Bauer Willi
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Frischer Wind in Berlin

Ein Tag nach Frühlingsanfang war das zweite Treffen des Praktikernetzwerk in Berlin. Erstes Zusammentreffen mit „der Neuen“, die für großes Gelächter sorgt, als Sie uns „verrät“, dass Sie aus Rheinland-Pfalz stammt. Ja, auch wir Praktiker suchen noch etwas nach Worten, denn so gut kennt man sich noch nicht. Aber Julia Klöckner macht einen sehr offenen Eindruck und kann gut zuhören was alles schon mal gute Voraussetzungen für einen vernünftigen Dialog sind.

Doch was waren die Themen des Praktikernetzwerkes und wie die Vorschläge von uns Landwirten?  Die Teilnehmer kamen übrigens aus allen Bundesländern, waren Bio- und traditionelle Betriebe und neben Landwirten waren auch Imker und Berater dabei. Also nicht nur Landwirte.

Ich war bei zwei Themenfeldern dabei, eines davon „Stärkung des Beitrages zu Umwelt- und Klimaschutz der GAP“ das andere „Direktzahlungen und praktikable Verwaltung„. Anders als von den Beamten erwartet, sprach sich die überwiegende Zahl der Praktiker gegen die Direktzahlungen in der ersten Säule aus. Für mich war diese Mehrheit auch überraschend, denn der Deutsche Bauernverband trägt ja die Forderung nach einer starken ersten Säule wie ein Mantra vor sich her. Geschätzte 80% der Praktiker in Berlin waren da anderer Meinung. Ihnen ist es viel lieber, dass richtig viel Geld dafür fließen soll, dass wir Landwirte auf unseren Flächen Maßnahmen durchführen, die einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben. Das kann gerne eine mehrjährige Blumenwiese sein, für die es dann aber auch pro Jahr mal schlappe 1.500 € pro Hektar geben soll. Da ist dann das zeitgerechte Mulchen auch schon mit drin und Düngung und Pflanzenschutz wird da auch nicht gemacht. Blöd für Bayer, BASF und Düngerfirmen. Aber man muss auch schon mal Opfer bringen, Hauptsache mir gehts gut… 🙂

Ein sehr gutes Beispiel, wie sich Interessen von Landwirten und Gesellschaft praktikabel verbunden werden können, zeigen die „Wasserkooperationen“, die zum Teil schon seit Jahrzehnten erfolgreich mit den Landwirten um die Wasserwerke herum zusammenarbeiten viel erreicht haben und noch erreichen. Es funktioniert wohl deshalb so gut, weil ein Koordinator die Interessen der Landwirte bündelt, Vorschläge macht und Maßnahmen überprüft (keine Kontrolle mit Sanktionen!) und als privatwirtschaftlicher Vertreter auch finanzielle Mittel für zum Beispiel ein Sägerät für die Mulchsaat finanzieren kann. So entsteht Vertrauen, was ganz wichtig ist, wenn man sich auf Umweltmaßnahmen einlässt.  Man will auch selbst deren Sinn erkennen und nicht unnötige Mittel „abgreifen“. Warum soll ich beispielsweise Geld für Hamsterschutz kassieren, wenn bei mir weit und breit kein Hamster wohnt? Da hätte sogar ich moralische Bedenken 🙂 .

Ein Punkt, der kontrovers diskutiert wurde, ist das Selbstverständnis als Bauer/ Landwirt. Mir ist es relativ schnuppe, ob ich meinen Betrieb dadurch am Laufen halte, dass ich statt Lebensmittel zu produzieren, statt dessen Schmetterlinge oder Kiebitze „produziere“  oder andere Wünsche der Gesellschaft erfülle. Das sahen einige meiner Berufskollegen anders. Aber mit diesen unterschiedlichen Meinungen kann wohl jeder leben.

Zum Ende der Veranstaltung stellte Dietrich Holler von vox viridis die Ergebnisse so vor, dass er den Moderatoren in gekonnt kritischer (und humorvoller) Art „auf den Zahn fühlte“.  Hier im Video mal ein Schnipsel.

Und wie immer, handelt es sich bei diesem Beitrag um eine subjektive Darstellung. Wer die Veranstaltung anders empfunden hat, darf und soll das gerne in die Kommentare schreiben. Und wer anderer Meinung ist, sowieso.

Euer Bauer Willi

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52 Kommentare

  1. Eckehard Niemann sagt

    ZITAT VON „BAUER WILLI“:
    “ Ein Tag nach Frühlingsanfang war das zweite Treffen des Praktikernetzwerks in Berlin. Erstes Zusammentreffen mit „der Neuen“, die für großes Gelächter sorgt, als Sie uns „verrät“, dass Sie aus Rheinland-Pfalz stammt. Ja, auch wir Praktiker suchen noch etwas nach Worten, denn so gut kennt man sich noch nicht. Aber Julia Klöckner macht einen sehr offenen Eindruck und kann gut zuhören was alles schon mal gute Voraussetzungen für einen vernünftigen Dialog sind.“
    MEIN EINDRUCK: Das war doch offenbar total nett – mit freundlichem „Zuhören“ der doch so lustigen Ministerin – statt klaren Antworten und Ansagen im Interesse von Bäuerinnen und Bauern…
    Aber manche sind ja schon mit solch „Atmosphärischem“ ganz zufrieden…

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    • Martin Ritter sagt

      „Den Sprung nach vorn“ wird man nicht erwarten dürfen – zum Glück.
      Visionen eines Herrn Niemann hatten schon Stalin und Mao, kostete mehr Menschen das Leben als der 2. Weltkrieg.

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      • Eckehard Niemann sagt

        Ich finde, mit solch schlimmen Auslassungen disqualifizieren Sie sich selber.

        3+

    • Paulus sagt

      Jetzt mal ehrlich, bevor diese illustre Runde die Agrarpolitik beeinflusst, wird Julia Klöckner Playmate des Monats.
      Als meine Mutter, zu Zeiten der Bonner Republik, Vorturnerin eines sich für wichtig haltenden Landfrauenvereins war, gab es ähnliche Einladungen. Die Damen ließen sich auch von dem „Atmosphärischen“ beindrucken und dachten es würde alles gut, bis sie mit der Realität konfrontiert bzw. eines Besseren belehrt wurden.

      Ein Sammelsurium „ausgewählter“ unterschiedlicher subjektiver Interessen führt nicht zu einem verwertbaren Ergebnis. Es lässt sich zwar irgendwie darstellen, ist für Entscheidungsfindungen aber eher nicht relevant.
      Immerhin dürfen sich die Teilnehmer als wichtig fühlen oder gebauchpinselt oder so.
      Frau Klöckner, die ich durchaus schätze, ist nicht Vertreterein des Bauernstandes sondern Politikerin und in eigener Sache unterwegs. Da sind die Bauern wie jeder andere doch nur Mittel zum Zweck.

      2+

  2. Hallo Willi,
    mein Kommentar zu Deinem Beitrag:
    Ich bin nicht in allen Punkten einer Meinung mit Dir: 😉

    Auch zu lesen in meinem Blog: https://blogagrar.de/politik/praktikernetzwerk-das-zweite-treffen/

    Ich teile die Einschätzung von Bauer Willi, dass im Bundeslandwirtschaftsministerium ein frischer Wind zu spüren war. Es war nun das zweite Treffen und ich spürte auch eine geringere Skepsis, eine größere Lockerheit der Bediensteten und Mitarbeiter des Hauses. Die Ministerialbeamten hatten bei diesem Treffn die Möglichkeit, sich mit den unterschiedlichsten Praktikern zu unterhalten, sich auszutauschen, sich rück zukoppeln mit ihrer wohl meist eher drögen Bürokratie. Alleine wegen dieses Begleitumstandes halte ich das Praktikernetzwerk für eine gute Sache!

    Direktzahlungen abschaffen?

    Genauso wie Willi und Moderator Dietrich Holler von Vox Viridis war ich auch etwas überrascht, dass die Mehrheit der anwesenden Praktiker sich nicht für die aktuelle Praxis der Direktzahlungen ausgesprochen haben. Das liegt vielleicht auch daran, dann dass die Bäuerinnen und Bauern des Praktikernetzwerkes zu den wirtschaftlich erfolgreicheren Vertretern des Berufstandes gehören und vielleicht auch mehr Mut zum Markt haben. Ich selber könnte auch auf die Zahlungen aus Brüssel verzichten. In den meisten Jahren zumindest. Denn wenn es bei mir im Betrieb gut läuft, dann wären die Direktzahlungen verzichtbar, weil wir zu Hause sehr intensive Landwirtschaft betreiben. Betriebe, die wirtschaftlich mehr zu kämpfen haben, sehen es bestimmt ganz anders!
    Für diese Betriebe und eigentlich auch alle Betriebe in Jahren mit Preis-Misere auf den Märkten, sind die Direktzahlungen aktuell (leider) eine unverzichtbare Einkommensstütze. Das ist vielleicht auch der Grund, warum der Deutsche Bauernverband (DBV) die Bedeutung der Direktzahlungen so betont.
    Der DBV muss alle Betriebe im Blick haben! Alle Entscheidungen der Bundesregierung sollten eine sozio-ökonomische Folgenabschätzung beinhalten. Ich möchte nicht gut gemeinte Verordnungen, die dazu führen, dass dadurch Betriebe ihre Tore dicht machen!

    extensive Landwirtschaft mit höherem Anteil an Subventionen
    Generell ist es so, dass der Anteil am Betriebsgewinn der Direktzahlungen mit der Extensivierung der Landwirtschaft ansteigt- ein Umstand, den man nicht aus den Augen verlieren darf!

    Praktikernetzwerk ist bunt & vielfältig
    Und das hat das Treffen des Praktikernetzwerkes in Berlin auch gezeigt: Die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Betriebe ist riesig! Was in einer Gegend als probates Mittel gilt, funktioniert an anderer Stelle möglicherweise gar nicht!
    Und so ist es auch mit der Forderung nach obligatorischer Flächenstilllegung ohne Pflanzenschutz und ohne Düngung- am besten mehrjährig!
    Das mag sicherlich gut für Insekten und mehr sein, aber kann dazu führen, dass in Gebieten, in denen bereits ein Nährstoffüberschuss vorhanden ist, der Druck noch größer wird, der Pachtmarkt weiter steigt und so tendenziell kleinere Betriebe aus dem Markt gedrängt werden.
    Wenn ich nun mein kleines Heimatdorf mit gut 1000 Einwohnern und knapp 30 Vollerwerbsbetriebe oder die Landkreise Emsland & Grafschaft Bentheim mit ca. 4000 Vollerwerbsbetrieben sehe, dann würde eine solche Vorgabe eine Menge an Kleinbauern die Existenz kosten!

    Vorschriften müssen an regionalen Begebenheiten angepasst werden
    Da müssen andere Lösungen her! Was im Rheinland gut funktionieren kann, kann schädlich für andere Regionen sein. In meiner Region ist es wohl eher eine Ausweitung der Blühstreifenprogramme und die Nutzung einer Blumenwiese für die Biogasanlage (mit erlaubter organischer Düngung!).

    Greening-Koordinator?
    Die Idee, ähnlich wie bei den Wasserschutzgebietsberatern einen regionalen Greening-Koordinator einzusetzen halte ich -wie Willi und andere Netzwerker- für eine grundsätzlich gute Sache. Nur müssen wir aufpassen, dass an dieser Stelle nicht ideologisch reingeredet wird. Dieser Koordinator wird nur dann Erfolg haben, wenn er/sie volles Vertrauen unter den Bauern genießt. Regieren Umweltverbände zu stark hinein, dann können wir uns diese Stellen von Vorhinein sparen!

    Selbstverständnis des Bauern
    Das hat mich bei Treffen in Berlin schon überrascht, dass nicht alle Anwesenden sich unbedingt als Erzeuger von Lebensmitteln sehen. Ich sehe mich ganz klar als Erzeuger von gutem Rind- und Schweinefleisch und ein bisschen Raps für die Ölmühle. Die Leistungen für Kulturlandschaft, die Natur und in der Dorfgemeinschaft sind für mich Nebenprodukte, aber natürlich auch wichtig.

    Ich bin der Meinung, dass die deutsche (& europäische) Agrarpolitik das Ziel einer weitgehenden Eigenversorgung von Nahrungsmitteln verfolgen sollte! Dieses führt auch dazu, dass Arbeitsplätze im ländlichen Raum gehalten werden können. Auch das möchte ich unbedingt als Landwirt: starke ländliche Räume mit einer Wertschöpfung, die eine Landflucht auch sogar umkehren kann.
    Und das funktioniert in meinen Augen nicht, wenn wir alles auf Naturschutz setzen. Da könnten bald auch Naturschutzexperten kommen und die Pflege der weit verbreiteten Naturschutzflächen in Frage zu stellen. Dann bräuchten wir nicht einmal mehr den Bauern, sondern nur noch den Grundbesitzer.
    Und ob dieser Grundbesitzer nach 20 oder 30 Jahren Naturschutz auf dessen Flächen diese immer noch gut und teuer verpachten bzw. verkaufen kann, bezweifele ich auch mal an dieser Stelle.

    Ja zum Vertragsnaturschutz
    Um das noch einmal klar zu stellen: Ich bin für sinnvolle Naturschutzprojekte. Diese kann man häufig am Besten umsetzen, wenn man mit dem Bauern einen Vertrag macht. Aber die flächendeckende Nahrungsmittelerzeugung sollte ein wesentliches agrarpolitisches Ziel bleiben!

    4+

    • Claudia Schernus sagt

      Wissen Sie vielleicht, wie das personelle Verhältnis von Bio zu konventionell bei dieser Veranstaltung war? Für mich ist das die Voraussetzung, um die Ergebnisse einordnen zu können.

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      • kann ich schlecht sagen. Mein Gefühl sagt mir, dass die zahl etwas überdurchschnittlich ist. Wir laufen da nur mit unseren Namensschildern rum. Ob jemand bio oder konvi ist, spielt bisher eine untergeordnete Rolle. Wäre auch schade, wenn sich das Praktikernetzwerk ideologisch zerfleischen würde.

        1+

      • Bauer Willi sagt

        Es war das zweite Treffen und niemand der Teilnehmer ist auch nur im Ansatz auf die Idee gekommen, danach zu fragen, woher einer kommt, wie groß der Betrieb ist oder nach welcher „Glaubensrichtung“ er produziert. Ich verstehe auch nicht, warum das wichtig ist, um die Ergebnisse einordnen zu können. Bitte um Erklärung.
        Bauer Willi

        1+

        • Claudia Schernus sagt

          Vor etwa zwei Jahren habe ich in einem Interview einen Vertreter eines Bio-Verbandes sagen hören: »Alles was der konventionellen Landwirtschaft schadet, nutzt uns.« Das klang so wie eine Kampfansage. Deshalb habe ich arge Zweifel, dass bei einer ausgewogenen Zusammensetzung des Netzwerkes, was ich für absolut wichtig erachte, 80 % für die Abschaffung der 1. Säule gestimmt hätten. Aber vielleicht irre ich mich auch.

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    • Frau Klöckner war nur anfangs dabei. Sie hat die Bundesregierung bei der Trauerfeier von Kardinal Lehmann vertreten. Deshalb ist sie auf den Fotos in schwarzem Outfit zu sehen.
      Die Zeit ist natürlich der begrenzende Faktor. Die wenige Zeit wurde aber schon intensiv genutzt. Es rauchten die Köpfe (zumindest meiner. 😉 )

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        • Bauer Willi sagt

          Eckehard, jeder blamiert sich so gut wie er kann. Das sieht man gerade an Deinen Kommentaren.
          Ich kann nicht 4 Stunden in einem Artikel so ausarbeiten, dass er Deinen hohen Ansprüchen genügt.
          Wenn Frau Klöckner sich trotz Beerdigung noch die Zeit nimmt, mit uns ein paar Worte zu wechseln, so ehrt sie das. Der Tod nimmt nämlich keine Rücksicht auf Terminkalender. Aber dafür hat ein Herr Niemann kein Verständnis. Mittlerweile wirst Du peinlich.
          Bauer Willi

          3+

          • Eckehard Niemann sagt

            Willi, mir ging es nicht darum, dass Frau Klöckner diesmal wenig Zeit hatte wegen der Beerdigung – dafür hat ja wohl jeder Verständnis. Mir geht und ging es generell um die Art dieser Veranstaltung, bei der offenbar nur scheinbar eine Diskussion mit Praktikern stattfinden kann – wegen der Zahl der Teilnehmer, der begrenzten Zeit und wegen der bloßen „Zuhörerschaft“ von Frau Klöckner…

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            • Bauer Willi sagt

              Hallo Eckehard,
              es waren genügend Beamte anwesend, die die Gespräche sehr interessiert aufgenommen haben. Du unterstellst ja implizit, dass es sich um eine reine „Show-Veranstaltung“ handelt und diesen Eindruck hatten alle Anwesenden eben nicht. Die kurze Video-Sequenz zeigt das auch.
              Es ist doch gut und richtig, dass sich das BMEL neben der Expertise des Wissenschaftlichen Beirates auch die Vorstellungen der Praxis einholt. Die müssen ja die Regelungen später auch einhalten. Ich finde dieses Dialogangebot jedenfalls gut und die Zeit (immer ein Problem) hat sich gelohnt. Schau auch mal auf die Seite von blogagrar (Bernhard Barkmann), der sieht es anders aber von der Sache her wie ich.
              Bauer Willi

              3+

    • Bauer Willi sagt

      Ottmar,
      es ist nie genug Zeit. Da aber aus ganz Deutschland Leute anreisen, hat man es so geplant, dass man mit etwas Stress morgens anreisen und spätnachmittag wieder abreisen kann. Wenn es mit Übernachtung wäre, würde die Bereitschaft vermutlich sinken. Frau Klöckner musste zur Beerdigung von Kardinal Lehmann. Der Tod nimmt keine Rücksicht auf Kalender.
      Und auch wenn Herr Niemann versucht, das Treffen zu diskreditieren: es hätte Dir auch gefallen, weil wirklich alle Teilnehmer sehr unvoreingenommen waren und toll miteinander umgegangen sind. Kann sein, dass auch ein AbL-Mitglied dabei war…. 🙂
      Bauer Willi

      2+

  3. Friedrich sagt

    Alles gut , Willi, aber die Direktzahlungen können nur ausgesetzt werden , wenn alle Vorschriften und Gesetze ab dem Jahr 2000 ausgesetzt werden. Sonst hätten wir über 300 Euro/ha höhere Kosten ohne eine Einnahme. Das würde der Landwirtschaft das Genick brechen.

    2+

  4. Altbauer Jochen sagt

    Keine schlechte Idee, Natur in den B-Plan mit einzubeziehen,
    statt nur Vorgaben zur Baugestaltung und Grundflächenzahl festzulegen.
    Alle wären beteiligt ,Ausgleichsflächen müssten nicht zusätzlich
    erworben werden,.
    Diversität bis in den Kern der Siedlungsgebiete und
    unmittelbare Naturberührung für die Menschen.
    Als Ex-Dorfbürgermeister hätte mir solche Idee auch früher
    kommen können .Aber ob man gegen untere Naturschutzbehörde
    und Landesplanung solche Vorstellungen durchsetzen kann ist fraglich.
    (dicke Bretter bohren)

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  5. Claudia Schernus sagt

    Spiegelt das Praktiker-Netzwerk die tatsächliche Struktur der Landwirtschaft (94% konventionell und 6% Bio, Anteil Vollerwerbsbetriebe und Nebenerwerb usw.) wider?

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  6. Ehemaliger Landwirt sagt

    >>Mir ist es relativ schnuppe, ob ich meinen Betrieb dadurch am Laufen halte, dass ich statt Lebensmittel zu produzieren, statt dessen Schmetterlinge oder Kiebitze „produziere“ oder andere Wünsche der Gesellschaft erfülle. <<

    Wenn der erste Kiebitz sich niedergelassen hat, kommt einer vorbei und erklärt, der Acker ist ein Biotop und muss unter Schutz gestellt werden.

    Irgendwann kommen die Selben und Erklären "Eigentum verpflichtet", deshalb gibt es nix mehr und damit ist dem Bauer Willi sein Acker wertlos.

    1+

    • Harald Müller sagt

      Sehe ich auch so.
      Beispiele gibt es zu Hauf. Siehe z.B. „Verschlechterungsverbot“. Mit diesem Argument wird bei uns aktuell abgelehnt, Weidenstöcke aus den Bächen zu entfernen, die mittlerweile so dick gewachsen sind, dass der Wasserabfluss nicht mehr funktioniert.

      Vor dreißig Jahren waren die Bachläufe noch frei von Weidenbewuchs und konnten sich erst durch die mangelnde Pflege der zuständigen Gemeinden ansiedeln.

      2+

    • bauerhans sagt

      ich hab ne kiebitzfläche,allerdings sitzt der jetzt auf anderen ackerflächen.
      das beste brutergebnis war bei spät gedrillter sommergerste,allerdings ist sommerung im programm nicht vorgesehen.
      das wäre ne anregung für BERLIN,allerdings ist hier DÜSSELDORF zuständig.

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