Alois
Kommentare 60

Verständnis für „unsere“ Ernte

Jetzt beginnt wieder die Zeit der Kartoffel-  Mais- und Rübenernte und damit der landwirtschaftlichen Transporte. Jeder von uns  kennt die emotionale Anspannung wenn man  hinter „langsamen Maschinen“ hinterherfahren muss, weil man nicht überholen kann. Aber ein nettes Wort zu rechten Zeit wirkt Wunder, Emotionen öffnen die Herzen. Und wir informieren positiv über unsere Arbeit. Dass wir nämlich für unser aller Essen fahren.

Eben für diese positive Öffentlichkeitsarbeit  sind diese  58 x 20 cm großen Aufkleber gedacht: (Klick auf den Aufkleber öffnet Detailseite bei LW24)

 

 

 

 

 

Kann man doch ruhig mal sagen…
Ach ja, dann gibt es noch diesen Text. Ist aber nur was für Leute mit Humor:

Die Aufkleber gibt es bei Landwirtonline24, die Idee dazu stammte von uns.
Schreibt uns doch, welche Aufkleber-Ideen ihr noch so habt…

Willi und Alois

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60 Kommentare

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Wirtschaftswege benutzen die Radfahrer und die meinen, dass die nur für Radfahrer da sind. 🙁

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      • Mausschubser sagt

        Ist natürlich überhaupt nicht einzusehen, dass Landwirt mal ein Stück hinter einem Radfahrer fährt. Genauso, wie Autofahrer nicht einsieht, dass er hinter einem Landwirt herfahren soll.
        Wäre nett, wenn die Landwirte, die längere Strecken fahren, mal ab und zu hinter sich blicken würden und sich bietende Ausweichmöglichkeiten nutzten um den nachfolgenden Verkehr vorbei zu lassen. Dann wäre schon viel geholfen.
        Es scheint auch Landwirte zu geben, die glauben die asphaltierten Wirtschaftswege wären ihr Eigentum. Selbst schon von einem weiblichen Familienmitglied eines „Bauern“ gehört, der ohne richtig zu schauen so aus der Hofeinfahrt fuhr, dass mir mit dem Fahrrad nur der Ausflug in den Acker blieb.
        Der §1 der StVO gilt für alle.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          >>Der §1 der StVO gilt für alle.<<

          Schön dass sie den §1 erwähnen, den kann ich Radfahren bestens an das Herz legen, besonders den Freizeitradlern, die meinem sie müssen nebenher fahren, oder durch unsere Weinberge fahren, mit einer Geschwindigkeit, die das Fahrrad so hergibt.

          Der Vorwurf, Treckerfahrer sollten mal ab und zu den nachfolgenden Verkehr vorbei lassen, ist sicherlich berechtigt, die Autofahrer sollten auch bedenken, dass die heutigen Trecker sehr schnell unterwegs sind.

          Musste früher mit dem Trecker immer über eine Kreuzung fahren, mit der Regel Rechts vor Links. Wenn ich die Kreuzung anfuhr, wurde mir 3 von 4 Mal die Vorfahrt genommen, das waren sicherlich nur Landwirte mit ihrem PKW, oder?

          Der zweitletzte Satz kann ich nicht ganz nachvollziehen, ihrer Schilderung nach, hat der Landwirt eine Vorfahrtverletzung begangen, die tagtäglich geschieht, aber niemand kommt auf die Idee, der Schuldige würde die Straße als sein Eigentum beanspruchen.

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          • Es gibt Bauern die bei Seite fahren und anhalten, wenn eine Lücke an der Seite der Straße da ist.

            Aber wenn eine Bauer mit viel Gedanken über die Arbeit, die er da gerade macht die Vorfahrt eines Freizeitfahradfahreres nimmt, ist zwar nicht schön, aber wer schon auf Wirtschaftswegen oder auf Bauerndörfern unterwegs ist, der muß damit rechnen, dass so langsam fahrende Geschosse, mal nicht so schnell halten können. Gut, dass man im relativ weichen Getreidefeld nicht so hart fällt!
            🙂

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Mein Hof liegt inzwischen fast mitten im Dorf und meine Hofstelle ist an zwei Straßen angebunden, du glaubst nicht, obwohl ein teil ein Grasweg ist, wie Radfahrer, manchmal ganze Gruppen diesen Weg benutzen, ohne Rücksicht, wenn man den eigenen Weg selbst benutzt. Ich werde demnächst meinen Weg an einer Straße mittel eines Tores schließen.

              1+

    • Weil sie die Wirtschaftwege mit den heutigen Lasten kaputtfahren, und diese dann von der Gemeinde über das Wegekonto wieder saniert werden müssen, welches teilweise von den Bauern getragen werden muss. Die Strassen hingegen bezahlen Bund, Land oder Kreis.
      Wir haben auch so einen Fall, wo der Agrarbetrieb eines Landwirtes der Nachbargemeinde, welche mehrere riesige Biogasfaultürme auf seinem Hof stehen hat und eigentlich eher ein Industriebetrieb ist. Uns aber mind. einen Weg kaputt fährt, weil er so eben schneller zu seinen Flächen kommt.

      Ach ja…bevor der Shitstorm losgeht. Ich bin selbst in der Landwirtschaft großgeworden. Meine Kritik gilt also eher dem fehlerhaften System von Ursache, Wirkung und Konsequenz.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Vor denen, die in der Landwirtschaft groß geworden sind, muss man achtgeben, die meisten sind der Meinung, sie haben zu wenig geerbt.

        Die Kommunen haben die gesetzliche Pflicht, die gemeindeeigenen Wirtschaftswege den Erfordernissen anzupassen.

        Inwieweit der besagte Weg über eine Beschränkung der Tonnage eine Durchfahrtsperre erlassen werden kann, sollten sie mit der Gemeinde abklären, wenn dies für den Betrieb zumutbar ist.

        Übrigens, auch Bauern bezahlen Steuern, an Bund, Land und an Kreise und Mineralölsteuer.
        Die damalige Rot/Grüne Bundesregierung hatte ein Gutachten erstellen lassen, das besagte, dass bei Abzug des Verbrauches auf dem Acker mehr bezahlt wird, als auf der Straße verfahren wird.

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        • „Vor denen, die in der Landwirtschaft groß geworden sind, muss man achtgeben, die meisten sind der Meinung, sie haben zu wenig geerbt.“

          Ja ja, die kennen den Unterschied zwischen Betriebs- und Privatvermögen nicht!
          Frag mal wer denen ihren Arbeitsplatz finanziert und was der Wert ist!?!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Fahren sie mal mit 2 voll geladenen Anhängern auf Wirtschaftswegen, in den meisten Fällen ist das unmöglich.

      1+

    • Das ist richtig. Ich bin in einem Bahngebäude großgeworden. Da wurden die Rüben noch mit Hängern zum Verladen auf die Schiene gebracht. Solche Sachen würden allen helfen. Man würde den Straßenverkehr reduzieren und bei Elektrifizierung der Schiene die Umwelt schonen. Es wäre allen geholfen. Darüber sollte sich die Politik mal Gedanken machen.

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  1. Paulus sagt

    Sorry liebe Bauern, ich brauche weder dümmliche Schilder, ähnlich denen wie z.B. Baby on Board noch sonst was. Vielleich wären Schilder, wie z.B. „Beißhölzer gibt es
    kostenlos beim Fahrer“ sinnvoll.
    Wenn ein Drescher oder Schlepper mit Hängern vor mir ist es halt so. Wo ist das Problem? Ich zockele da eigentlich ganz gerne mal hinterher weil es entspannt. Stress verursachen allein jene, die immer wieder versuchen so eine Kolonne von hinten her zu überholen. Über die Idioten kann ich mich wirklich aufregen! Ansonsten siehe Beitrag von Berthold Lauer.

    3+

  2. Gibt es auch welche für PKW?
    So in der Art „Ich fahre gerne gemütlich hinter dem Bauern her und genieße später Zuhause, und Körperlich im Ganzen seine Erzeugnisse“.
    Wer heutzutage nicht mindestens in der Höchstgeschwindigkeit fährt bekommt viele unnötige und risikoreiche Überholmanöver mit.
    Selbst 6 PKW hinter einem Trecker sind kein Hindernis.

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  3. Früher gab es mal diese großen grünen Aufkleber mit weißer Schrift: Landwirtschaft dient allen!
    Klebten hier an vielen Anhängern und Dreschern.
    Ich finde nach wie vor, das dieser Aufkleber alles nötige aussagt!

    3+

  4. Friedrich sagt

    Prächtige Idee. Wir fahren oft auf der Bundesstraße. Da würde ich mir wünschen , daß mal ein Polizist auf dem Schlepper mitfährt , um die riskanten Überholmanöver in unübersichtlicher Straße zu sehen und zu bestrafen. Auf der Straße tobt ein Krieg. Neulich überholte mich ein Auto todesmutig bei Gegenverkehr um 500 mtr. weiter auf sein Grundstück zu kommen. Vielleicht helfen die Schilder ja, denn unsere gelben Rundumleuchten beim Linksabbiegen werden neben dem Blinker gern übersehen. Neulich hat einer beim Kampf mit unserem angehängten Pflug den kürzeren gezogen. Eisenträger sind halt stabiler als ein Auto.

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  5. Ich hatte mal ein Gespann gesehen aus Trecker mit 2 HW 80 EAS, der letzte Anhänger hatte ein Schild dran mit folgendem Text:

    “ Vergiss es, vor dir fahrn 20m Fahrzeuggespann mit 40 Kmh, das schaffst du nicht. “ ^^

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  6. Alois Wohlfahrt sagt

    Wenn man bedenkt, wieviel rollende Plakatfläche die Landwirtschaft mit ihren Maschinen hat, dann komm ich da auf viele Ideen. Und Plakatwerbung wirkt. Siehe Wahlkampf. Das gibt oft den Unentschlossenen den letzten Impuls.
    Oft geht es einfach darum mal anzufangen. Das ist die Idee hinter diesen Aufklebern. Ich halte sie aber eigentlich für noch zu klein. Banner mit Ösen wären vielleicht sogar besser. Aber man muss ja erst einmal jemand finden, der die Dinger produziert und vorfinanziert.
    Das hat LWO24 für uns gemacht. Die werden sicher noch mehr machen, wenn sie sehen, dass die Artikel nachgefragt werden.
    Ihr könnt mir deshalb auch gerne Eure Ideen oder Anfragen dazu schreiben.
    Alois

    3+

      • Alois Wohlfahrt sagt

        Naja, wenn Du eine bekennende „Schwarzseherin“ bist, dann schreib es auf DEINE Plakate. Kannst auch gerne eine entsprechende Partei gründen… 😉

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  7. Berthold Lauer sagt

    Gute Ideen!
    Mindestens soviel wie die Aufkleber wirken meistens auch die kleinen Gesten:
    ein freundliches Lächeln, ein Drosseln der Geschwindigkeit im Ort oder bei entgegenkommendem Verkehr (egal ob Fußgänger, Radfahrer oder PKW) und ein Ausweichen, auch wenn man nicht dazu verpflichtet wäre. Leider müssen manche Kollegen als Könige der Dorf- und Landstraßen immer wieder zeigen, wie schnell ihr Gespann sein kann und wundern sich dann über Reaktionen.

    10+

        • Ich seh das so sagt

          Aber nur solange man nicht mit der Duftkaravelle bis Istanbul tuckerst und die Güllen vor Erdogan frei laufen läßt.

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          • Stimmt, bis Ankara kommt man damit erst gar nicht 😉 Mit der 18 bis nach Istanbul fahren, reicht ja auch völlig aus. Die 4712 lassen wir am besten vor der Grenze stehen, jedenfalls mit Schweinegüllen.

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        • Warum AdT?
          Und wer st die Güllebewegung?
          Gibt es auch eine Mistbewegung oder Jauchbebewegung?

          Oder eine Gras- und Getreidebewegung?
          Oder Kartofel- udn Rübenbewegung?

          Wenn ja, was wollen die bewegen?
          Die sind einfach da und müssen verwaltet werden!

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      • Ich seh das so sagt

        Wie wär´s mit einem Aufkleber:
        Vor ihnen fährt adeliger Inhalt der Duftnote 4712
        (Adel = österreichisch für Gülle)
        oder nur:
        Hier fahren 5.000 Liter 4712

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  8. Katastrophen Tina sagt

    „du möchtest überholen? FAHR VORSICHTIG!“

    „Meiner ist xy Meter lang “ (für ladewagen, Häckselwagen, Getreidegespanne)

    „unterwegs für dein Frühstück“

    „Inhalt 100% veggie“

    „und gib uns unser tägliches Brot…“

    „während du dich über mich ärgerst werden woanders Landwirte sogar geschätzt für das was sie tun“

    „hier fährt essen für dein essen“

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