128 Kommentare

  1. Astrid sagt

    Im Supermarkt habe ich die Möglichkeit entweder Biogemüse in Plastik verpackt einzukaufen: will ich nicht.
    Oder konventionelles Gemüse: ist mir zu vergiftet: will ich nicht.

    Bleibt nur die Bestellung von bioveganem Gemüse, direkt beim bioveganen Bauern.

    Solange wir Tierleichen kaufen oder irgendetwas von ausgebeuteten Tieren, machen wir ohnehin etwas sehr falsch, denn wir wollen ja keine Gewalt.

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  2. Wenn Bauer Willi das wirklich glaubt, was er daschreibt, müssen seine Kartoffeln gabz schön dick sein. Sprich: Bauer Willi muss ganz schön dumm sein!

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    • Herr Tim Thissen.
      Mal einfach übersetzt, damit Sie es auch verstehen, wer einen Diesel kauft bekommt auch einen Diesel.
      Wer einen Benziner kauft einen Benziner und wer sich ein Elektroauto kauft ein Elektro… wer sagt denn, dass Sie im Supermarkt einkaufen müssen? Wo nichts mehr nachvollziehbar ist?

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    • Herr Rossi, wenn Sie das System nicht verstehen, brauchen Die auch nichts zu erklären. Es wurden auch noch keine Bauern beim fälschen von Herkunftsangaben erwischt. Es ist armselig wie sich die Bauern aus ihrer Verantwortung stehlen wollen. Klar ich als Verbraucher habe einen Einfluss drauf, dass die Bauern sich gegen jede Form von Transparenz sperren. Tja Herr Rossi, ich hoffe das bei Ihren einfachen Übersetzungen nicht immer so ein Schwachsinn raus komnt. Wundern würde es mich allerdings nicht. Die Welt ist leider nicht so eibfach, wie Sie uns das mit Ihrer lächerlichen Propaganda weiß machen wollen. Würde mich nicht wundern, wenn sie auch ziemlich dicke Kartoffeln haben.

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      • bauerhans sagt

        tim,sprüche raushauen ist einfach,beschimpfen bringt nix,können sie auch alternativen aufzeigen!!

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  3. Eckehard Niemann sagt

    Die bequem-perspektivlose Endlosschleife von „Bauer Willi“: Die meisten Menschen kaufen in ihrer schwachen und individuellen Rolle als Verbraucher nicht so ein, wie es die gleichen Menschen in ihrer stärkeren Seite als Bürger/Wähler in Sachen Umwelt- und Tierschutz für richtig halten und von der Politik als flächendeckend-verbindliche Vorgabe im Lebensmitte-Bereich einfordern.
    Warum in aller Welt thematisiert „Bauer Willi“ immer und immer wieder dieses perspektivlose aber bequem-anprangernde Negativ-Thema – und fast nie das Positiv-Thema „Politische Umsetzung von politischen Umwelt – und Tierwohl-Forderungen von Bürgern“?
    Echtes Interesse an Veränderungen zugunsten von Bürgern/Verbrauchern und zugleich Landwirten sähe anders aus…
    Lieber „Bauer Willi“, traue Dich doch endlich, auch politische Strategien für Veränderungen zu thematisieren!

    2+

    • Ottmar Ilchmann sagt

      Das geht nicht, denn die politischen Lösungsvorschläge für die angesprochenen Probleme kommen nicht von der (für Willi) richtigen Partei! „Politische Umsetzung von politischen Umwelt – und Tierwohl-Forderungen von Bürgern“ verträgt sich nicht mit neoliberaler Deregulierung und Weltmarktorientierung.

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Herr Niemann,
      was ist denn ihr ständiger Ruf nach „Politischer Umsetzung?“
      …eine „bequem-perspektivlose Endlosschleife!“ Genau das, was sie anderen hier vorwerfen.

      1+

  4. Wenn es so weiter geht wird eines Tages sowieso ein großer Arsch am Himmel erscheinen und uns zu Scheissen dann wird Menschheit erst verstehen das man Geld nicht ich sag mal fressen kann ❗️

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  5. Ab und zu bekomme ich Ihre giftigen Kommentare mit und heute antworte ich mal, auch wenn ich weiß, dass diese Zeit, die ich dafür verwende, vergeudet ist.
    Doppelte Moral vorwerfen ist momentan Volkssport.
    Die Verbraucher werfen es den industriellen Landwirten vor und diese drehen den Spieß einfach wieder um.
    Und in der Zwischenzeit lachen sich Monsanto, Bayer, aber auch die großen Handelsketten und alle fetten Diätenerhöher ins Fäustchen.
    Wann wird endlich mal dieses Spiel beendet und erkannt, dass das was wir alle brauchen nur gesunde Lebensmittel sind? Und diese nicht in Massen und ständiger Verfügbarkeit, die dazu führt, dass eben diese Massen verrotten müssen, weil sie nicht zum konsumieren produziert wurden, sondern nur um irgendwelche Solls und Bilanzen zu erfüllen.
    Kein Mensch stellt sich hin und sagt, ich will nur 99 Cent für 10 Eier bezahlen. Aber wenn diejenigen, die die Marktpreise diktieren und diejenigen, die sich denen unterwerfen, genau solche Preise möglich machen, finden sich auch genug Leute, die nicht nachdenken, ob so ein Preis die Erzeuger in den Ruin treibt und die Tiere qualvoll leben lässt. Die sagen sich einfach, wenn es etwas zu diesem Preis gibt, wären wir schön blöd, zu einem teureren Produkt zu greifen.
    Sagen Sie mir nicht, Sie verhalten sich anders und kaufen nicht im Supermarkt oder im Mediamarkt oder sonstwo ein, wo permanent mit Schnäppchenpreisen und ich bin doch nicht blöd und geiz ist immer noch geil Sprüchen gelockt wird.
    Aber genau dieses Verhalten wird dann als „Nachfrage“ hochstilisiert.
    Dass da am Anfang der Kette schon keiner den Willen hat, etwas zu ändern, darüber schweigen wir einfach mal. Ist ja einfacher den Finger auf die Verbraucher zu richten.
    Sie sagen es selbst, in einem Ihrer Beiträge in denen Sie schäumend gegen die bösen Verbraucher wettern. Ein Umdenken kommt für Sie nicht in Frage, weil es zu viel Arbeit macht.
    Nein, Sie sind nicht „mein Bauer Willi“.
    Zum Glück kenne ich genug, die anders sind, anders denken und anders handeln.
    Die verantwortlich und respektvoll mit dem Land, das eigentlich uns allen gehört, und welches sie für uns alle pflegen, genauso wie die Pflanzen und Tiere, die die Natur uns allen anvertraut.
    Weil sie sich auch selbst von dem, was sie anbauen, ernähren und nur das an andere weitergeben, was sie auch selbst für sich nutzen würden.
    An diese kann ich mich vertrauensvoll wenden, und mit ihnen im Austausch sein.
    Sie, Herr Willi, können gar nicht „mein Bauer“ sein.
    Einfach mal darüber nachdenken.

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    • Ich habe jetzt lange über Ihren „Wutbrief“ nach gedacht. Trotzdem kann ich Ihrer Logik nicht folgen. Ich ernähre mich von dem, was ich anbaue und gebe nur das an andere weiter, was ich nicht selbst nutze. Wenn mein Land jetzt auch Ihr Land ist, dürfen Sie gerne zu mir kommen, und mir helfen, so zu produzieren, wie Sie es möchten. Im übrigen kann jeder so einkaufen, wie er es möchte. Das ist nicht mein Problem. Die hohe Anspruchshaltung einerseits und gleichzeitig billig einkaufen, das ist meine Problem. WIR belügen uns ständig selbst. Aber zum Glück Sie sind da ja ganz anders.

      5+

    • bauerhans sagt

      „den industriellen Landwirten“

      ein neu erfundenes schimpfwort.
      es gibt kleine,mittlere und grosse bauern.

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    • Paulus sagt

      @Olivia Tawiah,
      Auf einige Aspekte Ihres etwas widersprüchlichen Vortrags gehe ich ein.
      Doch, ich möchte gerne weniger als 99 ct. für 10 Eier bezahlen! Schließlich dürften die Eier, die in die verarbeitende Industrie gelangen, nur einen Bruchteil davon kosten. Ob ich Billigeier in Fertigprodukten zu mir nehme oder hochpreisige Bioeier in der eigenen Küche verwende, spielt von der reinen Logik her und ernährungsphysiologisch für mich als Verbraucher keine Rolle – falls Sie mir folgen können. Die hypothetische und absurde Konsequenz aus meinem Ansinnen wäre wahrscheinlich die, dass es bald gar keine Eier mehr im SB-Markt zu kaufen gäbe. Allenfalls ergibt sich ein moralisch ethisches Problem – sofern Sie mir auch jetzt noch folgen können.
      Mit der ständigen Verfügbarkeit habe ich auch ein Problem. Erdbeeren (z.B.) zu dieser Jahreszeit einzukaufen halte ich schlicht für pervers.
      Mit dem Land was „eigentlich uns allen gehört“ gehen die von Ihnen nicht näher Benannten verantwortlich und respektvoll um sagen Sie. Ich gehe davon aus, dass dies bei der überwiegenden Anzahl der Bauern der Fall ist. Die Doofköppe, die ihren Acker mit Klärschlamm kontaminieren und andere Minderbemittelte nehme ich jetzt mal aus.
      Jetzt kommt das vielleicht Entscheidende: Wenn das Land eigentlich uns allen gehört, was ja theoretisch gar nicht so falsch ist, tragen wir auch alle eine Verantwortung. Zunächst für die, die es in unserem Auftrag bestellen und bewirtschaften. Unabhängig davon ob die einen großen Fendt oder einen kleinen alten Deutz fahren – können Sie noch folgen?
      Ich denke, genau diese Übergabe der Verantwortung drückt sich an der Ladenkasse aus.
      Die Diskrepanz zwischen denen die kleingeistig einer gewissen Ideologie unterliegen, den Erzeugern von Massenprodukten, dem LH und den Endverbrauchern scheint unüberbrückbar. Ab welcher Menge werden Kartoffeln oder Möhren übrigens zu Massenprodukten?
      Jetzt kommen wahrscheinlich der Fingerphilosoph mit seinem Einwand bezüglich der Verantwortung und der AdT mit Eigentumsrechten bzw. Verpflichtungen und gesellschaftlicher Verantwortung. Das darf als Aufforderung aufgefasst werden und ich wäre zwecks Erkenntnisgewinns dafür dankbar.

      Mir passen so manche Aussagen von Bauer Willi und anderen seiner Zunft auch nicht.
      Wenn ich hier z.B. von Bauern lese „es müsste mal wieder Hunger herrschen“ fasse ich mir an den Kopf. Lerne allerdings hinzu und halte Ihren Beitrag nicht für unangemessen sondern durchaus für nachdenkenswert.

      3+

    • Ich teile Olivias Aussagen! Es ist vollkommen naiv zu gkauben, alle Verbraucher könnten kaufen was sie wollen! Ich finde es ziemlich billig, wie die Bauern immer wieder dem Verbraucher vorwerfen, er würde falsch kaufen. Mal ganz abgesehen davon, dass der Bauernverband sehr viel mächtiger ist als die Vebraucherzentralen, kriegen es Industrie (also auch die Bauern) und Handel nicht ansatzweise hin, den Verbraucher zu informieren, was ich da eigentlich kaufe. Wenn ihr Bauern den billigen dreck, den ihr allermeisten nur noch produziert, als solchen kennzeichnen e würdet, würde ihn keine kaufen. Aber nach jedem Vertuschubgsskandal sieht man wieder euren Sonnleitner im Fernseh, der dem Verbraucher wieder die Schuld gibt. Produziert einfach keinen Dreck mehr. Und wenn ihr Bauern, die ihr pber eine der mächtigsten Lobbys in D und der EU es nicht hinbekommt, euch keine Preise diktieren zu lassen, ist da dran nicht der Verbraucher Schuld, sondern die Geldgeilen in euren eigenen Reihen!

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      • bauerhans sagt

        „Wenn ihr Bauern den billigen dreck, den ihr allermeisten nur noch produziert“

        wozu diese beleidigung!!

        wir produzieren rohstoffe und die lebensmittel,die daraus hergestellt werden,kauft der verbraucher im discounter,deren marktanteil bei ca.75% liegt.
        lebensmittelskandale betreffen nicht die bauern,sondern die verarbeiter bzw. zulieferer,der biosprossenskandal war eine ausnahme.
        das thema glyphosat ist eine hysterische „never ending story“.

        1+

      • Dann erzähle uns bitte, Tim
        wie wir es hinbekommen sollen, die Preise für unserer Produkte
        nicht
        diktieren zu lassen!?!

        Unserer Produkte, die Rohstoffe für viele Lebensmittel stehen doch am Anfang der Kette.

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    • Herr Willi, für Wutbriefe sind sie zuständig und hinlänglich bekannt.
      Und Sie picken aus anderer Leute Aussagen nur das raus, womit Sie zurückschlagen können.
      Ich greife mal Ihre Entgegnung auf:
      Sie ernähren sich von dem, was Sie anbauen? Was ich aus Ihren Berichten entnehme, bauen Sie Weizen, Raps und Zuckerrüben an. Klingt nach recht einseitiger Ernährung.
      Vielleicht haben Sie noch einen Gemüsegarten, aber wenn, dann für den Eigengebrauch.
      Wo Sie Kundenkontakt pflegen ist mir nicht ersichtlich, also den mit echten Verbrauchern, und nicht nur den Händlern der Rohstoffbörsen (was für ein zynisches Wort, das schon in sich den Umgang mit Lebens-Mitteln verrät).

      Sie verstehen auch absichtlich nicht, dass diese Erde und damit das Land uns allen gehört. Jemand hat irgendwann in der Menschheitsgeschichte gemeint, er könne so viel Land wie möglich „sein eigen“ nennen und es dann „gnädig“ anderen zur Verfügung stellen oder es gegen Leistungen oder Werte überschreiben.
      Dass das so seit Jahrhunderten gehandhabt wird, heißt noch lange nicht, dass das richtig ist.
      Sie sind Nutznießer davon, und ich will Ihnen gar nichts streitig machen.
      Sie schreiben, ich solle kommen und mit Ihnen so produzieren, wie ich es möchte. Das können Sie gar nicht wollen, denn Sie sind gefangen in Ihren Ansichten, in Ihren Abläufen und in Ihrer wirtschaftlichen Planung. Das beweisen Sie zu Genüge in Ihren Blog-Beiträgen.

      Veränderung ist Veränderung, weil man was verändern muss.
      Wir Verbraucher sind gefordert, das steht völlig außer Frage.
      Landwirte, wie Sie und viele Ihrer Kollegen, sind es aber auch.
      Wir brauchen wieder Bauern, die eine liebevolle Verbindung zu ihrem Land, den Früchten ihrer Arbeit und deren Abnehmern pflegen. Soll-Erfüller sind keine Bauern. Das sind Unternehmer.
      Es wird behauptet, es ginge nur so, und alle, die nicht das Spiel der Wirtschaft mitmachen, sind am Ende.
      Ich glaube, es ist die Wirtschaft selbst, die permanent die Voraussetzungen so diktiert, dass Leute nicht über die Runden kommen und erpressbar werden.
      Wenn wir nicht alle gemeinsam versuchen, uns aus der Tretmühle heraus zu winden, in die wir hineingelockt worden sind, von all den Wirtschaftstätern, die alles hinter ihren Schreibtischen planen, wird nichts besser.
      Sie schreiben:
      „Es gibt Menschen, die uns und unsere Arbeit schätzen, denen sie gleichgültig ist und Gegner bis hin zu militanten Aktionsgruppen. Letztere sind kaum zu überzeugen. Gegen Ideologie ist kein Kraut gewachsen.“
      Das denke ich manchmal auch auf Sie bezogen, wenn ich mal wieder über einen Ihrer Beiträge stolpere.
      Im übrigen versuche ich tatsächlich auch selbst zu lernen und praktisch umzusetzen, was den Anbau der eigenen Lebensmittel angeht. Ich weiß, dass es kein Honigschlecken ist.
      Mir geht es nicht darum, Sie oder „DIE“ Landwirte zu kritisieren.
      Ihre Seite startet mit folgendem Satz:
      „Wir wollen Dialog und Kommunikation mit dem Mit-Bürger genauso wie mit dem Landwirt. Landwirtschaft gehört in die Mitte der Gesellschaft.“
      Dialog bedeutet miteinander reden und nicht gegeneinander.

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      • bauerhans sagt

        „Mir geht es nicht darum, Sie oder „DIE“ Landwirte zu kritisieren.
        Dialog bedeutet miteinander reden und nicht gegeneinander.“

        sie kritisieren ja auch nicht,nein,ihr statement ist voller vorwürfe.
        haben sie denn auch alternativvorschläge!!

        1+

      • Ja Olivia,

        wieso soll Bauer Willi aus beruflichen Gründen Kontakt zu den Verbrauchern haben?

        Er ist doch nur Lieferant für die Zuckerfabrik, die Getreide- u. Ölmühlen.

        Mit dir Konsument oder Kunde nimmt er freiwillig hier durch Internet Kontakt auf.
        Andere Bauern machen das nicht, haben noch nicht mal Zeit dazu, weil sich eher um betriebliche Sorgen kümmern.
        Bauern haben das nicht nötig sich mit Kunden zu beschäftigen, man kann sich mit denen mal unterhalten, vielleicht über Kartoffelsorten oder so etwas.
        Und wenn man Direktvermarkter ist dann so wie so, dann unterhält man sich mit den Kunden über alles, was man anbietet.
        Nebenher auch eventuell von Weg des Getreides vom Feld bis zum Brot oder Kuchen.
        Oder von der Milch bis zum Käse.

        Ja du weißt wohl noch nicht, dass die landw. Seit über 50 Jahren spezialisiert ist, deswegen hat Bauer Willi und andere nur Marktfrüchte,andere haben viel Grünlandwirtschaft mit Milchvieh jeder Betrieb hat je nach natürlicher Bodenqualität eine andere Struktur.
        Das wurde in den 60igern alles staatl. Gelenkt, ist also staatlich gew3ollt,damit die Betreibe effektiver und damit billiger arbeiten.
        Früher war das wie im Bilderbuch alles Gemischt-betriebe.
        Wieviel Mitarbeiter hatte unser Betrieb oder der von Bauer Willi früher? Wievielt heute? Es ist alles durch rationalisiert und intensiviert.
        Jetzt ist es nur noch ein Einmannbetrieb.
        Hast du davon schon mal was gehört? Den gibt es in landwirtschaftlichen Kreisen schon seit Anfang der 60iger.

        Die Direktvermarkter mit Gemüse- und Obstanbau kommen noch dazu.

        Ach so und Sollerfüller waren früher vielleicht auf der LPG, kann sein, eben im Sozialismus.
        Hier im Kapitalismus muß jeder seine Scholle in Ordnung halten, damit in den kommenden Jahren auch noch etwas drauf wäschst, das sind Sachkenntnisse in Biologie.

        Das ist schön geschrieben,
        die Landwirtschaft gehört in die Mitte der Geseelschft, dann hört auch das Mobbing unserer Kinder in der Schule auf.
        Und jeder kennt noch die Speisekartoffelsorten und wie und warum welche Äpfel zum backen oder mosten am besten sind.
        Jedes Kind weiß, dass die Apfelkerne in Haus, dem Gehäuse wohnen und viele Vitamine für den Keimstart des neuen daraus zu entstehenden Apfelbaumes haben.
        Dazu müßte es auch genügend „Tag des offenes Hofes“ geben.
        Damit der Konsument mitdenken kann und nicht als zu mit falschen Vorstellungen etwas behauptet.

        Usw. und sofort.

        1+

    • Tim du drückst es drastischer aus als ich, aber so sieht’s leider aus. Herr Willi ist mit seinen Aussagen vor dem Karren des Bauernverbands gespannt.
      Ich wundere mich gar nicht über das was er schreibt.
      Aber es ist furchtbar pauschalisiert, und ebnet Denkweisen den Weg, die in diesem Land schon wieder zuviel Raum bekommen.
      Es ist kein Dialog, es ist Stammtisch-Unkultur.

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      • Weil vielleicht die Gesetze der Natur nicht mit den Gesetzen der menschlichen Psychologie vereinbar sind, oder?

        Naturgesetz gegen Wunschdenken?

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  6. Die Zertifizierungen und Aufklärung sind das Problem, nicht die Verbraucher.
    Der moderne Mensch ist so weit von der Lebensmittelproduktion entfernt, dass er keine Zusammenhänge so leicht erkennen kann – besonderes Angesicht der Tatsache, dass jahrelang ein hoher Preis keine Garantie für die bessere Qualität war. Keiner glaubt, wenn er für etwas mehr bezahlt, dass er tatsächlich für bessere Bedingungen in der Landwirtschaft bezahlt.

    Vertrauensverlust in das System ist das eigentliche Problem.

    Also das ganze System ist einfach schon längst veraltet – wir müssen gemeinsam KOMPLETT neue, klar mit alten Komponenten, Wirtschaft und Politik in die Praxis umsetzen. Ohne den radikalen Schnitt, sehe ich DEFINITIV keine bedeutsame Besserung in der Hinsicht, dass man das doppelte Moral abbauen kann – das ist die Basis des jetzigen Systems, dem man das in die Wiege gelebt hat.

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    • Es ist aber schon ein riesen Unterschied wo man einkauft! Im Supermarkt oder Discounter wird man fast immer massenware bekommen! Anders funktioniert das System nicht.

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    • bauerhans sagt

      „Vertrauensverlust in das System ist das eigentliche Problem.“

      wieso machen dann discounter die höchsten umsätze??

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      • Weil sie alle dahinlaufen oder fahren und weil es zur Allgemeinbildung gehört, dass wenn man es in Massen kauft dann billiger ist.

        Also kann man Masttiere in Massentierhaltung auch billiger produzieren und dann da verkaufen.

        Bei Spielsachen, andere tote Materie, Mehl und Nudeln ok.

        aber bei etwas lebendigem, wie Fleisch, Eier und Milch und ihre Produkte, da steht eine Kreatur hinter und da muß Mensch weiterüberlegen.

        Das hat aber ganz viel mit Nachhaltigkeit zu tun!

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    • Bernhard Rossi
      Ich habe lange am Wochenmarkt die Waren von dem lokalen Bauer teuer gekauft, bis ich festgestellt habe, dass sie sie meistens von gleichem Händler vom Großmarkt beziehne wie die Discounter und Supermärkte.
      Nur ein Bruchteil produzieren sie selbst.
      Solange, dass so ist, gibt’s keine Veränderungen.

      Tobias Elbert
      „Ja, unser system müsste geändert werden. Aber dazu reicht es nicht die vielfältige Landwirtschaft die wir haben, in eine Bilderbuch Ecke zu treiben, und zu meinen das dann alles gut sei.“

      Deswegen müssen wir alle politisch aktiv werden und zwar für ein Gemeinwohl und nicht egoistisch.

      Die Wege aus dem Chaos gibt’s genug, die möchte ich hier nicht aufzählen – es wäre nur eine unnötige Diskussion, denn die meisten kennen theoretisch wir alle. Vor allem:

      „Es gibt nichts gutes, außer…“

      1+

      • zu Bernhard Rossi,
        mein Nachbar ist auch ein lokaler Bauer und Direktvermarkter.

        Er beklagt,
        wenn die Kunden an meinen Stand kommen, wollen sie nicht nur, was auf meinen Acker gewachsen ist, sondern auch gleich noch Apfelsinen und Bananen mitnehmen.

        Erstmal hat er sich mit ein3en weit entfernt wohnenden Kollegen ausgetauscht, dem es genau so geht.
        Der Kollege baut Spargel an und der Erdbeeren und Kartoffel.

        also vermarktet er keinen regionalen Spargel und der Kollege keine regionalen Erdbeeren.

        Alle Gemüsegarten hat er selbst auf den großen Feldern,

        aber so etwas wie Apfelsinen und Bananen muß er auch aus dem Großmarkt raus kaufen, wie es Edeka und REWE auch machen.

        Damit er auf Kundenwunsch reagieren kann.
        Inzwischen nimmt er auch vom andren Nachbarn die Eier mit auf seine Marktstände. Das ist wieder regional.

        Gestern war ich in einem EDEKA Discounter, kaum drin, schon in der Obstabteilung. Da standen 2 oder 3 junge Männer die boten Obst und Gemüse an, ich durfte etwas gesüßten ital. Quark mit Zimt und einer Schnitze Mandarinen probieren. Diese Madarinen sind viel besser wie die von EDEKA wurde mir klar gemacht. Ich meinte nur, bei den Zimtquark passen Äpfel besser bei.

        Dann fand ich noch ein Zahnstocher mit Tomate, Käse usw.
        den habe ich auch probiert.
        Dann fragte ich wo die Tomaten angebaut werden, sie meinten in Holland, denn die sind viel besser als die aus Spanien.
        Dann fragte ich, aber sie kommen aus dem Gewächshaus, nicht vom Freiland,
        sie hatten keine Ahnung und mußten erst auf dem Etikett schauen.
        Um diese Zeit frisch geerntete Tomaten vom Freiland?
        Die müssen ja aus dem Gewächshaus kommen!
        Die hatten keine Beziehung zu der Materie!

        Ich sagte, trotzdem haben sie auch ohne Sonnenlicht ein wunderbares Aroma, das ist denen bestimmt angezüchtet worden, oder?
        Keine Antwort!

        Dann erklärte ich, dass es sortenbedingt sei, wenn Tomaten gutes Aroma haben oder wässerig sind.
        Natürlich spielt das Sonnenlicht da auch eine Rolle,

        aber bestimmt nicht EDEKA, REWE oder ein Verkäufer!

        Wenn diese Leute keine Beziehung zu den Nahrungsmitteln haben, dann bitte nicht auch noch die Kunden damit verdummen wollen.

        Dann breitet sich die 0-bezeihung dazu aus, wie ein Lauffeuer.

        Und wir Bauern müssen wieder darunter leiden, wenn diese Leute dann vorwurfsvoll behaupten, sie wären schlauer als wir und könnten uns Vorschriften machen!

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    • Richtig erkannt,

      „Vertrauensverlust in das System ist das eigentliche Problem“

      Und wie soll das alte System erneuert werden?
      Hier muß die Diskussion anfangen.

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  7. was ich nebenher auch immer wieder toll finde die Nummer mit „Regional“ … ich persönlich kaufe in keinen Dorfladen mehr ein der sich bei Lidl an die Kasse stellt und dort für den Dorfladen shoppt und es dann mit 300% Preisaufschlag wieder zu verkaufen … aber dann seine Kunden noch verarscht und was von Regional erzählt – mag sein für Wurst und Brot aber wo kommt der den Rest her .. genau wie ich auch nicht mehr bei Gastronomen essen gehe die ihre Sachen beim Diskounter billig aus der TK Truhe ziehen anstatt mal 5km mehr zu fahren und ihre Sachen vom Großmarkt UND Regional zu beziehen … alleine kann man so den Verbraucher auch nicht die Schuld geben .. wenn ich nicht x oder y Auto vorm Diskounter stehen sehen würde .. wüsste ich das nicht mal … und persönlich achte ich dann auf meinen Einkauf .. aber geh dann zum „billig“ Italiener der mir aus dem heute mal wieder im Angebot 1,99 Parma Schinken ne Pasta für 11,50 baut …

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    • Dann machen Sie es aber richtig. Haben aber so denke ich einen sehr großen Aufwand.
      Vll sollten Sie mal höflich und sachlich mit den Gastronomen reden. Je mehr Menschen kritisch nachfragen, desto schneller und einfacher geht’s… Wenn der Verbraucher fordert und die Umstellung in der Landwirtschaft Gastronomie Handel usw marktwirtschaftlich und nicht schrittweise per Gesetz eingeführt werden müsste, würde es DEUTLICH schneller gehen!
      Wenn zB die Gastronomie dann das doppelte für seine Gerichte verlangt, darf aber auch niemand jammern! LG

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ein Dorfladen ist kein Hofladen.
      Der Dorfladen ist zur Versorgung des Dorfes da
      Wenn der Herr ALDI dem Dorf vernbleibt.

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      • Der Dorflanden war früher von Edeka oder REWE

        Aber heutzutage kann es Dorfläden geben, die von Ehrenamtlichen betrieben werden und die selben Marken wir REWE oder Edeka haben aber trotzdem noch die Eier, Wurst Käse Gemüse und Obst von den Bauern aus dem Dorf verkaufen.

        Das kann man dann verschieden gestalten.

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    • Mausschubser sagt

      Sie bringen da einiges durcheinander. Wenn der Dorfladen Waren als regional anpreist, die nicht regional sind, dann ist das schlicht und einfach Betrug. Wenn der Dorfladen eine deutlich höhere Gewinnspanne, als die großen Discounter, benötigt, eine Notwendigkeit. Sicher können Sie dem entgehen, wenn Sie direkt beim Discounter einkaufen, aber regen Sie sich dann nicht auf, wenn der Dorfladen zugemacht hat. Das ist dann eben so.
      Sie zahlen beim Gastronomen Ihrer Wahl nicht nur für die Rohstoffe, sondern auch für die Zubereitung, Service, Ambiente… das kostet auch und manchmal nicht wenig.

      2+

    • Dann ist das ein Dorfladen für die älteren Dorfbewohner, sie keine Möglichkeiten mehr haben irgendwie raus zu kommen, wegen fehlender Infrastruktur.

      Ja, Jeanette, dafür braucht man Fachwissen, wo der Rest herkommt.

      Wenn das Dorf in einem landw. Grünlandgebiet liegt, dann kommt der Käse bestimmt aus der Region oder sogar noch Näher,
      Kommt es auch einem Ackerbaugebiet, dann ist garantiert Brot regional vielleicht nennt man das auch lokal, also dessen Körner für Mehl da gewachsen, vermahlen und gebacken.

      Regional wäre vielleicht wenn der in 50 oder 100km weiter weg liegenden natürlichen Grünland den dort entstandenen Käse auch mit vermarktet wird.

      Und Reis, Kakao oder Waschpulver kann ja nicht regional sein, müßte es aber im Dorfladen auch zu haben sein.

      Ja, dann kann der Verbraucher auch nicht mehr zu dem Billiganbieter von Restaurant gehen.
      Je mehr auf der Speisekarte steht, desto mehr hat er Billigzeugs zum schnellen Zubereiten aus undurchsichtigen Billigläden oder so.
      Tiefgefrorene, schon panierte Schnitzel für die Frisöse u. ä.

      Darüber habe ich mir meinem Sohn diskutiert
      danach lud ich ihn zu einem ehrlichen Restaurant ein.

      Als erstes was er feststellte:
      Die haben ja eine kleine Speisekarte, da steht ja kaum was drauf.
      Ich antworte,
      ja aber dafür arbeitet der Koch ehrlich.
      Jeden Sonntag gibt es ungefragt eine selbst gekochte Suppe als Vorspeise,
      Viele Schnitzel-Variationen gibt es auch,
      da wird sich der Koch einen Kottelet Strang vom Dorfmetzger kaufen und jedes Schnitzel davon abschneiden und zubereiten.
      Und dann mit eigenen Soßen kreieren.
      Pommes und Salat dazu fertig.

      Rouladen hatte er auch an dem Tag.
      Rotkraut und Löse dazu.
      Ein Fischgericht hatte auch, mit Kartoffeln und auch Salat, fertig.

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      • Rouladen hatte er auch an dem Tag.
        Rotkraut und Klöße dazu.
        Ein Fischgericht hatte auch, mit Kartoffeln und auch Salat, fertig.

        Wie rationalisiert der Koch?

        Er kauft sich schieres Fleisch oder einen Kotelett Strang, vom Metzger, schneidet jedes Schnitzel davon ab, klopft, würzt u. paniert es selber und macht die gewünschte Soße (vielleicht auch selbstgemacht!?!) dran,

        Geringverdienende (meist weibl.) Hilfe helfen ihm dabei.

        die Vorsuppe in einen Topf für den ganzen Tag =11:30 bis 14:00
        einen großen Topf

        eine große Schüssel Salat, für den ganzen Tag und alle Gerichte

        Kartoffel, Klöße und Pommes ähnlich.

        Pommes können ja eingefroren bleiben.

        Bei Kartoffel, Klöße, Salat und Suppe muß er die Menge kalkulieren.

        So kommt er auf den selben Preis wie das Billigrestaurant, aber mit besserer Qualität und man weiß, wo es herkommt!

        Aber geringeres Angebot auf der Karte.

        So kann es der Verbraucher beinflussen!

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  8. Friedrich sagt

    Letzlich geht es bei dieser Diskussion darum was der Verbraucher für das Endprodukt bezahlt und wir als Bauern für den Rohstoff erhält. Der LEH macht sich doch einen schlanken Fuß und lacht sich doch einen über unsere Diskussion hier und verdient zu unser aller Lasten. Nach dem Motto : Ist der Handel noch so klein , bringt er mehr als Arbeit ein.
    Wenn REWE z. B. mit Antibiotika unbehandelten Tieren an der Fleischtheke rd. 2 Euro/kg Fleisch mehr haben will und der schweinemästende Bauer nur 2 ct/kg mehr Geld haben soll , ist doch das eine Schweinerei , oder ? Auch hat der LEH z. B. den Schweinemarkt außer Kraft gesetzt , in dem er Lieferkontrakte zu festen P reisen für z. B. 1 -3 Monate mit den Schlachtstellen macht. Deshalb sind doch in diesem Jahr als es zu wenig Schweine gab und die Schweinepreise stiegen , Schlachthöfe in die Pleite gegangen.
    Die Familie Albrecht (ALDI) sind nicht umonst die vermögensten Leute in Deutschland. Mit jedem Knallerpreis im LEH gehen Existenzen und Arbeitsplätze kaputt. Ein Markt findet im LEH doch garnicht statt. Die Politik und damit das Kartellamt haben hier geschlafen und sind gefordert. Wie menschenverachtend unsere Spitzenpolitiker sind konnte man gestern in den Nachrichten über den Berliner Terroranschlag in den Nachrichten sehen. Keiner hat sich um die Hinterbliebenen gekümmert , sondern es wurden denen sogar noch Rechnungen für Obduktionen geschickt. (lt. Beckbericht). Denen geht es nur ums eigene Vorwärtskommen. Manche Dinge (Herr Maas) lassen sich eben nicht mit Gesetzen erledigen , sondern der Politiker ist als Mensch gefordert.

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  9. Ich möchte es beeinflussen, aber der Handel hier hat nur Billigfleisch, und beim Fachgeschäft bekomme ich hier auch nichts aus bäuerlichen Haltungen

    1+

  10. Das trifft zu … leider sind aber auch die Discounter sehr manipulativ mit Ihrem Marketing. Jeder will beim Konsument als der günstigste wahrgenommen werden. Das Angebot wird daher segmentiert. Artikel bei denen der Kunde einen höheren Preis warnimmt werden möglichst billig platziert und die anderen Produkte ein bisschen angehoben. Bestes Beispiel sind Snacktomaten oder Snackkarrotten die bis zum 10 Fachen Kilopreis angeboten werden wir normales Gemüse. Auch Artikel mit Produktionslabels und Bio werden oft mit deutlich mehr Marge weitergegeben als die konventionellen Erzeugnisse. Somit wird nicht nur der unvorsichtige Konsument über den Tisch gezogen sondern auch derjenige der auf die Herkunft seiner Produkte achtet.

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  11. Ehrlicher sagt

    Der Lebensmittelmarkt besteht aus drei Bereichen: kleinen Premiumbereich (esotherischer, eesundheitlicher bio etc Trend), dem mittleren Marktsegment un dem Billigsegment (Sonderangebote, Eigenmarken, Discontmarken etc). Das Problem in Deutschland ist vor allem , dass das Premiumsegment deutlich kleiner als 10 % ist und im Bezug auf den Gesamtmarkt nur marginal wächst und gleichzeitig das Billigsegment immer größer wird, d.h. deutlich stärker wächst als das Premiumsegment. Diese Gesamtentwicklung führt zu tendenziell im Schnitt nicht steigenden Preisen, leider! Ich würde mir vor allem wünschen, das Tagessätze für die Lebensmittelversorgung in Öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Altersheimen, Kindergärten etc. angehoben werden, so dass bewußter eingekauft werden kann für diese Küchen. Ferner muss berücksichtiugt werden, dass der Außerhauskonsum immer mehr an Bedeutung gewinnt und hier der Kunde nicht nachvollziehen kann wo die Produkte herkommen, von Ausnahmen abgesehen! Kurzum Fromme wünsche ändern nix, lasst uns doch einen Volksentscheid für höhere Lebensmittelpreise anstreben, ob der wohl zu gewinnen wäre?

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  12. Berthold Lauer sagt

    Das Problem ist nicht damit gelöst, dass der Verbraucher ander Ladenkasse für die Eier 5 € oder 15 €für das Hähnchen zahlt. Erstens ist dabei entscheidend, wie groß mein Anteil an diesem Verkaufspreis ist und zweitens wie hoch meine Kosten waren.
    Und drittens kommt dann die allzu menschliche Komponente ins Spiel: Wenn ich bei dieser Rechnung kostendeckend wirtschaften kann oder sogar viel Gewinn mache könnte ich doch noch mehr davon machen……. Oder meinen Nachbarn übernehmen …….. selbes Spiel auf höherem Niveau!!! Bei schlechtenPreisen versucht man die Kosten zu senken (z.Bsp. durch Verteilung der Fixkosten auf eine größere Produktmenge), bei guten Preisen versucht man durch Erhöhung der Menge noch mehr Gewinn zu machen. Das ist die Krux, das ist bäuerliche Marktwirtschaft!! Wie kann/will/soll man das regeln???? Freiwillige Selbstbeschränkung?? Doch wieder real existierender Sozialismus????? Quoten??? Mir fehlt die Fantasie.

    2+

    • Ja, meinst du dein Anteil als Bauer, Berthold Lauer?
      Um nicht Massentierhaltung zu betreiben. Klar richtig.
      Selbstverständlich ist der Preis für das Input auch da einzurechnen (abzuziehen).

      Dein Nachbar will sich nicht übernehmen lassen, denn er bekommt ja den selben Mehrpreis und braucht deswegen nicht aufzugeben.

      Bei diesem Preisniveau können wir uns kleine lw. Betreibe leisten, so viel mehr Ökonischen und eine bessere Umwelt= Ökologie insgesamt.

      Freiwillige Selbstbeschränkung?
      Der Bauer bei der „bäuerlichen Marktwirtschaft“ wie du das nennst und
      der Verbraucher an der Ladenkasse!

      Hier eine Antwort von einem Verbraucher dazu:

      Lebensmittelverschwendung ist ein globales Problem – weltweit wird etwa die Hälfte der produzierten Nahrungsmittel verschwendet. Das ist eine Verschwendung von unfassbarem Ausmaß. Durch das Wegwerfen von Lebensmitteln werden enorme Ressourcen verschwendet und es sind hohe Emissionen damit verbunden.

      Was jeder von uns tun kann, damit sich die Situation kurzfristig verbessert? Tipps zur Verringerung des Abfalls im Haushalt und im Alltag findest du ab jetzt regelmäßig auf unserer Seite.

      Quelle Video: WWF Deutschland

      https://www.facebook.com/thinkfood66/?hc_ref=ARTwmZ16NU1C1XEn7yg8PWT8YiPAHEWAh06Gb95d6-wizGh0eNa0TiX9DJOGQlAPEJg&fref=nf

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  13. Wenn der Bauer die Verantwortung für das, was er auf dem Feld und im Stall tut, dem Verbraucher in die Schuhe schiebt, hat er gar keine Moral. Dann ist es ja wohl logisch, dass der Verbraucher die doppelte hat. Irgendwo muss sie ja bleiben, die Moral.

    Ja, Bauer Willi, ich habe nachgedacht und komme zu dem Schluss, dass ich nicht für das verantwortlich bin, was Du auf Deinen Feldern tust. Oder Bauerhans in seinem Stall. Denn wenn ich die Verantwortung für das hätte, was Du tust, Bauer Willi, dann wärst Du ja bloß ein vom Verbraucher ferngesteuerter Roboter. Willst Du Dich ernsthaft so definieren?

    2+

    • Paulus sagt

      Auch wenn ich mich jetzt wiederhole (siehe Beitrag Schuldig!) und Willis immer gleiche Arie nicht mehr so gut bei mir ankommt, sehe ich das etwas anders.
      Verursacher irgendwelcher oder vermeintlicher Missstände was die LW betrifft sind wir in letzter Konsequenz wahrscheinlich alle, auch wenn es in Unwissenheit geschieht. Völlig unabhängig von Moral oder Schuld oder sonst was. Selbst bei jenen, die z.B. aus ethischen Gründen keine tierischen Produkte verzehren lässt sich ein Haar in der Suppe finden.

      Lösungsansätze, z.B. Einkauf in Hofläden, an Milchtankstellen, etc. gibt es. Das ist gemessen an dem gesamten Warenumsatz im LM-Bereich aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein.
      Ich bin ehrlich, das Fleisch unserer eigenen Freilandrinder, welches der örtliche Schlachter/Metzger vertreibt, wäre mir selbst als Otto Normalverbraucher zu teuer.
      In den Wochenprospekten von REWE, Edeka, Delhaize und Konsorten schaue ich auch schon mal nach Sonderangeboten. Da denke ich nicht an mögliche Konsequenzen die den Erzeuger betreffen. Und ja, es hält sich tapfer das Gerücht, dass man auch Bauersfrauen schon bei Aldi gesehen hat. Die kaufen da aber bestimmt nur Klopapier.

      Es gibt noch genügend andere Aspekte, hier nur einer davon. In meiner ehem. westfälischen Heimat wurde bekannt, dass der größte adelige Grundbesitzer mehr als 1,3 Mio. EUR an jährlichen Subventionen empfängt. Das ist nicht vermittelbar und Willi erzählt uns hier etwas von doppelter Moral. Wir drehen uns im Kreis liebe Leute.

      2+

      • bauerhans sagt

        „Wir drehen uns im Kreis liebe Leute.“

        ja klar,weil wir auch sonst keine probleme haben.
        so isser,der gemeine deutsche,immer am jammern.

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      • Wenn in letzter Instanz „wir alle“ die LW-Missstände verursachen, heißt das bloß, dass keiner Verantwortung übernimmt. Dann sind alle fein raus.

        Wenn ich von Dir rede, Paulus, sage ich: „Paulus ist der, der Freilandrinder hält“. Ich sage nicht: „Paulus ist der, der von Verbrauchern an der belgischen Grenze genötigt wird, Freilandrinder zu halten.“ Ich sehe es schon so, dass Du die Verantwortung für Deine Tiere hast und nicht der Verbraucher.

        Der Verbraucher ist ja bloß passiv. Er kann ja gar nicht anders, als das kaufen, was angeboten wird. Wenn es keine Massentierhaltung gäbe, könnte der Verbraucher kein Fleisch aus Massentierhaltung kaufen. Man kann immer nur kaufen, was da ist.

        Es kann ja nicht sein, dass der Passive mehr Macht hat als der Aktive. Das ist eine Verdrehung, die dem kapitalistischen Denken geschuldet ist. Der Passive ist immer das Herdenvieh, mit dem etwas gemacht wird.

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        • Was soll eigentlich „kapitalistisches“ Denken sein und was wäre die Alternative? Wo gibt es ohne Privateigentum überhaupt Verantwortung und Haftung?
          Falls Du die Wachstumsideologie meinst: Zum Leben und zum Kapitalismus gehören auch Niedergang und Bankrott. Der Wachstumswahn ist eher dem auf ewige Expansion angelegten Kreditgeldsystem und dem staatlich verordneten Geldmonopol zu verdanken. Wo der Zins als Preis des Geldes nicht durch den Markt zustandekommt, wird der Kapitalismus zu Unrecht verunglimpft.

          1+

          • Als ich jünger war, war es bspw. ganz normal, dass man für alte Leute im selben Haus oder in der Nachbarschaft miteingekauft hat. Kostenlos. Heute ist das ein diakonischer oder caritativer Service, für den die alten Leute bezahlen bzw. Pflegegeld beantragen können.

            Mütter gehen heute arbeiten, um das Geld zu verdienen, damit sie die Krippe und den Kindergarten bezahlen können. Kindererziehung ist heute in großen Teilen ein Produkt, das eben seinen Preis hat.

            Diese Zusatzaspekte wie Tierwohl, Heumilch, freilaufend, die der Alois als „Marken“ an den Mann bringen will, waren mal ganz normale Bäuerlichkeit. Jetzt werden das Produkte, die verkauft werden.

            Kapitalismus besteht darin, die ehemals ganzheitliche Lebensgestaltung zu fragmentieren und in käufliche Produkte zu verwandeln.

            In den Mama-Blogs werden Kinder als Schaufensterpuppen vermarktet. In Bücher-Blogs wird das Lesen vermarktet. Alternatives Reisen im Stil von „Wie schnorre ich mich durch“: ein beliebtes Produkt im Internet. Oder die Diät. Das letzte Date. Oder gleich die ganze Privatsphäre. Der unersättliche Markt ist stets auf der Suche nach neuen Produkten. Das ist „kapitalistisches Denken“.

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            • Im Sozialismus konnten alle Frauen berufstätig sein und die Kinder wurden auf Staatskosten in den Kindergarten geschickt.
              Na ja dafür verdienten die Eltern weniger und brauchten auch weniger Steuern zu bezahlen.
              Im Kapitalismus müssen das die Frauen alle nebenher leisten und dafür kein Geld verdienen, aber dafür hat der Mann genügend verdient, um eine Familie durchzubringen. Eben ein ausreichendes Familieneinkommen.
              Aber Kindergarten konnte man sich sparen, die Frau hatte ja Zeit genug und konnte so nebenher noch soziale Arbeiten in der Nachbarschaft erledigen.
              Nun verdienen sie selber und können ihre Kinder in den Kindergarten schicken und auch fürs 2. Auto und andere Konsumsachen mitverdienen.

              Ja, das alles kann man in Fragmente gestalten, zu einem Produkt erklären so und einen Wert geben.

              Dann handeln wir doch mit diesen Produkten, damit unserer Volkswirtschaft stabil bleibt und nicht mit denen, die unsere Ökologie und Soziologie verderben!

              An denen braucht man nichts zu verdienen, die könnten staatlich geregelt werden.

              Dann wird das Fleisch und die Milch automatisch seltener und teuer, oder???

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      • Bauer Willi sagt

        @Paulus
        Exakt so ist es. Wir drehen uns im Kreis. Mein Problem sind nicht primär die Preise. Mein Problem ist die Anspruchshaltung einerseits (ich möchte bitte nur Fleisch von Freilandrinder) und der Kaufentscheidung (aber es darf aber bitte nicht mehr kosten) auf der anderen Seite. Ruhig billiges Fleisch kaufen, aber dann auch den Mund halten, wenn wieder mal gegen Massentierhaltung zu Felde gezogen wird. Das will ich mit dem Text sagen.
        Bauer Willi

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        • bauerhans sagt

          „Im Sozialismus konnten alle Frauen berufstätig sein“

          mussten berufstätig sein,damit das sozialistische system nicht zusammen brach.
          ähnlich den familienbetrieben hier bei uns,wo die frauen DIE stütze der betriebe waren,aber oft nichtmal rentenversichert.

          1+

          • Brötchen sagt

            das ist Quatsch bauerhans. mein Vater als LPG Chef musste sinnlose arbeiten für die Landfrauen organisieren, damit die alle zu tun hatten. das war pol. agenda, das hat aber wirt. viel verschleiert. das hat er mal in einer nebenbemerkung mir gegenüber geäussert. ich habe ab 14 jede Ferien in dem Betrieb gearbeitet, oft im Stroh. in den 50zigern gab es auch noch arbeitslose. das wusste ich auch nicht, weil das nicht berichtet wurde.

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    • Den Menschen geht es wie den Leuten!

      Also, wenn VW oder ein anderes Unternehmen zu viel Autos/Produkte herstellt, dann müssen die Autos auf Autohalten!
      Wer bezahlt ihm den Input dazu und seine Mitarbeiter und ihre Arbeitszeit?

      Also kann Das unternehmen nur die Autos herstellen die auch gekauft werden.

      Soll Bauer Willi vermehrt Hafer anbauen und keiner hat Interesse daran?

      Wer bezahlt ihm den Input dazu und seine Arbeitszeit?

      Wo ist da Doppelmoral, Fingerphilosoph?

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  14. Das sind leider Gottes die Tatsachen. Dann noch das politisch gewollte wenige Geld von sehr vielen Bürgern im Land. Wenn ich eine andere Landwirtschaft fordere dann muss ich auch politisch dafür sorgen das der Bürger das bezahlen kann . Anders geht es nicht. So einfach ist das. Gerade die Grünen Fachidioten und Genossen die keine Genossen sind sollten sich mal Gedanken drüber machen. Aber das geht denen am a…..ch vorbei.

    2+

  15. Der Landwirt hat es doch gar nicht in der Hand, was im Supermarkt angeboten wird. Sondern der Handel oder der Verarbeiter machen das verkaufsfertige Produkt. Wenn nun ein Produkt erfolgreich ist, also vom Verbraucher eifrig gekauft wird, dann stellt der Handel natürlich das Produkt wieder her. Und weitet sogar die Produktion aus. Gleichzeitig aber kalkulieren Handel und Verarbeitung laufend und versuchen ihre Gewinnmargen zu optimieren. Das hat zur Folge, dass der Landwirt als Rohstofflieferant laufend auf seine Preiswürdigkeit gecheckt wird. Und da beginnt das Problem, weil es immer wieder welche gibt die billiger anbieten oder mit Überproduktion den Mengendruck im Markt erhöhen. Egal, ob der Verbraicher „billig“ kauft oder nicht. Der Landwirt ist in der Wertschöpfungskette nicht integriert. Das ist das eigentliche Problem. 🙁

    6+

    • bauerhans sagt

      landwirtschaft produziert unflexibel unelastische produkte und kann deshalb nicht in die wertschöpfungsgruppe integriert sein.

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        • Alois Wohlfahrt sagt

          Erzeugermarken sind die ultimative Integration. Biespiel Berchtesgadener Molkerei:
          – Aktives Marketing, bindet die Bauern aktiv in die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit ein
          – Setzt gescheite Erzeugerpreise beim LEH durch. Nichts wird verramscht.
          – Zahlt dem Erzeuger auskömmliche Preise. Die Bauern selber profitieren vom Erfolg ihrer Marke!
          – Untersagt die Überproduktion ihren eigenen Milch-Lieferanten!
          – Kümmert sich um Tierwohl bei ihren Erzeugern und andere „Verbraucherwünsche“.
          – Macht ihre Erzeuger und Genossen stolz „Berchtesgadener Bauer“ zu sein.

          3+

          • Alois Wohlfahrt sagt

            Es gibt zwischen eigener Erzeugermarke und Abliefermentalität noch viele andere Möglichkeiten sich als Landwirt in eine vertragliche Integration zu begeben. Beispiel: VonHier Marke von Feneberg. Hier ist zwar der Handel, sprich Feneberg, der Chef im Ring. Doch der Handel ist nicht so böse, wie das oft dargestellt wird. Hier wird eine richtige Win-Win Situation für Handel und Erzeuger und Region geschaffen. Und das schon seit 20 Jahren!
            https://www.feneberg.de/marken/unsere-vonhier-lieferanten/

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            • Ein gesättigter Markt, der weiter wachsen will, fragmentiert. Hinter der Markenbildung steckt ebenfalls nur der Wachstumsgedanke, nur wächst nicht mehr die Produktion der Originalprodukts, sondern die Produktion von Zusatzaspekten zum Produkt. Und das sind dann die „Marken“.

              Wie das weitergeht, ist absehbar. Auch bei den „Marken“ wird wiederum versucht, den größtmöglichen Reibach zu machen, und irgendein Bauer wird wieder schlauer sein und die anderen in Zugzwang bringen. Über kurz oder lang ist die Marke ausgehebelt. Dann ist wieder der Gesetzgeber gefragt, der genau festlegen muss, was die Kriterien für die jeweilige Marke sind. Es wird einen Wust von Verordnungen geben, die der Verbraucher ebensowenig durchdringen kann wie das Produktionsgeschehen als solches.

              Und dann kann der Bauer auf ein Neues dem Verbraucher die Schuld in die Schuhe schieben und Super- und Hypermarken gründen. Und hinter allem steckt doch wieder nur der Wachstumsgedanke

              2+

          • Bei den Marken passiert doch dasselbe wie bei „Bio“: je größer die Nachfrage, desto mehr wird produziert, desto mehr werden die ursprünglichen Kriterien, die das Produkt aus der Menge anderer Produkte herausgehoben haben (Tierwohl usw.) wieder aufgeweicht. Am Ende zahlt der Verbraucher nur noch für ein hübsches Etikett.

            Das beste Beispiel sind die Eier. Da haben sich „Bio-Eier“ im Handel durchgesetzt, mit dem Ergebnis, dass „Bio-Eier“ gleichermaßen in Massentierhaltung erzeugt und die Hühner nur etwas besser gehalten werden und längst nicht so „glücklich“ sind, wie das dem Verbraucher immer noch suggeriert wird.

            Bei konventionellen Äpfeln weiß ich, dass die bis zu 40x gespritzt werden. Bei Bio-Äpfeln glaubt der Verbraucher, dass er ungespritzte Ware vor sich hat, um dann irgendwann zu erfahren, dass die gleichermaßen gespritzt sind.

            Die „Marken“ dienen doch nur dazu, den Verbraucher vom Produkt abzulenken. An die Stelle des Produkts tritt durch die Marke bloß ein Image, das der Verbraucher sich vom Produkt machen soll.

            Die Persönlichkeit des einzelnen Bauern entscheidet über die Qualität seiner Produkte. Bauern, die tatsächlich gute Qualität liefern, bringen ihre Produkte auch an den Mann. Das sehe ich jede Woche an den Schlangen von Leuten, die sich bei manchen Ständen bilden. Und bei anderen eben nicht.

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            • Alois Wohlfahrt sagt

              Eine Marke ist schon mehr als bloß Show. Hinter einer Marke steckt immer eine Markenphilosophie. Daraus bildet sich ein Handlungsleitfaden ab. Für was steht die Marke? Das muss definiert und das muss dann auch glaubhaft gelebt werden. Sonst funktioniert die Marke nicht. Übrigens ist „der Fingerphilosoph“ auch schon eine Marke. Oder „bauerwilli“. Man kommuniziert seine Werte mit jeder Handlung.
              Das Ziel jeder Marke ist eindeutig, sich am Markt zu unterscheiden von anderen Produkten. Das ist ganz entscheidend in einem Massenmarkt, wie es bei den Lebensmittel nun einmal ist. Ohne Marke, keine Unterscheidung, sondern nur Einheitsware und Einheitspreis.

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            • Es stimmt nicht mehr, sobald sich die Marke von den Handelnden abtrennt und anfängt, ein Eigenleben zu führen. Dieses Eigenleben ist im „Marken“-Gedanken schon mit abgelegt. Am Anfang mag es so sein, dass eine Philosophie dahintersteht. Aber die Marken- und Philosophiebegründer verschwinden irgendwann und dann geht die Marke den üblichen kapitalistischen Weg. Man fängt an zu überlegen, die man Kosten senken und Profit maximieren kann. Und die Unterschiede, die es mal gegeben haben mag, um die Marke zu etablieren, nivellieren sich wieder, während der erhöhte Preis bleibt. Der Verbraucher zahlt dann fürs Etikett.

              So ist es mit „Bio“ doch auch gegangen. Die Unterschiede zu konventionell mussten da ja sogar gesetzlich verankert werden. Das heißt, wenn der Bauer nicht kontrolliert wird, kann sich der Verbraucher nicht drauf verlassen, dass er bekommt, was ihm versprochen wird.

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            • Alois Wohlfahrt sagt

              Bio ist übrigens keine Marke, sondern eine Zertifizierung nach festgelegten Grundsätzen. Wer eine Marke aufgebaut hat, der hat einen Ruf zu verlieren. Einem Markeninhaber wird nicht von vorneherein alles für gut heissen, was die Produktion verbilligt. Oder ganz krass gesagt: Der wird nicht seiner Kuh immer das Billigste zu fressen geben. Und er wird auf Kritik hören und prüfen, ob da vielleicht was dran ist. Aber der weltmarktgläubige Überschußproduzierer hat keine Skrupel und rechtfertigt sich damit, dass die anderen das ja auch tun und dass der Weltmarktdruck ihn zwingt „so modern“ zu produzieren, dass eben jedes Tier nur noch eine abstrakte Produktionseinheit ist. Hattest Du nicht vor ein paar Tagen moniert, „…dass da irgendwas mit den Bauern bei der Industrialisierung passiert sein muss…“, wo Du quasi ein Moral und die Verantwortung des Erzeugers gefordert hattest. Genauso fordert ein Markenprogramm den Erzeuger. Die Marke ist die Moral, ist die Ethik, die beim „Weltmarkt-ich-muss-immer-der-Billigste-sein-Denken“ fehlt.

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            • Ja, das hatte ich moniert, dass im Laufe der Industrialisierung der Landwirtschaft mit den Bauern was passiert sein muss …

              Wenn sich herausgestellt hat, dass der weltmarktgläubige Überschuss-Produzierer keine Skrupel hat, ist dann die logische Schlussfolgerung wirklich die, dass der nicht-weltmarktgläubige Produzent aus seinen Skrupeln ein Produkt macht, das er im Rahmen einer „Marke“ verkauft?

              Wenn das Gewissen zum käuflichen Produkt wird, was ist es dann überhaupt noch wert? Dasselbe gilt doch auch für Moral und Ethik. Wenn Moral käuflich ist, wandelt sie sich in Unmoral.

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          • bauerhans sagt

            „Berchtesgadener Molkerei“

            das ist eine „geschlossene gruppe“,wie früher die zuckerrübenbauern,wo genau definiert war,was wie angebaut werden und bezahlt werden musste.

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  16. Lieschen Müller sagt

    Woher soll ich als Verbraucher wissen, dass der Hühnerhalter wirklich 1 cent mehr bekommt? Was macht der Hühnerhalter dann mit diesem Cent? Nach Mallorca fliegen? Ein SUV kaufen? Sich selber Bioäpfel kaufen? Seinen Kindern ein Auslandssemester bezahlen? Den Hof asphaltieren? Den Nachbarn aufkaufen?
    Nein, mit Moral kommen wir nicht weiter. Es geht nur mit Gesetzen: Mindestlohn, Haltungsbedingungen, Gülleausbringung, Monopolverbot, Naturschutz.

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    • Bauer Willi sagt

      Was macht denn der Hühnerhalter, wenn er einen Cent weniger als die Herstellkosten bekommt? Er macht den Laden zu und überlässt den Verkauf demjenigen, der es noch billiger kann. Weil er mehr Hühner hält. Und dann ist es wieder Massentierhaltung, die aber keiner will. Das ist doppelte Moral.

      Also machen wir Gesetze, dass niemand mehr als 5.000 Hühner halten darf. Mindestlohn muss auch gezahlt werden. Die Tiere müssen Auslauf bekommen. Das Güllelager muss für 9 Monate ausreichen. Und um die Hühnerwiese muß dann noch eine Hecke, wegen Naturschutz. Merken Sie was?
      Bauer Willi

      2+

      • Lieschen Müller sagt

        Ja ich merke etwas: wir sind in einer Sackgasse, egal wohin ich mich drehe, ich sehe keinen Ausweg. Auch die Landwirte sind in dieser Sackgasse gefangen. Um zu überleben, muss der Einzelne irgendjemand anderen übertölpeln, ausnutzen, benutzen.

        2+

        • Ja Lieschen,
          sogar die Billigkräfte oder Geringverdiener in der Landwirtschaft (Spargelstecher), Handel oder Gastronomie!

          Und wenn der Hühnerhalter sich keinen Stall und Wiese mehr finanzieren kann, dann geht er lieber anderswo seinen Familienunterhalt verdienen.

          Und wenn zuerst als Billigkraft!

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    • Kaffee auf sagt

      Äh? Das ist aber sehr einfach. Wenn Sie den Anspruch haben zu wissen, was Ihr Hühnerbauer verdient bzw. ob der 1 Cent mehr ankommt, dann haben Sie die Möglichkeit beim Bauern zu kaufen. Und nicht im Discounter. Es gibt aber auch Bauern, die regionale Discounter beliefern, da können Sie dann mal vorbeischauen und mit denen Reden. Nur nach Gesetzen rufen, um es selbst einfacher zu haben kann es ja wohl nicht sein.
      Und wenn Sie ein grundsätzliches Problem damit haben, dass Bauern von Ihren Einnahmen in die Ausbildung ihrer Kinder investieren, Urlaub machen oder SUV fahren (kann je nach Örtlichkeit hilfreich sein), dann empfehle ich selber anbauen oder Hühner halten. Die Nachbarn freuen sich.

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      • Lieschen Müller sagt

        Ich weiß immer gar nicht, was sie mit ihrem Discounter haben. Falls ich mal bei einem Penny bin, da gibt es nur Dinge aus Orten, von denen ich noch nie gehört habe. Ich muss mich schon anstrengen, um Lebensmittel zu finden, die aus der Region sind.
        Ich habe kein Problem damit, dass Bauern Urlaub machen. Nur der Vorwurf der Bauern an die Nichtbauern ist doch der selbe: gebt uns euer Geld und fliegt dafür lieber nicht nach Mallorca. (Dort war ich übrigens noch nie, Kleingarten habe ich, Tierhaltung ist dort verboten)

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        • Kaffee auf sagt

          Es ist bei Discounterware schwieriger nachzuvollziehen, wo der 1 Cent bleibt. Sie wollten wissen, woher Sie wissen können, wo der 1 Cent bleibt. Wenn Sie eigentlich lieber bei Penny kaufen würden, dann fragen Sie doch nach regionaler Ware. Möglichst oft. Wenn das noch mehr machen, tut sich vielleicht auch mehr.

          1+

    • Das dechiffrieren fällt nicht leicht … Und führt zu nichts sinnvollem. Auch Interpretation führt nicht zu einem besseren Ergebnis …

      Aber wenn wir beim Auftragskiller bleiben wollen, bauen wir das Eisenerz ab, aus dem irgendwer eine Waffe herstellen kann …

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    • Ich weiß jetzt auch nicht, ob ich es verstanden habe und finde den Kommentar auch etwas befremdlich. Der Auftragskiller kann einerseits der Landwirt sein, der etwas herstellt was keiner haben will und deshalb besser aufhört. Der Auftragskiller sucht sich also einen anderen Beruf. Es kann aber auch der Konsument sein, der nicht schuld ist, weil er sich nicht auf die Suche nach Alternativen macht, folglich keine Wahl hat. Beides führt zu keinem richtigen Schluss. Herr Karsten Spanier und ich bleiben also etwas ratlos zurück…

      1+

      • bauerhans sagt

        „….den Auftrag bekommt er vom „Bauern“.“

        der bauer vergibt aufträge an den lohnunternehmer,alle anderen „erbarmen sich“ des bauern und erledigen gegen ihre persönliche preisvorstellung,dienstleistungen.
        der schlachter weiss,dass der bauer seine schlachttiere nicht „lagern“ kann.

        1+

    • Sven Nyström …ich bezweifele nicht, dass durch ‚Werbung‘ Meinung geschaffen wurde, die sonst nicht existieren würde…aber auf plumpe Sprüche fällt auch nicht jeder rein.

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    • Aber natürlich, die Werbung allein ist schuld, dass der Konsument Fleisch nachfragt. Und würde der Konsument rein pflanzliche Nahrung nachfragen würde der Bauer keine Tiere für ihn töten müssen. Ist klar. Alles Mörder, ausser die Veggies. 🤯

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      • Wenn kein Fleisch mehr nachgefragt wird, dann stehen die Ställe lehr, vielleicht kann man da andere Kulturen, wie Pilze drin züchten oder Reitpferde rein stellen, man wird sehen.

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      • Schmeckt gut sagt

        Ist ein durch „Real“ verkauftes Stück Kobe-rindersteak dann von einem Auftragskiller der Yakuza „beeinflußt“? Kilopreis übrigens bei 400 Euro! Ist doch eine spannende Frage , um zu klären, wer sich hier lächerlich macht? 😉

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    • Sven Nyström Wundert mich nicht, dass ihnen nicht klar ist wer von uns beiden sich hier lächerlich macht. Alles Möööööörder, diese Landwirte ne? Das ist das Fazit Ihrer überaus nüchternen Analyse, oder hab ich das falsch verstanden? 😂

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  17. bauerhans sagt

    die entscheidung ist immer für mallorca!

    so eröffnete prof.windhorst,uni vechta, vor vielen jahren einen vortrag hier vor schweinebauern.
    d.h. der verbraucher gibt lieber wenig fürs essen aus,damit er mehr fürs vergnügen hat.

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  18. An die eigene Nase packen. Kaufe auch das günstigere Futtermittel gleicher Qualität wenn ichs ANGEBOTEN bekomme. WARUM SOLL DER VERBRAUCHER MEHR BEZAHLEN WENN ER NICHT MUSS

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  19. Das stimmt. So, wie es einen Mindestlohn gibt, sollte es auch einen Mindestpreis für Lebensmittel geben.Dabei muß der Anteil für den Erzeuger festgelegt werden, was wiederum an Haltungs – und Schlachtungsbedingungen gebunden sein muss.. Ein Notwendigkeit, da der Mensch in zu vielen Bereichen unmündig ist. Gier (Geld) frisst nicht nur Hirn, sondern auch Moral.

    1+

    • Aufklärer sagt

      Jau, der Mindestpreis existiert bereits: Das ist der Preis, der am Markt für ein Produkt erzielt wird. Nicht mehr und nicht weniger.

      Mindestlohn? Machen Sie sich nicht lächerlich. Das ist das Geld, von dem der Bürger noch nicht leben kann aber die unterste Schamgrenze der Bezahlung darstellt, auf die sich nach zähem Ringen geeinigt wurde. Eine Grenze, die Arbeitgeber immer wieder zu überwinden suchen um das Mindestlohn-Feigenblatt noch mit Sonderregeln für allerlei Sonderverträge zu durchlöchern.

      Das Netto liegt bei einer Vollzeitstelle von 40 Stunden bei Steuerklasse 1 und einem ca. Brutto von 1550 Euro bei knapp 1100 Euro.

      Wow! Da kann der Single sich ziemlich gar kein Fleisch mehr leisten. Das ist kaum über Hartz4 Niveau, nur mal am Rande. Die meisten Menschen mit Familie und nur einem Mindestlohneinkommen müssen aufstocken. Kommen Kinder hinzu wird noch das Kindergeld angerechnet als Einkommen ehe Leistungsansprüche entstehen.

      Durchschnittliche Rente liegt unterhalb von 800 Euro seit Jahren und wird weiter sinken. Nicht für Faulenzer – sondern für langjährig Beschäftigte!
      Sozialleistungen sind auf der Höhe von Hartz4 eingefroren.

      Genauer gesagt: Mindestlohn und Sozialleistungsfälle, Rentner und vergleichbare Personenkreise sind auf 3 Euro pro Hähnchen angewiesen um über die Runden zu kommen. Denn das ist schon viel Geld für diese Gruppe. Man hat vielleicht 100-150 Euro für einen ganzen Monat für Waren des täglichen Bedarfs inklusive Lebensmittel und Getränke.

      Es ist Traumtänzerei der oberen 20-40% und maßgeblich der oberen 10% der deutschen Bevölkerung, wenn herumgelabert wird das Lebensmittel ach so billig seien.

      Das Gegenteil ist der Fall. Deutsche Lebensmittel kosten im europäischen Schnitt leicht überdurchschnittlich, Strom zahlen Deutsche sowieso einen Spitzenspreis und Internet / Mobil ist in Deutschland reiner Wucher, Mieten steigen unaufhörlich und Mindestlohn oder soziale Leistungen decken keinesfalls die Mietkosten ab, sondern zwingen zum Umsiedeln in asoziale Wohngegenden wobei es schwerer wird selbst in Ballungszentren Wohnungen zu den vorgegebenen Konditionen zu finden und wenn man sie hat auch gegen die Vorurteile zu bekommen.

      Sorry, wer das meint, das es an der Nachfrage liegt oder das Bürger ihr Geld für teurere Nahrungsmittel ausgeben könnten, der irrt halt. Das könnten die Millionen Deutsche vielleicht tun, die sich gerne in den Urlaub verfrachten lassen. Diejenigen, die genug Einkommen haben. Das sind aber wenige und werden immer weniger.
      Das Beschäftigungsmärchen unserer Regierung verschweigt nämlich, das der Beschäftigungszuwachs im Working-Poor Segment stattfindet.

      Mehr Geld für Produkte des täglichen Nahrungsmittelbedarfs ist nicht möglich. Die Preisuntergrenze muss der Einkommensuntergrenze der Armen angepasst bleiben.

      Was glauben Sie wie hart diese Leute die Milchpreissteigerungen schon treffen? 50 Cent mehr für Butter + 20 Cent mehr für Milch. 30 Cent mehr für Quark. Käse legte genauso zu. Für diese Klientel werden Nahrungsmittel zunehmend zu Luxusartikeln!
      Obst und Gemüse sind für viele kaum bezahlbar und beim Fleisch gibts fast nur Schwein und Hähnchen, weils halt billiger als Rind ist.
      Beim Metzger Kaufen? Viel zu teuer, das können Betroffene sich nicht leisten.

      Also klare Sache:

      Die Wirtschaft soll ihre Preise selbst organisieren und wenn Landwirte meinen, dürfen sie jederzeit versuchen höhere Preise durchzudrücken. Regiomarketing und Markenprodukte, Tierkreiszeichenlabel, Kuschelzuschlag und Gourmet-Etiketten könnt ihr jederzeit selbst mit Verbänden aushandeln und dann euer Zeug anbieten und bewerben.

      Die, die können, werden es kaufen. Das bewirkt der moralische Druck schon zunehmend von selbst.

      @Bauerwilli

      Schön das Sie die Heuchelei anklagen und nicht vom Geiz des Konsumenten schreiben.

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      • „Genauer gesagt: Mindestlohn und Sozialleistungsfälle, Rentner und vergleichbare Personenkreise sind auf 3 Euro pro Hähnchen angewiesen um über die Runden zu kommen. Denn das ist schon viel Geld für diese Gruppe. Man hat vielleicht 100-150 Euro für einen ganzen Monat für Waren des täglichen Bedarfs inklusive Lebensmittel und Getränke.“ Genau so rechtfertigen Gutverdienende niedrige Lebensmittelpreise und beruhigen damit ihr Gewissen.
        Dann noch dies: Bericht im Fernsehen zu angeblich teuren Nahrungsmitteln in Deutschland – alleinerziehende Hartz IV Empfängerin sitzt mit ihren drei Kindern am Mittagstisch. Auf den Tellern nur eine winzig kleine Portion, die Mutter erklärt unter Tränen, zu mehr reicht es nicht. Im Hintergrund erkennt man auf dem Küchentisch eine angebrochene Stange Marlboro …

        2+

        • Aufklärer sagt

          Tabakdrogenkonsum ist asozial und macht asozial. Ich habe eine harte Einstellung zu diesem Punkt.

          Trotzdem komme ich nicht auf die Idee, Menschen die Suchtkrank sind – ja auch bei Tabakdrogenkonsum liegt i.d.R. eine krankhafte Sucht vor – Verschwendungssucht vorzuwerfen.

          Nahezu ALLE machen Fehler beim finanziellen Management. Darüber zu lamentieren ist lächerlich wenn es gerade arme Menschen betrifft, die keinerlei Spielraum haben und immer überall Einsparen müssen.

          Zumal ich auch nicht der Auffassung bin, das das Geld nicht reicht um den Teller halbwegs voll zu bekommen und Familie mit Kindern kalorisch ausreichend zu versorgen. Eine Fernsehsendung bildet nie die Wirklichkeit sondern ein Drehbuch ab.

          Zitat: „Genau so rechtfertigen Gutverdienende niedrige Lebensmittelpreise und beruhigen damit ihr Gewissen.“

          Wie Preise in der Wirtschaft zustande kommen hat Ihnen noch nie einer erklärt, oder? Bildung ist eine Holschuld, informieren Sie sich. Das basiert auf Statistiken, die die EU herausbringt.
          Es geht überhaupt nicht anders als das Preise im Mittel allen Bevölkerungsschichten halbwegs eine solide Ernährung gewährleisten. Die individuelle Kaufkraft „armutsgefährdeter“ Haushalte ist ein wichtiger Faktor.

          Ein paar punktuelle Ausführungen zur Preisbildung:

          Weder Einkommensstarke noch Einkommensschwache entscheiden direkt darüber wie die Preise sind. Die entstehen durch Angebot und Nachfrage in großer Menge und durch Kostenstrukturen. So ist der hohe Preis in der Biolandwirtschaft auch darüber bedingt, weil mehr weggeworfen werden muss, da weniger davon nachgefragt wird aber im Ladenregal trotzdem eine Menge vorhanden sein muss. Auch bei Tierzucht ist das Problem weniger Ausbeute pro Tier, mehr und teureres Futter und mehr Flächenbedarf. Ausserdem mehr Arbeit insgesamt, weil weniger an Maschinen und moderne Hilfsmittel ausgelagert werden kann. Ausserdem sind bei der Tierhaltung höhere Verluste normal in der Biotierhaltung und die Kosten allgemein hoch. Die Verluste sind durch mehr Leidensdruck der Tiere wegen teilweise fehlender Impfungen und Medikamente größer. Auch die erzwungene Freilandhaltung fördert Nachteile durch Parasitenbefall und mehr.

          All das muss durch höhere Preise eingespielt werden. Konventionelle Herstellung ist effizienter und deshalb günstiger, aber nicht schlechter, sondern anders und der einzige Weg für die Masse der Menschheit.

          Noch ein Wort zum individuellen Bedarf

          Jeder hat nur das Geld was er hat. Leute mit ausreichend hohem Einkommen entscheiden was sie mit ihrem Geld machen, Arme kaufen das was notwendig ist und sichern sich das Überleben. Für mehr reichts nämlich nicht.
          Geringverdiener, Niedrigeinkommen und vieles mehr bedeutet systematischen Verzicht auszuüben, jeden Tag von Morgens bis Abends. Da gehts nicht um den Verzicht Urlaub ja oder nein, sondern um Winterjacke ja oder nein. Viele frieren lieber als ohne Handy aufzufallen und Aussenseiter zu sein.

          Das Einsparen passiert gerade an den Stellen als erstes, die am besten vor der Öffentlichkeit versteckt/verheimlicht werden können, Jedoch nicht an den Stellen, die offen sichtbare Formen sozialer Teilhabe für das Individuum bedeuten. Die Suchtmittelbeschaffung ist bei der Nachfrage ebenfalls ein Sonderfall, weil sie auf Suchtkrankheit basiert.

          Dies sind auch Faktoren, wieso sich die Breite Mehrheit der Bevölkerung moralisch in die Enge gedrängt fühlt, zu SAGEN sie würden voll toll ethisch korrekt einkaufen – es ist eine Forderung des politischen Jetsets und gehört dazu wenn der Otto Normalo das Gefühl haben will dazu zu gehören – mit diesem Statement kauft man sich also Anerkennung – das man in der Realität das eigene Konsumverhalten dann nicht so kritisch sieht, ist ein anderer Faktor.

          Sollen die einkommenstarken Sausäcke doch einfach kaufen was sie für richtig halten und andere das kaufen lassen was sie wollen / für richtig halten. Bauern gehen ihrem eigenen Interesse nach, wenn sie fordern, das mehr für Lebensmittel bezahlt werden sollte, das ist das Eine.
          Andere Leute spielen sich als Retter von Moral auf und fordern, das alle teure Ethik-Etiketten-Labels kaufen sollen. Was für ein verlogener Scheiß!

          Ich kanns nicht leiden wenn nach unten getreten wird. Mit Ihrem Beitrag haben Sie das aber getan.

          Woher wissen Sie, das die Stange Kippen nicht die Tagesdosis des Filmteams war? Oder deren Mitbringsel für die arme Frau, die sonst nur Tabak dreht?

          Hauptsache Vorurteile bestätigt. Das reicht schon um sich nicht mehr mit der Materie und der schwierigen Situation der Menschen befassen zu müssen? Da darf man dann schon Mitgefühl streichen?

          Finde ich ziemlich kleingeistig und hartherzig.

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          • bauerhans sagt

            bei uns in D gibts keine ARMEN!
            selbst alleinerziehende frauen können vorschuss bei der gemeinde beantragen,wenn der „erzeuger“ nicht zahlt.
            auch gibts die möglichkeit,weitere hilfen zu beantragen,allerdings muss der betroffene das selbst in die hand nehmen,aber das kriegen manche nicht auf die reihe
            flüchtlinge kommen auch deshalb gerne zu uns,weil sich rumgesprochen hat,was man hier alles bekommen kann.

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            • Aufklärer sagt

              Machen Sie mal die Augen auf!

              Willkommen in der Wirklichkeit.

              Sie meinen vielleicht, das wer nicht als verhungernder Mensch in der Sahelzone oder in einem Slum einer Millionenstadt in Indien lebt ist gar nicht bzw. kann nicht arm sein?

              100-150 Euro pro Monat für Mittel des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Hygieneartikel und Getränke ist üppig? 416 Euro (ab Jan) – Stromkosten, -Telefon, -Internet, -Bekleidung, -Neuanschaffungen Elektrogeräte, -Renovierungen, -medizinische Zuzahlungen

              Schon mal den Begriff relative Armut gehört?

              BTW: Anträge? Wovon träumen sie eigentlich sonst noch so?

              Asylbewerber bekommen nach Asylgesetz Leistungen.

              Andere Bürger erhalten Sozialhilfe, Hartz4 oder kurzfristig ALG I oder Grundsicherung im Alter.
              Samt und Sonders ist die Summe auf Hartz4 Niveau festgeschraubt, von ALG I abgesehen, das ist vom letzten Lohn abhängig.

              Es gibt kaum Leistungen, die zusätzlich zu den genannten Leistungen gezahlt werden. Selbst Kindergeld wird voll als Einkommen angerechnet für Hartz4 Empfänger.

              Sie haben keine Ahnung wie eng das Korsett mitlerweile um den Hals der von Armut betroffenen Bürger gezogen ist.
              Genausowenig Personen, die meinen das die Masse der Bürger einfach mal mehr für Lebensmittel locker machen sollte.

              Das ist der überwiegenden Mehrheit nicht im größeren Umfang möglich.

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          • bauerhans sagt

            „Sie haben keine Ahnung wie eng das Korsett mitlerweile um den Hals der von Armut betroffenen Bürger gezogen ist.“

            „armutsbürger“ kommen ab und an mal zu mir und fragen,ob sie helfen können,fordern 10 bis 15 auf die hand und sind dann erstaunt,wenn ich ihnen erkläre,dass mir das zu „heiss“ ist.
            auf nachfrage erzählen sie aber,dass ein regelrechter arbeitsmarkt besteht,wo privatleute renovierungsarbeiten vergeben.
            ach ja,lehrer wären die schlimmsten auftraggeber,die hätten immer was zu meckern.

            2+

            • Aufklärer sagt

              Schwarzarbeit muss ja nicht sein. Wäre Sozialbetrug und Steuerhinterziehung.

              Jetzt dürfen Sie dreimal raten wer die 60-80 Steuer-Milliarden – je nach Schätzung – tatsächlich hinterzieht? Arbeitgeber, Banken und hochbezahlte Arbeitnehmer und Unternehmer? oder doch die Hartz4 Emfpänger, deren gesamter Unterhalt! Von Arbeitsgelegenheiten bis hin zu Kursen und Kosten aller Art beim Bund und Kommunen grad mit etwas um die 40-45 Milliarden proJahr. würden alle ordnungsgemäß Steuern zahlen hätten wir viele Probleme gar nicht. Aber so ist das halt und wieso sollten Arme anders sein als Reiche? Mitnahmementalität ist bei Reichen ausgeprägter als bei Armen, die sich ihrer Rechte oft nicht bewußt sind und in den allermeisten Fällen diese gar nicht durchzusetzen verstehen.

              Zumal die Armen nicht wirklich Steuern hinterziehen, sondern Sozialleistungsbeiträge, wie sie für Minijobs schon z.B. bei einem 100 Euro Job fällig sind – angeblich vom AG bezahlt natürlich senkt das das Nettoangebot aber darum gehts ja nicht. Den Schutzzaun für Beitragshöhe gibts halt erst wenn man zuviel Geld hat, die Beitragsbemessungsgrenze. Eine solche Untergrenze gibts nicht. Den Armen, die nix haben in die Tasche greifen, da ist der Staat sich nicht zu schade –

              Sozialempfänger oder Armutsbürger hinterziehen also möglicherweise ein paar Sozialbeiträge wejnn sie ein paar Stunden jobben gehen. Bei 100 Euro zuverdienst ohne Minijob anmeldung wären das ca. 30 Euro zu sätzlich, die Sie, der AG, drauflegen müssten und direkt an die Kasse transferieren – PRO MONAT. Was für ein Klau!

              Also wenn man es richtig sieht, hinterziehen also Arbeitgeber die Sozialbeiträge, die solche Vereinbarungen mittragen.
              Sie persönlich machen das nicht, das finde ich persönlich lobenswert. Ich kann das auch nicht ab, habe aber Verständniss für die Menschen, die das machen. Sozialleistungsbetrug ist aber und bleibt asozial, da sind wir einer Meinung.
              Trotzdem: Ich finde aber das gerade die Armen mehr offensichtliche Gründe haben sowas anzustreben und man es gerade diesen nachsehen könnte. Faul sind sie dann ja schon nicht, wie man es ihnen immer wieder vorwirft. Sie wollen halt nur unkompliziert ein bischen mehr vom Leben etwas Kleingeld haben. Ist das schlecht? Gar bösartig?

              Das Sie aber kein Verständniss aufbringen dafür, das manche ihr kärgliches Auskommen verbessern wollen – wie jeder andere Bürger auch hätten Arme gerne etwas mehr fürs Auskommen obwohl man ihre Arbeitskraft nicht braucht oder will am Arbeitsmarkt. Welche Wahl hat so jemand?

              Der wirkliche Sozialleistungsbetrug aber ist das legalisierte Niedriglohnsegment. Teilzeitstellen zu Mindestlohn (kaum Hartz4 Netto, da muss aufgestockt werden) und Minijobs bis 450 Euro. Damit werden ordentliche sozialversicherungspflichtige Jobs verdrängt gerade weil sie mehr Lohnnehbenkosten und etwas weniger Arbeitskraft fürs Geld bringen. Legal halt, nutzt ja den Arbeitgebern, der besitzenden Klasse wie der Linke sagen würde…

              Also sagen wir mal so: Arbeitgeber und Rentenklau durch Staat und Versicherungskonzerne, Pharmawucher, Apothekenpreise und die Ärztelobby mit ihren Forderungen nach Umsatzmaximierung und maßloser Lohnsteigerung – das alles geht zu Lasten der Beitragszahler der gesetzlichen Sozialversicherungen.

              Ja. Wenn das so ist, und sie wissen das es so ist und was sie nicht wissen, können sie jederzeit bei Gewerkschaften und Sozialverbänden erfragen – Ist es also ein Verbrechen wenn Hartzler mal eben was nebenher arbeiten? Oder Asylsucher, die gar keine Arbeitserlaubniss haben und oft noch abgezockt werden?

              Ungesetzlich vielleicht, aber was ist in einem Lande schon zu erwarten, wenn das Gesetz nur noch dafür da ist, den wirklichen systematischen Raub am kleinen Mann zu organisieren und darfür auch noch den Armen ins Gesicht zu spucken?

              Trotzdem Danke für Ihre Einwürfe.

              Diese Diskussion ist zwar Offtopic, führt aber den Gedanken deutlich aus, das es eine Menge Bürger gibt, die einfach nicht die Kohle haben teure Nahrungsmittel zu kaufen.

              Es muss sogar billiger werden. Die jetzigen Preise für Milchprodukte sind eine Zumutung für diese Gruppe und als absolute Grundnahrungsmittel müssen diese günstig bleiben. Wenn Landwirte nicht damit klar kommen, haben sie ihre Unternehmen falsch aufgestellt.

              Schönen Abend allen lfeissigen Lesern meiner Pamphlete

              Und danke Ihnen Bauerhans für Ihre Offenheit und Diskussionsvorlagen. Bis zum nächsten mal alles Gute und viel Erfolg!

              MFG

              0

            • Aufklärer sagt

              Ich wurde schon vieles Geschimpft aber sowas?

              Das geht gar nich ;>

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    • Problem ist aber schon wenn gut verdient werden kann. Machen die Landwirte auch mehr… warum haben wir denn jetzt so viel zu VIEL Milch. Ich denke nicht, weil sich alle Landwirte gedacht haben damit kann ich nichts verdienen genau das mach ich aber trotzdem…
      Es waren gute Jahre vor Milchquotenende…
      Bei den Schweinen ist es das gleiche Problem wird zu viel verdient wird irgendwann auch zu viel Produziert… und ende.
      Trotz alledem entscheidet der Verbraucher an der Ladentheke wie produziert werden soll!!! Ich kann auf dauer nichts produzieren was nicht gekauft wird!!! Da geb ich Willi und Alois vollkommen recht.

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  20. Nur so mal kurz am Rande:

    Gestern bin ich kurz in einen Bericht über Igelretter im TV geraten.

    Fazit:

    A.) Es gibt wegen der zu warmen Witterung (Klimawandel!) zu viele Igelinnen, die kurz vor dem Winter aus Verwirrung noch gebären. Die Kleinen sind dann zu leicht und würden den Winter nicht überstehen.

    B.) Es gibt ohnehin zu wenig Insekten für die Igel, so das selbst die Ausgewachsenen zu wenig Futter finden.

    C.) Die, die gut genährt und schwer genug für den Winterschlaf sind, finden in unserer ausgeräumten Kulturlandschaft keine Rückzugsmöglichkeiten.

    UND,

    wer ist verantwortlich laut der eifrigen Aktivistinnen und eines „Experten“ des BUND für A, B und C?

    Na?

    Richtig!

    Die LANDWIRTSCHAFT!

    3+

    • Was hat das mit diesem Thema hier zu schaffen? Was willst du uns damit sagen ? Das am Klimawandel und dem nahe stehenden Weltuntergang nur eine Berufsgruppe zurzeit schuld ist, um bis auf diese glücklich billig und wohlgenährt unterm Baum Weihnachten zu feiern wissen wir doch langsam!

      1+

    • Damit will ich deutlich machen, das inzwischen jeder Depp denkt, den Verursacher sämtlicher Probleme dieses Planeten ausgemacht zu haben.

      Wollen wir mal ein wenig konstruieren?

      Auch Flüchtlinge kommen nur hierher, weil hier so billig erzeugt wird, das in Afrika keine Produktion mehr lohnt.

      Damit schließt sich dann der Kreis.

      Wenn das aber alles bekannt ist, was tun wir konkret?

      0

      • In Afrika mit deren Rohstoffen produzieren und dadurch da eine Industrie aufbauen, die irgendwann mal mit Global Player agieren usw.

        Dann bleiben die in ihrer Heimat!
        Dann haben die Zukunft und Hoffnung!

        0

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