Bauer Willi
Kommentare 110

Lieber Politiker….

…jetzt habe ich Ihres und alle andere Parteiprogramme gelesen. Mein Grundproblem als Bauer ist, dass sich Ihre Partei, ebenso wie andere Parteien auch, immer mehr dem Mainstream der sogenannten öffentlichen (oder besser: „veröffentlichten“) Meinung anpassen. Und in der kommen wir immer schlechter weg. Neulich war ich auf einem internationalen Symposium als Podiumsteilnehmer und durfte mir von einem Professor Vorwürfe (ja eigentlich schon Beschimpfungen) anhören wie „Sie verseuchen mein Grundwasser, sie verpesten unsere Ackerböden, in meinem Urin ist Glyphosat“.  Solche Vorwürfe, zumal sie von einem Wissenschaftler vor einem Publikum aus aller Welt vorgebracht wurden, sind schwer zu ertragen. Der normale Bürger denkt genauso, womit ich aber aufgrund meines fortgeschrittenen Alters noch einigermaßen zurechtkomme. Der Bürger weiß es halt nicht besser. Wie denn auch, bei dieser medialen Übermacht der Kritiker.

Für unsere Jugend sind diese Vorwürfe schon schwierig zu verkraften. Ich war bei  Landjugendverbänden eingeladen, auf denen mir die jungen Landwirte und Landwirtinnen erzählen, dass sie nicht mehr auf Feiern gehen, auf denen sie als Landwirt alleine sind. Wenn sie sich als Landwirte „outen“ werden sie sofort in Diskussionen verwickelt, denen sie (auch) emotional nicht mehr gewachsen sind. Also feiern sie nur unter sich. Das ist kein Einzelfall, auch wenn Sie mir das nicht glauben mögen. Heute wurde ich zu einen Landfrauenverband eingeladen und der Tenor ist der gleiche: „Wir Landwirte werden in der Gesellschaft nur noch angegriffen, müssen uns nur noch rechtfertigen und wissen eigentlich nicht wofür“. Ist das nicht eine kritische Entwicklung?

Vor zwei Wochen hatte ich Gelegenheit, Minister Schmidt zu sprechen, der mir aber auch nur antwortete, dass wir Landwirte wieder „in die Mitte der Gesellschaft“ gehören, wo wir aber derzeit nicht mehr seien. Wie wahr! Vor drei Wochen hatte meine Genossenschaft, in der ich ehrenamtlich tätig bin, Minister Remmel zu einem zweistündigen Gespräch in kleinem Kreis  eingeladen. Er äußerte die Befürchtung, dass die Landwirtschaft in Deutschland bald keine Rolle mehr spielt. Das sehe ich ähnlich, allerdings ist er mit seiner Politik daran nicht ganz unschuldig. Was ich ihm dann auch gesagt habe.

Was mir zunehmend Sorgen macht, ist die Einstellung des Handels, der sich mit den NGOs verbrüdert. Ob das REWE, EDEKA oder LIDL sind,  alle entdecken mittlerweile den Begriff der Nachhaltigkeit und des Tier- und Umweltschutzes für sich und nehmen sich WWF, NABU oder andere Organisationen mit an Bord. Und alle sehen uns Landwirte in der alleinigen Verantwortung. Das äußert sich dann in immer neuen Regelungen, die wir Landwirte einzuhalten haben oder ansonsten ausgelistet werden. Der LEH erhebt sich mittlerweile, gemeinsam mit den NGOs, zum neuen Gesetzgeber. Wenn dann unsererseits aber höhere Preise eingefordert werden, ist Schweigen im Walde. Und kommen Sie mir jetzt bloß nicht mit der Initiative Tierwohl: da gibt es mehr enttäuschte Landwirte als glückliche. Denn beim nächsten Listungsgespräch sind die 4 Cent eh wieder futsch. Aber das große Plakat zur Initiative Tierwohl bei Aldi, Lidl und Co.  bleibt hängen. Das sehe ich jeden Tag und ärgere mich, weil das Fleisch oder die Milch im Laden wieder billiger geworden ist. Der LEH hat als Drehscheibe zwischen Produzent und Konsument nur noch die eine Seite, den Konsumenten, im Blick. Der Produzent ist austauschbar und das bekommt er jeden Tag zu spüren: „Wenn du nicht lieferst, dann halt ein anderer“. Und so machen das alle, auch ohne Kartell.

Zu den Medien möchte ich nicht viel sagen. Reportagen wie „Das Leiden der Turbo-Kühe“ oder Berichte in Frontal 21 („Die Gülle-Flut“) zielen ja auf Quote. Und da werden dann im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auch mal gerne Videos von Animal Right Watch gezeigt und so der Eindruck erweckt, als wäre das Gezeigte gängige Praxis in deutschen Ställen. Woher die Videos stammen wird nicht hinterfragt. Und ich finanziere das mit meinen Gebühren.

Warum ich das schreibe? Weil ich nach der Partei suche, die sich gegen den allgemeinen Mainstream stellt und sagt: „Stopp, bis hierhin und nicht weiter“.  Ein ethisch und wissenschaftlicher Diskurs über tiergerechte Tierhaltung mit der Gesellschaft sind schöne Worte. Ich kann Ihnen heute schon sagen, was die Gesellschaft möchte:

Bio! Aber bitte zum Schnäppchenpreis!

Dieses Dilemma kann nicht aufgelöst werden, da die gesellschaftlichen Ansprüche der Bürger und die Zahlungsmoral der Konsumenten nicht zusammenpassen. Oder anders: Der Bürger hat höchste Ansprüche an Umwelt-, Tier- und Naturschutz, der Konsument will billig.

Ich betreibe seit 35 Jahren praktische Landwirtschaft und habe selbst erlebt, wie sich unser Betrieb vom Idyll mit Kühen, Schweinen, Hühnern und Enten zu einem spezialisierten Ackerbaubetrieb mit modernster Technik entwickelt hat. Gleiches gilt für die tierhaltenden Kollegen mit Melkrobotern. Die Qualität unserer Produkte ist immer höher geworden, der relative Verkaufserlös immer niedriger. Von 100 kg Weizen konnte sich mein Vater 400 Brötchen kaufen, bei mir reichen 100 kg Weizen noch für 53 Brötchen. Das können Sie jetzt gerne mal in Prozent ausrechnen.

Doch ich möchte nicht über schlechte Preise jammern. Damit kann ich als selbstständiger Unternehmer umgehen. Und zwar, in dem der Betrieb noch größer wird, die Betriebszweige noch spezialisierter. Doch da bekommt der von allen Parteien so gern gebrauchte Satz vom „Erhalt des bäuerlichen Familienbetriebes“ einen zynischen Beigeschmack. Ich weiß es und Sie sollten wissen, dass diese Vorstellung nicht weiter aufrecht zu erhalten ist. Das beginnt schon mit der einfachen Tatsache, dass uns Bauern in wenigen Jahren der Nachwuchs fehlen wird, der unsere Betriebe weiterführt. Unser Sohn macht im nächsten Jahr seinen Master in Agrarwissenschaften und ich weiß nicht, ob ich ihm bei der gegenwärtigen geringen gesellschaftlichen Akzeptanz seines Berufes raten soll, den Betrieb zu übernehmen.

Sie fragen mich, ob ich Vorschläge habe, wie man das Prinzip von Wachsen oder Weichen ändern könnte. Nein, die habe ich nicht, aber ich bin auch kein Politiker sondern nur ein Bauer. Aber ich hätte eine Bitte: hören Sie und Ihre Kollegen in allen anderen Parteien endlich auf, uns mit Ihren Sprechblasen zu langweilen sondern sagen sie uns einfach mal die Wahrheit. Das wäre eine Überraschung, denn damit rechnet nämlich keiner. Und diese Wahrheit lautet: Wachsen oder weichen. Das ist der Markt! Kann aber auch sein, dass Sie das Ziel verfolgen, die deutsche Landwirtschaft komplett auf Bio umzustellen. Können wir, aber eben nicht zum Schnäppchenpreis. Den Hartz-IV-Satz sollten Sie übrigens nach der Umstellung auch schon mal kräftig anheben, um soziale Unruhen zu vermeiden. Vergessen Sie dabei bitte auch nicht die Flüchtlinge. Denn auch die sind auf preiswerte Lebensmittel angewiesen.

Denken Sie mal darüber nach. Und ich überlege, wen ich beim nächsten Mal wähle. Denn das werde ich auf jeden Fall tun, als anständiger Staatsbürger. Doch ob es Ihre Partei ist, hängt davon ab, wie sie handeln. Und nicht wie Sie reden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bauer Willi

 

 

Alle Artikel (Folge 1 bis 5) der Parteienbetrachtung zur Landwirtschaft:

(Aufrufe 3.591 gesamt, 1 heute)

110 Kommentare

  1. Langsam geht mir das Gejammer hier auf die Nüsse. Jeder Arbeitslose muß damit klarkommen, daß sein „Produkt“, i.e. seine Arbeitskraft nicht mehr begehrt ist – und mit Hartz IV klar kommen. Die deutsche Landwirtschaft ist derzeit Hartz IV plus, also Hartz IV ohne Kürzungen aber mt Ergotherapie.

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    • Alexis Zsipras sagt

      Detlef Bosau!

      Erstmal, Jammern ist der Gruß des Kaufmannes.
      Etwas mehr als Hartz iV verdient die LW schon, manche richtig Geld und die Bauern sind immerhin Grundbesitzer.
      Es ist nicht so, das andere Industriebereiche keine öffentlichen Gelder bekommen, heute entsteht kein Betrieb ohne öffentliche Förderung, die Gelder sind nur nicht so eindeutig zuordenbar und sind gut versteckt

      Zum anderen ist die LW z,B. in NS mit vor- und nachgelagertem Bereich ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor. Auch die Attraktivität des ländlichen Raumes hängt da mit dran.

      Anderseits habe ich schon mal früher dargelegt, das die EU z.B. auch bezüglich der Getreideprod, weltweit kein unbedeutender Produzent ist. Die anderen Länder würden bei Missernten schon Schwierigkeiten haben, uns mitzuversorgen. Es wäre nur nicht so dramatisch, weil wir im Vergleich zu anderen Importeuren eine kaufkräftige Währung haben.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn ich mir so manche Dauer-Arbeitslose so anschaue, braucht man sich nicht wundern, warum die Dauer-Arbeitslose sind. Mir geht dieses Gejammere auch auf den Sack.

      Wenn sie schon meinen, die deutsche Landwirtschaft wäre derzeit Hartz IV plus, also Hartz IV ohne Kürzungen aber mit Ergotherapie, dann sollten sie auch Schreiben, Harz IV Empfänger mit einer 70 Stunden-Arbeitswoche.

      Den Unterschied kennen sie?

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  2. Schweinebauer Piet sagt

    Man ist hier was los. Wenn ich wieder fit bin lade ich interessierte nochmal in unseren Stall ein. Beim letzten Mal gab es genug, die das was die Medien berichten nicht glauben. Ich denke das ist ein guter Beitrag.

    Klugscheißer gab es da keine, nur welche, die meinen das bringt nichts. Ich werde dann berichten.

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    • Alexis Zsipras sagt

      Da kommen nur die die sich nicht total abwenden, bzw. das Haltungssystem ablehnen. Mit den Besucher hat man es nicht so schwer, die Leute die extrem kritisch sind, tauchen da nicht auf und das sind keine unbedeutenden Mengen. Da sollte sich der Schweinebauer Piet nichts vormachen.

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      • Schweinebauer Piet sagt

        Das stimmt, es gibt aber genug die interessiert sind! Die anderen schreien nur, weil es ihnen anscheinend dann zu gut geht und sie nichts anderes haben zum meckern. Ob und wie man die aufklären muss weiß ich nicht, die sind vermutlich nicht belehrbar, aber die Information haben wollen, denen versuche ich sie so gut wie möglich zu geben.

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      • bauerhans sagt

        alle,denen ich den stall gezeigt hatte,waren beeindruckt,weil sie sich das so gar nicht vorgestellt hatten.
        insbesondere auch das thema arbeitsumfang,freizeit,urlaub und verkaufspreise sprachen die leute von sich aus an,wobei man sofort merkte,dass sie das aus ihrem nichtwissen heraus beurteilten.
        interessante geschichte am rande: in unmittelbarer nachbarschaft wurde letztens ein altes haus verkauft und dort hatten sich auch 2 veganer beworben,die bei der besichtigung sofort fragten,wer denn hier schweine hätte,die man ja riechen könne.
        die hatten dann wohl so scharf gehandelt,dass der verkäufer ablehnte und an aussiedler verkauft hat.
        wer weiss,was alles mit den veganern als nachbarn auf mich zugekommen wäre.

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  3. Hallo Willi,

    der Beitrag gefällt mir. Ich würde nur nicht so sehr auf den LEH herum hacken. Besser mit denen gemeinsam nach Lösungen suchen. Zwar ist denen der einzelne Bauer egal. Aber von irgendjemanden müssen sie ihre Waren kaufen und wenn man mit ihnen gemeinsam bestimmt, was ein gutes Produkt ist und es den Verbrauchern dann noch gefällt, werden sie dieses auch gerne verkaufen.

    Völlig recht hast du mit deinen Hinweisen zum Strukturwandel. Der ist ebenso unaufhaltsam wie dass sich unsere Wirtschaft entwickelt. Die PCs und Smartphones, die jeder privat nutzt, hinterlassen auch in der Landwirtschaft ihre Spuren. Und wenn die Bäcker Brötchenpreise anheben wenn sie mehr verdienen wollen, ist unweigerlich auch der Bauer unzufrieden, wenn sein Einkommen nicht genauso steigt. Allerdings kann der Bäcker auch nicht ohne weiteres die Preise anheben. Auch er hat mit dem Strukturwandel zu kämpfen und wird seine „teureren“ Brötchen nur los, wenn sie jemand so toll findet, dass er oder sie dafür auch zu zahlen bereit ist. Dafür muss er ein überzeugendes Produkt anbieten.

    VG

    2+

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Crux
      wie passend. War heute zwei Stunden in einer LEH-Zentrale, weil die mit mir reden wollten. Und es war ein sehr gutes Gespräch, kontrovers und konstruktiv.
      Bauer Willi

      2+

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Crux, der LEH ist tatsächlich mittlerweile ein maßgeblicher Trendsetter für die Landwirtschaft. Der LEH ist weit mehr aktiver als sich das die meisten Landwirte vorstellen können. An den Konferenztischen des LEH sitzen alle namhaften NGO’s. Mit diesen diskutiert der LEH Nachhaltigkeitsstrategien. Der Bauernverband wird nur dann mit einbezogen, wenn es darum geht, den Bauern die Ergebnisse davon zu verkünden.
      Alois

      2+

      • Warum sitzt der DBV nicht mit am Tisch? Er hat doch vor allem zwei große Probleme, die eng miteinander zusammen hängen. Das erste Problem ist, dass er in der Vergangenheit viel zu sehr als Bremser und als wenig innovativ aufgefallen ist. Das zweite ist, dass er sich viel zu schwer damit tut, seinen Mitgliedern ehrlich zu sagen, was Sache ist. Warum soll man sich mit so jemanden lange aufhalten?

        1+

        • Alois Wohlfahrt sagt

          Ja, so ähnlich wurde uns das auch geschildert. Die Innovationen entstehen ohne Zutun der etablierten landwirtschaftlichen Verbände und auch ohne die Politik. So hat z.B. das Buch „Die Wegwerfkuh“ von Tanja Busse beim LEH Überlegungen ausgelöst, wie Milchbauern jenseits des reinen Milch-Literpreises entlohnt werden könnten um eine insgesamt „Verbraucherverträglichere Milchproduktion“ betreiben würden. Der LEH braucht solche Konzepte ebenfalls, um dem Verbraucher glaubhaft „glückliche Kühe“ mit seinem Milchprodukten verkaufen zu können. Bei der Initiative Tierwohl haben wir das ja schon gesehen, dass bestimmte Leistungen vom LEH honoriert werden, jenseits des normalen Kilopreises. Und die „Marke Tierwohl“ gehört nicht den Bauern, sondern die dürfen nur daran teilnehmen (können die Bedingungen akzeptieren oder halt nicht), aber z.B. nicht mit dem Logo werben. Vom der Verlosung der Gelder mal ganz zu schweigen. Man sieht also hier ganz klar, wer anschafft. Wollte man von der bäuerlichen Seite da wirklich etwas ändern, dann müsste man schon etwas mehr tun als mit dem Traktor nach Brüssel zu fahren.

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  4. Hallo Willi,
    Du sprichst mir aus dem Herzen, nur weiter so!

    Sie Anzahl der Kommentare zeigt, dass Du hier richtig liegst.
    Viele geben in Ihren Kommentaren ihren „Glauben“ wieder, der an der Realität vorbei geht, Beispiel Herr Fendt.

    Wenn jemand vom DBV kein „Hetzer“ ist , dann wohl Herr Schwarz, aber man muss seine größten „Feinde “ bekämpfen. ..

    Für mich ist das Beispiel der Bio Kartoffeln aus Ägypten obwohl deutsche Bio Kartoffeln am Markt sind und sogar liegen bleiben müssen das Parade Beispiel für eine Entwicklung, die der Verbaucher einmal bewusst, aber zum anderen auch aus finanziellen Gründen forciert, die die deutsche Landwirtschaft zerstören wird.
    Wir schrauben unsere Auflagen für unsere Landwirtschaft so hoch, das unser Hunger aus Kostengründen nicht mehr aus deutscher Produktion gestillt werden kann, sondern komplett importiert werden muss , aus Ländern in denen Grundsätzlich deutlich geringere Auflagen gefordert werden.
    Vor der Haustür ist es „sauber“ das Gewissen ist rein, egal, das wir in anderen Ländern Ressourcen zur Nahrungsmittel Produktion blockieren und dort Menschen wieder mehr hungern, weil wir einfach reicher sind und wir ein „reines“ Gewissen haben wollen.

    Diese Entwicklung ist viel mehr egoistisch und asozial, als ehrenwerten!

    Abhilfe schafft in dieser Situation wohl nur richtiger Hunger!
    Damit man sich mal wieder mit Verstand Gedanken um intelligente Lebensmittel Erzeugung macht, anstatt nur den billigsten Urlaub zu suchen…

    Ich frage mich manchmal was die Menschen in den Hungernden Regionen dieser Welt denken würden, wenn Sie wüssten wie „wir“ hier über die Produktion von Lebensmitteln streiten.

    In einer Wohlstandsgesellschaft kümmert man sich wohl am besten nicht um Nahrungsmittel, man kann es nicht recht machen. ..

    4+

  5. Hallo Willi,
    Du sprichst mir aus dem Herzen, nur weiter so!

    Sie Anzahl der Kommentare zeigt, dass Du hier richtig liegst.
    Viele geben in Ihren Kommentaren ihren „Glauben“ wieder, der an der Realität vorbei geht, Beispiel Herr Fendt.

    Wenn jemand vom DBV kein „Hetzer“ ist , dann wohl Herr Schwarz, aber man muss seine größten „Feinde “ bekämpfen. ..

    Für mich ist das Beispiel der Bio Kartoffeln aus Ägypten obwohl deutsche Bio Kartoffeln am Markt sind und sogar liegen bleiben müssen das Parade Beispiel für eine Entwicklung, die der Verbaucher einmal bewusst, aber zum anderen auch aus finanziellen Gründen forciert, die die deutsche Landwirtschaft zerstören wird.
    Wir schrauben unsere Auflagen für unsere Landwirtschaft so hoch, das unser Hunger aus Kostengründen nicht mehr aus deutscher Produktion gestillt werden kann, sondern komplett importiert werden muss , aus Ländern in denen Grundsätzlich deutlich geringere Auflagen gefordert werden.
    Vor der Haustür ist es „sauber“ das Gewissen ist rein, egal, das wir in anderen Ländern Ressourcen zur Nahrungsmittel Produktion blockieren und dort Menschen wieder mehr hungern, weil wir einfach reicher sind und wir ein „reines“ Gewissen haben wollen.

    Diese Entwicklung ist viel mehr egoistisch und asozial, als ehrenwerten!

    Abhilfe schafft in dieser Situation wohl nur richtiger Hunger!
    Damit man sich mal wieder mit Verstand Gedanken um intelligente Lebensmittel Erzeugung macht, anstatt nur den billigsten Urlaub zu suchen…

    Ich frage mich manchmal was die Menschen in den Hungernden Regionen dieser Welt denken würden, wenn Sie wüssten wie „wir“ hier über die Produktion von Lebensmitteln streiten.

    In einer Wohlstandsgesellschaft kümmert man sich wohl am besten nicht um Nahrungsmittel, man kann es nicht recht machen. ..

    6+

    • bauerhans sagt

      „Viele geben in Ihren Kommentaren ihren “Glauben” wieder, der an der Realität vorbei geht, Beispiel Herr Fendt.“

      das macht die sache aber „würziger“,ist nicht langweilig hier….

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    • Rufer aus der Wüste sagt

      In einer Zeit wo Multikulti auf dem Vormarsch und schon fest installiert ist da kann kein Politiker fordern

      „Deutsche kauft deutsche Kartoffeln“

      Denn das ist Rechtes Gedankengut und gehoert verboten. Heute zutage muss alles von ueberall auf er Welt herkommen so das die einheimische Wirtschaft zerstoert wird.

      Wird doch nicht so schwer sein den einheimischen Markt zu schuetzen. Einige Ostlaender schaffen es ja auch das keinen Fluechtlinge ins Land kommen. Dann wird es doch fuer Deutschland moeglich sein das keinen agyptischen Kartoffeln den deutschen Markt ueberschwemmen.

      Aber da keine der regierenden Parteien das eigene Volk liebt wird sich auch hier nichts aendern. Also weiter jammern wie bisher und bei den naechsten Wahlen wieder die gleichen waehlen.

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  6. Werte Kollegen,Heute mal ein rund umschlag !
    Das ist doch auch einmal wider haus gemacht !
    Warum seit ihr nicht mehr in der kommunal politik, wie es bis vor 20-25 jahren üblich war? warum wohl haben unsere Väter in den Räten Gesessen und diese domiert? warum waren sie in den parteien mitglied….. denkt mal drüber nach….
    Warum schwimmen die parteien denn mit im mainstream? ganz einfach, sie wollen gewählt werden! und da kommt es gut das zu vertreten, was grade hip ist….
    Woher Kommt dieser Mainstream gegen konventionelle landwirtschaft? auch darauf finden sich schnell antworten,
    1. Schaut euch mal an wer so alles redakteur im TV oder beim Radio und der zeitung ist, dann Schaut euch mal an, was diese leute zb bei facebook so in ihrem profil haben… da wird einem einiges klar….(von wegen neutrale berichtertattung)
    2. Haben wir einen Verband, der einfach zu blöd ist unsere interessen zu vertreten, zb. hätte man etwas tun müssen nachdem neulich der Plasberg und letzte woche die Moderatorin von frontal 21 ihre perönliche meinung in die moderation haben einfliessen lassen…. denn die öffentlich-rechtlichen müssen neutral berichten, und das haben sie in den beiden beispielen absolut nicht.
    3. wächsen mehrere gruppen, Tierrechtler,bio fanatiker und was weis ich,was es sont noch so gibt… und diese können sich sehr gut verkaufen,wissen moderne medien zu nutzen, und den mist den die teilweise von sich geben, glauben die normalen leute dann auch….
    4. Bekommen WIR es nicht auf die reihe, unsere mitmenchen darüber zu informieren, was wir machen , warum und weshalb.
    und schon ist die meinungsbildung abgeschlossen….
    Wer sich fragt , warum nabu und co so einen zulauf haben, auch dem gebe ich eine antwort !
    wer in den letzten jahren mal in einem neubau gebiet war, wird merken, das es dort keine grundstücke über 1000qm gibt…und wer genauer hinsieht, wird festgestellt haben das so ein grundstück meist um die 500qm groß ist, nun stellt man ein haus und ein carport auf so ein grundtück, eine auffahrt, eine terase noch dazu, tuja hecke drumrum,blumenkübel mit geranien vor der tür,der rest rasen, und man hat ein schickes wohngebiet, in den die bewohner mit ner stunde grundstückspflege die woche auskommen, und dann viel zeit haben um sich zu engagieren, das tut der mensch von heute nicht mehr in der Feuerwehr,den schützenferein,dem kegelclub oder dem sportverein, nein, er engagiert sich beim nabu…. weils HIP ist…
    Aber auch das ist wieder haus gemacht, wieviele von uns haben teuer bauland verkauft… klar alles hat seinen preis, aber im nachhinein wäre es sinnfoller gewesen billig zu verkaufen, dann wären die grundstücke größer geworden und die leute hätten weniger zeit für nabu und konsorten…
    Das einige von uns nicht mehr zu feiern gehen mögen wo sie die einzigsten landwirte sind kann ich nachvollziehen, denn wer hat schon lut in seiner knappen freizeit gegen die fehlinformationen der medien permanent anzukämpfen….
    Liebe Kollegen, werdet euch langsam mal selbst einig, in Frankreich geht das, passt dort den kollengen etwas nicht, gehts ab…. das wissen wir alle, aber solange wir uns nicht einig werden, selbst nicht mal in kleinem kreise, zb hier wo wir fast nur unter uns sind, solange brauchen wir nicht zu denken das irgendjemand etwas für uns tut, egal ob nun die presse oder die parteien…
    Liebe Kollengen, Lieber Andreas,alois und willi, bekommt euren allerwertesten hoch ! geht wieder in die parteien, lasst euch in die Räte wählen, und bildet so die parteibasis der parteien, von unten heraus können wir was gestallten !!!

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    • Danke Sandra Harms Die Grünen wollten mich nicht haben, mein Aufnahmeantrag wurde gar nicht erst bearbeitet und ein guter Biokollege hat die Grünen wieder verlassen aus guten Gründen.

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Sandra, ich habe in meinen jungen Jahren auch so gedacht wie Du. War lange Jahre aktives CSU-Mitglied, habe Ehrenämter gehabt, Ideen eingebracht, Wahlkämpfe mitgekämpft und bin letztlich resigniert ausgetreten. Warum? Weil ich erkannt habe, dass Politiker nie fragen: „Ist diese Idee gut für mein Land?“, sondern immer überlegen: „Kann diese Idee mir nutzen, oder kann sie mir schaden?“ Wenn Du nicht so denkst, wirst Du in keiner Partei etwas. Darum müssen große Politker auch immer ihre hoffnungsvollen Nachwuchstalente in Schach halten, oder sie sogar kalt stellen. Hat man bei Helmut Kohl sehr gut gesehen und bei Merkel nun ebenfalls. Das einzige, was Politiker fürchten, ist der Mainstream = Umfragewerte. Und dort hat die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten halt massiv verloren. Darum wird es höchste Zeit für Initiativen wie die „Heimische Landwirtschaft“. Doch die Mitgliedschaft kostet jedem Landwirt Geld. Und da sagen sich viele Landwirte selbst: „Geiz ist geil“ und fahren lieber mit dem Schlepper nach Brüssel.
      Alois

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Sandra,
      du hast Recht, aber dafür sind sich unsere Berufskollegen zu schade. Kritisieren ist einfacher.
      Was mich angeht, so kann ich mir gut vorstellen, dass ich neben Bauer Willi, Vorstand der Genossenschaft, Kuratorium der Bürgerstiftung und dem lwd. Betrieb noch ein politisches Amt anstreben sollte. Dann müsstest Du aber in der Zwischenzeit die Artikel schreiben 🙂
      Bauer Willi

      1+

      • Sandra Harms sagt

        Willi, das können wir gerne so machen ! du wirst landwirtschaftsminister in niedersachsen (für den anfang) , ich schreib die artikel, alois vertritt dich an den stellen wo dir dann die zeit fehlt, und Andreas kann fehler lesen wenn ich die artikel schreibe, so hat jeder eine aufgabe und alle sind glücklich !
        und wenns an den wahlkampf geht, helf ich natürlich auch mit.

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        • Bauer Willi sagt

          Sandra, Dir darf ich es ja im Vertrauen sagen: Mein Ziel ist der Posten von Bauernpräsident und Bundesminister in Personalunion. Sagen ja eh beide das gleiche.
          Und dann natürlich bei doppeltem Gehalt. Aber pssst… nicht weitersagen 🙂 🙂
          Und weil Du mir den Tipp gegeben hast, wirst DU Ministerin in Niedersachsen. (Nennt man bei uns Klüngel)
          Ich mach mir schon mal Gedanken wegen der Plakate……
          Bauer Willi
          P.S. Bei diesem Kommentar handelt es sich um Ironie!

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          • Andreas Fendt sagt

            von wegen Ironie „Bauernpräsident und Bundesminister in Personalunion. Sagen ja eh beide das gleiche.“ ist bittere Wahrheit!
            Der eine ist eine Marionette, der nachplappert, was der andere vorgibt, der wieder seine Vorgaben woanders her hat, aber mit Sicherheit nicht von den Bauern im Land.

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          • Sandra Harms sagt

            Willi, ich will nicht ministerin in hannover werden, mir gefällts da nämlich nicht, alle 2 jahre mal einen tag zur Agri Technica und einmal ins jahr zur untersuchung in die MHH reicht mir völlig von dieser stadt…. aber wenn du nicht willst, vll will sich ja andreas beruflich verändern….

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    • Andreas Fendt sagt

      man kann von Politkern einfach verlangen, dass sie sich für Gutes einsetzen.
      Schwerer ist es selbst als Politker sich für was Gutes einzusetzen
      und am schwierigsten ist es das Gute selbst zu machen…

      und deshalb bin ich Biobauer!

      (wobei es in der Einschätzung des Einzelnen liegt, was für ihn Gut und Böse ist)

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    • Ich als Biolandbauer kann mit den Grünen auch nicht viel anfangen, mit der #ÖDP hingegen schon. Die wären evt. auch für dich interessant #AndreasFendt. Stichwort Tierschutz, Postwachstum

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    • Michael Kneißl Bei uns in der Kommune gibt es noch nicht mal einen einigen Grünen! Was kann ich da als Einzelner bewirken, wenn 8 CDU/FW ler gegenübersitzen, ausserdem ist Gemeinderat immer an dem Abend, wo ich in der Backstube steh…

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    • Das würde ja im umkehrschluss heißen die jetzt angebotenen billigen Lebensmittel wären von minderer Qualität… Dem ist aber nicht so. Vielmehr greift der Verbraucher zum billigeren weil kein offensichtlicher Unterschied zu den teuren Produkten zu erkennen ist.

      1+

    • beides ist richtig, es ist mitunter ein gravierender Qualitätsunterschied vorhanden, aber der Verbraucher erkennt ihn nicht und kauft im Zweifel das Günstige. Welcher Bäcker/Backshop sagt dem Kunden schon, dass die Teiglinge aus China sind, usw?

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      • Mr Tom sagt

        China war mir neu, bisher wußte man von einer großen Bäckereikette bei uns, dass sie in Polen produziert.
        Die Brezen sind Glückssache, frisch aus dem Ofen ganz ok, ein Tag alt zwar nicht eingetrocknet, aber man hat Angst, dass sich der Unterkiefer aushängt, wenn man drauf rumkaut. Bei den Vollkornsemmeln glaubt man, auf einem Hefewürfel zu kauen – aber schön haltbar sind sie auch. Die normalen Semmeln kann man lassen….das Brot, na ja wenn sonst keines da ist…..

        Folglich kaufen wir dort nur ein, wenn´s wirklich nicht anders geht und der Bäcker in der Nachbarschaft geschlossen hat.
        Dem seine Semmeln kannst du abends gegen die Wand werfen, wenn sie zu lange an der Luft liegen. Seine Backwaren sind auch von Tag zu Tag unterschiedlich und die Seniorchefin jubelt dir zwischendurch auch mal eine aufgetaute Breze von gestern unter – meine Frau und ich nehmen´s mit Humor, wenn es uns mal wieder erwischt hat.
        Ich war auch schon Zeuge, als eine erboste Verbraucherin mit dieser einen Breze wieder an der Bäckerei vorgefahren ist und sich massiv beschwert hat.
        Da lob ich mir doch Teiglinge aus China und Polen – jeden Tag die gleiche Qualität – vermutlich produziert mit Getreide aus dem Schwarzmeergebiet oder sonst wo her. Hab ich gerade den Begriff „Qualität“ verwendet?
        Aber dieser Backkonzern wächst und wächst froh und munter – wie kann das sein?
        Sind die etwa erfolgreich mit billiger Massenware?

        Na ja….vielleicht sehe ich das mit der Regionalität einfach zu eng….

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        • Andreas Fendt sagt

          ach halb so wild, es sind doch nur 18.000 Tonnen Teiglinge aus China…
          Die wenigsten der 200 Zusatzstoffe in diesen Brötchen muss man deklarieren, wie den „Backhilfsstoff “ Cystin, der nach wie vor gerne aus Asiaten- oder Tierhaar extrahiert wird, oder gentechnisch hergestellt…
          Und trotz aller Chemie taugt das Zeugs nicht, wie Du humorvoll geschildert hast.

          Ich backe nach Reinheitsgebot: Biomehl, Wasser, Salz, Biohefe. Sonst nix! Und siehe da, die Weckle schmecken, auch noch nach 2 Tagen. Aber eines kostet 80 ct, Wucherpreis! Das es 100 gr wiegt und das aufgeblasene Ding in der konv. Backkette auch schon 40 ct aber nur 50 gr wiegt, das interessiert doch keinen!

          Warum sind die erfolgreich? Weil sie nicht sagen müssen, was sie tun und was drin ist in ihrem Zeug.

          Wollen wir heimische Bauern fördern und erhalten (Bio oder nicht) ist eine der ersten Bedingungen „Transparenz für Lebensmitteln“ sprich: wo kommen die Zutaten her, welche sind es und unter welchen Umständen (z.B. Weide oder Ganzjahresstall bei Milch) wurde es produziert.

          Wenn Willi seinen Donnerstagskoller überwunden hat, wird er demnächst dieses Thema aufgreifen!

          http://www.stern.de/wirtschaft/news/billig-broetchen–6-fakten-zum-prebake-brot-aus-dem-supermarkt-6336994.html

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          • Gernot sagt

            Hallo lieber Bio Bauer,

            Du backst also ohne Cystin?
            Hmm, wie extrahierst Du es denn aus Deinem Mehl?
            Meines Wissens enthät Dinkel 350 mg pro kg.
            Bei dem ganzen Thema Zusatzstoffen denke ich man muss hier den Verbraucher aufklären und nicht Panik machen.
            Und ja, ich unterstütze eine Deklarationspflicht aller Stoffe die bei der Erstellung eines Produktes verwendet wurden und nicht nur der, die am Ende noch nachweisbar sind.
            Dann aber bitte für alle, also auch Bäcker und Hofläden und nicht nur die Industrie.
            Achso, nur mal zum Interesse.
            Nimmst Du kein Malz für Deine Wecken?
            80 Cent finde ich nicht zuviel für 100gr.

            LG
            Gernot

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            • Andreas Fendt sagt

              du hast die Antwort schon selbst gegeben, ich sprach von ZUSATZstoffen und die verwende ich nicht, d.h ich setze weder dem Dinkel noch dem Mehl etwas zusätzlich zu und da macht nahezu jeder Bäcker, ohne es zu deklarieren. Im Dinkel ist alles vorhanden (darunter auch Cystin) um ihn in seiner urbelassenen Form backen zu können, den Kleber kann ich mit Sorte und Ertrag gut steuern, wobei ich einer der wenigen Bäcker bin, die freigeschoben backen, die meisten nehmen die Kastenform, da ihnen der Dinkel sonst verläuft oder das Brot zu trocken wird.

              Und ich backe wie angegeben mit Mehl, Wasser, Hefe und Salz also auch ohne Malz. Magermilch, Acerolakirschpulver und was der Katalog für zugelassene Biohilfsmittel so alles hergibt.

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    • Die Milch in Tetra Paks ist auch von gleicher „Qualität“ ob z.B.“Landliebe“, “ die faire Millch“ oder „…. “ oder „NO NAME“ da würde ich auch zum Billig-Produkt greifen.

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  7. Alexis Zsipras sagt

    Hallo Willi!

    Aufmerksam hören!

    https://www.radioeins.de/programm/index.htm/psdoc=%21content%21rbb%21rad%21programm%21sendungen%21sendungen%2128%211412%21141214_eins_h_rbar_rust_15569.html

    Die pol. Theorie ist ja meines Wissens so, das die vorherrschenden Parteien und Politiker, das Willens- und Meinungsbild der sich pol. artikulierenden Gruppen der Gesellschaft wiedergeben.

    Also sollten die Bauern das auch ernst nehmen und sich Gedanken machen, wie sie die „Kundenwünsche“ befriedigen können.

    VG

    0

    • Alexis Zsipras sagt

      gerade noch was gefunden, was passend ist….aus Sueddeutsche

      Interview mit dem Intendanten München M. Lilienthal
      Zitat:“Ich glaube an eine Beeinflussbarkeit von Dingen. Ich denke nicht, dass es egal ist, wer an der Regierung ist. Was man gemeinhin über Politiker denkt, stimmt jedoch nicht. Politiker sind keine Menschen mit Idealen – das ist Kitsch. Im besten Fall sind Politiker merkwürdige Seismografen, die Erdbeben innerhalb ihrer Wählerschaft aufnehmen und daraus pragmatische Kompromisse herstellen. Es geht ihnen nicht darum, ihre Überzeugungen zu vertreten.“

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      • bauerhans sagt

        „Im besten Fall sind Politiker merkwürdige Seismografen, die Erdbeben innerhalb ihrer Wählerschaft aufnehmen und daraus pragmatische Kompromisse herstellen. Es geht ihnen nicht darum, ihre Überzeugungen zu vertreten.”

        kenne persönlich einen seit den 70ern,der damals schon auf den bundestag hin arbeitete,mittlerweile schon wieder raus ist aus dem bundestag,einen posten in einem verband hat,geld ohne ende und GEIZIG wie ne kirchenmaus.
        der hatte sein fähnchen immer im wind…….

        1+

    • Bauer Willi sagt

      Sorry Alexis
      aber die Sendung dauert eine Stunde und 10 Minuten. Wäre lieb, wenn Du mir einen Extrakt geben könntest. Danke
      Bauer Willi

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      • Alexis Zsipras sagt

        Hallo Willi!

        Ich lade mir das runter und höre das im Zug usw…

        Extrakt: er vermeidet bewußt? das Thema LW, erzählt das er im Tierschutzverein Mitglied ist, das er einen Hund hat und das sein Versuchschaf damals an der Uni es gut hatte.

        Ich würde sagen gut vorbereitet und beraten gewesen!

        Er macht seinen Job gut!

        VG

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        • Bauer Willi sagt

          Hallo Alexis,
          danke für den Extrakt. Habs in einer Minute kapiert. Was das Befriedigen von Kundenbedürfnissen angeht, haben uns die Biobauern und Hofladenbesitzer einiges voraus. Und unser Sohn, Ist zwar noch Student, hat aber noch nie einen Cent von seinem Vater angenommen. Aber zu erklären, womit der die Kunden beliefert, würde den Rahmen sprengen. Und ihm seine kleine aber feine Marktlücke kaputt machen. Kann nämlich jeder, man muss nur erst mal drauf kommen. Den Geschäftssinn hat er wahrscheinlich von der Mutter 🙂
          Bauer Willi

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          • bauerhans sagt

            „noch nie einen Cent von seinem Vater angenommen. “

            wahnsinn,sowas gibts….wie geht das…..???

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  8. Willi, das hast du richtig gut geschrieben!
    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich in Zukunft immer weniger junge Menschen für diesen eigentlich vielseitigen und tollen Beruf interessieren werden. Er ist mittlerweile in vielen Bereichen zu unattraktiv. Ich selbst werde jedenfalls darauf bestehen, dass meine Kinder einen anderen Beruf erlernen!

    Ich kann auch besser damit umgehen, wenn man mir die Wahrheit sagt und ich kann damit leben mich bewusst dafür entschieden zu haben betrieblich nicht zu wachsen und damit zu den weichenden Betrieben zu gehören. Die schizophrenen Anforderungen und die verquere Gefahrenwahrnehmung unserer Politik sind völlig daneben und nichts, womit es Freude macht ein Unternehmen zu führen!

    6+

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Palla, bitte verbiete Deinen Kindern nicht Landwirtschaft zu lernen. Lasse sie selbst entscheiden, wenn es soweit ist.
      Das was wir nicht tun dürfen, ist den Kindern undankbare Hypotheken hinterlassen, z.B. für sie einen Stall bauen, wo der Hofnachfolger dann die nächsten 20 Jahre im Kreditkorsett steckt.
      Alois

      1+

      • Alexis Zsipras sagt

        Falls jemand Land zu verschenken hat, ich nehme es gern! Nehme auch alte Stallgebäude und so….Stamme aus einer Flüchtlingsfamilie…Großvater Müller in Pommern, Großmutter mit Bodenreformland 3 ha.

        Hört ruhig alle auf, ich mache weiter……..kenne auch einige die haben Lust, was zu bewegen….

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  9. Vom Vollerwerbsbetrieb zum Nebenerwerbslandwirt umgstiegen. Dieses ganze Gejammere geht mir sonst wo hin. Die Rahmenbedingungen haben sich geändert. Auf was soll man warten. Die Politik, Bauernverband? Selber was ändern.

    1+

    • Wachstum ist nicht nur immer größer und mehr Fläche und mehr Tiere und mehr PS. Sondern Wachsen ist auch, wenn man für sich selbst und seinen Betrieb die Dinge ändert. Dazu muss man aber erst mal wissen, was man selbst möchte. Weil viele es nicht wissen und keine Perspektive sehen, schaut man auf die Politik. Diese nimmt den Ball liebend gerne auf und antwortet mit Subventionen, Bürokratie und Auflagen – und macht sich ganz nebenbei unentbehrlich. Die Bauern sind dann abhängig, sehen sich nicht in der Lage selbst überhaupt noch was zu ändern. Das ist für mich der Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt.

      1+

      • Ich denke auch, man sollte für sich selbst entscheiden und nicht auf Andere warten.

        Bleibt das Problem, dass man sich gerade bei Milchviehställen auf sehr lange Zeit (früher 15 Jahre, heute auch bis 30 Jahre) finanziell bindet. Unabhängig davon ob es überhaupt sinnvoll ist einen Stall der bereits nach 15 Jahren renovierungsbedürftig ist auf 30 Jahre abzuschreiben, hat der Landwirt aber wegen der langen Laufzeit das Problem, dass er dann keine Wahl hat. Er kann nicht aufhören! Womit soll er denn seine Kredite bedienen, wenn er mit den Kühen vor der Zeit aufhört? Zins und Tilgung sind so hoch, da reicht ein herkömmlicher Job nicht aus und eine Umnutzung eines Milchviehstalles ist nur schwer vorstellbar! Daher die Abhängigkeit und daher die Klagen!

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        • Andreas Fendt sagt

          ja weil Stallbauberater engstirnig sind. In einer Halle mit Betonboden kann ich sehr wohl günstig Milchvieh halten in Tretmist oder Tiefstreu und ein paar Jahre eine Indoor Gocart Bahn rein machen, eine Reithalle oder ein Tanz-Fitnessstudio oder Algen züchten oder…

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Da würde ich vor dem Stallbau noch beim Ortsbauamt vorbeischauen.

            Indoor Gocart Bahn und Tanz-Fitnessstudio wird nie genehmigt.

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          • bauerhans sagt

            „weil Stallbauberater engstirnig sind.“

            die vergleichen ist und soll und machen beratend einen vorschlag,der bauer entscheidet.

            1+

    • Bernhard Richard Lauck Genau! Wir Bauern brauchen auf niemanden mehr warten. NIcht auf die Politik, nicht auf die Verbände. Selber was tun. Mir fällt da immer wieder die Initiative „Heimische Landwirtschaft ein. Natürlich kostet Öffentlichkeitsarbeit auch Geld, doch dafür bezahlen wollen meine Berufskollegen auch nicht. Und ja, mir geht das Gejammere auch auf die Nerven. Dieser Brief appeliert nur an die Politik, uns verlässliche Rahmenbedingungen zu nennen und das Geschwätz vom „Erhalt des bäuerlichen Familienbetrieb endlich zu beenden. Da glaubt doch eh kaum noch einer dran.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ein Arbeitnehmer ist zb. nach der Frühschicht dermaßen erschöpft, dass er sich am Nachmittag erholen muss. Selbstverständlich braucht er die 5 Tage Woche und 30 Tage Urlaub, es sei denn er ist Nebenerwerbsbauer oder lebt noch auf einem Bauernhof.

      Dann hat er noch nach der Frühschicht noch die Kraft in der Landwirtschaft zu arbeiten, das ist die Zeit wo andere in das Schwimmbad gehen. Dann hat er ja noch den freien Tag, den kann er noch landwirtschaftlichen Tätigkeiten widmen und den Sonntag kann er nach dem Stalldienst sinnvoll mit dem bürokratischen Kram nutzen.
      Man muss nur den Vorteil sehen, wenn man die ganze Woche nur arbeitet, hat man keine Zeit das verdiente Geld auszugeben.
      Es ist nur die Frage:
      Macht dies die Ehefrau mit, für den Fall, dass man eine hat.

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  10. Bauer Willi Ulrich Seibert Die verquirlte Weltsicht vieler Zeitgenossen ist EIN Teilaspekt vom Gesamt-Problem!

    Resultiert auch wesentlich aus der Wohlstandsverwöhnung durch die funktionerenden ersten Jahrzehnte unseres Geld-/Wirtschaftssytems (exponentielles (grenzenloses??) Wachstum im Schuldgeldsystem).

    Ab 60 – 70 Jahre nach Start (hier 1949) mit zunächst ständig steigendem breiten(!) Wohlstand wird so ein Exponentialsystem jetzt zunehmend heikel…
    Der Druck steigt. Bei immer mehr Menschen das Gefühl „Alles so teuer im Gegensatz zu meinen eigenen Einnahmen“.
    Immer schärfere Effiziensjagd der Industrie (auch Landwirtschaft etc).

    Finanzwirtschaftlich, gesellschaftlich brauchen wir (fast die gesamte nach westlichem Muster wirtschaftende Welt…) eine Währungsreform! Einen neuen „Lastenausgleich“!?

    Vielleicht die Einführung einer „Monetative“!?
    Vollelektronisches Zahlungsmittel statt Bargeld könnte da in Zukunft auch (durchaus positive!) neue Mgl eröffnen!

    Vermögen u ZINSERTRÄGE wurden 1948 jdf zusammengestrichen.
    Lohn für menschliche Arbeit relativ dazu massiv aufgewertet!
    Folge: Wirtschaftswunder… Aufschwung! Nicht nur im kpl zerbombten Sonderfall Deutschland.

    https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4hrungsreform_1948_%28Westdeutschland%29

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Zitat>>>Finanzwirtschaftlich, gesellschaftlich brauchen wir (fast die gesamte nach westlichem Muster wirtschaftende Welt…) eine Währungsreform! Einen neuen “Lastenausgleich”!?<<<
      Meine Mutter hat den Betrieb 1939 übernommen und im selben Jahr geheiratet.
      Ein halbes Jahr später durfte mein Vater 5 Jahre lang unser Vaterland " verteitigen"

      Geschwister mussten ausbezahlt werden und der Lastenausgleich kostete die selbe Summe.

      Wie könnte jetzt ein Lastenausgleich bezahlt werden, bei den Preisen?

      Dann wäre noch die Währungreform.

      Bekomme ich dann auch ein Startgeld von 40 Euro für meine Altersersparnisse?
      Ich denke mal, von meinen 370 Euro Rente kann ich gut meine Versicherungen, die Unterhaltung von Wohnhaus und noch vorhandenen Ökonomiegebäuden bezahlen.

      Heizung, Wasser und Abwasser kosten auch fast nichts, da könnte man die Ersparnisse opfern, oder?

      1+

  11. Einig sind sich ja alle Parteien darin, dass Essen für Alle bezahlbar sein muss. Konkret: Lebensunterhalt soll billig sein, damit für den Konsum der Bürger noch genug Geld übrig ist.

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  12. Lieber Willi,
    heute enttäuscht Du mich mal wieder, leider…

    Wo eigentlich ist die rheinische Frohnatur geblieben? Stattdessen wieder dieser subdepressive Pessimismus:

    Parteien, Politiker, NGOs, Wissenschaft, Handel und Verbraucher… alle sind scheiße!

    Politik: warum bist DU kein Politiker? Ich habe eine hohen Respekt vor deren Einsatz, mal ganz unabhängig von der Partei, sie haben (wie wir Bauern) lange Arbeitstage, oft kein Wochenende und jeder Leiter eines kleinen Unternehmens hat mehr Einkommen. Warum also sollte sich z.B. ein grüner Politiker wie Remmel oder Habeck das antun? Masochismus, weil sie es geil finden von einer Horde ungehobelter Bauern ausgepfiffen zu werden? Oder von Hetzern wie dem DBV Vize Schwarz permanent an den Pranger gestellt zu werden… Und dennoch bleiben sie meist gelassen und versuchen nicht mit brennenden Strohballen u.a., sondern mit Argumenten zu arbeiten. Diese kann dann ja jeder richtig oder falsch finden.

    NGOs: warum spenden Menschen freiwillig für diese Organisationen, warum engagieren sie sich dort, oft ehrenamtlich? Weil sie sich, nach ihrem Wissen, für eine bessere Welt einsetzen. Für den Erhalt unserer Schöpfung, und genau das wäre die primäre Aufgabe von uns Bauern. Tut mir leid, ich kann nicht verstehen, was Überdüngung und Glyphosat mit Bewahrung der Schöpfung zu tun hat. Wenn also „Remmel“, samt NGOs erreichen können, dass diese heutige sogenannte moderne Landwirtschaft, mit „immer mehr“ und „wachsen oder weichen“ zukünftig keine Rolle mehr spielt, dann ist das für mich eine freudige unterstützenswerte Sache.

    Ein Wissenschaftler sagt Dir, was Sache ist, wie es seiner Meinung nach um Böden, Grundwasser usw. aussieht und Du fühlst Dich sofort angegriffen. Aber sei beruhigt, bestimmt gehörte er zu den schwarzen Schafen der Zunft, die soll es auch geben (warum taucht jetzt das Wort „Pollmer“ vor meinem Auge auf? weg hier jetzt nicht!). Aber die schwarzen Schafe gibt es bei Biobauern, Tierhaltern, Politikern und überall wo Menschen tätig sind.

    Einzig beim konv. Handel würde ich Dir Recht geben, die scheinen inzwischen wirklich nicht mehr primär für Menschen da zu sein, sondern nur noch um ihre eigenen Marktanteil und Gewinn auszubauen.

    Die böse Lügenpresse…. Solange es Ställe gibt in denen Tiere so gehalten werden, wie zu sehen ist, solange ist es Recht und Pflicht der Presse darüber zu berichten und m.E. auch legetim wenn Tierschützer unverschlossene Ställe betreten und das dokumentieren (vorausgesetzt unter Einhalt der Hygiene und ohne Sachbeschädigung). Animal Rights Watch, die ich sonst überhaupt nicht leiden kann, weil sie viel Lügen verbreiten, machen das und ich finde das gut so.

    Zuletzt: wieder der Verbraucher: er will Bio und das billig… Was ist schlimm daran? Zum einen liegt ihm das Wohl der Tiere und Umwelt am Herzen, evtl. noch der gesundheitliche Mehrwert, wie Pesitzidfreiheit, aber auch: der eigene Geldbeutel, der eben nicht bei jedem voll ist.

    Kürzlich haben Palla und ich versucht Dir zu erklären, wie eingeschränkt die Möglichkeiten sind als Verbraucher die Bauern zu unterstützen: selbst wenn sie teure Markenmilch kaufen, bleibt der Auszahlpreis für Milchbauern derselbe, da die Milch u.U. aus derselben Kuh stammt wie die billige Discountmilch.

    Was bleibt: solidarische Landwirtschaft, vorerst eine exotische Nische und Direktvermarktung, die bekanntlich ich mit auskömmlichen Preisen mache. Aber ich will jetzt nicht den Finger in Deine Wunden legen (wenn Du eh zu Depressionen neigst 🙂 ) und daran erinnern, wie jämmerlich Dein Aufruf: „Kauft doch alle mal direkt beim Bauern“ gescheitert ist.

    Zu den Parteien zurück: es wäre im Lande genug Wohlstand vorhanden um alle mit bezahlbarem Bio zu versorgen (und auch noch viel mehr Flüchtlinge aufzunehmen) Die einzige Partei, die offen für eine Umverteilung dieser Milliarden von den wenigen Reichen (zu denen Aldi und Lidl Gründer gehören!) nach unten eintritt, dürfte allen bekannt sein. Mich wundert, ehrlich gesagt, dass die nicht alle wählen. Aber Geld hat eben die Macht über die Lügenpresse und das Volk glaubt, was in der BLÖD Zeitung und auf facebook steht….

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    • Ein wahrer SAtz: Das Volk glaubt was in der Zeitung und auf Facebook steht. Die Parteien bedienen diesen Mainstream. Wenn sie uns sagen würden, wir wollen bezahlbares Bio für alle, hätte ich kein Problem damit. Wenn ich 4,90 für ein Kilo Tomaten bekomme, schon mal garnicht.

      2+

    • Bauer Willi Das ist nun auch wieder zu einfach… Klar bekomme ich 4,90 fürs Kilo Tomaten, aber das sind sie auch wert. Berichte im TV neulich von einem nordischen Tomaten mit Geschmack Anbauer zeigten sein Angebot im Supermarkt 9,90 €/kg und zwar konventionell! Es ist also nicht allein die Frage des Preises, sondern der Qualität und der Transparenz der Kosten. Meine Kunden verstehen, dass hier oben auf 900 wo bis Anfang Mai Schnee liegt, der Ertrag nur 50% von einem Talbetrieb ausmacht und wo meine Kosten höher sind und sie zahlen das gerne, weil der Geschmack stimmt! Ähnliches gilt für meine tierleidfreien Ziegenkäse. Bei Bergdinkel und Bergtomaten sowie meinem Käse bin ich jeweils Weltmarkführer, weil es keinen anderen gibt! Apple verlang auch für ein wenig Metall und Plastik, dessen Herstellung 50 € kostet das 10-fache und viele, auch ich, zahlen es. Wenn es uns gelingt, nur mal in einem Gedankenspiel, sich von den alles beherrschenden Preisen zu lösen, dann geht es doch nur darum, dass unsere materiellen Bedürfnisse gedeckt werden. Sprich: der Bauer muss auch +/- gut leben können, ob das Geld von Produktpreisen, Subventionen oder woanders herkommt ist letzlich egal. Daher mein Favorit: bedingungsloses Grundeinkommen für alle Landwirte, was leider keine Partei (evtl. die Piraten?) als Programm hat. Als Jugendlicher wollte ich mal eine eigene Partei gründen: die „ALJ“ , das hiess: A…. lecken jetzt! 🙂 etwas später die „CBU“ christliche Bürger Umweltschutz.

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      • Gernot sagt

        @ Andreas Fendt

        Ich habe jetzt mehrfach von Dir das mit dem bedingungslosen Grundeinkommen gelesen.
        Was genau stellst Du Dir eigentlich vor?
        Also soll ich als Steuerzahler, Dir ein Einkommen zahlen, dass an keinerlei Verpflichtung genüpft ist?
        Warum?

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          • Gernot sagt

            Nochmals Warum?
            Die Bankenrettung musste ich finanzieren um einen Kollaps der Wirtschaft zu vermeiden.
            Die Nato finanziere ich um Sicherheit zu haben und unsere politischen und wirtschaftlichen Interessen im Ausland zu wahren.
            Die EU finanziere ich wegen der europäischen Idee die uns jetzt seit 60 Jahren den Frieden in Zentraleuropa erhalten habe.
            Warum aber soll ich jemanden ein bedingungsloses Gehalt zahlen?

            So etwas haben wir nebenbei schon.
            Bei Erwerbslosen heist es, Sozialhilfe (H4) und bei berufstätigen/selbstständigen Steuerfreibetrag……

            Ich will nicht zynisch rüberkommen.
            Gerne unterstütze, subventioniere, finanziere, ich jemanden der etwas für die Allgemeinheit macht und dadurch Nachteile gegenüber Mitbewerbern hat.
            Wenn also ein Landwirt z.b. Hochwiesen beweiden lässt und dadurch hilft einer Verkarstung der Landschaft vorzubeugen, zahle ich hier gerne höhere Preise für die Milch und Subventionen zur Grundsicherung des Betriebes.
            Wenn nun der selbe Landwirt aber sagt, nee ist mir zu viel Arbeit, ich lass mein Vieh jetzt nur noch im Stall, entfällt für mich der Grund.

            1+

            • Andreas Fendt sagt

              genau meine Meinung! Subventionen nur noch bei Nachweis einer besonderen Leistung, sei es zu Tierwohl oder Umwelt. Moderne wirtschaftliche betriebene Landwirtschaft ist eben nicht primär gemeinnützig.

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        • Andreas Fendt sagt

          Zur Frage nach dem Grundeinkommen: Ich bin ein Anhänger dieser Freiheit, in Zukunft auch für alle. Aber aktuell als Folgemodell zur Agrarförderung.

          Momentan fördern wir nur die Flächen (wenn man mal von einmaligen Stallbauzuschüssen, EEG für Biogas, Dieselvergünstigung, Zuschuss zur Alters- und Krankenkasse und Berufsgenossenschaft, Exportbeihilfen usw. mal absieht)

          Ein einzelner Bauer, der im Osten 1000 ha „mulcht“ bekommt mehr Prämie als 4 normale Durchschnittsverdiener, ohne irgendwie einen Nutzen für die Gemeinschaft zu bringen.

          Was also tun, um Landwirte unabhängiger von Preisen zu machen und Kleinbetriebe zu erhalten? Der Staat zahlt jedem aktiven Landwirt ein bedingungsloses Grundeinkommen, einfach dafür dass er Landwirt ist und die primäre Aufgabe der Bauern, Bewahrung der Schöpfung, wahrnimmt.

          Das würde konkret zum Erhalt kleiner Familienbetriebe führen und zu einem Jobwunder in der Landwirtschaft. Jeder, der selbst Bauer ist, weiss was für ein wunderbarer Beruf das ist (wenn die Preissorgen nicht wären). Grosse Betriebe bekommen auch mehr Prämien, aber nur wenn sie vielen Menschen Arbeit geben.

          Nach der meist gut ausgebildeten Elite, die teuere Schlepper zahlen können, werden bald auch arme einfache Flüchtlinge zu uns kommen. Sollen die in Städten von Sozialleistungen leben oder z.B. in der Landwirtschaft Rüben hacken? Dem Staat kommt beides gleich teuer, nur der Mensch hat eine sinnvolle Aufgabe und der Bauer spart Pestizide.

          1+

          • Gernot sagt

            Hallo,

            klingt gut.
            Aber…
            Erstmal ist es ja nicht bedingungslos, weil es voraussetzt, dass der Landwirt aktiv ist.
            Also ist es mehr ein Mindestlohn.
            Zweitens, wie willst Du Landwirt definieren?
            Nur Vollerwerb oder auch Nebenerwerb?
            Ab welcher Betriebsgröße. (Bin ich Landwirt weil ich einen Schrebergarten habe?)

            Das mit dem Rübenhacken finde ich Klasse, hier haben wir nur wieder die Crux mit den 1 Eurojobs.
            Ja, ich finde auch, dass jeder der von der Gemeinschaft lebt für die Gemeinschaft arbeiten soll.
            Hier in Prag sehe ich z.B kaum Kehrmaschinen, dafür aber Kehrtrups die mit dem Besen durch die Gegend ziehen.
            Die Stadt gibt lieber Geld aus um Arbeit enstehen lassen als Maschinen zu kaufen und die Menschen trotzdem zu alimentieren.
            In DE habe ich jedoch gesehen, dass durch den gewissenlosen Missbrauch von 1 Eurojobs reale Jobs getötet wurden.
            Also ist hier größte Vorsicht nötig und es dürfen wirklich nur Arbeiten verrichtet werden, die momentan nicht von anderen gemacht werden.
            Mir fallen hier Uferbereinigungen, Spielplatz Kontrollen am Morgen, Heckenpflanzungen im Freigelände etc. ein.
            Nun, dann darf ich aber auch von den Bauern gewisse Standards verlangen um diesen Mindestlohn zu bekommen.

            Stimmst Du zu?

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            • Andreas Fendt sagt

              ich habe ja kein fertiges System in der Schublade, wer Landwirt ist, ist ziemlich gut definiert, z.b. beitragspflichtig in der LBG. Das Problem mit Nebenerwerbler besteht nur, solange, bis alle Menschen Grundeinkommen bekommen und das hat nichts mit 1 Euro Jobs zu tun, weil es eben bedingungslos ist. D.h. Rüben hacken wird nur der, der Lust dazu hat, oder von der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit seines Tuns überzeugt ist.

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            • Gernot sagt

              Und genau dann sind wir beim Problem des Sozialismus.
              Eigentlich ist ja der Sozialismus die ideale Staatsform.
              Jeder trägt aus Idealismus zum Gemeinwohl bei und somit sind alle versorgt ( OK, ist sehr vereinfacht).
              Alles beruht auf dem Menschenbild von Rousseau, der sagt, dass der Mensch von Natur gut ist.
              Ich bin dann eher ein Anhänger von John Locke nach dem der Mensch grundsätzlich „Ich bezogen“ ist aber sehr wohl zum Allgemeinwohl beitragen kann, wenn es einen Vorteil für ihn bringt.
              So schade es ist, ausser ein paar Idealisten wird niemand Rüben hacken, sofern dies nicht zusätzliche Vorteile für ihn bringt.
              Schau Dir doch nur an wie wenig Menschen bereit sind ehrenamtlich zu arbeiten.

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    • Ein Grundeinkommen für Unternehmer? Dann auch für Handwerker, freiberufliche Journalisten (die verdienen häufig weniger als Landwirte) oder Künstler? Mit welchem Recht der eine und der andere nicht? So etwas kann ja wohl nicht die Lösung sein.

      1+

    • Das Recht ergibt sich aus den auch heute schon vorhandenen Subventionen, daher ist es nur eine Methode der Umverteilung, Früher wurde Produkte wie z.B. Kühe subventioniert, heute sind es Flächen und in Zukunft könnten es Menschen sein. Letztlich wäre aber das Grundeinkommen für alle die beste Lösung. PS: nicht nur für Unternehmer, auch für in der LW Angestellte

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  13. Der Brötchenpreis ist auf die 100 kg Weizen bezogen.

    Wie sieht die Rechnung aus, wenn man den Brötchenpreis auf die Arbeitszeit bezieht, die für die Produktion der 100 kg Weizen heute und damals eingesetzt werden müssen?

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    • Gernot sagt

      Bin mal gespannt ob darauf endlich mal ein Antwort kommt, da die Frage ja schon mehrmals gestellt wurde.
      Aber ich denke mal hier wird stur an der (lieber Bauer Willi bitte entschuldige die harte Formulierung) populistischen Milchmädchenrechnung festgehalten.
      Es ist halt immer kritisch einen vermeindlichen Preisverfall an einem Produkt festzumachen.
      Also 1975 lag der Weizenpreis bei etwa 200 Euro pro Tonne 2015 etwa bei 175 Euro.
      Ein Fernsehgerät kostete damals etwa 800 Euro heute 350 Euro.
      Mensch Bauer Willi, der Wert Deines Weizens hat sich ja verdoppelt :-)….

      Meine Rechnung ist blödsinn? Ja, Deine aber auch 😉

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      • Bauer Willi sagt

        @Gernot
        Ja, Du bekommst eine Antwort. Vielleicht klickst Du mal auf den Beitrag „Das Brötchen im Wandel der Zeit“. Steht oben unter den Favoriten. Hat was mit der relativen Kaufkraft meiner eigenen Produkte im Vergleich z.B. zum Handwerker zu tun. Der Vergleich mit dem Fernseher ist ja recht passend. Warum ist der so preiswert geworden? Weil er in China zu niedrigen Löhnen produziert wird. Die heimische Elektronikindustrie existiert nicht mehr. Jetzt kann man sagen: Nicht schlimm, das ist halt so, das ist der Markt. Und sich auf den Standpunkt stellen: Machen wir mit der heimischen Landwirtschaft auch so. Musst nur sagen, dass Du das so willst. Die entsprechende Partei wählen, und dann wird das auch realisiert. Das ist es, was ich möchte: Sagst uns doch, was ihr mit uns vorhabt, dann stellen wir uns schon darauf ein. Allerdings sehe ich schon einen Unterschied zwischen Fernsehern und Lebensmitteln.
        Bauer Willi

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        • Gernot sagt

          @ Willi,

          Nein, ich habe keine Antwort bekommen.
          Du als Landwirt erstellst ein Produkt, ein Handwerker verrechnet aber Arbeitszeit.
          Nun ist im Laufe der Zeit die Produktivität des Handwerkers (meistens) gestiegen.
          Wenn ein Arbeiter am Fließband früher x Stücke seines Produktes in der Stunde erstellt hat so sind es jetzt durch weitere Prozessoptimierung und Automatisierung X+Y%.
          Da der Unternehmer dadurch entweder mehr Stück des Produktes verkaufen kann oder weniger Arbeiter braucht um die gleiche Stückzahl zu produzieren kann er höhere Gehälter zahlen.

          Nochmals versteh mich nicht falsch.
          Ich verstehe Deinen Frust. Es ist wirklich so, dass ich nicht als Landwirt arbeiten möchte, da mir gerade für Euch mittleren Betriebe, der Aufwand nicht adequat zur Bezahlung erscheint. ( Will sagen es kommt nicht genug dabei rum.)
          Aber so ist es halt.
          Ich war mit Leib und Seele Koch, musste aber meinen Jaob aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. That’s life. Ich mußte mich auch an die geänderte Situation anpassen und etwas neues beginnen
          Ich soll sagen was ich mit Euch vor habe?
          Nun, erstens habe ich hier keine Macht und Einfluß und auch wenn, ich habe nichts mit Euch vor, sondern halte es mit Friedrich dem Großen, der sagte „Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden.“

          Wie gesagt, ich subventioniere auch gerne kleine und mittlere Betriebe, solange für die Gemeinschaft dadurch ein Vorteil ensteht.

          Dieser Vorteil kann auch eine geringere Abhängigkeit von Exporten sein, oder eine höhere Qualität des erzeugten Gutes, bzw. eine geringere Belastung der Umwelt.

          Aber dann bitte versteht Ihr Landwirte auch, dass Ihr keine selbständigen Unternehmer mehr seid sondern einen Status ähnlich den eines Angestellten habt.

          Du hast geschrieben, ich glaube in Deinem Blog über die LINKEN (nicht meine Partei), Du hälst Strafabgaben für den falschen Weg.
          Sind Strafabgaben aber am Ende nicht so etwas wie negative Subventionen.
          Also auch ein Anreiz ökologischer zu produzieren?

          Wie gesagt wenn ich die Lösung für die Situation wüsste, wäre ich sicher steinreich. Bin ich aber nicht.

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      • Landsberg sagt

        In meiner Kindheit kostete ein dz Weizen 20-22 Euro . Ein Handwerker kostete 2 Euro pro Std . Ich konnte mit einem dz Weizen 10 Handwerkerstunden bezahlen. Ein dz Weizen kostet heute knapp 20 e /dz Ich brauche aber 3 davon für einen normalen Handwerker pro Std

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  14. Ludwig Wreesmann sagt

    Bio laugt die Böden aus
    letzte Woche war ich auf einem Bioland Feldtag (vielleicht kann man ja als konventioneller etwas lernen). In einem Vortrag sagte der Berater: „Nach Jahren in der Bioberatung sind die Böden nicht besser geworden.“ Stickstoff kann nur durch Pflügen mobilisiert werden und damit Humusabbau. Die Phosphorwerte sind auf vielen Bio Böden inzwischen in der Gahaltsstufe A und damit ist P für die Pflanze kaum noch verfügbar. Ähnlich sieht die Situation bei Kali aus. Das Bioland Magazin empfiehl das Aufkalken der Böden um P zu mobilisieren, was wiederum zu Humusabbau und Festlegung von Mikronährstoffen führt.
    Es zeigt sich mal wieder von nix kommt nix. Ich kann nicht nur fordern sondern muss auch füttern.

    4+

      • Thorsten S sagt

        Etwas Pflanzenkunde, dann könnten Sie einiges über Nährstoffmobilisierung durch Pflanzen erlernen Herr Rufer.
        Nur bedeutet weitere Mobilisierung weiter sinkende Bodengehalte an Nährstoffen.

        Schon mal in Erfahrung gebracht wie viel KG Stickstoff für 1% Humus im Boden vorhanden sein müssen?

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      • Bauer Willi sagt

        Hallo Rufer
        habe während meiner Promotion auf dem Versuchsgut der Uni Bonn gearbeitet, auf dem ein Fruchtfolgeversuch lag, der über 100 Jahre alt ist. Leider habe ich davon keine Bilder. Es stimmt, dass man eine ganze Weile von den Bodenvorräten zehren kann, aber irgendwann ist die Kraft der Pflanzen, die sie aufwenden muss um an die restlichen Nährstoffe heranzukommen so groß, dass sich das in einer deutlichen Ertragsminderung auswirkt. Ansonsten empfehle ich die Literatur diverser Fachbücher (Bodenkunde, Handbuch des Pflanzenbau) um zu verstehen, wie diese Prozesse im Einzelnen ablaufen. Das Video erinnert mich in gewisser Weise an Vorlesungen der Agrarwissenschaften im 3. und 4. Semester. Es ist für mich nichts neues dabei. Hoffe, dass hat Ihnen weitergeholfen.
        Bauer Willi

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        • Rufer aus der Wüste sagt

          Servus Bauer Willi

          Mir hat das Video schon weiter geholfen weil mir aufgefallen ist das in Beitragen zur organischen Anbauweise sich eigentlich niemand so gross Gedanken wegen den NPK Komponenten macht.

          Wo kommen dann die Naehrstoffe her? Ich denke fuer meinen Teil wurden sie in dem Video beantwortet.

          Natuerlich muss man von aussen Duenger zugeben. Mist, Guelle, Mulch um das Bodenleben am laufen zu halten. Denn sonst werden irgendwann die Bodenvorraete erschoepft sein.

          In der Metzgerlehre wurden sollche Punkte vor 30 Jahren weniger angesprochen. Das wundert mich gerade das man da sogar studieren muss. Sachen gibts.

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      • Junker sagt

        Den Vergleich mit dem Girokonto find ich gut. Wenn man mehr abhebt, als einbezahlt wird ist halt irgendwann schluss mit lustig.

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  15. Rufer aus der Wüste sagt

    Gibt es denn nur 4 Parteien in Deutschland?

    Vielleicht sollte man einmal den Mut aufbringen und andere Parteien waehlen?

    Oder wird alles andere ausgeblendet? Kennt man mitlerweile.

    2+

  16. Ulrich Seibert für diese Berufsgruppen produzieren wir ja preiswerte (billige) Lebensmittel. Aber Sie haben Recht: für alles, was uns wirklich wichtig sein sollte, Ernährung, Bildung, Erziehung und Pflege unserer älteren Mitmenschen sind wir nicht bereit, eine adäquate Bezahlung zu realisieren. Doch hätte das den Rahmen dieses Briefes gesprengt. Ich bin ja nun mal Bauer…

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  17. Mr Tom sagt

    Es ist zu befürchten, dass unsere „Gesellschaft“ erst begreift, was NGO´s, Politik und Medien gerade anrichten, wenn es zu spät ist – wenn wir vielleicht auch mal wieder Hunger leiden, oder zumindest auf Importe angewiesen sind.
    Die Flüchtlingsströme sollten uns Mahnung genug sein, wieviel Elend in unmittelbarer Nachbarschaft herrscht.

    4+

    • Andreas Fendt sagt

      Es ist zu befürchten, dass unsere „Gesellschaft“ erst begreift, was moderne Landwirte gerade anrichten, wenn es zu spät ist….

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      • bauerhans sagt

        unsere „gesellschaft“ erfreut sich der günstigen preise.
        einige wenige versuchen landwirtschaft emotional schlecht zu reden und die politik legt den bauern immer neue daumenschrauben an.

        1+

        • Andreas Fendt sagt

          Ja mit „Brot und Spiele“ stellt man das Volk ruhig. Brot beim Discounter, wen stören schon 20 Substanzen und jährlich 18.000 Tonnen Teiglinge aus China?
          http://www.stern.de/wirtschaft/news/billig-broetchen–6-fakten-zum-prebake-brot-aus-dem-supermarkt-6336994.html

          Und für die „Spiele“ zahlen wir alle über unsere GEZahlt Zwangsabgabe Milliardengehälter an +/- begnadete Kicker (Liga) oder Deppen die mit viel PS im Kreis fahren (Formel 1)

          Und dann regt sich Will auf, dass alle 6 Monate mal ein Kurzvideo aus einem besonders üblen Stall zu sehen ist….

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          • Gernot sagt

            hmm… sind wir mal wieder beim Brot?

            Ja, dass mit den Teiglingen ist ein blödes Ding.
            Nicht etwa wegen der Enzyme. Mir hat bis heute niemand erklären können warum Enzyme schädlich sein sollen, sondern deshalb weil unser Geschmack geprägt wird und wir ein „richtiges Brot“ nicht mehr kennen.
            Problem ist nur, dass sehr viele „handwerkliche“ Bäckereien inzwischen auch Backmischungen einsetzen.
            Wenn ich einen kleinen Bäckerladen sehe, der ständig 5-10 Brotsorten und einige Semmelsorten im Sortiment hat, frage ich mich wie das gehen soll.
            Hat der Betrieb wirklich diverse verschiedene Sauerteige im Ansatz?
            Oder gilt auch hier angelehnt an einen Werbesong der 80er „Tüte auf, kalt Wasser drauf?“
            Um solche Betriebe ist es nicht schade wenn Sie eingehen. Hier wird der Verbraucher in die Irre geführt.
            Da finde ich das Aldi Körnerbrot ehrlicher.
            Ich weiß hier, dass ich Chemie kaufe. (Dafür hält es sich aber auch 14 Tage frisch obwohl es angeschnitten ist).
            Normalerweise backe ich aber selber. 90% Roggen mit echtem dreistufigem Sauerteig, so ein Brot kann man nicht (oder nur zu einem irren Preis) kaufen.
            Achso, in DE habe ich kein Brot gebacken, da gab es einen Bäcker, der hatte ständig im Angebot: Passauer (Semmel), Breze, Roggenmischbrot und dann täglich wechselnd 1 zusätzliche Semmelsorte und eine andere Brotsorte.
            Der Laden war klein, die Preise hoch und die Leute haben morgens Schlange gestanden.

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  18. Ein hervorragender Brief! Sehr diplomatisch formuliert, doch auch so, dass die Hitze des Feuers dahinter durchaus noch zu spüren ist. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg damit und hoffe, dass Sie den Parteien damit einen Denkanstoß geben. Das Einzige, was ich mir noch zu lesen gewünscht hätte, wäre gewesen, dass Ihr Solidaritätsaufruf auch alle ANDEREN Berufe mit einbezieht, in denen Menschen für Menschen (und nicht für das große Geld) arbeiten: LehrerInnen, ErzieherInnnen, PolizistInnen, AltenpflegerInnen etc. etc., die allesamt von ihrem Gehalt wenn überhaupt nur mit großer Mühe und unter Entbehrungen eine Familie ernähren können. Aber, obwohl das alles miteinander zusammenhängt, sieht wohl jede Berufsgruppe immer nur sich selbst … 😉

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