Bauer Willi
Kommentare 52

Abenteuer Ernte – eine wunderbare Reportage

Selten habe ich eine Reportage gesehen, die so umfassend und – das ist das Besondere – ohne jede Wertung über die moderne (andere sagen „industrielle“) Landwirtschaft berichtet. Ein ganz großes Kompliment und vielen Dank an den NDR und an die sehr sympathischen Moderatoren. 🙂

Hier die Ankündigung, die Appetit auf mehr macht:

„So haben viele die Landwirtschaft noch nie gesehen: Ein Vollernter holt sechs Tonnen Bohnen in nur einer Stunde vom Feld, ein 32 Hektar großes Weizenfeld wird innerhalb von drei Stunden komplett abgemäht oder eine einzige Pflanzmaschine bringt pro Tag bis zu einer Million Eisbergsalatpflänzchen in den Boden. Das sind Dimensionen, kaum vorstellbar!“

Das waren rund eineinhalb Stunden, in denen ich viele neue Einblicke gewonnen habe. Ist was für einen Regentag oder das Wochenende. Unbedingt anschauen!

https://www.ndr.de/fernsehen/Abenteuer-Ernte,doku1890.html

https://www.ardmediathek.de/ndr/video/abenteuer-ernte/ndr-fernsehen/Y3JpZDovL25kci5kZS9lZGY0ZWQyZi05MjRlLTRlZWYtYTUxNy1jZmM2ODhkMDAzOTg/

 

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52 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Dieser Film hat mich echt im positiven überrascht. Normaler weise bringen die Öffis immer negatives über die Landwirtschaft. Viele sagen ja auch Regierungsfunk , aber vielleicht ist dies ja der Anfang wieder auf den realistischen Weg zu kommen und den ideologisch-moralischen Weg zu verlassen , weil die Zuschauer und Hörer ja sich immer mehr abwenden.

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    • Ich muß feststellen, dass seit den Grünen Kreuzen die Städter in der Berichterstattung der Öffis mit ihren Steingärten in Punkto Artensterben genauso wie die Bauern erwähnt werden.

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  2. Elisabeth Ertl sagt

    Mir gefallen ausgeräumte Agrarlandschaften trotzdem nicht. Ich halte trotzdem nichts von der Ausbeutung osteuropäischer Arbeitnehmer mit dem Ziel, sie schließlich ganz wegzurationalisieren. Und ich kaufe trotzdem keine Torferde, ….

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    • Arnold Krämer sagt

      Liebe Frau Ertl!
      Nicht nur wegen meiner Schwäche für alpenländische Regionen, insbesondere Südtirol, schätze ich ihre Beiträge hier in diesem Portal sehr, sondern weil Sie einen anderen Blickwinkel haben und artikulieren.
      In diesem Beitrag sind Sie aber gerade Ihren wie auch immer entstandenen Vorurteilen erlegen.
      1. Die meisten Bilder im Film stammen aus dem Nordwesten Niedersachsens. Dort ist zwar bis vor ca. 40 Jahren im Rahmen von Flurbereinigungen auch die eine oder andere Hecke verschwunden oder begradigt worden. Das ist aber lange vorbei. Die Gemüsebauern, auch Kartoffelbauern, sind natürlich bestrebt, möglichst große Flächen bearbeiten zu können. Das passiert im Wege der Pacht. Wegen der langen Anbaupausen werden dann diese Flächen in den Folgejahren wieder von anderen Bewirtschaftern (Eigentümer oier selbst Pächter) mit meist unterschiedlichen Kulturen bestellt, so dass die (einmalig) groß wirkende Fläche mit einer Spezialkultur auch wieder plötzlich recht klein werden kann. Fazit: Wir haben im Nordwesten Nidersachsens und dem südlich angrenzenden Münsterland keine ausgeräumten Landschaften.
      2. Mit dem Vorwurf der Ausbeutung osteuropäischer Arbeitnehmer wäre ich sehr vorsichtig. Natürlich gibt es unter den Arbeitgebern immer solche und solche. Die meisten haben aber osteuropäische Mitarbeiter, die immer wieder kommen, warum wohl?
      Der Gemüsebauer Mählmann aus Cappeln, Kreis Cloppenburg, hat für seine Arbeitskräfte z.B. eigene „Hotels“ gebaut, auch weil er im Laufe eines Jahres wechselnden und variierenden Bedarf hat. Viele Arbeitskräfte aus Osteuropa werden auch heimisch. Im Emsland ist kürzlich eine Kirche für die vielen Rumänen gebaut worden, die auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Tierhaltung, Gemüsebau, aber auch in der Fleischindustrie arbeiten.
      3. In vielen Bereichen des Gemüsebaus wird nichts wegrationalisiert oder zumindest als unwahrscheinlich angesehen. Auch das wurde angesprochen.
      4. Und Torferde müssen Sie ja auch nicht kaufen, bei dem Standort……

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      • Paulus sagt

        Arnold Krämer, sehr gut erklärt! Vor allem die Sache mit den wechselnden Bewirtschaftern/Landnutzern auf den gleichen Flächen war mir nicht klar. Habe mich als Laie immer schon gefragt, wie z.B: die reinen Kartoffel- oder Möhrenspezialisten das mit der notwendigen Fruchtfolge hinbekommen.
        Wir haben hier im Rheinland den Möhren Brocker, der baut so auf ca. 1.000 ha an und kann wohl auch nur Möhren, aber das eben richtig. Vielleicht kann Bauer Willi noch was dazu sagen, ob das hier in unserer Gegend auch so gehandhabt wird.

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        • Arnold Krämer sagt

          Ein Erfolgsgeheimnis heutiger Landwirtschaft ist ja auch die starke Spezialisierung und Arbeitsteilung in den Produktionsprozessen. Und überall in Westdeutschland mit der hier vorhandenen Eigentümer- und Bewirtschafterstrukturen bekommt man den spezialisierten Ackerbau nur hin mit Flächentausch oder kurzfristiger Pacht zu dann (in der Regel) überdurchschnittlichen Preisen. Das haben Betriebe im Ostdeutschland mit 2000 oder 3000 ha Ackerland (die sind aber längst nicht alle so groß, das weiß ich) eher nicht nötig.

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          • Ostbauer sagt

            Flächentausch ist hier“ tiiiief“ im Osten sehr weit verbreitet und das seit 30 Jahren. Auch ein 2000 ha Betrieb hat es nicht so gerne, wenn er auf einem 100 ha Schlag eine Insel von 2 oder 3 ha hat.(Kostet Zeit und Nerven)
            Flurneuordnungen wurden zwar auch gemacht; sind aber immer nur eine Momentaufnahme.
            Wenn man mit den Nachbarn gut kann ist das alles kein Problem. (-:

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            • sonnenblume sagt

              O ne, Ostbauer. Wenn ihr euch über so eine Insel aufregen müsst, dann seit ihr doch recht zart beseitet. Freu Dich, dass Du nicht bei uns ackern musst. Der Herzinfarkt wäre absehbar. Is jetzt nicht bös gemeint. Ich find den Smaili auch nicht.

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              • Ostbauer sagt

                Ich glaub der muss anders rum; manchmal klappt`s auch. 🙂
                Und mit den Flächen: hat alles seine Vor-und Nachteile. Sind halt alles irgendwie gewachsene Strukturen. Den Synergieeffekt holt sich meistens der Handel.

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            • Haben im Osten die Betriebe das nicht schon ca. in 1960 gemacht?
              Weil sie größere Maschinen auf den LPGs hatten?

              Da waren dann manche Feldwege, vielleicht mit Bäumen und Hecken in Weg, oder?

              Nach 1990 würde das vielleicht nochmal verfeinert, oder?

              Bei großen Maschinen ist eben so eine Insel oder Strommast im Weg!

              Aber diese Inseln und wegrationalisierten Feldwege verarmen die Ökologie!

              Das können sich die Berg- u. Waldbauern gar nicht vorstellen, sie müssen sehen, wie man da mit viel kleineren Maschinen auf kleineren Feldern zu recht kommt!

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              • Ostbauer sagt

                Nee, Inga, ganz so war es nicht.
                Damals war das zumeist nicht freiwillig. Mit den Bäumen und Hecken hast du wohl recht. Nach der Wende ist da aber auch wieder viel getan worden; hängt aber auch immer vom Chef ab.

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                • sonnenblume sagt

                  Sicherlich waren die Strukturen aber schon von alters her anders gelagert. So ein radikales Ausräumen der Landschaft kann ich mir auch um 1960 nicht vorstellen. Es würde mich schon interessieren wie sich das entwickelt hat.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Bei uns sind durch die Realteilung die Felder sehr klein, dass können die Kollegen vom Rheinland, oder im Osten gar nicht vorstellen. Auf dem Acker stand am Anfang und Ende ein Apfel, oder Kirschbaum und in der Mitte auch noch einer.
                Da gab es 2 Möglichkeiten,entweder die Bäume werden gerodet, oder der Acker wird mit Bäumen voll bepflanzt. Habe mich für die 2 Variante entschieden

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        • Bauer Willi sagt

          Exakt. Möhren sind nicht „selbstverträglich“ und sollten nur alle 7 Jahre auf dem gleichen Feld stehen. Brocker hat sich spezialisiert und macht nur Möhren. Deshalb hat er auch eine ausgelastete Technik-Kette vom Feld bis in die „Fabrik“.

          In Dormagen gibt es noch Kräuter-Herrmann mit rund 400 ha Kräuteranbau. In Rommerskirchen hat er 10 ha Petersilie.

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    • Arnold Krämer sagt

      Liebe Frau Ertl! Ich glaube den Grund Ihrer Abneigung bzw. Vorbehalte gegenüber dem Film erkannt zu haben.
      Der Film zeigt (fast) ausschließlich die Vorteile der kapitalistischen Landwirtschaft, die durch die Fülle von Prozess-Innovationen Lebensmittel pflanzlicher Herkunft qualitativ immer besser, umfangreicher verfügbar und enorm preisgünstig macht. Die Produkte selbst sind ja nicht neu (also keine Produktinnovation!) Aber in Sachen Prozess-Innovation hat der Agrarsektor nach dem 2. Weltkrieg Produktivitätssteigerungen realisiert wie kaum ein anderer Wirtschaftssektor. Deshalb sind ja auch soviele Menschen verfügbar geworden für städtische Bullschit-Jobs (hier schon oft diskutiert und thematisiert).

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    • bauerhans sagt

      das erinnert mich an meine schwester,zahnärztin im ruhestand,früher, gutgehende praxis.
      „kapitalismus ist ausbeutung“ war ihr credo.

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      • Wen hat sie denn mehr ausgebeutet, bauerans
        die Patienten oder die Kunden?

        Mir hat der Zahnarzt den noch vorhanden Weisheitszahn bekront, Krankenkasse bezahl doch, was solls.

        Wenn ich vorher gefragt worden wäre, hätte ich nein gesagt!

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    • sonnenblume sagt

      Das Münsterland nennt sich nicht umsonst “ Parklandschaft“. Ein ziemlich dichtes Netz von alten Hecken und kleinen Wäldern. Und doch ist die Landwirtschaft nicht gern gesehen. Wir haben mit den gleichen Vorurteilen zu kämpfen, wie alle anderen auch.

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  3. Arnold Krämer sagt

    Ein sehr informativer Film. Es fehlte nur die Maisernte und die Grasernte. Aber dann wären es 2 Stunden geworden. Kompliment an den NDR.
    Interessant, dass eine Vielzahl der gezeigten Betriebsbeispiele aus Südoldenburg stammte, bekannt und berüchtigt eigentlich nur für seine „Massentierhaltung“. Ob in dem Landstrich überdurchschnittlich viele „Kapitalisten“ beheimatet sind?

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    • Bauer Willi sagt

      Der letzte Satz ist doch wohl nur rhetorisch gemeint. Oder es fehlte der Smiley.

      Natürlich sind da viele Kapitalisten beheimatet. So wie in Weser-Ems. Weiß doch jeder…
      🙂 (Smiley)

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      • Arnold Krämer sagt

        Ich weiß nicht wie ich den? das? Smily da rein kriege.
        Meine Kommentare sollen nicht nur erklären, sondern oft auch ein wenig provozieren und aus der Reserve locken.
        Abgesehen davon, die Südoldenburger sind schon ein besonderer Menschenschlag. Ich stamme aus einem Nachbarkreis, habe in Südoldenburg 5 Jahre als Berater gearbeitet, eine hübsche Frau aus dem Kreis Vechta geheiratet und bin mit den Verhältnissen dort ziemlich gut vertraut.

        1+
        • Smily:

          Pünktchen. Pünktchen, Komma, Strich fertig ist das Mondgesicht!

          Versuch:
          Doppelpunkt, Bindestrich, Klammer zu
          🙂
          eine echtes smily im Nu

          Semikolon, Bindestrich, Klammer zu
          😉
          ein zwinkerndes dazu!

          1+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Oder man drückt auf Antworten und klickt auf die rechte Maustaste und was steht da?

            Emojis 😁

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    • Reinhard Seevers sagt

      Und dann ist der Film scheinbar noch von Grimme und Claas gesponsert oder? Auch regionale Kapitalisten …..😎

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      • Arnold Krämer sagt

        Gut, dass Claas in Harsewinkel (Nordrhein-Westfalen) und Fendt (auch sehr oft im Bild) in Bayern zuhause ist.
        Aber besonders interessant sind doch die vielen Spezialmaschinen im Gemüsebau, deren Hersteller in der breiten Masse nicht bekannt sind.

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        • Arnold Krämer sagt

          Unsere großen Landmaschinenhersteller sind oft Weltmarktführer und verkaufen 70 bis 90 Prozent ihrer Produkte im Ausland.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Die produzieren mehr, als wir im Land benötigen?😳…..geht gar nicht.☝️

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            • Aber klar,

              warum hat denn Johne Deere die Firma LANZ ca 1960 übernommen?

              Wo die alle herstellen und verkaufen, vielleicht findest du das auf deren HP.

              In Bruchsal ist das Ersatzteillager, das habe ich 1990 besichtigt.
              Die liefern in die ganze Welt, auch Australien.
              Deswegen müssen die auch Weihnachten arbeiten, falls in Australien ein Mähdrescher kaputt geht.

              Was JD kann, kann Claas und Fendt wie Mercedes auch.

              Wenn da ein Teil irgendwo in der Welt kaputt geht, dann wird da angerufen und das Ersatzteil geht sofort auf den Postweg und ist am andern Tag zum Einbau da da.

              In Südafrika kennt man auch die Landmaschinen mit den gelben Felgen!

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  4. bauerhans sagt

    ich schaue gern die Nordreportage des NDR.
    die sind da wesentlich realistischer als der WDR.
    der BR mit „Unser Land“ ist auch sehr aufschlussreich,aber eben aus Bayern

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  5. Reinhard Seevers sagt

    Naja, die Darstellung von Milchbauernhof und Milchbetrieb sind in meinen Augen schon etwas tendenziös und realitätsfern. Beim ersteren wird die Kuh als Zweinutzungsrind 10 Jahre alt und gibt lediglich 20Liter, beim Milchbetrieb wird hat sie ein extra großes Euter und wird nur 5-7 Jahre alt…..das ist in meinen Augen bereits wieder eine vorgefasste Richtung und stimmt so vereinfacht nie und nimmer.

    2+
    • Doch, die Kühe früher, die 20l tägl. gaben konnten 10 Jahre und länger leben.
      Egal mit großem oder kleinem Euter, denn das ist ja individuell.

      Im modernen Milchviehbetrieb hat man die Kuh auf 40l tägl. gezüchtet, deswegen das grosse Euter,
      Aber dafür ist die Lebensdauer kürzer.

      Ein 2nutzungstier ist das Rind auf alle Fäĺle, wir haben die Milch und das Fleisch von ihm.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Früher Inga? Es geht doch um das jetzt und hier und nicht um früher. Außerdem gaben die Kühe bereits vor dem Krieg z.B. in den Herdbuchzuchtbetrieben Ostpreußens bis zu 14000Liter, kannst bei Brade nachlesen.
        Außerdem hat die Kuh kein größeres Euter, nur weil sie 50 Liter gibt, das ist eine Mär der Journalie. Wir hatten Kühe, deren Euter auf dem Boden schliffen und die nur 5000 Liter gaben.
        Und zu unterstellen, dass es bei Bauernhöfen so sei, dass grundsätzlich Zweinutzungsrinder stehen, das ist einfach falsch.

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        • Warum ist das falsch?

          Ich hatte doch geschrieben, dass die Eutergröße individuell ist und die Journalisten haben die moderne Hochleistungskuh nur symbolisch mit einem größeren Euter ausgestattet.

          Das von Ostpreußen weiß ich nicht,
          Herdbuch gab es im ganzen Reich früher, hatten wir später auch noch, und hätten es jetzt noch, wenn wir die Kühe nicht abgeschafft hätten.

          In Ostpreußen die hatten bestimmt Schwarzbunte, die waren eher auf Milchleistung getrimmt und sind sie ja heute noch, trotzdem wird ihr Fleisch auch genutzt. Sie enden alle auf dem Schlachthof.

          Obwohl der Schlachthof und auch Metzger lieber die Rasse Simmentaler oder Fleckvieh bevorzugt, weil die mehr andere Muskel haben.
          Dabei ist die Hochleistung Milch eben niedriger, wenn ich mich nicht irre.

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        • Die Seite von Brade kenne ich nicht!

          Jedenfalls ist Ostpreußen (das war früher der Brotkorb des autark lebenden Deutschland) ein bevorzugtes Agrarland und wenn die Kühe da ordentlich mit dem dort wachsenden Klee und Gras gefüttert werden, können sie auch ordentlich Milch geben gerade bei der Herdbuch Zucht!

          Während wo anders die Kühe eben nur bestimmt unter 20l tägl. geben haben.
          auch weil in fast jeder Großfamilie noch eine Kuh im Stall stand. Die bauchte nur so viel zu geben, dass es für die Familie reichte, die brauchten kein Züchtungsprogramm.
          Dafür haben sie selber Sahne, Butter, Quark und Käse nach Omas Rezept hergestellt.
          Deswegen schmeckt der HarzerRoller anders aus der Hankäs aus dem Odenwald.
          Wo anders machen sie noch Musik dazu!

          Bei Kochkäse verhält es sich ähnlich!

          Vielleicht kann der ehemalige Landwirt was dazu sagen!

          Und die Enkeln von der Oma im Harz haben ihr Gutes Rezept genommen und es im großen Stil hergestellt und vermarktet, so entstand die Fabrik im großen Stil mit d4em Namen Harzer Roller!

          Im Rheinland oder Münsterland hatte man das nicht nötig, die hatten nicht so karge Äcker und Wiesen, die haben genügend geerntet, dass sie sich den Hankäs kaufen könnten.

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    • Ferkelhebamme sagt

      Diese beiden Betriebe gibt es genau so wie dargestellt. Sie schreibt aber auch, dass es noch ganz viel dazwischen gibt.
      Und auch, dass Bio nicht automatisch klein bedeutet.
      Aber da kann man mal sehen, wie auch wir schon von den Tierrechts-Parolen geprägt sind. Die Milchkühe haben große Euter, die Autorin bewertet das nicht. Dass das was schlechtes ist, hast du gerade selbst hinein interpretiert.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Wenn die Dame damit nicht etwas verbinden wollte, hätte sie es ja gar nicht erwähnen müssen. Außerdem stimmt es eben auch nicht. Wieso haben die Kühe auf dem Bauernhof denn keine großen Euter?
        Sie hätte ja auch schreiben können, dass die Kühe auf dem Bauernhof angebunden sind. Und die Darstellung der mit Holzwolle reinigenden Melkerin ist echt von vorgestern. Ich bleib dabei, gut gewollt ist noch lange nicht gut gemacht.

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  6. Ferkelhebamme sagt

    Ich bin gestern über ein ungewöhnliches Buch gestolpert:

    https://www.beltz.de/kinder_jugendbuch/produkte/produkt_produktdetails/43929-wo_kommt_unser_essen_her.html

    Ungewöhnlich beginnt schon bei dem großen Format. Bei dem Titel musste ich reinschauen, wie firedragon schon sagt, mit Bauchschmerzen, weil die übliche Bio-Propaganda erwartend.
    Aber nein! Weiter ungewöhnlich im Stil eines Wimmelbilderbuches sind Bauernhof-Milchbetrieb, Hausschlachter-Großschlachter, Fischfang-Aquakultur, Gemüsebau-Gewächshaus, …. gegenübergestellt und in vielen kleinen Illustrationen detailliert erklärt.
    Man merkt, dass die Autorin selbst vor Ort recherchiert hat und nicht Internet-Halb(un)wissen wiederkäut.
    Das Buch ist sehr sachlich ohne erhobenen Zeigefinger oder versucht gar zu missionieren.
    Meine Mädels (14,11,11) haben erst skeptisch die Nase gekräuselt, wohl schon wegen der unspektakulären Colorierung. Doch dann waren sie ruckzuck darin versunken und nicht mehr loszureißen.
    Nur bei den Schweinen sind mir natürlich fachliche Fehler aufgefallen: ein Ferkel, dass mit 5 Wochen 40 kg hat, wäre doch recht frohwüchsig, die Ohrmarke zeigt am Schlachthof nicht die Herkunft des Schweins (das macht die Schlagstempel-Tätowierung), sondern den Geburtsbetrieb und der Ferkelschutzkorb ist mir zu klein gezeichnet. Aber diese Fehler sind im Zusammenhang mit dem Gesamtwerk verzeihlich, wie ich finde, und können mit der nächsten Auflage ja korrigiert werden. Es ist das erste Buch, das ich kenne, das eine Schweineschlachtung erklärt
    Unbedingt ansehen!

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  7. firedragon sagt

    Hatten wir auch geschaut.
    Man ist es ja schon gewohnt, dass LW Seitenhiebe abbekommt, also sitzt man mit einer gewissen Grundanspannung vor dem TV, bei Beiträgen über den landwirtschaftlichen Ablauf.
    Auch von uns ein Kompliment an den NDR, der Film hat sehr viel gezeigt, Wissenswertes interessant erklärt und vor allen Dingen wertefrei.
    Sehr zu empfehlen!
    Wäre schön, wenn in allen Bereichen TV – Beiträge so gestaltet werden, eben informativ.

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