Bauer Willi
Kommentare 78

Auf der Suche nach den Milliarden…

Auf der Suche nach Milliarden, die man eventuell einsparen könnte, bin ich auf eine Seite des Bundes gestoßen, auf der die Mittel, die Deutschland an Entwicklungshilfe zahlt, sehr detailiert und nach Themen geordnet aufgelistet sind.

https://www.transparenzportal.bund.de/de/

Im oberen Teil ist nach Ländern und Regionen gegliedert. So erhält Indien, das mittlerweile zu den Ländern gehört, dass auch den Weltraum erobert, von Deutschland Entwicklungshilfe in Höhe von rund 4,7 Milliarden. Brasilien, einer der größten Exporteure von  Agrarrohstoffen erhält immerhin auch noch 660 Millionen.

Wenn man weiter nach unten scrollt, werden die Hilfen nach Themen geordnet. Mit 6,11 Milliarden € steht Land- und Forstwirtschaft und Fischerei an dritter Stelle. Aktuell sind es 1180 Projekte in diesem Bereich.

Eine weitere Quelle für die Verwendung von staatlichen Mitteln ist die Drucksache 20/9721 des Deutschen Bundestages. (Daten weiter unten im Dokument)

https://dip.bundestag.de/vorgang/paris21-statistik-als-instrument-zur-f%C3%B6rderung-von-entwicklung/305571?f.wahlperiode=20&f.herausgeber_dokumentart=Bundestag-Drucksache&start=225&rows=25&pos=237

Deutschland steht im Rang der Entwicklungshilfe nach den USA auf Platz 2.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12294/umfrage/ranking-der-groessten-geber-von-entwicklungshilfe/

Frankreich und Großbritannien zahlen etwa die Hälfte, Italien und Kanada ein Viertel des deutschen Betrages. Warum diese Zahlen von denen des Transparenzportals abweichen kann ich nicht erklären.

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78 Kommentare

    • Volker Seitz sagt

      Leider sind dies keine „ Fakten“ was die Wiwo schreibt. Ich habe weiter unten am 20. Januar den schweizer Journalisten Alex Baur zitiert. Er wohnt in Lima und er freut ( er meint dies als Kritiker der Entwicklungs“hilfe“ ironisch) sich über die Fahrradwege ,die er auch in seinem schicken Wohnviertel am Meer nutzt . Sie kommen nur den gut betuchten Bürgern der Stadt zugute . Normale Einwohner der Stadt können diese Fahrradwege nicht nutzen. Sie wohnen nicht in den teuren Vierteln und haben in den Armenvierteln andere Freizeitbeschäftigungen.
      Ich vermute, dass deutsche Journalisten – wie nach meiner Erfahrung leider üblich – es nicht so genau wissen wollen. Ich habe das immer wieder in meinem Buch und meinen Artikeln bedauert.

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      • Peter sagt

        Mir geht es gerade tierisch auf die Ketten, dass alte weiße Männer, welche Jahrzehnte von dem System profitiert haben, mit einer gesicherten überdimensionalen Pension plötzlich “andere Wahrheiten” von sich geben. Bestenfalls mit Büchern und Vorträgen noch weitere Einkommen generieren,,,kotz, kotz Da wird schon mal der Verfassungsschützer selbst ein Fall für den (neuen ;-)) Verfassungsschutz und ein Botschafter zum Zweifler an der (eigenen?) Entwicklungshilfe.

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    • Volker Seitz sagt

      In meiner langjährigen Erfahrung als Diplomat in Afrika ( zuletzt Botschafter in Kamerun) weiß ich, dass Kredite sehr selten zurückgezahlt wurden. Das wurde immer mit „Armut“ begründet. Ich behaupte allerdings, dass etwa 20 Staaten in Afrika reicher als Deutschland sind. ( Mineralien, Öl, Holz etc.)
      Ich habe dies auch oft publiziert.

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    • Bauer Willi sagt

      Der Link bestätigt, dass Peru 2022 knapp 500 Millionen Euro zugesagt wurde. Auch die offiziellen Seiten der Ministerien listen ja sämtliche Entwicklungshilfe auf.

      Das Problem ist nicht unbedingt das Geld. Das Problem ist, dass diese Regierung nichts kommuniziert, niemanden vorher in die Entscheidungen einbindet, selbst nicht den eigenen Minister. Das ist zu bemängeln.

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    • Limes sagt

      Der Westen “Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurden Peru 2022 bis zu 426 Millionen Euro für Klimaschutz im Verkehrssektor zugesagt.“
      Vielen Dank für diese Information damit haben wir Klarheit. Ja die Ampel hat diese Ausgaben offensichtlich trotz der angespannten und unübersichtlichen finanziellen Lage in 2022 (Klage Verfassungsgericht, Ungewissheit Energiekosten, offene Entwicklung Ukraine….) zugesagt. Ein unverständliche Entscheidung in diesem Umfeld. Eine Privatperson würde sich in vergleichbarer Lage wohl anders verhalten bzw müßen.
      Ob damit auch Radwege finanziert werden ist eine Posse am Seitenrand.

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      • Thomas sagt

        Das ist so nicht korrekt. Bitte wirklich damit befassen. Ob man das für sinnvoll hält oder nicht darf jeder persönlich entscheiden.
        Allerdings: Das Projekt ist kein Projekt der Ampel. Es stammt noch aus Zeiten, als das Ministerium CSU-geführt war.

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        • Limes sagt

          Zitiere aus dem Beitrag Der Westen: “Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurden Peru 2022 bis zu 426 Millionen Euro für Klimaschutz im Verkehrssektor zugesagt.“

        • Volker Seitz sagt

          Ein Journalist der schweizer Weltwoche, der in Lima wohnt, schreibt heute, dass die Fahrradwege in Lima nur der Mittel-und Oberschicht zugute kommen. Fahrradfahren sei in Lima ausschließlich ein Freizeitvergnügen.
          Ich traue es dem ehemaligen CSU Minister Müller zu, dass dieses seltsame Projekt von ihm veranlasst wurde. Allerdings geht die Transparenz des BMZ nicht so weit, dass nachverfolgt werden kann wer solche sinnfreien Projekten verantwortet.
          Wenn aber die Mittel im Inland fehlen, könnte die Ampel solche absurden Entwicklungs“hilfe“ – Projekte auch jederzeit stoppen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Frau Schulze hat auf Nachfrage zu den Geldern für Gaza und dem Vorwurf, dieses Geld sei anstatt für Wasserleitungen zum Bau von Kazamraketen genutzt worden geantwortet, dass sie ganz detailliert belegen könne, dass es keine solche Verwendung gebe. Die Belege möchte ich sehen…..entweder naiv oder einfach frech. Egal, ist ja nur unser aller Geld.

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  1. Michael Knogl sagt

    Hallo Bauer Willi,
    ich hab mir einmal die “BT-Drucksache 20/9761” und möchte anmerken, dass sowohl in der kleinen Anfrage der CDU/CSU als auch in der Antwort der Bundesregierung kein Datum der Kosten aufgeführt ist.
    In meinen Augen ist die Antwort nicht aussagekräftig.
    Ich finde das schon als Mangel der Anfrage.
    Haben Sie da mehr Informationen?

    • Bauer Willi sagt

      Im Transparenzportal können Sie die Auswahl nach Jahren eingrenzen. Einfach 2022 eingeben und schon erhalten Sie die Ergebnisse für Projekte der aktuellen Regierung.

  2. Andreas Gerner sagt

    Wo vielleicht ein Teil der Milliarden zu finden sind:

    Kann jemand erklären, warum es einen Spitzen- bzw Höchststeuersatz gibt ?
    Also warum die Funktion, dass man mit immer größerem Einkommen auch einen immer größeren Anteil davon abgibt, abruppt endet?

    Warum zahlt jemand mit 50.000 Einkommen einen höheren Steuersatz als der mit 20.000 Einkommen, aber der mit 3.000.000 Einkommen den Gleichen Satz wie der mit 300.000 Einkommen?

    Es gibt da einige, denen es wohl nicht sonderlich weh täte, einen noch etwas größeren Anteil abzugeben.

    Das soll ja nicht heißen, dass statt 45 dann 80% abgegeben werden sollten, aber was spricht dagegen, dass es in kleinen Stufen weiter geht?

    Beispiel:
    1 Mio: 48%
    5 Mio: 50%
    20 Mio: 52%
    100 Mio: 54%
    usw.

    Klar stößt das vor allem dann auf Verständnis, wenn erkennbar wäre, dass der Staat mit dem eingenommenen Geld dann auch sinnvoll umgeht, statt es Raumfahrtnationen zu schenken und als “Entwicklungshilfe” zu tarnen.

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    • Andreas Gerner sagt

      Vermutlich wird da deshalb nicht dran gegangen, weil Politiker und ihre Spezies vom Status Quo selbst am meisten profitieren.

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  3. Andreas Gerner sagt

    ALLE sollen ihren Beitrag leisten, das Loch zu stopfen.

    Alle ? Nö. Kanzler Minister und Staatsbeamte schonmal nicht. Die gönnten sich dagegen 3000 € “Inflationsausgleich”. STEUERFREI !

    Und Bürgergeldempfänger (in der überwiegenden Zahl der Fälle Etikettenschwindel, da keine Bundesbürger) erhalten 12% Erhöhung der Bezüge

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  4. Andreas Gerner sagt

    Wie groß wäre das Haushaltsloch eigentlich, wenn….?

    Es kein CumEx und CumCum gegeben hätte ?
    35Mrd ht beides zusammen dem dt. Fiskus geschadet, bis man´s abgestellt hat. Maßgeblich gedeckt vom schweigsamen vergesslichen Scholz.

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    • Andreas Gerner sagt

      Habeck wir das nicht so eng sehen.

      “Das Geld ist ja nicht kaputt. Das hat halt jetzt jemand anders und es liegt anderswo”

      🙂

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  5. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Was soll man sagen: man kann natürlich alles der Ampel in die Schuhe schieben, aber das Geschwafel der Vorgängerregierung scheint schon vieles in die Wege geleitet zu haben:
    https://www.cducsu.de/presse/pressemitteilungen/entwicklungspolitischer-bericht-unterstreicht-erfolgreiche-entwicklungspolitik-der-unionsgefuehrten-bundesregierung

    Dann gab es da Bestrebungen aus dem Jahr 2022, allerdings wohl von der falschen Partei:
    https://dserver.bundestag.de/btd/20/007/2000704.pdf

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    • Volker Seitz sagt

      Deutsche Entwicklungshilfe-Strategen ( mit einer Ausnahme, siehe unten) unterscheiden sich von ihren europäischen und amerikanischen Kollegen im Wesentlichen durch ihren Unfehlbarkeitsanspruch. Seit Jahren behaupteten BMZ-Minister (auch CSU-Minister Müller),dass kein Pfennig oder Cent der Entwicklungshilfe in dunklen Kanälen verschwindet. Sie wollen unbequeme Fakten nicht hören. Das war nicht immer so. Der ehemalige BMZ-Minister Carl-Dieter Spranger schrieb mir am 28. Januar 2019: „Ihre kritischen Bemerkungen und Ihre Alternativen zur aktuellen Entwicklungspolitik ( in Ihrem Buch) gerade in Afrika kann ich nur in vollem Umfange zustimmen. In meinen mehr als 8 ¾ Jahren als Entwicklungsminister habe ich die gleichen Eindrücke gewonnen wie Sie. [Ich kann mich aus meiner Zeit in Benin gut erinnern, dass Spranger immer im Sinne des deutschen Steuerzahlers handelte und unsinnige Projekte, bei der Hilfe zur Selbsthilfe nicht der Schlüssel war, einstellen ließ.] Das Schlimmste, was man machen konnte, war Geld für die Haushalte zur Verfügung zu stellen. Das Zweite waren Sachwerte, die geschenkt wurden und Bemühungen zum selbsterarbeiteten Eigenerwerb überflüssig machten. In aktuellen Notlagen ja – als Entwicklungsförderung untauglich. Dagegen erscheint mir das vom Friedensnobelpreisträger Prof. Yunus aus Bangladesch entwickelte Modell der Grameen-Bank für die Menschen besonders entwicklungsfördernd: Kleinstkredite, von der Gesellschaft kontrolliert für Kleinstunternehmen vor allem im Bereich der Landwirtschaft und im Handwerk.“

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  6. Ich freue mich sehr, dass die Sinnhaftigkeit von Entwicklungshilfe endlich die nötige Aufmerksamkeit bekommt. Ich kämpfe mit meinem Buch “Afrika wird armregiert ” dtv, 2021, 11. Auflage gegen Windmühlen. Als Botschafter in mehreren afrikanischen Staaten konnte ich in 17 Jahren feststellen, dass Deutschland allen hilft, ob sie wollen oder nicht. Kritische Afrikaner der Entwicklungshilfe, die oft gar keine Hilfe ist, stehen ebenfalls auf verlorenem Posten. Zu viele verdienen gut daran und niemand kann für das Versagen verantwortlich gemacht werden. Es gilt laut NZZ: “Entweder dürfen Politiker (in Berlin) mit Geld um sich werfen, oder die Welt geht unter.” Die Proteste unserer Landwirte am 8.1. haben meine volle Unterstützung.
    Volker Seitz, Botschafter a.D.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Vor sehr vielen Jahren wurden mal Mähdrescher in Kisten verpackt nach Afrika geliefert und in einer Fernsehsendung konnte man dann Eselskarren bewundern,die aus Mähdrescherteilen gefertigt waren.

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      • Volker Seitz sagt

        Leider gibt es weitere zahlreiche unsinnige Beispiele, die unsere selbst ernannten Weltenretter verbrochen haben.

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      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war sagt

        Dann hat diese Hilfe doch auch ihren Zweck erfüllt, oder?

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        • Volker Seitz sagt

          Ich hoffe, Sie meinen dies ironisch. Seit ich mich mit Entwicklungshilfe, besonders in Afrika, beschäftige (seit 40 Jahren), gibt es – entgegen der Behauptungen der Profiteure aus dem „humanitär-industriellen Komplex“ – nur eine unwillige Wirkungsmessung der öffentlichen Gelder (derzeit jährlich über 12 Milliarden). Mit der Wahrheit ist es auch bei der “Reform” der Entwicklungshilfe so eine Sache. Die immer wieder suggerierte Wirkungsbeobachtung durch Monitoring und Evaluation hat sich eben nicht in der Breite etabliert. Aber erfolgreich ist jede Hilfe nur, wenn sie Eigendynamik und Gestaltungswillen auslöst. Um dies zu überprüfen, brauchen wir eine unabhängige Wirksamkeitskontrolle nach Art des Rechnungshofes. Es geht nicht darum, wie viel Geld man in der Entwicklungshilfe ausgibt, sondern darum, wo und bei wem es landet, ob es eine bessere Politik bewirkt.

          Riesige Probleme sehe ich in den intransparenten Strukturen der „Helferindustrie“, die Marketing betreibt und selbst davon profitiert. Sie haben den Drang, unbedingt helfen zu wollen. Aber ein Übermaß an Hilfe lähmt die Betroffenen, statt ihnen zu helfen. Der stetige Zuwachs an Mitteln ist zu einem Zwangskorsett geworden. Ich kenne sehr wenige afrikanische Regierungen, die für ihre Probleme eigene Lösungen erarbeiteten. Warum auch? Die Geber stehen doch Schlange, um helfen zu dürfen. Ich plädiere dafür, nur noch dort zu helfen, wo Eigenleistungen kontrolliert eingebracht werden und wo die Initiative – anders als oft heute – von den Regierenden ausgeht. Was völlig anderes sind natürlich kleine, private Initiativen.

          Einzig die Katastrophenhilfe, aber auch da nur bedingt, hat den Betroffenen etwas gebracht. Wir sind gut beraten, Katastrophenhilfe von Entwicklungshilfe zu unterscheiden, was natürlich impliziert, dass man dem armen Schlucker, der gerade ohne eigene Schuld sein Haus verloren hat, unmittelbar hilft – ob an der Ahr oder am Limpopo. Aber das ist ja genau nicht die Entwicklungshilfe.

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  7. Smarti sagt

    Warum nicht bei/an der Bürokratie sparen ? Analog des Schrumpfens von Subventionen auch Bürohengste umschulen für produktive Berufe. Beamte dürfen nicht mehr verdienen als der Schnitt der Arbeiter, die sie kontrollieren. Viel weniger Beamte neu einstellen, sie dafür gut belohnen, dass sie sich selber “abschaffen”, dafür Lehrer ganzjährig einstellen und besser bezahlen…
    Bürgergeldempfänger erhalten alle denselben Betrag und keine X Zuschüsse zusätzlich.
    Diäten an einen Krankenpflegerlohn anpassen – oder umgekehrt..
    Gesetze müssen logisch werden, so lange es Anwälte braucht, um Dir zu sagen was dieses Gesetz bedeuten soll, so lange ist dieses Gesetz für die Tonne.

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    • Arnold Krämer sagt

      Wir sind in vielen Bereichen doch schon soweit, dass Gesetze nicht oder nur noch unvollständig umgesetzt werden. Die Verwaltungen sind quantitativ und qualitativ immer weniger in der Lage, dass zu verwalten, was Politiker in ihrem Streben nach Gerechtigkeit, Sicherheit und Moral (gern auch weltweit) an Gesetzen und Verordnungen schaffen. Deshalb muss man weiter “oben” anfangen. Weniger Parlamente, weniger Politiker, so dass Einzel- und Sonderinteressen keinen Ansprechpartner mehr haben und dann bitte vorher noch eine
      “juristische (Teil-) Resettaste” drücken.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das ist des Pudels Kern Herr Krämer. Mehr Freiheit geht mit mehr Ungerechtigkeit einher…..jetzt gilt es abzuwägen, wie viel Freiheit und wieviel Gerechtigkeit man vereinbaren möchte.
        Im Moment hat man das Gefühl, dass die Freiheit der ubiquitären Gerechtigkeit geopfert wird. Aber es finden immer neue Ungerechtigkeiten ihren Weg in Gesetze und Verordnungen…..welche müssen/sollen weg, welche sollen/müssen bleiben?

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      • Eifelbauer sagt

        Meine Rede!
        Wie an dieser Stelle schon häufiger geäussert: DER FISCH STINKT VOM KOPF !
        Warum gehen nicht unsere Volksvertreter mal mit gutem Beispiel voran?
        – das Bundesparlament auf ein normales Mass zurückstutzen
        – Verwaltungsreformen nicht nur auf kommunaler- sondern bis zur Länderebene durchziehen
        – Kanzleramtsneubau auf Eis legen (kann vielleicht storniert werden,wenn mit Bürokratieabbau
        und weniger Personal ernst gemacht wird)
        – Diäten einfrieren
        – mit Hilfe von Digitalisierung und KI sollte es doch möglich sein auf allen Verwaltungsebenen
        eine wesentliche Produktionsteigerung also weniger Personal pro zu verwaltende Anzahl an
        Bürgern zu realisieren, schliesslich ernähren heute auch ein Bruchteil der Bauern die annähernd
        gleichen Bevölkerungszahlen wie ehedem
        Also auf zur Transformation !

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  8. Eckehard Niemann sagt

    Kleine Korrektur: Es muss heißen “EntwicklungsHilfe”: Auf der Suche nach den Milliarden muss man nicht bei der Entwicklungshilfe suchen. Die Bäuerin und A-39-Gegnerin Karin Loock aus Jembke (Kreis Gifhorn) auf einem Plakat: “WIR BRAUCHEN KEINE BAUERNOPFER! Denn das Geld liegt auf den Straßen, die NICHT gebaut werden, Herr Wissing! 100 km A 39 = 2 Mrd €, 10 km A 100 = 2 Mrd €.”
    Recht hat sie: Verzicht auf Planung und Bau unrentabler und landwirtschaftsflächen-zerstörender Autobahnen bringt ja sogar doppelten Klimanutzen: durch Verzicht auf Klimaschäden bei Bau und Betrieb und durch Freistellen von Milliarden für Klimaschutz-Maßnahmen (ohne Bauernopfer).

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    • firedragon sagt

      Über den Bau oder Ausbau von Straßen kann man wahrlich streiten, keine Frage. Auch über die Frage, in wie weit dadurch landwirtschaftliche Fläche verschwinden.

      Das Verschleudern von Steuergeldern in diesem Bereich ist der jahrzehntelangen Planung geschuldet, wie in vielen anderen Bereichen auch, wenn der Staat baut.

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    • Arnold Krämer sagt

      Karin Loock, “vergisst”, dass mit dem Autobahnbau viel außerlandw. Geld in die Region fließt. Das kommt dem einen oder anderen Landwirt recht gelegen.

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      • Aber dann ist sein Betrieb erkleinert oder er gibt ihn auf,
        Ein Bauernhof weniger in unserem Land.
        Der Privatperson kommt es gelegen, aber dem Bauern nicht .
        Denn sie ist ja kein Bauer mehr.

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  9. Eckehard Niemann sagt

    Auf der Suche nach den Milliarden muss man nicht bei der Entwicklungssuche suchen. Die Bäuerin und A-39-Gegnerin Karin Loock aus Jembke (Kreis Gifhorn) auf einem Plakat: “WIR BRAUCHEN KEINE BAUERNOPFER! Denn das Geld liegt auf den Straßen, die NICHT gebaut werden, Herr Wissing! 100 km A 39 = 2 Mrd €, 10 km A 100 = 2 Mrd €.”
    Recht hat sie: Verzicht auf Planung und Bau unrentabler und landwirtschaftsflächen-zerstörender Autobahnen bringt ja sogar doppelten Klimanutzen: durch Verzicht auf Klimaschäden bei Bau und Betrieb und durch Freistellen von Milliarden für Klimaschutz-Maßnahmen (ohne Bauernopfer).

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    • Reinhard Seevers sagt

      Sozen-Logik! Super Ecki!
      Wir sparen unser Steuergeld, das von den Bürgern rausgepresst wurde und bauen KEINE Autobahnen, sondern Radwege in Peru. DAS ist doch schön, wenn das Geld der arbeitenden Klasse endlich global Anerkennung findet. Suuupii, das ist die Lösung. die Vervollkommnung der Volksverdummung.

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      • Eckehard Niemann sagt

        Quatsch! Bitte die Polemik-Sucht einfach mal unterdrücken, einfach nochmal lesen und dann kapieren: Freiwerdende Milliarden dazu verwenden, die geplanten Bauernopfer sein zu lassen! OK?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Nochmal Nachdenken! Die sog. Bauernopfer sind so oder so unnötig. Da bedarf es keiner Kompensation durch andere Maßnahmen…einfach sein lassen. Wenn in diesem Lande wirklich eine Notlage herrschen sollte, derer es eines Schuldenstopps bedarf, dann wäre es erste Politikerpflicht, das Geld an andere zu stoppen…mit dem Argument der Notlage dürfte das ja kein Problem sein……wenn man denn SEINEM Volk verpflichtet ist. OK?

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  10. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Von was, Willi, atmet unsere deutsche Wirtschaft!?
    Worauf gründet unser aller Wohlstand!?
    Auf was fußt dieser Wohlstand schlussendlich!?

    Wer so wie wir vom Export lebt, muss der Welt auch etwas zurückgeben wollen.

    Entwicklungshilfe stelle ich prinzipiell deshalb jedenfalls nicht in Frage…

    Was exportieren wir als Leuchtturm-Industrienation leider ebenfalls in den vordersten Rängen!? – Ausgerechnet wir Bauern, die einer solchen Umweltbelastung nachweislich herausragend gut entgegen zu wirken wissen, werden aberwitzigerweise als maßgebliche Verursacher solcher Schäden kontinuierlich auf dem gesellschaftlichen Büßerbänkchen kriminalisiert.

    Was lastet man uns jetzt schmerzlich an!?
    Eine Nahrungsmittelproduktion nahezu in Auschließlichkeit, wo fossile Energieträger zum Einsatz kommen. Das wirft man uns aktuell unmissverständlich vor!!!

    Handeln wir also – beschreiten wir endlich neue, fortschrittlichere, sehr viel klügere Wege.

    …Indien ist im übrigen ein Konglomerat an unterschiedlichsten Menschlein, das aktuell bevölkerungsreichste Land überhaupt mit etwa 1,4 Milliarden Indern. Indien ist noch weniger ein Monolit, wie wir Europäer es sind. Welche europäische Nation hat sich an Indien bis in die Gegenwart hinein massiv bereichert, dieses Land über mehrere Jahrhunderte extrem ausgebeutet!?

    Hat diese weltgrößte Demokratie nicht in 2023 einen neuen europäischen König vor die Nase gesetzt bekommen!?

    Brasilien mit um die 214 Mio. Einwohner, die grüne Lunge dieses Planeten, wird auch systematisch „ausgeraubt“. In welchen stylischen Wohnoasen kommen u.a. die dortigen Edelhölzer an!?

    Hier könnte man seitenweise listen; oftmals mangelt es leider erheblich an einem unverzichtbaren liberalen Grundverständnis, leider.

    ….

    Liberté, égalité, fraternité – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit

    Auch wir Bauern sollten eben diese lebensbejahend außerordentlich wichtigen Begrifflichkeiten niemals vergessen wollen!!!

    Bei den aktuell vollkommen aus dem Ruder laufenden geopolitischen Bedrohungen sollte wir mehr als dankbar sein, dass es uns überhaupt noch möglich ist, solche Zeilen freimütig verfassen zu können…

    „Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein.“ (J.W. von Goethe)

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  11. Christian Bothe sagt

    Man sollte einfach die Ukrainehilfe in Milliardenhöhe ueberdenken, was die Waffenhilfe betrifft! Die USA sind auf dem besten Wege dazu!!!! Humanitäre Hilfen natürlich ausgeschlossen! 44 Milliarden € Investitionsstau haben wir an unseren Schulen zu verzeichnen usw. „Deutschland First“ sollte es heißen…

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Herr Bothe,
      gerne lese ich ihre Beiträge, die sehr sachbezogen sind.
      Aber was ihr jetziger Beitrag betrifft, wird in der Sache nicht weiterhelfen.
      Putin ist von einem Wahn geleitet und der sagt ihm, Russland müsse die Welt beherrschen.
      Ich fürchte, nimmt er die Ukraine ein, dann greift er eines Tages auch ein NATO Land an und dann haben wir ihn, den Atomkrieg.
      Offensichtlich gibt es in Russland keinen Menschen, der diesem Wahnsinnigen Einhalt gebietet.

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      • Christian Bothe sagt

        E.LW: habe dazu eine vollkommen andere Meinung wie viele unserer Landsleute auch! Der völkerrechtliche Überfall Russland‘s war irgendwie abzusehen, wenn man sich mit der Historie im Vorfeld beschäftigt! Am Ende ist‘s eine ureigenste Angelegenheit zwischen 2 ehemaligen Sowjetstaaten und so hätte man es auch in Deutschland sehen sollen, abgesehen von der EU und den Vereinigten Staaten! Selenskyi sollte so lange er noch Präsident ist mit Putin verhandeln so lange es auch dieser noch ist! Die geschürte Kriegsangst bei uns und Europa ist überflüssig und die BRD sollte ihre Selbstständigkeit wie unter Schröder wieder finden, um wieder zu einer friedlichen Koexistenz zurück zu finden( MP Kretschmer (CDU) hat es gestern richtig dazu Stellung genommen!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ist doch völlig egal, was wir Bürger wollen oder nicht wollen…seit wann hat es die Politik interessiert, was der Bürger will. Und dann ist immer noch nicht klar, ob der Bürgerwille eine Mehrheit findet oder ob die Mehrheit vielleicht etwas anderes will. Es ist immer nur eine Meinungsäußerung ohne Belang, ohne Folgen, ohne Wirkung…sofern man eine Wirkung in eine bestimmte Richtung erreichen möchte.
          In Brasilien hat es einen Regierungswechsel gegeben, weil der Wähler es wollte. Nun hat die andere Hälfte zu riesigen Protesten aufgerufen, weil die Folgen am Horizont erscheinen. In Argentinien stehen die Massen auf den Straßen, weil die Menschen die Schnauze voll haben. In der Türkei braut sich der nächste Sturm zusammen weil die Inflation bei 60% liegt. An Amerikas Grenzen kratzen täglich zehntausende Mittelamerikaner am Grenzzaun. Nur das kleine Deutschland rettet derweil durch die große Transformation die Welt im Alleingang…..witzig.
          Derweil spielen die Großmächte ihre Spielchen. Wer glaubt, dass WIR einen irgendwie gearteten Einfluss auf irgendetwas haben, der glaubt auch, dass die nächste Regierung etwas anders machen wird oder anders machen kann. Ich glaube es nicht……

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          • Smarti sagt

            Herr Seevers, ob es die nächste Regierung es besser macht ? Na, schlechter können die ja nicht mehr werden. Diese Demonstrationen sind halt mal ein Stopp – und jetzt nicht mehr weiter.. oder sollen die Landwirte noch lange den Buckel hinhalten, dass jeder lustig draufhauen darf ? Es wird hoffentlich ein reiningendes Gewitter geben und die Erkenntnis, dass man sich irgendwann wehren muss und kann. Ohne Waffen und ohne Gewalt, die Landwirte und das Transportgewerbe hat genug Power… und jeder soll mitmachen, ob zu Fuss oder mit dem Fahrrad oder…
            Soll doch denen der A… auf Grundeis gehen… bekanntlich ist Vorfreude die schönste Freude.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ich stelle die Aktion nicht in Frage! Haben wir denn auch eine so oft geforderte Folgenabschätzung im Portfolio? Will nur fragen, was nach dem reinigenden Gewitter wohl übrig bleiben wird.

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              • Frank sagt

                Es wird kein reinigendes Gewitter geben, dem Protest wird die Spitze / der Druck abgekauft werden, für die Hälfte der den Bauern angedrohten Belastungen, die ihnen dann eben später oder anders auferlegt werden oder die ein Anderer schultern muss.

                Wir haben ja einen Fundamentalprotest a la “Die Ampel mss weg” (auch wenn es auftaucht), sondern einen materiell getriggerten Protest. Damit ist klar, dass der nach Hause geht, wenn er etwas bekommen hat und da die Gesellschft auf Konsens konditioniert ist, versteht der Protest natürlich, dass man nicht alles bekommen kann und wird sich für 50% bedanken.

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                • Andreas Gerner sagt

                  Sie blenden aus, dass schon die bisherige Praxis ein Kompromiss ist.

                  Landwirte zahlen die – eigentlich für sie nicht relevante – Energiesteuer/Mineralölsteuer von 47ct/l erst mal VOLL und erhalten dann nicht mal die Hälfte davon (21)im Nachhinein als Bittsteller zurück.

                  Weitere Zugeständnisse sind nicht drin.

                  Ein Kompromiss aus Abschaffung der Rückvergütung und der von uns favorisierten generellen Abschaffung der Energiesteuer bei landwirtschaftlich verwendetem Diesel wäre maximal, dass es bei der bisherigen Praxis bleibt.

                  Und was verleitet Sie zu glauben, das sei ein rein materiell angeschubster Protest?
                  Das war nur die Spitze des Eisbergs.
                  Der Frust sitzt tief und die kommenden Monate wäre sowieso dem Volk der Kragen geplatzt.
                  Wirtschaft, Bildung, Pflege, Handwerk, Maut, Geldgeschenke an´s Ausland, Keine Lösung der Migrationsthematik.
                  Bei nur noch 17% Zustimmung zur Regierung kann doch niemand bei Sinnen noch glauben, im Großen und Ganzen passt es noch.

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      • Frank sagt

        Da kenne ich ich aber noch ein paar andere Kräfte, die auch dem Wahn folgen, die Welt beherrschen zu müssen, gern als Weltmacht Nr. 1 mit ihren Werte-Gefolgschaften.
        Unter anderem die, die seit 1990 (nach anderslautenden Versprechen) den Russen ostwärts mächtig auf den Pelz rückten und schlau genug waren den seinerzeit eher trottelig agierenden Russen nichts schriftlich zu geben.

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    • Stadtmensch sagt

      Herr Bothe, es ist sinnlos. Unsere Brüder und Schwestern in den alten Bundesländern sind “deutsche Amerikaner”. Sie sind völlig blind für die Verheerungen, die der amerikanische Imperialismus seit Ende WK2 auf der Welt angerichtet hat. Sie wollen nicht wissen, dass der “Hort der Demokratie” auch die Nazis gepampert hat, damit sie die Russen ärgern können.

      Ist gerade besinnliche Zeit, da könnte man sich Sachen von Antony C. Sutton, Chalmers Johnson, Hannes Hofbauer, John Coleman, Wolfgang Effenberger, Andreas Bracher, Thorsten Schulte, Hermann Ploppa, Wolfgang Bittner, uvm. schmökern.

      Unserer Regierung wird schon irgend ein fieser Move einfallen, um der arbeitenden Bevölkerung (wo soll es sonst herkommen?) für unbestimmte Zeit die nötigen Mittel abzupressen, um die ukrainische Leiche am Leben zu halten.

      Der Haushalt umfasst ca. 10% des BIP. BIP schrumpft real, wegen Rohstoff- und Energiemangel. Gleichzeitig wachsen die Belastungen: 2% Ziel und diverse “Ideen” für einen Ukraine-Soli ca. 1%. Also 3% vom BIP sind 30% vom Haushalt für Waffen, um die Agonie der Ukraine zu verlängern. Um die Generation Ukrainer zu verheizen, die evtl. in der Lage wäre, das Land wieder aufzubauen.

      Wenn die Russen wirklich “landhungrig” wären, hätten sie sich 2008 auch Georgien einverleibt, als ähnlich ferngesteuerte Sezessionsbemühungen schief gelaufen waren.

      So, fertig geschwurbelt. Macht was ihr wollt. Das ganze Theater hätte man sich sparen können, wenn man seine Kräfte real eingeschätzt hätte und die Wünsche der Russen nach Neutralität der Ukraine ernst genommen hätte.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Stadtmensch, das sehe ich ähnlich….wer den Beitrag über Henry Kissinger und seinen Lebensweg gesehen hat, der sieht spätestens von da an die Welt mit anderen Augen.
        Leider hat dein Weltbild einen kleinen Kratzer. Der Glaube der “deutschen Russen” im Osten an eine heile Welt im Westen hat zu einer friedlichen Revolution geführt.
        Wenn schon damals alles klar vor Augen lag, warum dann nicht den Zaun aufrechterhalten und eine eigene neue Gesellschaft innerhalb der Grenzen zwischen Elbe und Oder schaffen? Vielleicht sind ganz andere Triebkräfte am Werke, als sich Stadtmenschen einzubilden? Vielleicht ist auch eine Gesellschaft, die es nicht gelernt hat, ohne den Staat zu leben, nicht in der Lage Freiheit wirklich als Freiheit zu denken und zu leben?

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        • Stadtmensch sagt

          “Der Glaube der “deutschen Russen” im Osten”

          Auch damals lag die Wahrheit nicht auf der Straße und Dinge waren kompliziert.
          Eine revolutionäre Situation entsteht, wenn die Oben nicht mehr können und die Unten nicht mehr wollen. Oder so ähnlich…
          Da griff man eben zu einfachen Lösungen: Bananen und D-Mark gegen Immobilien und Humanressourcen. Humanressourcen natürlich nur bei den Rödeltruppen. Der Anteil von Ossis in Führungspositionen entspricht bei Weitem nicht dem Bevölkerungsanteil.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Stadtmensch, ich wundere mich immer, wenn die Ostdeutsche Befindlichkeit relativiert wird, Polen, Tschechen und Ungarn haben auch ihre Geschichte, die ist aber komischerweise eine ganz andere. Vielleicht ist es der Deutschen Seele geschuldet, sich einer größeren “Macht” unterordnen zu wollen und dies möglichst auch beizubehalten. Das gilt auch für Westdeutschland. Wir haben eine merkwürdige etatistische und Führerabhängige Denke, finde ich.
            Uns fehlt das Freiheitsgen…..Freiheit ist uns nicht immanent, wir können damit schlicht schlecht umgehen. Unsere Geschichte ist zudem geprägt von der Französischen Revolution und der sozialistischen Ableitung der “Gleichheit” ….das hat den Rest der Welt anders geprägt.
            Alle sollen gerecht und gleich behandelt werden, das beißt sich mit dem Freiheitsgedanken.

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        • Stadtmensch sagt

          “Vielleicht ist auch eine Gesellschaft, die es nicht gelernt hat, ohne den Staat zu leben, nicht in der Lage Freiheit wirklich als Freiheit zu denken und zu leben?”

          Dieser Satz ist nicht nur ein Kratzer im Weltbild, sondern ein Balken im Auge meine ich. Zeige mir den freiheitsliebenden Wohlstandsbürger, der ohne staatliche Beihilfen (Eigenheimpauschale, E-Auto Prämie, Kindergeld, Ehegattensplitting, sonstige, dicke Bücher füllende Rechtsvehikel, um seine Steuerlast auf Null zu drücken) auskommt. Die steuerfinanzierte Infrastruktur nutzt er trotzdem gern.

          Es sind nur die oberen 10%, die irgendwas von Freiheit erzählen. Leute, die über ihre Zeit frei verfügen und steuervergünstigt investieren und ihr Vermögen dadurch aufblähen können. Nennt man Spaltung der Gesellschaft.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Stadtmensch, das Problem ist, dass die Bürger dieses Staates sich an diese Gaben des Staates so gewöhnt haben und so abhängig gemacht wurden, dass sie keinen Ausweg daraus mehr finden werden.
            Man kann auch weniger “haben” und sich freier fühlen. Wenn aber das System der materiellen Befriedigungskultur täglich offenlegt, was dir fehlt, um glücklich zu sein und wie du es erlangen kannst, so lange werden die Wenigsten wirklich frei sein.
            Ich finde es auch eine sozialistische Weltsicht, zu meinen, dass lediglich die oberen 10% die Freiheit besäßen. Es sind in diesem Lande sehr viele, die gute Renten, Eigentum, Wohnmobil, Mieteigentum, Segelboot, Zweitwagen, Rasenroboter uvm. besitzen, was viele andere nicht haben. Ob der eine deswegen glücklicher ist, sei dahingestellt. Auf jeden fall hat der Besitzende Angst dies zu verlieren. Wer nichts besitzt muss deswegen schon mal keine Angst haben und kann sich freier fühlen…ich tue das jedenfalls.

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          • Frank sagt

            Nachdem ich mein Eigenheim ohne Zulage habe, meine Steuern im gesetzten Rahmen (ja, da gehört der Splittingtarif nun mal dazu) ohne nennenswerte Weggestaltung zahle, kein E-Auto habe, mich nicht aus des gesetzlichen Krankenkasse raus- und dann wieder reingetrickst habe usw. usf. und trotzdem im ausreichenden Wohlstand leben, müsste ich wohl Grundlagen zum Freiheitsmenschen haben, zumal ich die steuerfinanzierte Infrastruktur nur maßvoll und schonen nutze.
            Das Freiheitsgeschiss der Wertetröten geht aber mehrheitlich am Kern der Sache vorbei, Zum einen werden völlig sekundäre Punkte bemüht (Konsumfreiheit) zum anderen können die meisten Menschen doch gar nichts mit ihren Freiheitsrechten anfangen, weil sie damit geistig und engagementseitig völlig überfordert sind.
            Deshalb bin ich auch dafür, Freiheitsrechte nur sehr eingeschränkt zu gewähren.
            Aber Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit darf meinetwegen weiter gerufen werden, auch wenn weiter eine 14% Baerbock ungleich mehr bewirken darf als eine 28% Weidel.

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        • Christian Bothe sagt

          R.S. Vielleicht war der damals von Modrow geäußerte Konförderationsgedanke nicht die schlechteste Idee auf dem Weg zur Einheit! Vieles wäre uns Ossis erspart geblieben. Denke nur an die Treuhand und ihre „Arbeit…“ Hatte mich übrigens als VEG-Chef auch getroffen, obwohl ich relativ schnell die Kurve in die neue „Heimat“ bekommen habe!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Christian, rückblickend war das wohl die ungewöhnlichste Situation, die jemals in solch einem Ausmaß auf diesem Planeten vorgekommen ist. Ich glaube niemand konnte damals richtig oder falsch im Vorfeld erkennen. Es waren Wild-West Zeiten und alles war im Umbruch…..hinterher ist man immer schlauer. Was mich bis heute erstaunt ist, dass ganz viele Wessis auch nach Jahrzehnten noch nie im Osten gewesen. waren. Es bestanden erhebliche Vorurteile gegenüber den Ossis. Ich habe auch die Arroganz vieler Wessis kennengelernt und auch die naive Gutgläubigkeit vieler Ossis. Mangelndes Selbstbewusstsein traf häufig exorbitante Selbstüberschätzung.

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            • Christian Bothe sagt

              R.S..Letzteres stimmt,was die Besuche von Wessis im Osten betrifft! Habe selbst in der Verwandtschaft solche „Fälle…“

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              • Heinrich sagt

                Da hatte ich den Vorteil des Grenznahen Verkehr. Bedeutet das ich, mit meiner Frau ,vor der Grenzöffnung, ein Jahresvisa hatten. Mit diesem konnten wir quasi täglich in die DDR einreisen. Bedingungen: Einreiseübergang war auch der Ausreiseübergang.
                Bis 24 Uhr mußt mann wieder Ausgereist sein.
                Bis zu einer Tiefe von 50 Km durfte in die DDR nach dem Visa eingereist werden.
                Habe diese Möglichkeit Intensiv genutzt und dabei viele “Besonderheiten”, Geflogenheiten und Eigenarten kennengelernt.

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      • Marian E. Finger sagt

        Sahra Wagenknecht hat ein paar interessante Vorschläge, wo man die fehlenden Milliarden suchen könnte. Selbst wenn man der Meinung ist, dass ein Land eine funktionierende Armee braucht, kann man bei den Militärausgaben enorm viel sparen, weil dort unendliche Verschwendung herrscht.

        https://www.youtube.com/watch?v=qe5T8EXybf0

        Wenn man die Verheerungen, die der amerikanische Imperialismus angerichtet hat, in sein Geschichtsbild miteinbezieht, muss man sich dennoch fragen, was passiert wäre, wenn im Kalten Krieg Amerika/Nato und nicht die Sowjetunion/Warschauer Pakt implodiert wäre. Wenn die Sowjetunion die führende Weltmacht geworden wäre, hätte die sich ebenso ausgedehnt und auf den Verlierer im Westen keine Rücksicht genommen. Dann hätten wir dieselbe Situation wie in der Ukraine jetzt vielleicht irgendwo in Mittelamerika und ganz Europa wäre pro-russisch.

        Wer immer in der Geschichte der Menschheit der Hegemon war, hat sich genommen, was er wollte, und die Verlierer haben sich auch immer fleißig angedient.

        Man macht es sich zu einfach, wenn man Putin bzw. Russland dämonisiert und ständig bloß vom “brutalen Angriffskrieg” à la Baerbock spricht. Man macht es sich jedoch ebenfalls zu einfach, wenn man stattdessen alles Übel im amerikanischen Imperialismus verortet.

        Keine Sorge, sobald Amerika seine Rolle als Hegemon verliert, werden die Geschichtsbücher umgeschrieben.

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Keine Sorge, sobald Amerika seine Rolle als Hegemon verliert, werden die Geschichtsbücher umgeschrieben.”
          Das ist gewiss und bereits lange bekannt!
          Weil wir auf dem Weg dahin sind, geschieht, was geschieht. Wir haben uns 75 Jahre lang wohl fühlen dürfen und können…..das wird sich ändern. Und weil wir uns das nicht vorstellen können, halten wir an der alten Vorstellung fest. Das ist menschlich…..aber eben auch ernsthaft gefährlich.

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      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war sagt

        Dem kann man nur zustimmen. CDU-Kriegstreiber Kiesewetter hat letztens ja auch noch rausgehauen das es uns wegen der Energiewende auch um die Lithiumvorräte im Donbass ginge. So,so!

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  12. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Weltenrettung kostet nunmal Geld!
    Das Personal,was wir in Berlin und anderswo haben,ist nicht in der Lage zu wirtschaften,fängt schon hier im Ort bei unserem Bauhof an,der seit Jahren defizitär ist!
    Horst Lüning,ein erfolgreicher Geschäftsmann,meinte auf youtube,es würde 2024 schlechter werden und 2025 der wirtschaftliche Zusammenbruch erfolgen,dann kämen viele zum Nachdenken! Merkwürdiges Gespräch im MOMA gerade eben:Mitri Sirin warf dem AFD Geschäftsführer Baumann vor,er spinne wohl,dieser konterte,die AFD würde vom nicht unparteiischen Verfassungsschutz systematisch als rechtsextrem eingestuft.

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        • In wie fern, Ehrmaliger?

          mich würde interessieren, wie das bei den Städtern ankommt.

          Vielleicht
          Die vernetzten Bauern wollen die eigenen Interessen durchsetzen und bitten per WhatsApp um Unterstützung?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Vom einem Abgeordneten verlange ich mehr, als das gestockte Gesabbel, mit dem er Berufskollegen in der Rücken fällt.
            Ein Hühnerhalter braucht halt nicht mehrere Traktoren und wenig Diesel und mit dem Gehalt eines Abgeordneten lässt es sich besser Leben, als mit Landwirtschaft.

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      • Wilfried Dannheim sagt

        Ein merkwürdiges Demokratieverständnis!
        Da vergleicht ein gewählter und privilegierter Abgeordneter angemeldete Demonstrationen und deren Demonstranten mit einem Mob und dem Sturm auf dem Kapitol.
        Wo stehen denn dann wohl die streiterfahrenen Franzosen, die doch die Demokratie erst in Worte gefaßt haben?

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  13. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen gut geforscht das könnte man doch anders verwenden z.B den Landwirten geben damit sie nicht mehr demonstrieren brauchen als ein Beispiel und ich glaube wenn das mal richtig publik wird wird da ganz schön diskutiert und man findet noch viel mehr Beispiele für die das Geld verwendet werden könntee
    für den Klimaschutz meine ich nicht dann machen wir schon viel zu viel da die Sonne entscheidend ist für die Klimaerwärmung

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