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Luxusprobleme

Es ist verdammt schwer, ökologisch korrekt zu leben. Hier ein Beispiel aus England:
Zwei Freundinnen wollen sich treffen. Die Zugfahrt von Newcastle nach Birmingham ist teurer als der Hin- und Rückflug nach Malaga/Spanien. Also treffen sie sich in Malaga und das Geld für 2 Übernachtungen in einem Hostel ist auch noch drin.
Da fragt man sich als Bauer doch, ob nicht all unsere Bemühungen für den Umweltschutz „für die Katz“ sind…

http://www.dailymail.co.uk/news/article-4116836/Two-friends-living-Newcastle-Birmingham-met-Malaga-cheaper-fly-SPAIN-getting-train-other.html

Bildquelle: Facebook

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71 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    @Paulus. Wenn über Methan von Wiederkäuern gesprochen wird dann muß auch festgestellt werden, daß die Biogasanlagen , die mit Mais und Gülle betrieben werden, eine Gegenrechnung aufgestellt werden muß , denn die Biogasanlagen werden mit Methan betrieben und der Mais ,Gras usw. wachsen auf dem Land. Die Windräder stehen fast alle auf ldw.+forstw. Flächen und die PV-Anlagen auf den Dächern der Bauern . Alle Anlagen werden zwar gewerblich , aber als ldw. Nebenbetrieb genutzt. Auch die Anlagen von fremden Investoren stehen meist auf ldw. Grund. Die ldw.fremden Anlagen kann man ja der restl. Volkswirtschaft zuordnen aber nicht die ldw. Anlagen. Ich nutze z.B. meinen PV-Strom überwiegend selbst und das machen viele Bauern. Die Biogasanlagen verbrennen doch mehr Methan als die Wiederkäuer rauspupsen , oder ? Auch sind die Bauern doch die größte einzelne Gruppe die grünen Strom produzieren. — Mit der Wohnhausdämmung muß ich voll Recht geben , baue gerade. Das ist Wahnsinn ! Unsere Umweltministerin redet von bezahlbaren Wohnraum und erhöht ständig mit der Dämmung die Kosten. Habe 2015 noch eine Gasheizung einbauen dürfen. Ab 2016 sind elektr. Wärmepumpen angesagt. Für ein Einfamilienhaus sind das auf Nachfrage 15.000 Euro Mehrkosten , nur um im Jahr 200 /300 Euro weniger Heizkosten zu haben. Die Häuser sind so gedämmt , daß man eine Lüftung einbauen muß , um das Kondensaat/Feuchtigkeit raus zu bekommen. Diese Anlage mit Wärmerückgewinnung kostet rd. 8000 – 10.000 Euro. Ohne diese Anlage ist die Schimmelbildung an den Wänden fast nicht zu verhindern , oder man muß ständig lüften und damit ist die Energieeinsparung wieder flöten. Daran kannst Du sehen , wie blöde unsere Ideologiepolitiker sind. Machen Gesetze und wissen gar nicht was sie tun , nur um der Isolierindustrie Aufträge zu zu schanzen. „Wickert läßt grüßen“?!

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    • Inga sagt

      Tja Friedrich,

      es ist lobenswert, dass du so viel für die Energieeinsparung tust.

      Aber die Felder und Äcker für den Mais und andere Früchte für die Biogasanlage können nur von Bauern betrieben werden.
      Die Bauern pflanzen auch unserer Lebensmittel für Mensch und Tier an.
      Auf diesn Flächen können auch Windkraftanlagen und PVanlkagen stehen und auf den Dächern der großen Scheuen können auch PVanlagen gebaut werden.

      Und wie die Nahrungsmittel wird dieser Strom auch von die Allgemeinheit verbraucht.

      Du hast bestimmt einen anderen interessanteren Beruf, wo mannicht so viel Betreibvermögen braucht!
      Und was du darin erarbeitest wird auch für die Allgemeinheit benötigt, oder?
      Dein Chef, der Arbeitgeber streicht den Erlös ein und Du bekommst davon deinenLohn/ Gehalt.

      Und so geht es dem Bauern auch, er muß von dem Erlös auch die Anlage in Schuß halten, wie jeder andere Unternehmer seine Betriebsanalagen auch.
      Falls er einen Arbeitnehmer hat, ihn auch vergüten!

      Also ist zu wenig erneuerbare Energie da, subventioniert der Staat diese Anlagen!
      Was hast du für ein Problem damit?

      Ja, es kann passieren, dass er falsch subventioniert, die falschen Prioritäten setzt!
      Weil vielleicht diese Prioritäten wo anders hin besser passen!

      Ob du Bauherr da nicht überlegen könntest,wenn du es vorher gewusst hättest,für das viele Geld ein 0-Energiehaus zu bauen-?

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    • Paulus sagt

      Hallo Friedrich, zunächst einmal bedanke ich mich dafür, dass Du auf meinen Beitrag eingehst. Aber ist es nicht so, dass Biogasanlagen weder mit Methan (CH4) betrieben werden, noch in diesen Methan verbrannt wird? Anders würde es nach meinen bescheidenen naturwissenschaftlichen Kenntnissen keinen Sinn machen. Die anschließende Verwendung der im Fermenter erzeugten Biogase ist eine ganz andere Geschichte. Ich weiß aber was Du meinst und denke, wir reden da schlicht aneinander vorbei.

      Wenn es tatsächlich so sein sollte, dass die Bauern die größte Gruppe sind die Grünen Strom erzeugt, dann könntet ihr die Energiekonzerne außen vor lassen und hättet (im Verbund) gegenüber den Netzbetreibern eine enorme Marktmacht. Das scheint mir aber eher nicht so zu sein, insofern bleiben da doch so einige Fragen offen.

      Was die sogen. kontrollierte Lüftung in hochwärmegedämmten Gebäuden betrifft, ist dies tatsächlich der Gipfel des Schwachsinns. Das ist aber ein ganz anderes Kapitel welches bei Bauer Willi nicht zu diskutieren ist.
      So, jetzt wünsche ich noch einen schönen Restsonntag.

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    • Bauer Willi sagt

      Weder lustig noch Zeigefinger. Sondern ein Beleg für die Doppelmoral unserer Gesellschaft, die die Freiheit des Einzelnen über alles stellt. Dies ist nur eine Feststellung, keine Bewertung.
      Sobald in die persönliche Freiheit eingegriffen wird, gibt es Krawall. Die beiden Mädchen handeln nur logisch und nutzen ihren persönlichen Vorteil. Der wäre nicht möglich, wenn die Gesellschaft sich darüber einig wäre, dass Fliegen schädlich für die Umwelt ist und dementsprechend handeln würde. Doch das ist unbequem.
      Bauer Willi

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  2. Friedrich sagt

    Alles toll wenn die Leute ihre Freiheit genießen können. Sicherlich ist das persönliche Gespräch auch besser Auge in Auge zu führen, aber für welchen Preis. In den meisten Fällen wird über unser Klima im privaten Bereich überhaupt nicht nachgedacht. Auch die Politik sieht sicherlich immer nur die Steuern die der Staat einnimmt und greift bei der Masse der Leute nicht ein , weil das ja Wählerstimmen kostet. Dafür wird der Industrie, den Gewerbe-und Handwerksbetreiben sowie der Landwirtschaft kräftig die Daumenschrauben angezogen. Diese Betriebe haben aus wirtschaftlichen Gründen auch ernergiemäßig kräftig eingespart , sodas hier nicht mehr viel zu machen ist. Das Problem mit der Klimabilanz sind heute der Verkehrsbereich (LKW, Auto, Flugzeug) und die Gebäudeheizung , wo immer noch Zuwächse statt Einsparung zu verzeichnen ist. Aber dort sind die Wähler , die man nicht verschrecken darf. Ohne die Einsparung in diesen Bereichen wird es keine Verbesserung der Klimabilanz geben können. Ein paar Faustzahlen : 1 ltr. Treibstoff = 3 kg CO2 + 1 KW Strom = 0,5 kg CO2. Das Flugzeug verbraucht pro Person und Flugkilometer ca. 4 ltr. Kerosin = 12 kg Co2 mit steigender Tendenz , denn die Flugpassagierzahlen steigen von Jahr zu Jahr. Also könnte jeder was für die Umwelt tun, oder ? Aber das Gegenteil ist der Fall. Zur Ablenkung hauen unsere Politiker auf die Bauern ein , obwohl wir in Sachen Klimabilanzfortschritt an erster Stelle stehen , wenn man unsere grüne Energie (PV,Biogas,Windräder) auch anrechnen würde , aber dann hätte man ja keinen mehr auf dem man rumhacken könnte. Mit der Anrechnung der grünen Energie hätten die Bauern schon längst das Klimaziel von 2050 erreicht.

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    • Paulus sagt

      @ Friederich,
      was den Verkehrsbereich betrifft gebe ich dir ja Recht. Bezüglich der Gebäudedämmung kann ich dir mathematisch belegen, dass es zumindest überwiegend ganz großer Schwachsinn ist. Selbst bei der KfW gelangte man schon zu der Erkenntnis.
      Aber was bitteschön haben PV, Biogas und Windräder mit Landwirtschaft zu tun? Auch der Anbau von Energiepflanzen, selbst wenn diese mit landwirtschaftlichen Produktionsmethoden gewonnen werden, ist nach meiner Auffassung der Energiewirtschaft zuzuordnen. Ich denke, da sollte man schon differenzieren.

      1+

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Da PV & Biogas Anlagen gewerblich betrieben werden, wird die positive Klimabilanz dem Gewerbe zugewiesen, obwohl die Anlagen von Landwirten betrieben werden.

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  3. Schweinebauer Piet sagt

    Moin Willi, ich würde nicht sagen für die Katz. Von uns wird nur mehr verlangt als von den meisten anderen. Das System haut nur hin, wenn alle mit machen.

    1+

  4. Neulich habe ich einen Film der NASA gesehen: Es wurde gezeigt, wie die nächtliche Beleuchtung unseres Planeten in den letzten Jahren eskaliert ist. Da habe ich mich dann gefragt, warum ich Energie sparen oder ökologisch leben soll.

    Dasselbe habe ich mich gefragt, als ich gelesen habe, dass Deutschland wieder mal Exportweltmeister in Sachen Autos ist.

    Dasselbe habe ich mich gefragt, als ich gelesen habe, dass die Staaten weltweit wieder bedeutend mehr in Rüstungsgüter investieren und alle Staaten aufrüsten.

    Wenn das, was ich an Energie einspare, dann für den Bau eines Panzers benutzt wird: ja danke! Dann verschwende ich die Energie doch lieber selbst und nenne mich Friedensaktionist.

    5+

    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Marian,
      nennen wir dieses Gefühl doch Ohnmacht! Was bewirkt dieses Gefühl bei Menschen? Wo führt uns dieses Gefühl hin?
      Alois

      1+

      • Wenn einer wirklich ganz und gar durch dieses Gefühl der Ohnmacht hindurchgegangen ist, sieht er, dass die Welt die Rettung durch den Menschen gar nicht nötig hat, weil sie ganz schön weise eingerichtet ist. Und dann fasst dieser Mensch Vertrauen, nicht zu den Menschen und schon gar nicht zu den selbsternannten Weltrettern, Energiesparern und Spaßverderbern, sondern zu dieser Weisheit, die manchmal mit Gott verwechselt wird, aber nichts mit Gott zu tun hat, weil Gott im Endeffekt ja doch bloß eine Erfindung der Bronzezeit ist.

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        • Stadtmensch sagt

          >>dann fasst dieser Mensch Vertrauen, nicht zu den Menschen

          Ha, habs doch gewusst: Der Fingerphiloph schließt vom Sein auf das Sollen.
          Ein Nihilist ohne Ideale quasi…
          Na dann noch viel Spaß beim Glück-kaufen (wg. Spaßverderber usw)!

          1+

  5. bauerhans sagt

    im STERN nr.20 steht ein bericht über gvo-landwirtschaft im norden argentiniens,wo spritzmittel per hand oder flugzeug ausgebracht werden.
    dazu bilder und geschichten von schwerkranken und verkrüppelten kindern.
    die nächsten wochen wirds sicherlich wieder diskussionen über „pestizide“ bei uns geben!

    1+

    • Martin Gork sagt

      In Argentinien werden Zeitschriften auch umweltproblematisch hergestellt, ganze Flüsse werden mit Farben und Druckerschwärze vergiftet und die Menschen erkranken daran.
      Ganze Wälder werden für Papier abgeholzt.

      Wir sollten in Deutschland die Druckereien verbieten!

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      • Zenzi sagt

        Genau. Soviel Papier für die Tonne. Es reicht völlig, im Internet nachzulesen, was auf dem „Versuchsplaneten Erde“ weltweit geschieht. So wie der heutige Medien-Zeigefinger.

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    • Inga sagt

      und dann sind unterere Bauern schuld!!!

      Und unsere Pflanzenschutzmittel sollen verboten werden.

      1+

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