Bauer Willi
Kommentare 90

Sind Bauern rechtsradikal?

Im Zusammenhang mit den Demonstrationen der Landwirte wird immer wieder behauptet, dass die Bauern Anhänger der AfD wären.

Zur fachlichen Einordnung sollen hier die Ergebnisse der Landtagswahlen angeführt werden, die das in keiner Weise belegen. Ja, Bauern wählen in der Regel konservativ aber eben nicht – wie andere Berufsgruppen – die AfD.

https://www.agrarheute.com/politik/so-haben-bayerns-bauern-landtagswahl-abgestimmt-611812

Das überproportional viele Landwirte für die Freien Wähler gestimmt haben, könnte daran liegen, dass sie Sympathien für  Aiwanger haben, der selber Landwirt ist und der Vorsitzender der Partei in Bayern.

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90 Kommentare

  1. Josef sagt

    Wenn Bauern sich an Demos beteiligen auf denen auch Traktoren mit großen Schildern mitfahren, mit Worten wie zb. diesen: “Atombombe auf Berlin- Putin hilf!” dann sollte man sich nicht wundern, wenn die Demos als rechtsradikal bezeichnet werden. Falls auf dieser Demo genug vernünftige Protestler anwesend wären, könnten sie den Fahrer darauf ansprechen und verlangen, dass er so ein verblödetes , gewaltverherrlichendes, rechtsradikales Schild sofort wegnimmt, oder sofort die Demo zu verlassen hat. Oder glaubt man tatsächlich, dass das dem Anliegen der Bauern dient? Weiters möchte ich so manchem “Russlandverstehern” mitteilen, dass dort viele Kleinlandwirte enteignet worden sind und der Landwirtschaftsminister mittlerweile so ziemlich zum größten Agrarlandbesitzer mutiert ist. Wem das gefällt, sollte doch bitte seinen Hof im Westen verkaufen und dort sein “wahres Glück” versuchen.

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  2. Andreas Gerner sagt

    War da jemand in Mathe immer krank? Oder steht er nur auf dem Schlauch?

    Der Abgleich erfolgt doch jedes Mal.

    Wenn fleißig AfD oder links gewählt würde, aber das im Fragebogen kaum einer an-/zugibt, müsste doch hinterher das Wahlergebnis des Lokals von dem der Fragebögen signifikant abweichen.
    TUT ES ABER NICHT.
    Der Beweis sind die sehr treffsicheren 18:00 Prognosen. Die kommen genau aus diesen Befragungen.

    • Das war jemand, der sich mit der Komplexität der Bauern nicht auseinandersetzen will.

      Da ist es bequemer sie respektlos zu behandeln und das Vorurteil zu streuen und füttern, Bauern sind alle rechts.
      Ist doch einfacher.
      Denn dumm darf man ruhig sein, man muß sich nur zu helfen wissen.

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  3. Das was hier von “Bauer Willi” hier vorgestellt wird, ist m.E. absoluter bullshit. Er kennt als Bauer vom Niederrhein weder die bayerische Seele noch die der Landbevölkerung.
    Hier kann man nur feststellen: Bauer (Schuster) bleib bei deinem Leisten und lebe deine Phantasien irgendwo an einem stillen Ort aus!

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    • Bauer Willi sagt

      @„Karl“
      Geht es Ihnen jetzt besser? Das war ja sehr wichtig, dass Sie das jetzt losgeworden sind.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wenn sie die bayrische Seele und die Landbevölkerung besser kennen, lassen sie uns an ihrem Wissen teilhaben, in ihrer Post ist nicht heraus zu Lesen, dass sie nur ein klitzekleines Teil von denen Wissen.

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    • Limes sagt

      @Karl ….. die bayrische Seele” und “die der Landbevölkerung”?
      Lassen sie uns wissen ob es wirklich “die bayrische Seele und die Landbevölkerung” gibt und wie die aussieht im Land der diversen Stämme aus Franken, Bayern, Oberpfälzer, Schwaben…. Wir wollen ja hier immer neu dazu lernen.

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    • Christian Bothe sagt

      Karl: da hat aber einer Frust…B.Willi hat lediglich Statistiken herausgesucht! Was da Ihre unverschämte Bemerkung soll ( hoffe Sie verstehen englisch…), ist irgendwie zweifelhaft!

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    • @Karl, als Bayer nehme ich für mich in Anspruch mich mit der “bayerischen Seele” auszukennen. Lebensgefühl würde mir besser gefallen. Motto “Lebn und lebn lassn”. Kann aber beim besten Willen keinen Zusammenhang zwischen dem Artikel von Bauer Willi und dem bayerischen Lebensgefühl erkennen. Klären Sie uns bitte auf Karl.

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      • Andreas sagt

        Warum sollten die bayerischen Bauern eine AfD wählen,
        wenn sie mit Hubert Aiwanger das Orginal wählen konnten ?
        (ah)

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        • Jochen Böhrer sagt

          Ich hatte gedacht, einen dümmeren Kommentar als Karl könnte man nicht abgeben. Aber SIE haben ihn auf den zweiten Platz verwiesen. Glückwunsch zum Sieg.

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    • Andreas Gerner sagt

      Das ist nunmal eine der aktuellsten Wahlergebnisse und Bayern ein Schwergewicht.

      Auch bei der letzten Bundestagswahl war klar (wenn auch nicht mit dem gleichen Abstand) von den Bauern weniger die AFD gewählt worden, als von der Gesamtbevölkerung.

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    • Jochen Böhrer sagt

      Es gibt auch eine Statistik für Gesamtdeutschland von der letzten Bundestagswahl. Auch da waren die Bauern nach den Beamten die Bevölkerungsgruppe mit der geringsten AFD-Zuneigung. Ihr Kommentar war so saublöd und offensichtlich gehässig, dass man eigentlich gar nicht drauf eingehen sollte

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  4. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Übrigens forderte meine Frau heute beim Einkaufen einige Bekannte, die fragten, was die Gummistiefel an unseren Ortsschildern bedeuten sollen, ganz spontan auf, sich in einem friedlichen Protest mit den Bauern solidarisch zu erklären:

    Stellt unter dem Motto “…(Ortsname/am besten über die Tagespresse kommunizieren!) leuchtet! – Bild Gummistiefel + Kerz” vor jeder Haustür, Garage oder Hoftor ein Paar Gummistiefel raus, mittig ein LED-Kerzlein. Erzeugt Stimmung, die die Herzen der gepeinigten Bauern sicherlich erwärmen wird.

    An unser Hoftor kommt eine Gummistiefel-Ampel (rot-gelb-grün) mit einem Friedleinslichtlein obenauf montiert, damit jeder unmissverständlich erkennen kann, wo dieses unselige agrarpolitische Transformationsgeschehen in Bälde münden wird für sehr viele Höfe hierzulande.

    Ob’s wohl die RICHTIGEN(!?) endlich kapieren werden…!?

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      • Willis Idee mit den grünen Kreutzen mit Warnweste finde ich nach wie vor sehr gut. Sollte m.E im Vorfeld der Demo am 8.1. flächlendeckend umgesetzt werden!

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          – Die Kreuze mit Warnwesten stehen neben den Straßen auf den Äckern der Bauern
          – Die Gummistiefel mit Kerzenlicht sollen ab 08.01.24 bestenfalls vor jedem Haus des jeweiligen Wohnortes die Solidarität der Mitbürger mit den Anliegen von uns Bauern bekunden. (…. leuchtet!)

          Im Idealfall ergänzt den einen stummen Protest in einem äußerst wertvollen Synergieeffekt ersteren!!!

          Frei nach dem Motto:

          EINER für ALLE – ALLE für EINEN

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      sch… Autokorrektur:
      Friedleinslichtlein = Friedhofslichtlein LED
      Kerz gerne mit e = Kerze

      (Ach, schreibt es selbst direkt an eure Heimatpresse – bis 08.01.2024 ist ja noch etwas hin)

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  5. Andreas Gerner sagt

    Willi, bei Dir fehlt die Spalte Selbständige.

    In der Forschungsgruppe-Wahlen-Auswertung auf agrarheute.de ist die mit drin.

    Und da tun sich Fragen auf (wenn auch für das Thema und uns Landwirte nicht relevant):

    Warum wählen Selbständige zu weit größeren Anteilen (18%) Grüne als Arbeiter (7%) ?
    Das wäre ja anders zu erwarten gewesen.

    Oder betiteln sich massenhaft Studierende und Arbeitslose als “Selbständige” weil die sich einbilden, demnächst ein StartUp zu gründen?

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    • Reinhard Seevers sagt

      Andreas, es ist inzwischen so, dass die starke Differenzierung von Wahlanalysen und Umfragen die offene Diskussion im politischen Raum ersetzt hat. Durch die immer feinere Filterung übergibt man dem Demoskopen die Deutungshoheit über politische Richtungen. Man manifestiert statistische Filter zu politischen Handlungsmaximen.
      Wer sich darauf auch für die Zukunft einlässt, der kann die Politik ruhigen Gewissens der KI überlassen, die weiß, wer wann wen wählt und stellt dann die politischen Weichen entsprechend ein. Vollkatastrophe! Denken sollte wieder zur Pflicht werden, und Wählen sollte nur der dürfen, der mindestens drei Parteien und deren Wahlprogramme kennt. (😎)

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      • Andreas Gerner sagt

        Aber welche Relevanz haben Wahlprogramme eigentlich (noch) ?

        Willi hatte neulich ein paar Wahlplakate mit den zentralen Botschaften der Parteien und Kandidaten hervorgekramt.

        Und wie regieren die nun?

        Eben.

        Am Ehesten trifft noch der Spruch von AnnalenaCharlotteAlma zu:
        “Kommt, wir ändern die Politik!”

        In gewisser weise schafft sie und ihre Koalitionäre das gerade.
        Nach der nächsten Wahl wird die Politik eine völlig veränderte sein.

        Zwar in eine ganz andere Richtung verändert, als sie sich das wohl gedacht hat, aber tatsächlich verändert.

        Käme zeitnah die Vertauensfrage, ginge eine Wahl wohl so aus, dass Union, SPD, Freie Wähler und evtl sogar noch Grüne zusammen gehen müssten, um die AFD auf die Oppositionsbank zu verweisen.
        Und dass die Bevölkerung 4 Jahre mitzieht, muss mindestens die Migrationsfrage und das Bürgergeld total umgestaltet werden.

        Käme keine Vertrauensfrage und das Ampel Siechtum samt Schießen gegen die Union (Jüngst Esken: “Merz brandgefährlich”) geht bis Herbst25 weiter, erstarkt die AfD so arg, dass womöglich dann deren Regierung nicht verhinderbar ist.

        Fakt ist: An Landwirten lag´s nicht

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      • Andreas Gerner sagt

        Und seit Jahrzehnten hat wohl jede Partei in jedem Wahlprogramm den Bürokratieabbau stehen.

        Hat jemand nach der Wahl was gemacht ?

        Ja.
        Die betreiben konstant negativen Bürokratieabbau…

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  6. Es ist En Vouge geworden, das der links-grüne Mainstream alle Andersdenkenden in die rechtsradikale Ecke schiebt und die unbequeme AfD als rechtsradikal brandmarkt. Damit erspart man sich, die Diskussion mit denen zu führen und das Problem ist gelöst. Den protestierenden Bauern wird es genau so ergehen! Im Übrigen werden die “Freien Wähler” von großen Teilen des Mainstreams inzwischen genau so in die rechte Ecke gestellt, Aiwanger war nur die Speerspitze.

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  7. Limes sagt

    in Bayern gibt es ca 100000 landwirtschaftliche Betriebe davon sind 11 % d.h mehr als 11000 Bio Betriebe . interessant angeblich nur 2 % Wähler Grüne bei Landwirten

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    • Andreas Gerner sagt

      Die Bio-Betriebsleiter die ich kenne, sind allesamt keine Grünen-Wähler.
      Auch fährt von denen nur einer E-Auto, keiner hat eine Wärmepumpe.

      Holzofen ist ziemlich verbreitet. Den lehnen Grüne strikt ab.

      Wenn Hartmann, Schulze und Özdemir mit Gewalt das 30% Bio Ziel umsetzen, ist der Markt für die bestehenden 11% ruiniert.

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  8. Sonja Dengler sagt

    Es nutzt ja nichts, “beweisen” zu wollen, dass Bauern nicht rechtsradikal sind, sie wehren sich gegen die Regierung und damit SIND alle Bauern als “rechts” abgestempelt.
    Daraus folgt zwingend: auch AfD, Pediga, Querdenker und wie sie alle heißen (gibt es noch mehr?) sind genausowenig “rechts”.
    Man macht es mit uns Deutschen wie seinerzeit mit den Schwarzen im Apartheidsystem Südafrikas: die kämpften auch gegeneinander statt miteinander – das sicherte die Herrschaft der Bösartigen.
    Liebe Grüße
    und ein gesegnetes Neues Jahr 2024
    Sonja

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    • Es soll doch nur mit Vorurteil, dass wir Bauern alle rechts sind und somit AfD-Sympathisanten,
      aufgeräumt werden.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wer nicht Links ist,
      ist nach neuem deutschen Sprachgebrauch rechts.

      Konservativ ist genau so rechts.

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  9. Laut “progressivem” Lager ist ja auch alles rechts von der SPD rechtsradikal. Und da die SPD mittlerweile zu so einer Art West-PDS verkommen ist, fängt bei denen rechtsradikal ziemlich weit links an.

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    • Das ist eine gefährliche Propaganda von denen und das sollten die als Regierungsverantwortliche auch wissen.
      Oder wollen die das gar nicht ,
      Dann dürfen die keine Verantwortung für dieses Land übernehmen.

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  10. Reinhard Seevers sagt

    Wir haben eine Demokratie, wir haben das Wahlgeheimnis, ……die Frage wer wen wählt ist der undemokratischen Versuch eine Gruppe zu diskreditieren und ihr damit die Legitimation für ihr Anliegen zu nehmen. Wie viele GDLer sind in der AfD? Wie, das ist nicht wichtig?

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  11. Frank sagt

    Bauern wählen nicht so sehr AfD.
    Na, das ist ja sowas von beruhigend, gelle?
    “Zur fachlichen Einordnung sollen hier die Ergebnisse der Landtagswahlen ”
    Einer (!) Landtagswahl bitte, die zudem ihre echten Eigenheiten hat, wozu neben des hohen Anteils an CSU-Wählerschaft eben auch die FW gehören, die bislang anderswo in Deutschland so sehr nicht in Erscheinung traten. Wenn Bayern überall wär, hätten wir keine Ampel. Damit kann man kaum das Wahlverhalten “der Bauern” darstellten. Zudem steht auch zu erwarten, dass FW anderswo möhlicherweise anders ticken als FW in Oberbayern.
    Aber Hauptsache irgendwas mit “nicht AfD”.
    Übrigens selbst schuld, wenn man dann eben GroKo- oder Ampel-Politik mit entsprechenden Folgen am Hals hat.

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    • Thomas Wallkötter sagt

      Das kann man sehr wohl! Sogar jeder für sich selbst! Es ist ganz einfach, schauen sie sich einfach die Wahlergebnisse in den landwirtschaftlich geprägten Gegenden an. Sie werden die gleichen Ergebnisse finden!
      Das ist auch nur natürlich, Bauern wählen unbedingt konservativ aber niemals rechts! Das passt einfach nicht zu den Werten der Landwirtschaft! Außerdem sind wahrscheinlich überproportional viele Landwirte in 3 Generationen-Haushalten aufgewachsen und haben Auswirkungen des rechten Regimes, bis in die jetzige Generation hin, selbst erlebt!
      Es ist einfach undemokratisch, populistisch, ja sogar ekelhaft die Landwirte immer wieder in die rechte Ecke zu schieben um sich Feindbilder zu schaffen!
      Fakt ist: Die AfD sympathisiert ( wie 2019 auch schon) mit den Bauern, die Bauern aber definitiv nicht mit der AfD!

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    • Andreas Gerner sagt

      Das ist nunmal eine der aktuellsten Wahlergebnisse und Bayern ein Schwergewicht.

      Auch bei der letzten Bundestagswahl war klar (wenn auch nicht mit dem gleichen Abstand) von den Bauern weniger die AFD gewählt worden, als von der Gesamtbevölkerung.

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  12. Biber sagt

    Und warum unterschlagen sie in ihrer Grafik dass die Landwirte in Bayern zu über 50% CSU gewählt haben? Und nicht auf den Dampfplauderer Aiwanger reingefallen sind? Soll den Lesern hier was vorgegaukelt werden? Schade Willi dass sie immer mehr Werbung für die FW machen! Vieleicht sollten sie mal darstellen was die FW im bayr. Umweltministerium für eine schlechte Arbeit beim Messstellennetzwerk für die roten Gebiete macht!

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  13. Albert sagt

    Viel beunruhigender finde ich den noch viel zu hohen Wert der Grünen!
    Da fehlt mir jegliches Verständnis!

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    • Bauer Willi sagt

      Moment! 2% von den Landwirten!

      Der Wert von rund 14% ist aktuell Bundesschnitt und kommt wohl aus den urbanen Regionen.

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      • Pälzer Buh sagt

        “Moment! 2% von den Landwirten!”
        Hinzu kommen noch 2% SPD Wähler!
        Zählt man die drei Konservativen Parteien (ohne FDP) zusammen, kommt man auf 95% welche auf die LW fallen. Bei den Arbeitern, vier (mit FDP) konservativen Partien 82%. Sagt doch schon vieles.
        Interessant sind allerdings die Ergebnisse der Berufsgruppen: Angestellte, Beamten und Selbstständigen

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      • Hauke Jaacks sagt

        Warum sollten wir im stätischen Bereich mehr Grün wählen,Auch hier ist die Landwirtschaft eher konservativ orientiert.Nur haben wir hier weder Freie Wähler noch CSU.Ich denke das dies der Anteil der Biobetriebe ist

        • Die Grünen sollten auch eher konservativ sein, um mit den Landbewirtschaftern und Förster besser zusammenarbeiten zu können,
          Um zu einem besseren Ergebnis in Umweltfragen zu kommen.

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        • Smarti sagt

          Wir hatten vor etwa 3 Wochen ein Treffen von Biolandwirten, eine Adventsfeier, etwa 40 Personen, wohl fast alle sehr überzeugt und schon sehr lange Bio ( auch mit deutlich Konvi-Bashing ). Dabei waren etliche Senioren und langjährige überzeugte Grün-Wähler… und natürlich wurde es bald politisch… die Grünen wurden hart kritisiert, vielleicht 4 Personen verteidigten die Grüne Partei, davon waren 2 Studenten/Weltretter. Der FDP erging es etwa gleich… von Herrn Özdemir sind alle masslos enttäuscht.
          Wir sind dann bald einmal vorzeitig aufgebrochen, war so gar nicht unsere Welt.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Man darf sich nicht auf eine Gruppenzuschreibung einlassen. Die Medien versuchen zunehmend das Haar in der Landw. Widerstandsszene zu finden. Die werden jede noch so kleine Verfehlung berichten und sie zuschreiben. Wie viel Prozent der Friedhofsgärtner die AfD wählt interessiert keinen. Warum also dem Unsinn noch Nahrung geben?

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  14. firedragon sagt

    “… Die Analyse beruht auf einer Befragung am Wahltag. …”

    Schade, dass das Wahlgeheimnis nix mehr wert ist.

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      • firedragon sagt

        1. Warum fragt man das überhaupt ab?
        2. Warum sind die Menschen so blöd, überhaupt zu antworten?

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        • Andreas Gerner sagt

          Diese Art von Befragung wird halt wie keine andere verifiziert.

          Denn die Leute werden nach der Stimmabgabe beim Verlassen des Wahllokale “abgefangen” und befragt, was sie gerade gewählt haben usw.

          Und wenige Stunden Später hat man von dem Wahllokal die tatsächlichen Stimmzahlen.

          Da sich das sehr eng deckt, weiß man, dass da nicht zum Spaß irgendwas verzapft wird, sondern die Leute ehrliche Angaben machen.

          Die 18:00 Prognose trifft das amtliche Endergebnis meist bis auf 1 oder mal 2 % Abweichung schon sehr genau. (und das, obwohl ja nur ein Bruchteil der Wahllokale die Befragungsdaten liefert.)

          Genauer als so geht Wahlanalyse also nicht.

          Von allen Berufsgruppenwahlanalysen sind das mit Abstand die verlässlichsten.

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Von allen Berufsgruppenwahlanalysen sind das mit Abstand die verlässlichsten.”

            ….und, cui bono?

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          • firedragon sagt

            Herr Gerner,

            “… Denn die Leute werden nach der Stimmabgabe beim Verlassen des Wahllokale “abgefangen” und befragt, was sie gerade gewählt haben usw. …”

            Genau daran stoße ich mich. Und schließe mich Herrn Seevers an
            ” … Es bleibt die Kernfrage, wozu eine Zuschreibung des Wahlverhaltens zu einer Gruppe in einer Demokratie notwendig ist oder sein soll. …”

            Wie jemand wählt, ist dessen Sache. Das geht niemanden etwas an. Das sollten alle respektieren und sollte nicht abgefragt werden.

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            • Andreas Gerner sagt

              Wie soll sich Politik dem Wählerwillen gemäß verbessert werden können, wenn dieser nicht neutral abgefragt wird?

              Leider lebt ein Großteil der Politiker in Blasen (ob Urban, arbeitsfern, kein Draht zu Jugend, Pflege usw.) und denen muss man Daten liefern, was welche Teile des Volks belastet/bewegt.

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              • firedragon sagt

                “… denen muss man Daten liefern, was welche Teile des Volks belastet/bewegt. …”

                Das kann gerne gemacht werden, Herr Gerner. Wer welche Partei wählt, fällt aber nicht darunter, in welche Richtung sich eine Partei verbessern kann und ob sich Politiker in Blasen befinden. Dazu kann man themenbezogene Fragen stellen und werden ja auch gestellt.

                Wie gesagt, es geht niemanden etwas an, wer wen wählt.
                Politiker sind Vertreter des Volkes und haben einen Eid geschworen, der sie dazu verpflichtet, zum Wohle des Volkes zu handeln – wer das nicht kann/will ist fehlbesetzt.

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                • Andreas Gerner sagt

                  Ist bei mir schon paar Wahlen her, aber ich erinnere mich an die Blöcke:

                  – Wen/was haben Sie gewählt
                  – Wen/was haben Sie bei der vorangegangenen Wahl gewählt
                  – Wie wichtig sind bei Ihrer Wahlentscheidung die Themenfelder XYZ
                  – Wie beurteilen Sie die Kompetenz der Parteien ABC zu den Themenfeldern XYZ
                  – Wie alt, Geschlecht, Familienstand, Beruf, Bildungsgrad etc.

                  Es wird also sowohl als auch abgefragt.
                  Warum sollte man einen Teil auch weglassen, wenn man die Leute schon mal da hat?

                  Auch ich finde die themebezogenen Fragen sind die wichtigsten, weil für die Weiterentwicklung der Politik/Parteien/Programme hilfreicher, aber für andere Fragen WIE ETWA “SYMPATISIEREN BAUERN STÄRKER MIT DER AfD, ALS DER DURCHSCHNITTSBÜRGER?”, ist nunmal das tatsächliche Wahlverhalten der Berufsgruppen der aussagekräftigste Maßstab.

                  Um für unterschiedliche Fragestellungen die zutreffenden Antworten zu haben, muss man unterschiedliche Fragen stellen und die jeweils relevanten auswerten.

                  Beispiel:
                  Was zählt in der Bundesliga?
                  Wer (am Ende) die meisten Punkte hat.
                  Drum gibt´s die Tabelle.
                  Der mit den meisten bekommt die Schale.

                  Den goldenen Schuh bekommt aber der Torschützenkönig.
                  Um den zu ermitteln braucht es eine weitere Statistik der von den Spielern in Summe erzielten Tore.

                  Das kann ein Stürmer aus der Mannschaft des Viertplatzierten sein.

                  Und für die fairste Mannschaft werden gelbe und rote Karten gezählt…

                  Also denken Sie noch mal nach, ob der Befragungsteil zum Wahlverhalten der Berufsgruppen wirklich gestrichen/verheimlicht werden sollte !

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                • firedragon sagt

                  “… Also denken Sie noch mal nach, ob der Befragungsteil zum Wahlverhalten der Berufsgruppen wirklich gestrichen/verheimlicht werden sollte ! …”

                  Ja, sollte nicht abgefragt werden. Und darüber brauche ich nicht noch mal nachdenken, Herr Gerner.

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                • Andreas Gerner sagt

                  Sturheit siegt bei Ihnen über Argumente und Logik.

                  Da kann Ihnen wohl keiner helfen.

                  Es wird sich keine Mehrheit in der Bevölkerung für die Abschaffung der Befragung finden lassen.
                  Und ich drücke Ihnen da auch nicht die Daumen.

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              • Frank sagt

                “Wie soll sich Politik dem Wählerwillen gemäß verbessert werden können, wenn dieser nicht neutral abgefragt wird?”

                Ich dachte diese Abfrage hieße Wahl?

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      • Peter sagt

        Man muss nichtmal die Wahrheit sagen…(;-)) …ist wie bei der Befragung vorm Supermarkt zum Kaufverhalten…

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        • Andreas Gerner sagt

          Krasser Unterschied:

          Bei Umfragen zum Kaufverhalten beweisen die Daten der Registrierkassen das Gegenteil des Gesagten.

          Bei Wahlbefragungen am Wahltag werden die Angaben (zumindest der Teil mit dem “Wofür haben Sie gestimmt”) wenige Stunden danach bestätigt(also wird auch der Rest der Angaben stimmen; Warum sollte jemand ehrlich angeben, was und wen er gewählt hat, und dann als Arbeiter behaupten, er sei Unternehmer? Oder als Student behaupten, er sei Rentner?).

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          • Reinhard Seevers sagt

            Es bleibt die Kernfrage, wozu eine Zuschreibung des Wahlverhaltens zu einer Gruppe in einer Demokratie notwendig ist oder sein soll. Evtl. ist der Deutsche immer noch nicht raus aus seiner Denke, Menschen zu kategorisieren. Es gibt irgendwann bestimmte Berufsgruppen nicht mehr, will man dann die Zuschreibung auf die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft herausfiltern. Oder auf die Haarfarbe, oder auf das Körpergewicht?

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            • Andreas Gerner sagt

              Es geht darum, dass Parteien und Politiker/Kandidaten erkennen können, wo ihr Programm oder ihr Erreichtes den Menschen nicht die nötigen Änderungen leistet.

              So kann man sein Profil nachschärfen und den Kurs justieren.

              Inwiefern das genutzt wird und dann auch zu Verbesserungen führt, ist kaum analysierbar.

              Aber es ist wohl anzunehmen, dass sich zum Beispiel die Grünen intensiv damit befassen, warum sie ausgerechnet bei den Arbeitern so heftig abgestraft werden.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Wie machen es denn Regierungen und Parteien anderer Länder, die keine derart ausdifferenzierten Umfragen haben…oder wie hat man in der Vergangenheit gute Politik machen können?
                Nein, es ist der Verlust und die Unfähigkeit dem Volk mit seinen Problemen nahe zu sein. Nähe wird ersetzt durch KI- gesteuerte Umfrageergebnisse. Es ist eine peinliche Ausrede.
                Sie war Mal als Unterstützung gedacht und wird zunehmend als Wahrheitsmessgerät missbraucht.

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                • Andreas Gerner sagt

                  Glauben Sie ernsthaft, wenn der Politik Medien dieses Stimmungsbarometer genommen würde, würden die sich den Menschen zuwenden und denen zuhören?

                  Ich nicht.

                  Ich denke dass sich die Politiker (zunehmend Berufspolitiker) dann noch mehr in ihren Blasen einschließen und noch mehr am Mehrheitswillen vorbei regieren.

                  Einziger Bodenkontakt sind dann die “Leute aus dem Volk”, die in Talkshows den Politikern die Meinung sagen. Nur werden diese Leute von Redakteuren ausgewählt. Und wie diese mehrheitlich politisch aufgestellt sind, ist ja bekannt.

                  Ich sehe nicht, dass das Vorliegen von Umfragewerten jemanden aktiv davon abhalten würde, mit dem “Pöbel” zu sprechen.

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          • Peter sagt

            Wenn der Befragte nach seinem Einkauf mit den Daten der Registrierkasse beim Fragenden in Verbindung gebracht würde, dann wäre was gewaltig schief gelaufen. Ebenso ist der Wahlschein (hoffentlich?!) nicht der Person zuzuordenen, welche vor oder nach dem Wahlgang befragt wurde. Beide haben was gekauft: der Supermarktkunde Produkte seiner (eigentlichen) Wahl, der Wähler buchstäblich die Katze im Sack. Nachher erzählt er ganz brav was von konservativ und christlich, so dass sich niemand so recht erklären kann, wo die Stimmen an “den Rändern” herkommen…nur werden diese eben immer breiter.

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            • Andreas Gerner sagt

              Der einzelnen Person wird nix zugeordnet. Wie auch?

              Möglichst alle, die das Wahllokal verlassen, werden befragt.
              (Klar kann man niemanden zwingen, aber idR macht so gut wie jeder doch mit. – Gute Gelegenheit, Gehör zu finden)
              Danach hat man die Wahlergebnisse des Wahllokals.
              Dann gleicht man ab und siehe da: Es wurde wirklich so gestimmt wie im Fragebogen angegeben.
              Sonst lägen die 18:00 Prognosen ja meilenweit daneben. Nur mal so.

              Bei Umfragen zu Einkaufsverhalten ist das grundlegend anders.
              Fragt man 1000 Leute, egal ob am Telefon, auf dem Supermarkt Parkplatz, in der Fußgängerzone etc, wird beteuert sehr auf regional, Haltungsform und Bio zu achten und gern auch was mehr auszugeben.

              Die Tatsächlichen Verkaufszahlen zeigen halt: 90% des Umsatzes z.B. an Obst wird in den Discountern und Supermärkten gemacht und da fast nur vom jeweils günstigsten.

              Jemand , der Rand gewählt hat, kreuzt das idR im Umfragebogen auch an.

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              • Reinhard Seevers sagt

                “Jemand , der Rand gewählt hat, kreuzt das idR im Umfragebogen auch an.”

                Ist das eine Vermutung, eine gesicherte Erkenntnis oder ein Wunschbild.
                Ich habe nichts gegen Demoskopie, aber ich sehe sie als zukünftig uberflüssig an. Was ist so wichtig daran, dass Umfrageergebnisse nah am Wahlergebnis liegen? Nun, es legitimiert die Institute in ihrer Arbeit und ändert weder an Ploitik noch am wirklichen Leben etwas. Es wird uns nur immer wieder aufgetischt, wie wichtig sie seien. Für mich ist das ein Relikt aus der Zeit des Taylerismus der 70 er Jahre, in denen man allen erzählte, man müsse seine Kundschaft kennen, um die richtige Verkaufsstrategie zu haben.

                • Andreas Gerner sagt

                  War da jemand in Mathe zu oft krank? Oder steht er nur auf dem Schlauch?

                  Der Abgleich erfolgt doch jedes Mal.

                  Wenn fleißig AfD oder links gewählt würde, aber das im Fragebogen kaum einer an-/zugibt, müsste doch hinterher das Wahlergebnis des Lokals von dem der Fragebögen signifikant abweichen.
                  ES müsste dann eine kräftige Differenz geben.
                  Zum Beispiel in den Urnen 15% und den Fragebögen 5.
                  TUT ES ABER NICHT.
                  Der Beweis sind die sehr treffsicheren 18:00 Prognosen. Die kommen genau aus diesen Befragungen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Andreas, ich erkenne immer noch nicht die Relevanz. Wozu ist es wichtig, dass die Umfrageergebnisse dem Wahlergebnis oft, häufig oder meistens entsprechen? Es ist doch gerade das Dilemma, dass derzeitige Politik ihre Arbeit nach Umfragen ausrichtet, welche sie selbst in Auftrag gegeben hat und eben nicht die Realität widerspiegelt.
                  Umfragen sind für’n Eimer, meiner Meinung nach. Ich lehne jede Umfrage, die mittlerweile mit einer KI-Stimme daherkommt, ab.

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                • Andreas Gerner sagt

                  Wenn die dem nicht entsprechen würden, müsste man davon ausgehen, dass bei den Fragebögen einfach nur aus Spaß Beliebiges angekreuzt werden würde.

                  Dann wären die Ergebnisse nicht belastbar.

                  Da sich das aber ziemlich stark deckt, kann man sehr wohl davon ausgehen, dass die Probanden das wahrheitsgemäß ausgefüllt haben.
                  Die Zahlen sind belastbar.
                  Willi kann so mit Fug und Recht belegen, dass die Bauern alles andere sind, als die Bastion und Heimat der Rechten Kräfte.

                  Wenn Sie die Umfragen für verzichtbar halten, brauchen Sie ja keine zu unterstützen. Und Sie können am Wahltag von 18 bis 21 Uhr den Fernseher aus lassen.

                  Wie kommen Sie darauf, dass die Politiker ohne die Umfragen ein besseres Abbild der Durchschnittsmeinung vom Volk bekommen können, als mit den Umfragen?

                  Die Umfragen befragen ALLE Wähler. Horcht sich ein Politiker privat um, hört er tendenziell viel zu häufig die Meinungen aus seinem Dunstkreis / aus seiner Blase.

                  Länder wie Russland und Türkei machen Politik ohne auf das Volk zu hören.
                  Das Umfeld von Putin oder Erdogan bestimmt die Richtung.

                  Ein Erfolgsmodell?

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  15. Frikadellen piet 45 sagt

    moin ich glaube momentan vielen viele gute Alternativen schönen Gruß aus dem Hochwassergebiet

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