Bauer Willi
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Resignation…

Egal, ob es um eine schriftliche Stellungnahme bei der EU oder um eine Demonstration geht: die Zahl der Bauern, die an solchen Aktionen teilnehmen ist sehr überschaubar geworden. Vorbei die Zeit, in denen sich Tausende mit oder ohne Trecker auf den Weg nach Berlin gemacht haben.

  • Warum ist es ruhiger geworden?

Meiner Meinung nach gibt es dafür mehrere Gründe. Einer davon ist Corona. Seit vielen Monaten war es schwierig, sich persönlich zu treffen. Das aber ist unabdingbar, wenn man sich organisieren´will. Wenn es Meetings gab, so waren diese digital und damit viel unpersönlicher. Kreativität und Spontanität können da nicht entstehen und das Gefühl der Zusammenhörigkeit leidet.

Ein weiterer Grund für die relative Ruhe in der Agrarbranche ist die neue Bundesregierung. Der neue Bundes-Agrarminister enttäuscht auf voller Linie. Es ist festzuhalten, dass er seine Aufgaben ganz offensichtlich nicht ernst nimmt. Wie anders ist es zu erklären, dass auf seiner persönlichen Homepage www.oezdemir.de erst seit kurzem erwähnt wird, dass er Agrarminister ist. Statt dessen rühmt er sich seiner Rede auf dem Weltfrauentag oder lässt sich beim Christopher-Street-Day in seiner Heimat Stuttgart ablichten. Nicht zu vergessen sein Engagement für Cannabis oder die deutsche Salzbrezel. Dass alles wird nur noch getoppt durch sein Video über die Warnweste für Hühner. Wer ein so offensichtliches Desinteresse an den Landwirten zeigt, muss sich nicht wundern, wenn die Landwirte wütend werden.

Doch wesentlich enttäuschender ist, dass es bisher nur sehr wenigen Menschen gelungen ist, einen Gesprächstermin mit ihm zu bekommen. Folglich bleibt er in seiner Berliner Blase, umgeben von seinen drei Staatssekretärinnen, von denen nur Silvia Bender wirklich ernst zu nehmen ist. Sie ist auch der eigentliche Kopf des BMEL und nimmt wichtige politische Termine wahr. Und im Hintergrund wirkt noch Renate Künast…

  • Fehlende Planbarkeit

Frust macht sich auch deshalb breit, weil die Politik nicht erst seit Dezember 2021 unkalkulierbar geworden. Zu sehr ist jede Partei darauf bedacht, sich dem Mainstream anzupassen. Auch die Vorgänger und Vorgängerinnen im Amt waren da nicht viel besser. Beispiel: Zur Amtszeit von Frau Merkel wurden, als Reaktion auf die großen Bauern-Proteste, zwei Kommissionen eingerichtet. Die Borchert-Kommission, die den Umbau der Tierhaltung vorantreiben sollte und die Zukunftskommission Landwirtschaft. Die Ergebnisse liegen auf dem Tisch, keiner ist bereit, die “Transformation” der Landwirtschaft zu finanzieren. Özdemir will jetzt beide Kommissionen wiederbeleben, also den gleichen Trick anwenden wie Frau Merkel: Kommission einberufen und so die Landwirte ruhigstellen. Die Vertreter der Borchert-Kommission haben dies schon bemerkt und erklärt, dass sie ihre Arbeit so lange ruhen lassen, bis eine Umsetzung ihrer Vorschläge klar erkennbar ist.

https://www.landundforst.de/landwirtschaft/agrarpolitik/borchert-kommission-erteilt-oezdemir-abfuhr-568073

Gut wäre es, wenn auch die ZKL so handeln würde. Im Hintergrund ist aber schon wieder von Frau Künast zu hören, dass die Papiere der Kommissionen ja ganz gut wären, aber noch nicht weit genug gingen. Ich kann jeden verstehen, der angesichts dieser Voraussetzungen nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, jetzt Geld für den Umbau eines Stalles oder sonstige Investitionen in die Hand zu nehmen. Vielmehr denken viele über einen Ausstieg nach. Und damit wandert die Tierhaltung ins Ausland, ohne dass dann jemand auf das Tierwohl Einfluß nehmen könnte.

Lesenswert dazu dieser Artikel, in dem Prof. Kussin von der “organisierten Heuchelei” der grünen Politik redet und die Gefahr sieht, dass sich die Mitglieder der ZKL wieder “auseinanderleben”.

https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/ohne-investitionsbereitschaft-brechen-die-alten-konflikte-wieder-auf-13192429.html

Was viele Menschen und Mitbürger aktuell umtreibt, ist die Sorge vor den vor uns liegenden Wochen und Monaten. Die extrem gestiegenen Preise für viele Güter und die mangelnde Verfügbarkeit von Produkten des täglichen Lebens lassen viele ängstlich in die Zukunft schauen. Dabei ist vieles erst der Anfang. Die Lebensmittelpreise werden mit Sicherheit noch weiter steigen, wobei immer mehr die Frage in den Vordergrund rückt, ob bestimmte Produkte überhaupt noch hergestellt werden können? Wer kann denn noch für ein einfaches Brötchen 1 € bezahlen? Was passiert mit der Gastronomie, wenn die Preise ständig erhöht werden müssen? Viele Haushalte werden das gesamte Einkommen für Essen, Wohnen, Mobilität und ja, auch für Lebensmittel ausgegeben müssen. Die Schlangen vor den Tafeln werden jede Woche länger, wir helfen mit überzähligen Zucchini und Tomaten aus dem Garten. Aber das geht jetzt, wegen des Wetters, auch zu Ende.

  • Jeder kämpft für sich allein

Wie sieht es auf den Bauernhöfen aus? Seit Monaten wird in der Fachpresse von der katastrophalen Situation der Schweine-Bauern berichtet, ohne dass es von der Politik groß kommentiert worden wäre. Jetzt werden schnell ein paar Millionen verteilt und dies medial ausgeschlachtet. Dabei kommen diese Zahlungen zu spät und sind so marginal, dass sie nur als “Sterbehilfe” verstanden werden können. Und so (zynisch) werden sie dann auch von den Landwirten kommentiert.

Die Solidarität und die Aufbruchsstimmung der Jahre 2018 und 2019 sind vorbei. Von den diversen neuen Organisationen in der Landwirtschaft ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die handelnden Personen haben häufig gewechselt oder sind ganz von der Bildfläche verschwunden. Und so gelingt die Mobilisierung der Landwirte immer weniger. Das zeigen die Demonstrationen der letzten Wochen, die, wenn überhaupt, nur in der Fachpresse, nicht aber in den überregionalen Tageszeitungen erwähnt wurden. Jeder schaut halt, dass er in der aktuellen Situation seinen Betrieb so gut wie möglich durch den Winter bringt. Eine häufig gehörte Aussage: “Sollen sich doch andere engagieren.”

  • Die Chance in der Krise

In der gegenwärtigen Situation liegt aber auch eine Chance. Wenn Lebensmittel immer teurer werden, gibt es vielleicht wieder mehr Menschen, die den Wunsch haben, diese selber anzubauen. Sie werden dabei unweigerlich die Erfahrungen machen, daß die Herstellung von eigenen Lebensmitteln gar nicht so einfach ist. Es braucht Wissen, Können, Erfahrung, vor allem auch Zeit und wird die Erfahrungen bringen, was alles während eines Jahres auch negativ und vernichtend einwirkt auf den Selbstanbau. Der eine oder die andere wird sich vielleicht dann auch fragen: Wie machen das bloß die Bauern vor Ort jedes Jahr?”

Wenn demnächst immer mehr Menschen arbeitslos werden, werden diese nach Jobs Ausschau halten, die einem ein kleines Zubrot ermöglichen. Es kann sein, dass man dann an die Hoftore klopft. Aber vielleicht bin ich da auch zu optimistisch.

Was die Erfahrung lehrt: Landwirte haben immer überlebt.  Und sie haben immer gelernt, den Gürtel enger zu schnallen und mit weniger auszukommen. Von daher habe ich persönlich keine Angst, nicht auch diese schwierige Zeit zu überstehen. Angst habe ich vielmehr davor, dass äußere Einflüsse, wie zum Beispiel ein länger dauernder Blackout, zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen könnten, die niemand mehr kontrollieren kann. Ich will nicht schwarz sehen, aber sich Gedanken machen, wie man sich darauf vorbereiten kann, halte ich für vernünftig.

Ich habe in diesen Zeilen meinen gegenwärtigen Gemütszustand beschrieben. Es ist meine Meinung und ich würde gerne eure Meinung hören, wie ihr die gegenwärtige Situation seht und was ihr tun würdet. Wieder grüne Kreuze aufstellen?

Nachtrag, aus Wikipedia:

Aus individualpsychologischer Perspektive kann die Resignation durch die Einsicht ausgelöst werden, dass ein angestrebtes Ziel mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht erreichbar ist, oder durch die Einsicht, dass man sich nicht auf den erforderlich erscheinenden Einsatz oder die potentiellen Folgen einlassen will. Die resultierende Entsagung kann mit einer Dämpfung der Gefühle oder einer Antriebsschwäche und Minderung der Aktivitäten einhergehen, die jedoch von der Apathie und der Lethargie zu unterscheiden sind. Kulturgeschichtlich ist die Resignation manchmal als eine weise Bescheidung gerühmt worden, da sie helfe, Zorn und Eifer zu vermeiden, heitere Ruhe und ein Gefühl der Überlegenheit schenke.

 

 

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167 Kommentare

  1. Elisabeth Ertl sagt

    Vom 1. bis zum 5. Jahrhundert existierte südlich von Graz eine römische Handelsstadt mit 10.000 Einwohnern, Flavia Solva. Sie war ein Zentrum Binnen-Norikums, zentraler Ort des äußerst dicht besiedelten südöstlichen Alpenvorlandes mit hoch entwickelter Landwirtschaft. Hier kann man noch in jedem zweiten Dorf ein römisches Hügelgräberfeld besichtigen.
    Im Zuge des Hunneneinfalls wurde die Stadt vollständig zerstört, die Bevölkerung der ganzen Gegend floh in sicherere Gebiete des Römerreiches. Die Landschaft verwaldete und wurde erst im Mittelalter wieder urbar gemacht. Erst mehr als 1000 Jahre nach dem Fall Flavia Solvas gab es wieder eine Stadt dieser Größe, Graz.
    So verläuft die Geschichte. Das Beispiel ist einerseits nicht geeignet, Hoffnung zu machen. Andererseits – wenn es Schicksal ist, dass jede Zivilisation wieder stirbt, so wie jeder Baum, jedes Tier und jeder Mensch, dann hat das auch etwas Entlastendes: man muss sich keine Vorwürfe machen, dass man es nicht verhindern konnte.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Genau Elisabeth, sowas nannte man früher Schicksal. Das Schicksal ist heute aber ausgestorben, weil die Suche nach Gründen auf Schuldige trifft, oder technologische Lösungen ein Schicksal abwenden können oder sollen oder müssen. Schicksal wird nicht mehr hingenommen, so wie auch Krankheit kein Schicksal mehr sein muss, oder Kinderlosigkeit oder oder oder…..
      Und weil dem so ist, wird dem Menschen suggeriert, dass er nur “richtig” handeln muss, um das Schicksal abzuwenden oder ihm zu entgehen. Wer kein Fleisch ist, kann dem Schicksal von Krankheiten entgehen, leider nicht dem Tod. Aber daran arbeitet man ja auch bereits intensiv.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Am Schicksal muss niemand schuld sein, kann aber. Das Schicksal setzt die Ethik nicht außer Kraft. Wenn Ghandi am Ende erschossen wurde oder Martin Luther King, heißt das nicht, dass deren Ziele nichts wert waren. Sehr heilsam kann es sein, auch Folgen menschlicher Schuld als Schicksal anzunehmen.

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  2. Resignation – Vision…
    @Bauerwilli du hast die Situation sehr gut beschrieben. Ähnlich denke auch ich. Zu kämpfen haben wird im kommenden Jahr der Mittelstand und die Rentner. Alle, die über ein hohes Einkommen verfügen sind fein raus, und die Schwachen der Gesellschaft, die finden Hilfe bei den Sozialämtern.
    Es kommen Zeiten auf uns zu, die die Menschen vor über 30 Jahren in den Gebieten der ehemaligen DDR gewohnt waren. Nachbarschaftshilfe, Tauschhandel, Warten auf etwas …..
    Das sind Zustände, die wir als verwöhnte Konsumenten nicht gewohnt sind. Ich denke aber ein gewisser “reset” würde uns nicht gross schaden. Und wenn jemand, der auf zusätzliche Euros angewiesen ist, abends kellnert, Regale einräumt, im Altenheim oder der Tafel einen Dienst übernimmt – warum nicht?
    Wir alle sollten die Situation nutzen, um Visionen zu entwickeln. Dinge anzugehen, die längst überfällig sind wie ein allgemeines Tempolimit. Urlaub im eigenen Lande, Deglobalisierung, Einschränkung des Flugverkehrs, Ausbau und Serviceverbesserung der DB , Energieerzeugung vor Ort hier speziell Wasserstoff, Agri PV und Biogas. Die absoluten Gewinner der Krise sind die Discounter. Hier gewinnabschöpfend und umverteilend einzugreifen, ist meines Erachtens ein Muss. Mit etwas Gehirnschmalz gibts gute Lösungen, und wir sind irgendwann Staaten voraus, die noch auf Öl und Gas setzen. Wir sind vor allem nicht mehr erpressbar.
    Ach ja und am Schluss: unserem Herrn Özdemir ein Jobangebot in einer anderen Branche machen, die nicht im Geringsten etwas mit Landwirtschaft zu tun hat. Er kommt doch aus dem Sozialen…..

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  3. Jürgen Donhauser sagt

    “Landwirte haben immer überlebt” – das ist für mich der wichtigste Satz. Während andere (urbane Bevölkerung) selbstverständlich davon ausgehen, dass der Staat oder irgendjemand verdammt noch mal verpflichtet ist sie zu retten, haben die Bauern schon vorgesorgt. Zwei 67 kw Notstromaggregate, dafür ausreichend, mehrere Tausend Liter Diesel, Photovoltaik zum Eigenverbrauch am Dach, Holz-Kachelofen, Dank Direktvermarktung Fleisch, Wurst, Brot, Eier usw. vorrätig. Sollte also auch noch unser Geld bei galoppierender Inflation nicht’s mehr wert sein, damit genügend Tauschware vorhanden um noch bezahlen zu können. 4 Gefriertruhen und viel Einweckgläser. Und zu guter Letzt – 3 Landwirtschaftsmeister in der Familie, die somit wissen wie Lebensmittel hergestellt werden. Also der kalte Winter und Hunger kann kommen!

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    • Jürgen Donhauser sagt

      Ach ja, das wichtigste vergessen – und ein Gewehr (mit Waffenschein) um alles zu verteidigen!

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      • Andreas sagt

        Herr Diakon, ist es das was hier schreiben, auch das was sie am Sonntag in der Katholischen Kirche predigen ?
        In meiner Jugend wurde etwas anderes in den christlichen Kirchen gepredigt:
        Werke der Barmherzigkeit:
        Hungernde speisen
        Dürstenden zu trinken geben
        Nackte bekleiden
        Fremde aufnehmen
        Kranke besuchen
        Gefangene besuchen
        Tote begraben

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      • Na toll, jetzt musste ich mich als ungläubiger Heide auch noch mit dem 5. Gebot (der Christen) auseinandersetzen. Es gibt wirklich aufschlussreiche Texte dazu. Sogar Notwehr bei der Vermutung der Gefahr für das eigene Leben, wenn man für Andere verantwortlich ist, könnte „erlaubt“ sein. Ich konnte aber nicht herausarbeiten, dass „Alles“ mit einem Gewehr zu verteidigen, eine geeignete Reaktion ist. Ein Narkosegewehr dürfen wohl nur Tierärzte nutzen. Ich stelle mir nun 5 Familien mit Kindern vor, welche verzweifelt vor dem Hoftor stehen und deren Väter in der 2. Reihe ein Kantholz in den Fäusten haben, um aus der (eigentlichen…) Bitte, eine Forderung nach Nahrung `rüberbringen müssen. Feuer frei?

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        • Jürgen Donhauser sagt

          Genau auf diese Diskussion und den Reaktionen von Andreas und Peter wollte ich hinaus und provozieren. Mit welch einer Selbstverständlichkeit doch plötzlich dann wieder an die soziale Verantwortung und Mitmenschlichkeit der Landwirte appelliert wird. Dies beweist wohl, wie die Landwirte dann doch in der Not benötigt werden. Warum also standen Andreas und Peter nicht ganz vorne bei den Protesten vergangener Jahre gegen die demütigende Agrarpolitik? Warum haben sie sich nicht lautstark dagegen gegenstellt und faire Preise, Mindestentlohnung, menschenwürdigen Umgang gefordert. Warum haben sie zugelassen, dass mit jeder weiteren Lüge in der Berichterstattung auch den letzten Hofnachfolger die Lust und der Mut beraubt wurde diesen Beruf zu ergreifen. Andreas und Peter, am besten noch vorsorgen und eigenes Land bewirtschaften um dann nicht bettelnd vor dem Hoftor stehen zu müssen. Ich kann euch aber auch gerne Arbeit auf dem Hof anbieten – natürlich nicht zum Mindestlohn, denn den verdiene ich und meine Familie schon seit Jahren nicht mal selber.

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          • Andreas sagt

            Donhauser:
            “Warum haben sie sich nicht lautstark dagegen gegenstellt und faire Preise, Mindestentlohnung, menschenwürdigen Umgang gefordert. ”
            Wann kapierenen sie es endlich, wir haben in Deutschland von allen Parteien getragen, das System der UNSOZIALEN MARKTWITSCHAFT.
            Da hilft kein Demonstrieren, sondern nur ein Anpassen an die Marktgegebenheiten.
            Mir macht das Bauersein bis heute sehr viel Spass und auch mein Sohn ist mit großer Begeisterung Biobauer.
            Dieses ewige, völlig unfruchtbare Jammern hier, treibt doch jeden Konv. Bauern in die Depression

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            • Reinhard Seevers sagt

              Geht es denn ums Jammern? Geht es nicht viel mehr um Grundsätzliches? Um das Eingreifen von Politik in das Wirtschaften und damit das Ausüben eines Berufes? Ich kann mit den Baufirmen oder den Statikern oder den Klempnern reden, es läuft überall gleich…..die Jammern auch, nur nicht öffentlich, weil der Kunde jedes Jammern ausnutzt um dem Anbieter sofort eine Konzession abzuringen. In der Bauwirtschaft sagt kein Unternehmen es geht uns schlecht, bis genau zu dem Tag, da der Laden dicht macht. Niemand signalisiert seine Schwäche im Vorhinein.
              Es gibt auch bei den konventionellen Betrieben etliche, denen es nicht schlecht geht. Die werden sich aber nicht öffentlich hinstellen und laut verkünden, dass es ihnen gut geht. Auch bei den Arbeitnehmern geht es etlichen, besonders in den prekären Bereichen sehr schlecht, die die sich in den großen Unternehmen mit Tarifabsicherung aufhalten, die können sich zurücklehnen….usw….

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            • Jürgen Donhauser sagt

              Warum jammern dann Biobauern weil die Umsätze jetzt einbrechen und sie ihre Ware nicht mehr losbekommen? Warum benötigen Biobauern permanent höhere Subventionen gegenüber ihren konventionellen Berufskollegen? Sind ihre Produkte ohne diese staatlichen Transferzahlungen zu teuer und nicht konkurrenzfähig?

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          • Brötchen sagt

            Ich würde Fragebogen heraus reichen.

            Bzw. Tüten mit dem Futtergetreide, das man ja auch für die menschl. Ernährung nutzen kann, wie jetzt überall posaunt wird.

            Jetzt kommt ja viel Bewegung in die Diskussion:

            https://www.welt.de/wirtschaft/article241206787/Konditoren-So-schaffen-es-30-Prozent-nicht-mal-mehr-bis-Dezember.html

            mit den realen Kosten müsste ein Stück Kuchen 7 Euro im Laden kosten.

            Ich müßte für meine Hobbyhühnereier 4,50 bis 5,00 Euro nehmen, zu dem weil jetzt auch die Mauser ansteht.

            Weiss aber dann zeigen die Kunden mir einen Vogel.

            Bio träumt ja auch von 0,80 Cent pro Ei….das wären für einen kleinen Kuchen allein 3 Euro für die Eier.

            Ich glaube der alte Backofen gewinnt wieder an Fahrt.

            Hoffentlich ist der Spuck bald vorbei.

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        • Hansjlauppe@gmail.com sagt

          In unserer Gegend , um Straßburg wurde Jahrhundertelang immer gekämpft !Es gibt hier keine Höfe , die Menschen lebten in Dörfern um sich gegenseitig helfen zu können!
          Mein Vater sagte mir :
          Bub , wenn die “Marode Brüder ” kommen und halten Dir den Säbel , oder die Flinte vor den Bauch und sagen : Wir haben nichs und wollen das , dann musst Du sagen :
          Haltet ein , Männer , wir Schlachten das letzte Rind in der Reihe , das reichte Weile für uns , aber Ihr müsst da bleiben und abwehren helfen , wenn die Nächsten kommen !

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  4. Smarti sagt

    Bauer Willi hat hier, wahrscheinlich zum Ersten Mal seit sehr langer Zeit, ein Thema gefunden, in dem sich alle hier Anwesenden und alle Landwirte im Allgemeinen einig sind.
    Die Politik und das Auftreten von Herrn Oezdemir ist eine Katastrophe.
    Nun, nur gegen diesen Herr zu protestieren nützt nichts, die Landwirte sind zu wenige und damit viel zu leise. Ausserdem werden wir von unserem Landwirtschaftminister ganz gezielt in die Ecke des Bösen gestellt.
    Also braucht es einen anderen Ansatz – warum nicht vor- und nachgelagerte Produktion mit anschreiben ? Auch die Verbraucher die Angst haben vor unbezahlbaren Lebensmitteln, die Presse direkt einladen etc.
    Motto : entweder jetzt schon auf die Strasse zur Rettung der letzten Bauern – oder im Winter auf die Strasse weil die Regale leer sind. ( Oder so ähnlich ).
    Dabei den Herrn Oezdemir gezielt auslassen – der ist nicht mehr wichtig. Herr Scholz ist verantwortlich für das Überleben seiner Bevölkerung.

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    • Stadtmensch sagt

      Minute 3:30, das komplette Versagen der “vierten Gewalt” (die Medien)

      Zitat olle Marx: “die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden”

      Beispiel aus der Gegenwart (die Medienbesitzer) benutzen ihre privaten Verkündungsorgane, um ihre Interessen durchzusetzen:
      https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_100053382/-bild-kampagne-gegen-adidas-das-steckte-dahinter.html

      Aber heh – ihr wisst doch: Springer-Imperium ist gegen Linksgrün also ist es objektiv…

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      • Karl Timme sagt

        Es lohnt sich den ganzen Beitrag anzuschauen, er ist 1,5 Std lang. Ich habe angefangen die behandelten Themen nach Zeit stichpunktartig aufzuführen, wen alle 2 min das Thema wechselt, sehr umfangreich. Da ich das aber begonnen habe, werde ich dies auch noch hier rein stellen.

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  5. Bauernfreund sagt

    „Resignation“ Es soll eine Person geben der sich „Bauer“ nennt, Kollegen als „radikal“ diffamiert hat und ein Buch geschrieben „Sauerei – Nahrungsmittel zu billig“ bla bla.
    Nun ist Knappheit und für Milch bekommt der Bauer 60 Cent, 100 kg Weiten 33€ … und er Pseudobauer spricht von Resignation.
    Wir haben ein Internetproblem mit zwielichtigen Gestalten und viel Langeweile…

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      • Bauer Willi sagt

        “Bauernfreund” ist die Person, die es immer wieder schafft, mit immer neuen Identitäten auf diesem Blog zu trollen. Mit dem einen Ziel, mich zu provozieren. Soll er/sie/es weiter versuchen. Mich tangiert es nur peripher…

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    • Reinhard Seevers sagt

      Diese besonders in diesem Jahr erkennbaren extremen Unterschiede in Ernteerträgen bei unterschiedlichsten Früchte und Produkten, die hohe Komplexität bei den Energieerzeugungs- und verbrauchskosten, die extremen Unterschiede innerhalb der Tierhaltenden Betriebszweige, die stark polarisierenden politischen und gesellschaftlichen Anforderungen und Wahrnehmungen der Lage, die Kriegssituation, die Lagerkämpfe innerhalb der Branche und der Politik, diese Aufheizung einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung usw. ergeben ein Gebräu von Kakophonie.
      Die Vermittlung von Einheit und die Vorgabe von Zielen ist eigentlich unmöglich und unmöglich zu kommunizieren. Wenn zu allem noch eine ideologisch festgefahrene, fachlich unfähige und zur Kommunikation unwillige Politikerkaste dazu kommt, dann ist die Gefahr einer Implosion groß.
      Worte werden zu Geschossen und Menschen rotten sich zu “Waffenbrüdern” zusammen….

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      • Bauernfreund sagt

        @Smartis
        Kuschel weiter mit Bauerwilli.
        Cem und Willi haben das gleiche Ziel:
        Selbstdarstellung durch Demoralisierung der Jungbauern.
        Zum Glück wird sich kaum ein Jungbauer der bis 3 zählen kann auf diese Seite verirren.

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        • Reinhard Seevers sagt

          “Selbstdarstellung durch Demoralisierung der Jungbauern.
          Zum Glück wird sich kaum ein Jungbauer der bis 3 zählen kann auf diese Seite verirren.”

          Ooh, ein lapsus calami! Merkst selber oder? Wer nicht da ist, kann nicht demoralisiert werden…😎

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          • Bauer Willi sagt

            “Bauernfreund” taucht nun mit der gefühlt zehnten Identität hier auf. Es geht ihm nur um Provokation. Mit jeder Reaktion auf seine Kommentare macht er weiter.
            Unklar ist mir, mit welchem Motiv er hier trollt. Interessant ist, welche Energie die Person darauf verwendet, sich mit immer neuen Mail-Adressen Zugang zu verschaffen.

    • Arnold Krämer sagt

      Bauernfreund, Die Stimmungslage im Berufsstand reicht von Resignation über Unsicherheit bis zu Gelassenheit, je nach Mentalität, betrieblichen und privaten Gegebenheiten. ALLE aber müssen sich Sorgen machen, weil den höheren Erzeugerpreisen auch stark steigende Kosten gegenüber stehen, deren Überwälzung nur gelingt bei deutlich geringeren Absatzmengen. Wenn schon in der Vergangenheit nur rund 1 Viertel der Betriebe vollkostendeckend wirtschaftete, wird das in der nächsten Zeit noch schwieriger werden. An Lebensmitteln wird gespart. Der Handel wird mehr und mehr auf preiswertere ausländische Ware zurückgreifen.
      Ich liefere noch ein Indiz, warum der deutsche Staat in hohem Maße mitverantwortlich ist für die aktuelle Energiepreisentwicklung. Ich habe als Italienurlauber in 20 Jahren nicht erlebt, dass Diesel in Italien billiger war als in Dtld. Heute ist der Sprit in Südtirol ca. 20 Ct. niedriger als in D, und dass auch bei 22% MwSt.
      Schöne Grüße an alle Diskutanten aus Meran.

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      • Bauernfreund sagt

        Herr Krämer, das kann man so pauschal nicht sagen. Viele haben Solar, Wind oder Biogas und da gibt es wenig Resignation.
        Dem Ackerbau geht es richtig gut.

        Sie sind sicher ein guter Berater und Bauer Willi nicht. Deshalb ist es gut, dass hier hauptsächlich Rentner lesen und keine Jungbauern. Denen muss man Chancen aufzeigen und nicht vorbeten, dass Özdemir allein über deren Schicksal entscheidet.

        Das ist eine fatale Grunddenke eines Selbstdarstellers der nur Aufmerksamkeit sucht.

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        • Arnold Krämer sagt

          BW hat einen wichtigen Aspekt aus den Gemütslagen von Landwirten aufgegriffen und korrekt beschrieben. Das ist i.O. und deckt sich auch mit meinen Beobachtungen. Aber ich hatte ja auch von anderen Gemütslagen geschrieben, die man z.B. begründen kann mit ausserlandw. Einkünften unterschiedlichster Art und der Erfahrung, eine Renate Künast oder in Niedersachsen einen Christian Meyer “überlebt” zu haben. Aber die aktuellen ökonomischen Verwerfungen und der politische Umgang damit sind etwas, was es so in den letzten 40 oder 50 Jahren nicht gegeben hat.
          Wenn Sie BW als Aufmerksamkeit heischenden Selbstdarsteller bezeichnen, werden Sie ihm in keiner Weise gerecht. Er liefert seit vielen Jahren Diskussionsstoff, der von den meisten Diskutanten ernsthaft und oft weiterführend aufgegriffen wird. Das ist äußerst verdienstvoll, weil der Zugang zum Blog kostenfrei ist, und das Niveau gut ist.
          Heutzutage sind nicht Informationen ein knappes Gut, sondern Aufmerksamkeit. Die hat BW sich zurecht “erarbeitet”, was vielen nicht gefällt. Aber Sie kennen sicherlich den Spruch:
          Viel Feind, viel Ehr.

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          • Bauernfreund sagt

            Herr Krämer, dass ihnen B.W. Nicht gut tut, haben sie eindrucksvoll bewiesen. Sie denken bei anders lautenden Meinungen im Freund/Feind Chema !?
            Ich erkenne Menschen die es gut meinen und eigennützige Selbstdarsteller. B.W. Hat zeitlebens gegen Bauern gearbeitet und in seinem Arbeitsvertrag stand der Auftrag, den Gewinn von Pfeifer und Langen zu sichern.
            Wer als Bauer auf so einen rein fällt hat nicht nur resigniert sondern ist pleite .
            Sie hatten mal einen guten Ruf Herr Krämer. Sehr dumm sich diesen auf einer Blogseite zu versauen. Ich bin Bauer und kein Feind , Herr Krämer.

            • Reinhard Seevers sagt

              Ich würde meinen Nicknamen ändern, er wird dem Elaborat nicht gerecht….wie peinlich und kleingeistig.

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              • “Ich würde meinen Nicknamen ändern, er wird dem Elaborat nicht gerecht….wie peinlich und kleingeistig.”

                Wäre es nicht besser, unser Bauernfreund sucht sich gleich andere “Freunde” ?
                Das ist schlicht unerträglich und gerade im Zusammenhang mit dem Thema Resignation einfach nur schäbig.

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      • Bauer Willi sagt

        @Arnold Krämer
        “Bauernfreund” ist der Troll, der mit immer neuen Identitäten hier auftaucht.

        • Karl Timme sagt

          Hier scheint eine tiefe Verletzung oder ein “richtiger Hass” vorzuliegen. Alle Kommentare sind nicht Themen bezogen, sie beschäftigen sich nur mit der Diffamierung von Bauer Willi. Ein eingehen auf diese Kommentare befeuern diesen Vorgang noch.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Sind sie auch Rentner und damit nichts zu tun in Landwirtschaft,
      oder sind sie Arbeitslos, weil sie keiner mehr als Arbeitnehmer einstellt?

  6. Elisabeth Ertl sagt

    Es ist gut und edel, für seine Überzeugungen zu kämpfen, aber man kann nun einmal einen Kampf auch verlieren. Das ist nicht einmal Jesus erspart geblieben.
    Die Position von Bauer Willi ist schon länger öffentlich bekannt als jene Cem Özdemirs. Wenn nun in einer Demokratie Özdemir trotzdem mehr Menschen überzeugt, dann kann man in der Tat nur noch wenig tun. Wie sprach einst Robert Habeck: “Lieber mit der Demokratie in den Untergang, als keine Demokratie”
    Dieses bittere Schicksal steht nun bevor, zumal gar nicht wenige Ökobewegte der Ansicht sind, dass nur eine Dezimierung der Menschheit die Welt rettet. Nennt sich Ökofaschismus. Ob diejenigen sich selber als überzählig sehen, ist allerdings eine andere Frage. Und das birgt die Gefahr eines Bürgerkrieges.

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    • Stadtmensch sagt

      “zumal gar nicht wenige Ökobewegte der Ansicht sind, dass nur eine Dezimierung der Menschheit die Welt rettet”

      Gehts noch? Das sind keine Ökobewegten, die so ticken. So ticken ganz normale Menschenhasser, wie sie dieses Wirtschaftssystem, dass auf Gier und Konkurrenz basiert, zuhauf produziert. Muss man nur zu den Gründervätern zurück. Glaub Malthus und Riccardo waren dicke Freunde und Brüder im Geiste.
      Nun ist es vollbracht und jeder Mitmensch ist ein Mitbewerber, Konkurrent, Unterdrücker oder Lohnsklave. Nur logisch, dass man einen riesen Polizeiapparat braucht, um solche Systeme stabil zu halten…
      Das hier ist keine Demokratie. Es ist die Diktatur des Kapitals, Und statt dass sie es grau lassen wie es ist, verpassen sie dem Ganzen Regenbogenfarben. Mit Marketing kennt man sich schließlich aus.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Gerade die Rede Özdemirs bei der Demo gesehen: Wofür genau die Bauern ihr Leben riskieren sollen, erschließt sich mir nicht. Weil man genau das Gegenteil tun soll von Hitler, der den Nährstand vom Wehrdienst befreit hat? Um die Bauern seinen Anhängern gegenüber zum Freiwild zu erklären, damit die Demonstranten sich nicht mehr auf die Straße trauen? Jedenfalls hat Özdemir damit unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er die Probleme der Bauern für Fliegenschiss hält und keine Motivation verspürt, sich damit zu beschäftigen. Hat er ja auch schon an anderer Stelle klar gestellt: es gibt keinen Grund, als deutscher Bauer auf die Straße zu gehen. Özdemir weiß daher, warum er sich mit allem anderen beschäftigt, nur nicht mit Landwirtschaft. So lang die Regale so voll sind, dass Essen weggeschmissen wird, so lang wird sich daran auch nichts ändern. Und so lang wird die Bevölkerung auch auf seiner Seite stehen. Kommt ja genug Essen aus der Ukraine – von den Bauern, die ihr Leben riskieren. Es kommt auf dem Landweg und per Schiff. Wo ist das Problem?

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      • Franz Müller sagt

        Sehr gut beschrieben Frau Ertl.

        Ich denke die Landwirtschaft sollte sich mit Mistgabeln eindecken. Nicht nur wegen der fehlenden Energie…für mögliche notwendige Arbeitseinstätze, sondern auch für den Schutz der eigenen Scholle und seinen Erzeugnissen.

        Von einer Unterstützung der Politik, der Gesellschaft, der landw. Vertretung für bäuerliche Belange gehe ich nicht mehr aus. Hier ist sich jeder selbst der nächste. Staatsknete abgreifen wo es geht, Nachrichten ausschalten, Kundgebungen, Demos, Tagungen usw. kann man mit guter Überzeugung auslassen.

        Wenn wir gegen die Wand fahren, und davon gehe ich aus – muss sich jeder selbst zu helfen wissen. Die Bäuerinnen und Bauern können das mit Sicherheit am besten.
        Resignation hat was mit optimistischen Erwartungen zu tun. Jeder Mensch ist anders.
        Die Optimisten in der Landwirtschaft werden die größten Abstriche machen müssen, die Pessimisten haben bereits vorgesorgt, so gut es eben ging…

        • Pälzer Buh sagt

          “Mit Mistgabeln eindecken”
          Als JG werden Wir die Einnahmen als Zuschuss für den Jagdschein der Eintümer zur Verfügung Stellen. Man weiß ja “Nie” was noch kommt….

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        • Elisabeth Ertl sagt

          In diesem Punkt hat Özdemir ja sogar recht: die Bauern können sich am besten selber helfen.
          Was die Bauern einfach nicht sehen wollen: sie sind bei weitem nicht die einzige Berufsgruppe, die mit dem Rücken zur Wand steht. Bis letztes Jahr hat sich der Tourismus in den Alpen punkto Wolf noch auf die Seite der Bauern gestellt. Mittlerweile herrscht dort einerseits Personalmangel, andererseits kommen nur noch Billigurlauber, die meisten Betriebe stehen vorm Zusperren. Da steht was anderes im Fokus als der Kampf der Almbauern gegen den Wolf. Wegen der Energiepreise stehen viele Industriebetriebe vor dem Aus. In der Schule werden Klassen zusammengelegt, weil es nach Pensionierungswellen nicht genügend Lehrer gibt; entsprechendes gilt fürs Gesundheitssystem. Die fühlen sich alle genauso von der Politik im Stich gelassen wie die Bauern. Und sie haben keine Grundstücke, wo sie ihre eigenen Erdäpfel anbauen können. Etwas weniger Egozentrik täte den Bauern auch gut, Es ist wahrscheinlich ziemlich egal, ob man einen seriösen Landwirtschaftsminister hat oder einen Kasperl. Die ganze Politik ist in die Hilflosigkeit geschlittert, nicht nur in Deutschland.

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Etwas weniger Egozentrik täte den Bauern auch gut,…”

            Da blitzt sie immer mal wieder durch die Elli…😎
            Die Piloten und das Bodenpersonal bei der Lufthansa streiken mal ebenso zur besten Ferienzeit, weil sie so solidarisch sind und am Hungertuch nagen…..Egozentrik oder vielleicht das Signal an die Ferienfliegerbranche, endlich dauerhafte Arbeitsverhältnisse zu vereinbaren? Nein? Nein! denn dann wäre Lufthansa zu teuer und das Karussell beginnt sich erneut zudrehen …Elisabeth, der Wohlstand, erreicht durch den Kapitalismus und die Ausbeutung von Menschen steht zur Disposition, nur niemand will ihn aufgeben. Und wenn der Ernährer als egozentrisch bezeichnet wird, dann ist die gesamte Tourismusbranche dekadent und Umweltzerstörend….ausnahmslos, auch der “sanfte” Tourismus.

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Wie zeigst du dem Gesundheitspersonal, dass du deren existenzielle Nöte verstanden hast, dass du deren Entwicklung verfolgst und zu gegebenem Zeitpunkt konsequentes Handeln bietest, so wie die Bauern das für sich beanspruchen? Die sind fürs Überleben genau so wichtig wie die Bauern. Es sieht eben jede Branche nur ihre eigenen Probleme und wundert sich, dass “die Gesellschaft” nicht solidarisch ist. Wenn jede Gruppe so vorgeht, dann bleibt eben keine “Gesellschaft” mehr übrig, die da solidarisch sein könnte, und keine Politik, die diese Gesellschaft noch zusammen halten kann.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ja, stimme dir doch zu…..es gibt aber nicht ganz viele “Branchen”, die Systemrelevant sind. Und die, die es sind, werden insgesamt weder ausreichend entlohnt, noch wahrgenommen. Gibt da ein sehr gutes interview mit Ricardo Lange auf Phoenix, der seine Sicht auf die Pflegebranche und die Intensivmedizin darlegt.
                Es zeigt exemplarisch, wie eben genau die Branchen, die Systemrelevant sind nicht anerkannt und entsprechend entlohnt werden. Die “anderen” ganz vielen, die der Kultur, der Kunstszene, der Medien, der Spaßindustrie, der Tourismusindustrie, Influencer und weiß der Geier, das sind ausschließlich “Verdiendende” und “Nutzende” des Systems. Sie halten das Kapital im Fluss und sind evtl. im Falle eines Wohlstandsrückgangs die ersten, die Tränen in den Augen haben. Essen muss man immer, krank wird jeder, die Kanalisation muss immer funktionieren, das Feuer muss gelöscht werden. ……das merken aber erst alle, wenn es soweit ist.

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              • firedragon sagt

                Frau Ertl,
                Sie vergleichen Äpfel mit Birnen, wenn Sie Landwirtschaft mit dem Gesundheitswesen vergleichen.
                Das Bezahlsystem ist nicht miteinander vergleichbar.
                LW kann darauf hinweisen, dass ich, als Verbraucher, bei meinem Einkauf auf Ware aus D achte und durch den Kauf, die dt. LW wertschätze.
                Diese Möglichkeit hat das Gesundheitswesen nicht. Deshalb ist, Zitat ” … konsequentes Handeln bietest, …” in diesem Bereich nicht möglich.
                Jetzt könnte man zusammen mit dem medizinischen Personal auf die Gasse gehen, allerdings hat der Gesundheitsminister bestimmten Personen das Demonstrationsrecht abgesprochen.
                Zum Glück nur einem Teil, der LW Minister hat es allen Landwirten abgesprochen.

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                • Das med. Personal ist angestellt und der Bauer ist frei, ihm hat keiner das demonstrieren zu verbieten.

                  Nur sie haben vielleicht die gleichen Sorgen.

                  Ein Krankenpfleger hat genau so viel zu verdienen wie ein entsprechender Mitarbeiter von Mercedes,
                  wir Menschen sollten uns doch mehr Wert sein als die tote Materie Auto, oder?

                  Einen Menschen zu reparieren macht dazu noch mehr Mühe und verlangt mehr Wissen, weil er viel komplizierter ist als ein Auto.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Es sind keine zwei Gruppen exakt vergleichbar, aber die Verzweiflung als solche ist vergleichbar, sie kommt halt unterschiedlich zustande. Diese Leute werden in der Arbeit auf eine Art verheizt, die der Landwirt SO nicht kennt, sodass sie irgendwann beim besten Willen nicht mehr können. Das zu erleben im Wissen, dass man jederzeit auch als Patient solchem Zuständen ausgeliefert sein könnte, ist ungefähr so schlimm wie die Vorstellung, dass das Essen knapp werden und die Städter über einen als Bauer herfallen könnten.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Solange wir Nahrungsmittel in Mengen produzieren, die ein perverses Wegwerfen direkt in die Tonne ganz ohne Probleme ermöglichen, wird sich an dem aktuellen Desaster von uns Bauern rein gar nichts verändern.

        Unsere Nahrungsmittel erhalten nicht die Wertschätzung, die ihnen im eigentlichen gebührt.

        Das Problem schlechthin, das allerdings recht hinterhältig bewusst nicht angefasst wird von unseren Besserwisser-Entscheidern unisono…

        Sehr gut auf den Punkt gebracht, Frau Ertl, ich gehe mit Ihnen da absolut d’accord.

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  7. Ludwig sagt

    @kai ruhsert. Nicht nur der Graichen , sondern der Clan Graichen , Bruder, Schwester und Schwägerin, haben in den Ministerien hohe Posten bekommen. Sie alle waren in den verschiedenen Umweltbewegungen aktiv und haben jetzt ihren Soldplatz dafür bekommen. Auch die Greenpaecechefin, eine Amerikanerin , ist eingbürgert worden in Nullkommanix und sitzt heute im Außenministerium. Man kann sagen das die Grünen mit ihren Aktivisten die Regierung unterwandert haben. Je eher der Regierungsspuk am Ende ist ,desto besser , aber ohne unseren Demoeinsatz mit den anderen Berufsgruppen wird es nicht gehen. Hier im Westen sind die Mitbürger z. Zt. noch sehr zögerlich, aber das wird sich ändern wenn sich die Temperaturen absenken , der Energieverbrauch steigt und damit die Kosten steigen.

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    • sonnenblume sagt

      Nur die Regierung austauschen? Wir sollten auch den Beamtenapparat, der sich dort etabliert hat, nicht unterschätzen.

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      • Die Beamten tun, wie ihnen geheißen wird, und wären auch bei einer vernünftigeren Politik bloß Ausführende. Entscheidend sind von den Spitzen der Politik ausgehende Richtungsänderungen in Berlin und Brüssel.

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        • Beamte haben immer einen so genannten Ermessensspielraum. Unsere Gesetze sind so schlampig, dass genau an dieser Stelle eine Macht in den Händen dieser Beamten liegt, über die sich ein Nachdenken unbedingt lohnt.

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          • Karl Butzer sagt

            Ich löschte wieder, was ich von Beamten in höheren Positionen halte.
            Nur soviel: Zum kotzen, wenn ich nur einzelne Namen höre.
            Ich meine natürlich nicht die kleinen Befehlsempfänger in den Amtsstuben.

  8. Da meine ich Parallelen zur Energie- und Verkehrswende zu sehen.
    Die Grünen haben NGO-Aktivisten in die Ministerien eingeschleppt, welche die Wirtschaft via Drosselung der Energiezufuhr zur Schrumpfung zwingen wollen (ihre Strategieberater in den hippen Cafes am Prenzlauer Berg nennen es lieber Suffizienz- oder Postwachstumsstrategie).
    Ein Beleg hierfür ist, dass ein großer Teil des Energiepreisanstiegs sich bereits vor dem Ukraine-Krieg eingestellt hatte; tatsächlich wurde damit ein politisch gewolltes Ziel erreicht.
    Einer dieser Aktivisten ist Patrick Graichen, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. In einem Interview lässt er mit bemerkenswerter Wurstigkeit erkennen, dass er für energieintensive Unternehmen in Europa keine Zukunft sieht: https://twitter.com/MLiebreich/status/1533763748476776448
    Ohne Klarheit über die Motive der politischen Akteure ist Gegenwehr von vornherein aussichtslos.

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  9. Wenn jetzt schlechte Zeiten kommen und alles teurer wird und die Arbeitslosigkeit steigt, dann wird wieder an die Bauern gedacht?

    Dann kann “echte grüne Politik” gemacht werden.

    Alle die, die dann von der Sozialhilfe, vom Staat abhängig sind, müssen im Feld Unkraut jäten.
    (Steht schon in der Bibel)
    Das Fördert auch ihre Gesundheit und Zufriedenheit und wir sparen
    sehr viel Pestizide! und Energie, wenn sie Arbeiten verrichten können, die vorher nur mit energieintensiv mit Maschinen verrichtet wurden.

    Dann kommt Freude
    (man kann ja an der Situation nichts ändern, da ist Neid und Hass fehl am Platz)
    und Solidarität auf,
    Das verhindert dann einen Bürgerkrieg.
    Und in den Schulen muß jetzt darüber aufgeklärt werden, sowie auch in der Öffentlichkeit diskutiert werden.
    Wofür gibt es Talkshows?

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  10. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, ich akzeptiere alle Argumente die Willi hier anführt, natürlich mit Einschränkungen. Was ich nicht akzeptiere ist Corona.

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  11. Leider ist es so!
    Meiner Meinung nach wird es erst einen “Ruck” in Deutschland für die heimische Landwirtschaft geben, wenn die Bevölkerung wenig, nichts mehr oder sehr teuer im Supermarkt kaufen kann.
    Und vor lauter Not die landwirtschaftlichen Betriebe ablaufen um etwas zu essen zu bekommen.
    Traurig das es soweit in unserem Land kommen muss.

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    • Die Bauern sind so arm, dass sie sich vor den Dieben schämen müssen.

      Was haben die denn noch?
      Eine Truhe voll Eingeschlachtetem?
      Einen Einkochkeller voll mit Eingekochtem?
      Garten mit Gemüse?
      Die meisten haben noch nicht mal Kartoffeln im Feld!

      Die beklauen höchstens die Obstplantagen oder Gemüsekulturen.!
      Supermärkte überfallen ist vielleicht in der Hinsicht lukrativer, oder?

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    • Karl Butzer sagt

      Die laufen nicht die Höfe ab um was zu bekommen. Die stehlen und plündern die Höfe aus. Die Anfänge sehen wir doch schon auf unseren Obstanlagen.

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  12. Imme Gerke sagt

    Die Situation der deutschen Bauern ist in vieler Hinsicht schlechter als die der Bauern in anderen Ländern. Dazu gehört leider auch, dass die Bauern in anderen Ländern sich nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern sie national und international zusammenarbeiten. Ich bemühe mich die deutschen Bauern darüber zu informieren, aber sowohl der DBV, die DLG als auch Topagrar sind der Meinung, das es nicht ihre Aufgabe sei die Bauern darüber zu informieren. In anderen Ländern beteiligen sich Bayer und BASF daran, diese Zusammenarbeit zu unterstützen. Da die deutschen Bauern sich aber selbst nicht daran beteiligen, gibt es in Deutschland auch nichts zu unterstützen.

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      • Karl Butzer sagt

        Das hat m.E. ausschließlich damit zu tun, dass einzelne durch Baulandumlegungen, hohe Subventionen und Beziehungsgeflechte in die Politik, den Beamtenapparat und die Funktionärscliquen zu Wohlstand, Überheblichkeit und Raffgier, verbunden mit einer gewissen Brutalität, kamen, während andere sich krumm und bucklig arbeiten und trotzdem ihre Betriebe nicht fortentwickeln können.

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  13. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Für das kaum mehr zu ertragende grüne Besserwisserklientel ist augenscheinlich verzichtbar, dass wir Bauern forthin Nahrungsmittel produzieren.

    Brotgetreidepreis aktuell 30 Euronen/dt – nach einem katastrophalen Hitze- u. Dürrejahr 2022!
    Bisheriges Abfallprodukt „Sägemehl“ dato 70 €/dt, falls überhaupt noch verfügbar!

    Funktioniert so perfide „MARKT“!? – Ja, SO(!) funktioniert ein manipulatorisch festgezurrter MARKT heute in Ausschließlichkeit!!! Alle heimsen sich komfortabel ihre Margen ein und am Ende ist für die Bauern kaum mehr was in eben diesem Topf. Sprichwörtlich „wer zuletzt kommt, den beißen die Hunde“. Dabei hat eine moralisch und ethisch heute komplett versaute grüne Agarpolitik überhaupt keine Gewissensbisse, die räß kläffende Hundemeute auf jene nur noch marginale Gesellschaftsgruppe zu hetzen, die angekettet in ihrem hofeigenen Hamsterrad am schwerfälligsten flexibel schnelle Fluchtbewegungen vollziehen kann.

    Warum aber ist dem so!?

    Ich weigere mich forthin, mein sehr hart erwirtschaftetes Erspartes in Ausschließlichkeit innerhalb der falschen Produktionssegmente zu vergeuden, quasi eine Geldflut in die vollkommen falsche Richtung; …ein Kapitaleinsatz quasi ohne Wiederkehr!!!

    Genau eben diese gestählte Haltung will allerdings in sehr vielen Bauernköpfen noch immer keinen Zugang finden, so produzieren wir nach wie vor in vollkommen übersättigte Lebensmittelmärkte -selbst wenn diese Übersättigung nur auf dem Papier oder den Flimmerbildschirmen sich abbilden lässt. Die Verbraucher werden zwischenzeitlich von einer Inflationsrate von nahezu 10% gegeißelt. – Was bleibt davon auf unseren Höfen hängen!? Beim schwächsten Glied innerhalb der Wertschöpfungskette läuft das komplette gesellschaftlich ausgemachte Negativum zusammen; und das ist gut so!? – NEIN!!!

    Deshalb, genau deshalb ist das Glas auf vielen Höfen heute eben halbleer, ich sehe meines als halbvoll und bin nach wie vor bereit mit dem notwendigen Kampfesgeist die Zukunft meiner Familie mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. Unser in Dyson-Sphären herumfliegender Cem Holgersson wird mich daran jedenfalls nicht hindern können – er hat von vielem allenfalls eine ganz fest Meinung, dabei leider aber überhaupt keine Ahnung. Und was hat Frau Künast eben noch mal gelernt!? Ist sie nicht eine Anwältin, spezialisiert auf den Gebieten Ausländerrecht, Strafrecht und Bürgerrechte!? Özdemir hat sich selbst die Zulassung als Anwalt des Bauernstandes verpasst! – Ja, und beide arbeiten in Ausschließlichkeit daran, die modernen Bauern ordnungs- u. strafrechtlich zu verfolgen, die Spezies innerhalb unserer Gesellschat eben bar jedweder Rechte, dafür mit mannigfaltigen kaum mehr zu leistenden Pflichten überhäuft. – DER WAHNSINN schlechthin, der vom Einzelnen kaum mehr zu schultern ist!!!

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  14. Die Bauern waren wegen ihrer Mühe und Arbeit auf ihrem Betrieb seelisch immer mehr belastet wie Ottonormalverbraucher,
    also hatte er, der Bauer nicht Zeit seine Rechte durchzusetzen oder zu demonstrieren, deswegen haben das andere für ihn gemacht. Dadurch hat er sich wohl von Handel und Politik so abhängig.

    Eine Antwort für all die jenigen die fragten:
    Warum habt ihr das mit Euch machen lassen?

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  15. firedragon sagt

    Die Definition von Resignation finde ich gut.

    Dazu würde ich gerne noch ein Beispiel aus dem Familienalltag schreiben.

    Wenn man so Pubertiere daheim hat, kann das ja gelegentlich zu Reibereien zwischen denen und uns Elterntieren kommen.
    Kommen dann so Sprüche, wie ” was regsten dich so auf”, “haste schon gesagt” usw.
    Ich erwähne dann nur, “wenn ich mal nix mehr zu dir sage, dann solltest du dir Gedanken machen …”

    Resignation hat auch was mit innerer Ruhe zu tun, die muss nicht unbedingt heiter sein, aber sie entlastet und man konzentriert sich auf Wichtigeres.
    Im Fall der Agrarpolitik bedeutet das für mich – lass sie rennen, ich muss den Scheiß nicht mitmachen.

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    • Ja,
      aber so lange machen die mit uns was sie wollten!

      Teenager ziehen dann irgendwann mal ihr Resümee daraus,
      aber die Agrarpolitik?

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  16. Klemens Minn sagt

    Die Ursachen für die aktuelle Situation sollte nicht nur in der Politik sondern auch in der politischen Beratung gesucht werden.
    Wer wissen will was ich meine, dem empfehle ich das Youtube-Video (leider 2 Stunden) von einer Veranstaltung im Haus am Dom, Frankfurt (ein Tagungszentrum der kath. Kirche): Biodiversität verstehen und priorisieren!
    mit Frau Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum BiK-F und Goethe Universität Frankfurt
    https://hausamdom-frankfurt.de/beitrag/9922-18-20-uhr-biodiversitaet-verstehen-und-priorisieren/

    • Reinhard Seevers sagt

      Ich hab mir die ersten 20min angetan….ich ertrage solche Damen nicht. Die heimische Agrarlandschaft ist Schuld…..wir haben bei Experimenten am Kilimandscharo entdeckt, besonders in den Tropen…..unsere intensive Agrarwirtschaft ist Schuld usw……mir wird übel.

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      • Karl Butzer sagt

        Genau solche Cliquen sind es, auf die die Politik hört. Nur das bringt Wählerstimmen. Alles andere ist egal.

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  17. Franz-Josef Isensee sagt

    Ich bete jeden Tag , um mich nicht zu radikalisieren! Ein Land wird arm gemacht, nicht nur von der Regierung, selbsternannte urbane Eliten haben Naturwissenschaften durch anthroposophischen Unfug ersetzt!
    – und tyrannisieren damit, diejenigen, die Naturgesetzen ausgesetzt sind,
    Über Liebig Tonne und andere Grundlagen der Landwirtschaft kann man auch in einer Demokratie nicht abstimmen!
    Sind wir Opfer der Bildungskatastrophe?
    Die Kommunikation mit der politischen Kaste erscheint mir sinnlos! Resignation!

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    • Bauer Willi sagt

      Ich sehe aber sehr wohl die Gefahr, dass diejenigen, die diese innere Ruhe nicht mitbringen, sich radikalisieren und andere dabei mitziehen. Ich bin gespannt, wie die “Sonntagsfrage” im Frühjahr beantwortet wird. Wenn Menschen Angst haben und keine Perspektive mehr sehen, kommt es zu Reaktionen, die nicht mehr zu berechnen sind.

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      • Christian Bothe sagt

        B.Willi, das denke ich leider auch, das sich viele in ihrer Perspektivlosigkeit radikalisieren oder es schon sind…Besonders bei uns im Osten beginnend! Nicht nur in unserer LW auch im „gemeinen“ Volk gibt’s viel Unverständnis für die Ampel und deren Handlungen in Berlin, insbesondere was den Krieg in der Ukraine betrifft! Viele Fragen sich mittlerweile, was uns Deutsche das angeht und nur wenige Politiker sagen dazu Wahrheiten…

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        • Habt ihr drüben nie was vom Kalten Krieg gehört?

          Der ist wieder entfacht!
          Wir müssen darauf reagieren!
          Oder wie stellen sich das diese Mitmenschen im Osten vor?

          Darüber muß aufgeklärt werden.

          Oder wollen die als Ewig gestrige gelten,
          es sind nun andre Zeiten angebrochen.

          • Christian Bothe sagt

            @Inga! Man sollte vorsichtig sein mit solchen verbalen Verurteilungen! Warum kam es denn zu diesem regionalen Konflikt? Was hatten Gorbatschow und Bush sen. abgesprochen, was die Mitgliedschaft osteuropäischer Staaten in der NATO betrifft…Wagenknecht hat in einem Interview einiges Richtige dazu gesagt…Glaube aber, das ist nicht B.Willi‘s Thema heute?

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            • Christoph aus der Stadt sagt

              Den Ausführungen von Frau Wagenknecht steht entgegen, dass der durch seine eigenen Aufsätze mittlerweile belegbare Plan Putins das alte Sowjetreich wiederherzustellen, mit der Nato zunächst überhaupt nichts zu tun hat. Es wird eher umgekehrt ein Schuh draus. Alle Länder, die ehemals der Sowjetunion angehörten und mittlerweile als unabhängige Staaten in der Nato sind, sind über diese Mitgliedschaft gottfroh.

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          • Christian Bothe sagt

            @Inga, „Kalter Krieg?“… Auf jeden Fall gab‘s warme Wohnungen und genug zu essen und das preiswert!Und das bei Honecker! Und nun Inga? Was haben wir jetzt oder werden es bekommen? Für Demokratie sollen sich die Leute mit Waschlappen waschen, Heizung abdrehen, Lebensmittel sparen usw. Irgendwie makaber das Ganze und für viele frustrierend 33 Jahre nach der Wende! So sieht’s aus, wenn man sich in Ost und West umhörten…

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            • Der “kalte Krieg” wird warm,

              wenn wir, bzw. unsere Politiker nicht geschickt mit bedacht darauf reagieren!

              • Christian Bothe sagt

                @Inga, nun hören Sie aber auf solchen Unsinn zu verbreiten!!!Sie verwechseln Ursache und Wirkung! Schon mal was von friedlicher Koexistenz gehört! Hat zu Zeiten des Kalten Krieges hervorragend geklappt( Warschauer Pakt und NATO!).Wo sind die verantwortlichen Politiker heutzutage? Die Grünen haben eine Metamorphose von einer Friedenspartei zu einer Kriegspartei durchgemacht! Einfach unterirdisch und wir werden sehen wozu das führt, hoffentlich friedlich! Unter H.Schmidt, G.Schröder und Genscher und Fischer wäre es nicht soweit eskaliert( Schröder hat sich erfolgreich gegen Bevormundung der Amis gewehrt…).

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                • Im Kalten Krieg war friedliche Koexistenz, ja und durch Waffengleichgewicht.

                  H. Schmidt war ein guter Stratege.
                  Genscher auch!
                  Die anderen kann ich nicht so beurteilen, sie hatten wohl gute Berater.

                  Und was haben die jetzigen Politiker für Berater?
                  Haben die Grünen deswegen diese Metamorphose durchgemacht? Oder wollten sie sich nur mit der Ukraine solidarisch zeigen?

                  Putin hat angegriffen.
                  Die Osteuropäer wie Polen hatten Angst.
                  Hätte Putin mit H. Schmidt oder Genscher verhandelt?
                  Gorbatschow hätte es getan!

                  Und was habe ich nun verwechselt?

                  In Krisensituationen können wir und auf keine warmen Wohnungen verlassen.

            • Ja, das haben wir der Politik zu verdanken, auch weil sie so geschickt einen 3. Weltkrieg verhindern will.

              Lieber zu wenig und teure Energie, als einen 3. Weltkrieg!

              Lieber den Umweltschutz weniger beachten und weniger stilllegen, als hungern oder Krieg.
              Das haben wir alles Putin zu verdanken!

            • “Auf jeden Fall gab‘s warme Wohnungen und genug zu essen und das preiswert!”

              Können wir uns vielleicht auf “Ende der Diskussion ” einigen?
              Mich treffen solche Äußerungen und sie machen mich auch wütend. Dies ist aus meiner Sicht nicht der richtige Ort für eine Diskussion über das , was die DDR war oder auch nicht. Oder was sie dort “gab”. Und da muss ich mich schon mächtig zusammenreißen…

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                • Christian Bothe sagt

                  @unkomplizierter Wurzelwicht! Als erstes freut mich wie Sie die DDR Landtechnik noch benutzen( ZT 320/3,E514, L 60,HTS 100,HW 80u.a.)waren gute Produkte, wurden exportiert und kamen auch in meinem VEG zum Einsatz! Das mit der Freiheit ist so eine Sache. Wer sich mit dem Staat arrangiert hat und seinen Beruf liebte, konnte sich auch ohne Partei entfalten! Wem nützt die Freiheit nach den Treuhandeskapaden, Arbeitslosigkeit oder Obdachlosigkeit ? Gerade jetzt wo wieder viele Leute auf die Straße gehen, und um „Freiheit“Ihrer Entscheidungen demonstrieren! Denken Sie wirklich, das wir in der BRD frei in allen Entscheidungen sind? Habe da so meine Zweifel in diesen Tagen…

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              • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                Ja, sehr verehrte Lady, ich stimme Ihnen aus vollem Herzen zu!

                Eine Mehrheit der Bevölkerung wurde in der ehemaligen DDR menschenverachtend geknechtet, Honni war alles andere als “honey”, viele lebten in ständiger Angst vor diesem Regime. Zustände, die man sich heute wahrlich kaum mehr herbeisehnen wollen kann.

                Natürlich ließ es sich eine handverlesene Spezies zu damaligen Zeiten dabei auf Kosten sehr vieler mehr als gut gehen…

                Ich teile mit Ihnen die Meinung, dass eine Glozifizierung dieses glücklicherweise zeitlich begrenzten, doch recht traurigen Kapitels deutscher Geschichte seit dem 3. Oktober 1990 endgültig vorbei ist. Nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989 sollten endlich auch die Mauern in unseren Köpfen für alle Zeiten abgebaut sein. Es gibt kein Zurück, gestalten wir zusammen, Ost und West, also unsere Zukunft proaktiv in gemeinsamen Schulterschluss in einem friedlich geeinten freiheitlich demokratischen Deutschland…

                Auf diese freiheitliche Demokratie sollten wir heute mehr denn je ein sehr wachsames Auge haben, damit uns diese nicht abhanden zu kommen droht!!!

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                • “Auf diese freiheitliche Demokratie sollten wir heute mehr denn je ein sehr wachsames Auge haben, damit uns diese nicht abhanden zu kommen droht!!! ”

                  Völlig richtig,Wurzelwicht. Wie schnell eine demokratischen Ord ung beschädigt werden kann, hat uns Trump gezeigt.
                  Nur scheint einigen Zeitgenossen gar nicht klar zu sein, dass wir hier tatsächlich mal etwas Sxhützenswertes haben, dessen Fortbestand keine Selbstverständlichkeit ist.
                  In dem angesprochenen Kontext der Resognation ist das allerdings nicht gerade ein Hoffnungssxhimmer.

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                • Christian Bothe sagt

                  @unkomplizierter Wurzelwicht! „Eine Mehrheit der Bevölkerung wurde in der ehemaligen DDR menschenverachtend geknechtet, Honni war alles andere als “honey”, viele lebten in ständiger Angst vor diesem Regime.“ Nun lassen Sie mal die Kirche im Dorf… Mag für s.g.Regimegegner der DDR gegolten haben aber nicht für die Mehrheit des Volkes!!!Können nur Leute richtig einschätzen, die 40 Jahre hier gelebt haben…

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                • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                  …ergo, wenn ich Ihre Zeilen richtig verstehe, ging es der Mehrheit des DDR-Volkes gut.

                  Wir im Westen hatten dahingehend wohl absolute Wahrnehmungsstörungen bei einem nur kontrolliert kleinen Grenzverkehr, oder!?

                  Die Gretchenfrage schlechthin:
                  Wozu dann diese MAUER zwischen Ost und West!?
                  Warum gingen die DDR-BÜRGER 1989 auf die Straße!?
                  Warum wurde von den glücklichen Ostdeutschen der Friedensschutzwall 1989 für obsolet erklärt!?

                  …Herr Bothe, wir setzen in der LW Schätzchen aus DDR-Zeiten noch heute ein, eine robuste solide Technik ohne viel Schnickschnack und Chichi; und die Verkäufer waren allesamt sehr freundlich und kompetent, das muss man sagen.

                  Es ist nicht alles nur schlecht…

                  Ungeachtet dessen haben diese Staatsbürger in der DDR das Wort Freiheit nicht gekannt, oder möchten Sie dem widersprechen, werter Herr Bothe!?

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                • Brötchen sagt

                  Wurzelwicht, wenn ich vermittelnd was dazu sagen kann:

                  “Wir im Westen hatten dahingehend wohl absolute Wahrnehmungsstörungen bei einem nur kontrolliert kleinen Grenzverkehr, oder!?”

                  Die Mauer war letztendlich die Demarkationslinie zwischen den Machtblöcken.

                  Selbst wenn die Regierung der DDR was anderes gewollt hätte, mussten diese nach Moskau fahren und sich das Ok der Russen holen.
                  Der gefeierte Gorbatschow, war letztendlich auch nur der Gefängniswärter, welcher pleite war und versucht hat das System zu reformieren, was gescheitert ist!
                  Der Anfang der DDR bestand teilweise schon aus Menschen, die wirklich ehrlich versucht haben, einen etwas anderen Staat aufzubauen.

                  Anderer Staat bedeutet anders als ausgehend vom Kaiserreich bis zum dritten Reich.

                  In dem Spannungsfeld haben sich die Leute eingerichtet, weil sie keine andere Wahl hatten, ausser sich nach dem Westen abzusetzen. Manche wollten das aus verschiedenen Gründen nicht.

                  Mit so ein paar platten Schlagworten kann man die ganze Situation nicht hinreichend genau beschreiben.
                  Dazu müßte man sich umfangreich informieren, mit Leuten reden und sich Filme und Ausstellungen ansehen.

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                • “Mit so ein paar platten Schlagworten kann man die ganze Situation nicht hinreichend genau beschreiben.”

                  Das ist richtig., Brötchen . Aber die Behauptung , nur diejenigen , die 40 Jahre in der DDR gelebt haben, können sich ein Urteil erlauben, ist an Respektlosigkeit nicht zu überbieten. Gegenüber den vielen Millionen, die das Land verlassen haben und vor allem gegenüber denjenigen , die ihr Leben verloren haben oder sogar ermordet worden sind. Mord verjährt nach unserer Rechtsauffassung auch nicht!
                  Und zwischen der Anklage Mord und der angeblich warmen Wohnung für jedermann kann man nicht vermitteln. So lobenswert dieser Ansatz sonst sicher auch ist.

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              • Warme Wohnungen und billiges Essen gab es im Westen auch.
                Ist ein Beweis dafür, dass die Landwirtschaft ein relevanter Stützpfeiler jeder Volkswirtschaft ist.
                Darauf stützt sich unser Wohlstand und auch Zufriedenheit des Volkes.

                Diese akute Situation kann man mit normalen Friedenszeiten nicht vergleichen, es findet ein Wandel statt.
                Den jetzigen Schlamassel haben wir doch nur, weil die Politiker auf Putin reagieren wollten/mußten. Was ist strategisch am wichtigsten.

              • Obstbäuerin sagt

                Wer sich über das einfache Leben auf dem Land in der DDR informieren möchte, dem empfehle ich “Die Kinder von Golzow”. Sehr interessant auch die Folgen über die weitere Karriere einzelner Probanden im Westen nach der Wende. Auch ohne privilegiert zu sein, konnte man in der DDR ein normales Leben führen.

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                • Christian Bothe sagt

                  @Obstbäuerin,eigentlich wollte ich mich nicht mehr zur Gesellschaftspolitik heute äußern! Mache es aber doch noch einmal und hoffe B. Willi verzeiht mir…”Auch ohne privilegiert zu sein, konnte man in der DDR ein normales Leben führen.” Liebe Obstbäuerin, genauso sehe ich das auch! Habe ja dazu auch meine persönlichen Erfahrungen als Dipl. Agr. Ing. in leitender Funktion von VEGs gemacht! Und das auch noch als Katholik und Nichtmitglied irgendeiner Blockpartei…Einfach formuliert, wenn man sich “auf den Hosenboden” gesetzt, sich für seinen Beruf interessiert und sich ehrenamtlich (brauchte man auch nicht) engagiert hat, konnte man auch einiges erreichen und bewegen. Ist ja heutzutage mehr denn je gefordert ohne die schützende Hand des Staates. Leider sind auch viele meiner Berufskollegen in der LW damals auf der Strecke geblieben und nicht in der Neuzeit angekommen,d.h.um überhaupt Einkommen nach der Wende zu erzielen sind auch hochqualifizierte Landwirte in andere Volkswirtschaftsbereiche abgewandert, was bedauerlich war!
                  Erfreulicherseits sind viele Lehrlinge(war als VEG Ausbildungsbetrieb )heute verantwortliche Leiter von AG und GmbHs im Osten sowie erfolgreiche Wiedereinrichter! Das Rüstzeug dazu haben sie als Agrotechniker-oder Zootechnikermechanisator in ihrer Ausbildung bekommen!
                  Das ganze kann man natürlich nicht auf alle Bereiche der Volkswirtschaft so beziehen, aber es gab eben solche Möglichkeiten für die ” gelernten” DDR-Bürger, welche es dann auch nach der Wende geschafft haben!

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  18. Ludwig sagt

    Bei der unfähigen Regierung ist das alles kein Wunder. Retten was zu Retten ist habe ich neulich an einen Bundespolitiker geschrieben. Bei der jetzigen Regierung geht es nur um die eigene Partei und deren Ideologie. Gegen Ideologie helfen auch keine Sachargumente. Jetzt ist die CDU dran ihre staatspolitische Verantwortung zu übernehmen , aber ob sie das macht , statt immer nur den Grünen hinterher zu laufen ist fraglich. Zuerst muß sie sich natürlich von der Merkelpolitik distanzieren , sonst kommt keine Glaubwürdigkeit rüber , denn Merkelpolitik war Grünenpolitik. Alle Probleme die wir jetzt haben wurden doch von der Merkelregierung vorbereitet. Naivität oder Kalkül ist hier die Frage ? Die jetzige Regierung ist in der Entscheidungsunfähigkeit , Fachunfähigkeit und Ideologie gefangen. Es gibt überhaupt keine Struktur in der Entscheidungsfindung. Da geht nur klein , klein um das Volk mit Tatkraft still zu halten und die Tatkraft drückt sich in Neuneuroticket , 300 Euro- Energiegeld usw. aus. Das löst aber keine Probleme. Hier läuft alles grundsätzlich schief. So jedenfalls wird das Land an die Wand gefahren. Auch die Füllstände unserer Gasspeicher sind nur ein Zeichen , daß die Industrie immer mehr die Produktion drosselt oder einstellt. Neulich hörte ich , daß angeblich Nordstream Eins das Gas an Polen oder Tchechien liefert und nicht an uns. Ob man uns da auch nur veräppelt hat ? In dieser Gemengelage kann doch jeder Bauer auch nur an sich denken und zusehen wie er Familie und Betrieb über die Runden bekommt. Bei uns sind nun über 40% der Schweineproduktion weg , aber man führt entsprechend die fehlenden Mengen auch aus Chile und der EU ein. Macht also den selben Fehler der Abhängigkeit wie bei der Energie, also nichts gelernt. Über die LEHs ,durch politischen Druck, wird der Schweinepreis unter Erstellungskosten gedrückt um die 50% Tierreduktion zu erreichen. Ein perfides Spiel der Politik mit uns Bauern. Bei der Fähigkeit unserer Regierung ist davon auszugehen , daß diese Regierung die nächsten 12 Monate nicht überleben wird.

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    • Der Handel hat damit nichts zu tun, er will nur verdienen, das kann er auch mit chilenischen Schweinen.

      Der Kunde kauft ja.
      Der muß aufgeklärt werden, dass er mit seinem bewußten Kaufverhalten unsere Ökologie und seine Gesundhiet beeinflusst und schonen kann.

    • Stadtmensch sagt

      Macht also den selben Fehler der Abhängigkeit wie bei der Energie, also nichts gelernt.

      Wieso soll das ein Fehler sein? Das ist reine kapitalistische Logik. Wer weiß schon, wer an der chilenischen Schweineproduktion beteiligt ist und wo die Gewinne hinfließen? Ich erinnere mich an eine Arte-Doku, da gings im Geflügelproduktion. Riesenkonzern hat erst in Frankreich produziert und dann eben konsequenterweise in Futternähe mit wenig Auflagen und Steuern. Die Hähnchen, die der “Endverbraucher” dann im Laden vorgesetzt bekam, kamen dann eben aus Brasilien. Wachstum, Arbeitsplätzchen, Tierleid woanders, hier “Strukturwandel” und satte Gewinne für Shareholder. Alle wollen das so: Freiheit für Kapitalbesitzer! Sie allein legen fest, was wie produziert wird. Das hat sich so ergeben, weil (um mit den Worten einer Romanfigur von Sibylle Berg zu sagen) das Volk “wie ein großer schmatzender Mund ist”. Der denkt nicht!

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  19. Sabine sagt

    Ich bin über die letzten Tage sehr durch die Kunstfigur Jonathan Pie aufgeheitert worden und hab mich gefragt warum das so ist. Die Antwort ist, glaube ich, er hat Ahnung von dem was um ihn herum passiert und er ist wütend und er benimmt sich genauso wie die meisten von uns. Während er seine Moderation ist er gelassen und in dem Moment wo er “off” ist, bekommt Tim in der Technik alles gesagt, was sich angestaut hat, nur um dann wieder freundlich eine Abmoderation einzusprechen.
    Wir sind im Moment alle so ein bisschen Jonathan Pie.
    Unser Verstand erkennt das Chaos und unsere Herz wünscht sich verzweifelt einen Verantwortlichen der mit einem sinnvollen Plan, Pflichtgefühl und Ehrlichkeit hinter den sich die Gesellschaft versammeln kann, um nun endlich aus der viel besprochenen Krise eine Chance für alle zu machen. Decency… poppt im meinem Hirn immer wieder auf: Anstand. Wir brauchen keinen Superman*frau, keine allwissenden Experten, wir suchen jemanden mit Anstand und finden ihn in unseren Führungsriegen nicht.
    Wenn es wahr ist, dass die Menschheit stets die Herrscher bekommt, die sie nicht verhindert, waren wir echt zu tolerant.

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    • Stadtmensch sagt

      “waren wir echt zu tolerant”

      Tolerant würd ich es nicht nennen. Ohnmacht vielleicht.

      Egal welche Administration da oben die Interessen der feudalen Oberschicht vertritt: wenn sie morgen die Rente mit 70 beschließen, wird hier höchstens Betroffenheits-TV produziert und etwas gemurrt. Sie können dir demnächst eine Digitale-ID verpassen und wenn du nicht spurst (Impfgegner, zweifelhafte Gesinnung, …) wird dir das Almosen gestrichen. So ist das in einer Wirtschaft ohne Wachstum, wenn Wachstum System-Prämisse ist.

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  20. Hallo Willi,

    ich nehme das wahr wie Du, sehe aber nicht ganz so schwarz:

    Es hat sich viel bewegt seit 2018, und die Lw sind ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Was wäre die heutige Situation ohne die Aktivitäten? Besser sicher nicht, und es würde außerhalb der Blase nicht einmal jemand wahrnehmen.

    Jetzt sind die Leute (noch) vordergründig mit dem akuten Energieproblem beschäftigt (das übrigens ebenfalls seit Jahren ohne Wirkung prognostiziert wurde), da treten die (noch) verschmerzbaren Lebensmittelpreise in den Hintergrund.

    Ich denke, diese Regierung überlebt den Winter nicht und hoffe, dass das friedlich vonstatten geht.

    Aus Sicht der Lw helfen jetzt keine Demos (mehr), sondern banale Verweigerung. Was wollen sie denn dagegen machen?

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Ich denke, diese Regierung überlebt den Winter nicht und hoffe, dass das friedlich vonstatten geht.”

      Und eine neue, andere Regierung wird vor dem gleichen Dilemma stehen und bei Veränderungswünschen einer starken Opposition gegenüberstehen, die Änderungen nur bedingt zulassen wird.
      So lange Politik nicht erkennt, dass es nur gemeinsam geht, wird sich gar nichts ändern.
      Ist wie bei Süchtigen, erst wenn man ganz am Boden liegt, ist man bereit grundlegend etwas zu ändern.

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  21. Brötchen sagt

    Ich hatte im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit Kontakt mit der Bevölkerung.

    Ein älterer Rentner und ein junger Journalist.

    sehr interessiert beide.

    aber trotzdem hat mir das Gespräch wieder deutlich gemacht, wie ahnungslos die Leute sind.

    ich würde mich als Willi mit einem Aufsteller in einer größeren Stadt vor ein Einkaufszentrum stellen und versuchen mit den Leuten zu reden.

    90 % mind. haben keinen blassen Schimmer, welche wirtschaftlichen Folgen ihre Ansichten über die Lw hätten.

    auch der Rentner müsste es eigentlich wissen, war völlig ahnungslos.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Brötchen, die Komplexität ist doch inzwischen so groß, dass nicht einmal innerhalb der Branche alles verstanden wird. Ich würde es aufgeben, mich vor Einkaufszentren zu stellen.
      Foodwatch hat diese Woche an die Politik appelliert, die Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse aufzugeben damit sich die Menschen mehr gesunde Lebensmittel leisten können….
      DAS ist nur ein weiteres Beispiel von Weltfremdheit.

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      • Brötchen sagt

        du Reinhard wäre eventuell nur hilfreich für Bauer Willi.

        dann hätte er diesen Artikel nicht geschrieben!

        man kann ja nur resignieren, wenn man hofft!

        nur für ihn! nicht für die Leute oder irgendjemand anders!

        es ist nicht komplex! Putin zeigt es doch, er muss nur an einem Hahn drehen und alles steht hier Kopf und alle Konzepte purzeln…

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    • Bauer Willi sagt

      @Brötchen
      merkst Du was? “Sollen sich doch andere engagieren”. Das ist unser Problem: die Solidarität ist futsch. Jeder schaut, wie er selbst über die Runden kommt.

      Ich bin rund zwei Stunden – jeden Tag – Bauer Willi. Dazu noch Vorträge und Teilnahme an Veranstaltungen. Mehr bin ich nicht bereit zu investieren.

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      • Brötchen sagt

        Du Willi musst du ja nicht!

        Mir wurde das nur wieder bewusst, obwohl ich ja auch eher Optimist bin.
        Der Heizöl Fahrer meinte , Ende des Jahres kracht es.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Dein Engagement ist doch auch richtig und berechtigt. Wenn aber irgendwann die Erkenntnis da ist, dass die solidarische Gemeinschaft auch innerhalb der Branche nicht oder nicht mehr (war es früher denn anders?) gegeben ist, dann ist das auch eine Erkenntnis, aus der man Konsequenzen ziehen muss. Allein der Erkenntnis wegen ist der blog so wichtig….täglich!

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        • Brötchen sagt

          genauso Reinhard!
          ich will jetzt nicht alles negieren.

          unser Leben beruht auf vielen Lebenslügen.
          Solidarität ist eventuell eine.

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    • Karl Butzer sagt

      Bin bei der Demo am 31.08.2022 in Stuttgart auch mit einigen Passanten ins Gespräch gekommen. Die sind wirklich absolut unwissend bzw. grün verblendet. Die staunten wie Bauklötze als ich ihnen einige Fakten nannte.
      Dasselbe bei Spaziergängern, wenn man sie auf den Feldern anspricht.
      Verändert hat sich allerdings, dass man mit vielen Menschen in freundliche Gespräche kommt im Gegensatz zu noch vor einiger Zeit.

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  22. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Ich hatte schon mehrfach geschrieben,dass wir professionelle Unterstützung brauchen!
    Wir brauchen Lobbyisten,die unsere Interessen vertreten!
    Aber das würde Geld kosten,sicherlich 300 bis 500€ pro Betrieb und Jahr.
    Das müsste machbar und bezahlbar sein.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Das war auch mal meine Idee. Inzwischen bin ich davon wieder abgerückt. Die Geschichten sind erzählt, auf allen Seiten, die Fronten verhärtet, die Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber. Ich glaube, man kann lediglich die ökonomische Karte spielen und ausschließlich darauf hinweisen, dass es um die Existenz geht……wenn Politik dem nicht folgen will oder kann, dann sind die Folgen eben von allen zu tragen.

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      • Brötchen sagt

        selbst die Mehrzahl der fachl. informierten “Lobbyisten” glaubt/glaubte an die Machbarkeit der sogenannten Transformation!

        diese transformation basiert auf völlig anderen Voraussetzungen!
        wir haben jetzt völlig andere und die werden auch so bleiben.
        deshalb sind alle Konzepte hinfällig!

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    • Karl Butzer sagt

      Wenn man die Beiträge zum Bauernverband und die Kirchensteuer hierzu verwendet, wäre es für die Betriebe kostenneutral.
      Aber keine CMA und ähnliche Pfründe für abgehalfterte Politiker, Beamte oder Verbandsfunktionäre.

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  23. Smarti sagt

    Ein Familienbetrieb in der Landwirtschaft ist einer der einzigsten Betriebsformen, die langsam runtergefahren werden können und dann mal eine Zeit lang nur die Hälfte oder weniger tierische Produkte zu produzieren. Oder beim Ackerbauern nur das was sich rentiert.
    Landwirte finden auch jetzt noch überall eine Stelle, und wenn man weiss, dass es nicht für immer ist, kann man ja auch ein paar Abstriche machen.
    Also einfach mal ein bisschen habecken… macht den Kopf frei :).

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    • Reinhard Seevers sagt

      Na, da wäre ich aber sehr vorsichtig….Pachtbetriebe haben nur ganz kleine Spielräume, wenn überhaupt.

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  24. Smarti sagt

    Herr Gresshöner hat an einem anderen Ort geschrieben, dass er pro Schwein 1.20 an Hilfen bekommen hat… soviel zum Energiekostenzuschuss der Regierung. Milchbauern brauchen für die Melkanlage, die Milchkühlung etc. wohl kaum Strom, sie kriegten nichts. Egal, warum nur fürchte ich mich so vor einem Brief des Stromlieferanten ?

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  25. Smarti sagt

    Ich wollte, ich könnte mehr positives schreiben. Dass wie kämpfen wollen, Demonstrieren, mehr Leute erreichen…. aber gerade ist schon das weiterführen des Betriebes alleine eine grosse Herausforderung. Ein Job, der alle Energie, alle Zeit und Nerven die man hat, einfach einfordert.
    Noch vor 10 Jahren waren unsere Landwirtschaftsämter da, um uns zu beraten und um Hilfestellung zu leisten. Jetzt sind alle diese Leute weg ( geekelt worden ). Die Nachfolger, die uns ( jedenfalls gefühlt) nur noch schaden… uns misstrauen, uns gängeln, anlügen und für unfähig und potentiell kriminell hinstellen, die wollen wir nicht mehr unterstützen.
    Nicht mit unserem Geld, nicht mit unserer Arbeit ( wenn wir nichts mehr bauen, keinen Hofladen betreiben und keine Programme mehr mitmachen braucht es weniger Kontrollen..) und schon gar nicht mit unseren Lebensmitteln. Noch haben wir die Freiheit, ob und wieviel wir produzieren.

    Wir werden hier in Deutschland nicht verhungern, und ein bisschen Diät oder nicht alle Räume hoch temperiert im Winter – ich glaube da gibt es noch lange sehr viele Menschen auf dieser Erde, die froh wären, wenn sie mit uns tauschen könnten.

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  26. Schwanenhof Aargau Schweiz sagt

    Guten Tag
    Treffender Bericht. Es ist schon so, dass man sich zurück zieht, und versucht durch Vorbereitung die anrollende Kriese zu meistern. Wir für unseren Teil sehen keine Besserung kommen. Die einzige sofortige Entschärfung der aktuellen Lage kann nur die Öffnung von Nordstream 2 bringen. Die Energiepreise müssen möglichst schnell runter. Energiesparen ist immer gut,aber das hat nichts mehr mit sparen zu tun. Das ist ein blödsinige Zwängerei von ein paar idiologisch verstrahlten Politikern,innen. Wenn man etwas umbauen will, geht das nur in wirtschaftlich guten Zeiten. Heute verbrauchen wir allen guten Willen und unsere Kraft um das anrollende Unheil einigermassen überstehen zu können. So wird gar nichts verändert nur vernichtet. Wir als Biobauern sehen unsere Märkte die wir über Jahrzehnte mühsam aufgebaut haben, wegschmelzen wie Schnee an der Frühlingssonne. Der Kaufkraftverlust der Bevölkerung nimmt aber erst Fahrt auf!!! Die amtierende Politik zerstört genau das, was sie ausbauen wollen. Wie krank ist den das??? Wenn ich mein Haus mit neuen Ziegel eindecken will, entferne ich auch nicht zuerst die Ziegel vom Dach, bevor ich mir die neuen nicht leisten kann!!!
    Ich als Schweizer schüttle ungläubig den Kopf ab der hirnverbrannten Politik Deutschlands. Meine letzte Hoffnung ist die Entfernung der Ampel noch vor Weihnachten, ansonsten sehe ich keine Rettung mehr. Dann müssen wir uns tatsächlich darauf vorbereiten unser Gut also Produkte einzuzäunen und zu bewachen.
    Will das die Politik wirklich?? Ist es” nicht wissen”? Wegschauen? Oder sogar vorsätzlich? Ich finde die Antwort leider nicht dazu und kann wie erwähnt nur noch den Kopf schütteln.
    Einen schönen Sonntag trotz allem.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “Die einzige sofortige Entschärfung der aktuellen Lage kann nur die Öffnung von Nordstream 2 bringen.”

      Man solle nicht glauben, dass eine Eröffnung von Nordstream 2 mehr Gas nach Deutschland bringt. Putin würde kurz liefern und dies als Sieg auskosten und anschließend das Gas wieder abdrehen.
      Solange die reparierte Turbine keine Einfuhrgenehmigung von Putin bekommt, will Putin nicht liefern.

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      • Christian Bothe sagt

        Und warum gibt’s die Einfuhrgenehmigung nicht? Man hätte die von Canada direkt nach Russland einfliegen können…Das ist das Ergebnis von diesen dümmlichen Sanktionen im Energiesektor u.a…NS2 sollte man öffnen und nicht als Milliardengrab akzeptieren. Scholz hatte ja dazu am Anfang seiner Amtszeit die richtige Position dazu!!!Aber Biden und der EU Verein haben ihn zurück gepfiffen, dazu unsere „grünen“ Weltverbesserer wie Habeck unser Kinderbuchautor und Baerbock die Vergessliche als Regierung…Merkel hat es wenigstens noch verstanden Gas und Öl in Russland preiswert zu kontrahieren und somit unsere Wirtschaft und LW (mit Abstrichen…)zu entwickeln…

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        • Christoph aus der Stadt sagt

          Ich kann nicht nachvollziehen, wie man so naiv sein kann die Lösung des Energiemangels in Nordstream 2 zu sehen und sich damit erneut in die Hände von Putin zu begeben.
          Das einzig Naheliegende ist (neben dem möglichen Weiterbetrieb von 6 Kernkraftwerken) die Gasförderung in Deutschland wieder massiv aufzunehmen, so wie es über Jahrzehnte zuverlässig praktiziert wurde. Die Reserven reichen für eine Vollversorgung für mind. 30 Jahre. Bis dahin gibt es vielleicht Alternativen. Möglicherweise ändern sich auch mal die Verhältnisse in Russland, sodass ein Import von dort wieder verantwortbar wird.

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          • Schwanenhof sagt

            Und in wessen Händen sind Wir jetzt ??
            Biden !!!
            Ist der besser, wer ist an den meisten Unruhen beteiligt auf dieser Welt!
            Russland etwa ! Die USA hat schon so viele Kriege angezettelt auf dieser Welt, dass geht auf keine Kuhhaut mehr drauf.
            Frakinggas aus der USA dümmer geht nicht mehr.
            Solange Deutschland bevormundet ist durch die USA wird sich leider nichts ändern. Aber die Deutsche Politik ausbaden kann ganz Europa.
            Russland gehört zu Europa.
            Teile und herrsche ja das können Sie gut die UVA . 200 Jahre auf die Kosten anderer Leben auch.
            Also lieber die Russen unsere Nachbarn als Energie Lieferranten als die USA unser Vormund der uns gerade richtig abkassiert mit unverschämten Gewinnen.
            Uebrigens wenn wir schon alle von Umweltschutz reden, so ist wohl auch klar wessen Gas umweltschonender ist.
            Umweltschutz vor Starrsinn.

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            • Bauer Willi sagt

              @Schwanenhof
              Ich war mehrfach in Russland, der Ukraine und den USA. Ich bilde mir ein, daher ein gewisse Urteilfähigkeit über die verschiedenen gesellschaftlichen System zu haben. Bei allen Mängel gefallen mir die westlichen Demokratien da doch am besten. Russland hat eine Diktatur, was für die Russen aber nicht neu ist. Das ukrainische Sytem ist anarchisch und korrupt. Will keiner gerne hören, aber so ist meine Erfahrung von den Besuchen vor Ort und von privaten Einladungen hier auf unserem Hof.
              Ich halte Ihren Kommentar daher für oberflächlich und unangemessen.

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              • Schwanenhof sagt

                Danke für Ihre Antwort
                Ich bin gewöhnlicher Bauer und schreiben ist sicher nicht meine Stärke. Aber lesen kann ich. Das die Diskussionen mehrheitlich an der Oberfläche geführt werden ist richtig. Uns allen fehlt der Einblick in die Verträge etc.. Wir können nur erahnen was stimmt und was nicht. Das die Deutsche Politik sich dem Russischen Gas wiedersetzt ist aber wohl offensichtlich. Hier dem Russen er mag sein wie er will, vorzuwerfen z.B. er erpresse Europa mit Gas ist dann schon mutig. Es geht auch nicht um die Gesellschaftsform ob Diktatur oder was auch immer. Es geht um Handelspartner und da ist der Russe zuverlässig. Wenn wir glauben die G7 Staaten mit 800 Millionen Einwohner könnten dem Rest der Welt unsere Werte, die Gesellschaftsform etc. aufzwingen so ist das ein anderes Kapitel.
                Für uns ist entscheidend wer ist ein zuverlässiger Lieferant der Energie zu vernünftigen Preisen.
                Eine Frage stelle ich mir dennoch:
                Was genau ist unangemessen und oberflächlich an meinen Zeilen.
                Weil ich nicht der Oberflächlichen Medien glaube, weil ich nicht der USA huldige, weil ich mir erlaubt habe Russland positiv zu erwähnen? Ob Russland zu Europa gehört? Ich verstehe Ihren kurzen Kommentar nicht. Bitte um Erklärung.

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                • Christoph aus der Stadt sagt

                  Natürlich wäre Russland ein verlässlicher und auch günstiger Gaslieferant. Aber in der aktuellen Situation nur solange man sich im Ukrainekonflikt neutral verhält, den Mund hält und keine Waffen liefert. Anders gesagt, man müsste sich an die Seite von Ungarn stellen, das genau so agiert. Die langfristigen Auswirkungen einer solchen Politik, mit der man nicht nur der Ukraine, sonder allen Ukraineunterstützern (insbesondere Polen, Baltikum) in den Rücken fällt, wären dabei unabsehbar katastrophal.

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                • Christian Bothe sagt

                  @Schwanenhof, gebe Ihnen vollkommen recht mit Ihren Aussagen! Sehe es nicht so wie B.Willi! Ob Russland eine Diktatur ist,sehe ich nicht so! Ich denke wir sollten von Autokratie reden! Man diskutiert ja auch über eine „Ökodiktatur“in Deutschland… Mit Verstaatlichung fangen wir ja bereits an( PCK usf.). B.Willi‘s Einschätzung der Ukraine teile ich voll und ganz. Wir sollten uns deshalb genau überlegen wohin finanzielle Mittel gehen und wo diese dort „versenkt“ werden…

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          • Christian Bothe sagt

            @Christiph aus der Stadt, was heißt naiv? Das ist Fakt! NS 2 ist da und man sollte so eine Leitung nutzen wie es seit Jahren funktionierte( auch in DDR-Zeiten)! Dazu unsere AKWs, Wasserkraft,Kohle, erneuerbare Energie!Wenn wir eine handlungsfähige Regierung hätten, und entscheiden würden, was die Damen und Herren nach dem GG für ihr Volk tun sollten, gäbe es die ganze Energiediskussion und deren Folgen nicht! Ukraine und Russland sollten Ihren Konflikt selbstständig lösen und nicht Europa ständig da hineinziehen( BRD…)!!!

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      • Schwanenhof Schweiz sagt

        Wieso schätzen Sie Putin so ein? Ich kann Ihnen das Gegenteil leider nicht beweisen. Doch es gibt viele Hinweise das Russland gerne weiterhin Gas liefern würde. Wenn aber keines bestellt oder nicht bezahlt wird??? Nordstraem 2 hat ca. 12 Milliarden Euro gekostet, niemand baut so etwas um es dann verrotten zu lassen. Neuerdings gibt es Deutsche Politiker die vordern sogar einen Rückbau!! Lassen wir doch Russland den Beweis antretten und öffnen NS 2 , dann wissen wir es. Natürlich ist das Gas auch zu bezahlen und zwar nach Russland und nicht via USA. Als Aussenstehender kommt mir Deutschland vor wie ein Mensch der einen Vormund hat. Wehrt Euch endlich und schmeist die fremden Kräfte raus. Russland hat der ex. DDR die Freiheit wieder gegeben, die USA der BRD aber bis heute nicht. Ich denke da liegt der Hund begraben. Ich behaubte mal, wenn Ihr Deutschen entscheiden könntet, würde das Gas aus Russland unbegrenzt sprudeln. Leider hängt auch ganz Europa an Eurer Entscheidung für den Lieferstopp den Deutschland verfügt hat. Ein Teil Eurer Politiker wollen es so. Somit liegt es leider in Eurer Hand die Ampel schnellst möglich zu entfernen und Europa am leben zu lassen. Russland wird es überleben, wir ja da habe ich schon grosse Fragezeichen. Mit diesen Energiekosten ist rund 2/3 der Bevölkerung bald Pleite. Wer soll Sie uns dann noch die Lebensmittel zu einem anständigen Preis abkaufen??? Saubannerzüge aus den Städten aufs Land, ja das hatte Deutschland schon mal vor 80 Jahren. Wenn ich sehe was heute schon alles geklaut wird von unseren Aeckern, Bäumen und Hofläden!!!
        Wo soll das noch enden??
        Bringt Eure Regierung schnellst möglich auf Kurs, investiert die 100 Milliarden ( Wahnsinn) in erneuerbare Energie Infrastruktur Pflege etc. aber sicher nicht in die Armee.
        Es ist mir schon bewusst ( leider ) mit Worten ist dies nicht mehr zu bewältigen. Lassen wir die Bevölkerung mal einen Winter lang ausprobieren wie es sich anfühlt, zu frieren und vor lehren Ladengestellen zu stehen. So schnell ist diese Kriese eh nicht mehr zu bewältigen. Wenn ich sehe, dass im 2024 die Stromkontrakte bereits das 4 -5 Fache kosten was heute geht bei mir so ziemlich alle Hoffnung auf eine Gute Friedliche Lösung verloren.
        Wir auf unserem Betrieb versuchen uns so gut es geht sich vorzubereiten auf das was hier anrollt.

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          • Schwanenhof sagt

            Ja es ist richtig das Deutschland Verträge hat. Je nach Quelle 40 milliarden m3 Gas pro Jahr bis 2030. Es führen aber auch noch 3 weiter Leitungen exkl. NS2 nach Europa eine davon NS 1 , die anderen beiden werden nicht durch fehlende Turbinen blockiert da stehen ander Kräfte im Weg. NS 1 ist eine Zwängerei und NS 2 ein Politikum. Die Frage ist halt wohin fliest das Geld? Würden Sie Getreide liefern wenn Ihr Partner auf ein Sperrkonto einbezahlt und ein Dritter entscheidet ob Sie es jemals bekommen!! Wo steht geschrieben, das exklusiv in Dollar bezahlt werden muss? Wenn Deutschland in Rubel bezahlt kommt auch Gas. Stellen Sie sich vor, Ihr Getreide wird in Dollar abgerechnet und der grosse Bruder kassiert jedesmal mit ab von Ihrem Erlös.
            Deutschland muss den Knebelverträgen auch nicht entkommen.
            In den Verträgen steht auch das 1000 m3 ca. 100 Dollar kosten und nicht 2000 oder mehr.
            Also ein super Geschäft aber Deutschland pfeifft auf das günstige Gas und bezahlt lieber ein mehrfaches an die USA. Die krümmen sich vor lachen und freuen sich über die riesen Gewinne. Die kommen nicht mal nach mit produzieren. Die Deutsche Politik ist dem Starrsinn verfallen und wir alle können es bezahlen mit unserer Ersparten und vielleicht sogar mit unser Exsistenz.

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            • “Wo steht geschrieben, das exklusiv in Dollar bezahlt werden muss? ”

              Das steht in den Verträgen, alternativ gelegentlich auch Euro.
              Als Schweizer verstehen Sie erstaunlich wenig von Währungen.
              Natürlich wollte Putin eine international handelbare Währung , umgangssprachlich Devisen. Er braucht sie dringend, der Rubel ist eben kein Dollar. International wird er nicht akzeptiert. Mal abgesehen davon, dass es gar nicht genug Rubel an den internationalen Devisenmärkten geben würde. Und auch niemand bereit ist, in einer solchen “Ramschwährung” Geschäfte zu machen. Seit dem Angriff auf die Ukraine ist der Rubel auch nicht mehr frei konvertibel.
              So viel zu dem treuen Geschäftspartner. Einseitig die Währung zu ändern, ist alles andere als Vertragstreue. Sondern der verzweifelte Versuch die eigene Währung zu stützen.

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            • Sal Mander sagt

              @ Schwanenhof Schweiz

              Was Sie schreiben, klingt, als wollten Sie eine Steinlawine, die schon im Rollen ist, aufhalten und so tun, als könnten Sie jeden Stein an seinen ursprünglichen Platz zurücklegen. Man kann doch nicht ignorieren, was in der Zwischenzeit alles passiert ist und business as usual machen.
              Es ist nun einmal passiert, dass aus Putins Krieg gegen die Ukraine ein Wirtschaftskrieg EU/USA + ein paar andere gegen Russland geworden ist.

              Wer in der jetzigen Situation NS 2 aufdrehen will, legitimiert den bewaffneten Überfall im Stil von Putin als adäquates Mittel, um politische Ziele durchzusetzen. Da geht es nicht nur um die Ukraine, sondern um die grundsätzliche Frage, wie Nationen unterschiedlicher Prägung ihre Zusammenarbeit mit anderen Nationen verstehen.

              Wer NS 2 aufdrehen will, nachdem er aus moralischen Gründen 6 oder 7 Sanktionspakete gegen Russland verhängt hat, begibt sich auf das Niveau eines Drogenjunkies, der für den nächsten Schuss alle Grundsätze über Bord wirft und sogar seine Oma verkauft, wenn es denn sein muss.

              Manche Entscheidungen werden durch den Gang der Dinge einfach unmöglich gemacht und die Entscheidung für NS 2 ist so was. Das geht nach allem, was in diesem Jahr passiert ist, nicht mehr.

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        • Stadtmensch sagt

          “Bringt Eure Regierung schnellst möglich auf Kurs, investiert die 100 Milliarden ( Wahnsinn) in erneuerbare Energie Infrastruktur Pflege etc. aber sicher nicht in die Armee”

          Angenehm, diese Blick von außen.

          Geht leider nicht. Wir werden von Russenhassern regiert. “Altbundesbürger” sind quasi mit Russenhass sozialisiert worden. No way! Mehr als die Hälfte von denen denkt, sie könnte jetzt mit diversen “Sondervermögen” eine kleine Revange für Stalingrad oder was weiß ich…

          28 Millionen sowjetische Menschen mussten die Entnazifizierung Deutschlands in WK2 mit dem Leben bezahlen. Und der deutschen Politik fällt seit 2007 nichts besseres ein, als Ukro-Nazis zu pämpern, dass die in der Ukraine einen Bürgerkrieg gegen die eigenen Landsleute anfangen.

          Jetzt fahren wir die Ernte für diese Dummheiten ein. Das ist gut so!

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  27. Jan Petersen sagt

    Moin, ich hab das Gefühl wir drehen uns im Kreis und es kommen keine wirklich Lösungen zustande. Das macht müde …immer mehr Ahnungslosigkeit in der Politik man manchmal schon hoffnungslos.

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  28. Alfons Balmann sagt

    Moin Willi,
    die meisten Überlegungen kann ich gut nachvollziehen. Allerdings wundere ich mich etwas über die erwähnten Hoffnungsschimmer ZKL und Borchert-Kommission. Bei beiden ist neben den ohnehin vorhandenen Inkonsistenzen deutlich geworden, dass teure Rechnungen aufgestellt wurden, die niemand bezahlen will. Die Corona-Krise und der Krieg gegen die Ukraine machen nun aber deutlich, dass auch niemand die Rechnung bezahlen könnte. Viele Verbraucher sind schon jetzt extrem verunsichert, wie sie ihren Lebensunterhalt künftig bestreiten können. Und der Staat ist bereits hoch verschuldet, muss sich krisenbedingt weiter verschulden und wird künftig noch durch enorme Zinszahlungen in seinen Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt werden.

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    • Bauer Willi sagt

      @Alfons

      Mir ist vollkommen klar, dass die Ergebnisse der Kommission nicht umgesetzt werden. Weil das Geld fehlt, vielleicht auch der Wille.

      Daher wäre die logische Konsequenz, dass Herr Özdemir öffentlich erklärt, dass die “Transformation” der Landwirtschaft erst einmal verschoben wird. Habeck muss ja bei der Energie auch anders entscheiden als ursprünglich geplant. Aber was macht Özdemir? Er wettert gegen alle und jeden, die unbequeme Fragen stellen und stellt sie als Radikale hin. Siehe auch in Quedlinburg bei der Rede vor den Demonstranten.

      Und noch mal: ich setze keinerlei Hoffnung auf die diversen Kommissionen. Die sind seit dem 24. Februar nur noch Makulatur.

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      • Alfons Balmann sagt

        Verschieben ist keine Lösung! Notwendig ist eine Setzung von Prioritäten. Darüber wäre zu diskutieren.

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  29. Bauer leo sagt

    Haben wir nicht alle genug zu tun? Dank der ständigen spd Regierung? Dünger planen bevor man losfahrt, arla garden für Nachhaltigkeit. Dieselantrag kompliziert, fahrsilo bauen weil maissilage ja gift sei, dazu alles immer Anfragen weil Preisunterschiede mega sind oder ware nicht verfügbar ist.
    Fazit was mich betrifft : ich würde gerne.. Nur es ist heftig was man uns auflastet. Manchmal komme ich gar nicht mehr dazu mit dem Rad durchs Feld zu fahren

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    • Bauer Willi sagt

      @Leo, dann ändert sich aber auch nichts. Und jetzt fahr mal mit dem Rad durchs Feld und freue Dich, wie gut es nach dem Regen wächst 🙂

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  30. Elfriede Grünling sagt

    Ja, Sie haben Recht. Ergänzung meinerseits. Die Gefahr sind nicht nur Politiker sondern vor allem die Medien. Wenn die korrekt Schreiben und Berichten würden, würden die Menschen die guten und schlechten Poliker herausfinden und darauf reagieren. Wir werden ständig manipuliert. Da braucht dann nur gerade viel Arbeit, sonstiger Stress sein und keiner hat mehr die Kraft für solche Aktivitäten und die Bauern geben auf auch nach dem Motto, wir essen die letzten Erdäpfel. Konsumenten lassen uns auch im Stich, früher waren unsere Produkte geachtet. Leider stimmt es, dass in den letzten 30 Jahren die besten Leute in Wirtschaft und Industrie gegangen sind. Die Anderen sind in der Politik und Medien gelandet. Früher sagte man zu diesen Leuten Blender. Aber es gäbe sie noch diese Herzenspolitiker, nur die Medien steuern ob gut oder schlecht. Danke für Ihre Arbeit. !!!!

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  31. Dirk Andresen sagt

    Warum Resignation – Warum nimmt man den Ball nicht auf ?

    Die Zkl hat die Finanzierung der Transformation klar benannt und gefordert – im Umkehrschluss wenn’s nicht bezahlt gibt es keine Umstrukturierung !

    Wenn Friday for Future 100 Milliarden für Klimaschutz einfordert warum setzt man sich nicht damit auseinander denn 50 Prozent der Fläche liegt in landwirtschaftlicher Hand.

    Wenn aber einige Protagonisten der Verbände sich gegen alles stellen – immer wieder ein Reset aller Maßnahmen fordern – persönliche Angriffe und Weltuntergangsszenarien in den Vordergrund stellen – werden sie keinen Zugang zu den politischen Entscheidungsträgern haben – denn sie bringen ja auch keine Strategien nach vorne.

    Erst wenn wir bereit sind aufeinander zuzugehen findet eine Kommunikation statt die vielleicht auch dazu führen kann das man uns versteht und uns sogar unterstützt in unserem Auftrag Menschen zu ernähren.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Erst wenn wir bereit sind aufeinander zuzugehen findet eine Kommunikation statt die vielleicht auch dazu führen kann das man uns versteht und uns sogar unterstützt in unserem Auftrag Menschen zu ernähren.”

      Sorry, aber wenn der Gegenüber nicht bereit ist, zuzuhören oder überhaupt ein Gespräch einzugehen, dann ist das ja wohl eine weitere naive Sicht auf die Dinge.

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        “Sorry, aber wenn der/die Gegenüber nicht bereit ist, zuzuhören oder überhaupt ein Gespräch einzugehen, dann ist das ja wohl eine weitere naive Sicht auf die Dinge”

        Renate Künast ist für mich solch eine Person!

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    • “Wenn Friday for Future 100 Milliarden für Klimaschutz einfordert warum setzt man sich nicht damit auseinander denn 50 Prozent der Fläche liegt in landwirtschaftlicher Hand.”

      Wie soll man diese Aussage jetzt verstehen???

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    • firedragon sagt

      “… Wenn Friday for Future 100 Milliarden für Klimaschutz einfordert warum setzt man sich nicht damit auseinander denn 50 Prozent der Fläche liegt in landwirtschaftlicher Hand. …”

      Herr Andresen,
      laut Herrn Özdemir, hat LW keinen Grund zu demonstrieren. Mit diesem Statement nahm er Bezug zu der niederländischen LW und deren Demonstrationen.
      Herr Özdemir hat sich als Anwalt der Tiere und Bauern benannt, im gleichen Atemzug hält er genau dieser Berufsgruppe vor, am Klimawandel und dessen Auswirkungen, schuld zu sein.
      Herr Andressen, fff ist jungfräulich und unbefleckt. Deshalb kann diese Organisation fordern was sie will und sie will nur Gutes.
      LW hingegen ist nicht jungfräulich und schon gar nicht unbefleckt.
      LW hält nur die Menschheit am Leben und Forderungen, seitens der LW, werden eher negativ von eben dieser Menschheit wahrgenommen, die ohne LW in ihrer Menge nicht da wäre.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Jepp, das Geilste ist dann, dass fff aufgrund “wissenschaftlicher Erkenntnisse” darauf drängen würde, Eigentum in Gemeinschaftseigentum zu wandeln, damit die Gesellschaft steuern kann, was und wie etwas erzeugt werden muss…..viel Spaß!

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        • Ist da
          “wissenschaftlicher Erkenntnisse” darauf drängen würde, Eigentum in Gemeinschaftseigentum zu wandeln,”
          was dran?

          Woher weißt du, dass die FFFs das vor haben?
          Die Fordern nur gesunde und einwandfreie Ökologie, wie ihre Großeltern das vor 50 Jahren schon forderten!

          Die wollen das doch nur einlösen!
          Für mich ist diese Bewegung nur die Erinnerung daran.
          Aber auch was deswegen schon erreicht wurde.

          Abgas- und Abwasserwerte an Autos, Häuser und Industrieanlagen.
          Mülltrennungssystem usw.
          Wie weit ist unsere Wohlstand deswegen geschmälert worden?
          Diese Auflagen müßten aber dann an ganz Europa oder gar weltweit gelten, wegen der Chancengleichheit, denn wir haben nur eine Erde.

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          • Knut Ludwiczak sagt

            Fridas for future sind hoffnungslose Romantiker, die glauben, Landwirtschaft würde wie in Bullerbü funktionieren.

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  32. Frikadellen piet sagt

    moin wieder mal triffst du den Nagel auf den Kopf ich befürchte nur dass ein Ministerwechsel alleine nicht reichen würde keine Ahnung was wir noch machen können vielleicht sollten wir alle gemeinsam vor das Ministerium kacken

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