Bauer Willi
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Dagmar rechnet ab…

Ich kenne Dagmar schon länger. Sich als Landwirtin mit dem “Spiegel” zu befassen ist schon mutig, denn er hat sich lange nicht als bauernfreundlich präsentiert. Das hat sich geändert. Sich dazu noch über Schweine und Ferkel zu unterhalten, klingt besonders “gefährlich”. Dagmar hat das sehr gut gemacht, meine ich. 24 Minuten, die dem normalen Menschen einiges mitgeben.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/landwirtschaft-tierwohl-und-klimaschutz-eine-ferkelzuechterin-rechnet-ab-podcast-a-9daf11e0-ae67-4692-ada1-27a5eed99fff

Die Podiumsdiskussion, die sie mit Ophelia Nick, einem Vertreter von Nestle und einem Startup-Gründer für fleischfreie Alternativen geführt hat, war herausfordernd. Für mich ist sie die einzige “Reale” in dem Kreis.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/ferkelzuechterin-auf-der-spiegel-klimakonferenz-landwirtschaft-ist-nicht-mehr-sexy-keiner-will-uns-geld-geben-a-35429533-7643-4464-9619-2f2a00128f40?sara_ref=re-so-app-sh

(Zum Starten auf das Dreieck klicken)

Wer sich nicht aufregen will, sollte gleich zu Minute 6:00 springen, denn das Intro des Herrn von der Boston Consulting Group ist meiner Meinung nach von keiner großen Praxiskenntnis geprägt.

Nestle windet sich um die Verantwortung und Frau Nick (Staatssekretärin BMEL und bekennende Bio-Befürworterin) bleibt völlig unkonkret und kann Fragen von Dagmar nicht zufriedenstellend beantworten. Klar, denn “ohne Moos nichts los”. Besonders für Schweinehalter ist diese Podiumsdiskussion entlarvend und zeigt, dass an den Zukunftsperspektiven noch gearbeitet werden muss.

(Foto: www.spiegel.de)

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81 Kommentare

  1. evo.... sagt

    Der Fleischbedarf soll von den Genen abhängen:

    https://www.welt.de/wissenschaft/article247803918/Wie-vegetarische-Ernaehrung-mit-den-Genen-zusammenhaengt.html

    Sag ich doch schon lange. Leute, die Gene aus dem fruchtbaren Halbmond haben, werden wohl weniger Fleisch brauchen als Leute die Gene aus Skandinavien haben. Früher waren auch die Alpen eine genetische Barriere.

    Bei Leuten, die langjährig veggie gelebt haben, werden sich vielleicht epigenetische Veränderungen ergeben. Schönes Thema, das die Bauern bearbeiten sollten.

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  2. Jochen Böhrer sagt

    Bei der ersten Lüge wollte ich schon fast aufhören, das Ganze weiter anzuhören. “60% der Ackerfläche werden für Futtermittel genutzt”. NEIN! Es sind 60% der Landwirtschaftsfläche und da ist die Hälfte davon Grünland. Und Klimagase aus einem natürlichen Kreislauf darf man nicht mit Klimagasen aus fossilen Brennstoffen vergleichen. Zumindest geben sie zu, das es nur lächerliche 4% aus Tierhaltung sind. Da gibt es wahrlich andere Angriffspunkte. Und die ganze Berechnung basiert eh auf einem ganz billigen Taschenspielertrick. Dass diesen niemand durchschaut, wundert mich. Die Feinde der Tierhaltung tun so, als ließen sich diese 4% einsparen. Und ignorieren dabei völlig die Gase, welche dann den Alternativen unterstellt werden müssten.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Der Unsinn zur Reduzierung hat schon vor Jahrzehnten mit der NEC-Richtlinie begonnen, als man Reduzierungs-Möglichkeiten mit Hilfe von Stallbauvarianten, Behälterabdeckungen etc. in Gesetze gepresst hat, um sie in verwaltungstechnischen Verfahren prüfbar und kontrollierbar machen zu können. Die Maßnahmen kosten dem Tierhalter Unmengen an Geld, bringen am Ende aber nur marginale Erfolge, weil die Ausbringung der organischen Dünger den Löwenanteil an den Ursachen ausmachen, sie aber eben nicht oder nur schwer verifizierbar und kontrollierbar sind. Diese ganzen Zahlenspiele sind ein Witz, wenn man sich die Daten in anderen EU-Landern anschaut…..jeder spielt mit anderen Werten und alle haben Recht. Hat man doch bei Corona gesehen, was Daten und Statistiken bedeuten. Eine andere Form von Glauben.

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      • Jochen Böhrer sagt

        Es geht um die Anmoderation. Dort wurden von Frau Steffens 60% der “Acker”fläche genannt.

  3. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Dem Spiegel geht es hier meines Erachtens nicht in erster Linie um Informationen zur Fleischproduktion. Das ganze läuft unter dem Deckmantel “Klimabericht”, einer Podcast Reihe. Und zwar soll die genau das machen wofür der Spiegel und andere Medien auch aus verschiedensten Töpfen bezahlt werden, nämlich die Wahrnehmung des Klimaproblems zu verschärfen. Es wird nur von Emissionen, CO2-Äquivalenten und dem drohenden Weltuntergang gesprochen. Frau Klingelhöller sieht sich sogar genötigt zu sagen sie esse zwar regelmäßig, aber nur wenig Fleisch und ein Kotelett höchstens alle drei Monate. Da gibt’s bei mir schon mal Verständnisprobleme. Den Kauf von CO2 Zertifikaten auch nur in Erwägung zu ziehen bedeutet alle Parteien zu unterstützen die das wollen (und das sind die meisten!).
    Fazit: Der Spiegel hat durch das Gespräch erreicht das über Klimawandel geredet wird und nur das ist die Absicht. Ziel erreicht!
    Wer sich da noch mal informieren möchte:
    https://www.anti-spiegel.ru/2023/journalisten-sollen-klima-panik-schueren/
    Es mag Leute geben die das Medium ablehnen aber die Dinge in dem Bericht sind jeden Tag erlebbar.

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  4. Jürgen Donhauser sagt

    “Lustig” finde ich die Aussage Özdemirs zum Preis vom Fleisch. Die Reporterin trifft die Aussage, dass Fleisch teurer werden muß (logisch wenn man höhere, teure Standards möchte). Cem antwortet mit der Aussage, er möchte lieber pflanzliche Nahrung von der Mwst. befreien und damit billiger machen. Damit steigt aber nicht der Preis von Fleisch, sondern das Preisverhältnis ändert sich nur. Also wie sollen dann bitte die Landwirte ihre Ställe umbauen können, wenn sie nicht mehr für das Fleisch bekommen. Damit outet sich Cem vollends, dass er in Wirklichkeit keinen Umbau sondern eine Aufgabe der Tierhaltung möchte!

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  5. Jürgen Donhauser sagt

    Kompliment an Dagmar so ruhig zu bleiben. Ich wäre da mehr der “genug ist genug”-Typ. Ich glaube auch nicht mehr daran, wenn man auf die Mainstream-Forderungen zu- bzw. mitgeht, also Zugeständnisse macht, irgendetwas zu gewinnen. Die NGO und GRÜNEN-Ideologie wäre ja dann irgendwann überflüssig. Also werden Sie immer wieder versuchen ein “Haar in der Suppe” zu finden um die Landwirtschaft madig zu reden – die brauchen dieses Feindbild als Daseinsberechtigung.

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  6. Arnold Krämer sagt

    Das lobenswerte Engagement vieler (oft weiblicher) Landwirte kommt für den Schweinebereich eigentlich schon zu spät. Gesellschaft, Medien und Politik haben sich mit zunehmender Intensität seit den 1980er Jahren auf die Schweinehaltung “eingeschossen”. Milchviehaltung und Geflügelhaltung sind weniger intensiv und wenn dann auch erst deutlich später “angegangen” worden.
    Der Schweinesektor steht unter ganz besonderem ökonomischen Druck, weil gleichzeitig durch immer detailliertere Sondergesetze die hiesigen Produktionskosten in nicht mehr wettbewerbsfähige Höhen getrieben werden und gleichzeitig die Nachfrage medial und politisch “runtergeprügelt” wird.
    Da ist es kein Wunder, dass in diesem Sektor a) nicht investiert wird/werden kann, b) weitgehend nur Mitnahmeeffekte hinsichtlich besonderer Haltungsbedingungen zu verzeichnen sind und c) weitere Betriebsaufgaben in der Sauenhaltung in spätestens 3 Jahren absolut vorprogrammiert sind, d) die betroffenen ländlichen Räume im Nordwesten ganz massive Einkommensverluste hinnehmen müssen.

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    • Ostbauer sagt

      Wäre schön, wenn die zutreffende Analyse auch bei den Verantwortlichen und beim Konsumenten ankommen würde.

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  7. Ertl Elisabeth sagt

    Endlich eine Schweinehalterin, die einmal zugibt, dass der Fleischkonsum zu hoch ist! Das ist doch bisher von den Betroffenen immer abgestritten worden, auch in diesem Forum. Damit hat man einen vernünftigen Dialog lange Zeit blockiert.
    Wer der Wahrheit des eklatanten Überkonsums tierischer Produkte ins Gesicht zu schauen bereit ist als Landwirt, dem kommt eben die andere Seite dann auch entgegen und sieht zumindest einmal ein, dass der Umbau der Landwirtschaft hin zu mehr Ökologie eine Geldfrage ist.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Der Fleischkonsum ist doch nicht ursächlich zu hoch,sondern die Menschen ernähren sich überhaupt nicht ausgewogen und bewegen sich viel zu wenig!
      Weil der Mensch halt so ist,dass er alles emotional betrachtet und gern auf andere zeigt,kommt halt son Mist dabei raus und auch die Politik setzt voll auf die Karte der Publikumsverachtung und speziell der Bauernbeschimpfung.
      Die gewählten Volksvertreter lassen sich für den Quatsch,den sie verzapfen, auch noch fürstlich bezahlen.

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        • Stadtmensch sagt

          “in diesem Forum ist man eben uneinsichtig”

          Stimmt so nicht, würde ich sagen:

          Der Lesetip kam glaub ich von Herrn Krämer:
          https://www.chbeck.de/settele-deutsche-fleischarbeit/product/33757011

          “Ihr vorzüglich recherchiertes Buch macht unmissverständlich deutlich: Was immer auch im Stall geschieht, ist eine Reaktion auf das, was die Gesellschaft, was wir alle von der Landwirtschaft erwarten.”

          Landwirte machen nur das Beste draus. Oder sollen sie wieder für den Speißeplan von vor 100 Jahren produzieren? Niemand isst mehr Roggenbrot, Erbsen, Bohnen, Linsen oder Schaf und Ziege. Niemand trägt Wollsachen.

          Allein schaff ich das nicht alles 😉

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          • firedragon sagt

            Roggenbrot, Ziege und Schaf sind lecker. Wollsachen im Winter sind super.
            Nur bei der Nahrungsgrundlage für die Trompetenkäferzucht muss ich passen 😉

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        • Jürgen Donhauser sagt

          Wann ist man dann einsichtig? Wessen Meinung muss man dann vertreten um einsichtig zu gelten?

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        • Bauer Willi sagt

          @Elisabeth, das klingt in meinen Ohren so, dass alle, die nicht Deiner Meinung sind, uneinsichtig sind. Hab ich das richtig verstanden?

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          • Ertl Elisabeth sagt

            Es gibt doch viele verschiedene Berechnungen, die übereinstimmend zum Schluss kommen, dass man für Ernährungssicherheit der Menschheit und auch für die Ökologisierung der Landwirtschaft die Zahl der Nutztiere reduzieren muss. Uneinigkeit herrscht nur in der Frage, wie weit der Fleischkonsum sinken soll. Manche sagen, er muss nur wenig sinken, andere fordern eine Reduktion auf 30 kg/Kopf und Jahr, andere sagen auf 12 kg. Wie weit da der Konsum der vielen Katzen und Hunde jeweils eingerechnet ist oder erst noch dazu kommt, weiß ich nicht.

            • Reinhard Seevers sagt

              Mathematik bemühen Elisabeth….1,Milliarden Chinesen essen 15kg Fleisch mehr, Deutschland isst kein Fleisch mehr….was ergibt das?
              Ist wie mit dem CO-2 ….genau, wir müssen die Bundeswehr aufrüsten und die Welt zum Fleisch – Verzicht zwingen, sonst wird’s nix mit Weltrettung. Viel Erfolg!
              Was soll das Elisabeth?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wir brauchen dringend betreutes Denken und staatliche Lebenssteuerung unter moralischen Prämissen….Freiheit statt Sozialismus!

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          • Inga sagt

            Eine andere Diktatur?

            brauchen wir das?

            Lassen wir uns deswegen so viel von den jetzigen Politikern und Journalisten zu viel gefallen.

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    • Christian Bothe sagt

      Ertl: Ob der Fleischkonsum zu hoch ist, sollte der Verbraucher selbst entscheiden! Alles andere sind Utopien von grünen Geistesgroessen…Im Übrigen kommt’s immer auf die Menge an!

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        • Peter sagt

          Es kommt überhaupt nicht auf die Menge an, sondern, dass man das gesamte Tier als Nahrungslieferant erkennt.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ein Steak unter 500 Gramm, ist ein Schnitzel.😉🤣

          Ein Schwein besteht bei mir auch aus Pfötchen, Schwänzchen, Nieren, Leber und Herz, auch das Hirn. Der Schweinemagen, in Streifen geschnitten, mit einer Vinaigrette angemacht, was ich nicht esse, ist die Lunge und Schweinsohren kaufe ich auch nicht, da ist nix dran.

    • evo.... sagt

      Ich finde es daneben von der Dagmar, hier einzustimmen in den Chor der Veggies. Wie hoch der Fleischverzehr gesund ist, soll erst genau erforscht werden. Wenn ich da an meine Eltern denke, außer dem Frühstück keine Mahlzeit ohne Fleisch. Da kommen bestimmt 120..130 kg im Jahr zusammen. Da gibt es bestimmt auch unterschiedliche Gene für.

      Ich hätte dem Herrn Koch gesagt, dass das was er produziert nie vollwertig werden wird.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Der Handykonsum ist zu hoch, der Konsum von Damenschuhen ist zu hoch, es wird zuviel Kreuzfahrten gemacht, es werden zu viel Autos gekauft, es wird zu viel gestreamt…..warum nicht auch hier den moralischen Zeigefinger heben? Warum muss der Fleischkonsum bestimmt werden liebe Elisabeth? Ich denke hier wird ausschließlich ein moralischer Ablasshandel auf Kosten der wenigen Tierhalter betrieben,……das ist so heuchlerisch.

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      • Jürgen Donhauser sagt

        Es fahren auch viel zu viele bis nach Österreich um Urlaub zu machen oder zum Skifahren. Wie viel CO2 könnte man da einsparen und im Gegenzug ordentlich Fleisch essen…..

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        • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

          Wenn es schon ums CO2 einsparen geht dann verstehe ich nicht warum sich desbezüglich niemand um den Ukrainekrieg (und alle anderen natürlich auch) aufregt.
          Da muss es wohl einem guten Zweck dienen. Nur um das hier mal vorsichtig zu sagen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      In diesem Block kann jeder seine Meinung sagen, deshalb frage ich mich, ab wieviel Gramm Fleisch ist es zu viel?

      Eine Dame die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, kommt mit einem Blättchen Salat mit einem Tropfen Zitrone aus, bei einem schwer arbeitendem Mann, sieht es anders aus.

      Ein Internist empfahl mir mehr Fleisch zu essen, anstatt das B12 über Tabletten, ich solle lieber keine Marmelade auf das Frühstücksbrot schmieren, wer will mir 2 Scheiben Wurst verbieten.

      Mir geht ehrlich gesagt, das ständige “zu viel Fleisch” gehörig auf den Sack.

      Pro Person wird durch den Fleischgenuss ca. 350 Kg CO2 im Jahr erzeugt, ein Flug nach Malle und zurück emittiert das doppelte.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Der hat ein Ei aufgeschlagen, also kein Veganer.😉
          Am Sonntag treffe ich eine Familie, beide Vegetarier, es sei denn es gibt Rinderrouladen.🤣

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Kohlrouladen find ich Lecker, wenn die Füllung aus Hackfleisch besteht.
              Die beiden Vegetarier sind nicht die Gastgeber, deshalb gibt es neben Gemüse auch Fleisch.👍

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Als gute Köchin kannste mal deine Lieben mit Veggiwurst gefüllten Kohlblätter beglücken und uns davon berichten.😊

              • Jürgen Donhauser sagt

                “Die beiden Vegetarier sind nicht die Gastgeber, deshalb gibt es neben Gemüse auch Fleisch.👍” – aber nicht in der gleichen Pfanne wegen “Infektionsgefahr” 😉

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das ist schön Elisabeth…..ich habe keinen Wäschetrockner, kein E-Bike, kein Motorboot, keinen Rasenroboter, kein dies und das…bin ich jetzt auch ein “Guter” ? 🤔

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        • Jürgen Donhauser sagt

          “Ich bin in meinem ganzen Leben erst dreimal mit dem Flugzeug gereist.” Wie mein Vater. Der wunderte sich wie ein GRÜNEN-Abgeordneter vor einiger Zeit forderte: ” Es sollte eine freiwillige Beschränkung auf 3 Flüge pro Jahr geben….”

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  8. Bergamasca sagt

    Frau Klingelhöller beeindruckt mit ihrem sicheren medialen Auftreten und ihrer Authentizität. Sie ist akademisch ausgebildet, self-made, smart und eloquent. Also das Gegenteil von dem, was das Durchschnittpublikum erwartet. Und noch dazu weiblich ;-). Ein Glücksfall für die Öffentlichkeitsarbeit der Branche.

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  9. Inga sagt

    Warum darf denn das Produkt der lebenden Kreatur nicht viel teurer sein als Gemüse?

    Weil es vom Verbraucher nicht geschätzt wird?
    Und Tierwohl will er ja so wie so nicht bezahlen,
    fordern aber nicht bezahlen,
    Ob die noch hinterm Mond leben

    Die wollen den wahren Wert des Produktes nicht bezahlen.

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  10. Obstbäuerin sagt

    Hinter all den schönen Worten (außer denen der einzigen Landwirtschaftsvertreterin) steckt doch der Ruf nach Abschaffung der konventionellen Tierhaltung. Frau Dr. Nick redet mit Engelszungen und hat null positive Botschaft für die konventionelle Bäuerin. Der Start-Up Vertreter der künstlichen Nahrungsmittel macht Werbung für alternative Fleischprodukte und kreiert ein rosarotes Zukunftsszenario für seine Sparte. Herr Nestle spricht zwar die Probleme an aber auch er ist kein Landwirt und ist nicht gezwungen, privat zu investieren. Bei der jungen Moderatorin ist mir sofort ihr schmales Gesicht aufgefallen. Könnte es sein, dass sie sich vegan ernährt? Was für eine Runde, wenn es um die Erhaltung und die Zukunft der Tierhaltung geht.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Positiv finde ich an der Diskussion die fachliche und rethorische Qualität von Frau Klingelhöller. Hier spricht erstmals eine Person über Landwirtschaft, die nicht diesen “bäuerlichen” Anstrich, das Mitschwingen von Heimatpflege, Brauchtum und der xten Generation hat. Sie ist kompetent, wortgewandt und lässt sich nicht provozieren. Sie hat einen ganz anderen Duktus in ihrer Sprache. Vielleicht hätte die Branche diese Dame viel früher ins Rampenlicht stellen sollen. Und was ich besonders gut finde ist, dass sie die Ökonomie nicht entschuldigt, sondern als unabdingbar darstellt. Andere Verterter lamentieren bei dem Thema häufig rum und reden dann von Erhalt der bäuerlichen Strukturen etc…..nein, es geht ausschließlich um ÖKONOMIE! Das ist nicht verwerflich, das ist existenziell.

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      • Arnold Krämer sagt

        Frau Klingelhöller ist nicht die erste, die so spricht. Sie ist aber offensichtlich die erste, die den Zugang beim Spiegel bekommen hat. Und den hat sie absolut überzeugend genutzt.

        Die Einspielungen von Aussagen des Bundeslandwirtschaftsministers in ihr Interview sind der eindeutige Beweis, dass mit C. Ö. ein Politaktivist einen (gut bezahlten) Ministerstuhl besetzt, den er nach seinem Amtseid eigentlich zum Wohle des (eigenen) Landes/der eigenen Bürger nutzen müsste.

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        • Bauer Willi sagt

          @Arnold, in spätestens zwei Jahren ist der grüne Spuk vorbei. Bei den Grünen liegen die Nerven blank. Habe gestern einen Tweet von Renate Künast gelesen. Die spuckt aktuell Gift und Galle. Abstoßend selbst für Grün-Wähler.

          Ich finde den Zugang zum Spiegel auch bemerkenswert. Von Dagmar kenne ich auch ein paar Hintergrund-Informationen. Sie macht das gut und wird auch von Entscheidungsträgern angesprochen und gefragt.

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          • Brötchen sagt

            Sie muss aber aufpassen, hatte so das Gefühl sie wird als Alibi benutzt.
            Diese ganze Veranstaltung, es ging nur darum den Weg für die “Erneuerbaren Lobby” zu ebnen, das die Flächen dafür freiwillig aufgegeben werden. Wenn man sich den Anfang unter dem Aspekt ansieht
            Alles ringsum ist nur Folklore.
            Und das Nestle ein bisschen für ihr Geschäftsmodell graben kann, aber die brauchen das wahrscheinlich gar nicht.

            • Bauer Willi sagt

              @Brötchen
              Nein, kein Alibi. Dafür hätte der Spiegel bequemere Gäste einladen können. Sie sagt ja ungeschminkt was Sache ist, was ihr nicht nur Freunde einbringt. Ich sage nur: Verbände.

              Was aber auch wichtig ist: wieder eingeladen zu werden. Also die Schraube nicht überdrehen.

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              • Brötchen sagt

                @ Bauer Willi
                Ja schon, aber man muss verdammt aufpassen, das man nicht nur benutzt wird!
                Kann da nur vor warnen.
                Immer korrekt bleiben und nicht überdrehen ist schon gut! 😉

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      • Inga sagt

        Es geht um Ökonomie, aber bestimmt auch um bäuerliche Strukturen, die die Ökologie berücksichtigen, weil evolutionär mitgewachsen.

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  11. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Özdemir ist angetreten, um die Lebensmittelverschwendung einzudämmen, souffliert von wem!?

    Die Eu-/deutschlandweite Bauernvernichtungspolitik trägt fürwahr Früchte. Merkt‘s der Verbraucher!? – Nein, er realisiert es eben nicht – es tritt in Folge kein Lebensmittelmangel in Reihen des LEH ein. Im Gegenteil, dieses Geschäftsmodell läuft wie ein Schweizer Hochpräzisionsuhrwerk.

    Die äußerst perfide Hinterzimmerpolitik weltweit wahrhaft Mächtiger der jeweiligen Zeitgeschichte -sehr viele schießen urplötzlich aus dem Nichts hervor- geht demnach immer noch perfekt auf. Eine handverlesene Schar von Superreichen bestimmen damit rund um unseren Blauen Planeten, wo die Reise realiter hingeht. Einzelindividuen als die wahren, alles dominierenden Strippenzieher. (…und das ist jetzt nun beileibe keine Verschwörungstheorie)

    Ausschließlich eine funktionierende freiheitliche Demokratie vermag diesem unseligen Treiben einen Riegel vorzuschieben; dafür brauchte es allerdings noch sehr viel mehr aufgeklärter Bürger mit Rückgrat und einem gerüttelt Maß an Zivilcourage. Leider regieren aber über das gemeine Volk einige übereifrige Trolle, um eben genau diese unverzichtbare Aufgeklärtheit so weit als möglich zu unterdrücken, mit System.

    Wir Bauern selbst fügen uns in eben einer solchen Willfährigkeit noch immer – durch die kleinsten Ritze ein bisschen Freiheit schnuppern und schon sehen wir uns als die großen „Unternehmer“, die wir eben bei weitem keineswegs sind!!!

    „Der Bauer muss die Menschheit ernähren“, von jenem überaus edlen Grundsatzgedanken geradezu beseelt, lassen wir uns förmlichst verbiegen, mittlerweile an allen Ecken und Enden missbrauchen. Uns, jedem einzelnen Bauern, innerhalb seiner Mikroökonomien oktroyiert man jene Moral und Ethik auf, die man im großen Haifischbecken nicht einmal mehr ansatzweise zu leben weiß. – Warum auch!?

    In den 1968zigern hatten die damaligen Hippies, unsere Love- und Peace-Generation, die Gesellschaft verändert, …jetzt folgt die Work-Live-Balance-Generation, setzt wiederum ihre Brandmarken mit ganz eigenen Akzenten. Was ist somit von Love und Peace heute innerhalb Europas Grenzen noch übriggeblieben!?

    Wir diskutieren und rechtfertigen die von uns heute produzierten Überflüsse. – Diese Überflüsse sind real, sie sind da!!! Damit umzugehen, haben wir Bauern zu keinem Zeitpunkt gelernt, daher kann man uns auch vollkommen problemlos blindwütig die Knute verpassen, wenn wir uns nur im Ansatz einer solchen Überschussproduktion für den Nahrungsmittelsektor zu entziehen versuchen.

    Ein aktuelles Fallbeispiel: Da brennt es plötzlich in einer Zuckerfabrik beim Hochfahren der ZR-Produktion (ein Drehrohrofen zum Trocknen der Rübenschnitzel). Da selbiges jetzt als Viehfutter im nassen Zustand nicht verwertbar ist, könnte daraus problemlos Energie erzeugt werden, die sprichwörtlich vergoldet würde. – Unter flexiblem Management wäre das zu listen. Hier ist allerdings unsere perverse Verhinderungspolitik sofort zur Stelle, und stellt ein solches Ansinnen sogar unter Strafbewehrung. Ein irrlichterner „Straftatbestand“, weil Protagonisten wie unser hochverehrter Vogelfreund eben die grundsätzlichen kausalen Zusammenhänge überhaupt nicht kapieren, einfach zu keinem Zeitpunkt vergeistigen wollen. Weil sie dazu überhaupt nicht befähigt sind…!?

    Nestles Hintermänner & Co. haben da die Hände ganz fest am Steuerrad….

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    • Bauer Willi sagt

      Rüben-Schnitzel als Energieträger der Zuckerfabriken ist in der Planung. Schließlich wollen die ja auch klimaneutral werden. Nur Geduld.

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  12. Christian Bothe sagt

    Was die Dagmar sagte,ist natürlich richtig!
    Ich konnte mir das andere „Gequatsche“ nicht reinziehen… Tut mir leid B.Willi! Nachfolgend aus einer Studie zum Thema:
    „Zuletzt machte der Weltklimarat (IPPC) deutlich, dass die Emissionen der Landwirtschaft bislang um das Drei- bis Vierfache überbewertet worden sein könnten, je nach zugrundeliegendem Schätzmodell, so die Verbände weiter. Dabei kommt den Emissionen der Landwirtschaft zugute, dass Sie Teil eines vorwiegend natürlichen Kohlenstoffkreislaufs sind – dank Photosynthese, Humusfixierung in Wiesen und Weiden sowie einem ressourcenschonenden Wirtschaftsdüngereinsatz. Die Landwirtschaft in Deutschland leistet damit neben der Fortwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Entlastung aller fossilen Branchen.“

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Im Sektor Landwirtschaft gingen die Treibhausgasemissionen um gut 1,5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente (minus 2,2 Prozent) auf 66 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente zurück. Der Sektor bleibt damit unter der für 2020 im Klimaschutzgesetz festgelegten Jahresemissionsmenge von 70 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten. Gründe dafür sind ein vergleichsweise geringer Einsatz von Mineraldünger, sinkende Rinderbestände und die erneut trockene ⁠Witterung⁠.”

      https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/treibhausgasemissionen-sinken-2020-um-87-prozent

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      • zmp_nachfahre sagt

        Vorsicht! Das sind vergiftete Zückerle:
        “Schaut mal, es funktioniert doch – ihr habt keine Tiere mehr und düngt nicht mehr und alles ist gut…”
        Es gilt wie beim Gebäudeenergiegesetz: das CO2, das wir hier nach jahrelangen Anstrengungen nicht mehr produzieren, weil dann alle pleite sind, bläst China an einem Tag in die Atmosphäre.
        Und überdies ist sein Einfluß vollkommen irrelevant für die Entwicklung des Klimas.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ich wollte mit dem Auszug eigentlich darstellen, dass es Gründe gibt sich öffentlich von Seiten der Landwirtschaft zu äußern, und diese bench-mark zu kommunizieren….man sollte trommeln, wenn es etwas zu trommeln gibt. Sonst merkt es doch gar keiner und man muss sich ständig rechtfertigen in Diskussionen….nein, das Ziel ist nicht nur erreicht, es ist schon unterschritten…jedenfalls das Etappenziel für 2020…Am Ende ist eh alles Lug und Trug, weil die Datengrundlage nie richtig sein kann, da zu komplex und niemals evalutiert. Die spielen mit Daten und Zahlen, die keiner nachrechnen, nachweisen oder beweisen kann. Deshalb muss man die wenigen positiven auch ganz laut raushauen, find ich.

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    • Ertl Elisabeth sagt

      Das ist ja das Problem, dass Treibhausgase als solche und Klimawandel in einen Topf geworfen werden. Treibhausgase ermöglichen überhaupt erst das Leben auf dem Planeten, sonst wärs ja viel zu kalt in der Nacht bzw. im Winter. Es wird aber immer so getan, als ob Treibhausgase als solche problematisch wären.
      Das Problem ist nicht einmal, dass es jetzt wärmer ist als früher, die Temperatur hat ja immer wieder gewechselt.
      Das Problem ist, dass der Gehalt an Treibhausgasen in der Luft so schnell ansteigt, dass es erdgeschichtlich gesprochen eine Explosion ist, die Lebensgrundlagen wegpustet: stabile im Groben vorhersehbare Wetterbedingungen, an die man sich anpassen kann, ebenso wie beherrschbare kontinuierliche Veränderungen der ökologischen Gleichgewichte, die ja das Wesen der Evolution sind. Das alles wird erschüttert von dieser Explosion der brennenden Fossilien.
      Wenn man der Landwirtschaft einen Beitrag zum Klimaschutz abverlangt, dann muss man fragen, was sie jetzt anders macht als vor 200 Jahren, als das Klimaproblem begann: Die Verwendung von Verbrennungsmotoren mit fossiler Energie gehört dazu, ebenso die Verwendung von Kunstdünger, der zu seiner Produktion Energie aus Erdgas braucht. Eine flächengebundene Wiederkäuerhaltung mit Weidegabg gehört nicht dazu, weil da das Methan wie eh und je im Kreislauf geführt wird, genau wie bei den Wildwiederkäuern. Auch das Pflügen mit seiner CO2 – Freisetzung hat nicht vor 200 Jahren begonnen, sondern vor 10 000 Jahren.
      Wenn nun ein solcher flächengebunden wirtschaftender Bio-Viehhalter seinen Biodiesel und auch den Rest seiner Energie selbst erzeugt, dann trägt er zum KlimaWANDEL gar nichts bei, Kühe hin oder her. Alles, was ihm zusätzlich abverlangt wird an Klimaschutz, ist eine Kompensation für andere Akteure, die weiterhin fossile Energie nutzen wollen. Wenn die Gesellschaft meint, dass es nicht anders geht, dann soll sie für den Beitrag der Landwirtschaft wenigstens Dankbarkeit zeigen. Aber einfach nur Treibhausgas-Quanten messen, und das dann einen Beitrag zum Klimawandel nennen, ist unfair.

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      • zmp_nachfahre sagt

        Keine Panik!
        Der CO2-Gehalt der Atmosphäre war schon viel höher als heute und die Erde gibt’s noch. Das mit SEHR großem Abstand wichtigste Treibhausgas ist Wasserdampf und einen wesentlichen Einfluß auf das Wetter hat Wasser außerdem in Tröpfchenform als Wolken.
        Die genauen Mechanismen der Wolkenbildung sind übrigens nicht verstanden, obwohl ihr Einfluß wohl größer ist als der des CO2. Dort spielen im übrigen nicht nur terrestrische Ursachen ein Rolle, sondern auch die kosmische Strahlung und die Sonnenaktivität.
        Die mediale Fokussierung auf CO2 dient mE hauptsächlich dazu, eine Rechengrundlage zu liefern, mit der man richtig Geld machen kann.

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  13. Brötchen sagt

    Reinhard ich hatte mal gehört, das die Lw eigentlich schon viel Emissionen eingespart hat bzw. die Ziele wohl erreicht wurden, der große Bereich ist wohl Verkehr und Wohnen.
    Was da sinnvoll ist sein mal dahin gestellt.

    Ich komme auch hier kaum aus dem Betrieb raus, ohne einen Unfall zu verursachen, oder jemand fast die Vorfahrt zu nehmen, aber die Lw ist schuld.

    Wegen mir kann dieses Land unter gehen.
    Ansich ja logisch, wenn schon die Ausgangthese falsch ist, wenn ich anfange zu lesen.

    Der Witz ist ja der viele Kommentatoren oder Spassmacher sagen ja, dann wird Dt. ein Agrarstaat.
    Da denk ich: Ähm Leute das fällt auch aus, weil nicht wirtschaftlich machbar.
    Wir müssen dann hoffen, das wir was aus Afrika oder Polen bekommen.
    Bzw. wir sind dann alle auf Montage und Messebauer bei Lolek und Bolek.

    Kurva

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    • Reinhard Seevers sagt

      Bis auf Dagmar sind alle Teilnehmer komplett zeitgeistmäßig unterwegs, argumentativ wie rethorisch. Ich kann diese Form der Unwissenheit und der dümmlichen Lösungsansätze nicht mehr hören…..das Schlimme ist, dass die “Künstler” eigentlich überhaupt keine Rückendeckung vom Normalbürger haben. Sie formulieren Ziele, die weder eine faktische Grundlage, noch eine Erreichbarkeit haben…..

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      • Brötchen sagt

        So war das auch zur Wendezeit, die Intellektuellen wollten eine verbesserte DDR, das Volk wollte die D Mark. Als die noch diskutiert haben, war alles schon erledigt.
        Die ersteren sind zu großen Teilen nicht mehr existent real und auch als Sprachrohr.

        Kann ich nur zustimmen Reinhard, wenn davon irgendwas real umsetzbar wäre, dann könnte man ja mitmachen. Zudem die ersten “kleinen Veränderungen” haben eigentlich schon ein Weg zu dieses Zielen verbaut. Viele von den Traumtänzern können sich schon ganz warme Sachen kaufen.

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    • Schmeckt gut sagt

      Moin Brötchen. Das letzte Wort bringt es genau auf den Punkt, denn genau so kann man die verfahrene Situation beschreiben 😉

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ganz furchtbar finde ich die immer und immer wiederkehrende Floskl: “wir müssen”…dies und das tun damit die Welt eine bessere wird. Sie sagen aber eigentlich : “ihr müsst”.
        Warum diskutiert man nicht endlich die Relevanz, den Hebel, den Landwirtschaft wirklich hat und welchen finanziellen und gesellschaftlichen Aufwand es bedeutet, diesen klitzekleinen Hebel, der ja eigentlich ausschließlich moralisierend erklärt wird, zu bedienen.
        Frau Nick ist ja nicht einmal bereit den Begriff “regenerative Landwirtschaft” anzuerkennen…sie sagt: ” wir wollen eine ökologische Landwirtschaft”
        Ich würde als Landwirtschaft die Reißleine ziehen und sagen: Bis hierher und keinen Schritt weiter! Aber wahrhaftig und nicht realtivierend.

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        • Bauer Willi sagt

          @R. Seevers
          Genau diesen Satz “Genug ist genug” habe ich neulich im Landtag NRW vor 100 Zuhörern gesagt.
          Resultat: Böse Blicke des Bauernverbandes, Applaus von den anwesenden Landwirten, vor allem jungen Bäuerinnen und Bauern. Was wiederum böse Blicke brachte…

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          • Inga sagt

            Soll das bedeuten ,
            dass die Bauern hierzulande sozial ausgegrenzt sind?

            Darf das der Staat zulassen?

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  14. Brötchen sagt

    Die Produktion und die Preise (Zitat Spiegel) sind nicht knapp kalkuliert.

    Die Produktion muss so organisiert sein, das man überhaupt Ressourcen schonend und kostendeckend arbeiten kann.

    Bio braucht auch ! 12 lebend geborene Ferkel und mehr (höhere Säugezeit) um überhaupt einen Stall finanzieren zu können.

    Wenn ich mir den Podcast anhöre, bekommt der Spiegel höre Klickzahlen und höhere Einnahmen……das tue ich nicht, sollen sie mal ihre Produktion und ihre Preise richtig kalkulieren….erschreckend, was dieses Bildungssystem für wirtschaftliche Analphabeten produzierte, für die hohen Preise!

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  15. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Die Bild ist die Zeitung für den Arbeiter,der Spiegel für Dr.Arbeiter (der Spruch stammt glaub ich aus den 70/80er Jahren).Schon damals wurde ich persönlich von meinen Schwestern verbal angeggriffen,was ich denn mit meinen Schweinen anstellen würde und natürlich die Käfifhaltung der Hühner (Hühner-KZ). Damals flogen die schon nach Spanien in den Urlaub,fanden Bio toll,erzählten vom kleinen Biobauern,der alles ganz easy im Griff hatte,nur dass die Frau z.B. Lehrerin war,wurde nicht berichtet.

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  16. Frikadellen piet 44 sagt

    moin ich werde mir das ganze später anschauen und habe Schnaps falls mein Blutdruck steigt also macht euch keine Sorgen

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      • Reinhard Seevers sagt

        Stimmt Brötchen…..schon die ersten 5 Minuten des Herrn Kappen bringen dem Puls auf 150.
        Mathe ist nicht seine Kernkompetenz , wohl aber die Demagogie.
        7% Anteil der Landwirtschaft an den nationalen Co-äquivalenten Klimagasen…wow, die 93% wenigen Restanteile sind da vernachlässigbar.
        Und dann werden Maßnahmen zur Reduzierung aufgefahren, die eine weitere Vielzahl von Weltrettungsteilen beinhalten und schwupps ist man so geframt, dass Landwirtschaft und Ernährung als größter Hebel zur Errettung erscheint. Man kann gar nicht anders als fachfremder Zuschauer, als den konventionellen Ernährern die rote Karte zu zeigen.
        Wann endlich merken alle, wie sie von diesen woken Experten nur noch verarscht werden.

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          • Inga sagt

            Warum darf denn das Produkt der lebenden Kreatur nicht viel teurer sein als Gemüse?

            Weil es vom Verbraucher nicht geschätzt wird?
            Und Tierwohl will er ja so wie so nicht bezahlen,
            fordern aber nicht bezahlen,
            Ob die noch hinterm Mond leben

            Die wollen den wahren Wert des Produktes nicht bezahlen.

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