Bauer Willi
Kommentare 75

Ich hab da mal ne Frage: Zukunft Tierhaltung

In meinem neuen Buch soll es ein Kapitel geben, wo ich auf die Zukunft der Landwirtschaft eingehe.

Heute die Frage: Wie seht ihr die Zukunft der Tierhaltung (vor allem Schweine) in 10 bzw. 20 Jahren? Trends wie vegetarisch/vegan und „Laborfleisch“ könnten da ja schon eine Rolle spielen. Hinzu kommen sicher weitere Anforderungen seitens des Tierschutz.

Habt ihr Ideen und Vorstellungen, was in 2030 oder 2040 Realität sein könnte? Bitte nicht nur die Sicht der Landwirte, sondern auch die des Bürger und Konsumenten!

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75 Kommentare

  1. Ich sehe mehrere Möglichkeiten:

    Back to the Roots durch Mangel
    Alle streben nach maximalem Wohlstand und definieren Fleischkonsum als solchen (siehe Fleischhunger bei uns seit der Wirtschaftswunderjahre, spiegelt sich gerade in China, wo der Wohlstand Einzug hält), nebst all den anderen Problemen fliegen uns Klima und Böden um die Ohren, Futtermittelflächen oder Getreide für Menschen, wenn es denn dafür überhaupt noch taugt nach Mißernten und Co. Aber bedenkt man, daß manches nur noch für Silage etc. geeignet wäre, ist es sinnvoll, da auch die Nahrungskreisläufe beizubehalten durch Tierhaltung.

    Je nachdem wie arg es in die Wicken geht, wird es deutlich regionaler und auch saisonaler, man knn nur essen, was gerade da ist. In der kalten Jahreszeit mehr Fleisch als Beispiel, Fastenzeit im Frühjahr, Konserven und Weckgläser kommen wieder in Mode.

    Kaputte Bögen können auch bedeuten, daß man Grünland zunehmend umbrechen muß, damit entsprechend Ackerbau und Tierhaltung auch sich den Umständen anpassen müssen.`

    Ganz ohne Tierhaltung wird es jedoch nichts, allein wegen der Stoffkreisläufe, denn auch Kunstdünger ist eine endliche Ressource (Phosphor). Und Kompost allein reicht nicht.

    Agrarwende hin zu Maß und MItte
    Hier zwei Möglichkeiten, einige Großbetriebe setzen sich durch und machen alle anderen platt. Oder alle dampfen die Produktion runter. Letzteres ist nur möglich, wenn politisch der Wille da wäre. Wahrscheinlicher ist hier Ersteres zur Zeit.

    Wissenschaft soll’s richten
    Sind Menschen mit Retortenfleisch und Fleischersatzprodukten abzuspeisen, essen Menschen Insekten als Proteinbasis, wird Aquaponik neues Farmland erschließen durch standortunabhängigen Anbau, kommen Nährstoffe nur noch über künstliche Nahrungsergänzungsmittel rein usw.?

    Ich glaube, die Politik läßt den freien Markt gewähren, erst werden die Kleinbetriebe hops gehen. Die Großbetriebe jedoch können am Klimawandel und Bodenentwicklung auch nichts ändern, so lange diese wiederum in Preiskonkurrenz zum Ausland stehen (Exporte) und Rendite wichtiger ist als Nachhaltigkeit. Ein Teil der Bürger*innen läßt sich mit Ersatzfleisch abspeisen oder ernährt sich idealistisch (vegan usw.). Aber vermutlich wird Fleisch zum Luxusprodukt werden aufgrund niedriger Produktionskapazitäten durch zu starke Flächenkonkurrenz zu Brotgetreide usw. Die Armen essen Kunstfleisch oder Insektengepreßtes, die Reichen Beef … So ein bißchen wie die Entwicklung bei Soylent Green 😀

    Ich erinnere an den Hungerwinter nach dem Krieg. Einzelne Bauern wurde ziemlich hart angegangen, weil sie das Brotgetreide lieber an die Tiere vcrfüttert hatten, Fleisch bringt ja mehr Geld, so wohl der Gedanke.

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  2. Gephard sagt

    Ich wünsche mir eine Zukunft in der kein höheres Lebewesen mehr versachlicht wird. Weder Menschen noch Tiere. Außerdem wünsche ich mir systematische Änderungen, sodass niemand mehr von Ausbeutung und Gewalt profitieren kann oder gar genötigt wird aus Kostengründen Lebewesen zu verdinglichen und lediglich zu verwalten.

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  3. Thomas Apfel sagt

    Ich als Nicht-Tierhalter sehe das relativ unbedarft so:
    Der Fleischverbrauch wird etwas zurückgehen, der von Milchprodukten nicht. Das liegt an der Schizophrenie der Vegetarier. Die wollen die 40 g Rindfleisch, die zu jedem Liter Milch dazu gehören, nicht essen. Die Gruppe derer, die „bewusst aus artgerechter Haltung“ essen wollen, ist relativ klein (ca. 15 % der BV). „Nationaler“ Einkauf wird langfristig an Bedeutung gewinnen, allerdings unter gGA, wenn sich die EU als starker gemeinsamer Markt weiterentwickelt.
    Der vegane Bereich wird sich je nach Ausrichtung auf 5 – 8 % der BV ausweiten. Die gegenwärtige Agressivität gegenüber Tierhaltern, spricht dafür, dass dieser Markt schon jetzt an seine Grenzen stösst. Nur wenn sich die „vegane Landwirtschaft“ vom Bio-Dogma trennt, wird sie überhaupt in die Nähe tatsächlicher Nachhaltigkeit kommen und e. 8 % Marktanteil erreichen. Der Konflikt zwischen der extrem Tier betonten Bio-Landwirtschaft und dem Veganismus wird stärker ausbrechen und beiden Richtungen schaden.
    Da die Essgewohnheiten sich nicht wesentlich ändern werden und der Trend zu mehr Handarbeit in den Betrieben nicht da ist, wird das meiste Fleisch weiterhin in Betrieben mit mehr als einer GVE/ha erzeugt werden. Der Osten wird „tierarm“ bleiben. Interessant wird die Frage, bei welchen Haltungsformen und Tierzahlen die Grenze für den Negativ-Frame“ Agrarindustrie“ gezogen wird. Den meisten Bürgern ist nicht klar, dass die grösste Menge an Tieren für die Fleischerzeugung nach wie vor in mittelständischen bäuerlichen Familienbetrieben gehalten werden !

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  4. Paulus sagt

    Ich verstehe ehrlich gesagt gar nicht worüber hier diskutiert wird. Man sehe sich doch nur mal die Vielfalt der Verbraucher, deren unterschiedliche Essensgewohnheiten an und wohin die Trends gehen. Im Angebot des LEH ist zum Glück für jeden etwas.
    Es gibt Fleischfresser, Vegetarier, Veganer, Paläos, Muslime und was weiß ich was alles. Für alle gibt es ein ausreichendes Angebot.
    Das Problem der Schweinebauern scheint mir ebenso wie das der Kuhbauern hausgemacht zu sein. Ihr produziert zu viel und verlasst euch naiv auf Abnehmer.

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    • Inga sagt

      Was will man machen, wenn man so viel Wiesen und Stallgebäude hat?
      Und dann auch noch von der Politik gefördert wird?

      Soll man 2 Jahre später die Stallgebäude wieder abreisen oder die Wiesen umpflügen?
      Das geht nicht überall.
      Das ist ein großer monetärere Verlust, du hast das Geld schon längt an Weltriesen ausgegeben oder so!
      Aber wir? Wir haben der Politik geglaubt und investiert!
      Man muß sich ja auch an Umweltgegebenheiten richten.

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    • Bauer Willi sagt

      Thema verfehlt. Wohin gehen die Verbraucher Gewohnheiten? Da hat doch auch @Paulus eine Meinung, oder? Und um diese Meinungen geht es.

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      • Inga sagt

        Das ist richtig!
        Da geht die Zukunft hin, wenn sich der Mainstream nicht ändert,

        Aber was machen wir mit dem natürlichen Grünland (Für Schafe und Ziegen?) und die Ställe auch?

        Es kostet eben auch viel Kapital, oder? Und zwar das des Bauern.

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      • Inga sagt

        aber es wird sich langsam verändern.
        das dauert lange

        da sind viele Dinge zu berücksichitgen.
        Wenn jetzt schon viele weniger Fleisch essen als früher,
        das müßte man ja auch irgnedwo nachlesen können, wenn der Verbrauch gesunken ist.

        Diese Woche hat unser Edekamarkt
        Fleisch von Strohschweinen im Angeot
        das kg natürlich teurer als das von „normalen“!

        Mal sehen, wie die Kunden drauf reagiern.

        Irgendwann wird auch Invitrofleisch angeboten, da muß der Verbraucher auch reagiern.
        Vieleicht ist es ja nichs, weil ein paar essenzielle Vitamine oder Mineralstoffe fehlen!?!
        Die Sache muß ja auch erst ausgereift sein.

        Man wir sehen.
        Kommt ja drarauf an, wie die Werbung und der Mainstream dafür den Kunden erreicht.

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    • bauerhans sagt

      Paulus,wir wirtschaften unelastisch unflexibel,können die produktion dem verbrauch nicht anpassen!
      jeder staat der welt unterstützt seine landwirtschaft,nur in D passiert das nicht.
      sieht der leh ne chance,rohstoffe billiger einzukaufen,macht er das,um mehr gewinn zu machen.

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      • Arnold Krämer sagt

        Ich mache das jetzt wirklich ungern, bauerhans. Aber es muss sein.
        Es ist der Hersteller der Fertigpizza, der sich umsieht, wo er seine Salami billiger bekommen kann, ob er Analogkäse statt echtem Käse billiger einsetzen kann. Es ist der Hersteller der Dosensuppen, der seine Fleischeinlagen vielleicht aus Osteuropa bezieht usw. usw.
        Der deutsche LEH kauft konsumfähige Lebensmittel ein und keine Rohstoffe. Außerdem ist er (deshalb überwiegend indirekt) und umgerechnet nur für rund 1 Drittel des Gesamtumsatzes der landw. Produzenten verantwortlich.
        Es ist die Ungenauigkeit in der Analyse und Problembeschreibung (verantwortlich ist letztlich die falsche Kommunikation des Bauernverbandes über Jahrzehnte) die u.a. dazu beiträgt, dass keine angemessenen Lösungen für die Probleme der Landwirtschaft (nicht der Ernährungswirtschaft) gefunden werden.

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Eine sehr gute Analyse: Angebot und Nachfrage regeln den Preis!

          Und wir Bauern wissen bis heute nicht, unsere ungeahnten Möglichkeiten sinnvoll auszuschöpfen, um unser Angebot zielgerichtet zu steuern und damit unsere Erlössituation kurz- bis mittelfristig nachhaltig zu verbessern.

          Andere werden das für uns bestimmt nicht tun, schon gar nicht der LEH!

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          • Inga sagt

            Wie sollen wir Bauern da tun, Wurzelwicht?

            Eine teure Betriebsumstellung oder die eines Beriebszweiges für langfristig anlegen
            und das Produkt daraus wird nur zeitgemäß nach Laune des Verbrauchers nachgefragt,

            Wie kann man das auf einen Nenner bringen, wo ist das eine Lösung zu finden?

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        • bauerhans sagt

          „der Hersteller der Fertigpizza“

          hier gibts einen grossen hersteller und wir hatten mal ne grosse molkerei hier (jetzt babynahrung),da wurde mal verhandelt,aber der käse von hier war zu teuer.

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  5. Christian Bothe sagt

    Ich freue mich schon auf das neue Buch, Herr Dr. Kremer-Schillings! Zum Thema o.g. meine Auffassungen. Grundlage allen Tuns in der LW und Tierproduktion im speziellen bei uns und in der Welt ist die wachsende Weltbevölkerung 2030 auf ca.8,5 und 2050 bis 9,7 Milliarden. Gegenwärtig stehen jedem Erdenbürger im Durchschnitt 1900m² AL, 2025 1700m² und 2050 1500m² Ackerland zur Verfügung (BRD 1470m² 2017) Diese Zahlen an sich zeigen uns schon die Richtung wie man die Weltbevölkerung auch Deutschland ernähren muß. Der Klimawandel als solcher kann dabei zur Verlängerung der Vegetationsperioden beitragen und den Anbau neuer Sorten unter Einbeziehung von Genome editing (Nutzung auch in der Tierproduktion als züchterischer Fortschritt) forcieren.
    1. Schweineproduktion : Ob in Deutschland oder außerhalb der EU werden wir die konventionellen Mastmethoden weiter nachhaltig intensivieren. Dazu wird es eine noch effektivere Genetik geben, um die Leistungen je Tier zu steigern. Das notwendige Futterregime wird ergänzt mit hiesigem Soja und vielleicht auch unter Nutzung von Nebenprodukten der Nahrungsmittelindustrie. Ich gehe davon aus, das wir die Ernährung nur über die gegenwärtig medial schlecht besetzte industriemäßige Mast sichern können. Für Deutschland heißt das ein entsprechendes Preisniveau, weniger Regularien und Auflagen durch die BRD und die EU, da sich ansonsten die Produktion in den nächsten Jahren bis 2030 oder 2050 in andere Staaten verlagert und wir Schweinefleisch importieren müssten. Russland ist auf dem besten Wege dahin. Die Bioproduktion bleibt für mich eine notwendige Nische, und wird nicht umhin kommen industriell zu produzieren. Der momentane Veganer-Hype und die Fleischersatzprodukte werden sich erledigen, auch wenn’s im Augenblick nicht so aussieht, da wir ja alles infrage stellen, was irgendwie CO2, CH4 oder N20 emittiert…
    2. Milchvieh : Auch hier sehe ich die weitere Zukunft in Großanlagen der Milchviehhaltung dort wo es möglich ist. Das Melken im Melkkarrusell als Zukunftstechnologie wird weiter digitalisiert werden, und aufgrund der Klimaerwärmung können Stallbauten kostengünstiger ausfallen. Was die Züchtung anbelangt, wird man vielleicht wieder kleinrahmigere Tiere konstruieren, die Höchstleistung begrenzen und das bei noch effektiveren Futterverbrauch. Eine Kombination aus Stall und Weidehaltung könnte ich mir vorstellen dort wo es machbar ist.
    3. Geflügel : Hier gab es ja in den letzten Jahren schon einige Änderungen, was die Haltung in Deutschland betrifft (Wegfall des Schnabelkürzens, Käfighaltung etc.).Broilermast wird weiter ausgebaut, da sich der Verbrauch an Geflügelfleisch pro Kopf weiter erhöhen wird insbesondere in den Industriestaaten. Ich denke auch hier geht’s um leistungsfähiger Rassen in der Zukunft. Haltungstechnisch wird sich nicht viel ändern müssen (Digitalisierung).
    Am Schluß noch eine weitere Aussage von mir, was die Futterbereitstellung der Nutztiere und den Pflanzenbau betrifft. Spätestens 2030 oder 2050 wird kein Mensch mehr über GVO sprechen, weil es sich auch in Europa „etabliert“ haben wird…
    Das lieber Bauer Willi sind meine „Hirngespinste“ zum Thema auch aus der Sicht eines deutschen Verbrauchers.

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  6. Friedrich sagt

    Jürgen

    Gut getroffen mit deinem Text. Leider haben wir hier keinen vorsorgenden Staat mehr.
    Das konnten wir seit einem Jahr mit Corona erleben , aber wer mal die ständigen Warnungen des Amtes für Katastophenschutz sich anhört , der weiß wie es hier um die Vorsorge steht. Am Freitag den 8.1. hatten wir mal wieder einen bundesweiten Fastblackout.
    Wenn in diesem Jahr dann noch das Kohlekraftwerk Moorburg in Hamburg und das AKW Grohnde abgestellt werden , dann ist die höchste Blackoutwarnstufe erreicht. Mal so einen Tag ohne Strom würde hier schon die Gehirne wieder auf Vordermann bringen, denn lt. Umfragen meinen über 90% der Mitbürger das alls gut ist. Warten wir es ab.

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  7. Jürgen sagt

    Wie viele Hochkulturen auf dieser Welt vor uns, werden wir die gleiche Entwicklung durchlaufen. Die komfortable Lebensweise wird zur Selbstverständlichkeit. Die Dekadenz die darauf folgt, reduziert die Arbeits- und Wirtschaftsleistung und wir werden wieder auf den Anfang zurückgeworfen. Eigentlich wie in der Natur ein ganz normaler Vorgang – ein Werden und Vergehen. Als Schweinehalter muss ich feststellen, dass der langgehegte Wunsch sich auch mit Fleisch versorgen zu können, in Deutschland nicht mehr mit einen positiven Wert belegt ist. Im Gegenteil, der Mainstream erzeugt eine künstliche, moralischen Frage über Fleischverzehr, der in Verlängerung generell die Tierhaltung in Frage stellt. Diesen Trend wieder zu ändern, ist durch Aufklärung kaum möglich. Nur einschneidende Veränderungen/Erfahrungen (Katastrophen, Krankheiten, Versorgungsengpässe, Hunger usw.) würden die Dekadenz in Frage stellen. Dies ist zwar moralisch nicht wünschenswert, aber nur solche existenzbedrohenden Ereignisse würden meines Erachtens den Mainstream brechen und wirklich lebensnotwendige Dinge wieder im Bewusstsein nach vorne bringen. Die schleichende Entwicklung und Effekte der Aufgabe bzw. Verlagerung der Tierhaltung für unsere Bevölkerung über lange Dauer (20 Jahre) ergibt kein „Aha-Erlebnis“ des Wachrüttelns. Damit auch keinen radikalen Anstoß zur Wertschätzung und Umdenkens! Fazit: Bis die Gesellschaft begreift, wie wichtig die Tierhaltung in Deutschland war und welche Vorzüge damit verbunden waren, sind die Strukturen schon zerstört.

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      • Inga sagt

        Tja, das können wir alles nicht mehr, wie schlimm ist das?

        Habe mal mit einem älteren E-mailfreund (geprägt von den Aufbaujahren in unserer Republik) telefoniert,
        er klagte, dass es ihm viel zu fad ist,

        ich antworte ihm, dass er raus gehen sollte, um Holz zu hacken, dann geht geht es ihm wieder besser!

        Darauf antwortete er, dass er das nicht mehr nötig hat, weil er ja Zentralheizung im Haus hat.
        Er meinte, er hat es so weit geschafft oder gebracht, sich eine Zentralheizung zu leisten, deswegen das Holzhacken nicht mehr nötig hat und ich meinte, Holzhacken als körperliche Tätigkeit, damit der Blutkreislauf mal wieder in den Schwung kommt. Dann kommt man auf andere Gedanken.

        So,nun meine Frage:
        Leidet unsere Psyche auch darunter, dass wir die von den beiden im ZDF genannten Kunststücke nicht mehr können

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        • Stadtmensch sagt

          Hallo Inga, ich kann dir nur Einblick in meine Psyche geben: und die ist konform mit der Botschaft, die von den beiden Bommelmützen übermittelt wurde.

          Spezialisierung und Perfektionierung kommt eben mit dem Preis, dass man sich auf (hoffentlich) gesichertes Wissen abstützen muss. Noch nie hatten so viele Menschen die Möglichkeit, sich voll zu entfalten. Also ihre jeweiligen Fähigkeiten zu erkennen, zu entwickeln und optimal ins Große Ganze einfließen zu lassen. Weiß nicht wo wir heute wären, wenn wir uns nicht ständig selbst im Wege stehen würden.
          Was gegen „Fadsein“ oder Langeweile hilft, kann ich nicht sagen, da ich diese Zustände nicht kenne.

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          • Ingeborg Krausbauer sagt

            „Fadsein“ kommt davon,
            wenn man seine Möglichkeiten und Fähigkeiten nicht auszunutzen oder anzubringen weiß.
            Und ich denke, wenn der Mensch sich nicht übt mal
            mit
            Herz Hand und Geist

            etwas zu schaffen oder zu kreieren,

            dann fehlt ihm was.

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        • brouss sagt

          Hormone, die für die Muskeln wichtig sind, sind auch fürs Gehirn zuständig. Warum sollte es auch anders sein. Wenn wir also die Muskeln vernachlässigen, wird das dem Gehirn nicht gut tun.

          Das Licht spielt auch eine wichtige Rolle.

          Eigentlich müsste man hier aufgeben, und Richtung Sonne ziehen. Das Siliconvalley liegt wohl nicht umsonst im Sonnenstaat Kalifornien.

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          • Inga sagt

            Ich meinte das anders,

            ist unsere Welt und unsere Persönlichkeit wirklich um diese verloren gegangen Fähigkeiten verarmt?

            Persönlich eine Mehlschwitze oder einen langen Breif mit der Hand schreiben, oder abndere handwerkliche Arbeiten
            wenn wir das nicht mehr können
            richitg mit

            Hand Herz Hirn

            arbeiten
            verändert das unsere Umwelt und Charakter?
            Wird unsere Seele davon beinflußt?
            Vermissen wir was?

            Wie wirkt das in Zukunft auf uns?
            So meinte ich das.

            Ja, vielleicht kommt davon Dekadenz, und wir werden manches, wie Lebensmittel nicht mehr wertschätzen, vielleicht auch unser gegenüber nicht mehr, kann sein, oder

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          • Inga sagt

            Wir brauchen doch nicht aufzugeben,
            es kann doch daran geforscht werden,
            wofür sind die Psychologen da?

            Ich meinte nur
            wie beeinflusst das die Industrialisierung und auch den Gebrauch von Invitrofleisch.
            Ob bei der Produktion des desselben auch die Rinderrassen von Bedeutung sind?
            Ich denke da an die Rasse der Simmentaler (Fleckvieh), deren Fleisch, denn die Metzger, Fleischer lieben ihre Muskeln.

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    • firedragon sagt

      Würde ja für dem Moment bedeuten, Ferkelerzeugung und -Mast runter zu fahren, um in 20 Jahren nicht der Depp zu sein und Tierwohl, wie man es sich jetzt vorstellt, erst gar nicht zu beginnen. (nicht Umbau, sondern verkraftbarer Abbau)
      Tierwohl in 20 Jahren würde ja bedeuten – keine Tierhaltung.

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      • Arnold Krämer sagt

        Die Schweinebauern, die ich kenne, trauen dem „Braten“ Tierwohl nicht und sind sehr vorsichtig. Bisher war das damit erlöste Geld immer nur ein „Nachteilsausgleich“. Wird oder kann das in Zukunft überhaupt anders sei? Eigentlich nicht! Sie werden die nächsten 3 bis 5 Jahre, wo es geht, abwarten oder kurzfristig aussteigen. Die Nachfrageperspektiven sind ja ohnehin nicht gut. Man würde mit hohen Kosten in einen ohnehin stark schrumpfenden Markt investieren. Das Risiko kann man nur aus einer sehr starken wirtschaftlichen Position heraus eingehen.

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        • firedragon sagt

          Da war Herrn Balmanns Aussage bzgl. Glückspiel doch gar nicht so daneben.
          Ich würde die Situation ein klein wenig bildlich anders darstellen:
          Die Schweinebetriebe sitzen am Roulettetisch und spielen mit ihrem Risiko, bzgl. Tierwohl heute und in zwanzig Jahren.
          Ist eigentlich kaum möglich, jetzt zu sagen, wie es in zwanzig Jahren sein wird – müssten alle Betroffenen zum Wahrsager oder so …

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          • Arnold Krämer sagt

            Aktuell gibt es keinen Einsatz am „Roulette-Tisch“. Die, die es könnten, sind nicht „spielsüchtig“, sondern warten ab, was bei den „Spielchen“ der Politik (Setzen von Rahmenbedingungen durch Ordnungsrecht, Förderung) und des LEH (Forderungen hinsichtlich Produktionsmitteleinsatz etc.) herauskommt.

            Wohlgemerkt spielt sich alles vor dem Hintergund einer demnächst „klammen“ Spielbank ab.

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            • Arnold Krämer sagt

              Ergänzung: Die augenblicklichen Gewinnaussichten hinsichtlich alternativer Tierhaltung (Schwein) sind viel zu gering, um etwas grundlegend Neues anzustoßen. Und auf öffentliche Förderung im bekannten Rahmen setzt in der Branche ohnehin niemand. Das ist immer nur Förderung der Bauwirtschaft und Stalleinrichtungsfirmen bei gelegentlichen/seltenen Mitnahmegewinnen durch die Investoren, weil es gerade zeitlich oder sonstwie „passt“.
              Wenn man seitens der Politik wirklich etwas bewegen will, muss man heutzutage massive Anreize wie z. B. beim EEG Anfang/Mitte 2000er Jahre bieten. Dort konnten anfangs teils gewaltige Gewinne eingefahren werden, die dann Nachahmerinvestoren auf den Plan gerufen haben.
              So ähnlich muss man sich (allerdings ohne EEG-Unterstützung) die Entwicklung der Schweinemast in Südoldenburg in den 1970er und 1980er Jahren und der Hähnchenmast im Emsland (in den 2000er Jahren) vorstellen.

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        • Inga sagt

          Also dann wird es immer noch wenige geben die Schweinefleisch konsumieren und dementsprechend auch wenige Schweinebauern (oder alles aus dem Ausland holen)?

          Falls der Konsum mal wieder höher wird, können wir desto schneller wieder hochfahren, denn wenn ein Betrieb X Mastplätze hat, kann er schnell anbauen für nochmal XX Mastplätze.
          Wenn es schief geht hat er das Kapital in den Sand gesetzt!

          Aber so hat der Verbraucher die Macht gesundes Schweinefleisch für immer hierzulande zu bekommen.
          Und die Gülle mit kurzen Wegen auf die umliegenden Felder, was ja irgendwie der Natur (auch Boden) zu Gute kommt.

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        • bauerhans sagt

          beispiel zuschuss:

          es gibt zuschuss zur hackschnitzelheizung,den ich beantragt habe.
          mein kessel war nach 17 jahren durch,neuer kessel 26500€.
          zuschuss 45%,wenn die zusätzlich vorhandene ölheizung auch raus fliegt.
          jetzt hab ich nur den kessel gekauft und baue selbst ein,ölheizung bleibt.
          ist preisgleich mit dem zuschuss,aber ich brauche keine fachbauleiterbescheinigung.
          das rechnet sich nur,weil ich keine andere verwertung für meinen wald habe.

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      • Inga sagt

        Richtig
        und keine Investition in diesen Bereich,
        noch nicht mal im Restaurant gibt es dann noch natürliches Fleisch.

        Vielleicht gibt es dann noch ein paar Direktvermarkter die geschlachtete Schweine anbieten, aber dann zum entsprechenden Preis, denn es könnte sein, dass dann die Nachfrage höher ist als das Warenangebot.

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    • Stadtmensch sagt

      „aber nur solche existenzbedrohenden Ereignisse würden meines Erachtens den Mainstream brechen und wirklich lebensnotwendige Dinge wieder im Bewusstsein nach vorne bringen“

      Die existenzielle Bedrohung ist längst da und auch im Bewusstsein. Nennt sich Klimawandel. Da haben wir echt andere Probleme, als „Enverbraucher“ mit Reitpferden und Hundewelpen zu versorgen. Der Dekadenzvorwurf geht postwendend zurück!
      Landwirte, die nicht einem Wachstumswahn erlegen waren oder sind und sich nicht verschuldet haben, können sich entspannt zurück lehnen. Sie sitzen an der Quelle, während der Endverbraucher schon vor Schreck aus den Latschen kippt, wenn Gerüchte über Klopapiermangel rumgehen.

      Der Imperialismus des Römischen Reiches ist kollabiert, weil er trotz Expansion\Wachstum nicht mehr genug Nahrung (Tribute) für den Erhalt der Struktur gefunden hat. Schrumpfen is nicht in so einem Fall. DAS ist „wie in der Natur“…

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      • Smarti sagt

        Wenn diese „existenzielle Bedrohung“ wirklich in vielen Köpfen vorhanden wäre, dann wäre „regional“ immer ausverkauft. Ist doch nun wirklich nicht schwer zu verstehen, dass man die Landwirtschaft/ Lebensmittelproduktion in seiner Umgebung sonst nachhaltig zerstört.
        Das Reitferd kannst du auch zum Ackern und transportieren von Nahrung benutzen, den PC eher nicht.

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  8. bauerhans sagt

    Agrarwende: Demonstranten fordern bessere Landwirtschaft

    Bauern und Umweltschützer haben in Berlin für eine grundlegende Agrarwende demonstriert. Sie forderten eine klimaschonende Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung.

    jetzt zu lesen auf zon (zeitonline)

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  9. Arnold Krämer sagt

    Ich gehe davon aus, dass Willi in erster Linie die Tierhaltungstechnik meint. Produktionsumfang und -struktur ist noch wieder ein ganz anderes Thema.
    Bisher (also bis vor etwa 10-15 Jahren) wurde die Entwicklung der Haltungsverfahren im Wesentlichen bestimmt, durch das Bestreben, Arbeitszeit einzusparen, die Hygiene zu verbessern und den zuchtbedingt höheren naturalen Leistungen, (mehr Ferkel/Wurf, mehr Milch pro Kuh und Jahr u.ä.) gerecht zu werden.
    Wenn der gesellschaftspolitische und allgemeine politische Mainstream sich in der gleichen Richtung mit vergleichbarer Intensität wie in den letzten Jahren weiterentwickelt (das hängt wiederum von Dingen ab, die ich hier nicht ansprechen möchte, Verweis auf Friedrich, Coronafolgen, etc.), werden durch Vorgaben des Gesetzgebers (Ordnungsrecht) und Vorgaben des Handels (Marktmacht) die bisherigen Produktivitätsfortschritte immer weiter „einkassiert“.
    Die Ställe müssen dann mit Stroh betrieben werden, Außenklimaanreize aufweisen, noch mehr Platz und Bewegungsfreiheit bieten. Im Schweinebereich ist wegen der relativ komplexen Produktionsbedingungen in der Ferkelerzeugung viel Veränderung möglich.

    Die Kostensteigerungen werden dann zusammen mit dem ohnehin eintretenden Nachfragerückgang (wiederum aus verschiedenen Gründen) erhebliche Produktionsaufgaben zu Folge haben. Das ist aber schon wieder ein anderer Aspekt.

    Im Geflügelbereich sieht das anders aus. Die alternativen Haltungssysteme sind da, in der Mast ist eigentlich nur eine geringere Besatzdichte ein echtes Thema.

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    • Bauer Willi sagt

      @Arnold
      Ich meinte es grundsätzlicher. Wird die Menge an tierischen Produkten noch gebraucht? Wo kommt das Fleisch her? In vitro oder vom Tier?

      Erst dann muss man sich über die Haltungsformen Gedanken machen.

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      • Mark sagt

        In der Tat geht es um Grundsatzfragen, werden Tiere künftig noch als Nahrungsmittel akzeptiert oder nicht? Haltungsfragen, Tierwohl oder wer künftig Grünland verwertet, sorry, aber das interssiert nicht wirklich.
        In Silicon Valley wird mittlerweile mehr Geld in die Entwicklung von „In vitro Nahrungsmittel“ und vorallem „In vitro Fleisch“ gesteckt als in den gesamten IT-Bereich!! Das wird Folgen haben, die sich auch nicht aufhalten lassen. Die Bevölkerung, gerade in Deutschland ist für derartiges sehr affin, und wer´s noch nicht ist, wird von „allen Seiten“ weichgeklopft. Da sind die Ideologen und deren NGO´s, die aus unterschiedlichen Gründen massiv daran arbeiten und zunehmend auch die Geschäftemacher(Wirtschaft) die das ungeheuere Potential daran jetzt auch entdecken. Nahrungsmittelhersteller wie der Fleischverarbeiter Rügenwalder Mühle
        haben mittlerweile ein vollständiges veganes Sortiment, welches enorme Wachstumsraten verzeichnet. Erste Genossenschaftsmolkereien (Schwarzwaldmilch) entwickeln mit Bauerngeldern!!! vegane Milch (Hafermilch etc. pp) und sind damit auf dem Markt extem erfolgreich. Andere Molkereien stehen derzeit bereits unter Zugzwang. Auch im Käsebereich gibt es massive Entwicklungen hin zu vollständigem, veganem Käsesortiment. Die landwirtschaftliche Nutztierhaltung ist definitiv ein Auslaufmodell, und Deutschland wird eines der ertsen Länder auf dem Planeten sein, wo die Nutztierhaltung(einschließlich Bio) komplett verschwindet!

        +1
        • Jürgen sagt

          @ Mark bei „In vitro Fleisch“ werfen sich bei mir mehrere Fragen auf:
          1. Die Technik und Know-How dafür ist nicht mehr von „Bauern“ weltweit zu schultern. Werden sich also internationale Konzerne marktbeherrschend durchsetzen? Abhängigkeiten?
          2. Im Gegensatz zu lebenden Tieren die über eigenen Abwehrschutz (Immunsystem) verfügen, ist bei „In vitro Fleisch“ dauerhaft eine absolute Keimfreie Produktionsstätte notwendig. Wie schnell kann bei „Einbruch“ eines Erregers dies durch Routinekontrollen entdeckt werden? Ein komplettes Screening auf alle möglichen Erreger zur Qualitätssicherung ist nicht möglich!
          3. Auch bei deutlicher Produktionsausweitung sind wir im Preis noch meilenweit vom bisherigen Fleischpreis entfernt. Wird es damit zum Luxusgut und lässt sich das, über die ganze Welt gesehen, die Menschheit bieten?

          +3
        • Smarti sagt

          Dem stimme ich voll zu. Auch die Haustierhaltung wird über kurz oder lang abgeschafft werden. Katzen als Mäusejäger dürfen in vielen Gemeinden nur noch gechipt ( und natürlich kastriert ) frei laufen – sterben also in den nächsten zwanzig Jahren fast aus- gleichzeitig brauchen Katzenzüchter eine Bewilligung und die Kontrollen sind scharf. Um das Elend der kranken Wildlinge zu Verringern ist das meiner Meinung nach auch gut. Bei Hunden in etwa gleich, einfach noch mehr Kontrolle. Die Gehirnwäsche der Bevölkerung ist schon soweit fortgeschritten, dass man als Welpenkäufer angegriffen wird, wenn man sich keinen Hund aus dem Tierheim holt. Tierheimhunde sind klar importiert, oft sind es die überzähligen Welpen von den Vermehrern in Rumänien, Polen etc. Es gibt immer weniger hiesige Hundezüchter, denn die Auflagen sind dreimal so hoch wie bei den Kühen.
          Auch bei den Pferden wird es soweit kommen, schon jetzt werden Gespannfahrer regelmässig angezeigt, wenn sie bei Sonnenschein fahren – arme Pferde schwitzen… Richtig gut reiten lernen – im Gleichgewicht sitzen – kann man nur durch regelmässigen Unterricht, zwei bis sieben mal wöchentlich. Das macht heute fast niemand mehr und dementsprechend reiten viele auch… genau so sehen dann auch die Pferde aus. Viele sind falsch bemuskelt und viel zu fett. Unter Hardcore-Veganern ist die Haltung von Haustieren schon heute pfui.
          Dies alles führt dazu, dass sich die Menschen noch viel mehr von Tieren, seien es Nutz- oder Haustiere entfremden und was man nicht kennt wird man nicht erhalten.
          Vielleicht gibt es in dreissig Jahren nur noch tierische Milch auf Rezept oder auf dem Schwarzmarkt. Eine Gesellschaft so ganz ohne Tiere – in meiner Vorstellung ein Graus. Da kann man nur hoffen, dass die Tierhaltung ebenso Modeströmungen unterworfen sind wie Kleidung.

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      • Stadtmensch sagt

        @Bauer Willi, ist halt die Frage, ob du ein Sachbuch schreiben willst (mit langem Quellen-Register), oder ein „Gefühlsbuch“ à la „Vom Land auf den Tisch“ und wie sie alle heißen. Für ein interessantes Sachbuch muss man mühsam recherchieren oder sowieso schon viel Ahnung aus der täglichen Praxis haben. Beispiel: Matthias Wolfschmidt: „Das Schweinesystem“, mit immerhin 269 Quellenangaben…

        ..oder ihr startet ein Gemeinschaftsprojekt. Mark hat ja auch was Interessantes aus Silicon Valley. Frage mich nur, falls solche Produkte aus synthetisierten Proteinen die neue Nahrungsgrundlage werden sollen, was dann aus dem Verhältnis Energieaufwand für die Herstellung zu Brennwert wird. Wenn ich da an Lupinenmilch denke – grauenhaft. Ohne schicke neue Thoriumreaktoren weiß ich nicht wo die Energie herkommen soll…

        0
        • bauerhans sagt

          “ weiß ich nicht wo die Energie herkommen soll…“

          DAS wissen die meisten nicht,auch politiker!
          zum glück bis jetzt aus der Steckdose.

          0
        • Brötchen sagt

          Ja stadti wäre so, gebe dir Recht!

          Es ist immer die Frage, was ist das Ziel solch eines Buches, in einem Satz auf den Punkt gebracht und dann dem Ziel hinarbeiten.

          Ich bin skeptisch was neue Proteinquellen betrifft. Der Aufwand der Herstellung ist erheblich und hat auch viele Punkte, die kritisch sind, es Ethik betrifft, Lebensmittelsicherheit und Energieaufwand.

          https://www.uni-goettingen.de/de/tagung+zum+promotionsprogramm/502176.html

          Hier findet man was zum cultured meat…..man muss sich die Prozesse ansehen und nicht der Eigenwerbung vertrauen, ist wie mit der Hafermilch, oder weiss jemand wie die hergestellt wird? Und dabei entstehen auch Abfälle

          0
      • Inga sagt

        Invitro ist interssant aber gewöhnungsbedürftig.
        Mit viel Maggi kann man es bestimmt gut essen.

        Dann wird echtes Fleisch ein knappes gut, wenn die Mäster alle wegen den zu hohen Auflagen aufhören.

        Dann bleibt es wie früher ein Nischenprodukt, im Sinne
        Nicht für alle verfügbar.

        Die Fleischverarbeitende Indusrie wird sich schon was einfallen lassen.

        0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Es wird Verrückte geben, die so ein Zeugs essen, die breite Masse wird weiterhin richtiges Fleisch und Wurst essen.

          0
  10. Heinrich Steggemann sagt

    Die Nutztierhaltung wird in nennenswertem Umfang in Deutschland nur erhalten bleiben wenn unserer Gesellschaft nachfolgende Punkte klargemacht werden können:
    1. Wer soll das Gras vom Dauergrünland sinnvoll verwerten?
    2. Wer verwertet die Nebenprodukte, die bei der Herstellung von veganen und vegetarischen Produkten entstehen aber auch bei der Herstellung der Nährlösungen zur Laborfleischherstellung?
    3. Wer verwertet die Nebenprodukte der Saft- und Pflanzenölherstellung?
    4. Wer verwertet Getreidepartien von minderer Qualität, die nicht für den direkten menschlichen Verzehr geeignet sind?
    5. Wohin mit der Futtergerste oder vergleichbaren Ernteprudukten um Fruchtfolgen zu erhalten bzw. vielfältiger zu machen oder dem Kleegras innerhalb einer Bio-Fruchtfolge?
    6. Wer hilft uns bei der Verringerung des CO2 Gehaltes in der Atmosphäre mit Hilfe des Liquid Carbon Pathway nach Christine Jones. https://m.youtube.com/watch?v=H4kdIXZCHI4
    7. Wenn der Import von Futternebenprodukten z. B. Sojaschrot verpönt ist, sollte auch auf das Pflanzenöl für die direkte menschliche Nutzung verzichtet werden
    8. Was passiert mit der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft, wenn aufgrund zu vieler auffälliger Wölfe die Weidetierhaltung noch weiter zurückgeht?
    usw. usw.

    Nur wenn unsere Gesellschaft die Nutztierhaltung nicht mehr nur als reinen Kalorien und Eiweisslieferanten sieht, sehe ich noch Licht am Ende des Tunnels für die deutsche Nutztierhaltung. Vielleicht wächst dann auch die Erkenntnis, das Zusatzleistungen wie z. B. Humusaufbau nicht nur über die Verkaufserlöse abgegolten werden können, sondern z. B. aus dem Topf der CO2 Abgabe auf fossile Energieträger ergänzt werden müssen. Ebenso sollte in deutschen Regalen nur Waren angeboten werden, die nach der inländischen Gesetzgebung produziert wurden z. B. höhere Tierschutzstandards. Wir brauchen eine bessere Verzahnung der unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen und Wirtschaftsbereiche um langfristig unseren Wohlstand halten zu können.

    +6
    • Stadtmensch sagt

      Stimme voll zu! Wie schafft man es, bei möglichst vielen Menschen diese Sicht auf unmittelbar lebenserhaltende Zusammenhänge zu etablieren? Vor diesem Hintergrund sollte auch eine liberale Freihandelspolitik diskutiert werden. Welche ökonomischen Verluste (Versiegelung, Energieverschwendung, usw.) handelt man sich ein, wenn man das landwirtschaftliche Potential nicht so nutzt, dass sein reproduktive Kraft wenigstens erhalten bleibt? Man sollte sich das nicht schön rechnen, indem man auf die Erschließung neuer Ackerflächen in Russland verweist und hierzulande Straßen über kostbare Äcker zieht.
      So ticken die zeitgenössischen Ökonomen aber leider. Seht her: Wachstum – alles gut…

      +3
    • firedragon sagt

      Da der Mensch sich, aufgrund Digitalisierung und Robotertechnik, körperlich betätigen will und das liebend gern in der Natur, wird es vermehrt Pferdehalter geben. Pferde benötigen Heu, sowie Kraftfutter (pelletiertes Getreide).
      Die Schaf- und Ziegenhaltung könnte, trotz Wolf, an Popularität gewinnen, aufgrund wachsender Religionsgemeinschaften, die dieses Fleisch sehr gerne verzehren. Die Wolle wird vermehrt in Dämmung und der Düngung eingesetzt.
      Erntereste usw. werden in Biogas umgewandelt oder auch vielleicht für Aquakulturen aufbereitet, wahlweise kompostiert, ebenfalls zur Düngung.

      0
  11. Ostbauer sagt

    Ein ganz schwarzer Blick in die Glaskugel!!! Landwirtschaft in Europa im Jahr 2040!(vielleicht auch erst ein Jahrzeht später)
    Nachdem Europa das 20 jährige Bestehen des Green Deal gefeiert hat, geht es jetzt besonders darum, an den kleinen Stellschrauben zu drehen. Noch immer ist die einheitliche Richtlinie zur Ermittelung der Nahrungsmittelration für die Leistungsgruppen der Bevölkerung nicht umgesetzt. Keiner weiß, wer Soylent gelb oder rot oder doch Soylent grün bekommen darf. Da muss eine Regelung her.
    Leider wird der Anteil an Querulanten der europäischen Ernährungspolitik immer größer.
    Der Schwarzhandel mit Milch aus Russland und Schweinefleisch aus China nimmt mit der Weile Strukturen einer organisierten Kriminalität an. Die Vereinigten Staaten von Europa ermahnen Afrika und Südamerika daran, doch bitte die letzten Bäume nicht mehr zu roden, auch wenn dadurch die Versorgung Europas mit wichtigen Rohstoffen zurück gehen sollte. Solche Aktionen gefährden nur den Status vom klimaneutralen Status der USE. Notfalls müsste man dem mit einem harten Mandat der UN entgegentreten.

    Und was mache ich? Hoffendlich muss ich das nicht mehr erleben.
    Die Destruktivität resultiert vielleicht aus dem Ergebnis des CDU -Parteitages; weiter wie bisher. (-:

    +1
    • Stadtmensch sagt

      „Milch aus Russland und Schweinefleisch aus China“

      Sehe ich nicht so. Die Chinesen werden ihr Schweinefleisch wohl selber verputzen oder die ziehen das durch mit dem Soja-Import und den Schweine-Hochhäusern. Zutrauen würde ich denen das. Milch aus Russland wirds wohl auch nicht geben. Die haben da wahrscheinlich auch eher Eigenbedarf. Ich schätze es geht erst mal so weiter wie @bauerhans sagt: immer weitere Konsolidierung nach diesem Schema: https://landreport.com/2021/01/bill-gates-americas-top-farmland-owner/
      Wenns den Damen und Herren Eigentümern mit ihren kaskadierten Besitzverschleierungsfirmchen irgendwann lohnend erscheint, werden sie hierzulande das produzieren, was das Land hergibt und da sie im Zentrum eines gesättigten aber dennoch sehr aufnahmefähigen Marktes sitzen, ist es immer ein gutes Invest (für die Großen). Die Transportkosten werden steigen und den Markt reguliert man nach Belieben mit Auflagen, für die man seine Leute an den richtigen Stellen zur Ausarbeitung von Gesetzesvorlagen positioniert hat. Nein, ich glaube nicht an den großen Plan…

      0
      • Ostbauer sagt

        Stadtie, war einfach mal ein raabenschwarzer Blick in die Zukunft. Bitte nicht überbewerten.

        +1
    • bauerhans sagt

      dass der betrieb aus Grossenkneten die vermarktung im griff hat,wundert mich,weil hochpreisig verkaufen kann man in Berlin oder München.
      immerhin hab ich wenige überschwere schweine an einen gelernten metzger verkaufen können,der die hälften vom schlachthof abholt und selbst verwurstet.

      0
  12. Ferkelhebamme sagt

    Wenn in der Politik nicht bald der gesunde Menschenverstand einsetzt, wird es so kommen, wie es in Schweden schon ist: (vermeintlich) glückliche Tiere, aber kaum noch eigene Landwirtschaft weil nicht rentabel machbar, und ein Selbstversorgungsgrad von unter 50%. Mal abgesehen davon, dass es moralisch höchst bedenklich ist, die Verantwortung für Tier- und Umweltschutz ins Ausland abzuschieben, hat Corona auch in Schweden jetzt bewusst gemacht, dass die Lebensmittel-Versorgung aus dem Ausland nicht sicher ist.
    Aber ein Zurück gibt es nicht mehr.

    Wie ich die Zukunft in D sehe: Mehr Tierschutz (mehr Platz, Auslauf) ist möglich, wenn es rentabel ist. Dafür müssen entweder die Verbraucherpreise steigen (und der Verkauf von Produkten mit niederen Standards untersagt werden, denn Freiwilligkeit funktioniert definitiv nicht) oder staatlich stark subventioniert werden. Da die Kassen durch Corona leer sind,ist das ein Luxus, den wir uns wohl nicht leisten werden können. Falls doch, könnte es funktionieren. Falls nicht, und wir trotzdem mit neuen Verordnungen überzogen werden: s. Schweden

    https://www.landwirt-radio.com/landwirt-news/details/news/schweden-bauernverband-fordert-kurswechsel-in-der-agrarpolitik/

    +2
  13. Friedrich sagt

    Die Frage der zukünftigen Tierhltung wird auf den Höfen mit der Rechenmaschine entschieden. Nur mit Abschottung der deutschen Grenzen , anderen und besseren Rahmenbedingungen läßt sich der angedachte Weg der Ideologen in NGO und Politik umsetzen. Das heist aber auch , daß wir dann uns von der EU verabschieden müßten und den jetzigen deutschen Weg alleine gehen müßten. Ein Irrweg für uns Bauern , aber auch für die kopfschüttelnden ausländischen Fachleute. Deindustriealisierung, Kamikaze in der Energiepolitik und Landwirtschaft, schlechte Schulausbildung , mangelhafte Digitalisierung, wackelnde Währung und Infrastruktur. Das ist das Ergebnis dieser Ideologiepolitik. Das Ergebnis läst sich nicht mehr verheimlichen. Arbeitslosigkeit, Auswanderung von Industrie und Spitzenarbeitskräften, tägliche Blackoutgefahr, Einbruch der Produktion usw. . Auch wir Bauern fahren schon über ein Jahr zur Demo. Irgendwann werden sich auch andere Berufsguppen uns anschließen. Fest steht , daß ich bei dieser kaotischen Ideologiepolitik keine Investition im Stall machen werde. Entweder kann alles so bleiben , oder Schweine ade. Das Berufspolitikerdasein ist eine Katastrophe für unser Land. Imporkömmlinge, Studienabbbrecher, Hartzvierleute und andere Unwissende wollen uns zeigen wo es lang geht ,die aber überhaupt keine Ahnung von nix haben. Denen geht es nur um die 15/20.000 Euro Monatsgehalt. Dafür verkaufen die sogar ihre Mutter , weil die sonst bei der Sozialhilfe anklopfen müßten. Heute habe ich von einem Parteigründer gelesen , daß nur Leute , die mind. 5 Jahre wirklich außerhalb der Politik gearbeitet haben dabei sein dürfen und es keine Berufspolitiker mehr geben soll. Das wären doch einmal Aussichten. Zur Absicherung der derzeitigen Regierung wird das Beamtentun gemästet , um die Politiker in der Breite die Macht zu sichern. Mit 50% mehr Rente hält man diese Leute an der Stange und die Malocher müßen sich dafür krumm machen.

    +8
    • Paulus sagt

      @ Friedrich, „Das Berufspolitikerdasein ist eine Katastrophe für unser Land.“ Stimmt!
      Ich habe auch schon mal erwägt mich in die Politik einzubringen, allerdings für eine eher kleine Partei, die Liberalen. Nach Abwägung aller möglichen Vor- und Nachteile habe ich davon Abstand genommen.
      Eine Karriere in der Wirtschaft ist deutlich erfolgsversprechender als eine ungewisse Zukunft in der Politik, in monetärer Sicht sowieso. Ohne als gehorsamer Parteisoldat
      aufzutreten besteht kaum eine Möglichkeit sich politisch zu engagieren. Das wurde mir spätestens unter einem gewissen Herrn Westerwelle klar.
      Ich versuche mir gerade vorzustellen wie es sich anfühlt mit so einem Kevin Kühnert, einem Herrn Amthor und weiteren Gestalten auf eine ähnliche Stufe gestellt zu werden.
      Wer sich das antut muss schon weitgehend schmerzfrei sein.

      +1
  14. fingerphilosoph sagt

    Meiner Meinung nach müssen sich Schweinehalter darauf einstellen, dass die Schweinemast in Westeuropa keine große Zukunft mehr hat. Zum einen steht gerade die Schweinemast besonders in der Kritik, zum anderen wird der muslimische Anteil der Bevölkerung weiter zunehmen. Geflügel dürfte sich aus diesem Grund noch eine Weile auf dem Markt behaupten. In der Veganer-Vegetarier-Szene ist die muslimische Bevölkerung nicht so stark vertreten.

    Da der Bevölkerung auch weiterhin beim Fleischkonsum ein schlechtes Gewissen eingeredet wird und die jungen Generationen schon vom batteriebetriebenen Geräuschebuch für Kleinkinder zu Vegetariern erzogen werden, wird der Fleischkonsum insgesamt zurückgehen. Weil die notwendigen Preissteigerungen nicht durchgesetzt werden können und die Landwirte durch Umweltverordnungen unter Druck gesetzt werden, wird die Qualität der Nahrung insgesamt zurückgehen, auch und gerade im Bio-Bereich. Wir werden uns wieder mit wurmstichigem Obst und fauligen Zwiebeln zufrieden geben müssen. Zudem wird die Nahrung noch geschmackloser und fader werden, als sie es jetzt schon ist, so ähnlich wie in Amerika.

    Indem wir uns zunehmend an geschmacklose-fade Nahrung gewöhnen, die wir nur noch nach ihren Inhaltsstoffen wie Vitamine, Proteine, Kohlehydrate oder nach A, B, C,D,E-Kriterien auswählen, bereiten wir den Weg vor für die Abkehr von der Landwirtschaft hin zu rein industrieller Produktion, wo beliebige Abfallstoffe, Insekten, Grasschnitt, Plankton etc. direkt in menschliche Nahrung verwandelt wird, bspw. mittels 3D-Drucker oder Nano-Techniken.

    Irgendwann in der Zukunft werden die Menschen keine Zähne und verkleinerte Mundöffnungen haben, weil sie Nahrung nicht mehr beißen und kauen müssen, sondern in Breiform zu sich nehmen. Die Kiefer werden sich zurückbilden. Vielleicht erhält jeder sein tägliches Fläschchen mit allen notwendigen Nährstoffen, dessen Saugschnulli er in sein zahnloses Mundlöchlein schiebt. Essen wie wir es heute tun, wird irgendwann als barbarisch empfunden werden. Die Menschen der Zukunft werden schauernd auf die Zeit zurückblicken, als rohe und grobe Menschen (also wir) Lebewesen verspeist haben, seien es Tiere, Insekten oder Pflanzen und sie werden den technologischen Fortschritt rühmen, der die Landwirtschaft schließlich überflüssig gemacht hat.

    +6
    • Smarti sagt

      Ihh, bäähh, und dann dieses Genuschel ohne Zähne.
      Eher denke ich, dass jeder, der es sich leisten kann, in der klimatisierten Wohnung eine Hydropnikanlage mit Fischen und Insekten hat. Toilettenspülung braucht es dann keine mehr, denn Kohl braucht viele Nährstoffe. Getreide und exotische Früchte werden teuer gekauft.

      0
      • fingerphilosoph sagt

        „Ihh, bäähh, Mundlöchlein“ hat wahrscheinlich auch der Neandertaler gedacht, als er den Homo sapiens gesehen hat. Trotzdem ist der Neandertaler ausgestorben und nicht der sapiens. Die Kaumuskulatur vom Paranthropus, einem Zeitgenossen vom Homo habilis, war dreimal so stark wie die vom habilis, seine Backenzähne dreimal so groß. Und auch der Paranthropus ist ausgestorben. Ein Zoo-Schimpanse ist immerhin 5mal so stark wie einer der Rambos unserer Spezies. In den 80er Jahren gab es noch 1,8 Millionen Schimpansen, 2019 gab es noch 130.000. Alles, was groß und stark ist, stirbt aus oder wandelt sich in Zwergformen um. Die Natur verliert an Kraft.

        0
        • Smarti sagt

          Die nächsten paar Smoothis gibts Kopfkino :). Ich kenne auch Leute, die ihre Teeflasche den ganzen Tag am Körper mit sich tragen…autsch.
          SUVs werden grösser, Wohnungen auch und Reitpferde werden grösser gezüchtet, weil die Reiter immer schwerer werden. In der Regel werden die grossen Pferde schneller krank als die kleineren Pferde.
          Es ist schon echt spannend, diesen Umbruch fast im Zeitraffer mitzuerleben. Was auch für Ihre Theorie passt: auch in den umliegenden Ländern ergeht es der Landwirtschaft, der Nutztierhaltung so ähnlich wie bei uns – also einfach günstig Lebensmittel importieren wird wohl bald einmal schwierig. Ein Hoch auf die gesunde Matschepampe garniert mit dem Mehlwurmkeks.

          0
    • firedragon sagt

      Schweinefleischkonsum könnte tatsächlich, aufgrund von Religion, in Europa zurückgehen. Die Kinder, die jetzt auf die Straße gehen sind dann um die 30 Jahre alt und werden, wenn sie umsetzen, was sie heute fordern, nicht nur kein Schwein essen, sondern gar kein Tier. Außerdem, da überall digitalisiert wird und Robotertechnik mehr und mehr zum Einsatz kommt, wird der Fleischverzehr ebenfalls sinken, da eine Großzahl der Menschen keine körperliche Anstrengung mehr verrichten muss. Wahrscheinlich ändert sich auch der Körperkult, dass Männer weiblicher und vom Körperbau her, zarter, werden (s. Gendergedöns). Fleischverzehr praktizieren zwar auch Frauen, wird aber sei jeher dem Mann zugeordnet.
      Es kann natürlich auch alles ganz anders kommen – wir leben hier dann fast 100 Jahre in Frieden … und wenn der Mensch keine Nahrung vorfindet, isst er bekanntlich alles, was er kriegen kann, das entspricht seiner Natur.

      +4
  15. Smarti sagt

    Nach Corona wird es Studien hageln zur Schweinehaltung. Nicht tiergerecht, nicht umweltfreundlich, Schweinefleisch ist ungesund, Fleischkonsum nicht mehr zeitgemäss etc. Die Medien sind voll dabei.
    In zehn Jahren werden die letzten rentablen Grossbetriebe durch immer mehr und neue Verordungen zu Boden gezwungen.
    Selber Schuld, werden einige Wirtschaftsökonomen sagen – zu hoch gepokert.
    Weil auch die Milchkuhhaltung nicht mehr angesehen ist und die Weidetierhaltung ( Kuh, Schaf, Ziege ) noch immer nicht rentiert bzw. vom Wolf gefressen wurde, sind die grossen Schlachtbetriebe nach China gegangen.
    Ein paar Kleine verarbeiten noch die letzten Schlachttiere der Zoo-Alibitierhaltungen von Bullerbü-Hofläden und Solawis. Die Tiere werden mit grossem Tamtam gegessen um die Rassen vor dem Aussterben zu retten.

    Junge Leute essen kaum mehr Fleisch, denn Fleischkonsum ist das neue Rauchen… und wer will schon die Klimaerwärmung mit unnützer Tierhaltung anheizen… – dies wird schon in der Schule gelehrt.

    Die Landwirte sollen bitteschön die Bevölkerung über Tierhaltung aufklären, trotz Übermacht von radikalen Tierschützern freundlich, informativ und aufgeschlossen für die Verbraucher informieren. Gleichzeitig immer mehr Tiere immer kostengünsiger halten bei einem Tierschutzniveau das noch nie so hoch war wie bisher. Die Auflagen kommen je länger je mehr vom Handel, das Preisdiktat auch. Die Poltik verteilt Bio-Pflästerchen und noch mehr Auflagen. Das funktioniert schon jezt nicht mehr und wird sich weiter zuspitzen bis zum Zusammenbruch der Tierhaltung und damit einem Grossteil der Landwirtschaft in D.

    In 20 bis 30 Jahren gibt es Landwirtschaft als Museumswirtschaft für reiche Börsenmakler und als Beiwerk für die Reha von Kranken und alten Menschen.
    Landwirtschaft ist die neue „Villa“der Wohhabenden, natürlich in Bio. Die Medien berichten begeistert davon.
    Statt in den Zoo gehen Familien dann „Bauernof gucken“ – auch wir sind auf dem Weg dahin.

    +1
  16. Bäuerin sagt

    Ich vermute , es wird sich durch die Coronamassnahmen, den Schäden die der Wirtschaft dadurch entstehen , vorerst nur eines kommen …Hauptsache es gibt zu essen und trinken , alles andere wird zur Nebensache…

    +1
  17. Malte Voerste sagt

    Schweinemast ist ein kapitalintensiver Betriebszweig den Bauern betreiben die entweder kapitalkräftig sind oder kreditwürdig sind. Zur Zeit läuft das ganze arbeitsextensiv falls man nicht gerade schlechte Ferkel geliefert bekommt. Diese Schweinemäster träumen bestimmt nicht davon Kapital durch ihre Arbeitskraft zu ersetzen um Einstreu zu bergen, lagern , einstreuen, misten und Tiere in unterschiedlichen Zonen der Bucht aufzusuchen. Lohnarbeitskräftein einer Ammoniakbude zu finden ist auch unwahrscheinlich zumal Tierbetreuung kein Anlernjob ist. Dabei spreche ich vom Tieflaufstall. Das Anbieten von Stroh in homöopathischen Dosen ist eine Alibiveranstaltung von ITW. Die Grünen sind erst zufrieden wenn die Schweine bis zum Bauchnabel im goldgelben trockenen Stroh stehen wie in der Pferdehaltung üblich. Die Schweinehaltung hier wird um 95% zurückgehen und das Fleisch ohne Preissteigerung für den LEH importiert. Gülle kann Mineraldünger 100% ersetzen. Schlagkräftige Ausbringstechnik ist etabliert. Mist als Kopfdünger ist Mist und nicht mit der aktuellen Düngeverordnung kompatibel.

    +2
  18. Paul sagt

    Die Bauern setzen Effektive Mikroorganismen und Kohlestreu in den Ställen ein. So gibt es weniger Krankheiten (weniger Antibiotika-Vergabe) und die Gülle für die Felder ist sofort behandelt. Die Schweine kriegen Auslauf. Die „Massentierhaltung“ bleibt, aber der Stall hat 30 bis 40% weniger Tiere. Die Qualität des Fleisches ist höher (weniger Antibiotika, Auslauf) und deshalb auch teurer.

    0
    • bauerhans sagt

      mikroorganismen und kohlestreu sind ne geschäftsidee,die sich im stall nicht rechnet.
      krankheiten wird durch impfungen vorgebeugt.
      antibiotika werden gezielt eingesetzt.
      qualität heisst heute hoher muskelfleischanteil,fettes fleisch kauft keiner.

      +1
      • Inga sagt

        Dann muss das Schweinefleisch für den Verbraucher noch teurer werden, damit man sich Kohleeinstreu und Microorganismen leisten kann.

        Wie wäre es denn, den Verbraucher rund um die Tiermast mehr aufzuklären und beteiligen.

        Dann kann er mehr Verantwortung für sein Fleischverzehr übernehmen und weiss auch was es kostet.

        0
    • Smarti sagt

      Bei Pferden kannst Du das machen. Die lassen die Matratze ( Einstreu ) in Ruhe. Schweine durchwühlen alles und machen eine Riesensauerei. Das mit dem Klo „ausserhalb“ stimmt nur bedingt – es sind immer auch ein paar Schweinchen dabei, die ins Bett pinkeln – und dann machen es alle nach. Bei den Pferden kannst Du überstreuen und sie stehen bis zum Bauch im sauberen Stroh – die Schweine verstehen das nur als Aufforderung zum umgraben :).
      5 ausgewachsene Schweine brauchen gleich viel Futter, Stroh und Betreuung wie ein Pensionspferd – für das Pferd kriege ich über 400.- Euro im Monat – fürs ein Schwein keine 20.-.

      +5
    • Inga sagt

      Ich denke das mit dem Antibiotika ist übertrieben, bei Geflügel kann ich mir das eher vorstellen.
      Uns was genau ist Einstreu mit Microorganismen und Kohle, wer stellt das her, Paul?

      0
  19. bauerhans sagt

    die tierhaltung hier wird weniger werden,aber konzentrierter.
    tierwohl wird eine sehr grosse rolle spielen.
    die extremen preisausschläge wirds so nicht mehr geben,weil die wenigen grossbetriebe eine stärkere marktmacht erreichen und sich auch besser absichern werden.
    dass es mehr vertragliche bindungen geben wird,wie beim geflügel,kann ich mir gut vorstellen.
    dass fleisch in grossen mengen dann aus osteuropäischen ländern kommt,glaube ich nicht.
    direktvermarktung in der nähe von grossen städten wirds auch weiterhin geben.

    +1

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