Bauer Willi
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Landwirtschaft in der EU im Jahr 2032 – eine Fiktion?

Im nachfolgenden Text versuche ich, die Auswirkungen der Farm-to-Fork-Strategie sowie weitere Planungen der europäischen oder nationalen Regierungen in Zahlen zu fassen. Natürlich kann es sich dabei nur um Annahmen handeln, die aber durchaus so oder ähnlich eintreffen könnten. Selbstverständlich sind auch andere Szenarien möglich. Hier meine persönlichen Überlegungen:

Im Jahr 2017 betrug die landwirtschaftliche Nutzfläche in der EU rund 178 Millionen Hektar. In der Zwischenzeit ist sie aufgrund vieler Eingriffe und anderer Nutzungen gesunken und beträgt 2032, also aktuell, 158 Millionen Hektar. Diese Anbaueinschränkung führte – in Verbindung mit neuen gesetzlichen Vorgaben – in der Summe zu einem Rückgang der Erzeugung von 25%. Von dieser Rechnung ausgenommen ist die Ukraine, die seit 2031 EU-Mitglied ist.

Die Nutzung der Ackerfläche hat sich seitdem stark verschoben. Aufgrund der enormen Einschränkungen beim Pflanzenschutz ist der Anbau von Raps und Kartoffeln von den Landwirten stark eingeschränkt worden. Der Anbau von Zuckerrüben wurde 2028 beendet, nachdem die Unkrautbekämpfung durch das Verbot wichtiger Wirkstoffe unmöglich wurde und die Bekämpfung von tierischen Schaderregern (Virus-Überträger) nicht mehr wirksam war. Etwa 50% der Zuckerfabriken wurden geschlossen, die Mitarbeiter “abgebaut”. Die verbliebenen Zuckerfabriken verarbeiten seitdem ganzjährig Rohzucker aus Brasilien, Indien und Australien.

Bei Raps wurde der Anteil der Importe deutlich erhöht. Rapssaat wird vor allem aus Kanada und dem neuen EU-Mitglied Ukraine importiert, für das in der Übergangsphase bis 2040 noch Ausnahme-Regelungen im Bereich Pflanzenschutz und Düngung gelten. Die in der restlichen EU geltende Verbote sollen Zug um Zug auch in der Ukraine umgesetzt werden.

Bei Kartoffeln ist die EU inzwischen Importeur. Aufgrund fehlender Wirkstoffe war eine wirksame Bekämpfung von Phytophtora infestans  und des Drahtwurms nicht mehr möglich und so wurde der Anbau stark eingeschränkt. Beim Import der Kartoffeln bestand zeitweise die Problematik, dass als wichtiger Importeur nur Russland in Frage kam. Allerdings hat sich nach Jahren des Embargos der Handel wieder normalisiert und neben Kartoffeln wird auch wieder billiges Gas importiert. Die Gaskraftwerke fahren aktuell volle Leistung, was aufgrund der Schließung der rheinischen Kohlekraftwerke im Jahr 2030 notwendig wurde.

Die Fruchtfolge musste aufgrund des Rückgangs von Zuckerrüben, Raps und Kartoffeln umgebaut werden. Auf den frei gewordenen Flächen steht nun Mais, dessen Anbaufläche sich fast verdoppelt hat und mittlerweile etwa 40% der Ackerflächen ausmacht. Er steht nun auch in Regionen, in denen er vorher kaum angebaut wurde.

Bei Obst und Gemüse hat sich die Marktsituation weiter verschärft, weil auch hier die Auflagen bezüglich Düngung und Pflanzenschutz den Anbau in der gesamten EU haben stark sinken lassen. Besonders betroffen ist Spanien und Italien, aber auch die Niederlande. Importe von außerhalb Europas gestalten sich nicht nur wegen der Logistik sehr aufwändig. Die meisten Importe von Obst und Gemüse kommen derzeit aus Afrika, was aber mittlerweile an Grenzen stößt, weil dort die Wasserversorgung immer kritischer wird.  Außerdem gibt es erste Unruhen, weil zu viele Nahrungsmittel exportiert werden und die heimische Bevölkerung hungert oder mangelernährt ist. Dieser moderne Kolonialismus führt zu weiterem Migrationsdruck.

Die Tierhaltung in der EU hat sich ebenfalls stark verändert. So ist in Deutschland die Schafhaltung – bis auf einige wenige Hobby-Tierhalter – eingestellt worden. Die Wolfspolitik hat hierzu stark beigetragen. Die Schweinehaltung wurde ebenfalls stark reduziert und wird mittlerweile nur noch von einigen wenigen industriellen Schweinemastanlagen betrieben. Die durchschnittliche Anzahl der Mastplätze pro Betrieb beträgt  in der EU 30.000. Bio-Schweine werden in Deutschland keine mehr gehalten, weil die Nachfrage ohnehin nur in Deutschland wesentlich war. Einige große Bio-Schweinehalter findet man in Rumänien und Bulgarien, zertifiziert durch die großen europäischen Supermarktketten. Nur für die Tiernahrung (Hunde- und Katzenfutter) kommt die Bioware aus Österreich. Man will in diesem anspruchsvollen Marktsegment kein Risiko eingehen.

In der Milchviehhaltung hat es außer einer starken Abnahme der Betriebe bei gleichzeitiger Erhöhung der Stückzahlen pro Betrieb relativ wenig Änderungen gegeben. Die Anbindehaltung existiert nicht mehr, statt dessen werden die Milchkühe im Offenlaufstall ohne Weidehaltung gehalten. Nur im Alpenvorland werden aus touristischen Gründen noch Kühe auf die Weiden und Almen getrieben. Dies ist allerdings nur möglich, weil diese Formen der Tierhaltung durch die regionalen Tourismusbüros stark finanziell gestützt werden. (“Bullerbü-Prämien”) Man befürchtet ansonsten einen starken Rückgang des Feriengäste, die diese Idylle lieben.

Die Zielsetzung der “Farm to Fork-Strategie” von 25% Bio-Landwirtschaft wurde verfehlt. Durch eine massive Erhöhung der Direktzahlungen an Bio-Bauern auf 800 €/ha konnte die Fläche zwar nahezu verdoppelt werden), jedoch fand aufgrund von Mitnahmeffekten die Zunahme im Wesentlichen in benachteiligten Gebieten statt. Auch Länder mit niedrigem Mindestlohn konnten profitieren. Es gibt jedoch ein Problem: Die Produktion an Bio-Ware ist stark gestiegen, die Nachfrage stagniert jedoch. Das hat zur Folge, dass die Erzeugererlöse stark gefallen sind. Dies wird durch die  Erhöhung der Direktzahlungen nicht kompensiert, was nicht nur das Interesse an einer Umstellung auf Bio hemmt, sondern dazu führt, dass viele Bio-Betriebe wieder zurück auf konventionelle Produktion umstellen.

Das Ziel der Moorvernässung gestaltet sich schwierig. Vom geplanten Ziel von 1,2 Millionen Hektar, die in Deutschland aus der landwirtschaftlichen Produktion genommen werden sollen, sind bisher erst 400.000 Hektar vernässt. In den meisten Fällen werden die Flächen nicht wieder genutzt. Lediglich auf 80.000 Hektar werden Paludi-Kulturen angebaut. Eine Lebensmittelproduktion findet hier nicht mehr statt.

Am Sonntag Morgen hat Marian E. Finger in den Kommentaren folgende Ergänzung gemacht:

2032 ist der Anteil der EU am globalen BIP von knapp 15% (2021) auf unter 10% gesunken, der Anteil der G7 am globalen BIP von 31% (2021) auf 22%. Die BRICS-Staaten haben sich nicht nur um Saudi-Arabien und den Iran erweitert, sondern stellen inzwischen eine Gemeinschaft aus 17 Ländern dar, die dabei sind, den Dollar kollabieren zu lassen. Amerika kann seine Schulden nicht mehr bedienen.

Russland liefert sein Gas und Öl vorzugsweise in die BRICSplus-Staaten und hat nach Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen mit der Ukraine die 2025 auslaufenden Gas- und Gasdurchlaufsverträge nicht mehr erneuert, was dazu geführt hat, dass auch Österreich und Italien kein Gas aus Russland mehr beziehen. Der Handel mit Kernbrennstäben aus Russland findet weiterhin statt.

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist aufgrund der Baby-Boomer kollabiert und zahlt nur noch einen Grundbetrag von 771,- € pro Person/Monat aus, ein Betrag, der knapp über dem Existenzminimum liegt. In den anderen europäischen Ländern sieht es nicht viel anders aus. In Deutschland wohnen inzwischen 87,5 Millionen Menschen, aber in den vergangenen 9 Jahren wurden maximal 250.000 Wohnungen pro Jahr gebaut, was dazu geführt hat, dass knapp 1,7 Millionen Menschen obdachlos sind und 4 Millionen in prekären Verhältnissen leben. Im Süden von Berlin leben 600.000 Menschen in einem neu entstandenen Slum.

An Stromausfälle und permanente Stromknappheit hat man sich inzwischen gewöhnt. 70% der Haushalte verfügen über einen Notstromgenerator, damit man abends weiterhin die Tagesschau und Tatort gucken kann.

Fast die Hälfte der Kinder in der 9. Klasse verfügen nicht mehr über notwendige Lesekompetenz, aber man kann inzwischen auch ohne Abitur studieren.

“Farm to Fork” und “Green Deal” wurden stillschweigend ad acta gelegt. An manchen Tagen bilden sich vor den Läden lange Schlangen.

 

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95 Kommentare

  1. Bauer leo sagt

    Alles falsch.
    anthony Robert Lee ist bundeslandwirtschaftsminister . Die EU ist aufgrund der sperrminorität der afd in den Hintergrund gerückt.
    Je landkreis gibt es einen lohner mit nexat.
    Wir machen in den Zuckerrüben hybridanbau, lemken hat seinen autonomen Traktor auf 120 PS geschrumpft, auch sorgt ki dafür dass verschiedene Roboter Unkraut zupfen. lkw lenkteiten wurde. Wieder auf 140 h Doppelwoche erweitert.

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    • Andreas Gerner sagt

      Und wer sind die Staatssekretäre?

      Christian Lohmeyer
      Bauer Willi
      Jann Henning Dircks
      Steffen Weller

      Und überhaupt: Wenn das Außenministerium mal eben in einer Nacht- und Nebelaktion due Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan einbürgert und zur Staatssekretärin macht, könnten wir eigentlich auch jemand aus Frankreich, Polen oder aus Holland von der FDF holen…

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  2. Wolf Lützen sagt

    @A.Krämer: “Natur wieder herstellen, maßloser geht’s nicht!” Sehen viele anders. Moore wieder vernässen ist hoch effektiv und sehr sinnvoll.
    @Es war… “Klimahysterie” Seltsame Einordnung, die Erde wird ein heißes Pflaster, es gibt teils mehr Hitze-als Verkehrstote. Wo ist da die Hysterie?
    @Seevers: “Umerziehung” Die sehe ich nicht. die Mehrheit der konservativen Medien und die Postwurfsendungen sind nicht dabei. Und die konservativen Medien dominieren.
    @BW: “Wir haben doch alle Umwelt -, Natur – und Klima-Probleme, weil wir so viele sind.”
    Seit Malthus wird die Behauptung von der Überbevölkerung widerlegt. Auch heute!
    Die indische und afrikanische Bevölkerung belasten das Klima unterproportional, US-Amerikaner, Europäer und Japaner überproportional.
    @evo behauptet, daß die Dürren in Südeuropa von veränderten Luftströmungen herrühren, die durch Windräder im Norden hervorgerufen werden. Das ist eine durch keine Fakten gestützte Einzelmeinung.
    Übrigens wird im Blog oft etwas, eine Position, eine Auffassung als ideologisch gebrandmarkt.
    Auch im Blog wird ideologisch, vom Blickwinkel eines konventionellen Landwirts aus, betrachtet oder bewertet. z.B so: Landwirte haben den Durchblick, Andersdenkende sind beschränkt,
    blöd sind in besonderem Maße die Grünen, die Journalisten. Die Medien sind gekauft.
    usw. usf. Dagegen findet man Aiwanger eher gut,
    kokettiert mitunter mit der AFD.
    Etwas als ideologisch zu bezeichnen ist derzeit rechtes wording.
    Es ist für Leser von außerhalb nicht plausibel, diese Blog-Mischung nach zu vollziehen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Moore wieder vernässen ist hoch effektiv und sehr sinnvoll.”
      Das ist eine rechnerische Mutmaßung. Niemals zu evaluieren. Ich sage, das Verbot zum Bau und zur Nutzung von Kreuzfahrtschiffen ist ein größerer Hebel…er wird aber gar nicht in Betracht gezogen, weil nicht Konsumkonform Herr Lützen.

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    • Andreas Gerner sagt

      Das mit den Mooren sit fraglich.

      Man geht davon aus, dass die Methan Emissionen stoppen, wenn durch den erhöhten Wasserstand keine Luft und damit Sauerstoff zur aeroben Verrottung zur Verfügung steht.

      Soweit die Theorie.

      In der Praxis reicht anstauen aber oftmals gar nicht mehr aus.
      Durch die Klimaänderung (höhere Durchschnittstemperatur+mehr Sonnenstunden und -intensität, geringere Luftfeuchte, mehr Wind) verdunstet Wasser stärker, als früher.

      Ein einstiges Moor wird nicht automatisch wieder zum Moor.

      Mitunter fällt es in vielen Jahren den Sommer über trocken.
      Dann unterliegen die Böden einem Wechsel aus aeroben und anaeroben Verrottung.
      Die ist mitunter noch effizienter, als die rein anaerobe(bei jetzt trockengelegten Flächen).
      Darum wird ja auch Kompost in Kompostierwerken regelmäßig umgeschichtet.

      Der Erfolg wird sich erst zeigen müssen.

      PS:
      Wissen Sie, was die größten Methanemissionsquellen sind?
      Verluste bei Förderung , Transport und Speicherung von fossilem Erdgas.
      Und Auftauende Frostböden.
      Erst dann kommen landwirtschaftliche Quellen. Und da allem voran der NASSreisanbau.

      Na das kann ja was werden.

      Wird auch halb Berlin (ehemals Sumpf) und München-Riem samt Airport wieder vernässt?

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    • Limes sagt

      “Es ist für Leser von außerhalb nicht plausibel, diese Blog-Mischung nach zu vollziehen.”
      Wie stellen sie sich eigentlich einen blog vor? Alle sind einer und zwar ihrer Meinung die ist in Stein gemeißelt und alles was sie nicht nachvollziehen können ist dann rechts. Drollig. Nein ein blog lebt vom Austausch von Informationen und Meinungen man muß nicht alle teilen.
      Auf jeden Fall findet man in diesem blog diverse Sichtweisen manchmal schüttelt man den Kopf und sagt sich was es nicht alles gibt.
      z.B wenn ich hier in einem Beitrag lese “…..die Flensburger Förde und die Schlei grosse Zonen hat, in den weder Pflanze noch Tier existieren können?” dann denke ich interessant bisher habe ich diese Region als Urlaubsort mit hohem Erholungswert in Erinnerung aber nicht als Land mit großen toten Flächen. Damit nicht genug dann kommt noch diese sonderbare Forderung “Und ja, diese Kosten müssten nachträglich auf die Preise der in diesen Arealen erzeugten landwirtschaftlichen Güter aufgeschlagen werden.”

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    • BAUER Leo sagt

      Und das mit den aktuellen Auflagen ist also alles so korrekt ja? Das jede Sandgrube “gemischten Aushub” da ausschütten wo n Loch verfüllt werden muss. Ich aber zeitgleich keinen Kubikmeter rcl ins Loch vom Feldweg füllen darf…
      Es geht immer um Geld. gib du mir was dann geb ich dir Arbeitsplätze für deine Gemeinde.

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  3. evo.... sagt

    Momentan gibt es mehr vulkanische Aktivitäten: Der Ätna ist aktiv geworden:

    https://www.merkur.de/welt/aetna-ausbruch-vulkan-italien-sizilien-catania-flughafen-lava-magma-zr-92670833.html

    Aus Island hört man auch was und die phlegräischen (?) Felder bei Neapel rumoren auch.

    Meine Hypothese ist, dass das Abschmelzen des Eises zu Veränderungen der Massenverteilung der Erde führen wird und es in der Folge zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen kommen wird. Eine größere Menge Vulkanasche in der Atmosphäre kann schnell mal die Erde ein paar Grad abkühlen.

    Ansonsten sehe ich durch den Klimawandel keine globale Ernährungskrise, weil das Festland der Erde hauptsächlich im Norden liegt und dort höhere Temperaturen zu mehr fruchtbarem Boden führen werden. Eine Rekordernte in Russland lässt momentan schon die Getreidepreise einbrechen.

    Die Dürren in Südeuropa führe ich, bekanntlich, auf eine Veränderung der Luftströmungen durch die Windräder im Norden zurück.

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  4. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Der Lebenskünstler (78) aus Berlin erzählte mir heute,dass es eindeutig auf eine neue grosse Koalition hinauslaufen würde,entweder früher oder 2025.Damit wären dann die Grünen und auch die AFD raus,siehe Hessen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Hans, wenn die etablierten Parteien sich den AFD-Themen annehmen und evtl. lösen, dann wäre der Sinn der Partei doch erreicht….ohne Blutvergießen, und ohne zurück in “alte Zeiten”.
      Wenn das Ziel einer Partei wirklich Veränderung sein sollte, dann hat die AFD schon sehr viel erreicht. Ich finde, man muss es losgelöst von Parteien sehen. Wenn Demokratie doch noch funktionieren sollte, dann ist die Umsetzung von Zielen einer Bevölkerungsmehrheit, egal von welcher Partei die Initiative kommt, ein gutes Signal. Da die Linken sich auch gerade in Luft aufzulösen scheinen, sieht man doch sehr schön, dass auch hier Volkes Wille etwas bewirken kann.
      Und wenn man sieht, wie sich parallel gerade Greta zur Antisemitin mausert, könnte ich mir vorstellen, dass auch diese Ära zu Ende gehen wird….Suizid durch Überschätzung.

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    • Pälzer Buh sagt

      Wenn das mit den Woke(n), linken, SED, PDS Ähm, ich meine die SPD so weiter geht wie bisher, können sich die SPD eine GroKo abschminken, da die Cum- EX Affäre noch nicht überstanden ist, der Gegenteil ist der Fall. Wer Hoch steigt, kann tief Fallen. Möllemann aus der FDP, sag ich nur. Der mit dem Fallschirm, … .

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  5. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Nochmal: Es bringt überhaupt nichts über Details zu reden. Damit soll nur das dumme Wahlvolk beschäftigt werden. Es ist doch bezeichnend wenn Finanzminister Christian Lindner bei einer Rede an der Universität Luzern folgendes sagt:
    „Nachdem ich im staatsgläubigen Deutschland lebe und arbeite, bin ich gerne in die freisinnige Schweiz gekommen. Nachdem ich aus einer Gesellschaft komme, in der Georg Friedrich Hegel, als einer der Größen des deutschen Idealismus, einst den Staat als Verwirklichung des objektiven Geistes gesehen hat, als Wille gewordene Vernunft, freue ich mich in einer Gesellschaft zu sein, in der der Tell den Gesslerhut nicht gegrüßt hat.“
    und:
    „Nachdem die politischen Realitäten mich zwingen, mit Sozialdemokraten und Grünen zu regieren, freue ich mich, die Luft der Freiheit zu atmen.“

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Dann sollte sich Christian Lindner vielleicht kümmern, dass auch die Bürger hierzulande wieder mehr Freiheiten atmen dürfen – nicht wenige stehen derzeit nämlich bedrohlich nahe am Erstickungstod…

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  6. Andreas Gerner sagt

    2032 Die GAP wird umgekehrt.

    Früher mal wurde mit EU-Geldern (teilweise) ausgeglichen, dass Landwirte hier höhere Kosten für die Sonderstandards (Umweltschutz, Klimaschutz, Erosionsschutz, Artenschutz, Arbeitsschutz, Wasserschutz, Emissionsschutz, Soziale Standards…) zu tragen haben, die sie aber aufgrund der offenen Märkte im Verkauf nicht erlösen können.

    Zwischenzeitlich hat man das vergessen. Die GAP Mittel wurden ausschließlich hergenommen, um die Landwirte von Nahrungserzeugung zu Landschaftspflege zu ködern.

    Das ging nicht auf.
    Mittlerweile muss so viel Nahrung zu so teuren Preisen importiert werden, dass die EU dafür sämtliches greifbare Geld verbrät.
    Gelder aus dem Steuertopf für die GAP gibt es nicht mehr.
    Aber man nutzt die vorhandene Verwaltungsstruktur sinnvoll weiter:

    Nun wird eine Abgabe auf Landnutzung eingeführt. Pro ha genutztes Land muss man 179€ an die EU Abführen, dass die Importe wenigstens zum Teil bezahlt und nicht vollständig auf Pump bezogen werden.

    Des weiteren fließen dem Topf Mittel aus einer neuen Steuer zu. Weil Lindner neue Steuern ablehnte, wählte man geschickt den Namen Nachhaltigkeitsbonus. Bei Verpachtungen führen sowohl Pächter als auch Verpächter den geringfügigen Betrag von je 200 € pro ha und Jahr ab.

    Den EU Bürgern sagt man, die neue GAP+ und der Nachhaltigkeitsbonus seien super nachhaltig und gerecht.

    99% der Bevölkerung glauben das (woher sollen sie es auch besser wissen) und freuen sich dass nun alles gut wird. Die übrigen 1% werden gekonnt überhört. Das von China gekaufte Medien- und Kommunikationskontrollsystem macht es möglich, dass die Meinung der 1% mit landwirtschaftlicher Ahnung in einer Blase isoliert bleibt.

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  7. Andreas Gerner sagt

    Die UN chartert Frachtschiffe, um Hilfslieferungen mit Nahrung von Sri Lanka nach Deutschland zu schicken.

    Einst hatte Sri Lanka ähnliche Probleme. Zwangsextensivierung führte zu Not und Elend.
    Dann den Sturz der Regierung.
    Man besann sich zurück auf produktive Nutzung des Landes und ausreichende Versorgung der Menschen. Daher ist man heute in der Lage anderen auszuhelfen.

    Problematisch ist nach wie vor, wie Deutschland die Hilfslieferung entladen soll nachdem die von China kontrollierten Häfen das Einlaufen verweigern.

    Die USA und Kanada bieten an, schwimmende Ports an den Küsten (praktischerweise jeweils neben den LNG Terminals) einzurichten.
    Als Bedingung wird jedoch verlangt, dass sich Deutschland verpflichtet, die nächsten 30 Jahre über diese Terminals jährlich 15 Millionen Tonnen genveränderten Mais, Soja und Canola zu beziehen. Zum Mindestens doppelten Preis.
    Aber man muss nehmen was man bekommt.

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  8. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Was heißt denn hier “Farm to Fork und Green Deal wurden ad acta gelegt”. Die sind doch Bestandteil zum Erreichen dieses Chaos. Weitere Bestandteile sind Massenmigration (ausgelöst durch die CDU und unsere CDU-Traditionsverbandsfunktionäre kapieren das nicht), Klimahysterie, Genderschwachsinn, übergriffiges Gesundheitssystem, zunehmende Bürokratisierung und auch Digitalisierung, usw. Hier kann man nochmal über die Impfungen diskutieren deren teils katastrophale Auswirkungen mehr und mehr sichtbar werden. Ansonsten ist ihre Aufzählung der Auswirkungen natürlich völlig richtig. Von unserer landwirtschaftlichen Berufsvertretung kann man nichts erwarten. Und öffentlich Kritik üben? Dann ergeht es einem hoffentlich nicht so:
    https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/hass-kritik-monika-gruber/

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  9. Pälzer Buh sagt

    @BW Sie haben das was vergessen hinzufügen. Den deutschen Weinbau z.B.
    ….wenn das Politische so weiter geht wie bisher sind die 103 000ha und ein paar zerquetschte eh bald Geschichte. Wir können dann Wiesenblümchen in unseren ehemaligen Wingert (Weinberge), anschauen und uns daran ergötzen. Selbst BIO (althergebrachte Wirtschaftsweise) ist nicht mehr möglich.

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  10. Rolf Sieling sagt

    Vielleicht wird auch alles gut. Die nächste Generation weltweit fordert auskömmliche Löhne und zumindest eine Krankenversicherung. Der Mindestertrag Weizen zur Deckung aller Kosten steigt auf 5t/ha. Damit steht nur noch die halbe Anbaufläche weltweit zur Verfügung. Einige bedeutende Anbauregionen, mittlerer Westen USA, Australien und China müssen aufeinander folgende Missernten verkraften. Afrika ist durch Bürgerkriege nicht langfristig kalkulierbar.
    Schwierig für Landwirte, die in mehreren Fruchtfolgen denken und hohe Investitionen tätigen. Die FAO fordert von Europa Nahrungsmittel für den Export anzubieten. China und Indonesien benötigen so große Importe, das der russische Markt geräumt ist. In Europa haben die Menschen die Tricks der großen Lebensmittel- Konzerne durchschaut und wollen nicht auf die Lebensfreude durch gutes Essen verzichten.

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  11. Michael Steiner sagt

    Im Obstbau ist die Situation vermutlich noch gravierender. Wahrscheinlich wird es im nächsten Jahrzehnt einen totalen Niedergang beim europäischen Obstbau geben. Alleine der Klimawandel macht den Dauerkulturen bereits jetzt stark zu schaffen:
    1) Blütenfrost im Frühjahr nimmt stetig zu. Durch milde Winter treiben die Knospen zu früh an und zugleich sind im Frühjahr die Jetstreams oft sehr schwach. Polarausläufer laufen direkt durch und führen zu Temperaturstürze um 15 – 20 °C., eine Katastrophe für Pflanzengewebe und ein Festessen für mikrobielle Pathogene (können sich am “Leakage”, austretenden Zellsäften aus geschädigten Zellverbänden, laben und aufbauen).
    2) Hitzewellen im Sommer sind mittlerweile regelmäßig. Das führt zu teils hohen Verlusten an vermarktbaren Früchten durch Fruchtsonnenbrand bzw. “softening” von Früchten (Früchte werden weich durch irreversible Schäden an Schale und Zellwänden). Und natürlich freut sich der Echte Mehltau u.a. über geschädigtes Gewebe… auch andere “Schwächeparasiten” kommen jetzt zum Zug.
    3) Verstärkte Blattalterung. Hitze und Trockenheit im Sommer schädigt massiv die Blätter und führt zur vorzeitigen Seneszenz. Der Baum oder Strauch, der gerade zur Fruchtentwicklung alles gegeben hat, kann deshalb die Reserven für das nächste Jahr kaum mehr auffüllen. Folgeschäden und erhöhte Anfälligkeit gegen Pathogene im nächsten Jahr. Manche Fruchtsträucher blühen im Folgejahr gar nicht mehr durch die Erschöpfung vom Vorjahr.
    4) Neue Schädlinge werden eingeschleppt und fühlen sich zunehmend wohl: Asiatische Fruchtfliege, asiatische Stinkwanzen … wer wagt noch die teuren Investitionen zum einnetzen bei einer unsicheren Zukunft?
    Und jetzt kommt noch der “EU-Hammer” drauf. Weniger Pflanzenschutz kann bei Dauerkulturen problematisch werden weil sich Pathogene dann sehr schnell aufschaukeln und Resistenzen überwinden. Bekommen Pathogene mehr Rekombinationen durch verstärktes Auftreten bilden sie sehr schnell gut angepasste aggressive Rassen die Toleranzen / Resistenzen von Sorten überwinden und auch Pflanzenschutzbehandlungen trotzen. Das gelingt besonders leicht wenn die Pflanzen bereits durch Wetterextreme in der Abwehrkraft geschwächt sind, wie das leider die letzten Jahre regelmäßig der Fall ist. Fliegen erstmal verstärkt Sporen von neuen aggressiven Pathogenrassen mit Luftströmungen durch ganz Deutschland / Europa könnte das auch den Biobauern das Genick brechen, da die Sortenresistenz oder Toleranz bei ihnen ein entscheidender Baustein im Anbau ist. Bei Dauerkulturen wie dem Obstbau ist nicht einfach ein Sortenwechsel oder Standortwechsel möglich. Reisst man alte Sorten raus kann man in der Regel erstmal nicht nachpflanzen wegen “Bodenmüdigkeit”. Neupflanzungen kommen oft erst nach 5 – 7 Jahre in den Vollertrag. Dem Obstbau fehlen die Möglichkeiten für schnelle Anpassungen. Obstsortenzüchtung dauert sehr lange, zw. 15 – 20 Jahre. Wenn man jetzt bestehende Resistenzen u. Toleranzen in Sorten einem erhöhten Pathogendruck durch unzureichenden Pflanzenschutz opfert ist das eine Katastrophe die nicht mehr so leicht zu beheben ist.
    Das andere Länder außerhalb der EU die Versorgungslücken übernehmen können glaube ich nicht. Wenn man sich die anderen großen “Obstbauländer” mit Exporten ansieht, gibt es dort ebenfalls bereits massiv Probleme: Südafrika und Chile sind stark von Dürre und Versalzung betroffen. Brasilien und Florida sind ebenso stark betroffen, zusätzlich gibt es verstärkt Vernichtung von Plantagen durch Wirbelstürme. Neuseeland beliefert zunehmend bevorzugt den asiatischen Raum – die Chinesen zahlen gut für Obst und der Transport ist viel kürzer.
    In den nördlicheren Ländern wird sich der Obstbau nur begrenzt ausweiten können. Auch wenn das Klima dort wärmer wird sind sie doch relativ nah am Nordpol und kalte Polarausläufer und Blütenfrost begrenzen den Anbau. Zusätzlich gibt es nur selten gut entwickelte tiefgründige Böden, die vor allem Baumobst braucht.

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  12. Ernst H. sagt

    In welche trübe Glaskugel hast du da geguckt, Bauer Willi. Warum nicht mal so:
    Die Viehhaltung hat sich auf die Hälfte reduziert, auch der Fleischkonsum, Zivilisationskrankheiten gehen zurück. Verfüttert werden vornehmlich Grünland und Abfälle der Nahrungsmittelindustrie. Die Flächenprämien sind Geschichte, dadurch haben sich die Pachtpreise deutlich entspannt. Die Wissenschaft hat Möglichkeiten gefunden, mit weniger Einsatz von Dünger und Pflanzenschutz die Erträge zu halten und die AfD Geschichte.
    Mal positiv denken, Leute. Man muss mit allem rechnen, auch mit dem Guten

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    • Moni B sagt

      Leider Realitätsfern! Wenn es so weitergeht, sind Deutschland und Österreich bald das Armenhaus der EU!

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    • Bauer Willi sagt

      @Ernst H.
      Sie sind Landwirt? Sie finden die Halbierung der Viehhaltung positiv? Für einen Tierhalter eher nicht.
      Der Fleischkonsum ist eine Sache des Konsumenten und hat mit Landwirtschaft nur bedingt zu tun. Wir produzieren für den Markt.
      Warum Zivilisationskrankheiten zurückgehen, erschließt sich mir jetzt nicht. Und was das mit Landwirtschaft zu tun hat, auch nicht.
      Grünland und Sekundärrohstoffe (es gibt keine Abfälle!) werden seit Jahrhunderten verfüttert und ist nicht neu.
      Die Erträge zu halten mit weniger Dünger und Pflanzenschutz: gerne, ich bin seit 40 Jahren Ackerbauer. Ohne Nährstoffe wird es aber nicht gehen.
      Parteipolitik ist mir egal, ich stelle aktuell nur fest, dass kaum eine Partei sich für die Landwirtschaft ernsthaft engagiert.
      Negativ? Nein, realistisch…

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      • Ernst H. sagt

        Also noch mehr Fleisch, wie in Hongkong? Die deutsche Gesellschaft für Ernährung und auch viele Wissenschaftler empfehlen die Halbierung des Fleischkonsum. Dann haben die vermutlich keine Ahnung.
        Weniger Fleischkonsum zu höheren Preisen, ist gut für Verbraucher und Landwirte. Schweden hat es vorgemacht. Nicht vergleichbar? Kann sein, aber abwegig ist es auch nicht.
        Ich bin selbst Landwirt und kenne die Sorgen meine tierhaltenden Kollegen gut. Einfach so weitermachen ist ja auch keine Lösung.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Was ist das für ein Demokratieverständnis, sein Handeln von einem eingetragenen Verein bestimmen zu lassen. Ist denn das selber Denken und Handeln abgegeben worden in diesem Lande. Welche Vereine haben die anderen 8,5 Milliarden Menschen auf dem Planeten, die ihnen vorbeten, wie man sich “richtig” zu ernähren habe.
          Es scheint so, dass der Deutsche einen Hang zum Etatismus hat, der ihm genetisch im Dritten Reich eingepflanzt wurde und bis heute nachwirkt.
          Eine Empfehlung eines Vereins bedeutet für mich als Einzelbürger erstmal gar nichts. In dem Moment, wo sich Politik dieser Empfehlung als Richtschnur für “richtiges” Handeln annimmt und ein ganzes Volk scheint umerziehen zu müssen, da bin ich raus. Solche Denke ist wohl wirklich nur uns Deutschen ohne Rückgrat eigen.
          Jeder kann sein Produkt gerne so teuer wie möglich anbieten. Die Nachfrage wird dann zeigen, ob die Preisfindung richtig war. Wenn man seinen Preis nicht selber bestimmen kann, dann übernehmen LEH und Politik eben diese Arbeit, so gehts.
          Sogar der Direktvermarkter unterliegt diesem Gesetz.

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        • “Die deutsche Gesellschaft für Ernährung und auch viele Wissenschaftler empfehlen die Halbierung des Fleischkonsum. Dann haben die vermutlich keine Ahnung.” Ahnung haben die schon, und zwar davon, wie man durch Fehlinformation manipulieren kann. Ich gehe davon aus, das mind. 50% aller Studien im Bereich “Öko” ideologiebasiert sind!!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ich finde, dass die DGE Dependancen in Argentinien und den USA einrichten sollte, und dort die Menschen endlich zu vernünftiger Lebensweise bringen sollte. Schaun mer mal, wie lange die sich ihr Geschäftsmodell dann noch gönnen können. Auch würde es der Weltrettung helfen, wenn man den muslimischen Ländern endlich erklärt, dass es sich ethisch-moralisch nicht gehört, Augen aus Schafsköpfen zu löffeln. Aber ich vermute mal, dass denen das am Allerwertesten vorbeigeht.
            😎

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          • Ernst H. sagt

            Ist mir zu einfach, die Wissenschaft immer dann als interessengesteuert zu brandmarken, wenn es nicht ins Weltbild passt. Auf was soll ich mich sonst verlassen?
            Bitte nicht falsch verstehen: Mich treibt die aktuelle Situation auch um: Rote Gebiete (bin 100% drin), GLÖZ, Tierwohl….. Mir geht es nicht darum, hier Recht zu haben, aber ich plädiere trotzdem dafür, breiter zu diskutieren und nicht immer gleich schwarz zu malen.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Zitat E.H.” Ist mir zu einfach, die Wissenschaft immer dann als interessengesteuert zu brandmarken, wenn es nicht ins Weltbild passt.”

              Das gilt eben auch für die “andere Seite”. Ergo sind wir wieder am Anfang der Diskussion
              Wenn von der Landwirtschaft ein neuer Gesellschaftsvertrag gefordert wird und unendliche wissenschaftliche Expertise eingeholt wurde, um diesen Vertrag mit Leben zu füllen, es aber aus politischen oder ideologischen Gründen nicht zur Umsetzung kommt, dann nützen auch noch mehr Wissenschaft nix.

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            • zmp_nachfahre sagt

              Vorsicht – bei Ernährung kann man keine saubere Wissenschaft machen! Schon in der Medizin sind saubere Studien selten (manche behaupten, um die 80% seien nicht valide). Aber wie will ich denn z.B. eine auch nur halbwegs solide Doppelblindstudie bei der Ernährung machen?
              Meistens beschränkt sich das Ganze dann auf Schlagwörter wie “Mittelmeer-Diät” etc. Was z.B. Übergewicht angeht, hieß es lange: “Fett macht fett” (statt Schnitzel gab es Schuhsohle und man hat sogar unverdaubare Fette für Chips & Co entwickelt), derzeit gilt “Kohlehydrate machen fett”- vermutlich ist es aber doch eher “einfach zu viel gefressen”.

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        • Bauer Willi sagt

          @Ernst H.
          Wieder so ein Satz: “Weitermachen wie bisher?`” Davon hat kein Mensch gesprochen aber Sie unterstellen es einfach mal. Erinnert mich an Diskussionen mit NGO´s.

          Wenn Fleisch teurer wird, wird weniger davon gekauft und gegessen, weil die Euros für andere Sachen ausgegeben werden. Noch einmal: wir produzieren, was am Markt verkäuflich ist. Wir können auch vegan.

          Bio-Fleisch zu produzieren lohnt nicht, weil keine Sau es haben will. Marktanteil beim Schwein unter 2%.

          Wenn die DGE etwas empfiehlt, ist das o.k. Interessant ist nur, dass die Medien es bevorzugt auf Fleisch beziehen.

          Wie wäre es denn mal damit, medial zu verbreiten, dass wir ein Mehrfaches an Salz konsumieren als es gut für den Körper ist? Ja, klingt komisch, aber wenn es wirklich darum gehen würde, dass sich die Menschen gesund ernähren, spielt Salz auch eine ganz große Rolle. Und Zucker übrigens auch.

          Was Schweden angeht: ja, immer ein Einzelbeispiel bringen und dass für die ganze Welt gelten lassen. Auch eine typische Masche der NGO und von Ophelia Nick, die dann argumentiert, dass die Stadtverwaltung in Kopenhagen (Dänemark) jetzt auf Bio umgestellt hat. Für die Kantine im BMEL gibt es immer noch keinen Pächter…

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          • Reinhard Seevers sagt

            Es werden immer die Beispiele gefunden, die einem in den Kram passen. Bei Corona ist Schweden komischerweise kein Vorbild gewesen.
            Den Salzverbrauch hat Finnland angeblich mit Hilfe einer Ernährungsstrategie halbieren können….von welchem Niveau man ausgegangen ist, ist schwer recherchierbar. Auf jeden Fall hat man angeblich die Herzkreislauferkrankungen erheblich reduzieren können….bei Männern, selbstredend. Die sind sowieso die Schuldigen in fast allen Lebensbereichen…außer beim Schuhkonsum.😎

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          • Limes sagt

            “Für die Kantine im BMEL gibt es immer noch keinen Pächter…”
            das BMEL könnte doch für ihre Kantine Köche der Kopenhagener Stadtverwaltung abwerben! Es ist doch auf Dauer nicht gut für die Leistung unserer Verwaltungsbeamten wenn sie sich nicht systemkonform ernähren können. Alternativ mal auf Berliner Strassen Werbung für Personal betreiben. Bald stehen z.B wieder die “wir haben es satt” Events an dort gibt es sicher geeignetes Personal.

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      • Eckehard Niemann sagt

        Hallo, “Bauer” Willi,
        Deine Behauptung, Parteipolitik sei Dir “egal”, stößt sich hart an der Realität, nachdem Du kürzlich einen massiven Werbe- und Wahlaufruf für die weitgehend rechts-populistischen “Freien Wähler” hier auf Deiner Internetseite losgelassen hast. Schon vergessen? Was stört mich mein Geschwätz von gestern? Aber: Ich würde mich freuen, wenn Du jetzt von dieser Wahlpropaganda nichts mehr wissen willst…

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    • Marian E. Finger sagt

      Wer Fleischkonsum im selben Atemzug wie Übergewicht bzw. Zivilisationskrankheiten (Diabetes, Herzerkrankungen) nennt, beweist bloß, dass er nicht selber denkt, sondern unkritisch übernimmt, was der mit Ideologien aufgeladene Zeitgeist so alles behauptet. Richtig ist, dass manche Fleischesser an Gicht leiden, und lediglich da macht es Sinn, den Fleischkonsum zu reduzieren. Wer an Diabetes leidet, sollte mehr Fleisch und weniger Nudeln essen.

      Ich möchte darauf hinweisen, dass aktueller Weltmeister im Fleischkonsum Hongkong mit fast 150 kg pro Kopf/Jahr ist. Gleichzeitig ist es so, dass die Leute in Hongkong einen geringen Prozentsatz in Sachen Übergewicht, dafür aber weltweit die höchste Lebenserwartung haben, nämlich 85,5 Jahre. In Indien, dem Land mit den meisten Vegetariern, werden die Menschen durchschnittlich lediglich 67 Jahre alt.

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    • Andreas Gerner sagt

      Wenn man statt bedarfsgerecht zu düngen (Zufuhr entspricht Entzug) die Düngung halbiert, aber die Ernten mit allerhand (teuren) Tricks stabil gehalten werden (Nährstofffracking)…

      Was ist das dann?

      Der Definition nach ist das Raubbau.

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      • Limes sagt

        “Der Definition nach ist das Raubbau.”
        Raubbau trifft es fachlich entspricht aber nicht dem derzeitigen Sprech.
        Experten schreiben heute über ausgelaugte Böden.

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  13. Georg Johann Brand sagt

    Zum Thema Flächenbedarf gibt es eine interessante Stellungnahme von Prof. Andreas Garner, Direktor des Leibnitz Instituts für Kulturpflanzenforschung, für den Bundestagsausschuß für Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme. Die deutsche Flächeninanspruchnahme für Agrarprodukte sieht er bei 22,3 Mio. Hektar Ackerland und bei 13,7 Mio. Hektar Grünland, Zur Erinnerung: Wir haben nur noch knapp 12 Mio. Hektar Ackerland und rd. 4,7 Mio. Hektar Grünland – und die werden jährlich durch den „Flächenverbrauch um ca. 20.000 Hektar weniger. Glarner kritisiert daher u.a. die Öko Ausbauziele, da sie die Importabhängigkeit noch erhöhen werden.

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    • Limes sagt

      “Prof. Andreas Garner…” vermutlich meinen sie Prof Graner und diese Veröffentlichung.

      https://www.bundestag.de/resource/blob/952484/baceebbde003da15a01fffe305071645/Stellungnahme-Prof-Dr-Andreas-Graner-Leibniz-Institut-fuer-Pflanzengenetik-und-Kulturpflanzenforschung-IPK–data.pdf

      bezüglich der Flächenangaben zitiert Prof Graner das Umweltumweltamt. “In Summe verbraucht Deutschland landwirtschaftliche Güter, deren Produktion 36 Millionen ha beansprucht, wovon nur 16,7 Millionen ha im Inland bereitgestellt werden können.”
      Wie bzw mit welchen Modellannahmen das UBA auf heute 36 Mio ha kommt habe ich dem Beitrag nicht entnehmen können.
      Mit der Kritik an den Öko Ausbauzielen liegt er richtig denn diese erhöhen selbstverständlich den Flächenbedarf. Sollen diese dt Öko Produktionsmethodenideen auch auf Flächen weltweit übertragen werden dann kann sich jeder ausrechnen dass dies zu einer weiteren immensen Zunahme an benötigter Fläche führen wird. Warum das UBA trotzdem auf ertragsschwache Anbaumethoden setzt ist nicht verständlich und am Ende auch völlig irreleant denn der Markt und die Natur werden es regeln. Der Markt weltweit wird auf den technischen Fortschritt und Ertragssteigerungen setzen und in Deutschland wird man im Geschäft oder via internet kaufen können was man will ob Import oder Exportware egal was das UBA oder andere meinen.
      Den Preis für die dt Methoden werden alle zahlen müßen das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

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    • Georg Johann Brand sagt

      Ja, den meine ich (Tippfehler) und ich hätte vielleicht auch darauf hinweisen sollen, dass er sich auf eine Studie des UBA bezieht. Ich habe mich mit dieser schon vor einigen Jahren mal befasst und halte sie für einen richtigen Ansatz, denn sie bezieht alle biomassebasierten Importe mit ein, also z. B. auch Energie- und Industrierohstoffe. Die immer wieder veröffentlichten Selbstversorgungsgrade (insgesamt auch nur noch ca. 86%) beziehen sich dagegen nur auf das, was bei uns angebaut wird. Ehrlicher sind da schon die Errechnung von Flächenbedarfe, die alle Nahrungs- und Genussmittel die wir verbrauchen, einbeziehen. Aber auch diese blenden meist die Industrie- und Energierohstoffe aus (Bsp.: der Rohstoff für Biokraftstoffe stammt zu rd. 70% aus Importen und davon rd. 30% aus Drittländern). „Ganz daneben“ sind m. E. Berechnungen, die den täglichen durchschnittlichen Kalorienbedarf mit der Einwohnerzahl multiplizieren und in Relation setzen zur Kalorienlieferung z. B. von 1 Hektar Weizen. Da gibt es dann Ergebnisse von weniger als 10 Mio. Hektar. Übrigens: nicht nur die Öko-Ausbauziele verschlechtern diese Bilanz sondern auch, dass wir die bei unseren Hauptkulturarten in den letzten 100 und mehr Jahren erzielten Ertragssteigerungen nicht mehr wertschätzen und meinen z. B. Weichweizen durch Dinkel, Emmer und andere ersetzen zu müssen.

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  14. Zum Thema technologischer Fortschritt in der LW:

    2032 – während in weiten Teilen der Welt Drohnen und Roboter in der Landwirtschaft eingesetzt werden, steckt Deutschland noch in der Prüfung. Es ist noch nicht geklärt, wie sich Drohnen auf das Paarungsverhalten wichtiger Vogelarten auswirken. Die notwendigen Studien stehen noch aus. Desweiteren ist noch nicht geklärt, wie sich Maschinenroboter auf die bodenahe Fauna und Flora auswirken. “Experten” von Bund Naturschutz sehen den Einsatz sehr kritisch.

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    • Smarti sagt

      Hier so richtig schönen Schneematsch mit Regen drauf, kalt und die Hunde stehen vor Dreck. Die Wohnung auch, müsste putzen, aber ist gerade so sinnfrei wie Zähne putzen mit dem Nutellabrot im Mund. Jetzt gehe ich einstreuen, da kriege ich warm und die Tiere freuts.
      Um die Zukunft mache ich mir dann Sorgen wenn es soweit ist. Schritt für Schritt. Und je mehr die Welt in Unordnung gerät, desto wichtiger ist es, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Kleine Schritte, ruhige Schritte, bewusste Schritte. Was beim Rind und beim Pferd funktioniert, klappt auch beim Menschen, zumindest bei uns. Lass Dich nicht runter ziehen.

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  15. Georg Johann Brand sagt

    Kann Fleischverzicht das Klima retten ?
    Für unsere Gesundheit ist es wahrscheinlich besser, wenn wir weniger Fleisch essen.
    Aber ist ein Verzicht auf Fleisch auch gut für unser Klima? – Und welche Auswirkungen hätte dies für die Sicherung der Ernährung weltweit ?
    Eine Einordnung in 10 Punkten:
    1. Eine Reduzierung von Emissionen ist sicher zu erwarten, wenn auf dem „Weg zum Nahrungsmittel“ auch weniger fossile Energieträger verbrannt werden. Das könnte z. B. zutreffen, wenn die Beheizung oder Belüftung von Ställen wegfällt (z. B. Jungtieraufzucht von Geflügel)
    2. Blickt man nur auf das Nahrungsmittel, ist es dagegen völlig unerheblich, ob wir Pflanzen oder Fleisch essen.
    Pflanzen binden bekanntermaßen CO2 und bauen mit Hilfe der Sonnenenergie organische Substanz auf. In dieser ist die Sonnenenergie gespeichert, die Mensch und Tier für ihr Leben nutzen. Am Ende der Nahrungskette (oder einem anderen Abbau der organischen Substanz z. B. durch. Verrottung, Kompostierung usw.) wird genau diese Menge an CO 2 wieder frei. Der Saldo ist, bezogen auf Kohlenstoff, immer Null, unabhängig davon, wie viele Stufen (Pflanze – Mensch oder Pflanze – Tier – Mensch) dazwischen liegen.
    3. Anders ist das jedoch, wenn mit der Produktion der Nahrungsmittel Landnutzungs-änderungen verbunden sind, wenn wir also Wälder roden oder Moore trockenlegen in denen Kohlenstoff gebunden ist. Insbesondere wenn wir solche Flächen zu Äckern machen, wird aus diesen Speichern der gebundene Kohlenstoff durch den Abbau der organischen Substanz (Humus) zu einem großen Teil klimaschädlich freigesetzt.
    4. Umgekehrt ist es aber auch so, dass wir, wenn wir gar kein Fleisch/Milch/Käse essen würden, rd. ¼ unserer landwirtschaftlich nutzbaren Fläche ungenutzt ließen, denn Wiesen und Weiden belegen in Deutschland rd. 25 % der landw. genutzten Fläche, global sogar rd. 70%.
    5. Ein Teil dieser Wiesen müsste dann für pflanzliche Ernährung statt fleischhaltiger Lebensmittel verwendet werden,
    Einen Teil dieser Fläche könnten wir „retten“ indem wir sie in Äcker umwandeln um vegane Nahrung zu produzieren. Dies wäre aber ebenfalls eine klimaschädliche Landnutzungsänderung, denn in Böden von Wiesen und Weiden ist je Hektar ca. die 2,5-fache Menge an Kohlenstoff gespeichert als in Ackerböden. Bei der Umwandlung würde die Differenz im Laufe einiger Jahre freigesetzt werden. Außerdem sind die meisten Wiesen und Weiden sog. absolutes Grünland, also Flächen, die nicht für den Ackerbau geeignet sind (was für den Ackerbau geeignet ist, wurde längst umgewandelt).
    6. Außerdem würden wir auch noch eine enorme Verschwendung betreiben, denn vegane Pflanzen gibt es nicht. Jede Pflanze produziert essbare Biomasse und nicht essbare.
    Auf dem Feld wächst kein Mehl, sondern Weizen !. Bei der Mehltype 550 liegt die Ausbeute an Mehl bei rd. 78%, bei der in Deutschland häufigsten Mehltype 405 beträgt sie nur etwa 70%. Bei vielen anderen Nutzpflanzen ist das Verhältnis von essbarer zu nicht essbarer Biomasse noch wesentlich schlechter.
    Im Durchschnitt produziert 1 kg essbare Biomasse 4 kg nicht essbare als Nebenprodukt.
    7. Es macht Sinn diese nicht essbare Biomasse nicht einfach verrotten zu lassen (denn bei der Verrottung oder auch Kompostierung wird dieselbe Menge an CO2 frei), sondern über den Tiermagen zu essbarer zu transformieren. Alles andere wäre Verschwendung
    8. Worauf es ankommt, ist das richtige Maß:
    Zu viel Fleisch ist schlecht, wenn dafür essbare Biomasse an Tiere verfüttert wird.
    Der Import und die überwiegende Verfütterung (rd. 80% der Importe) von Sojabohnen und Sojaextraktionsschrot (rd. 3,5 Mio. to., entspricht einer Fläche von ca. 1,5 Mio. ha) muß daher sehr kritisch gesehen und sollte reduziert werden.
    Zu wenig Fleisch ist schlecht, weil damit nicht essbare Biomasse vergeudet wird.
    denn nicht essbare Biomasse fällt auch als Nebenprodukt der heimischen Erzeugung essbarer Biomasse an (siehe Pkt. 6)
    Das richtige Maß liegt im Bereich einer Halbierung des Fleischverzehrs – und dies an den richtigen Stellen, nämlich bei den Tierarten die Hauptnahrungskonkurrenten des Menschen sind. Das sind nicht die Wiederkäuer, sondern an erster Stelle das Geflügel und danach die Schweine. Von Flexitariern wird es jedoch meist in umgekehrter Reihenfolge praktiziert.
    9. Auch in der Tierhaltung kommt es auf das richtige Maß an. Ein Ansatz für das richtige Maß ist eine flächengebundene Tierhaltung mit festen Besatzobergrenzen je Hektar. Dabei steckt jedoch „der Teufel im Detail“, denn eine einheitliche, für alle Standorte richtige, Bestandsobergrenze gibt es nicht. Besser wäre eine Tierhaltung die sich auf nicht essbare Biomasse als Futtermittel beschränkt.
    10. Sowohl auf Bestandsobergrenzen als auch auf nicht essbare Biomasse als Futtermittel hat der Verbraucher jedoch keinen Einfluss. Was er jedoch machen kann, ist
    • seinen Fleischkonsum zu halbieren, aber weiter Fleisch zu essen
    • dabei den Fleischkonsum zu konzentrieren auf die Tierarten, die keine oder kaum Nahrungskonkurrenten sind, d. h. v. a. Wiederkäuer (Rinder + Schafe)
    • Neben Fleisch auch deren Produkte, wie Milch und Käse, zu konsumieren
    • Nicht nur die edlen Teile zu konsumieren, sondern an das ganze Tier zu denken
    • Den geringeren Fleischkonsum nicht ersetzen durch „exotische“ Importnahrung und auch nicht durch Fleischersatzprodukte
    • Die Lebensmittelverschwendung reduzieren (in D werden 11 Mio. to. Lebensmittel weggeworfen, davon fast 60% in den Privathaushalten).
    Gerade der letzte Punkt ist wichtig. Durch den Bedarf für Siedlung, Gewerbe und Verkehr hat die Landw. nutzbare Fläche in den letzten 30 Jahren um rd. 1,5 Mio. Hektar abgenommen, das ent-spricht der Fläche von fast 2,5 Millionen Fußballplätzen. Deutschland hat heute nur noch einen Selbstversorgungsgrad bei Lebensmitteln von rd. 85% (bei Obst/Gemüse sogar weniger als 1/3).
    Und der Flächenverbrauch setzt sich nicht nur weiter fort, er wird sich noch verstärken, durch
    • weiteren Bedarf für Siedlung und Verkehr, aktuell rd. 54 Hektar (rd. 70 Fußballplätze) pro Tag in Deutschland
    • das Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz, geschätzt rd. 0,4 Mio. ha
    • Freiflächen PV-Anlagen, lt. Studien mind. 280 Tsd. ha bis 2040
    • die nationale Moorschutzstrategie (500 Tsd. bis zu 1 Mio. ha)
    • den Ausbau der Öko-Landwirtschaft. Durch die geringeren Erträge werden für jeden Hektar konventionell etwa 2 Hektar Öko Fläche benötigt, bei manchen Arten sogar 4 (z. B. Äpfel)
    Wir haben also keine Veranlassung verschwenderisch zu sein, denn auch die Bevölkerung nimmt zu – nicht nur global, sondern auch in Deutschland.
    Und auch die 4 – beinigen Fleischfresser (Hunde und Katzen) nehmen zu. Aktuell kommt auf jeden dritten von uns ein 4-beiniger Mitbürger.

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    • Bauer Willi sagt

      @Georg Brand
      Das haben Sie alles sehr schön und stringent herausgearbeitet. Prof. Wilhelm Windisch dürfte die Quelle für viele Ihrer Aussagen sein.

      Eine sehr wichtige Maßnahme haben Sie vergessen: Nicht essen. Das spart am meisten.

      Und jetzt ernsthaft: Wir haben doch alle Umwelt- Natur- und Klimaprobleme weil wir einfach so viele sind. Man könnte auch sagen: zu viele. Darüber wird nie gesprochen. Warum? Begrenzte Ressourcen und steigender Verbrauch ist das Problem.

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      • Georg Johann Brand sagt

        … sind Sie etwa anderer Meinung ?. Das was Sie schreiben dürfte wohl kaum eine umsetzbare Lösung sein.

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        • Bauer Willi sagt

          Das war auch Ironie. Was die von Ihnen aufgeführte Punkte angeht: Hier auf dem Blog haben wir jetzt über 3.400 Artikel zum Lesen. Was Sie schreiben ist, verzeihen Sie, alles nicht neu.
          – Seit Jahren der Appell, keine Lebensmittel zu verschwenden. Das Gegenteil ist der Fall: es wird mehr weggeworfen als je.
          – Seit Jahren der Appell, weniger Flächen zu versiegeln. Es werden immer mehr.
          – Nicht nur die edlen Teile essen: wir importieren Filet und exportieren unedle Teile.

          Mir hat noch niemand gesagt, wie aus den Appellen Realität wird.

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          • Georg Johann Brand sagt

            Lieber Bauer Willi, wenn das so ist wie Sie schreiben, dann sollten Sie den Kanal schließen, denn ist das was geschrieben wird nur “Ratscherei” und kein Ansatz etwas zu erreichen. Und das trifft zu, wenn gute und richtige Argumente und Wahrheiten intern bleiben (“in der Bauern-Blase”). Mein Text – den ich übrigens schon vor 4 Jahren geschrieben und nach Veröffentlichung der Energieausbauziele der Ampel bzgl. des Flächenbedarfe aktualisiert habe – ging damals an einen Arbeitskreis (also an eine Zielgruppe außerhalb unserer Blase) der erreichen wollte dass in öffentlichen Kantinen nur noch veganes angeboten wird, mit der Begründung, dass damit das Klima gerettet würde. Dieser AK kommt jetzt wieder aus der “Versenkung” und versucht gleiches nochmals. Ich halte dies nicht nur für wenig mehr als ein Placebo, sondern im Hinblick auf den Klimaschutz sogar für kontraproduktiv und kann nur auffordern, nicht intern zu bleiben, sondern sich einzumischen mit Argumenten, wie den von mir genannten.

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            • Schmeckt gut sagt

              Herr Brand, bemerken sie garnicht, dass aus verschiedenen Richtungen der landwirtschaftlichen Blase, versucht wird in der öffentlichen Meinungsfindung durchzudringen? Von Seiten des DBV wurde von Anfang an versucht, “diplomatisch mit Fingerspitzengefühl” einen Weg zu finden, auch bei NGOs die landwitschaftliche Sichtweise und im besten Falle auch Kritik und machbare Umsetzungvorschläge in die Diskussion einzubringen. Den “Erfolg” der letzten Jahre sehen wir doch jeden Tag. Wenn von “Aussen” (USDA) deutlich “angemahnt” wird, die Extensivierungen in der EU nicht umzusetzen, um zu vermeiden, dass die Nahrungsmittelversorgung in den weniger entwickelten Ländern problematisch wird, sagt das ja wohl ALLES. Wie sollen wir ihrer Meinung nach in der wachsenden “Blase” der “Weltenretter” durchdringen? Wenn wir dann noch argumentieren: “Die Menschheit muss den Konsum an “unnötigen” Dingen (auch Urlaub und gewohnte und “geliebte” Lebensweisen) ändern” – wer hört uns zu? Reflexartig werden wir zu den ewig gestrigen, erzkonservativen (übersetzt Rechten) Verhinderern gezählt. Selbst die deutlichen Töne von Volkswirtschaftler außerhalb Europas tauchen kaum in den Medien auf. Und wir Bauern sollen dieses allergrößte Problem stemmen? Ich bin es leid, auch noch dafür verantwortlich gemacht zu werden, ohne Steinschleuder als David gegen Goliath antreten zu müssen.

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              • Georg Johann Brand sagt

                Ich verstehe sehr gut was Sie schreiben, es oft frustrierend und manchmal noch mehr als das. Beispiel von heute, eine Einladung zu einem Podiumsgespräch über den Green Deal und über die VO zum Naturwiederherstellungsgesetz. Teilnehmer: Niemand vom Fach !!!. Man spricht über Landwirtschaft aber nicht mit ihr. Aber jammern hilft nicht, man muss trotzdem hingehen und versuchen ins Gespräch zu kommen.

            • Reinhard Seevers sagt

              Was wird denn mit der einen (Zahl 1) genannten Änderung eines Arbeitskreises geändert? Wie wirkt sich diese “eine” auf die Gesamtheit aus?
              Wenn politisch keine Änderung geschieht, geschieht nichts.
              Ich war gestern auf einem Bio-Obstbetrieb im Alten Land. Der Betreiber berichtete von einem Besuch des Agrarminischters im Rahmen einer Auszeichnung durch das BMEL und der EU. Der Betrieb ist mehrfach ausgezeichnet in vielen Bereichen.
              Er hatte dem Minister im Vorfeld der abschließenden Pressekonferenz den Betrieb und die Problematik mit dem Pflanzenschutz, den Arbeitskräften, dem Naturschutz, der Elbvertiefung etc. erläutert und ihm auch eine hochmoderne Pflanzenschutzspritze erklärt. Der Minischter hatte alles wohlwollend und mit Verständnis aufgenommen.
              In der Pressekonferenz wurde er lange mehrfach von den Journalisten befragt zum Anbau, Pflanzenschutz, etc. und er gab alle seine Erkenntnisse vom Rundgang wieder und sein Verständnis für die Problematik. Nun insistierten die Journalisten aber so lange, bis der Minischter zum Schluss den letzten Satz sprach: Wir werden diese Pflanzenschutzgiftspritzen langfristig verbieten.
              Damit war dann die Presse zufrieden und die Konferenz auch beendet.

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              • Schmeckt gut sagt

                Da wird sich der Biokollege aber gefreut haben, dass er seinen Betrieb, genauso wie die Konvis, in ein paar Jahren schließen kann. Aber so langsam kommt diese Erkenntnis anscheinend auch dort an. Kurze Zusammenfassung dieses Tages: Unser Minister will nur eins – in BW zum Ministerpräsi gewählt werden.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Der Biokollege hat unserer Besuchergruppe klipp und klar gesagt, dass diese Regierung die Landwirtschaft und insbesondere den heimischen Obstanbau vor die Wand fahren wird. Am Ende hat er uns noch auf Nachfrage gesagt, warum er so vehement die Unzulänglichkeiten der Politik und den damit verbundenen Problemen erläutern würde: Ich will mir später nicht sagen lassen, niemand hätte etwas gewusst!

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              • Georg Johann Brand sagt

                Wirklich ändern wird sich durch den einen Arbeitskreis nichts, da haben Sie schon recht. Ärgerlich ist aber, dass Fleischverzicht als Klima-Placebo eingesetzt wird mit dem genau dieser Kreis Untätigkeit in anderen Bereichen (z. B. PV, Windenergie, Hausdämmung u.v.a.m.) rechtfertigt und weiter schön in Urlaub fliegt (was ich grundsätzlich jedem gönne, aber nicht in diesem Zusammenhang). Weniger Fleisch ja, aber nicht zu wenig, denn ansonsten wird Fleischverzicht zur Verschwendung !!!. Ein Artikel aus dem BLW bringt es sehr schön auf den Punkt – und zwar genau auf den den ich in meinem Text “Kann Fleischverzicht das Klima retten” auch herausgearbeitet habe. Ich spreche vom richtigen Maß, der Artikel im BLW von Kipppunkten: !!!tps://www.wochenblatt-dlv.de/maerkte/tierhaltung-ernaehrung-landet-viel-getreide-trog-574748?utm_campaign=blw-mo-fr-nl&utm_source=blw-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2023-11-13.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  So sieht es aus Johann,

                  witzig ist auch, dass der Mensch ja nicht mehr Brot essen kann, als er bereits ist…jedenfalls der deutsche Mensch. Bischen Auflage wäre dann auch ganz gut.😎
                  Es stellt sich ja die Frage, welche Früchte man anstatt des Getreides anbauen könnte, was sowohl zu vermarkten, der Fruchtfolge nutzen und dem Klima gerecht werden könnte?
                  Irgendwie haben die Vorgänger-Generationen in unseren klimatischen Gebieten ja nicht umsonst die gewählten Früchte angebaut….wenn es klappen würde, hätte man Bananen und Kaffee angebaut, denke ich.😉

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      • Reinhard Seevers sagt

        https://www.bild.de/sport/american-football/nfl/nfl-in-frankfurt-bei-dieser-football-party-stoerten-nur-die-teams-86070806.bild.html

        Spaßhaben wird mit Geldverdienen verknüpft und parallel wird den menschen suggeriert, dass sie ihr Spaßhaben weiterhin haben dürfen, wenn sie nur auf das böde Fleisch verzichten NIEMAND stellt die Lebensweise grundsätzlich in Frage, wohl aber die Ernährung. Das ist so schizophren, dass es einen schüttelt.
        Es ist auch so durchsichtig, dass die mehrzahl der Handlungen westlicher Dekadenz-Gesellschaften nur weiter funktioniert, wenn man diesen Menschen erzählt, sie müssten unbedingt, aber auch nur, ihre Ernährung umstellen, dann können sie weiter mit dem Kreuzfahrtschiff über die Weltmeere schippern, ihren Hobbys nachgehen und den Rasenroboter fahren lassen…..Konsumismus braucht einen Feind, um weiter existieren zu können. Schade, dass die westlichen Industrieländer noch immer kein Gegenmittel für ihre Weltzerstörung gefunden zu haben scheinen, und auch nicht merken, dass viele arme und religiös anders tickende Gesellschaften sich das nicht mehr gefallen lassen. Es wird richtig ungemütlich werden.

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        • Ja,
          die müssen uns einen Denkzettel geben.

          Oder wer mitreden will, muss entsprechenden Hintergrungwissen haben und dann
          wird der Konsumismus geändert
          Und die Verhaltensweisen auch.

  16. Limes sagt

    Anlässlich der Öko Feldtage 2032 stellt ein führendes Landmaschinenunternehmen seine neue Paludi Collection vor. Das Paradestück ist das “Green Paludi Monster” eine Zugmaschine basierend auf der Technologie von Pistenraupen. Einzigartig im Segment, das Green Paldui Monster arbeitet in Kombination mit einer Aufklärungsdrohne. Unabhängige Experten bescheinigen ihr eine einzigartige Leistung, sie erkennt fast 55% der Vogelnester und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in der Paludi Monokultur. Das Interesse besonders von Kunden aus der Norden und Osten war groß und erste Bestellungen öiegen laut Unternehmensprecher vor.

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  17. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Was die Stromknappheit angeht, so wage ich bei deinen Zukunftsvisionen zu widersprechen:

    Energie wird es schon bald in rauen Mengen geben, die Speichertechnologien als Schlüsselfaktor stehen kurz vor verschiedenen erfolgreichen Lösungskonzepten:

    Als neuartigen Superkondensator können Stromspreicher aus Zement und Ruß bald in Hausfundamente, Straßen und Wände integriert werden; man braucht dafür mithin nur Ruß, Wasser und Zement.

    Vorteil dieses Systems: Es ist nahezu beliebig skalierbar; von der nur einen Millimeter dicken Elektrode bis hin zu einem Meter Dicke, um damit die Energiespeicherkapazität von Strom für eine LED bis zum Strombedarf für ein ganzes Haus hochzuskalieren.

    Eine besonders russhaltige und damit leistungsstarke Mischung in unseren Straßen verbaut, könnten solche nützliche Zement-Stromspeicher als Stromlieferanten für die E-Autos eingesetzt werden. In Nordbayern wird eine solche Teststrecke zu eben diesem Zweck umgebaut u. soll 2025 fertiggestellt sein.

    Die seltenen Erden, die unsere Batteriespeicher derzeit erheblich in Verruf bringen, im übrigen die teuersten Komponenten im Bereich der E-Mobilität, werden demnach verzicht-/ersetzbar sein. Diese neue Generation erlaubte uns eben hier komplett neu zu denken und erheblich zuversichtlicher zu bewerten.

    Unsere Verbrennertechnolopie heute ich ausgereift, wird sind daher jetzt(!) gefordert, dahingehend neue Komponenten für diese erprobt funktionsfähige, altbewährte Technologie, Alternativen zum Betreiben dieser Motoren mit hohen Drehmomenten, die wir auf dem Acker einfach benötigen, durch sinnvolle Treibstoffe zu ersetzen. Im Sinne der gerne und oft kommunizierten „Nachhaltigkeit“ sollte man diese einfach nicht von dem Einsatz verbannen.

    Die von vielen gehypte SMR-Technologie (Small Nuclear Reactors) übrigens, die ursprünglich 2026 im US-Bundesstaat Idoho in Betrieb gehen und insgesamt 72 Megawatt sauberen Strom bereitstellen sollten für 55 Dollar pro Megawattstunde, wurde gestern in den USA zu Grabe getragen. 232 Mio. Dollar Fördersumme wurden vom US-Energieministerium dafür bereits bewilligt, weitere 1,2 Mrd. hätten es bis zu Fertigstellung zusätzlich noch werden müssen, zuletzt hatte man die Inbetriebnahme für 2029 angepeilt, der Preis pro Megawattstunde seit mittlerweile auf 89 Dollar gestiegen. – Dieser „Energie-Phönix“, den man aus der Asche aufsteigen sah, ist krachend gescheitert.

    Nicht mit „klein – schnell – billig“ , wie herbeigesehnt, durfte man punkten. Hier wechselten die Prädikate in der Übertitelung schnell hin zu „extrem komplex – kapital- und zeitfressend“ und damit bahnte sich ein herber Rückschlag an.

    Für dieses Utah-Projekt -ein mittlerweile tot gerittenes Pferdchen- stellte man jetzt weitere dafür geplante Invests um auf Wind und Solar.

    Atom hin oder her, nichtsdestotrotz gehen wir hoffentlich einer „strahlenden Zukunft“ entgegen….

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    • Weinbauer sagt

      Jeden Tag kommt einer um die Ecke mit nem neuen “Superakku”, und immer stehe man “kurz vor der bahnbrechenden Durchbruch”.

      Mich erinnert das an die Kernfusion, sicher soll man forschen und entwickeln, irgendwann mag es soweit sein, aber Vorschusslorbeeren sind bei Energieversorgung nicht sinnvoll und auf Innovation bauen darf man bei kritischer Infrastruktur schon garnicht.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        “Es muss was gescheh’n – aber passier’n darf nix” (Karl Valentin)

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  18. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Die ukrainischen Schwarzerdeböden sind doch heute schon als DIE(!) Währung Europas und den USA verplant, um die aktuellen Kriegsschulden wett machen zu können. Läuft ein solches „Tilgungsmodell“ nicht schon heute!?

    In dieser KW kannst du bei uns Kartoffeln für um die 7,00 € die 10 Kilo erstehen. Jeder Erzeuger hierzulande muss bei Verinnerlichung eines solchen Verkaufspreises in den Verbraucherregalen sich berechtigt fragen, ob unter eben diesen Bedingungen der Anbau lohnt. Für meine Begriffe sind die Fruchtfolgeprobleme dahingegen „hausgemacht“… Das Ersatzprodukt MAIS wird meines Erachtens in großen Stile nicht punkten können.

    In sehr vielen Trockenregionen Deutschlands wird der Regen in Summe fehlen, nehmen dieselben noch forthin zu!? Wo wird da die Reise hingehen!? – Die Grundeigentümer werden wohl in Bälde genau dort eine Nutzungsänderung vornehmen und die Sonneneinstrahlung auf selbigen Flächen „beernten“.

    Nicht nur in Afrika wird die Wasserversorgung immer kritischer – in Italien und Spanien ist diese bereits katastrophal. – Das Mittelmeer in direkter Nähe muss man wohl notgedrungen in Entsalzungsanlagen investieren, um Meerwasser zur Bewässerung nutzbar machen zu wollen. Durch die Temperaturerwärmung wird der Meeresspiegel ohnedies ganz sicher ansteigen, daher ist es vielleicht sinnvoll nutzbringend, verstetigt Wasser dort abzupumpen.

    Willi, schau dir bitte bei uns die Streuobstwiesen an im Herbst. Wenn für das Aufsammeln des Fallobstes zur Saftgewinnung gerade einmal zwischen 5-7 €/dt bezahlt werden, wer ist da noch bereit, seine Muselhypothek quasi für umme zur Verfügung zu stellen!? Das Obst wird deshalb nicht selten Raub von Funghi. Konsequent werden hingegen unsere Walnüsse von NN „beerntet“, das Nüsschen ist jedermanns Herzensangelegenheit zum Wohle für die eigene Gesundheit, in erster Linie aber nicht dessen der legitimen Baumbesitzer.

    Wir hegen und pflegen unsere Vierbeiner, aktuell allerdings unter Vernebelung einer notwendigen Prioritätensetzung in erster Linie für das artengeschützte Raubtier Wolf, das kostenlos auf unseren Wiesen seinen Hunger stillen darf, zum Leidweisen unserer gesamten Nutztierschar.

    Sollte dein Modell „Mais“ wider Erwarten realiter ins Kraut schießen zukünftig, so werden wir uns weg von der Haustierhaltung SCHWEIN in Richtung freilaufende Wildschweine bewegen, deren Populationen damit sicherlich überbordend rasant zulegen. Jedes Borstenvieh in freier Natur kann doch schlussendlich unter BIO-Schwein gelistet werden, insofern ist dieser Bedarf also bis auf weiteres gesichert, auch ohne Stall mit Freilauf.

    Unsere Methangasproduzenten sind wohl auch verzichtbar, weil der Hype auf Hafer- und Sojamilch plus Alternativen geradezu ins Kraut schießt. „Gesundsein“ mittels intelligenter PR-Strategien, jederzeit auf dem Bildschirm abrufbar, wenn man den Vitamin-B12-Komplex einfach mal auszublenden weiß.

    „Die besten Ärzte der Welt sind: Dr. Diät, Dr. Ruhe und Dr. Fröhlichkeit.“ (Jonathan Swift)

    Was auch immer man dafür in Zukunft unter dem Näschen so alles einwerfen wird…. 🙂

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  19. Ehemaliger Landwirt sagt

    “Nur für die Tiernahrung (Hunde- und Katzenfutter) kommt die Bioware aus Österreich. Man will in diesem anspruchsvollen Marktsegment kein Risiko eingehen.”

    Was die Ernährung angeht, muss man schon Prioritäten setzen!

    Wo kämen wir den hin, wenn Oma und Opa den armen Tieren das BIO Rinderfilet weg isst?🤷‍♂️

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    • Bauer Willi sagt

      Habe mich neulich mit einer Bekannten unterhalten, die in einem Bioladen arbeitet. Eine Oma kam einmal in der Woche Salat kaufen. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass der für den Wellensittich war. Für sich selbst kauft sie bei Feinkost Albrecht (Aldi)

      Nicht erfunden!

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  20. firedragon sagt

    Milchviehhaltung in Bayern wird nicht über den Tourismusverband gefördert.

    Vielmehr konnte Bayern seine idyllische Almwirtschaft, inkl. Anbindehaltung über Winter, nur über den anerkannten/eingetragenen Status als Kulturgut beibehalten.

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  21. Die Ukraine gehört 2032 nicht zur EU – weil es sie nicht mehr gibt — die EU. 2024 ist der Krieg in Osteuropa zum Atomkrieg eskaliert. Auch von der Ukraine ist nicht mehr viel übrig, Brüssel, Berlin, Paris und London sind zerstört und natürlich Moskau und Kaliningrad. In Brüssel sitzen die Aristokraten in ihren Bunkern und leben von Stoffstrombilanzen und GLÖZ 13, GLÖZ 14 bis GLÖZ 17 sind schon in Planung. Dabei sind die Bürokraten in den Bunkern hochzufrieden, das Verbrennen von sinnlosen Gesetzen und undurchführbaren Verordnungen gibt schön warm und läßt die Beamten zum ersten Mal im Leben das Gefühl, etwas sinnvolles geschaffen zu haben, erleben. Die Tatsache, dass sich die Insekten nun wie der Teufel vermehren, weil sie unempfindlich gegenüber radioaktiver Strahlung sind, lässt die Grünen unter den Bürokraten (also alle) in die höchsten Biodiversitätswolken schweben und verleiht ein unsterbliches Gefühl der Glückseligkeit……

    PS: Ein Joint am Sonntagmorgen vertreibt Kummer und Sorgen!

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  22. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Die weitere Entwicklung der AFD hast du gar nicht berücksichtigt!
    Ich glaube auch nicht,dass die Chinesen dem Treiben einfach nur zuschauen werden.
    Ob die BRICS-Staaten wirklich in der Lage sind,wirtschaftlich die Welt zu dominieren,glaube ich nicht,weil die nicht über genug Wissen verfügen und religiös zum Extremismus neigen.

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    • Bauer Willi sagt

      1. Warum sollte ich die AfD berücksichtigen? Was soll die anders machen als die anderen Parteien?
      2. Die Chinesen machen ihr Ding und freuen sich über den Niedergang der EU
      3. Die BRICS-Staaten stellen rund die Hälfte der Weltbevölkerung (ohne Westfalen…) 🙂

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      • Eckehard Niemann sagt

        Hallo, “Bauer” Willi – verstehe ich das richtig: AfD will/macht nichts anderes als “die anderen Parteien” auch???

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    • Frank sagt

      Wissen wird ge- und verkauft, Wissende sind heute schon mobil.
      Sobald die Welt wie beschrieben peu a peu den Bach runtergeht, werden die mit dem gesuchten Wissen für ein sicheres Plätzchen in einer gated community a la Neom (gibts aber auch schon anderswo) auch die verlangten Glauben(lippen)bekenntnisse abgeben.

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  23. Arnold Krämer sagt

    Die Entwicklungslinien der Vergangenheit bis in die aktuelle Gegenwart hinein (EU will jetzt die Natur wieder herstellen, maßloser gehts nicht), werden dazu führen, was Willi prognostiziert, teilweise schneller, teilweise langsamer. Aber die EU und Deutschland werden nicht so weiter machen können wie bisher. Einige wesentliche Fakten hat Maria E. Finger genannt. Andere kommen hinzu, wie z.B. eine absurde Energiepolitik in D, die erst verknappt (damit verteuert) und anschließend mit Bürgergeld/Schulden wieder für die Großindustrie verbilligt. Und wie in der Energiepolitik gehts es auch in anderen Sektoren. Erst wird verteuert, um Umwelt, Klima, Biodiversität, die Welt zu retten und bei Bedarf, zuviel Widerstand oder Ignoranz seitens des Bürgers der Subventionssack geöffnet, der mit neuen Schulden immer wieder (noch gehts) gefüllt wird.

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    • Bauer Willi sagt

      @Arnold
      An was erinnert uns (alte weiße Männer) das nur alles? Es gab doch schon einmal den Versuch seitens des Staates, alles regeln zu wollen. Bis hin zu dem Irrsinn, bestimmte Tätigkeiten an ein bestimmtes Datum zu binden (die GAP ist voll davon). In diesem System wurden auch Grundnahrungsmittel heruntersubventioniert, damit sie für die breite Bevölkerung erschwinglich blieben. Heute will man dies über die Mehrwertsteuer erreichen.

      Doch zurück zur Landwirtschaft: ich war im Frühjahr 1990 in diesem anderen Wirtschaftssystem und habe erlebt, dass gerade die jungen Menschen nicht mehr selbständig denken wollten (oder konnten) und nur noch nach Vorgabe gearbeitet haben. Mit geringem Erfolg. Das System brach ganz plötzlich zusammen, weil die in ihm lebenden Menschen der Obrigkeit nicht mehr folgen wollten.

      Hoffentlich stellt jemand bald die Ampel ab. (Kreisverkehre sind übrigens moderner… 🙂 )

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      • Arnold Krämer sagt

        Die Agrarpolitik der EU bewegt sich trotz allem unter dem medialen und gesellschaftlichen Radarschirm. Deshalb ist im Moment noch nicht festzustellen, dass das, was für die großen Politikfelder heute in der FAS so beschrieben wird :

        “Die Wohlfühlphase ist vorbei. Das vergangene Vierteljahrhundert ging in der deutschen Politik mit verheerenden Irrtümern einher. Nun fällt die Korrektur der Fehler Politikern zu, die sie einst überzeugt vertraten.”

        auch für die Landwirtschaft gilt. Der Sektor (die Menschen) muss zunächst weiter leiden.

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      • Frank sagt

        (Kreisverkehre sind übrigens moderner… 🙂 )
        Ich glaub, bei Merkel war lange genug Kreisverkehr, hat uns nicht viel Gutes gebracht.

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      • Eckehard Niemann sagt

        Hallo “Bauer” Willi, zu Deiner politischen Bemerkung zum Kreisverkehr folgendes ADAC-Zitat:

        https://www.adac.de › verkehr › recht › verkehrsvorschriften-deutschland › kreisverkehr
        So funktioniert das Fahren im Kreisverkehr – ADAC – Für jeden Kreisverkehr gilt: Fahrzeuge fahren nach rechts ein und dann entgegen dem Uhrzeigersinn…

  24. Christian sagt

    Bei einer linearen Weiterentwicklung scheinen mir die Annahmen von Willi und auch die Ergänzungen von Marian plausibel und auch bedrohlich. Aktuell führen aber Kaufkraftverlust, zunehmende Knappheiten, Ängste der Bevölkerung zu einer Verschiebung in der politischen Landschaft. Die Debatte dreht sich bereits und wird nach den Landtagswahlen an Dramatik zunehmen.

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    • Ja,
      wenn so viel Fläche für die Verstädterung genutzt werden muss,
      dann können wir uns den Luxus mit den neuen Auflagen, die der Ökologie dienen sollen, nicht mehr leisten.
      Also darf unsere Verstädterung nicht mehr so viel versiegelte Flächen verbrauchen .

      Und muss im Rest der Welt auch solche Auflagen erlegt werden.

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  25. Smarti sagt

    Ich wünsche Allen Lesern einen schönen Sonntag. Über den Beitrag muss ich erst mal nachdenken.

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  26. Marian E. Finger sagt

    2032 ist der Anteil der EU am globalen BIP von knapp 15% (2021) auf unter 10% gesunken, der Anteil der G7 am globalen BIP von 31% (2021) auf 22%. Die BRICS-Staaten haben sich nicht nur um Saudi-Arabien und den Iran erweitert, sondern stellen inzwischen eine Gemeinschaft aus 17 Ländern dar, die dabei sind, den Dollar kollabieren zu lassen. Amerika kann seine Schulden nicht mehr bedienen.

    Russland liefert sein Gas und Öl vorzugsweise in die BRICSplus-Staaten und hat nach Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen mit der Ukraine die 2025 auslaufenden Gas- und Gasdurchlaufsverträge nicht mehr erneuert, was dazu geführt hat, dass auch Österreich und Italien kein Gas aus Russland mehr beziehen. Der Handel mit Kernbrennstäben aus Russland findet weiterhin statt.

    Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist aufgrund der Baby-Boomer kollabiert und zahlt nur noch einen Grundbetrag von 771,- € pro Person/Monat aus, ein Betrag, der knapp über dem Existenzminimum liegt. In den anderen europäischen Ländern sieht es nicht viel anders aus. In Deutschland wohnen inzwischen 87,5 Millionen Menschen, aber in den vergangenen 9 Jahren wurden maximal 250.000 Wohnungen pro Jahr gebaut, was dazu geführt hat, dass knapp 1,7 Millionen Menschen obdachlos sind und 4 Millionen in prekären Verhältnissen leben. Im Süden von Berlin leben 600.000 Menschen in einem neu entstandenen Slum.

    An Stromausfälle und permanente Stromknappheit hat man sich inzwischen gewöhnt. 70% der Haushalte verfügen über einen Notstromgenerator, damit man abends weiterhin die Tagesschau und Tatort gucken kann.

    Fast die Hälfte der Kinder in der 9. Klasse verfügen nicht mehr über notwendige Lesekompetenz, aber man kann inzwischen auch ohne Abitur studieren.

    “Farm to Fork” und “Green Deal” wurden stillschweigend ad acta gelegt. An manchen Tagen bilden sich vor den Läden lange Schlangen.

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  27. Frikadellen piet 45 sagt

    schönen guten Sonntag morgen tolle Fantasie was ich mich frage bei all den Umstellung wie wird Frau lang satt und wird Herr lauterbach noch Dünner
    ich bin jetzt sehr gespannt was die anderen Diskutanten sagen in den Schweine stellen die guldebehälter könnte man jetzt mit Wasser füllen und ganz viel Fische die auch zur Nahrung beitragen das hast du vergessen

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    • Frikadellen piet 45 sagt

      beim Schreiben des Beitrags hast du bestimmt auch daran gedacht dass Cannabis legalisiert wird oder man stelle sich mal vor der ganze Bundestag raucht einen riesen joint

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