Bauer Willi
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Weltbevölkerung: ohne Kunstdünger wären es weniger

Welche Erfindungen haben das Leben von wieviel Menschen ermöglicht, bzw. den Tod von wieviel Menschen verhindert?

Viele von uns werden dabei an medizinische Entdeckung denken. Das ist richtig. Die Entdeckung der Blutgruppen stehen für 1,09 Milliarden Menschen, die Impfung gegen Pocken für rund 500 Millionen und die Masern-Impfung für 118 Millionen.

Die mit weitem Abstand größte Erfindung war das Haber-Bosch-Verfahren, dass es ermöglichte, synthetischen Dünger herzustellen. Laut nachfolgendem Link ist die Erfindung “verantwortlich” für rund 2,7 Milliarden Menschen. Die “Grüne Revolution” nimmt sich mit 250 Millionen dagegen fast winzig aus.

Lifesaving innovations: Comparing the number of deaths prevented by research & discovery

https://ourworldindata.org/how-many-people-does-synthetic-fertilizer-feed

 

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74 Kommentare

  1. Frank Lorenz sagt

    Fun Facts zu synthetischen Düngemitteln.
    Ich bin einmal über einen “exzellenten” Artikel bei Wikipedia auf deutsche Nobelpreisträger um die Jahrhundertwende gestoßen. Es war, glaube ich, Max Planck. Der machte sich im 3ten Reich für Fritz Haber “stark”, der seine jüdischen Mitarbeiter auf Grund des Berufsbeamtengesetzes entlassen musste und sich (zu) vorbildlich für diese einsetzte. Durch die schönen Verlinkungen im eigentlichen Artikel kommt man so zu Fritz Haber und seiner Lebensgeschichte. Und seiner “Inspiration” u.a. durch Justus von Liebig für das “Brot aus Luft”. Und dann stößt man auf schöne Details (u.a. Salpeterkrieg, drohende Kontinentalsperre usw.) und die Aussage, das Deutschland schon zu dieser Zeit (flächenmäßig fast doppelt so groß wie heute und nur halb so viele Einwohner) NICHT in der Lage war, seinen Düngemittelbedarf “biologisch” zu decken. Einfach mal den Links im Artikel folgen und ein bisschen eigene “Fragen” stellen. Auch das Thema Giftgas im WK 1 wird ausgiebig behandelt und die Biographien der (immer verlinkten) Akteure in dieser Zeit (sei es die Familie Merck, Carl Bosch, Otto Hahn, Einstein, Bolzmann oder Bonhoeffer u.a.) lassen eigentlich keine Fragen bzgl. der jeweiligen persönlichen Motivation offen: natürlich immer im Kontext der jeweiligen Zeit zu sehen. Besonders angenehm empfand ich, das es in vielen Artikeln noch zu keiner ausschweifenden “Rezension” kam, bei denen heute “Forschende” diese Persönlichkeiten dann aus heutiger Sicht kritisch hinterfragen und werten. Viel Spaß beim Lesen!

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    • Brötchen sagt

      Das war Schulstoff Chemie in der größten DDR aller Zeiten….aber Abitur…

      Auch die ganze Kohlechemie, von synthetischen Kraftstoffen, synthetischer Kautschuk bis zu den ersten Plasten.

      auch Giftgase…

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  2. Jürgen Donhauser sagt

    Die Frage ist: Gibt es inzwischen nicht schon einige Menschen die innerlich den Wunsch verspüren, weniger Menschen auf dem Planeten zu haben um die “Welt” zu retten? Den Dünger zu verbieten oder zu erschweren ist durchaus eine Möglichkeit. Denn wenn ich manche Ideologie (Tierschützer, Umweltschützer usw.) betrachte, so haben viele etwas gemeinsam – Sie sehen den Menschen als die Ursache des Übels. Würde mich also nicht wundern, wenn die KI nicht auch irgendwann zu diesem Schluss kommt. Als Jugendlicher hatte ich den Film “Terminator” als weltfremde Phantasie abgetan – inzwischen sehe ich ihn als zwingenden Schluss der KI an und damit drohende Realität.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      “Gibt es inzwischen nicht schon einige Menschen die innerlich den Wunsch verspüren”

      Es gibt jede Menge Leute,die vollkommen ideologisch die Welt retten wollen,aber keinen realistischen Plan dafür haben,siehe Asyl und Migration.
      Der Kanzler hatte ja endlich ein Machtwort gesprochen und die Aussenministerin zurück gepfiffen.

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      • Smarti sagt

        Auch in Afrika wächst die Bevölkerung nur noch, weil sehr viele junge Leute auf dem Kontinent leben. Es kommen aber nicht mehr so viele Babys nach, wie es bräuchte, um die Bevölkerungszahl stabil zu halten. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit ( 20 bis 40 Jahre für die Alterung ? ) bis auch in Afrika mehr Menschen sterben als Babys geboren werden und somit die Bevölkerungszahl sinkt.

        • Reinhard Seevers sagt

          Jooo, die Hoffnung stirbt zuletzt…und bis dahin? Die Wenigsten hier Schreibenden werden die so angepriesene Zukunft erleben, da kann man schön prognostizieren, gelle.

    • Marian E. Finger sagt

      Wenn Sie wissen wollen, wie die Zukunft aussieht, dann lesen Sie: “Die Maschine steht still” von E.M. Forster aus dem Jahr 1909. Der Typ war echt ein Visionär.

  3. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Willi, deine Überlegungen sind grundsätzlich berechtigt und auch absolut korrekt dargestellt.

    Ich habe erst dieser Tage einen Bericht vernommen, dass 20% der weltweiten Erzeugnisse NACH DER ERNTE(!) nicht in menschlichen Mägen landen. Weshalb sollen mithin wir Bauern teure produktionssteigernde Hilfsmittel dazukaufen, um uns systematisch selbst als Lohn dafür den Boden unter unseren Füßen wegziehen zu lassen!? – Warum, Willi!? Undank ist der Welten Lohn.

    Wir sind nicht einmal zu einer eigenständigen direkten Wertschöpfung innerhalb unserer Mikroökonomien imstande -bis heute nicht- vom Acker wieder auf unseren Äckern. Erst nachdem wir die CO2-Abgabe für den Treibstoff, den wir auf den hofeigenen Flächen einsetzen, berappt haben, ist unser Gewissen beruhigt, fühlen wir uns gut. Warum sollten wir Gewissensbisse haben, unseren eigenen klimafreundlichen, CO2-neutralen Treibstoff zu erzeugen; ich sehe darin keine Not!!!

    Ja natürlich, das Haber-Bosch-Verfahren ermöglicht effizient die Herstellung von Stickstoff. Innerhalb unserer dekadenten Gesellschaften im Okzident mit unzähligen krankmachenden dicken Bäuchen in dieser Wohlstandsblase wird dieser „Kunstdünger“ gegenwärtig nur noch verteufelt. Warum sollen wir uns diese unsägliche Schmäh noch antun wollen, die uns physisch und psychisch nahezu an den Rande des Wahnsinns treibt!? Ich verweise hier auf Bertolt Brecht, wo alles mit wenigen Worten gesagt ist:

    „Erst kommt das große Fressen – dann die Moral“

    Heute morgen erst ist mir die Hutschnur förmlichst hochgegangen, packte mich eiskalt die Wut, als ich eine ganze Seite lang das aktuelle REWE-Angebot studierte:

    1 Liter RAPSO Rapsöl für 5,05 €. – Wieviel erlösen die Bauern aktuell für dieses „schwarze Gold“!? Matif: ca. 451,00 € / Stand 27.09.23. Aus einer Dezitonne Rapskörner lassen sich mindestens 40 Liter Öl herauspressen, im Optimum bisweilen sogar mehr. Dann bleibt immer noch der wertvolle Rapskuchen für die menschliche und tierische Ernährung über.

    Es darf nun jeder selbst seine grauen Zellen im Grundschulrechnen üben, das Ergebnis hieraus kann/muss nur noch wütend machen…!!!

    El Niño -ein Problem vorwiegend unserer Südhalbkugel- schlägt gegenwärtig brutal zu, der Amazonas hat ein Wasserproblem, dem dortigen Regenwald fehlt großflächig das Wasser; …und trotzdem werden unsere landwirtschaftlichen Erzeugnisse nur noch billiger, man suggeriert gigantische Erntemengen von genaue dort(!), weil man uns Bauern eben derart gekonnt zu veräppeln weiß, immer und immer wieder.

    Solange wir es nicht vermögen, uns aus dem vernichtenden omnipräsenten Würgegriff des LEH systematisch befreien zu können, werden dieselben Halsabschneider unsere Produktionen ausschlachten bis zum förmlichen Erbrechen. Ein Bauer kommt heute mithin erst zur endgültigen Ruhe, wenn der Bestatter auf den Hof kommt, eher nicht. – Finde den Fehler!!!!

    „Europas Ölkonzerne mit Gewinn – Klimaziele angepasst

    Dank eines boomenden Gasgeschäfts hat der Energiekonzern Shell 2022 das bisher beste Geschäftsergebnis seiner Geschichte eingefahren. Der Gewinn verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr auf fast 40 Milliarden US-Dollar. Und auch der britische Ölmulti BP hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr mit rund 28 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt.

    Aufgrund hohen Nachfrage nach Öl und Gas korrigierte BP gar seine Klimaziele – und zwar nach unten: Der Konzern will seine Ölforderung bis 2030 nur noch um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr kürzen. Zuvor waren 40 Prozent angekündigt. Bislang gehörte BP mit seinen Klimaschutzzielen zu den Vorreitern in der Energiebranche…“

    Die Grundhaltung eines Tankstellenbetreibers:

    Die Deutschen sind reich, sind bereit, Geld für ihre geliebte Edelblechkarosse auszugeben – daher, genau deshalb spielen die aktuellen Teuerungsraten, die bereits in Erwartung stehen, überhaupt kein Problem dar. – Der einfältige deutsche Michel -ein heute von vielen Protagonisten höchst effizient missbrauchtes invektives Autostereotyp- zahlt das!!! Man sieht keine Not, hier Veränderungen in der Grundhaltung herbeiführen zu wollen: Nicht für den Verbraucher, nicht fürs Klima – mitnehmen, was mitzunehmen ist, in katastrophaler Bastamentalität. – Ein Armageddon auf Sicht, auch wenn das nicht wenige heute noch für haltlos überzogen erachten…

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Nun Reinhard, dann kann man den Bauern nur noch wärmstens an Herz legen:

        Kauf euch endlich Ölpressen, für den bäuerlichen Bedarf reicht hierfür ein Invest von ca. 2.000-4.000 € – nach oben hin sind auch da natürlich keine Grenzen gesetzt.

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        • Ostbauer sagt

          @UKW
          Nee, nicht noch mal! hatten wir alles schon. 2005 hatten wir fast alles auf Rapsöl umgestellt wie ein Großteil unserer Kollegen hier auch. Funktionierte technisch auch ganz gut. Der Staatssekretär stand mit 650000,- € Fördermittel für eine genossenschaftliche Mühle auf der Matte; wir hätten nur zugreifen brauchen. Dann stand Angie mit ihrer Steuer auf der Matte und aus war der Traum. Die Traktorenhersteller haben ihre Zuarbeit auf 0,0 reduziert, Pflanzenöl rechnete sich einfach nicht mehr. Private dezentrale Ölmühlen, welche vorher mit Millionen gefördert wurden gingen reihenweise in den Konkurs. Gejuckt hat`s in der Politik keinen Ar…!
          Entweder es rechnet sich ohne Politik oder lass die Finger davon. Es sei denn , man hat Geld über zum spielen.
          Berlin hat die Landwirschaft die letzten 25 Jahre verraten und verkauft!

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          • firedragon sagt

            Dass Rapsöl, als Treibstoff mehr als nur in die Hosen ging, ist in der LW bekannt.
            Vielleicht meint unkomplizierter Wurzelwicht den Verkauf ab Hof von Speiseöl.

    • Georg Johann Brand sagt

      Nicht so destruktiv, lieber Wurzelwicht. Es gibt schon noch andere Lösungen. So z. B. die Verstärkung der Anstrengungen in der Pflanzenzüchtung, auch unter Verwendung neuer Methoden wie Crispr/Cas, um z. B. zu Getreidesorten zu kommen die, wie die Leguminosen, in Symbiose mit MO’nismen den Luftstickstoff nutzen (Luft besteht zu fast 4/5 aus N2). V.a. für Öko wäre das eine Chance den konv. Erträgen wieder etwas näher zu kommen. Wenn das nicht gelingt, bleibt Öko die Sackgasse, die sich derzeit zeigt – für die globale Nahrungsmittelversorgung und auch für den Lebensmittelmarkt in D.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Warum noch effizienter – noch teurer in der Produktion – noch mehr Nahrungsmittel!?
        Speist allenfalls das fresswütige Haifischbecken um uns Bauern herum, während unsere Höfe am langen Armen sukzessive verhungern müssen.

        Wir Bauern können schlussendlich mehr, viel mehr!!! – Wir schaffen das!!!

        Und, wie Herr Krämer so schön folgerichtig resümierte, Energie brauchen wir heute ohne Unterlass. – … JA, wir Bauern können Energie erzeugen, in rauen Mengen, werter Herr Brand!!!

        Übrigens: Aktuell gibt es für schwarze Sonnenblumen für den Erzeuger 22,00/dt. Ein Nahrungsmittelprodukt!!! Der Liter Sonnenblumenöl kostet zwischen 5,00-30,00 Eurönchen in den Verbraucherregalen. Mindestens 40 Liter(!) Sonnenblumenöl lassen sich aus dieser Dezitonne herauspressen. Übrig bleibt immer noch der sehr wertvolle Pressekuchen, alternativ auch für die Wärmeerzeugung in unseren Öfen in den Wintermonaten, wo dieser wohl die höchsten Margen erzielen könnte.

        Was sagen sie jetzt, hochverehrter Herr Brand!?
        Wie gedenken Sie angesichts dieser perfiden Gegebenheiten die ganz miese Masche unserer Nepper-Schlepper-Bauernfänger rechtfertigen zu wollen!?
        (…und kommen Sie mir jetzt nicht mit dem Argument der spottbilligen Erzeugnisse aus der Ukraine dato – Waffen gegen Getreide- die unseren EU-Binnenmarkt überschwemmen, damit unsere Preise in den tiefsten Keller zu knüppeln vermögen. – Özdemir, unser Vogelfreund, hat sich wohl auf seiner Nilgans aus dem Staub gemacht…!? Man hört gar nix….)

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    • Reinhard Seevers sagt

      “1 Liter RAPSO Rapsöl für 5,05 €. ”

      Eben bei REWE 1L Rapsöl von “JA” für 1,59€….geht doch…..Man muss ja keinen Mercedes kaufen, wenn es ein Dacia auch tut.

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  4. Andreas sagt

    Das heißt aber im Umkehrschluss, wenn das Erdgas einmal alle ist, wenn es keine fossilen Energieträger mehr gibt, müssen Milliarden von Menschen elendig verhungern.
    N-Dünger und Pestizide werden ausschließlich mit Erdgas produziert. Als es vor 1,5 Jahren wegen dem Russlandembargo eine Verknappung von Erdgas gab sind die Düngerpreise explodiert.
    Wenn ihr die Weltbevölkerung immer weiter zu erhöhen wollt, nur weil ihr glaubt das Fracking-Gas unendlich ist, wird das in einer gewaltigen Katastrophe enden

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Wenn ihr die Weltbevölkerung immer weiter zu erhöhen wollt, nur weil ihr glaubt das Fracking-Gas unendlich ist, wird das in einer gewaltigen Katastrophe enden.”

      Was schlägst du vor, wen soll man verhungern lassen? Tritts du freiwillig ab…einer weniger….der die Erde zerstört.

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    • firedragon sagt

      Die LW will die Weltbevölkerung nicht erhöhen.
      Da kommt mittlerweile vieles zusammen – Sicherheitsstandards in allen Bereichen, komfortables Wohnen, med. Betreuung bis zum bitteren Ende, keine natürlichen Feinde (außer der Mensch selbst), Hygiene spielt eine wichtige Rolle und sauberes Wasser usw

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        • Andreas sagt

          Ich habe mal gelesen, die Gentechnikindustrie arbeitet seit Jahrzehnten daran, eine Pflanze zu konstruieren, die in Symbiose mit sogenannten Knöllchenbakterien den benötigten Stickstoff selbst herstellt. Jede Pflanze hätte dann ihre eigene Stickstofffabrik ohne fossilen Energiebedarf
          Nach der Patentierung will Bayer diese Superpflanze“Leguminose“ nennen !
          Das wäre die Rettung und die Landwirtschaft könnte endlich chemiefrei erzeugen.
          Her Seevers, diese Zukunftsvision müsste ihnen doch auch gefallen :-))

          • Brötchen sagt

            Du Stadtmensch, das hat die Natur schon so eingerichtet, das nicht alle Pflanzen diese Fähigkeit haben.
            Denke das behindert sich sicher mit der Stärkeeinlagerung.

            Denke es bringt viel mehr, bei den Einzelkulturen effektiv zu arbeiten, mit optimaler Düngung, gut gezüchtete Pflanzen usw.
            1% höherer Proteingehalt beim Mais, bringt bei riesigen Mengen mehr , als auf ein paar ha ein paar Wunderpflanzen.

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    • Smarti sagt

      Andreas, der Inhalt “das heisst aber im Umkehrschluss, wenn das Erdgas alle ist, wenn es keine fossile Energie mehr gibt, müssen Milliarden von Menschen elendiglich verhungern” – das ist wohl richtig. So grausam und so wahr, einfach Mathematik.
      Aber sind es die Anderen ( alle ausser Du ) die das wirklich wollen ? Was unterstellst Du allen Menschen oder den Landwirten da ?!

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    • Arnold Krämer sagt

      Der Wohlstand der Erde ist energieabhängig und energiegetrieben. Mit der Endlichkeit der Ressourcen ist eben auch der Wohlstand endlich. Vor einem wann und wie auch immer gearteten „Ende“ gibt es die große Umverteilung, aktuell bei uns schon durch Migration, besser Völkerwanderung, zu spüren. Es bleibt spannend.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Herr Krämer, ich habe Hoffnung, dass am Ende die fossilen Energieträger nicht ausreichen, um diese Massen an Waffensystemen herstellen zu können. Evtl. wird alles auf solare Drohnenkämpfe rauslaufen?
        Fragt sich nur, was früher eintritt, Hungerchaos oder fehlende fossile Energie für Waffensysteme….

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        • Thomas Bröcker sagt

          Es gibt noch eine Variante, die beides in sich hat: “Kriegschaos” … und es gibt Kräfte, die ernsthaft und intensiv daran arbeiten … 1913 und 1937 lassen aus der Ferne grüßen.

    • Rolf Sieling sagt

      Die könnten ja auch ihre eigene Kacke nehmen. Oder effektiv Reste verwerten z.B. bei Landwirten, die das auch können. Nur zu dem Zeitpunkt ist der Konsum durch und das Geld alle.

      • Rolf Sieling sagt

        Ist doch eigentlich schon sonderlich das ein Bauarbeiter im Wald ein DixiKlo gebraucht. Ist das Überheblichkeit oder Dummheit? China mit 1,4milliarden wird auch wieder Krieg führen. Wenn Wirtschaftskrieg nicht mehr funktioniert, dann aber richtig . Whats the name of the game?

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    • “Das heißt aber im Umkehrschluss, wenn das Erdgas einmal alle ist….. müssen Milliarden von Menschen elendig verhungern. N-Dünger und Pestizide werden ausschließlich mit Erdgas produziert. ”
      @Andreas “ausschliesslich mit Erdgas” wirklich? z.B Haber Bosch Verfahren nutzt den Stickstoff in der Luft.
      Sie müßen sich also keine Sorgen machen sie können auch weiterhin wenn Erdgas als Energielieferant mal aus sein sollte Kunstdünger oder auch Pestizide ob Neem, Kupfer, Schwefel oder Pyrethrine auf ihren Flächen ausbringen und damit einen Beitrag zur Ernährung von Milliarden von Menschen leisten. Die erforderliche Energie kann aus AKW`s kommen oder man stellt Windräder ihre Flächen alternativ werden diese mit PV Anlagen überdacht.

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    • Bauer Willi sagt

      @Andreas
      Wieviel Kinder hast Du? Meine Frau und ich haben zwei, ist also neutral. Als ich geboren wurde hatte ich 2,7 Milliarden Nachbarn. 1960 hielt mein Vater 60 dt/ha Weizen für die oberste Grenze dessen, was man ernten kann. In 2022 hatten wir einen Schlag mit 125 dt/ha und einen Durchschnitt von 117 dt/ha Weizen.

      Wir Bauern haben die technischen Möglichkeiten, die uns die Forschung geliefert hat, genutzt. So gesehen sind wir die Opfer unseres eigenen Erfolges.

      Hätten wir 1960 alle auf Bio umgestellt, hätten wir heute keine 8 Milliarden Menschen auf der Welt.

      Wenn wir jetzt politisch zur Extensivierung gezwungen werden.. (den Gedanken kann jetzt jeder für sich weiterdenken)

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      • Reinhard Seevers sagt

        Willi, wenn ich daran denke, wie viel Getreide durch den Mähbinder und dem Hocken erst auf dem Acker liegen blieb, dann in der Scheune bei der Lagerung durch Mäuse und Ratten, dann beim Dreschen im Winter und danach bei der Lagerung auf dem Dachboden……bevor es überhaupt in die Mühle gelang und in den Schweinemagen.
        Das WAR schon sehr nah an BIO…😎

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      • Andreas sagt

        Willi@ zu deiner Frage, ich habe drei Kinder und wenn alles gut geht bald drei Enkel.
        Du sagst, durch die Steigerung deines Wezenertrages von 60 dt auf 125 dt konnte sich die Anzahl der Menschen von 2,7 Milliarden auf 8 Milliarden erhöhen.
        Wenn ich deine Rechnung richtig verstehe, dann muss dein Sohn bald 250dt je Hektar ernten, damit die Anzahl der Menschen auf der Erde auf 24 Milliarden steigen kann.
        Was ist, wenn er das nicht schafft ?

    • @Andreas
      Da ja das erklärte Ziel ist, weltweit das Erdgas durch Wasserstoff aus Wasser durch Elektrolyse mit Hilfe von Wind, Sonne und Kernkraft zu ersetzen, wird die Gewinnung von Mineraldünger nach dem Haber-Bosch Verfahren problemlos weiter möglich sein.
      Die nötigen Temperaturen für das Verfahren werden dann entweder elektrisch oder durch Wasserstoff als Energiequelle erzeugt. Merke: Wassersoff (Wasser) und Stickstoff (Luft) sind Elemente. an denen es nie Mangel geben wird.
      Insofern können Sie sich entspannen. Ihr Schreckensszenario wird nicht eintreten.

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      • Marian E. Finger sagt

        Wasserstoff und Stickstoff sind Elemente, an denen es nie Mangel geben wird. Dasselbe kann man auch von CO2 sagen, und doch ist es das von uns in die Luft geblasene CO2, das jetzt 1:1 für den Klimawandel verantwortlich gemacht wird. Das ist natürlich eine im Grunde unzulässige Vereinfachung, die aber immerhin darauf hindeutet, dass es beim Erhalt unserer Lebensgrundlagen um relativ fragile Gleichgewichte geht und nicht um bloße vorhandene Mengen an was auch immer.

        Möglicherweise können wir der Sonne annähernd unendlich viel Energie abtrotzen, aber wenn wir diese “saubere” Energie dazu verwenden, um so weiterzumachen wie bisher, also immer mehr Plastikmüll und Chemikalien produzieren, die natürlicherweise nicht abgebaut und auch, wenn wir uns mal ehrlich machen, nicht wirklich recyclet werden können, dann zerstören wir auch weiterhin die Natur bzw. wandeln die Natur in einen Lebensraum um, in dem es nur noch Menschen und die von Menschen 100%ig kontrollierten Lebensformen gibt.

        Es zeichnet sich jedoch ab, dass je mehr der Mensch (als Gattung) den Planeten kontrolliert und nach seinen Wünschen steuert, desto mehr auch der einzelne Mensch (als Individuum) kontrolliert und fremdbestimmt wird. Und da ist eben die Frage, ob wir das wollen. Ich selber möchte nicht in so einer Welt leben.

        • Reinhard Seevers sagt

          Was ist deine Lösung Marian?
          “Ich selber möchte nicht in so einer Welt leben.”…du denkst an….?😮

          • Marian E. Finger sagt

            @Reinhard
            Der Ausgangspunkt unserer Entwicklung war der Australopithecus, irgendwo angesiedelt zwischen Bonobo und Schimpanse. Der Zielpunkt unserer Entwicklung ist der Roboter, ein technisches Konstrukt, das so viel oder so wenig mit dem Leben zu tun wie eine Kampfdrohne oder ein Beatmungsgerät auf der Intensivstation. Wozu ist eine Kampfdrohne noch gut, wenn niemand mehr da ist, der bekämpft werden muss? Oder ein Beatmungsgerät, wenn niemand mehr da ist, der beatmet werden muss, weil es den “Menschen” nicht mehr gibt?

            Im Moment stehen wir irgendwo zwischen Affe und Roboter und nennen uns “Mensch”, aber es ist doch klar, wohin die Reise geht. Wenn mich jemand fragt, ob ich lieber Affe oder Roboter sein würde, dann würde ich auf jeden Fall den Affen wählen. Der hat wenigstens noch ein Geschlecht und Spaß am Essen und am Sex.

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Der hat wenigstens noch ein Geschlecht und Spaß am Essen und am Sex.”
              😀
              Das ist die Ursache unserer heutigen Problemlage, sagen die anderen….😉

  5. Rolf Sieling sagt

    Die Produktion basiert nicht nur auf Dünger. Die gesamte Technik hat erst effektive Arbeit ermöglicht, bis hin zu Geflügel und Schweinestall. Dadurch ist auch die Düngung günstig geworden. Selbst Biogas führt zu günstigen Düngemitteln, die der Produktion von Lebensmitteln dienen. Wer diese gewachsenen Kreisläufe behindert, verliert nicht nur Wertschöpfung sondern macht sich abhängig.

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

      Prinzipiell haben sie recht. Unsere Regierung einschließlich der EU machen aber nichts anderes als die gewachsenen Kreisläufe zu durchbrechen. Noch etwas zur “günstigen” Düngung über Gülle. Oft wird diese auch auf entfernte Flächen gefahren und wenn man dann die Kosten der gesamten Maschinerie dafür sieht (Lohnunternehmer, Diesel, Lohnkosten) und auch noch die Bodenverdichtungen durch das Ausbringen bewertet hat das mit günstig nicht mehr viel zu tun. Ein Problem ist auch das diese schwere Technik sehr oft auf dafür viel zu kleinen Flächen eingesetzt wird. Wir selber geben mittlerweile Gülle ab um sie nicht teuer auf entfernte Fläche fahren zu müssen. Das löst das Problem in seiner Gesamtheit natürlich nicht.

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      • Und alles nur weil der Verbraucher billige Tierprodukte haben will!

        So billig gibt es die Natur nicht her,
        deswegen müssen wir sie vergewaltigen!

        Die Kritiker sind die Billgjäger und Mallefahrer.
        Also sind die Mallefahrer die größen Umweltschänder, weil sie die Folgen nicht durchblicken! Weil sie nicht nachhaltig denken können!

        Und zu faul dazu sind, denn
        leichter ist es ja
        dieses Phänomen den Bauern in die Schuhe zu schieben.

        Wenn man sich das mal überlegt?
        Die Bauern lassen sich auf Grüne Revolustion ein, damit alle satt werden, wie es hier ca. 1950, als 12.000Flüchtlijnge auf dem Gebiet der kleinen Bundesrepublik aus dem Osten kamen, war
        und bekommen von den satten Leuten dann deswegen geschimpft!
        Ist das Dummheit hoch 3?

        Das kann man dann auch auf weltweit übersezten

    • “Wer diese gewachsenen Kreisläufe behindert, verliert nicht nur Wertschöpfung sondern macht sich abhängig.”

      Ganz genau Rolf,
      wo vielseitig ist die LAndwirtschaft,
      dasd müssenihre Kritiker auch verstehen, sonst d+ürfenwir diese nicht erst nehmen.

      Oder nicht für für voll nehmen!

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  6. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Der neu aus der Taufe gehobene Bürgerrat für Ernährung soll jetzt ja über die zukünftige Entwicklung unseres Essens diskutieren und kann Empfehlungen an die Politik aussprechen.
    Was dabei wohl rauskommt.

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      • Thomas Bröcker sagt

        Ziemlich genau hundert Jahre später macht die Geschichte einen Schlenker in die Zeit der Revolutionen , die dem ersten Weltkrieg folgten. Die darauf folgende Entwicklung wird fatalerweise auch ähnlich sein. Irgendwie bewegt die Zeit (Entwicklung in der Gesellschaft) sich seitwärts und nicht nach vorn.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wie sagt Herles im Gespräch mit Schuler:…..der Deutsche hat immer, wenn es Probleme gab, den sozialistischen Weg als Ausweg gesucht…schließlich seien Marx und Engels Deutsche gewesen…”
          😉

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          • firedragon sagt

            “sozialistischen Weg” … ich hatte kürzlich ein Gespräch in einem Podcast gehört. Da war eine der Meinung, der Mensch sei ein Herdentier. Dem kann ich so nicht zustimmen – Familienverband trifft eher auf den Menschen zu.
            Das mit dem “sozialistischen Weg” funktioniert (auf lange Sicht) nicht wirklich.

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            • evo.... sagt

              Wenn alle im Elend (Sozialismus) leben, die Leute nix anderes mehr kennen dann würde auch der Sozialismus Bestand haben,

              Das wird aber wohl nie passieren, weil der Kapitalismus das natürlichere und damit erfolgreichere System ist. Momentan müsste man ihn vielleicht ein bisschen Zügeln. Warum fällt auf Lebensmittel eine Mehrwertsteuer an und auf die ganzen Finanzgeschäfte nicht?

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          • evo.... sagt

            Da könnten auch unsere Kirchen mit Schuld haben. Was die machen halte ich für Sozial-Romantik. Joyce Meyer macht viel lebensnähere Predigten.

            Ich lebe hier evangelisch und die Kirchgängers sind alle ganz lieb – solange sie sich einen Vorteil erhoffen. Die können aber auch ganz schnell ganz böse werden- wenn sie für sich keinen Vorteil sehen. Die Jesus-Botschaft macht es den Leuten zu einfach, da muss wieder Zucht rein!

  7. Reinhard Seevers sagt

    Ich bezweifle den Zusammenhang….ich glaube, dieser gilt nur für die entwickelte Hälfte der Erde….und dann hat man es hochgerechnet. China z.B. hatte nur ganz geringe ökonomische Verbindungen zum Rest der Welt. Es hatte unter Mao extreme Hungertote, dennoch wuchs die Bevölkerung von 1950 mit 550Millionen auf heute 1,4 Milliarden.

    • Thomas Bröcker sagt

      Das ist ein Irrtum Reinhard. In China wurde und wird synthetischer Stickstoffdünger von Anbeginn eingesetzt. seit Anfang der 80-iger exzessiv. Auch in den späten 60 zigern und 70-zigern arbeitete BASF z.B. über dänische Firmen trotz Handelsembargo´s mit China zusammen . Hauptgründe für die Hungertoten waren neben verfehlter Politik vor allem das sich ständigen verschärfende Handelsembargo der USA (1956 – 1967). Dieses, vor allem von den USA und ihren Vasallen eingesetzte Machtmittel hat übrigens auch im Irak schon Jahre vor dem Sturz Husseins, über eine Million Menschenleben gekostet .
      China hat nur 7 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Welt, und ernährt damit aktuell rund 15 % der Weltbevölkerung. Die haben in der LW schon immer intensiv gearbeitet.
      Seit 1984 ist China Nettoexporteur von Nahrungsmitteln. Die landwirtschaftliche Erzeugung nahm (vor allem durch mineralischen Stickstoff) zwischen Mitte der 70-iger bis Ende der 80-ziger Jahre jährlich stabil um etwa 9 % zu.
      Der Überheblichkeit des christlichen Nordens sollten die genauen historische Zahlen und Zusammenhänge endlich mal Einhalt gebieten.

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      • Bergamasca sagt

        Wow, vielen Dank, Herr Bröcker! Ich sag’s ja, man kann in diesem Blog eine Unmenge lernen.
        Wie kommt man an solch spezifisches Detailwissen?

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  8. Frikadellen piet 44 sagt

    moin richtig eingesetzt ist der Dünger verdammt gut genau wie die grüne Gentechnik die man nur richtig einsetzen muss dann werden noch da viele Leben erhalten das mit dem Grundwasser bei der angeblichen überdüngung hat auch andere Gründe z.B schlechtes abwasserrohrnetz darüber spricht aber keiner es wird lieber auf den Landwirtschaft geschoben

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