Bauer Willi
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Fundamente statt Säulen – Die Grünen

Am 16.7.2015 hat Robert Habeck und Martin Häusling (Die Grünen) ein Positionspapier mit dem Titel „Fundamente statt Säulen“  für eine Neuordnung der europäischen Agrarpolitik veröffentlicht. Ich habe mir das mal durchgelesen, einiges davon kommentiert und ein paar Fragen gestellt.

  • Die gemeinsame europäische Agrarpolitik (GAP) muss verschiedene Ziele unter einen Hut bringen. Sie muss die Ernährungssicherheit gewährleisten, bei größtmöglichem Schutz aller Ressourcen, die dafür notwendig sind (Wasser, Boden, Klima, Biodiversität). Und sie muss das zu Preisen leisten, die den Produzenten ein angemessenes Einkommen ermöglichen und den Konsumenten einen angemessenen Zugang zu kostengerechten, qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln.

Das liest sich gut. Hier wird auch mal über Preise gesprochen, sowohl für Landwirte als auch für Konsumenten. Und die Ernährungssicherheit ist auch drin.

  • Gewässer- und Bodenschutz, Biodiversität sowie Klima- und Tierschutz werden bisher nicht im ausreichenden Maß an der Ladentheke vergütet.

Auch da kann ich mitgehen. Tierschutz kostet Geld, mehr Tierschutz kostet mehr Geld. Bei einem Milchpreis von 29 Cent, einem Preis von 1,40 €/kg Schweinefleisch und 10 Eiern für 99 Cent ist mehr Tierschutz kaum machbar.

  • Dies beinhaltet auch eine spezifische, nachhaltige Förderung ländlicher strukturschwacher Regionen und benachteiligter Gebiete, was bisher nur unzureichend gewährleistet wird.

Wäre wünschenswert, wenn z.B. Mittelgebirgsregionen weiter landwirtschaftlich bewirtschaftet werden sollen und die Bauern nicht abwandern. Mit einer Einheitsprämie geht das m.E. nicht.

  • In Europa hält inzwischen ein Prozent der Bodenbesitzer 20 Prozent des Ackerlandes, während 80 Prozent der Bodenbesitzer nur über 4,5 Prozent des Ackerlandes verfügen. Die Agrarzahlungen der ersten Säule sichern also mehr und mehr die Gewinne von Konzernen anstatt die sogenannte Wettbewerbsfähigkeit von Landwirten. Das ist weder sinnvoll noch notwendig. Eine spezifische Förderung der gut ausgebildeten, hart arbeitenden, innovativ und nachhaltig produzierenden Landwirte wird so durch die Gelder der „ersten Säule“ gerade nicht gewährleistet.

Den ersten Teil kann ich nicht glauben. Welche Konzerne sollen das denn sein? Der letzte Satz stimmt insoweit, als das wir Landwirte gut ausgebildet sind, hart arbeiten, innovativ sind und nachhaltig wirtschaften und dafür nicht angemessen entlohnt werden.

  • Mit den Fördergeldern der „zweiten Säule“, die nur knapp 25 Prozent der „ersten Säule“ ausmachen, werden spezifische Maßnahmen finanziert: Vielfältige Fruchtfolgen, Gewässerrandstreifen, um den Nitrateintrag wieder zu verringern, Vertragsnaturschutzprogramme, um die Artenvielfalt wieder zu fördern, tierschutzgerechte Ställe, Blühstreifen, Moorschutz oder eben auch die bisher weltweit nachhaltigste Bewirtschaftungsform, der ökologische Landbau.

Ja, machen wir heute schon, manches davon auch ohne finanzielle Förderung (z.B. Laufställe bei Milchvieh). Nur der ökologische Landbau nimmt kaum zu, manche kehren ihm wieder den Rücken. Zum Moorschutz kann ich als Rheinländer nicht viel sagen.

  • Das Säulenmodell muss abgeschafft werden. Dabei müssen Strukturbrüche vermieden werden. Der Ausstieg muss geplant und als ein Prozess erfolgen, der sozial gesellschaftlich angemessen umgesetzt wird, jedoch mit einem klaren Enddatum in nicht allzu ferner Zeit. Ziel ist, dass keine Steuergelder mehr unqualifiziert an Landbewirtschafter fließen, sondern nur noch mit einer ökologisch und gesellschaftlich sinnvollen Gegenleistung. Obwohl dies wie ein Angriff auf die Landwirtschaft mag, ist es unserer Ansicht nach das Gegenteil.

Jetzt bin ich gespannt, was kommt. Jedenfalls wollen Sie dies in einem gewissen Zeitraum umsetzen und nicht von heute auf morgen. Sozial gesellschaftlich angemessen? Wer legt das denn fest? Und jetzt ist da ein neuer Begriff: der Landbewirtschafter. Ist das was anderes als der Landwirt?

  • Ein großer Teil der Gelder, die in die Agrarumweltmaßnahmen der „zweiten Säule“ fließen, sollen kompensieren, was den Landwirten an Markteinkommen entgeht, die auf intensive (aber nicht nachhaltige) Bewirtschaftungsformen „verzichten“. Die Zahlungen sollen den entgangenen Gewinn bzw. den finanziellen Mehraufwand ersetzen.

Genauso ist es. Wir Landwirte machen diesen Beruf um damit Geld zu verdienen. Wie jeder andere auch.

  • Beispiel: Die Zahlungen für Blühstreifen errechnen sich aus entgangenem Gewinn, erhöhtem Arbeitsaufkommen und Saatgutkosten, die Zahlungen für Ökolandbau an der Differenz des Ertrags verglichen mit konventionellen Betrieben, die Zahlungen für Wiesenvogelnester, die nicht übergemäht werden, am Aufwand und dem Ertragsverlust , den der Landwirt durch das Umfahren hat. Dies bedeutet, dass ein immenser bürokratischer Aufwand nötig ist, um all diese Effekte zu erfassen und zu evaluieren, zu berechnen und zu beweisen. Das „Greening“ macht eine genaueste Vermessung der Ackerschläge erforderlich, einen exakten Nachweis, welche Flächen nicht intensiv beackert werden. Hinzu kommt ein großer Aufwand für die Kontrolle der angemeldeten Maßnahmen. Dieses bürokratische System belastet Landwirte und Verwaltung gleichermaßen, ohne relevanten ökologischen Zusatznutzen und kostet die Steuerzahler viel Geld.

Wem sagen Sie das? Ich mach das jeden Tag und unsere Durchführungsbehörden klagen auch unter diesem bürokratischen Wahnsinn.

  • Die Wirkungen einer „guten landwirtschaftlichen Praxis“ sind in der Entwicklung einer industrialisierten Agrarwirtschaft in den letzten Jahrzehnten aber ins Gegenteil verkehrt worden. Das liegt nicht am fehlenden Verantwortungsbewusstsein einzelner Landwirte sondern an einer falschen Ausrichtung des Agrar- und Ernährungssystems.

Verstehe ich nicht! Worauf wollen Sie hinaus? Wie definieren Sie eine „industrialisierte Agrarwirtschaft“?

  • Als nachhaltige Alternative schlagen wir eine europäische Agrarpolitik vor, deren Fördereinstrumente in Zukunft am Ziel einer sozial- und tiergerechten und ökologischen Ernährungswirtschaft, die Europa anstrebt, orientiert sind. Intensivbetriebe, die nur auf Grundlage gesetzlicher Mindestvorgaben wirtschaften und am Weltmarkt operieren wollen, können dies tun, aber sie benötigen keine Förderung mittels Steuergeldern, denn sie erbringen keine besonderen gesellschaftlichen Leistungen.

Was ist jetzt ein Intensivbetrieb? Gehöre ich mit Rüben, Raps, Weizen und Gerste auch dazu? Erbringe ich mit meiner Fruchtfolge und dem verordneten Greening keine besondere gesellschaftliche Leistung?

  • Grundlage der Agrarförderpolitik muss es zukünftig sein, nur die Landwirte zu unterstützen, die am naturverträglichsten, ressourcenschonendsten und tiergerechtesten wirtschaften, da sie die Grundlage eines zukünftigen nachhaltigen Ernährungssystems in Europa sind. Der bisher höchste bekannte Standard einer solchen Bewirtschaftungsform ist – wie zahlreiche internationale Studien belegen – der ökologische Landbau.

Nun ist es also raus: Förderung nur noch für ökologischen Landbau. Und das in ganz Europa. Ist doch mal ehrlich. Jetzt weiß ich wenigstens wo ich dran bin. So deutlich hat mir das bisher noch keiner gesagt. Vielen Dank. Jetzt bin ich gespannt, wie das unsere Leser kommentieren.

Euer Bauer Willi

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57 Kommentare

  1. Walter Parthon sagt

    @Andreas Fendt

    Da es bei diesen Verhältnissen im vereinten Deutschland nicht bleiben konnte, stellte sich bei der Herstellung einer den bundesdeutschen Verhältnissen entsprechenden Eigentumsordnung das Problem, wie mit den in der ostdeutschen Vergangenheit erfolgten entschädigungslosen Enteignungen umzugehen sei. In dieser Frage gab es politischen Entscheidungsspielraum, da die Eigentumsgarantie gemäß Artikel 14 GG sich nicht ohne weiteres rückwirkend auf die DDR vor ihrem Beitritt erstreckte. Auf bundesdeutscher Seite entwickelte man die Maßgabe, dass in 40 Jahren DDR neue wirtschaftliche und soziale Umstände entstanden seien, die nicht ohne Weiteres rückgängig gemacht werden könnten, wollte man nicht teils altes Unrecht durch neues ersetzen. Es komme auf sozialverträgliche Kompromisse unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten an. Weder die Festschreibung der DDR-Zwangsmaßnahmen bis 1989 noch deren komplette Rückgängigmachung bis zum Mai 1945 seien in diesem Sinne als realisierbar anzusehen.

    Es wurden bekannter Weise unter 6 Staaten der Wiedervereinigungvertrag geschlossen

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  2. Walter Parthon sagt

    Was ist dann mit den Betrieben im Osten die bis 50 Eigentümer haben, da besteht Bestandsschutz

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    • Andreas Fendt sagt

      ich wüsste nicht dass oder wie es bei Agrarsubventionen einen Bestandsschutz geben soll, sonst hätte ich gerne meine Ziegenprämie wieder, die hat man mir 2002 versprochen, als ich mit Ziegen angefangen und investiert habe, ein Jahr später war sie ersatzlos gestrichen.

      Aber der Frage weicht Walter aus, ist die Deckelung bei 150000 vernünftig` Falls ja müsste er ja eingestehen, dass die Grünen zumindest einen guten Vorschlag gemacht haben und dass können wir dann Punkt für Punkt durchgehen, ich hoff Alois hat für den Blog hier genug Speicherplatz auf seinem Server… 🙂

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  3. Walter Parthon sagt

    @Andreas Fendt Ich sehe bei den Grünen keinen vernünftigen Vorschlag.

    Den ehemaligen Hessischen Landwirtschaftsminister Fischer habe ich in mehreren Veranstaltungen erlebt.
    Auch deshalb werde ich nie grün wählen.
    Ich denke die Vergangenheit wird Herrn Fischer einholen, auf dem Frankfurter Flughafen wurden die verlorene Polizeiakten gefunden habe ich heute in meiner Tagezeitung gelesen.

    <https://de.wikipedia.org/wiki/Joschka_Fischer#Parteilaufbahn

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    • Andreas Fendt sagt

      lass uns doch bitte mit Deinen Joschka Anekdoten in Ruhe und sag mir:
      Ist die Deckelung der EU Agrarprämien bei 150.000 €, wie von den Grünen vorgeschlagen, vernünftig oder nicht? Hilft das familiäre Bauernbetriebe zu erhalten oder nicht?

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  4. Was mich wirklich an den Kommentaren zu den Grünen hier erschreckt ist die Voreingenommenheit bis hin zum offenen Hass, den manche Diskutanten hier aufbringen.

    Da kommen „olle Kamellen“ wie pädophiler Cohn-Bendit, Steinewerfer Fischer oder Islamprediger Özdemir hoch, die alle zu Landwirtschaft in der Partei nichts zu sagen haben. Offensichtlich reicht bei manchen der Intellekt nicht aus, um sich fachlich mit den grünen Positionen auseinanderzusetzen, oder – schlimmer – man müsste sich bei allem Grünenhass eingestehen, dass diese gar nicht so falsch sind.

    Mich erinnert das stark an meine „politische“ Vergangenheit! Ich saß jahrelang für die Grünen auf einem grünen Stuhl in einer Art Gemeinderat, ohne je Mitglied irgendeiner Partei gewesen zu sein (was bei den anderen Parteien schon mal undenkbar gewesen wäre). Hatte ich, auch noch so sinnvolle und praktikable Vorschläge wurde diese aus Prinzip abgelehnt, weil sie von einem Grünen kamen! Wollte ich kommunalpolitisch was durchsetzen, hiess es am Abend nach der Sitzung in der Wirtschaft nach ein paar Bier den CDU Sprecher von der Idee zu überzeugen. Die brachte er dann als seinen Vorschlag in die nächste Sitzung ein und ich durfte zustimmen. Witzig war dann, wenn Uneingeweihte mich lobten „Schau an, geht doch, bei vernünftigen Vorschlägen können sogar die Grünen zustimmen“…

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    • bauerhans sagt

      „Was mich wirklich an den Kommentaren zu den Grünen hier erschreckt ist die Voreingenommenheit bis hin zum offenen Hass, den manche Diskutanten hier aufbringen.“

      du teilst aus,ziemlich arrogant zuweilen und musst eben mal was einstecken….so isses leben…

      1+

  5. Rufer aus der Wüste sagt

    Die Gruenen zeichnen sich durch besonders „antideutsche“ Kommentare aus.

    “Wir wollen, dass Deutschland islamisch wird”.

    Um bei dem Özdemir und den Kommentare beim Lebenshof zu bleiben. Die Kommentare kommen ja irgendwo her. Die sind meistens nicht aus der Luft gegriffen.

    Man koennte jetzt eine Umfrage machen wieviel der Bundesbuerger damit einverstanden sind das Deutschland islamisiert wird.

    Muss man sich dann wundern wenn auf sollche Worte Antworten erfolgen die in den Augen mancher als Hassworte empfunden werden?
    Nein, nur man sollte die ganze Geschichte kennen damit man weiss welche Leute man hier eigentlich in Schutz nimmt.

    Das scheint ein neues Phaenomaen zu werden das man kritische Kommentare auf Facebook oeffentlich macht. Wie hat man dazu frueher gesagt?

    Manche tun sich wohl recht schwer eine andere Meinung als die ihrige zu hoeren.

    Oder hat Muttis Politik der Nichtbeachtung schon Schule gemacht?

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  6. Rufer aus der Wüste sagt

    Anstatt die Probleme beim Namen zu benennen wird wieder wie immer um den Brei herumgeredet.
    Sollte der Bauer Willi direkt Leute auf ihr Fehlverhalten ansprechen, wuerde man ihn denn in Talkrunden mit irgendwelchen Gruenen Politikern einladen?
    Nie.

    Also reden wir schoen weiter und zeigen dem dummen Verbraucher das wir an einem Dialog interessiert sind aber Loesungen doch einfach nicht einfach sind.

    Die Antwort sind Volksentscheide und fertig.

    Die Aussagen macher Gruenen Politiker sind Landesverrat. Die koennen noch so eine heile Welt Atomaustiegpolitik betreiben.

    An ihren Taten sollt ihr sie messen und die sind heute nicht mehr der Hit.

    Und Bauer Willi hat sich wohl von Mutti Merkel inspirieren lassen. Dort werden auch alle systemkritischen Stimmen bewusst ignoriert. Und wenn es dann mal so weit ist werden alle anderstglaeubigen als „Pack“ bezeichnet.

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Rufer,
      habe bei Günther Jauch mit Frau Künast gesessen. Ist doch wohl eine Talkrunde, oder nicht?
      Über das Stadium der Verbraucherbeschimpfung bin ich schon lange weg, ist Dir wohl noch nicht aufgefallen.
      Ich lasse mich weder von Merkel noch von jemand anderem inspirieren, deshalb werden auch alle Parteien betrachtet.
      In diesem Blog habe ich noch niemanden als „Pack „bezeichnet. Ich kann nur feststellen, das Deine Kommentare von anderen Kommentatoren als wenig zielführend angesehen werden.
      Bauer Willi

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      • Rufer aus der Wüste sagt

        Zielfuehrend oder nicht? Wer, der hier schreibt ist denn ein Verbraucher?

        Jammert doch weiter wie schlecht es euch geht und waehlt bei den anechsten Wahlen die gleichen Parteien die euch ins verderben fuehren.

        Was soll man dazu sagen?

        Wer auf dem Weltmarkt mitspielen will der muss dementsprechend produzieren. Jetzt ist die frage will man das oder nicht? Die meisten wollen es nicht, oder?
        Aber waehlen Parteien die sich der Globalisierung verschreiben haben.

        Und wieder: Was soll man dazu sagen?

        Nichts.

        Schaut doch mal ueber den Tellerrand und in andere Laender was da alles moeglich ist.

        Ach ja. Fendt scheint eine neue Baureihe hervorgebracht zu haben. Bis zu 500 PS. Da geht was. So schlecht scheint es doch manchen nicht zu gehen, sonst wuerde man nicht sollche Traktoren entwickeln.

        Also, weiter jammern wie bisher.

        Amen

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        • Schweinebauer Piet sagt

          Moin, der freie Markt ist gut. Wer soll denn sonst die Preise festlegen? Willst Du das machen Rufer? Bitte nicht! schwierig ist es natürlich durch die ganzen marktregulierenden Maßnahmen noch durchzusteigen. Ich kann es nicht.

          1+

          • Rufer aus der Wüste sagt

            Subventionen abschaffen, Spekulationen auf Getreide verbieten und dann wird man schon sehen was passiert.
            Wo ein Wille da ein Weg.

            Nur wenn man eben nichts macht, dann gibt es diesen Blog in 20 jahren noch und es wird dann immer noch so gejammert wie heute.

            „Ja, der geizige Verbraucher will mein Zeug nur so billig kaufen. Der weist doch gar nicht wie viel das alles wert ist“

            2+

            • Mr Tom sagt

              „Spekulationen auf Getreide verbieten“

              Ohne den Spekulanten funktioniert nun einmal keine Preisfindung, der Verkäufer möchte am Tag X den Betrag X für seinen Weizen. Findet sich kein Käufer, weil ihm das Risiko einer Preisschwankung zu hoch ist, springt vielleicht ein Spekulant ein, mit der Chance, von steigenden Marktpreisen zu profitieren. Gleichermaßen besteht das Risiko, dass die Preise fallen und der Spekulant verliert Geld, der Bauer hat aber seinen gewünschten Preis erlöst und der Müller mußte diesen nicht bezahlen.
              Spekulanten machen die Märkte liquide, ohne Spekulation gäbe es keine transparente Preisfindung an den Märkten.

              Was längst verboten gehört, sind undurchsichtige Anlageprodukte, welche nicht einmal mehr von den Bankberatern durchblickt werden und nur so mit Fallen gespickt sind, um den Anleger um sein Geld zu bringen.

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  7. Bauer Willi sagt

    An Andreas und Palla
    vielen Dank für den Hinweis auf die Molkerei-Nummer. Ich habe da bisher wirklich noch nicht drauf geachtet. Ihr habt einem Dummen geholfen. Schickt mir doch mal eine Mail, in dem ihr das in wenigen Sätzen (Palla zu Marke und No-Name, Andreas zu Demeter) beschreibt. Ich würde das dann in einen Artikel packen und so tun, als wäre die Weisheit von mir. Andreas kennt das ja schon. 🙂 Willi, der Raubkopierer!
    Bauer Willi

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    • au weia! Primitiver gehts nimmer… vor allem was hat das mit grüner Agrarpolitik zu tun? Und wenn sich Fidel Castro oder Putin zur EU Agrarpolitik äussern würden, fände ich das lesenswert völlig unabhängig was die sonst machen, gemacht haben oder angeblich machen wollen, Was Du betreibst hat man in dunklen Zeiten “Sippenhaft” genannt, schäbig! Ach und gut, dass die Welt so einfach ist, die CDU sind alles Altnazis, die SPD verkappte Kommunisten, die FDP lauter Steuersünder und die Grünen Kinderschänder, was denn sonst…

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  8. Walter Parthon sagt

    Wenn man das hier liest, kann man nur sagen Herr Gott hilf uns vor den Grünen und dem Biobauer.
    Seit bestehen der Grünen werden wir Landwirte in Hessen gegängelt besonders von ex Außenminister Fischer der in seinem ersten Amt in Hessen auch für Landwirtschaft zuständig war.
    Möchte hier erinnern was Fischer und Parteifreunde auf dem Kerbholz haben.

    Bis 1975 war Fischer Mitglied der linksradikalen und militanten Gruppe Revolutionärer Kampf. Er beteiligte sich an mehreren Straßenschlachten mit der Polizei („Putzgruppe“), in denen Dutzende von Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Ein Foto vom 7. April 1973 zeigt den mit einem schwarzen Motorradhelm vermummten Fischer und Hans-Joachim Klein, später Mitglied der Revolutionären Zellen (RZ), wie sie gemeinsam auf einen Polizisten einschlagen.[7]Als Außenminister gestand Fischer seine damalige Gewalttätigkeit ein, wollte sich aber nicht von ihr distanzieren.

    Aus <https://de.wikipedia.org/wiki/Joschka_Fischer#Parteilaufbahn

    Dennoch kommentierte er noch 1978 die Ermordung von Hanns-Martin Schleyer, Siegfried Buback und Jürgen Pontodurch die RAF mit dem Satz: „Bei den drei hohen Herren mag mir keine rechte Trauer aufkommen, das sage ich ganz offen für mich.“[13][14] Am 11. Mai 1981 wurde der hessische Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry ermordet, anschließend bekannten sich die Revolutionären Zellen zu der Tat. Später stellte sich heraus, dass die Tatwaffe, zusammen mit anderen aus einer amerikanischen Kaserne gestohlenen Waffen, im Jahre 1973 in Joschka Fischers Auto transportiert worden war. Fischer gab dazu an, er habe dem damaligen Autoschlosser Hans-Joachim Klein (1973 noch nicht Mitglied der RZ, aber bereits im Dunstkreis linksradikaler militanter Gruppen) den Wagen lediglich gegeben, um von ihm einen neuen Motor einbauen zu lassen. Erst später habe er erfahren, dass mit dem Auto gestohlene Waffen transportiert worden seien.

    Aus <https://de.wikipedia.org/wiki/Joschka_Fischer#Parteilaufbahn

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  9. Schweinebauer Piet sagt

    Wow nur Förderung des ökologischen Landbaus. Morgen kommt der neue USDA Report, da berechne ich mal die Unterschüsse, wenn wir nur ca. 80% ernten.

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    • Andreas Fendt sagt

      wenn wir nur noch 25% der Schweine halten (nicht die Politiker gemeint 🙂 ) und essen und das blöde Biogas abschaffen dürfte das alles kein Problem sein

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      • bauerhans sagt

        was für eine weltfremde forderung…..
        lasst uns die autos abschaffen,die kühe frei herum laufen
        und bluna trinken…..

        4+

    • Mr Tom sagt

      DIE LÖSUNG!
      Warum sagst Du´s denn nicht gleich?
      Eine Frage hätte ich da noch: Wenn wir keine Überproduktion haben, dann ja folglich Unterversorgung – Du hast sicher nur vergessen, uns mitzuteilen, wer diese Lücke schließt…..

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  10. Lieber Willi,
    Du machst es dir m.E. hier zu einfach. Du nimmst ein kurzes Statement der GRÜNEN, das sehr allgemein gehalten ist und zerpflückst es und stellst viele Fragen dazu. Ich bin gespannt, ob Du von einem Büro der beiden eine Antwort auf die Fragen bekommst, ich hoffe es. Das würde offenbaren, welchen tatsächlichen oder vermuteten Einfluss die öffentliche Person „Bauer Willi“ auf Verbraucher, Landwirte u.a., also letztlich die Wähler, deren Meinung nach hat.

    Ich würde Dich auf Konkretes verweisen, im Sinne von „an ihren Taten sollt ihr sie messen“ und da gibt es den Antrag zur Agrarwende im Bundestag vom 4.3.15 ( http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/041/1804191.pdf ) indem Konkreteres steht, z.B: Deckelung der Agrarprämien bei 150000€ je Betrieb und Änderung des Baugesetzes durch Einziehung einer Flächenbindung bei Stallbauten von 2 GV /Hektar, usw.

    Interessant finde ich, dass dieses wichtige Thema, nicht nur für uns Bauern, sondern ja auch für alle Bürger, als Verbraucher und Steuerzahler, im von uns bezahlten deutschen Bundestag exakt 60 Minuten Zeit zur Diskussion (Aussprache genannt) eingeräumt werden. Liest man das Plenarprotokoll (ab Seite 28 http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/18/18092.pdf) erinnert das eher an ein Kasperltheater. Vielleicht sollten wir da erst mal sparen und die Zahl der Sitze im Bundestag mal auf 25 % reduzieren (Deckelung!?). Am Schluss wird das Papier an die Ausschüsse verwiesen, seit dem hab ich nix mehr davon gehört.

    Zu Deiner Frage, ob Du mit Deinen 40 Hektar konv. Standardanbau eine besondere gesellschaftliche Leistung erbringst? Eindeutig ja, weil Du Greening machst, aber das machst Du freiwillig und nicht, wie behauptet, verordnet. Also ohne Greening bekämst Du immer noch 242 € je Hektar (für die ersten 30 Hektar), also für die 40 Hektar knapp 10.000 Euro, nur für was?
    Fruchtfolge? Hmm, vermutlich baust Du die Kulturen komplett auf 40 Hektar und alle Flächen wechseln zusammen, so dass Du zur Biodiversität nichts beiträgst. Rüben und Raps erfordern eine hohen Pestizideinsatz, mit Folgen für Umwelt, Tiere, Artensterben und Menschen. Du weisst ja nicht mal was mit Deinem Raps geschieht, Speiseöl wird er sicher nicht und von allem anderen haben wir schon mehr als genug im Land (also > 100 % Selbstversorgungsgrad), Worin also soll Deine gesellschaftliche Leistung liegen? Du produzierst +/- für den Weltmarkt, dann bitte auch mit den Preisen klarkommen und nicht nach Steuermittel rufen.

    Aber insgesamt lese ich heraus, dass Du die Grünen gar nicht so schlecht findest und wenn sie Deine Fragen gut beantworten, wirst Du ein „Fan“.

    Ich halte bekanntlich die Grünen für das kleinste Übel (bin gespannt was Du zu den LINKEN bringst) aber meine Vorstellungen von Agrarpolitik sind andere:

    Ich würde zunächst mehrere, von neutralen Wissenschaftlern erläuterte, Modelle der zukünftigen Landwirtschaft von „Vollbio“ bis hin zu „TTIP Agrarkonzernen“ den Bürgern zur Volksabstimmung vorlegen und dann umsetzen, was das Volk möchte. Meine Variante wäre das bedingungslose Grundeinkommen für alle Landwirte, das Verschärfen gesetzlicher Vorgaben und Beibehaltung allenfalls der Ausgleichszulage (denn für die kleinparzelliserten Flächen, schlechte Böden und wenig wachstumsfreudiges Klima hier auf 900 m kann ich genauso wenig, wie die anderen konv. Kollegen am Ort und dennoch sollte auch hier und an vergleichbaren Standorten Landwirtschaft möglich und einkömmlich sein)

    2+

    • Bauer Willi sagt

      Hallo Andreas
      das Ergebnis der Volksabstimmung sehen wir JEDEN TAG an den Scannerkassen dieser Republik: BILLIG! Da braucht es doch keine extra Befragung!

      Was die Höchstgrenzen und die 2 GV/ha angeht, könnte ich mich anschließen. Betrifft mich ja nicht, und da kann ich ja leicht dafür sein!

      Zu den Linken kommen wir ja noch. Du darfst gespannt sein!

      Bauer Willi

      1+

      • Andreas Fendt sagt

        Nein Willi, das sehe ich anders und ich glaube, das ist es auch, was Du in Deinen wiederkehrenden Vorwürfen an den Verbraucher nie verstanden hast.
        Das Einkaufsverhalten ist von anderen Motiven und Gründen geprägt, wie die Willensäusserungen zu den gewünschten Rahmenbedingungen.

        Beim Einkauf fehlen Informationen (z.B. woher stammt die Milch genau, wie wurde sie erzeugt usw.) und Werbung beeinflusst hier auch.

        Und selbst bei Rahmenbedingungen ist der Mensch ambivalent. Eine Mehrheit ist z.B. für ein Tempolimit auf Autobahnen, dass heisst aber noch lange nicht, dass die Befürworter alle freiwillig so langsam fahren, wie sie es fordern. Ich kenn den ein oder anderen „Grünen“ mit Knöllchen wegen zu schnell fahren und bei einem muss ich nur in den Spiegel schauen 🙂

        Verkürzt: Alltagshandeln ist meist emotional, Wünsche nach Rahmenbedingungen eher rational.

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        • bauerhans sagt

          „Das Einkaufsverhalten ist von anderen Motiven und Gründen geprägt…….“

          das ist von GEIZISTGEIL geprägt.

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        • @Andreas: Was für Motive und Gründe meinst du?

          Klingt ja fast so als siehst du es als eine Art Nervenkitzel des Alltags tolle Rahmenbedingungen und hochwertige Produkte zu fordern und dann trotzdem zu den Billigprodukten zu greifen.

          Ich bin jedenfalls der Meinung, dass man sich in Deutschland ziemlich gut über die Nahrungsmittel informieren kann, wenn man denn will! Und wer auf Werbung reinfällt ist selbst schuld!

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          • Andreas Fendt sagt

            ja genau, deshalb sind die Milchbauern ja auch jetzt selbst schuld, wenn sie pleite gehen. Sie sind auf die Werbung von Politik und Bauernverband reingefallen, die ihnen vormachte, man könne beliebig viel Milch erzeugen und zu auskömmlichen Preisen exportieren.

            Gute Info zu Nahrungsmittel, wieder Beispiel Milch: wer sagt den Verbraucher dass die teure Weihenstephaner aus der selben Kuh kommt wie die Milbona bei Aldi und der Bauer auch nur 29 ct bekommt, obwohl die Milch das Doppelte kostet. Oder aus „meinen Kreisen“: Wer sagt dem Biokunden, dass die Demeter Heumilch auf der Herkunft „D“ steht fast komplett von polnischen Kühen stammt?

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            • Bauer Willi sagt

              Hallo Andreas, ist das wirklich so? Kannst Du das belegen? Dann ist das ein Thema für uns. Denn das wäre grobe Täuschung!
              Bauer Willi

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            • Andreas Fendt sagt

              was jetzt? Das mit der Weihenstehphaner oder mit der Demeter-Heumilch? Fürs erste, denke ich das weiss jeder Insider, bzw. man kann ja anhand der Molkereinummer z.B. von Aldi oder Lidl Billigmilch leicht feststellen, wer das abfüllt, welche Marken die sonst noch füllen und was diese Molkerei dann an Bauern auszahlt wird auch bekanntgegeben.
              Zu Demeter kann ich viel sagen, auch viel Kritisches, möchte das aber hier nicht öffentlich machen, gerne per mail.

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            • Wenn du die Mitglieder des Bauernverbandes meinst, hast du Recht. Es gibt ja aber noch Andere! Diese Uneinigkeit unter den Milcherzeugern ist aber ein anderes, schwerwiegendes Problem und der DBV sollte jetzt mal ganz kleine Brötchen backen und für Einigkeit unter den Milcherzeugern sorgen!

              Willi, Andreas hat Recht was die Milch von teurer, reich beworbener Milch mit tollem Logo und der billigeren Handelsmarkenmilch angeht. Das würde mich mal brennend interessieren und vielleicht triffst du ja mal einen Molkereivorsitzenden und fragst den, warum die das machen! Glauben die wirklich, die Menschen sind so dumm, dass sie nicht die Veterinärkontrollnummern vergleichen können?
              Ich mache das öfter und bin häufig entsetzt welche Molkerei da gerade ihre teurere Markenmilch neben der eigenen, jederzeit austauschbaren Handelsmarkenmilch platzieren lässt.
              Warum soll denn Jemand die teurere Milch kaufen, wenn die Billigere aus dem selben Haus kommt?
              Das gilt zudem auch für andere Molkereiprodukte, wie Butter, Quark, Sahne, etc.

              Der Preis, den du als Milcherzeuger ausgezahlt bekommt ist ein einheitlicher Preis. Man erfährt nicht, ob man nun seine Milch für die Eigenmarke der Molkerei oder die Handelsmarke des Discounters produziert hat.

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            • Andreas Fendt sagt

              Danke Palla,
              genau meine Meinung. Ich denke sogar, dasss gar nicht wenige Verbraucher zu einer „fair“-Milch greifen würden, die sagen wir mal 15 ct teurer wäre, wenn sie wüssten dass diese 15ct auch bei den Bauern ankommen und die Bauern das Geld auch für Tierwohl einsetzen und z.B. die Kühe auf die Weide kommen. Mich würde auch die Fachmeinung zu meiner These interessieren: Wenn heute Vollmilch im Discount 55 ct kostet,die Bauern 30 ct bekommen und dabei weder Molkerei noch Discount pleite gehen, heisst dass doch dass man Milch für 25 ct erfassen und vermarkten kann? Dann meine Rechnung, wir nehmen das Doppelte also 50 ct und machen noch ein wenig Werbung und bringen nun die faire Biomilch für 99 ct in den Handel, dann bekommen die Biobauern doch 50 ct, statt heute nur 42 ct und die Biomilch wird 30-70 ct günstiger für den Verbraucher und ich bin sicher, dass sehr sehr viele Verbraucher faire Biomilch für 99 ct kaufen würden. Wo rechne ich da falsch?

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  11. so so Förderung nur noch für ökologischen Landbau.
    Na da kann man wieder mal sehen das die Wohlhabenden sich vom Steuerzahler sich ihre Bio-Lebensmittel sichern wollen.
    Seit Bio im LEH angeboten wird ist unter den aktuellen Bedingungen BIO für viele Landwirte auch nicht mehr wirtschaftlich.
    Immer dieses gut und böse.
    Die Mischung machts. Bei einer Erkältung reichen manchmal auch nicht nur Tee trinken um wieder Fit zu werden.

    5+

  12. Rufer aus der Wüste sagt

    Die Gruenen sind doch die, die gerne legal mit kleinen Kindern spielen moechten. Oder?

    Wer sich von dem nicht distanziert hat in meinen Augen eh schon von vorneweg verloren.

    „Die Grünen – Rote Wölfe im grünen Schafspelz“

    So heist ein Buch. Die Aussagen geben mir schon zum nachdenken, zeigen aber das alles wie es heute ist schon lange geplant ist.

    Und dann gibt es noch den Spruch:

    Kenne ich deine Freunde, dann kenne ich dich.

    2+

    • Andreas Fendt sagt

      au weia! Primitiver gehts nimmer… vor allem was hat das mit grüner Agrarpolitik zu tun? Und wenn sich Fidel Castro oder Putin zur EU Agrarpolitik äussern würden, fände ich das lesenswert völlig unabhängig was die sonst machen, gemacht haben oder angeblich machen wollen, Was Du betreibst hat man in dunklen Zeiten „Sippenhaft“ genannt, schäbig!

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      • Rufer aus der Wüste sagt

        Nur weil die Agrarpolitik der Gruenen bestimmten Leuten passt, heist das noch lange nicht das ich die anderen Punkte ausklammere.

        Und dazu gehoert eben der Umgang der Gruenen mit kleinen Kindern.

        Ich habe z.B. noch nie gelesen das sich irgendein gruener Politiker von den Worten eines Daniel Cohn-Bendit distanziert hat.

        Aber wenn die Agrarpolitik gut ist, dann sollen sie weiter mit den Kindern spielen duerfen. Soll es das sein?

        Sollte jemand hier kleine Kinder haben, der kann sich die Frage selber stellen ob er sie bei diesem Daniel Cohn-Bendit uebernachten lassen wuerden.

        3+

  13. bauerhans sagt

    „Beispiel: Die Zahlungen für Blühstreifen“

    sind eben NICHT gesamtkostendeckend für den bauern,so meine erfahrung.

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  14. Ich distanziere mich von den Grünen. Das ist für mich eine Verbotspartei, die sobald es die eigenen Pfründe betrifft, alles über den Haufen wirft und das Gegenteil behauptet.
    Aber:
    Laufställe bei Kühen. Macht der Landwirt das aus Tierliebe? Oder bringt es nicht auch Nutzen?
    Fruchtfolge? Wie soll eine nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen sonst funktionieren?
    Nein, der Landwirt hat nicht das Recht, sämtliche Hecken und Säume abzuräumen, um mit immer größeren Maschinen arbeiten zu können. Warum gab es die? Um die Bodenerosion zu verhindern.
    Nein, der Landwirt hat auch nicht das Recht, während der Zeit der Wiesenbrüter die Wiesen abzumähen. Oder ist dem Landwirt die Natur völlig egal?
    Landbewirtschafter. Wie soll man Unternehmen nennen, die ihre Maisplantagen bewirtschaften? Die Getreide kurz vor der Reife abmähen und Biogasanlagen füttern. Die das Land nicht bewirtschaften, sondern mit Betonklötzen für Windräder für lange Zeit zerstören? Oder einen Flugplatz?
    Nur so am Rande: Ein Bekannter hat vor wenigen Jahren ein Bürogebäude mit Lagerhalle gebaut. In einem Gewerbegebiet. Eine Auflage war eine blühende Hecke und mehrere Bäume. Und das bei QM-Preisen von fast 100 €. Auf dem Grundstück und auf dem Nachbargrundstück (er hat noch eine Blumenwiese eingesät) leben mehr verschiedene Insekten und Vögel als in der freien Flur. Da gab es weder Fördergelder, noch sonst was. Ohne hätte es keine Baugenehmigung gegeben.
    Nein lieber Bauer Willi. So sehr ich gegen die Grünen bin, aber die Landwirtschaft lebt von der Natur und zerstört diese doch zu sehr.
    Zu den Preisen möchte ich mich nicht äußern. Jeder Unternehmer muss sich am Markt behaupten und seine Nischen finden. Warum sollte es beim Landwirt und seinem Bauernverband anders sein?

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  15. Vielen Dank für die Aufarbeitung und Kommentierung der verschiedenen Positionspapiere! Das ist viel Stoff zum Nachdenken… Freue mich auf weitere Informationen!

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  16. Schlaumeier sagt

    schon merkwürdig, dass in Deutschalnd, dass mit führend ist beim Tier- und Umweltschutz, immer noch eine Schüppe drauf gelegt werden soll. Die Subventionen auf die Ökolandwirschaft neu zu verteilen, weil diese ehr den gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Ansprüchen entspricht nach Auffassung der Grünen entspricht. Die gesellschaftlichen Ansprüche spiegeln sich täglich an der Supermarktkasse und regelmäßig bei Wahlen wieder. An der Kasse ist Bio bei ca. 3% und die Grünen dümpeln auch bei ca. 10 % Wählerstimmen, was bei geringen Wahlbeteiligungen auch nicht überwertet werden darf! Bei den wissenschaftlichen Erkenntnissen nehmen es die Grünen auch nicht soo genau: Sowohl das BfR als auch das Wissenschaftsministerium halten Gentechnik für ungefährlich, trotzdem warnen die Grünen vor negativen Folgen! Selbst China hat jetz den freien Verkauf von gentechnisch verbesserten Nahrungsmitteln zugelassen (und die Chinesen sind viele). Hier wird im Agrarbereich versucht mit Ängsten Politik zu machen und man versucht dieses mit zweifelhaften wissenschaftlichen Ergebnissen zu untermauern!

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    • Andreas Fendt sagt

      Die gesellschaftlichen Ansprüche spiegeln sich auch in repräsentativen Umfragen wieder und könnten via Volksentscheid (z.B. zu Gentechnik oder TTIP) exakt ermittelt werden. Unabhängig ob das BfR und Wissenschaftsministerium hier wirklich neutrale Aussagen treffen müsste dann auch Dir klarwerden: eine breite Mehrheit der Deutschen möchte keine Gentechnik (wie auch keine Atomkraft). Als Demokrat hast Du das zu akzeptieren oder Du musst in Dein Gentech Traumland USA auswandern oder gleich zu den Chinesen, viel Spass!

      Da der Marktanteil z.B. von Biogemüse bei ca. 8 % liegt, wir aber weit unterm Selbstversorgungsgrad liegen halte ich hier eine Förderung des Staates für legetim, da dieses letztlich im Rahmen der Daseinsfürsorge erfolgen würde. In der Summe wäre es allemal günstiger als der Bioimport bei gleichzeitiger Alimentation von „Bio“-gasbauern.

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      • bauerhans sagt

        „eine breite Mehrheit der Deutschen möchte keine Gentechnik (wie auch keine Atomkraft). “

        ….das ist die mehrheit,die lebensmittel beim discounter kaufen und strom aus der steckdose…..

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        • Andreas Fendt sagt

          ja und? Die Politik hat dann dafür zu sorgen, dass die Lebensmittel beim Discounter meinetwegen
          alle Bio sind und der Strom aus der Steckdose nicht aus Atomkraft.

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      • Gülle-Doktor sagt

        Die hier zitierte Mehrheitsmeinung basiert darauf, dass die Roten und die Grünen in vereinten Anstrengungen das Bildungssystem zuschanden reformiert haben, so dass die Allgemeinbildung bezüglich Deutscher Sprache, Geschichte und Naturwissenschaften so schlecht ist wie noch nie. Wenn die Bevölkerungsmehrheit aus naturwissenschaftlichen Analphabeten besteht, ist es natürlich nicht schwer, diesen Menschen einzureden, dass Gentechnik Teufelszeug ist.

        Aber das Schlimmste daran ist, dass der Bauernverband diese Spiel mitspielt, nur weil die Verbandsfunktionäre Angst davor haben, mit einer eigenen Meinung bei der Politik anzuecken.

        Die Grüne Bewegung hat es im Laufe der letzten drei Jahrzehnte geschafft, durch das Verbot der DDT-Anwendung bei der Malariabekämpfung und das Verbot des Golden Rice mehr Todesopfer zu verursachen als die Nazis mit Judenvernichtung und Eroberungskrieg. Unterlassene Hilfeleistung ist auch ein Verbrechen.

        3+

        • Schweinebauer Piet sagt

          Sehr schön geschrieben! Mit Dir würde ich gerne mal bei ein, zwei, Bier über das Thema reden.

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        • Mr Tom sagt

          Du triffst es auf den Punkt.
          Man hat den Eindruck, die Bevölkerung soll unter dem Deckmäntelchen „Verbraucherschutz“ abhängig gemacht werden, wie ein Drogensüchtiger vom Dealer.

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        • Andreas Fendt sagt

          Willi hat mich freundlich gebeten, mich zurückzuhalten, was ich hiermit auch mache obwohl mir gleich der Kragen platzt bei soviel Stuss, den ich hier lesen muss…

          PS: falls es sich nicht nicht bis zum einfältigsten Bauern rumgesprochen hat: irgendwelche Vergleiche mit Nazis, Juden sind ein NO-GO! egal zu welchem Thema.

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        • Bauer Willi sagt

          @Gülledoktor
          bitte zukünftig solche Vergleiche unterlassen. Dies ist die Gelbe Karte, bei roter Karte droht Feldverweis. Begriffe wie „Nazis, Judenvernichtung und Eroberungskrieg“ haben nichts mehr mit einer sachlichen Auseinandersetzung zu tun. Hoffe, es war eine einmalige verbale Entgleisung.
          Bauer Willi

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