Medien
Kommentare 60

Agrar-Roboter

Vollautomatischer Apfelernter, selbstfahrende Hackmaschine, punktuelle Applikation von Herbiziden auf die Einzelpflanze: Das und noch mehr an technischen Neuerungen ist in dem Video zu sehen. Toll anzusehen.
Aber was macht diese Technik aus den Landwirten? Werde ich mir als (klein)bäuerlicher Familienbetrieb mit 40 ha so was überhaupt leisten können? Doch wohl eher nicht. Wer das kann, sind Großbetriebe. Die will aber keiner. Und nun?

 

(Aufrufe 443 gesamt, 1 heute)

60 Kommentare

  1. Überwachung von Viehherden per Drohne (Quadrocopter) habe ich auch schon gesehen. Einem großen Teil moderner Cowboys/Gauchos geht’s somit absehbar auch an den Kragen. Und die werden, ebenso wie die Mehrzahl der hier schon genannten freiwerdenden Helfer, nicht alle eine Ersatztätigkeit im Silicon-Valley finden. Statt „Sch…-Job“ gar kein Job…

    0

  2. Ehemaliger Landwirt sagt

    Bauer Willi,
    gestern war ich bei 4 Fachbeiträgen, Bereich Obstbau.
    Den ersten externen Vortrag des Tages hielt Frau Lisette Fiechter-Geiger aus dem Kanton Baselland. Die Ärztin und Imkerin stellte den Obstbaubetrieb ihres Mannes vor und sprach über die brisante Thematik „Imkerei und Obstproduktion zum gegenseitigen Nutzen“.
    Den zweiten Vortrag hielt Ludger Linnemannstöns vom Gartenbauversuchszentrum in Köln-Auweiler, der referierte über den Anbau von Johannisbeeren sowie über die Möglichkeiten der Beeinflussung und Prognose der Blütenentwicklung von Erdbeeren.
    Das Versuchszentrum ist ja bei dir um die Ecke.

    Bei den weiteren Vorträgen ging es um Pflanzenschutz. Was da an Schikanen zu erwarten ist, geht bei weiten über den Gesundheits-und Naturschutz hinaus. Zulassungen werden widerrufen, Neuzulassungen werden verzögert, selbst BIO Betriebe werden massive Probleme bekommen.

    Es ist so zu interpretieren, dass man die vielgepriesene bäuerliche Landwirtschaft mit Gewalt ruinieren will.

    0

  3. Inga sagt

    Ja Paulus,
    er muß sich nur bezahlt machen!

    Denn er Bauer muß den vom Ertrag bezahlen.

    Ja, die Technik kann nur den Reifegrad nicht prüfen, oder?
    Und das heißt dann wieder Verlust der bei Ernte.
    Das ist Geld!

    Wie die Ökologie des Bestands leidet weiß ich Moment nicht.
    aber der Mensch (Bauer) verliert die Sensibilität dafür, denke ich.

    0

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Inga,
      der Reifegrad wird mit verschiedenen Methoden getestet.

      http://www.kob-bavendorf.de/arbeitsbereiche/Lagerung/bestimmung-des-optimalen-erntetermins

      Die Maschine könnte optisch den Apfel auf Größe vermessen und ernten.

      http://www.mvtec.com/de/news-presse/einzelansicht/detail/die-vollautomatische-obsterntemaschine/

      Die Betriebe werden immer größer und je höher der Mindestlohn steigt, desto schneller wird solch eine Maschine Amortisiert.

      1+

    • Paulus sagt

      Hallo Inga,
      als Ing. kann ich dir versichern, dass techn. Sensorik der menschlichen schon heute haushoch überlegen ist. Reifegrade z.B. von Getreide zu prüfen dürfte eine der einfachsten Übungen sein.
      Bestimmte BWLer, Wirtschaftspsychologen und Marketingexperten sind auch nicht auf den Kopf gefallen. Die werden die LW genauso anfixen wie sie es in anderen Bereichen auch schon geschafft haben.
      Vielleicht ist es ja sinnvoller und wirtschaftlich Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, statt sich einen eigenen Fendt zu kaufen und tagelang vor sich hindösend auf einem Acker hin- und herzufahren.
      Und ehrlich gesagt ist mir ein automatisierter Apfelpflücker lieber als die ungewaschenen Finger einer gewissen Dame die EHEC hervorgerufen hat.

      1+

      • Inga sagt

        ach wie man die Maschine einsetzt, das muß der Bauer besser wissen.

        Und die Äpfel sollten vor den Verzehr gewaschen werden egal, mit Maschine oder Dreckhand geerntet.

        Die Bauern können schon rechnen und wissen wann sie eine Maschine aus dem Maschenring holen oder nicht.

        Dadurch braucht man nicht 3 Fendts auf dem Hof stehen zu lassen, sondern vielleicht nur einen.

        Bauern sind auch Ingenieure und wissen sich zu helfen.

        Im Umweltamt sitzen auch Agraringenieure.
        Die brauchen vielleicht nicht tagelang hindösend auf dem Schlepper hin- und herfahren, die können wie angestellt Maschineningenieure, BWLer Wirtschafts- und Marketingfachleute dann auch vor dem Schreibtisch da hin dösen! 😉

        Der Bauer macht sich beim Dösen noch konstruktive Gedanken über seinen Betrieb.

        Warum hart Bauer Willi diesen Blog eröffnet?

        Um der Brut 🙂 (BWLer, Wirtschaftspsychologen, Marketingexperten und Maschinenfritzen) das Handwerk zu legen.

        Denn die machen ja die Betriebe (ökologische Nischen), die Menschen und die Ökologie kaputt.

        Und dann gibt es nichts mehr am Schreibtisch zu dösen.

        0

  4. Mein Nachbar sagte mal, das einzigste, was man teilen kann , ist eine Frau. Und das auch nur dann, wenn einer nix vom anderen weiß. Bei Maschinen, zumindest bei Erntemaschinen, funktioniert das nicht. Wie recht er damit hat….

    0

    • Stimmt so nicht , Manfred, ich kenne aus meiner früheren Berufstätigkeit zahllose Fälle, wo sich mehrere Landwirte im Rahmen einer GBR die unterschiedlichsten Maschinen teilen. ..

      0

    • Bei einer gbr mag das so sein. Die arbeiten ja auch in einen Topf. Aber ansonsten funktioniert das in der Regel nicht, zumindest nicht bei Erntemaschinen. Man nehme den Otto Normalverbraucher, teilen sich da zwei oder mehr Leute ein Auto? Ich kenne keinen…..

      0

    • Manfred Paschke Wir teilen uns zu viert seit 10 Jahren einen Lexion 560. Mir gehören 10%. Es gab in all den Jahren noch NIE ein böses Wort. Es liegt nur an den Menschen…

      0

    • Das mag so sein, ich will das auch nicht abstreiten, dass sowas funktionieren kann. Ich aber wohne in einem sehr schwierigen Gebiet was das Wetter angeht, dass heißt wir haben in der Regel nur ganz kurze Phasen, wo das Wetter gut ist, und dann starten alle gleichzeitig, um die Ernte vernünftig einzubringen. Aber dann klappt es mit einer Maschine nicht. Das soll aber nicht heißen, dass es nicht auch Maschinen gibt, die man zusammen nutzen kann. Wir teilen uns auch zu viert eine Wiesenwelle. Dabei ist das kein Problem.

      0

    • Bauer Willi Ich habe mit meinem Kollegen einen J.D. C 670 zusammen.Seit 2012. Er fährt in der Regel und ich bin der Spediteur .Es gab noch nie ein lautes Wort. Die Ernte ist Stressfrei.Wir dreschen Gewannweise. Manche Tage dresche ich nur 5 Hektar und er 20.Oder umgekehrt. Das spielt aber keine Rolle. Die Maschine war für uns damal billig,für 220000 Euro,mit 400 PS und 7,60m. Und Weihnachten wurde es jedes Jahr. Und alle Äcker waren leer.

      0

  5. Dass keiner Großbetriebe will, heißt nicht, dass in aller Ignoranz die Interessen derer, die Landwirtschaft in industriellen Stil wollen von denen, die vorgeblich Bio und Kleinbetriebe zu wollen vorgeben – aber nicht wissen, was sie tun – verfolgt werden….

    1+

  6. Paulus sagt

    Die (klein) bäuerlichen Betriebe müssen derartige techn. Errungenschaften gar nicht kaufen. Die Geschäftsidee ist eine völlig andere. Integrierte Agrardienstleister, also Konglomerate aus Maschinenherstellern, Pflanzenzüchtern, Chemie, IT, Meteorologie, etc. werden dies als Dienstleistung zur Verfügung stellen. Dabei ist die Nutzung bzw. das Zusammenfügen aller relevanten Daten ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg. Was glaubt ihr denn worüber in Leverkusen, Harsewinkel und sonst wo nachgedacht wird? Das Thema 4.0 scheint in den meisten Köpfen überwiegend noch ein Buch mit sieben Siegeln zu sein.
    Noch ein Schmankerl obendrauf gefällig? Die Steuerung und Fernwartung der Systeme, incl. Dokumentation und Abrechnung werden in Indien ausgeführt. Dort werden bei Inanspruchnahme der Serviceleistung alle Analyse-, Ergebnis- und Bedarfswerte eines einmal gescannten Ackers bis auf den cm² genau erfasst und aktualisiert. Wer dort einmal drinhängt wird wohl ein Gefangener des Systems sein. Utopie? Mitnichten, sehr geehrte Damen und Herren.

    Früher hieß es mal scherzhaft, das Fegefeuer für einen Ingenieur ist es mit den Buchhaltern zu Mittag zu essen. Seit ca. 20 Jahren müsste ich dazu nach Bangalore fliegen.
    Alles was angedacht und realistisch möglich ist kommt. Garantiert! Mit Kuhscheiße gefüllte Hörner zu vergraben und Unkraut weg zu tanzen ist selbstverständlich eine interessante Alternative.

    1+

    • Inga sagt

      Ja,
      dann geht es ja den Ingenieuren so wie den Ärzten im Krankenhaus , sie brauchen an die Wirtschaftlichkeit nicht zu denken.

      Aber die Bauern müssen das.

      Um selbstständig zu bleiben dürfen sie sich nicht von den Leuten in Leverkusen usw. nicht abhängig machen, denn das wäre fatal auch für die Umwelt!

      In der DDR waren alle Bauern vom Staat abhängig und wie effizient war das?
      Das selbe wäre, wenn wir uns von Global-Player abhängig machen würden.

      Das wäre dann der Preis für für Technik 4.0

      In der Ökologie muß man individuell arbeiten.
      Die Tiere im Stall sollen individuell gehalten werden, sonst steigen uns die NGOs auf das Dach.
      Die Menschen im Kindergarten, Schule, Arbeitsplatz, Krankenhaus und Altenheim wollen auch individuell behandelt werden, sonst verlieren sie ganz viel an Lebensqualität!

      PS:
      Mein PC wird auch ferngewartet.

      0

    • Ja, sehr geehrter Paulus, man kann es noch weiter spinnen:

      Aufgrund Big Data bei Big Agrobusiness können künftig ein paar Firmen Missernten und drohende Seuchenzüge und Pflanzenpestilenzen prognostizieren – und damit spekulieren. Ein Unternehmen wie Bayer könnte sich fragen: will ich lieber warnen und für die Prophylaxe viel PSM verkaufen, oder stelle ich mich lieber unwissend, warte ab und verdiene an Arzneimitteln für kranke Tiere und Menschen?!

      So könnte es kommen. Glauben wir aber lieber an den technischen Fortschritt, denn der lässt sich sowieso nicht aufhalten. Prävention ist doch ohnehin das schönere Geschäft, ob bei (drohenden) Krankheiten oder Streitigkeiten. 🙂

      0

  7. Erscheint mir eher wie ein Potemkinsches Dorf, ein innovationsfeindliches dazu. Haben Sie schon mal gerechnet oder wollen Sie nur Aengste befeuern? Ist es nicht ueberholt und längst als Kostenfalle entlarvt, dass sich ein Landwirt alle neuen Maschinen kauft? Leasing, Kooperationen, Genossenschaften, Lohn-Service sind doch heute schon ueblich. Also wirklich, Bauer Willi! Und uebrigens, bei den “(klein)- baeuerlichen Betrieben geht es oft nicht um die Frage der Finanzierung, des Sich- leisten-koennens, sondern gerade um die Frage ob Automatisieren ueberhaupt. Fragen Sie doch mal einen solchen Bauer was er von einer Praezisions- oder Hightech- Pflanzenschutzspritze mit GPS und Digitaltechnik haelt! ( Berlin, Berlin)

    1+

        • Inga sagt

          bestimmt for maney

          Ich glaube die Bauern dort kennen die intensive Landwirtschaft gar nicht so, also holen sie weniger vom ha.

          Dann sind sie froh, wenn sie auf ihrem Hof noch Touristen unterbringen können. Besonders kluge Bauern oder Agrarier von hier, sind vielleicht besonders gern gesehen.

          Vielleicht auch damit sie sich von Technik04. nicht abhängig machen müssen. 🙂

          0

  8. Inga sagt

    Ja,
    weil man IT überall einsetzen kann.

    Was die Maschinenbauer können, können die Agrarier und Banker auch!

    Was ist dran verrückt?
    Dass sich der Mensch nicht mehr die Mühe macht, das von der Natur herbeigebrachte zu achten und individuell und mit Respekt zu behandeln?

    Oder weil die Jahre vorher für das Pflücken der Äpfel von Bildkräften aus dem Ausland gelistet wurden?
    Im Laden mußten sie ja billig sein!

    0

  9. Normalerweise lese ich hier nur still mit. Ich interessiere mich fuer Landwirtschaft, aber ich bin selber kein Landwirt. Ich habe nur mit ein paar Schafen zu tun. Ich hatte mal die Idee, alle Halter von (kleinen) Schafherden in unserem Dorf dazu anzuregen, fuer einen komfortablen Klauenpflegestand zusammenzulegen, den sich alleine keiner haette leisten koennen. Keiner wollte das. Es sei nicht kar, wer fuer die Instandhaltung aufkaeme und dann muesste man das Ding ja transportieren und der Besitz muesse ja auch irgendwie geklaert werden usw usw. Alles Argumente, die ich leicht einsehen konnte, aber am Ende muss doch jeder alleine seine Tiere auf den Ruecken drehen und die meisten Halter sind ueber 50 Jahre alt. Waere eine gemeinsame Anschaffung solch eines automatischen Ernteroboters eine voellig weltfremde Idee? Oder ist der Zeitpunkt bei der Ernte derart kritisch, dass eine gemeinsame Nutzung nicht in Frage kommt?

    0

    • Inga sagt

      Die Anschaffung eines Ernteroboters ist keine weltfremde Idee, denke an den Mähdrescher oder Rübenroder.

      Ob der Erntezeitpunkt kritisch ist, müssen Fachleute, Obstbauern entscheiden.
      Es gibt ja verschiedene Sorten mit verschiedenen Reifeterminen.

      Aber der Bauer verliert die Sensibilität für die Früchte.
      Seine Nachkommen kennen die gar nicht mehr.

      Stell dir vor, du schaffst dir für die Klauenpflege eine Maschine an, dann hättest du zwar noch das Gefühl, dass du für das Klauenpflegen brauchst,
      aber wenn dein Betrieb von den nächsten Generationen weitergeführt werden sollte, dann wären die von der Maschine abhängig. Sie könnten diese Kunst nicht mehr.

      Ansonsten mußt du dich bei der Anschaffung des Klauenpflegesandes beim Maschinenrings informieren.

      Vorschlag:
      Bei einem muß er untergebracht werden.
      Für die Instandhaltung müßt Ihr gemeinsam aufkommen, braucht man Fachleute dazu?
      Oder einer macht das für Geld oder so.
      Dann kostet es nur Geld.
      Reparaturpreis durch Anzahl der Gesamtschafe, x Schafe, die jeder hat und schon habt ihr den Preis, den jeder bezahlen muß.
      Genauso geht es für Miete, wo das Gerät steht.
      schon ist der Besitz geklärt.

      Dann noch zusammensetzten und den Termin der Nutzung ausmachen oder nur so auf den Zettel notieren.

      Hat keiner von Euch einen alten Schlapper für den Transport? Oder dafür einen Schlepper leihen?

      Oder die Schafe zum Pflegestand treiben?

      0

    • Hallo Folke, mein Nachbar und ich haben seit 48 Jahren eine Kooperation. Mähdrescher und Sä-Kombination haben wir seit 10 Jahren mit 4 Landwirten. Nennt man Bruchteilsgemeinschaft. Ich habe am Mähdrescher 10% und das steht auch auf der Reparatur-Rechnung. Unterbringung wird auch aufgeteilt. Instandhaltung macht einer, der bekommt die Stunden bezahlt. Dann muss die Kiste aber auch laufen. Bisher gab es noch NIE ein Problem. Geht also. Es liegt nur an den Menschen…:-)

      0

  10. Inga sagt

    Fein sensible Maschinenteile können das.

    Es kommt ja nicht auf die 40ha an, sondern ob man 40ha Apfelbäume hat oder nur 10 ha davon und das andere sind Wiesen und Äcker für Raps und Getreide.
    Ob sich der Maschineneinsatz dafür z.B. 10ha lohnt, je nach dem wie teuer die Maschine ist.
    Es gibt ja auch noch den Maschinenring.
    Und wie viel Omas (im wohlverdienten Ruhestand) und Kinder stehen zur Verfügung, die man ausnutzen kann???

    Der Markt will es ja billig.

    Und!
    Es kommen auch nur bestimmte Apfelsorten in Frage, die sich leicht pflücken lassen, wieder eine Einbuße der Biodiversität, oder?
    Aber abgestumpften Menschen macht das ja nichts aus!

    Es stumpft nicht nur Landwirte ab, sondern den Menschen überhaupt, wie man heutzutage schon an dem Städter (Nichtlandwirt) sieht.

    Und als abgestumpfter Mensch, eine sensible, für der Mutter Natur, Entscheidung treffen?
    Das machen die Maschinen aus uns allen!

    Schädigt es die Ökologie und das Humane, die Humanökologie?

    0

    • Andreas Müller sagt

      „Es stumpft nicht nur Landwirte ab, sondern den Menschen überhaupt, wie man heutzutage schon an dem Städter (Nichtlandwirt) sieht.“

      Landwirte sind also die Hypersensiblen der aktuellen Zeit?

      5+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Ich werde Hypersensibel, wenn ein „Dummbabbler“ mir erklären will, wie Landwirtschaft heutzutage gehen soll, ich werde auch Hypersensibel, wenn für dummes Geschreibe 5 Sternchen vergeben werden.

        In einem Fall weiche ich ab, in Tränen brich ich nicht aus.

        1+

  11. Es ist in etwas so wie der Sprung vom händischer Feldarbeit zum Ackern mit Pferd. Oder der Sprung von Pferd auf Traktoren. Bei jedem dieser Revolutionen gingen viele Arbeitsplätze verloren. Ganz genauso wird es sein wenn die Traktoren und andere Maschinen autonom auf den Feldern arbeiten. Dann kann halt ein Landwirt 10 derartige Maschinen überwachen und steuern. So wie derzeit ein Landwirt sicher das 10-fache bearbeiten kann als vor 100 Jahren ohne Traktoren.

    Es sei noch zu bemerken, dass zwar in der Landwirtschaft in den letzten 100 Jahren sehr viele Arbeitsplätze verloren ginge, aber gleichzeitig in anderen Bereichen wieder geschaffen wurden. Von daher darf man nicht so zukunftsfeindlich sein. Es ist halt so, dass man technologische Entwicklungen fast nicht aufhalten kann, man kann sich nur anpassen und mit der Zeit gehen.

    0

    • Im Grunde alles richtig, was Sie geschrieben haben. Allerdings zu bedenken, das in der von Ihnen korrekt beschriebenen Vergangenheit (Bsp: industrielle Revolution oder Zeit nach dem 2.Weltkrieg) die Weiterentwicklung oft mit allgemeinem „Wirtschaftswunder“ zeitlich zusammengefallen ist. Meist gab es dann also massig Alternativen.
      Sowas sehe ich aber ehrlich gesagt bislang zumindest in „Old Europe“ heute nicht!?
      Und wünschenswert, dass die Leute jetzt alle „Ernährungsberater“ oder „Wolfsexperte“ werden?….

      Meine Vision wäre ja, soviele freiwerdende Kräfte wie möglich in den Aufbruch der Menschheit ins Universum zu investieren. Der Mondflug war seinerzeit auch ein riesen Konjunkturprogramm mit ü 100.000 Beteiligten Arbeitern. Tatsächlich Potential für unendliches Wachstum. Wirtschaftlich wie wissenschaftlich. SpaceX vielleicht (hoffentlich) ein Vorgeschmack in die richtige Richtung!
      Wobei die allermeisten schon dieses Geschreibsel meinerseits als spinnerte Sciencefiction abtun werden. Für ein echtes Wirtschafts-)Wunder in der Art fehlt es dann wieder an Begeisterung der Masse. Oder an Leidensdruck…

      0

      • Die Mondlandung war ein Wendepunkt. Man hat erkannt, dass auf dem Mond im Verhältnis zur eingesetzten Energie nichts zu holen ist und auf den anderen für uns erreichbaren Planeten auch nicht. Deshalb hat man sich mit der ISS begnügt.

        Gleich nach der Mondlandung ging es dann ja auch mit den „Grenzen des Wachstums“ und der Nachhaltigkeits-Ideologie los. Und das eben mit gutem Grund.

        0

    • Ich denke es gibt auch auf der irdischen Welt genug Bereiche wo Menschen zukünftig benötigt werden, auch wenn dies meist mit viel Fachwissen verbunden ist: IT-Branche, neue alternative Energieformen erforschen und verbessern, Stromspeicherung, Klimawandel und die Situation die durch die negativen Auswirkungen betroffen sind verbessern, Pflanzenforschung inkl GVOs, Unter- und Überernährung bzw. die Gesundheit von Menschen bis ins Alter erhalten…
      Mir fallen noch viele Dinge ein wo Menschen zukünftig Arbeiten können und auch werden – leider werden uns die Roboter nicht die gesamte Arbeit abnehmen 😀

      1+

    • Bernhard Weingartner Ja, beschäftigen könnten wir uns wohl schon. Zur Not könnte man auch alle Bäume lila anmalen lassen. Oder was/wie auch immer.
      Hauptsache im Grunde ja nur, das Grundbedürfnisse (Essen, Wohnen, Recht, Sicherheit, Medizin usw) befriedigt werden können. Und das sozialer Konsens besteht. Es also nicht zu Massenprotesten z.B. gegen das „lila Färben“ der Bäume kommt. Ebenso das BGE zu betrachten.

      Frage ist allerdings, wie wir mit solchen Sachen im internationalen Wettbewerb dastehen. Wenn ein Land eine Steueroase bietet ,wohin Vermögen vor Besteuerung flüchten kann oder wenn ein Land seine Arbeiter ohne BGE doch billiger zur Arbeit „motivieren“ kann, dann wären wir „mit“ nicht mehr konkurrenzfähig.

      Und, last but not least, der Ansatz erstmal hier alle Bereiche abdecken, bevor wir aufbrechen, hätte uns seinerzeit bis heute nicht weit aus der Höhle herausgebracht…

      0

  12. Die kleinen Betriebe bei mir um die Ecke können bzw. möchten sich alleine auch keine teuren Geräte anschaffen.

    Die Lösung: Teilen

    Das macht man hier schon sehr lange so. Ob Erntemaschine, Ballenpresse oder Spritzwagen inkl. Sachkundenachweis. Keines dieser Geräte ist mehrfach vorhanden, sondern nur einmal und wird untereinander geteilt.
    Ich hab mir sagen lassen, dass dieses Prinzip gerade unter Landwirten sehr verbreitet sein soll…

    1+

    • Beim Sachkundenachweis wäre ich mit dem Teilen vorsichtig. Der Besitzer des Nachweises haftet für die Schäden der durch ihn in Verkehr gebrachten Pflanzenschutzmittel !!

      1+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Der Inhaber des Sachkundenachweises darf Pflanzenschutzmaßnahmen bei anderen durchführen, muss zumindest in BW dies dem Regierungspräsidium anzeigen.

        Mit meinen Ausweis darf ich Handel betreiben, darf nur an Inhaber des Ausweises verkaufen, die Haftung liegt dann beim Käufer.

        0

  13. Es ist wie bei den Banken. Automaten ersetzen Mitarbeiter, aber die Kosten sind höher als früher ohne OnlineBanking, EC-Karten und Automaten, weil die IT viel teurer ist.
    Arbeitsplätze werden also in der IT und Automatisation geschaffen durch den Kauf von z.B. Äpfeln.
    Verrückte, kranke Welt!

    2+

    • Inga sagt

      Ja, Tobias
      weil man IT überall einsetzen kann.

      Was die Maschinenbauer können, können die Agrarier und Banker auch!

      Was ist dran verrückt?
      Dass sich der Mensch nicht mehr die Mühe macht, das von der Natur herbeigebrachte zu achten und individuell und mit Respekt zu behandeln?

      Oder weil die Jahre vorher für das Pflücken der Äpfel von Bildkräften aus dem Ausland gelistet wurden?
      Im Laden mußten sie ja billig sein!

      0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.