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Kommentare 56

Panikmache oder ernster Hintergrund?

Meldung von Sonntag, 10.9.2017. Lieferengpässe bei einem Grundnahrungsmittel? Panikmache oder ernsthafter Hintergrund? Oder rechnet man mit „Hamsterkäufen“? Oder will man die gar provozieren? Fragen über Fragen.
Zur Info: Billa gehört zum REWE-Konzern.

https://kurier.at/wirtschaft/billa-warnt-vor-moeglichem-lieferengpass-bei-butter/285.447.584

Bild: Facebook

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56 Kommentare

  1. Vielleicht sollte die NÖM mehr für den Liter Milch zahlen. Vielleicht würden sie dann mehr Milch bekommen. Vielleicht ist es einfach wichtig das wir wieder reale Preise zahlen werden. Vielleicht mach es für Bauern keinen Sinn Milch um 0.35€ zu verkaufen (und dabei keine Planungssicherheit zu haben)

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    • Mark Rössler sagt

      Vielleicht sollten auch Milchbauern von dem BDM Dogma wegkommen, das es Planungssicherheit für erzeugte Produkte gibt?
      Vielleicht sollten der BDM, die Grünen und sonstige Intellektuelle Marktkenner den Milchpreis in Deutschland mal auf 39Cent festlegen… Dann gibt es Planungssicherheit.

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  2. Butter ist ein hochwertiges Nahrungsmittel, das darf auch was kosten. Wenn Produkte wie Butter, Sahne etc., mal endlich ohne Subventionen ihren wirklichen Preis bekommen, dann ist es vielleicht auch wieder was wert…

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  3. Christian sagt

    Willi, ich habe gestern zufällig einen Beitrag gesehen, wo es darum ging, wie die Menschen beim Einkaufen manipuliert werden.
    Einer der ältesten Tricks ist es, einfach ein Produkt mit Aktion zu kennzeichnen und zusätzlich mit einer max. Stückzahl die man kaufen darf zu begrenzen. zb. max. 4Stk je Kunde…
    Damit kauft man automatisch mehr als 1 Stück, obwohl man nur eines gebraucht hätte. Dies hängt damit zusammen, dass das aktuelle Gedächtnis (Kurzzeitgedächtnis) hier eine Abkürzung nimmt über das Unterbewusstsein.

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    • Bauer Willi sagt

      Christian, die Marketingexperten (nicht nur bei Lebensmitteln!) lesen eben auch Studien von Gehirnforschern und werten diese aus.
      Ein anderes Phänomen: wenn vor dem Wochenende ein Feiertag ist, stehen die Parkplätze des Lebensmittelhandels voll und alle Kassen sind besetzt. Am Montag könnte ja nichts mehr zu kaufen sein. Jetzt ohne Quatsch: stammt aus der Steinzeit, wo man nach der erfolgreichen Jagd möglichst viel „gefressen“ hat, um Fettpolster im Körper anzulegen. Man wusste ja nicht, wann einem das nächste Mammut über den Weg läuft. Das ist immer noch in unserer Genetik verankert und so verhalten wir uns heute noch.
      Bauer Willi

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      • Seltsames Menschenbild. Vielleicht erklärt sich das Verhalten auch einfach damit, dass schon am Freitag nichts mehr zu kaufen sein könnte – weil die Geschäfte geschlossen sind. Außerdem: Menschen sollen in „Panik“ geraten, wenn es möglicherweise weniger Butter gibt? (Analog für strenge Vegetarier könnte man auch von Erdnussbutter, Margharine oder diesem Olivenzeugs sprechen.) Und der gleiche Steinzeitgen-gesteuerte Mensch soll, wenn er Bauer ist, seine Tiere uneigennützig und ausnahmslos gut behandeln, und sollte daher weniger Kontrollen und Dokumentationspflichten unterliegen? Ist das nicht Pipi-Langstrumpf-Denken, wenn es, wie nicht selten, durchscheint, dass „der Verbraucher“ und „der Bauer“ als genetisch nur entfernt verwandte Spezies gesehen werden?

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  4. Die wollen die Bauern damit verleiten, das er seine Produktion ausweitet damit das Angebot steigt und der Preis wieder am Boden liegt………..
    Wenn die Bauern das machen haben sie selber schuld.

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  5. Und warum haben wir dann immer noch nur 31,5 Cent/Liter Milch. Hochwald macht keine Butter schon klar, aber normal ist das nicht das wir unterhalb der Molkereien bis zu 8 Cent unterschied haben.

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  6. So siehts aus wenn die Butterpreise in die Höhe schießen. Das aktuelle Prospekt des zitiertem Billamarkts zeigt es ja offensichtlich. Aber wenns in der Zeitung zu lesen ist, wird die Preisexplosion schon stimmen. *Ironie aus

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    • Wenn Billa auf der einen Seite von Verknappung spricht, andererseits aber Rabatte gibt, wenn man zwei Stück kauft, ist es doch eigentlich klar: die wollen zu Hamsterkäufen animieren…

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      • Ich seh das so sagt

        Ich bin ein wenig verwirrt:
        Billa läßt den Buttermarkt durch Hamsterkäufe leerräumen ?

        Das kann doch nur bedeuten, die Chefeinkäufer wollen zum Trainieren unbedingt wenigstens einmal in ihrem Leben sehen, wie es sich anfühlt einem knappen Angebot bei viel höherer Nachfrage gegenüberzustehen und keine Alternativen zu haben. Thema: Einmal in der Haut des anderen stecken 🙂

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        • Bauer Willi sagt

          Gibt aber auch eine andere Möglichkeit: Das Angebot ist nicht so knapp!! Deshalb jetzt möglichst viel Ware zum hohen Preis unters Volk bringen. Das nächste Angebot macht man dann mit Mischfetten zum Preis von 10% unter dem Butterpreis. Und schon täuscht man den Verbraucher wieder, weil der keinen Eckpreis für Mischfette im Kopf hat. Dazu erzählt man dann noch die Geschichte, dass das ja auch gesünder ist…Warte mal ab und schau auf das nächste Billa-Prospekt. Oder rede mal mit Deine Frau… 🙂

          Bauer Willi

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    • Echt billige Masche. Für ein Stück einen überhöhten Preis ausrufen und dann mit Riesen Rabatt bei Abnahmemenge zwei Stück werben. Leider gibt es genug Verbraucher die drauf reinfallen.

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  7. In denn letzten Jahren hat man sich eingebildet es geht auch ohne Bauern. Da hat die Agrarpolitik einen Bauern nach denn anderen vernichtet, und jetzt rumjammern das kein Butter da ist . Traurig aber wahr !!!

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    • Nach den Wahlen sind Bundes- und Landesregierung in der Pflicht zu handeln:

      Landwirtschaft und Agrarpolitik stehen vor wichtiger Weichenstellung
      AbL fordert konkrete Maßnahmen für bäuerliche Betriebe, Tierschutz und Umwelt

      Wiesbaden, den 11.09.2017. Nach Auffassung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V. geht es bei den Bundestagswahlen auch um die Zukunft der Landwirtschaft und der Agrarpolitik. „Es ist eine wichtige Weichenstellung: Weiter so mit dem rasanten Höfesterben oder konkrete Maßnahmen für bäuerliche Betriebe, Tierschutz und Umwelt“, so Marcus Nürnberger Sprecher der AbL Hessen. Die AbL ist heute mit einem Trecker vor das Ministerium in Wiesbaden gefahren und hat ein agrarpolitisches Positionspapier an an die Ministerin Piska Hinz überreicht.
      Der AbL-Landesvorstand erklärt:
      „Bäuerinnen und Bauern sind bereit, für einen Umbau in der Landwirtschaft und damit für ihre Zukunft auf den Höfen zu arbeiten. Notwendig dafür ist ein agrarpolitischer Rahmen, der wieder mehr Menschen eine wirtschaftliche Perspektive in der Landwirtschaft eröffnet und der die notwendige Zustimmung der Zivilgesellschaft findet. Alle Verantwortlichen im Bund und in den Länderregierungen sind in der Pflicht, bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen und in der Ende September stattfindenden Bund- Länder-Agrarministerkonferenz ermutigende Beschlüsse zu fassen.
      Die AbL fordert von der neuen Bundesregierung und von den Länderregierungen u.a.:
      1. Die Tierhaltung, insbesondere die Schweine- und Geflügelhaltung, muss umgebaut werden. Das kostet viel Geld und damit dürfen die Bauern nicht allein gelassen werden. Bund- und Landesregierung müssen ein befristetes Finanzierungsinstrument dafür schaffen und klare verständliche Qualitäts-Kennzeichnungsregeln verbindlich festlegen.
      2. Der Agrarexport auf den Weltmärkten zu niedrigsten Preisen, u.a. in arme Länder der Welt, muss beendet werden. In den Agrarhandel sollen ausschließlich Qualitätsprodukte mit hoher Wertschöpfung gehen. Die Freihandelsabkommen, die Regelungen zu Gunsten der Agrarindustrie und zum Nachteil der Bauern festlegen, sind zu stoppen (z.B. Ceta, Jefta).
      3. Der Milchmarkt braucht faire Regeln und Qualitätsorientierung. Statt durch steigende Erzeugungsmengen sehenden Auges in die nächste Milchpreiskrise zu schlittern, müssen Mengenreduzierende Maßnahmen unterstützt werden. Die AbL fordert eine Marktdifferenzierung durch Qualität- z.B. Weidehaltung, Langlebigkeit der Kühe, grasbetonte, Kraftfutterreduzierende Fütterung.
      4. Bodenpolitik für Bauern. Bund und Länder sollen nicht weiter den Bodenkauf durch außerlandwirtschaftliche Investoren beklagen, sie sollen ihn gesetzlich beenden. Nicht die flächenstärksten Betriebe sondern bäuerliche Betriebe und insbesondere junge Menschen, die sich in der Landwirtschaft eine Existenz aufbauen wollen, müssen ein Vorkaufsrecht erhalten.
      5. Die gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sind bundesweit sicher zu stellen. Die neuen Gentechnikverfahren sind als Gentechnik einzustufen und zu regulieren. Das Vorsorgeprinzip und die Saatgutreinheit sind zu gewährleisten. Die AbL schlägt einen Saatgutfonds vor, um eine gentechnikfreie, nachbaufähige Saatgutzüchtung zu fördern. Der Patentierung von Pflanzen und Tieren muss ein wirksamer politischer Riegel vorgeschoben werden.
      6. Die zukünftige EU-Agrarpolitik muss sich an Leistungen für die Gesellschaft orientieren. Die bisherige EU-Agrarpolitik mit der völlig unakzeptablen Verteilung der Direktzahlungen – 85 Prozent der EU-Zahlungen gehen an 20 Prozent der Betriebe – ist grundlegend zu reformieren. Die AbL fordert, durch einen höheren Aufschlag auf die ersten Hektare und Qualifizierung sowie Staffelungen der Zahlungen bäuerliche Betriebe zu stärken. Die Qualifizierung soll durch ein Punktesystem erfolgen. Gefördert werden Betriebe, die u.a. Tiere artgerecht halten, Grünland nutzen, eine vielfältige Fruchtfolge mit einheimischen Eiweißpflanzen beachten, wirksame Maßnahmen zum Bienen-, Trinkwasser- und Klimaschutz anpacken und so einen aktiven Beitrag zur Artenvielfalt leisten“.

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  8. …ist so schlinm das Butter etwas mehr kostet, dass macht vielleicht 3-4 Euro im Monat aus, einmal mit Fahrrad in die Stadt und die Parkgebühr sparen und es passt wieder!

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  9. Butter ist nicht unersetzlich. Uns wurde in VWL immer gesagt, wenn Butter zu teuer ist, kaufen die Leute Margharine. Wenn Milch zu teuer ist, trinken die Leute eben Osaft zum Frühstück. Etc etc.

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  10. Hoffentlich gibt’s mal nichts und die Regale bleiben leer ! Und dazu noch 3 trockene Jahre ,Welt weit ! Dazu legen wir dann noch jeder 20 % Fläche still . Und schon höhrt die tägliche Kritik an dem ,was wir für den Verbraucher tun ganz schnell auf !

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    • Die Kritik der Verbraucher richtet sich doch in den meisten Fällen dagegen, dass wir zu intensiv wirtschaften und damit zu viel erzeugen. Aber wir schaffen es nicht, die Preise selber zu ruinieren und beklagen uns über die Verbraucher.

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      • bauerhans sagt

        der grosse mehrheit der verbraucher ist sehr zufrieden,dass sie billig und gut einkaufen können!
        ein paar wenige lassen sich von ngo`s und parteien nervös machen und plappern dann nach,was sie gehört haben.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wer will Krieg gegen den Verbraucher führen?

        Sie haben keine Ahnung wie man sich fühlt, wenn man von allen Seiten angepisst wird.

        Da sollte man mal verstehen, wenn ein Landwirt sich die Anerkennung für seinen Beruf wünscht, die angebracht wäre.

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    • Ist leider so, viele sehen, aufgehetzt von der traditionellen „Berufsvertretung“, Verbraucher als Gegner und verschanzen sich in ihrer geistigen Wagenburg.

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    • Josef Schmid Wir können ja mal 1 Jahr tauschen ! Ihr wollt um sonst Essen und wir sollen umsonst Arbeiten. Und jeden Tag,wenn der Bauch voll ist,dann ziehen sie über einen her ,was alles schlecht ist ! Und dann verschanzen wir uns ? Euch sollte man den Kühlschrank zuschweißen. Wir sollten mal 1 Jahr streiken !Kauft doch mal alles im Außland ! Wenn ihr nicht zu frieden seit . Ich bin nicht verpflichtet ,euch Satt zu machen. Ich kann meine Gebäude auch mit Oltimer und Wohnwägen voll stellen und von der Miete leben !

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    • Weil Milchprodukte durch vermehrte Betriebsaufgaben knapp sind. Es ist bei Käse ähnlich. Es haben einfach zu viele Bauern aufgehört mit der Milchproduktion das der Bedarf nicht gedeckt werden kann zur Zeit.

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    • 22 Liter Milch für 1 Kilogramm Butter,
      Also würde die Milch nur für die Herstellung von Butter verwendet, müsste 1 kg Butter bei 0,30€ Milchpreis 6,60 € kosten. Da ist aber noch kein Arbeitslohn, Produktionskosten Verpackung Transport und nicht zu verachten die Gewinnspanne des Handels. Eigentlich ist die Herstellung von Butter unrentabel.
      Noch Fragen???

      Ungesalzene Butter enthält mindestens 82 Prozent Fett (gesalzene mindestens 80 Prozent) und maximal 16 Prozent Wasser. Der Rest sind Milchzucker, -eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe. Der Zusatz von Wasser, Salz, Beta-Karotin und Milchsäurebakterien ist erlaubt. Üblicherweise wird Butter aus Kuhmilch herge­stellt. Sie wird sehr streng kontrolliert, gesetzliche Grundlage sind EU-Regelungen sowie die deutsche „Butterverordnung“.

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