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Kommentare 46

Zeit, zur Besinnung zu kommen!

Bitte den letzten Satz zuerst lesen. Dann muss man sich nicht so aufregen…

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article171198033/Das-deutsche-Kaempferherz-ist-leicht-entflammbar.html

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46 Kommentare

  1. Ich kenne keinen Landwirt der immer der billigst sein will . Nein ich und meine Kollegen sind immer auf der Suche , nach solventen Abnehmer für unserer Produkte 😉

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  2. die geschichte mit dem kapitalismus ist auch hochinterssant. wieviele menschenleiden an lebensmitelmangel in sozialistischen systemen wie zb. in venezuela oder cuba? und wieviele in kapitalistischen systemen?

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  3. Das Problem ist doch folgendes Es gibt immer einen der es billiger und schlechter Produzieren kann . Qualität hat seinen Preis und wenn du den nicht kriegst produzierst du auch billiger um deine Produkte kostendeckend Verkaufen zu können .
    Da Landwirtschaftliche Produkte oft Verderblich sind müssen Sie auf dem Markt zeitnahe angediehnt werden egal was der Preis macht . Wenn die 2 grössten Schlachtbetriebe Hauspreise zahlen, weil im Discounter Sonderangebote verkauft werden fallen in der nächsten woche die Preise . Je mehr schnäppchenjäger einkaufen desto mehr fällt der Preis auch für s Tierwohl produziere Tiere !

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  4. Ich bin der Meinung das weder der Verbraucher noch der Bauer schuld ist an dem Niedrigpreisgezetere . Ich mache dafür einig und alleine den Lebensmitteleinzelhandel verantwortlich. Sie machen mit ihrer angebotspolitik die Preise kaputt bzw diktieren ihren Zulieferern die Preise. Ich habe das hier schon oft genug geschrieben. Der Handel, also die Molkereien, Grossschlachtereien und Gemüsegrossmärkte bekommen den Preis diktiert . Wenn du den oder den Preis für das Produkt X machst kannst du liefern. Sie reichen dann die s hrottpreis an die Erzeuger weiter. So läuft das ab. Ich hätte auch schon mit denen geschäftlich zu tun und müsste auch feststellen das das man der Willkür dieser handelskonzerne ausgesetzt ist. So einfach ist das.

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    • Genau so erlebe ich es auch. Verbraucher und Bauern beschuldigen sich gegenseitig und der Discounter lacht sich ins Fäustchen. Von wo die Ware kommt ist egal, vor allem auch bei Eigenmarken. Der günstigste „gewinnt“. Übrigens ist unser Hof Discounter-freie Zone :). Da ich auch immer erklären „muss“ warum, kommt das bei unseren Gästen schon gut an.

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  5. Friedrich sagt

    Leider weis der Verbraucher über Landwirtschaft fast überhaupt nichts. Das stelle ich hier vor Ort als letzter Bauer unter fast 1000 Einwohnern immer wieder fest. Die Leute sind nach einem Gespräch meistens dankbar mal aufgeklärt worden zu sein. Wenn wir Getreide mähen oder die Rüben werden gerodet oder verladen , dann ergibt sich häufig mal ein Gespräch. Zuschauen findet auch immer nur statt wenn große Maschinen im Einsatz sind.
    Zur Tierhaltung wird ganz selten gefragt. Im Herbst hatten wir eine über 300 mtr. lange Rübenmiete auf dem Acker aber direkt vor dem Dorf liegen, da sprachen die Leute gleich vom Deich. Landwirtschaft ist erst wieder wichtig , wenn es mal wieder zu Engpässen und Preissteigerungen kommt. Solange uns nachgesagt wird , von den Flächenprämien zu leben , wird es keine Wertschätzung geben.

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  6. Jeder Verbraucher hat es in der Hand ob und welche Pflanzenschutzmitteln angewendet werden.
    Kauft Bioprodukte, dann werden diese produziert ohne Glyphosat aber mit anderen Pflanzenschutzmittel den in der Biolandwirtschaft müssen die Pflanzen ebenfalls geschützt werden.
    Das gleiche gilt für die Betriebsgröße und Intensität. Ob es ein 1000 ha Bio oder konventionellen Betrieb handelt, er wird wirtschaftlicher sein als ein Kleinbetrieb!

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  7. Ich störe mich am Absatz vor dem letzten Satz. Da wird das Thema Glyphosat auf das einfache Thema „Geld“ und „Billig“ runtergebrochen. Das impliziert zwei Dinge im Kopf des unbedaften Lesers: 1: „Geldgier des rücksichtslosen Anwenders“ und 2: „Mangelnde Qualität und eben doch Gefährlichkeit der Produkte“. Dass die Landwirtschaft aus Kostengründen immer mehr Herbizide brauche, ist absouter Quatsch und relativiert den ganzen guten Anfang. Die Vorteile von Glyphosat statt intensiver Bodenbearbeitung für die Umwelt, das Bodenleben und vieles andere bleiben leider völlig unerwähnt. So RICHTIG im Thema scheint der Autor nicht zu sein.

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  8. Ich haette schon gerne gewusst, wo dieses „deutsche Kämpferherz“ zu finden ist. Eine Milieufrage? Wer klärt uns mal ehrlich auf, ob es unser Herz oder unser Geist ist, dass kein Normalzustand mehr gefunden und unserem System nur noch fundamental misstraut wird?

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  9. Friedrich sagt

    Sehr guter Artikel in der Welt. Gab ja auch Zustimmung dort. Also alle mal wieder runterkommen und nachdenken. Unsere Politiker machen eben immer aus einer Fliege einen Elefanten. Mit Glyphosat will man doch nur das Tor zum gesamten Pflanzenschutzmittelverbot aufmachen. Das die Bürger aber Bio nicht teuer einkaufen wollen , wird doch täglich an der Ladenkasse bestätigt. Wer ÖKO/BIO-Landwirtschaft will muß auch als Politiker für die Rahmenbedingungen sorgen. Das heist den Markt auf Deutschland begrenzen, raus aus der EU, eben das Schweizer Modell der totalen abschottung. Biolandwirtschaft lebt doch überwiegend nur durch die erheblich höheren Flächenprämien. In vielen EU-Ländern sind die Bioflächenprämien gestrichen , damit der Markt zeigen kann , ob er sich selbst trägt. In diesen Ländern (UK) ist der Biobetriebsanteil erheblich zurück gegangen , weil es sich eben nicht trägt. Warum sollen auch die Steuerzahler für eine kleine Zahl von Verbrauchern diese erheblichen Kosten aufwenden.

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  10. „Die Aussage, dass der geizige Verbraucher daran schuld ist, dass, wie hier geschrieben, das Böse verwendet wird, ist natürlich Unsinn. Der Verbraucher kauft dann günstig ein, wenn er es günstig bekommt. Ich habe noch nie eine Demonstration von Verbrauchern gesehen, die vorm Aldi standen und niedrigere Preise gefordert haben.“
    Das ist aus einem der Kommentare. Dieser Mann hat nichts verstanden. Der Kunde protestiert nicht- er kauft einfach nicht das teurere Produkt, solange es billigere gibt. Stimmt’s Martin Gröschel ?

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    • Darauf antworte ich mit einer Gegenfrage: wenn sie ein Paket Butter kaufen und es würde nur 2 Sorten geben- gleiche Verpackung, das gleiche Gewicht, die gleichen Inhaltsstoffe- nur der Preis unterscheidet sich um 5 Cent….welche Butter würden Sie kaufen? Garantiert die billigere so wie die meisten anderen auch.
      Wenn Sie auf diesen fiktiven Paketen nach der Herkunft schauen, ist die teure Butter aus Deutschland- nach deutschen Richtlinien hergestellt, die Kühe unter deutschen Bedingungen für Tierwohl, Gesundheit und wer-weiß-was-noch für Auflagen gehalten, während die billigere Butter zb in Ungarn unter zweifelhaften Bedingungen für die Kühe aber auch was die Hygiene angeht hergestellt wurde.
      Damit wir nun nicht auf unserer Butter sitzen bleiben sind wir gezwungen den Preis so weit zu senken, dass die andere Butter die teurere wird.
      Dabei ist der Landwirt immer das schwächste Glied. Einzelhandel und Produktion nehmen sich immer ihren Teil- der Rest ist für den Landwirt. Und dem bleibt nichts anderes übrig, als seine Rohstoffe so günstig wie möglich herzustellen.

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    • Frank Tietjen Eine gute und interessante Frage. Die Ungarn sind dann auch gezwungen den Preis soweit zu senken, dass die andere Butter wieder die teure ist. Ist nachvollziehbar. Ohne Zweifel, deutsche und ungarische Landwirte können dabei nur verlieren. Wie wäre ihr Lösungsansatz.?

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    • Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten…das einfachste aber wohl auch wirkungsloseste ist an den Verbraucher zu appellieren, regionale Produkte zu kaufen- aber das werden nur die wenigsten tun.
      Eine andere Möglichkeit wäre die Besteuerung der ausländischen Produkte. Warum sollte man keine Strafsteuern einführen für schlechtere Standards? Warum sollte man nicht verlangen, dass Produkte für Deutschland auch nach deutschen Standards produziert werden?

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    • Da wir keine Strafsteuern einführen werden, wir wollen ja auch unsere Industrieprodukte im Ausland verkaufen, bleibt nur der andere Weg. Solange Preiskampf bis nur noch wenige riesige Landwirtschaftliche Betriebe über sind. Und dann geht’s ab mit dem Preis nach oben. Coca Cola und Co machen es vor. Bischen Konzentrat, Wasser druff und teuer wie Milch verkaufen. Der Verbraucher kauft es wie Sau. Oder, ja oder wir besinnen uns und kaufen wirklich regional un vlt such saisonal. Einfach so, nur weil es gut und richtig ist, auch wenn es teurer ist. Geld gaben dafür. Am Ende des Monats ist es eh immer alle, egal für was wir finden was zum kaufen. Vieleicht einfach mal über den Schatten springen und statt Zigaretten, Urlaubsflüge, schicke Klamotten mal vernünftige Lebensmittel kaufen für eine vernünftige Umwelt.

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  11. Wer oder was zwingt die Landwirtschaft immer billiger produzieren zu müssen? Es wird doch niemand gezwungen ein Hähnchen für 2,95 Euro anzubieten. Dem Verbraucher die Schuld zu geben ist zu einfach.

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      • Wenn die Bauern sich einig wären und Hähnchen nicht unter 10,- Euro anbieten würden, was könnte der Verbraucher da machen …. nüscht. Er würde das Hähnchen für 10,- Euro kaufen.

        Wenn die Bauern sich jedoch nicht einig sind und Hähnchen zwischen 2,95 und 10,- Euro anbieten, ist dies nicht das Problem des Verbrauchers. Warum soll der Verbraucher sich mit dem Landwirt solidarisch erklären, wenn nicht mal die Bauern untereinander solidarisch sind.

        Es ist billig, dem Verbraucher eine Verantwortung in die Schuhe zu schieben, die er nicht hat. Der Massenmensch wehrt sich nicht, da kann jeder draufhauen, der Bauer ebenso wie der Umweltschützer.

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        • Brötchen sagt

          Wenn es für das Hähndl 7 Euro gibt, was denken Sie wie ganz ganz schnell ganz viele aus allen Richtungen geflogen kommen. Und dann kosten die ganz schnell 5 Euro.Ich empfehle mal ein Praktikum am Fischbrötchenstand. was denken Sie wie viele Aale in der Metro gefangen werden. Schnupperkurs Marktwirtschaft.

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        • bauerhans sagt

          „Wenn die Bauern sich einig wären…….“

          gebündelte angebote mit andienungspflicht zu gestaffelten kosten hatte es in erzeugergemeinschaften gegeben,aber sofort wurde dies wieder unterlaufen,weil einige eben für ihr etwas grösseres angebot einen preiszuschlag verhandelt hatten.
          es ist schwer,viele einzelanbieter von austauschbaren produkten zusammen zu bringen.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          @ fingerphilosoph

          Wenn in der Metro deutsche Hünchenbrüste im Angebot für 7,29 Euro zu kaufen sind, stehen daneben die von Tschechien, oder Ungarn für 4,49 Euro.
          Wenn jetzt die deutschen Erzeuger 10 Euro durchsetzen würden, dann würde die Gastronomie sicher die für 4,49 liegen lassen, oder?

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        • Mark sagt

          @f…h
          „…was könnte der Verbraucher da machen …. nüscht. Er würde das Hähnchen für 10,- Euro kaufen.“ Oder vegan werden. Was könnten die Bauern dann machen….nüscht.
          Aber im Ernst: man darf den Verbraucher nicht dafür verurteilen, dass er sich rational verhält. Er hat Verantwortung für sich selbst, nicht jedoch für die Bauern. Aber es ist auch für die Bauern nicht so einfach, wie Du es darstellst. Zum einen befindet er sich in einem globalen Markt, zum andern verfügt er über ein verderbliches Gut mit begrenzter Lagerfähigkeit und hoher Austauschbarkeit und ist daher in der Prozesskette das schwächste Glied.
          Im Grunde hat er nur zwei Handlungsalternativen (Aussnahmen bestätigen die Regel): Er macht mit oder er lässt es bleiben. Immer öfter entscheiden sich die Bauern für letzteres.

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          • Nimm als Vergleich die Medizin: auch da gibt es Produkte mit längerer (Pillen) und kürzerer (Infusionen, Blut) Haltbarkeit. Auch da gibt es eine ständig steigende Nachfrage durch Verbraucher. Trotzdem gibt die Pharma-Industrie ihre Produkte nicht billig und billiger und noch billiger ab. Im Gegenteil. Weil die Pharmaindustrie und die Ärzteschaft nicht von den Preisen runtergegangen sind, wurden schließlich von der Verbraucherseite her Krankenkassen als Solidargemeinschaften gegründet, damit sich möglichst viele die „Gesundheit“ überhaupt erst leisten können.

            Oder nimm die Buchpreis-Bindung. Auch hier ist man zu der Übereinkunft gekommen, dieselben Bücher überall zum selben Preis zu verkaufen, am Bahnhofskiosk ebenso wie bei Thalia. Da hat man dem Verbraucher preistechnisch auch keine Wahl gelassen. Wer ein bestimmtes Buch will, muss eben dafür löhnen.

            Der Bauer hatte mal ein Machtpotenzial, das er verschenkt hat. Der Bauer ist nämlich der Einzige, der sich selbst versorgen und damit eine gewisse Unabhängigkeit bewahren kann. Dass der Bauer seine Unabhängigkeit verschenkt hat, ist nicht das Versagen der jetzigen Generation. Das ist das Versagen der Vorväter-Generationen.
            Aber es ist eben passiert.

            Hätten die Bauern im Laufe der vergangenen 1000 Jahre ihren Unabhängigkeitsdrang stärker gepflegt, indem sie erst mal sich und ihren Hof autark machen und eigenständige Inseln bilden, dann hätten wir heute eine ganz andere Welt. Dann hätte es keine Staatenbildung gegeben. Der Einfluss von Politik, Bürokratie und Finanzwesen wäre begrenzt geblieben. Dann gäb’s natürlich auch keine Subventionen.

            Diese Möglichkeit gab es um das Jahr 1000 n. Chr. herum durchaus noch. In der keltisch-germanischen Welt war jeder Bauer ein kleiner „Fürst“, der für ein Dorf aus Landarbeitern und Handwerkern verantwortlich war. Ob die jeweilige Gemeinschaft erfolgreich war, kam wesentlich auf den kleinen „Fürsten“ an: den Bauern, der für die Ernährung zuständig war und die Landarbeiter koordiniert hat. Bisweilen haben diese kleinen „Fürsten“ sich zusammengeschlossen, um eine Gemeinschaftsaufgabe (meist Krieg) zu erfüllen, danach hat wieder jeder autark gewirtschaftet. Doch dann kam das Christentum und das Heilige Römische Reich und damit die Zentralisierung mit zunehmender Herrschaft von oben nach unten. Die kleinen Fürsten haben sich das Rückgrat brechen lassen und sich einem König bzw. einem Papst unterstellt. Daran hat auch die Demokratie nichts geändert.

            In dieser Entwicklung liegt doch das ganze Dilemma der Bauernschaft begründet. Einerseits wisst ihr sehr wohl, dass alle anderen von euch abhängig sind und andererseits habt ihr heute kaum noch irgendein Machtpotenzial, sondern seid Spielball von Politik, Bürokratie und Finanz. Ihr habt eure Macht verloren und es nicht geschafft, sie euch wiederzuholen.

            Aber die Bauern sind ja eh nur am Jammern. Sie reflektieren nicht ihren eigenen Anteil am Verlust ihrer Macht. Es ist nun mal nicht am Verbraucher, dem Bauern seine Macht zurückzugeben. Das müsste aus euren eigenen Reihen kommen. Wenn der Verbraucher euch eure Macht zurückgibt, werdet ihr doch gleich geknechtet wie jetzt durch Politik, Bürokratie und Finanz. Das macht null Unterschied. Der linksgrüne Tierschützer in seiner Rolle als Verbraucher macht euch das doch vor. Der bricht doch bereits jetzt in eure Ställe ein und glaubt sich dabei im Recht.

            Man kann das Kind zum Baden tragen, aber deshalb kann es noch lange nicht schwimmen.

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            • Brötchen sagt

              @fingerphilosoph sie haben etwas wichtiges nicht bedacht. wichtiges Produktionsmittel des Bauern ist der Boden mit den dazu gehörigen nat. standortbedingungen. der Boden kann nicht bewegt werden ist nicht vermehrbar und in der Bodenfruchtbarkeit nur begrenzt verbesserbar. d.h. der Staat kann ganz andere macht ausüben, wenn sie nicht wegkönnen. anderes Problem, lw ist ein extrem kleiner Sektor einstelliger Anteil am BIP und auch nicht so einfach extrem erhöhbar. wenig leute= wenig Wähler. extrem spezialiert und vertikal verknüpft. Bsp. hähnchenmäster. als pharmaunternehme können sie nach Indien gehen, dort eine Fabrik bauen, zwei oder drei. sie können ein Teil der Leute mitnehmen usw. anderes Problem heute, lw agiert auf einem fast freien warenmarkt mit extrem ausgefeilter Transport und lagerlogistik. das gibt es noch nicht so lange. Bsp. Salz…hatte mal einen riesigen Wert, warum ?

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            • Mark sagt

              Welche Rolle spielten die Bauern bei den alten Griechen, oder den Ägyptern oder den Hochkulturen in China usw.? Warum spielten sie diese Rolle?

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            • Bei Hesiod findet sich eine Stelle, die würde vor allem dem Alois gut gefallen. Da ist von freiem Bauerntum und so was wie den bäuerlichen Tugenden die Rede. Bei Hesiod war der Hof im Familienbesitz und wurde von der Familie, Sklaven und Ochsen bewirtschaftet. Xenophon wendet sich an eine Art Gutsmanager, also den Großbauern. Dann gab es die bukolischen Gedichte über das ländliche Leben wie Vergils „Georgica“. Gut, das ist römisch, aber gehört auch in die Zeit.

              Es gab also den bäuerlichen Familienbetrieb, die frühe Agrarfabrik und die Stadtbewohner, die das Landleben verherrlichten, ohne Ahnung zu haben. Genau wie heute!

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    • Inga sagt

      Wer kauft denn den Bauern die Hähnchen ab?
      Der Verbraucher nicht, außer bei Direktvermarktung.

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    • Martin Gröschel Der Handel zwingt den Landwirt billig zu produzieren. Und zwar der Handel, dem der Verbraucher die Macht gibt. Und der Verbraucher stimmt mit den Füßen ab, wer die Macht bekommt …

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    • Karl Hinrich Habe mir gestern deutsche Markenbutter im Supermarkt angeschaut, zwischen 1,79 Euro und 2,29 Euro war alles dabei. Stimme ich als Verbraucher dafür, dass beim Kauf der 2,29 Euro Butter der Landwirt mehr bekommt und entziehe ich dem Handel dadurch die Macht? Bekommt der Landwirt überhaupt mehr? Ein anderer Supermarkt hat übrigens die gleiche Butter für 1,99 Euro im Sonderangebot.

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    • Stimmt, deshalb hat der ZDG die Kampagne zur Herkunftskennzeichnung gestartet; in der Hoffnung, dass sich die Gastronomie / Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland nicht mit preiswerterem Hähnchenfleisch aus Brasilien eindeckt. Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt auch …

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  12. Bauer Willi Was hälst du den von dem Artikel. Generel fin ich ihn gut, aber was mich schon lange stört ist, das dem Verbraucher erzählt wird, das anscheinend jeder Landwirt Glyphosat verwendet. Wir selber haben es schon Jahre nicht mehr verwendet, und ja, wir pflügen, Wir begrünen auch über den Winter und der Gründünger wird nicht abgespritzt, sondern gemulcht, wenn er nicht abfriert. Wir selber kommen gut ohne zurecht, weil pfluglos bei uns nicht funktioniert. Ich bin die ganze Diskussion eigendlich leid, man kann es drehen und wenden, der bauer ist der böse. Benutzt er Glyposat, ist er böse, pflügt er, auch böse. Praktische lösungen kennt keiner, oder verrät sie nicht.

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    • Doch, es gibt auch „gute“ Bauern. Aber leider keine konventionelle, wie über 90% von uns…Im Ernst: wenn wir den Leuten erzählen, warum wir was und wie machen, wird man uns zuhören. Aber das machen zu wenige. Fang doch einfach damit an. Geh in die Schulen, die Kindergärten und zu deinen Nachbarn. Das klappt!

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      • bauerhans sagt

        „……Kindergärten und zu deinen Nachbarn.“

        klar,kinder finden es aufregend,tiere des hofes anzuschauen,haben alles später wieder vergessen und der nachbar möchte seine ruhe haben,keinen dreck,keinen geruch und muss der mähdrescher denn unbedingt abends auch noch fahren…….

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