Bauer Willi
Kommentare 52

Deutschland blüht auf!

Das ist das Ziel der Initiatoren, die möglichst viele Menschen auffordern, im kommenden Frühjahr Blühstreifen im Acker oder Blumenwiesen im Garten anzulegen.

https://www.wir-machen-euch-satt.de/presseinformation/

Damit soll ein Zeichen für die Bemühungen der Landwirte in ganz Deutschland für die Artenvielfalt gesetzt werden. Um auf diese Naturschutzmaßnahmen hinzuweisen, sollen im Januar Blühmischungen in den Städten und Gemeinden verteilt werden mit dem Versprechen, das Landwirte das ganze Jahr über für eine reichhaltige Blütenvielfalt auf ihren Feldern sorgen werden. Möglicherweise entstehen so im Dialog auch gemeinsame Aktionen mit Kommunen oder Privatpersonen, die sich ebenfalls an der Aktion mit einer Blüh-Ecke in ihrem Garten beteiligen können. Darüber freuen sich nicht nur die Insekten!

E ist eine Karte der Teilnehmer freigeschaltet, in der sich jeder gerne eintragen darf. Dauert weniger als eine Minute. Ich bin schon dabei, aber auf der Karte ist noch Platz 🙂

Also macht mit! Dialog ist konstruktiver als Protest!

Euer Bauer Willi

 

(Aufrufe 1.237 gesamt, 1 heute)

52 Kommentare

  1. Hans-Günter Felser sagt

    Die Aktion, wieder mehr Blühstreifen anzulegen, finde ich anerkennenswert. Hoffentlich machen viele mit. – Leider ist vielerorts dann ein Blühstreifen angelegt worden. es hatten sich Insekten etabliert und dann wurde alles dem Erdboden gleich gemacht. Wenn, dann bitte auch nachhaltig einige Flächen für die Tiere belassen! Danke, liebe Bauern, die das machen.

    0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Möchte mal höflichst nachfragen, was sie für die Insekten unternehmen, was für einen Beitrag leisten sie?

      Tipp:
      Pachten sie Grundstücke und legen sie Blumenwiesen an, nur sie haben das nötige Fachwissen, ich baue auf sie.

      3+
  2. Sabine sagt

    Nachdem mir letztes Jahr viel erfroren ist und ich einiges an Blümchen vermisst habe, hab ich meine Bestellungen schon abgeschickt. Ich werd 50qm Nützlingswiese einsäen und auf dem das Kartoffelbeet vom letzten Jahr wird wohl mit Bienenfreund, Buchweizen und Perserklee eingesät. Hoffentlich klappt es dieses Jahr besser wie im letzten.

    0
  3. Friederike Krick sagt

    Habe gerade beschlossen, in diesem Jahr meinen (kleinen) Balkon zu begrünen bzw. zu beblühen. Für die Stadtbienen 🙂

    2+
      • Sabine sagt

        Also bei uns gibt es offizielle Stadt-Bienen. Der Imkerverein hat vor Jahren schon Bienenstöcke auf öffentlichen Gebäuden und auf Friedhöfen aufgestellt. Regelmäßig gibt es im Lokalteil berichte von „unseren“ Bienen und Schulkinder können vor Ort lernen, was Bienen alles können und was sie alles brauchen.

        0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Stadtbienen waren mir nicht geläufig,
          von Trottoirschwalben habe ich mal gehört,
          wobei ich sagen muss, diese Gattung habe ich in unserer Gemeinde noch nicht gesichtet, möglicherweise ist die intensive Landwirtschaft daran schuld. 😉

          0
  4. Jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Als Imker und Naturfreund kann ich die Initiative grundsätzlich nur gutheißen. Ich habe mir mal die Internetseite angesehen und festgestellt, dass bislang erst 65 Betriebe bei dieser Aktion mitmachen wollen. Den 65 Betrieben gebührt ein ausdrückliches Lob für den demonstrierten guten Willen. Aber was ist mit den restlichen 250,000 – auch Grünlandbetriebe sollten sich angesprochen fühlen. Die Aussaatgrünlandflächen sind ja sicher keine Oasen der Artenvielfalt, genausowenig die Fettwiesen als Resultat der Gülledüngung.

    Um der Aktion etwas mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, habe ich die Pressemitteilung auch auf meinem Blog http://www.imkermagazin.de gepostet und werde sie auch über meinen Facebook Account in den einschlägigen Imkerforen verbreiten. Da wo Bauern mitmachen ist das eine gute Sache, aber ich befürchte, dass nicht viele eurer Kollegen helfen werden ein Zeichen zu setzen. Ich wünsche euch, dass da mehr entsteht als ein Tropfen auf einen heißen Stein fallen zu lassen.

    Das Motto: „Wir machen euch satt“ halte ich nicht für gut, weil es ja darum gar nicht geht.

    4+
    • Inga sagt

      Klar, Marzellus

      wo sollen denn die Nahrungsmittel sonst herkommen?

      Weißt du wie die Politik damals für genügend Nahrungsmittel für die Industriearbeiter, die ja sehr wichtig für unsere Volkswirtschaft waren, gesorgt hat?
      Und wenn da die Jungbauern von früher stolz drüber sind, dann ist das richtig.

      Sie hab3en das auf der Uni oder Landwirtschaftsschule von den alten Profs gelernt und mußten es zu Hause auf dem eigenen Hof einführen, der Vatter mußte auch bezahlen.

      Machte er auch gerne, damit sein Betrieb durch den Sohn mit dem neuen Kommuff (neue Innovationen) im Kopf eine Zukunft hat.
      Trotz dass der Vatter diese neue Innovationen nicht ganz verstand und sie eben mit „neues Kommuff“ benannte.
      Daran ist zu sehen, dass dieses beweist, dass es nicht immer selbstverständlich war, dass die Bauern die Bevölkerung satt bekam.
      Deswegen hatten die früher in der Stadt auch einen Garten und einen großen Einkochkeller mit Obst- u. Gemüsereserven in den Gläsern.

      Also da hat der Spruch schon seine Berechtigung.

      Nun aber, wo wir zu viel Lebensmittel auf dem Markt haben und festgestellt wurde, dass es Insekten sterben gibt, wird man aus Stadt und Land initiativ und bemüht sich um diese Wildblumenaussssat.

      Es ist schön, dass sich auch Städter mit Balkonkästen oder Vorgärten oder sonstigen Flächen an der Artenvielfalt beteiligen.

      Und es ist ja die Aufgabe aller,
      wenn auf den Feldern sehr intensiv Rohstoffe für die dadurch sehr billigen Lebensmittel Aller angebaut werden.

      1+
      • Das wohl ironisch gemeinte „Klar, Marzellus …“ bezieht sich wohl auf die „Wir machen Euch satt“ Bemerkung. Dazu: das hat mit der Blühkampagne mal direkt nichts zu tun.

        Was den Slogan insgesamt betrifft stelle ich nur fest, dass 20% der landwirtschaftlichen Produktion in den Energiesektor gehören und nicht in die Nahrungsmittelproduktion. Im Jahr 2016 wurden Nahrungsmittel und Futtermittel im Wert von rund 44,41 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Dem gegenüber besteht ein Eportvolumen von 51,4 Milliarden. Ein Exportüberschuss von ca. 7 Milliarden plus die Bioenergie heißt: Es geht schon lange nicht mehr um das Thema Sattwerden.

        0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Wie wäre es, wenn auch die Imker mal Blumenwiesen anlegen würden.
      Mehr als die Hälfte der Äcker sind Pachtland.
      All zu gerne verpachtet man für viel Geld den Acker und hinterher schimpft man, weil darauf Mais angebaut wird.

      1+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.