Bauer Willi
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Staatliche Manipulation? – oder – Wie inszeniert man einen Skandal!

Dass Volkswagen seine Motoren mit einer Software bestückt hat, die die passenden, niedrigen Messwerte liefert ist ein Skandal. Dass Deutschland seine Messnetze bezüglich Nitrat im Grundwasser so selektiert, damit besonders hohe Messwerte herauskommen, ist es auch. Wie anders ist es zu erklären, dass Deutschland deutlich schlechter sein sollen als die Niederlande. Ein bloßer Blick auf die Anzahl der gemeldeten Messstellen in den Niederlanden und in Deutschland zeigt selbst dem Laien, dass hier etwas nicht stimmen kann. Denn es gibt viel mehr Messstellen, als es diese Karte erscheinen lässt.

Dazu ein sehr lesenswerter Gastbeitrag von Georg Keckl, den wir wegen seiner Länge, der Grafiken und den vielen Quellenangaben hier nur als Link bringen können. Es wäre wünschenswert, wenn viele Redaktionen diesen Artikel verbreiten würden.

Hier die vollständige PDF: Volksverdummung

Weitere Ausführungen dazu finden Sie hier:

http://www.zds-bonn.de/aktuelles/deutschland-vor-dem-eu-kadi-wegen-falscher-datenme.html

http://www.zds-bonn.de/aktuelles/wiederholen-sich-gerade-die-fehler-des-waldsterben.html

Zum gleichen Ergebnis wie Herr Keckl kommt auch ein Bericht aus Bayern, der im Netz verfügbar ist.

http://www.hlnug.de/fileadmin/dokumente/wasser/hydrogeologie/Fortbildungs-_und_Vortragsveranstaltungen/Grundwassertag2014/Messnetz_Nitratrichtlinie_Neumann.pdf

Der Bericht eines Fachmannes aus dem Ministerium in Rheinland-Pfalz, der ebenfalls Kritik an der Auswahl der Messstellen übt, wurde inzwischen aus dem Netz entfernt. Er liegt mir aber als pdf-Datei vor. Um aber keine rechtlichen Probleme zu bekommen, verzichte ich auf eine Veröffentlichung. Ich möchte keinen Ärger mit Frau Ministerin Höfken (Grüne) bekommen.  Hier der Beweis, dass der Link nicht funktioniert:

http://mulewf.rlp.de/fileadmin/mufv/img/inhalte/veranstaltungen/Veranstaltungs-Chronik/EU-Nitratrichtlinie/EU-Nitratrichtlinie_MIMU_09.04.14_Vortrag_Munk.pdf

Dem Fazit von Herrn Keckl kann ich mich nur anschließen:

„Eine einfache Lüge hat es immer leichter als eine komplizierte Wahrheit.“

 

Euer Bauer Willi

 

 

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125 Kommentare

  1. Mich erreichen nun Mails, dass die 170 Messstellen des Belastungsmetznetzes repräsentativ für mit Nitrat vorbelastete Gebiete sein sollen. Das ist nach meiner Einschätzung eine Ausrede der Experten, die ihre Willfährigkeit gegenüber der politischen Absicht dieses Netzes irgendwie einen Sinn geben wollen. Die lächerlich wenigen Messstellen sind für nichts repräsentativ, weder für Ackerbaugebiete noch für Ackerbaugebiete oder Landw. Nutzflächen mit hohen Nitratwerten! Nach der Karte der Messstellen 2004 ist es in S-H, NDS, NRW, RLP, Hessen, B-W, ST und TH nur ein Sammelsurium von Messstellen mit hohen Nitratwerten. Da hätte ja vorher dieses Gebiet definiert werden müssen und dann ein Messnetz darüber gelegt werden müssen. Recht stark vertreten sind Weinbau- und Gemüsebaugebiete, also Rhein, Rheingau, Rheinhessen, Pflalz, Main und Neckar – aber Mosel, Saar, Ruwer, Ahr fehlen. In Bayern ist es mal wieder anders, da neben den bekannten Problemgebieten unterfränkische Weibaugegenden und mittelfränkschen „Sandlöcher“, auch der Raum Donau bis Alpen, der unproblematisch ist (außer Isarmündungsgebiet), mit drin. Die Oberpfalz hat nur eine Probe und welche im Grenzgebiet zu Nieder- und Oberbayern. Fast komplett unbeprobt sind die Börden rechts des Rheins bis Magdeburg und die Marsch. Auf Föhr ist eine Probe, aber vermutlich am sandigen Westende, wo alle in die Dünen pinkeln, und nicht in der Marsch. Föhr ist ja ein berühmtes Wassergebiet, das aber inzwischen die Grenzwerte einhalten kann, die Sandquellen werden mit der Marschquelle verschnitten. In dem Prozess vor dem EU-Gericht gehört nicht Deutschland auf die Anklagebank sondern die Komission, die diesen Schwindel sehenden Auges, nur 2004 als unausgewogen und zu dünn kritisiert, durchgehen lies, also beim dem politischen Spiel mitmachte, und die Verantwortlichen für dieses Messstellensammelsurium. Das ist ein politisches Netz und für nichts sonst repräsentativ und das gehört vor das EU-Gericht und die Beamten, die das als „Repräsentativ-Netz über belastete Gebiete“ kaschierten, gehören aus dem Staatsdienst, damit solchem „Universal-Soldiers“ – Verhalten ein Ende gesetzt wird.
    Grüße: Georg Keckl

    18+

  2. So viel ich weiß, ist die Auswahl der Brunnen Sache der Länder (-Arbeitsgemeinschaft). Die Länder machen das, der Bund hat da keine Befehlsgewalt. Dass die Auswahl so war wie sie ist, die Deutschland schlechter darstellt als andere Länder, könnte schon eine Rolle gespielt haben, insbesondere weil die EU das moniert hat und verbissen daran festgehalten wurde. Dass der EU für ihre Zwecke die deutsche Auswahl nicht genehm ist, sagte sie schon zum Nitratbericht 2004, wo schon Vergleiche standen, siehe Seite 21 in http://www.lawa.de/documents/Nitratbericht-2004_24e_copy_623.pdf, ZITAT „„Die gezielt ausgewählten Messstellen des Belastungsmessnetzes sind nicht dazu geeignet, eine allgemeine Gesamtübersicht über die Nitratbelastung im oberflächennahen Grundwasser Deutschlands zu liefern. Nachdem Deutschland im letzten zusammenfassenden Bericht der Kommmission wegen seines „unausgewogenen“ und zu wenig Messstellen umfassenden Messnetzes kritisiert wurde, wird in diesem Bericht auch auf die Gesamtsituation im Grundwasser eingegangen. Für eine ausgewogenere Übersicht wurde von den Ländern eine darstellbare Anzahl von 799 Messstellen ausgewählt (s. Anhang VII). Mit diesen in Abbildung 13 dargestellten Messstellen wird die aktuelle Nitratsituation im oberflächennahen Grundwasser beschrieben, ohne dass jede lokale Gegebenheit wiedergegeben werden kann. Im Rahmen der Berichterstattung zur Wasserrahmenrichtlinie wird an Hand aller in den Ländern betriebenen Grundwassermessstellen ein weitaus detaillierteres Bild zur Nitratsituation derzeit erarbeitet. “ ZITAT ENDE Da wurde dann das EUA-Messnetz für den Vergleich genommen, auch relativ wenig Brunnen. Also wußten alle, dass Deutschland beim gewählten Messsnetz nicht mit anderen Ländern vergleichbar ist. Trotzdem wurde es gemacht. Der eigentliche Skandal ist nun der, dass die, die es wußten, bei der Veröffentlichung der Malta-Grafik nicht öffentlich protestiert haben! Ja meine Damen und Herren, wo war da ihre Reputation als Experten? Macht man so was in ihren Kreisen öfter? Geht hier jemanden die Karriere vor der sauberen wissenschaftlichen Argumentation? Viele könnten als Experten besser, ehrenvoller dastehen, wenn sie die absurde Grafik vor mir moniert hätten und stringent auf eine wissenschaftlich saubere Argumentation geachtet hätten. Das ist doch ein Unding, dass ich mich da ganz weit raushängen mußte. Herrscht hier schon ein Klima der Angst, den „Guten“ widerspricht man besser nicht? Es geht nicht um die Manipulationen von Messungen. Niemand hat gesagt, dass die Messungen gefälscht sind, die Werte gefälscht sind. Es geht um die Auswahl von Messstellen, den ehrlichen Verkauf der Daten und das gleiche Messen (gleiche Zeit, gleiche Tiefe, identische Zeitreihen).
    Manipuliert wird, wenn:
    -Malta mit Deutschland verglichen wird und alle die, die es wissen, schweigen als damit argumentiert wurde,
    -wenn nicht einheitlich vorgegangen wird,
    -wenn oft argumentativ Werte verschiedener Tiefen und Zeiten verwendet werden, als ob „Grundwasser“ in 1 m Tiefe (Wuzelbereich) gleich dem „echten“ Grundwasser in 50m Tiefe ist und das 1m-Wasser zu irgendeinem Zeitpunkt was aussagen könnte über das enge Umfeld und den Zeitpunkt hnaus,
    -wenige Daten als für irgendwelche Flächen oder Nutzungen als repräsentativ dargestellt werden,
    -wenn so gut wie alles auf die Gülle geschoben wird und nie gekuckt wird, wo Gülle ausgebraucht wird und keinerlei Einfluss auf das echte Grundwasser ist,
    – wenn alle Böden und deren Denitirifieungseigenschaften über einen Kamm geschert werden und die inkontinetensten Böden und Bewuchse als Maßstab für alle genommen werden, das nicht thematisiert wird,
    -wenn die Beurteilungsgrundlagen verändert werden und dann die zeitlich völlig verschieden definierten Kriterien („gut“, „Schlecht“) in eine Reihe gestellt werden,
    -wenn gesagt wird, das Wasser wird schlecht und dabei Flüsse und Grundwasser und Trinkwasser vermengt werden ohne dass umfassende, repräsentative, völlig identisch erhobende Zeitreihen vorgelegt werden.
    Wer will behaupten, dass 162 Messstellen für Deutschlands eine relevante Aussage für was bringen können? Sind denn Frankreich mit 2509, Dänemark mit 595 , Spanien mit 4770, GB mit 3088, NL mit 1308 Messstellen doof oder nur arbeitswütig und wir mit 162 Messstellen so schlau? Der Vergleich mit den Waldsterbensprognosen und mit dem Schicksal deren, die diese Prognosen damals für absurd hielten, trifft schon.
    Grüße: Georg Keckl

    6+

  3. F. G. Aven sagt

    Wenn ich mir den Beitrag aus Bayern ansehe, dann sieht das für mich so aus:
    Anfang der 90er musste die in der EG beschlossene Nitratrichtlinie umgesetzt werden. Die damalige Bundesregierung (Kanzler war Helmut Kohl, die Umweltministerin war Angela Merkel) und die Verwaltung entschieden sich für eine Alternative zu einem repräsentativen Messnetz. Statt einen Überblick über das gesamte Grundwasser zu geben, wählte man 160 bestimmte Messbrunnen aus. Diese Brunnen waren schon damals mit Nitrat belastet, sie waren stark von ldw. Flächen beeinflusst und sie waren so flach unter der Bodenoberfläche, dass sich Änderungen in der ldw. Praxis zeitnah zeigen sollten. Ziel dabei war, die Wirkung der (wegen der Nitratrichtlinie auf den Weg gebrachten) Düngegesetze schnell und zielgerichtet überprüfen zu können. Es war niemals das Ziel, ein repräsentatives Bild der Nitratsituation im Grundwasser zu zeichnen.

    Soweit klar? Jetzt, nach über 20 Jahren, hat sich an diesen Messbrunnen anscheinend zu wenig Veränderung zum Besseren gezeigt. Das damals gewählte Verfahren bescheinigt den Düngegesetzen nur eine unzureichende Wirkung. Daher das Drängen auf eine neue Düngeverordnung, daher wohl auch der Unmut in der EU.

    Es gibt bei der Sache nur einen groben Fehler: Irgendwer hat die europäischen Messnetze miteinander verglichen, also das deutsche Messnetz (mit den belasteten Brunnen) mit den (repräsentativen) Stichproben der anderen Staaten. Aber darauf weist der Beitrag aus Bayern auch hin. Genau wie er darauf hinweist, das die zuständige Behörde die Auswahl der Brunnen in Bezug auf die Repräsentativität erweitern will.

    Das ändert aber alles nichts daran, dass die (mit der EU abgestimmten) Ziele von 1994, nämlich die Messwerte an den 160 ausgewählten Brunnen zu verbessern, nicht erreicht wurden.

    4+

  4. Wie die Öffentlichkeit über die Ostsee, insbesondere den Phosphor, falsch informiert wird habe, ich hier mal dargestellt: http://www.keckl.de/texte/Der%20WWF%20braucht%20eine%20verschmutzte%20Ostsee.pdf Jeder Euro der in polnische Klärwerke investiertwird, hilft der Ostsse 100x effektiver als alle verkorksten Hampeleien hier.
    Jeder Gewässerkundler wird bestätigen, dass auch die Ostsee sauberer wird, viel Dank der EU, dass dort der Fischertrag steigt. Wie die Öffentlichkeit über Phosphat und den Dümmer-See falsch informiert wird, habe ich in vielen Beiträgen zum Gülle-See-Dümmer dargestellt, z.B. hier: http://www.keckl.de/texte/D%C3%BCmmer%20Sanierung%20Verwirrspiel.pdf
    Beim Dümmer hat die Gegenwehr genutzt, die Gülle-See-Kampagne ist momentan still. Das liegt vor allem daran, dass bei Google meine Beiträge recht weit oben kommen. So funktioniert Öffentlichkeit heute, weniger über Artikel, sondern über die „Volksbücherei“ Goggle, wer und was do oben steht, Welche große Probleme die NGO’s und die Grünen damit haben, dass die Gewässer immer sauberer werden, ist auch sehr interessant. Da die echten Messreihen unbestechlich fast immer verbesserte Werte anzeigen, definiert man „sauber“ viel strenger als vorher und schon hat man wieder „verschmutzte“ Gewässer. Der Schwindel ist dann der, dass man die Öffentlichkeit nicht über die Veränderten Bezugsgrundlagen informiert. So definiert man heute „ökologisch gut“ so streng, dass es in der Praxis auf eine Natur ohne Menschen hinaus läuft. Der Mensch als prinzipielles Umweltproblem, damit die Fundis was zum agrumentieren haben: http://www.keckl.de/texte/Umweltbundesamt%20manipuliert%20ZDF%20beim%20Nitrat.pdf Wenn man ständig solche Beispiele, die einem „Zahlenmenschen“ sofort auffallen, bringt und den Medien meldet, dann werden die Medien gegen ihre NGO-Quellen vernünftig misstrauisch, dann kommt ein Wandel. Die Medien stecken seit Sylvester in einem Schock, der sie ihre Berichterstattung zu vielen Themen selbstkritisch hinterfragen läßt. Das ist gut für die Gesellschaft, denn ohne realitätsnahe Medien geht ein wichtiges Korrektiv für gesellschaftliche Entwicklungen verloren.

    Grüße: Georg Keckl

    11+

  5. Friedrich sagt

    Lieber Gast, deine Worte sind besserwisserisch . Du bist auch Beratungsresistent. Genau
    wie die NGOs und Co., nur sammelst du keine Spenden ein. Du solltest dich einmal in einem Grundwasserwerk umsehen. Dann würdest du sehen was dort mit dem Wasser alles
    gemacht und analysiert wird. Dann würdest du auch mitbekommen , daß dort viele Dinge
    dem Wasser zugesetzt werden , man redet von rd. 20 Zusätzen. Bei einzelnen Zusätzen
    würden dir wahrscheinlich die Haare hochgehen. Aber du bist ein Weltenretter , der alles
    auf Deutschland bezieht. Deutschland kann nicht für alles Übel der Welt haftbar gemacht
    werden. Wir werden auch nicht die Welt retten. Jeder sollte ein bischen dazu beitragen, eben
    so gut er kann.Wer nichts tut wie du , kann natürlich auch nichts falsch machen. Wir Landwirte dieser Erde ernähren die Menschen. Das machen wir so gut wir das können,
    Mit vielen Hilfsmitteln , Beratung und vielen persönlichen Einsatz. Wir wühlen nun mal in der Erde rum , Säen,Pflegen und Ernten. Anscheinend machen wir das nicht ganz schlecht , denn jedes Jahr gibt es weniger hungernde Menschen.Überall auf der Erde wird
    den Bauern dafür Dank gesagt, nur hier in Deutschland sprecht ihr uns das ab. Unser Wohlstand hat auch damit zu tun, daß nur 3% der Bevölkerung in der Landwirtschaft
    arbeiten.Ein Landwirt ernährt mehr als 100 Mitbürger. Diese hohe Leistung sprichst du
    uns vollkommen ab. Kein Landwirt ist so reich , wie die Familien Schwarz und Aldi. Woher kommt das wohl in so kurzer Zeit ?

    6+

    • bauerhans sagt

      „würden dir wahrscheinlich die Haare hochgehen“

      ..der hat kaum haare…

      0

    • Die Albrechts und der Schwarz Clan sind deshalb so reich, weil sie im Gegensatz zu Landwirten ihre Aufgabe verstanden haben. Zu glauben, deutsches Schweinefleisch und Milchpulver als Exportprodukt würde irgendwie zur Bekämpfung des Welthungers beitragen ist reichlich naiv, denn das Gegenteil ist der Fall. Tierische Erzeugung, mit Ausnahme 100% vom Grünland, vergrössert den Welthunger.

      PS: nichts machen? Ich habe heute 8 Std. im Gewächshaus gearbeitet, ist ja Tag der Arbeit, weil morgen 300 Jungpflanzen kommen und gesetzt werden müssen. Wieviel Std. hast Du heute gearbeitet, um angeblich die Welt zu ernähren?

      2+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wer an 6 Tagen Arbeitet, kann sich am Sonntag ausruhen.

        Viehaltende Betriebe ausgenommen.

        1+

      • bauerhans sagt

        „Zu glauben, deutsches Schweinefleisch und Milchpulver als Exportprodukt würde irgendwie zur Bekämpfung des Welthungers beitragen ist reichlich naiv….“

        diese produkte hatten interessante märkte,die aber weggebrochen waren.
        mit naivität hat das nix zu tun,sondern mit politischen interessen.

        2+

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Kommen sie mir jetzt nicht mit so einfachen Beschreibungen daher.

          Der Intellekt des selbsternannten Höhenbauers ist für so eine einfache Darstellung nicht empfänglich.

          0

  6. Was die Trinkwasseraufbereitung die deutschen Versorger kostet ist das eine, was haben da nun 8-25 Milliarden € pro Jahr mit dem Nitrat zu tun? Dass der „unbestritten teuerste Faktor bei der Aufbereitung das Nitrat sei“, ist völliger Öko-Hearsay-Quatsch, da fast kein Wasserwerk in Deutschland noch eine Nitratentfernung macht. Ich finde es auch wunderbar, wenn Deutschland vor einem unabhängigen Gericht wegen zuviel Nitrat bzw. Untätigkeit verklagt wird, dann fliegt der Schwindel auf. Nun so weit wird es die EU nicht kommen lassen. Dass das BfR „gut geschmiert“ ist, ist ebenfalls ein Öko-Hearsay ohne jeden gerichtsmassigen Beweis. Alle, die nicht dem neuen grün-goldenen Kalb opfern und unterwerfen sind entweder doof, bösartig oder korrupt und werden ausgeschlossen aus der Jakobinerkirche, in der sich die neuen „Volksvertreter“ einreden, das Volk zu sein? So wird sich die Fundiscene bei den Medien immer unglaubwürdiger machen.
    Manche Kommentare zeigen sehr schön, wie unser Land vor einer gefährlichen Spaltung steht, wie andere in Europa. Ausgerechnet die gemäßigte Linke behält ihr Wertesystem bei und wehrt sich nun heftig gegen die neuen Totalitaristen, die ihre Naturvorstellung vor den Menschen stellen. Wir haben die historische Erfahrung mit den Ideologen aller Richtungen und Zeiten. Stefan Laurin schrieb am 25. April 2016 im Blog „Ruhrbarone“ ( https://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrbarone ) warum man sich prinzipielle Sorgen machen muss, wenn von der „unteren“ Hälfe des Volkes die Hälfte Herrn Hofer bei der Präsidentschaftswahl in Österreich wählte und im „Oberen Viertel“ Herrn van der Bellen (Grüne) sehr gut abschnitt (http://www.ruhrbarone.de/oesterreich-das-lachen-das-im-hals-stecken-bleiben-sollte/125946/comment-page-1#comment-1069430 ). Diese prinzipielle Spaltung trifft nicht nur auf Österreich zu: „Es ist ein Klassenkampf, der von einer autoritär-ökologisch geprägten Mittel- und Oberschicht geführt wird. Der Neoprotestantismus duldet keinen Widerspruch, seine schärfsten Waffen sind die brutale Abwertung aller anderen Lebensweisen und ein bislang nicht dagewesenen Kulturkolonialismus. … Wer sich so verhält, wie sich ein Arbeiter angeblich verhält, wer sich nicht freudig den ökoautoritären Normen und Werten unterwirft, ist kein Diskussionspartner mehr, sondern bestenfalls noch Objekt des paternalistischen Handelns der Volkserzieher. Das Maß der Überheblichkeit, ja der Verachtung des Bürgertums gegenüber jenen, die es als Unterschicht ansieht, war seit dem zweiten Weltkrieg nie so groß wie heute, zwischen beiden Welten gibt es kaum noch Kontakte, sogar die räumliche Trennung ist durch die Gentrifizierung ganze Stadtteile so radikal wie nie. Das Versagen der Sozialdemokraten besteht auch darin, Teil dieses Klassenkampfes von oben zu sein, die Interessen ihrer Kernklientel verraten zu haben, wie Forsa-Chef Güllner es beschrieben hat.“
    Das ist der neue Klassenkampf, wie ich ihn auch im Dez. 2014 im Anti-Fleischatlas auf Seite 33 beschrieb, wobei bei mir die linke Seite etwas besser wegkommt ( http://www.keckl.de/texte/Anti%20Fleischatlas%20Georg%20Keckl.pdf ):
    Das Bio-Bürgertum hat heute die erfolglosen linken Weltverbesserer als Avantgarde abgelöst. Die neue Avantgarde stellt ihr Lebensgefühl, ihre Urteile, ihre Werte, ihr „Gewissen“ über das anderer, egal, ob sie es selber leben oder sich was vormachen. Komplizierte Sachverhalte werden im Google-Zeitalter stark vereinfacht, emotionalisiert und Gruppen-Pauschalurteilen unterworfen. Fehler oder Hysterien werden nicht mehr kritisch reflektiert. Die Bio-Partei hat immer Recht. Die Weltrettung hat keine Zeit für Fehler- oder Nebenwirkungsdiskussionen. Wer stellt sich nun gerne gegen diese Avantgarde, wenn alle nur in höchsten Tönen davon berichten? Wer riskiert hier zum Außenseiter zu werden? Im Unterschied zu den Linken hat das Bio-Bürgertum das „Proletariat“, bzw. die „Einkommensschwachen“, aus den Augen verloren, sieht in denen mehr die unwilligen Umerziehungs- als benachteiligten Fürsorgeobjekte. Die neue Oberschicht kann sich Wohlfühlgesetze ohne Rücksicht auf Nebenwirkungen eher erlauben, für die Unterschicht fallen dabei leider nur Zeitarbeitsverträge statt Aufstiegschancen ab. Das „bessere Gewissen“ des neuen Bio-Bürgertums als Richtschnur für Gesetze würde global zu sozialen Urständen führen: reich gedeckte Tische nur für Reiche.
    Der Ökopopulismus wird den Rechtspopulismus stärken und andersrum wird der Rechtspopulismus den Ökopopulismus radikalisieren, beide nutzen Ängste und Gefühle und lassen damit die „Faktenhuber“ alt aussehen. Der Ökopopulismus merkt nicht, wie er das Land in eine „gute Zivilgesellschaft mit Mehrheitsvertretungsanspruch“ und einen angeblich doofen Rest spaltet, den man gängeln muss, nur nicht so stark, dass er zu laut reagiert und Aufmerksamkeit bekomme. Die AfD ist eine Reaktion auf den Ausschluß großer Teile der Gesellschaft von der neuen Mitwirkung, den diese Teile nicht so beherrschen wie die angebliche, undemokratische „Zivilgesellschaft“. Die Alt-Parteien kuschen vor einer außer Rand und Band geratenen, mediendominanten neuen APO ( https://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferparlamentarische_Opposition ). Die Mitte verliert und kuckt zu, mag und versteht ihre Ex-Wähler nicht mehr. Die Fuhre zu steuern, wenn sie Fahrt hat, wird schwer, siehe Prof. Dr. Bernd Lucke, ehedem AfD-Vorsitzender. Noch gefährlicher wäre allerdings, wenn die Unterschicht gar keine parlamentarische Vertretung mehr hat, die sie liebt, wie sie ist. http://www.keckl.de/texte/Rundmail%203_16%20Populismus.pdf
    Grüße: Georg Keckl

    13+

    • Bauer Willi sagt

      Das hat mit Nitrat zwar jetzt nur noch wenig zu tun, dennoch lesens- und nachdenkenswert.
      Zumindest für die intellektuelle Elite. Die anderen verstehen das ja eh nicht…
      * Ironie Ende*
      Bauer Willi

      4+

      • wenn Statistiker zu Lyrikern, respektive Märchenonkeln werden, dann muss man sich schon Gedanken machen, frei nach dem Motto: „traue keinem Statistiker, dessen (politische) Absichten Du nicht kennst“
        * Wort vom Sonntag Ende *

        1+

  7. Sabine sagt

    Ich beneide euch in solchen Punkten echt nicht. Ihr müsst da gegen einen Berg von Vorurteilen anrennen, der sich über Jahrzehnte aufgebaut hat.
    Fakten alleine werden da wohl kaum weiter helfen.
    Schäfchen, die Klee abweiden, helfen da schon eher.
    Egal was EU und unsere Regierenden tun, ihr müsst die Öffentlichkeit auf eure Seite ziehen.
    Zeigt und erklärt was ihr tut. Nur so kann das verlorene Vertrauen wieder gewinnen.

    3+

    • bauerhans sagt

      fakten helfen weiter,warum würden wasserwerke sonst die erfolgreiche zusammenarbeit mit den landwirten so betonen.

      3+

  8. Gast sagt

    8-25 Milliarden kostet die Trinkwasseraufbereitung deutsche Versorger jährlich (wird auf den Wasserpreis und somit auf die Bürger umgelegt), in etwa soviel wie der Steuerzahler für alle Agrarsubventionen auch bezahlen muss.

    Und unbestritten der teureste Faktor bei der Aufbereitung ist Nitrat!

    Die Ostsee ist massiv durch Phosphoreinträge beeinträchtig, etc.

    Wählt doch den Keckl als Präsident des Bauernverbandes, Volksverdummer zu seinesgleichen.

    Es ist doch wunderbar, wenn Deutschland vor einem unabhängigen Gericht wegen zuviel Nitrat bzw. Untätigkeit verklagt wird. Dann gibt es ein Verfahren samt Beweiserhebung und Gutachten (und diesmal macht das nicht das gut geschmierte BfR) und dann wird am Ende feststehen was Sache ist.

    Aber für Willi und Konsorten ist es ja DIE GROSSE VERSCHWÖRUNG, diesmal zur Abwechslung vom Staat und nicht von Grünen oder NGO´s. Oder die haben eben den Staat längst unterwandert.

    Völlig unschuldig und mal wieder zu Unrecht an den Pranger gestellt: die armen Landwirte, was sollen sie auch mit ihrer Gülle machen? Und aus dem BigBag wird ja auch noch reichlich nachgelegt…

    Die Bauern werden weiter jammern, die Hand für Subventionen aufhalten und ihre Gülle in Unmengen zu Unzeiten in der Natur entsorgen.

    Da hilft nur noch Humor: https://www.youtube.com/watch?v=ghmQTUfijAk

    2+

    • Stadtmensch sagt

      Autsch – Gast! Dafür fliegst du bestimmt gleich wieder raus 🙂
      Hier versteht doch keiner nen Spaß. Immer alles todernst – Existenz, Ehre und so.
      Alles grünlinke Weltverschwörung der Alt68er, die die Ministerien infiltriert haben
      und jetzt auf ihren Landsitzen keinen Gestank mehr haben wollen.
      Manchmal frage ich mich, warum wir trotz aller Verordnungen und ständiger Kontrolle eine so leistungsfähige Landwirtschaft haben.

      0

      • Gast sagt

        na die rheinischen Griesgrämer und mißmutige Fischköppe verstehen das Video schon mal rein dialektmässig nicht, ob sie es intellektmässig verstehen, wage ich zu bezweifeln. Beim Dialekt könnte Alois ja Übersetzungen liefern, beim anderen Problem ist Hilfe schwieriger 😉

        PS: rausgeflogen bin ich auf der „wir wollen Dialog, aber lassen ihn nicht zu“ Seite schon lange, bin ja nur noch als Gast geduldet, von oberster Stelles Gnaden

        1+

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Herr Fendt,
          inzwischen wissen wir, dass an ihren Intellekt keiner herankommt, zumindest sind sie der einzige, der das von sich behauptet.vielleicht noch der Überschlaue aus der Stadt.

          6+

        • Sandra Harms sagt

          lieber Gast
          Hier meldet sich ein weiblicher mißmutiger Fischkopp zu wort, du bergbrummel!
          wenn man die nitrat werte senken will, sollte man auch wissen das nitrat in boden relativ langsam wandert, ausgenommen vll purer sand, d.h. das an einigen stellen nitrat gemessen wird, welches in den 80er jahren als stickstoff auf den acker kam… zu denken weniger oder garnicht zu düngen würde die werte ruck zuck verbessern, ist definitiv falsch.
          die karte die du gepostet hast, tolles ding, da kan man in unserer region genau sehen wo das beregnungs gebiet liegt… von hamburg einen schwenk über lüneburg uelzen bis weiter nach hannover, alles grün, also keine erhöhten werte, und das in einer region mit intensivsten ackerbau, und durchlässigen sandböden, merkwürdig ist das schon etwas….
          Geht man ins netz und guckt sich videos an über gülle technik, kommt immer öfter eine direkte einarbeitung mit dazu, wenn man dann weiter denkt an unterfußdüngung in mais, vereinzelt auch in zuckerrüben und auch in kartoffeln… oder das cultan verfahren in getreide und raps… kommt mir so der gedanke, man hat für viel geld seinen dünger unter die pflanze gebracht… nun was passiert aber wenns dann mal so richtig regnet… dann wird er ausgewaschen der gute dünger… das ist eine tatsache, die kein kollege abstreiten kann. ich frage mich, warum viele kollegen immer mehr auf solche techniken setzen… ich hab das zweimal erlebt das das dünge depot unter den pflanzen ausgewaschen wurde, und hab meine schlüsse daraus gezogen,
          1. wie die düngeverornung schon vorschreibt, nur dann düngen wenn die pflanze auch nährstoffe braucht.
          2. oberflächlich düngen, und nicht unter der erde.
          3. die düngung splitten, nicht alles auf einmal, lieber mehrere gaben.
          4. kartoffeln erst nach dem pflanzen und vor dem häufeln düngen
          5. die grunddüngung in zuckerrüben mit einem flüssigen dünger (ahl/HAS/alzon) als minimal menge im bandspritz verfahren, spart dünger und herbizid.
          6. Gülle lieber im frühjahr ins getreide als im frühjahr auf den nackten acker und unterpflügen.
          7. den boden an der untersten grenze mit nährstoffen halten,also einen kleinen n-min gehalt versuchen zu erreichen
          ich bin est der meinung, das die herrn kollegen so einiges an düngemitteln sparen könnten, wenn sie sich intersiver mit dem thema befassen würden.
          würde sich auch finanziell bemerkbar machen.
          so lieber Bergbrummel, feuer frei!

          3+

      • Bauer Willi sagt

        Autsch – Stadtmensch. Dein Niveau sinkt. Enttäusche mich nicht 🙂
        Bauer Willi

        5+

        • Stadtmensch sagt

          Ist der Ruf erst ruiniert…

          Dafür war doch die Debatte insgesamt sehr gut (finde ich).
          Folgende bemerkenswerte Dinge sind bei mir hängen geblieben:
          99.9% des mühsam aufbereiteten Trinkwassers wird nicht getrunken.
          Die Wasserwerke machen sowieso keine Nitrataufbereitung (wirklich?)
          Gemüse enthält zweihundert mal mehr Nitrat als Trinkwasser
          Immer tiefere Brunnen müssen gebohrt werden, damit man sauberes Wasser zum Mischen hat). Die SPD hat mal wieder ihre Stammwählerschaft betrogen
          Linksgrüner Ökopulismus fördert die Afd (weil linksgrüne Kulturmenschen das vorrangig triebgesteuerte Volk zur Askese zwecks Weltrettung umerziehen wollen?).

          Spaltung und ungezogenes, verachtenswertes, ungeliebtes Volk:

          Die Linken sind an allem Schuld (Vereinfachung aus)
          Meiner Meinung nach kämpfen die Linken die bösen Jacobiner seit Jahren auf verlorenem Posten gegen die Ungleichbesteuerung von Arbeit und Kapital. Solange die Mehrheit der Mitbürger sich einreden lässt, dass linke Politik gleich Enteignung und Stalinismus bedeutet, geht es immer so weiter, dass immer weniger Menschen zunehmend die Geschicke dieses Landes real bestimmen.

          1+

          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Was hat ihre Hommage auf die SED-Nachfolger mit Nitrat zu tun?

            0

            • Stadtmensch sagt

              Bin eben ein Produkt des Arbeiter und Bauernstaates. Daher reicht mir schon Nitrat als Gegenstand für Agitation. Warum haben sie denn Herrn Keckl nicht gefragt, was sein konstruierter Zusammenhang zwischen BIO-Bürgertum und sozialer Spaltung mit NMin zu tun hat?
              Wer wirft denn hier ständig mit Lenin-Zitaten ums sich?
              Viele Grüße und einen schönen Tag.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Wer wirft denn hier ständig mit Lenin-Zitaten ums sich?“

              Weiß ich nicht, bei mir ist es nur ein Zitat:

              Nichts ist dümmer, als wenn Leute die die Landwirtschaft und ihre Besonderheiten nicht kennen, sich als Lehrer der Bauern betrachten.

              Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin)

              Als einer der letzten Anhänger des Arbeiter und Bauernstaates sollten sie dieses Zitat zu Herzen nehmen und nur über die angebliche Armut des deutschen Volkes schreiben.

              3+

            • Stadtmensch sagt

              „Nichts ist dümmer, als wenn Leute die die Landwirtschaft und ihre Besonderheiten nicht kennen, sich als Lehrer der Bauern betrachten.“

              Bei den Russen war es tatsächlich schlimm. Bei uns hat es sehr gut funktioniert.
              Wenn schon Zitate, dann passende:
              „Schlimmer als blind sein, ist nicht sehen wollen“

              1+

    • bauerhans sagt

      wenn es so wäre,dass die landwirtschaft das trinkwasser versaut,warum bekommen dann wasserkooperationen landauf,landab soviel zuschüsse??
      die jahrelangen bodenuntersuchungen belegen,dass sich alles im grünen bereich bewegt,bei uns seit 1994.

      1+

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Unser Trinkwasser kommt aus einem intensiv genutztem Wein und Obstbaugebiet. Die Tendenz des Nitratgehaltes ist stark rückläufig, das mag auch an der N Stabilisierung der Stickstoffdünger liegen. An dieser Tatsache kann auch ein überdrehter Bäcker und Marktschreier, der sich auch noch als Bauer fühlt, nichts ändern. Tatsache ist auch , dass der höchste Nitratwert innerhalb des abgegrenzten Fläche der Wasserentnahmestelle gemessen wurde, wer hat da die Gülle reingekippt?

      Jahrzehntelang wurde die Landwirtschaft am Bodensee für den hohen Phosphatgehalt im See schuldig gesprochen. Jetzt wo die Abwässer der Ortschaften in Kläranlagen behandelt werden, klagen die Fischer über zu wenig Nährstoffeintrag.

      http://www.welt.de/wissenschaft/article154874159/Bodensee-Wasser-ist-zu-sauber-fuer-Fische.html

      Landwirtschaftsschaft wird immer noch im selben Umfang betrieben.
      Sicherlich finden sie jetzt auch noch was, was man Berufskollegen an den Kopf werfen kann.

      Ehemaliger Landwirt, der im Gegensatz zu ihnen, noch während der aktiven Zeit auf die Flächenprämie verzichtet hat.

      2+

          • Jochen Böhrer sagt

            Wir Landwirte (also die ECHTEN.. nicht die, die sich dafür halten) wissen, dass Phosphat in Gewässern zum größten Teil NICHT aus der Landwirtschaft kommt. Wir wissen auch, dass die Einzugsgebiete der Ostseezuflüsse nur zu einem ganz klitzekleinen Teil in Deutschland liegen. Und wir wissen auchm dass die Ostsee aufgrund ihrer Lage geradezu als Schadstoffansammler prädestiniert ist.. ähnlich ist es nur noch im Schwarzen Meer.

            6+

            • auch hier bezog sich meine Antwort nicht auf Keckls Beitrag sondern auf den Kommentar von Ehemaliger Landwirt, der die rückgängige Phosphatbelastung am Beispiel des Bodensees als grossen Fortschritt der modernen Landwirtschaft verkaufen wollte. Dass dieser Fortschritt bei der Ostsee nicht auftritt widerlegt seine Aussage und darum ging es.

              Wer zum Anteil der Landwirtschaft Quatsch schreibt, ergibt sich leicht aus den Fakten: 63% Phosphor stammt aus der Landwirtschaft, Seite 10 Abb. 7 aus http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/meere/20120904_bund_meere_ostsee_eutrophierung_naturschutz_hintergrund.pdf

              aber was will man von jemand erwarten, der nicht einfachste Bezüge von einem Kommentar zu dem direkt vorangestellten erkennt.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ Gast

              Auch in diesem Beitrag zeigen sie, dass sie das Geschriebene entweder nicht lesen, oder sie begreifen es nicht.

              Sonst hätten sie begriffen, dass der Rückgang des Phosphatgehaltes eine Folge der Abwasserklärung ist. Wo sie eine positive Wirkungsbeschreibung der Landwirtschaft meinerseits herauslesen können, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.

              Quatsch ist das Posting von Herrn Fendt, der das geschriebene und deren Sinn nicht einmal begreift und dann noch anderen Usern ein solches unterstellt.

              Gehen sie mal in die St.Georg-Klinik in die Reha, es wird ihnen gut tun.

              2+

            • Andreas Schmid sagt

              Ich habe einen Umweltbericht über das Schussenbecken(Bodensee) gelesen. Im Abschnitt Phosphat steht da drin, dass das Phosphat aus der Landwirtschaft kommen soll. In der dazugehörigen Karte mit Phosphatwerten in der Wolfegger Aach und der Schussen sind die Phosphatwerte der Wolfegger Aach ganz niedrig. Ab der Stadt Ravensburg-Weingarten steigen die Phosphatwerte massiv in der nachfolgenden Schussen. Die steigen bis zum Klärwerk der Stadt und sinken nachher wieder langsam wegen der Vermischung mit Bächen mit niedrigen Gehalten an Phosphat, welche nur durch Wald und landwirtschaftliche Fächen laufen.
              Ich behaupte mal, nach dem Klärwerk laufen jährlich Tonnen von MSRA-Keime in den Bodensee. Das alles ist durch ein undichtes Kanalnetz ins Grundwasser und Schussen gesickert.

              2+

          • Jochen Böhrer sagt

            „Fakten, die Herr Keckl bewußt verschweigt“ DER war gut..
            Wieso um alles in der Welt soll Keckl das Phosphat (!!!!) in der Ostsee (zu 95% NICHT aus Deutschland beeinflußt) erwähnen, wenn s um das NITRAT (!!!!)verletzungsverfahren gegen Deutschland aufgrund des Grundwassers geht? Herr Gast,, sie machen sich hier gerade lächerlich.

            4+

            • wenn Sie in der Lage wären die 2. Hälfte der verlinkten Tabelle zu erkennen, dann würden Sie auch verstehen, daß der seit ca. 10 Jahren nicht mehr weiter sinkende (regional sogar wieder ansteigende) Nitratanteil (hier DIN) durchaus mit den Lügenkonstrukten des Herrn Keckl zu tun hat.

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        • Jochen Böhrer sagt

          Wie perfide ist DAS denn? Aufgrund eines kleinen Gebiets in der Rheinebene und einem einzigen Jahreseffekt wird der bundesweite Trend abgestritten? Für nicht so ganz ortskundige: Das von diesem „Gast“ genannte Gebiet ist ein Bewässerungsgebiet mit so gut wie keiner Tierhaltung. Sehr durchlässiger Oberboden mit sehr hohem Grundwasserspiegel auf undurchlässiger Tonschicht.

          4+

          • Der Link bezog sich auf die Aussage von ehemaligem Landwirt im intensiv genutzten Weinbaugebiet am Oberrhein sei Nitrat rückläufig und schon einige Dörfer weiter, sieht es aber anders aus und im Gegensatz zu ihm habe ich meine Aussage dann auch mit Daten belegt, soviel zu „wer argumentiert perfide“?

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Dass sie über die Ergebnisse der Wasseranalyse unseres Wasserwerkes meinen, besser Bescheid zu wissen, überrascht mich nicht. Man kann es auch als überheblichen Größenwahn interpretieren.

          3+

          • ich weiss nur daß die vermutlich im Winter gezogenen Proben eines einzigen Wasserwerkes keinerlei Rückschlüsse auf die Situation im ganzen Land zulassen. Das ist eher Keckls Stil: unzulässige statistische Umkehrschlüsse.

            1+

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ich weiß nur, dass sie nichts Wissen.

              Wenn man keine Ahnung hat:

              4+

        • bauerhans sagt

          weil der BUND etwas behauptet und herr fendt das verallgemeinert,ist das eben so,aber g.keckl ist ein lügner.
          seltsame beurteilung.

          3+

        • Ja, es ist richtig, dass der Jahrzehnte lange fallende Trend von Nitratwerten in Trinkwasser in den letzten Jahren zum Stillstand gekommen ist und in einigen Gebieten/Brunnen auch gestiegen ist.
          Das ist so und da müssen vernünftige Maßnahmen ergriffen werden. Der Verdacht, dass der Biogasboom da seinen Anteil hat, ist wohl nicht ganz unbegründet.
          Leider ist es aber so, dass Umweltministerieum, Umweltbundesamt, die Grünen und viele NGOs die „Massentierhaltung“ als Schuldigen ausgemacht haben. Das ist für mit absolut hinterfoxxxxig!
          Letztlich sind es die Grünen, die die steigenden Nitratwerte zu verantworten haben: http://blogagrar.de/2015/10/07/die-gruenen-haben-erhoehte-nitratwerte-zu-verantworten/

          6+

          • Ja, aber: Leider gehen Biogas und Tierhaltung oft Hand in Hand. Und es sind die Bauern, die die Expremente/Reststoffe ausbringen und damit auch diejenigen, die letztlich Verantwortung tragen müssen. Hier wurde zu lange geschlafen.

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            • bauerhans sagt

              die maroden abwasserkanäle und politisch gewollte biotope nicht vergessen!

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    • Jochen Böhrer sagt

      Was für ein absolut verlogener Quatsch. Aufgrund von Nitrat wird KEIN Wasser aufbereitet.. das wird schlicht und einfach verschnitten. mehr als 90% der Trinkwasserquellen mit über 99% des Wassers sind völlig unbedenklich und wenn mal eine kleine Quelle auffällt, öffnet man einen Hahn und verdünnt sie aus dem großen Topf. Nitrat wird dargesellt, als ob es ein Gift wäre. Dabei ist es ein essentieller Stoff für alles Leben auf der Erde. Die Verhältnismäßigkeit der Panikschürerei bei 50mg wird einem klar, wenn man sich die Grenzwerte für Babynahrung (250mg) und die natürlichen Werte in Gemüse und Salat (>1000mg) vor Augen hält. Wir haben in Deutschland eines der besten Leitungswasser weltweit. Die Aufbereitung auf diese Qualität ist eine riesengroße Gelddruckmaschine,. 99,9% werden NICHT getrunken, sondern dienen Reinigungs- , Bewässerungs- ider Kühlzwecken oder werden hanz einfach das Klo runtergespült. Und anstatt Keckl zu verspotten. sollte man loeber versuchen, den Inhalt seines Textes zu kapieren. Denn an der Tatsache, das Duetschland nur aufgrund falscher Meldemethoden den schlechten Nitratruf hat, führt kein Weg vorbei.

      7+

      • von wegen Quatsch! Momentan sind die genannten Millarden noch überwiegend verursacht durch den praktizierten Verschnitt, bzw, die Notwendigkeit tiefere Brunnen zu bohren um überhaupt an unbelastetes Schnittwasser zu kommen. Das wird zunehmend schwierige und daher teilweise schon technisch denitrifiziert. Die Methoden dazu in folgendem Beitrag
        https://www.lfu.bayern.de/wasser/merkblattsammlung/teil1_grundwasserwirtschaft/doc/nr_162.pdf

        Und wie gesagt, inweit Keckl recht hat werden hoffentlich die Gutachten im Rahmen des Rechtstreits vor einem Gericht klären. Meine Prognose ist da reindeutig.

        Wenn Wasseraufbereitung eine Gelddruckmaschine wäre, dann müssten Kommunen ja aus den (überwiegend kommunalen) Wasserwerken grosse Gewinne in deren Haushalt übertragen. Merkwürdigerweise werden aber oft Defizite der Stadtwerke zusätzlich aus Steuermitteln ausgeglichen…

        0

        • ehemaliger Apfelbauer sagt

          Also ich erwarte von dem Lebensmittel Wasser, dass es gut aufbereitet wird. Wir Landwirte stehen vor immer kostenträchtiger zu erfüllenden Aufgaben, warum sollte es Wasserwerken anders ergehen. Wie bei uns sind die Ausgangsprodukte hierbei nicht schlechter geworden, sondern schlicht die Anforderungen des Gesetzgebers schärfer. 8-25 Mrd. Kosten sprich 100-300 Euro pro Einwohner und Jahr finde ich hierfür nicht zuviel. Wir zahlen in unserer ländlich strukturierten Gemeinde gut 3 Euro je cbm Trinkwasser. Hierbei macht das Trinkwasserwerk noch Gewinn. Warum sind die Kosten in der Stadt so viel höher? Weil die Landwirte die Einzigen und Bösen sind, die das Grundwasser extrem verschmutzen? Sollen wir die Sündenböcke für viel schwerwiegendere Probleme sein. Der Rechtsstreit wird hoffentlich Klarheit bringen. Übrigens sagen viele von unseren polnischen Erntehelfern, dass sie gerne nach Deutschland kommen – u.a. wegen der guten Luft und des guten Wassers . Es wäre fast wie Urlaub mit einem Verdienst nebenbei 😉 . Ein weiteres Zitat: „In vielen Gegenden Polens ist das Grundwasser so stark belastet, dass es nicht aufzubereiten ist.“ Hat Polen ein Verfahren wegen der Grundwasserproblematik zu erwarten? Ich denke nicht. Aber Deutschland! Armes Deutschland!

          3+

      • Schweinebauer Piet sagt

        Ja und jetzt ist noch die Frage, ob bei Leguminosenanbau oder gezielter Düngung in der konventionellen landwirtschaft mehr auswäscht. Ich meine in der Biolandwirtschaft, aber uns wird bestimmt noch jemand aufklären, wie toll es ist, wenn man sie fräst und es regnet.

        3+

        • Ökolandbau ist eben eine hohe Kunst! Und besonders in seiner Variante bioveganer Anbau ist Stickstoff DER ertragsbegrenzende Faktor.
          Wer da Leguminosen zum Unzeitpunkt einfach „fräst“ ist schlicht ein Trottel und steht dem Ausbringer von Saugülle auf nicht aufnahmefähigen Böden (oder „nackte“ Böden) in nichts nach.

          Moderne Technik ermöglicht verlustarmen Nährstofftransfer, dazu gehört auch die Verwendung von Pflanzengülle (aus Biogas) oder Aufwuchs gezielt kompostiert und zu zehrenden Kulturen ausgebracht.

          Oder anders: gezielte Düngung hat nichts mit Ökolandbau oder konv. zu tun. Nur daß konv. Anbau wegen des höheren Ertragsniveaus auch mehr Düngung erfordert und damit die Gefahr des Auswaschens automatisch steigt.

          1+

          • Schweinebauer Piet sagt

            Egal ob Bio oder nicht, wir müssen es nur vernünftig machen. Ob wir die Erde ernähren können, lesen wir bestimmt bald ìn Andreas Buch – so läuft es!

            2+

    • Bauer Willi sagt

      Lieber Andreas
      vielen Dank für das lustige Video. Ja, so stellen sich halt unsere Bürger den normalen Landwirten vor: Dumm und arrogant.
      Von Dir als griesgrämiger Rheinländer und jammernder Bauer incl. Konsorten bezeichnet zu werden, finde ich auch lustig. Zur Sache möchte ich nicht viel sagen, da weißt Du ja viel besser Bescheid. Vielleicht nur so viel: Wenn von über 6.000 Brunnen nur 162 an die EU gemeldet werden, ist das doch zumindest etwas seltsam. Rheinland-Pfalz hat 11 Brunnen gemeldet, alle im Rheingraben, also dort, wo Ackerbau und Viehzucht betrieben wird. Die über 100 Brunnen im Hunsrück kommen in der Meldung nicht vor. Die liegen alle zwischen 5 und 25 mg Nitrat. Aber sicher wirst Du dafür wieder eine Erklärung parat haben. Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.
      Dein Bauer Willi

      5+

    • Ehrlicher sagt

      8-25 Milliarden ist ja eine schöne Schwankungsbreite, da scheint es ja extreme Unsicherheiten bei der Ermittlung der Werte zu geben? Oder wie erkärt sich das? Haben Sie werte wieviel % der hohen Nitratwerte aus der LW und wieviel aus undichten Kanälen, Inustrie, Verkehr etc stammen? Wie verhält es sich denn in den anderen europäischen Ländern, die nicht verklagt werden mit der Trinkwasserqualität? Würde Sie in jedem Touristenort im Süden Europas einen ordentlichen Schluck aus dem Wassernetz nehmen? Ich persönlich nicht! Also die Kirche mal im Dorf lassen und nicht immer auf die bösen Bauern schimpfen!

      3+

      • ich schimpfe nicht auf die bösen Bauern, sondern stelle ganz wertneutral fest, daß die sogenante moderne Landwirtschaft für enorme Folgekosten sorgt, die sozialisiert werden. Ein LKW zahlt Maut der Landwirt bekommt Gasölverbilligung.

        PS: Anteil Landwirtschaft an den Nitrateinträgen kann man selber googeln, wenn ich jetzt den BUND als Quelle anführe heisst es doch gleich wieder: die bösen NGOś wollen nur Spenden abzocken, daher mal das: http://www.geoportal.de/SharedDocs/Karten/DE/Themenkarte_Nitrat-im-Grundwasser.html

        Landwirte bekommen keine Spenden sondern Zwangsabgaben der Bürger, das ist der Unterschied.

        0

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Die damalige ROT/Grüne Bundesregierung hat untersuchen lassen, wie der Dieselverbrauch sich auf der Straße und auf dem Acker verteilt. Es wurde festgestellt, dass auf der Straße weit weniger verfahren wird, als Dieselsteuer erhoben wird. Trotz dieser Tatsache wurde auch noch die Verbilligung unter 350 Euro nicht ausbezahlt, was gerade die kleinen Betriebe traf, die ja angeblich gefördert werden sollen.

          Übrigens, das Einnahmemodell PV-Strom auf ihrem Dach geht auch nur mit einer Zwangsabgabe , bezahlt vom Stromabnehmer.

          Wenn jetzt noch ein User Maut für das Befahren eigener Äcker verlangt, dann sollte er mal seinen Arzt wechseln.

          Für die nicht fachkundigen Leser dieses Forums:
          Die zurückbezahlten Mineralölsteuern gelten als Einkommen und müssen mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden.

          3+

          • die Bagatellgrenze ist abgeschafft und durch schwerere landw. Maschinen steigen die Strassenschäden in den Ortschaften enorm, aber landw. Maschinen sind ja auch noch von der Kfz Steuer befreit.

            Den Landwirten schiebt man staatliche Gelder in alle Löcher. Wer z.B. zahlt die Rente des ehemaligen Landwirtes? Nicht etwa die aktiven Landwirte, sondern überwiegend der Steuerzahler.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Es ist gesetzlich geregelt, dass der Staat/ Kommune Straßen und Feldwege so bauen hat dass sie befahren werden können.

              Wer bezahlt die Rente der Knappschaftsversicherung?
              Die Kumpels vom Ruhrgebiet?

              Wer bezahlt Harz IV?

              Ihre Antworten werden immer Abstruser.

              3+

        • bauerhans sagt

          „ich schimpfe nicht auf die bösen Bauern, sondern stelle ganz wertneutral fest, daß die sogenante moderne Landwirtschaft für enorme Folgekosten sorgt, die sozialisiert werden.“

          nein,du schimpfst nicht,sondern haust uns deine subjektive meinung um die ohren!!

          die moderne landwirtschaft wird gezwungen so zu wirtschaften,wie sies tut,weil das essen billig sein soll.
          natürlich müssen folgekosten deshalb sozialisiert werden.
          sobald die bionachfrage stabil und stetig ansteigt,werden mehr betriebe umstellen.

          0

  9. Pingback: Staatliche Manipulation? – oder – Wie inszeniert man einen Skandal! | food-monitor – Informationsdienst für Ernährung

  10. Friedrich sagt

    Lieber Willi , gratulation zu dieser tollen Darstellung. Leute last euer Wasser in den Gräben
    oder Bohrbrunnen untersuchen, dann könnt ihr die Analysen zeigen.Die Lügen des politischen Korridors und die Verstärkung durch die Medien sind schon eine „Sauerei“. Nur mit sachlicher Aufklärung vor Ort wird die Lüge entlarvt. Es sind gerade die Leute , die von
    unserer „Freiheitlich demokratischen Grundordnung “ sprechen , die diese mit Füßen treten
    und sich ihre eigene Wahrheit schmieden. Geht zu den Diskussionstreffen der „Grünen“,
    dort werden nur verdrehte Dinge diskutiert. Einen Termin zu MRSA habe ich gut vorbereitet
    wahrgenommen. Nachdem wieder viele Lügenberichte verbreitet wurden , habe ich rein sachlich dagegen gehalten und deren Weltvorstellung zerlegt. Das hat man dann geschluckt
    und dann gleich mit der Nitratgefahr weitergemacht. Auf jeden Fall ist es wichtig , zu diesen Versammlungen zu gehen . Allein das Vorhandensein „Andersdenkender“ aus deren sicht läßt die Diskussion schon anders verlaufen.

    5+

    • Schweinebauer Piet sagt

      Auf einer Veranstaltung mit Christian Meyer habe ich ihn mal eine Frage zum Tierschutz gestellt und gesagt, dass wir Bauern es gut machen. Es gab keine Antwort, natürlich habe ich mehr Details erwähnt.

      1+

  11. Es gibt auch ein Pflicht zur Wahrheit, besonders für Staatsdiener, und gibt eine Pflicht, alle Leute anständig gleich zu behandeln, Prof. XY wie Mauer Karl, Bauer Hugo wie Frau Ministerialrätin. Die Pflicht zur Wahrheit beinhaltet auch, eine Lüge eine Lüge zu nennen, um die zu schützen, die sich weniger wehren können und von den Auswirkungen der Lügen betroffen sind. Zugleich hat es einen erzieherischen Effekt, denn der Lügner erhöht sein Risiko, schlecht da zu stehen, wenn seine Dreistigkeit zu öffentlich wird. Noch ist es unklug, gegen jemanden vorzugenen, der wahrheitsgemäß eine Lüge so benennt. Es ist mit einem extrem hohen anderweitigen Risiko verbunden, mit vollem Namen Lügner zu benennen, aber wenn in einem Land die Wahrheit nicht mehr ausgesprochen wird, nur noch Wischi-Waschi, dann ist es den dreistesten Schwindlern ausgeliefert, dann werden die Schwachen von den Dreisten untergebuttert, sage ich mal als SPD-Mitglied seit 40 Jahren, immer im Kampf für die soziale u.a. Gerechtigkeit, für das anständige Deutschland. Lügen über andere sind Gewalt gegen andere, die sich womöglich nicht so gut wehren können und nicht recht wissen, wie ihnen geschieht. Die Einstufung, bzw. Trendaussage, für ganz Deutschlands nach der EU-Nitratrichtlinie beruht auf nur 162 Stationen, die bewußt in hoch belastete Umgebungen gesetzt wurden – also sind die nur für ihre Messstellenumgebung repräsentativ, es kann nicht mal eine Fläche dazu benannte werden! Frankreich hat 2509 Messstellen, wir 162, Dänemark 595, Spanien 4770, GB 3088, NL 1308. Es ist abenteuerlich, was für Schlüsse die EU aus dem deutschen Datenmist zieht. Selbst die 723 Stationen des besser repräsentativen deutschen EUA – Messnetzes sind sehr bescheiden, es gäbe tausende Messstellen in Deutschland. Die Datenerhebung muß EU-einheitlich sein, es muß gleich tief gemessen und zu gleichen Zeitpunkten gemessen werden. Im Juni unter Mais oder der 2. Kohlrabistaffel gibt es andere Werte als nebenan unter Braugerste. Wer hier keine Manipulationsabsichten vermutet, wird seelig. Wenn eindeutig klar ist, dass ein Fluss, der das allerreinste Gebirgswasser hätte, der begradigt ist und ohne Tümpel dahinfließt, vom UBA als „in keinem guten ökologischen Zustand“ eingestuft wird und dann diese Gesamtschau-Einstufung nach Wunschkonzept „guter ökologischer Zustand“ so verfälscht wird, als ob diese Fluß nicht „sauber“ sei, so ist das halt nicht nur eine Irreführung, es ist nach Wirkung und Absicht eine Lüge. Feige und unfair ist, wer dieses durchgehen läßt. Es muß ein Risiko sein, so zu argumentieren, auch wenn das Ziel, eine heilere Umwelt zu fördern, ein gutes ist.

    Grüße: Georg Keckl

    11+

    • Jochen Böhrer sagt

      Im Nitratbericht 2012 (http://www.bmub.bund.de/fileadmin/bmu-import/files/pdfs/allgemein/application/pdf/nitratbericht_2012_bf.pdf) steht zim Belastungsmessnetz Folgendes: „Die gezielt ausgewählten Messstellen des Belastungsmessnetzes sind als Sondermessnetz
      nicht dazu geeignet, eine allgemeine Gesamtübersicht über die Nitratbelastung im oberflä­
      chennahen Grundwasser Deutschlands zu liefern (s. Kap. 2.9.1). Für eine ausgewogenere,
      bundesweite Übersicht zur Nitratsituation im vorwiegend oberflächennahen Grundwasser
      bietet sich das Messnetz zur jährlichen Berichterstattung an die Europäische Umweltagentur,
      das sog. EUA-Messnetz an“
      Und trotzdem werden die falscen Daten gemeldet.

      2+

    • ehemaliger Apfelbauer sagt

      Na da hat sich der Prof. Taube aber weit aus dem Fenster gelehnt. Eine deutschlandweite durchschnittliche N-Düngung von 200 kg/ha (welche Frucht?, keine Anrechnung des N-min-Werts. Hallo, das ist aber für uns Pflicht – inklusive der Darstellung der voraussichtlichen Ertragshöhe). Abzüglich 100 kg/ha Abfuhr durch das Erntegut ergibt 100 kg/ha Überschuß, was umgerechnet 250 Tsd. LKW-Ladungen KAS (unser Standardstickstoffdünger mit 26/27% N) entspricht. Deutlicher kann man seine Absicht doch nicht zeigen. Er hält uns Bauern also für so bekloppt, so viel Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Diese Verschwendung findet nur nicht statt (schwarze Schafe gibt es in allen Branchen – heutige Gesetze reichen aber bei konsequenter Anwendung aus). Der Herr Prof. hat mit 60 dt/ha Ertrag bei Getreide oder 30 dt/ha bei Raps gerechnet – als Erntegutabfuhr. Hallo Willi, bist du damit zufrieden? Und es finden sich in seinen extrem groben Berechnungen keine Unterscheidungen nach Fruchtart und zugeordneten Gesamterntemengen. Seine Absicht als Prof. im Ökolandbau ist überdeutlich. Dem Ökolandbau tut er mit einer solchen Argumentationskette allerdings keinen Gefallen. Will er in Zukunft unsere Kulturen hungern lassen? Er sollte den Wissenschaftspreis der Stadt Kiel aus 2009 zurückgeben.

      2+

      • Bauer Willi sagt

        Lieber Ehemaliger Apfelbauer
        Die Stickstoffdüngung ist bei uns seit Jahren konstant. Letztjähriger Rübenertrag im Mittel 86 t/ha, Weizen 10,8 t/ha (incl. Stoppelweizen!) Raps mit 4,95 t/ha unter dem langjährigen Schnitt von rund 5,3 t/ha. Die Erträge sind von Jahr zu Jahr gestiegen, somit auch die Abfuhr von Nährstoffen. Die Bilanz von P und K ist seit 10 Jahren negativ, die von Stickstoff liegt zwischen 20 und 40 kg, die aber in aufstehenden Pflanzen gebunden werden (auch in Zwischenfrüchten) Die N-min Werte lagen in diesem Frühjahr sehr niedrig, weil auch im Januar und Februar Wachstums stattfand.
        Zu Herrn Taube: entscheidend ist doch immer, welches Ziel er verfolgt. Dem hat sich dann die Statistik unterzuordnen. Siehe oben beim Nitrat: durch Weglassen die Zahlen verfälscht. Ist aber nicht gelogen, nur getrickst.
        Bauer Willi

        2+

        • ehemaliger Apfelbauer sagt

          Danke für die Antwort. Na, bei diesen Erträgen bleibt wohl von den 100 kg Überschuss nicht viel Rest-N. Danke auch für diesen wichtigen Beitrag. So kommt auf jeden Fall deutlicher rüber, wo und warum uns der Schuh drückt und warum der Frust bei vielen Bauern so groß ist.

          2+

    • Organische Dünger 88 Kg plus Leguminosen 50 Kg (geschätzt wegen höherem Flächenanteil im Ökolandbau) gibt 138 Kg Stickstoff im Ökolandbau. Abfuhr im Ökolandbau 32 Kg(32 % Ertrag des Konventionellen Landbaus Traube Seite 17) ergibt 106 Kg N-Überschuss(vergleiche Seite 6 Traube)

      4+

  12. Martin Grube sagt

    Ich finde man sollte dann auch die Diäten und Pensionen von Parlamentariern und Staatssekretären nach einem Belastungsnetzschlüssel der Gehälter und Renten von Friseurinnen aus Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern berechnen…

    3+

  13. Alex sagt

    Bei uns gab es vor einer Weile auch einen „Grundwasserskandal“ – der hat es natürlich auch in das örtliche Lokalblatt geschafft. Es ging um eine „erhöhte Belastung mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln“ – besonders im Kontext mit der Diskussion über Glyphosat.
    Bei einer Veranstaltung der Landwirtschaftskammer wurde das dann mal auseinandergenommen. Das Hauptproblem war, dass die Messstellen unterschiedlich tief waren und einige davon direkt am Feldrand, dort gab es tatsächlich gemessene Rückstände. Beim Großteil handelte es sich um Abbaurückstände in einem Bereich, den man vor zehn Jahren noch gar nicht hätte messen können. Tw. noch von Atrazin, dass es ja schon eine ganze Weile nicht mehr gibt. Der Everest von der Kammer sagte, er hätte mit einem der Leute gesprochen, die diese Proben analysiert hätten. Der meinte nur, es wäre Wahnsinn was heute alles gemessen werden kann und es wäre mitnichten so, dass heute mehr Rückstände da wären, sie wären nur in einem viel kleineren Mengenbereich messbar. Das Zitat war: „Werfen Sie heute ein Stück Würfelzucker in den Bodensee – morgen weise ich Ihnen das nach!“.

    2+

  14. Skandal oder nicht, die Kernfrage ist doch „Cui bono“ Damit ist klar das hinter den Machenschaften vermutlich eine Allianz aus verblendeten Grünen Fanatikern in Verwaltungs und Regierungsämtern und diversen NGO steht, für die ein aufrechterhalten des Bedrohungs-Szenarios das wirtschaftliche Überleben garantiert. Wehren kann man sich dagegen nur mit mehr Öffentlichkeit und Aufklärung, und dem Kreuz am Wahltag an der richtigen Stelle.

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    • Eine Hauszeitung hab ich nicht, aber ich kenne ein paar Leute 😉 Allerdings müsstest du mir da mal noch bischen Material schicken, um die Ausführungen zu belegen.

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    • Rebecca Liebers Die Quellen stehen alle in der pdf auf der Homepage. Die pdf kopieren und weiterschicken, dann gehen die Links alle mit. Wenn es noch Fragen gibt, kann die Herr Keckl beantworten. Und jetzt los… 😉

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  15. Ich kenne alleine im umkreis von 2km 3 Messpunkte. Wie ich das so sehe tauchen die auch nirgends auf. Und diese werden ganz sicher regelmäßig beprobt. Spätestens wenn man einen mim mähwerk umfährt hört man davon.

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  16. die Fakten sind schon lange bekannt! Warum ignorieren die Entscheidungsträger diese so konsequent?
    Diese Beiträge in meinem Blog haben verhältnismäßig hohe Zugriffszahlen (gehabt), aber wenn selbst Umweltministerium, Umweltbundesamt und die NGOs sowieso immer wieder ihre Lügen wiederholen, glaubt man den wahren Zahlen nicht!
    http://blogagrar.de/2015/10/06/so-ein-mist-folge-1-01-das-netz-ist-duenn/
    http://blogagrar.de/2015/10/30/keine-korrelation-zwischen-nitrat-und-fleischproduktion/
    http://blogagrar.de/2015/11/15/allerlei-geruechte-ums-nitrat/
    http://blogagrar.de/2014/01/20/glaubenssaetze/

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  17. jetzt warte ich dringend auf einen fundierten Beitrag zum Schwindel mit dem Klimawandel.

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    • Bauer Willi sagt

      Sie haben den Artikel gelesen? Es geht doch nicht darum, dass es keine Stichproben mit höheren Werten gibt. Es geht darum, dass die über 6.500 anderen Untersuchungen nicht an die EU gemeldet werden. In den Nachbarländer werden ALLE Proben zum Durchschnitt herangezogen, in Deutschland nur die aus einem Belastungsnetz. Aber diese Details scheinen Sie nicht zu interessieren. Einfach mal einen Satz raushauen…
      Bauer Willi

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      • Bauer Willi sagt

        Hallo Stadtmensch
        soll ich dir meine lupenreinen N-min-Analysen schicken, die Du wahrscheinlich nicht interpretieren kannst? Soll ich Dir meine jährlichen Düngebilanzen vorlegen, in denen bei Phosphor und Kalium seit Jahren ein Defizit herauskommt? Soll ich Dir die Lieferscheine von mineralischen und organischem Dünger zuschicken und die Entzüge durch die Erträge vorrechnen. Kann ich alles machen, wird auch staatlich kontrolliert. Das Thema ist überhaupt nicht komplex sondern sehr einfach. Zum Schluss steht eine Zahl: Was bleibt an Stickstoff im Boden. Und dann baue ich Zwischenfrüchte an, um diesen Stickstoff in lebenden Pflanzen zu binden. Komplex ist es, diese einfachen Wahrheiten so zu beschreiben, dass es auch der Laie versteht. Wenn er es überhaupt verstehen will und nicht den medialen Vorurteilen nachläuft. Denn das ist mein wirkliches Problem.
        Bauer Willi

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        • Stadtmensch sagt

          Hallo Willi,
          ich habe mich doch auf RR bezogen und da ging es um das große Thema Klimawandel. Nicht um den Kleckl Text, den ich mir noch durchlesen muss.
          Da aber aufm Stadtacker viel Arbeit ist, muss ich erstmal wieder raus.
          In den nächsten zwei Jahren werde ich hoffentlich so viel hier mitnehmen, dass ich mehr als nur moralisieren kann. Bis denne…

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  18. Andreas sagt

    Auch wenn es mir ganz schwer fällt, man muss Bauer Willi loben mal ein handfestes Thema aufgegriffen zu haben. Es muss ergänzend gefragt werden, was die EU gegen Italien macht:
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2613428/Abwasser-Probleme-in-Italien#/beitrag/video/2613428/Abwasser-Probleme-in-Italien

    Zum Thema Lüge/Wahrheit muss ergänzt werden, was Herr Kleckl zum Thema Biogas und Düngung mit Gärresten gesagt hat.

    Meine Meinung (Senf) dazu, wir brauchen eine sinnvolle Düngeverordnung und das Ausmerzen schwarzer Schafe. Bis eine Überdüngung das Grundwasser erreicht, vergehen schon mal 20 Jahre. Deshalb Vorsicht im Interesse nachfolgender Generationen.
    Das Thema ist sehr komplex und wissenschaftlich unsicher. Alles muss berücksichtigt werden wie z.B. Denitrifikation etc..

    5+

  19. Sabine sagt

    Ich weiß, das hört sich jetzt wieder stadtmäßig blöde an, dennoch würde mich bei der ganzen Stickstoff-Debatte ärgern würde, ist dass mir da mein Geld wegschwimmt.
    Was mich als Landwirt wirklich ärgern würde, ist, dass wenn ich mir die Mühe mache und das Geld investiere, Stickstoff auf meinen Grundstücken auszubringen, egal in welcher Form, will ich doch das es da bleibt, wo ich es hin bringe und meine Pflanzen düngt.
    Da ist es doch egal, was der Stickstoff irgendwo anders macht. Ärgerlich ist, dass er es nicht für meine Erträge tut.

    2+

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Sabine

      was mich ärgert, ist, dass wir alles unternehmen, um den Stickstoff im A-Horizont (Ackerkrume) zu halten. Siehe Zwischenfrüchte. Wir führen eine Nährstoffbilanz, die auch kontrolliert wird. Wir machen N-min Proben bis 60 cm.
      Mit den oben genannten Zahlen wird Politik gemacht und zwar gegen mich. Bei mir im Betrieb „schwimmt“ kein Stickstoff weg.
      Bauer Willi

      4+

      • Sabine sagt

        Richtig, aber das Bild in der Öffentlichkeit ist anders. Irgendwie hat da jeder von Euch wenigstens 300 Kühe oder 1000 Schweine auf Spalte stehen und benutzt die Felder quasi nur zum Verklappen der Gülle oder hat „Brauerei-Verträge“(je mehr man abnimmt, um so billiger werden Liter und die Pacht) mit einem Dügenmittelproduzenten.
        Dass Landwirte ein ureigenes Interesse daran haben, die Böden gesund zu erhalten und die Pflanzen richtig zu ernähren, um möglichst hohe Erträge zu erwirtschaften, spielt im Streit um die Wasserbelastung überhaupt keine Rolle. …. und viel hilft ja leider nicht viel, sondern eher im Gegenteil… Das muss man aber den Leuten erklären, denn nicht jeder hat ein Poster vom Stickstoffkreislauf zuhause an der Wand hängen.

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  20. bauerhans sagt

    hier stand ein bericht in der der zeitung,dass das wasserwerk der stadt BÜNDE(die zigarrenstadt in D) die zusammenarbeit mit den landwirten und der wasserkoop ausdrücklich lobt,weil alle brunnen keine nitratbelastung aufweisen und ein link dazu.

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  21. Leider weiß ich nur, was bislang alles um die DÜV machbar war oder ist, da wage ich keinen Vergleich mit VW.
    Wenn man mehr Patienten mit weniger Fieber untersucht, bleiben die Patienten mit hohem Fieber leider immer noch sehr krank.
    Man muss sich das Gezerre um die Neufassung der DÜV der letzten Jahre nur anschauen dann bekommt man einen leichten Eindruck in welche Probleme man die“ Veredlungsregionen“ stürzen würde wenn die Politik über diesen Hebel DÜV langfristig für sinkende Einträge sorgen würde. Ich empfehle für alle die ein bisschen mehr lesen wollen den Nitratbericht NRW.
    Mehr Messstellen sind sicher gut, sie beruhigen die Politik enorm, Alles gut!

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  22. Willy Toft sagt

    Ich habe es schon bei Facebook gesagt, unsere Selbstkasteiung kennt bald keine Grenze mehr!! Wo sind die Brunnen, die okay sind??? Denn sie wissen nicht was sie tun! Die Knute wird weiter gegen das eigene Volk eingesetzt, um der eigenen Ideologie willen! Wer schaut bei den Meldungen zur EU das letzte mal drauf?

    1+

    • Wenn es die nicht wirklich gäbe, woher hätte ich die denn dann? Quelle steht unten rechts (NL) Dafür musst Du aber auf die Homepage gehen, dass hier ist nur ein Ausschnitt.

      2+

      • Jochen Böhrer sagt

        Dabei steht im Nitratbericht der Bundesregierung wirtwörtlich: „Die gezielt ausgewählten Messstellen des Belastungsmessnetzes sind als Sondermessnetz
        nicht dazu geeignet, eine allgemeine Gesamtübersicht über die Nitratbelastung im oberflä­
        chennahen Grundwasser Deutschlands zu liefern (s. Kap. 2.9.1). Für eine ausgewogenere,
        bundesweite Übersicht zur Nitratsituation im vorwiegend oberflächennahen Grundwasser
        bietet sich das Messnetz zur jährlichen Berichterstattung an die Europäische Umweltagentur,
        das sog. EUA-Messnetz an“ Und trotdzem werden diese falsche Daten gemeldet,

        3+

  23. Das ist Selbstkasteiung pur! Aber so sind wir Deutschen, wir nehmen gerne alle Schuld der Welt auf uns. Von der Verbesserung der Gewässer wird überhaupt nicht gesprochen, sondern nur die letzten Brennpunkte Republik gesucht. Das es da noch etwas zu verbessern gibt, ist wohl jedem klar. Aber diese Situation zu verallgemeinern, ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die sich stehts redlich bemühen!

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  24. Langsam reicht’s! Nicht die Politiker sind hier die „schlechten“, sondern die Staatsdiener in den entsprechenden Ministerien, was versprechen die sich von solchen Aktionen gegen den Berufsstand?? In dem Berufsstand drohen aber keine Entlassungen. Eine Macht im Staat die nicht zu unterschätzen ist.

    1+

    • Die grünlinken 68ér sind bei ihrem Marsch durch die Institutionen nicht nur im Bundestag und der Regierung angekommen, sondern auch Landesregierungen, Städte und Verwaltungen sind mit diesen Fanatikern durchsetzt. Statt Fach und Sachkunde regiert Fanatismus und es wird mit allen Mitteln versucht die verschrobenen Ideen durchzusetzen.

      1+

  25. Sandra Harms sagt

    Tja, willi
    genauso ist der bericht, wo landwirte auf ihre kosten Wasser haben untersuchen lassen auch verschwunden…
    ergebnis war, das beregnungswasser welches unter ackerflächen aus brunnen entnommen wurde, wesentlich weniger nitrat enthält, als wasser das aus löschbrunnen, kleinbrunnen die der gartenbewässerung dienen, sowie teichen innerhalb von ortschaften.
    Allein schon die tatsache das wasser welches unter ackerflächen herkommt weniger nitrat enthält, passt irgendjemand nicht in den kram…
    letztlich gehts doch einmal mehr darum, unserer berufsgruppe wider einen stempel aufzudrücken, wider regeln zu verschärfen, und uns weiter in ein schlechtes licht zu rücken!
    Genauso wenn grüne und grün angehauchte minister, von sich geben das wir immer mehr Gülle auf unsere äcker bringen würden, was eine glatte lüge ist! denn anscheinend können die meisten keine statistik lesen! auch hier, fakt ist das der Vieh besatz seit 1990 zurück gegangen ist, folglich ist auch die menge an Gülle zurückgegangen. oder fressen kuh,schwein und huhn seit 1990 mehr wie vorher, das sie auch mehr gülle produzieren? ich glaube wohl kaum!
    Wir müssen landgam mal anfangen gegen diese stimmung mache vorzugehen, da wären die verbände gefragt, jedliche falsch aussagen, jedliche geschönten berichte juristisch zu prüfen, und evtl juristische mittel einzusetzen. so jedenfalls, mit jammern kommen wir nicht weiter, es ist an der zeit taten folgen zu lassen gegen leute die uns durch lügen und andere dinge in Mißkredit bringen.

    10+

    • Plabst sagt

      Nur jetzt auf den Staat zu schieben oder die überprüfter der Messwerte, sieht jeder Bauer wirklich dass er auf die Menge der Öfteren Anwendung nicht doch zu einer zu hohen Nitratrückständen wo ist der gegen Beweis, habt ihr es einmal überall getestet ?

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      • Bauer Willi sagt

        Es geht darum, dass für Deutschland die gleichen Kriterien herangezogen werden wie für die Nachbarländer. Rheinland-Pfalz hat rund 140 Messstellen, an die EU gemeldet wurden 11 (elf!). Und zwar nur die belasteten! Das ist nicht fair und verzerrt die Wirklichkeit. Das kann ich beweisen!
        Bauer Willi

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        • Rebecca sagt

          Wenn du das beweisen kannst, würde ich es mal an die Medien verschicken. Bild, Spiegel, Focus..etc ich halte zwar nicht viel von denen, aber vielleicht greift es mal einer auf und bringt es an die Öffentlichkeit. In der derzeitigen Situation sind die Chancen wenn alles stichhaltig ist garnicht schlecht.

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    • ehemaliger Apfelbauer sagt

      Moin Sandra,
      genauso ist es. Wir müssen für unser Qualitätssicherungsprogramm jährlich Brunnenproben vorweisen. Über viele Jahre liegen diese Untersuchungen um die 10 mg je Liter für Nitrat. Ein kritischer Mitbürger hat in seinem Gartenbrunnen Werte von über 120 mg je Liter gefunden, was durch einen von ihm verfassten Leserbrief durch die Presse lief. Vielleicht sollte ein solcher Schlauberger mal seine Düngung im Hausgarten und die Methode der Probenahme überdenken. Dazu gehört zwingend ein längeres Abpumpen des vorher stehenden Wassers.

      4+

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