Bauer Willi
Kommentare 85

Insekten zählen

Nachdem im Frühjahr das Vögelzählen angesagt war, setzt der NABU noch eine Schwierigkeitsstufe drauf:

Vom 1. bis zum 10 Juni ist das Volk nun vom NABU aufgerufen Insekten zu zählen!

Alle Infos, wie das Insektenzählen gehen soll, wird in dem Video und auf dieser Webseite erklärt. https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/index.html

Es gibt sogar eine APP um die Insekten zu bestimmen, zu kartieren und zu melden. https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/mitmachen/24466.html

Gut, dass wir Bauern so viel in der Natur draußen sind. Dadurch können wir wunderbar mithelfen die Insekten zu zählen. Vielleicht beim Schlepper fahren aufpassen und erst zählen, wenn die GPS-Steuerung angeschaltet ist. Aber ansonsten ist das doch eine prima Entspannung zur stressigen Arbeit. Schreibt doch in die Kommentare, wieviele Insekten ihr gezählt habt.

Euer Bauer Willi

 

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85 Kommentare

  1. AdT sagt

    Es geht ja nicht um „Entweder weiter so wie bisher oder komplett vegan – weltweit“, das wäre etwas platt und weltfremd, sondern dazwischen gibt es noch jede Menge Möglichkeiten, Interessen auszugleichen.

    Und für die Meckerer gilt: You can’t eat the cake and have it, too. Oder anders gesagt: Man kann nicht konsumieren wie bisher und zugleich Biodiversität und sonst was haben.

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    • Brötchen sagt

      adt da gehe ich mit dir konform. du stellst aber damit die systemfrage! wir können die Tierhaltung nicht auf „öko“ umstellen und gleichzeitig Emissionen und Ressourcen einsparen. die lw ist vom Grunde her langfristig ausgerichtet, änderst du grundprämissen gibt es ganz schwer einen weg zurück. England arbeitet schon seit 20 Jahren daran aus dem Land einen spasspark zu machen. und die Rolle der Eliten, gestern im Fernsehen Maria furtwängler ( einflussreiche Frau der oberen 1000) sie ist ja so froh jetzt nach metoo muss sie keine high Heels mehr auf dem roten Teppich tragen. Botschaft der Zeitgeist hat die macht. die lw kann aber nicht schnell mal alle 5 Jahre in verschiedene Richtungen. und (muss) darf Gott sei dank mit der Natur arbeiten. wir hängen absolut in den Seilen. das ist das Hauptproblem. zumal ganz wichtig es ist niemand!!!! mehr da der viel Arbeit leisten kann und will! fernsehtipp…br unter unserem Himmel…reportage knoblauchsland……die Botschaften hinter der schönen fernsehwelt

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  2. Sabine sagt

    Es ist schön, wenn Leute sich wieder dafür interessieren, was draußen rumschwirrt, keine Frage. Was wir allerdings eher bräuchten, wäre es schön, wenn nicht nur Hobbyforscher das Feld überlassen würde.
    Wäre es nicht toll, wenn es mal ein Veranstaltung gäbe, wo sich nicht der die Naturschutz e.V.s mit Politikern und Landwirten streiten würden, sondern auch die Bio-Wissenschaften gehört würden?
    Wo ist ein Micro-Biologe, der oder die sich mit den Lebewesen in der Erde beschäftigt und vllt. mal was zu den verschiedenen Bodenbearbeitunsmethoden und ihre Auswirkungen auf das Bodenleben sagen kann?
    Wo sind die Verhaltensforscher, die sich mit dem Verhalten von Nutztieren auseinandersetzen. Gibt es jemanden wie Temple Grandin im deutschsprachigen Raum?
    Wo sind die Entomologen, Wald- und Wildökologen…. in der Diskussion?
    Wir brauchen dringend eine Versachlichung der Diskussion, wie wäre es also, wenn wir Leute fragen, die wirklich über die Sachen Bescheid wissen und nicht nur darüber spekulieren?
    Ich weiß, dass sich das jetzt sehr nach Aufwärmen oller Geschichten anhört. Aber irgendwie trau ich dem Sachverstand und der Beobachtungsgabe von Leuten nicht, denen regelmäßig Vieh auf der Weide verreckt.
    Wer seine Kühe nicht richtig füttern kann, sollte der wirklich Landwirten vorschreiben, wie sie wirtschaften sollen?

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    • Inga sagt

      Genau Sabine,
      die brauchen wir in der Diskussion:
      „wie wäre es also, wenn wir Leute fragen, die wirklich über die Sachen Bescheid wissen und nicht nur darüber spekulieren?“

      Mit Bauchgefühl ist da wenig zu machen.

      Ja,
      Verhaltlensforscher müssen her!

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      • Sabine sagt

        Mir hat man Temple Grandin mit den Worten vorgestellt: Was Jane Goodall für die Gorillas im Nebel ist, ist Temple Grandin für Rinder im Schlachthaus. Da musste ich erstmal schlucken, aber dann wurde mir recht schnell klar wie wahnsinnig wichtig ihre Arbeit ist.

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  3. Bauer Fritz sagt

    Sieht so aus man darf nur die Guten, die Lieben, die Netten, die Schönen zählen. Bobo-Insekten also.
    Was ist mit denen:
    *) http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/giftiger-eichenprozessionsspinner-nun-auch-in-fulda-entdeckt-15622457.html
    *) oder diesen: https://unfassbar.es/insekten-invasion-diese-13-ekel-funde-verderben-dir-jeden-appetit/4/#CMB
    *) oder diesen:

    ALLE wollen geliebt werden – und vor allem gezählt werden !
    Oder etwa nicht ?

    1+
      • Bauer Fritz sagt

        Da haben wieder mal die besten Wissengschaftler Deutschlands mitgearbeitet:
        1) Bienen, die den Selbstbestäuber Mais anfliegen.
        Dazu ist im deutschen Bienenjournal zu lesen:
        „Maisfelder werden von Imkern oft als Quelle von Bienenvergiftungen angesehen. Zurzeit sind jedoch keine Neonicotinoide als Beizmittel zugelassen.“
        2) Französische Studie wird gegen Neonics genannt, wogegen dort Folgendes zu finden ist:
        „Bereits 2016 zählte die französische Direction Générale de l’Alimentation (DGAL), eine Abteilung des Landwirtschaftsministeriums, die wichtigsten Faktoren für das Bienensterben auf:
        1. Krankheiten
        2. mangelhafte Imkerei-Praktiken
        3. Nahrungsmangel und
        4. Pflanzenschutzmittel. Allerdings weisen die Franzosen insbesondere auf Spinosad hin. Ein Insektizid, dass vor allem im ökologischen Landbau verwendet wird.“

        Und sowas nennt sich dann Wissenschaftsjournal (für gleich 3 öffentlich rechtliche Sender). Keinen Cent wert !

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Der Eichenprozessionsspinner ist bei uns im Oberrheingraben schon lange heimisch.

      Jetzt haben wir noch die Asiatische Tigermücke, ich schicke mal welche Richtung Norden, dass die dort auch was zum Zählen haben. 😉

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  4. Rainer Henking sagt

    @BauerWilli: Der Begriff Filterblase war missverständlich gewählt und nichts lag mir ferner als Eurern Blog in irgendeiner Form zu diskreditieren. Im Gegenteil, wie ich schon sagte, fühle ich mich hier sachlich informiert. Genauso wollte ich auch nicht alle kritischen Stimmen als Trolle abtun. Ebenso glaube ich, dass meine Kommentare bisher auch sachlich und ohne Anfeindungen waren. Offensichtlich habe ich hier den falschen Ton getroffen und dafür möchte ich mich ausdrücklich entschuldigen.
    Was ich sagen wollte war, dass die Breitenwirkung fehlt. In meinem unmittelbaren Bekanntenkreis kennen die wenigsten deine Blog, obwohl ich bei jeder passenden Gelegenheit darauf hinweise. Auch sind die Kontakte, die du nennst alle hochrangig, kein Zweifel. Aber entscheidend ist die Kommunikation mit Lieschen Müller und Max Mustermann und die funktioniert nur bedingt via einem Blog. Es gibt so viele sehr gute Blogs. Zum Beispiel https://scilogs.spektrum.de/vom-hai-gebissen/ . Nur die Breitenwirkung fehlt.
    Dies war ausdrücklich keine Kritik an Eurem tollen Blog, denn ich nicht missen möchte, sonder nur meine subjektive ausdrücklich Nicht-Experten-Einschätzung zur Breitenwirkung.
    Also nichts für ungut

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    • Bauer Willi sagt

      @Rainer Henking
      Danke. Du hast aber trotzdem Recht. Die Breitenwirkung wird damit nicht erreicht. Aber weise bitte weiter auf unseren Blog hin, vielleicht kommen wir ja doch noch „groß raus“ 🙂 und erreichen immer mehr.
      Bauer Willi

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  5. Friedrich sagt

    @Helge May. Sicherlich ist das Insektenzählen kein großer Wurf was das Ergebnis angeht, aber der NABU bringt die Leute wieder zur Natur. Schade , daß der NABU die Bauern als Gegner ansieht , wo wir doch normalerweise Partner i. S. Naturschutz sind. Schade , daß euer Bundesvorsitzender und einige Andere bei euch, Hetzer gegen uns sind, denn es gibt viel zu tun. Eine Kindergärntnerin berichtete gestern bei unserer Forstgenossenschaft über die Naturkenntnisse der Kinder . Da ist nichts , außer wie man den PC und Fernseher anstellt. Die Eltern können auch keine Biene von einer Fliege unterscheiden. Gut , daß es noch Eltern gibt , wie bei uns , die einen Waldkindergarten gründen und betreiben wollen. –vorgestern hat uns die Jägerschaft eingeladen. Hier ging es um das Niederwild. Ein toller Vortrag vom DJV. Auch hier mußte ich erkennen , daß die Politik , aber auch der NABU i.S. Niederwild und Insekten im Offenland völlig falsche Ansätze zur Verbesserung hat. Würde vorschlagen , daß der DJV , Nabu und die Bauern gemeinsame Sache machen zum Wohle der Biodiversität, habe aber leider den Eindruck , daß es dem NABU mehr um Spenden , als um die Verbesserung geht. Bitte denken sie doch mal über meine Worte nach , auch das bei uns in den Dörfern der NABU mit uns Bauern und den Jägern nichts gemein haben will sondern Gegnerschaft aufbaut. Schade . ..

    9+
    • Inga sagt

      ja,
      die müßten mit den Försten und Bauern ein

      Citizen Science ,
      eine Art offene Wissenschaft
      machen,

      um besser und schneller ans Ziel zu kommen!

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  6. Paulus sagt

    Ouh, Mr. Dr. Kremer-Schillings, I have a problem, a great problem! Shall I call Housten?
    Um die unterschiedlichen Arten der Insekten die hier so herumschwirren identifizieren zu können musste ich sie leider totschlagen. Was melde ich denn jetzt dem NABU?
    Denke auch darüber nach ein paar Vogelscheuchen aufzustellen, damit mir die Piepmätze das Ergebnis nicht versauen. Dann setze ich mich mit dem Luftgewehr auf die Terrasse; dieser verdammte Grünspecht mit seiner langen Zunge war mir schon immer ein Dorn im Auge.
    Sorry Leute, was der NABU hier veranstaltet ist an Schwachsinn und offensichtlicher Ergebnismanipulation nicht zu überbieten. Und jetzt zählt und spendet mal schön.

    15+
    • Bauer Willi sagt

      @Paulus.
      falscher Ansatz. Es ist wie bei der Vogelzählung: Das Ergebnis ist nicht repräsentativ. Aber bei der Vogelzählung wurde auch festgestellt, dass die Zahl der Vögel zugenommen hat. Der Kreis Neuss ist Spitzenreiter bei Kranichen! Wie das wohl kommt?
      Bauer Willi

      1+
      • Lieber Bauer Willi, bei den Kranichen beziehst Du Dich sicher auf die „Stunde der Wintervögel“ im Januar. Es gab am Beobachtungswochenende massiven Durchzug von Kranichen über NRW, die vor dem Kälteeinbruch im Osten Richtung Frankreich flüchteten. Das haben die Teilnehmer der „Stunde der Wintervögel“ natürlich notiert und der NABU hat darüber auch berichtet – und als Sonderereignis entsprechend eingeordnet. Wo ist also das Problem? Punkt 2: Bei der „Stunde der Wintervögel“ wurden 2018 pro Garten tatsächlich deutlich mehr Vögel gezählt als im Vorwinter. Die Gründe waren eine Mischung aus mehr Winterzuzüglern aus dem Osten und dem Nahrungsangebot. Das sagt weder etwas über den Brutbestand im Frühling und Sommer aus, noch über die mittelfristige Entwicklung.

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        • Bauer Willi sagt

          Lieber Helge May
          Ich habe lediglich ein Problem damit, ob die Zahlen als repräsentativ angesehen werden können. So habe ich in 2018 zum ersten Mal mitgemacht und sehr viele Vögel beobachtet und gemeldet. Wenn nun andere den gleichen Schwarm auch gesehen haben, erscheint die Zahl mehrfach. Genau so auch umgekehrt: wenn aus welchen Gründen auch immer, eine bestimmte Vogelart in diesem Zeitraum nicht auftaucht, sagt das nicht viel darüber aus, ob sie auch fehlt. Sehr gerne würde ich mit Ihnen darüber ein Gespräch, vielleicht auch ein Interview für unseren Blog führen. Wenn Sie auch daran Interesse haben, melden Sie sich doch bitte bei Alois Wohlfahrt. Mail-Adresse finden Sie im Impressum. Würde mich freuen.
          Bauer Willi

          1+
  7. Ja, natürlich hat der NABU den „Insektensommer“ gestartet, weil die Leute durch die Diskussion um den Insektenschwund der letzten Jahre inzwischen für das Thema sensibilisiert sind. Es geht uns aber nicht darum, die Landwirtschaft in die Pfanne zu hauen, sondern darum, dass das werte Publikum sich auch mal praktisch mit Insekten beschäftigt.

    Und Bauer Will hat recht, Insekten bestimmen ist noch mal eine andere Hausnummer als Vögel bestimmen. Deswegen wird es auch hier genauso wie bei der Stunde der Gartenvögel immer um die (noch) häufigen Arten gehen, die ganz seltenen, die noch dazu kaum jemand auseinanderhalten kann, spielen keine Rolle.

    Übrigens schauen nach den bisherigen Ergebnissen die Teilnehmer vor allem im eigenen Garten nach Insekten, die Feldflur kommt als Beobachtungsort kaum vor.

    Herzliche Grüße aus dem Insektensommer-Team des NABU
    Helge May

    2+
    • Stadtmensch sagt

      Danke für euer Engagement! Das werte Publikum muss man da abholen wo es gerade steht. Das werden die Alleswisser hier im Forum nie kapieren.

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „“Das werden die Alleswisser hier im Forum nie kapieren.““

        Dass sie sich selbst so trefflich einschätzen können, à la bonne heure!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Werte Frau May,
      wann soll ich die Insekten bestimmen, bei der Mittagshitze bei über 30 °, bei Luftfeuchtigkeit über 90%, – ja das gibt es im Oberrheingraben – oder am späten Abend?

      Während des Länderspieles habe ich durch das offene Fenster Richtung Sonnenuntergang geschaut, wer da noch behauptet, er könne die Massen von Insekten zählen, oder gar bestimmen, läuft Gott dem Allmächtigen den Rang ab.

      1+
    • AdT sagt

      Hallo! Nicht Sie, sondern viele Landwirte: Dagegen, dass sich eine Ernährung ohne tierische Erzeugnisse verbreitet, dass Futterbau, Fleisch-, Eier- und Milchproduktion in großem Stil die politische Unterstützung entzogen wird.

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      • Obstbäuerin sagt

        Aber im Moment geht es doch eher um die Rückbesinnung auf eine Landwirtschaft, wie vor hundert Jahren. Nur mit Technik und heiligeren Spritzmitteln. Oder nicht?
        Und gerade im Bio-Anbau werden 60% der Flächen für Futteranbau verbraucht.

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        • AdT sagt

          Sehe ich nicht. Vor hundert Jahren gab es schon Fahrräder, Autos konnten sich nur sehr wenige leisten. Das ist heute anders. In New York City können Sie seit einigen Jahren richtig gut Fahrrad fahren, oder nehmen Sie Kopenhagen. Rückschritt oder Fortschritt? Ich denke, so kann man auch einige Wünsche an die Landwirtschaft deuten.

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          • Rainer Henking sagt

            Dieser „Rückschritt (?)“ in Kopenhagen und NewYork ist aber erst nach einem umfangreichen Fortschritt in der Lebensqualität erreicht worden. Kein NewYorker wird ausschließlich auf das Fahrrad setzen, sonder gerne auch den Flieger für einen schnellen Hüpfer rüber nach Boston nutzen. Dazu kommt, dass das Fahrrad eine wireless-Schaltung hat und ggf. mit dem superfortschrittliche E-Motor auch gleich ein wenig flotter unterwegs ist. Weder in NewYork noch in Kopenhagen wird die Mehrzahl auf die Bequemlichkeiten der Neuzeit verzichten.

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            • AdT sagt

              Schön auch das Beispiel mit dem Fahrrad und der wireless-Schaltung, gefällt mir. Auch wenn die Schaltung nicht genommen habe (Gewicht und Unabhängigkeit vom Laden).

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      • bauerhans sagt

        „…..dass Futterbau, Fleisch-, Eier- und Milchproduktion in großem Stil die politische Unterstützung entzogen wird.“

        eine kleine minderheit in westlichen,satten regionen sieht das so,aber z.b. in china,teilen von afrika und indien überhaupt nicht!

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        • AdT sagt

          Fleischkonsum im Ländervergleich:

          Europäische Union: 82,6 kg/Kopf
          Afrika: 18,6
          Asien: 31,3
          Südamerika: 78,4
          Welt: 42,4

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          • Brötchen sagt

            Fleischkonsum im Ländervergleich

            Hier ein paar ausgewählte Länder und Regionen im Vergleich. Der Hintergrund basiert auf den derzeit verfügbaren aktuellsten Vergleichszahlen der FAO, Stand 2011:

            Australien: 121,2 Kilogramm pro Kopf
            USA: 117,6
            Österreich: 106,4
            Argentinien: 101,7
            Brasilien: 93,0
            Frankreich: 88,7
            Deutschland: 87,9
            Schweiz: 74,7
            Russische Föderation: 66,9
            Südkorea: 62,2
            China: 57,7
            Türkei: 33,4
            Kenia: 16,0
            Indonesien: 12,9
            Indien: 4,1
            Die EU und andere Regionen sowie die Welt insgesamt:

            Europäische Union: 82,6 kg/Kopf
            Afrika: 18,6
            Asien: 31,3
            Südamerika: 78,4

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          • Obstbäuerin sagt

            Hallo AdT, ich habe vor 8 Jahren mal einen Vortrag dazu erarbeitet. Am globalen Tisch sitzen 5 Europäer (1 für 100 Millionen) 44 Asiaten und 11 Afrikanern gegenüber. Selbst wenn wir aufhören würden zu essen, egal ob Fleisch oder anderes, würde sich weltweit nicht viel ändern. Wir sind eine marginale Randgruppe. Das, was in Asien und Afrika passiert, wird die Welt beeinflussen und wenn nur die Hälfte so leben möchte wie wir, was völlig ok wäre, gibt´s ein Riesenproblem.

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            • AdT sagt

              Interessanter Vortrag. (Und die Amerikaner?)

              Wir sind nicht für das Verhalten von Asiaten und Afrikanern verantwortlich. Aber „wenn nur die Hälfte so leben möchte wie wir“, fangen wir am besten schon an.

              „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ – Immanuel Kant.

              (In der Tat hielten und halten immer noch viele Asiaten und Afrikaner „den“ westlichen Lebensstil für erstrebenswert. Nicht umsonst wirbt die chinesische Regierung mit Arnold Schwarzenegger für eine Fleischreduktion, –> „Less meat, less heat“.)

              Davon mal abgesehen sollte uns doch bereits die hiesige Fauna und Flora (Biodiversität) wichtig sein. Das Thema Klimawandel ist eh fast zu abstrakt, um daraus Handlungsanreize abzuleiten.

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            • Obstbäuerin sagt

              Es sitzen 3 Nordamerikaner, 6 Südamerikaner und nicht ganz ein Australier/Ozeanier mit am Tisch. Am meisten hat mich damals überrascht, dass die Südamerikaner so viel Fleisch essen und das wir Europäer so bedeutungslos sind.

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            • bauerhans sagt

              „….und das wir Europäer so bedeutungslos sind.“

              das liegt nur daran,dass wir eben keinen zusammenhalt in der EU haben.

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            • Obstbäuerin sagt

              Bauerhans, das liegt daran, dass wir zahlenmäßig so wenige sind. Asien, Afrika und Lateinamerika haben zusammen 6,1 Milliarden Einwohner und wir sind nur 500 Millionen.

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      • Inga sagt

        Wenn den Bauern die Politische Unterstützung zu Futtermittelanbau entzogen wird, AdT dann werden eben Marktfrüchte angebaut. Denn die wernden dann ja vermehrt gebraucht, oder?
        Wie Bauer Willi oft erwähnt, wir bauen an, was der Kunde wünscht.
        Es ist nur immer eine längere betriebliche Umstellung.

        Und wenn Alois seine Tiere die Almweiden nicht merh pflegen dürfen, dann müsen es eben irgendwelche Arbeitslosen machen.
        Was billiger ist, wird sich dann raus stellen!

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  8. Rainer Henking sagt

    Ich bin ein wenig überrascht, dass bei den bisherigen Kommentaren ein leicht abfälliger Ton vorherscht. Das genau ist auch ein Problem bei „Euch“ konventionellen Landwirten. Ich finde es gut, dass die Menschen animiert werden mit offenen Augen durch die Welt zu laufen. Vielleicht lernen die Menschen dabei ja noch etwas. Hier hat die NABU wieder einmal einen absoluten PR-Vorteil eingefahren. Bei der konventionellen Landwirtschaft (KL: dieser Begriff dient im folgenden nur der Unterscheidung 😉 ) ist Ruhe im Schacht. Ich hatte vor kurzem dem örtlichen Vorsitzenden des Landvolks angemailt und ihn auf eine Aktion zum Thema Blühstreifen angesprochen. Bisher keine Rückmeldung. Dann war ich mit dem Fahrrad an einem Hof vorbeigekommen, der sehr abgelegen lag. An der Scheune hing ein Plakat „Wir ernähren Euch!“ Zufällig war der Anwohner im Garten und ich hielt an, um ihn zu fragen, ob das Plakat nicht besser mitten im Dorfzentrum oder noch besser in der nahegelegenen Stadt Oldenburg (OL) plaziert wäre. Wegen der Publikumswirksamkeit? Die Antwort: „Das bringt doch eh nichts!“
    Bei aller Sympathie, die ich für die Landwirtschaft, egal ob k oder b, hege. muss ich feststellen, dass Eure Marketingabteilung geschlossen gefeuert gehört! Oder habt ihr unter Umständen gar keine.
    Ich gehe jetzt Insektenzählen. Die NABU-App ist übrigens sehr cool. Man stelle sich vor solch eine App wäre von den Landwirten herausgegeben worden. (BTW: Wer wäre da eigentlich die zentrale Organisation?)

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    • Obstbäuerin sagt

      Das muss ich leider so voll unterstützen. Wir haben diese Öffentlichkeitsarbeit für unsere Leistungen nicht. Das liegt sicher zum Einen daran, dass wir nicht über diese Millionen an Spendenmitteln verfügen, wie viele große NGOs aber auch die Verbände der konventionellen Bauern leisten da unterirdische Arbeit. Das wird uns auf die Füße fallen.

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      • Rainer Henking sagt

        Das ist sehr schade! Insbesondere weil immer von der Agrarlobby geredet wird, die uns alle umbringen will! Umso mehr muss doch eine Bewegung von unten stattfinden. Wenn dies nicht mal in meiner Region so richtig gelingt, (Oldenburg (Ol)), dann ist das schon sehr bedenklich. Ich sehe selbst hier auf dem Lande eine zunehmende Polarisierung. Dabei sind solche Blogs wie „bauerwilli“ zwar eine tolle Sache, allerdings sollte man sich auch darüber klar sein, dass wir hier auch in einer Filterblase sitzen.

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        • Obstbäuerin sagt

          Auch wenn der NABU nicht ganz so viele Spendenmillionen erhält, wie der BUND oder Greenpeace, kann er solche medialen Aktionen ohne Probleme schultern. Ich sehe diese Aktion nicht ganz so positiv, weil es im Moment um die Verteilung der EU-Gelder geht und um die Kürzung in der 2. Säule. Eine Insektenzählung durch den Normalbürger wird eines ans Tageslicht bringen: es gibt kaum noch Insekten. Wir müssen dringend handeln!! Die konventionelle Landwirtschaft muss abgeschafft werden. Ob das auch wissenschaftlich belegbar ist, spielt keine Rolle mehr.
          Ich finde im Moment nichts wichtiger, als eine mediale Plattform für diejenigen, die durch ihre Arbeit auch das größte Wissen um die Zusammenhänge in der Landwirtschaft haben. Das kostet Geld und Zeit. Ich bin schon froh, dass ich den Blog von »Bauer Willi« gefunden habe, da kann ich meine Meinung sagen und erfahre auch von den Problemen der anderen.
          Ob es was bewegt, wer weiß?

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          • Rainer Henking sagt

            „Ich finde im Moment nichts wichtiger, als eine mediale Plattform für diejenigen, die durch ihre Arbeit auch das größte Wissen um die Zusammenhänge in der Landwirtschaft haben.“ Diese mediale Plattform muss aber auch die Unbedarften erreichen. Ein Blog wie „bauerwilli“ erreicht die, die sich sowieso interessieren oder schlimmstenfalls noch ein paar Trolle. Ich bin nur interessierter Laie und habe den Eindruck, wenn ich nicht aktiv suchen würde, würde ich nur Aussagen von anderen (bestenfalls interessierten) Laien hören (vulgo Qualitätsmedien).

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            • AdT sagt

              „durch ihre Arbeit auch das größte Wissen um die Zusammenhänge in der Landwirtschaft“ – klingt auch nach Betriebsblindheit. Viele Landwirte sträuben sich z.B. gegen so etwas hier, siehe:

              J. Poore1, T. Nemecek, Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers, Science  01 Jun 2018.

              Hierüber „Avoiding meat and dairy is ‘single biggest way’ to reduce your impact on Earth“, Guardian vom 01.06.2018 (online).

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @AdT

              Haben sie mal gehört, das Automobilhersteller von sich behaupten ihre Autos tun die Umwelt schädigen, werfen sie denen auch Betriebsblindheit vor?

              Die Menge des Fleisches gibt immer noch der Verbraucher vor.

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            • Bauer Willi sagt

              @Rainer Henking
              das mit der Filterblase ist bedingt richtig. Wenn Sie allerdings die Verteilerliste unseres Newsletter lesen würden (was aus Datenschutzgründen unmöglich ist) würden Sie vermutlich anders urteilen. Ich schreibe gerade an einem Artikel für die Zeitschrift „Politische Ökologie“ aus dem Oekom-Verlag. Der Hinweis an die Redaktion kam von … Greenpeace. Vielleicht schauen Sie sich auch mal das Video von Januar an, wo ich auf der Demo „Wir haben es satt“ sprechen durfte. Anschließend war ich zu einer Podiumsdiskussion in der Heinrich-Böll-Stiftung. Nur mal so, als kleiner Hinweis. Benedikt Härlin ist bestimmt kein Troll. Sie können ja mal nach dem Namen googeln.
              Bauer Willi

              1+
    • bauerhans sagt

      „wachsenundweichen“ ist die devise des bauernverbandes,da stört marketing nur.

      3+
      • AdT sagt

        Gewerkschaften betreiben immerhin Bestandsschutz für ihre Mitglieder – zulasten Arbeitsloser, wie es ja vor den Hartz-Reformen immer zu lesen war. Der DBV unterstützt eben nicht nur Erzeugerinteressen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ohne Zweifel, es ist ein PR Gag.

      Jetzt zählen Menschen Tiere, die kaum einen Elefanten von einer Stechmücke auseinander halten können.

      3+
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „“Dann war ich mit dem Fahrrad an einem Hof vorbeigekommen, der sehr abgelegen lag. An der Scheune hing ein Plakat „Wir ernähren Euch!“ Zufällig war der Anwohner im Garten und ich hielt an, um ihn zu fragen, ob das Plakat nicht besser mitten im Dorfzentrum oder noch besser in der nahegelegenen Stadt Oldenburg (OL) plaziert wäre. Wegen der Publikumswirksamkeit? Die Antwort: „Das bringt doch eh nichts!““

      Die Stimmung innerhalb der Landwirtschaft ist noch wesentlich schlechter als die wirtschaftliche Lage.
      „Das bringt doch eh nichts“, diese Aussage ist so zu verstehen, dass sie innerlich den Betrieb schon aufgegeben haben.

      1+
    • Inga sagt

      Ja, Rainer,
      das mit dem Unterton kommt daher,
      weil sich durch die Industrialisierung so eine Spaltung zwischen Industirearbeiten und Bauern zwangsläufig ergeben aht.
      Dann noch die Krieg und Not (die Industrie u. Handel funktionieren nicht ausreichend) dabei, wo die Leute froh waren bei den Bauern unterzuschlüpfen…

      Vielleicht ergab sich daraus Neid???
      Der verursachte eine Diskriminierung, dass sogar ich Nachkriegsmodell in den 50igern geboren damit konfrontiert werde.
      Was muß ich mir vorwerfen lassen, dass irgend eine Schlesische Familie in Bayern bei armen Bauern mit 2 Kühen im Stall untergekommen sind, und dann als Kind nicht genügend Milch bekommen haben.
      Der Vorwurf fing mit dem Satz an:
      Was seid ihr Bauern für ein Volk…
      und dann kam der Vorwurf von der hochgebildeten Lehrerin
      und nun …
      Wann hört das auf?

      Diese Frau Lehrerin hat doch damit auch zugegeben, dann sie keine Ahnung von Landwirtschaft hatte, aber Vorwürfe machen!?!
      Gehört sich das?

      Dann wird von solchen Leuten gefordert wir hätten zu große Schlepper, die hätten wir nur zum angeben?
      Sollen wir Bauern dann das Getreide mit Eisenbereiften Wagen von Pferden gezogen in die Genossenschaft ziehen?
      Es muß doch zu denen deren Annahmestelle auch anpassen.
      Genauso geht es mit dem Spinat, der so schnell wie möglich (damit vitaminschonend verarbeitet) in die Kantine von WV in Wolfsburg muß.
      Mit einem Pferdefuhrwerk?
      Also hier ist raus zu lesen, dass von solchen Leuten eine romantische LW, wie sei früher nach dem Krieg, als noch die meisten Omas in der LW wohnten oder arbeiteten und hübsche Gutenachtgeschichten davon erzählen konnten, gefordert wird.
      Und wenn da heutzutage noch lauthals gefordert wird, dann zeugt das nur von Unerfahrenheit.
      Jede Branche in unserer Volkswirtschaft muß leistungsfähig sein und keine hat die andere so zu kritisieren.

      Und wenn dann die konventionellen Landwirte, besonders die älteren sich dann mit einem Unterton über solche Leute mokieren, dann braucht man sich nicht zu wundern.
      Vielleicht ist da ja hier im Blog nochmal ein Extrathema.

      Dann bewurdere ich doch Leute, die da gute Vorschläge machen, wir man den Zwiespalt relativieren kann udn da eine neue Technik auch helfen könnte.

      1+
      • Rainer Henking sagt

        Da bin ich völlig bei dir! Industrialisierung und Technologisierung haben dafür gesorgt, dass es uns so gut geht! Hier kann ich nur auf die magische Waschmaschine von Hans Rosling verweisen.
        https://www.ted.com/talks/hans_rosling_and_the_magic_washing_machine
        Dies gilt absolut auch für die Landwirtschaft. Aber wo ist die Faszination für die Technik und die Innovationen in der Landwirtschaft? Ich finde es unglaublich faszinierend was hier passiert ist. Allein das ein Norman Borlaugh mit moderner Landwirtschaft Milliarden von Menschen das Leben gerettet ist nicht in Worte zu fassen. Leider wird es heute nicht mehr erwähnt. Im Gegenteil man gibt ihm die Schuld an der Überbevölkerung. Dabei hungern heute weniger Menschen als vor der 1. und wirklichen Grünen Revolution. Das ist eine Leistung der konventionellen Landwirtschaft. PUNKT

        2+
        • Inga sagt

          Ich denke mal, den Zusammenhang kennen heutzutage viele nicht mehr!
          Wahrscheinlich nicht mal welche, die als Kleinkind den Krieg, die Flucht und die Knappheit an Nahrungsmitteln miterlebt haben.
          Die Bauern hatten eben große Häuser aus architekt. Gründen), da konnten viele Unter kommen!

          Danach mußte von den Erträgen der westdeutschen Bauern das Volk von ganz Großdeutschland oder dem ehemalige Reich ernährt werden?

          Das ging nur durch die GRÜNE REVOLUTION, die irgendwie staatlich gefördert wurde, denke ich.
          Und die funktionierte nur mit technischen Neuerungen, die der heutige konventionelle intensiv bewirtschaftende Landwirt noch benutzt und sich neue drauf aufbaut.

          Früher so 1960 war konventionell ohne diese neuen technischen ertragerhöhenden Mittel, also fast Bioanbau, aber weniger Erträge.
          Wenn ich mich nicht irre.

          Heute heißt die Intensiv bewirtschaftete Landwirtschaft eben konventionell.

          Und Bio ist eher konventionell.
          Die moderne Technik ist so weit vorangetrieben worden
          dass wir uns vielleicht wieder eine extensiv auf bio bewirtschaftete Landwirtschaft leisten können.

          Und wieviel Flüchtlingsströme aus aller Welt kommen evetnuell noch zu uns und wollen satt werden?

          Trotzdem können wir an dem Bioanbau weiter froschen.

          Eine selbstfahrende leichte durch GBS und sensorik gesteuerte Hackmaschine ein paarmal im Jahr über Feld,
          erspart wieviel Umweltgift?

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            • Inga sagt

              meinst du?
              Die Maschinen- und Handhacke hat ja auch keine oder wenig Erosion verursacht!

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  9. Schmeckt gut sagt

    Hallo, komme an diesem deutlich kühleren Morgen endlich dazu, ein wenig zu kommentieren. In der letzten Woche war es brutal heiß und trocken im Norden. Unsere Beregnungsanlagen laufen im Dauereinsatz. Wassergaben sind die einzige Möglichkeit, um unsere Kulturen überhaupt am Leben zu halten. Wir hatten seit 8 Wochen nur 20 mm Regen in 4 Gaben, also nichts. Im nassen Frühjahr bis Ende März und der folgenden Warmphase konnten sich die Insekten optimal entwickeln und wir haben so viele Individuen, wie seit vielen Jahren nicht mehr gesehen (wir leiden oft unter Winter- und Frühjahrstrockenheit). Auffällig ist, dass die Populationen jetzt in der Trockenheit regelrecht zusammenbrechen. Die insektenfressenden Vögel haben jetzt auch wieder Hunger. Es wird wieder äußerst aggressive Stare geben, die nur mit absolut dichter Einnetzung abzuschrecken sind. Es sind auch viele Fassane und Rebhühner zu beobachten, die jetzt auch am Tage suchen. Nur unsere Schwalbenkolonie scheint genug zu finden, denn sie wächst weiter an 🙂 . Der Zeitpunkt zum Zählen der norddeutschen Insekten ist insofern nicht schlecht gesetzt, denn es wird jetzt der niedrigste Stand im Jahr zu zählen sein (das große Insektensterben hat vorher – während der Hitzewelle – stattgefunden). Allerdings wird wohl herauskommen, dass es viel zu wenig Insekten gibt und nur die Landwirtschaft Schuld sein kann. Herr Richter, ich melde hiermit berechtigte Zweifel an 😉

    5+
  10. AdT sagt

    Umfasst auch das Thema Insektenartenvielfalt:

    J. Poore1, T. Nemecek, Department of Zoology/School of Geography and the Environment, University of Oxford,
    „Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers“,
    Science  01 Jun 2018:

    https://www.theguardian.com/environment/2018/may/31/avoiding-meat-and-dairy-is-single-biggest-way-to-reduce-your-impact-on-earth?CMP=Share_iOSApp_Other

    „The new analysis shows that while meat and dairy provide just 18% of calories and 37% of protein, it uses the vast majority – 83% – of farmland and produces 60% of agriculture’s greenhouse gas emissions. Other recent research shows 86% of all land mammals are now livestock or humans. The scientists also found that even the very lowest impact meat and dairy products still cause much more environmental harm than the least sustainable vegetable and cereal growing. […]

    ‚A vegan diet is probably the single biggest way to reduce your impact on planet Earth, not just greenhouse gases, but global acidification, eutrophication, land use and water use,‘ said Joseph Poore, at the University of Oxford, UK, who led the research. ‚It is far bigger than cutting down on your flights or buying an electric car,‘ he said, as these only cut greenhouse gas emissions.“

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    • Obstbäuerin sagt

      Mein Oxford-Englisch lässt zu Wünschen übrig. Wie wär´s mit einer kleinen Übersetzung?

      1+
      • AdT sagt

        Von Google übersetzt, ich bin erstaunt, wie gut das heute funktioniert, wow, nur einen Fehler gefunden (überflogen):

        Die neue Analyse zeigt, dass Fleisch und Milchprodukte zwar nur 18% Kalorien und 37% Protein liefern, aber die große Mehrheit – 83% – an Ackerland verbrauchen und 60% der Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft verursachen. Andere aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass 86% aller Landsäugetiere heute Nutztiere oder Menschen sind. Die Wissenschaftler fanden auch heraus, dass selbst Fleisch und Milchprodukte mit der geringsten Auswirkung immer noch viel mehr Umweltschäden verursachen als der am wenigsten nachhaltige Gemüse- und Getreideanbau. […]
        „Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich der einzige Weg, um Ihren Einfluss auf den Planeten Erde zu reduzieren, nicht nur Treibhausgase, sondern globale Versauerung, Eutrophierung, Landnutzung und Wasserverbrauch“, sagte Joseph Poore von der University of Oxford, Großbritannien die Forschung. „Es ist viel größer, als Ihre Flüge zu reduzieren oder ein Elektroauto zu kaufen“, sagte er, da diese nur die Treibhausgasemissionen reduzieren.

        0
          • Brötchen sagt

            ADt es geht durch alle Medien auch bei uns…..es hat nichts mit runterrechnen zu tun. ich bin in meinem Leben immer gut gefahren, wenn ich versucht habe Behauptungen grob nachzurechnen. die Autoren von oben genannter Studien ein Zoologe ohne Reputation ( nennenswerte Veröffentlichungen, die mich überzeugen würden) und ein Schweizer, beide aus Ländern, deren LW nicht schlecht ist, aber nicht konkurrenzfähig ist und auch die eigene Bevölkerung nicht mal ansatzweise ernähren kann, die wollen den Rest auch noch ruinieren. fahre einfach durch die Gegend sieh dich um. Sieh die Menschen hinter den Feldern und in den Ställen, denke dir die ganze schöne warenwelt aus aller Herren Länder weg und dann überlege, ob du dich davon ernähren könntest. Ich brauche keine Studie in der science machen, theoretisch ist es richtig, das man das Land mit veganer Ernährung versorgen könnte. Praktisch ist das undurchführbar, aber gut die Medien werden das schon wissen. ist mir egal, ich sitze an der Quelle, du hast ja Recht und du wirst das schon machen. Wo kann man deinen Gott anbeten ?

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Was einzelne in den Medien verbreiten, geht mir gelinde gesagt am Allerwertesten vorbei. Genau so sehen es die meisten auch.

            Deshalb ist in der Nähe meines Ortes ein veganes Restaurant nach 2 maliger Insolvenz geschlossen.

            1+
            • AdT sagt

              Einzelne Medien? Hoch angesehene Institute. Oxford University, Weizmann Institute/ETH Zürich, Uni Göttingen (Matin Quaim)…

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            • Mark sagt

              Auch hochangesehene Institute haben bisweilen den einen oder anderen durchgeknallten Vertreter. Die Oxford-Studie ist eine Lachnummer.

              2+
            • Mark sagt

              Übrigens: Matim Quaim sagt, dass selbst wenn alle OECD-Länder ihren Fleischkonsum um 50% senken würden (was an sich schon unerreichbar sein dürfte), sich die Zahl der Hungernden dadurch lediglich um 7% senken liesen. Er sieht als Hauptfaktor zur Bekämpfung des Hungers (neben dem Vermeiden von politischen Verwerfungen) nur die Effizienzsteigerung der globalen landwirtschaftichen Produktion, wo ausdrücklich der Ökolandbau nicht dazu gehört.

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            • AdT sagt

              Wieso „nur“ 7 %? Es ist ja nicht so, dass es irgendeine Anstrengung für den Einzelnen erforderte. Quaim sagt auch, dass die Senkung des Fleischkonsums in OECD-Ländern zwar nicht hinreichende, aber notwendige Bedingung zur Senkung des Hungers ist! Denn auch die Produktionssteigerung ist notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung ist. – Und das ist „nur“ das Thema Welthunger.

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  11. Obstbäuerin sagt

    Als wir noch an eine Zukunft für unseren Betrieb geglaubt haben, hatten wir mal 80.000 Obstbäume, jetzt vielleicht noch 50.000. Auf jedem Baum hocken ungefähr 50 Spinnen, 100 Läuse, 30 Ameisen und 25 diverse Käfer. Macht 205 Insekten pro Baum
    – das mal 50.000 = 10.250.000.
    Fluginsekten noch nicht mitgezählt. Aber diese Zahl würde ich nicht veröffentlichen, denn wenn es dann nächstes Jahr 2.000.003 weniger sind, geht`s wieder los mit dem Trara ums Insektensterben.

    1+
  12. Mark sagt

    Den Ball flach halten. Wenn jetzt übereifrig gezählt wird haben wir nächstes Jahr das große Insektensterbem.

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      • Inga sagt

        Ja,
        habe ich auch gedacht, oder lag es am Winter?

        Denn da gibt es ja weniger
        und jetzt, wo alle Blüten an den Pflanzen in der Natur kommen, kommen auch die dazugehörigen Insekten!?!

        🙂

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  13. bauerhans sagt

    neues in der NW von heute:

    eine spaziergängerin hatte die tage einen jungen feldhasen am ackerrand gefunden und zum hiesigen tierschutzverein gebracht.
    der hase ist dann verendet.
    die spaziergängerin behauptete,der bauer hätte am tag zuvor den acker gespritzt (es hatte doll nach chemie gerochen) und die vorsitzende des tierschutzvereins beschuldigte den landwirt,er habe den hasen sicherlich dadurch vergiftet.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Vorsitzende des Tierschutzvereins sollte eigentlich wissen, dass ein Feldhase in Gefangenschaft kaum eine Überlebenschance hat. Die wahren Täter sind die Spaziergängerin und die Tante vom Tierschutzverein.

      8+
  14. Ehemaliger Landwirt sagt

    Ehrlich gesagt, ein landwirtschaftlicher Rentner ohne Hofnachfolger hat es normalerweise schön, wenn, ja wenn die Blöde Insektenzählerei nicht wäre.

    Statt den Nachmittagstee zu schlürfen, war ich beim bestimmen, um was für eine Hummel es sich in unserem Garten handelte, es gibt ja einige davon:

    Alpenhummel (Bombus alpinus)
    Tonerdhummel (Bombus argillaceus)
    Armeniacushummel (Bombus armeniacus)
    Samthummel (Bombus confusus)
    Kryptarum-Erdhummel (Bombus cryptarum)
    Cullumanushummel (Bombus cullumanus)
    Deichhummel (Bombus distinguendus)
    Dufthummel (Bombus fragrans)
    Eisenhuthummel (Bombus gerstaeckeri)
    Ungarische Hummel (Bombus haematurus)
    Gartenhummel (Bombus hortorum)
    Veränderliche Hummel (Bombus humilis)
    Baumhummel (Bombus hypnorum)
    Heidehummel (Bombus jonellus)
    Laesushummel (Bombus laesus)
    Steinhummel (Bombus lapidarius)
    Berglandhummel (Bombus lapponicus bzw. B. moniticola)
    Hellgelbe Erdhummel (Bombus lucorum)
    Große Erdhummel (Bombus magnus)
    Trughummel (Bombus mendax)
    Berghummel (Bombus mesomelas)
    Grauweiße Hummel (Bombus mucidus)
    Mooshummel (Bombus muscorum)
    Ackerhummel (Bombus pascuorum)
    Obsthummel (Bombus pomorum)
    Wiesenhummel (Bombus pratorum)
    Pyrenäenhummel (Bombus pyrenaeus)
    Grashummel (Bombus ruderarius)
    Feldhummel (Bombus ruderatus)
    Baltische Hummel (Bombus sernenoviellus)
    Höhenhummel (Bombus sicheli)
    Distelhummel (Bombus soroeensis)
    Bombus sporadicus
    Erdbauhummel (Bombus subterraneus)
    Waldhummel (Bombus sylvarum)
    Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)
    Sandhummel (Bombus veteranus, Bombus equestris)
    Bergwaldhummel (Bombus wurflenii)

    Ehrlich gesagt, ich war etwas überfordert, vielleicht kommt einer der städtischen Insektenzähler vorbei und klärt mich auf.

    9+
    • Obstbäuerin sagt

      Hallo ehemaliger Landwirt, einige fallen aber schon geographisch raus und ansonsten kann das doch ein nettes Hobby werden?

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Aha,
        ich hab schon gedacht das Dihydrogenmonoxid wäre schuld, das ich gespritzt habe.
        Jetzt bin ich beruhigt. 🙂

        0
  15. Ludwig Emser sagt

    Purer Aktionismus um uns Bauern über die 2. Säule Geld zu klauen. Bauer Willi hast du eine Erklärung, warum unsere Berufsvertretung diesem Treiben ohne Widerspruch zusieht? Blühstreifen reichen nicht aus um eine neue Wertschätzung unserer Landwirte zu erreichen. Wir brauchen kein neues Gap, sondern ein Umdenken auf breiter Front, ob wir noch Landwirte in der Fläche wollen.

    0
    • Inga sagt

      also Ludwig, du hast ja Recht,

      wenn erst der Naturschvutz Mode wird, wie früher,
      dann interessieren sich wieder mehr dafür.
      Einefach mithelfen lassen an:

      Citizen Science

      dann haben sie etwas wichtiges zu tun und werden für voll genommen, lenkt auch von Stelleinbrüchen, Stirnlampengewitter und ähnlichem ab!

      Die Bauern haben keine Zeit, auf solche Nebensächlichkeiten, die haben andere Sorgen.
      Sie können höchstens mithelfen, denn sie wissen auch die besten dafür geeigneten Stellen in der Gemarkung, wo man das tun kann.

      0
  16. Das kann jawas werden. Viele sind heutzutage ja niocht mal mehr in der Lage, eine Schwebfliege von einer Biene zu unterscheiden.

    Oder wie viele Gartenfreunde in diesem Frühjahr teilweise fast schon panisch Bilder des grossen Wollschwebers in Facebookgruppen gesetzt haben, weil sie nicht wussten, dass der trotz seines langen „Stachels“ vollkommen harmlos ist

    2+

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