Bauer Willi

Deutschland 2023 – Deutschland 2030?

Ich habe lange an diesem Text gearbeitet, ihn immer wieder überarbeitet, ergänzt, gestrichen. Ich habe lange überlegt, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen soll. Aber es ist mein Blog und es ist meine Meinung.

Eigentlich bin ich ein Optimist. Es heißt ja auch oft “unverbesserlicher Optimist”, wobei ich mich frage, was das Gegenteil wäre? Ein”verbesserlicher Pessimist”? Na, das wäre doch was. Ich habe in der Kachel über diesem Artikel einige Punkte aufgeführt, die mir Sorgen machen. Warum?

Ich erkenne bei keinem dieser Faktoren eine wirkliche Lösung. Einige werden sich möglicherweise im Lauf der Zeit von selbst verbessern (die Inflationsrate zum Beispiel), andere Faktoren wie der demografische Wandel (Deutschland wird immer älter) sind seit Jahren bekannt und wohl auch kaum zu leugnen. Trotzdem wurde und wird wenig unternommen, um dieses Problem, dass ja auch massive Auswirkungen auf unseren Arbeitsmarkt hat, zu lösen. Dies gilt auch für andere der oben aufgeführten Punkte.

  • Das Vertrauen ist weg

Im Gegensatz zu vorherigen Regierungen, die nicht ganz unschuldig an der derzeitigen Situation sind, haben wir aktuell aber die Situation, dass die Ampel-Koalition seit den ersten Tagen ihrer Arbeit zerstritten und nahezu handlungsunfähig ist. Auch die Akzeptanz der handelnden Personen ist schlecht. Im ZDF-Polit-Barometer haben viele Politiker negative Noten.

https://www.zdf.de/politik/politbarometer

Eine ganz überwiegende Mehrheit der Bevölkerung gibt also dieser Regierung schlechte Noten und glaubt nicht, dass sie die Probleme in den Griff bekommt. Ich schließe mich dieser Meinung an, weil ich die notwendige Ernsthaftigkeit und den Sinn für die Realitäten vermisse.

Enttäuscht bin ich persönlich von der FDP. Wenn Herr Lindner den Satz “Lieber nicht regieren als schlecht regieren” wirklich ernst meint, muss die FDP diese Koalition sofort verlassen. Was die landwirtschaftlichen Themen angeht, so haben sich Carina Konrad und Gero Hocker in Zeiten der Opposition häufiger und mit mehr Begeisterung für die Belange der Landwirte eingesetzt, was mich sehr gefreut hat. Jetzt beschränken sich ihre wenigen Einsätze auf die Absicht, das Schlimmste zu verhindern. Haben Sie den Kampfgeist für die Landwirtschaft verloren oder dürfen Sie nicht, um die Koalition nicht zu gefährden?  Eine Ausnahme ist das Statement von Carina Konrad im Morgenmagazin

https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/glyphosat-keine-risiken-behauptet-carina-konrad-fdp-100.html

Wird es dazu führen, dass die Ampel sich Ihrer Meinung anschließt und der Verlängerung von Glyphosat zustimmt? .

Und noch was: viele Landwirte haben die FDP gewählt, damit sie mit der Union eine Koalition eingehen konnte. Wenn diese Partei nicht bald deutlichere Signale pro Landwirtschaft sendet, wird sie dort ihre Wähler verlieren. Und dann könnte es mit der 5% Hürde eng werden.

  • Neuwahlen?

Diese Regierung verliert immer mehr an Glaubwürdigkeit und Unterstützung. Alle schimpfen, aber niemand redet von Neuwahlen. Aus gutem Grund, denn es gibt praktisch keine ernstzunehmende und seriöse Opposition. Die CDU kann von dem Debakel der Ampel-Regierung keinen Nutzen ziehen. Friedrich Merz wird nicht zugetraut, dass er zum Bundeskanzler fähig ist. Und im Bereich Landwirtschaft? Da ich Carsten Linnemann persönlich kenne, habe ich ihm eine Mail geschickt, wo denn die CDU derzeit im Bereich Landwirtschaft steht. Innerhalb eines Tages hatte ich eine Antwort: bitte wenden Sie sich an Steffen Bilger. Ich habe diesen Namen zum ersten Mal in der Mail gelesen. Das sagt eigentlich alles.

Personen, die sich zur Zeit der Großen Koalition vehement für die Landwirtschaft eingesetzt haben, sind jetzt mit anderen Themen unterwegs. In Person meine ich Gitta Connemann, Julia Klöckner und Silvia Breher. Ich hatte einmal große Hoffnungen auf sie gesetzt, nicht zuletzt nach meinem Vortrag in der Fraktion im Reichstagsgebäude.  Ich erinnere mich an flammende Reden im Bundestag, an T-Shirts mit dem Aufdruck “Bauernkind”. Oder waren es nur wahltaktische Spielchen?

Mein persönliches Fazit: Auf Bundesebene findet die CDU beim Thema Landwirtschaft nicht statt. (Auf Landesebene in NRW schon eher, wie ich unlängst positiv erfahren konnte)  Hat sie sich von der bäuerlichen Stammwählerschaft verabschiedet? Warum überlässt sie Herrn Özdemir das Feld? Der ist ja mit Warnwesten für Hühner, der Legalisierung von Cannabis und dem Werbeverbot für Süsses, Fettes und Salziges vollauf beschäftigt. Wenn er nicht gerade auf Werbetour in Baden-Württemberg ist, wo er Ministerpräsident werden will.

  • Gibt es andere Wahlmöglichkeiten?

Ja, die gibt es. Die Niederlande haben gezeigt, wie eine einst kleine Partei nennenwerte Anerkennung gewinnen kann. Ich meine die BBB (übersetzt: Bauern-Bürger-Bewegung) der es zugetraut wird, bei den Wahlen im Herbst 2023 stärkste Kraft zu werden. So eine Entwicklung ist auch in Deutschland machbar. Es gibt eine Partei, die ein konservatives, liberales und christliches Wahlprogramm hat. Ein Wahlprogramm, dass an die CDU von “damals” erinnert. Dieses Wahlprogramm ist aber auch heute noch konservativ und liberal. Es ist nicht rechts und erst recht nicht radikal. Es ist das Wahlprogramm der Freien Wähler, einer Partei, die die Interessen nicht nur von Landwirten, Handwerkern und Mittelstand, sondern auch von anderen Berufsgruppen vertritt. Oder einfach gesagt: eine Partei

  • für Menschen, die Deutschland am Laufen halten und die Arbeit machen.
  • für Menschen mit einem Sinn fürs Gemeinwohl
  • für Menschen, die zum korrekten Gendern keine Lust und keine Zeit haben.
  • für Menschen, die die Diskussion um eine Vier-Tage-Woche nicht verstehen können, weil viele von ihnen auch noch nach dem Renteneintrittsalter arbeiten, weil sie es wollen, weil sie es können und weil es ihnen Freude macht.

In Hessen und Bayern sind am 8. Oktober Landtagswahlen. Ob es sinnlos ist, seine Stimme einer kleinen Partei zu geben? Die Niederländer haben sich diese Frage nicht gestellt und einfach gewählt. Und dann war sie groß.

Letzter Satz: Meinen Berufskollegen, aber auch allen anderen, die mit dem Gedanken spielen, Protest zu wählen, möchte ich sagen: Die Freien Wähler sind meiner Meinung nach das bessere Angebot, die bessere Alternative für Deutschland.

https://www.sueddeutsche.de/politik/niederande-provinzwahl-bauern-1.5770242

https://www.deutschlandfunk.de/protest-in-den-niederlanden-warum-die-bauer-buerger-bewegung-so-viel-zulauf-hat-dlf-093d6dba-100.html

https://www.eurotopics.net/de/298202/niederlande-woher-ruehrt-der-erfolg-der-bbb

 

 

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165 Kommentare

  1. Bauer Willi sagt

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    • Reinhard Seevers sagt

      Den Mist kennen wir schon….taz ist dementsprechend linksextremistisch unterwegs. Man wird zukünftig den linksextremen Rassismus als größeres Problem auf unseren Straßen sehen, das ist Mal sicher. Links ist das neue Rechts Ecki.

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      • Eckehard Niemann sagt

        Mist ist das Gold der Bauern – das weiß man in Architektenkreisen offenbar nicht…

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    • Die Schlagzeile
      Bauern flirten mit Rechtsradikalen
      kommt wohl eher an, als die

      Rechtsradikale flirten mit Bauern
      hoffentlich hatte die keinen erfolg!

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Kopiere mal auch einen Leserbrief auf die Entgleisung von Maurin hier ein.

      Autor: BENLAWERS
      heute, 17:00
      So sehr es manchen in den Fingern jucken mag: ein pauschales „Bauernbashing“ treibt eben diese Landwirte den rechtsextremen Demagogen in deren Fänge.

      Ich bin Bauernsohn. Und das mit Stolz, denn immerhin blickt meine Familie auf eine längere Geschichte zurück als Berlin. Es ist gerade diese Verbundenheit mit „der Scholle“, die so prägend ist. Und wo eine Chance liegt, diese Menschen für den ökologischen Umbau zu erreichen!

      Denn worum geht es dabei? Darum, die Kulturlandschaft – liebe Leute: NATURlandschaft gibt es in Deutschland keine – zu erhalten und deren Artenvielfalt. Und das geht eben nur mit traditioneller, bäuerlicher Landwirtschaft!

      Industrielle Großagrarier und Massentierhaltung sind dabei genauso der Feind beim Kampf gegen den Artenschwund wie auch der Feind der bäuerlichen Betriebe!

      So lange wir als Grüne bzw. ökologisch Interessierte nicht begreifen, dass wir die bäuerlichen Betriebe statt anzufeinden auf unsere Seite ziehen müssen, indem wir für faire Preise und AUSSCHLIESSLICHE Förderung gerade der noch traditionell wirtschaftenden Betriebe eintreten, ist es kein Wunder, wenn solche – sorry – Drecksvereine wie „Freie Bauern“ immer weiter in die AfD-Schwurbler-Szene abdriften.

      Und ja: „Traditionell“ bedeutet u.a. Nutzviehhaltung. Aber eben nicht Maismonokultur, exzessiver Gebrauch von Pestiziden, Gülle und Massentierhaltung. Unser Hof hatte 5 ha Streuobstwiesen mit Schafen, 35 ha Weide für Milchvieh, auf denen es eben kein Glyphosat oder Neonicotinoide, dafür aber noch Schwalbenschwänze, Brachvögel und in den umgebenden Hecken Rebhühner gab.

      Wer das erhalten will, BRAUCHT Bauern!

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      • Reinhard Seevers sagt

        Da weiß einer nicht richtig wie er der Falle des pauschalen bashings entgehen soll und formuliert merkwürdige Zusammenhänge, die nichts mit gar nichts zu tun haben….außer einer weiteren Spaltung des Berufsstandes.
        Es gibt kein Zurück in die verklärte Gute alte Zeit, wo Bauern, Landwirte, Heuerlinge, Brinksitzer, Tagelöhner u.a. nur die Fußabtreter der neuen Bürgergesellschaft waren. Es bleiben ganz wenige übrig, wenige tausend, die Millionen ernähren müssen. Evtl. sind es auch nur eine Handvoll globale Hightech Industrieunternehmen, die soilent Green herstellen….alles möglich, nur eben nicht zurück in die “gute” alte Zeit.

        • Eckehard Niemann sagt

          Entlarvend und fatal, wie hier Herr Seevers der Verdrängung von Bauern das Wort führt – denn mittelständische Bauernhöfe sind – natürlich auch ohne “traditionelle Bewirtschaftung” wichtig.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Was sind “mittelständische Bauern”? Neue Bauernklasse?

              • Reinhard Seevers sagt

                Wovon wollen Sie ablenken, von einer persönlichen Kreierung einer neuen Klasse? Warum ist das nötig?

          • Eckehard Niemann sagt

            Hallo, liebe KommentatorInnen auf dieser Website: Es geht doch gar nicht um die Bewertung der taz, sondern vielmehr um die Bewertung dieses extrem-rechten und verschwörungslastigen “Bauernkongresses”. Gibt es unter den KommentatorInnen dieser Website wirklich niemanden, der sich gegen dessen Rechts-Geschwurbel positioniert??? Die taz ist immerhin das einzige Medium, das auf den Kongress dieser gefährlichen Rechtsextremen hinweist. Leider die klassischen Agrarmedien nicht – und auch nicht “Bauer” Willi. Lässt sich das ändern? Es ist – im Interesse der Bauern und der Landwirtschaft und deren gesellschaftlicher Akzeptanz – dringlich zu hoffen. Liebe KommentatorInnen, die Ihr dies auch so seht, positioniert Euch. Bitte!!!

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            • Reinhard Seevers sagt

              “Es ist – im Interesse der Bauern und der Landwirtschaft und deren gesellschaftlicher Akzeptanz….”
              Ich kann nicht mehr, ich hab nen Lachkrampf.

              • Eckehard Niemann sagt

                Das werden wir alle wohl verkraften, diesen seltsamen Seeverschen Lachkrampf… Der geht irgendwann zu Ende, dann müsste das Nachdenken einsetzen…

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    • Arnold Krämer sagt

      Der eifrige Mitleser E.N. möchte noch einmal Öl ins Feuer der “Diskussion” gießen.
      Willkommen zurück.😎

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    • evo.... sagt

      Die Parallelen sind schon da:

      Die Bauern sollen früh braun gewählt haben, weil sie sich dann bessere Preise erhofften.

      Heute stellen die Bauern auf Bio um, weil sie sich bessere Preise und mehr Subventionen erhoffen.

      Wenn sich jemand die Mühe macht sich genauer über die Braunen zu informieren, dann tauchen da sehr viele Gemeinsamkeiten auf. Demeter ist nur eine Parallele. Es beginnt schon in den Anfängen:

      Beide Bewegungen kamen von links, beide Bewegungen waren auf der Strasse und sind von jungen Leuten, die nix gelernt hatten, ausgegangen. Man kann beide Male auch problematische Beziehungskisten feststellen.

      Veggie und Tierschutz waren modern, Tierversuche (weitgehend) verboten.

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      • Obstbäuerin sagt

        Ich sehe die Parallelen eher in der kritiklosen Kriegspolitik und der massiven Aufrüstung, evo…. Die Stahl- und Rüstungskonzerne waren auch damals die Gewinner.

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    • Bauer Willi sagt

      Jost Maurin ist kein ernstzunehmender Schreiberling. Er ist nur darauf aus, Landwirte in die rechte Ecke zu stellen oder sie auf andere Weise zu diskreditieren.

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      • Eckehard Niemann sagt

        Ich stelle fest:
        “Bauer” Willi kritisiert unflätig den taz-Redakteur Maurin, der ja lediglich die Fakten zum “Rechts-Kongress” und dessen Referenten veröffentlichte, und kritisiert bemerkenswerterweise überhaupt nicht (!) den auch-bauern-schädlichen “Rechts-Kongress” mit Namen “Moderne Landwirtschaft”. Das muss man wohl bewerten vor dem Hintergrund der von “Bauer” Willi formulierten Unterstützung der sogenannten “Freien Wähler” bzw. deren bayrischem Propagandisten Aiwanger. Ich meine: Schlimm und verantwortungslos!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich stelle fest Eckhard Niemann ist autorisiert den Maßstab von richtig und falsch festzulegen, und Inhaber der alleinigen Wahrheit über die Zuschreibung von rechts und links.
          Autorisiert ist er von Gott!…muss ja, von wem sonst.

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          • Peter sagt

            Wenn die Entwicklung so weiter läuft wie bisher, haben wir bald ein Wahrheitsministerium. Da werden Spezialisten wie E.N. dringend gebraucht.

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            • Inga sagt

              Das müsste gesetzlich den Journalisten zur Auflage gegemacht werden.

    • Eifelbauer sagt

      Hallo zur Kenntnis für Herrn Eckehard Niemann, der das anscheinend noch nicht weiss:
      Vor kurzem gab es einen “Artikel” in der “taz” von einem der sich für einen Journalisten hält und aufs
      übelste ein ganzes Bundesland und seine Bewohner durch den Dreck gezogen und verleumdet hat.
      Leider hat sich meines Wissens bis heute niemand von der “taz” oder überhaupt jemand von der schreibenden Zunft für dieses Geschmiere unterster Güte entschuldigt oder in irgendeiner Weise
      davon distanziert.
      Damit ist für mich und hoffentlich viele andere evident auf welchem Niveau sich
      dieses Blatt und ihre Redakteure bewegen:
      Vom Konsum wird dringend abgeraten!!!

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Unter urbanen Bürgern gibt es jede menge Menschen, die sich anderen überlegen fühlen, das sind die Leser dieses Blattes und die bedient man. Die Auflagen mit 42.000 Exemplaren ist erfreulich gering, das gibt Hoffnung.

        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/382337/umfrage/auflage-der-tageszeitung/

        Offensichtlich ist es diesen Lesern nicht bekannt, dass das bankrotte Berlin nur mit Geldern aus dem Länderfinanzausgleich, unter anderem aus Bayernüberleben kann.

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        • Inga sagt

          Das ist ja a nur gerecht,
          Wenn die nicht so viel Industrie haben wie die Bayern.
          Dafür müssen die mehr Arbeitslosen unterstützen.
          Die die Bayern wegen der Industrie nicht weniger haben.

          Aber trotzdem haben sie sich zu benehmen, oder in der Landwirtschaft helfen weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen.
          Wie es früher war, als diese noch nicht da waren.
          Pflanzen helfen dem Menschen zu mehr seelischen Zufriedenheit

  2. Christoph aus der Stadt sagt

    In der heute veröffentlichten Umfrage von INSA betreffs der Hessenwahl, kommen die Freien Wähler erstmalig auf 5%. Damit besteht zumindest die Hoffnung, dass sie die Fünfprozenthürde überspringen, was ich sehr begrüssen würde. Falls es klappt, könnten die Freien Wähler mit Bayern und Rheinland-Pfalz dann in drei Landesparlamenten vertreten sein – was für einem Erfolg in der Bundespolitik vermutlich noch zu wenig ist, falls man das als Indikator heranzieht.
    https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/hessen.htm

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  3. Christina sagt

    Ich glaube, seitdem ich Willis Blog lese, habe ich noch nie so viele Kommentare zu einem Thema gelesen … So langsam fühle ich mich aber sehr unwohl mit einigen Äußerungen; es wird sehr persönlich bei einem Thema, das uns alle betrifft und Sorgen bereitet. Und manch einer wird sehr persönlich, ungerecht und überheblich! Ja, und man muss sich nicht zu allem äußern, weil man glaubt, man hätte Ahnung!
    Sind wir hier nicht unter Erwachsenen? Jeder soll wählen, was er meint, wählen zu müssen und mit der freien Meinung soll niemand hinter’m Berg halten dürfen. Das Thema macht Angst, ist frustierend, macht Sorgen … Aber Mitmenschen “rund machen”, nur weil sie
    anders denken oder dies aussprechen”, gehört sich nicht!

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    • firedragon sagt

      Christina,

      das “… und man muss sich nicht zu allem äußern …” und das “… mit der freien Meinung soll niemand hinter’m Berg halten …” passt nicht so ganz zusammen.

      Generell lebt dieser Blog vom Dialog. Würden hier nur zusammenhanglose Monologe stehen, wäre das schon komisch.

      Politik ist, will nicht sagen, heikles Thema aber bei diesem, wie auch pro bio/pro konvi, prallen teilweise Welten aufeinander und der menschliche Ego.
      Davor braucht man sich nicht ängstigen, man kann hier im Blog lernen mit umzugehen.

      Dass Herr Dr. Kremer-Schillings, seine politische Heimat zur Diskussion stellt, finde ich mutig, weil ihm im Vorhinein klar gewesen sein muss, dass es Reibereien geben wird.

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      • Christina sagt

        Man darf sich schon äußern und sollte es auch tun …., aber die Wortwahl und der Ton spielt auch ne große Rolle. Ich empfinde meine Worte nicht widersprüchlich!
        Die Reibereien können zum Shitstorm werden, und das sollte auf Bauer Willis Blog nicht passieren! Willis Blog habe ich, seitdem ich verfolge, als seriös empfunden. Und auch bei einem solchen Thema, wie es hier von Willi selbst angesprochen wurde,
        kann man sich auch etwas zurückhalten und einen anderen Wortlaut benutzen!

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        • Bauer Willi sagt

          @Christina,
          ich gebe Dir recht, ab und zu ist die Wortwahl einzelner Kommentatoren kritikwürdig. Ich kann aber nicht den ganzen Tag “kontrollieren” und will das auch nicht. Ich bitte darum, dass die Hinweise an den/diejenigen von den anderen Kommentatoren direkt erfolgt.
          Bisher war es nur sehr selten notwendig, dass ich Kommentatoren gesperrt habe oder Kommentare löschen musste. Ich wünsche mir, dass das so bleibt.
          Bauer Willi

    • Arnold Krämer sagt

      Was Sie zurecht ansprechen, gehört in den Bereich des Selbst-Managements (Selbstkontrolle und Selbststeuerung). Man muss in der Tat nicht zu allem und jedem “seinen Senf dazu geben” und seine persönlichen “Eitelkeiten” zur Geltung bringen. Aber wenn man länger dabei ist, kennt man seine “Pappenheimer” und schweigt. Ein “Ordnungsruf” durch Willi oder eine andere Person ist aber schon mal angebracht und erfolgt ja auch gelegentlich.

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  4. Lady sagt

    “Meinen Berufskollegen, aber auch allen anderen, die mit dem Gedanken spielen, Protest zu wählen, möchte ich sagen: Die Freien Wähler sind meiner Meinung nach das bessere Angebot, die bessere Alternative für Deutschland. ”

    Mir bleibt verborgen, was Protest wählen sein soll. Gerade hier im Osten. Ist das Wählen einer als gesichert rechtsextremistischen eingestuften Partei Protest oder einfach nur dämlich?
    Daher sind die FW nicht die bessere sondern wohl die einzige Alternative zu den etablierten Parteien. Auch wenn sie für mich nicht in Frage kommt. Die Gedanken von Christoph dazu teile ich im wesentlichen.
    Ich bin ja eine gebürtige Ostwestfälin, die wohl eher nicht für ihr heiteres Wesen bekannt sind. Aber das war eher Zufall und daher habe die Zuversicht, den Optimismus meiner Eltern, die vor knapp 70 Jahren die sozialistische Diktatur, die sich selbst demokratisch nannte – sonst niemand- , verlassen haben, wohl geerbt. Möglicherweise geht es mir daher auch auf die Nerven, dass einige Menschen hier in Ostdeutschland sich in einer Opferrolle sehen. Natürlich können sie sehr wohl Opfer des perfiden, brutalen DDR-Regimes sein, viele Menschen sind da bis heute traumatisiert. Aber was die USA oder die Nato damit zu tun hat,. weiß nur das DDR-Geschichtsbuch. Und auch Brüche im Lebenslauf sind nicht exklusiv .

    Aber ich mache mir auch Sorgen, auch wenn ich die obige Auflistung gerne noch um eine “Habenseite” ergänzen würde. Denn sonst kann jeder unternehmerisch denkende Mensch hier seine Aktivitäten einstellen. Und soweit sind wir noch nicht.
    Bedenklicher ist, dass sich auch die jüngere Generation Sorgen um die Zukunft unseres Landes macht. Wir “Alten” sind ja gerne mal Bedenkenträger . Ich meine natürlich nicht die Klimakleber sondern diejenigen, die durchaus wissen, dass es den anstrengungslosen Wohlstand eben nicht gibt. Aber es muss sich lohnen, es muss überhaupt Sinn machen. Das gilt auf den Höfen wie auch in anderen Betrieben des Mittelstands.
    Noch finde ich Argumente und viele von euch sicher auch. Auch wenn wir natürlich akzeptieren, wenn die nächste Generation nicht “übernehmen” möchte. Aber weh tut das, oder? Und es nervt mich auch , wenn andere Ländern sich lustig über uns machen. Ist natürlich auch ein blöde Situation, wenn Kanzler Scholz vom Wirtschaftswunderland faselt, nur keiner geht hin. Weder die Investoren noch die benötigten Fachkräfte. Und die heimischen Unternehmen hauen ab oder machen dicht. Man muss sich das mal vorstellen: Linde befand sich zumindest im Mittelfeld der 100 wertvollsten Börsenunternehmer. Und? Das Delisting von Linde ist nicht nur ein herber Verlust für den Börsenstandort Deutschland , es ist eher ein Offenbarungseid.
    Aber Herr Habeck hat sich lieber darum gekümmert, wie alt jemand sein darf, damit er seine Heizung nicht austauschen muss. Ok, nicht ganz sachlich, aber ihr wisst, wie es gemeint ist.

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    • Bauer Willi sagt

      @Lady
      Habe heute zwei Sendungen über die immer noch existierende Differenzierung in Ost- und Westdeutschland gesehen. Ich habe dieses Differenzierung in meinem Artikel nicht gemacht, warum auch. Ich bin weder West- noch Ostdeutscher. Ich bin Deutscher.

      Ich habe Vorträge in Thüringen und Sachsen gehalten und dort Menschen getroffen, die AfD wählen. Ich treffe aber auch in unserer Region Menschen, die AfD wählen.

      Ich sehe, das die Partei AfD und die Wähler der AfD oft nicht identisch sind. Die Partei erschreckt mich. Meiner Meinung nach sind die führenden Persönlichkeiten Feinde unserer Demokratie. Daher mein Engagement für die Freien Wähler, die noch relativ unprofessionell arbeiten. Das ist mir symphatisch, denn es ist noch Luft nach oben. Die Wähler (somit auch wir Landwirte) können diese Partei noch prägen.

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      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

        Bis das alles in der Spur ist ist die Bundestagswahl längst gelaufen. Man kann doch nicht jetzt mit Parteien anfangen die sich erst noch organisieren müssen. Und dann kommen da möglicherweise noch Protestparteien von Wagenknecht, Markus Krall und wer weiß wem sonst noch. Das ganze zersplittert sich und die Wirkung verpufft.
        Hier mal ein Antrag der AFD der natürlich abgelehnt wurde:
        https://dserver.bundestag.de/btd/20/053/2005355.pdf
        Ist das falsch?
        Sollte im Bundestag gar eine nicht demokratische Partei zugelassen sein ?

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        • Thomas Bröcker sagt

          Sinnvolle Anträge der “ungeliebten” Teile der Opposition wurden bislang immer abgeschmettert. Ich hatte bei unseren CDU – Abgeordneten mal nachgefragt, warum sie dagegen stimmen. Die Antwort war: “”der Antrag ist schon richtig, nur stellt ihn die falsche Partei. Wir werden das demnächst in ähnlicher Form einstellen”
          Das bezog sich damals auf einen ähnlichen Antrag der Linken zur Landwirtschaft.
          Ein ähnlicher Antrag kam allerdings nie … und das ist meist so.
          Der “demokratische Prozess” der Entscheidungsfindungen in den Parlamenten ist von Intrigen, Machtkalkulationen und Hinterzimmerabsprachen geprägt, die sich zu allermeist mit der Sicherung der eigenen Stellung und Wahlchancen beschäftigen. Der Spielraum des nationalen Rechtes wird ja auch zunehmend kleiner, einfach weil der Rahmen der Nation zur Abgrenzung von Wirtschaftsräumen nicht mehr der geeignete Rahmen für das derzeitige Maß der Verflechtungen und das Maß der Konzentration von Kapital in immer weniger Händen ist.
          Ein Konstrukt wie die EU ist im Grundsatz schon die richtige Lösung, nur sind über die Jahre die Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung der Mitglieder gehegt und gepflegt worden, weil das sogenannte “Standortvorteile” generiert hat (Löhne, Auflagen, Förderpolitik). Dieser gordische Knoten kann nur durchschlagen, aber nicht mehr aufgedröselt werden. Das ist auch mit der Entscheidung zur Wahl dieser oder jener Partei nicht mehr zu lösen. Zumal in das wichtiger werdende EU-Parlament oft in den Länderparteien auf Grund von Unfähigkeit störende Politiker entsorgt wurden.
          Rechte und andere “Alternativparteien” werden, so sie an die Macht kommen, nicht anders handeln als die derzeit etablierten. Deshalb wird die Zahl der Verweigerer des Wahlsystems immer größer.

          Aus meiner Sicht ist die Übernahme von “Erzählungen” zu drohenden Gefahren
          an Stelle wissenschaftlicher Konsenssuche das eigentliche Problem. Die Macht der Medien und vor allem die Funktionsweise des Internets unterstützen die Verfestigung von Dogmen und Erzählungen und werden trotz der dadurch verfügbaren Fülle an Informationen zu Machtfaktoren und Instrumenten, die die Kompromissfähigkeit demokratischer Systeme aushöhlen. Der Wust an Information ist für den Einzelnen nicht mehr überschaubar … das Sortieren übernehmen dann Gruppen mit ausgeprägten Eigeninteressen.

          Mein Fazit ist eigentlich, dass ich nur noch zur Wahl gehe um die Grünen zu schwächen (die ich für die gefährlichste Partei der Gegnwart halte), dass es aber ziemlich Wurst ist, wen ich “alternativ” wähle.

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          • Peter sagt

            Genau das funktioniert eben nicht; mit jeder Stimme, welche du nicht der AfD gibs`t, stärkst du die Grünen. Entweder deine Stimme verschwindet unter “sonstige” oder du hilfst ein klein wenig dem Koalitionspartner der Grünen.

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          • Arnold Krämer sagt

            Eine blitzsaubere Analyse, die möglichst große Verbreitung finden muss. Kompliment!

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          • Stadtmensch sagt

            “für das derzeitige Maß der Verflechtungen und das Maß der Konzentration von Kapital in immer weniger Händen ist.”

            “Rechte und andere “Alternativparteien” werden, so sie an die Macht kommen, nicht anders handeln als die derzeit etablierten. Deshalb wird die Zahl der Verweigerer des Wahlsystems immer größer”

            Im 20. Jahrhundert gabs einen großen Knick bei der kontinuierlichen Vermögenskonzentration durch die beiden Weltkriege.
            Jetzt haben wir schon fast wieder da Verhältnisse wie zu Zeiten der Belle Époque: 80% der Vermögen konzentrieren sich auf das oberste Dezil. Davon 40% auf das oberste Perzentil. Die Untere Hälfte der Weltbevölkerung hat 5%.
            15% darf sich die “Mittelschicht” teilen.

            Ist auch logisch, wenn die Kapitalrendite dauerhaft über der Wachstumsrate liegt. Ohne “Sozialismus” (Umverteilung, Geld drucken, vergesellschaften, Kriegswirtschaft) kommt man da wohl nicht raus. Vorschläge? Jemand? Sind (progressive) Ökonomen anwesend?

            Heizungsgesetz, “Ladeinfrastruktur”, “Zwei Prozent-Ziel”, “Sondervermögen” “Bürgergeld” sind so Pflaster, die in die Richtung gehen.

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    • Christian Bothe sagt

      Lady:Den Anfang Ihrer Ausführungen hätten Sie stecken lassen können! Diese „sozialistische Diktatur“ war ja so schlimm, das 17 Millionen Bürger es überlebt haben…AFD als rechtsextremistisch eingestuft? Mag sein, aber das hatten wir mit den Linken auch schon…Bleiben Sie mal sachlich in Ihren Ausführungen ohne Übertreibungen! Mit dem 2.Teil Ihres Statements gehe ich konform.

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      • Lady sagt

        Ich verbitte mir diesen Ton.
        Der Landesverband Thüringen der AfD wird von Verfassungsschutz als gesichert extremistisch eingestuft.
        Die DDR war eine Diktatur . Fie Zahl der Überlebenden als Kriterium für was genau? anzuführen,ist mehr als zynisch.

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        • Christian Bothe sagt

          Lady:Unser MP ( Linke) Ramelow stand auch unter Beobachtung! Im übrigen verbitten Sie mir gar nichts!!!Sie sollten lediglich in Ihrer Argumentation sachlich bleiben und die Meinung anderer respektieren!

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          • Lady sagt

            “Diese „sozialistische Diktatur“ war ja so schlimm, das 17 Millionen Bürger es überlebt haben…”

            Herr Bothe,Sie verhöhnen sie Opfer der DDR-Diktatur.
            Damit ist der Austausch für mich beendet.

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            • Stadtmensch sagt

              “Opfer” der Leistungsgesellschaft, gibt’s auch zuhauf in der besten Demokratie, die man für Geld kaufen kann: jedes vierte Kind lebt hier in einem Hartz-4 Haushalt.

              Dieses Ausmaß an Unfreiheit, Entmündigung, Überwachung, Demütigung, das damit einher geht, ist meines Erachtens viel schlimmer als das was ich als “sozialistische Diktatur” in Erinnerung habe, wo du beim Beschluss des nächsten 5-Jahresplans abnicken musstest, oder wo du nur die Wahl hast für Frieden und Fortschritt.

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            • Peter sagt

              Die AfD ist in fast allen Umfragen 2-stellig vertreten. Ich sehe mir zur Meinungsbidung gerne diese “Fragerunden” an…: https://www.youtube.com/watch?v=F4paYOa65Ec

              Wie die Antworten von Ministern ausfällt… na ja…und hinter Lindner wird auf dem Smartphone Landwirtschaftspolitik gemacht. …oder?

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            • Christian Bothe sagt

              Lady: Ist auch besser so, weil Sie scheinbar keine Ahnung hatten wie die 17 Mill. in der DDR gelebt haben…

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              • Arnold Krämer sagt

                Herr Bothe, nachdem Sie bei top agrar gesperrt wurden, “toben” Sie sich jetzt offensichtlich hier im Blog aus. Überflüssig!! Die Beiträge übriger Kommentatoren aus dem Osten sind stilvoller, gehaltvoller und inspirierender.

                • Christian Bothe sagt

                  A.Krämer: nett formuliert! Habe aber Top Agrar nach 30 Jahren abgemeldet! War nicht auf Linie und das kannte ich als Ossi ja gut…

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                • Christian Bothe sagt

                  A.Krämer: auch Ihre Beiträge sind nicht immer das Gelbe vom Ei…Bleiben Sie also sachlich und „friedlich!“ Schönen Abend und Grüße aus dem Osten!

            • Obstbäuerin sagt

              Als junge Frau, die in der DDR gelebt und gearbeitet hat, kann ich nur sagen, dass die Opfer (die es sicherlich gegeben hat) nur einen sehr geringen Prozentsatz ausgemacht haben. Ich kenne niemanden, der sich wegen der “Diktatur” das Leben genommen hat (und auch das wird es sicher gegeben haben) aber ich kenne einige, die sich nach der Wende aus dem Leben verabschiedet haben. Z.B. der Mann meiner Schneiderin: nachdem er seinen Rentenbescheid bekommen hat, hat er sich umgehend im Garten seiner Schwiegermutter erhängt.

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              • Inga sagt

                och dachte dir Pstlet bekommen bessere Renten als Westöer.
                Besonders die Ehepaare, wo beide gearbeitet haben und dadurch 2 Verdienste hatten.

                Gier war es üblich als Ehefrsu und Mutter zu Hause zu bleiben.
                Da bekommt das Ehepaar nur eine Rente,

        • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

          Und dann hätten wir da noch die Sache mit dem Verfassungsschutzpräsidenten (Maaßen weggemobbt, ersetzt durch Haldenwang). Eine neue unendliche Geschichte.

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  5. Andi sagt

    Werter Herr Seevers, manchmal denke ich, der gute Mann hat einfach zu viel freie Zeit. Sie sind sicher derjenige der hier die meisten Kommentare abgibt – seis drum. Was mich jedoch wirklich stört, ist ihre teilweise sehr arrogante, herablassende Art gegenüber manchen Mitdiskutanten. Auch ihre Scharmützel mit UKWW, wer von ihnen nun der Schlauere ist, gehen mir manchmal gewaltig auf den Senkel. Glauben sie mir, weniger wäre oft mehr. Vielleicht denken sie einmal darüber nach.
    Mit den besten Grüßen aus dem schönen Bayernland.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Andi, hast du auch was beizutragen? Schreibe, schreibe, schreibe….niemand hält dich auf.
      Mit besten Grüßen aus dem schönen Niedersachsen.😘

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      • Andi sagt

        Meine Zeit ist leider begrenzt und ich maße mir nicht an, überall meinen Senf dazu geben zu müssen. Einsichtigkeit ihrerseits kann ich aus ihrer Antwort leider nicht erkennen. Aber belassen wir es dabei.
        Noch einen schönen Abend.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Was soll ich denn “einsehen” deiner Meinung nach? Dein Senf ist auch nicht gerade so wohlschmeckend, find ich…..aber seis drum.

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  6. Thomas Bröcker sagt

    Eine EU in dieser Form ist bestens dazu geeignet die Interessen des Adels, der Großkonzerne und der Vereinigten Staaten von Amerika durchzusetzen.
    Die starke Fixierung auf die Nationen/Nationalstaaten ist die eigentliche Achillesferse der EU. In der USA gibt es zwar die Bundesstaaten, aber die wesentlichen Gesetze werden in Washington gemacht. Dass sich politische Ziele so viel besser durchsetzen lassen, kann man täglich beobachten.
    Es ist der EU durch die ausgeprägte (und von allen Parteien “gehegte und gepflegte”
    ) Nationalstaaterei und die vielen Möchtegern-Fürsten , nie gelungen einen für alle Bürger halbwegs akzeptablen Kompromiss in sozialen und wirtschaftlichen Fragen zu finden.
    Die Unterschiede in den Lebensbedingungen und Standards (wie Mindestlohn und Umweltstandards) wurden durch die international agieren den Großkonzerne gnadenlos ausgenutzt. DAS ist eine der Hauptursachen für die Verstimmung der “EU Bürger” und die Ablehnung des Gesamtkonstruktes. EU.
    Bei der jetzigen EU Führung (und auch unserer Bundesregierung) hat man den Eindruck, die wären im Auftrag der USA unterwegs.

    Dazu kommt immer der “Gesang vom Fachkräftemangel”. Liebe Leute, wenn über 50 % der Schulabgänger ein Studium und eine Tätigkeit (der durch VERDI abgesicherten Arbeitsplätze) in der Verwaltung anstrebt, muss sich Niemand wundern, dass keiner mehr Handwerker, Selbständiger, oder Landwirt werden will.

    Dieser angeschwollene Wasserkopf bedarf einer dringenden Reduzierung. Ein Fakt ist auch, dass gerade in diesem Bereich die Mehrzahl der Arbeitsplätze durch KI eingespart werden können …. aber garantiert nicht werden.
    Wer sich einbildet, dass die jungen Migrantenmänner die Lücke bei den Fachkräften füllen werden, dürfte auf dem Holzweg sein … warum sollten sie andere Bestrebungen als unsere jungen Menschen haben.
    Also aus meiner Sicht gehört der Zugang zum Studium an sich beschränkt auf das notwendige Maß (15 – 20 % der Schulabgänger, so wie es vor 35 Jahren war. Auch ein Nachweis der Eignung sollte wieder verpflichtend sein.
    Ich bin mir sicher, die praktischen Berufe werden (schon weil das sinnvolle Tätigkeiten sind) in den nächsten Jahren eine enorme Steigerung des Ansehens und der Wertschätzung erfahren. Voraussetzung ist allerdings, dass Jobs in der Bürokratie nicht ständig lukrativer werden (auch wegen des inzwischen erheblichen Einkommensabstandes) und auch hier notwendige Einsparungen an Personal durchsetzbar werden. Die Kommunen ersticken an sich ständig ausweitenden Verwaltungen mit den entsprechenden Lohnsteigerungen.

    Das Problem ist, dass die Demokratie und der Förderalismus unter ständigem Machtverlust leiden und die eigentlichen Akteure qua Macht ihres Geldes meist verschleiert ganz wo anders sitzen.

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  7. Christoph aus der Stadt sagt

    Es wäre sicher wünschenswert, dass die Freien Wähler als pragmatische liberal-konservative Kraft im Bund eine Rolle spielen. Ihr großer Vorteil gegenüber der AFD wäre vor allem, dass sie koalitionsfähig sind. Leider ist es noch völlig ungewiss, ob die Freien Wähler bis zu nächsten Bundestagswahl 2025 personell ein ernstzunehmendes Angebot auf die Beine stellen können und ob sie in den dann vorangehenden Umfragen die Fünfprozenthürde überspringen können. Sollten die Prognosen kurz vor der Wahl dies auschließen, wäre die Stimme verschenkt.
    Ich persönlich halte den Plan, Aiwanger könnte bundesweit ein erfolgreiches Zugpferd werden, für riskant. In Bayern gibt es zwar, nach seiner mangels Beweisen überstandenen Affäre – nicht zu Unrecht – den “Jetzt-erst-Recht-Effekt”, ob dieser aber von Dauer ist und ob dieser auf ganz Deutschland übertragbar ist, bleibt doch eher fraglich. Dazu kommt, dass die politische Konkurrenz in einem Bundestagswahlkampf nicht darauf verzichten wird, die Flugblattgeschichte aufzuwärmen und Aiwangers schlechtes Gedächtnis erneut zu diskutieren. Besser wäre daher, die Freien Wähler könnten neue frische Kandidaten nach vorne stellen. Ob das alles gelingt, bleibt abzuwarten.

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    • Christian Bothe sagt

      Christoph aus der Stadt: Haben Sie mit Aiwanger ein Problem? Er ist Landwirt und das spricht von vornherein für ihn… Das mit dem Flugblatt durch eine Gazette veröffentlicht, ist und war lächerlich! Eben typisch deutsche Journaille, die SZ!

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      • Christoph aus der Stadt sagt

        Christian Bothe: Meine eigene Meinung bezüglich Aiwanger hab ich gar nicht mitgeteilt. Ich habe nur auf das Risiko hingewiesen, dass die politische Konkurrenz die Flugblattaffäre im Wahlkampfstreit erneut nutzen wird.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ich glaube nicht an die Fähigkeit der FW Bundespolitik zu betreiben. Und Aiwanger ist und bleibt ein bayrischer Regionalist, dort gehört er hin nirgendwo anders.

      • Bauer Willi sagt

        Interessante Einzelmeinung. Mehr nicht. Und wohin Aiwanger hingehört entscheiden ganz sicher nicht Sie.

        Es wäre gut, wenn Sie Ihre Schlagzahl an Kommentaren wieder etwas reduzieren könnten. Es tut diesem Blog nicht gut, aber das habe ich Ihnen schon mehrfach gesagt und es fällt nun auch anderen auf.

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  8. Allgäuer Bua sagt

    Das Problem liegt doch darin dass unsere Politiker begonnen beim Gemeinderat bis Bundestagsabgeordneten keinerlei Kontakt mehr zum Wähler hat. Wo und wann kann ich den den Damen und Herrn persönlich meine Meinung sagen? Per Mail oder bei einem Termin?
    Diskussion finden doch nur noch im Internet statt, einem anonymen Raum, einem Raum bei dem ich mich nicht zeigen muss. Ich bin der Meinung der Stammtisch ist nicht schlecht, man spricht diskutiert miteinander, Leute mit extremen Meinungen werden eingebremst. Entscheidungsträger bekommen direkt gesagt was die Leute ärgert, aber bekommen auch einmal ein Lob. Man kennt sie einfach.
    Ich bin jetzt 47 Jahre alt und für mich ist es eine Pflicht zum wählen zu gehen, aber ich bin das erste mal soweit dass ich nicht weiß wenn ich wählen soll. CSU ein Ministerpräsident der nur noch ein arrogantes Auftreten hat, Frei Wähler haben bei uns einen Kandidaten der in meinen Augen nicht tragbar ist, Grüne haben im Grunde ihre Prinzipien verloren, SPD sind in der Bedeutungslosigkeit in Bayer verschwunden, AfD haben sehr viele Punkte die nicht wählbar sind. Dann die Berufe der Kandidaten, Rechtsanwälte, Politikwissenschaftler, politische Mitarbeiter, Leute ohne jegliche Erfahrung in der freien Wirtschaft, Leute die Dinge verleugnen obwohl diese existieren, die dann Wissenschaftler heranziehen und doch deren wissenschaftliche Arbeiten nicht wirklich gelesen und vor allem verstanden haben, Partein die die EuropäischeUnion abschaffen wollen, einer Vereinigung der wir sehr viel zu Verdankenhaben nicht immer das negative sehen auch das positive, das wichtigstewir haben seit fast 80 Jahren keinen Krieg mehr gehabt.
    So und kann mir bun jemand sagen wenn ich wählen soll?
    Ich werde am 8. Oktober zur Wahl gehen und meine Stimme abgeben aber für wenn weiß ich nicht.

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    • Peter sagt

      Mich würde interessieren, was du an der EU gut findest bzw. was wir ihr zu verdanken haben und welche Punkte bei der AFD nicht wählbar sein sollen.

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      • Allgäuer Bua sagt

        Was an der EU gut ist. Wir haben seit 1945 keinen Krieg mehr, auch eine Folge der EU. Wir haben eine Währung keine Währungsschwakungen mehr,ich kann EU weit arbeiten, die einzige Möglichkeit im Augenblick dass wir bei uns in der Region Arbeitskräfte bekommen.
        Warum eine fD nicht wählbar ist? Diese Partei leugnet den Klimawandel, Kandidaten zitieren hierfür wissenschaftliche Arbeiten ohne diese genau gelesen und verstanden zu haben, übrigens es genügt schon wenn man in der Volksschule im Unterricht aufgepasst hat dass man weiß dass der Klimawandel in dieser Form Hausgemacht ist, man muss nur klar denken, diese Partei möcht Leute abschieben um Wohnraum zu schaffen obwohl wir Arbeitskräfte brauchen, in unserem Unternehmen benötige ich keine Studierten ich benötige Leute die arbeiten. Diese Partei steht hin und befürwortet den Einsatz von Schusswaffen an der Grenze selber würden sie nicht auf Menschen schießen aber andere sollen es machen, an der innerdeutschen Grenze gab es auch den Schießbefehl trotzdem wurden die Grenzsoldaten der ehemaligen DDR dafür verurteilt. Die AfD bringt auch keinerlei Vorschläge wie man es verhindert dass die Flüchtlinge nach Deutschland kommen, keine Vorschläge wie man diese Menschen in ihrer Heimat hält. Wollen Sie noch mehr Gründe hören.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das waren ganz viele Gründe gegen die AFD aber wenig für die EU….

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          • Eifelbauer sagt

            Ein einziger Grund genügt und der wird uns jetzt in aller Deutlichkeit vor Augen geführt:
            Der Friede in Europa.
            Für mich sind Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, die mit der deutsch französischen
            Freundschaft und den damit verbundenen Verträgen,die Grundlagen für dieses Europa
            gegründet und die Jahrhunderte währende “Erbfeindschaft” zwischen Deutschen und
            Franzosen überwunden haben,zwei der grössten Staatsmänner ever. Man stelle sich mal
            vor die potenzielle Bedrohung käme heute nicht nur aus einer Richtung,sondern so wie das seit Jahrhunderten für uns Deutsche der Fall war,von allen Seiten.
            (Leider ist die Geschichtsvergessenheit in Deutschland mittlerweile so weit fortgeschritten,
            dass einige unserer Bundestagsabgeordneten selbst mit dem Namen Bismarck anscheinend
            nichts mehr anzufangen wissen.)
            Allerdings hat sich aus einer ursprünglich sehr guten und segensreichen Idee,die sich sehr
            positiv auf die Beziehungen der europäischen Nationen ausgewirkt hat,mittlerweile ein
            Moloch aus Bürokratie und Vorschriften entwickelt der in vielen Bereichen scheinbar nicht
            mehr dem Wohle seiner Bürger verpflichtet zu sein scheint,sondern nur dazu dient einer
            Heerschar von Politikern und Beamten eine üppige Lebensberechtigung zu sichern.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Wenn der erreichte Frieden durch unsinnige Bürokratisierung und wenig demokratische Beteiligung und durch abnehmende nationale Interessen – Umsetzung in Gefahr zu geraten scheint, spätestens dann ist eine Reform notwendig. Das sollte man erkennen, wenn man auf die historischen Errungenschaften verweist, sonst ist der Verweis lediglich eine romantisierende Rückblende ohne Sicherung des Geschafften.

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          • Allgäuer Bua sagt

            78 Jahre Frieden ist für dich zu wenig. Vorschlagen geh einmal an eines der vielen Kriegerdenkmale, lese die Namen und das Alter und denk nur kurz darüber nach.

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        • Dorftrottel sagt

          Diese Unkenntniss der europäischen Geschichte tut schon weh.
          Kein Krieg seit 45?
          War der Jugoslawienkrieg eine Kissenschlacht?
          Und keine Währungsschwankungen?
          Wir haben eine ganz heftige Inflation zur Zeit. Der Mindestlohn in Deutschland beträgt 12€. Das waren mal 24DM.
          Und den Klimawandel “leugnet” nun wirklich niemand. Über die Ursachen kann man sich allerdings streiten. Nur das ist in Deutschland nicht mehr gewollt.

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        • Christian Bothe sagt

          Allgäuer Bua: Ihre Aufassung zur AfD in allen Ehren! Wird aber nichts nützen, da das viele, ganz viele in Ost und mittlerweile auch in West ganz anders sehen…Ich erinnere mich noch gut an den Aufschrei von Einigen als die PDS in Thüringen den MP aus dem Westen stellte!

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        • Christian Bothe sagt

          Allgäuer Bua: „Wir haben seit 1945 keinen Krieg mehr, auch eine Folge der EU.“ Diesen Satz müssen Sie erläutern…Was ist mit Russland/Ukraine? Berg-Karabach? Serbien/Kosovo? Die EU in ihrer jetzigen Konstruktion muss dringend” ueberarbeitet”werden! Noch mehr Eingriffe in die Nationalitäten der Mitgliedsstaaten sind nicht mehr tragbar( Ungarn, Polen,Slowakei bestätigen dies). Man sollte sich a die Gruendungsvaeter der EWG erinnern und nicht noch Staaten aufnehmen, die nichts in der EU wie die Ukraine verloren haben( Zitat von H.Schmidt!).

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Russland/Ukraine? Berg-Karabach? …”

            Echt jetzt? Die drei Länder sind nicht in der EU. Vielleicht ist die Ukraine irgendwann mal in der EU….im Moment jedenfalls nicht. Man kann Europa gerne weit denken….so wie es mittlerweile beim ESC auch Israel und Australien in den europäischen Contest geschafft haben. Das ist aber wohl eher ein Witz.😎

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            • Christian Bothe sagt

              R.S.Hatte nichts mit der EU als solches zu tun! Habe lediglich auf die allgemeine Aussage von dem Allgäuer Bua zu Kriegen ( wobei mir die Kriegsgefahr in Europa momentan größer erscheint) reagiert( übrigens nicht weit weg von der EU…

        • feizelmeier sagt

          Den langen Frieden gab es nicht wegen der EU. Es war die gegenseitige atomare Abschreckung.

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          • Christoph aus der Stadt sagt

            @feizelmeier Die EU als Friedensgarant meint natürlich Frieden unter den EU-Mitgliedsstaaten.

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          • Christian Bothe sagt

            So ist es! Irgendwie fühlte man sich sicherer in den Zeiten des Kalten Krieges! Die NATO auf der einen und der Warschauer Pakt auf der anderen Seite!Friedliche Koexistenz war angesagt( das scheint heute keiner mehr zu kennen). Diese jetzigen erneuten Hegemoniebestrebungen der Amerikaner unter Biden sind in meinen Augen katastrophal! Ich hoffe und wünsche den Amerikanern wieder eine republikanische Regierung ( mit oder ohne Trump)! Meine Verwandtschaft sieht das ebenso!

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        • Christoph aus der Stadt sagt

          Die EU wird oft als Friedensgarant genannt. Bis 1993 gab es aber die EWG, eine Wirtschaftsgemeinschaft, die genauso ein Friedensgarant war. Die jetzige Ausgestaltung der EU, mit ihrer überbordenden, oft ideologiegetriebenen Bürokratie, die ihre Kompetenzen in den Mitgliedsländern immer mehr ausweitet, dürfte längst eine Grenze überschritten haben, wo man sich fragt, ob das “Friedensstiftende” vielleicht sogar wieder rückläufig ist.

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          • Ostbauer sagt

            Richtig!
            Genau das ist der Knackpunkt. Wir sind in der EU weit über den Grundgedanken der EWG hinaus.
            Leider sind die Kompetenzen, welche sich diese Instutition an Land gezogen hat, kaum bis gar nicht demokratisch legitimiert und greifen dennoch in die Kopetenzen der Mitgliedsstaaten ein.
            Ich bin dafür, wieder auf die Grundwerte der Montanunion zurück zu kehren, mit klaren Verträgen; aus der jeder austreten aber auch entlassen werden kann. Mit Mehrheitsentscheidung versteht sich.

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  9. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Herr Kremer-Schillings, sie haben in allem Recht, aber nennen wir es beim Namen: sie geben eine “Freie Wähler” – Wahlempfehlung ab. Allerdings ist auch, ob man das will oder nicht, eine Stärkung der AFD notwendig. Übrigens: bei der Parlamentsnacht des Landtages NRW in Düsseldorf am vergangenen Freitag war gefühlt die Präsentation der AFD-Fraktion am meisten frequentiert. Das Problem ist nur das viele bäuerliche Verbandsfunktionäre noch traditionell in der CDU tätig bzw. mit ihr verbunden sind. Hier ist wohl vielfach der Schuss noch nicht gehört worden. Wie kann es sein das man sich bei all den Problemen zum Erntedankempfang der Landesregierung NRW einladen läßt mit all dem Gesülze was man sich ja schon beim Bauerntag hat anhören können. Und der WLV übernimmt dann als Information auf seiner Internetseite haargenau den Text den auch die Landesregierung veröffentlicht hat. Es scheint hier Zusammenarbeit zu geben.

    https://wlv.de/index.php/index.php/mitgliederservice/agrarinfos/ministerpraesident-wuest-und-ministerin-gorissen-auf-hof-hueske-in-suedlohn

    https://www.land.nrw/pressemitteilung/ministerpraesident-wuest-und-ministerin-gorissen-wuerdigen-die-wichtige-arbeit-der

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    • Bauer Willi sagt

      Für mich ist die AfD nicht wählbar. Christlich? Liberal? Fehlanzeige!

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Die AFD wird weiter zunehmen,allerdings werden die anderen einiges unternehmen,um sie zu diskreditieren.

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      • firedragon sagt

        Wenn man die Parteiprogramme der fw und der afd nebeneinander legt und liest ohne zu wissen welches Programm zu welcher Partei gehört – kann man dann klar herauslesen, wer christlicher und wer liberaler ist?
        Und dann könnte man ja noch ein altes cdu Programm dazu legen und alle drei miteinander vergleichen.

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        • firedragon sagt

          Anmerkung:
          Christlich bedeutet nicht automatisch, daß man gut ist, gute oder gar die besten Absichten hat.

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        • Andreas sagt

          Das Christliche in der Union hat sich allein auf das Bibelwort:
          Denn wer viel hat, der bekommt noch mehr dazu!
          Wer aber nichts hat, dem wird selbst noch das Wenige, das er hat, genommen.
          Matthäus 25:29
          Diesem urchristlichen Grundsatz wird in der CDU-CSU alles untergeordnet.
          Nach diesem Gesichtspunkt ist die AfD wahrscheinlich noch christlicher als die Union

          • Bauer Willi sagt

            @Andreas
            Sie erscheinen mir sehr verbittert. Was wollen Sie mit Ihrem Kommentar erreichen? Er ist ja ziemlich beleidigend…

      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

        Wenn eine Partei wirklich christliche Grundsätze hat kann sie ja nur von praktizierenden Christen gewählt werden. Dann sieht das mit dem Wahlergebnis schon mal schlecht aus. Im übrigen ist die Vertretung des Christentums in Form der Kirchen heute stark grün und links orientiert.. Im Hinblick auf Landwirtschaft wäre ich da vorsichtig. Bewahrung der Schöpfung ist heute nichts anderes als grüne Ideologie.
        Sie sollten sich mal mit Joachim Kuhs (MdEP) auseinandersetzen:
        https://chrafd.de/index.php/impressum-datenschutz

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wenn man den Glauben mit einer politischen Partei verknüpft, könnte es zukünftig Probleme geben. Wen sollen denn die eingebügerten Muslime dann wählen? Sie müssen eine eigene muslimische Partei gründen …..dann werden wohl alle vorausgesagten Katastrophen eintreten.

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          • Inga sagt

            muslimisch ist eine Religion,
            Aber nicht christlich
            hat also mit dem C im Parteinamen nichts zu tun .

            • Reinhard Seevers sagt

              Inga, schon wieder ein Kontext-Missverständnis? Langsam mache ich mir Sorgen…..🤨

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              • Inga sagt

                Ach ja, deswegen müssten die Muslime eine eigene Partei gründen.

                Oder die engagieren sich mit der christlichen Ethik, die ja gar nicht so weit weg ist von der muslimische Ethik.

      • Christian Bothe sagt

        B.Willi: Mit dem „christlich“ ist das so eine Sache( mein Kommentar von gestern)! Welche Partei ist es noch? Vielleicht die CSU? Ich weiß es nicht, wenn ich mir die Statements von “christlichen” Politikern zum aktuellen Geschehen auf der Welt anschaue…

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    • Günter sagt

      Stärkung der AFD notwendig ????
      Für was? 1933 hat bewiesen was dabei rauskommt.
      oder hat die AFD einen glaubhaften Plan für eine Zukunft der Landwirtschaft?

      • Reinhard Seevers sagt

        FÜR die Landwirtschaft hat keine Partei einen Plan, nur gegen sie. Und der Vergleich mit 1933 ist Unsinn.

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        • Günter sagt

          Reinhard, genau mit der gleichen Polemik ist die NSDAP entstanden.
          Schaut man die CDU mit den Merz an ist seine Anbiederung an die AFD nix anderes.

          • Reinhard Seevers sagt

            Das ist Unsinn……der heutige Rechtsstaat, der Föderalismus und das demokratische System lassen solche Vergleiche nicht zu. Die Mechanismen zur Abwehr solcher Zustände werden dies ebenfalls nicht zulassen. Der ständige Verweis auf 1933 ist einfach zu primitiv. Populismus hat es immer gegeben….schau dir die Reden von FJS an, dann kannst sehen, was Populismus war.

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          • Christian Bothe sagt

            Günter: Was für ein dummer Vergleich mit 1933! Die AfD ist wie jede andere eine demokratische Partei! Anbiederung der CDU ist Quatsch! Es wird sich aber die Notwendigkeit aus den kommenden Wahlen ergeben, das die CDU mit der AfD im Bund oder den BL koaliert( mein Kommentar von gestern)! Ich könnte mir gut eine Regierung unter Führung der CDU/CSU mit AfD u.a. vorstellen! Da können diese mal beweisen, was sie drauf haben! Schlimmer als aktuell dürfte es nicht werden?

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  10. Jörg sagt

    Lieber Bauer Willi,
    ich kann Ihre Gedanken sehr gut nachvollziehen. Wir leben hier in Deutaschland und Europa in einer sehr fragilen Situation.. Die Politik verzettelt sich im Klein-Klein, die drängnden Probleme werden verdrängt oder sogar ausgeblendet.
    Ich war bisher mit der Zweitstimme ein treuer FDP Wähler. Man muss leider konstatieren, dass die FDP für die schwache Performance der Ampel mit in Haftung genommen wird, obwohl sie an einigen Stellen (Heizungsgesetz, Bürgergeld, Haushalt etc). das Schlimmste verhindert hat.
    Ihr Plädoyer für die Freien Wähler kann ich auch nachvollziehen. Ich habe mal den Wahlomat sowohl für die Landtagswahlen in Bayern wie in Hessen ausprobiert. Tatsächlich lagen bei mir die Freien Wähler an der Spitze, CDU/CSU und FDP dichtauf.
    Wenn die Freien Wähler tatsächlich bei der nächsten Bundestagswahl antreten, wären sie für mich eine Alternative. Allerdings müsste das Personal dann auch überzeugend sein..

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  11. Ludwig sagt

    Ob die vielen Verordnungen und Gesetze gegen uns Bauern in den letzten 18 Jahren oder jetzt auch das für alle verabschiedete Heizungsgesetz soll nur von den wirklichen Problemen
    ablenken. Hier können wir ganz klar den sozialistischen Durchmarsch der -68 er erkennen um den Sozialismus umzusetzen. Soziale Marktwirtschaft , Grundgesetz und Rechtsstaatlichkeit werden doch schon lange mit Füßen getreten. Auch unsere Zukunftkommission Landwirtschaft diente nur der Ablenkung. Die jetzige Regierung macht richtig Tempo mit ihrer Umsetzung in Richtung DDR 2.0. Bei allem Ärger mit den jetzigen Vorschriften für Wasserabstände und Stillegung sollten wir uns nicht ablenken lassen was unsere Regierenden vorhaben. – Enteignung ist das Zauberwort ! Sehen wir uns das Heizungsgesetz einmal an. Kosten für uns Bürger 2,9 Billionen Euro zzgl. lfd. Altkredite ,dann haben die Hausbesitzer kein Eigenkapital mehr und sind quasi enteignet. Was sagte Klaus Schwab über den Great Reset : “Ihr werdet nicht s mehr besitzen aber glücklich sein .”
    So wie es heute aussieht unterstützen alle Altparteien diesen Weg. Nur eine Partei steht dem im Wege und evtl. die Freien Wähler , aber die Zeit läuft den neuen Parteien weg und bis die soweit sind , ist das Kind in den Brunnen gefallen. Leider haben wir keine großen Alternativen vom Zeitablauf her, es sei denn das die Nichtwähler sich mal bewegen würden und die neuen Alternativen wie eine Rakete wählen würden. Alle Parteien , oder Verantwortlichen haben fast alle Verträge (Maastricht ,Lissabon,Schengen, EZB)gebrochen und das ist ein Verbrechen aus der Rechtsstaatlichkeitssicht gesprochen und das wissen die Leute auch. Entsprechend halten die stur an der Macht fest. Falls ein Umschwung käme , dann müßte so mancher mit Verhaftung rechnen. Die Nagelprobe steht jetzt schon einmal im nächsten Winter bevor , wenn Gas und Strom sehr knapp werden und zugeteilt werden muß. Die Niederlande haben gerade dasGasfeld in Groiningen abgestellt und somit fehlen uns rd.11% Gas . Dazu fehlt uns der Strom von den abgestellten Atomkraftwerken und wenn jetzt kein warmer Winter kommt , dann wird es ab Januar/Februar aber sehr problematisch.
    Diese Lage kann dann zum Absturz unserer Regierung und zu Neuwahlen führen. Vielleicht ein Chance für einen Neuanfang, aber der muß von den Wählern auch gewollt sein.

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  12. Ostbauer sagt

    Das mit dem “koalieren” von blau und schwarz glaube ich vorerst nicht.
    Wir haben im Jahr 2024 drei Landtagswahlen in Ostdeutschland und aus jeder wird die AfD als stärkste Partei hervorgehen. Um den Nährboden dafür zu entziehen , müsste eine Menge geschehen. Dazu fehlt einfach mal der Wille und auch die Zeit.
    Die Reaktion wird wie folgt aussehen: Alle demokratischen Parteien werden sich verbinden um die AfD zu verhindern. Somit haben wir keine auch sonstwie geartete Oposition mehr.
    So etwas mag der Wähler gar nicht.
    Komisch; zufälligerweise hab ich die letzten Tage auf “Info” die weiß ich wievielte Wiederholung von “Hitlers Helfer- der Weg zur Macht” gesehen-; ich glaube, Geschichte wiederholt sich doch.
    2013 noch mit einem vollkommen anderen Wahlprogramm angetreten, erreichte die AfD 4,7 %.Dann setzten sich andere Kräfte durch und eine aus dem Bauch heraus gefällte Entscheidung unserer Bundeskanzlerin verhalf der AfD zu neuen Höhenflügen.
    Das war alles in einer Zeit, als Deuschland vor Kraft kaum laufen konnte; da haben wir das weggesteckt und der deutsche Michel kaum was gemerkt.
    Heute spürt er die Einschränkungen an vielen Ecken und Enden und wird zunehmend unsicherer und unzufriedener.
    Wenn unsere Regierung die anstehenden Probleme und Aufgaben nicht bald in den Griff bekommt und noch dazu alle mahnenden und kritischen Meinungen als populistisch oder noch schlimmer als “rechts” abtut,wird sich die Geschichte ala 33 wiederholen.
    Der “Deutsche” ist nur solange ein gefestigter Demokrat, solange es ihm gut geht.
    Also mein Optimismus hält sich in Grenzen.Trotzdem werde ich die AfD nicht wählen;
    Höcke ist ein Grund!

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    • Christian Bothe sagt

      Ostbauer: AfD ist nicht nur der “Westimport” Höcke… Ich war erstaunt wieviel Akademiker und auch Bauern diese unterstützen…

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      • Christian Bothe sagt

        Ostbauer: die Frage bei aller Diskussion im Blog ist? Ist die Demokratie in ihrer jetzigen Form geführt von einer Ampelregierung überhaupt zukunftsfähig? Ich habe da so meine Zweifel…

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        • Ostbauer sagt

          Das ist ja auch meine Befürchtung. Es genügt vielleicht eine Krise zum richtigen Zeitpunkt, welche den Leuten richtig weh tut und wir haben Verhältnisse wie 1930.
          1924 hatte die NSDAP 3%, 1928 2,6%; da gings den Leuten verhälnismäßig gut in Deutschland(nach Krieg und Inflation)
          In der Weltwirtschaftskrise 1930 war die NSDAP mit 18,3 % zweitstärkste Kraft.
          Entweder die Regierung löst die Probleme und hört auf andere Meinungen zu bashen oder wir bekommen ein Demokratieproblem!
          Zur AfD; sicher sind da auch kluge Köpfe drin und mit der Europakritik gehe ich sogar mit aber Höcke ist mir zu “völkisch” und er ist nun mal der heimliche Strippenzieher in der Partei. Sie haben es eben nicht geschaft, sich von solchen Leuten zu reinigen. Die Gründungs- AfD hatte ganz andere Ziele.

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      • evo.... sagt

        Ich habe am Samstag mit einem Mann gesprochen, der in einer Firma für medizinischen Bedarf arbeitet. Er sagt dieses Haus

        https://de.wikipedia.org/wiki/Klinikum_rechts_der_Isar

        dürfen sie , auf Anweisung des Chefs, wegen unbezahlter Rechnungen nicht mehr beliefern. Da muss man sich schon fragen, wie weit wir verkommen sind, wenn solche Häuser nicht zahlen können.

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    • evo.... sagt

      Obstbauer hat geschrieben:

      Alle demokratischen Parteien werden sich verbinden um die AfD zu verhindern.

      Da sieht der evo… wie die Politik die Leuts geframt hat. Warum wird die AfD immer sofort als Gefahr für die Demokratie gesehen? Ich kenne auch einige Rechte. Das sind Leute die Leistung bringen! Diese Leute mit Titeln wie Vollpfosten, braune Sche..se, Idioten,….. zu versehen lasse ich nicht durchgehen.

      In den Anfängen, mit Lucke, Hansen und Petry, hätte man die brauchen können.

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  13. Smarti sagt

    Immer mehr praxisfremde Regeln würgen bis erwürgen den Teil der Bevölkerung, der bisher gerne und gut gearbeitet und gewirtschaftet hat. In meinem Umkreis zum Beispiel Tierärzte, bei denen die Dokumentationspflichten die reale Zeit am Tier überschreitet, so dass die Rechnungen für Tierbesitzer unbezahlbar werden oder die Praxen gleich zu machen, weil keine Nachfolger sich sowas antun. Nicht die Tierärzte sind das Problem, sondern die Vorschriften. Landarztpraxen dito, ebenso bei den Schlachtereien, den kleinen Bäckereien, Hofläden und vielen mehr.
    Auch den Unternehmen, die Leute einstellen wollen macht man das Leben sehr schwer, so dass viele einfach nach Jahren irgendwann aufgeben, weil die Luft raus ist, sie sich kaum mehr vorstellen können, dass es zukünftig wieder besser wird.
    Sind die Firmen genug gross, so können sie über die Grenzen arbeiten, dann werden teure Arbeitsplätze exportiert und rentable Arbeitsplätze bleiben vorerst.
    Bei den Geflüchteten ist es doch ebenso… sie dürfen nicht arbeiten obwohl viele könnten und wollten. Diejenigen, die integriert sind und ihren Lebensunterhalt selber bestreiten und deutsch sprechen, werden abgeschoben ! Das verstehe ich nicht. Nicht die allermeisten Flüchtlinge sind das Problem, sondern die Vorschriften.
    Dieser Kipppunkt, dass man sich gegen seine Regierung stellt ( ob passiv, indem man nur noch sein Ding, also das Allernötigste macht oder so krank wird, dass man arbeitsunfähig wird) oder aktiv ( indem man auf die Strasse geht oder AfD wählt ) – dieser Punkt wird vor 2030 kommen. So meine Meinung.
    Also ist das Problem für fast alle unsere Probleme in Deutschland die übermässige Bevormundung der Bürger. Warum man dies nicht angehen kann – Punkt für Punkt – verstehe ich nicht. Ist doch auch nichts anderes als eine verschmutzte Küche, die Schublade um Schublade sortiert wird… zwar drohe ich auch manchmal mit einer Bombe… aber das ist ja nicht die Lösung.
    Was ich so mitbekomme ist die Stimmung in der Schweiz sehr ähnlich.
    Der soziale Neid, dieses ” das steht mir zu”, dieses hauen und stechen hat erst angefangen. Bei den freien Wählern sind weniger solche radikalen Menschen zu Hause, und deshalb würde ich auch dort mein Kreuz setzen.
    Alle Probleme, die oben aufgelistet sind, hat sich Deutschland selber zuzuschreiben. Da ist niemand anderes Schuld, weder Russland, China noch ein anderes Land. Deshalb ist es auch falsch, solche Probleme irgend einem Krieg oder dem Klima oder … zuzuschreiben. Es ist und war und bleibt die Politik.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Alle Probleme, die oben aufgelistet sind, hat sich Deutschland selber zuzuschreiben.”

      EXAKT!!

      Hinzu kommt die unsägliche Unfähigkeit die Digitalisierung umzusetzen, zu nutzen oder nutzen zu können.
      Täglich Störungen im Datennetz, Leute, die keine Ahnung haben, keinen Bock mehr auf Digitalisierung oder weil sich einfach nichts verbessert, sondern verschlechtert.
      Partnerin arbeitet in einer Weiterbildungseinrichtung der Niedersäschischen Wirtschaft. Dienstleister für Jobcenter, Arbeitsagentur, VHS, BAMF etc.
      Da werden Fahrkarten für die Teilnehmer ausgestellt, damit sie zur Fortbildung kommen können. Teilnehmer kann aber nur ein digitales Deutschland-ticket bekommen, wenn er ein Konto hat und das Smartphone bezahlen kann. Wenn er es nicht hat, wird die Fahrkarte nach Bedarf im Voraus ausgezahlt. Nun kommt der Mensch aber nicht immer und man soll ein Teil des Geldes zurückfordern….der bürokratische Aufwand um 3,85€ zurückzufordern ist um ein Vielfaches höher. Das Problem jetzt bitte mal mit einer Vielzahl von Teilnehmern multiplizieren. Hat der Teilnehmer das Glück ein 49,-€ – Ticket zu bekommen, muss die Weiterbildungsstätte diese Kosten 29,-€ zu 20,-€ splitten und den einen Teil vom Jobcenter bezahlen lassen und den Rest beim Landkreis einholen….mit Antrag in Papierform….das ist nur ein Ausschnitt aus den alltäglichen Kleinigkeiten des deutschen Wahnsinns.

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    • Arnold Krämer sagt

      Viele/die meisten Vorgaben werden in Brüssel “ausgebrütet”, in deutscher Gründlichkeit aber oft noch verschärft oder nicht im Sinne Deutschlands ausgelegt und ausgearbeitet.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Es gibt mittlerweile Stimmen aus allen Richtungen, die eine “andere”Eu wollen. Wenn dies aus der AFD – Ecke kommt, wird es als Zerstörer der Union bezeichnet. Es geht meines Erachtens dennoch nichts an der kompletten Neuaufstellung der EU vorbei…..das ist aber ein ganz dickes Brett. Und man wird postwendend als Rechstpopulist bezeichnet, also Vorsicht, für alle, die sich gegen die derzeitige EU-Plotik wenden…sie enthält auch Komponenten zur gemeinsamen “Klimarettung”. Dadurch wird eine Infragestellung doppelt gefährlich!

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        • Arnold Krämer sagt

          Die Politik ist nur selten ehrlich in der Bestandaufnahme, in der Problemanalyse, weil mit Blick auf Wahl/Wiederwahl immer taktisch/strategisch argumentiert wird (was die Menschen insbesondere im Osten längst durchschaut haben und satt haben). Folglich gibt es auch keine Fortschritte bei der Weiterentwicklung der politischen Rahmenbedingungen insbesondere für die Wirtschaft. Überall wird politisch von der (großen) Transformation “gefaselt”, nur der Politikbetrieb selbst nimmt sich davon aus. Dabei hätte er es besonders nötig!

          Die Politik ist in der Tat weitgehend EU-getrieben. Und dann kommen noch die Selbstverpflichtungen über internationale Abkommen dazu, die gerne auch von D vorangetrieben werden. Gerade erst letzten Freitag ist die Weltchemikalienkonferenz in Bonn beendet worden. Die Regierungen haben sich in Bonn verpflichtet, bis 2030 das ordnungspolitische Umfeld zu schaffen, um die Verschmutzung durch Chemikalien zu verringern. Die Deutschen denken dabei vor allem an Agrarchemikalien wie die FAZ berichtete.

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  14. Christian Bothe sagt

    Eine interessante und wichtige Diskussion, welche B. Willi da angestossen hat! Ich möchte mich nur zu einigen Punkten äussern. Was die FDP betrifft, sehe ich diese auch nicht mehr als meine Partei an (war jahrelang treuer Wähler). Allein die Diskussion von Strack-Zimmermann (FDP)gestern im ZDF bestärkt mich in dieser Annahme! Wie kann eine Katholikin so als Kriegstreiberin agieren? Ob sie die 10 Gebote kennt? Da geht’s nicht nur um Nächstenliebe…Was erzählt sie eigentlich ihrem Beichtvater im Beichtstuhl, wenn sie sonntags in die Kirche geht? Kann man auch auf den katholischen Biden übertragen, welcher richtigerweise vom Kongress korrigiert wurde. Beide sollten sich an die Aussagen vom Papst erinnern, was er zur Lösung des Ukraine/Russland Konflikts und dem Versuch diesen auf diplomatischen Wege zu beenden, gesagt hatte! Nun zur Ampel. Ich gehe davon aus, das diese nicht mehr lange das Sagen hat. Wen sollte man nun wählen? Für mich als Sachse und jetzt wohnhaft in Thüringen gibt’s scheinbar nur 2 Alternativen: FW und AfD. Letztere wird bald mit der CDU koalieren ( in den BL und auch im Bund),denke ich. Dann gebe es eine Regierung unter Führung der CDU und AfD? Wieso hat die AfD diesen Zulauf? Ganz klar, es liegt an der Ampelregierung jetzt und heute. Die Wähler haben nicht vergessen, das sich mit den Sanktionen gegenüber Russland die Energiepreise u.a. erhöht haben. hat allein die Regierung zu verantworten und ihr solidarisches Verhalten in der EU gegenüber der Ukraine! Ungarn und jetzt auch die Slowakei, auch Polen mit Abstrichen sahen und sehen das anders. Ungarn bekommt weiter Öl und Gas aus Russland zu bezahlbaren Preisen…Auch die Flüchtlingsproblematik sollte nicht unerwähnt bleiben! Merz hatte es dieser Tage richtig formuliert! Alles mit dem “bevorstehenden Weltuntergang” durch die Klimaerwärmung zu begründen, und den angedachten Massnahmen der grünen Gilde treibt die Leute in die AfD. Das sind nur einige Beispiele der verfehlten Politik( Bildung, Gesundheitswesen, Infrastruktur etc.). Ich beobachte sehr genau die rechte Regierung von Meloni, die keinen schlechten Job trotz vieler Vorhersagen der Journaille und EU macht, denke ich.
    Ich habe als Katholik auch die Petition von Wagenknecht/ Schwarzer unterschrieben und gehe mit vielen Ansichten von dem sächsischen MP konform, was ich von unserem Thüringer MP( PDS) nicht sagen kann…Alles von mir Geschriebene ist auch auf unsere LW und NGW übertragbar und trägt zur Frustation der Bauern über Berlin und Brüssel bei, was sich im Wahlverhalten äussern wird!

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  15. Eifelbauer sagt

    Hatte vor ein paar Tagen schon mal angefangen zu einem anderen Thema was zu schreiben und dann
    aber bleiben lassen. Jetzt kommen mir wieder die gleichen Gedanken.
    Alter Spruch: DER FISCH STINKT VOM KOPF!
    In aĺlen Bereichen unseres Lebens werden bei der Bewerbung um einen Job Ausbildungs- und Befähigung snachweise eingefordert. Nicht ohne Grund hat unser Land in der Vergangenheit gerade in Wirtschaft,
    Wissenschaft aber auch im Handwerk und Landwirtschaft ein hohes Ansehen in der ganzen Welt
    genossen.
    Wenn ich sehe,dass heute in unserem höchsten politischen Gremium 20% der Abgeordneten keine
    abgeschlossene Berufsausbildung haben dann gibt das zu denken.
    Darüber hinaus sieht der Werdegang vieler weiterer Abgeordneten quer über die Parteigrenzen hinweg in etwa so aus: Nach dem Studium der Politikwissenschaft folgt die Arbeit als Mitarbeiter /Kofferträger im Abgeordnetenbüro des Mandatsträgers und nach dessen Ausscheiden beerbt man mit Zustimmung der jeweiligen Partei aufgrund der vorher geknüpften politischen Kontakte und Verbindungen den ehemaligen Chef und führt dessen Arbeit fort.
    Wohlgemerkt: Ich möchte nicht Alle, die diesen Weg beschreiten pauschal abqualifizieren und deren
    Arbeit in Frage stellen; das was ich hier ablasse ist meine vollkommen subjektive Meinung, die ich als
    Denkanstoss zur Diskussion stellen will.
    Meiner Meinung nach wäre es zwingend geboten von unseren Abgeordneten eine wie auch immer geartete Diversität bezüglich ihrer beruflichen Ausbildung vielleicht noch verbunden mit einer Erhöhung
    des passiven Wahlalters(über die Höhe kann man diskutieren, zB. 28 Jahre) zu verordnen.
    Vielleicht liesse sich gleichzeitig noch ein Verfahren finden um den aufgeblähten Bundestag und die
    damit verbundenen Kosten auf ein normales Mass zu stutzen.
    Ich glaube man kann von den Menschen nur erwarten in Zukunft zu erwartende Zumutungen mitzutragen wenn diejenigen,die das entscheiden mal ein bisschen mit gutem Beispiel vorangehen.

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    • Thorens sagt

      “Ich glaube man kann von den Menschen nur erwarten in Zukunft zu erwartende Zumutungen mitzutragen wenn diejenigen,die das entscheiden mal ein bisschen mit gutem Beispiel vorangehen.”

      Ein frommer Wunsch, Klaus.

      Seit Jahren ist bekannt, dass Europaabgeordnete in Brüssel gern mal, wenn freitags eine Sitzung anberaumt ist, sich vom Fahrdienst hinfahren und diesen warten lassen, sich als Teilnehmer der Sitzung eintragen, um die Sitzungspauschale noch kassieren zu können und sich unmittelbar danach aber ohne Umweg über die Sitzung vom wartenden Fahrdienst zum Flughafen bringen lassen, weil man ja im Wahlkreis angeblich auch noch gebraucht wird.
      Vorbildfunktion?

      Jeder Arbeitnehmer, der morgens im Unternehmen seine Zeitkarte abstempelt um danach wieder heimzufahren, riskiert mindestens eine Abmahnung wenn nicht gleich seinen Rausschmiss.

      Den Politikern hierzulande geht es aus meiner Sicht weit überwiegend nur noch um das persönliche Fortkommen und die eigene Karrieregestaltung. Und so lange sich beim tumben Wahlvolk mit Märchenerzählungen wie z.B. aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium (z.B. Glyphosat) Merheiten erzielen lassen, wird sich leider gar nichts ändern, wie ich befürchte – nein, es ist anscheinend noch nicht arg genug.

      Oder kann man die Aussage von Frau Faeser, die doch so gerne Ministerpräsidentin werden möchte, anders verstehen, als sie im Interview von sich gab, dass sie keine andere Position im Land Hessen anstrebe, falls das mit der Wahl nicht klappen sollte? Immerhin sei sie ja schon mal Oppositionsführerin im Land gewesen. Könnte unsere Bundesinnenministerin noch deutlicher zum Ausdruck bringen, dass es ihr weit mehr um ihre persönliche Karriere als um die Belange des Bundeslandes geht, um dessen Regierungsführung sie sich bewirbt?

      Ich habe die Hoffnung auf Besserung inzwischen aufgegeben und auch ist mir die Lust abhanden gekommen, mit meiner Hände Arbeit die Steuermittel zu verdienen, die diesen Zirkus am Laufen halten. Ich mache einfach nicht mehr mit. Das ist mein Protest.

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  16. Christina sagt

    Willi, Sie müssten mal dringend ins Fernsehen, um diese Punkte und vor allem die Sorge der Landwirte einem noch größeren Publikum mitzuteilen …! Ich schaue sehr oft Freitagsabend
    die NDR Talkshow oder 3 nach 9 … Da war vor zwei Wochen Marie Hoffmann, Lifestyle-Blog “Zauberhaftes Sauerland”, eingeladen; ich kannte sie bis dato auch nicht und habe mich tatsächlich gefragt, warum die junge Bloggerin, die den Menschen die Landwirtschaft nahe bringen will, eingeladen war, und nicht der Bauer Willi?!

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    • Reinhard Seevers sagt

      ….vielleicht, weil die Redaktion die Denkweise der jungen Generation vermitteln wollte und nicht wiederholt die Sichtweise alter weißer Männer? Die “Darstellung” , die Performance, ist heute der Maßstab. Es geht nur noch um marginale Randthemen und die Komplexität lässt sich nunmal nicht in schönen Bildern abbilden.

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      • Christina sagt

        Mag alles sein …. Aber vielleicht sollten wir mal dafür sorgen, dass der Willi eingeladen wird?!

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Nun, lieber Reinhard, hier geht es aber nicht nur um eine “Performance”, sondern um die blanke ungeschönte Realität – und genau letztere schaut im Bauernumfeld derzeit, was die Zukunftsperspektiven angeht, auf einen bäuerlichen Jargon heruntergebrochen, einfach “hundsmiserabel” aus.

        Viele weiße Männer sind durchaus beachtenswert weise und können schon bedingt durch das eigene Lebensalter mit einem sehr reichen Erfahrungsschatz aufwarten, der dem einen oder anderen Ideologieversessenen vielleicht sehr lästig fallen könnte, weil man eben genau diesen nicht so ganz einfach mit nur einem Federstrich beiseite wischen kann.

        Unlängst erst kam doch in persona von Ihnen die durchaus korrekte Einschätzung, dass unsere Gesellschaft es sich heute nicht mehr bedingungslos leisten könne, die noch agilen Alten auf’s Ruhekäutschle zu verfrachten, weil man sie gegenwärtig einfach noch braucht, sofern gesundheitlich und geistig entsprechend belastbar, und weil in erster Linie unsere Gesellschaft sich einen solchen frühzeitigen “Rentner-Luxus” vielleicht in Bälde einfach nicht mehr leisten kann!?

        Was, wenn unser Krankensystem erst einmal weitgehend kollabiert!? Ab welcher Altersgrenze sollte man Krankenhilfe und -unterstützung den Alten in weiten Bereichen versagen, weil diese schon lange genug gelebt haben, errechnet nach statistischen Durchschnittswerten und man demgemäß das natürliche Ableben nicht forthin unnötig verlängern sollte…!?

        Wer das nicht für möglich erachtet, der ist ganz offensichtlich noch nicht alt genug!!!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich habe nicht die Realität in Frage gestellt, ich habe die von Medien gewünschten schönen Bilder als Zugpferd für Berichterstattung gemeint.
          Es ist heute üblich immer eine heiteitei -Lösung mit life-balance-ökobewegten Gutmenschen zu präsentieren, die es schaffen, mit einem “neuen” Weg eine Lösung für große Probleme zu verbreiten.
          Gestern gab es im Weltspiegel wieder ein solches Beispiel aus einer Südfranzösischen Gemeinde, die ihre Schule als Selbstversorger-Schule mit eigenem Nutzgarten mit regionalen gesundem Biogemüse versorgt. Die Kinder bekommen täglich frisch zubereitete vegetarische Speisen und die Kinder sind sooo glücklich, weil es sooo gut schmeckt. Eine (in Worten eine) Schule am Mittelmeer mit mediterranem Klima hat es Dank Unterstützung der Steuerzahler geschafft, sich in eine mediale Vorzeigeposition zu bringen….Diese Lösung wird dann von etlichen aufgenommen und laut gerufen: Seht her es geht doch!
          Was soll das? Das ist für mich Realitätsverweigerung und Bürgertäuschung.
          Das ist das Gleiche, wie die wiederholte Berichterstattung über Jürgen, der vom Kühequäler zum Veganer konvertiert ist und was nun als Vorbild dienen soll?

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          • Reinhard Seevers sagt

            Nachtrag: In Frankreich haben die Schüler alle 7 Wochen 2 Wochen Ferien und die Sommerferien dauern sogar 8 Wochen….wer isst das Gemüse dann, wenn es in den Mengen gerade aufwächst?

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    • Ferkelhebamme sagt

      Was ist gegen Marie Hoffmann zu sagen? Fachfrau und Praktikerin. Sie ist weiblich und hübsch, ist das ein Problem?
      Willi und Marie wäre eine tolle Kombo! 😊

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    • Bauer Willi sagt

      Marie kenne ich. Sie sieht einfach besser aus. Sie ist jung, weiblich, blond. Ich bin ein alter weißer Mann, der ohne Schnörkel seine Meinung sagt. Der scheidet bei jedem
      Casting aus.

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        “der ohne Schnörkel seine Meinung sagt”

        Das kommt gar nicht gut an in diesen Zeiten.Besser ist es,mit vielen blumigen Worten den grössten Unsinn zu erzählen,das turnt die Leute an,weil die Leute keine Ahnung haben….gut und günstig und nach Malle.

  17. firedragon sagt

    Das mit der Politik ist so eine Sache.
    Der ein oder andere wird da sicherlich mit ehrenhaften Vorstellungen an den Start gehen. Er ist aber nicht alleine und entscheidet auch nicht alleine.

    Ich war einmal in unserem Kaff im LW Ausschuss (nur!). Die wenigsten sind LW und dementsprechend wird gegen einen gestimmt, da ein (indirekter) Fraktionszwang besteht. Mir geht sämtlicher Zwang am Allerwertesten vorbei und dann kommt man politisch eben nicht sehr weit. So simpel funktioniert Politik.

    -Politik ist ein Geben und Nehmen, das kann man auch als Kompromiss bezeichnen, dabei bleibt eventuell auch viel Gutes auf der Strecke.
    -Politiker sind, im Gegensatz zum Rest der arbeitenden Bevölkerung, universell einsetzbar. Da kann man vom Familienministerium ins Verteidigungsministerium und der Kopf des EU Parlaments werden.
    In der freien Wirtschaft undenkbar.
    -Politiker können nicht haftbar gemacht werden.
    usw

    Ich gebe zu bedenken, dass was jetzt Früchte trägt, wurde in sechzehn Jahren (hauptsächlich) CDU Führung auf den Weg gebracht.
    Und es ist egal was gewählt wird, selbst wenn eine Alternative in diese Regierung käme, kann sie nicht von heute auf morgen alles umkrempeln.

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  18. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Noch sind wir kreditwürdig und deshalb wird sich erstmal nix ändern.
    Politisch ist weiterhin POPULISMUS angesagt.
    Das Abschneiden der AFD wird wohl einschneidend werden,die “Ampel” arbeiten aber daran,diese zu verbieten.

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  19. Ferkelhebamme sagt

    Frankreich hat erkannt, dass man sich Moral leisten können muss und will die Notbremse ziehen:

    https://www.gefluegelnews.de/article/frankreich-will-zu-konventionellem-hahnchen-und-schweinefleisch-zuruckkehren

    Die Tierhalter in D hängen seit Jahren in der Luft, weil außer moralisch geschwängertes Geschwätz nichts passiert. Sie werden zerrieben zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Rolle rückwärts würde aber auch viele Existenzen kosten. Ein elendiges Dilemma

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  20. Arnold Krämer sagt

    Das politische Personal, das wir haben, ist nicht in der Lage, die „Ideengeber“ auf EU-Ebene zu bremsen, geschweige denn zurückzudrängen. Dass eine Gitta Connemann und eine Silvia Breher ( beide CDU und beide aus meiner Region) sich aus der Agrarpolitik zurückziehen und sich in der Opposition anderen Aufgabenfeldern zuwenden, ist nur zu verständlich. Selbst die Gestaltungsmöglichkeiten der Agrarpolitik auf Landesebene sind äußerst gering, und führen letztlich, wenn man sie nutzt, nur zu weiterer Bürokratisierung und Gängelung der Landwirte. Ein typisches Beispiel ist der sogenannte „Niedersächsische Weg“.

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    • Bauer Willi sagt

      Enttäuschend ist für mich das ursprüngliche Engagement der Personen, das mir gut gefallen hat. In der Rückschau kommt es mir so vor, als wäre es nur gespielt gewesen.

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      • firedragon sagt

        Man kann nur Ent-täuscht sein, wenn man vorher getäuscht wurde.

        Bitte immer daran denken, dass Politiker universell einsetzbar sind und nicht haften.

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      • Arnold Krämer sagt

        Das Engagement der Politikerinnen Connemann und Breher in agrarpolitischen Fragen war auf keinen Fall nur gespielt. Da liegst du völlig falsch. Frau Breher war vor ihrer Wahl in den Bundestag Geschäftsführerin beim Kreislandvolkverband in Vechta. Frau Connemann ist Landwirtstochter (geborene Saathoff) und war mit dem Ölmühlenbesitzer Connemann in Leer verheiratet. Beide waren also sehr eng mit landwirtschaftlichen Themen vertraut. Klar, dass man sich zunächst immer dort einbringt, was einem vertraut ist.

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  21. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin. Den Beitrag den Willi heute in seinem Blog thematisiert, ist sehr aufschlussreich. Deshalb habe ich diesen heute in meinen Status gestellt. Bin gespannt wie meine Mitleser diesen bewerten! Ob sie diesen überhaupt lesen , oder gleich wieder abklicken. Ich aus meiner Sicht, danke Willi erstmal, für die viele Arbeit die er sich wieder einmal gemacht.

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  22. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Ein guter Demokrat darf politisch sein. – Dr. Willi Kremer Schillings ist hier politisch, steht mit Rückgrat für seine eigene Einstellung/Entscheidung. Ich persönlich kann damit sehr gut leben.

    Vorwarnend möchte ich jedoch meinen Einwand in den Ring werfen, bei all deiner persönlichen Euphorie, lieber Willi:

    Am Ende des Wahltages, wenn alle Stimmen ausgezählt sind dereinst, startet das politische Alltagsgeschehen. Dann zeigen die jeweiligen Parteien, gleich welchen Couleurs, ihr wahres Gesicht, man weiß sich ggf. sehr schnell aalglatt zu (ent)winden um das eine oder andere Korrektiv, schließlich ist nach der Wahl sofort schon wieder vor der Wahl. Zyklen, die gerade uns Bauern beileibe bestens vertraut sind, denn schon nach der Ernte startet wieder die nächste Ernte im direkten Anschluss. Im Gegensatz zum spiegelglatten „diplomatischen“ Parkett unserer großen Politik bleiben wir Bauern uns selbst aber in den meisten Fällen evident extrem treu.

    Was die Ampel gegenwärtig den vielen Protestwählern abliefert, spottet wirklich jeder Beschreibung; es bleibt allenfalls eine katastrophale Ernüchterung mit schalem Beigeschmäckle im Abgang auf weiten Strecken. Ja, Willi, auch wir haben auf Christian Lindner gesetzt, der nur noch ein Schattenmann seiner selbst ist, das anpassungsfähige, wenig kampfeslustige Rennhäschen mimt, um diese recht armselige Truppe zusammenhalten zu können. Zweite Chance verpasst; hoffentlich plumpst er nicht unter die 5%-Grenze im freien Fall in (s)eine politische Bedeutungslosigkeit!!!

    Als überzeugter Demokrat lernen wir heute zwangsläufig zu akzeptieren, wie groß die Diskrepanz zwischen einer gefühlt grünen Politik sein kann, die von vielen Bundesbürgern auch so gewollt war/ist, und einer krass grünen realen Politik, welche dato extrem ausufernd in einer vollkommen ideologischen Verbrämtheit mittlerweile jeden Bundesbürger entschieden, geradezu schon fatal diktatorisch anmutend, nackig macht – auch jene vorwiegende Mehrheit unserer Bevölkerung, die nicht der grünen Wählerschaft zugeordnet werden muss. Unsere grünen Scheinriesen -Kinderbuchautoren, (Um)Erzieher, Mehr-Schein-als-Sein-Politgrößen- ästimieren eben diese vorwiegende Mehrheit wollentlich und willentlich jedenfalls nicht. Keiner stoppt sie, man lässt sie ungebremst gewähren. Annalena Bärbock darf man positiv zumindest zugute halten, dass diese von unseren Autokraten weltweit nicht unbedingt geliebt ist – sie hält mit ihrer Meinung nämlich nicht hinter den Berg. Feige ist sie also jedenfalls nicht.

    Derzeit belastet mein im eigentlichen gutes Bauchgefühl doch sehr, dass dem deutschen Wahlvolk allenfalls eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera ins Haus stehen könnte bei der nächsten Wahl. Gefährlich, brandgefährlich der förmliche Run zu einer Alternative, die eine solche politisch nicht abzubilden weiß… Hier befürchte ich ein noch sehr viel grausameres Erwachen, als uns das Bündnis 90/Die Grünen aktuell beizubringen wissen.

    “Bibliotheken sind die geistigen Tankstellen der Nation” so Helmut Schmidt; heute nutzt man diese aber nicht mehr, rast mit Vollgas gegen eine undurchdringbare Wand…

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    • Bauer Willi sagt

      “Die Wahl zwischen Pest und Cholera”… Genau diese Hilflosigkeit hat mich zu der obigen Überlegung gebracht. Letztendlich gibt es keine Partei, die alle Wünsche erfüllt, erfüllen kann. Die Kombination aus liberal, konservativ und christlich sehe ich bei den FW eher als bei anderen Parteien. Und dann ist es doch das “kleinere Übel”.

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    • Stadtmensch sagt

      “Bibliotheken sind die geistigen Tankstellen der Nation” so Helmut Schmidt

      Hm, Helmut Schmidt hat viele kluge Sachen gesagt. Damals war es noch möglich, die amerikanische Politik als in Summe destruktiv für den Planeten zu beschreiben, ohne das etwa mit Berufsverbot oder Entfernung aus verantwortlicher Position zu ahnden.
      Als ehemaliger Ossi fühlt man sich wieder wie zu Hause in der Meinungsdiktatur 😉

      Wenn die AfD diese Gedanken heute wieder aufgreift, dann wird sie selbstverständlich “gecancelt”, denn der enge Meinungskorridor, den man hierzulande auch selbsternannten “Freidenken” lässt, ist schnell überschritten.

      Nee, liebe Freunde, unsere Regierung ist der Spiegel der deutschen Seele: ängstlich, kleinlich und überheblich (Tendenz Größenwahn) zugleich. “Dienend führen” sag ich nur, bis in die Bedeutungslosigkeit…

      Der Wähler hat nur die Wahl zwischen schwarzen, roten, grünen und blauen christlichen Werten. Einmal Umrühren und fertig ist der “Werte-Kanon”, der es etwas erleichtert, Andersdenkenden, Ungläubigen oder Minderleistern, die sich für Renditeziele nicht optimal verwerten lassen, das Leben schwer zu machen, so man ihn verinnerlicht hat. Gelb hab ich vergessen – lohnt nicht.

      Ein Lichtblick zum Schluss: Sybille Berg kandidiert für Die Partei bei der nächsten EU-Wahl…

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  23. Brötchen sagt

    Die großen Ziele, die sich gesetzt wurden, sind nicht im Ansatz zu erreichen.
    Die Politik ist zu einer leeren Laberblase verkommen und erinnert stark an Ostzeiten.

    Die wollten damals den Kommunismus aufbauen , aber es sind flächendeckend Innenstädte fast zusammen gefallen und Betriebe waren teilweise Schrott. Vor allem Kohle und Chemieindustrie.
    Ganz schlimm dem Bürger wird eigenes Denken abgesprochen, weil kein Vertrauen da ist.
    Überall Misstrauen und Kontrollsucht.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Genau deshalb, Brötchen, ist es essentiell, sich den eigenen Freigeist niemals in Abrede stellen zu lassen…, auch wenn dies bisweilen extrem anstrengend anmuten mag.

      Wenn man jemandem uneingeschränkt Vertrauen schenken kann, dann doch wahrhaft nur sich selbst.

      Die meisten Schubladen sind einfach unpassend für mich…

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  24. Jürgen Donhauser sagt

    @Willi – Chapeau! Mit diesem Artikel wagst Du etwas, was den allermeisten Politikern verloren ging – Du nimmst eindeutig Stellung. Politiker versuchen möglichst den Wählern nach dem Mund zu reden, eine “Scheinwelt” aufzubauen und ihre wahren Gedanken zu verbergen. Einfach aus der Angst heraus, sie werden sonst nicht gemocht, gewählt. Du “outest” Dich mit diesem Artikel eindeutig, auch auf die Gefahr hin, dass der eine oder andere bisher treue Leser davon enttäuscht ist und Dir zukünftig den Rücken kehrt. Unabhängig von der politischen Gesinnung steht Dir deshalb Respekt und Hochachtung für diesen Mut zu, den ich bei unseren Politikern oftmals vermisse!

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  25. Reinhard Seevers sagt

    Am Ende ist es völlig egal, wer an der Macht sein wird. Die Probleme sind in allen Bereichen groß und so komplex, dass ich niemandem zutraue, zur Zufriedenheit der Mehrheit Lösungen und Antworten zu haben. Die Freien Wähler sind nichts anderes als die andere Alternative…..sie sind lediglich der Wunsch und die Hoffnung, dass die Altparteien abgewählt gehören.
    Ich glaube nicht, dass dieser verbürokratisierte und global verstrickte Staat sich reformieren lässt.
    Das hätte vor 30Jahren beginnen müssen.

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    • Jürgen Donhauser sagt

      @Seevers – Reinhard, wir beide müssen mal dringend über Optimismus und positive Lebenseinstellung sprechen…. 😉

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      • Reinhard Seevers sagt

        Naja, der andere würde sagen, wir sollten über Naivität und Realismus reden….🥳

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        • Jürgen Donhauser sagt

          Der Pessimist realisiert, dass egal was er unternehmen würde, das Leben immer mit dem Tod endet. Damit verbringt er den Rest seines Lebens mit der Angst und Traurigkeit vor dem Tod. Der Optimist weiß auch, dass er irgendwann sterben wird, genießt und freut sich aber bis dahin über jeden weiteren Tag. Aber Reinhard, ich verstehe was Du meinst. Da Du ja auch meine Artikel kommentierst, hast Du Sie auch gelesen – und ich denke auch verstanden. Dann brauche ich Dir nicht erklären, dass ich nicht blauäugig durch das Leben gehe. Es braucht aber beide Pole (Realist und Optimist), ich denke der persönlich gesündere Weg ist auf Dauer der dazwischen…..

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Meine durchaus optimistisch große Hoffnung besteht darin, dass der/die eine oder andere doch noch rechtzeitig aufwachen könnten und beherzt auf die Bremse steigen.

            Bis hierhin, …und keinen Schritt weiter!!!

            Ein Spiegel vor Augen könnte da recht hilfreich sein,

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          • Reinhard Seevers sagt

            Jürgen, Optimismus ist ein Überlebens-Elixier für viele Menschen. Oft kommt dieser in extremen Krisen zum Vorschein. Ob Optimist oder Pessimist ist völlig egal, es ist eine persönliche Einstellung, die nur bedingt einen Einfluss auf ein Volk, einen Staat oder eine Politik hat. Die Lenker sind die entscheidenden Größen, und die kannst auch du nicht kreieren oder beeinflussen, nur glauben….und dieser Glaube ist wiederum individuell und sehr persönlich.

            • Jürgen Donhauser sagt

              Wilderst Du gerade mit dem Thema „Glauben“ in meinem Revier? 😉 Du weißt was mit Wilderern in Bayern geschieht, wenn sie auf frischer Tat ertappt werden *Späßle*

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              • Reinhard Seevers sagt

                Jürgen, ich kenne Menschen, die waren wahre Pessimisten, ewige Nörgler….dann hatten sie geerbt und viel Geld in den Händen….von da an, waren sie nur noch positiv unterwegs. Was sagt mir das?
                Keine Ahnung, vielleicht positiv Denken hängt von der persönlichen Situation ab? …oder Geld macht glücklich? Oder Geld macht unabhängiger und fördert damit ein positives Denken? Auf jeden Fall ist die ökonomische Komponente die allererste, die ein positives Denken für die meisten Menschen darstellt. Und nun projezieren wir es auf die derzeitige politische Lage: die Angst vor Wohlstandsverlust ist der Motor für fast alle politischen Entscheidungen der nächsten Dekade, glaubste?

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                • Arnold Krämer sagt

                  Es sind die Verlustängste der Menschen vor allem im ländlichen Raum und die Migrationsprobleme in den Städten, die der AfD die Protestwähler zutreiben. Je mehr es werden, umso stärker müssen CDUSPDFDPGRÜNELINKE darauf reagieren.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich finde es perfide, dass man der AFD nun eine irgendwie geartete Schuld zuweisen möchte. Sie waren es, die seit Jahren die Migrationsproblemtik thematisiert haben. Alle Parteien haben es als rechte Schwurbelei und Menschenverachtung abgetan. Nun, da es nicht mehr zu übersehen ist, nun kommen sogar Grüne mit den gleichen Argumenten daher und verkaufen diese als dringlich? Ich würde nicht von Protestwählern reden, sondern von Menschen mit Realitätssinn und den Politikern würde ich diesen absprechen. Man könnte die Leugner der Krise auch als wahre Schuldige herausstellen, wenn man richtig provozieren möchte.

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      • Reinhard Seevers sagt

        OK,
        hier die vier Punkte, die als politisch wichtig genannt werden:
        für Menschen, die Deutschland am Laufen halten und die Arbeit machen.

        für Menschen mit einem Sinn fürs Gemeinwohl
        für Menschen, die zum korrekten Gendern keine Lust und keine Zeit haben.

        für Menschen, die die Diskussion um eine Vier-Tage-Woche nicht verstehen können, weil viele von ihnen auch noch nach dem
        Renteneintrittsalter arbeiten, weil sie es wollen, weil sie es können und weil es ihnen Freude macht.

        Ehrlich jetzt, das sind die gleichen Floskeln, die die AFD verbreitet und die nicht die Probleme dieses Staates widerspiegeln, das ist Kleinkram und Gendergedöns.

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    • Arnold Krämer sagt

      Global verstrickt und überbürokratisiert, das trifft als Zustandsbeschreibung den Nagel auf den Kopf. Ein gordischer Knoten, den niemand entwirren kann. Da muss ich R. S. recht geben.

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