Bauer Willi
Kommentare 29

Amazon fresh – Chance oder Risiko?

Neben den bekannten Supermarktketten steigt nun auch Amazon in Deutschland in den Online-Handel mit Lebensmitteln ein. Im Prinzip versteht sich Amazon als Plattform, die jeder nutzen kann, der ein Produkt anbietet. Dafür verlangt Amazon einen prozentualen Anteil vom Verkaufspreis. Sieht man sich die Seite jedoch an, so fällt auf, dass überwiegend Produkte gelistet sind, die von Amazon selbst vermarktet werden.

https://www.amazon.de/s/ref=lp_7383485031_ex_n_1?rh=n%3A6723195031&bbn=6723195031&ie=UTF8&qid=1503989389

Ob ein kleiner Anbieter, zum Beispiel ein regionaler Hofladen, da eine realistische Chance hat? Und ist es wirtschaftlich attraktiv, wenn ein zweistelliger Betrag vom Verkaufspreis abgeführt werden muss?

In den USA mischt Amazon den Markt für Lebensmittel gerade gewaltig auf. Am vergangenen Wochenende (24.8. zu 28.8.2017) hat das Unternehmen in den Whole-Food-Märkten, die es im Juni für 13,7 Mrd. US$ übernommen hatte, die Preise um bis zu 43% gesenkt. Die Preissenkungen nach Produkt finden Sie in nachfolgendem Link:

https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-08-28/amazon-cuts-prices-at-whole-foods-as-much-as-50-on-first-da

Wie seht ihr die Entwicklung? Können Landwirte die Plattform sinnvoll nutzen und regionale Produkte anbieten oder steht dem Lebensmittel-Einzelhandel ein neuer Preiskampf bevor? Ich wüsste gerne eure Meinung.

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 445 gesamt, 1 heute)

29 Kommentare

  1. Relentless sagt

    Die allgemeine Stimmung hier geht ja schon in die richtige Richtung, auch mit den richtigen Argumenten. Eines möchte ich noch hinzu fügen, für alle die trotzdem erwägen bei Amazon ihre Produkte zu verkaufen: Amazon nutzt deine Daten um heraus zu finden, welche Produkte sich in deiner Branche am besten verkaufen um diese dann selbst ins Sortiment auf zu nehmen. Gleichzeitig besitzt Amazon (höchst wahrscheinlich) einen Algorithmus, der bei einer Preisänderung des Verkäufers den Preis des eigenen Produktes anpasst, so dass das Amazon Produkt wieder in der Mitte der Seite auftaucht, während dein eigenes nur am Rand der Seite beworben/angeboten wird.

    Eine spannende Doku dazu (bis zum 01.07.18 online):
    https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-die-macht-von-amazon-100.html

    Liebe Grüße,

    ein Fan der Direktvermarktung

    P.S. Relentless – Unbarmherzig, Unerbittlich, Gnadenlos. Einmal Relentless.com eingeben und sehen was passiert.

    1+

  2. Christian sagt

    hallo,
    Amazon verkauft alles. wenn du gut verkaufst über Amazon, dann wirst du bei Amazon gelistet. Wie dort die Bedingungen aussehen weiß ich nicht. Aber die Partnerschaft wird sicher noch einseitiger sein als beim LEH. Vielleicht liege ich falsch, aber Amazon ist sicher der Profi in Sachen Logistik und Auswertung von Klicks/Kundenwünsche/Verkaufszahlen etc…. ich glaube deren Algorithmen können schon berechnen was ich mich zu Weihnachten wünsche 🙂

    0

  3. Friedrich sagt

    Amazon liefert in Texas sicherlich jetzt auch bei Hochwasser pünktlich , oder ? Hier zeigen sich die Schwächen in Notfällen. Die Konzentration des LEH läßt in Notfällen viel eher alles zusammenbrechen . Allein schon bei Stromausfall, wenn die Türen nicht mehr aufgehen , die Kassen oder die Kartenzahlung nicht mehr funktionieren. Als wir neulich im Urlaub waren funktionierten die Kartenautomaten flächendeckend auf der Insel nicht mehr , weil ein Bagger das Zuleitungskabel zerstört hatte. Da war Panik. Nur die Bargeldleute wurden bedient. Hat also alles seine zwei Seiten.

    0

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Bei einer Rundreise durch Mexiko ging zwischen Cancun und Mexiko Stadt kam kein Geld aus dem Automaten, der Reiseleiter konnte jedoch mit seiner Karte abheben, für uns wars kein Problem, wir hatten Bares dabei.

      0

  4. Ehemaliger Landwirt sagt

    Nein, nicht bei Amazon, sondern beim Vogelberger, einem Selbstvermarkter am Vogelsberg habe ich hochwertiges Fleisch bestellt. Am Mittwoch abgeschickt, erst am Montag kam es an, mit einer Außentemperatur von 11 Grad. Was nichts anderes bedeutet, das Fleisch war nicht mehr für den Verzehr geeignet für die Gastronomie und für mich im Niedertemperaturbereich.
    Was wäre mit dem Fleisch geworden, bei Außentemperaturen von über 30 Grad?
    Auf meine Reklamation am Sonntag, haben die es nicht mal nötig gefunden mir zu Antworten.
    Daher ist der Onlineeinkauf bei Lebensmitteln für mich gestorben.

    1+

    • sonnenblume sagt

      Hier stellt sich doch eindeutig die Frage, wer ist für die Aufrechterhaltung der Kühlkette verantwortlich? Wenn beim Direktvermarkter das Produkt aus dem Haus ist, liegt die Verantwortlichkeit beim Transportunternehmen. Dann das Wochenende und schon ist es passiert. Oder glaubt jemand, dass die Unternehmen noch Kühlmöglichkeiten für solche Zeiten zur Verfügung haben? Es gibt schon Kühlsysteme für den kurzzeitigen Transport, aber nicht für mehrere Tage. Da sind die Boxen überfordert. Die Reklamation wird dann zum Problem. Beim Gemüse ist es mit der Frische auch vorbei.

      0

      • Alois Wohlfahrt sagt

        Amazon ist ein Profi in Sachen Logistik. Bitte mal informieren, wie Amazonfresh funktioniert: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/logistik-spezial/lebensmittel-lieferdienst-amazon-fresh-ein-blick-hinter-die-kulissen-des-berliner-depots/20079336.html
        Im übrigen ist Amazon nicht der erste „Lebensmittel-Onlibne-Händler“. Siehe: http://www.computerbild.de/artikel/cb-Tests-DSL-WLAN-Rewe-online-Lebensmittel-online-bestellen-8832478.html. Auch Direktvermarkter, mittelständische Fleischereien und Sennereien sind da schon längst im Geschäft.

        0

        • sonnenblume sagt

          Das sieht nicht schlecht aus. Trotzdem würde ich für den Einkauf von frischen Artikeln den Wochenmarkt oder einen Laden bevorzugen, weil ich mir die Ware dann ansehen und aussuchen kann. Bei anderen Produkten könnte ich mir das eher vorstellen. Toll finde ich die Idee für Senioren, oder Menschen mit Behinderung. Keine Transportprobleme mehr. Das jetzt bitte nicht missverstehen!

          0

          • Lieschen Müller sagt

            Viele Menschen kaufen derart standardisierte Ware, die müssen sich das wirklich nicht vorher angucken. Also 10x Danone-Fruchtjoghurt, 10x Wagner-Pizza, eine Stiege H-Milch ist dann immer das Gleiche.

            1+

            • Alois Wohlfahrt sagt

              Ja genau, deshalb hat jeder vernünftige Onlineshop die Funktion wiederbestellen. Weil dies sehr bequem ist. Stell dir mal vor: Nie mehr Einkaufszettel schreiben. Wenn die Software dann immer besser wird, fragt dich irgendwann „dein Einkaufsagent“ sowas wie: „hast Du vielleicht die Sahne vergessen?“ Weil die Shopsoftware dann sehr genau weiß, dass Du normalerweise jede Woche 1x Sahne brauchst.
              So wie Tesla nicht nur Elektroautos verkauft, sondern Mobilität mit allerlei Diensten neu erfindet, so werden auch hier neue Dienste kommen, die von den Kunden angenommen werden, weil sie manches wirklich bequemer machen.

              1+

            • sonnenblume sagt

              Hallo Alois, Technik ist ja eine gute Sache, aber so wie Du das gerade beschreibst, so möchte ich meinen Haushalt doch nicht organisieren. OK, ich benutze auch Zeitschaltuhr usw., aber was ich einkaufen will, dass muss mir keiner vorsagen. Ich mag mich nicht fremdbestimmen und “ ausspionieren “ lassen. Aber wer weiß, wo das heute schon überall passiert ohne das man das bemerkt. Bei dem System wäre die Gefahr gegeben. Siehe Kamera im Laden, oder diese Sprechpuppen, oder Konditionsmesser. Wer hat dann Zugriff auf diese Informationen? Mir wäre das zu heikel. Wenn man sich einmal an diese Bequemlichkeiten gewöhnt hat, weitet sich das schnell auf andere Bereiche des täglichen Lebens aus und man verliert den Überblick.

              0

            • Inga sagt

              Sind das dann noch als Naturprodukte für den Verbraucher zu erkennen?

              0

            • rebecca sagt

              Auch für Versicherungen ist die neue bequeme Welt eine prima Sache. Wer zu viel Fleisch und zu wenig Gemüse bestellt bekommt dann einfach keine Lebens oder Krankenversicherung mehr, oder nur extrem teuer. Tolle neue Welt.

              0

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Die digitale Erfassung haben wir bereits jetzt schon, die Massen haben Kunden und Paybackkarten, bezahlen bereits den Kaugummi mit der girocard, damit der LEH ein genaues Einkaufsprofil erstellen kann. Anschließend wundern sie sich, warum das Postfach ständig zugemüllt ist.

              0

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        >>Hier stellt sich doch eindeutig die Frage, wer ist für die Aufrechterhaltung der Kühlkette verantwortlich?<<

        Eindeutig der Lieferant, der hat dafür zu sorgen, dass es pünktlich ankommt.

        Wenn ich bei Amazon vor 11 Uhr bestelle, dann ich das Paket am anderen Morgen da, mit DHL, beim DPD ist es nicht so. Somit hat der Selbstvermarkter den falschen Logistiker beauftragt.

        Aber keine Entschuldigung, kein Bedauern, vom Vogelberger.

        Bestellt habe ich, weil die für eine besondere Qualität werben, Joghurt kann ich im Laden kaufen.

        0

    • Paulus sagt

      Hallo Ehemaliger,
      doch, es funktioniert bzw. kann durchaus gut funktionieren.
      Unser Abnehmer, Metzger mit eigener Schlachtung, hat das eingeschweißte Rindfleisch nebst anderen speziellen Produkten (z.B. Wild) anfangs auch per UPS oder bpost oder GLS verschickt; ich weiß es nicht genau. Ohne Versand vermeintlich höherwertiger Produkte an eine bestimmte Klientel könnte der sich auf dem Dorf gar nicht halten.
      Der hat sich nach der ersten Reklamation aber auch sofort ins Auto gesetzt und nicht nur Ersatz geliefert sondern auch noch einen Präsentkorb überreicht. Der Junior ist dabei es nahezu zu perfektionieren. Der gibt den festen Kunden, Restaurants, Kochclubs und auch privaten, die Schlacht- und Auslieferungstermine bekannt und eine Liste mit dem was zu einem bestimmten Datum an bevorzugten Waren zur Verfügung steht. Die Zustellung von St. Vith bis nach Lüttich und grenzüberschreitend nach DE und LUX erfolgt mit einem kleinen Kastenwagen den ein Rentner fährt.
      Als freundliche Geste gibt es immer ein Gläschen Marmelade, Monschauer Senf oder Honig von Jochem oder auch mal 6 Eier hinzu. Selbst Gemüse aus unserem eigenen Garten ist schon mal dabei und sei es nur ein ordentlicher Strauß Petersilie.
      Der hat zwar keine Discounterpreise aber teurer als in einer normalen rheinischen Metzgerei sind dessen Produkte auch nicht.
      Ich war noch nie bei Amazon unterwegs und würde dort auch keine Lebensmittel bestellen. Das hat was mit meiner grundlegenden Einstellung zu tun. Allein die Vorstellung, bei Lieferung zu einem unbestimmten Zeitpunkt anwesend sein zu müssen hält mich davon ab. Die in dem Link aufgezeigten Preisnachlässe, so von 15-39%, finde ich in jedem Wochenprospekt, sei es von REWE oder HIT oder was ich sonst noch so im Briefkasten finde. OK, ich muss hinfahren und kann nicht auf dem Sofa liegen.
      Meine derzeitige Auffassung könnte sich allerdings ändern wenn wir mal älter sind und kein Auto mehr fahren. Insofern bin ich mir dann doch nicht mehr so sicher…
      Aber wahrscheinlich sind wir dann eher ein Fall für die Pflegekräfte.

      1+

  5. bauerhans sagt

    amazon funktioniert weil super billig und schnell geliefert wird.
    gleichzeitig wird festgestellt,dass innenstädte veröden,weils keinen einzelhandel mehr gibt.
    der zusammenhang ist deutlich zu erkennen,der egoismus ist aber stärker.

    2+

  6. Ich seh das so sagt

    Ist doch toll, wenn die vielen Arbeitslosen die Amazon und Co. „produzieren“, dann mit Hartz 4 um 43% billiger einkaufen können und dann viel mehr Geld übrig haben um sich auch Bio zu leisten zu können.
    Ein echtes perpetuum mobile – endlich.

    2+

  7. Alois Wohlfahrt sagt

    Grundsätzlich ist eCommerce auch eine Chance für Landwirte mit einzigartigen Produkten und Dienstleistungen. Aber als „Unterverkäufer“ von Amazon dürfte man als Lebensmittelerzeuger genauso abhängig oder erpressbar sein wie beim klassischen LEH. Vor allem geht damit die ruinöse Niedrigpreisstategie bei Lebensmitteln in eine neue Dimension.
    Dazu ein aktueller Bericht: http://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/Amazon-greift-US-Supermaerkte-an-id42536301.html

    1+

    • rebecca sagt

      Da hast du Recht. Wobei eCommerce auch eine Chance für nicht ganz so einzigartige Dienstleistungen ist.
      Aber etwas eigenes zu starten ist mühsam und kostet Geld. Amazon, Ebay und Co sind ja so toll, bequem und kosten nur ein paar Euro Gebühren.

      Die negativen Folgen der Abhängigkeiten kommen später. Und dann wird wieder gejammert. Über die bösen Verbraucher, Amazon und Co die völlig überraschend nicht nächstenlieb das Geld mit vollen Händen verteilen sondern nur am optimieren des eigenen Profits interessiert sind.

      Das Chancen aus Trägheit und Dummheit verpasst und verschlafen wurden wird wie immer ausgeblendet.

      0

  8. Ich meine Amazon braucht kein Mensch. Schon garnicht um Lebensmittel online zu verhöckern. Was denkt sich eigentlich ein Verbraucher dabei wenn er Milch, Eier oder Fleisch online einkauft? Und dann machen wir uns Gedanken zu Stickoxiden und Feinstaub? Und zum Höfesterben. Ich lehne solche Verkaufskonzepte generell ab und kaufe nichts über Amazon. Garnichts! Und ich kann wunderbar damit leben. Landwirte die diesen Vertriebsweg akzeptieren sollten einmal überdenken ob sie noch die Richtigen sind um wertvolle Lebensmittel zu produzieren. Oder ob sie vlt umsteigen sollten auf die Produktion irgendwelcher, unnützer, Konsumgüter. Vlt Fidget-Spinner oder ähnlich sinnloses.

    2+

    • Lieschen Müller sagt

      Aber wo ist der Unterschied im Stickoxid oder Feinstaub ob sie selber zum Supermarkt fahren oder der Fahrer zu Ihnen kommt? Die Supermärkte haben auch riesige Logistik- bzw. Umverteilzentren an den Autobahnen.
      Ich denke, erneuter Preiskampf.

      0

      • Harald Müller sagt

        In den Großstädten benutzt nur ein Teil das Auto für den täglichen Einkauf, der Rest geht zu Fuß oder nutzt Rad oder ÖPNV. Wobei natürlich auch in den Städten der Trend zunehmend dahin geht, in die Gewerbegebiete vor der Stadt zu fahren und im Gegenzug die Märkte in den Vierteln weniger werden.

        Es wäre aber in der Tat ein Rechenexempel, was denn nun ökologisch günstiger ist. Wobei man bei einer solchen Rechnung so viele Freiheitsgrade hat, dass das Ergebnis einer solchen Rechnung hochgradig vom Auftraggeber der Studie abhängen dürfte…

        Meine Bedenken gehen eher in die Richtung, dass es mittelfristig ja wohl mehrere Anbieter geben wird. Ähnlich wie bei Post- und Paketzustellern, wo ja auch etliche Anbieter täglich kreuz und quer durch Stadt und Land fahren. Im Sinne der Umwelt wäre es sinnvoll, das auf einen zentralen Anbieter zu bündeln. Das ginge aber freilich nur mit einer staatlichen Regulierung, die wohl kaum in unsere heutige Zeit passt.

        1+

    • bauerhans sagt

      „Was denkt sich eigentlich ein Verbraucher dabei wenn er Milch, Eier oder Fleisch online einkauft? “

      mir das meiste und wenn die anderen nicht „klar kommen“, ist das doch nicht mein problem!

      0

      • rebecca sagt

        Das ist Blödsinn. Bei vielen gehts auch um die Zeit und Bequemlichkeit.
        Abgesehen davon wo ist der Unterschied für die Produzenten zwischen online gekauften Eiern und welchen bei Aldi?

        Viel zielführender statt immer nur herumzujammern und die Schuld bei anderen zu suchen wäre sich selber zu bewegen. Aber das macht ja Mühe.

        Dabei gibts eine sehr interessante zahlungskräftige Klientel die nicht immer nur nach dem Preis schielt, bereit und in der Lage ist für gute Produkte und guten Service angemessen zu zahlen. Aber eben nicht die Zeit hat herumzufahren und sich Produkte bei den jeweiligen Erzeugern zusammenzusuchen.

        1+

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Könnten sie mal eine klare Linie fahren?
          Weiter oben klagen sie über negative Folgen des Onlinehandels und jetzt bejubeln sie das selbe, ohne den obligatorischen Seitenhieb Richtung Landwirtschaft zu unterlassen.

          Unsere Weine sind schon lange im Onlineshop, auch bei Amazon zu kaufen. Bei Bestandskunden ging es früher schon per Telefon.

          0

          • rebecca sagt

            Wo habe ich die negativen Folgen des Onlinehandels „beklagt“?

            Ich habe geschrieben das es nicht besonders klug ist sich ausschließlich auf die großen Portale zu verlassen statt etwas eigenes aufzubauen.

            Der Onlinehandel ist eine große Chance. Aber wenn die Produzenten keine eigenen Strukturen aufbauen sondern nur die Plattformen von Amazon und Co nutzen begeben sie sich in dieselbe Abhängigkeit wie jetzt beim Lebensmitelhandel.

            Damit Sie es verstehen. Selber etwas aufbauen ist wie ein Grundstück kaufen, Bäume pflanzen, die pflegen bis sie groß sind um dann die Früchte zu ernten.
            Das kostet Zeit, Mühe und Geld was man eine ganze Weile nicht honoriert bekommt.

            Man kann natürlich auch eine Plantage pachten und sofort ernten. Da macht man sofort Gewinn ohne vorher zu investieren.
            Der Haken ist die Abhängigkeit vom Besitzer der jederzeit die Höhe der Pacht ändern kann, die Pachtbedingungen, die Zufahrt sperren, Den Zugang zum Gelände ganz verweigern kann… Ich nehme an so einen Pachtvertrag würden Sie in der relaen Welt nicht abschließen. Im Onlinehandel tun Sie das aber schon. Für Amazon, Ebay und Paypal ist es ein Klick. Dann ist ihr Laden dort erstmal dicht. Und dann können Sie sich bemühen deren Forderungen zu erfüllen um die Plattform vielleicht wieder nutzen zu können.

            Jetzt wäre noch Zeit selber etwas zu starten da auch Amazon in Bezug auf den Lebensmittelhandel selber erst alles aufbaut.
            Die Zeit wird zeigen wie sich der deutsche LEH drauf vorbereitet hat. In ein paar Jahren, wenn der Markt azfgeteilt ist und alle Teilnehmer gut positioniert sind ist es ungleich schwerer.

            Im übrigen, auch wenn es rein betriebswirtschaftlich Sinn macht über Amazon zu verkaufen finde ich es doch ziemlich erhellend das ausgerechnet die, die nicht Müde werden alle Schuld für ihre Misere beim Verbraucher zu suchen und gebetsmühlenhaft unaufhörlich den „Geiz“ der Verbraucher anprangern eine asoziale Plattform wie Amazon für den Verkauf ihrer Weine, Bücher und anderen Angebote nutzen.

            0

            • Ehemaliger Landwirt sagt

              1. Im Pachtvertrag stehen die Pachtbedinungen, das heißt die Pachtdauer, und der Pachtzins. Die Zufahrt zu den Grundstücken,ist, wenn nicht an einem öffentlichen Weg, durch das Nachbarrecht geregelt

              2. Mein Winzerkeller verkauft nicht über Amazon, sondern ich habe geschrieben, dass unsere Weine auch bei Amazon zu kaufen sind.
              Auch dieser Vorwurf geht in das Leere.

              Bei Aldi und Lidl sind unsere Weine nicht zu erwerben, das hat unser Wein nicht nötig. 🙂

              0

  9. Peer sagt

    Hörtsich an wie ein großer Staubsauger, der Gewinne aus regionalem Handel nach Übersee abzieht, die dann im regionalen Wirtschaftskreislauf fehlen.

    3+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.