Bauer Willi
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Bauerndemos und “Steuerfreie Risikoausgleichsrücklage”

Dieser etwas sperrige Begriff bedeutet nichts anderes, als das ein Unternehmen in guten Jahren einen Teil des Gewinns in eine Rücklage stellt und so nicht versteuert. In schlechten Jahren wird dieses Geld wieder aktiviert und dann natürlich auch versteuert.

Was hat der Begriff mit den Bauerndemos zu tun. Christian Lindner hat – wenn auch sehr versteckt – diese Form der steuerlichen Gewinnglättung, die nicht erst seit gestern diskutiert wird, in seiner Rede am Brandenburger Tor als eine mögliche Maßnahme zum Ausgleich für den Agrardiesel gebracht. Ursprünglich kommt der Vorschlag aus Brandenburg, wurde aber damals von der GROKO nicht umgesetzt.

https://www.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.607045.de

Ich halte die Gewinnglättung für ein sehr interessantes Angebot. Berufskollegen, denen ich das erläutert habe, meinten “dann können die den Agrardiesel von mir aus auch gleich abschaffen”.

Im nachfolgenden eine fachliche Erläuterung zum Verfahren. Noch nicht alle Details sind geklärt, aber daran kann ja gearbeitet werden.

https://www.marcel-gerds.de/fileadmin/marcel-gerds/Dokumente/artikel_marcel_gerds_risikoausgleichsruecklage_landwirtschaft_bauernzeitung.pdf

Damit die Bundesregierung dieses Instrument in den eigenen Reihen auch durchsetzen kann, darf sie es auch gerne “Klimaausgleichsumlage” nennen. 🙂 Dann gehts vermutlich schneller.

Warum ich das schreibe? Um den Lesern eine Vorstellung davon zu geben, dass es nach einer Zeit des Streites auch wieder eine Zeit des konstruktiven Dialogs geben kann.

Hier das Video von der Rede Lindners. Die Aussage zur steuerlichen Entlastung findet ihr bei etwa Minute15:45

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110 Kommentare

  1. Arnold Krämer sagt

    Eine “Steuerfreie Risikoausgleichsrücklage” ist auch eine (versteckte) Subvention, weil sie dem Staat Steuereinnahmen vorenthält. Dabei ist dieser doch gerade dabei, solche Besonderheiten” (z. B. auch die Umsatzsteuerpauschalierung) “einzukassieren”, weil er Geld braucht für alles und jedes.

    So etwas vozuschlagen seitens der Politik ist doch wie Nebelkerzen werfen und genauso problematisch, wie der “vergiftete” Vorschlag, eine neue, zusätzliche Steuer auf Fleisch und Milch einzuführen, wohl wissend, das dieses Verbrauchergeld eben nicht zweckgebunden für die anschließende Subventionierung der Bauwirtschaft (die bekommt es letztlich, wenn Ställe neu, anders, teuer und vermeintlich tierwohlgerecht mit öffentlicher Förderung gebaut werden) verwendet werden muss. Dass öffentliche Förderung immer durchgereicht wird, kann man aktuell bei den Wärmepumpen und bei den E-Autos erkennen.

    Alle offenen Subventionen des Staates insbesondere die EU-Prämien (jetzt auch wieder mehr gekoppelt an bestimmte Produkte) sind eingepreist von der aufnehmenden Hand. Das ist so und war auch schon immer so. Öko-Landwirte der ersten Stunde sind die besten Zeugen für diese Aussage. Aber es gibt auch andere, wie z. B. die Bullenmäster, die diesen Effekt in der anderen Richtung (Wegfall einer hohen gekoppelten Prämie) erlebt haben. Und wenn ein Teil der EU-Subventionen jetzt mehr und mehr an ökologische Leistungen geknüpft sind, ist das keine Subvention mehr, sondern nur ein Nachteilsausgleich und in der Regel nicht einkommenswirksam.

    Die Öko- und auch die sonstigen konventionell wirtschaftenden Landwirte werden sich aus der “liebevollen” Umarmung des Staates aber nicht mehr befreien können (einige wollen sogar noch stärker in den Arm genommen werden), weil eine Abkehr von der zunehmenden planwirtschaftlichen Abhängigkeit des Berufsstandes dazu führen würde, dass der Verbraucher und nicht mehr der Steuerzahler die Landwirte bezahlen müsste.

    Wer möchte das, zumal den Politikern das Ausland als Lebensmittellieferant “die Rettung verspricht”.

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    • Lady sagt

      “Die Öko- und auch die sonstigen konventionell wirtschaftenden Landwirte werden sich aus der “liebevollen” Umarmung des Staates aber nicht mehr befreien können (einige wollen sogar noch stärker in den Arm genommen werden), ”

      Klar, über die Subvention kommt die Gängelung durch den Staat, die NGO und Teile der Gesellschaft. Also sollte das Ziel sein, dass sie reduziert werden. Oder doch lieber nicht? In der “Qualität ” der Subventionen sehe ich allerdings deutliche Unterschiede. Eine Risikoausgleichsrücklage empfindet der normale Bürger ganz anders als eine Tierwohlabgabe. Und sie wirkt auch ganz anders.
      Ich finde den Ansatz , weniger Subventionen gegen weniger Bürokratie gar nicht so schlecht und vor allem durchaus erfolgversprechend. Ich glaube ,Mark hat es weiter unter gepostet.

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      • Heinrich sagt

        Die Subventionen sind weg, der Bürokratiabbau entpuppt sich als weitere Bürokratie. Der Vorschlag für jede neue Vorschrift muß eine alte abgebaut werden kann, mich erwärmen. Solange der alte Vorschriftendschungel nicht ausgemistet wird, wird sich nichts vereinfachen. Vorschriften die heute eigentlich keine Bedeutung mehr haben sollten, wirken aber immer noch fort, was zu obskuren Entscheidungen füren kann.

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      • Mark sagt

        “Ich finde den Ansatz , weniger Subventionen gegen weniger Bürokratie gar nicht so schlecht und vor allem durchaus erfolgversprechend. Ich glaube ,Mark hat es weiter unter gepostet.”

        Ja Lady, hab ich, und ich bin entsetzt auf die Reaktion darauf. Ich war heute bei einer Infoveranstaltung zur Stoffstrombilanz. Dieser Schwachsinn ist jetzt “Fachrecht”. Ja, es gibt tolle Progrämmchen, mit denen man den Quatsch bewältigen kann. Das Problem ist aber, dass die Entwickler hinter den Kullissen schon weiter sind und die Stoffstrombilanz jährlich ein Update bekommt, welches das Ganze zur bürokratischen Hydra werden lässt. Irgendwann wird dies zusammen mit all dem sonstigen bürokratischen Müll die Landwirtschaft komplett lahmlegen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und jetzt komme ich zum zentrale Punkt: wer täglivch in der Praxis mit neuen Situationen, Herausforderungen und Problemen konfrotiert wird, die schnelle und pragmatische Lösungen erfordern damit alles weiterläuft, dem widerstreben solch schwachsinnige und sinnbefreite bürokratische Gängelungen bis ins tiefste Mark. Da könnten ich Knochen kotzen, wenn ich mir das anhören muss, und deshalb ist mir die Beseitigung von bürokratischem Schwachsinn das oberste ANliegen undganz ehrlich wichtiger als der letzte Groschen Subvention!!!

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        • Heinrich sagt

          Mark, ich hätte das jetzt nicht so drastisch ausgedrück, ja ich gebe dir recht. Es wird ja tatsächlich an diesem Update gearbeitet. Das was bisher durchgesickert ist läst das schlimmste befürchten!

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        • Thomas Bröcker sagt

          Die Entwickler wollen ja immer weiter Arbeit haben. Manchmal habe ich den Eindruck, für die ist die Landwirtschaft ein Computerspiel und die Bauern sind die Spielfiguren. Das gilt für den ganzen QS-Wahn aber genauso. Wenn die Programme eine Variante übersehen haben, die es in der Wirklichkeit gibt, muss die Wirklichkeit in die Programme gezwängt werden und nicht richtigerweise die Programme angepasst.
          Manchmal braucht man Stunden wertvoller Arbeitszeit um die kruden Gedankengänge dieser Knalltüten nachvollziehen zu können. Da neige ich dann zu plötzlichen Wutausbrüchen. und greife besser nicht zum Telefon.

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          • Heinrich sagt

            Hier reicht kein Daumen hoch!! Als uns QS “empfohlen” wurde, mit Nachdruck wegen dem Absatz, auch weil diese Organisation vom Berufstand gegründet war, ein Geschäftsmodel das der Bauernverband aufgebaut hat. Heute QS++ was für ein Erfolgsmodel?

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            • Brötchen sagt

              zudem Ukrainischer Weizen das dreifache Siegel hat und alle türkischen Nüsse und chinesischen Tomaten und indischen Gurken.

              Läuft!

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          • Reinhard Seevers sagt

            Oder die DIN – ISO Zertifizierung, über die heute niemand mehr spricht, die aber jeder haben musste/sollte

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          • Brötchen sagt

            Die Entwickler machen das, was Ihnen vorgegeben wird!
            Da Dt. aus “Datenschutzgründen” kein strategisches Konzept hat und auch mit die schlechteste Dateninfrastruktur, kann das alles nur Stückwerk sein.

            Aber gut, jetzt wird ja erstmal mit Inbrunst die Demokratie verteidigt, da ist für obiges keine Zeit.

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          • Arnold Krämer sagt

            Die kruden Gedankengänge haben bestimmte unfähige Fachpolitiker und Juristen und die Programmierer tun sich schwer, das alles in das System 0 und 1 , richtig oder falsch zu überführen. Und die Landwirte quälen sich damit rum, weil eben nicht alles in diese Kategorie passt, die Lebenswirklichkeit , (siehe aktuelle Überschwemmungen) oft eine andere ist

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          • Chaim Goldberg sagt

            Liebe Leute, ich bin ein Enwickler solcher Programme (mache das mal unter Pseudonym), ich schreibe “diesen Mist runter”, damit es dann ein Programm gibt, das Euch gängelt. Klar, jede Änderung sorgt dafür, dass ich weiter arbeiten darf. Aber ich mache auch nur das, was eine hoffentlich fachlich versierte Behörde an Anforderungen aufschreibt und kommuniziert. Und da muss ich sagen, da hapert es gewaltig. Da scheint auch oft der durchdringende Durchblick zu fehlen und die Zeit, sich in alle Eventualitäten reinzudenken! Auf dem Papier und in Gesetzen kann man vieles verschwurbeln, aber in einer Programmlogik muss alles bedacht sein, dsa ist im Betrieb sicherlich auch so, die Realität ist logisch! Ich merke es, Ihr merkt, die dazwischen scheinen das erst hinterher zu merken.

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            • Arnold Krämer sagt

              Danke für den (bestätigenden ) Einblick ins Progarmmiererleben. Der Landwirt ahnt es, Sie wissen es, und die verantwortlichen Politiker sind entweder wirklich (teilweise) dumm oder geben sich ahnungslos (ach so, alternativlos hieß das Zauberwort).

  2. Heinz Rolf sagt

    Die Gewinnglättung ist lange überfällig. Die Gewinnversteuerung ist nicht das Problem aber die Vorauszahlung für die nächsten 2 Jahre. Den pauschalierenden hat man durch die MWst von 10,7 auf 9,4% Gewinn weg genommen. So müssen die Nebenerwerbslandwirte auserhalb noch etwas mehr verdienen um sich die LW leisten zu können. Dann fehlt noch die Dieselerstattung und das Finanzamt spricht von Leibhaberei weil keine Gewinne erwirtschaftet werden.

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    • Arnold Krämer sagt

      Herr Rolf, wir sind schon seit dem 1. 1. 23 bei 9 % und nach dem noch nicht verabschiedeten Jahressteuergesetz soll ab 1. 1. 24 der Pauschalierungssatz bei 8,6% liegen.

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  3. Martin Bauer sagt

    Grundsätzluch ein guter Vorschlag. Grundvoraussetzung ist allerdings dass Gewinne eingefahren werden. Das wird zumindest bei kleineren Betrieben immer schwierigerer. Den Einkommensschwachen Betrieben fehlt die Agrardieselvergütung netto, hier ist in der Regel die Einkommensteuer nicht das grosse Problem. Die beste Lösung wäre in Kombination Deckelung Agrardieselvergütung auf z.b. 10000 Liter und Risikoausgkeichsrücklage. Damit wären kleine Betriebe gefördert und die größeren könnten die Verluste der Agrardieselvergütung über die Rücklagenvorteile kompensieren!

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  4. Frank sagt

    Ich finde das ganz interessant, so aus Sicht der Entwicklung in der Gesellschaft.
    Von Zeit zu Zeit erregt an sich heftig darüber, dass die gute alte Zeit nicht mehr ist, zugrundegegangen, futsch, fort.
    In den Stadten veröden seit Jahrzehnten die Stadtviertel: Eckkneipen, Handwerker mit und ohne Ladengeschäft, Ladengeschäfte (Milchladen, Bäcker, Schuster, Schneider, Fleischer und und und).
    Alle aufgegeben, alle nicht fortgesetzt, alles zentralisiert in Bezug auf Lage und Eigentümer (Ketten, Marken etc. pp.). Man sieht es nur noch an den Erdgeschossen im Kreizungsbereich, an den Hofeinfahrten, was da mal für gewerbliches Leben war.
    Auf fort: die Landarztpraxen, die Dorfgaststätten, die Post- und Bankfilialen, die Tante Emma Läden auf dem Land … (Wer hat eigentlich aufgehört, in letzteren zu kaufen?)
    Lebensqualität, Produktqualität … egal, schick muss es sein, billig muss es sein, jeden Scheiß muss es geben, ranfahren muss man können … sonst zieht die Karawane eben weiler ins Internet und selbst da sind manche schon aus und der Kunde läuft mittlerweile vom gestrigen Übel Primark schon weiter zu shein, temu und Co.!
    Da wird der Kelch ausgerechnet an den bäuerlichen Kleinbetrieben vorübergehen?
    Ich glaube das eher nicht. Der Hofladen mag eine letzte Insel sein, aber das Wasser steigt. Einmal mit garstigen Worten zu zwei biologischen Geschlechtern einen Teil der Käufer aus der Stadt verschreckt ….
    PS: Mal las hier in den letzten Tagen, dass das mit dem Agragdiesel so schwierig sei, dass man einen teuren Steuerberater dafür brauche. Ich denke, das Problem hat man dann mit den Rückstellungen auch.

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    • Brötchen sagt

      Frank, ob ich nun eine Schnitzelauftaufabrik habe oder ein Verteilungs…..ist der Handel noch so klein, bringt er doch mehr als Arbeit ein habe.

      Vermute Lw, ist eben doch zu unberechenbar und da hängt eben viel von Akteuren ab, ob man überhaupt mehr verdient, als man Schaden verursacht.

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    • Bauer Willi sagt

      Klar, dass die kleinen Betriebe verschwinden.

      Blödsinn, dass man für den Dieselantrag einen Steuerberater braucht. Vielleicht Andreas, der das geschrieben hat, aber der ist in vielen Dingen anders…

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    • zmp_nachfahre sagt

      “Wer hat eigentlich aufgehört, in letzteren zu kaufen?”
      Meine Großtante hatte einen Laden in einer Kleinstadt (6000 Einwohner), direkt neben dem Rathaus – Lebensmittel, ein wenig Textilien und Haushaltskram. Den hat sie auch bis kurz vor ihrem Tod betrieben.
      Aber: Sie bekam beim Großhandel dermaßen schlechte Konditionen, daß sie eigentlich nichts verdient hat. Der Einkaufspreis für Zucker z.B. war höher als der Endverbraucherpreis bei Aldi! Da sie selbst nicht mehr fahren konnte, haben wir ihr dann immer wieder Nachschub besorgt.
      In anderen Branchen stimmen vielleicht die Preise, aber der Großhandel liefert erst ab einer recht hohen Mindestbestellmenge, sodaß die Kunden lange warten müssen. Amazon macht das gleich und liefert auch bei kleinen Mengen…

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      • Brötchen sagt

        ZMP……der LEH, das sind eigentlich die Großlager…..deshalb hast Du als Kleiner keine Chance, weil du ja “nirgendwo” direkt bestellen kannst, oder eben für die hohen Preise.

        In den Logistikzentren schlagen die großen LKW von den Lieferanten auf.
        Wegen fünf Tüten Zucker kommen die zu niemand.

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        • zmp_nachfahre sagt

          Ja, schon klar.
          Man kann es dann aber halt niemanden verdenken, wenn er nicht ins Geschäft seiner Eltern einsteigen will.
          Noch ein Aspekt: ein Nachbar von mir ist Metzger, hat seinen Laden mit 60 zugemacht, seine Töchter machen etwas anderes. Ganz kann er es aber nicht lassen und hilft in der Gegend ringsum aus…
          Eine Metzgerei neu aufzumachen zu den heutigen Bedingungen und Vorschriften wäre weit über dem, was er damals gebraucht hatte, meinte er mal – das sei praktisch nicht mehr zu schaffen.

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  5. Frank sagt

    “In schlechten Jahren wird dieses Geld wieder aktiviert und dann natürlich auch versteuert.”

    Oder auch nicht, es ist ja schon ein Stück weit Sinn der Übung, so Gewinne recht simpel in ein absehbares (auch mal steuerlich absichtlich generiertes) Verlustjahr zu schieben und eben keine / weniger Steuern zu zahlen. Bis dahin spart es Liquidität.

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  6. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Warum will Marlene Engelhorn, Urururenkelin des BASF-Gründers u. Sozialaktivistin,
    90% des ererbten Vermögens verschenken!? Über die Verwendung entscheidet nicht einmal sie selbst, sonder ein unabhängiges Gremium, das den Namen „Guter Rat für Rückverteilung“ trägt. – Eine der ganz wenigen, die realiter zu kapieren weiß, warum unser System derzeit kurz vor einem Kollaps steht. Wie lange verhindert man mit Zähnen und Klauen diesen Zusammenbruch eines nachweislich gigantischen Systemfehlers!?

    Engelhorn zeigt auf, woran unser System heute erheblich krankt. Die aktuelle Work-Life-Balance-Generation braucht nach wie vor ihre treu-doofen Deppen, die ihre Hände sprichwörtlich gehörig wackeln lassen und dabei bestenfalls nie realisieren, für wen sie daselbst fortwährend die treudoofen Lemminge mimen. Der gemeine Bauernstand ist dazu geradezu prädestiniert, möchte man meinen, ..bis jetzt jedenfalls. Schade ist natürlich, dass die meisten gegenwärtig aufgewacht zu sein scheinen.

    Heute diskutiert man im Ausschuss um die Risikoausgleichsrücklage, klammert medial selbstredend aus, wie man die versklavten Bauern aus ihrem hofeigenen Hamsterrad endlich befreien könnte. Man will das auch gar nicht, sondern weit eher deren Turbogeschwindigkeiten noch weiter erhöhen.

    Nun, es wäre eine Dezentralisierung der Nahrungsmittelproduktion zunächst dringend vonnöten – weg von den Großeinheiten, wieder hin zu kleinen- und mittleren Größen. Man arbeitet sich allerdings genau in die entgegengesetzte Richtung ab.

    Aktuell werden anteilige 11 Mio. Hektar von den jetzt ermittelten etwa 18 Mio. Hektar aufgrund der Erhebungen anlässlich der Grundsteuernovellierung, lauthals verkündet von einem „DZ-Oberhäuptling“ in der letzten KW, nicht mehr vom Eigentümer selbst bewirtschaftet. Wir steuern hier bereits extrem zielstrebig bei ersterer Größe in Richtung 13-14 Mio. Hekar zu.

    Eine Risikoausgleichsrücklage, wie jetzt von unserem Bundesfinanzminister Lindner gedanklich wiederbelebt, stellt zunächst einmal prinzipiell sicher, dass eben die Flächen bestens kontrolliert und damit für unseren Vater Staat gläsern von denjenigen bewirtschaftet werden, die das große Rad selbstkasteiend bis heute am Laufen halten, …und das auch forthin, so lange im Idealfall, bis der Bestatter auf den Hof kommt.

    Zur Verdeutlichung:

    Wer heute in der Tierproduktion in seinen Stall investiert, kommt ohne Förderung nicht aus, garantiert damit allerdings auch, dass er diesen Stall mindestens 10 Jahre am Laufen hält, egal ob er nun Gewinne schreibt oder Verluste einfährt. Letzteres hat in den meisten Jahren in jüngster Vergangenheit wohl dominiert in diesen Bilanzen.

    Wer verständlicherweise deshalb über Stilllegung nachdenkt, darf keineswegs darüber hinwegsehen wollen, dass die erhaltene Förderung damit sofort glatt zu stellen ist.

    Mit diesem Finanzinstrument werden damit sämtliche Stalltüren geöffnet für Kontrolleure im verstetigten Überwachungsmodus.

    Wenn wir wieder zurückkehrten zu Kleineinheiten wird ein solcher Überwachungsstaat weitaus komplexer in seiner Handhabung; das wissen unsere dienstbeflissenen Agrarökonomen, die große Schar wiehernder Amtsschimmel, die politischen Fachgremien und nicht zuletzt unsere „EINE STIMME“ sehr genau. Lasst euch da nix vortäuschen…!!!

    Jeder Bauer, der Kleineinheiten bewirtschaftet, kann auf die Schwätzologie z.B. eines geradezu häretisch argumentierenden Prof. Balmann schon morgen absolut verzichten…

    Vernichtet heute die moderne Landwirtschaft – schon morgen kehren wir dann einer aktuell vorherrschenden Gigantonomie den Rücken. Unsere Nahrungsmittel müssen dringend eine neue Wertschätzung auf jedem Verbraucherteller erfahren wollen…

    Die Nahrungsmittelproduktion muss wieder auf sehr viel mehr Füße gestellt werden, damit einhergehend würde auch die Akzeptanz für die heimischen Höfe in Reihen unserer Wohlstandsgesellschaft weitaus größer, stärker ausgeprägt sein, …und was noch viel ausschlaggebender ist, damit parallel einhergehend könnten wir auf unseren Prämienmoloch sofort verzichten, Bürokratieabbaugesetze würden zum Selbstläufer.

    Stellt es übrigens ein Naturgesetz dar, dass der einzelne Bauer fortwährend immer mehr Münder satt bekommen muss und dabei selbst allseits forciert/toleriert einfach „vor die Hunde gehen darf“ (ich entschuldige mit jetzt an dieser Stelle für diese sehr direkte Sprache, aber viele verstehen nur die Worte, die nicht durch die Blume zu ihnen sprechen!)

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Wer heute in der Tierproduktion in seinen Stall investiert, kommt ohne Förderung nicht aus, garantiert damit allerdings auch, dass er diesen Stall mindestens 10 Jahre am Laufen hält, egal ob er nun Gewinne schreibt oder Verluste einfährt. ”

      Ich habe in den letzten 15 Jahren keinen einzigen Stall mit Förderung geplant. Und dabei sind die letzten beiden Planungen in Größenordnungen von 2 – 5 Millionen Euro gewesen. Neee, Förderung im Stallbau ist schon lange kein Thema mehr.

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Okay, lieber Reinhard Seevers, dann können Sie mir vielleicht auch en détail auseinanderklamüsern, wie man dieses doch beachtliche Invest für den Einzelbetrieb in Größenordnungen der von Ihnen skizzierten 2-5 Millionchen amortisieren soll, wenn man sehr frühzeitig die Schotten wieder dicht macht.

        …Oder haben Ihre Bauwilligen diese Summen aus der Portokasse bezahlt, ohne den Aasgeier “Hausbank” im Nacken!?

        Glauben Sie wirklich, die Landwirtschaftl. Rentenbank ließ man komplett außen vor!?

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        • Reinhard Seevers sagt

          Die einen finanzieren ihre Wärmepumpe über die kfW-Bank, die anderen ihren Stall über die Rentenbank….wieder andere den Ökobetrieb über die GLS.
          Investitionsförderung mit einem öffentlichen Zuschuss bis zu 40% sind dann schon andere Größenordnungen oder?

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    • Frank sagt

      “die versklavten Bauern”
      Ich würde noch etwas höher drehen: “versklavte und an die Scholle gekettete Bauern”.

      Aber lassen Sie sich bloß nicht von der Frage erwischen, warum der Bauer angeblich “muss”, wenn er doch immerzu schier dran verreckt?
      Sind die, die ihren Betrieb aufgegeben haben, daran zu Grunde gegangen? Liegen die Flächen jetzt alle brach? Ach nö, die bewirtschaftet ja ein Anderer.

      Na klar sind Kleineinheiten pittoresk, aber sind denn das nicht gerade die Hamsterräder (es sei denn man spielt nur bissi Bauernhof für das urbane Urlaubervolk) und von welchem Preisniveau werden die ganzen geforderten Kleinproduzenten leben können? Wer wird die Kleineinheiten führen, wenn der dörfliche Nachwuchs gar nicht mehr will und sich einfachere und besser bezahlt Jobs sucht? Aussteiger aus der Stadt, die “vom urban gardening her kommen”?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Gesellschaft muss sich aber auch die Frage stellen, was ihr die sog. Resilienz der Nahrungserzeugung wert ist. Wenn es egal ist, ob am Ende noch eine Handvoll Erzeuger ihnen auch im Krsienfall die Ernährung sicherstellt, dann ist doch alles gut…..Wir können uns über die kapitalistische Gesetzmäßigkeit des “Wachsen oder Weichen” gerne unterhalten, ich würde aber nie aus dem Auge verlieren wollen, dass die Vielfalt und die Anzahl der Erzeuger die gleiche Relevanz hat, wie die Vielfalt der Arten…um mit der Sprache der Ökobewegten zu sprechen….Nein?

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        • Smarti sagt

          Herr Seevers, ersteres ist meiner Meinung nach das wichtigste Thema überhaupt. Ich möchte nicht erleben, dass uns jemand mit Nahrungsmittel “erpressen” kann. Im Winter bei Minustemperaturen wäre doch auch ein kleines warmes Zimmer ein Menschenrecht – bzw. die Pflicht für ein so reiches Land wie Deutschland. Wie gut klappt das ?
          Genau so wie genügend und vielfältige Nahrungsmittel. Ich sehe auch dies in Gefahr, sollte es so weiter gehen wie bisher – und das ist dann selbst gemacht von der Politik. Nicht, dass es heisst es waren die “Umstände” oder die Bauern. Nein !

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          • Brötchen sagt

            Die Bauern nicht Smarti, nicht die Kleinen, solange es die Strategen gibt, die genial, Gesamtsummen aus fixen ha Beträgen ausrechnen können. Da wird das alles flutschen wie ein Stück weiche Butter. ( übrigens hab ich im Fernsehen auch gesehen, mir ist bald der Unterkiefer runtergeklappt)

            Dann geht noch mehr GELD aus der Fläche raus, die Wertschöpfung pro ha liegt im Südwesten glaube doppelt so hoch wie im NordOsten.

            Ich kenn mich ja nicht so aus, gibts denn im Westen genug Fusstruppen für den Einmarsch ostwärts, um die Demokratie zu schützen?

            Ich frage für einen FReund. 😉

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          • Smarti sagt

            Zu Punkt zwei: jedes Käferchen und Blümchen mit neuen Gesetzen und Millionenumsätzen ( Forschung, Bürokratie …) katalogisieren und archivieren. Ob es will oder nicht, ob es was bringt oder schadet.
            Aber sich bei der Nahrung und der Energie auf andere Verlassen ? Was, wenn sich immer mehr chinesische, amerikanische oder russischer Milliardäre dann klammheimlich ein paar der letzten verbliebenen Agrarholdings unter den Nagel reissen ?

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            • Brötchen sagt

              na dafür ist ja nun wirklich keine Zeit!
              Du glaubst auch Du wohnst im Westen ;).

              Mit so schnöden Sachen, wie Arbeit, befasst sich doch unsere Elite nicht.

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            • Thomas Bröcker sagt

              Lustig, wie munter es bei der Bio-Branche durcheinander geht mit der Argumentation:
              Von der Bio-Branche wird bezüglich des Bio-Getreides vermerkt, dass nur 10 % des 2023 in Deutschland erzeugten Bio-Getreides Brotgetreide war ….weiter wird dann resümiert, dass ja zum Glück unsere Nachbarn nicht so betroffen waren von der widrigen Witterung und deshalb der Markt mit importiertem Bio-Brotgetreide versorgt werden kann…
              Soviel zur Versorgungssicherheit über Bio…

              Gleichzeitig schreibt der BÖLW in seinem Marktbericht 2023 in der Einleitung folgendes:
              “Nach wie vor werden zu viel Stickstoffdünger und synthetische Pestizide eingesetzt und zu viele Tiere auf zu wenig Fläche gehalten. Das zerstört die Artenvielfalt, verschärft die Klimakrise und gefährdet die Gewässer. Es kostet viel Geld, jeden von uns, wenn wir zu Billigprodukten greifen. Mit über 5.000 € je Hektar liegen die Gemeinwohlschäden der Landwirtschaft über ihrer Wertschöpfung. ”

              Das ist das Ergebnis der faulen Kompromisse in der Präambel des Papiers der Zukunftskommission und der Unterschrift unserer Verbände unter Selbiges.

              Demgegenübre tönt der BÖLW im Branchenbericht weiter:

              “Bauern stellten auch 2022 ihre Höfe auf Bio um und entschieden sich so für gute Lebensmittel, aktiven Klimaschutz und mehr Artenvielfalt auf Weide und Acker.”
              Das wird gelesen und medial transportiert !!!

              Nichts davon hält einer wissenschaftlichen Überprüfung stand … aber genauso geht dieses Bauernbashing, dass uns den ganzen Wust an Ablehnung, Vorschriften und Lügen eingebracht hat, die uns jetzt solche Probleme bereiten ….
              aber um das Wording kann man den BÖLW beneiden, wenn man dagegen die blutleeren Texte unserer Verbände liest.

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      • Bauer Willi sagt

        @Frank, ich war neulich zu einem Vortrag auf dem platten Land in Hessen an der Grenze zu Thüringen. War eine Einladung der Volksbank. Dort kann man ein freistehendes Einfamilienhaus mit 130 qm für um die 80.000 € kaufen. Kauft aber keiner, weil am Arsch der Welt. Nächstes Bahnhof 30 km, ÖPNV zweimal am Tag. Einkaufsmöglichkeiten 15 km entfernt. Also stehen die Häuser leer. In einem Weiler von 30 Häuser sind das 5. Im nächsten Weiler mit 50 Häusern vielleicht 10.

        In 10 Jahren wohnt da niemand mehr. Ich bin froh, dass ich mit meinen Vorträgen in Ecken Deutschlands komme, von denen ich bisher nicht wusste, dass es die gibt…

        Und was sagen die Bänker der VR-Bank? Die jungen Leute ziehen zur Ausbildung weg und kommen nicht mehr wieder. Das Land entvölkert weiter.

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        • Brötchen sagt

          Ähm iche………war bissl teurer…..der Trend geht eindeutig zum Zweithaus……

          Bei mir geht der Trend eindeutig in die andere Richtung, hatte ich auch mit meiner Geldanlegerin von der VR Bank auch besprochen.
          Der Landkreis hat übrigens 50 % der Fläche landwirtschaftlich genutzt.

          Ich hab Bahnverbindung bis fast vors Haus, zwei Bäcker und Fleischer und alles Supimärkte.

          Gut Hessen möchte ich auch nicht tod über dem Zaun hängen! BB is viel geiler 😉

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          • Limes sagt

            “Gut Hessen möchte ich auch nicht tod über dem Zaun hängen! BB is viel geiler”
            In Hessen hängen lt dem Frankfurter Karnevalisten die Offenbächer tot überm Zaun. Für alle die mit Karneval nicht vertraut sind die Offenbächer spielen die Rolle der Düsseldorfer für Kölner Spaßvögel.
            Manchmal lohnt auch eine Blick Richtung Westen. Hessen zahlt als eines der sehr wenigen Bundesländer zuverlässig seit Jahrzehnten in den Länderfinanzausgleich ein und finanziert damit anderswo “blühende Landschaften” damit Menschen dort nicht “tot über dem Zaun hängen”

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            • Brötchen sagt

              weiss isch……war jetzt bezogen auf Bauer Willi.

              Deswegen glaub ich die Story nicht ganz.

              In Thüringen auf gewissen Höhenlagen ist das dann schon etwas beschwerlicher.

              Will nur damit sagen, bei uns dreht sich das langsam…..die zeiten, das da keiner mehr hin will (mich eingeschlossen) sind vorbei.
              Bei uns kannste noch rel. günstig, schönes Häuschen mit Land schiessen.
              Nach dem ganzen Hype ! wohlgemerkt.

              Vor dem Hype hätte das Ding bei mir mind. das doppelte bzw. dreifache gekostet.

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              • Brötchen sagt

                ich war übrigens vor nicht allzu langer Zeit in diesen Gefilden, wo der Bär tobt….wirtschaftlich.

                • Limes sagt

                  Brötchen Alles Gut
                  Als gebürtiger Hesse der mit den Schönheiten des Landes vertraut ist musste ich einfach dieses Klischee kommentieren.
                  Über viele Jahre war ich regelmässig in verschiedenen Regionen in Brandenburg unterwegs und kann bestätigen es ist ein interessantes Land mit einer auch guten Verkehrsanbindung sofern man im Umkreis von Potsdam, Berlin lebt. Weiter draußen dann sehr mühsam. Nördlich von Berlin kann man schon mal fast 1 Stunde mit dem Auto unterwegs sein und man sieht kein Haus trifft keinen Menschen.
                  Sie waren in Gefilden wo der Bär tobt vermutlich Frankfurt. Da gibt es durchaus auch eine Sichtweise das Frankfurter als Einwohner einer ehemalige “Reichsstadt” nicht wirklich als Hessen gesehen werden. Berliner sind ja auch keine Brandenburger sagen manche.
                  Willi hat ja geschrieben er war auf dem “platten Land in Hessen” das ist natürlich sachlich völlig falsch denn ich vermute so wie er es beschrieben hat war er in einer bergigen Region in Osthessen/Thüringen mit hängigen Äckern und Wiesen. Platt sind der Niederrhein und das Rheinland wie in Rommerskirchen, da muß man nicht am Berg ackern. Ist sogar weitgehend bergfrei bis auf die Abraumhalden Kohleabbau sowie Waldfrei damit die Bewohner einen freien Blick auf den Kölner Dom haben. Er hat platt wohl in einem anderen Zusammenhang verwendet es sei ihm verziehen.
                  Ich empfehle jedem der mal in die Region Osthessen Thüringen reist einen Besuch des Grenzmuseums Point Alpha in Geisa am sogenannten Fulda gap. Es gibt einen Einblick in das Leben an einer “fast unüberwindbaren Grenze”, die Lebensbedingungen der dortigen Bevölkerung und regt zum Nachdenken über unterschiedliche Lebensentwürfe und Werdegänge an.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          “Für um die 80.000 € kaufen”

          Mit Heizkessel?
          Wenn ich an die Kosten von meiner Heizzentrale denke, kostet die Hütte nur noch 20.000 Euronen. Wie ist da die Landschaft, so ein Ferienhaus schwebt mir schon lange vor.😉😊

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    • Smarti sagt

      Wurzelwicht, schon wir als ein Betrieb in etwa Durchschnittsgrösse ( zumindest was den Agrardieselverlust angeht ) ernähren jeden Tag über 1000 Menschen mit Milch(produkten), 600 Menschen mit Fleisch und 800 Menschen mit Getreide kalorientechnisch ( Hafer ). Aber alle diese Menschen schaffen es nicht, auch nicht mit sämtlichen Zuschüssen etc., uns so zu bezahlen, dass davon einen Lohn bezahlt werden kann. Und das ist doch krank und soll nochmals verschärft werden in Zukunft.

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Ich hab Marlene mal angeschrieben und gleich erklärt: Ich will kein Geld!
      Da durfte ich einen Vorschlag machen:Warum legt ihr das Geld nicht in einen Fonds an und verteilt das jährlich an Projekte! Da hat sich auch eine Organisation gebildet,die wohl auch ganz gut vom Geldverteilen leben,mein Eindruck.

  7. Smarti sagt

    Also es sind sich doch hier alle einig, dass es etwa 150´000 auslaufende Betriebe gibt. Können die mit diesem Steuermodell denn noch etwas anfangen ?
    Und wenn die anderen wachsen ( müssen ! ), dann kostet doch das auch viel Geld. Zum Beispiel wollen doch viele Kinder oder Enkel gleich das geerbte Land verkaufen und nicht mehr verpachten. Oder man kauft gleich das ganze Höfchen. Solange so schnell “gestorben” wird, solange wird doch auch ebenso schnell “gewachsen”. Wie soll dann der Durchschnitt was ansparen ?

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Du hast Recht Smarti, nachstehend habe ich aber die Crux in der Thematik umrissen…!!!

      Wir Bauern sollten uns strikt weigern, zulassen zu wollen, dass viele unserer Höfe forthin in einer äußerst perfiden Art und Weise verfrühstückt werden dürfen.

      Dabei spielt es eine generell untergeordnete Rolle, von WEM!!!

      …Ich brauche den meisten hier Mitlesenden vom Fach wohl nicht erklären müssen, wieviele perfide fresswütige Haifische uns Bauern heute kontinuierlich verfolgen!? Stopft denen Holzscheide ins weit aufgerissene Maul, damit unsere Bäume auf der Streichliste für eine klimafreundliche Wärmeversorung, wieder sinnvoll genutz werden können…

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      • Bauer Willi sagt

        @Wurzelwicht,
        morgen am Tag kommt ein Bauträger und bietet Dir für 10 Hektar 6 Millionen. Du sagst was?
        Nein?
        Ja?
        Ihr habt Enkel.
        6 Millionen reicht für wieviel Reihenhäuser von 300.000 €? Die bringen wieviel Miete?
        Müssen eure Enkel dann noch arbeiten?

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          10 Hektar – 6 Millionen!?
          Von einem Bauträger!?

          Da gibt es nicht viel zu überlegen: NEIN!

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Ah, noch was: Für 300.000 Eurönchen stellst du heute wohl kaum mehr ein Reihenhäuschen hin…

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          • Reinhard Seevers sagt

            Das hängt von der Region ab….Am Tegernsee weniger, im Oderbruch vielleicht.

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              …50.000 unserer Spezies reichen mit der entsprechenden Flächenausstattung reichen für meine Begriffe, um die Nahrungsmittelversorgung hier am Laufen zu halten.

              Da geht wohl eindeutig auch die Reise hin, ansonsten würde man aktuell nicht so viele Höfe proaktiv über den Klippenrand stürzen lassen.

              Ich hoffe, ich bekomme nicht Recht!!!

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            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              Lieber Herr Seevers, meine Flächen liegen weder da noch dort!!! 😉

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          60 Euro je Qm, ist nicht alle Welt.
          Habe ein Angebot für 40 Euronen, bei 5800 m², habe abgelehnt.

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      • Brötchen sagt

        Ich frag mich wo ihr lebt.

        Das interessiert bei uns kein Schw…..schon seit 30 Jahren nicht.

        Bei uns gibt es alle paar Dörfer drei fleißige Landwirte, ansonsten nimmt man Telefon.

        Zudem soll es heute wohl Homeoffice geben.

        Ihr nehmt Euch viel zu wichtig. 😉

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        • Brötchen sagt

          Gestern in MDR Betrieb ca. 1000 Milchkühe, der hatte glaube ca. 80 Tsd Einbußen durch Dieselölbeihilfe.
          Wären ca. 2,5 AK Lohn.

          Der wollte für 2-3 Mio Methangasanlage bauen vollfinanziert von Bank.

          • Brötchen sagt

            achso die Frage vom Reporter war wieso als Kredit, der LW ich hab ja den Mist und die das Geld.

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    • @Smarti
      Einen Hof kauft man vom erwirtschafteten Gewinn.
      D.h. erst durch Rücklagen ansparen, dann kaufen.

      • Reinhard Seevers sagt

        Echt jetzt? Wer in diesem Land kann so viel Rücklagen bilden, dass er sich davon ein Haus kaufen kann? Nicht einmal die DINKIS (double income no kid) sind dazu in der Lage. Wie weltfremd ist das?

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        • Brötchen sagt

          Na doch Reinhard……….du musst die richtige Frau haben 🙂

          Architekt ist natürlich blöd…;)

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Und das sagst Du erst jetzt, ich Rindvieh habe ein Arbeiterkind als Frau genommen.😉😊

        • @Reinhard Seevers
          Steuerlich gesehen zahlt man doch ein Haus mit dem Geld nach Steuern oder?
          Auch Landwirtschaftlichen Grund bezahlt man mit versteuertem Geld.
          Ganz egal ob es finanziert ist oder vom Festgeldkonto bezahlt wird!
          Wenn nicht, bitte belehren Sie mich bitte eines besseren.

        • Limes sagt

          Ja Hr Seevers
          Selbst Kaiser Wilhelm hatte nicht ausreichend Rücklagen für seine Bauprojekte.
          Er hat dann die Sektsteuer eingeführt. Heute bin ich mir unsicher evtl hat er das zum Wohle der Gesundheit des Volkes gemacht damit die nicht so viel Alkohol trinken. Vielleicht wollte er aber auch das Volk für seine Ideen zahlen lassen und nebenbei die Zielgenaugikeit seiner Kriegsschiffe verbessern.

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          • Heinrich sagt

            Sekt war ja wohl auch mehr für die Upperklaas, insofern eine sozialverträgliche Steuer.

            • Limes sagt

              Einführung 1902
              1905: 11 Mio Sektflaschen bei 60 Mio Einwohner Kaiserreich
              bei dieser Flaschenzahl hat man wohl bis in den Mittelstand Sekt getrunken
              Steuer 0,5 Mark/Flasche = 5,5 Mio Mark Steuer – Ausgaben Marine 231 Mio Mark
              Die Steuer gibts immer noch ob immer noch Zweckgebunden für die Marine oder irgendwo im Haushalt versenkt kann ich nichtsagen

  8. Sonja Dengler sagt

    vielleicht müssen wir das übergeordnet zusammenfassen, damit die richtige Richtung eingeschlagen wird, es geht ja in der Tat um so vieles. Wie wäre es mit dieser Richtung:
    Der Staat hat mittels der von den Bürgern erwirtschafteten Steuereinnahmen politisch, gesellschaftlich und rechtlich einen Lebens-Rahmen so herzustellen, dass jeder Bürger nach seiner eigenen Facon sein privates und berufliches Leben führen kann.

    Damit könnte man auch aus der Knechtschaft von Subventionen oder Rückerstattungen oder buchhalterischen Tricks wieder rauskommen.
    So ähnlich halt?

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  9. Mark sagt

    Aufgrund der extremen Volatilität, die im Agrarbereich vorherrscht, sind Gewinnglättungen über mehrere Jahre hinweg sehr gut begründbar und auch sinnvoll. Was genau so wichtig ist, ist der von Lindner angesprochene Bürokratieabbau. M.E wäre es angezeigt, Lindner beim Wort zu nehmen und eine Liste überflüssiger bürokratischer Pflichten anzufertigen und deren Beseitigung bis zu einem bestmmten Datum zu fordern (z.B 01.09.2024). Dies kostet keine Haushaltsmittel, sondern klaren Verstand und Ehrlichkeit. Was sofort problemlos gestrichen werden kann sind die Pflicht zur Stoffstrombilanzerstellung und die Düngebedarfsermittlung, die Dokumentationspflichten zum Pflanzenschutz und der Tierarzneimittelanwendung. Wenn dies erfüllt wird, kann meinetwegegen die Agrardieselerstattung entfallen!

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    • Brötchen sagt

      Mark,
      Lindner ist Finanzminister, was hat ein Finanzminister mit Umwelt-oder Tierschutzkontrollen zu tun.

      Es ist ja schon fast unmöglich eine Wasserbehörde mit einer Baubehörde, ein Umweltamt mit einer Baubehörde (geht ja vielleicht noch), oder eine Landwirt und eine Veterinärbehörde…..oder einen praktizierenden Tierarzt mit einer Veterinärbehörde auszubalancieren.

      Wüßte nicht wer und wie oder was da passieren soll.

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      • Mark sagt

        Lindner (Nr.3 der Regierung)hat den Bürokratieabbau auf der Demo öffentlich angesprochen, warum ihn hier nicht beim Wort nehmen. Wenn dies nicht aufgeriffen wird, dann werden die Demonstranten mit hoher Wahrscheinlichkeit leer ausgehen. Übrigens wird Lindner sicherlich an “Forderungen” interessiert sein, die nicht nur keine Haushaltsmittel erfordern, sondern sogar noch Einsparpotential haben!!!

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    • Smarti sagt

      Mark, das ist doch mal eine Ansage :). Glauben Sie noch an den Weihnachtsmann ?
      Andererseits: auf 3000.- Euro Dieselrückerstattung verzichten, um nur 4 Blödarbeiten zu entsorgen… das ist mir der Stundenlohn noch zu hoch, zumal man es endlich gelernt hat und es auch ein paar gute Programme dafür gibt.

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      • Mark sagt

        @☻Smarti
        Die Weihnachtmanngläubigen sind wohl eher auf der Agrardieselseite zu suchen. “zumal man es endlich gelernt hat und es auch ein paar gute Programme dafür gibt.” Unglaublich, so lange es von Bauernseite derart du… Aussagen gibt, braucht man sich über die zunehmende Bürokratiesierung und alles was damit zusammenhängt nicht mehr zu beschweren. Ich bin echt fassungslos…..

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  10. Christian Bothe sagt

    Risikoausgleichsruecklage steuerfrei? Klingt erst einmal gut für den Betrieb! Am Ende aber auch wieder so ein buchhalterischer Trick von Lindner, um die Massen zu beruhigen! Wenn der Bauer ständig Kostensteigerungen hat( DK usw., Auflagen für’s Tierwohl (Investitionen),Beiträge u.a.). Was bleibt dann als steuerfreie Rücklage für Eventualitaeten übrig? Bin auf die Meinungen dazu von den Bloggerkollegen gespannt…

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    • Scheips Gerda sagt

      Herr Bothe sehe ich genauso. Wieviel bleibt denn in der Masse der Betriebe am Ende übrig. Ja, es ging nicht nur um die Dieselrückvergütung, aber wenn wir jetzt aufhören zeigt es nur, wir haben die Bauern eingefangen und und in einigen Monaten wird gesagt, tut uns leid, wir wollten ja, aber geht leider nicht.

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    • Bauer Willi sagt

      Nein, es ist kein buchhalterischer Trick. Bitte den Link mit den Aussführungen des Experten lesen. Dann versteht man (hoffentlich jeder) den Vorteil.

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      • Christian Bothe sagt

        Ich bleibe dabei: ein steuerlicher Trick von Lindner, anstatt in dieser akuten Situation die Gasoelverbilligung weiter führen! Diese wird nämlich heute und jetzt gebraucht. Der Herr aus Wittenberg hat’s ja schön erläutert, aber am Ende heißt es doch wie wir im ERZ sagen: “erst ham, sprach Schramm.”

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  11. Ertl Elisabeth sagt

    Ich hätte eine Frage an Herrn Krämer: Woher haben Sie die Daten, dass mehr als 50% der Betriebe im Jahr 2024 schließen werden.

    • Reinhard Seevers sagt

      Welchen Bezug soll die Frage haben? Hatte man gestern den Schreibfehler 2024 = 2040 war gemeint, nicht schon korrigiert?

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    • Arnold Krämer sagt

      Ich hatte diese Zahlen nicht in die Welt gesetzt oder hier geschrieben, halte sie aber für realistisch was 2040 betrifft. Aber wer weiß schon, ob es nicht auch Brüche in der bisherigen Entwicklung gibt.

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      • Brötchen sagt

        auf agrarheute steht ähnliches.
        Ich muss auch sagen, was Tierhaltung betrifft, bin ich weitgehend ratlos, wie da irgendwas weiter gehen soll.

        Ackerbau war ja mal ne Bank, aber da ist auch zunehmend selbe Situation.

        Deswegen das Szenario ist durchaus möglich.
        Die Politik hat doch jetzt ganz andere “Probleme” z.b. die Demokratie “retten”.

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    • Bauer Willi sagt

      Sei DZ-Bank geht von 100.000 Betrieben in 2040 aus. Das wäre weniger als die Hälfte.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Allein aufgrund der fehlenden Hofnachfolge ist das Szenario realistisch.
        In unserem Dorf wird kein Landwirtschaftlicher Betrieb bleiben…..
        Politik muss eigentlich nur abwarten, und die Steuerung der wenigen Übriggebliebenen ist ein Kinderspiel.
        Vielleicht ist die Erkenntnis bereits bei allen vorhanden im Innersten, man will es nur nicht wahrhaben und auch nicht zulassen?

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      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        …50.000 unserer Spezies reichen mit der entsprechenden Flächenausstattung reichen für meine Begriffe, um die Nahrungsmittelversorgung hier am Laufen zu halten.

        Da geht wohl eindeutig auch die Reise hin, ansonsten würde man aktuell nicht so viele Höfe proaktiv über den Klippenrand stürzen lassen.

        Ich hoffe, ich bekomme nicht Recht!!!

  12. Die steuerfreie Risikoausgleichsrücklage ( wenn sie auch hoch genug angesetzt wird )
    wäre für die Landwirtschaft eine der größmöglichen Hilfen um stabil wirtschaften zu können.
    Dies müsste aber dann auch soweit gehen, dass z.B. eine auch eine größere Rücklage zum Bau eines neuen Gebäudes gebildet werden kann.
    Man bräuchte auch keine Hagel bzw. Mehrgefahrenversicherung mehr, die ja auch momentan staatlich gefördert wird!!!!
    Es könnte damit also auch sehr viel nicht produktiver Verwaltungsaufwand eingespart werden.
    Ich finde, wenn wir das bei der Politik durchsetzen können, müssen wir hoch zufrieden sein.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Das sehe ich genauso. Der Teufel steckt aber im Detail … also in der Festlegung der zulässigen Verwendung… da sehe ich schon wieder die nicht ausgelasteten Bürokratiegestalter in der öffentlichen Verwaltung zur Höchstform auflaufen.. Die Sache anzugehen ist aber trotzdem absolut sinnvoll. Die Bezuschussung der Mehrgefahrenversicherung würde ich deshalb nicht auch gleich noch in Frage stellen. Der “Tausch” gegen Agrardiesel reicht vollkommen aus.

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      • Heinrich sagt

        Zuspruch von mir. Die Investitions Rücklage die es schon länger gab, mußte für ein konkretes Vorhaben nachgewiesen werden (Antrag Baugenehmigung) lief aber nach 3 Jahren aus (Gewinn erhöhent) aufgelöst werden. Das Vorhaben befand sich aber immer noch in der Genehmiphase.
        Wenn es ein gutes Instrument werden soll, muß es entsprechend ausgestaltet werden. Für eine Investition in Maschinen reichten die alten Rücklagenausgestaltung, aber als Ersatz einer Versicherung?

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    • Schmeckt gut sagt

      Ich sehe es ebenfalls ähnlich, Tom, habe aber große Bedenken bei der Gestaltung. Es besteht die Gefahr, dass die Anforderungen umfangreich und erdrückend aufgebaut werden und so die Anreize, etwas zurückzulegen, komplett ausfallen. Wir kennen dies Prozedere ja schon von diversen und “groß” gefeierten Hilfen für die LW.

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      • Brötchen sagt

        Was nutzt Dir diese Rücklage, wenn man sowieso kein Licht sieht.

        Ich sehe keins.

        Das Radio bombadiert mir hier mit “Demokratie retten”
        Das ist deren “Problem”

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      • Schmeckt gut sagt

        Brötchen, zum Zurücklegen gehören Gewinne, das ist richtig. Und Vertrauen in die Zukunft sowieso. Es besteht auch die grosse Gefahr, dass das Finanzministerium diese, unsere Finanzierungsprobleme schon eingepreist hat und versucht, die zu erwartenden, deutlichen Gewinnrückgänge zu prognostizieren mit dem Ergebnis: Lasst uns ruhig die Risikoausgleichsrücklage anbieten, wenn die Bauern dann klein beigeben haben wir das erreicht, was wir brauchen.

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    • Ertl Elisabeth sagt

      Das ist keine wissenschaftliche Aussage. In Österreich werden die Temperaturen sehr wohl terrestrisch gemessen, und die Entwicklung ist klar erkennbar. Als Bauern verfolgen wir auch die Phänologie, und auch da ist der Trend eindeutig.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ist es nicht egal, woher, ob oder ob nicht, es einen Klimawandel gibt. Entscheidend ist doch, wer profitiert und wie wird diese Krise politisch genutzt, um Bürger zu steuern, zu ängstigen, zu framen, zu ent-demokratisieren. Es ist doch wohl offensichtlich, dass mit dem drohenden Szenario Ängste geschürt werden, die Handlungszwänge erzeugen, die vorwiegend die Landwirtschaft zum Opfer in vielerlei Hinsicht werden lassen. Der Begriff “Klimaausgleichsumlage” reiht sich da hervorragend ein.
        Es scheint ja so zu sein, dass der Bürger ausschließlich dadurch einen Beitrag für den Klimaschutz tun kann, in dem er auf Fleisch verzichtet…wobei das Schwarze-Peter -Spiel wohl offensichtlich ist.
        Solange Kreuzfahrten nicht verboten sind, so lange ist Klimaschutz durch Fleischverzicht ein Treppenwitz deutscher Ideologie. Deshalb darf die Risikoausgleichsumlage auch nie Klimaausgleichsumlage heißen, denn dann wäre es ein Ablassbrief des Staates für die Bauern.

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        • sonnenblume sagt

          Der Begriff Klimaausgleichsumlage entspricht nicht dem eigentlichen Sinn dieser Maßnahme. Sie suggeriert Wetter bedingte Risiken abzufedern. Die Risikoausgleichsumlage umfasst aber auch Marktverwerfungen usw.. Aktuell doch schon gut an den Preisverläufen für landw. Produkte zu sehen.
          Wir sollten vorsichtig sein. Wie schnell wird eine gute Sache ins Gegenteil verkehrt, oder mit Einschränkungen versehen. Die Erfahrungen haben wir doch zu Genüge gemacht.

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    • Ernst Pauli sagt

      Der Artikel hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Scheint mir willkürlich. Ist der Autor aus der Szene der “Klimaleugner”? Ihr Mann wird dies erkennen, oder?
      Temperaturen steigen – erlebt jeder Landwirt.

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    • Wolf Lützen sagt

      Klar, es gibt den Klimawandel. Er ist unbestreitbar. Noch nie gab es so viele Daten, noch nie haben sich so viele Wissenschaftler damit befasst. Noch nie gab es solche Rechnerkapazität, um den Wandel des Klimas zu untersuchen.
      Wenn jemand mit drei Meßreihen den Klimawandel widerlegen will (siehe Lengsfelds Blog), dann ist das schlicht und ergreifend einfach unsinnig.

      • Reinhard Seevers sagt

        Herr Lützen, es ist doch völlig egal, ob er da ist oder nicht….wir müssen damit umgehen. Und dabei hilft die Gängelung der deutschen Landwirtschaft nunmal nicht.
        Warum ist das so schwer zu verstehen? Wann werden Kreuzfahrtschiffe und deren Nutzung verboten? Und wenn nicht, wie will man den Kampf gegen denKlimawandel sonst legitimieren? Allein durch Fleischverzicht deutscher Bürger wird es nicht funktionieren.

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      • firedragon sagt

        Es ist Winter, es ist Januar, es ist kalt und es schneit … die Straßen sind glatt, die Autos stehen quer oder wahlweise im Graben … Dienstag wurden im Radio Tipps gesammelt, wie man sich für Glatteis wappnen sollte … 🤔

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        • Reinhard Seevers sagt

          Jepp, betreutes Denken durch mediale Verblödung…”was WIRKLICH hilft bei Glatteis”…Tipp von mir: Nicht hinfallen!
          Glatteischaos, Katastrophen-Winter, Schneehölle……das sind die Geschwister der Klimakrise.😁

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          • firedragon sagt

            Nicht hinfallen, auf den Gedanken kam da keiner.
            Ich würde raten im Bett zu bleiben, da liegt man schon und bewegen kann man sich da auch, ohne sich auf gefährliches Glatteis begeben zu müssen 😁😇 (bisschen Spaß, zur Auflockerung)

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Was,
          es schneit und ist glatt und kalt und das im Winter? Eindeutig, der Klimawandel hat
          Schuld.

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      • Obstbäuerin sagt

        Und man hat den Eindruck, je mehr rechnergestützte Modelle – umso weniger stimmen die Vorhersagen. Dass das Klima sich wandelt und das Wetter auch – wer stellt das noch in Frage. Ob und wenn ja welchen Anteil der Mensch oder z.B. die Landwirtschaft tatsächlich daran hat, das ist doch der Streitpunkt und eine überzeugende Antwort gibt es nicht.

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  13. Frikadellen piet 45 sagt

    guten Morgen Ich finde das nicht gut zum einen ist die dieselrückvergütung sinnvoll da die Trecker viel auf dem Acker fahren zum anderen ist der Gewinn der Landwirte von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich also sollte die Steuer auch dementsprechend sein der Vorschlag hört sich für mich eher wie ein fauler kompromissant

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