Bauer Willi
Kommentare 122

Gentechnik – sinnlos…

…sich mit diesem Thema  sachlich auseinander setzen zu wollen. Die Kommentare kenne ich jetzt schon: „Der redet doch jetzt sicher wieder pro Gentechnik“. So ein Quatsch.
Es ist nur so: ich habe keine Ahnung von Gentechnik. Wenn ich keine Ahnung habe, erlaube ich mir auch kein Urteil. Da haben offensichtlich einige meiner Mitbürger eine andere Auffassung.


Was mein Problem ist, und da habe ich bis heute von niemandem eine Antwort zu bekommen, ist die Diskrepanz zwischen akzeptierter roten Gentechnik einerseits und verteufelter grüner Gentechnik andererseits.  Dass es auch eine weiße, graue und blaue Gentechnik gibt, wissen die wenigsten. Mich eingeschlossen.

Ich kann nicht entscheiden, welche Form der Züchtung noch normal oder schon gentechnisch ist. Cisgen, transgen, RDTS-System, ODM-Verfahren, Genome-Editing, smart breeding; das alles sind Begriffe, die ich schon mal gehört habe, in die ich mich auch einlesen kann, die mich dennoch ratlos zurücklassen. Ist das jetzt in Ordnung? Soll oder muss man dafür oder dagegen sein?

Ist Triticale zu verdammen, weil es eine Kreuzung aus Weizen und Roggen ist? Ist das noch natürlich? Darf ich keinen Käse mehr essen, weil das Labferment Chymosin, das zur Käseherstellung zwingend benötigt wird, überwiegend gentechnisch hergestellt wird? Was ist mit Lipase, das auch in der Käseherstellung, bei Backwaren und in der Nudelherstellung  Verwendung findet.  Verbieten?

Warum dürfen Medikamente (Insulin, Interferon und andere) gentechnisch hergestellt werden? Warum dürfen gentechnisch hergestellte Wachstumshormone und Impfstoffe verwendet werden? Wenn mittels Gen-Therapie die Vermeidung einer Krankheit möglich ist, dürfen wir den betroffenen Menschen dann von dieser Möglichkeit ausschließen?

Ein Beispiel für grüne Gentechnik: Es gibt Wildformen von Kartoffeln, die gegen Kraut- und Knollenfäule resistent sind. Sie bringen aber kaum Ertrag und sind nicht für den Verzehr geeignet. Deren Gene könnte man in unsere heutigen, leider anfälligen Kartoffelsorten einbauen. Das ginge mit Hilfe der Gentechnik schneller und gezielter. Es hätte auch den Vorteil, dass anschließend große Mengen an Fungiziden nicht mehr benötigt würden. Und zwar bei Bio-Landwirten und konventionellen Betrieben. Wäre das nicht umweltgerecht?

Natürlich kann man auch über Jahrzehnte die beiden Sorten kreuzen, bis man hoffentlich zu einem ähnlichen Ergebnis gelangen würde. Warum soll man also, in diesem Fall, die Gentechnik nicht anwenden dürfen?  Und das von einem, in jeder Hinsicht unabhängigen, Institut durchführen lassen, mit Offenlegung aller Verfahrensschritte, allen erforderlichen Tests? Oder darf man das alles nicht einmal mehr fragen?

Ich will nicht wieder missverstanden werden. Ich bin weder Befürworter noch  Gegner von Gentechnik. Und ich wiederhole: mein Problem ist, dass ich die Diskrepanz einfach nicht verstehe!

Es gibt eine Partei, die 1987 in ihrem Wahlprogramm unter anderem diese Forderungen aufstellte:

  • Keine Digitalisierung des Fernsprechnetzes.
  • Keine Dienste– und Netzintegration im Fernsprechnetz (ISDN).
  • Keine Glasfaserverkabelung (Breitband-ISDN).
  • Stopp des Kabel– und Satellitenfernsehens.

Heute sind diese Dinge Alltag. Die Ängste, die man damals vor diesen neuen Techniken hatte, versteht heute niemand mehr. Im Gegenteil: heute wird ein schnellerer Ausbau moderner Datenleitungen sogar gefordert!

Vor Jahrzehnten galten Mikrowellen-Herde als möglicherweise gefährlich. Heute hat fast jeder Haushalt diese Technik, ohne dass bisher nachweisbare Schäden aufgetreten wären. Alle paar Jahre wird über eine mögliche Strahlenbelastung durch Mobiltelefone spekuliert. Das interessiert aber heute kaum noch jemand. Zu Recht? Zu Unrecht?

Ich bin kein Handlanger von irgendwem, kein Wolf im Schafspelz, der die Menschen hinters Licht führen will. Ich bin nur ein dummer Bauer, der ein wenig ratlos die Diskussionen verfolgt.  Der sich wünschen würde, dass wir einen Konsens darüber bekommen, was „wir“ Landwirte dürfen und was „ihr“ Verbraucher akzeptiert. Oder bleibt das für ewig unmöglich? Wo liegen die Gründe für dieses Schwarz-Weiß-Denken, die Ja-Nein-Fronten? Vielleicht wisst ihr ja die Antworten…

Ich wollte euch das nur mal aus einer anderen Perspektive zeigen. Ganz wertfrei, ohne Ideologie,  nur zum Nachdenken…

Euer Bauer Willi
(Aufrufe 3.206 gesamt, 1 heute)

122 Kommentare

  1. Matthias W. sagt

    Hallo Bauer Willi,
    zu dem immer noch aktuellen Thema Gentechnik gibt es bei „Krautreporter“ einen super Beitrag – übersetzt von Christoph Weigel – kann ich jedem empfehlen, der sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen will:
    „https://krautreporter.de/1265–es-ist-fast-unmoglich-zu-definieren-was-gentechnik-ist“

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  2. Matthias W. sagt

    Hallo Willi,
    will mal eine andere Perspektive ins Thema Gentechnik einbringen:
    Grundsätzlich wird jede „Kulturmaßnahme“ des Menschen in den Ebenen „Mensch“, „Organisation“ und „Technik“ Folgen haben.
    Selbst wenn man unterstellt, dass sich die Gentechnik mit mehrfaktoriellen Effekten beschäftigt (Interaktion von Bakterien, Pflanzen, Mikroorganismen, Wetter, Wirkung auf Gesundheit, usw.) und versucht, diese Effekte nachzustellen, wird es NIE ein Modell geben, was ALLE Beeinflussungsfaktoren abbilden kann!
    Die komplexen Wirkungen auf das Gesamtsystem sind nicht darstellbar! Beispiele: Zunahme von Allergien, mehrfaktorielle Erkrankungen, usw. sind Auswirkungen unserer „modernen Welt“ und Lebensweisen. In USA findet derzeit ein Großversuch statt, um die Lebensqualität von Menschen anhand deren Ernährungsweisen zu beschreiben.
    Da haben wir ja auch Gentechnik-Effekte pur….Es bleibt abzuwarten, was wir in zehn Jahren dazu sagen werden…

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    • Thorsten S sagt

      Deine Perspektive lässt sich aber auf so gut wie alles umlegen, was der Mensch als er vom Baum runtergestiegen ist gemacht hat.
      Die klassische Pflanzenzucht betrachtet überhaupt keine Auswirkungen, niemand wusste überhaupt vor der Entschlüsselung durch die Gentechnik, was da so alles an potenziellen Gefahren drin steckt.
      Blausäure ist doch ein typisches Beispiel, wie wenig der Mensch bei der klassischen Zucht überhaupt weiss. Die Pflanzen wie Maniok haben teilweise extrem hohe Blausäuregehalte bekommen durch die klassische Zucht.
      Allergene lassen sich heute gentechnisch lösen, wenn es gewollt wäre, könnten heute alle wieder Erdnüsse essen 😉
      Zitat: „Erdnüsse, bei denen die Bildung allergieauslösender Proteineallergieauslösender Proteineunterdrückt wird (Antisense‑TechnikAntisense‑Technik, RNA‑InterferenzRNA‑Interferenz).“
      http://www.transgen.de/datenbank/pflanzen/33.erdnuss.html

      Allergien sind eher Probleme durch Umwelteinflüsse, daher gibt es auf dem Land wesentlich weniger Allergiker wie in der Stadt.

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    • hubers sagt

      An Matthias W.

      Ihrer Aussage „wird es NIE ein Modell geben, was ALLE Beeinflussungsfaktoren abbilden kann!“ ist unsinnig. Denn wenn alle Faktoren abgebildet werden dann ist es die Wirklichkeit und kein Modell mehr.

      Wenn sie heute aus dem Haus gehen ist ihre Wirkung aufs Gesamtsystem auch nicht darstellbar. Sie gehen einfach davon aus das nach allen bisherigen Erkenntnisse ihre Anwesenheit kein Systemcrash zur Folge hat.
      Genau das macht man auch bei der Risikobewertung z.B. in der Gentechnik.

      Man weis das durch die klassische Zucht Gene eingeführt werden und sogar komplett neue Gene geschaffen werden.
      Aufgrund aller bisherigen Erkenntnis ist es unwahrscheinlich das dies zu einer Katastrophe führt.
      Mit diesem molekulargenetische Wissen kann man deshalb sehr wohl abschätzen welche Auswirkungen und Folge die Verwendung gentechnologischer Zuchtmethoden hat.

      Ihre Meinung „Zunahme von Allergien, mehrfaktorielle Erkrankungen, usw. sind Auswirkungen unserer “modernen Welt” und Lebensweisen.“ ist eine Ansammlung von Worten ohne jegliche relevante Aussage.
      In ihrem Kosmos scheint die umgekehrte Beziehung nicht vorzukommen. Zum einen das die Allergien und mehrfaktorielle Erkrankungen und deren Auswirkungen nur durch die „moderne Welt“ diagnostiziert werden können.
      Sowie das viele Menschen vor dem frühzeitigen Tod durch vermeintlich harmlose Krankheiten/Unfälle sowie schlechte Lebensmittel bewahrt werden wodurch andere früher unbedeutende Krankheiten stärker in unserer Wahrnehmung in Erscheinung treten.
      Meine Aussage hat den Vorteil das sie durch tatsächliche Beobachtungen im Einklang steht.

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      • Matthias W. sagt

        @ hubers,
        Ihre Ausführungen ändern nichts an der Tatsache, dass die Gentechnik in D und Europa so was von out ist, weil es KEINE AKZEPTANZ dafür gibt. Jegliche Rationalitätsversuche Ihrerseits laufen in die Irre…

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        • Bauer Willi sagt

          Einspruch Euer Ehren!
          Dies gilt nur und ausschließlich für die Grüne Gentechnik! Nahezu jeglicher andere Einsatz, ob in der Medizin, der Abfalltechnik oder andere Anwendungen sind akzeptiert. Warum? Weil 1. kaum einer von diesen Anwendungen weiß und 2. niemand davon Ahnung hat. Das ist bei Grüner Gentechnik anders. Nahezu jeder, der aufmerksam die Medien verfolgt, hat ein gefährliches Halbwissen und erlaubt sich ein Urteil. Und das geht weiter bei den Begriffen Massentierhaltung, Nitrat, Pestizide, um nur ein paar schlimme Begriffe zu nennen.
          „Jegliche Rationalitätsversuche laufen in die Irre.“ Das ist der Skandal! Deshalb auch diese Seite, um den paar Prozent Menschen, die noch selbst denken, die Anregung zu geben, sich auch einmal mit den Fakten und einer anderen Sichtweise auseinander zu setzen. Was wir ja hier fleißig tun und das bringt beide Seiten weiter.
          Zu den Allergien: warum haben Kinder von Bauern kaum Allergien? Weil sie mit Dreck in Berührung kommen und ihr Immunsystem sich von Kind an darauf eingestellt hat. So einfach! Und belegbar.
          Bauer Willi

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        • hubers sagt

          Die Gentechnik ist out? Muss wohl reine Einbildung sein das z.B. das gesamte Insulin sowie ein Großteil aller neuen Medikamente mittels gentechnischer Bakterienzüchtung hergestellt wird.
          Von den zig Enzymen (z.B. Käseherstellung) die in Lebensmitteln, Waschmitteln etc. eingesetzt werden ganz zu schweigen.
          Auch Vitamin C und andere Konservierungsmittel werden mittels gentechnischer Bakterienzüchtung hergestellt.

          Auch die grüne Gentechnik ist in Europa nicht out. 1/3 der Maisfläche in Spanien wird mit BT-Mais bestellt.
          (Also kein Urlaub mehr zur Maisblüte in Spanien weil GMO-Pollen somit nach Deutschland gelangt)
          Von den tagtäglich in Massen erzeugten und gegessenen Gemüsesorten die mittels der cytoplasmatische männliche Sterilität (CMS) gezüchtet wurden ganz zu schweigen. Auch CMS kann laut diverser NGOs als Gentechnik bezeichnet werden und diese Sorten werden sogar im EU-Biolandbau verwendet.
          ( http://www.gute-gene-schlechte-gene.de/hybridsorten-gentechnik-light-chicoree-cms/ )
          Von den neusten Zuchtmethoden die zwar Gentechnik sind aber nicht unters Gentechnikgesetz fallen will ich gar nicht anfangen.

          Und nur weil etwas laut ihrer Meinung out ist erlaubt es noch lange nicht das sie falsche Dinge darüber zu schreiben.
          Ob meine Rationale Herangehensweise nutzt oder nicht steht hierbei nicht zur Diskussion.

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          • Matthias W. sagt

            @ hubers,
            hätte präziser formulieren müssen; mir ging es um grüne Gentechnik in Deutschland. Hat Bauer Willi ja auch schon richtiggestellt…(siehe oben). Deshalb nochmals: grüne Gentechnik in Deutschland ist so etwas von out (ist nicht nur meine alleinige Meinung, smile).

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            • hubers sagt

              Keine Ausrede bitte. Sie haben auch Europa erwähnt und ich konnte ohne Probleme zeigen das Europa nicht stimmt.
              Auch wurde in DE schon BT-Mais in etwas größerem Stil angebaut und dann wieder verboten. Heute kann trotz der angeblichen nicht Rückholbarkeit Gentechnik freier Mais erzeugt werden.
              Somit kann der Mais nicht Gentechnikfrei sein weil nicht Rückholbar bzw. unkontrollierte Ausbreitung/Auskreuzen
              oder
              der Mais ist Gentechnikfrei und das viel genannte Argument „unkontrollierte Ausbreitung/Auskreuzen“ ist Bullshit.

              Jetzt dürfen sie sich selbst die Antwort geben und dadurch entscheiden welches der beiden Möglichkeiten wahr ist.

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              • Thorsten S sagt

                Interessant ist doch warum ist Grüne Gentechnik „out“,
                diskutiert man mit dem Verbraucher im Internet, dann sieht man immer die selben Begründungen.
                – Monsanto
                – man muss jährlich neues Saatgut kaufen
                – Herbizideinsatz
                – Monokulturen

                mögliche Gesundheitsgefahren sind selten ist geworden.

                Als Landwirt habe ich auch ohne Gentechnik 100% jährlichen Saatgutwechsel
                In Brasilien werden Sojabohnen mit Biotechnologie auch nachgebaut
                Bei Mais spielt das sowieso keine Rolle, da dürften wohl Hybride den Markt bestimmen, denn Gentechnik schließt ja nicht den Nachbau aus.
                Das die Züchter mit oder ohne Gentechnik die Zukunft in Hybriden sehen steht doch außer Frage, die Züchtung wird immer teurer und schwerer, das Geld muss wieder eingespielt werden. Würden Landwirte bei den Nachbaugebühren ehrlicher sein und diese Zahlen, dann gäbe es wohl weniger Bestrebungen zu den Hybriden.

                Das ohne Gentechnik ebenso Herbizide eingesetzt werden, scheint den meisten eher unbekannt.
                Monokulturen sind kein Merkmal von Grüner Gentechnik, die ist auch kein Auslöser dafür, eher das Gegenteil könnt mit Gentechnik erreicht werden. Monokulturen sind ein Fehler der dortigen Landwirtschaft oder eben der Vermarktungszwang. Im Cornbelt der USA lassen sich Alternativen schlecht vermarkten. Ist in Deutschland ja auch schon so, in manchen Regionen wird man keinen Roggen los, hier fängt das gerade mit dem Hafer an, da muss man lange telefonieren und warten, bis ein Händler den annimmt.
                Dafür bekommen wir wegen der Nähe zu Westniedersachsen für Futtergerste mehr, die ist gefragt.

                Und gegen die Vermaisung Deutschlands ließe sich mit Gentechnik einiges entgegenwirken.

                Und Monsanto kennt jeder, der Ruf schützt das Unternehmen wohl eher vor einer Übernahme durch die europäischen Konzerne.
                Von Monopol im Saatgutmarkt ist der Züchter weit entfernt.
                Einzig RoundupReady hat Monsanto als Vermarkter bei den Traits zum Marktführer im Bereich Biotechnologien gemacht, das dürfte auch langsam der Vergangenheit angehören, das Patent ist ausgelaufen und DowAgro hat eine mindestens ebenbürtige Alternative.
                Liberty Link war ja nicht der Renner, zum Glück für Mensch und Umwelt.

                Wo das Mitgefühl dieser besorgten Menschen aber ist, wenn man in Deutschland die Bundes- und Landessortenversuche einstampfen will und Kürzungen für diese im Haushalt beschließt?
                Durch die Kürzungen geht es eher den Kleineren Züchtern in Deutschland an den Kragen, es kann nicht mehr so umfangreich geprüft werden, Sorten kommen nicht in die Versuche. Sollten die BSV oder LSV ganz wegfallen, dann entscheidet die Werbung, welche Sorten verkauft werden.
                Da gibt es keinen Aufschrei bei den Besorgten, die kennen dieses System überhaupt nicht.
                Und das Landwirte keine eigenen Sorten züchten, ist denen auch meist unbekannt.

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  3. Rufer aus der Wüste sagt

    Schweinebauer Piet:

    Wie hast du geschrieben:

    „Erkläre mir aber bitte, wenn man mit der Gentechnik Getreide auch unter trockenen Bedingungen anbauen kann, welche Alternative es dafür gibt.“

    Deswegen muss man darauf hinarbeiten das die Tierfuetterung ohne Soja aus Suedamerika auskommen muss. Deswegen Anhebung des Mindestpreises fuer Schweinefleisch auf z.B. 8 Euro das Kg. Eine Stunde Arbeit vom Mindestlohn.
    Dann wieder die Zufuetterung von Tiermehl bei den Schweinen und Huehnern. Die sind Allesfresser und die brauchen tierisches Eiweiss.
    Durch den Grundpreis von 8 Euro pro Kg Schweinefleisch beim Supermarkt rechnet sich dann auch der Anbau von einheimischen Futtereiweisspflanzen.
    Das mal fuer den Anfang und dann wird man schon sehen wie sich das entwickelt.
    Die Ernaehrung einer Nation gehoert nicht in die Haende von profitorientierten Konzernen oder machthungrigen Politikern.

    Ach ja, hier etwas fuer unsere transgen.de Freunde

    Interessant wie und wo die ueberall sitzen:
    https://www.facebook.com/StopTheBigSix/posts/251243968357056

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    • Schweinebauer Piet sagt

      Hallo Rufer, finde doch mal heraus wieviel Soja importiert wird und welche Fläche wir bräuchten, um das Soja selbst anzubauen. Vielleicht kann ich dann helfen, falls das Ergebnis nicht schon die Antwort verrät.

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      • Rufer aus der Wüste sagt

        Sollte das billigste Stueck Schweinefleisch 8 Euro das Kg kosten. Ich wuerde sagen da geht der Fleischverbrauch schon einmal zurueck.
        4,5 Millionen to Soja sollen importiert werden. Dem gegenueber steht eine Tiermehlproduktion von 670000 to im Jahr 1999.
        Ob das Tiermehl nun auf Asien exportiert wird und als Huehnerbrustfilet wieder zurueckkommt. Das wird egal sein. Das exportieren sparen wir uns und fuettern es unseren Tieren hier. Auch das wird den Sojaverbrauch einschraenken.
        Jetzt ist dann noch die Frage wie hoch der Schweinefleischpreis sein muss, damit sich der Anbau von einheimischen Eiweisspflanzen lohnt. Aber auch das waere wohl moeglich heraus zufinden. Alles eine Frage des Willens.

        Also Schweinebauer Piet. Wie habt ihr denn eure Schweine vor dem iMport von Sojaschrot gefuettert?

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        • Matthias W. sagt

          Hallo Rufer,
          an Sojaschrot bei Schweinemast kann ich mich schon seit fast 50 Jahre erinnern…Aber nicht in den Mengen pro Tier. Da wurde eben Getreide und Kartoffeln dazu gefüttert. Manchmal auch Essensreste (das ist ja jetzt verboten).

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          • Schweinebauer Piet sagt

            Unwissenheit und Trägheit sind die teuersten Produktionskosten. Das wird uns auch den Zugang zur Gentechnik verschließen und damit auch die Möglichkeit zu einem erschwinglichen Preis für alle genügend zu produzieren. Es geht wie schon erwähnt nicht nur um die Interessen der satten.

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            • Rufer aus der Wüste sagt

              Hallo Schweinebauer Piet

              Mir scheint du willst gar keine Alternativen zur Gentechnik hoeren. Die Alternativen sind da und durch eine Erhoehung des Fleischpreises und einer bewussteren Ernaehrung wuerde sich bestimmt etwas machen lassen.
              Dann haben wir noch die Ueberproduktion, wo der Ueberschuss in der Biogasanlage landet oder auf der Muellkippe. Nur um die Preis hoch zu halten.
              Dann sagt man das sehr viel weggemschmissen werden soll. Auch hier muss ein Umdenken stattfinden. Auch wenn der Joghurt das Mindesthalt…. erreicht hat, braucht man den nicht wegschmeissen.
              Ein anderer Punkt sind die Spekulationen an der Boerse mit Nahrungsmittel.

              Ich empfehle dir einen Urlaub in Indien mit dem Rucksack. Dann wirst du erkennen was man wirklich zum Leben braucht und was nicht. Du wirst Dinge sehen, wo unvorstellbar in unserer Gesellschaft sind.
              Und auch wirst du erkennen was der Begriff „satt“ wirklich bedeutet.
              Nur so etwas steht nicht auf der „transgen“ Webseite.

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              • Schweinebauer Piet sagt

                Hallo Rufer aus der Wüste, ich sehe du verstehst die Welt und gibst Wili viele Ideen. Mit Gentechnik hat das nicht unbedingt alles zu tun, aber vielleicht retten wir die Erde. …

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                • Rufer aus der Wüste sagt

                  Es geht um Alternativen zur Gentechnik. Und die sind vorhanden, nur werden sie medial verdraengt weil sich nichts daran verdienen laesst.

                  Nur dazu muss ein Umdenken stattfinden.

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              • Alois Wohlfahrt sagt

                Ein Ruf aus der Wüste – und der Fleischpreis wird angehoben.
                Noch ein Ruf: …Du sollst Deine Ernährung ändern.
                und weiter gehts: …Du sollst nicht soviel wegschmeissen. …Du sollst nicht spekulieren. …Du sollst mal nach Indien fahren.
                Irgendwie kommt mir das selbstgerecht biblisch vor und hilft zur Problemlösung leider überhaupt nix.
                Im Gegenteil: Mit erhobenem Zeigefinger überzeugst Du niemanden, motivierst niemanden, nimmst niemanden mit um in irgendeiner Weise auch Änderungen zu erreichen.

                Alois

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                • Rufer aus der Wüste sagt

                  Woisch Alois

                  Ausser die anderen zu kritisieren ist von euch selber noch keine Vorschlaege gekommen. Oder hab ich die ueberlesen?
                  Es geht darum einmal ueber den eigenen Tellerrand zu blicken und zu sehen wie es woanderst zu geht. So hoch ist der Gruenten nun auch wieder nicht das man da nicht hinueber sehen kann.

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                • Thorsten S sagt

                  Alternativen zur Gentechnik, gibt es viele und wird es auch weiterhin geben.
                  Warum immer dieser Totalitarismus, der scheint bei den meisten Gentec-Kritikern ein tiefer Bestandteil sein.
                  Gentechnik wird so schnell die Zucht an sich nicht ersetzen können aber sie könnte einen Beitrag in vielerlei Hinsicht leisten.
                  Gentechnik auf Herbizidtoleranzen oder Monsanto zu reduzieren ist einfach gesagt Unsinn.
                  Es gibt da ein nettes Ehepaar, sie forscht an Grüner Gentechnik (überschwemmungstolerantem Reis) und er Biolandwirt, beide sehen eine Zukunft in einer Mischung aus Gentechnik und Biolandbau.
                  Auf Insektizide und Fungizide kann verzichtet werden, der gesamte Pflanzenschutz ob Bio oder Konvi wäre hinfällig.
                  Bleibt dem Landwirt dann mehr Zeit sich um das Beikraut zu kümmern 😉

                  Es wird in Zukunft eine weitere Ausrichtung der Landwirtschaft geben, Bio-Biotechnologische-Landwirtschaft.
                  Mit ein wenig Glück wird dann auch der Weizen leguminose Eigenschaften haben und seinen Stickstoff aus der Luft aufnehmen.

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    • Thorsten S sagt

      Was hat Soja nun mit Getreide zu tun?
      Verwandt sind beide Arten nicht.

      Das es sinnvoll wäre wieder Tiermehl zu füttern, steht ja außer Frage, das mit Panik durchgedrückte Verbot von den Grünen mit Hilfestellung der Umweltoraganisationen, sollte bei dem Thema dann aber nicht außer acht bleiben.
      Daran ist auch sehr gut zu erkennen, dass weder die Grünen noch diese NGOs ausreichend die Folgen ihrer Forderungen und Politik beachten.

      Leider macht sich darüber kaum jemand Gedanken und lässt diese weiter und weiter deren unsinnige Kampagnen, ohne zu hinterfragen verbreiten.

      Sie zeugen doch vom unfehlbaren Glauben an diese Weltenretter.
      Künast:
      Landwirte werden Energiewirte. Heute sind es die Maismonster vom Lande, als ob davor niemand gewarnt hätte.
      Tiermehl darf nicht verfüttert werden -> nun wird Sojaschrot verfüttert
      Mehr Bio, also her mit dem EU Biosiegel -> Biokartoffeln aus Ägypten, BioMöhren aus Israel, deutsche Biobauern kippen die Biokartoffeln in die Biogasanlage.

      Warum sind immer andere Schuld, bei dem was uns die Grünen und die NGOs eingebrockt haben?

      Wie unreflektiert doch die Menschen heute ihre Meinung bilden… Es sind ja die Guten…

      Und was sollen staatlich verordnete Preise? Eigentlich war es eine unglaubliche Errungenschaft und Erleichterung als Deutschland wieder vereint und frei wurde.
      Den Tag der Grenzöffnung werde ich niemals vergessen, war damals auf dem Lehrhof und plötzlich kam ein Trabbi nach dem anderen. Ich bekomme heute noch eine Gänsehaut wenn ich daran denke.

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      • Rufer aus der Wüste sagt

        Wenn ich mir die Politik der Deutschen anschaue, dann kann ich nicht sehen das hier irgendetwas „frei“ ist.
        Wir machen keine eigenen Politik sondern vertreten nur die Interessen der anderen. Egal ob es die Interessen irgendwelcher Konzerne, Banken oder der USA ist.
        Und wenn ich mir die Nachrichten anschaue, dann schiebt man in der ganzen Welt das Geld hin. Nur bei den eigenen Leuten da hat man nichts mehr uebrig.

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        • Thorsten S sagt

          Bei der Biotechnologie macht die Politik irgendwie so gar nichts im Interesse der Konzerne, es sei denn Sie meinen Spendenkonzerne wie Greenpeace mit deren 500 Millionen Jahresumsatz.

          Und Weltpolitik hat mit Gentechnik irgendwie so gar nichts zu tun.

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          • Rufer aus der Wüste sagt

            Hallo Thorsten S

            Und ich habe immer gedacht die Weltbank vergibt Kredite in Afrika nur wenn man Firmen wie Monsanto ins Land laesst. Oder hat das was mit Politik zu tun?

            Der ungarische Kartoffelforscher wurde nach einem Telefonat von Clinten abgesaegt. Weil es dem Clinton nicht in sein Gentechnik Programm passte.
            Hat auch nichts mit Politik zu tun. Und auch die Verbindungen zwischen Politik, Wissenschaft, Forschung und Gentechnik in Deutschland.

            Haben sich hier Deutschlands Gentechnikfreunde versammelt?

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          • Matthias W. sagt

            Hallo Thorsten S,
            will ja nicht pingelig sein, aber wo ist der Beleg für den 500 Mio Greenpeace-Jahresumsatz? Soweit mir bekannt ist, liegt der bei knapp 70 Mio Euro. Davon ist ein Großteil von deutschen Richtern verhängtes Bußgeld…
            Und Weltpolitik ist DAS Thema bei Gentechnik – wenn man die Umsetzungen in USA, Asien und Lateinamerika sieht, nur mal nebenbei!

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            • Thorsten S sagt

              Greenpeace weltweit mit hat einen Jahresumsatz von 500 Millionen.
              Greenpeace Energy erzielt allein 94 Millionen.

              Greenpeace ist keine kleine Umweltorganisation sondern ein Konzern.
              Genau das wird auch von exVerantwortlichen immer wieder angeprangert, es geht nicht mehr um den Urgedanken gemeinsame Lösungen zu finden, sondern nur noch um Geld und Einfluss.

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  4. Matthias W. sagt

    Hallo Willi,
    es gibt ja genügend Argumente für/gegen die grüne Gentechnik. Alles PRO wird unter der Vorgabe der Rationalität begründet. Gesetzt den Fall, Ängste oder Vorbehalte werden allerdings auch als FAKTEN bewertet, reicht das WOLLEN für die grüne Gentechnik nicht aus. Risiken bzw. Restrisiken sind eben nicht nur in „Schadenshöhe mal Schadenswahrscheinlichkeit“ berechenbar sondern nicht kalkulierbare Größen. Damit ist die Akzeptanzfrage erheblich höher einzuschätzen wie die naturwissenschaftliche Begründung für die Notwendigkeit der grünen Gentechnik. Die Kernkraft in Deutschland ist nicht an technischer Unvollkommenheit sondern an NICHTAKZEPTANZ gescheitert. Das hat sogar die Politik so bewertet. Der Gentechnik geht es in Deutschland genauso.

    0
    • Bauer Willi sagt

      Ja, und es gibt Angstforscher, die genau das feststellen. Es geht nicht mehr um die tatsächlichen Risiken sondern nur noch um die „gefühlten“ Risiken. Es ist mühsam, aber zumindest sollten wir den Dialog weiter führen. Ob es was bringt? Ich war mein Leben lang ein Optimist

      0
      • Matthias W. sagt

        Hallo Bauer Willi,
        hier etwas für den Optimisten in Dir:
        „Zentrale Herausforderung ist die Anpassung von Lebensentwürfen und Konsummustern in den reichen Ländern.“
        Prof. Dr. Friedhelm Taube, Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, in http://www.transgen.de/aktuell/1795.doku.html

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        • Matthias W. sagt

          ein Nachtrag zur niederländischen Gentechnik bei Kraut- und Knollenfäule in Kartoffeln:

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          • Thorsten S sagt

            Was soll uns das Video nun sagen?
            Eine cisgene Krautfäule resistente Kartoffelsorte hatte BASF schon vor längerem in Zulassungverfahren in der EU.
            Der Antrag wurde zurück gezogen, da BASF keine Zukunft bei GVO in der EU sieht und man sich die Millionen für weitere Arbeit bei der Zulassung sparen wollte.
            Anschließend hat BASF dann seine komplette Biotechnologiesparte in die USA verlegt.
            „Weg aus Germany“
            früher gab es mal „made in Germany“

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            • Thorsten S sagt

              Und was haben Sie bei dem Artikel bei Transgen nicht verstanden?
              Keine besonderen Risiken ist recht eindeutig, denn das bedeutet nicht riskanter wie die klassischen Züchtungsvarianten.

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              • Matthias W. sagt

                Ganz einfach: im Abschlußbild ist ein Text eingeblendet: „Start 2006 mit der Forschung, 2008 Freisetzung in B, NL IR, bisher keine konkreten Pläne für eine Markteinführung“. Warum wohl?

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                • Thorsten S sagt

                  Kommst Du vielleicht drauf, wenn Du kurz die Homepage von Greenpeace besuchst.

                  BASF hat die Krautfäule resistente Kartoffel bereits.
                  Da der durchschnittliche Deutsche Verbraucher Angst vor „Genen“ in seinem Essen hat, verzichtet BASF auf eine Zulassung in der EU.
                  In Zukunft wird die BASF mit seiner Biotechnologiesparte für andere Märkte entwickeln Nord- und Südamerika, Asien und Afrika.

                  Falls Sie es nicht mitbekommen haben, ist der Standort aus Deutschland in die USA verlegt worden, samt Arbeitsplätze.

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                • Matthias W. sagt

                  selbstverständlich kenne ich die BASF Kartoffel-Thematik. Auch die genveränderte Amflora, die die BASF zurückgezogen hatte. Übrigens auch deshalb, weil die stärkeverarbeitende Industrie sich geweigert hat, diese Kartoffel aus Akzeptanz-gründen einzusetzen…(http://de.wikipedia.org/wiki/Amflora)

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          • Matthias W. sagt

            Hallo Willi,
            Link ist korrekt: neben Frau Wanke rechts im Bild ist ein Video mit Prof. em. Dr. Wolfgang van der Daele „Man will diese Technik einfach nicht“und weiter unten bei „Mehr Videos“ kommt als letzter Beitrag Prof. Dr. Friedhelm Taube. Kann nix dafür, dass Transgen da keinen direkten Link zulässt…

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              • Thorsten S sagt

                Die Akzeptanz wird ja durch unsachliche Kampagnen von Greenpeace und Co auch verhindert.
                Mit Mais-Gesichtern wurde dem Verbraucher Angst vor Genen im Essen eingetrichtert.
                Dazu gab es mal eine tolle Videoumfrage in der USA, 9 von 10 GMO-Gegner lehnten Gene in ihrem Essen grundsätzlich ab…
                Befragt man den Verbraucher, ob er Gemüse essen würde, dass durch Strahlung zu Mutationen gezüchtet wurde, dann lehnen das eben so viele ab, eher noch mehr.
                Nur ist die Vorschlaghammermethode heute bei 80% des Gemüses zum Einsatz gekommen. Und steht in Deutschland bislang nicht unter dem Aspekt einer Risikoanalyse.

                Also ist nicht die Technik an sich für die Ablehnung verantwortlich, sondern die Unkenntnis. Und bevor das auch noch wer kapiert, hat man zB in Niedersachsen das Schulprojekt HannoverGen abgeschafft.

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  5. hubers sagt

    An Matthias W. (# 22. März 2015)

    Ihre Dreistigkeit beim schreiben ihrer Meinung die vor allem von Ahnungslosigkeit geprägt ist erstaunt mich immer wieder.
    Sie behaupten das „die Petunien, die von der Uni Köln bearbeitet wurden und nach einjähriger Versuchsphase zurückgezogen werden mussten, weil nicht sichergestellt werden konnte, dass springende Gene auf andere Kulturen überspringen.“.
    Nicht nur genug das sie eine (bewusst?) falsche Aussage machen bzgl. der beantragten Versuchsdauer und Antragssteller (es war das Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung ), nein, sie toppen diese Unverschämtheit sogar in dem sie „springende“ Gene auf andere Kulturen hüpfen lassen.
    Wer mehr von den Lesern über diesen Versuch erfahren möchte kann dies gerne nachlesen.
    Dirk Büssis hat diesen Versuch auf http://www.transgen.de/forum/viewtopic.php?f=2&t=459 genauer beschrieben (Fachliteratur auf der Homepage https://www.mpipz.mpg.de/).

    Das Ziel des Versuches war es Transposons („springende“ Gensequenzen – keine Gene) in Pflanzen zu identifizieren. In Bakterien waren diese „springenden“ Gene (unabhängig ob gentechnisch verändert oder nicht) schon bekannt.
    Mit Hilfe dieser modifizierten Pflanzen sollten eben aufgrund der Blütenfarbe dann entsprechende Individuen schnell erkannt werden. Da diese Transposons eben nicht sehr häufig auftreten muss es eine große Anzahl von Pflanzen geben damit ein oder zwei sicher detektiert werden können.
    Doch Oh Schreck (für sie Matthias W) es wurden keine Transposons gefunden. Also keine springende Gene. Es wurde jedoch was viel cooleres entdeckt und zwar der erste DIREKTE Nachweis epigenetischer Effekte in Pflanzen.

    Wenn man, so wie sie, gentechnische Methoden in der Nutzpflanzenzucht für nicht sinnvoll erachtet, so sollte man dennoch soviel Anstand haben keine Lügen zu verbreiten. Ob dieses Lüge aus Unkenntnis oder Absichtlich entstand ist unerheblich.
    ANSTAND ist immer MODERN und fördert auch die Bereitschaft Sachkundiger zur Diskussion. Es macht eben kein Spass immer wieder falsche Meinungen die als Tatsachen hingestellt werden zu korrigieren.

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    • Matthias W. sagt

      An Hubers,
      ich finde Ihre persönlichen Angriffe nicht besonders zielführig, zumal es dazu auch inhaltliche gegenläufige Ansichten gibt. Sollte sich Ihr inhaltliches Wissen reziprok zu Ihrer textlichen Interpunktion und Schreibweise verhalten, wundert mich das allerdings nicht…

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      • Thorsten S sagt

        Ich kann Hubers sehr gut verstehen, denn was Sie hier verbreiten sind Behauptungen, die lange widerlegt sind. Sie ziehen sich an Dingen hoch, ohne im geringsten auch nur ansatzweise einen Funken verstanden zu haben.
        Und wenn Sie dann noch eine ausführliche Antwort bekommen, die Ihnen versucht die Dinge genau zu erklären, dann kommt wieder ein „gegenläufige Ansichten“.

        Sie ignorieren sämtliche Tatsachen, um ihren Glauben bei dem Thema nicht ins Wanken zu bringen.

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      • hubers sagt

        Hallo Matthias W. (# 25. März 2015)

        Meine eklatanten Mängel in der textlichen Interpunktion und Schreibweise bin ich mir bewusst.

        Der Unterschied zwischen uns besteht jedoch im Umgang mit bestimmten Schwächen/Unwissen.
        Ich bin mir meiner Schwäche/Unwissen in Punkto textlichen Interpunktion und Schreibweise bewusst. Zum einen versuche ich dies zu reduzieren in dem ich den Text vor dem Abschicken immer nochmals mir laut vorlese und auch diverse Rechtschreibprogramme nutze.
        Zum anderen würde ich nie auf die Idee kommen mehrere Kommentare darüber zu verfassen meine textlichen Interpunktion und Schreibweise als das Maß aller Rechtschreibung hinzustellen.

        Sie behaupten hier jedoch immer wieder Dinge über Pflanzenzucht und Genetik die falsch sind.
        Das kann auch nicht mit irgendwelchen Ausreden alá „aber das ist eine andere Sichtweise“ schöngeredet werden.

        Ihre Aussage „Sollte sich Ihr inhaltliches Wissen reziprok zu Ihrer textlichen Interpunktion und Schreibweise verhalten, wundert mich das allerdings nicht…“ fasse ich im übrigen als Kompliment auf.
        Denn das Wort reziprok benutze ich ausschließlich in der mathematischen Bedeutung. Somit unterstellen sie mir das ich ein überdurchschnittliches Wissen in Naturwissenschaften habe.
        In diesem Punkt haben sie recht.

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        • Matthias W. sagt

          Hallo Hubers,
          naturwissenschaftliche Denke habe ich Ihnen niemals abgestritten. Trotzdem ist sie nicht der Lehre Weisheit. Diese Denke kennt nur richtig:falsch, schwarz:weiß, gut:böse. Damit verkürzt sie Sachzusammenhänge auf naturwissenschaftlich reproduzierbares: ja oder nein?

          Das Leben erfordert mehr! Auch Homöopathie heilt, nicht nur Schulmedizin…

          Was ich meine: Gentechnik hat in Deutschland keine Chance, da hier politische Entscheidungen über AKZEPTANZ laufen. Das ist mehr als „richtig oder falsch“. Hier geht es ums WOLLEN oder NICHTWOLLEN. Das hat auch mit deutschen oder europäischen Lebensbedingungen zu tun, die man will (oder nicht will). Da nützt rationaler Sacherverstand leider nur bedingt…Nix für ungut!

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          • hubers sagt

            An Matthias W.

            Ihre Chuzpe erstaunt mich immer mehr. Ich finde es schon vermessen dass sie ihre Wissenslücken in der Pflanzenzucht hier als Weisheit letzter Schluss darstellen. Jetzt kreieren sie auch noch eine frei erfundene Behauptung was naturwissenschaftliches Denken sei.

            Naturwissenschaftliches Denken ist eben genau das Gegenteil von richtig:falsch, schwarz:weiß, gut:böse.
            Es gibt verschiedene Denkschulen die versuchen naturwissenschaftliches Denken zu klassifizieren, diese sind jedoch weit von der von ihnen aufgestellten Behauptung weg. Was naturwissenschaftliches Denken ist kann meines Erachtens am besten grob dadurch beschrieben werden das diese Art zu denken zwischen induktivistisch-empirizistische Bestätigungspositionen (logischen Positivismus) und des Falsifikationismus liegt.
            Einfach zusammengefasst liegt es zwischen „Man kann nicht mehr wissen, als man weiß“ und „Extraordinary claims require extraordinary evidence“.

            Personen die naturwissenschaftlich Denken werden auf die Frage: „Können sie ausschließen das gentechnisch gezüchtete Pflanzen zu einer unkontrollierbaren Gefahr werden?“ immer mit „Nein“ antworten.
            Jedoch werden sie als Zusatz aufführen das
            a) dies auch nicht bei Neuzüchtungen mit konventionellen Zuchtmethoden auszuschließen sei
            b) dass das Risiko in beiden Fällen gleich hoch ist
            c) das dadurch die Wahrscheinlichkeit der unkontrollierbaren Gefahr durch gentechnische Zuchtmethoden sehr, sehr nahe am Limes unwahrscheinlich liegt.

            Das von ihnen postulierte Denken ist nach meiner Beobachtung eher bei diversen NGOs, Politiker und Journalisten zu finden die
            a) der Meinung sind die durchschnittliche Person sei nicht in der Lage komplizierte Zusammenhänge zu verstehen weshalb eine Reduktion auf schwarz:weiß erforderlich ist
            b) diese kontroverse Betrachtung viel Arbeit und Sachwissen erfordert um es auf 3 Minuten Beiträge oder 160 Zeichen zu reduzieren
            c) keine einprägsame (Spenden bzw. Wahlstimmen generierende ) Parolen sich erstellen lassen
            d) usw.
            ——————————————————————————————————————-

            Ihr Satz „Auch Homöopathie heilt, nicht nur Schulmedizin…“ ist unnötig und zudem falsch.
            Erstens es gibt keine Schulmedizin sondern nur wirksame und unwirksame Medizin. Dabei ist es unerheblich ob neue Heilungsmethoden in den bisherigen medizinischen Methoden vertreten sind oder nicht. Ist etwas wirksam dann ist es Medizin ansonsten nicht (Tim Minchin „‚You know what they call alternative medicine that’s been proved to work? – Medicine!“)

            Die Antwort ob Homöopathie aufgrund der durch Homöopathen postulierten Wirkweise heilt ist eindeutig mit NEIN zu beantworten.

            Als nächstes stellt sich dann die Frage ob diese vielen Einzelfallbeobachtungen von scheinbarer Wirksamkeit sich durch andere Modelle – nicht durch die Homöopathie-Lehre gedeckten Erfolge – erklären lässt.
            Da wäre zum einen das dadurch der Placebo-Effekt ausgelöst wird. Diese Erklärung ist nach allen bisherigen Erkenntnissen aus der Placebo-Forschung als eher unwahrscheinlich anzusehen.
            Alternativ wird diskutiert ob die Homöopathie aufgrund ihrer häufig positiven Umschreibung den Nocebo-Effekt im Verhältnis zur häufig kritisch-negativ beschriebenen „Schulmedizin“ nicht verstärkt. Diese Erklärung passt schon eher, weil der Nocebo-Effekt im Gegensatz zum Placebo-Effekt nachweislich und reproduzierbar ausgelöst werden kann.
            Diese kurz skizzierten zwei (unter vielen anderen) Erklärungsversuche zeigen deutlich das naturwissenschaftliches Denken eben nicht schwarz:weiß ist und im totalen Kontrast zu ihrem Satz „Auch Homöopathie heilt, nicht nur Schulmedizin…“ steht.
            ———————————————————————————————————————-

            Ihrer abschließenden Meinung zum Verbot des Anbaus von Pflanzen die aufgrund der juristisch (nicht wissenschaftlich) Definition gentechnischer Zuchtmethoden gezüchtet wurden rechtfertigt noch lange nicht die Verwendung frei erfundene Behauptungen als Argumente gegen diese Zuchtmethoden.

            Erschreckend finde ich das sie als Scheinargument die deutschen Lebensbedingungen aufführen.
            Diese Lebensbedingungen basieren jedoch auf der Tatsache weil Menschen im Sinne der Aufklärung sich trauten bestimmte Dogmen auf den Prüfstand zu stellen und neu bewerteten.
            Diese Lebensbedingungen sind also deshalb so weil es in der Vergangenheit sehr viele Menschen gab die den Willen hatten mittels rationalem Sachverstand die Lebensbedingungen zu verbessern. Auch wenn anfänglich die Mehrheit etwas nicht wollte.

            Abschließend noch ein sehr schöne Aussage von Douglas Adams die ihre Aussage übers Wollen bzw. Nichtwollen sehr gut beschreibt.
            „Ich habe ein paar Regeln aufgestellt, die unsere Reaktionen auf technische Neuerungen beschreiben:
            1. Alles, was es schon gibt, wenn du auf die Welt kommst, ist normal und üblich und gehört zum selbstverständlichen Funktionieren der Welt dazu.
            2. Alles, was zwischen deinem 15. und 35. Lebensjahr erfunden wird, ist neu, aufregend und revolutionär und kann dir vielleicht zu einer beruflichen Laufbahn verhelfen.
            3. Alles, was nach deinem 35. Lebensjahr erfunden wird, richtet sich gegen die natürliche Ordnung der Dinge.“

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            • Matthias w. sagt

              @ hubers,
              bin schon beeindruckt von Ihrem Versuch, mich nachdenklich zu stimmen…

              Vergessen Sie bitte aber auch nicht, dass Naturwissenschaftler das DDT entdeckten – was eine Zeitlang als unverzichtbar in der Medizin und im Landbau schien – inzwischen wissen wir durch neuere (feinere) Messmethoden, dass es hier Anreicherungseffekte im Fettgebwebe gibt. Von Wirkungen auf Stoffwechsel ganz zu schweigen.
              Wir wissen, das Bisphenol A als Stabilisator in Kunststoffen benutzt wird. Die Nebeneffekte (Schnecken, Fische, Unfruchtbarkeit, usw.) wurden von den „Erfindern“ nicht gesehen. Die Diskussion um Dioxine und Furane muß ich jetzt ja wohl auch nicht zitieren?
              Will sagen, die gesamten naturwissenschaftlich-technischen Entwicklungen haben Folgen gehabt, die nicht geplant, nicht vorhersehbar oder ursprünglich nicht messtechnisch belegbar waren. Und nun kommen Sie mit Gentechnik?

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              • Schweinebauer Piet sagt

                Ich komme jetzt auch wieder mit Gentechnik und befürworte es. Bei der normalen Kreuzung zweier Pflanzen können wir nicht abschätzen, welche Nebeneffekte heraus kommen, wie z. B. Allergien. Die Gentechnik ist hier viel gezielter.

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              • Bauer Willi sagt

                Lieber Matthias,
                ich fasse Deine bisherigen Kommentare zusammen. es geht um WOLLEN oder NICHT WOLLEN. Du antwortest nicht auf die Einwände, sondern bringst neue Pauschalurteile. Du willst Dich mit den Fakten nicht auseinandersetzen, sondern schreibst nur den lockeren Satz, dass „die gesamten naturwissenschaftlich-technischen Entwicklungen Folgen gehabt haben, die nicht geplant, nicht vorhersehbar oder ursprünglich nicht messtechnisch belegbar waren.“ Du WILLST keine Diskussion führen, sondern lediglich zum Ausdruck bringen, dass DU bestimmte Dinge NICHT WILLST. Und das ist geplant, vorhersehbar und anhand deiner immer gleichen Einwände messtechnisch belegbar. Aber das ist keine Diskussion!!
                Bauer Willi

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                • Matthias W. sagt

                  Hallo Willi,
                  möchte den Vorwurf so nicht stehenlassen, ich würde keine Diskussion führen!

                  Fakt ist (wie man weiter oben ja sehen kann), dass ich durch Zitate, Filme und Links nicht nur meine persönliche Meinung äußere sondern belege, dass es Vorbehalte auch von Wissenschaftlern z.B. auf den Transgen-Seiten gibt (das ist schon beachtlich!).

                  Ich kann jedem, der sich mit den Thema ernsthaft befasst nur empfehlen, das Buch von Jeremy Rifkin: „Das Biotechnische Zeitalter – die Geschäfte mit der Genetik“ zu lesen (ISBN 3-570-00266-7). Ist zwar schon von 1998, aber immer noch aktuell!

                  Diskussionen zu Placebo- oder Nocebo-Effekte oder über Sinn oder Unsinn von Homöopathie sind hier nicht führbar, da dazu etliche Zeilen mehr erforderlich wären…

                  Feststellungen von Thorsten S z.B. nehme ich mit Interesse zur Kenntnis, kann sie aber nicht diskutieren, da mir die Hintergründe dazu fehlen.

                  Meine Meinung basiert im übrigen auf eigenen Erfahrungen aus Landwirtschaft, Medizin, Umwelt und Chemie.

                  Ich werde deshalb auch weiterhin meine MEINUNG zum Ausdruck bringen…

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                • Matthias W. sagt

                  Hallo Willi,
                  Nachtrag: Ich habe nicht nur meine Meinung geäußert sondern an verschiedenen Stellen auch PRAXIS-Beispiele genannt. Auf DDT gehst Du z.B. nicht ein: Das war mal z.B. ein Mittel gegen die Kohlfliege oder zur Bekämpfung von Borkenkäfern oder Läusen (auch beim Menschen).
                  Wir wissen aber heute, dass das Teufelszeug sich im Fettgewebe einlagert und u.a. den Stoffwechsel stört. Das hat niemand erkannt, gewollt und vorhersehen können. Da Biotechnologie und Gentechnik weit größere Effekte haben, als alle bisherigen Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt, ist es doch legitim, Vorbehalte zu äußern. Politisch ist die grüne Gentechnik zumindest auf absehbare Zeit deshalb auch in Deutschland out (nicht nur meine Meinung!!).

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                • Bauer Willi sagt

                  Hallo Matthias
                  Friede! Natürlich sollst du, nein, Du musst Deine Meinung weiter frei äußern. Dafür ist die Seite ja da! Bei mir persönlich kommen Deine Einwände aber so an, dass man am besten auf Forschung zukünftig ganz verzichten sollte, weil ja die Auswirkungen generell nicht absehbar sind. Wie gesagt, bei mir kommt eine allgemeine Technikfeindlichkeit an. Zu DDT kann ich derzeit nichts fundiertes sagen, dazu müsste ich recherchieren. Vielen Dank für deine positive Kritik zu der Aufmachung der Seite. Das Lob geht aber an Alois.
                  Bauer Willi

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                • Matthias W. sagt

                  Hallo Willi,
                  schade, dass bei Dir nur eine „Technik-Verweigerungshaltung“ meinerseits ankommt. Ist aber nicht so, ich bin selbst auch Naturwissenschaftler, wir leben alle in Industrieländern vom Fortschritt dieser Entwicklungen. Mir ist nur wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Biotechnologie und die Gentechnik in ihren Wirkungen so erheblich weiter greifen, als alle industriellen Errungenschaften, die bisher erfunden wurden. Deshalb ist Skepsis und Vorsicht unbedingt angesagt.

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  6. Schweinebauer Piet sagt

    Hier ein Auszug aus einem Zeitungsartikel
    Artikel mit dem gleichen Inhalt habe ich noch mehr.

    Gentechnisch veränderte Pflanzen zeigen im Vergleich zu konventionell gezüchteten kein höheres Risiko für Umweltbeeinträchtigungen. Seit 1987 hat die Bundesregierung zahlreiche Projekte zur biologischen Sicherheitsforschung finanziert. Zwei Jahre nach dem Ende des vorerst letzten Programms ist nun eine Broschüre erschienen, in dem einige Versuchsreihen mit ihren Ergebnissen vorgestellt werden. Einen Schwerpunkt bilden mehrere Projekte zu gentechnisch verändertem Mais. Obwohl die Wissenschaftler keine Hinweise auf besonderen Umweltrisiken finden konnten, wird Deutschland einen Anbau wohl auch in Zukunft verbieten

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  7. Schweinebauer Piet sagt

    Ja wir brauchen die Gentechnik! !! Haben wir Getreidesorten, die weiger Wasser benötigen, ist das toll. Daran wird zurzeit in der Schweiz gearbeitet. Der schon erwähnte goldene Reis hilft jetzt schon vielen Menschen in Indien. Dafür zahlt keiner mehr als für den normalen Reis. Vielen Menschen wird dabei geholfen nicht an einer Augenkrankheit zu leiden oder gar zu erblinden. Der Weizen könnte vielen hungernden Menschen das Leben retten. (www.transgen.de)
    Natürlich kann ich auch dagegen sein und Zeitungen glauben, die einst unsere gut erhaltenen Wälder für tot erklärt haben. Hier liegt dann auch das Problem, dass schlechte Nachrichten sich besser verkaufen, egal ob richtig oder falsch.

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    • Rufer aus der Wüste sagt

      Hallo Schweinebauer Piet

      Seit wievielen von hunderten von Jahren wird Reis in Asien und Indien gegessen?
      Und nun kommt man darauf das die Leute unter Mangelerscheinungen leiden.

      Ich glaube es wuerde sich rentieren hier ein wenig tiefer zu graben und den Mangelerscheinungen auf den Grund zu gehen.

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    • Rufer aus der Wüste sagt

      Hier Schweinebauer Piet eine Antwort warum die Leute Mangelerscheinungen haben:

      http://www.ein-langes-leben.de/index.php?option=com_content&view=article&catid=21:wieder-jung&id=47:vitamin-b-12-ein-mangel-kann-ursache-vieler-symptome-sein

      Da in Indien wohl sehr viele Vegetarier leben und dieses Vitamin fast nur im tierischen Eiweiss vorkommt, kommt es zu einer Mangelerscheinung.

      Lies den Artikel, auch ich hab ihn verstanden. Man muss kein gstudierter sein um den Text zu verstehen.
      Die Leute sollen sich ausgewogen ernaehren, dann gibt es keine Mangelerscheinungen. Fertig.
      Und wegen so etwas will man genveraenderten Reis in Umlauf bringen.
      Sollte ich mich nur von meinen Schweinen ernaehren, dann haette ich wohl auch Mangelerscheinungen. Und irgendwann wuerde dann ein ganz schlauer auf die Idee kommen den Schweinen ein Gen einzupflanzen damit, der reine Schweinefleischesser keine Mangelerscheinungen bekommt.
      Nur niemand wuerde Mitleid mit mir haben. Jeder wuerde sagen ich muesste meine Ernaehrung umstellen. Und das waere wohl auch die einfachste Loesung.

      Amen

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      • Thorsten S sagt

        „Leute die sich ausgewogen ernähren“
        Der Spruch ist auf der Höhe eine ehemaligen Königin anzusiedeln:
        „Das Volk hat kein Brot“ – „Soll es Kuchen fressen“

        Das sich hunderte Millionen nicht ausgewogen ernähren, liegt nicht daran, dass die das ablehnen sondern, das es keine andere Möglichkeit gibt momentan.
        Gegen Vitamin A Mangel kämpft man weltweit seit 50 Jahren, die Erfolge sind meist auf Ballungszentren begrenzt, in den Provinzen kommt kein Obst oder auch keine Vitamin A Tablette an.
        Aber es wird Reis gegessen und Golden Rice wäre eine Möglichkeit ein wenig Abhilfe zu schaffen, ein endgültige Lösung ist das natürlich nicht aber es wird auch keine weiteren Lösungswege behindern.
        Und momentan sieht es nicht so aus, dass Gemüse und Obst bald in Regengebieten wachsen wird.

        Solche Vitamin-A-Früchte sind momentan in vielen Teilen der Welt ein neuer Lösungsansatz, um dem Problem Herr zu werden, es gibt eine Kartoffel in Afrika die ebenso angereichert ist, das ging allerdings ohne Gentechnik (teilweise mit den gleichen Wissenschaftlern, die auch am Golden Rice beteiligt waren).
        Daneben gibt es noch ein Projekt zum Mais in Afrika.

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        • Schweinebauer Piet sagt

          Hallo Thorsten S, sehr gut geantwortet. Mit Sachlichkeit kommt man am besten weiter. Ich habe wieder dazu gelernt.

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    • Landwirt Franz sagt

      Hallo, ein guter Indikator für beherrschbare Risiken sind oft die Höhe der Versicherungsprämien.
      Was kostet es einen Hektar genveränderten Mais zu versichern?
      Ehrliche Frage.
      Atomkraftwerke zB. werden gar nicht versichert, das ist schon sehr bezeichnent, was das Risiko anbelangt.

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      • Thorsten S sagt

        Franz, zum Risiko gibt es eine sehr gute Studie vom BMBF über 25 Jahre,
        das Risiko liegt bei der Grünen Gentechnik nicht höher wie bei den anderen Zuchtverfahren.
        Das kann man wohl kaum ignorieren.
        In Kanada gilt für die Mutationszüchtung (TschernobylFood) eine ebenso hohe Sicherheitsanforderung wie für gentechnische Varianten.
        In Deutschland fordern das auch einige Politiker.
        Das Risiko ist bei der Mutationzüchtung rein vom Gedanken her schon nicht unwesentlich.

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  8. Rheinländerin sagt

    Also ich hab im Prinzip auch kaum Ahnung von Gentechnik, aber ich finde wenn man diese nutzt um die Pflanzen sei es Kartoffeln, Rüben, Gerste etc. gegen Krankheiten macht, ist alles legitim, da in den meisten Fällen später Mittel gegen Schädlinge etc. genutzt werden. Soweit ich das nämlich weiß ist die Methode zum Teil günstiger sind. Dazu kommt das durch die Landwirtschaftskammer geregelt wird was und wieviel man auf seine Felder bezüglich Dünger und spritzmittel verwenden darf. Wogegen ich bin sind so Veränderungen, wie das eine Erdbeere zwar noch aussieht wie eine aber nach Melone schmeckt und seien wir doch mal ehrlich als ob die komplette Radioaktivität von fukushima Weg ist und wir nicht eh schon alle irgendwie in geringen Maßen versäucht sind, denn bis etwas vollständig ohne Radioaktivität ist braucht es Milliardene von Jahren, nur ist der Anteil so gering das es keine großen Auswirkungen auf uns hat.
    Was ich auch noch sagen wollte ist, wenn welche keine mit Gentechnik veränderten Produkte essen wollen sollen die sich Bio Lebensmittel holen und sich dann nicht über den Preis beschweren.

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  9. Rufer aus der Wüste sagt

    Passend gerade ein Bericht ueber Glyphosat.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/21/who-studie-roundup-von-monsanto-kann-krebs-ausloesen/

    Was mich jetzt interessieren wuerde warum der Alois ein Biobauer ist und er mit der Natur arbeitet und der Willi will umbedingt die Gentechnik auf dem Feld will?

    Oder ist es nur eine Trotzreaktion weil es doch auch die rote, gelbe und was weiss ich noch fuer Gentechnik gibt. Wenn die das haben dann will ich das auch, um noch 5 Kw/h mehr aus der Biogasanlage zu bekommen.

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Rufer aus der Wüste
      Sollte diese Uralt-Meldung nun ein sachlicher Beitrag sein oder geht es Dir wie immer nur darum, den Versuch eines sachlichen Dialogs durch persönliche Angriffe gegen mich als Person zu unterminieren?
      Ich stelle in dem Artikel nur Fragen für und gegen rote und grüne Gentechnik. Da bekomme ich aber nur wenig verwertbare Antworten, sondern nur das übliche Freund/Feind-Bild.
      Bauer Willi

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      • Rufer aus der Wüste sagt

        Hallo Bauer Willi

        Du haettest meinen Link besser durchlesen sollen, dann waerst du auch auf das Datum gekommen wann er veroeffentlicht worden ist. Da steht dann:

        Published Online: 20 March 2015

        Also heute ist der 23.03. 2015. Also von uralt wuerde ich jetzt nicht sprechen.
        Desweiteren gibt es einen Link in den Kommentaren zur sueddeutschen. Auch interessant:

        http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/42435/Der-Tod-kommt-mit-dem-Wind

        Wer bei sollchen Artikeln nicht zum zweifeln anfaengt, der wacht wohl nicht mehr auf. Vielleicht hat es damals in Argentinien auch einen Blog gegeben. Der wurde vom Bauer Juarez betrieben und der hat die Vorzuege der Gentechnik im Sojaanbau gepriesen.
        Studien ueber Gesundheitsgefaerdung hatte es damals noch nicht gegeben, man kann ihm also keine Schuld in dieser Hinsicht geben.

        Wie heist es in dem Artikel:

        „Keiner kann mit Bestimmtheit erklären, weshalb die junge Nadia schief im Rollstuhl sitzt und einen nur starr anblickt. Wieso Gonzalo mit Hirnschäden geboren wurde und später genauso starb wie kurz nach ihrer Geburt Sofias Tochter.“

        Aber so etwas interessiert ja den Willi nicht. Der will Loesungsvorschlaege hoeren. Die wurden wohl schon genannt, nur passen sie nicht dem Willi ins Konzept.

        Wenn du dich persoenlich angesprochen fuehlst dann wuerde ich ein anders Thema waehlen. Weil hier geht es um mehr als die eigenen 4 Waende.

        Vor allem weil doch irgendein deutsches Institut die Unbedenklichkeit von diesem Glyphosat bescheinigt hat und nun kommt die WHO daher und sagt etwas anderes.
        Hat man nun den Vortrag von dem H. Bergstedt im Hinterkopf dann muss man sich ueber deutsche Behoerden nicht mehr wundern.
        Weil dann alles in einem anderen Bild erscheint.

        Jetzt sag mal du, du Bauer Willi was du dir fuer Loesungen vorstellst? Noch mehr Subventionen + Erhoehung der Lebensmittelpreis + Einsatz von Gentechnik. Und alles auf dem Ruecken der Verbraucher.

        Und als Dank werden die Kinder dann krank und das Bundesamt fuer Risikobewertung erhoeht dann mal noch schnell die Grenzwerte damit alles in einem schoenen Licht erscheint.

        Das ganze System ist doch krank.
        Die Loseung liegt darin das man mit der Natur arbeitet. Oder wie baut denn der BIObauer seinen Kartoffeln an?

        0
    • Alois Wohlfahrt sagt

      Also zum gefühlten 227igsten wieder mal in die Wüste gerufen:
      Wir (Willi und Alois) wollen Dialog.
      Wollen, dass wir auch über schwierige Dinge reden können.
      Und zwar Landwirte und Verbraucher.
      Ohne Scheuklappen und ohne sich ständig irgendwas zu unterstellen. (wie z.B. dem Willi zu unterstellen, er will Gentechnik auf’s Feld bringen. Stimmt einfach nicht. Nachdenken ist noch lange nicht befürworten.)
      Und der Dialog funktioniert hier doch recht gut.

      Alois

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      • Rufer aus der Wüste sagt

        Da kann doch ich nichts dafuer das dem Willi oder dir meine Zeilen nicht passen.
        Weil selber Loesungen habt ihr bis jetzt noch nicht praesentiert.
        „Ja“ sager haben wir genuegend in der Politik die sich fuer 30 Silberlinge verkauft haben.

        Dialog wollt ihr, aber die Gefahren wollt ihr nicht hoeren.

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        • Alois Wohlfahrt sagt

          Es kommen hier alle zu Wort. Können ihre Argumente einbringen.
          Es ist Dialog. Er reicht sogar bis in die Wüste.

          Alois

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          • Thorsten S sagt

            Rufer aus der Wüste,
            nun steht Glyphosat auf einer Stufe mit Tee, Kaffee oder Essiggurken was eine mögliche Krebsgefahr betrifft, zu mindest aus der Sicht derer, die zu der Annahme kamen.
            Alkohol und Tabak sind dagegen aber immer noch eine 1 in der Klassifizierung, vielleicht sollten die Politiker sich um ein Verbot dieser beiden Substanzen vorher kümmern.

            Und Gentechnik ist nicht gleich Glyphosat, es gibt wesentlich interessantere Möglichkeiten Gentechnik zu nutzen.
            RoundUpReady war nun mal die Cashcow zum Beginn der Grünen Gentechnik, auch wenn das letztendlich die Schar der Gegner vervielfacht hat.

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            • Rufer aus der Wüste sagt

              Ja hoffentlich wissen die Bauern in Suedamerika das Glyphosat unbedenklich ist. Denn wenn ich mir die Berichte anschaue dann ist das doch nicht so unbedenklich. Vielleicht haetten sie doch eher der deutschen Studie glauben sollen die Glyphosat eine Unbedenklichkeit bescheinigt.
              Und nun sagt auch noch die WHO das RoundUp krebserregend ist, na so was.

              Wie das Giftzeug heist, spielt doch keine Rolle. Wichtiger waere um Loesungen zu suchen das man es nicht mehr einsetzen braucht. Und nicht Werbung fuer den Genanbau zu machen das die Gifterzeuger noch mehr Umsatz machen.

              Warum macht der Alois eigentlich keine Werbung fuer den Einsatz ohne Spritzmittel. Oder warum macht der Alois Werbung fuer die Gentechnik und nicht fuer seinen BIOanbau?
              Ihr machts ja keine Werbung, sondern wollt nur eine Diskussion anregen.

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              • Schweinebauer Piet sagt

                Moin, ich denke man sollte nicht nur nach Südafrika schauen und schon gar nicht alles glauben, was unsere Medien berichten.
                Es bestehen auch viele Chancen in der Bekämpfung von Hunger und Krankheiten. Die Gefahren muss man aber auf jeden Fall betrachten. Die sicheren Quellen kenne ich zurzeit noch nicht.

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              • Thorsten S sagt

                Rufer, Deine Antwort zeugt von sehr einseitigem Wissen.
                Außer Glyphosat scheinen Dir keine Herbizide bekannt zu sein, ich denke da hast Du noch einen sehr großen Nachholbedarf.
                Das nachplappern von Gentechnik-Gegnern ist einfach, so einfach ist die Sache nun mal nicht.

                Der Bericht aus Argentinien zeigt doch, wie da Dinge vermischt und vertauscht werden. Endosulfan wird zwar beiläufig erwähnt, man schießt sich aber lieber auf andere Dinge ein.
                Falscher Umgang beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Trinkwasser in Spritzmittelkanister, keine sauberen Trinkwasserbrunnen etc Die Liste ist lang, Glyphosat ist dort sicher nicht das Problem, zu dem gab es in dem Gebiet schon vor dem Anbau erhöhte Krebsraten und Missbildungen.
                Ich halte solche Berichte für pervers, da wird auf dem Rücken der Kranken die eigene Meinung verbreitet.

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                • Rufer aus der Wüste sagt

                  Ich habe keinen Nachholbedarf an Herbizide. Aber ich habe einen Nachholbedarf im Bezug zur Permakultur um mein Wissen zu erweitern damit man ohne Herbizide auskommt.
                  Nur da bin ich wohl nicht alleine.

                  Oder wisst ihr keine Alternativen zur Gentechnik?

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                • Rufer aus der Wüste sagt

                  Hab was vergessen.
                  Da ich kein Biotechniker bin muss ich nachplappern was andere mir vorkauen.
                  Nachdem nun jetzt auch schon die Schweinebauern transgen.de in die Kommentare auf genommen haben. Sollte man sich dieses transgen mal naeher anschauen und da kommt man auf einen Gerd Spelsberg und wenn man noch mehr graebt dann ist transgen ein Ableger der Gentechnik.

                  Die Verbindungen sind wieder so wie der Bredstedt es in seinem Vortrag erwaehnt hat. Alle sind mit einander verbunden.
                  Sollte es jemand interessieren der kann selber nachforschen. Aber mir scheint hier sind alle mit einander verwandt, denn bei jedem Gentechnikbefuerworter wird transgen.de als Quelle benuetzt.
                  Zufall oder oder Absicht?

                  Also machts mal schoen weiter. Ich bin ja gespannt was unter dem Vorwand von einem Brief an die Verbraucher noch alles kommt.
                  Freihandelsabkommen waere auch noch zum diskutieren. Und bestimmt gibt es jemand der darin Vorzuege erkennen kann.

                  1+
                • Bauer Willi sagt

                  Lieber RadW
                  Vielen Dank für die Themenvorschläge. Aber vorher kommen noch andere Aufreger-Themen.
                  Zum Nachdenken: „Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern.“ Hab ich auch irgendwo gelesen…und nachgeplappert.
                  Bauer Willi

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                • Rufer aus der Wüste sagt

                  Bauer Willi:
                  “Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern.”

                  Das kann man schon machen wenn der volle Mund aus dem eigenen Garten kommt. Nur ist wohl ein Grossteil der Bevoelkerung fett und traege geworden und nicht mehr faehig sich selber zu ernaehren.

                  Es gibt sehr wohl Alternativen zu der Gentechnik, nur hat die keine so grosse Lobby und somit erfaehrt niemand etwas davon oder nur wenige.
                  Effektive Mikroorganismen, Permakultur, Elektrokultur. Dinge wo vor ein paar Jahren mir noch nichts gesagt haben. Aber man ist nie zu alt um etwas neues zu lernen.

                  Auf neue Themen bin ich gespannt. Dann wird man sehen wo ihr eur Zelt aufgeschlagen habt’s.

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                • Schweinebauer Piet sagt

                  Hallo Rufer, in unserem Schweinestall setzen wir effektive Mikroorganismen, Gentechnik und fast kein Antibiotika ein.
                  Erkläre mir aber bitte, wenn man mit der Gentechnik Getreide auch unter trockenen Bedingungen anbauen kann, welche Alternative es dafür gibt.

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                • Thorsten S sagt

                  Rufer, bitte verwechseln Sie doch nicht Varianten beim Anbau von Kulturen mit der Züchtung.
                  Und Gentechnik verhindert sicher nicht andere Möglichkeiten, selbst in der Zucht werden die klassischen Varianten nicht verschwinden.
                  Das ist ja das schöne an vielen neuen Dingen, sie können das Leben bereichen.

                  0
  10. Veronika sagt

    DANKE! Für diese so offene Diskussion! – Ich bin begeistert.

    Ich finde Wilis Fragen machen deutlich, dass man nicht fragen sollte ob Gentechnik zu verbeiten ist; sondern viel eher welche Pflanzenzüchtungen verboten oder erlaubt sein sollten. Warum man resistente(re) Kartoffelsorten verbieten soll will mir nicht einleuchten. Mit Gentechnik wären viele Entwicklungen möglich die unserer Umwelt zu gute kommen – schade nur das die vielen herbizidresisitenten Pflanzen zu einem ganz anderem Image der (grünen) Gentechnik beitragen.
    Aber fast noch trauriger finde ich dass die „Frontenkriege“ um die Gentechnik gerade kritische Forschung so schweirig und kaum finazierbar machen.

    Gruß
    „Biotechnologiestudentin“ Veronika

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    • Matthias W. sagt

      Hallo Veronika,
      man sollte unvoreingenommen an die Themen Biotechnologie und Gentechnik im Zusammenhang mit der Landwirtschaft gehen (können). Leider ist das aber nicht so einfach. Nehmen wir das Beispiel „Roundup“, ein Uralt-Herbizid von Monanto aus den 70er Jahren. Das inzwischen durch Gentechnik von Monasanto veränderte Saatgut von Raps, Mais, Soja und Baumwolle in USA ist in der Lage, höhere Konzentrationen des Roundups „zu verdauen“. Gegen den Wirkstoff Glyphosphat aus Roundup gibt es bereits nachweisliche Resistenzen, so dass das Mittel auch nicht mehr in allen Fällen wirkt. Hier hat die Natur „Gegenmaßnahmen“ getroffen. Ob und inwieweit die Bodenfruchtbarkeit oder die Fauna und Flora auf den mit Roundup behandelten Flächen nachhaltig geschädigt wurde, ist derzeit Gegenstand vieler wissenschaftlicher Untersuchungen…

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      • Bauer Willi sagt

        Hallo Matthias
        warum muss die Diskussion um Gentechnik eigentlich immer bei Round up beginnen und enden? Es gibt doch genügend andere Beispiele dafür und dagegen.
        Bauer Willi

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        • Markus sagt

          Ich glaube die Diskussion fängt immer bei Monsanto an,weil das ein Weg ist der Gentechnik der nur Abhängigkeiten schafft und in einer Sackgasse landet.Bei Baumwolle gab es auch schon eine Gentechnisch veränderte Pflanze die Schädlungresurend sein sollte,war leider auch eine Sackgasse .Denke aber auch ,wenn man durch Genveränderung Pflanzen hätte die weniger Wasser benötigen oder höhere Inhaltsstoffe haben sollte man dies kontrolliert probieren dürfen…und nicht den Teufel an die Wand malen.Noch eine Anmerkung es sollte aber keine Patente auf Gene geben ,wie Monsanto es auch versucht bekannte Gene patentieren zu lassen .Da ist der Grad von Abhängigkeiten zu einer Firma wieder gegeben

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          • Bauer Willi sagt

            Hallo Markus
            Danke. Deshalb ja auch das Beispiel Kartoffel. Gen aus Wildpflanze und Technik durch unabhängiges Institut mit allen Tests.
            Leider verkürzen viele Mit-Diskutanten immer nur auf Monsanto und Round up, weil das medial so schön aufbereitet wird. Selber denken wäre doch auch eine Lösung!
            Bauer Willi

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        • Matthias W. sagt

          Hallo Willi,
          selbstverständlich gibt es andere Beispiele: die Petunien, die von der Uni Köln bearbeitet wurden und nach einjähriger Versuchsphase zurückgezogen werden mussten, weil nicht sichergestellt werden konnte, dass springende Gene auf andere Kulturen überspringen. Auch das Bakterium thuringensis im Mais, dass den Maiszünsler bekämpfen sollte, hat inzwischen (in USA und Brasilien) zu schweren Resistenzen geführt. Es gibt in Deutschland nicht EINE wissenschaftliche Arbeit, die die Gentechnik in der Landwirtschaft als Gold-Standard ausweist! Eine ziemlich sachbezogene Diplom-Arbeit, die das Thema umfassend behandelt ist hier: Sabine Hellmann: „Gentechnik in der Landwirtschaft“, Wismar Business School, 11/2008

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        • Texel sagt

          Alles begint mit RoundUp aka GLYPHOSATE weil MONSANTO in der Wahl seiner Mittel immer extrem ist (NUTRASEWEET, BST, ….) und in den kontroversen Diskussionen nicht in einen Dialog eintritt sondern stets US – amerikanisch geprägt behauptet „Wir haben ALLES geprüft und SOMIT sind wir im RECHT!!!!!“

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          • Thorsten S sagt

            @Texel,
            Monsanto hat sich lange von seiner Pharmaabteilung getrennt, bitte mit solchen Dingen an Pfizer wenden.
            Und Glyphosat ist nicht „extrem“, es gab und gibt „extreme“ Totalherbizide wie Gramoxone oder Glufosinat. Die beiden letzteren sind in der Tat nicht gerade unbedenklich.
            Daher hat sich Liberty Link (Glufosinat Resistent) als Gegenpart zu RoundUpReady wohl in den Ländern auch nie wirklich durchgesetzt.

            @Mathias W. Resistenzen gegen Bt wurden erstmals in den 1980ern gefunden, weit vor dem ersten Anbau von Bt-Kulturen. Das sich Resistenzen und Toleranzen bilden ist ein Teil der Natur, das auch nicht einfach „abgeschaltet“ werden kann.
            Um eine Resistenzentwicklung zu verlangsamen bedarf es einen vielseitigeren Einsatz von verschiedenen Bt-Genen, nicht jährlich die gleichen nutzen.
            In der USA funktioniert auch die Anlage von Refugien recht gut, Brasilien hat bis 2014 keinen Anlass dazu gesehen aber es findet ein Umdenken statt.
            Die Bt-Sojabohne Intakta wird in Brasilien vom Hersteller mit der klaren Forderung zu Refugien verkauft.

            Resistenzen sind keine Folge der Gentechnik, eher der falsche Einsatz durch die Nutzer (Landwirte).
            Die klassische Zucht hat ebenso stark mit gebrochenen Resistenzen zu kämpfen, siehe Gelbrost Epidemie 2014 in Deutschland.

            @Markus zu den Patenten auf Gene, da scheint mir in der öffentlichen Diskussion einige falsch verstanden zu werden.
            Gene sind nicht patentierbar, jedenfalls in der EU oder USA nicht.
            Was patentiert wird sind Wege zur gentechnischen Veränderung, um ein gewisses Merkmal zu erzeugen oder einzubringen. Geschieht das auf anderen Wegen, dann gibt es auch keine Patentverletzung.
            Solche technischen Wege werden in allen Bereichen patentiert, Samsung und Apple können davon doch ein Lied singen.
            Und Patente laufen auch nach 20 Jahren aus, dann ist für andere der Weg frei, diese Technik zu nutzen, man kann vieles ohne eigene Forschung einfach kopieren.
            Das Patent zu RoundUpReady bei Sojabohnen und Mais ist jedenfalls ausgelaufen.

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    • Rufer aus der Wüste sagt

      Veronika:

      Du haettest nicht „kritische“ Forschung schreiben sollen. Sondern „unabhaengige“.
      Denn das was ich gelesen habe gibt es die zu 99% nicht. Und sollte es doch eine geben und sie finden etwas negatives zur Gentechnik heraus. Dann sind die von heute auf morgen ….. Ja was denn?

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  11. Jürgen sagt

    Willi,

    Deine Frage war, weshalb grüne Gentechnik verpönt ist und die rote Gentechnik akzeptiert ist. Ich denke, dass es dafür mehrere Gründe gibt:

    1. Zufall. Wir möchten immer für alles eine Begründung haben, aber gibt es die immer? Gesellschaftlich relevante Meinungen können sich doch zufällig entwickeln. Im 19. Jahrhundert haben die Vorfahren der meisten heutigen Amerikaner noch in Europa gelebt.

    Heute finden Nordamerikaner Rohmilchkäse eklig und 200 km/h auf der Autobahn gefährlich. Europäer lehnen Chlorhähnchen ab und Waffen im Haushalt, wollen aber möglichst schnell über die Autobahn rasen.

    2. Geringe gesellschaftliche Relevanz. Landwirtschaftliche Pflanzenzüchtung im Weltmaßstab wird entweder nur von kleinen Konzernen betrieben (Monsanto, KWS) oder von Abteilungen innerhalb größerer Mischkonzerne (z.B. Dupont-Pioneer, Syngenta). Viele Menschen empfinden Unbehagen an der modernen Welt. Wie schön ist es dann, und gesellschaftlich völlig akzeptiert, wenn man einmal eine richtig schlechte Meinung von einer modernen Technik haben kann. Die Kosten für die Stigmatisierung der grünen Gentechnik als böse sind für Otto und Ottilie Normalverbraucher nicht relevant, denn gute Nahrungsmittel gibt’s auch so.

    3. Die Kunden der Züchtungskonzerne und der NGO’s, aus denen sich die wesentlichen Gegenspieler der Konzerne rekrutieren, sind komplett verschieden. Die Endkunden der Züchtungskonzerne sind Landwirte, denen sie ihre Sorten verkaufen. Ihre Kommunikation ist auf Landwirte ausgerichtet und ihr Erfolg richtet sich danach, wie hoch ihr Umsatz mit den Landwirten ist. Die Kunden der NGO’s sind alle Staatsbürger. Ihre Aktivitäten sind auf den deutschen Spendenmarkt mit einem Volumen von 5 Mrd. Euro/Jahr ausgerichtet. Ihre Kommunikation ist auf die Gesamtheit der Bürger ausgerichtet, weil sie dadurch ihre Existenz absichern. Sicher ist Greenpeace kein Konzern, der auf Gewinn ausgerichtet ist, aber seine Kosten muss es schon erwirtschaften. In der Kommunikation mit den Bürgern agieren die Konzerne nicht wirklich professionell, weil sie damit einfach keine Erfahrung haben. Ich finde, dass die NGO’s hier wesentlich geschickter agieren.

    4. Die NGO’s finanzieren sich über Kampagnen mit einfachen Botschaften. Grüne Gentechnik ist böse, ist eine einfache Botschaft. Da muss man heute nichts mehr erklären, weil die Meinung der Bürger gefestigt ist. Es ist menschlich, dass in einem solchen Fall nur noch Bestätigungen wahrgenommen werden. Wenn ich nicht selbst Pflanzenzüchter wäre und die Entwicklung nicht von Anfang an mitbekommen hätte, würde es mir vermutlich auch so gehen. Außerdem hat Monsanto einen so schönen einfachen, einprägsamen Namen …

    5. Freisetzung von gentechnischen Veränderungen. Da greift das Vorsorgeprinzip. Was kann da schiefgehen!! Das stimmt, aber gerade nicht bei der grünen Gentechnik. Wenn australische Marienkäfer freigelassen werden, das große Springkraut in die Wälder entkommt oder potente Bakterien (z.B. Bacillus thuringiensis) freigesetzt werden, können diese Organismen nicht mehr eingefangen werden. Wenn sie auf eine ökologische Nische treffen, können sie sich vermehren. Dagegen sind gentechnisch veränderte Kulturpflanzen immer noch Kulturpflanzen. Jedes Jahr kaufen die Landwirte Saatgut zu und setzen es quasi frei. Die Landwirte entscheiden und auf ihren Flächen wächst die gewünschte Sorte. Sortenmaterial aus den Vorjahren, das als Altaufschlag aus dem Boden kommt, wird verdrängt und mit ihm eventuelle gentechnische Einmischungen. Ich habe nie verstanden, weshalb dieser wichtige Aspekt niemals von den Züchtern aufgegriffen wurde.

    Von Anfang an habe ich auch nicht verstanden, weshalb die Gentechnikforschung immer von „Freisetzung“ gesprochen hat (z.B. Freisetzungsexperimente). „Freigesetzte“ Experimentalsorten sollten doch nicht durch die Landschaft vagabundieren. Sie wurden ausgesät und geerntet, ihr Pollen und ausgefallener Samen im Rahmen normaler Praxis in den Folgejahren bekämpft. Der Normalbürger versteht unter Freisetzung etwas ganz anderes und er hat recht. Gedankenlosigkeit hat auch zur Ablehnung der neuen Technik beigetragen.

    Sorry für die lange Antwort!

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Jürgen, nix sorry,
      das ist doch endlich mal eine Antwort, mit der man (ich) etwas anfangen kann. Hast Du Dir das alles selbst ausgedacht? Wenn ja, noch mehr Dank!
      Bauer Willi

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  12. Andreas H. sagt

    Um die Frage zu beantworten ob grüne Gentechnik sinnvoll ist oder nicht, braucht man nur auf die Erfahrungswerte aus Ländern zu holen, die das schon länger einsätzen.

    Dies scheint nicht möglich zu sein trotz aller Meinungsfreiheit und moderner Kommunikationsmöglichkeiten. Alle Informationen zu diesem Thema sind „ideologisch verunreinigt“. Ich habe absolut keine Ahnung was in den USA los ist.

    Wäre für Infos dankbar.

    Grüne und rote Gentechnik sind sicher verschiedene Paar Schuhe. Für mich stellt sich auch die Frage, ob eine GVO Pflanze die ein Insektengift entwickeln kann, kontrollierbar sein kann. Bei einer Kartoffel die gegen Kraufäule resistent ist, habe ich weniger Sorgen.

    Ahnung habe ich fast so wenig wie der AbL Funktionär der auf topagrar postet.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Andreas,
      es kommt ja noch „schlimmer“: die Kartoffel, die resistent gegen Krautfäule ist und ihr eigenes Abwehrsystem entwickelt hat, ist ja eine Wildform. Die gibt es in der freien Natur. Die ist Natur pur. Und jetzt?
      Die logische Konsequenz wäre es, den Pflanzen zu verbieten, etwas zu entwickeln, was gesellschaftlich und politisch nicht korrekt ist. 🙂
      Bauer Willi

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    • Thorsten S sagt

      Pflanzen erzeugen seit Jahrmillionen von sich aus Gifte gegen ihre „Feinde“, ob nun Blausäure oder Pilzresistenzen, es gibt viele Beispiele in der Natur.

      Der Mensch versucht sich genau das seit vielen Generationen in der Zucht zu nutze zu machen, mal mit Erfolg oftmals ohne.
      Gentechnik ist nun ein neuer Baustein in der Zucht, der einiges ermöglichen kann, was vorher ewig gescheitert ist.
      Die Krautfäule ist da ein sehr gutes Beispiel, auf klassischem Wege ist es nie gelungen dieses Kartoffel-Gen in Kartoffelsorten einzukreuzen, 50 Jahre lang hat man das versucht.
      Mit der Gentechnik ist dieses dann schließlich gelungen aber leider bekämpft worden und somit werden Millionen Tonnen fungizider Wirkstoffe weiterhin zum Pflanzenschutz ausgespritzt.

      Und das die Krautfäuleerreger diese Resistenz eines Tages brechen werden, davon kann man ausgehen, passiert bei den Krautfäulefungiziden aber ebenso.

      0
  13. Tobias sagt

    Hallo,
    ich glaube auch das es keine schwarz weiß antworten gibt. Der Weg meiner Meinung nach ist oder sollte die Goldene Mitte sein. Ich finde es nicht richtig wenn Konzerne wie Monsanto bestimmen können welche Sorten an Soja ich Anbauen muss. Ich finde es nicht richtig wenn der Golden Rice die Landwirtschaft in Indien zerstören kann. Andererseits ist es bestimmt möglich über Züchtung den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren. Bloß wo ziehe ich die Grenze? Ein sehr heikles Thema…. Meine momentane Meinung ist, so lange es keine klare Richtlinie gibt wer was darf und in welchem Ausmaß bin ich gegen grüne Gentechnik. Zu den anderen kann ich wenig sagen da mir da, dass nötige Wissen fehlt.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Tobias
      wieso zerstört Golden Rice die indische Landwirtschaft? Bitte um eine fundierte Antwort.
      Wer darf entscheiden, ob die Bevölkerung, die sich vornehmlich von Reis ernährt, weiter unter Vitamin-Mangel leiden soll? Wo fehlt es an klaren Richtlinien?
      Wenn Du gegen Gentechnik bist (was dein gutes Recht ist), dann sicherlich nicht aus wissenschaftlichen Gründen, sondern weil Dir die Informationen fehlen.
      Bauer Willi

      0
    • Thorsten S sagt

      Die Grenzen der Grünen Gentechnik sind recht klar formuliert, sie darf kein höheres Risiko darstellen wie klassische Varianten der Zucht.

      Das Pflanzen auch ohne Gentechnik tolerant gegen Herbizide sind wird meist in der Diskussion vergessen, gerade im gv-freien Soja werden Herbizide eingesetzt, deren gesundheitsschädigende und umweltschädigende Wirkungen ausreichend bekannt sind.
      Einige dieser Wirkstoffe haben in Europa nie eine Zulassung geschafft, weil diese nicht unseren Richtlinien entsprechen und das ist auch gut so.

      Das Glyphosat auf vielen der Farmen vorher auch genutzt wurde, scheint ebenso meist unbekannt, die USA hat hunderte Millionen investiert, dass die Landbewirtschaftung schonender wird. Mit dem Anbau von RR-Kulturen konnte das öffentliche Geld eingespart werden.

      Das irgendwo wer gezwungen wird eine bestimmte Sorte anzubauen ist ebenso ein festsitzendes Märchen.
      Hunderte Züchter vermarkten ihre eigenen Sorten in der USA bis heute, viele davon bieten aber die Biotechnologie von Monsanto, DuPont oder anderen Unternehmen mit an.
      Denn bei den gentechnischen Veränderungen handelt es sich nicht um Sorten sondern um Traits, die genutzt werden können.
      Momentan ist das nichts anderes, als wenn ich beim Händler mir eine gewisse Beizung des Saatgutes wünsche zu der von mir gewünschten Sorte.

      Und wie sollte Golden Rice die Landwirtschaft in Indien zerstören?
      Da erschließt sich mir nicht ein Grund. Es handelt sich zu dem um ein humanitäres Produkt, das ganz klar nur ohne Gewinnabsichten durchgeführt werden darf.
      Für eine kommerzielle Nutzung besitzt die GoldenRice.org keine Rechte.
      Das Saatgut darf auch, frei von Lizenzen, durch die Bauern nachgebaut werden, ansonsten würde das auch wenig Sinn machen.

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  14. Matthias W. sagt

    Hallo Willi,
    Gendefekte sind beim Menschen häufiger, als man denkt. Geschätz werden etwa 5000 Krankheiten. Einige Beispiele: Down-Syndrom, Mukoviszidose, Sichelzellenanämie, usw. Für einige Gendefekte gibt es bereits Maßnahmen der „roten Gentechnik“, die helfen können. Da hier der Nutzen beim Menschen offensichtlich ist, ist die Akzeptanz für solche Maßnahmen hoch. Bei der „grünen Gentechnik“ oder selbst bei Maßnahmen der Biotechnologie sind die erzielten Ergebnisse veränderte Organismen, die entweder Sorten-übergreifend (Triticale = Roggen mal Weizen) oder infertile Tiere (Mastschweine, Hühner, usw.) produzieren, die selbst NICHT mehr nachgezogen werden können, da dann die genmanipulierten Zucht-Vorteile (z.B. Heterosiseffekt) wieder verloren gehen. Die Nichtakzeptanz der grünen Gentechnik liegt eindeutig darin begründet, dass hier Organismen „hergestellt“ werden, die NICHT dem Verbraucher, NICHT dem Bauern sondern lediglich dem HERSTELLER Markt- und Machtvorteile verschaffen. Der Bauer muß immer wieder das spezifische Zuchtmaterial neu kaufen, um seine Erträge zu sichern (Dealer-Aspekt!). Die weiße Gentechnik (z.B. Alkoholvergärung durch Bakterien) ist noch nicht in der Diskussion, zumal hier Bakterien, Hefen und Viren eingesetzt werden, deren Wirkung LOKAL beschränkt nutzbar bleibt. Was man z.B. bei „springenden Genen“, die den Organismus verlassen können (z.B. bei Pflanzen), nicht zuverlässig kontrollieren kann…

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    • Landwirt Franz sagt

      Ja, das hat Matthias W gut beschrieben,
      hinzu kommt ein in Deutschland historisch bedingter kritischer Umgang mit aufoktroyerten Meinungen.
      Es herrscht eine emanzipierte Betrachtung zu gewissen politischen oder technischen Haltungen, deshalb laufen auch in Deutschland die pro-Gentechnik Kampagnen schnell ins leere.
      Nicht weil die Bürger bis ins letzte technische Detail eine Faktenabwägung betreiben, sonden weil schon in grober Betrachtung der Nutzen das Risiko nicht rechtfertigt.
      Außerdem, fragt man sich, wie oben von M W beschrieben: wessen Nutzen!?
      Gruß
      Franz

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    • Bauer Willi sagt

      Lieber Matthias
      ja, das Argument, dass ja nur die Konzerne verdienen ist mir nicht neu. Aber: ich kann mein Zuckerrübensaatgut nicht selbst herstellen, deshalb muss ich es immer zukaufen. Nutzen: bei meinem Beispiel Krautfäule-Resistenz bei Kartoffeln würde doch auch die Umwelt profitieren, weil der Fungizid-Einsatz wegfallen würde. Und auch bei Kartoffeln ist der Einsatz von Nachbau relativ gering. In meinem Betrieb setze ich im übrigen auch bei Getreide zu 100% Z-Saatgut ein. Aber nicht um „die Konzerne“ reich zu machen, sondern weil mir die Erfahrung gezeigt hat, dass die Kosten-Nutzen-Relation in Ordnung ist. Hätte gerne von Dir eine Antwort, ob Du den Umweltnutzen bei dem Kartoffelbeispiel auch so siehst. Gerne kann auch Landwirt Franz antworten 🙂
      Bauer Willi

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      • Matthias W. sagt

        Hallo Willi,
        zunächst ist die Vermeidung der Spitzungen gegen Kartoffelfäule (durch genbedingte Resistenz) für Dich als Bauer eine Arbeits- und Zeitersparnis und für den Acker eine Vermeidung von Spritzmitteln, die allen Lebewesen dort zugute kommt. Da Du auch eine sichere Ernte bekommst, ist das Markt-Argument auch nicht zu vernachlässigen. Nun kommt die Frage aller Fragen: wie war der Tenor Deines Wutbriefs: 1 kg Kartoffeln für 1 Cent erlösen können? Was bleibt wirklich bei Dir gewinnmäßig hängen? Was gewinnt andereseits der Verbraucher für Vorteile durch genmanipulierte Kartoffeln? Wer gibt die Sicherheit, dass nicht doch springende Gene – die man heute noch nicht sieht (nicht sehen kann) – Effekte verursachen, die nicht gewollt sind? Wie war das bei Erdbeeren, die genetisch verändert wurden, um den „Matschfaktor“ zu reduzieren und deren Gene bei Luftverblasung evtl. Einfluß auf die Wolkenbildung haben (können) und damit die lokale Witterung beeinflussen (können)? Viele offene Fragen und keine verlässliche Antworten?!

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        • Thorsten S sagt

          Es waren keine Erdbeeren sonder Tomaten mit dem „Matschfaktor“ 😉

          Kartoffeln ist ein sehr gutes Beispiel, denn da hat die klassische Zucht eine „tödliche Kartoffel“ hervorgebracht, die erst kurz vor dem Kochtopf zurück gezogen wurde, die Lenape.

          Also kann man nicht pauschal etwas schlecht oder gut reden, weil etwas nicht richtig funktioniert hat.

          In der USA ist mittlerweile eine Acrylamid arme Biotechnologie zugelassen zum Anbau, die Nutzung zu Pommes Frites oder Chips würde dem Verbraucher einen Mehrwert bringen.
          Ebenso gibt es eine Zulassung zum Anbau von Äpfeln, die nicht mehr braun werden sollen.

          Eine pauschale Ablehnung wird jedenfalls nicht dazu führen, dass wir Gentechnik nicht doch einsetzen, nutzen oder essen. Eines ist heute aber schon abzusehen, der Zukunftsstandort der Forschung in der Grünen Gentechnik wird nicht mehr in Deutschland liegen, leider.

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          • Matthias W. sagt

            Hallo Thorsten S.
            eine pauschale Ablehnung der Gentechnik ist sicherlich nicht angesagt. Sobald aber Indizien dafür sprechen, dass hier ein unkalkulkierbares Risiko vorliegt, sollte man vorsichtig sein:
            „…Fest steht lediglich, dass die derzeit in der Europäischen Union (EU) für Lebensmittel zugelassenen Genpflanzen für den Menschen nicht akut giftig sind.

            Wenn bislang keine schädlichen Wirkungen beschrieben wurden, deutet dies nicht auf das Fehlen von Gesundheitsrisiken hin. Einige Fütterungsstudien mit gentechnisch veränderten Nahrungspflanzen an Tieren geben Hinweise auf Veränderungen an Zellen/Zellkernen und Organsystemen. Bei Mäusen, die mit Genmais gefüttert wurden, kam es zu signifikanten Beeinträchtigungen der Fruchtbarkeit und Veränderungen im Immunsystem. Dies muss Anlass genug sein, unter dem Blickwinkel des vorbeugenden Verbraucherschutzes, mögliche Gesundheitsgefährdungen ernst zu nehmen…“.
            Quelle: http://www.vz-nrw.de/link391651A.html (09.04.2014)

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  15. ina sagt

    Willi, willst du damit u.U. andeuten, Bündnis90/Die Grünen seien nicht in der Lage, weiter als bis zur nächsten Wahl zu denken bzw. womöglich nur Klientelpolitik für Minderheiten zum Schaden der Allgemeinheit zu betreiben oder gar ungerechtfertigte Ängste zu schüren, um „neue“ Wahlkampfthemen zu generieren? Eigentlich müssten 25 Jahre biologische Sicherheitsforschung in Deutschland, darunter sogar 4 Jahre unter Rot/Grün doch reichen, um alle Bedenken zur Gentechnik beiseite zu fegen?

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    • Bauer Willi sagt

      Liebe Ina,
      das ist keine Antwort auf mein Problem. Sorry. Ich deute auch nichts an, ich stelle Fragen, auf die ich auf von Dir keine Antwort bekomme.
      Bauer Willi

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      • Ina sagt

        doch, die Antwort habe ich gegeben! 25 Jahre biologische Sicherheitsforschung mit NULL-RISIKO und damit bräuchte man das Thema öffentlich nicht mehr thematisieren.
        Es ist für Bündnis90/Die Grünen aber viel zu schön, auf darauf im Wahlkampf zu verzichten?

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        • Thorsten S sagt

          „Null Risiko“ ist nicht richtig, das sollte nicht in einer Diskussion fallen.
          Es gibt sehr wohl Risiken, die sind aber nicht größer wie bei den anderen Zuchtverfahren.
          Klassische Zucht ist auch nicht frei von Gefahren, ganz im Gegenteil.

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  16. Kai Schleyerbach sagt

    Hallo Willi,
    vorab: Konsens kannste vergessen. Wir sind auch keine Konsensgesellschaft, sondern eine Mehrheitsgesellschaft. Mehrheiten wie Meinungen können sich ändern. siehe auch die Auszüge aus dem Wahlprogramm.
    Einen wichtigen Unterschied zwischen grüner und anderer Gentechnik sehe ich schon: Bei der grünen GT wird ein lebendiger und sich vermehrender Organismus freigesetzt. In anderen Fällen (z.B. Insulin) wird im „Labor“ (Fabrik o.ä.) ein Stoffwechselprodukt aus veränderten Organismen gewonnen. Da stellen sich schon andere Fragen hinsichtlich der Risiken, denn hinterher wieder einfangen ist nicht. Ich glaube vielen Landwirten geht es wie dir – da muss man nicht mal den Begriff des „dummen Bauern“ bemühen.

    Kai

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Kai,
      werden Kartoffeln gesät oder gepflanzt? Ich meine nur, wegen dem „Einfangen“. (vegetative Vermehrung) Aber immerhin eine Antwort, die darauf hindeutet, dass Gentechnik erlaubt ist, halt nur nicht wenn sie grün ist.
      Bauer Willi

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  17. Thorsten S sagt

    Willi, wenn Du nicht gegen Gentechnik bist, dann bist Du gekauft von Monsanto!
    Es gibt kein vielleicht.
    Traurig, denn eigentlich könnte Gentechnik genau das bedeuten, was sich „Öko-Optimisten“ von der Landwirtschaft versprechen.

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Thorsten,
      nein Willi ist nicht gekauft.
      Ich diskutiere fast täglich über dieses Thema mit ihm. Willi ist ein Frei-Geist und ihn stört an sich schon die geistige Beschränkung darüber nicht sprechen zu dürfen.
      Ich bin Bio-Bauer und brauche keine Agro-Gentechnik.
      Aber wir müssen es doch mal schaffen ohne „Teufel-an-die-Wand“ zu malen auch darüber sprechen zu können.
      Und mir geht es genauso, wie den meisten Lesern und Verbrauchern: Nicht die Gentechnik an sich ist das Reizthema, sondern die Konzerne und die Marktdurchsetzung.
      Das ist genauso, wie es noch vor Jahren mit Microsoft und freier Software war: Heute redet da keine mehr besonders darüber. Die Branche und die Anwender (Verbraucher) haben sich arrangiert.
      Wir trauen uns das anzusprechen. Das ist der Unterschied.

      Alois

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      • Klecki sagt

        Hallo Alois,

        ich kann verstehen, dass es Dich beunruhigt, wenn einzelne Unternehmen den Markt beherrschen, aber hast Du Dich auch schon mal gefragt, warum dies bei der Grünen Gentechnik so ist? Die Politik hat die Anforderungen an die Deregulierung solcher Pflanzen immer weiter in die Höhe getrieben und damit sind die Kosten für die Unternehmen so gestiegen, dass nur noch die „Großen“ entsprechende Pflanzen entwickeln und zulassen konnten. Das ganze hat also dazu geführt, dass es weniger Vielfalt gibt, sowohl an Unternehmen, als auch an Kulturarten, bei denen Gentechnik eingesetzt wird, als auch was die Eigenschaften der Pflanzen angeht. Es lohnt sich halt nur bei Srten, wie Soja und Mais, wo entsprechendes Geld verdient wird und es lohnt sich nur für Eigenschaften, wie Herbizidtoleranzen oder Inseketenresistenzen. Das von Willi angeführte Kartoffelbeispiel, ist nur eines von vielen, die man sich für einen ökologischen Pflanzenbau mit Gentechnik vorstellen kann…..aber wer investiert da, wenn, die Kosten so hoch sind? Was ich sagen will, mein Eindruck ist, dass man die Technologie als solche oft für Fehlentwicklungen verantwortlich macht (Monopolisierung, Patente etc.), die mit der Technologie gar nichts zu tun haben. Wenn man als Gesellschaft wirklich technologieoffen wäre (natürlich mit Risikoabwägung etc), dann könnte man die Rahmenbedingungen auch so gestalten, dass diese Fehlentwicklungen nicht stattfinden würden. Wenn man aber nur darauf aus ist, eine Technologie zu verhindern….dann passsiert halt so etwas.

        Gruß
        Klecki

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Thorsten, welche Gentechnik meinst Du. Rote oder grüne? Du hast meinen Artikel nicht verstanden. Ich stelle Fragen, bekomme aber nur wieder schwarz/weiß und ja/nein. Auch eine Form des Dialogs. Aber sehr einseitig, siehe auch Kai, siehe Ina.
      Und meine Fragen beantwortet ihr damit nicht. Kann aber auch sein, dass ich Dich falsch verstanden habe. Dein Text ist etwas kryptisch.
      Bauer Willi

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        • Thorsten S sagt

          Das war in der Tat ironisch gemeint und eine Standard Antwort in Diskussionen über die Grüne Gentechnik.

          zu Alois, Klecki hat das recht gut erläutert, allein die Zulassung kostet die Unternehmen Unsummen und die müssen dann auch weltweit geschehen, zu mindest als Futter- und Lebensmittel, erst dann kann der großflächige Anbau beginnen für Produkte die auch in den Export gehen.
          Die Biotechkonzerne leben momentan recht gut durch die hohen Auflagen, so bleibt der Markt auf wenige Unternehmen begrenzt.

          Und auch ohne gentechnische veränderte Kulturen werden die Unternehmen mit Biotechnologie arbeiten, um dann Zuchterfolg bei klassischer Züchtung zu überprüfen, davon werden ebenfalls die kleineren Züchter vor allem in Europa/Deutschland ausgeschlossen.
          Somit wird sich der Strukturwandel bei den Züchtern auf Dauer, durch die Ablehnung, eher beschleunigen.

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  18. Marko sagt

    Hallo Willi,
    ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sich die Abneigung oder Infragestellung der Gentechnik sich grundsätzlich gegen den Landwirt richtet, denn der Landwirt ist ja diesbezüglich auch nur Verbraucher. 😉

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  19. Göldi sagt

    Besser hätte ich das Problem auch nicht zum nachdenken darstellen können.herzlichen Glückwunsch

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