Bauer Willi
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#grüneBänder zur Agritechnica

In ganz Deutschland wurden in den letzten Wochen #grüneKreuze aufgestellt. Sie dienen als Mahnung, die Landwirte nicht mit immer mehr Auflagen, Gesetzen und Verordnung sowie einer gesellschaftlichen Ächtung zur Aufgabe zu zwingen. Die Resonanz der Aktion, ausgelöst von unabhängigen Agrarblogger (siehe Facebook: Die Graswurzler), war überwältigend und wird selbstverständlich fortgesetzt.

Wir wollen es jedoch nicht bei der Mahnung belassen, sondern diese ergänzen. Als äußeres Zeichen des Verbindenden, der Bereitschaft zum Dialog und der Gemeinschaft wollen wir alle in und außerhalb des Agrarbereichs bitten, ein grünes Band zu tragen. Dies kann ein grünes Geschenkband (auf 2- 3 cm abschneiden) mit Sicherheitsnadel an der Kleidung sein, ein grünes Armband, ein grünes Band um den Hut oder auch ein grüner Schal. Wer möchte, kann das Band auch beschriften. Eurer Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Fertige grüne Bänder könnt ihr auch auf der Agritechnica bei den Firmen Amazone (Halle 9) und geo-konzept (Halle 15 Stand J20)  erhalten. Solange der Vorrat reicht.

Wer von euch zur Agritechnica nach Hannover kommt: Tragt #grüneBänder! Oder macht ein grünes Band an euren Trecker, LKW oder Auto! Lasst euch was einfallen. Gerne könnt ihr ein Bild rund um das grüne Band an die Facebook-Seite @Die Graswurzler schicken.

Ein passender Spruch für das Band wäre zum Beispiel:

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ (F.W. Raiffeisen)

Er drückt meines Erachtens sehr gut das Verbindende zwischen Stadt und Land aus.

Bauer Willi, einer der „Graswurzler“

 

(Der Begriff „Grünes Band“ ist gesetzlich geschützt. Ich habe vom BUND e.V. die Androhung rechtlicher Schritte bekommen, weil der BUND diesen Begriff für das Naturschutzgebiet zwischen Ost- und Westdeutschland für sich hat schützen lassen.)

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16 Kommentare

  1. Jochen Welk sagt

    Hallo zusammen! Ich finde die Bändchen eine gute Idee. Jeder soll selber entscheiden, ob er zur Agritechnica fährt oder nicht. Sein Netzwerk sollte man doch pflegen. Ich halte nichts von einem Boykott, zumindest die familiengeführten Aussteller sollten wir unterstützen, damit die Großkomzerne nicht noch mehr Marktmacht bekommen.
    Aber ich muss auch das Verhalten meiner Berufskollegen kritisieren. Wenn ihr Party machen wollt, dann mach es ruhig. Aber bitte nicht mehr im Umfeld der Agritechnica. Es gibt kein gutes Bild ab, wenn um 9:00 Uhr am Messebahnhof schon eine große Zahl ausm ICE raustorkelt, weil man auf der Fahrt gemeint hat die Biervoräte der Bahn vernichten zu müssen. Ebenso sollte man sich auf der Messe im Griff haben!
    Auch mit dem Gesoxe, das wie letzte Eurotier vor den Eingängen rumlungert, hab ich kein Problem. Lasst Sie einfach in Ruhe und ignoriert die Leute, auch wenn einem das Messer im Sack aufgeht.
    Ich werd ein Band tragen und auch zwei Tage auf der Messe sein. Wünsch euch viel Spass und gute Gespräche.

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  2. firedragon sagt

    Natürlich kann jeder machen, wie er will… Aber – übt Euch alle EINMAL in Verzicht.

    EINMAL nicht zur Agritechnica.
    Es geht nicht darum, die Firmen zu boykottieren – Geschäft wird an anderer Stelle gemacht.
    Es geht darum, der Politik zu verdeutlichen, welche potentielle Kaufkraft verschwindet und was an der LW „dranhängt“.
    Ausserdem nehme ich an, dass ausser PETA noch ganz andere Organisationen dort vor den Toren rumlungern.
    Bieten wir einfach keine Angriffsfläche und sind NICHT da.

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  3. Jochen Böhrer sagt

    Der BUND, der sich vehement gegen den Schutz geistigen Eigentums bei Saatgut einsetzt, lässt sich 2 Worte schützen, welche es schon Jahrhunderte lang in der deutschen Sprache gibt. Sachen gibts..

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  4. Reinhard Seevers sagt

    Hab noch einen Gutschein für ein Erfrischungsgetränk aus Gerste und Hopfen abzugeben. Stand ist auf dem Freigelände A10!

    Wenn das kein Grund ist hinzugehen:-)

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  5. Es stellt sich meines Erachtens die Frage, ob wir Landwirte nicht dazu aufrufen sollten, die Agritechnika zu boykottieren. Als ich die Fernseh- und Video Beiträge über die Demonstrationen mit den Traktoren gesehen habe, fiel mir deutlich auf, welche Investitionen wir Landwirte leisten. Da war ja kaum ein Traktor unter 100.000 Euro dabei. Von den Folgemaschinen ganz zu schweigen. Wenn die Landmaschinenhersteller schon nicht bereit waren, unsere Demos zu unterstützen, dann würde ich die Gelegenheit nutzen und einen Denkzettel verteilen. Mal ein Jahr lang einen Maschinenkauf-boykott durchziehen wär doch auch ein Versuch. Mal sehen, ob wir dann nicht Unterstützung von ganz anderer Seite bekommen…….

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    • Dann schau mal bei den kleinen Firmen wie bei uns. Wir unterstützen unsere Kunden (nur Landwirte und Landmaschinenhändler) voll und ganz. Und wir, meine ganze Mannschaft und ich stehen hinter der Landwirtschaft.
      Und denkt ja nicht, daß uns kleine Firmen unser Staat verschont! Wir haben immense Auflagen, vor allem wenn man selber produziert wie wir! Kleiner Einblick: jährliche Einweisungen für alle Mitarbeiter für jedes Gerät im Betrieb!!! Und dazu jeweils eine schriftliche Dokumentation. Jeder Winkelschleifer, jede Handbohrmaschine, elektrische Tore, Stapler, Kran – jedes Jahr! Aufwand ohne Ende. Betriebsarzt – die Mitarbeiter wollen das nicht und ich muss, ob ich will oder nicht! Verpackungsgesetz, Stundenlisten alles muss dokumentiert werden.
      Ich könnte Stunden weiterschreiben. Ein Boykott ist gut aber nicht gegen die, die auf Deiner Seite stehen. Marcel Eck

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    • „Stellt euch vor es wäre eine Messe, aber keiner geht hin“, schlecht für Leute die etwas verkaufen wollen, oder! Ganz ehrlich, man kann mehr erreichen. Der Schlüssel zu dem Problem ist der Verbraucher. 14% geben wir nur für Lebensmittel in Deutschland aus! Und am wichtigsten ist den Deutschen wann der nächste Urlaub ist, wo es die besten Klamotten gibt und wann ich mein neues Auto bekomme, aber nicht unser „Lebensmittel“!Ich habe in Kanada, USA, Neuseeland und Australien in der Landwirtschaft gearbeitet und dort laufen noch ganz andere Dinge ab! Positiv als auch negativ. Nur traurig, dass der Zusammenhalt der Landwirte in Deutschland am schlechtesten ist. ImAusland ist der Ruf des Bauern deutlich besser, vor allem respektvoller.Wir haben ein riesen Problem… mir ist aufgefallen, dass jeden Tag Lokalzeitungen inkl. Werbeflyer ins Haus geflattert kommen (3cm dick, von EDEKA, REWE, ALDI usw.) halt eben die fünf grossen die Deutschland in punkto Lebensmittel regieren und auch uns Landwirte! Wo ist das Prospekt von uns Bauern? Wir haben eine freie Marktwirtschaft! Z.b. kaufen die meisten bei AMAZON ein. Es ist einfach! Alles auf einer Plattform zugleich! Zahlen keine Steuern in Deutschland, rocken aber mit den Transporten die Straßen runter, vom CO2 Verbrauch ganz zu schweigen! Findet den Fehler!?MARKETING, MARKETING, MARKETING! Wo ist die Werbung für die Landwirtschaft? Im Fernsehen? Nein! Im Radio? Nein! Nirgends wo man viele Leute erreichen kann, das sollte sich ändern! Klar demonstrieren ist besser als gar nichts tun, aber kommunizieren ist noch viel besser. Und die digitale Möglichkeit Landwirtschaft zu zeigen voll ausnutzen und alte analoge Landwirtschaft hinter uns lassen! Nach dem Schema „transparent ist excellent & lokal ist genial“ arbeiten! Zeigen was man kann und das wir nicht hinterm Mond leben. Der Zuspruch kommt von ganz allein! Nur nicht den Mut nehmen lassen! Ich finde die Sache mit der Art „Club der grünen Bänder Super“! Weiter so…

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  6. bauerhans sagt

    innerhalb der landwirtschaft müssen keine solidaritätsbekundungen abgegeben werden,sondern in den foren der medien sollte kommentiert werden!!
    die Agritechnica ist nur noch eine schau des Grössenwahnsinns!

    22+
    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Sehr richtig, werter Kollege Bauer Hans,

      daher habe ich mich aus Protest -wenn auch schweren Herzens; die bereits ausgearbeitete To-do-Liste für einen anstrengenden Messetag in Hannover wäre bereits druckreif auf meinem PC erstellt- dafür entschieden, die Agritechnica 2019 nicht zu besuchen, was für mich aber in nicht allzu ferner Zukunft definitiv mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden sein wird, denn alle Ansprechpartner für meine verschiedenen Themenkreise an einem Ort vorzufinden, trifft man so nur selten an.

      Mein „grünes Gedankenband“ widmet diesen betrieblichen Kostenaufwand um in ein entspanntes Wochenende mit Enkelkind bei hoffentlich wohlgefällig fröhlichem herbstlichem Bespaßungsprogramm. Geld das alternativ sehr sinnvoll investiert ist, ohne mich anstelle dessen innerlich über meine eigene Inkonsequenz beim Gedrängele durch die Messehallen aufregen zu müssen.

      Sollte sich der eine oder andere auch überlegen, ob dies nicht nachahmenswert wäre.

      Liebe Kollegengrüße v. einem bäuerlichen Freigeist

      19+
      • bauerhans sagt

        „ein entspanntes Wochenende mit Enkelkind bei hoffentlich wohlgefällig fröhlichem herbstlichem Bespaßungsprogramm.“

        ok,ausnahmen von der Agritechnica-abstinenz sind in diesem fall ausdrücklich erwünscht!!
        ich kann mich noch gut an die DLG-ausstellung 1964 in Hannover erinnern,wo ich in der realschule frei bekommen hatte und auf der ausstellung ein schönes schleppermodell von meinem onkel geschenkt bekommen hatte.

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  7. firedragon sagt

    Guten Morgen,
    am 29. September gibt es hier einen Bericht zu #grüneKreuze.
    Scrollt da mal ein bisschen runter.
    Herr Lauer hatte dort einen sehr guten und nachvollziehbaren Vorschlag zur Agritechnica gemacht. So unsinnig ist der ganz und gar nicht!
    Lasst Euch das ebenfalls durch den Kopf gehen.

    3+
    • Berthold Lauer sagt

      Danke, dazu steht er nach wie vor! Kostet nichts, ist umweltfreundlich ( kein CO2 – Ausstoß) und würde garantiert Aufmerksamkeit erregen!

      2+

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