Alois
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Die regionale Landwirtschaft stärken – gemeinsam mit den Bürgern

Wenn es um Landwirtschaft geht, zeigen alle mit dem Finger aufeinander. Die Landwirte sagen: Die Verbraucher wollen nichts für die Lebensmittel zahlen. Die Bürger sagen: Die Bauern machen nur Massentierhaltung und Maiswüsten. Wie kommt man da raus?

Ein Gastbeitrag von Ulf Schönheim (Regionalwert AG Hamburg)

Die Landwirtschaft hat viele Sorgen. Preisdruck durch Handel und Verarbeiter. Hohe Kosten für Flächen, Maschinen und Gebäude. Risiken durch Wetter und Schädlinge. Abhängigkeit von Banken, Lieferanten und Kunden. Und nicht zuletzt ein hoher persönlicher Arbeitseinsatz.

Kein Wunder, dass viele Landwirte heute das Gefühl haben, ihre Arbeit würde weder wertgeschätzt noch angemessen bezahlt. Und auch kein Wunder, dass gut zwei Drittel der Höfe noch keinen Nachfolger haben.

Die finanziellen Risiken teilen

Diese Sorgen kannte auch Christian Hiß, Jahrgang 1961. Er wuchs auf einem landwirtschaftlichen Betrieb am Kaiserstuhl auf. Anfang der 1980er Jahre gründete er seine eigene Bio-Gärtnerei. Dort entwickelte er gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region Lösungsansätze. 2006 fasste er die Ideen zusammen – in der Regionalwert AG Freiburg, einer Bürger-Aktiengesellschaft.

Diese nicht börsennotierte AG sorgt für Kapital, indem sie regelmäßig Namensaktien ausgibt – bevorzugt an die Bürgerinnen und Bürger der Region. Das Geld investiert sie in landwirtschaftliche Betriebe, aber auch in Lebensmittelhandwerker, Händler und Gastronomen.

Kooperation statt Konkurrenz und Kostendruck

Die Partnerbetriebe der Regionalwert AG treffen sich regelmäßig und besprechen, wie sie zusammenarbeiten können. Das Ergebnis: Verhandlung auf Augenhöhe, Kooperation statt Konkurrenz und Kostendruck – vom Acker bis zum Teller. Und regelmäßig neue Ideen für Produktion, Vermarktung und Logistik.

Und: Die Bürgerinnen und Bürger sind auch mit im Boot – als Aktionäre, aber auch als Kunden. Denn je mehr sie bei den „eigenen“ Betrieben kaufen, desto besser geht es den Betrieben – und auch den Aktionären selbst.

Die Interessen werden also gleichgerichtet, das Mit-dem-Finger-aufeinander-Zeigen hört auf, die wirtschaftlichen Risiken werden geteilt. Denn als Eigenkapitalgeber ist die Regionalwert AG gewinn- und verlustbeteiligt.

Die Idee verbreitet sich

Mittlerweise gibt es vier Regionalwert-AGs: Neben Freiburg in den Regionen Isar-Inn (gegründet 2011), Hamburg/Schleswig-Holstein (2014) und im Rheinland. Dazu kommen Gründungsgruppen in verschiedenen Regionen, etwa in Berlin-Brandenburg oder in Oberschwaben.

Die Regionalwert-AGs tauschen sich regelmäßig untereinander aus und entwickeln das Modell weiter. So kam aus dem Norden die Idee zur Lizenzpartnerschaft. Damit können jetzt auch Betriebe Netzwerkpartner werden, die keinen Eigenkapitalbedarf haben. Resultat: Das Netzwerk wächst schneller, es gibt mehr Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.

Und praktisch?

Was haben landwirtschaftliche Betriebe konkret davon? Ein paar Beispiele:

  • Existenzgründung und außerfamiliäre Hofnachfolge werden ermöglicht – wie zum Beispiel auf dem Breitenwegerhof oder beim Obstgut Siegel.
  • Höfe werden gesichert, die in finanzielle Schieflage geraten sind – wie bei Hof Koch bei Lüneburg (Partnerbetrieb der Regionalwert AG Hamburg).
  • Auch Wachstumsphasen werden flexibel und unternehmerisch begleitet. Die Regionalwert-AGs können für ihre Partner zum Beispiel auch Investitionsgüter kaufen und sie anschließend an sie verpachten.
  • Eigene Verarbeiter und Händler werden gegründet, die direkt mit den Höfen zusammenarbeiten.
  • Die regelmäßigen Partnertreffen sorgen für fachlichen und menschlichen Austausch. Der Landwirt ist kein Einzelkämpfer mehr.
  • Die Betriebe bekommen zusätzliche Kunden und Multiplikatoren: die Aktionärinnen und Aktionäre – und natürlich die anderen Partnerbetriebe.
  • Das gegenseitige Verständnis zwischen Landwirtschaft und Bürgern wird gefördert. Auf der jährlichen Hauptversammlung und weiteren Veranstaltungen kommen die Landwirte direkt mit den Aktionären ins Gespräch.
  • Zusätzlich legen die Betriebe Aktionären in einem sozial-ökologischen Bericht dar, wie sie gewirtschaftet haben. Das ist auch für die Betriebe selbst eine wichtige Referenz.

 

Ziel: eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Man sieht: Regionalwert-Idee liefert viele Anknüpfungspunkte. Ihr Ziel: Den wahren Aufwand landwirtschaftlicher Produktion sichtbar zu machen und die Betriebe durch einen regionalen Verbund zu stärken – gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Oder anders gesagt: Die Zusammenarbeit im Regionalwert-Verbund überführt die Idee des landwirtschaftlichen Allround-Familienbetriebs in eine regionale Arbeitsteilung – die Regionalwert-Ökonomie. Und hilft dabei mit, ihre Partnerbetriebe so aufzustellen, dass sie auch in 30, 40 oder 50 Jahren noch vernünftig (land-)wirtschaften können. Zum Wohl aller Beteiligten.

 

Über den Autor: Ulf Schönheim (45) ist Kommunikationsfachmann und Diplom-Soziologe. Er war 2014 Mitgründer der Regionalwert AG Hamburg, die er als Vorstand gemeinsam mit dem Agraringenieur Malte Bombien leitet. Zwei Hamburger Blogger gaben ihm den Spitznamen Regionalulf.

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63 Kommentare

  1. Zenzi sagt

    Wäre „Regionalwert“ nicht was für Gabriele Mörixmann mit ihren Schweinderln?
    Sie ist mit soviel Herzblut dabei gute Umstände für ihre Tier zu schaffen und braucht bestimmt jede Unterstützung. Oder läuft der Verkauf bei Kalieber und Frohnatur ausreichend?

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  2. bauerhans sagt

    solange bauern nur produzieren,insbesondere mit gering oder gar nicht entlohnten familienarbeitskräften,scheu vor betrieblicher zusammenarbeit haben und zupachten,ohne zu rechnen,werden die über REGIONALWERT überhaupt nicht nachdenken.

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    • Inga sagt

      Warum rechnen Bauern nicht, wenn sie zu pachten?
      Woher weißt du das, Bauerhans?
      Wer seit Generationen Verantwortung über seinen Betrieb haben mußte, der wird auch über Zupacht nachdenken!
      Hast du schon mal was von einem 1 Mannbetrieb gehört?
      Und warum sind sie scheu vor betrieblicher Zusammenarbeit?

      Es gab schon in den 60igern Maschinengemeinschaften.
      Heute gibt es den Maschinenring!

      für Betriebliche Zusammenarbeit muß aber auch „die Chemie“ der Betriebsleiter stimmen!
      Es gab schon viele Versuche!

      Und man macht sich immer weiter Gedanken über irgendwelche Alternativen wie hier, die Bauern sind doch nicht dumm!

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      • sonnenblume sagt

        Für so ein Projekt muss die “ Chemie “ absolut und rundum stimmen, sonst wird es niemals funktionieren. Das Vorbild einer Maschinengemeinschaft ist nur der Anfang. Das ist noch überschaubar. In diesem Fall muss aber in allen Bereichen ein erfolgreiches Arbeiten gewährleistet sein. Es ist nicht so einfach, dass die passenden Leute zusammen finden. Das braucht Zeit. Dabei steht meiner Meinung nach nicht so sehr die Wirtschaftweise – Konvi oder Bio, oder Gemüse – im Vordergrund, sondern der menschliche Aspekt.

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        • bauerhans sagt

          „Für so ein Projekt muss die “ Chemie “ absolut und rundum stimmen“

          im strassenverkehr muss die chemie auch nicht stimmen,aber regeln eingehalten werden,hat was mit disziplin zu tun.

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          • sonnenblume sagt

            Wenn die „Chemie“ stimmt wird vieles erleichtert, Disziplin und Wille zur Zusammenarbeit gehören auch dazu. Der Strassenverkehr ist, glaube ich zumindest, nicht so vielfältig in der Problemstellung.

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        • Hallo Sonnenblume,

          das mit der Chemie stimmt sicherlich. Aber sie muss nicht unbedingt zwischen allen Beteiligten perfekt sein. Bei der Regionalwert AG Freiburg (der ältesten und größten Bürger-AG des Typs) arbeiten bestimmte Landwirte und Gärtner mit bestimmten Händlern zusammen – je nach räumlicher und persönlicher Nähe.

          Viele Grüße
          Ulf

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      • bauerhans sagt

        „die Bauern sind doch nicht dumm!“

        bauern produzieren unelastische,unflexible produkte und sind direkt vom wetter abhängig und sehr (deshalb?) eigensinnig.

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  3. Pflanzenernährer sagt

    Eigeninitiative im Bereich Landwirtschaft und Gartenbau finde ich prizipiell gut. Hier kann man das eigene Vermögen im Umgang mit Nutzpflanzen und Nutztieren in der Wirklichkeit testen.
    Als neues Kriterium möchte ich aber folgendes einführen: Wieviele Menschen kann ein landwirtschaftlicher/gärtnerischer Erzeuger ernähren? Je weniger, desto mehr Bürger aus der städtischen Bevölkerung müssen aus den urbanen Räumen in die Nahrungsmittelerzeugung zurück.

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  4. Das Bild erinnert an Kindertage, das waren noch Zeiten, als so Heu und Stroh gepresst wurde. viele größere Betriebe wäre heute bereits überlebensfähig wenn nicht die Politik mit irrsinnigen Auflagen und Bevormundungen diese Betriebe benachteiligte. Die Regelwut der Politiker kennt keine Grenzen.

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  5. Paulus sagt

    In der Regionalwert AG Rheinland finde ich gerade mal vier Betriebe, alle auf bio ausgerichtet. Zwei davon mit esoterischen Anschauungen und einen der als Naturkostgroßhandel firmiert. Nebenbei werden auch noch Homöopathie, Pflanzenheilkunde und Bewusstseinsarbeit angeboten.

    In einer Postwurfsendung vom Wochenende stellte die REWE 18 (in W. achtzehn) regionale Anbauer aus dem Rheinland in persona vor. Davon nur einer der sich bei seinen Kürbissen auf intergierte Anbaumethoden berief. Den Beschreibungen und Fotos nach zur urteilen sind alle keine kleinen Krauter sondern ganz das Gegenteil davon. Möhrenanbau auf z.B. 1.000 ha ist ja schon mal eine ordentliche Hausnummer.

    Woran liegt es nur, dass ich Letzteren mehr Vertrauen entgegenbringe als den Erstgenannten? Mit meinem laienhaften Verständnis vermute ich mal, dass jemand der großflächig anbaut und alle Vorschriften und Regeln beachtet die Sache schon verdammt gut im Griff haben muss.
    Andere Aspekte lasse ich jetzt mal außer Acht und lasse mich wir immer gerne belehren.
    Willis Spruch, der unter einem anderen Beitrag erschien wiederhole ich jetzt nicht, sonst könnte er auf die Idee kommen ich wollte Süßholz raspeln.

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    • Alois Wohlfahrt sagt

      Die Lieferfähigkeit ist im Handel etwas ganz Entscheidendes. Dies können nun einmal größere Erzeuger viel besser gewährleisten als die Kleineren. Dasselbe gilt für Produktionsstandards. Aber wenn etwas schief geht, wie bei Fipronil, dann ist das bei den Größeren halt auch eine ganz andere Nummer.
      In Punkto Vertrauen sehe ich den Zusammenhang eher in der Bequemlichkeit. Es ist bequem daran zu glauben, dass die Größeren schon die die besseren Qualitätsstandard haben werden.

      2+

    • Bauer Willi sagt

      Och Paulus, mach doch. An zu viel Lob ist noch keiner gestorben. #
      Die Beilage von REWE ist mir auch aufgefallen. Verdammt gut gemacht, einige von denen kenne ich persönlich. Alles relativ große Profi-Betriebe. Und die halten bestimmt alle Regeln ein. Sonst fliegen die bei REWE auch raus und das will keiner von denen riskieren.
      Bauer Willi

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    • Hallo Paulus,

      die Regionalwert AG Rheinland ist die jüngste der vier bestehenden Bürger-AGs und hat deshalb noch nicht viele Partner. Dass ein Naturkostgroßhändler dabei ist, gehört zum Modell: Vom Acker bis zum Teller! Dafür braucht man auch Groß- und Einzelhändler. Bei der Regionalwert AG Freiburg ist ebenfalls ein Biogroßhändler dabei, und wir haben demnächst auch ein Gespräch hier bei uns in der Region.

      Viele Grüße
      Ulf

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  6. Friedrich sagt

    Hört sich alles toll an , aber ist die Zeit der kleinen Betriebe nicht schon vorüber ? Entweder haben viele Betriebe schon aufgegeben oder stehen kurz davor. Wer heute kein Betriebskonzept für die Zukunft hat , den gibt es bald nicht mehr. Auch unser benachbarter Biobauer hat GPS und ist knallhart durchgesteillt. Nachdem keine deutschen Biohelfer mehr kamen, stehen dort auf dem Hof Wohncontainer für die polnischen Hilfskräfte. In den meisten Dörfern gibt es doch fast nur noch ein/zwei Höfe. Die anderen Höfe haben verpachtet oder verkauft. Manch eine Hofstelle verfällt schon. Solange Brüssel an Weltmarktpreisen und Marktdruck feshält wird sich auch nichts ändern.

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    • Stadtmensch sagt

      Ja, warum müssen deutsche Hähnchenmäster mit französischen konkurrieren, die wiederum in Brasilien (an der Quelle) produzieren? Dieser Freihandel schafft in Brasilien auch keinen Wohlstand. Nur mehr Stress für viele und Konzentration von Eigentum und eine irrsinnige Logistik. Ein Beispiel für Kulturvernichtung durch besinnungslose Marktvergottung kann man hier nachlesen:
      https://www.perlentaucher.de/buch/stefanie-boege/aepfel.html

      Naja – die FDP wirds richten…

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      • Bauer Willi sagt

        @Stadtmensch
        Sie könnten Bauer werden. So wie Sie jammern. 😉
        Warum schreiben Sie nichts zum Thema????

        Sie müssten so was doch eigentlich gut finden….Aber mit Lösungsvorschlägen hatten Sie es ja noch nie so. 😉
        Bauer Willi

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        • Stadtmensch sagt

          Achso – ja das Thema ist sehr gut. Ich kann das nur begrüßen. Danke, für den Hinweis auf diese Tendenzen und Projekte. Ich beobachte die SOLAWI-Entwicklung hier bei uns (Sachsen) auch sehr genau und da gab es innerhalb der letzten 3 bis 4 Jahre eine Steigerung von 0 auf messbar.
          Was heißt hier keine Lösungsvorschläge? Meine Lösungsvorschläge sind nur leider schräg, sozialromantisch oder sonstwie weltfremd, was mich nicht davon abhält, diesen Weg in der Praxis zu verfolgen.

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          • Ich seh das so sagt

            Und dennoch wäre es nett ihrer Fangemeinde hier mal so eine konzeptionelle Zusammenschau zu geben. Motto: „Wäre ich nach der Wahl Landwirtschaftsminister würde ich ….“

            Ein Wiener Literat hat vor langer Zeit mal ein Gedicht geschrieben, das (auf hochdeutsch übersetzt) mit der Zeile beginnt: Wenn ich was zu sagen hätte, ich würde zuerst mal alles abschaffen …..
            Eine weltweite Leserschaft harrt ihres Wahlprogramms – also wat is nu ?

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            • Stadtmensch sagt

              Inspiration zu einer TodDo-Liste erhielt ich vor kurzem bei der Lektüre eines Büchleins. Ich stelle die Punkte heute Abend (wenn ich dran denke) hier ein. Momentan habe ich Stress mit der Technisierung…

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            • Stadtmensch sagt

              Also, wie versprochen mache ich mich zum Kasper und picke mir ein paar Punkte ab S.215 der „Humusrevolution“ raus:

              – keinen Quadratmeter Boden mehr nackt liegen lassen
              – Regenwasser sammeln und versickern lassen
              – Bäume pflanzen, Grün anlegen woimmer es geht
              – Garten statt Rasen
              – „100% Bio, regional saisonal in Kantinen öffentlicher Einrichtungen: Behörden, Schulen, Kitas
              – Modellprojekte regenerativer Agrikultur in Kooperation mit Bauern und Gärtnerinnen fördern und wiss. begleiten
              – Technologien zur Bindung von Kohlenstoff in Boden forschen und anwenden
              – uvm.

              …ein paar Punkte mit meinen Worten:
              – die landwirtschaftliche Lehre aus den Klauen der Chemie- und Saatgutindustrie wieder lösen (mehr Geld für Forschung zur chemiefreien LW), Forschung zu Mischkulturen, Leguminosenzüchtung, Fruchtfolgen
              – „Reichsarbeitsdienst“ für die Anlage und Pflege von Feldgehölzhecken usw.

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            • Stadtmensch sagt

              Oje- ich sehe gerade, dass ich den Autoren einen Bärendienst erweise, indem ich mehr oder weniger kontextfrei und wahllos zitiere. Die Liste ist 8 Seiten lang und hat verschiedene Adressaten: Kommunalpolitik, Bauern, Wissenschaft, Unternehmen, Bundesländer, Bundespolitik, EU…

              Das schaffe ich jetzt nicht.

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          • Bauer Willi sagt

            Na Stadtmensch, so schlimm ist es nun auch wieder nicht. Manche Leute sind mit schrägen und weltfremden Ideen berühmt geworden. Und sozialromantisch bin ich auch. In meiner Freizeit… 😉
            Bauer Willi

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  7. Mein 18er Deutz zieht jedes Jahr eine 3 meter Weideschleppe. Die Landwirte bei uns brauchen 120 PS für eine 5 oder 6 Meter Weideschleppe. Was ist da wohl günstiger im Dieselverbrauch?

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  8. Früher hat man Schlepper mit bis zu 30 PS für solche Arbeit eingesetzt. Heute auf dem Foto 80 bis 120 PS. Alle Landwirte schimpfen das sie nicht genug verdienen, aber ist das ein Wunder bei den mehr Verbrauch der Schlepperleistung bei gleicher Arbeit?

    1+

      • Inga sagt

        wenn das Gras wieder nachwächst, stehen vielleicht Pferde auf der Wiese, die kann man streicheln und man kann fragen, ob man sein eigenes Pferd dazustellen darf!

        Oder ob man ein paar Bunde Heu oder Stroh für die eigenen Pferde kaufen kann.

        Als mein Sohn aus der Schule war, in den 90iger, hat ihn ein Lehrer gefragt, ob er von im ein Ballen Stroh kaufen darf.

        Er nahm den HD Strohballen von so einer Presse (aber grün-gelb) und brachte ihn dem Lehrer!

        Dieser bezahlte ihm 20DM dafür!

        also kann Bürger Lehrer noch froh sein, dass es ein paar Bauern in seiner Stadt gibt, denn er brauchte das Stroh für seine Kinder, die Kleintiere (Ich glaube Kaninchen) haben.
        So ein Lehrer denkt doch, dass es pädagogisch wertvoll ist, wenn Kinder Tiere haben, wegen Verantwortung zu übernehmen, lernen, oder?

        Gibt es nicht im Amt für Landwirtschaft auch das Fachgebiet Regionalentwicklung?

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        • Bauer Willi sagt

          @Inga,
          Wir hatten auch eine grün-gelbe Ballenpresse…In dem Augenblick, wo der Landwirt hilfreich sein kann, ist er auch ein guter Mensch. „Kannst du mir mal mit deinem Frontlader helfen, kannst du mir mal 3 Kubikmeter Sand holen, kann ich mir mal deine Motorsäge ausleihen“.
          Heißt aber nicht, dass die am Sonntag beim Stammtisch wieder über die Bauern schimpfen. Weiß ich aus eigener Erfahrung.
          Bauer Willi

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      • Inga sagt

        Die kleinen Schlepper haben doch auch Regionalwert, oder?

        Man kann den Fahrer noch sehen!
        Außerdem sind die gut für den Festzug in der Stadt, denn dann wird der geschmückte Wagen nicht so verdeckt!
        Ist das kein Regionalwert?

        Keiner regt sich da auf, dass mit subventionierten Diesel gefahren wird!

        Aber wen der Sohn bei Regenwetter mit den Schlepper in die Schule fährt, dann schont!

        aber viele Bauernopas fahren Kindergartenkinder auch mal mit dem Wagen hinter so einem Schlepper herum.
        als Sitzbank dienen dann Strohballen aus der HD Presse!
        Hat das kein Regionalwert?

        So geben diese kleinen Schlepper auch ihren Teil zum

        Ziel: eine enkeltaugliche Landwirtschaft

        Ehrliche Landwirtschaft kann nur von ehrlichen Leuten, mit Idealismus betrieben werden. Nur sie können diese Alternative oben wagen! Und auch so für ihre Enkel in 50 Jahren weitergeben!
        Das geht aber nur, wenn sie darauf vorbereitet wurden!

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      • bauerhans sagt

        mein MF 35 bj.1962 hat 32 ps,kann aber nur die güllepumpe antreiben und wenn nen „dicker brocken“ kommt,kriegt er mächtig „husten“.

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    • Inga sagt

      Wenn ein Bauer einen größeren Schlepper kauft, dann nur weil er mehr Feld hat um es zu bearbeiten. Nicht zum Angeben, denn das bringt ja kein Geld!

      Ich weiß nicht wo du deine Brötchen verdienst, Karsten,
      wann hattest du die letzte Lohnerhöhung?
      Frag mal Bauer Willi, wann er die letzte als Bauer hatte!

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      • bauerhans sagt

        „Nicht zum Angeben..“

        DOCH!!
        je kleiner der bauer(in m),desto grösser der trecker.

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    • Christoph Pass Was haben mehr ha mit der Schlepperleistung zutun? Verstehe ich nicht. Wenn man mit bis zu 10 kmh die Weiden schleppt, braucht man doch keine 100 oder 160 PS bei einer 5 oder 6 Meter Weideschleppe. Wenn man Gülle fährt mit einem 7 Qm Fass brauch ich auch keine 100 oder 160 PS bei 6-8 kmh. Beim Flügen vielleicht schon, wenn man ein Wendepflug mit ab 5 Schaare hat. Aber das ist eine Arbeit die ein Schlepper macht. Wozu haben die meisten Landwirte aber 3, 4 oder mehr große Schlepper von über 100 PS? Jetzt kommt nicht noch mit Silo fahren… Das machen heute mest schon die Lohnunternehmer 😉

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    • Man brauch die Schlepper einfach für alle möglichen arbeiten. Sollen wir zum Beispiel die 10 ha Weide und 85 ha Acker haben uns nen 30 PS Schlepper kaufen um 5 ha Weideland zu bewirtschaften? Der uns sonst garnichts bringt? Wir haben aktuell ein JD 2030 mit klinglader Baujahr 1976 nen JD 6330 bj 2009 stehen und wollen uns im Winter 1 “ großen “ Schlepper dazu legen da der 6330 für die Ackerarbeiten mit seinen 105 PS zwar geade so reicht aber das auch nicht mehr so toll ist. Außerdem machen wir mittlerweile mit dem 6330 etwa 850-900 Stunden im Jahr und sind mit mehrern Fahrern. Mit dem 2030 und 70 PS brauchste aufm acker nichts mehr anfangen und 1 Schlepper aufm Acker is einfach zu wenig.

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    • Karsten Bode Bei mehr ha unterm Pflug, braucht man einen größeren Pflug, um alles in de rselben Zeit zu schaffen, wie mit kleineren Maschinen auf weniger ha, denn der Tag hat nur 24 Stunden und auch einen größeren Schlepper um ihn zu ziehen, das gilt für alle Maschinen die die vielen ha, also größere Fläche bearbeiten müssen, denn sie müssen in der gleichen Zeit schaffen, wie die kleineren Maschinen bei kleinerer Fläche. Und wenn man dann eine Wiese zu schleppen hat oder ein paar bunde Heu für Pferde macht, dann hat man in der Regel keinen kleineren Schlepper dafür und diese Arbeit muß dann mit dem vorhanden auf dem Hof gemacht werden.

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    • Anscheinend kennst du nicht mehr als dein kleines Dorf, aber ok, wenn du glaubst das Landwirte sich nur große Maschinen kaufen weil sie Bock drauf haben…

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    • Man soll sich also, wenn die kleinste Maschine auf dem sagen wir 90 PS hat und ein Gerät nur 40PS Antriebsleistung erfordert noch eine 40PS Maschine extra dazu kaufen, die quasi als Spezialfahrzeug nur für diesen einen Einsatz im Jahr die restlichen 364 Tage herumsteht?
      Hört, hört… Das ist ja schon ein bisschen dekadent.😅
      Schließlich will das kleinere TöffTöff auch versichert werden… Es braucht einen Stellplatz, der ggf erst noch baulich geschaffen werden muss, es braucht nach Adam Riese 2 Ölwechsel im Jahr (so jedenfalls bei unseren Maschinen üblich… Alle 200 Betriebsstunden oder alle 6 Monate), man plagt sich noch mit höherem Wartungsaufwand (was lange nicht bewegt wird folgt leider der Unart unbeweglich zu werden… Nicht sehr praktikabel und vor allem nicht betriebssicher)

      Ist es wirklich billiger noch extra eine kleine Maschine zu kaufen, die ggf. durch Betrieb an der Leistungsgrenze auch weit durstiger sein kann, als eine größere Maschine, die das Gerät weit souveräner antreibt?😉

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    • Herr Jäger sie verstehen mich wohl nicht? Meist haben sehr viele Landwirte Schlepper von über 100 PS und davon 3-6 oder mehr. Sie können mir nicht erzählen das diese Landwirte immer zur gleichen Zeit diese Schlepper bewegen. Teils war es früher ein Machtkampf… hatte der eine einen 18 PS Deutz musste gleich der nächste einen 25 PS haben. So ist es heute noch… Mein EX- Arbeitger hatte einen Fendt mit 80 PS der alle Arbeiten gemacht hatte. Mist-, Gülle-, Getreide fahren, Pflügen, Grubbern, Weidepflege: Schleppen Walzen und andere Arbeiten. Diese Arbeiten macht heute ein Valtra 123 bei gleicher Arbeit… Mehrverbrauch die Std. von ca. 2 Liter. Den Fendt hat er übrigens noch ;-). Da der Valtra meist immer zur Werkstatt muss, Elektronik halt 😉

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    • Christian Jäger Zu Betriebssicherheit kann ich nur sagen, dass man ein Seilzug gesteuertes Steuerventil den Frotlader besser kontrollieren kann, wie heute die Elektronisch gesteuerten.

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    • Christian Jäger Mein DX 3.60 hat nur die beiden Hebel rechts am Steuerblock, wenn ich andere Arbeiten machen muss brauche ich nur den Frontlader abbauen oder mit den Hebel am Frontlader die Hydraulik sperren. So einfach wie möglich, so günstig wie möglich und die Funktion ist gegeben 🙂 und mind. 1000,- gespart 🙂

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  9. Zenzi sagt

    „Selbsthilfegruppen par Excellence“ diese Selbstorganisation in einer Gemeinschaft.

    Das schwierige daran, ist wohl noch der Handel z.B. bei der Molkerei. Die „Faire Milch“ ging hier in Bayern erstmal baden, da sich KEINE Molkerei gefunden hat und das Risiko eine eigene zu gründen zu kostenintensiv war.
    Mittlerweile gibt es hier Landwirte die ihr eigenes Label sogar bei REWE anbieten. Wenn dann die „Schlagkraft“ durch eine Gemeinschaft wie das Beispiel der Brauerei erhöht wird ist das eine runde Sache:
    https://www.regionalwert-hamburg.de/ (3 min Erklärvideo)

    Was mich als Endabnehmer häufig mißtrauisch macht, sind die Tatsachen z.B. beim Eierhandel: Wird schön aufgemacht als „Regional“ angeboten und ist beim Nachforschen in der Haltung keinen Deut besser als importierte „Aldi-Eier“, desgleichen Schweinefleisch u.a.m. „Regional“ ist eben kein Qualitätskriterium, ausser, und das finde ich wichtig:
    Die Wertschöpfung bleibt in der Region.
    „Region“ ist aber kein Begriff, der durch Kilometerangaben irgendwie begrenzt und deffiniert ist…

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  10. Das Foto vermittelt „Romantik“, hat aber mit einer zukunftsgerichteten, ökologisch und auch ökonomisch aufgestellten Landwirtschaft nichts zu tun. Allein schon die zwei Menschen auf dem Heuwagen. Ich kenne querschnittsgelähmte Landwirte, die von solchen Sammelwagen heruntergefallen sind.

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    • Ulf Schönheim Vielelicht haben die nur wenig Heu für die Pferde, dann brauchen die keine neueren Maschinen,denn die werden sich ja nicht bezahlt machen! In dem Fall ist nicht chsichtlihc, dass Investitionsbedarf besteht!

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    • Hans Coenen, aber wie solte man es früher anders machen sollen,als diese Maschinen noch aktuell waren? Es war ja auch Arbeitserleichterung gegenüber der Technik von vorher! Technik is teben gefährlich!

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    • Frau Krausbauer, die Technik von „früher“ kenne ich nur zu gut, weil im elterlichen Betrieb erlebt. Ich finde es nur bedenklich, die Arbeit von früher als „gefällt mir“ zu romantisieren, während die heutige Landwirtschaft „uns nicht gefällt“ und angeblich alles falsch macht. Mit dieser emotionalen schwarz-weiß Malerei kommen wir nicht weiter. Deshalb kritisiere ich auch Fotos, die uns ein Bild von „heiler“ Landwirtschaft vermitteln, aber z. B. dem heutigen Standard von Arbeitssicherheit nicht entsprechen.

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  11. Harald Müller sagt

    Regionalwert Hamburg, das sind doch die Oberexperten, die einmal die äußerst realistische Rechnung herausgegeben haben, Hamburg könne sich selbst versorgen, natürlich ausschließlich in Bio-Qualität:

    http://www.mopo.de/hamburg/neue-uni-studie-zeigt–so-kann-sich-hamburg-selbst-versorgen-25255108

    Sollen sie es doch ruhig mal probieren! Es sei aber darauf hingewiesen, dass das schon damals bei den Westberlinern nicht geklappt hat.
    Da hilft es auch nichts, wenn Hamburg die Mauer 100 km weiter draußen aufbaut.

    1+

    • Naja, „Oberexperten“ … so würden wir uns selbst eher nicht bezeichnen.

      Aber kurz zur Fallstudie: Das war die Magisterarbeit einer Studentin, zu der wir interviewt wurden und deren Veröffentlichung wir unterstützt haben. In der Arbeit ging es um die Frage, ob eine Großstadt wie Hamburg sich selbst bio-regional versorgen KANN – und unter welchen Bedingungen.

      Unser eigenes Anliegen ist sicherlich keine Ernährungs-Autarkie. Sondern schlicht und einfach, Beiträge zu etwas mehr Ernährungssouveränität zu leisten – mit dem oben beschriebenen Ansatz.

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      • Harald Müller sagt

        Die Überschrift der Pressemitteilung, die die Regionalwert Hamburg herausgab lautete „Hundert Prozent bio-regional ist theoretisch möglich“.
        Und daran müsst ihr euch in erster Linie messen lassen.
        Schließlich suggeriert die Pressemeldung eben, dass dies tatsächlich möglich sei, auf Basis von 2/3 Fleischverzicht und 100% Biolandwirtschaft.

        Dann erklärt doch auch mal, wie das gerade in Jahren wie 2017 möglich wäre, wo ein Großteil des Getreides aufgrund des Wetters in der Ernte nur für den Trog taugt statt zum Brotbacken – vermutlich auch in der Hamburger Region.

        In der ganz praktischen Welt kaufen die Mühlen übrigens gerade große Mengen qualitativ hochwertigeren Weizens aus Osteuropa auf, um damit die bescheidenen deutschen Qualitäten aufzubessern. Und das obwohl Deutschland doch eigentlich Nettoexporteur bei Weizen ist.

        Soviel zu euren blauäugigen Vorstellung, die mit dazu beitragen, die wichtige Rolle des überregionalen und globalen Handelsnetze zu diskreditieren. Manchmal wünschte ich mir wirklich eine Missernte in Deutschland, in Verbindung mit einem nicht funktionierenden überregionalen Handelsnetz. Natürlich nur theoretisch.

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        • „Theoretisch“ ist nicht „tatsächlich“. Mehr dazu in der Fallstudie, in der es wie gesagt darum ging auf Basis bestimmter Annahmen zu ermitteln, ob und wie weit eine bio-regionale Versorgung theoretisch möglich ist. Nicht mehr und nicht weniger. Und diskreditieren möchte ich gar nichts, sondern nur Möglichkeiten und erfolgreiche Praxisbeispiele am Besipiel der Regionalwert-Idee aufzeigen.

          (Und abgesehen davon: Wörter wie „Oberexperten“ und „blauäugig“ helfen nicht bei einer Diskussion, denn sie wirken diffamierend und polemisierend. Darauf habe ich wenig Lust.)

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    • Zenzi sagt

      Das Grundprinzip von der „Regionalwert Hamburg“ wäre auch für konv. Lebensmittelerzeugung umsetzbar. Es geht um die Selbstdarstellung der LW und den Wertkreislauf in der Region zu binden und die damit anfallende Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen.
      Und – das die konventionellen Landwirte keine täglich Pestizidspritzenden, Massentierhalter sind die nur noch (Energie)-Mais aufn Acker haben und denen die Artenvielfalt zwangsläufig am A … vorbei geht, wie hier immer wieder eingebracht wird, oder? Aber bitte, ihr könnt euch auch über Trecker Bj 68 auslassen, Bildqualitäten erläutern, und dem leidigen Bio-Streit widmen. Alles überflüssig wie ein Kropf.

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      • Bauer Willi sagt

        Tja Zenzi
        wenn es um Alternativen zur bisherigen Denkweise geht, wird es immer schwierig. Persil, da weiß man was man hat… Und am 24.9. Mutti wählen…Wobei der Stadtmensch ja für die FDP Werbung macht. Hätte ich ihm gar nicht zugetraut 🙂
        Bauer Willi

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        • Stadtmensch sagt

          Jedes Zoon Politikon weiß, wofür die gegenwärtige FDP steht. Ich hätte Ironiemarken setzen müssen.

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