Medien
Kommentare 58

Weizen der Welt

Wir brauchen mehr! Mehr Getreide und vor allem, mehr Weizen. Doch da könnte es Probleme geben. Welche könnt ihr hier lesen.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/landwirtschaft-das-korn-der-welt-steht-vor-seiner-groessten-bewaehrungsprobe-1.3752000

Bild: Facebook

(Aufrufe 498 gesamt, 1 heute)

58 Kommentare

  1. Eva-Maria sagt

    Würde man wieder die kleinstrukturierte Landwirtschaft in unseren hochentwickelten Ländern einführen, gleichzeitig die Preise für Lebensmittel erhöhen, dann würden sich die Menschen viel Unnützes nicht leisten können, Müll und Technik würden vermieden. Ein Leben, wie vor ca. 50 Jahren wäre kein Hunger, kein Mangel, aber ein Zurück zur natürlicheren Lebensweise. Gleichzeitig müsste man die Kriege stoppen, den Hunger auf der Welt stillen, Bildung in den Entwicklungsländern fördern und dort Geburtenregelung durchführen.
    Mir gefallen außerdem die Aussagen von Fingerphilosoph!

    0

  2. Um in der Zukunft alle Menschen satt zu bekommen, reicht es nicht mehr Weizen anzubauen. Die Geburtenrate global gesehen muss gesenkt werden. Wenn die Menschheit sich immer weiter so vermehrt, reichen die Ressourcen der Erde nicht. Der Wachstum hat seine Grenzen. Es ist jetzt schon in vielen Gebieten der Erde zu trocken und sauberes Trinkwasser wird immer knapper.

    0

  3. Friedrich sagt

    Auf der Erde werden z. Zt. rd. 2,5 Mrd. Tonnen Getreide geerntet. Rd. 750 Mill. to Weizen, 1 Mrd.to Mais , 147 Mill.to Gerste, 485 Mill.to Reis, sowie Ölsaaten: 350Mill. to Soya, 70 Mill. to Raps und 45 Mill to. Sonnenblumen.–
    Also nicht nur Weizen von dem wir leben. Wieviel Menge wir auf der Welt ernten , ist eine Frage des Weizenpreises. Bei 150 Euro/Tonne wird die Weltmenge nicht steigen , weil jeder Ackerbaustandort seine Kosten hat. In Rußland und vielen anderen Ländern sind noch viele Flächenpotentiale vorhanden. Auch in der Getreidezüchtung geht noch einiges, wobei draußen im Anbau erst zwei Drittel der Genetik ausgeschöpft sind. Mit mehr an Wissen , Anbautechnik, Züchtung , Intensivierung, Lagerhaltung und Flächenzuwachs werden wir ohne Probleme die doppelte Menge produzieren können. In den westlichen Ländern wurde die Agrarforschung in den letzten Jahrzehnten stark reduziert, deshalb sind fast keine Ertragsfortschritte seit den 2000 er Jahren zu verzeichnen. Hier müßte nachgebessert werden. In der Zuckerrüben-und Maiszüchtung haben wir doch in den letzten 20 Jahren auch Ertragssteigerungen von über 50% hinbekommen. Eins sollte aber allen klar sein , daß das mit Bio nicht klappt. Diese Träumerei können wir dann vergessen. Bio wird immer eine Nische bleiben, sonst verhungert die Welt , da Bio nur 50% der Erträge wie die konv. Betriebe haben (einschll. Brache). Nur mit positiven Einstellungen und wirtschaftlicher Untermauerung werden wir die Getreidemengen schaffen . Angstmacherei ist hier kein guter Ratgeber . Jeder der die Bücher“ Global 2000″ und „Ein Planet wird geplündert“ gelesen hat , weiß , daß es immer weiter geht. Zwei Schritte vor und einen zurück, aber es geht immer weiter.

    4+

  4. Ich seh das so sagt

    Es scheint wirklich so zu sein, daß Hyperventilation und Schnappatmung die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn extrem minimiert und so die Denkfähigkeit massiv beeinträchtigt. Wenn nun (etwa im Fall Glyphosat) irgend jemand eine klare Entscheidung herbeigeführt hat, fallen Hyperventilation und Schnappatmung weg und im fast selben Atemzug setzt so etwa wie Vernunft wieder ein. Speziell bei der Süddeutschen dürfte sich das derzeit so abzuspielen. Frau Zinkant scheint ja eher eine Journalistin zu sein, die sich zumindest um ein differenziertes Bild der Gegenwart bemüht.

    Es muß ja nicht ein Wandel vom Saulus zum Paulus sein, wenn statt der Tiraden der Kollegin Liebrich die Abwägungen von Frau Zinkant Einzug halten. Erst jüngst schrieb sie einen Artikel „Glyphosat Zulassung ist richtig“ (http://www.sueddeutsche.de/wissen/landwirtschaft-die-neuzulassung-von-glyphosat-ist-richtig-1.3769325„), heute den vorliegende Artikel zum Bereich Züchtung-Gentechnik-CRISPR und Folgen für die Ernährungssicherheit. Einer vernünftigen Diskussion zuträglicher sind solche Beiträge allemal.

    Es bleibt zu hoffen, daß hier noch ein 2. Schritt kommt, der der Frage nachgeht, wie reagiert man (Wissenschaft. Gesellschaft, Landwirtschaft) auf die beschriebenen Situationen. Die Erkenntnis, daß gegen alles zu sein, Schwarz-Weiß zu malen wenig bis gar nichts bringt, könnte sich angesichts der aufgezeigten Szenarien hoffentlich vermehrt durchzusetzen. Vernünftiger Umgang mit Fakten, sinnvolles reagieren und agieren scheint doch für alle ein gangbarerer Weg zu sein.

    0

  5. Der menschliche Größenwahn zeigt sich derzeit am deutlichsten darin, dass der Mensch ganz selbstverständlich davon ausgeht, den weltweiten CO2-Ausstoß innerhalb weniger Jahre – inklusive der Freisetzung von CO2 in den Meeren – regulieren und eine angenommene globale Erwärmung auf 2° begrenzen zu können. Gleichzeitig ist derselbe Mensch nicht in der Lage, seine eigene Vermehrung entsprechend zu drosseln, sondern geht ebenfalls ganz selbstverständlich davon aus, dass die Weltbevölkerung bis 2050 nochmals um 2,5 Milliarden zunimmt.

    Der Mensch, der offenbar nicht in der Lage ist, sich selbst in den Griff zu kriegen, glaubt tatsächlich, dass er die Welt, von der er übrigens ein Teil, mittels seiner angeblichen Intelligenz in den Griff kriegt.

    Wie immer versucht der Mensch die Probleme, die durch seine Technik (=Nutzung von Fremdenergie) entstanden sind, mit noch mehr Technik (=Nutzung von noch mehr Fremdenergie) zu lösen. Bei diesem Prozess ist der Mensch nach der physikalischen (mechanischen) und der chemischen (Herbizide, Pestizide) inzwischen auf der gentechnischen Ebene angekommen. Das heißt, die Probleme, die sich der Mensch auf der physikalischen und chemischen Ebene geschaffen hat, sollen nun auf einer noch tiefer ins Leben eingreifenden Ebene, der genetisch-informativen Ebene gelöst werden.

    Wie auf jeder Ebene vorher, verkauft der Techniker, dieses Mal der Gentechniker, seine neueste technische Lösung als den „Stein der Weisen“, für die es keine Alternativen zu geben scheint.

    Wenn man einen Schritt zurücktritt und diesen Prozess der Vertechnisierung von seinen Anfängen an aus der Distanz betrachtet, erkennt man, dass dieser Prozess immer weitere Teile des Lebens involviert und zerstört.

    Es gehört nicht viel Fantasie dazu, diesen Prozess zu Ende zu denken. Trotzdem tun das die wenigsten, und so wird die Zerstörung des Lebens weitergehen und der Mensch wird das weiterhin für intelligent halten und stolz darauf sein.

    3+

    • Danke! Ohne innerliche Distanz zu diesem absurden Treiben könnte ich das gar nicht ertragen, so aber wirkt es mitunter schon fast komisch. Tragikomisch. Tut mir nur leid für die Kinder.

      Hinzu kommt, dass solche Artikel oder kluge Worte im Zeitalter von passivem Medienkonsum ja gar nicht mehr durchdringen. Je mehr Informationen wir eigentlich haben, desto gleichgültiger werden wir. Ein perfektes Verhängnis.

      Ich weiß schon, Du bist Atheist, aber das Verhängnis ist dermaßen perfekt vorbereitet, dass man fast schon an den göttlichen Plan der Natur glauben könnte:
      Wen die Götter verderben wollen, den strafen sie mit Blindheit.

      0

    • Nach meinen Erkenntnissen ging es vor 8.000 bis 10.000 Jahren übrigens nicht ums Überleben der Menschheit. Deren Überleben stand vor 20.000 Jahren inmitten der Kaltzeit weitaus mehr auf der Kippe. Vor 10.000 Jahren war eine Warmzeit, in der es Nahrung in Hülle und Fülle gab. Das spricht gegen die These, dass die Menschen vom Hunger Getriebene waren, denen gar nichts anderes übrig blieb, als die Tier- und Pflanzenwelt zu versklaven, denn was anderes ist die Agrarisierung ja nicht.

      Die Agrarisierung war die Lösung, um eine Vielzahl von Arbeitern zu ernähren, die mit dem Tempelbau beschäftigt waren.

      0

      • Götter wurden vor 8.000 bis 10.000 Jahren im Rahmen der Agrarisierung erfunden. Indem der Mensch seinen selbst erfundenen Göttern diente, konnte er Tiere und Pflanzen in seinen Besitz nehmen und versklaven. Aus dem Animismus kommend, gab es zu Beginn dieser Entwicklung noch Tiergötter oder Tier-Mensch-Hybriden, später hatten die Götter rein menschliche Züge: der Mensch vergötterte sich selbst. Diese Selbstvergötterung hat der Mensch aufs Geheimnis des Lebens projiziert. Das macht den Kern unserer Religionen aus.

        Ich bin insofern Atheist, dass ich die Entstehung der Götterwelten als Teil des menschlichen Größenwahns identifiziere, ich bin jedoch durchaus religiös, wenn es ums „Geheimnis des Lebens“ geht. Und das ist wirklich geheimnisvoll, faszinierend und auf eine seltsame Art auch beglückend.

        Denn ich sehe, dass hinter dem Verhängnis kein irgendwie göttlicher Plan der Natur steht, dem wir als Menschen ausgeliefert sind. Diese ganze Entwicklung zeigt uns nur, wer wir als Menschen selber sind. Die Natur oder dieses Geheimnis konfrontiert uns mit uns selber. Und da nützt es auf Dauer auch nichts, dass der Mensch sich pfundweise Schminke ins Gesicht streicht, um eben dieser Erkenntnis zu entgehen.

        0

        • Was wäre denn die Alternative zur Agrarisierung gewesen? Kannibalismus vielleicht? Damit hätte man das Ernährungsproblem mit dem Problem des Bevölkerungswachstums korreliert.

          0

          • Das Ernährungsproblem ist eine FOLGE der Agrarisierung und nicht URSACHE derselben.

            Durch die Agrarisierung halbierte sich zwar erst mal die Lebenszeit des Menschen, dafür hatte er aber doppelt so viel Nachwuchs. In Jäger-Sammler-Gesellschaften wurde der Nachwuchs vier Jahre lang gestillt, das ist bei nicht-sesshafter Lebensweise die beste Möglichkeit, den Nachwuchs durchzubringen. Die Stillzeit reduzierte sich in den bäuerlichen Gesellschaften auf zwei Jahre: das bedeutete eine Verdopplung der Zahl der Nachkommen. Aus diesem Grund hat sich die Agrarisierung auch durchgesetzt, durch schiere Masse an Menschen.

            Zehn Milliarden Menschen sind die FOLGE der industrialisierten Landwirtschaft und nicht deren URSACHE. Die industrialisierte LW war der AUSLÖSER für die Bevölkerungsexplosion. Das Nahrungsangebot bestimmt die Zahl der Individuen einer Population. Ganz einfach.

            Zehn Prozent der Menschheit sind immer vom Hunger bedroht gewesen, durch die ganzen Jahrtausende hindurch, auch in Zeiten des Wohlstands wie bei den Griechen und Römern.

            Bei der Bevölkerungszahl von 1 Millarde sind 100 Millionen vom Hunger bedroht. Bei 8 Milliarden Menschen 800 Millionen Menschen.
            Ganz egal, welche Rechenspielchen von diesem Umstand ablenken wollen.

            Kannibalismus ist übrigens so gut wie immer religiös motiviert. Die einzig mir bekannte Ausnahme bildet der Flugzeugabsturz in den Anden im Jahr 1972.

            0

            • Mag ja alles stimmen, aber wo beginnt industriealisierte Landwirtschaft, aber wo beginnt diese? Beim einscharigen Holzpflug, beim Dampfpflug oder bei pflugloser Minimalbodenbearbeitung?

              0

            • Paulus sagt

              @fingerphilosoph
              Die kühne These, dass das Nahrungsangebot die Größe einer Population bestimmt, halte ich, bezogen auf unsere eigene Art, nur für bedingt haltbar. In großen Teilen Afrikas trifft dies eben nicht zu. Davon konnte ich mich mehrfach selbst überzeugen.
              Jetzt komm mir bitte nicht mit der Story von den armen Bauern, die sich weder Saatgut noch PSM leisten können. Der Hunger dort hat überwiegend andere und durchaus bekannte Ursachen.

              Zu deinem 1. Beitrag, Abs.1, nach meiner Kenntnis sind alle sogen. Wohlstands- und Wissensgesellschaften dabei ihre eigene Vermehrung zu drosseln bzw. in Grenzen zu halten.
              Wer sich der naturwissenschaftlichen Forschung, damit meine ich ausdrücklich auch die ach so geschmähte Gentechnik, verschließt, muss sich wahrscheinlich einer äußerst unangenehmen Frage stellen: Wie werden wir (demnächst) so ca. 2 bis 4 Milliarden Artgenossen los?
              Und jetzt entspann dich – der Wissensstand in 2050, das sage ich als erfahrener Ing. wird ein anderer als der heutige sein. Den Kürzeren werden wie immer die weitgehend MINT-befreiten Gesellschaften ziehen …, denen hilft dann auch kein Biogedöns.
              Da Du ja auch ein Spezialist für Stillzeiten bist: Unsere Vorfahrin Lucy hat angeblich sechs Jahre gestillt; kein Wunder das die vom Baum gefallen ist.

              0

            • Von den 795 Millionen Menschen, die hungern, leben 98% in Entwicklungsländern, und die meisten davon sind Kleinbauern, Landarbeiter, Fischer und Viehzüchter. Diese Menschen kriegen aber am meisten Kinder, von denen dann ein beträchtlicher Teil in die Städte abwandern, weil sie sich dort bessere Überlebenschancen erhoffen. Städte werden größtenteils über industrielle LW versorgt. Das ist der verhängnisvolle Mechanismus hinter der Bevölkerungsexplosion.

              In den Wohlstands- und Wissensgesellschaften gibt es weniger Kinder, weil in einer High-Tech-Welt wie der unseren Kinder de facto keinen Platz mehr haben. Die Aufzucht in geschlossenen Räumen unter ständiger Behütung ist extrem aufwendig und deshalb haben die meisten Eltern nach einem Kind die Nase voll. Tja, so löst sich das Problem auch, nur dass die Natur dabei auf der Strecke bleibt.

              0

            • Im Jahr 2050 werden wir 10 Milliarden sein. Das ist allerdings derzeit kein Fakt, sondern eine Hypothese.

              Um 2,5 Milliarden noch gar nicht geborene Menschen „zu retten“, muss die LW weiter industrialisiert werden. Die weiter industrialisierte und intensivierte LW stellt dann erst ein Nahrungsmittelangebot für weitere 2,25 Milliarden zur Verfügung.

              Dass so getan wird, als wären die 2,5 Milliarden weiteren Menschen bereits eine feststehende Tatsache, macht den Anstieg der Weltbevölkerung auf 10 Milliarden überhaupt erst möglich. Wobei dann plus/minus 1 Milliarde hungern werden.

              Die Industrialisierung der LW geht dem Bevölkerungswachstum also voraus.

              0

        • Meinetwegen, aber was folgt aus Deiner schonungslosen Selbstanalyse für unser Handeln? Denn wer als Mensch in das Leben geworfen wurde, wird sich nicht von Kontemplation ernähren können. Gut und Böse mögen auch Erfindungen des Menschen sein, der Natur ist es egal. Du hast eigentlich recht, wir sollten alle versuchen, auf die Nehmerseite zu wechseln. Ich für meinen Teil habe schon lange genug Steuern gezahlt. Wenn alle so dächten, ginge manchem Irrsinn vielleicht wenigstens das Geld aus… Also: Bauern oder Kannibalen?

          0

          • Was aus meiner schonungslosen Selbstanalyse folgt:

            a. Weitere Technisierung, um Probleme zu lösen, die durch Technisierung entstanden sind, führt langfristig zur vollständigen Abschaffung der Natur. Deshalb muss die Technisierung samt unserer technischen Denkweise auf den Prüfstand.

            b. Viele Ansätze in der Öko-Szene sind tatsächlich nicht falsch. Was nicht stimmt, ist der Rahmen, unter dem ein Umdenken gefordert wird. Dieser „Rahmen“ (Wir müssen die Welt retten, die Natur bewahren, die Arten schützen usw.) ist wiederum ein Ausfluss des menschlichen Größenwahns und erzeugt deshalb falsche Ergebnisse, worüber sich die Bauern dann zu Recht aufregen. Wir müssen und können weder die Welt retten noch die Natur bewahren, aber wir können uns fragen, wer wir sind und wie wir selber leben wollen. Ich will bspw. nicht in einer Welt leben, die ausschließlich für Menschen da ist. Ich will in einer vielfältigen Welt leben, die ich gar nicht kontrollieren muss.

            c. Ich schlage vor, die Ansätze der Öko-Szene (weniger Fremdenergieverbrauch, bescheidenere Lebensweise, regionale statt globale LW u.v.m.) unter dem Aspekt, dass Technisierung nicht Heilsbringer, sondern Verursacher der meisten unserer Probleme ist, noch mal neu zu überdenken. Das heißt, die pseudo-religiöse Ausrichtung der Öko-Szene kann wegfallen. Ebenso das Gutmenschentum. Wenn wir sowohl den Technik-Größenwahn wie den Weltrettungs-Größenwahn aufgeben, könnte nicht nur ein Dialog, sondern darüber hinaus auch ein Wandel möglich werden. Solange sich aber jede Seite in ihrem jeweiligen Wahn verschanzt, wird da nichts passieren.

            d. Statt mit dem Finger auf den jeweils Anderen zu zeigen, wie das kleine Kinder tun, könnte jeder damit anfangen, erst mal vor seiner eigenen Haustür zu kehren und sich selbst zu hinterfragen, was er da eigentlich tut.

            2+

            • „Weitere Technisierung, um Probleme zu lösen, die durch Technisierung entstanden sind, führt langfristig zur vollständigen Abschaffung der Natur“ Diese These halte ich für falsch. Technischer Fortschritt, und um den geht es letztendlich, kann und muss künftig zu Natur- und Resourcenschonung beitragen. Durch Steigerung der Effizienz und der Effektivität kann die Ernährung auch von 10 Mrd sichergestellt werden, möglicherweise sogar ohne erhöhten Nettoenergieeinsatz. Entscheident wird sein, den „Technischen Fortschritt“ in Zukunft richtig zu definieren und seine Wirkung vollumfänglich zu bewerten, das heist, nicht wie bisher unerwünschte, schädliche Nebenwirkungen einfach zu externalisieren.

              Dass die industriealisierte Landwirtschaft der Auslöser der Bevölkerungsexplosion war, sehe ich ebenfalls nicht (Landwirte haben ja keine Menschen ausgesät :-)). Ursache der Bevölkerungsexplosion war m. E. der medizinisch-technische Fortschritt, die Kindersterblichkeit nahm dadurch rapide ab. Wenn mehr Esser heranwachsen, muss die Agrarproduktion gesteigert oder intensiviert werden. Auch hier gilt die Nachfrage schafft sich ihr Angebot.
              Bei einem Anwachsen der Weltbevölkerung auf 10 Mrd. Menschen sehe ich die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln auch ohne die völlige Zerstörung der Natur als relativ problemlos möglich an. Viel größere Probleme werden die Befriedigung sonstiger Bedürfnisse dieser 10 Mrd. Menschen machen. Ob und wie die Versorgung mit Energie gelingen wird ist fraglich, die abnehmende Verfügbarkeit von Rohstoffen ist Fakt und beschleunigt sich natürlich paralell zum Bevölkerungswachstum. 2017 wurden weltweit 85 Mio Autos gebaut. 2030 sollen 160 Mio gebaut werden. Es stellen sich die Fragen, woraus sollen die gebaut werden, mit was werden sie angetrieben und vorallem, wo sollen die fahren.

              0

            • bauerhans sagt

              „c. Ich schlage vor…“

              sie können eine partei gründen und „den marsch durch die instanzen“ antreten.
              haben die GRÜNEN schon hinter sich und sind jetzt etabliert,nur klappts bei denen nicht mehr so richtig,die brauchen dafür neue koalitionen.

              0

            • Der Glaube an den technischen Fortschritt ist für mich Ausdruck einer Sucht. Der Mensch ist ein Technik-Junkie, der sich von seiner Technik so abhängig gemacht hat wie der Heroinsüchtige von seinen Drogen. Wie der Heroin- hat auch der Techniksüchtige eine Menge toller Argumente, um seine Sucht zu rechtfertigen. Tatsächlich bestätigen wir uns gegenseitig Tag für Tag in dieser Sucht, in den Medien, im alltäglichen Leben und besonders auf der Agrotechnica.

              1960 gab es drei Milliarden Menschen. Davon litten wie durch die Jahrtausende hindurch 10% Hunger. Geben wir einen Puffer dazu, lassen wir es statt 300 also 400 Millionen sein. Der Mensch hat daraufhin beschlossen, den Hunger durch die Industrialisierung der LW zu beseitigen.
              Heute haben wir 7,5 Milliarden Menschen, von denen rund 800 Millionen Hunger leiden.
              Preisfrage: Hat die Industrialisierung der LW den Hunger nun bekämpft oder befördert?

              Auch der medizinische Fortschritt ist ein technischer Fortschritt und zufällig habe ich lange Jahre im medizinischen Bereich gearbeitet. Gegen Ende seines Lebens erwartet heute fast jeden Menschen eine mehrjährige Leidensphase, die sehr viel länger ist als früher. Und auch hier kann man sich also fragen: verhindert der medizinische Fortschritt tatsächlich mehr Leid, als er erzeugt? Oder machen wir uns da auch was vor?

              Ich möchte übrigens nicht in einer Welt leben, in der ich nur noch vom Menschen gezüchtete, veränderte, designte Lebewesen um mich herum habe. Ich möchte auch nicht in einer Welt leben, in der jedes Lebewesen, ob nun Wildtier, Kuh oder Mensch mit einem Sensor ausgestattet ist, um die Gier der Wissenschaften nach Daten zu befriedigen. Ich wünsche mir, dass Lebewesen, ob nun Wildtier, Kuh oder Mensch, den Raum haben, ihr eigenes Leben zu leben.

              1+

            • zu d): Einzelne können das, aber als Gruppe oder „Gesellschaft“ verhalten sich Menschen immer wie ein Kindergarten. Nein, schlimmer: Kinder halten sich wenigstens nicht für erwachsen.

              0

            • @ bauerhans

              Es gibt für mich keinen Grund, eine Partei zu gründen, da ich den Wahn, die Welt retten zu müssen, bereits aufgegeben habe 🙂

              0

            • @Fingerphilosoph
              Zunächst zur Preisfrage: Die „industriealisierte Landwirtschaft ist in der Lage, alle Menschen dieses Planeten zu ernähren. Die Ursachen des Hungers liegen im Wesentlichen in den wirtschaftlichen und politischen Verhälntissen der „Hungerregionen“ begründet. Dies zu ändern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dies kann nicht die Aufgabe einer wie auch immer garteten Landwirtschaft sein. (Welchen Preis habe ich jetzt gewonnen?).

              „Ich möchte übrigens nicht in einer Welt leben, in der ich nur noch vom Menschen gezüchtete, veränderte, designte Lebewesen um mich herum habe.“ Ich auch nicht. Aber ist es nicht gerade die effiziente, „Industrialisierte“ Landwirtschaft, die dafür sorgt, dass wir die Natur zur Deckung unseres Ernährungsbedarfs nicht völlig plündern müssen. Gerade in Ländern wie Deutschland steigt der Flächenanteil für Naturschutzgebiete und der Waldanteil. Wenn die Effizienz der Landwirtschaft weltweit verbesssert werden kann, können auch weltweit Naturräume erhalten werden.

              Zu medizinisch-technischen Fortschritt: dank dieses Fortschritts ist es heute möglich dass viele Menschen auch im hohen Alter noch über eine gute Lebensqualität verfügen. Ich selbst war viele Jahre lang Generalbevollmächtigter älterer alleinstehender Menschen und bin dadurch viel in Pflegeheimen unterwegs gewesen und habe in der Tat auch viel Leid gesehen. Die (Palliativ-)Medizin ist heute in der Lage, körperliche Leiden zummindest einigermaßen erträglich zu machen, viel schlimmer ist, das dort viele Menschen völlig allein sind, von den Angehörigen in ihrem letzten Lebensabschnitt im Stich gelassen werden. Das sind die wirklichen Probleme unserer Zeit …

              1+

            • Zustimmung. Die industrialisierte LW kann alle 7,5 Milliarden Menschen ernähren. Pro Person stehen 2800 bis 3000 kcal zur Verfügung. Dasselbe hat in weiten Teilen jedoch auch für die nicht-industrialisierte LW der Vergangenheit gegolten. Zu allen Zeiten gab es die Reichen, die geprasst und verschwendet haben, und die armen Hungerleider. Und es gab regional größere und kleinere Hungersnöte, und die gibt es auch heute. Wir bekommen davon nur nichts mit, weil wir heute in Europa die reichen Prasser sind und erst woanders Leute verhungern, bevor wir hier auf die Schokolade verzichten. Schokolade und Südfrüchte haben die Leute gar nicht gekannt, also haben sie auch nichts vermisst.

              Wenn wir uns die Leute im Mittelalter durchgehend arm und hungernd vorstellen, ist dieses Bild definitiv falsch. Vor Papst Urban VIII, derselbe mit dem Galileo Galilei Ärger hatte, gab es für die Bevölkerung sage und schreibe 150 Feiertage im Jahr. Die haben eine Menge merkwürdiger Spiele gehabt und außerdem noch jede Menge Kathedralen gebaut, die wir sogar heute noch schön finden. Sicher bin ich mir momentan nicht, aber ich habe so was im Hinterkopf, dass die weit mehr Fleisch gegessen haben als der heutige deutsche Durchschnittsbürger.

              Mit Beginn der Aufklärung und des vielgerühmten technischen Fortschritts wurden die Feiertage von besagtem Papst auf 30 oder 40 reduziert. Und? Hast du in deinem Arbeitsleben je 150 freie Tage gehabt?

              Ich war in Bhutan und da herrschen, was LW angeht, teilweise noch mittelalterliche Zustände. In höheren Regionen gibt es Halbnomaden, die im Sommer mit ihren Yaks herumziehen. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir sagen, dass die Leute in der Regel 10x besser drauf sind als wir hier im Westen. Die schlafen in Massenlagern auf dem Boden um den Ofen herum. Die Ärztedichte ist 1 Arzt pro 10.000 Leute. Und ja, die werden im Durchschnitt lange nicht so alt wie wir. Aber komischerweise sind die deshalb nicht betrübt. Sondern sehr fröhlich und gastfreundlich, und so was erlebst du hier in Deutschland nirgends.

              Überall, wo jedoch die moderne Zeit samt Technik dort Einzug hält, vermüllen die Städte, hängen die Jugendlichen herum, wird gesoffen, werden Inder und Nepalesen ausgebeutet und jede ehemalige Bäuerin ruft dir „shopping, shopping“ zu, um dir irgendeinen Mist zu verkaufen.

              Wir plündern die Natur nicht aus, weil wir momentan noch Erdöl haben, womit wir unsere Sucht befriedigen. Erdöl geht aus, deshalb wird die Landschaft, auch Naturschutzgebiete, zunehmend mit Windrädern zugepflastert und die decken bis jetzt gerade mal den 10% des gesamten Energiebedarfs (30% des Stroms). Die energieintensiven Industrien wie die Aluminium-, die Stahl-, und die Chemieindustrie wandern ab und tragen dann halt zum Smog in China bei.

              Hast du Deutschland mal von oben vom Flugzeug aus gesehen? Eine Patchworkdecke aus viereckigen Flicken und die Waldanteile nehmen sich auf einmal gar nicht mehr so groß aus. Und hast du mal Russland von oben gesehen?

              Dass die Vereinsamung der Menschen in Korrelation zum technischen Fortschritt zunimmt, ist kein Zufall. Ebenso wie es kein Zufall ist, dass Kinder in einer High-Tech-Welt zunehmend Verhaltensstörungen aufweisen. Das ist der Preis für technischen Fortschritt.

              Wäre es vielleicht angemessen, sich mal über den Charakter des technischen Fortschritts und über die Sucht klar zu werden und das Ende des Öls als Chance zu begreifen statt die Welt mit Windrädern noch weiter zu beschleunigen?

              0

            • @fingerphilosoph
              150Tage Urlaub hatte ich noch nie, weder am Stück noch in Summe. Strebe ich allerdings auch nicht an.
              Ja, ich habe Deutschland von oben gesehen, die Patchworkdecke finde ich ganz in Ordnung, und es gibt sie ja selbst in Deutschland, die großen zusammenhängende Waldflächen. Russland habe ich noch nich überflogen, dafür z.B. Kanada quer drüber bis Vancouver. Faszinierendes Land, trotz Technisierung sehr gute Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen. Was mich natürlich am meisten begeistert hat, war der Überflug über Saskatchewan. Wenn auswandern, dann dort hin. Was ich mich gerade frage, wie hast Du eigentlich Russland überflogen? Etwa in einem pösen, technischen Wunderwerk namens Flugzeug?? Womit wir wieder beim Thema wären. Ich teile die These nicht, wonach die Technisierung die Ursache der meisten Probleme sein soll. Was nicht heissen soll, dass ich jegliche technische Neuentwicklung für gut befinde. Vieles von dem, was uns als technischer Fortschritt verkauft wird, ist in Wahrheit ein Rückschritt. Die Kunst liegt darin, das eine vom anderen zu Unterscheiden.

              0

  6. Berthold Lauer sagt

    Ich kann mir die Reaktionen schon ausmalen:
    „Die Autorin ist doch bestimmt von der Gen- und Pflanzenschutzindustrie gesponsert oder gar angestellt“. Irgenwas wird man ihr schon anhängen können.

    0

    • Komisch ūberall sind die Preise fūr Landwirte gleich null weil eine Ūberproduktion besteht !? Massen an Lebensmittel werden weggeworfen …..in den reichen Industrielăndern sterben die Menschen an Darmkrebs weil sie zuviel essen😂😂😂 …..Lebensmittel werden um die Welt kutschiert damit die Grosskonzerne ein paar Millionen mehr verdienen…….Da wăre sicher viel Potential drinn Luftverschmutzung durch Abgase und so manches anderes Gift zu vermeiden ……

      0

  7. Sabine sagt

    Wäre es nicht sinnvoller z.B. die verschiedenen Hirsesorten oder auch traditionelle Nahrungspflanzen wie Maniok züchterisch zu verbessern?

    0

      • Sabine sagt

        Ja, genau das. Ich kenn es blos als „Nicht alles Geld auf ein Pferd setzten“. Z.B. sind viele Hirsen nicht so ertragreich, aber sie sind auch resistenter gegen Trockenheit.

        0

    • Ich deneke das wäre schon sinnvoller,Sabine

      auch schon, weil sie besser an die Boden- und Umweltverhältnisse angepasst sind, wo diese Früchte beheimatet und kultivert sind!

      0

  8. es ist ja irgendwie lustig. also für die betroffenen ist es weniger lustig. auf der einen seite will man glyphosat verbieten und die landwirtschaft verbieten, auf der anderen seite regt man sich auf über die abholzung von urwäldern und angeblich 800 mio mangelernährte. unsere veganer eingerechnet. für die träger besonders enger ideologischer scheuklappen hat das alles nix miteinandr zu tun.

    0

  9. unfassbar…. nicht der artikel, nein, das denken und die sichtweise der wissenschaft. ich dachte wir wären weiter und hätten andere strategien zur sicherung der welternährung.
    schade das die sz solchen agroindustriellen schwachsinn kommentarlos verbreitet…. die natur schlägt immer zurück!

    1+

    • Aha … Was ein Totalausfall einer Ernte bedeuten kann, ist ihnen aber schon bewusst, Frau Laqua?
      Und das dieser agrarindustrielle Schwachsinn ihnen den Bauch füllt?
      Das bei extremen Pilzrisiko selbst im Bioanbau konventionelle Fungizide zugelassen werden, hat Gründe … Siehe Mehltau im Bioweinanbau.

      0

    • ich schlage vor, weizen dort anzubauen wo er heimisch ist, sinnvolle fruchtfolgen zu etablieren, mit sorten zu arbeiten, die an die klimatischen verhältnisse der anbauregion angepasst sind. weiters muss es allen bauern möglich sein, ganz oder teilweise eigenes saatgut zu produzieren und mit wenig aufwand an pflanzenschutzmitteln anzubauen.
      und bitte sparen sie sich die zeit, mich von den vorzügen der globalisierten agrarindustrie zu überzeugen. ich war lange genug teil dieses systems und sehe darin keinerlei ökologische und ökonomische vorteile mehr.

      1+

      • Sabine sagt

        Also Weizen und so ziemlich alle andere Nutzpflanzen stammen nicht aus unseren Breiten. Heimisch sind hier feuchte Buchenmischwälder und in höheren Lagen Nadelwälder. Weizen wurde hier traditionell kaum angebaut. Zu zickig für unser Wetter. Erst intensive Zucht hat den Anbau hier ermöglicht.
        Zu glauben, dass Pflanzenzucht irgendwie mal eben so nebenbei betrieben werden kann, ist schon echt nen Knaller. Da weiß ich jetzt gar nicht wo ich anfangen soll.
        Ich empfehle mal mit 500 qm Grabeland anzufangen und mal zu versuchen in einem Jahr nur die Kalorien für eine Person zu erzeugen. Sich mit dem Grubber durch den Garten zu arbeiten, hilft oft ganz neue Einsichten zu gewinnen.

        1+

    • Nadine Laqua das wird dann aber schwer mit der Ernährung, wenn der Weizen nur auf der arabischen Halbinsel wachsen soll. Und haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? Ihre Forderung nach noch mehr regional angepassten Sorten, die auch mit umfangreichen Resistenzen ausgestattet sind, ist doch das Thema. Und wie kommen Sie in dem Zusammenhang auf Fruchtfolgen?

      1+

    • Wir können unser eigenes Saatgut produzieren! Aber die Erfolge der Saatzüchter zu ignorieren ( die sind nicht global sondern regional, weil die Sorten standortoptimiert sind) ist naiv!

      1+

    • Nadine Laqua Weizen ist heimisch im Fruchtbaren Halbmond, also dort, wo heute Syrien ist.. Unsere Fruchtfolge umfasst 5 Kulturen. Zwischenfruchtanbau ist Standard. Saatgut kaufe ich von meiner Genossenschaft. Liebe Frau Laqua, ich lade Sie gerne mal auf unseren Hof und in meine Genossenschaft ein. Ihre Vorstellungen von globalisierter Agroindustrie würde ich auf diesem Weg auch gerne erfahren. Wirklich!

      2+

  10. Lieschen Müller sagt

    Und wenn wir doch noch mal versuchen, den weiteren Anstieg der Weltbevölkerung zu verhindern? Es wird nicht besser mit noch mehr Menschen. Auch in Deutschland stört es mich, dass immer nach „mehr Babies“ gerufen wird.
    Und warum eigentlich Weizen und nicht Reis oder Mais? Und warum wird die Arbeitskraft der Frau außerhalb der Küche benötigt? Für was? Zur Herstellung von Konumgütern? Hätte die Frau nur 1 oder 2 Kinder, müsste sie auch nicht so ewig in der Küche oder am Waschtrog stehen.
    Also ich finde es gut, dass zum Pflanzenschutz geforscht wird, es wird immer Bakterien oder irgendwelche Bedrohungen für die Ernte geben, aber den Wunsch, 10 Mrd Menschen zu füttern, halte ich für falsch.

    3+

    • Paulus sagt

      Hallo Lieschen, wir werden mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann mal 10 Milliarden sein. Die Frage die Sie unterschwellig stellen ist, wem verweigern wir als erstes die Nahrung? Ich plädiere für die Einfältigen, dann haben wir die schon mal weg.

      1+

      • Aufgrund der Prophezeiung, dass wir in Zukunft 10 Milliarden Menschen sein werden, wird die LW weiter industrialisiert und intensiviert und Pflanzen gentechnisch verändert, dass sie noch mehr Ertrag abwerfen, resistenter sind etc. Der Umstand, dass die LW weiter industrialisiert wird und Pflanzen gentechnisch auf Hochleistung getrimmt werden, macht es jedoch überhaupt erst möglich, dass wir in Zukunft 10 Milliarden sein werden.

        Schönes Beispiel für selbsterfüllende Prophezeiungen.

        0

      • Lieschen Müller sagt

        Ich würde jedem, der auf Kinder verzichtet, Geld geben. Die Menschheit muss nicht auf 10 Mrd. anschwellen. Der ägypthische Präsident hat vor einigen Wochen gesagt, die größten Feide Ägypthens sind der Terrorismus und die wachsende Bevölkerung. In der ganzen arabischen Welt gibt es das Programm „Zwei sind genug“. Es wird ernsthaft darüber nachgedacht, ein drittes Kind zu bestrafen und Kinderverzicht zu belohnen.

        0

  11. Der Text/Inhalt und die Forderung vieler Mitbürger des Globus nach einer Umkehr zur einfachen ökologischen Landwirtschaft passen nicht überein. Ist es Egoismus, Unwissenheit oder Ignoranz, die dieser Teil unserer Mitbürger seinen Mitmenschen entgegenbringt?

    0

    • „Einfach“ ist ökologische Landwirtschaft nun wohl gerade nicht, allenfalls aus romantisch verklärter Sicht städtischer Laien. Ignoranz und Unwissenheit sind leider auch nicht auf diesen Teil der Mitbürger beschränkt. Es wäre schon viel gewonnen, wenn jeder einzelne selbst langfristiger und vorausschauender denken und handeln würde.

      0

      • Lieschen Müller sagt

        Ich stimme dir zu, wenn du vorausschauend im Sinne von „nützt es allen?“ meinst. Denn sonst kommst du schnell zu dem Punkt „wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht“. Ich meine, eine Lösung, die für den einzelnen funktioniert (sich z.B. ein Mietshaus im Prenzlauer Berg schenken lassen….), kann gar nicht für alle funktionieren. Also, irgendwie verlieren zur Zeit immer mindestens zwei, wenn einer gewinnt.

        0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.