung dieser Veranstaltung wäre es gut, wenn

  • die Regierung alle Kürzungspläne vollständig zurücknimmt
  • sich alle mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass die Vorschläge der Borchert-Kommission und der Zukunftskommission Landwirtschaft in offenen Märkten nicht umsetzbar und nicht finanzierbar sind
  • Die Strategie “Farm-to-Fork” beerdigt wird
  • Für Deutschland Wettbewerbsgleichheit zumindest zu den Staaten der EU herzustellen
  • die Absicht von Regierung und Landwirtschaft nach konstruktiven Gesprächen bekundet wird (mit allen landwirtschaftlichen Interessensgruppen)
  • die Regierung erkennt und anerkennt, dass es einer grundsätzlichen Änderung im Umgang miteinander bedarf (es geht um mehr als Agrardiesel) Dazu gehören auch Unterstellungen wie “extremistische Unterwanderung” und “völkische Symbole”. Diese Rhetorik ist kontraproduktiv und muss aufhören!
  • alle Politiker aller Parteien (auch CDU/CSU und AfD) aufhören, mit großen Worten ihre Solidarität zu bekunden, ohne dass es für die Landwirte irgendwelche spürbaren Auswirkungen hat. Auch die CDU hat in der Vergangenheit keine gute Landwirtschaftspolitik gemacht (Beispiel: “Agrarpaket”).

Das alles muss und kann nicht von heute auf morgen umgesetzt werden aber die Gespräche darüber müssen – vielleicht auch erst nach einer längeren Redepause –  begonnen werden.

Ich will es ganz deutlich sagen: die jetzige Konfrontation ist gut, richtig und möglicherweise auch noch steigerungsfähig. Danach muss aber ein Weg gefunden werden, aus den verschanzten Stellungsgräben herauszukommen und Friedensgespräche zu beginnen. Sonst endet es wie es in Stellungskriegen halt endet. Furchtbar.

Bild wurde von einer KI erstellt.Es fehlt so einiges…(Kuhfladen, Euter…) 🙂

 

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151 Kommentare

  1. Reinhard Seevers sagt

    Martin Häusling sagt bei t-online u.a dies:

    Wie wollen Sie das einer Berufsgruppe erklären, die bundesweit wegen ein paar Tausend Euro jährlich eine Woche lang auf die Straßen geht? Wenn das kommt, gehen die Landwirte erst recht auf die Barrikaden.

    Aktuell gehen vor allem die auf die Straße, die von viel Chemie und “Alles bleibt so, wie es ist” profitieren. Ohne Einschnitte wird es nicht gehen. Darüber sind sich auch alle einig, von Umweltverbänden bis hin zum Bauernverband. Irgendwann wird die Gesellschaft fragen: Warum sollen wir dieses umweltzerstörerische System noch honorieren? Ich will den Bauern Geld dafür geben, dass sie ihre Höfe umwelt- und tiergerecht umbauen.

    Wie geht es denn Ihrem Hof wirtschaftlich?

    Der läuft. Das liegt aber daran, dass wir viel direkt vermarkten. Das kann nicht jeder Landwirt leisten. Ich beschäftige allein drei Personen für das Marketing. Ich habe eine eigene Molkerei für die Käseproduktion gebaut. So was kostet viel Geld. Aber dadurch haben wir uns langfristig unabhängig gemacht von den Milchpreisen. Wer das kann, sollte das machen. Gerade im Ökobereich ist das aber noch schwer. Wir müssen die Verbraucher dazu bringen, mehr Geld auszugeben, wenn die Qualität stimmt und das Produkt umweltgerecht ist. Solange das konventionelle Produkt die Hälfte kostet, funktioniert das nicht.

    😁…alles klar?

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  2. Johann sagt

    Die Proteste sind in dieser Situation notwendig.
    Wie Bauern müssen nur erklären, dass die Förderungen dazu notwendig sind, damit wir ein billiges Fleisch, billiges Getreide fürs Brot, billige Milch und Eier produzieren können. Damit Sie als Konsument ein billige Schnitzel, Brot, Eier, Milch, in Summe billige Lebensmittel bekommen könnt.
    Wir arbeiten gerne 7 Tage die Woche und zeitweise 12 Stunden am Tag für Sie, auch möchten wir dafür auch einen gerechten Lohn bekommen.
    Weil die Lebensmittel so billig sind, bleibt Ihnen für Ihren Urlaub, welcher Sie vielfach im Ausland in Billiglohnländern verbringen können, wo unter anderen Produktionsbedingungen die Lebensmittel erzeugt werden.

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  3. Klartexter sagt

    Ich finde die aktuellen Bahnen Recht konstruktiv.
    Lohmeyer gestern beim Lanz – nicht schlecht.

    Würde sagen,alle Protagonisten die bisher nichts geschafft haben, ablösen oder mindestens ignorieren.

    Ausdauer braucht man und je mehr der Karren gegen die Wand gefahren wird, umso größer die Wertschätzung der Landwirtschaft gegenüber.

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    • Peter sagt

      Na so klar ist der Text jetzt aber nicht. Außerdem ist der “Karren” nicht gegen die Wand gefahren, erst steckt schon tief in der Wand.

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      • Klartexter sagt

        was ich sagen will ist, dass jetzt andere gehört werden.
        In schlechten Zeiten werden Schwätzer ruhiger .
        Ich meine damit den wissenschaftlichen Beirat und andere Pseudoexperten. Natürlich ist das ein langer Prozess bis die Kuh vom Eis ist. Aber das Halfter ist schon dran.

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  4. Joachim Kaiser sagt

    Nur mit der Einsicht zu den gemachten Fehler der letzten 22 Jahren und dem Mut diese Fehler zu korrigieren.
    Um handlungsfähig zu werden muss der Bundestag kleiner werden.
    Die Reform des Wahlsystem muss sofort in Angriff genommen werden. Oder wir legen die Wahlkreise so zusammen das es nur noch die Hälfte ist.
    Bei uns Landwirten wollen viele mitreden wie es besser geht, trotzdem machen diese , diese Arbeit nicht weil sie es nicht können manch ein Berater hat es gemacht und ist gescheitert, jetzt verdient er sein Geld mit Beratung. Auf solche Berater kann ich sehr gut verzichten.
    Die Berater in der Politik kassieren gut, haften nicht und sogar die Politiker werden nicht in die Haftung genommen.
    Und das schon seit einigen Jahren.
    Die jetzige Regierung (jeder Minister) kleben so an ihren Stühlen trotz fehlender Kenntnis und Fehlentscheidungen treten sie nicht zurück, das war früher einmal ein bisschen anders.
    Bürokratie Abbau geht nur mit Abschaffung unsinniger Verordnungen und Gesetze.
    Lieber Gott erhöre uns, Amen.

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  5. Heinrich Steggemann sagt

    Wie wollen wir die materiellen (z. B. zerbröselnde Infrastruktur) und personellen Engpässe ( in zwölf Jahren sieben Millionen weniger Beschäftigte) als Gesamtgesellschaft bewältigen????

    Wo wollen wir in 10 oder 20 Jahren stehen? Was sind bzw. müssen unsere gemeinsamen Ziele sein???

    Als Gesellschaft müssen wir uns aus meiner Sicht mal wieder locker machen.

    Wir opfern gerade schrittweise unseren Wohlstand.

    Wir müssen raus aus dem alles bis ins Detail regeln zu wollen, weil sich die grosse Regelungsdichte an immer mehr Stellen widerspricht. Es ist deutlich mehr Toleranz nötig.

    Der Anteil der geleisteten Arbeit in der freien Wirtschaft, um die ständig wachsende Bürokratie zu bewältigen, wächst.
    Gleichzeitig müssen die öffentlichen Verwaltungen wachsen, um alles zu kontrollieren.

    Meine Lösungsansätze für die Zukunft:

    1. Es werden keine neuen Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung geschaffen. Gleichzeitig wird ein Teil der Arbeitsplätze nach Renteneintritt nicht mehr neu besetzt.
    Die schrumpfende Verwaltung stellt eine Rangliste auf von viel Verwaltungsaufwand mit relativ geringem Nutzen bis hin zu wenig Verwaltungsaufwand mit viel Nutzen. Die Politik arbeitet diese Liste ab.
    Ergebnis: Der Staatshaushalt wird entlastet, bzw. das freigewordene Geld steht zum Erhalt der öffentlichen Infrastruktur zur Verfügung bzw. für unsere alternde Bevölkerung.

    2. Die freie Wirtschaft kann ihren Wasserkopf für Bürokratieaufgaben herunterfahren und damit die Kostenseite entlasten, was die Wettbewerbsfähigkeit stärkt.

    3. Die geringer werdende Zahl an Arbeitnehmern arbeitet verstärkt in den produktiven Berufen bzw. in Berufen zur Versorgung unserer alternden Bevölkerung.

    Alles nur ein Wunschtraum???

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    • Reinhard Seevers sagt

      “1. Es werden keine neuen Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung geschaffen. Gleichzeitig wird ein Teil der Arbeitsplätze nach Renteneintritt nicht mehr neu besetzt.”

      Das passiert gerade in den Bauverwaltungen des Landes Niedersachsen. Die Folge ist, dass niemand mehr erreichbar ist, und eine Bauvoranfrage inzwischen 1 Jahr dauert.
      Die Digitalisierung klappt nicht, weil der analoge Mitarbeiter am anderen Ende des LAN fehlt.
      Schlechte Idee!
      Man muss erst die Gesetze und Verordnungen durchforsten bevor man Menschen einspart. Denn wenn das Gesetz bestehen bleibt, ist es auch anzuwenden, ob ohne Personal oder mit…logisch oder?

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      • Stadtmensch sagt

        Ich weiß nicht wieviel Prozent der Erwerbstätigen mittlerweile in der staatlichen Verwaltung arbeiten. Da zählen ja auch die ganzen outgesourcten Berater dazu.
        Schornsteinfeger letztens so (nachdem er sich ausgeheult hatte): “…aber ich lebe ja auch mehr oder weniger von der Kontrolle zur Einhaltung von Vorschriften”.

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        • Smarti sagt

          Beim Schornsteinfeger finde ich die Kontrollen wichtig. Weder soll der Hof abfackeln, noch möchte ich, dass die Familie im Schlaf an Kohlendioxid erstickt.

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          • Peter sagt

            Ich heize mit Flüssiggas. Erst kommt die Heizungsfirma zur Wartung der Heizung, bei welcher auch die Abgaswerte gemessen werden. 1 Woche später kommt der Schornsteinfeger mit dem baugleichen Messgerät und überprüft nochmal. Beide stellen Rechnungen. Die “hoheitliche” Rechnung vom schwarzen Mann ist noch etwas höher, weil im Hintergrund für die Bullshit-Jober vom Eichamt noch etwas Beschäftigungstherapie abfallen muss. Überflüssig!

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      • Heinrich Steggemann sagt

        Meine volle Zustimmung zu der Reihenfolge. Erst Gesetze durchforsten, dann weniger Personal. Interessiert die Politik aber aktuell auch noch nicht. Immer neue Detailgesetze aufsatteln. Der Unzufriedenheitsdruck in Richtung Politik muss noch steigen, sonst wird das nichts mit “Neuer Deutschlandgeschwindigkeit”.

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      • evo.... sagt

        Ich denke ein grundlegendes Problem ist, dass die Leute ihre Stellen zu sicher haben und nicht lernen sich anzustrengen. Leistung als Persönlichkeitsinventar ist eh abgeschafft.

        Eine Bekannte arbeitet in der Betreuungsstelle vom Landratsamt. Ich würde die nicht als Alkoholikerin bezeichnen, aber 3 Weizen am Abend sind für die kein Problem. Die ist entsprechen füllig, wäre aber keine Dumme. Ihre beiden Söhne haben es immerhin zu Dr.s gebracht.

        Ein Mann arbeitet bei der Stadt als Tiefbau.-Ing. Der ist über Monate hinter einer Frau her, schafft es aber nicht 1 mal sich sauber zu rasieren.

        In solchen Fällen führt der fehlende Druck auf Arbeit auch zu Nachlässigkeit im Privaten.

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    • Frank sagt

      Ja Wunschtraum … weil völlig gegen den Trend.
      Allein die Ampel hat tausende neue Stellen (mittlerweile wohl über 10.000 und kaum eine schlechtbezahlte dabei) im Regierungsapparat und der Verwaltung geschaffen und etliche der neuen Vorhaben werden auch in den nächsten Jahren neue Verwaltungsstellen bringen (Kindergrundsicherung 5000 Stellen). Das vorhandene Personal (insbesondere in den unteren Verwaltungen) hat oft genug Mühe, Standardvorgänge abzuwickeln, öfter hört man verzeifeltes Geschimpfe über die IT (vielleicht ist auch der user?) und wehe, einer muss mal vertretungsweise was tun, was sonst ein anderer tut oder gar was entscheiden und seien es 3 Euro 50.
      Und bislang legen wir fast immer noch eine Schippe Verwaltungsaufwand obendrauf. Ich bin mir sicher, dass noch nicht einmal digitalisierte Prozesse zu weniger Personalaufwand führen, da muss man sich nur die Qualität der Digitalisierung anschauen und ahnt den Folgeaufwand.
      Z.B. die Datenerfassung zur Grundsteuer (hab ich in 3 Bundesländern gemacht) war zum Teil derartig abstrus, weil man einach die alten Finanzamtsformulare mit ihrem Beamtendeutsch auf mehrere Bildschirmerfassungsseiten verteilt hat, statt eine gescheite, laientaugliche Benutzeroberfläche anzubieten um die Daten einzusammeln. Damit ist klar, dass jede Menge Fehler nachbearbeitet werden müssen, den Bescheiden widersprochen wird, geprüft, korrigiert und nei beschieden werden muss.
      Dazu ist man oft genug nicht in der Lage, juristisch sicher zu arbeiten, so dass der Verwaltung dann die neuen Regeln schnell um die Ohren fliegen, wie NRW mit den Grundstücksbewertung gerade schon erlebt. Das bringt wieder Nacharbeiten.

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  6. Christian Bothe sagt

    Eine ganz klare Antwort: die Ampel hat in jeder Beziehung versagt! War ja bei dieser Zusammensetzung auch nicht anders zu erwarten! Um noch mehr Schaden abzuwenden,sollten sie zurücktreten und den Weg für Neuwahlen frei machen! LW und Spediteure sind nur ein Puzzle von nicht fachgerechten und nur ideologischem Handeln dieser Regierung! Die nicht fachgerechte Besetzung der Ministerien( LW,Wirtschschaft,Außenpolitik, Finanzen usf.) spricht Bände… Die CDU/CSU und als Juniorpartner die AfD ( wie in anderen Ländern auch funktionierend) sollten den „Laden schmeißen“ Leider ist BW noch zu schwach und die von mir seit Jahren gewählte FDP… Schwamm drüber! Bin gespannt wie‘s weiter geht , insbesondere mit den Kolln.und Koll. der LW…

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    • Smarti sagt

      Die Versuchen gerade krampfhaft, die AfD zu verbieten. Mit all den bereits bekannten Medien.

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Bitte keine Verharmlosungen der AfD! Schaut euch in Ungarn an, wohin die Politik solcher Bewegungen führt! Da kann man dann nicht mehr in Foren wie diesem schreiben, was man denkt. Diese Partei muss man in einer Demokratie ebenso verbieten wie die NSDAP.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Naja, wer andere auffordert keine Verharmlosung zu verlauten, der scheint auch irgendwie eine Einschränkung der Meinung vorzunehmen, oder nicht Elisabeth? Für mich fühlt sich das jedenfalls so an.

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Kannst ja einmal eine Zeit im Iran leben, denen deine Meinung sagen und schauen, wie sich das anfühlt. Dann hast den vergleich zu mir.

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        • Smarti sagt

          Es geht nicht um Verharmlosung oder nicht. Es ist einfach sehr auffällig, dass einige Politiker und Medien geradezu in Panik gegen die AfD schiesst, sie gar verbieten will. Ob das eine gute Idee ist ?

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Womit wir zu rechnen haben, wenn diese Leute an die Macht kommen, sieht man am Beispiel Niederösterreich. Die FPÖ verteidigt dort die Anhebung der Politikergehälter so: Die Idee hatte der Koalitionspartner ÖVP. Man wird doch nicht die Koalition deswegen sprengen, wo man doch die Partei ist, welche die Interessen der Bevölkerung vertritt!

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            • Reinhard Seevers sagt

              Alles 1:1 auf die hiesige Lage, die AfD und alles andere übertragbar Elisabeth? Und warum wissen alle, wie schlecht es werden wird, wobei doch bereits alles in der Grütze liegt? Es ist schon eine merkwürdige Glaskugelleserei mit Wahrheitsanspruch.

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              • Norbert sagt

                Ich kann Elisabeth nur beistimmen. Die Tendenz ist für mich klar erkennbar: vieles was früher aus Angst vor gesellschaftlicher Ächtung im Hintergrund/Untergrund blieb traut sich jetzt wieder “aus den Löchern” und testet aus, wie weit man gehen kann. Es werden neue Methoden ausprobiert (bestes Beispiel Trump, PiS, Putin oder Orban) wie man den Menschen ins Hirn Sch..en kann und sie dann auch noch glauben, der böse Soros oder Gates wärs gewesen. Asozialen Medien und Dummphones sei dank kann jetzt jeder Hirnpups in die große Empörungswelt hinausposaunt werden und nur zu gern springen die Menschen drauf an. Die mediale Kampagne der Partei mit dem Rechtsabbieger-Pfeil lässt jeden wissen, welchen “Weidel-Hammer” sie wieder im Bundestag gezündet haben und bei YouTube/Google klingeln die Kassen. Es ist ziemlich deutlich, cui hier bonot von dem Chaos.

                Ich bin aber auch guter Dinge, dass sich zumindest die Landwirte nicht von denjenigen Parteien / Verbänden / Industrielobbyisten einwickeln lassen, die Ihnen im Grunde nur ans Leder (oder ihren Grund) wollen auch wenn sie im Moment lieb Kind machen. Und ich hoffe, dass es auch in Zukunft Menschen in der Gesellschaft und Politik geben wird, die sich um eine Verbesserung der Situation bemühen und zwar auf Basis von Grundgesetz, Verfassung und Menschlichkeit.

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            • Frank sagt

              Wenn Sie damit das Verbotsgeplärr stützen wollen, müssten Sie fast alle Parteien verbieten wollen. Gegen die Anhebung der eigenen Gehälter hat noch kaum eine gestimmt.
              Wenn es Parteien/Regierungen gibt, die hartnäckig jede Realität verweigerrn und nicht vorteilhaft für ihr Land agieren, dann hilft auch das Verbot einer, meinetwegen unzulänglichen, Alternative nicht.
              Der Landkreis Sonneberg etwa existiert auch mit einem AfD Landrat noch, ganz ohne Bürgerkrieg und Internierungen.

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        • Sonja Dengler sagt

          da sind Sie über Ungarn aber ganz schlecht informiert. Sie geben halt wieder, was die deutschen Mainstream-Medien vorkauen ohne sich selbst ein Bild über die Wirklichkeit gemacht zu haben.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Roger Klöppel macht heute auf Weltwoche-daily einen Sonderbeitrag zur Deutschen Politik und seinem “AfD und Orban-Verblödungssyndrom”
            Sollte man vielleicht anschauen? 😁

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        • Christian Bothe sagt

          Ertl: falsch, warum die Partei verbieten? Unsinn! Hat man damals schon mit der PDS versucht! Viel lieber sollte unserer hochgelobte Demokratie versuchen wie es zu solchen Entwicklungen kommen konnte? Was läuft da in der Gesellschaft falsch? Glaube nicht, das der Staat sich traut eine Partei zu verbieten, welche in Sachsen( Th., SA) den MP stellen könnte… Ungarn beweist jedenfalls, das auch Nationalbewusstsein unbeirrt Demokratie wichtig ist…

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          • Brötchen sagt

            Die AFD wäre in bestimmten südlichen Staaten eine progressive Partei, äussert wohl ein intimer Kenner dieser Staaten in der Welt.

            AFD ähnliche Parteien sind doch schon länger im schönen Österreich verboten oder sitzen die eventuell sogar in der Regierung.

            Ein Verbot würde ein wichtiges Ventil wegnehmen, schon meine Oma wusste….teile und herrsche 😉

      • evo.... sagt

        Finde ich auch primitiv. Jetzt wo es ihnen an den Kragen geht, wollen sie den politischen Gegner verbieten. Eine gute Demokratie müsste auch Rechte akzeptieren können.

        Den momentanen Protesten gleich Umsturz-Phantasien anzudichten hat auch faschistische Züge. Da wollen (fast) alle nur einen Regierungswechsel.

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    • Maarten Sillekens sagt

      Wir hatten in Sachsen-Anhalt doch mal eine Rot-Grüne Regierung (Höppner als MP). Die hatten zusammen keine Mehrheit. Eine PDS (Vörgänger der Linke) könnte damals ihre Politik größenteils durchsetzen, weil sie die “tolerierende” Partei war. Was daraus geworden ist, wissen Sie vielleicht noch. Ob es klug ist soviel Hoffnung auf eine AFD als Junior- Partner oder tolerierende Partei zu setzen? Sehen Sie bei unser CDU genügend Rückengrat und Fachkenntnisse um unsere gesellschaftliche Herausforderungen für eine zukunftstragende Landwirtschaft hinzubekommen? (Ich weiß es nicht sicher!).

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  7. Stadtmensch sagt

    Mein Vorschlag wäre, erst die Rüstungsausgaben zu minimieren, dann eine Kerosinsteuer einzuführen, dann immer weiter zu machen mit “klimaschädlichen” Subventionen.
    Darauf kommt aber nicht einmal Frau Kempfert. Da steht vermutlich allerhand ideologischer Ballast im Weg. Vor allem bei den Olivgrünen

    Dieses ganze Klimawandel-Gequatsche kommt deshalb bei den Regierten als Herrschaftsinstrument einer abgehobenen Elite an. Einer Elite, die häufig ohne fachliche Qualifikation und teilweise sogar gänzlich ohne formale Bildungsabschlüsse über Investitionen in Milliardenhöhe entscheidet.

    Was mir auf unbestimmte Zeit nicht in den Sinn käme, wäre der forcierte Strukturwandel in der Landwirtschaft durch ständig neue “Anreize”.

    Landwirtschaft ist eingebettet in die ländliche Sozialstruktur. Wenn man das allseits proklamierte Ziel, den ländlichen Raum nicht in “Lost places” oder Schlafstädte oder Gewerbegebiete zu verwandeln, erreichen will, müssen die Menschen dort arbeiten können, wo sie auch leben. Landwirtschaft + nachgelagerter Bereich. Als dezentrale, relativ resiliente Wirtschaftseinheiten. Angetrieben durch die Sonne. Mit wenig möglichst wenig Transportaufwand.

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    • evo.... sagt

      Ich bin dafür die Rüstungsausgaben zu erhöhen, mit dem Ziel einer europäischen Armee um die Amis langfristig aus Europa zu verdrängen. Man muss halt aufpassen, dass das Geld in Europa bleibt und nicht für zig Milliarden Waffen in den USA kaufen. Das wäre auch ein Konjunkturprogramm. Dazu braucht es aber einen gesunden Egoismus, der leider durch den Kampf gegen Rechts verloren ging. Ich begrüße es deshalb dass sich in diversen europäischen Ländern rechte Bewegungen bilden und habe keine Angst, dass deswegen die EU zerfällt. Auf dem Umweg findet Europa zu einem gesünderen Egoismus, was die intellektuellen Fähigkeiten der Europs erhöhen wird.

      Dazu braucht es auch eine intensive Ernährungsforschung, damit unser Nachwuchs leistungsfähiger wird. Die Zockerei um Bio ist mir zu bildungsfern. Da wird (in braunem Stil) gegen Monsanto gehetzt, in Wirklichkeit arbeiten die aber mit viel mehr Hirn als unsere Bio-Züchter.

      Das Bauernsterben ist eine Folge der Technisierung und deswegen nicht aufzuhalten . Was auch nicht sinnvoll wäre, sondern wir müssen die modernen Technologien nutzen um den nachgelagerten Bereich hinaus zu drängen. Wenn wir das nicht schaffen, werden wirklich “Lost places” entstehen.

      Nochmal: Ernährungsforschung machen, auch wenn der Seevers das für Unfug hält.

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      • Reinhard Seevers sagt

        “Nochmal: Ernährungsforschung machen, auch wenn der Seevers das für Unfug hält.”

        Stimmt! 😁🤘

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        • evo.... sagt

          Ich glaube der Seevers braucht ein flacheres Essgeschirr, damit er über den Rand schauen kann. Da kann man ganz einfach und billig einsteigen. Chef Willi wäre nach seinen Herzinfarkten ein geeigneter 1. Versuchsmensch für bäuerliche Ernährungsforschung. Der hätte bestimmt einen gesundheitlichen Vorteil dabei. Das muss der ich mal noch bisschen gären lassen.

      • Stadtmensch sagt

        “Ich bin dafür die Rüstungsausgaben zu erhöhen”

        Weil du immer von Intelligenz sprichst, welchen Sinn hat es, ein Politik der Stärke und Dominanz zu fahren, wenn man weiß, dass der “Gegner” dem nicht tatenlos zusehen wird? Wettrüsten 3.0?

        Tolle Maschinen, die eine viertel Minute lang wertvolles Wolfram in der Umwelt verteilen und pro Einheit so viel kosten wie die Elbphilharmonie?
        https://www.telepolis.de/features/Ukraine-Krieg-Deutschland-liefert-neues-Rheinmetall-Flugabwehrsystem-Skynex-9592638.html

        Da lachen nur ganz wenige. Ich jedenfalls nicht. Mir wäre die Elbphilharmonie lieber. Oder mal ein schönes Wärme- Straßen- Energie- Informationsnetz.

        Du schrubst weiter unten “Man hätte gegen die Neigung der Deutschen zu einem dümmlichen Fanatismus kämpfen sollen.”

        No way and der Stelle. Die Deutschen kriegen ihr “They took kindness for weakness” in die Wiege gelegt.

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        • Reinhard Seevers sagt

          …wie eine Philharmonie, nicht wie die Elbphilharmonie. Die kostete 866 Millionen statt geplanten 77 Millionen. ☝️
          (Faktencheck)

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            • Stadtmensch sagt

              Hast die Wahl: 560 Liter Verbrauch pro hundert Kilometer oder eine Patrone im Wert von 560 Euronen.
              1000 Schuss pro Minute oder 1000 zufriedene Bürgergeld-Empfänger pro Monat. Sch… der Hund drauf! Geld wird schon irgendwo herkommen…

              Wenn die Bauern Erfolg haben und sich nicht am Beitrag für “Weltrettung und Frieden” beteiligen, muss ich los. Aber wen könnte ich quälen – hm…
              😉

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        • evo.... sagt

          Es muss ja nicht gleich in ein Wettrüsten ausarten. Wenn man dem Putin sagt dass es um die Vertreibung der Amis aus Europa geht, wird der noch spendabel.
          Ähnlich hat man doch gedacht. Ein Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostock. Die Roten sind da aber zu dumm dazu. Den Amerikanern kann das logisch nicht gefallen und dann sprengt man die Gaspipes um die Europäer zu disziplinieren.

          “They took kindness for weakness”

          Ich denke da muss man gucken welches Gegenüber man hat. Momentan halte ich unseren Zustand für liebesbesoffen. Nach der Spruch “Liebe macht blind” merkt in unserer Gesellschaft was wirklich in der Welt vorgeht.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Gott sei Dank, endlich ist es raus…..jetzt kann man endlich die Kontaktschuld aktivieren.
      🤘

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  8. Marian E. Finger sagt

    Die Forderungen, die Bauer Willi hier aufstellt, sind respektvoll formuliert, fassen die verschiedenen Problemfelder kurz und adäquat zusammen und lassen an Klarheit und Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.

    Es wäre gut, wenn sich alle Bauern geschlossen hinter diese Forderungen stellen und sie bei der Abschlusskundgebung unisono genauso vorbringen würden.

    Vielleicht könnt ihr euch zur Abwechslung ja doch mal alle einige auf einen gemeinsamen Text einigen.

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  9. Andreas sagt

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/bis-die-milch-sauer-wird-6812911.html
    Im Jahr 2009 haben 200 Milchbäuerinnen tagelang vor dem
    Bundeskanzleramt in Zelten übernachtet , einige sind sogar in den
    Hungerstreik getreten.
    Sie wollten nur mit Kanzlerin Merkel über ihre Lage reden.
    Merkel hat sich geweigert mit ihnen zu reden und hat dafür
    10 Funktionärinnen vom DBV eingeladen.
    Das Ergebnis dieser Gespräche war, dass die bis dahin geltende Obergrenze
    von 10.000Liter beim Agrardiesel aufgehoben wurde.
    Von den protestirenden Milchbäuerinnen hatte keine einzige was
    von dieser Aufhebung der Obergrenze, weil keine mehr als 10.000
    Liter Diesel verbraucht hat.
    Ich habe viele dieser Milchbäuerinnen persönlich gekannt,
    fast alle haben ihre Betriebe in der Zwischenzeit aufgegeben.
    Die Agrarpolitik war schon immer ungerecht, da wird sich
    auch in Zukunft nichts ändern.

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    • evo.... sagt

      Frage doch mal die Frauen, die aufgegeben haben, wie stark sie es bereuen. Ich erinnere mich daran was meine Cousine gesagt hat, als ich ihr Grünland gepachtet habe:

      “Endlich muss ich mich mit dem Sch…. nimmer rum ärgern!”

      Mittlerweile ist deren Mann in Rente und sie bewirtschaften alle Flächen wieder selber. Bio-Zockerei mit Heu verkaufen.

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  10. Tobias sagt

    Also übersetzt: “Geht nicht, machen wir nicht, wollen wir auch nicht (zum Tierwohl usw.) …aber Geld vom Steurzahler (der sonst ja nicht mitreden soll und nur mitdemonstrieren darf) nehmen wir trotzdem und dazukommt, die Wortwahl bitte so anpassen, dass es schön umschmückt und wohlwollend klingt. Ah ja. Und statt die derzeitige öffentliche Aufmerksamkeit für ein Appell an das Verbraucherhalten zu nutzen, nur wieder die internen Phrasen einer Branche, die sich scheinbar an das Geld über Umwege (Subentionen) gewöhnt hat, statt es über den tatsächlichen Absatz generieren zu wollen. Als würde man den unwissenden und umündigen Verbraucher lieber mögen als den Aufgeklärten. Und so wird erst gar nicht damit anfangen, irgendwas vom Verbraucher zu fordern, nur der Staat soll ausgleichen. Doch andere machen sich dazu aber auch Gedanken, zu dem wie man alles unter einen Hut bringen könnte und das klingt schlüssiger (auch wenn ich ihre Meinung zum Diesel nicht teile):
    https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/kemfert-bauern-nicht-erpressen-regierung-subventionen-agrardiesel-100.html

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Und so wird erst gar nicht damit anfangen, irgendwas vom Verbraucher zu fordern, nur der Staat soll ausgleichen.”

      Wer soll was vom Verbraucher fordern? Mehr Geld für Lebensmittel? Wie viele Minuten soll das Bestand haben bis eine Revolte ausbricht? Die Sozialverbände laufen jetzt bereits Sturm.
      Wer nicht erkennt, dass die letzten Jahrzehnte nur deswegen Frieden herrschte, weil die Lebensmittel für den Verbaucher subventioniert wurden, der tut mir leid.
      Wenn man die Bauern nicht will, dann soll man es einfach deutlich sagen. Wenn man freie Marktkräfte will, dann wird die deutsche Landschaft eben anders aussehen….aber rumheulen ist dann heuchlerisch.

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      • Tobias sagt

        Lesen Sie den angehängten Artikel, es ließe sich viel mehr über die Besteuerung der Lebensmittel bewirken als Sie vielleicht glauben. Und Ihre Argumentation beruht nur auf Annahmen und dem Einreden von pseudo-Argumenten die durch diese Branche spuken wie zu oft wiederholtes Anglerlatien (vermutlich glaubt man immer mehr daran umso öfters es alle sagen), doch schauen Sie mal was der Verbraucher pro Kopf für Luxusgüter (Autos, Handys, Reisen, Markenklamotten uvm. ) und an Genussmitteln ausgibt und wie viele Tonen Lebensmittel jährlich im Müll landen, da hat er durchaus noch die Möglichkeit die Prioritäten zu verschieben und der “Friede” bleibt dennoch gewahrt.
        Im übrigen geht es hier nicht um noch teurere Lebensmittel, sondern um angemessene (faire) Preise bzw. was davon bei den derzeitig wirklich hohen Preisen beim Erzeuger auch ankommt bzw. dann ankommen soll. Und Sie sollten sich mal entscheiden, was Sie wiklich wollen, mehr Unabhängigkeit vom ungeliebten Staat, der aber weiter fördern soll oder ein mündigen Verbraucher der durchaus auch mal wissen sollte, was das alles kostet, was er sich so wünscht. Und wenn Sie an anderer Stelle immer mit dem billig produzierenden Ausland argumentieren, macht es wohl keinen Sinn sich gegenseitig nur noch unterbieten zu wollen, denn DANN spielt es wirklich keine Rolle mehr woher die Lebensmittel kommen, denn dann sind alle gleich schlecht aufgestellt bzw. konkurriert billig mit nur noch billiger.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Was für ein Unsinn. Ohne Außenschutz kann kein höherer Preis durchgesetzt werden. Wir leben immer noch in einer freien Marktwirtschaft und einer Demokratie, mit Handelsvereinbarungen und Regeln.
          Und ein Volk erst umerziehen zu müssen, damit es das bezahlt, wofür man es verpflichten will, das ist der größte Unsinn.
          Was machen Sie Seifenblasenverkäufer?

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          • Tobias sagt

            Ich muss niemanden “umerziehen”, nur aufklären und infomieren. Fragen Sie doch mal Otto Normalverbraucher auf der Straße was Tierfutter, Strom uvm. kostet, dann wissen Sie warum das von Nöten wäre. Und wenn ich als Verbraucher mir ein Angbeot vom Tischler oder beim KfZ Mechaniker einhole, dann informiere ich mich auch über Preis und Qualität (oder er preist es in der Öffentlichkeit vorher an). Und der Tischler widerrum fragt nicht beim Staat an ob er Geld für´s Tische produzieren bekommt, nur des Produzierens wegen, sondern er generiert sein Einkommen über den Absatz! Da ist eher Marktwirtschaft als staatliche Förderung, die eher sozialistische Züge hat.

            • Reinhard Seevers sagt

              Ja, der Tischler muss sich auch mit seinen Produkten gegen den Tischler aus Australien und dessen Produkte messen? Echt? Wusste ich gar nicht….

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              • Tobias sagt

                Ja natürlich kann ich auch von IKEA international hergestellte Möbel kaufen, aber ich ziehe Qualität vom Tischler vor. Wenn er denn dafür auch wirbt und mich darauf aufmerksam macht. Sie wissen wirklich nicht viel, oder? Bitte um die nächste Zugabe.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Der Einzige, der hier keine Ahnung hat sind Sie.
                  Wie soll man denn für einen Rohstoff werben? Milch und Kartoffel, Getreide und Gemüse sind Rohstoffe, keine Produkte, Schlaumeier.
                  Die Vermarktung läuft über die Verarbeiter der Rohstoffe, die daraus Produkte herstellen. Milch A ist besser als Milch B, weil Tobias das möchte und kauft dann Milch C. Dafür hat der Rohstofferzeuger Millionen investiert, und Tobias hat es so gewollt oder wie oder was? Mann, Mann, Mann….

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                • Smarti sagt

                  Stellen Sie sich mal vor IKEA und schicken alle Leute zum Tischler ?
                  Nein ? Warum nicht ? Dito Kik.. Aldi, Amaz…

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                • Thorens sagt

                  …zu dumm nur, dass der Landwirt schon im Jahr vor dem Bedarf seines naseweisen Kunden, diesen erahnen muss und seine Produktion darauf ausrichten. Tischlert der Schreiner auch auf Halde für den Kundenwunsch oder streicht er erst den Auftrag ein, bevor er Betriebskosten verursacht?

                  Tobias: Möchten Sie Ihre Lebensmittel auch erst produzieren lassen, nachdem Sie sie geordert haben?

                  Den Unterschied können Sie erkennen?

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            • Inga sagt

              Aber man kann doch ein Industrieprodukt nicht mit einem aus der Natur vergleichen.

              Wenn wir australisches Schaffleisch kaufen und due deutschen Schäfer müssen ihren Betrieb aufgeben, weil sie es nicht so billig uf den Markt qerfen können, dann leidet die Natur darunter.
              Denn wenn deswegen der dt. Schäfer aufgeben muss, weil es sich nicht mehr lohnt, dann muss auch das landschaftspflegende Schaf sterben, das due Deuche dichttrampelt oder
              Das Rhönschaf kann auch nicht mehr seine Aufgaben am Naturschutz machen,
              Weiß das der Schlaumeier Tobias nicht?

              Kann er nur industriell denken?

              Die Industrie ist der größte Narurschänder!
              Wir alle profitieren davon.
              Deswegen sind wir alle dafür verantwortlich die Ökologie zu erhalten nicht nur die Bauern!!!

              Und warum wollen die Industriearbeiter an der Erhaltung der Natur nicht beteiligt sein?

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        • Schmeckt gut sagt

          Besteuerung von Lebensmittel? Ganz ehrlich, was soll der Mist? Für Geringverdiener noch teurer und dann über einen Ausgleich (Stütze) mit abzuarbeitenden Antrag in 5facher Durchschrift zurückverbürokratisieren? Das ist ein typischer Grün-vorschlag. Erst verbieten und/oder versteuern und dann mit viel Bürokratie als Almosen in Teilen zurücküberweisen und selbstverständlich einen gehörigen “Bürokratiebonus” für die wie auch immer “Dazugehörigen” abzwacken. So läuft das nicht mehr. Wie wäre denn einmal eine unangenehme Meldung: Wir besteuern ab sofort alle Luxusartikel – “(Autos, Handys, Reisen, Markenklamotten uvm. ) ” und ganz wichtig: Flugreisen, Kreuzfahrtreisen… und das selbstverständlich europaweit. Lasst die LM in Ruhe, ihr Schlauberger.

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          • Tobias sagt

            Typisch: “whataboutism” (google wenn du nicht weisst was das ist) Oh man…. Kein Wunder warum manch einer hier Förderung und billige Lebensmittel braucht. Vielleicht auch mal einen Kus in BWL?

            • Ferkelhebamme sagt

              Sagt’s gestandenen Unternehmern :-)) Wie wärs mal mit einem Kurs für Anstand und Respekt?

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              • evo.... sagt

                In Deutschland hat man immer gegen Rechts gekämpft, dabei waren die Braunen eigentlich Linke.
                Nach dem N kommt ja sozialistische deutsche Arbeiter Partei.

                Man hätte gegen die Neigung der Deutschen zu einem dümmlichen Fanatismus kämpfen sollen. Deshalb bricht die Neigung momentan in gewissen Kreisen wieder durch.

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                • Betty sagt

                  Ja. Und jetzt, nachdem “die Mitte” insbesondere mit Merkel Richtung links gerutscht ist, stellen sie wieder Rechte wie Konservative an den Pranger – nur, weil die den kranken Mist, der ins Verderben führt, nicht mitmachen wollen.

                  Vielleicht muss man auch mal klären, wer von wem lebt im Lande Nimm, nicht erst seit 2015.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sind sie sonst im Zeit Forum unterwegs?
              Dort meint ein jeder, der noch nicht einmal einen Salatstock zu Reife brachte, er versteht mehr von Landwirtschaft wie der Bauer.

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              • Inga sagt

                Ja,
                Wir haben ja Demokratie und jeder kann seine Meinung äußern,

                Und das ist so ein gutes Gefühl.
                Wenn das Gefühl besser ist als die Sache.
                Eben mehr Rechte als Pflichten haben.

                Am schlimmsten sind die, die hinter und vorne nichts haben,

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          • Tobias sagt

            Und noch etwas: Lebensmittel werden bereits besteuert!!!!!! Es geht hier darum Steuern aufzuheben oder sie so umzulegen, dass nicht der Staat sondern der Erzeuger was davon hat. Meine Güte, welches Paralleuniversum ist das denn hier?????

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            • Inga sagt

              Ich dachte der Erzeuger bekommt deswegen Subventionen,
              Damit der Verbraucher nicht den wahren Wert bezahlen muß,
              Und der Handel viel aufschlagen kann.

              Das Buch
              SAUEREI

              noch nicht gelesen?

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            • Schmeckt gut sagt

              Und genau das sehen wir bei allen Subventionen. Zunächst einsammeln und dann blöd verteilen. Es bleibt so garantiert an der falschen Stelle hängen. So geht das nicht. Gucke dir Christian Lohmeyer gestern bei Lanz an. Und die Chefökonomin der “Welt”. Kurz und knackig erklärt, wie die Subventionwelt sich verselbständigt hat.

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            • Obstbäuerin sagt

              Es ist kein Paralleluniversum, sondern die knallharte Realität der Landwirte, die dem Konkurrenzdruck innerhalb und außerhalb der EU ausgeliefert sind. Aufgrund der fehlenden Darstellung der modernen Landwirtschaft in den Medien, die fast ausschließlich Nischen hypt und dann möglichst Öko, führt zu einem vollkommen unrealistischem Bild vieler Bürger. Was sie sich vorstellen, kann in einem Land durchgesetzt werden, dass seine Landwirtschaft schützen kann. So, wie es die Schweiz handhabt, wenn die Erdbeeren und Kirschen im Land reif sind, kommen keine Importe mehr rein. Das geht innerhalb der EU nicht und auch der Weltmarkt steht allen offen.

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    • Ertl Elisabeth sagt

      Bitte lesen Sie das ZKL – Abschlussdokument!

      https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/abschlussbericht-zukunftskommission-landwirtschaft.pdf?__blob=publicationFile&v=10

      Da haben die Bauern sehr wohl zugestimmt beim Tierwohl!!!
      Aber wer gerade seinen Stall mit viel Geld verbessert hat, der kann nicht aus eigenen Mitteln gleich wieder einen noch besseren Stall bauen, dem muss Geld dafür gegeben werden. Das ZKL – Papier sollte festlegen, was das Ziel der Entwicklung sein soll, auf welches sich die Bauern verlassen können, und welches nicht alle paar Jahre wieder geändert wird. Es ist die Regierung, welche sich nicht an die Abmachungen hält, die alle gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam ausgehandelt haben.

      6
      • Obstbäuerin sagt

        Das waren inhaltlich wohl eher die dort mehrheitlich vertretenen NGO und die AbL. Leider hat auch der Bauernverband zugestimmt, was von den modernen Landwirten mehrheitlich kritisiert wurde, soweit ich mich erinnern kann. Im Nachhinein so zu tun, als wäre das Ergebnis von den Landwirten mitgetragen, ist einfach falsch.

        4
    • Reinhard Seevers sagt

      Kemfert, die Dümmste unter den Dummen…
      “Die Landwirtschaft brauche jedoch auch Unterstützung bei ihrem anstehenden Umbau in Richtung von klimaschonender Produktion.”

      Was für ein Blödsinn…..und dann das größte Kreuzfahrtschif der Welt in Hamburg willkommen heißen. Wann endlich hört diese dumme Schwätzerei auf.
      In Düsseldorf beginnt die Handball EM, 53000 Zuschauer, eine Rekordkulisse. Während draußen klirrende Kälte herrscht, sind drinnen kuschelige 22 Grad.
      Den Wüstenstaaten vorwerfen, sie würden alles Kühlen und selber heizen wir Spaßkulissen zur Belustigung des Volkes. Jaaaa, aber die Landwirtschaft muss klimaschonender werden. Leute, ich könnt k.tzen.

      26
      • Smarti sagt

        “Ich könnt k.tzen.” Wenn Sie nicht aufpassen, dann kommt die K.tzensteuer noch dieses Jahr. Rückwirkend und für jeden Katzenbesitzer.

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      • Tobias sagt

        Bleiben Sie doch mal bei dem was Sie betrifft und dann reden wir über Kreuzfahrtschiffe mit den Seefahrern (was andere auch tun), oder sollen die auch nur mit dem Finger auf die Landwirtschaft zeigen, wenn man sie mit ihrer eigenen Verantwort konfrontriert? Das ist ja inzwischen das gängige Argumentationsmuster: “Ich weiß nur was die anderen tun”, nach dem Motto: “schlimmer geht immer” und jede Branche weist es von sich und nichts hat mit rein gar nichts zu tun. Ja, dann braucht man sich nicht wundern, dass man nicht Teil der Lösung, sondern nur das Problem als solches darstellt welches sich nicht reflektieren kann.

        • Reinhard Seevers sagt

          Er checkt es nicht….die Gegenüberstellung von LEBENSnotwendiger Nahrungsproduktion und Spaßindustrie stellt die Relevanz von Notwendigkeiten dar. Wenn wir gleiche Maßstäbe bei Umweltrelevanz, Klimarelevanz, Lebensnotwendigkeit, Kapitaleinsatz, etc. anlegen wollen und auch müssen, dann ist der Bezug zu unsinnigen Handlungen mehr als berechtigt. Wer das nicht akzeptieren kann, der stellt eben das Spaßhaben über die Lebenserhaltung, weil er den Bauern weiterhin gängeln und fesseln will. Er will keine Lösung für die Bauern, er will weiterhin ohne Bedingungen Spaßhaben, koste es, was es wolle.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Was tun sie für die Umwelt?
          Nur bei Bauer Willi zu schreiben, ist ein bisschen mager.

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    • evo.... sagt

      Greenpeace fordert ja die gleichen steuerlichen Maßnahmen wie die Kemfert. Dazu meine Meinung:

      1. Steuern auf alle Lebensmittel müssen geringer sein als Steuern auf Finanz-Transaktionen. Das Geld für die Klimamaßnahmem sollten müssen aus der Finanzwelt generiert werden.

      2. Bevor solche populistischen Forderungen kommen, sollen sie erst mal valide Ernährungsforschung machen. Ich befürchte, mit dem Veggie-Getöns verleiten wir unsere jungen Leute zu ungesunder Ernährung.

      Die Grünen begannen auch auf der Straße (und den Gleisen), wie die Braunen damals. Cem ist Vegetarier, wie der braune Führer damals. Wenn man sich über die Braunen genauer informiert, dann tauchen da viele Parallelen zu den Grünen auf.

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        • evo.... sagt

          An solchen Kommentaren merkt man, in welchen Gruppen die unzivilisierten Dummköpfe unterwegs sind. Schon in den Anfängen der Grünen hatten wir das gleiche Problem wie in den Anfängen der Braunen:

          Beide Bewegungen gingen von jungen Leuten aus, die nix (wenig) gelernt hatten.

          Den Verdummungs-Effekt durch die Grünen konnte man z.B. an den Schulleistungen der Schüler in BaWü nach der Machtübernahme durch Kretschmann beobachten:

          Von ehemals Spitze sind deren Leistungen ins hintere Mittelfeld verfallen.

          Was sich um die Grünen und Bio herum entwickelt erinnert mich an Bücherverbrennung durch die Braunen.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Tobias, Tierwohl ist ein tolles Beispiel. Jetzt sagen Sie uns doch mal konkret, was ihr konkreter Vorschlag ist. Fakt ist: der Verbraucher will es nicht, das sagen die Ladenkassen, die Regierung will es nicht, das sagen die Genehmigungsbehörden.

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      • Tobias sagt

        Dann bin ich als Verbraucher wohl nichts wert? Es gibt aber auch nicht “DEN” Verbraucher pauschal, sondern solche und solche wie es auch solche und solche Erzeuger gibt mit unterschiedlichen Haltungsformen. Und wenn niemand Tierwohl wollen würde, hätten wir bspw. immer noch die Käfighaltung in der Hühnerhaltung großflächig vorhanden. Aber so oder so würden viele gern mehr zahlen bzw. die Produkte auch so danach auswählen, wenn sie denn wüssten, es kommt beim Erzeuger auch an. Wenn sich die Märkte und Zwischenhändler das meiste oder auch der Staat davon einsteckt, dann resigniert man schon mal. Also liegt die Konsequentz in der Umverteiliung der Steuern und Preise und nicht in dem was der Verbraucher nur tun kann oder angeblich nicht tun will. Wo sind die Forderungen der Landwirtschaft dahingehend, wo die Imagekampganen und die Aufklärung?

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        • Ferkelhebamme sagt

          “Aber so oder so würden viele gern mehr zahlen bzw. die Produkte auch so danach auswählen, wenn sie denn wüssten, es kommt beim Erzeuger auch an.”
          Genau, deshalb machen die Hofläden und Handwerksmetzgereien und Hühnermobile gerade alle dicht.
          Und das mit den Bienchen und Blümchen ist nicht unsere Sache.
          Also, immer noch, was soll ich jetzt machen? Einen Millionenbetrag für den Tierwohlumbau investieren, weil sie es mir wert sind? Und wenn die Kamera im Stall, der Bildschirm an der Ladentheke (lieber Kunden, da weisst du wo es herkommt) steht läuft das schon? Bürgen Sie für mich mit, weil ich Ihnen das wert bin?

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Und wenn niemand Tierwohl wollen würde, hätten wir bspw. immer noch die Käfighaltung in der Hühnerhaltung großflächig vorhanden.”

          Noch so ein Märchen, das sich hartnäckig hält. Die Käfighaltung wurde vom Gesetzgeber verboten, nicht weil der Verbraucher es wollte. Sobald es Eier aus Käfighaltung zu kaufen gäbe, würde sie gekauft. Es sei denn es steht jemand daneben und stigmatisiert den Käufer als Tierquäler und Unmenschen. Dann traut er sich nicht, weil die Moralisierung den Markt bestimmt und nicht der Markt.
          Wenn demnächst Tische und Stühle aus Holz verboten werden, muss der Tischler seine Geschäftsbasis ändern….nicht weil der Kunde es so wollte.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Reinhard,

            in Nudeln usw. sind Käfig-Eier drinnen, nur stammen die aus der Ukraine und Litauen, ich vermute mal, die Hühner dort sind auch im Käfig glücklich.😒

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        • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

          Tobias,die Entscheidung des Verbrauchers ist immer für Mallorca (Prof.Windhorst,Uni Vechta)! Heisst,das Essen soll gut und günstig sein und eine Reise nach Malle muss auch drin sein!

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  11. Ertl Elisabeth sagt

    Ich finde, in dieser polarisierten Situation sollte die Auseinandersetzung mit dem ZKL – Papier zentral werden – was immer dabei herauskommt. Man sollte dafür sorgen, dass dieses Papier in der Öffentlichkeit und in den Medien rauf und runter diskutiert wird, man sollte alle Beteiligten hinter dem Ofen hervor locken, dazu etwas zu sagen.

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    • Obstbäuerin sagt

      Solange die 90 Millionen Schaden oder waren es Milliarden?, die angeblich von der Landwirtschaft verursacht werden, da drin stehen, gehört das Papier in die Tonne.

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      • Ertl Elisabeth sagt

        Da muss aber dann der Herr Balmann auch erklären, wie er die 90 Millionen kompensiert mit seiner KI – Landwirtschaft.
        Die Grundidee war doch eine Landwirtschaft, wie sie die Gesellschaft will. Und die will angeblich keine Balmann`sche. Darüber muss man diskutieren.

          • Ertl Elisabeth sagt

            Aber jetzt mit dieser großen öffentlichen Aufmerksamkeit kann man doch die Gesellschaft darüber informieren, wer sie dort vertreten hat. Ich glaube auch nicht, dass man mitbekommen hat, was da abgelaufen ist. Jetzt sollen die Leute wissen, was in dem Papier steht, und was das alles den Steuerzahler kostet, und ihnen die Möglichkeit geben, etwas dazu zu sagen. Dann wissen wir, ob es der Wille der Gesellschaft ist – oder des Herrn Habeck, der ja erst jetzt über das alles diskutieren will – oder nicht.

          • schmeckt gut sagt

            Umgerechnet gut 300Tsd pro Betrieb und Jahr, was einfach nur lachhaft ist. Gebe gerne meine Kontonummer weiter und freue mich auf die Überweisung von 3000 Euro pro ha und Jahr. Bei generationsfesten Verträgen unterstütze ich dann auch Europas “Renaturierung” – Ironie aus

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            • Ertl Elisabeth sagt

              Wenn man das in die Öffentlichkeit trägt, dann hat auch sie die Möglichkeit zu überlegen, ob das sein kann, und wie das überhaupt zu verstehen ist. Ich finde, es gibt derzeit sehr interessante Talkshows zum Thema, da sollte man das unterbringen. Da gibt es eine Wissenschaft, die macht den Leuten ein schlechtes Gewissen, dass sie überhaupt essen.

      • Peter sagt

        Ist doch recht einfach. Hinter dem Namen ist ein link (Werbung) für eine weitere sinnfreie Sekte.
        Zitat “Deutschland ist nicht nur ein Land mit den niedrigsten ökologischen und sozialen Standards geworden, sondern auch eines, dass nicht mehr zukunftsfähig ist.”

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  12. Bauer Fritz sagt

    Nur mal aktuell zu Vergleich:
    Die “guten” Straftaten im Namen des Klimaschutzes …..
    “Ende Januar 2023 wurde das Rheinische Braunkohlerevier in Lützerath geräumt. Seitdem registrierte die Polizei bis zum Jahresende 57 Straftaten, die einen Gesamtschaden von rund 213.000 Euro verursachten….”
    (https://www.welt.de/politik/deutschland/article249468550/Rheinisches-Revier-Dutzende-Straftaten-nach-Luetzerath-Raeumung.html)

    Medial sind die guten Linksradikalen halt “Aktivistien” und die böse, rechtsradikale Bevölkerung halt “Mob”. So einfach ist das, wenn man schon lange nicht mehr vor der Tür war.

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  13. Betty sagt

    Über Deutschland hinaus bewertet Thomas Röper den Protest der Landwirte und ordnet ihn ins Weltgeschehen ein. Dürfte vielleicht für den einen oder anderen interessant sein, dass so ein Scholz oder Özdemir gar nicht Ansprechpartner sein können – sondern welche ein paar Stufen darüber die Zügel bereits in Händen halten? Findet man im anti-spiegel unter: Agenda 2030
    Warum die kleinen Bauernhöfe im Westen in die Pleite getrieben werden und worum es wirklich geht

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    • Ertl Elisabeth sagt

      Ja, Balmann!

      Zusammenfassung Özdemir, Habeck, Balmann:
      Zwar war es die CDU, die den Strukturwandel wollte, nicht die Grünen, aber jetzt kann man es nicht mehr ändern. Man kann es nur ein wenig verzögern und die Bauern inzwischen damit bei Laune halten, dass man das ZKL – Papier wieder aufschnürt, und über diese Themen von vorne zu diskutieren beginnt.

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      • Inga sagt

        Wollen die 3 wirklich, dass der Strukturwandel auf dem Rücken der Bauern ausgetragen wird?

        Wie unsozial ist das denn?

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        • Frank sagt

          Alfons Balmann … non executive director IMC S.A.
          IMC S.A.
          ehemals Industrial Milk Company SA, ist ein integriertes landwirtschaftliches Betriebsunternehmen in der Nord- und Zentralukraine. Das Geschäft des Unternehmens besteht aus zwei Hauptsegmenten der Industrie, wie z.B. Pflanzenbau und Milchwirtschaft. Darüber hinaus ist das Unternehmen in den Bereichen Lagerung, Verarbeitung und Handel mit Feldfrüchten tätig. Das Segment des Unternehmens konzentriert sich auf den Anbau von Feldfrüchten wie Mais, Sonnenblumen, Weizen, Sojabohnen und Kartoffeln. Das Segment Milchwirtschaft ist der Milchproduktion gewidmet. Das Unternehmen verfügt über eine eigene Lagerkette, die den Lagerbedarf des Unternehmens vollständig deckt. Die Aktivitäten des Unternehmens werden in den Regionen Poltawa, Sumy und Tschernihiv in der Ukraine durchgeführt.

          Mitarbeiterzahl : 1 709

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      • Betty sagt

        Von Balmann steht da gar nichts – aber u.a. von einem gewissen Gates und seiner Stiftung – und davon, “dass die deutsche Bundesregierung 31 Projekte und Programme finanziert, an denen die Gates-Stiftung beteiligt ist. Bei 24 der Projekte ist die Gates-Stiftung der einzige Partner. Das wurde im Sommer 2023 durch eine kleine Anfrage der Fraktion der Linken zur Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und privaten Stiftungen bekannt. Insgesamt überweist der deutsche Steuerzahler dafür 3,8 Milliarden Euro an die Stiftung von Bill Gates, wobei 3,35 Milliarden direkte, nicht projektgebunde Förderungen sind.”

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  14. Das Verständnis von Demokratie scheint derzeit unterschiedlich ausgeprägt zu sein. Ich persönlich würde mir für alle wünschen, dass die Politik nach tatsächlichem Wählerwillen handelt. Eine direkte Demokratie könnte auch auf Krisen bürgernah reagieren. Dies würde natürlich einiges an Wissen und Arbeit für die Politik bedeuten. Also wird von der Seite kommen, dass dies teuer und zeitraubend ist.

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    • Betty sagt

      Tja. Welche wollen das nach dem Vorbild der Schweiz einführen. Hab nur vergessen, wo ich das gelesen habe.

  15. Smarti sagt

    Bauer Willi, dieser Hass, den Sie in den letzten Tagen wahr genommen haben, ist für uns Tierhalter ( ich denke, da kann ich für alle sprechen ) schon seit Jahren zunehmend Wirklichkeit. Diese Lügen, Hass und Häme im Internet und in den Fernsehsendungen auszuhalten war schon schwer, und zunehmend ist es natürlich auch in der Realität angekommen, auf den Veterinärämtern, oder bei der Planung von Stallbauten um nur zwei Beispiele zu nennen.
    Für mich ist es wunderbar, wieder zu bemerken, dass es nur eine laute ( aber mächtige ) Minderheit ist. Dass wir in der Mehrheit der Bevölkerung doch noch erwünscht sind.
    Denn langsam habe ich wirklich angefangen zu zweifeln.
    Ich mache mir grosse Sorgen, denn ein Land ohne Nutztiere – angeblich um mehr Lebensmittel zu haben – wird auch Heimtiere verbieten. Eine Welt ohne Tiere ist für mich eine tote Welt ohne Schönheit.. und eine Welt ohne Schönheit, ist eine Welt ohne Zukunft.

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    • Sonja Dengler sagt

      Auch ich bin ja keine Bäuerin (wäre es aber gerne geworden…) und staune täglich bei den Demos darüber, wie viele andere Bürger noch mitlaufen, wie sich alle auf die Seite der Bauern stellen, weil es schon lange nicht mehr nur um die Bauern geht, sondern darum, wie diese Regierung mit Bürgern überhaupt umgeht – wie Bauer Willi sagt: von Anfang an. Das sind friedliche und bodenständige Bürger aus allen möglichen Berufen und Gesellschafts- schichten. Das muss doch den Bauern Mut machen.
      Was die sozialen Medien angeht, lieber Smart: nicht vergessen, dass es eine ganze Menge Leute gibt, die dafür GEld bekommen, den ganzen Tag unter verschiedenen Namen Hass und Hetze zu verbreiten – die Themen wechseln, ob sie nun gegen Familiengründung sind oder gegen die Bauern oder überhaupt einfach “gegen”, ist auswechselbar. DAS ist tatsächlich eine noch kleiner Minderheit als Sie und ich denken. Auch das ist eine gute Nachricht. Die Demoteilnehmer, besser gesagt: die Bürger können und wollen sich auch nicht vorstellen, dass die Viehwirtschaft aufhören solle – auch wenn es Interessierte Kreise gibt, die mit viel Geld und Einfluss versucht, uns zu zwingen, künftig Insekten zu essen.
      Wir dürfen nicht aufgeben – das ist der Punkt und wir dürfen nicht mutlos werden, sonst übersehen wir das Gute in dem Durcheinander.
      Allein durch die Twitter von Elon Musk und Trump sind jetzt viele Millionen US-Amerikaner über die guten deutschen Bauern informiert – und sie bewundern den Mut der Bauern. Dass die Zerstörer in D aufheulen und Bauern und alle Partner als “rechts” bezeichnen, ist wie ein Ritterschlag und es besagt: wir machen alles richtig. Vor allem die Bauern haben es richtig gemacht, sie gaben den initialen Funken zum Widerstand. Es geht schon längst nicht mehr “nur” um Bauern. Viele andere Berufsgruppen sind genauso diffamiert worden und sind dankbar dafür, dass sich auf einmal etwas zusammentut, was sonst nicht zusammengegangen wäre, weil man sich gegenseitig ausgrenzte. DAS ist vorbei. Bleiben wir also dran., wir haben alles zu gewinnen 🙂

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich würde den Zuspruch der Bürger nicht zu hoch ansetzen. Sie unterstützen vielleicht die Demo, aber im Grunde sind sie froh darüber, dass jemand für sie Druck ausübt. Am Ende denkt jeder an sich, dabei bleibe ich. Der Frust im Lande ist groß, die Lösung aber nur in einem dichten Nebel zu ahnen, nicht zu sehen.
        Wenn man die Menschen nach einer evtl. Konsolisierungsphase wieder fragt, wie sie sich eine Tierhaltung vorstellen, landet man wieder bei der alten Erzählung von Bullerbü. Da bin ich mir ganz sicher.
        So lange deutsche Bauern Tiere “nutzen”, so lange werden sie dem Vorwurf ausgesetzt: Tierhaltung ja, aber bitte glückliche Tiere und keine Massentierhaltung.
        Die Bürger haben jetzt die ökonomische Seite vielleicht annähernd kapiert, dennoch nicht die Produktions- und Einkommensvoraussetzungen durch Nutztierhaltung. Die Vielzahl der Problembereiche in der Landwirtschaft ist so groß und komplex, dass sie von den Wenigsten durchschaut wird. Konnte man gestern bei Lanz gut sehen, als Lanz sagte: Das wusste ich noch nicht, dass die Bauern 4% ihrer Fläche stilllegen müssen……Also, wenn die Kernprobleme noch nicht mal angekommen sind, dann sehe ich für den Rest noch weniger Erkenntnis.
        Es müsste einmal jemand alle Auflagen und Anforderungen auflisten und die Liste täglich in der Tagespresse veröffentlichen…..jeden Tag, ein Jahr lang.

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        • Schmeckt gut sagt

          Gut beschrieben, Reinhard. Es geht doch letztendlich um die 2 Minuten, die z.B. für eine Videosequenz darüber entscheidet, ob weitergeguckt wird oder nicht. Christian bei Lanz hat es gestern beispielhaft gezeigt. Er hat die Fähigkeit, extrem komplexe Zusammenhänge in wenigen Sätzen und mit deutlicher Sprache zu erklären. Und trotzdem wird bei den Zuschauern, die nichts mit unserer Branche zu tun haben, nicht mehr als Sprachlosigkeit bleiben. Die Erzeugung von Lebensmitteln ist eben nicht mehr nur Säen und Ernten, sondern Erfüllung von staatlich verordneter (bullshit)Bürokratie. Einen groben Überblick über diesen Wahnsinn hat Christian gegeben – in 4 min – mehr war einfach nicht drin. Danke dafür

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ja, das hat er wirklich gut gemacht. Ruhig (ok, das Schnellsprechen muss sein, sonst behält man nicht das Wort), souverän, sachlich, fachlich gut.
            Die Runde war sowieso eine gute Runde….der Stegner musste von drei Seiten Prügel einstecken. Aber am Ende hatte sogar Lanz seinen Spaß und er hoffte, dass man in dieser Runde nochmal zusammenkommen wird. Er hat sich auch ungewöhnlich stark rausgehalten, gegenüber anderen Sendungen….ich glaube ja immer noch, ganz im Innersten ist er auch einer von “uns” (😁). Ihm fehlen nur noch die Eier das einzugestehen…wenn er erstmal im Ruhestand ist, wird alles rauskommen, bis dahin muss er noch Geld generieren.😎

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            • Reinhard Seevers sagt

              Was für ein Geschwurbel…unglaublich. Die lernens nicht. Die Reden von Klimakrise, und dass die Landwirtschaft ihren Teil dzubeitragen muss weil man sieht ja…blabalabla.
              Welchen Hebel dieser geringe Anteil Diesel an den CO2-äquivalenten dieses Staates hat wird negiert, nicht diskutiert….man will sich am Bauern festbeißen und ihn weiter gängeln.

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              • Betty sagt

                CO2 wird vollkommen zu Unrecht an den Pranger gestellt.

                Was würde wachsen, wenn es kein CO2 gäbe?
                Photosynthese ist ohne CO2 unmöglich.

                Und jetzt wollen solche in der Regierung entscheiden, wie viel davon gebraucht wird? Das macht doch im Leben keinen Sinn!
                Oder wollen die, dass, nachdem das CO2 aus der Atmosphäre genommen ist, einen wüsten und leeren Planeten?

                Ablass im Mittelalter war nichts gegen den Geldtransfer, der mit diesem Humbug momentan durchgesetzt wird. Bei der FAZ sprechen sie von 18 Milliarden Euro, die alleine 2023 für heiße Luft von den Bürgern “erbeutet” wurden: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/klima-nachhaltigkeit/18-milliarden-euro-bund-erhaelt-2023-rekorderloes-aus-emissionshandel-19425227.html
                Was macht das Finanzministerium mit diesem Geld und wieso kommen die mit dem fettesten Haushalt ever nicht zurecht?

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            • Schmeckt gut sagt

              Die SPD ist auch nicht besser: Ganz neuer Spruch von Esken: “Wir sollten nicht warten, bis die AfD zu relevant ist”. Dazu kann ich nur sagen: Ihr habt es verbockt, lebt ihr eigentlich irgendwo im Keller? Thema – Nebenschauplatz

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              • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

                Ich hatte woanders der Saskia empfohlen,in ihren Ortsverband zurück zu kehren.

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        • Frank sagt

          Ich würde Ihnen zustimmen, wenn ich nicht annehmen müsste dass auch “die Bauern” ähnlich wie der Vorwurf gegen “die Bürger” am Ende nur an sich denken und keiner an gemeinsame Probleme, die die Ampel verursacht.
          Ja, jetzt werden – völlig richtig- Listen mit 6 oder 7 Punkten aufgeschrieben, doch sobald das Desel und Kfz-steuerthema vom Tisch sind, ist auch wieder Ruhe.

          Unbenommen ist das Verdienst der Bauern, überhaupt, meinetwegen auch nur für sich, auf die Straße zu gehen. Millionen “Heizhammer”-Geschädigte schaffen ja nichtmal das.

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          • Smarti sagt

            Frank, jeder Bauer ist auch ein Bürger und deshalb betrifft uns beides. Kein Bauer ist “gegen” Bürger – obwohl es Bürger gibt, die tatsächlich gegen Bauern sind. Bauern sind nur gegen doofe Gesetze, und diese kann man ändern.
            Würde jetzt nochmal etwa die Hälfte der Landwirte den Hof aufgeben (die Probleme bestehen ja bald in allen Ländern, die Reserven gehen rapide zurück), müssten wohl viele Bürger wieder Bauer werden – oder auswandern – oder Diät halten. Ich befürchte, diesen Punkt haben viele Bürger noch gar nicht auf dem Schirm.

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        • Sonja Dengler sagt

          niemand spricht von “zu hoch” ansetzen – es geht darum, sich zu freuen und sich Kraft daraus zu holen, weiterzumachen.
          Im übrigen ist es ganz normal, dass der Mensch an sich selbst denkt, aber das pauschal anderen abzusprechen, ist immer falsch: die Geschichte der Menschheit lehrt, dass es in jeder Generation genügend Menschen gibt, die nicht nur an sich selbst denken.
          Es ist also legitim, wenn man mitläuft, weil ein anderen auch zu meinen Gunsten Druck ausübt (was immer Sie damit meinen), es ist anstrengend, sich aufzumachen und auf die Straße zu gehen. DAS ist nicht hoch genug zu bewerten und wir sollten uns darüber freuen, nicht gleich wieder das Haar in der Suppe suchen.

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        • Mark sagt

          “Es müsste einmal jemand alle Auflagen und Anforderungen auflisten und die Liste täglich in der Tagespresse veröffentlichen…..jeden Tag, ein Jahr lang.”

          Es müsste einmal jemand alle Auflagen und Anforderungen auflisten die man sofort ersatzlos streichen kann, ohne dass sich irgendetwas zum Negativen verändert. In 30 min haben ich QM++,VLOG und QZBW -Kontrolle (vorgesehene Dauer 4Std). Wenn mir die Auditorin wieder so arrogant daher kommt, werfe ich sie raus!

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          • ReinerStoff sagt

            Mark, wie kommts zu QM++? Ich nehme mal an über den Bereich Milch und im Moment werden/ wurden ja Freiwillige dafür gesucht.

            Darf man fragen, warum man da freiwillig mitmacht, ist man auf diese Almosen …äh meinte natürlich Aufschläge von “bis zu 3ct” wirklich angewiesen? Wohlgemerkt auf freiwilliger Basis zwischen Molkerei und LEH für zusätzliche Kontrollen, Dokumentationspflichten, jährliche Fortbildungen, etc.

            Denn es muss eig. allen Milchviehhaltern klar sein, erst ist es freiwillig und es gibt ein kleines Leckerli und sobald eine gewisse Masse erreicht wurde, wird es zur Pflicht für alle und an freiwillige Zahlungen kann sich keiner mehr erinnern und es bleiben nur die Pflichten und Auflagen, so wie es bei der Einführung von QM auch schon der Fall war.

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            • Mark sagt

              Du hast absolut recht. Zu QM++ komme ich über die normale QM-Kontrolle, da wird der andere Quatsch gleich mitgemacht. Aber richtig QM++ wird alle 18 Mon. kontrolliert, also doppelt so häufig wie QM. Ich halte das Ganze für kompletten Qautsch, das 1. niemanden wirklich interessiert, 2., das niemandem was bringt und vorallem 3. das völlig unnötig Kosten verursacht. Die treibende Kraft dahinter sind die Zertifizierungsunternehmen!!

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        • evo.... sagt

          Seevers hat geschrieben:

          Ich würde den Zuspruch der Bürger nicht zu hoch ansetzen. Sie unterstützen vielleicht die Demo, aber im Grunde sind sie froh darüber, dass jemand für sie Druck ausübt. Am Ende denkt jeder an sich, dabei bleibe ich. Der Frust im Lande ist groß, die Lösung aber nur in einem dichten Nebel zu ahnen, nicht zu sehen.

          Sehe ich ähnlich. Die Solidarität ist nur auf einen gemeinsamen Nenner zurück zu führen:

          Der wirtschaftliche Druck nach unten hat zugenommen.

          Forderungen nach höheren Preisen für Lebensmittel sollten wir momentan nicht stellen. Eher betonen wie gering sich die Erzeugerpreise auf den Endpreis auswirken.

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      • Norbert sagt

        Zitat Sonja Dengler:
        “auch wenn es Interessierte Kreise gibt, die mit viel Geld und Einfluss versucht, uns zu zwingen, künftig Insekten zu essen”
        “Allein durch die Twitter von Elon Musk und Trump sind jetzt viele Millionen US-Amerikaner über die guten deutschen Bauern informiert – und sie bewundern den Mut der Bauern. Dass die Zerstörer in D aufheulen und Bauern und alle Partner als “rechts” bezeichnen, ist wie ein Ritterschlag”
        Trollfabrik St. Petersburg, ick hör dir trapsen… Zum Glück haben wir noch keine russischen oder amerikanischen Verhältnisse hier. Darauf ein dreifaches: CUI BONO?!

        Ich vermute, dass Bauern im Schnitt nicht mehr oder weniger “rechts” sind als andere Bevölkerungsgruppen. Warum auch. Dieses Thema (rechts oder nicht) ist allerdings nicht zielführend und lenkt nur ab. Wir wollen ja Lösungswege finden, wie es für Landwirte möglich bleibt, ihrer Arbeit nachzugehen ohne sich jeden Tag Sorgen um ihre Zukunft machen zu müssen.
        Wenn irgendwelche tatsächlich rechtsextreme Gruppen den Aufruhr ausnutzen und sich unter die Demonstranten mischen um Chaos zu stiften können die Bauern in der absoluten Mehrzahl nichts dazu.

        Trotzdem oder gerade deswegen: Konzentration auf einen Weg der Besserung bringt, sodass die ganzen Dieselkilometer nicht umsonst waren. Aus meiner Sicht gerne auch die “Klatscher” / Verbraucher in die Pflicht nehmen. Wenns den Landwirten am Schluss genauso ergeht wie den Pflegekräften ist nichts gewonnen.

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    • Frank sagt

      Nächst den Tierhaltern ist der Feldbau doch eh schon Feindbild als Umweltvergifter, Bienentöter, Bodenzerstörer, zumindest bis er wieder auf Büllerbü-Niveau der urbanen Grünen Futter für Vegane produziert. Knuffige Felder mit reichlich Blütenpflanzen am Rand oder auch mittendrin und bewirtschaftet von Bauern (bärtig mit Löchern im Kittel) in Handarbeit, schlimmstenfalls mit zotteligen Pferdchen (die von Pferdemädchen überwacht werden) oder kleinen Lanz Bulldogs, schnurrend mit Solarstrom.

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  16. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen jetzt streiken auch die LKW-Fahrer mal sehen wer als nächstes streikt so lange sollten wir weiter streiken wenn ganz viele streiken wird vielleicht irgendwas passieren

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  17. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Heute solls laut MOMA in Sachsen ein Gespräch mit dem Kanzler geben,ich bin gespannt.

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  18. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Die Strippenzieher auf diesem Planeten lachen sich schlapp. Es geht nicht wirklich um Diesel. Das Grundproblem ist das grenzenlose Geldausgeben bzw. Kosten produzieren im Sinne der angestrebten Klimaneutralität. Das kostet am Ende soviel das für Dieselrückvergütung nichts mehr da ist. Bei uns haben z.B. teils Biolandwirte nicht demonstriert. Die haben es verstanden. Wer sägt schon an dem Ast auf dem er sitzt. Das gleiche müsste gelten für Wind und PV, alles in der durchgeführten Art und Weise teure Projekte. Grundlastkraftwerke (Dunkelflaute) braucht man ja trotzdem, oder nicht? Der WLV in Münster ist hier mit seiner BB Wind schwer eingebunden, und demonstriert gegen Folgeerscheinungen seines eigenen Tuns? Nein, DIE Bauern gibt es nicht.

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    • Georg sagt

      Der Dieselverbrauch pro Hektar ist bei Biolandwirten deutlich höher. Das gilt natürlich nur für Biobetriebe die tatsächlich was produzieren und keine Totalextensivierer (30%).

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  19. Benzinger sagt

    Dank für die gute Analyse. da ich nicht in associalmedias unterwegs bin.rege ich hier etwas an. Es könnte eine Überlegung wert sein,Berlin unter Druck zu setzen, in dem Lebensmittelzentrallager zu dieser armen kranken Stadt vorläufig , sagen wir mal.,behindert werden. Es sollte vor Allem die Führungskaste treffen u A. bösartige,unsere Verfassung faktisch ablehnende Gruppen treffen. So lange,bis die fehlerhaft konstituierte (eingesetzte) Regierng (Wahl in Berlin) sich zur Einrichtung einer Luftbrücke gezwungen sieht. Die Spedititeure Deutschlands u Nachbarn sollten unbedingt eingebunden werden. Denn auch diese leiden wie unsere wackeren Landwirte und jeder andere unter den erneut stark steigenden Kosten

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    • Bauer Willi sagt

      Wir haben aktuell die Bevölkerung hinter uns. Das würden wir mit solchen Maßnahmen aufs Spiel setzen. Keine gute Idee…

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      • oberländer sagt

        Wir Landwirte haben in den letzten Tagen sehr deutlich gezeigt was wir mit einfachen und friedlichen Mitteln bewirken können , jetzt ist es an der Zeit die Bevölkerung zu informieren und mir auf den Weg zu nehmen. Es ist aber trotzdem notwendig an den Straßen Präsenz zu zeigen. Es muss jedem Politiker mit Hirn klar sein das wir nur wenige Meter vorwärts fahren müssen und das Land steht.
        Ohne Gewalt und ohne Hetzparolen

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      • Sonja Dengler sagt

        es würde auch niemals gelingen, alleine die Verursacher der Misere leiden zu lassen….wie sollte DAS gelingen? Solche Vorschläge kommen aus der Verzweiflung heraus, bestimmt fällt ihm noch etwas Neues ein.

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    • Smarti sagt

      Kennen Sie den Spruch: ich zähle auf drei – eins, zwei..
      Eine Kraft, die aus Ruhe und Autorität besteht (zugegeben, ein paar Traktoren sind auch nicht schlecht) ist viel mehr Wert als blinder Aktionismus. Es reicht, wenn man weiss, man könnte.
      Mit dem kleinen Finger.

      5
  20. Frank sagt

    Wenn ich Bauer wäre, würden mir aktuell sowas von die Augen und Ohren übergehen, bei dem was medial, nicht nur von den professionellen Propagandisten, sondern auch von social media usern und Kommentariat diverser Blätter zum Thema Bauern/Landwirtschaft abgelassen wird.
    Dass da “konstruktiv sein und den Protest von der Straße bekommen” mein dringender Wunsch wäre, das bezweifle ich, zumal die andere Seite verschiedene Forderungen nie erfüllen dürfte, ja nicht einmal drüber reden wollen wird.
    Ich halte es für nötig, dass die Landwirte jetzt gründlich klären, mit welcher politischen Kraft künftig wie zusammengearbeitet werden kann, denn ohne dauerhaft verankerte und verlässliche politische Vertretung, die in der Parteiendemokratie auch wirkt, wird das nichts mit der Wunschliste.

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    • Georg sagt

      Ich würde nicht klären mit welcher politschen Kraft zusammengearbeitet wird, sondern mit welchen politischen Kräften künftig nicht mehr zusammengearbeitet wird. Neben Ampel und Union entstehen mittlerweile andere Möglichkeiten die die Altparteien sicherlich zukünftig schwächen werden und nicht sofort eine Abdeklaration nach Rechts bedeuten würden.

      6
      • Betty sagt

        Jetzt stehen die Bauern, weil sie sich nicht fügen und nicht untergehen wollen in der Traufe. Vordem waren das die, die nicht willig ihren Arm hinstreckten, um sich beständig injizieren zu lassen. Und vor dem gab es noch ganz andere, über die das Propagandagewitter beständig hinweg donnert – wenn man nicht ganz und gar vergisst, über sie zu berichten.

        Was ich nicht ganz verstehe ist, dass die Landwirte, vollkommen reinen Gewissens, nicht erkennen wollen, dass auch andere, die beständig politisch wie medial an den Pranger gestellt werden, ein ebenso reines Gewissen haben wie sie?

        Vielleicht sollte man mal mit denen reden, statt sie schon von vornherein auszugrenzen, da Lösungen in dieser Misere, die ja Tag für Tag schlimmer wird, überall gesucht werden müssen.

        • Norbert sagt

          Zitat Betty:
          “Vordem waren das die, die nicht willig ihren Arm hinstreckten, um sich beständig injizieren zu lassen”

          Ok, jetzt haben wir bald alles zusammen, was Rang und Schwurbelnamen hat.
          Fehlen nur noch die migrantischen Horden, die eine “Umherdung” der deutschen Tierzucht betreiben, sodass bald nur noch das abendländische Dromedar die märkischen Steppen unsicher macht.

          Es geht um die Landwirte, nicht um Impfen, Gendern, Abtreibung oder sonstige Ablenkungsmanöver.

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          • Betty sagt

            Ja. Schade, dass in der Masse zu wenig erkannt wird, dass alle Themen zusammen gesehen erst das große und allen zugemutete Ganze ergeben.

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