Bauer Willi
Kommentare 21

Systematisch erfassen

Seitdem die Krefelder Entomologen ihre Ergebnisse zum Insektensterben veröffentlicht haben, gilt in der Öffentlichkeit das Insektensterben quasi als bewiesen. Dabei wird übersehen, dass die Erhebungen sich nur auf ein lokal sehr begrenztes Gebiet beziehen. Um aber stichhaltige Aussagen zur Entwicklung der Biodiversität zu ziehen bedarf es großflächiger und systematischer Erfassung. So, wie es in England bereit seit vielen Jahrzehnten passiert. Die Forscher können auf eine fundierte Datenbasis zurückgreifen, die bis ins Jahr 1933 zurück reicht.

Meine Blogger-Kollegin Susanne Günther hat die Fakten und Beispiele dazu zusammengetragen:

“Wenn man sagt »Insekten sind wichtig«, dann muss man das so machen”

 

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21 Kommentare

  1. Ich bestreite ja nicht, dass in den Medien Quatsch geschrieben wird – das sehe ich ja selbst- und offensichtlich auch vorgelagert Quatsch in Fachzeitschriften gelangt.

    Mir gehen nur diese assoziativen Fehlschlüsse auf den Sack.

    Meine Hoffnung ist Friedrich Merz. Konservativ, schneidiges Auftreten, hohe Auffassungsgabe, schnell und präzise im Denken, wortgewaltig. Er wird die abtrünnigen Konservativen denken lassen: “Der Merz ist blitzgescheit. Und was reden wir dagegen seit den letzten Jahren eigentlich für einen Blödsinn?!”

    Es folgt ein Umdenken bei den nicht ganz hoffnungslosen Fällen. Tichy und seinen Fans hat er schon einen ordentlich vor den Latz gegeben, als er von ihm keinen Preis überreicht haben wollte. 🙂 🙂 🙂

    • bauerhans sagt

      “Friedrich Merz. Konservativ, schneidiges Auftreten..”

      ja,aaaber dem fehlt die ausstrahlung eines robert habeck.

      • Christian Bothe sagt

        Wenn wir schon darüber reden,was für eine Ausstrahlung hat Habeck???Ausser Polemik wie Hofreiter und Co. und momentanen Hype ist da nichts…Merz ist ein ganz anderes Kaliber und für mich der kommende Kanzler.

        • bauerhans sagt

          merkel redet nix,hat aber eine so gefürchtete ausstrahlung,das kein politiker widerworte gibt.

  2. Bauer S sagt

    Wozu eine neue Studie. Man hat eine politische mit Schuldzuweisung. Die urbane kreative Stadtbevölkerung wird dem Land schon zeigen wo der Hase lang zulaufen hat. Alles andere wäre töricht gedacht.

    • bauerhans sagt

      “Die urbane kreative Stadtbevölkerung…”

      interessiert die nicht die bohne!
      nur eine kleine jüngere minderheit,die im absoluten wohlstand aufgewachsen ist,möchte zurück nach bullerbü,aber nicht zu fuss und nicht ohne smartphone.

  3. Berthold Lauer sagt

    Ich kann mich hier nur wiederholen: Die Krefelder haben bestimmt genau gewogen und dokumentiert. Aber dann fehlt für die pauschalen Schuldzuweisungen, die größtenteils andere hinterher gemacht haben, jegliche Grundlage. Es wurde ja meines Wissens “Insektenmasse” ermittelt, also gewogen. wenn also einige “dicke Brummer” im Laufe der Zeit fehlten, hat sich das massiv auf die gewogene Massse ausgewirkt. Analyse einzelner Arten fehlt.Für die “80%” Rückgang wurden nur die Jahre 1989 und 2013 miteinander verglichen. Wenn man die “richtigen” Jahre miteinander verglichen hätte, wäre wohl manchmal auch ein Zuwachs möglich gewesen. Fazit: Erst gründliche Datenerhebung, dann gründliche Datenanalyse, dann Ursachenforschung in alle Richtungen, dann eventuell Schuldzuweisungen!!!

  4. Die jungen modernen Leute von 1968 wollten die noch in den Köpfen der älteren Leute vorhandene Dikatur abschaffen und die GRÜNEN wollen sie wieder einführen?

    Wenn eine Diktatur, dann nur die von der Ökologie vorgeschriebene!

  5. Bauer Fritz sagt

    Große Zahlen – kleine Beweise – und das Kreuz mit der Mathematik/Statistik

    Seit kurzem wissen wir auch noch, daß wir 60% (manche Zeitungen schrieben von 70% oder 80% – aber das sind ja nur noch marginale Abweichungen) der Tierwelt seit 1970 vernichtet haben. Wie man mit ein bißchen “Aufpausch-Mathe” (aus 17% werden 60%, wie man die richtigen 6,4% auswählt um das “schönste” Ergebnis zu bekommen etc. )dazu kommt, beschreibt diese Artikel:
    “Wait, Have We Really Wiped Out 60 Percent of Animals?”
    https://www.theatlantic.com/science/archive/2018/10/have-we-really-killed-60-percent-animals-1970/574549/?fbclid=IwAR39_X8snjfg4VisgTVQsTT43x8U9zh93rfSNy-SKxeiEPsbp3cj7AaR9Pg

    Wissenschaft ist halt echte Arbeit und nix für Ideologen.

      • Bauer Fritz sagt

        Da gab und gibt es doch die Mär vom unaufhaltsamen Waldsterben ungeachtet der Evidenz steigender Waldanteile. Da gab und gibt es die Mär vom Insektensterben das von Windschutzscheiben abgelesen kann. Angesichts der Evidenz daß die Wälder eher an zu viel als an zu wenig Insekten sterben einer der Treppenwitze der Öko-Märchenerzähler. Und da erwähne ich auch nur noch beiläufig das allseits beobachtete Bienensterben ungeachtet der Evidenz, daß diese eigentlich immer mehr (um nicht zu sagen zu viele) sind und für das man sogar Albert Einstein als Bonmotlieferant mißbrauchen muß – damit auch gleich der Mensch danach sterben wird (Fast schon belustiend angesichts der Evidenz, daß uns allen dieses Faktum über kurz oder lang gewiß ist und uns alljährlich gerade am heutigen Tag erinnerlich gemacht wird).

        Vermutlich ist das alles nicht so ganz auf ihrem Radar, Sie 🙂 Bullerbümonster.
        Zum Radarnachjustieren: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/umweltschutz-bienenschuetzer-plastikhasser-oeko-narren-15859698.html

        • Ja, “vermutlich”…

          Ich bat um Beispiele für Ihre obige Behauptung. Sie werden sich ja noch daran erinnern, in welcher Zeitung Sie es gelesen haben. Oder war es nur eine Vermutung? So etwas kann der gesellschaftliche Zusammenhang in Deutschland gut gebrauchen, wenn ständig die Presse haltlos gebasht wird. Vielen Dank dafür nach Österreich!

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            : Die starken Rückgänge „von bis zu 80 Prozent“ sind nicht etwa ein Durchschnitt aller vom Verein betriebenen Messstellen in Nordrhein-Westfalen. Nein, die Zahl, auf die sich seit 2013 alle Experten stützen, stammt von genau zwei Standorten im Krefelder Naturschutzgebiet „Orbroicher Bruch“. Auf die Frage der FAS, ob sich diese beiden Messpunkte denn problemlos auf ganz Deutschland hochrechnen ließen, antwortet Entomologe Sorg: „Natürlich nicht.“

            Nochmal: Das Anliegen der Entomologen und aller Umweltschützer ist berechtigt. Wenn es eindeutige Indizien dafür gibt, dass Insektenarten in Deutschland in breitem Umfang aussterben, muss dem nachgegangen werden – und zwar bundesweit mit wissenschaftlich fundierten, nachvollziehbaren und damit glaubwürdigen Methoden.

            Die Ergebnisse eines entomolgischen Vereins aus zwei Messpunkten in einem Krefelder Naturschutzgebiet zu einem deutschlandweiten Massensterben der Insekten aufzublasen, ist dagegen unseriös bis skandalös. Das schadet nicht nur der Sache, sondern vor allem der Glaubwürdigkeit aller Beteiligten.

            https://meedia.de/2017/07/18/angeblicher-insektenschwund-wie-die-medien-in-die-gruen-rote-wahlkampffalle-tappten/

            Na ja die Studien:

            http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/penis-schuld-am-klimawandel-forscher-narren-fachmagazin-a-1148845.html

          • Bauer Fritz sagt

            Wir gewinnen nicht nur gerne beim Skifahren sondern auch beim Weltuntergang. Während etwa sonst wo in der Welt 60% der Wirbeltier abhanden gekommen sind, war es daher kaum verwunderlich, daß wir das in Österreich auf jeden Fall toppen können. Wir haben nämlich 70%. (https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20181030_OTS0026/wwf-living-planet-report-2018-menschlicher-raubbau-an-der-natur-beschleunigt-das-artensterben).

            Was einem einfach auf den Nerv geht ist das Hochjazzen irgendwelcher Zahlen zu einem mindestens Weltuntergangsszenario (die Welt geht in den deutschsprachigen Medien sowieso ungefähr 4x öfter unter als in der übrigen Welt). Wie aus den regionalen Einzelbeobachtungen der Krefelder ein nahezu weltweites Fanal gehypt wurde sucht ja wirklich schon seinesgleichen.
            Ich warte ja schon hoffnungsfroh drauf, bis in einem chinesischen Dorf 1% der Fahrräder gleichzeitig umfallen, weil daraus wird sicher zumindest ein europäischer Verkehrskollaps.

            • Das ist aber eine PM des Studienverfassers selbst. In dem von Ihnen oben verlinkten Artikel in The Atlantic geht es darum, dass gewisse US-Medien es nicht schafften, die Aussage mit der Reduzierung der Wirbeltierpopulationen um 60 % richtig wiederzugeben. Um mehr nicht.

              Für berichtenswert halte ich die Studie schon. Ich möchte von ihr erfahren, damit ich die Wahl treffen kann, mich mit ihr näher zu beschäftigen oder nicht. Die Aussagen in der Studie klingen aus sich heraus dramatisch. Ich sehe nicht, in welchen Medien hierzulande extra Panik geschürt worden wäre, komplett Fehlanzeige. Die achgut und Tichy werden aber einen ganz tollen Meinungsartikel draus machen…

              So, jetzt wird Weltvegantag genüsslich gefeiert. Hm…. 😉

      • Bauer Willi sagt

        AdT
        Außer der Krefelder Studie ist da nix. Die Engländer stellen in wissenschaftlichen Forschungen fest, dass in urbanen Regionen ein Rückgang festzustellen ist. Docjnsie enthalten sich einer konkreten Ursachenerklärung. Das ist bei uns anders: die Erhebung der Masse der Fluginskten der Hobby-Entomologen wird nicht angezweifelt und der Verursacher steht fest. Dann wird danach noch schnell ein Insektensterben draus.

        • Es ging jetzt nur um die thematisch abseitige Behauptung von Bauer Fritz.

          Für wen steht der Verursacher fest? Und warum werden dann staatliche Mittel zur Erforschung der Ursachen aufgewendet? In dem von Dir verlinkten Artikel lese ich hingegen:

          》Beate Jessel, die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, erläutert in einer Pressemitteilung die Hintergründe:

          “Wir brauchen dringend eine wissenschaftlich belastbare Datenbasis zum Zustand und zur Entwicklung der Insektenfauna in Deutschland, die auf bundesweit repräsentativen, systematischen Erhebungen anhand von standardisierten Methoden basiert. Das geplante Insektenmonitoring soll eine solche Basis liefern.”《

          Ein irritierter AdT…

          • Hallo AdT, sie werden sicherlich verstehen, dass wir konventionellen Landwirte ebenfalls leicht irritiert bis zornig sind. Wenn nach Messungen der Krefelder Entomologen, die einen Insektenrückgang an ihren Standorten festgestellt haben, wobei sie selbst betonen, die Ursachen dafür nicht zu kennen, etliche Medien, NGO´s und den Grünen sofort den Verursacher ausgemacht haben, nämlich die konventionelle Landwirtschaft.
            Wenn das Ganze jetzt auf objektiv fundierte Füße gestellt wird, kann man das als Bauer nur begrüßen.

          • Bauer Willi sagt

            @AdT
            Wärst Du nach Mettmann gekommen, hättest du die live und in Farbe das arrogante, aggressive und überhebliche Rede des NABU-Vorsitzenden erlebt. Ich habe schon viel gehört und kann auch einstecken, aber diese Schuldzuweisungen waren wirklich abenteuerlich.
            Bauer Willi

  6. Friedrich sagt

    Willi, gut das du das hier mal in die Öffentlichkeit bringst. Nach den Daten aus UK müßen doch unsere Bauernhasser blank ziehen , denn so wie ich das sehe kommt der Insektenrückgang von der Masse Mensch und nicht von den Bauern. — Nach dem Artikel kommt noch ein Text zu den NGOs . Auch die Zusammensetzung des wissenschaftl. Beirats aus lauter grünen Vertretern ist sehr anschaulich. Die konv. Landwirtschaft hat dort ja fast keine Stimme. Ich sags ja , daß wir Staatsterror und eine Verwaltungsbürokratiediktatur in der Landwirtschaft haben.

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